Wer bin ich?

In einem Interview hörte ich, dass eine Frau folgende Fragen sich bei ihrer Morgenmeditation stellte:

Wer bin ich?

Wofür bin ich dankbar?

Worauf bin ich stolz? Und noch drei: Habe ich was auf dem Herzen? Wie will ich mich heute fühlen? Was kann ich dafür tun?

Diese Fragen finde ich nützlich, wenn ich von Unsicherheit überwältigt werden könnte und stelle sie mir morgens gelegentlich.

Zur ersten Frage: Wer bin ich? : Ich bin, so wie ich es verstanden habe, ein Wesen, das in Milliarden Jahren enstanden ist, genauso wie Milliarden andere Lebewesen mit einer begrenzten Laufzeit und ohne Begründung. Wenn meine Laufzeit zuende ist, bekomme ich vielleicht den Überblick, vielleicht auch nicht oder ich beginne irgendwo und irgendwie etwas Neues oder mein Ich verschwindet einfach. Da ich darüber nichts zu wissen glaube, halte ich eine Beschäftigung damit für Zeitverschwendung und ich beschäftige mich lieber mit meiner “Laufzeit”. Und da bin ich durch viele Psychobücher zu der Überzeugung gekommen, dass man sich selbst aus dem Sumpf ziehen kann, solange noch “Laufzeit” zur Verfügung steht. Und danach ist es eben aus. Das “selbst aus dem Sumpf ziehen” gelingt möglicherweise mit dem simplen Beschluss, glücklich zu sein, und indem man sich die obigen Fragen stellt. Denn Glück oder Unglück ist nichts Äußeres, sondern beruht auf den Reaktionen, die man selbst verantwortet. Man kann als Hilfsmittel auch Kathie Byron nehmen (das Leiden überwinden: Vier Fragen in Antwort auf die depressiven Aussagen hin: Ist das wahr? ist das wirklich wahr? 3. Wie fühlt es sich an, wenn Du diesen Gedanken glaubst? 4. Wer wärst Du ohne den Gedanken? Die Aussagen sind m.E. immer nicht wahr…) Oder Robert Betz: “Willst Du normal sein oder glücklich.” Beide sind im Internet vertreten…

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.