Streitgespräch Nirit Sommerfeld beim Friedensratschlag 2019

am Sonntag, den 8.12.2019 gab es ein Streitgespräch Nirit Sommerfeld gegen zwei Studenten des Jungen Forums DIG AG Kassel, Romke Buchholz und Christian Gruber unter der Moderation von Frau Dr. Frauke Bansen, die aus äußerst faire Diskussion achtete.

Photos: Eins und zwei

Beide Parteien hatten je genau die gleiche Zeit für Reden und Antworten, und viele Teilnehmer hatten je 2 Minuten für ihre Fragen und Statements…

Die beiden Studenten hatten möglicherweise das Gefühl, in „Feindesland“ zu sein, denn sie kamen zu den „Alten“, Friedensbewegten, aber sie hatten durchaus auch Akklamateure… Die Studenten sagten, Israel werde unfair beurteilt, sie zitierten extreme Aussagen, viele autoritäre Staaten würden viel weniger angegriffen, „Unverhältnismäßigkeit“,

Nirit : Es geht um den Antismitismusvorwurf, der gegen sie erhoben wurde. Der sei absurd.

Sie startete mit ihrer Familie, ein Großvater wurde ermordet, nachdem er seinen Sohn nach Israel gebracht hatte, da er sich nicht vorstellen konnte, dass man ihn als dekorierten Soldaten des ersten WK sehr schlecht behandeln könnte. Geburt und die ersten Jahre verbrachte sie in Israel, bis ihre Familie doch wieder nach Berlin zurückkehrte. Danach ging sie wieder ins Land ihrer Sehnsucht, um dann zu merken, dass die Einstellungen im Lande nicht gut war. Bei Gazakrieg 2009 mit Phosphorbomben auf Gaza „flüchtete“ sie wieder nach Berlin. In Israel geht es um das Land, was die jüdische Mehrheit völlig für sich haben will. Sie strebt mit der Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost einen gleichberechtigten Frieden mit allen Menschen der Welt an. Die Definition der IHRA http://bds-kampagne.de/2017/12/14/die-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus/ ist furchtbar, völlig schwammig, und in jeder Richtung auslegbar. Sie betrachtet „Antisemitismus“, richtiger Judenhaß, als Hass auf Juden, weil sie Juden sind. Es gäbe keinen linken Antisemitismus, jeder, der rassistisch sei, sei damit automatisch rechts für sie. Gerechtigkeit, Gleichheit, Menschenrechte sei ihre Losung.

Der „sekundäre“ Antismitismus ist keiner… Die Unterstellung einer Opferrolle Israels sei eine Chimäre, Israel sei hervorragend vernetzt mit der „westlichen Weltgemeinschaft“ , mache sowieso, was es wollen, ist , Es gehe um Denkverbote.

BDS sei eine legale Gegenwehr,

Israel strebe ein Land ohne Palästinenser an, zum Teil Mordideen,

gegenvorwürfe: Plakat: Hinter dem Frieden verstecken sich die Mörder… Das wurde auch in Braunschweig gegen eine Palästinserausstellung zur “Nakba” gezeigt.

Nirit: keine Rassismus, kein Antisemitismus, nirgendwo…

Am Ende bedankte sie sich ausdrücklich bei den Studenten für ihre Bereitschaft, mit ihr zu diskutieren.

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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