Karin Leukefeld

Karin Leukefeld  ist eine Journalistin, die sich besonders gut in Syrien auskennt. Aktuell ein Bericht der Neuen Rheinischen Zeitung:  31. März 2018 Karin Leukefeld – Krieg in Syrien. Aktueller Bericht zur Lage

Dazu ein Brief von Manfred Lotze
Mittwoch, 28. März 2018 19:04
Betreff: Karin Leukefeld – Krieg in Syrien. Aktueller Bericht zur Lage in Bremen 19.3.18

Filmclips  vom 28.03.2018
Vortrag auf Einladung des Bremer Friedensforums in Bremen am 19.3.2018   http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24705

,  https://youtu.be/tq9c5z67Ug0tq9c5z67Ug0

,  https://www.youtube.com/watch?v=tq9c5z67Ug0&feature=youtu.be

Karin Leukefeld berichtet in Bremen von der Lage in Syrien: 16 US-Militärstützpunkte im Norden Syriens – Wiederaufbau in den von der syrischen Regierung kontrolliertem Gebiet.

In überfüllten Räumen der Villa Ichon sprach am 19.3.2018 auf Einladung des Bremer Friedensforums Karin Leukefeld, die in Syrien als Journalistin akkreditiert ist. Fast eineinhalb Stunden berichtete sie mit Lichtbildern von der jetzigen Lage in Syrien, von den traumatisierten Kindern, von den Versöhnungsgruppen, von den Hilfslieferungen, vom Wiederaufbau und von der völkerrechtswidrigen Besetzung syrischen Territoriums durch die USA, Israel und die Türkei. Auch deutsche Militärs befinden sich im Nordteil Syriens, obwohl es von der Bundesregierung bestritten wird.

Die USA haben im Norden Syriens inzwischen 16 Militärstützpunkte installiert und durch ihren Außenminister der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass sie dort bleiben würden. Sie halten das Gebiet östlich des Euphrats unter Kontrolle, wo sich die Öl- und Gasquellen, die Weizenfelder und die großen Wasserreserven befinden. Jährlich pumpen die USA vier Milliarden Dollar in diese Besatzung, womit sie auch oppositionelle Truppen trainieren und militärisch unterstützen. Diese Tatsache bedeutet, dass Syrien weiterhin gespalten bleibt und die Mehrheit des Volkes den Reichtum seines Landes entbehren muss.

Andererseits kehrt in den zerstörten Orten auf dem Gebiet, das von der syrischen Regierung kontrolliert wird, das Leben zurück, so zum Beispiel in Aleppo, Homs und Palmyra. Einzelne Syrerinnen und Syrer bauen ihre zerstörten Häuser wieder auf und einige Einzelhändler richten notdürftig Läden in den Ruinen ein. Auch werden z.B. von christlichen Gemeinden Aktionen für Kinder durchgeführt, die in den zerstörten Orten Ruinenwände bemalen, man lässt Spielmannszüge auftreten und Wände werden von Künstlern schön gestaltet. Auf einer Wand ist die Silhouette eines Kinderpaares mit Herz zu sehen und dazu sind die Worte zu lesen: „Make love, not war“.

Die so genannten syrischen Versöhnungsgruppen, die sich selbst gebildet haben, vermitteln oft unter Einsatz ihres Lebens zwischen den verfeindeten Militärs und ermöglichen Waffenstillstandszeiten und Hilfslieferungen. Über ihren Einsatz wird in den westlichen Medien kaum berichtet.

Ehemaligen dschihadistischen Kämpfern gewährt die syrische Regierung Amnestie, wenn sie ihre Waffen abliefern. Ihnen und ihren Familien werden auch Wohnungen gestellt, und sie können auch ins Berufsleben zurückkehren. Leukefeld erwähnte auch die Sanktionen der USA und der EU gegen Syrien, die das Leben der Bevölkerung zusätzlich erschweren.

Im Anschluss an den Vortrag kam es zur lebhaften Diskussion, an der auch Syrer teilnahmen. Am Ende erhielt die Referentin lang anhaltenden Beifall. Moderiert wurde der Abend von Barbara Heller vom Sprecherkreis des Bremer Friedensforums

(Video: Georg Maria Vormschlag, Text: Hartmut Drewes, Bremer Friedensforum, bremerfriedensforum.de)

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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