„Wir brauchen mehr USA-Versteher“ 

Gesendet: Mittwoch, 25. Mai 2022
Von: “Peter Wahl”Betreff: USA verstehen, um Ukraine-Krieg besser zu verstehen

Liebe Leute,  Unter dem Titel Wir brauchen mehr USA-Versteher“  ist heute im Neuen Deutschland ein Gastkommentar von mir erschienen.

Der Text findet sich in der Anlage und kann gern weiter verbreitet werden.
Ciao  Peter Wahl
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 „Es wird Nacht über Deutschland, aber ich will mich dieser Dunkelheit nicht beugen“

Ich weiss nicht, wie lange es her ist, das mich ein Text so beeindruckt hat:

Unbedingt lesen!
Und teilen!

Es ist schlimm in Deutschland.

Und wir müssen eine der Kräfte sein, die zur Umkehr drängen. Und dieser Text ist dafür sehr gut.

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de,

PS: Er stammt von einer Freidenkerin. Von einem Freidenker stammt auch dieser bitterböse Text:  Nur keine Angst vor dem Atomkrieg…  https://helmutkaess.de/14760-2/

„Es wird Nacht über Deutschland, aber ich will mich dieser Dunkelheit nicht beugen“

https://www.freidenker.org/?p=13192

„Es wird Nacht über Deutschland, aber ich will mich dieser Dunkelheit nicht beugen“

Ein Abschied

Alles, was ich künftig schreibe, wird nicht mehr auf deutschem Boden geschrieben. Um mit Worten für ein Deutschland einzustehen, das den Völkern wie sich selbst ein Segen, kein Fluch ist, scheint es abermals geboten, zu gehen.

von Dagmar Henn

Erstveröffentlichung am 20.05.2022 auf RT DE

„Und an den Ufern sah ich die Städte blühn,
Die Edlen, wo der Fleiß in der Werkstatt schweigt,
Die Wissenschaft, wo deine Sonne
Milde dem Künstler zum Ernste leuchtet.“

Die Melodie dieses Liedes geht mir seit Tagen im Kopf herum. Hanns Eisler hat diese Verse Friedrich Hölderlins im Exil vertont, 1942, als die Niederlage des Hitlerfaschismus erst zu erahnen und zu erhoffen war, und die wenigen Minuten dieses Stücks sind die dichteste Zusammenfassung von Exil, die ich kenne. Der Kommunist Eisler blickt aus der Ferne auf eine Heimat, die durch die braunen Horden verwüstet wird, und schafft einen Gesang, der mit der Zeile beginnt: „Oh heilig Herz der Völker, oh Vaterland.“

Vor über 30 Jahren habe ich Deutschland schon einmal verlassen; damals sollte es ein Aufbruch in eine lebendigere Welt sein; ich folgte einem Bild, das ich aus den Romanen von Jorge Amado hatte, und ging nach Brasilien. Ein Jahr war ich dort, wurde schwanger, meine Tochter wurde geboren, dann war ich, dem Wunsch ihres Vaters folgend, wieder zurück in Deutschland. Und während ich dort, in Salvador da Bahia, verblüfft feststellte, welche Dinge mir plötzlich fehlten (Käsekuchen und Sauerteigbrot, das bayerische, fest, feinporig und mit vielen Gewürzen), kehrte ich doch unwillig zurück und versuchte, so lange wie möglich am anderen Land festzuhalten. Es lebt sich nicht einfach mit diesem Deutschsein.

Wenn ich jetzt gehe, ist es eine andere Art von Aufbruch. Jene, bei der man sich zuvor fragt: Ist es eine Kapitulation? Bei der man sich vorab schon Sorgen macht um die, die zurückbleiben. Ein Aufbruch, der von dem Wunsch geprägt ist, nützlich bleiben zu können.

Das mit dem Nützlichsein stammt von Bertolt Brecht, ein moralischer Grundsatz, unter dem Hölderlins schweigender Fleiß mitschwingt, sehr deutsch. Den ganzen Brecht gibt es nicht digital, er kann nicht mitfliegen, das wird mir fehlen. Gerade weil er so für dieses verlorene Deutschland steht.

Wenn ich die blau-gelben Fahnen sehe, vor deren Anblick mir graut, und die hysterischen Gefühle wahrnehme, mit denen dieses Land gerade auf Krieg getrimmt wird, wenn dieses Personal vor meinem inneren Auge vorbeispaziert, das die Berliner Bühne bevölkert, denke ich, ihnen ist das fremd, das Nützlichsein. Sie zögern nicht, um darüber nachzudenken, geschweige denn, dass es ihnen eine Maxime wäre. Sie schaden, statt zu nützen. Das Nützliche ist ihnen zu einfach, zu nüchtern, und, schlimmer noch, das Nützliche kann man abzählen und nachrechnen, gebaute Wohnungen zum Beispiel. Oder, wie Brecht es gesagt hätte, die Suppe im Topf.

Es ist nicht so, dass man für das sorgt, was man liebt. Man liebt das, wofür man sorgt. Vaterlandsliebe kann nur politisch sein; aber die deutsche Politik ist nicht mehr politisch. Zwischen oberflächlicher Emotion und Leerfloskeln verschwindet das Faktische; das, was wahr ist, bleibt unausgesprochen.

Als diese Bundesregierung den Sanktionen zustimmte, bei denen nur der Dümmste nicht begreifen konnte, dass sie dieses, unser Land im günstigsten Fall schwer schädigen, im schlimmsten zugrunde richten, gab es keinen Sturm der Entrüstung. Der Verrat wurde nicht Verrat genannt. Das Land, das einmal für seine genaue Sprache, für seine scharfen Definitionen bekannt war, hat nicht einmal mehr Worte, um das richtig zu benennen, was geschieht.

Wenn ich zusammenfassen müsste, was an diesem Deutschland schätzenswert ist, dann ist das eine Geste. Ein Tischler, der ein letztes Mal mit der Hand über die blanke, glatte Fläche eines neuen Tisches streicht. Ein Maurer, der mit einem kurzen Zögern den letzten Stein setzt. Eine Schneiderin, die den letzten Faden eines Kleidungsstücks durchtrennt und es vor sich hält, um die fertige Arbeit zu betrachten. Stolz auf das, was man tut, und Stolz darauf, es gut getan zu haben, aber ein nüchterner, fast schamhafter Stolz.

Wenn man die Stadt Berlin betrachtet, kann man das nicht finden. Der Zustand der Straßen ist so beschämend wie die Schlafplätze der Obdachlosen oder die Bahnhöfe der U-Bahn, und es gibt hektische Aktivität, die lautstark verkündet wird, der aber jeder Anspruch, etwas gut getan haben zu wollen, abgeht. Aber Berlin ist nur die Essenz eines vernachlässigten Landes. So wie das Ahrtal, Symptom und Prognose in einem.

In den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts gab es eine große Debatte um die „Sekundärtugenden“ – Pünktlichkeit, Genauigkeit, Loyalität. Sie wurden verworfen, weil sie für die großen Menschheitsverbrechen der Nazis nützlich waren. Dabei war es nicht ein Zuviel an Sekundärtugenden, sondern ein Zuwenig an Bildung und Verstand, was verwerflich war. Ein Zuwenig an persönlicher Verantwortung. Ja, Letzteres allem anderen voraus, denn es ist die Preisgabe dieser persönlichen Verantwortung, die Menschen zu willigen Werkzeugen des Verbrechens macht.

Man kann das sehen, wenn man sich die Fackelmärsche für Stepan Bandera in der Ukraine ansieht. Das dauert nur 30 Sekunden. Man muss nur hören, wie die Menge die Parolen ruft. Es gibt immer einen Vorbrüller, und alle brüllen nach, und die Art, wie sie brüllen, zeigt, dass sie ihr eigenes Denken, Fühlen, Sein abgeschaltet und untergeordnet haben, diese Abschaltung geradezu zelebrieren.

Etwas ähnliches passiert gerade in Deutschland. Es hat sich vorbereitet seit 2014, als die zaghafte Friedensbewegung, die sich zum Donbasskrieg gebildet hatte, mit dem Querfront-Vorwurf unter Feuer genommen wurde. Die ganze Corona-Politik lässt sich jetzt tatsächlich als Bestandteil dieser Entwicklung erkennen. Glaube, was dir gesagt wird, dann bist du ein guter Mensch. Glaubst du nicht, erfinden wir hundert kleine Schritte, dir das Leben unendlich zu erschweren.

Auch die Belohnung für diese Preisgabe der Verantwortung ist jene, die den Ukronazis gereicht wird. Wer sich das Etikett des Guten verdient hat, darf mit Hass und Verachtung auf all jene blicken, die nicht gut sind, und bekommt noch bestätigt, dass sein Hass keiner ist, sondern Teil des Guten. Denn es wird immer wieder formuliert: Hass und Hetze, das sind die anderen. Die Ungeimpften, die Putinversteher, die Querdenker.

Wäre das alles, es wäre noch kein Grund zu gehen. Ich bin in Bayern aufgewachsen, in München, und habe schon mit zwölf kommunistische Flugblätter verteilt; das verschafft ein ziemlich dickes Fell.

Dass mich gerade dieses dicke Fell über einige Tatsachen hinweggetäuscht hat, erkannte ich erst im Zusammenhang mit dem Putsch in der Ukraine. Einige Wochen vor Odessa gab es eine Anti-Maidan-Demonstration in Saporoschje, die von Maidan-Anhängern eingekesselt und über Stunden hinweg mit allen möglichen Dingen beworfen wurde. Ich sah auch diesen Tag im Stream. Es war eine Stimmung, die schon Gewalt mit einschloss, aber gerade noch vor Mord zurückschreckte. Besonders aufgefallen ist mir eine Frau mittleren Alters, gut bürgerlich zurechtgemacht, die in diesem äußeren Ring stand und ihre Parolen rief, und ihr war dabei deutlich anzusehen, wie sie diesen Moment der Überlegenheit genoss. Der Kommentar, der nebenher im Stream lief und den ich Abschnitt für Abschnitt durch den Übersetzer schaufelte, um überhaupt verstehen zu können, was da geschah, war voller Empörung. „Das ist Faschismus.“

Ich stutzte. Denn diese Frau in ihrer bösartigen Arroganz entsprach genau dem, was ich von denen kannte, die mir damals beim Flugblattverteilen an den Kopf geworfen hatten, ich gehörte in ein Lager oder an die Wand gestellt und Ähnliches mehr. Diejenigen, die so reagiert hatten, waren in der Regel zwischen 60 und 70. Aber erst, als ich diese Reaktionen auf diesen Moment in Saporoschje gelesen und darüber nachgedacht hatte, wurde mir klar, dass jene Bösartigen Jahrzehnte davor in München nicht einfach nur fanatische Antikommunisten waren, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich Nazis. Täter, deren Mordwünsche der Schatten vergangener Morde waren, so wie diese Reaktionen in Saporoschje die Ankündigung kommender.

Ich habe schon genug darüber geschrieben, wie das Massaker von Odessa der Moment wurde, an dem sich die Welten trennten. Was damit und danach passierte, das Ausmaß der blanken Lüge in Medien und Politik, überraschte mich dennoch. So wie der feste Wille, den Faschismus in der Ukraine zu übersehen, der bis tief in die Reihen jener reichte, die sich als links definieren, und inzwischen noch tiefer reicht. Ich trieb mich auf russischen Blogs herum und versuchte, mich mit automatischen Übersetzungen in dieser fremden Welt zurechtzufinden und zu überprüfen, ob meine Wahrnehmung des ukrainischen Geschehens stimmte. Was ich las, erinnerte sehr an deutsche Berichte aus den Jahren 1933 und 1934. Selbst die Videos, wie Anhänger des Rechten Sektors die Sitzungen von Kommunalparlamenten stürmten, wirkten wie Aufnahmen der SA.

Wenn es etwas gibt, wozu die deutsche Geschichte verpflichtet, dann ist es, dem Nazismus entgegenzutreten. Das war schon vor acht Jahren nicht simpel, denn die Formulierung „gegen rechts“ hatte bereits jede wirkliche Analyse des Faschismus ersetzt und machte völlig blind dafür, dass der Unterschied zwischen Konservativen und Faschisten im Kampf gegen den Faschismus der zwischen möglichen Bündnispartnern und Feinden ist. Das zeigt die Geschichte des deutschen Widerstands und auch die Geschichte des Nationalkomitees Freies Deutschland, das noch während des Krieges die Vorarbeiten für eine vom Nazismus befreite Gesellschaft begann.

Ein Grund, warum die deutsche Linke so blind für den wirklichen Verlauf der ukrainischen Frontlinie und so bereit ist, sich vor den gänzlich falschen Karren spannen zu lassen, ist die völlige Unkenntnis dieser Geschichte. Es lebt sich bequemer damit, die Existenz der Nation zu verleugnen, als sich auf das beständige Ringen darum einzulassen. Denn das erfordert einen politischen Einsatz, der nicht flüchtig von Empörung und Moden bestimmt wird, sondern Zähigkeit, Lernwillen und Opferbereitschaft voraussetzt.

Das „Rechts“, gegen das man sein will, wird sehr oberflächlich definiert, ohne Betrachtung realer Interessen, und es wird nicht einmal tatsächlich dagegen gekämpft, was den Willen, zu überzeugen, mit einschlösse, sondern nur ausgegrenzt. Dabei ist es immer die aktuelle politische Mode, die die Linie vorgibt; sei es Klima, sei es Migration, sei es die Frage von Krieg und Frieden. So billig ist wirklicher Antifaschismus nicht zu haben. Da geht es tatsächlich gegen die Negation des Menschlichen, und um dagegen zu bestehen, muss man sich der eigenen Menschlichkeit gewiss sein.

Diese Maßstäbe des Menschlichen sind verloren gegangen in Deutschland. Das, was augenblicklich gegen Russland vorgetragen wird, wäre nicht möglich, wenn man sich der Tatsache bewusst wäre, dass der größte Sieg der Roten Armee darin bestand, keine Rache geübt zu haben. Für über tausend zerstörte Städte. Für vier Jahre erbitterten Kampfes. Für die Abermillionen Opfer der deutschen Besatzung. Es ist dieser Sieg, diese verschwiegene Tatsache, die den Triumph der Roten Armee im wahrsten Sinne zu einem Sieg der Menschheit gemacht hatte und die gleichzeitig dazu führt, dass jede Schmälerung dieser Leistung zugleich eine Abkehr von der Menschlichkeit selbst ist.

Aber zurück in die hiesige Gegenwart. Selbst der Wahn und die Kriegstreiberei in den Medien dieses Landes und diese vielen hysterisch Eingenordeten wären eher eine Frage des Ertragenkönnens. Die Erosion des Rechts ist es, die letztlich entscheidet, an welchem Punkt sich das Land befindet.

Der demokratische Zustand eines bürgerlichen Staates verschwindet nicht in einem Schritt. Er bröckelt. Die tragenden Mauern werden Stück für Stück schwächer, bis der Rest des Gebäudes auf einen Schlag zusammenbricht. Der Weg zu Adolf Hitler hatte über Heinrich Brüning und Karl Zörgiebel geführt.

Als im letzten Jahr das Bundesverfassungsgericht die Corona-Maßnahmen für rechtens erklärte, war das einer der größeren Brocken. Der Raum für abweichende Meinungen wird stetig kleiner. Er war in der Bundesrepublik nie besonders groß, aber wenn man betrachtet, was alles zu sagen inzwischen verboten ist, was alles nicht mehr gezeigt werden darf, welche schlichten Meinungen Arbeit und Karriere kosten können, ist fast nichts mehr davon übrig.

Das Tempo erhöht sich immer weiter. Wenn die taz, die einmal als Gegenprojekt zur Konzernpresse gegründet worden war, einen faschistischen Text druckt, weil die Autorin gegen Putin ist, zeigt das, wie tief der Verfall vorgedrungen ist. Am 9. Mai am sowjetischen Ehrenmal die sowjetische Fahne zu verbieten, das ist nicht einfach nur eine Verzerrung der Geschichte. Es ist eine Entscheidung in der Gegenwart, die anhand eines historischen Musters getroffen wird. So war es 2014 in der Ukraine. Die Geschichte kann Vorbilder liefern, aber die Entscheidung bezieht sich immer auf das Heute und trägt in ihm ihre Früchte.

Sich an die Seite von Asow-Kämpfern zu stellen ist nichts anderes, als Franco zu unterstützen oder kolumbianische Todesschwadronen. Solche Dinge hat der Westen all die Jahrzehnte über getan. Er tat es meist im Verborgenen, gegen die offizielle Erzählung von Demokratie und Rechtsstaat. Jetzt aber wird eine aktive Zustimmung gefordert; die NATO mitsamt ihren braunen Handlangern ist Staatsdoktrin, auf die ein Schwur verlangt wird, und es werden die passenden Gesetze geschneidert, um jeden Widerstand zu unterbinden. Unter der Überschrift Corona konnten wir bereits verfolgen, wie das funktioniert; nie gab es so viele Demonstrationsverbote.

Es sind die Maßnahmen des staatlichen Apparats, die den Unterschied machen zwischen Sympathie für faschistische Positionen und einer faschistischen Herrschaft. Auf der Ebene der EU wie auf der deutschen werden abweichende, vor allem gegen die NATO gerichtete Positionen nicht nur mit vielfachen Methoden an Veröffentlichung und Verbreitung gehindert, es zeichnet sich ab, dass sie unter Strafe gestellt werden sollen. In Österreich existiert bereits ein Gesetz, das das Teilen der Inhalte von RT mit Strafgeldern belegt. Das Verbot des Buchstaben Z in Deutschland geht in eine ähnliche Richtung. Wenn schon solche Kleinigkeiten zu Strafverfahren führen, was bedeutet das dann für die Verfasser von Texten wie dem meinen?

Die Verwendung des Buchstabens Z wird „Befürwortung eines Angriffskriegs“ genannt. Diese Nutzung dieses Paragrafen ist der Endpunkt einer kompletten Verleugnung seines eigentlichen Ursprungs. Denn es war der Nürnberger Gerichtshof gewesen, der den Angriffskrieg zum ultimativen völkerrechtlichen Verbrechen erklärt hatte. Den Angriffskrieg Hitlerdeutschlands, unter anderem gegen die Sowjetunion. Diese Paragrafen zielten nicht auf Meinungen, sondern auf Handlungen und insbesondere auf jene Menschen, die solche Handlungen tatsächlich vornehmen können.

Als die Bundesrepublik Belgrad bombardierte, war das ein Angriffskrieg. Einer der strafrechtlich relevanten Befürworter hieß Joschka Fischer und war deutscher Außenminister. Schon damals war aber das deutsche Rechtssystem so weit auf den Hund gekommen und die Friedensbewegung so schwach, dass die Klage wegen Vorbereitung eines Angriffskriegs gegen die damalige Bundesregierung scheiterte. Die Begründung des Verfassungsgerichts lautete, nur die Vorbereitung, nicht die Führung eines Angriffskriegs sei strafbar …

Jetzt wird ein Paragraf, der sich auf Regierungshandeln bezieht, auf Meinungsäußerungen angewandt. Die Verwischung der Grenze zwischen Meinung und Handlung ist allerdings ein Merkmal, das die Nazijustiz ausgezeichnet hatte. Roland Freislers Volksgerichtshof hatte für Meinungen Todesurteile verhängt. Dass nun eine Rechtsfolge der Nürnberger Prozesse genutzt wird, um sich den Praktiken der dort ebenfalls verurteilten faschistischen Justiz anzunähern, zeigt, wo eine Verdrehung der Geschichte endet.

Es wird Nacht über Deutschland, aber ich will und werde mich dieser Dunkelheit nicht beugen. Doch meine Waffe ist das Wort; und hier wird versucht werden, sie mir und meinesgleichen aus der Hand zu nehmen. Andere widerstehen mit anderen Mitteln und treffen andere Entscheidungen, und ihre Aufgabe ist gewiss nicht leichter. Ich werde das Land verlassen.

Wenn ich darüber nachdenke, wie sich all jene gefühlt hatten, die damals gegangen waren, Brecht, Eisler, Therese Giehse, Thomas Mann, Oskar Maria Graf, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, was in ihnen vorgegangen war angesichts eines Landes, das plötzlich mit Hakenkreuzfahnen gespickt gewesen war, frage ich mich, ob es dieselbe Mischung aus Unwirklichkeit und Ekel war, mit der ich heute dieses Blau-Gelb sehe. Mit der ich diese kriegslüsternen Zeilen der Tagespresse lese. Ob sie auch diese zwei Stimmen hörten, die eine, die sagt: „Es ist noch nicht so schlimm“, und die andere, die zum Aufbruch drängt. Wie schwer es auf den Schultern lag, neben der eigenen Haut die Ehre des Landes zu bewahren.

Ich hoffe, dass ich ein Stück des anderen Deutschland retten kann, so wie sie es retten konnten. Den Käsekuchen und das Brot kann ich mir inzwischen selber backen. Wenn ich durch Moskauer Straßen gehe statt durch Münchner oder Berliner, liegt mein Weg wieder über jenen der Vergangenheit, anders und doch gleich. Vielleicht gibt es auch den dritten Berührungspunkt einer Rückkehr und eines Neuanfangs.

„O heilig Herz der Völker, o Vaterland!
Allduldend, gleich der schweigenden Mutter Erd,
Und allverkannt, wenn schon aus deiner
Tiefe die Fremden ihr Bestes haben!“

Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes

 

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The permanent war economy

The permanent war economy

https://www.commondreams.org/views/2022/05/23/permanent-war-economy?utm_source=daily_newsletter&utm_medium=Email&utm_campaign=daily_newsletter_op&utm_source=Newsletter&utm_medium=email&utm_content=TOP+NEWS%3A++At+Least+14+Children+Dead+in+Texas+Elementary+School+Shooting%3A++How+Many+More+Loved+Ones+Must+Die%3F&utm_campaign=TOP+NEWS%3A+Tues++5%2F24%2F22
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Russland, der große Aggressor??

Betreff: Sören Pellmann und die ganze Bundesregierung sagt, Russland, der große Aggressor??

Heute lese ich bei Web.de https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/ukraine-krieg-live-ticker-russland-glaubt-sieg-ukraine-36829710,   ganz unten:

Heute würde er anders formulieren, sagte Sören Pellmann, MdB der Linkspartei, “Die Aggression, dieser völkerrechtswidrige und verbrecherische Angriff geht klar von einer Seite aus, nämlich von Russland und dessen Präsidenten.”

Das halte ich für völlig falsch. Russland ist zwar jetzt ein kapitalistisches Land, aber die USA und die Nato versuchen, Russland klein zu machen. Es gibt viele Erklärungen der jetzigen Situation, den Beitrag von Michael Lüders, von Oberst Jacques Baud, von Oberstleutnant Jürgen Rose, von Lisa Fitz, von vielen anderen, siehe https://helmutkaess.de/belege-ueber-die-natur-des-ukrainekriegs/, die alle  sagen, dass die USA und als Vasallen die Nato und die Ukraine Russland zu diesem Krieg provoziert haben.

Wir müssen eine wirkliche Opposition bleiben und werden und uns gegen den gegenwärtigen Wahnsinn  der Politik stellen, sonst  bewilligen wir plötzlich wie die SPD 1914 die Kriegskredite mit der Strafe unseres Untergangs auch als Partei und mit den bekannten furchtbaren Folgen.

Herzliche Grüße, Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de ,

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Das Leben ist ein Wunder. Wie können wir ihm gerecht werden?

Liebe Freunde, liebe Menschheitsfamilie

Das Leben ist ein Wunder.

Das riesige Universum, die dünne, doch äußerst vielfältige und zerbrechliche „Haut“ des Lebens rund um unseren blauen Planeten, und all die Möglichkeiten, die der Menschheit zur Verfügung stehen. Wie mein Sohn sagte, wir leben in einer explosiven und der spannendsten Menschheitszeit.

Im Moment erleben wir die Krisen, die Geburtswehen einer wunderbaren Möglichkeit. Wir müssen mit Friedenslogik unsere phantastischen Möglichkeiten als Menschheitsfamilie und unserer Erfindungsfähigkeit nutzen und unsere eigensüchtigen Irrtümer überwinden. Wir müssen die Möglichkeiten der UNO nutzen, einer zukünftigen föderalen menschlichen Regierung, wo möglichst viel lokal geregelt wird, mit langfristigen Absprachen, mit „Multilateralismus“.

 Als ein Hilfsmittel dazu halte ich einen gemeinsamen jährlichen weltweiten Feiertag für wichtig. Vielleicht am 8. Und 9. Juli, in Erinnerung an das Manifest von Russell und Einstein und an den Flaggentag der Mayors for Peace. Oder am ersten Mai, dem Tag der Arbeit, der zu einem Tag der unbegrenzten Möglichkeiten werden kann?

Dies ist eine Anregung, wie wir die Krisen überwinden können und mit aller Kraft  unsere wunderbaren Möglichkeiten nutzen können. Zum Beispiel mit der wilden Idee einer Dyson-Sphäre  https://helmutkaess.de/energie-der-sonne/

Im Moment sollten wir anhand der aktuellen Krise des Ukrainekriegs eine möglichst weltweite Demonstration wie seinerzeit vom Sozialforum gegen diesen Wahnsinn und der unsinnigen Reaktion darauf starten.

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Waffenlieferungen, Flugverbotszone, Ukraine muss den Krieg gewinnen?

Waffenlieferungen, Flugverbotszone, Ukraine muss den Krieg gewinnen?

Bei einer Rede forderte ein politisch aktiver Mensch in Braunschweig kürzlich wie so viele andere vor allem dreierlei: Erstens dass wir die Ukraine mit Waffen versorgen sollten, was wir schon tun, zweitens dass eine Flugverbotszone eingerichtet werden solle und drittens, dass es wünschenswert sei, dass die Ukraine den Krieg gewinne.

Fangen wir mit der Flugverbotszone an: Russland ist mehrheitlich der Überzeugung, dass seine Sicherheitsanforderungen katastrophal vernachlässigt worden sind und dass es daher diese „Spezialoperationen“ begonnen habe (Aufkündigung von Verträgen zur Rüstungsbeschränkung, Nato-Osterweiterung, Nichterfüllung der Minsk-Verträge und Beschießung der Ostprovinzen seit 2014) Auf Grund dieser Forderungen und der Tatsache, dass es konventionell der Nato haushoch unterlegen ist mit einem Abstand von zur Zeit dem Faktor 20 in den Aufwendungen für das Militär, deswegen droht es mit seiner Nuklearmacht. Es ist sehr realistisch damit zu rechnen, dass eine Flugverbotszone, wie sie brutal von Natomächten gegen Libyen ausgeführt wurde mit der Folge der scheußlichen Ermordung von Gaddafi, zum Einsatz von Atomwaffen führen würde. Und damit zu ungeheuren Schäden bis hin zum möglichen Untergang der Menschheit. Das heißt, die Forderung nach einer Flugverbotszone durch die NATO ist selbstmörderisch.

Zur zweiten Forderung, der Versorgung von der Ukraine mit Waffen. Es ist richtig, dass das Völkerrecht die Unterstützung eines militärisch Angegriffenen erlaubt. Aber ist das sinnvoll? Zwei Möglichkeiten: Die Ukraine wird von Russland auf die Dauer doch besiegt: Dann wird sie auf Grund dieser Waffen auf Grund der länger andauernden Kämpfe viel mehr Tote und größere Zerstörungen erleiden, als wenn sie früher aufgibt. Siehe auch das Prinzip der nichtverteidigten Städte wie zum Beispiel Paris im Zweiten Weltkrieg. Kriege sind laut Albert Einstein wegen der bei Eskalation möglichen Vernichtung der Menschheit sowieso verboten. Das gilt sowohl für Angriffs-, aber auch für Verteidigungskriege. Das heißt, die Friedensbewegung lehnt deshalb die Lieferung von Waffen mit großer Mehrheit ab.

Nehmen wir den dritten Fall: Die Ukraine gewinnt wider jede Erwartung durch die starke Unterstützung der NATO und durch die Lieferung überlegener Waffen den Krieg und fällt in der Folge rachedurstig in Russland ein. Was wird Russland dann machen? Nach meiner Überzeugung auch auf Nuklearwaffen zurückgreifen, siehe oben.

Das heißt, Du hast das Problem nicht von Ende her und nicht von einer Friedenslogik her, wie sie von der Friedensforschung gefordert wird, gedacht. Wir müssen sowieso zu einem Frieden kommen, da können wir gleich mit dem Kämpfen aufhören und gleich verhandeln. Und das Verhandeln wird durch das Kämpfen nicht erleichtert. Im Moment hat die Ukraine in den Augen von Europa eine bessere Position, obwohl sie diese nach Meinung von Oberst Jacques Baud, Michael Lüders, Lisa Fitz und vielen anderen auf die Dauer m.E. nicht haben wird, siehe zum Beispiel meine Links https://helmutkaess.de/belege-ueber-die-natur-des-ukrainekriegs/. Ein „Siegfrieden“ wird von Russland nicht erreicht werden, sondern auch nur ein Kompromissfrieden. Andere Dinge, wie der m.E. viel größere wirtschaftliche Schaden für die EU durch die Sanktionen im Vergleich mit dem Schaden für Russland, habe ich hier gar nicht angesprochen.

Diese drei Aspekte zeigen schon den ganzen Wahnsinn und die Unhaltbarkeit der deutschen politischen Reaktion auf.

Herzliche Grüße, Helmut  Käss

Dr. med., Arzt für Allgemeinmedizin i.R., Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de ,
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Schaden vom deutschen Volke abzuwenden…

Liebe Freunde, liebes Friedensbündnis

Briefentwurf an Poltiker

Was haltet Ihr von diesem Text?

 

Geehrte Politiker

Ihr habt, glaube ich, versprochen, und habt es sicher auch vor, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden. Im Moment aber droht Ihr durch Euer Verhalten bei dem Ukrainekrieg, größten Schaden dem Deutschen Volk zuzufügen.

Großen wirtschaftlichen Schaden, weil wir keineswegs in einer besseren Position als Russland sind. Wir sind auf ihre Rohstoffe angewiesen. Aber im Falle eines Atomkriegs droht uns weit darüber hinaus größtmöglicher Schaden. Und das, weil Ihr die nötigen Lehren aus der Geschichte nicht zieht. Wir als Deutsche haben große Schuld bei der Verursachung des ersten und zweiten Weltkriegs auf uns geladen. Von daher forderte Willy Brandt, dass von Deutschland kein Krieg mehr ausgehen dürfe. Dieses Versprechen haben wir mit unserem „Sündenfall“ beim völkerrechtswidrigen Jugoslawienkrieg gebrochen. Jetzt droht uns bei einem Sieg der Ukraine durch die starke Unterstützung der Nato, dass das gegenüber der Nato konventionell viel schwächere Russland zu Nuklearwaffen greift. Und dann wird es viel, viel schlimmer.

Albert Einstein sagte, wegen dieser Gefahr darf es keine Kriege mehr geben. Und nicht nur keine Angriffskriege, auch keine Verteidigungskriege. Und im Gegensatz zum heutigen Narrativ unserer Leitmedien ist nie nur einer schuld. Die USA, die Nato und die Ukraine haben kräftig zu diesem Krieg beitragen. Es liegt im zentralen menschlichen Interesse, dass dieser Krieg so schnell wie möglich aufhört. Und dass wir den Wahnsinn einer großen Aufrüstung im allgemeinen Interesse des Klimas, der planetaren Grenzen und der weltweiten sozialen Mindeststandards sofort beenden. Stattdessen sollten wir uns an die Devise „Abrüstung statt Aufrüsten“ halten und uns auf Frieden durch Mediation statt auf die Kriegsmöglichkeit und damit z.B. statt einem „Verteidigungs“- auf ein Friedensministerium spezialisieren. Dies wird auch von der u.E. großartigen Initiative „Sicherheit neu denken“ gefordert.

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de ,

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Gefahren des Ukrainekrieges und Vorschläge an die Politik

  1. Geehrte Politiker     Ihr habt, glaube ich, versprochen, und habt es sicher auch vor, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden.

  2. Waffenlieferungen, Flugverbotszone, Ukraine muss den Krieg gewinnen? https://helmutkaess.de/waffenlieferungen-flugverbotszone-ukraine-muss-den-krieg-gewinnen-2/

  3. Das Leben ist ein Wunder. Wie können wir ihm gerecht werden?   Das Leben ist ein Wunder.

  4. „Es wird Nacht über Deutschland, aber ich will mich dieser Dunkelheit nicht beugen“ https://helmutkaess.de/14918-2/

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Kriege und Zins, Zusammenhang?!

Dieter Müller stellt mir diese Zusammenhänge vor:

Kriege und Zins

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2022/05/Kriege-und-Zins-im-20.JH_.doc

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“Leben und Sterben im Donbass”

Liebe Freunde,
hierunten  gibt es einen interessanten Film des bekannten Dokumentarfilmers Domke-Schulz anzusehen, der politische Entwicklungen in der Ukraine ab 2014 aufgezeichnet hat. Ein langer Film mit grausamen Bildern, und er zeigt, was die Menschen im Donbas wollten (wollen).
herzliche Grüße
Barbara

bitte verbreitet über Eure Mailnetze die nachfolgende Empfehlung zum Dokumentarfilm “Leben und Sterben im Donbass”.Viele Grüße

Wolfgang

“Das Weltbild kommt durcheinander”:
Über den Film “Leben und Sterben im Donbass”

von Felicitas Rabe

“Leben und Sterben im Donbass” – so heißt der neue Dokumentarfilm des Filmemachers Wilhelm Domke-Schulz. Der Zuschauer wird in die harte Realität des seit 2014 andauernden Kriegsgeschehens in der Ukraine mitgenommen. Am Freitag wurde der Film in Köln aufgeführt.

Hier zum Film: https://odysee.com/@DruschbaFM:4/leben_und_sterben_im_donbass-(1080p):f

Am Freitagabend lud der Gesprächskreis Nachdenkseiten Köln zur Vorführung des neuen Dokumentarfilms “Leben und Sterben im Donbass” ein. Die Zuschauer wurden in die harte Realität des Maidanputsches und das in der Ukraine seit 2014 andauernde Kriegsgeschehen mitgenommen.

Der Dokumentarfilmemacher Wilhelm Domke-Schulz hat an der Filmhochschule Babelsberg zu DDR-Zeiten Film- und Fernsehwissenschaften studiert. Aufgrund seines politischen Hintergrunds und seiner Affinität zu Russland orientiert er die Themen und Machart seiner Dokus an der Ästhetik sowjetischer Filme.

Wer verstehen möchte, wie sich die politische Situation und die Eskalation der Gewalt seit 2014 in der Ukraine entwickeln konnte und welche Interessen dabei eine Rolle spielen, bekommt im Film “Leben  und Sterben im Donbass” eine aufrüttelnde Zusammenfassung der Ereignisse seit dem Maidanaufstand in Kiew und dem Putsch gegen die ukrainische Regierung.

Der Film ist nichts für schwache Nerven: Für die wahrhaftige Darstellung des mörderischen Bürgerkriegs beinhaltet die Dokumentation sehr viele Originalaufnahmen der bewaffneten Kämpfe. Zur Aufklärung der Ereignisse, von der Abspaltung der Krim bis zur Abspaltung des Donbass, müssen diese Bilder aber gezeigt und zugemutet werden.

Durch die teilweise chronologische Zusammenstellung der grausamen Geschehnisse kann der Zuschauer allmählich verstehen, warum sich die Krimbewohner nach dem Maidan sowie nach der Bewaffnung rechtsradikaler Organisationen und der Ermordung russischstämmiger Menschen schließlich für ein Referendum entschieden. Demnach wurde die Abspaltung der Krim von antirussischen ukrainischen Terrorbanden, man kann sagen durch deren Progrome, selbst vorangetrieben und nicht – wie vom Mainstream behauptet – von Wladimir Putin.

Im Film wird auch erklärt, warum die Bewohner des Donbass besorgt waren, dass sich Gewalt und Gesetzlosigkeit, wie sie nach dem Maidan in weiten Teilen der Westukraine herrschten, immer weiter nach Osten ausbreiten würden. Marodierende bewaffnete Banden veranstalteten als verlängerter Arm der Putschregierung Chaos und versetzten die Menschen landesweit in Angst und Schrecken.

Aufnahmen zeigen, wie sich schon während der Aufstände russischstämmige Donbassbewohner nach Kiew begaben und dort einen Anti-Maidan organisierten. Im Mainstream wurde dies nicht portraitiert. Letztendlich konnte dies aber die Entwicklung menschenrechtsfreier Zustände in der Ukraine nicht aufhalten..

Als Zuschauer kann man dann sehr eindrücklich nachvollziehen, weshalb die Menschen im Donbass begannen, sich selbst zu organisieren, um Recht und Ordnung in ihrem Gebiet aufrechtzuerhalten. Besonders verstörend sind hierzu die Originalaufnahmen vom Anschlag auf die Menschen im Gewerkschaftshaus in Odessa und vom Bombenattentat auf den beliebten Volksrepräsentanten der Volksrepublik Donezk Alexander Sachartschenko.

Mit dem Aufbau ihrer eigenen Verwaltungsstrukturen sorgten die Einwohner des Donbass seit 2014 dafür, dass ihre Region von demokratischen Kräften administriert wurde. Die durch Wahlen legitimierte regionale Selbstverwaltung war auch der Hauptgrund, warum Kiew neben dem Einsatz illegal bewaffneter Terrorgruppen schließlich bereits seit 2014 auch militärisch gegen die eigenen Bürger im Donbass vorgeht.

Im Film wird belegt, wie sich die Bürger der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk somit seit acht Jahren unter Inkaufnahme großer ziviler Opfer gegen illegal bewaffnete Truppen und gegen das ukrainische Militär zur Wehr setzen. Immer wieder forderten sie dabei die Unterstützung der russischen Regierung. Viele Bewohner hoffen seit Jahren auf den Anschluss des Donbass an die Russische Föderation.

Russland zögerte lange. So erklärt der Film am Ende aber auch einen Teil der Gründe, die zum aktuellen militärischen Eingreifen der Russischen Föderation in der Ukraine führten. Die dramatischen Ereignisse werden neben den Bildern von Kämpfen und Zerstörungen aus einem blutigen Bürgerkrieg auch mittels Interviews mit Menschen aus den betroffenen Gebieten erläutert. Nicht zuletzt sorgt auch die Vorstellung der unmittelbar Betroffenen mit dafür, dass dieser Film unter die Haut geht.

Im Gespräch mit RT DE berichtete Wilhelm Domke-Schulz, dass das Publikum nach dem Film teilweise richtig geschockt sei. Schließlich werde hier das Gegenteil von dem dargestellt, was man seit acht Jahren im Mainstream über die Situation in der Ukraine erfahren würde. Und das Gegenteil davon, wie sich westliche Politiker darüber äußerten. Deshalb könne der Film, insbesondere bei den Menschen, die sich bisher noch nicht mit einer anderen Perspektive befasst hatten, auf einmal das Vertrauen in die eigene Regierung erschüttern.

Sinn und Zweck der Bilder bestehe aber genau darin, das Publikum mit einer Realität zu konfrontieren, welche ihnen vom Mainstream und von der Politik vorenthalten würde.

“Der Film bringt das Weltbild durcheinander – dafür ist er gemacht worden.”

Neben der deutschen gebe es bereits eine russische Fassung der Dokumentation. Eine spanische und eine englische Fassung seien in Bearbeitung. Während der Film von der deutschen Kulturszene ignoriert werde, würden sowohl seine Dokumentation “Remember Odessa” als auch “Leben und Sterben im Donbass” demnächst auf dem Filmfestival in Sewastopol gezeigt werden.

Wilhelm Domke-Schulz hofft, dass sein aktueller Film durch die Weiterempfehlung in den sozialen Medien auch in Deutschland eine möglichst große Reichweite bekommt. 

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Waffenlieferungen, Flugverbotszone, Ukraine muss den Krieg gewinnen?

Lieber Peter

Am Samstag sagtest Du nach meiner Erinnerung in Deiner Rede vor dem Kohlmarkt vor allem dreierlei: Erstens dass wir die Ukraine mit Waffen versorgen sollten, was wir schon tun, zweitens dass eine Flugverbotszone eingerichtet werden solle und drittens, dass es wünschenswert sei, dass die Ukraine den Krieg gewinne. Ich schrieb Dir deshalb schon einen privaten Brief, aber jetzt ein grundsätzlicher Brief „an alle“ mit solchen Forderungen.

Fangen wir mit der Flugverbotszone an: Russland ist mehrheitlich der Überzeugung, dass ihre Sicherheitsanforderungen katastrophal vernachlässigt worden sind und dass es keinen anderen Weg mehr wusste, als diesen Krieg zu beginnen. (insbesondere Nato-Osterweiterung, Krieg der Ukraine gegen ihre Ostprovinzen) Auf Grund dieser Forderung und der Tatsache, dass es konventionell mit einem Abstand von zur Zeit dem Faktor 20 in den Kosten für das Militär konventionell der Nato haushoch unterlegen ist, verweist es auf seine Nuklearmacht. Es ist sehr realistisch damit zu rechnen, dass eine Flugverbotszone, wie sie brutal von Natomächten gegen Libyen ausgeführt wurde mit der Folge der scheußlichen Ermordung von Gaddafi, zum Einsatz von Atomwaffen führen würde und damit zu ungeheuren Schäden bis hin zum möglichen Untergang der Menschheit. Das heißt, diese Forderung ist selbstmörderisch.

Zur zweiten Forderung, der Versorgung von der Ukraine mit Waffen. Es ist richtig, dass das Völkerrecht die Unterstützung eines militärisch Angegriffenen erlaubt. Aber ist das sinnvoll? Zwei Möglichkeiten: Die Ukraine wird von Russland auf die Dauer doch besiegt: Dann wird sie auf Grund dieser Waffen auf Grund der länger andauernden Kämpfe viel größere Zerstörungen erleiden als wenn sie früher aufgibt. Siehe auch das Prinzip der nichtverteidigten Städte wie zum Beispiel Paris im zweiten Weltkrieg.  Kriege sind laut Albert Einstein wegen der bei Eskalation möglichen Vernichtung der Menschheit sowieso verboten. Das gilt sowohl für Angriffs- aber auch für Verteidigungskriege. Das heißt, die Friedensbewegung lehnt deshalb mehrheitlich die Lieferung von Waffen ab.

Nehmen wir den anderen Fall: Die Ukraine gewinnt wider jede Erwartung durch die starke Unterstützung der Nato und durch die Lieferung überlegener Waffen den Krieg und fällt in der Folge rachedurstig in Russland ein. Was wird Russland dann machen? Nach meiner Überzeugung auch auf Nuklearwaffen zurückgreifen, siehe oben.

Das heißt, das Problem ist nicht von Ende her gedacht. Wir müssen sowieso zu einem Frieden kommen, da können wir gleich mit dem Kämpfen aufhören und gleich verhandeln. Und das Verhandeln wird durch das Kämpfen nicht erleichtert. Im Moment hat die Ukraine lokal durch Unterstützung der Nato eine bessere Position, obwohl sie das auf Grund von vielfältigen Aspekten, siehe zum Beispiel hier https://helmutkaess.de/belege-ueber-die-natur-des-ukrainekriegs/, diese auf die Dauer m.E. nicht haben wird. Von daher wird ein „Siegfrieden“ von Russland nicht erreicht werden, sondern auch nur ein Kompromissfrieden. Andere Dinge, wie der m.E. viel größere wirtschaftliche Schaden der EU durch die Sanktionen gegenüber dem Schaden für Russland, habe ich hier gar nicht angesprochen.

Diese drei Aspekte zeigen schon den ganzen Wahnsinn der deutschen politischen Reaktion auf.

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de ,

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Was stimmt nicht mit uns?

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Jürgen Rose, Vortrag zum Ukrainekrieg

Am Dienstag, 26. April 2022 referierte Jürgen Rose, Oberstleutnant a. D., Publizist und Vorsitzender des Förderkreises Darmstädter Signal, im Haus der Kulturen, Braunschweig vor etwa 40 Zuhörenden zum Thema “Der Ukrainekrieg – zur Anatomie eines europäischen Konfliktes” 

er lässt sich auch gut in 1,5facher Geschwindigkeit abspielen ;-). lg Corinna

https://youtu.be/LZtxKljW47k

Ich war zur Zeit des Vortrags in den USA. Hier sind Anmerkungen aus dem Vortrag, beginnend am Anfang, die ich jetzt beim Sehen des Videos mir rausgeschrieben habe:

Er teilte seinen Vortrag in fünf Teile ein: Kriegspropaganda, Angriffskrieg, Vorkrieg, Krieg und Frieden.

  1. Min 25, 50…  Propaganda: Christa Wolf, Kassandra: Laßt Euch nicht von den Eigenen täuschen!
  2. Er sprach von Nürnberger Prozess und der Definition des Angriffskrieges als schlimmsten Verbrechen, aber er sagte auch, dass man die Vorgeschichte genau betrachten muss.
  3. Min.27,06: Der Vorkrieg: 1948, Kennan: Mit 50% des Reichtums dieser Welt, aber nur 6,3% der Bevölkerkerung…, das es uns erlaubt, diese Position der Ungleichheit aufrechtzuerhalten…
  4. Min. 29,38: Brzezinski: Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft,
  5. Min. 31,06 : Brzezinski: so wie ich ihn verstehe: Ukraine möchte beiden Wirtschaftsblöcken angehören, aber es ist in Europa lebensfähig, aber Russland ist ohne Ukraine draußen…
  6. Min. 32,16: B:  stolz, die Russen in die afghanische Falle gelockt zu haben…
  7. Min. 33,41, B: “wir unterstützten die Taliban, und daraufhin wird Russland intervenieren. Wer die Analogie  zur Ukraine sieht, liegt sicher nicht besonders falsch…
  8. 35,17:  B: Absprachen zwischen den Vasallenstaaten zu verhindern… dafür zu sorgen, dass die Barbarenvölker sich nicht zusammenschließen…
  9. min 37,32: Herzlandtheorie: Das Herz Eurasiens ist der Schlüssel zur Weltmacht… ursprünglich Motiv für England, nach 2.WK USA…
  10. min 40,09: Wer über Osteuropa herrscht, herrscht über das Herzland…
  11.  George Friedmann 2014:  geostrategischer Bellizismus: ” es ist ideal, für anhaltende Spannungen innerhalb Eurasiens zu sorgen
  12. min 43,54  G.F: Geostrategische Perfidie: ” seit einem Jahrhundert ist es für die USA das Hauptziel, die einzigartige Kombination zwischen deutschem Kapital, … Technologie und russischen Rohstoffen und Arbeitskraft zu verhindern… “
  13. 45,48: “… ausgerechnet in dem Moment der Krieg ausbrach, als die Gaspipeline Nordtream 2 fertiggestellt war und ihren Betrieb aufnehmen sollte…” Und Biden sagte voraus, dass Nordstream 2 nicht  in Betrieb gehen würde…
  14. 46,05:  “Das US-Imperium der Barbarei unterhält mehr als 800 Militärbasen… “
  15. 46,45: Bild des Imperium Amerikanum   …
  16. 48,02: John Perkins: Bekenntnisse eines economic hit man: Raffinesse, Täuschung, Schakale, Krieg, in dieser Reihenfolge sind die Maßnahmen zur Kontrolle…
  17. 57,29,  Regime Change Worldwide… unter der Aussage “to make the world safe for democracy”…
  18. 59,38   “das Natobündnis keinesfalls nach Osten auszuweiten…”
  19. 1,21,49  Dr. Reinhard Merkel: Bild::  ” Krim annektiert: Nein! “
  20. 1,22,32:  wer über die völkerrechtlichen Verfehlungen der Russen reden will, darf über die völkerrechtlichen Verbrechen des Westens nicht schweigen!
  21. 1,24,18:  Bild:  Asow Heraldik, “Entnazifizierung”, es gibt in der Ukraine jede Menge faschistischer Organisationen, die Gewalt anwenden,
  22. 1,25,17,     Asow Regiment besteht aus 19 Nationalitäten, rechtsextreme Leute beim Militär umfassen insgesamt etwa 100.000,
  23. 1,26,07   2014 herbe Niederlage der offziellen Armee gegen die Aufständischen Donetzk und Luhansk, danach musste die Ukraine den Minsk 1 und 2 Abkommen zustimmen… völkerrechtslich verbindlicher Vertrag! Über acht Jahre von der Ukraine sabotiert… Immer noch “Vorkrieg”…
  24. 1,30,38   ab 15. Februar eskalierte die Situation an der Grenze zum Donbas, Grafik,
  25. 1,33,47  Putin beschloss zügig die Anerkennung der Republiken, Freundschaftsvertrag, Krieg,
  26. 1,39,42   die Nato führt einen Krieg bis zum letzten Ukrainischen Mann, bis Russland ruiniert ist, laut Baerbock…,  Nato macht Luft- und Bodenüberwachung und erstellt Vorlagen für gezielten Beschuss… ,
  27.   Diskussion,
  28. 2,18,00,    wie geht man mit der Situation um?? Ukrainer und Russen leiden alle?  Selensky warb bei den Wahlen mit Frieden, Ukrainer haben sich in die “Rolle der nützlichen  Idioten” manövriert,
  29. 2,26,58   Europäisches Haus, Putin 2001 vor dem Bundestag, Ukraine als trinationale Institution… wurde von den USA nicht gewollt…
  30. 2,27,46, “Zerlegung” von Jugoslawien nach dem gleichen Prinzip
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Belege über die Natur des Ukrainekriegs

Belege

Zur Zeit gibt es vor allem drei Beiträge, die ich für besonders geeignete Erklärungen für einen Einstieg in die Erklärung für den Ukrainkrieg halte. Natürlich werden sie von der dröhnenenden Propaganda des “Wertewestens” angegriffen. (Die ist vor allem von den USA dominiert.)

Erstens das Video des Vortrags in Braunschweig von Oberstleutnant Jürgen Rose, der einen sehr guten Einblick gibt und von dem ich auf seiner Seite dreißig Zitate bringe. https://helmutkaess.de/juergen-rose-vortrag-zum-ukrainekrieg/

Zweitens die Interviews des Schweizers Oberst Jacques Baud, der seine Sicht der Situation in mehreren Interviews  darlegte: https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2022/04/Baud-5-4-2022.pdf

Und Drittens das Video von 21 Minuten der Kabarettistin Lisa Fitz, die die Lage für mich als Friedensaktivisten klar und deutlich erklärt: https://helmutkaess.de/kuenstler-und-ukrainekrieg/.  Wir brauchen Kabarettisten, weil die Politiker verrückt spielen.

 

Und ansonsten eine Auswahl von Aussagen, jeweils i.W. chronologisch, die letzten oben:

  1. https://helmutkaess.de/selinskyj/
  2. https://helmutkaess.de/wir-brauchen-mehr-usa-versteher/
  3. Ukraine muss den Krieg gewinnen?
  4.  Es wird Nacht über Deutschland, aber ich will mich dieser Dunkelheit nicht beugen“ https://helmutkaess.de/14918-2/
  5. https://helmutkaess.de/was-stimmt-nicht-mit-uns/
  6. https://helmutkaess.de/erklaerungen-und-petitionen-zum-ukrainekrieg-die-man-mit-unterschriften-unterstuetzen-kann/
  7. https://chng.it/6SQbxdGXmK Offener Brief von Alice Schwarzer an Bundeskanzler Scholz
  8.  und der Vorgängerbrief von ausgewiesenen Friedensfachleuten: www.ukraine-deeskalation-jetzt.de/contact.html,    unterschrift@ukraine-deeskalation-jetzt.de
  9.  Nur keine Angst vor dem Atomkrieg   Eine drastische Aussage eine  Freidenkerverbandsmitgliedes
  10. Hier ein m.E. hervorragender Beitrag von Michael Lüders, wohl vom 22.4.22  https://www.youtube.com/watch?v=bFoFZUMUnsc , in 42 Minuten, dass alle Aspekte abdeckt.
  11. Ostermarsch 2022 in Braunschweig   https://www.friedenszentrum.info/index.php/archivierte-artikel/2022/871-ostermarsch-2022-in-braunschweig
  12. https://helmutkaess.de/the-u-s-was-downgraded-to-the-status-of-backsliding-democracy/
  13. sind es hochrangige Militärs,…. https://helmutkaess.de/joachim-guilliard-am-14-4-22-z-b/
  14. Lieferung schwerer Waffen wäre “Weg in den Dritten Weltkrieg” https://helmutkaess.de/14710-2/
  15. https://helmutkaess.de/selenskij-on-tour-tag-der-schande/
  16. https://helmutkaess.de/die-suenden-der-ukrainekrieges/
  17. https://helmutkaess.de/doomsdayclock-2/
  18. https://helmutkaess.de/ialana-brief-zum-ukrainekrieg/
  19. https://helmutkaess.de/guenter-rexilius-zum-ukrainekrieg/
  20. https://helmutkaess.de/zentrale-aussagen-ukrainekrieg/
  21. Das IPPNW Treffen in Belgrad 2015!!! Notfall im Donbas, Ukraine https://helmutkaess.de/https-mariasot-blogspot-com-2015-09-blog-post_15-htmlj/
  22. einzelne Artikel im Heft in Free21:  der Plan für den Ukrainekrieg https://free21.org/alles-stand-bereits-geschrieben/
  23. in Free21 in Free21 https://free21.org/nuland-bestaetigt-biologische-forschungseinrichtungen-in-der-ukraine/
  24. Gründe für den Krieg: https://free21.org/lassen-sie-uns-etwas-licht-ins-dunkel-der-neuen-kriegskunst-bringen/
  25. https://free21.org/der-propagandakrieg-der-ukraine/
  26. https://helmutkaess.de/ein-wut-und-verzweifelungsschrei/
  27. https://helmutkaess.de/die-linke-und-der-ukrainekrieg/
  28. https://helmutkaess.de/gas-und-rubel/
  29. https://helmutkaess.de/handelte-russland-aus-notwehr/
  30. https://helmutkaess.de/weitere-gruende-russlands-fuer-den-krieg/
  31. Erklärung des US-Friedensrats zur Militärintervention Russlands in der Ukraine
    https://www.freidenker.org/?p=12505
  32. https://helmutkaess.de/argumente-gegen-eine-russophobie/
  33. kürzere Version von Baud vom März: https://helmutkaess.de/historical-political-and-economic-background-of-the-ukraine-war-auch-deutsch/
  34. https://helmutkaess.de/aufschrei-wegen-dem-ukrainekrieg-waffenlieferung/
  35. “Leben und Sterben im Donbass”Film über Donbas seit 2014.
  36. Schlafwandelnd ins Desaster?! April 21, https://free21.org/magazine/02-2022/   das ganze Heft…

https://helmutkaess.de/5-newsletter-am-27-3-22/, weitere 25 Quellen…

 

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Swiss Policy Research zu Covid…

Beim Punkt vier des “Faktenchecks” “unter 40”,

 

 

 

 

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The latest unbiased facts on covid vaccine safety and effectiveness.

Please note: No medical advice; patients are asked to consult a doctor.

Covid vaccine effectiveness

During 2021, covid vaccines may have saved several hundred thousand lives by mitigating the impact of the covid waves in spring (Alpha), summer (Delta) and early winter (also Delta). This can easily be seen by comparing countries with a high vaccination rate to countries with a low vaccination rate (e.g. Western Europe to Eastern Europe), or by comparing the impact of covid waves before and after vaccination in countries with a high vaccination rate (see chart below).

Importantly, prior to the winter wave of 2021/22, only about 20% to 50% of people in Western Europe and most US states had developed natural (i.e. infection-acquired) immunity against covid. In Latin America, parts of Africa (including South Africa) and parts of Asia (e.g. India), about 50% to 80% had developed natural immunity. In some of these regions, the displaced flu has already returned.

Much lower covid deaths in high-vaccination EU countries:

Lower covid deaths in high-vaccination EU countries (Financial Times)

However, covid vaccine protection turned out to be waning rather quickly: prior to the most recent immune-evasive mutation (omicron), protection against infection and transmission decreased to zero within about half a year, whereas protection against severe disease and death in senior citizens decreased from about 95% to about 50% within 6 to 9 months (see next chart).

With omicron, protection against symptomatic infection has been reduced to just a few weeks, while protection against severe disease remains uncertain. Fortunately, there are indications that omicron really is somewhat milder than previous variants, even in people without prior infection. Never­the­less, omicron highlights the inherent limitations of a global vaccination campaign.

Studies that claimed more durable vaccine protection typically combined several time frames (e.g. January to August instead of just August) or age groups (vaccine protection is more durable in younger people, but their covid risk is also much lower). An example of the latter is the Qatar study, whose participants had a median age of just 31 years; in participants older than 60, protection against severe disease had fallen to 60% within 7 months, but this was only shown in the annex.

Vaccine protection against infection and severe disease (all age groups):

Vaccine protection symptomatic infection and severe disease (Nordstroem et al)

Since autumn 2021, several countries reported a negative vaccine effectiveness against infection, that is, vaccinated people had a higher infection rate than unvaccinated people. In countries like the UK, negative vaccine effectiveness reached up to minus 100% in some age groups (i.e. vaccinated people had double the infection rate compared to unvaccinated people; see next chart). In response, several countries simply stopped publishing this somewhat embarrassing data.

The most likely explanation for this observation is a catch-up effect: for several months after vaccination, vaccinated people had a lower infection rate than unvaccinated people. As a result, there were more “recovered” people among the unvaccinated than among the vaccinated. Once vaccine protection had declined, infections among vaccinated people started catching up.

A more troubling explanation for negative vaccine effectiveness against infection, proposed by some skeptics, would be some kind of negative immune effect. For instance, it is known that covid vaccination can cause a temporary immune suppression (lymphocytopenia) that can last for up to a week and possibly longer, and that likely plays a role in the well-documented post-vaccination spike in coronavirus infections. It is also known that vaccinated people, once infected, develop only a partial immune response (no anti-N antibodies), which might increase their risk of re-infection.

However, data from the UK and elsewhere shows that a vaccine booster dose temporarily restores vaccine protection against infection, although again only for a few months, or even just a few weeks against the immune-evasive omicron variant (see chart below). Nevertheless, this temporarily restored protection appears to support the “catch-up hypothesis”.

Claims of negative vaccine effectiveness against severe disease and death (i.e. covid vaccines making covid worse), promoted by some hardcore vaccine skeptics, have currently no basis in reality (they were based on statistical effects and age-group differences).

However, such a negative effectiveness, which would point to antibody-dependent disease enhancement (ADE) or negative antigenic priming (OAS), cannot be totally ruled out against future coronavirus variants, due to the short-term nature of covid vaccine trials.

UK: Negative vaccine effectiveness against infection:

UK: vaccine effectiveness reaching almost minus 150% (DailySceptic)

Vaccine injuries

Covid vaccines have been shown to cause, in “rare cases”, severe and fatal cardiovascular, neurological, immunological and metabolic adverse events (see an updated overview of severe covid vaccine adverse events). More recently, covid vaccines have been associated with various auto-immune diseases, tumor growth and cancer, and new-onset diabetes and diabetic ketoacidosis.

The US VAERS system currently shows about 20,000 post-vaccination deaths, of which about 10,000 from the US itself. Previous studies showed that passive surveillance systems (like VAERS) capture only about 5% to 20% of adverse events, while a recent study found that about 80% of post-vaccination deaths reported to VAERS had plausibly been caused by covid vaccines.

Thus, it is conceivable that covid vaccines may already have caused, or triggered, about 100,000 deaths globally. The WHO VigiAccess database, which combines several national databases, currently shows about 3 million reported covid post-vaccination adverse events, of which about 85,000 severe adverse events and close to 20,000 deaths (more on excess mortality below).

While covid itself primarily affects senior citizens and other high-risk groups, covid vaccine injuries may affect anybody, including young and healthy people and even people who already had covid, sometimes without even noticing it (about 30% of infections remain asymptomatic). Thus, the recommendation and decision to vaccinate against covid should reasonably be age and risk-based.

Post-vaccination deaths reported to the US VAERS system since 1990:

Post-vaccination deaths reported to the US VAERS system (OpenVAERS)

Concerning heart inflammation (myocarditis and pericarditis), a recent comprehensive analysis by researchers at the University of Oxford found that in males between 16 and 39 years of age, the risk of myocarditis after vaccination was significantly higher than after coronavirus infection (see next chart). In particular, this was the case after the second and third dose of the Pfizer mRNA vaccine, after the first and second dose of the high-dosed Moderna mRNA vaccine, and even after the second dose of the AstraZeneca DNA vaccine.

Since covid vaccines provide no significant protection against “long covid” (which requires only a mild infection), one may conclude that for healthy and lean adolescents and adults below the age of 40, especially males, the risk/benefit ratio of covid vaccines looks rather unfavorable. Indeed, this is also the conclusion that Dr. Doran Fink, deputy director of the US FDA vaccines division, appears to have reached during a recent advisory committee hearing (at 6h28m30s).

If subclinical (i.e. unrecognized) cases of myocarditis are taken into account, the risk of myocarditis after two-dose mRNA vaccination in young males reaches about 1 in 1000, a figure confirmed by recent studies from Hong Kong and from Ontario (table 3). In this regard, Austrian pharmacology professor Dr. Hartmut Glossmann, one of the most cited Austrian scientists in the world, described the vaccination of young people as “the biggest medical scandal” he has ever witnessed.

(In young women, the risk of post-vaccination myocarditis is about ten times lower than in young men; in people over 40, acute myocarditis is no longer a major risk. The cause of these differences is not yet understood; it may be due to muscle blood flow or hormonal factors.)

In a recent letter to the British Medical Journal, a group of doctors, including Dr. Peter Gøtzsche, wrote: “For young age groups, in whom covid-related morbidity and mortality is low, and for those who have had covid infection already, and appear to have longstanding immunological memory, the harms of taking a vaccine are almost certain to outweigh the benefits to the individual, and the goal of reducing transmission to other people at higher risk has not been demonstrated securely.”

Myocarditis hospitalizations after covid vaccination vs. infection in young males:

Myocarditis after covid vaccination vs. infection in young males (Pantone et al)

Myocarditis after covid vaccines (red, 2021) and flu vaccines (blue, all years), by age:

VAERS: myocarditis after covid vaccines (2021) and flu vaccines (all years) by age (Openvaers)

Indeed, the issue of post-vaccination heart inflammation appears to be closely linked to the unprecedented increase in heart problems, sudden cardiac arrest and even sudden cardiac death observed in athletes during recent months. The online platform Good Sciencing has compiled a comprehensive list that includes already 580 athlete collapses and 360 athlete deaths, showing a strong increase since about May 2021. In recent weeks, several top players per week have been affected, some of whom had to end their career (see image at the top of this analysis).

The Wikipedia list of “association footballers who died while playing” currently shows 21 players who died in 2021, which is about two to three times as many as in previous years.

From a medical perspective, there are two conceivable explanations for this observation. The first explanation is that most of these athletes had recently been vaccinated and had a subclinical (unnoticed) acute heart inflammation when they collapsed while exercising. The solution to this is to pause exercising for a few weeks after vaccination, which is indeed recommended in some countries.

The more troubling explanation – a kind of “canary in the coal mine” scenario – would be that many of these athletes had been vaccinated months ago and developed chronic heart damage that caused heart failure or sudden cardiac arrest during high-intensity exercise. Previous cell culture and animal studies showed that the coronavirus spike protein alone, which is produced by covid vaccines, can severely damage heart muscle cells and endothelial cells (i.e. veins and arteries).

If this is the case, it is likely that many more people (i.e. non-athletes) may be affected by this issue and may develop acute heart problems or other cardiovascular issues later on (e.g. when exercising or simply climbing stairs). The solution to this would be to absolutely avoid intravenous vaccine injection, or indeed to stop covid vaccinations in the general population altogether.

As a matter of fact, there are already quite a few “anecdotal” cases of young and healthy people who suffered a stroke or other cardiovascular issues several months after vaccination (see e.g. here and here). German pathologists who investigated 15 post-vaccination deaths found “clear evidence of vaccine-induced autoimmune-like pathology in multiple organs.”

Athlete cardiac arrests – increase in 2021:

Athlete cardiac arrests – increase in 2021 (Good Sciencing)

Already, several countries have stopped DNA adenovector vaccines (J&J, AstraZeneca) due to blood clotting issues, while several other countries stopped the high-dosed Moderna mRNA vaccine due to the increased risk of myocarditis in young people (especially males). Even the second dose of the Pfizer mRNA vaccine has been stopped for adolescents in some Asian countries.

The Canadian province of Quebec decided to stop booster vaccinations of senior citizens who had previously been infected after an increase in life-threatening booster vaccine reactions had been observed (previously also reported in Germany and in Israel). In general, it is known that covid vaccine-related risks increase with additional doses, and the mRNA lipid nano-particles themselves are known to cause toxicity if injected repeatedly over several months or years. Even US vaccine expert and FDA advisor Dr. Paul Offit spoke out against “boosting everyone”.

Concerning children younger than 12, several countries (e.g. Finland) decided against a general recommendation to vaccinate them, while some other countries (e.g. the USA) approved a low-dose Pfizer mRNA vaccine for this age group. By early December, about 5 million US children aged 5 to 11 had received a first dose of the Pfizer vaccine (i.e. about 20% of children in this age group).

The US VAERS system currently shows about 7000 reported adverse events in children aged 5 to 11, including a few hundred serious adverse events, such as myocarditis, stroke, allergic reactions and neurological disorders (see this compilation). Given under-reporting and reporting backlogs, the true figure of serious vaccine adverse events in young children may already be in the thousands.

Nevertheless, the US CDC director recently argued that she has “not yet seen any safety signal”; previously, an FDA advisory committee member acknowledged that “we’re never going to learn about how safe this vaccine is [in children] unless we start giving it.”

Meanwhile, the risk of severe covid in children has turned out to be even lower than previously thought, as at least one quarter of US coronavirus-positive child deaths were shown to be entirely unrelated to covid. Indeed, in US male adolescents, there were about ten times more suicides than covid deaths in 2020.

Concerning post-vaccination miscarriages, still births and birth defects, a recent analysis of British data found an increase in still births of 33% in vaccinated women, and in an open letter, Austrian midwives described an apparent increase in “miscarriages, preterm labor, early preterm rupture of membranes, vaginal bleeding, preterm birth, growth retardation and seizures.”

The US VAERS system currently counts about 3,500 post-vaccination miscarriages, and tens of thousands of British women have reported post-vaccination menstrual disorders. There are also several “anecdotal” reports of possibly vaccine-related birth defects, especially concerning cardiac anomalies and pulmonary hemorrhage (bleeding lungs), but no reliable statistical evidence yet.

In Scotland, an investigation has been launched to determine the cause of a significant increase in deaths of newborns during September. Besides the vaccination of pregnant women, a simultaneous RSV respiratory virus summer wave might also be a possible explanation.

Scotland: Increase in neonatal deaths in September:

Scotland: Increase in neonatal deaths (Scotland Herald)

Finally, several countries have recorded an unexplained excess mortality in the wake of covid mass vaccination campaigns. This was first noticed in Israel in the spring of 2021 (in parallel to a “murky wave of heart attacks”). Over the summer, Britain recorded several thousand non-covid excess deaths, mainly due to cardiovascular events. Moreover, Britain recorded excess deaths in adolescent males, but not females, in parallel to the vaccination campaign in this age group (see next chart).

Since September, Germany has been recording an unexplained and unprecedented non-covid excess mortality of several thousand people. More recently, Spain has been reporting a similar unexplained excess mortality. In Switzerland, using mainly the high-dosed Moderna vaccine, a significant non-covid excess mortality has been recorded in parallel to the ongoing booster campaign.

(The Moderna vaccine has three times the mRNA dose of the Pfizer vaccine; thus, after three vaccinations, the total mRNA dose is nine single Pfizer doses, without providing any substantial medical advantage. In medicine, the dose of a drug should never be higher than necessary.)

Nevertheless, this excess mortality effect is not observed in every country (e.g. not in Nordic countries) and may be due to factors other than vaccination (e.g. pandemic and lockdown-related effects). For instance, in the US, drug overdose deaths and teen suicides have reached record levels.

On the other hand, there are also cases of noted vaccine skeptics (or even virus skeptics) that later died of covid, as the website Sorry Antivaxxer shows. Besides a certain age, the most apparent commonality of these cases seems to be obesity, a known covid risk factor in the non-elderly population. Whether vaccination would have saved them remains an open question, of course.

Germany: Unexplained non-covid excess mortality since September:

Germany: non-covid excess deaths since September (destatis)

Britain: Excess deaths in teenage boys:

Excess deaths in British teenage boys in parallel to the vaccination campaign (ONS/STW)

Vaccine passports

Since covid vaccines do not confer meaningful protection against infection and transmission, and the risk of severe covid is very low for large parts of the general population, “vaccine passports” and covid vaccine mandates have no medical or epidemiological justification.

Indeed, countries and US states using “vaccine passports”, such Israel, France, Italy and New York, have recently reported record new coronavirus infection rates.

Thus, pressuring people into getting vaccinated (e.g. through a “no jab, no job” scheme) must be seen as a major medical crime and a crime against humanity, especially given the ignored superiority of natural immunity and well-documented vaccine-related health risks, as described above.

Instead, it appears plausible that “vaccine passports” are being promoted primarily for strategic purposes, as a precursor to digital biometric identity systems (read more).

Conclusion

1) In 2021, covid vaccines likely saved several hundred thousand lives, but they may also have caused or triggered about 100,000 deaths and many more injuries globally.

2) Covid vaccine protection, initially very high, decreases substantially within about half a year and it collapsed against the immune-evasive, but apparently milder omicron variant.

3) The risk of covid vaccine injuries increases with additional booster doses, and several countries have already suspended various covid vaccines partially or completely.

4) For healthy and lean adults below 40 years of age, as well as for healthy children and adolescents, the risk/benefit ratio of covid vaccination does not appear to be favorable.

5) “Vaccination passports” and covid vaccination mandates have no medical or epidemio­logical justification. Coercing people into getting vaccinated must be seen as a crime against humanity.

6) Ultimately, the covid pandemic will be ended not by vaccination, which cannot prevent transmission, but by widespread natural immunity, already achieved in several parts of the world.

Covid vaccine safety resources

  1. OpenVAERS (OpenVAERS)
  2. Athlete cardiac arrests (Good Sciencing)
  3. Covid Vaccine Injuries (Telegram channel)
  4. Covid vaccine adverse events (SPR overview)
  5. Sorry Antivaxxer (Covid deaths of vaccine skeptics)

Video: Cardiac arrests in athletes

Video (18+): Neurological vaccine adverse events

Video: “March of the Vaccine Dead” in Parma, Italy (November 2021)

Postscript

1) Are covid vaccines part of a “global depopulation agenda”?

Some critics argue or suspect that covid vaccines may in fact be part of a global depopulation agenda, orchestrated by billionaires like Bill Gates in order to meet challenges posed by dwindling natural resources, climate change and the fourth industrial revolution.

Such a vaccine-related depopulation agenda could be achieved by either increasing global mortality (e.g. via heart disease) or by reducing global female (or male) fertility.

With regards to the former, if covid vaccines should turn out to dramatically increase the long-term risk of cardiovascular disease and heart failure, this could indeed increase global mortality, even in non-senior citizens, but it may primarily increase morbidity (i.e. disease).

With regards to the latter, it is true that “birth-control vaccines” exist (they produce antibodies against pregnancy hormones). Furthermore, there are credible reports that in 2014, three biochemistry labs in Nairobi found such anti-fertility components in the tetanus vaccine administered as part of a WHO vaccination campaign in Kenya (see ‘fact check’).

Currently, there is evidence that covid vaccines may impact menstruation and possibly pregnancy and neonatal health (if vaccinated during pregnancy), but there is not yet any evidence that covid vaccines permanently impact female (or male) fertility.

Similarly, there is clear evidence that covid vaccines increase the short-term risk of cardiovascular adverse events (see above), but there is not yet solid evidence that they may have a long-term impact on cardiovascular health, although this cannot be excluded.

2) Are covid vaccines “vaccines”? Or “gene therapy”? Or both?

Are covid vaccines “vaccines”? Yes, because they induce an antibody immune response.

But didn’t the Merriam-Webster dictionary have to change its definition of “vaccine” in January 2021 to include covid vaccines? Yes, but their previous definition was outdated and wrong: it referred to a “preparation of killed microorganisms, living attenuated organisms, or living fully virulent organisms”, which didn’t include toxoid vaccines (like the tetanus vaccine) or protein-based vaccines (like the hepatitis B vaccine) or of course mRNA or DNA vaccines (like some of the covid vaccines).

But covid vaccines don’t provide lasting protection, so aren’t they more of a drug than a vaccine? The flu vaccine and some other vaccines don’t provide lasting protection, either. The “vaccine” definition is about the mode of action, not about the medical success.

Are covid mRNA and DNA vaccines “gene therapy”? Yes, mRNA and DNA vaccines have always been regarded as an application of gene therapy, simply because they are based on genetic technology (DNA or mRNA). The European Union even had to suspend some of its GMO regulations to fast-track covid vaccine development and manufacturing.

If covid vaccines are gene therapy, do they alter the human genome? They are not intended to do so. In fact, gene therapy as a whole initially consisted primarily of “gene replacement therapy”, not “gene editing therapy”: a “defective gene” (e.g. in case of cancer) is being replaced by providing the cell with a functioning gene copy as DNA (which is then translated into RNA) or directly as mRNA (which is then translated into protein), without editing the human genome. Only more recent technologies like CRISPR have made it possible to directly edit the human genome.

However, although not intended, both mRNA and DNA vaccines (and the coronavirus itself) could, under certain circumstances, insert genetic material into the human genome, but this has not yet been shown to actually happen with covid vaccines.

In conclusion, covid vaccines are both vaccines and gene therapy, but are not intended to alter the human genome, and so far haven’t been shown to alter the human genome.

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Künstler und Ukrainekrieg

für Friedensaktivisten sind das alles altbekannt, und die meisten Argumente haben mehr oder weniger alle schon gehört, aber als „Breitseite“ ist es doch sehr wichtig und überzeugend… Denn unsere deutsche Politik ist sowas von Deutschlandfeindlich! Und das wird hervorragend erklärt.

Lisa Fitz bringt es witzig und mit beißender Ironie heraus.
Schaut Euch doch die 21 Minuten sprühender Argumente an.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=83719

(jetzt ist es anklickbar…)

Solche Argumente müssen der Propaganda der USA und der Nato immer wieder entgegengehalten werden (wobei ich die EU Mitglieder nicht verstehe, die sich zu ihrem großen Schaden gegen Russland aufbringen lassen), weshalb ich sie zum Teil verschriftlicht habe (aber es gilt das gesprochene Wort)…

Ich bitte Euch, Vorschläge zum Text zu machen. Ich habe vor, ihn morgen über den Deutschlandverteiler zu verschicken. Ihr könnt ansonsten gern meinen Text variieren und weiterschicken:

  • Die Bevölkerung hat ein Recht auf Wahrheit...

  • hätte“...

  • wer in der Propagandaschlacht siegt

  • Krieg ist die menschengemachte Geißel der Menschheit…

  • Madeleine Albright, halbe Millionen tote Kinder

  • “Massenvernichtungswaffen” im Irak…

  • Kim Jong Un, „der Irre“, Die USA haben Korea im Krieg völlig platt gemacht…
    Afghanistan, Zbigniew Brzeziński, „ihr Vietnam“… ,

  • Friedman, die USA müssen Deutschland und Russland in einen Krieg verwickeln, damit sie nicht zu stark werden…

  • am besten ist, wenn sich beide Länder gegenseitig schwächen“, so wie Iran und Irak, wo die USA beide bewaffnete

  • Die USA kontrollieren den Luftraum und die Weltmeere. Daher können sie in anderen Ländern einschmarschieren, aber die können nicht bei ihnen einmarschieren…

  • Die USA müssen die Rivalitäten unter den Einheimischen steuern und Waffen in die Ukraine liefern…

  • Auch Deutschland soll geschwächt werden:„Illegale Kriege“, Daniele Ganser,

  • 2001 Putins Rede vor dem bundestag, standing ovations, 2007 vor der Münchner Sicherheitskonferenz. „Natoosterweiterung“! „Nato nicht einen Zentimeter nach Osten…“ Genscher: Ausdehnung nach Osten wird es nicht geben…,

  • Die USA halten sich an gar keine Versprechen…

  • Putsch in der Ukraine, Fuck the EU, alles faul, auch im Maidan, den Staatsstreich organisiert… sie ist nicht amerikafeindlich, sondern us-regierungsfeindlich… viele halten die USA für den größten Kriegstreiber der Geschichte… überall hinterlassen sie Elend und Tod und Not…

  • 2014 Marinestützpunkt Krim gesichert… Annektion oder Sezession??, Obama: „Man marschiert nicht in fremde Staatsgebiete“, aber die USA tun es dauernd… „Weltmeister im Erfinden von Kriegseintrittsgründen…

  • Drewermann: US Imperium hat jegliche moralische Autorität verloren…

  • Die sind fein raus, die sind über dem großen Teich, wir sind die direkten Nachbarn der Atommacht, wenn es zum Krieg kommt…

  • Seit 2014 ist Krieg in der Ostukraine, Ostteil und Westteil der Ukraine unentfilzbar…

  • Putin braucht doch nicht soviel Land, das wollen wir…

  • Was, wenn die Russen in Kuba Atomraketen stationieren, weil die Kubaner das so wollen?

  • Schwere Waffen von Deutschland in die Ukraine“: „Friedman, Sie haben es geschafft“… , die Leute denken nie vom Ende her…

  • 2001 Friedensoffensive, Otto Schily und Joschka Fischer bedröppelt, da die „amerikanischen Freunde“ sie auf Konfrontation eingestimmt hatten…

  • Daher habe die Medien Putin zum Bösewicht aufgebaut… aber Snowden…, alles einfach behaupten…, böses Image aufzukleben…

  • Die USA ist nicht mein großer Bruder und auch nicht mein Freund, so jemand ist mein Feind… die Amerikaner sind sehr nett, aber die Machtmenschen…

  • Wenn Sie nicht die Vorgeschichte bedenken, reagieren Sie mit naiver Empörung, mit Moral und Schnappatmung und sehen nie das Ganze!

  • Die Irrwege einiger weniger führen Millionen Menschen ins Verderben!

  • Hoffentlich kommen wir da gut raus: Ein Minister meinte, weniger duschen: Stinken für den Frieden! Es stinkt gewaltig, alles!

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de ,

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Auch wenn wir das alles schon wissen ,Lisa Fitz kann die Tatsachen doch gut zusammenfassen.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=83719

Von meinem iPhone gesendet
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Propaganda, rushw und Covid

Betreff: Re: Es scheint Ihrer gesamten Covid-Arbeit zu widersprechen….
Datum: Tue, 10 May 2022 17:16:29 +0200
von: Sebastian Rushworth
An: Helmut Käß <helmut_kaess@web.de>

Das ist Propaganda. Schauen Sie sich die Autoren an, und Sie werden sehen, dass sie Eiferer sind, die für die Abriegelung sind, und das schon seit Beginn der Pandemie.

tis 10 maj 2022 kl. 17:06 skrev Helmut Käß <helmut_kaess@web.de>:

Lieber Sebastian

Was hältst du von diesem Artikel?

Klicke, um auf 2022-04-02-Schweden-s41599-022-01097-5-1.pdf zuzugreifen


Er scheint deiner ganzen Covid-Arbeit zu widersprechen….

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobil: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de,

 

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Re: It seems to contradict your whole Covid work….
Datum: Tue, 10 May 2022 17:16:29 +0200
Von: Sebastian Rushworth
An: Helmut Käß <helmut_kaess@web.de>

It’s propaganda. Look up the authors and you’ll see that they’re pro-lockdown zealots, and have been since the start of the pandemic.

tis 10 maj 2022 kl. 17:06 skrev Helmut Käß <helmut_kaess@web.de>:
Dear Sebastian
What do you think of this artikel?
https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2022/05/2022-04-02-Schweden-s41599-022-01097-5-1.pdf
It seems to contradict your whole Covid work….

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de,

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8. und 9. Mai 22

Gesendet: Dienstag, 10. Mai 2022 um 02:34 Uhr
Von: “Joachim Elz-Fianda” <jochenmabuse@web.de>
An: hinweise@nachdenkseiten.de
Cc: “Willy H. Wahl” <willy.wahl@seniora.org>
Betreff: Zum 8. und 9.Mai 2022, das Gedenken an die “östlichen Völker” betreffend – Hintergründe zu diesem 9.Mai von Thomas Röper

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Liebe Friedensfreunde, Kollegen, Genossen,
wie schon mehrfach haben Heiner Holl und ich am 8.Mai auf dem Nördlinger Friedhof rote Nelken an den Gräbern von ermordeten russischen und ukrainischen Kriegsgefangenen niedergelegt, die in den hiesigen Betrieben als Zwangsarbeiter beschäftigt waren. Auf dem Gedenkstein steht:
IN DIESEM FRIEDHOF RUHEN 49 ANGEHÖRIGE ÖSTLICHER VÖLKER ALS OPFER DES KRIEGES 1939-1945.

Gesendet: Dienstag, 10. Mai 2022 um 02:34 Uhr
Von: “Joachim Elz-Fianda” <jochenmabuse@web.de>
An: hinweise@nachdenkseiten.de
Cc: “Willy H. Wahl” <willy.wahl@seniora.org>
Betreff: Zum 8. und 9.Mai 2022, das Gedenken an die “östlichen Völker” betreffend – Hintergründe zu diesem 9.Mai von Thomas Röper

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Liebe Friedensfreunde, Kollegen, Genossen,
wie schon mehrfach haben Heiner Holl und ich am 8.Mai auf dem Nördlinger Friedhof rote Nelken an den Gräbern von ermordeten russischen und ukrainischen Kriegsgefangenen niedergelegt, die in den hiesigen Betrieben als Zwangsarbeiter beschäftigt waren. Auf dem Gedenkstein steht:
IN DIESEM FRIEDHOF RUHEN 49 ANGEHÖRIGE ÖSTLICHER VÖLKER ALS OPFER DES KRIEGES 1939-1945.

Gesendet: Dienstag, 10. Mai 2022 um 02:34 Uhr
Von: “Joachim Elz-Fianda” <jochenmabuse@web.de>
An: hinweise@nachdenkseiten.de
Cc: “Willy H. Wahl” <willy.wahl@seniora.org>
Betreff: Zum 8. und 9.Mai 2022, das Gedenken an die “östlichen Völker” betreffend – Hintergründe zu diesem 9.Mai von Thomas Röper

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Liebe Friedensfreunde, Kollegen, Genossen,
wie schon mehrfach haben Heiner Holl und ich am 8.Mai auf dem Nördlinger Friedhof rote Nelken an den Gräbern von ermordeten russischen und ukrainischen Kriegsgefangenen niedergelegt, die in den hiesigen Betrieben als Zwangsarbeiter beschäftigt waren. Auf dem Gedenkstein steht:
IN DIESEM FRIEDHOF RUHEN 49 ANGEHÖRIGE ÖSTLICHER VÖLKER ALS OPFER DES KRIEGES 1939-1945.

Heiner Holl und
          ich
Grabstein Roman
          MischailenkoGrabstein
          Hredorni Suberenko

Und aktuell auszugsweise ein guter Artikel von Thomas Röper zum Tage, der sich wohltuend von den Speichelleckereien der hiesigen Medien-TUIs (so B.Brecht) abhebt:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/warum-der-9-mai-den-russen-so-wichtig-ist-und-wie-im-westen-die-geschichte-umgeschrieben-wird/

Warum der 9. Mai den Russen so wichtig ist und wie im Westen die Geschichte umgeschrieben wird

Am 9. Mai wird in Russland der Sieg über Nazideutschland gefeiert, was in Russland einer der wichtigsten Feiertage ist. Umso schockierter ist man in Russland über die zunehmenden Bestrebungen im Westen, die Geschichte umzuschreiben.

Der 9. Mai ist in Russland einer der wichtigsten Feiertage, weil der 2. Weltkrieg in Russland immer noch präsent ist.
Die Sowjetunion, deren Rechtsnachfolger Russland ist, hat in dem Krieg 27 Millionen Menschen verloren.
Das bedeutet, dass jedes zweite Opfer des 2. Weltkrieges aus der Sowjetunion kam.
Dieser Blutzoll hat in Russland Spuren hinterlassen und selbst junge Menschen, die keine Kriegsveteranen mehr kennengelernt haben, wissen genau, wo ihre Vorfahren gekämpft oder den Krieg durchlitten haben. Diese Erinnerungen werden in Russland von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Feiern zum 9. Mai sind in Russland ein Volksfest, dessen Ausmaße man es sich in Deutschland kaum vorstellen kann. Dabei dominiert aber kein Hass auf Deutsche, sondern Stolz auf das von den Vorfahren erreichte.
Besonders beeindruckend ist dabei jedes Jahr das „unsterbliche Regiment“, bei dem Menschen mit Plakaten mit Bildern ihrer Vorfahren unterwegs sind. In Petersburg, wo ich lebe, ziehen die Menschen eng an eng über eine vierspurige Straße im Stadtzentrum und der Zug dauert Stunden. Wenn Millionen Menschen mit diesen Bildern an einem vorbeiziehen, bekommt ein Gefühl für die vielen Menschen, die in dem Krieg gelitten haben, wie es keine Doku vermitteln kann. Und das sind nur die Menschen einer Stadt…

Ich habe 2020 einen sehr ausführlichen Artikel über diese Feierlichkeiten geschrieben und möchte das hier nicht wiederholen, bei Interesse können Sie es hier nachlesen https://www.anti-spiegel.ru/2020/75-jahre-nach-kriegsende-wie-die-geschichte-fuer-die-tagespolitik-missbraucht-wird/ , auch Bilder und Videos habe ich in dem Artikel gezeigt. Heute geht es mir um etwas anderes.

Die Erinnerung wach halten

In Russland wird die Erinnerung an den Krieg anders wach gehalten als in Deutschland. In Deutschland liegt der Fokus der Erinnerungen nicht mehr auf dem Krieg, sondern er liegt auf den deutschen Verbrechen. In Deutschland wird, wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht, immer weniger über den Krieg selbst gesprochen, sondern über die Verbrechen deutscher Soldaten und über Konzentrationslager.

Das sind wichtige Themen, aber sie lenken von dem Krieg selbst und dem Leid, das er gebracht hat, ab. Anstatt an Leid und Tod zu denken, das einfache Soldaten und wehrlose Zivilisten im Krieg er- und überleben mussten, wird in Deutschland an die „eigene Schuld“ erinnert.
Das übrigens versteht man außerhalb von Deutschland, also in den meisten anderen Ländern, kaum. In Russland zum Beispiel sind die Menschen immer sehr überrascht, wenn ich davon erzähle, denn die Russen trennen zwischen den wirklichen Tätern, also aktiven Nazis, und den einfachen Deutschen, die auch unter dem Krieg gelitten haben.
Und die Russen verstehen nicht, wie man sich für etwas eine „eigene Schuld“ zurechnen kann, das Jahrzehnte vor der eigenen Geburt geschehen ist.

In Russland wird bei der Erinnerung an den Krieg kaum über Konzentrationslager gesprochen. In Russland wird über den Krieg selbst gesprochen. Darüber, wie junge Männer eingezogen wurden und welche Grausamkeiten sie dann an der Front durchleben mussten, wie sie verwundet wurden, wie sie zusehen mussten, wie ihre Freunde gefallen sind. Es wird über das Schicksal der Zivilisten gesprochen, die im belagerten Leningrad verhungern, oder in den Kellern von Stalingrad ausharren mussten. Oder über die Menschen auf dem Lande, deren Dörfer niedergebrannt wurden.

In Russland wird die Erinnerung an den Krieg selbst wach gehalten. An die Grausamkeiten des Krieges an sich, während es bei der Erinnerung in Deutschland eher um die Erinnerung an die „eigenen“ Verbrechen geht.

Der Unterschied zwischen Russland und Deutschland

Und dieser Unterschied macht etwas mit den Menschen, denn wenn ich mir die derzeitigen Medienberichte und Aussagen von deutschen Politikern anhöre, dann sehe ich, dass sie die Angst vor dem Krieg selbst verloren haben. Wie sonst kann ein Friedrich Merz sagen, er hätte keine Angst vor einem Atomkrieg https://www.n-tv.de/politik/Merz-Habe-keine-Angst-vor-Atomkrieg-article23303793.html ?
Wie sonst lässt sich erklären, dass ein Robert Habeck sagen kann, er habe keine Angst vor einem dritten Weltkrieg
https://www.welt.de/politik/deutschland/article238542871/Robert-Habeck-Angst-vor-einem-Dritten-Weltkrieg-Habe-ich-nicht.html ?

Das waren nur zwei von ganz vielen Beispielen der letzten Tage, die mich ehrlich schockiert haben. Wissen diese Leute nicht, was sie da sagen?
Ist in Deutschland die kollektive Erinnerung an die Grausamkeiten und das Leid des Krieges derartig ausgelöscht worden, als die Medien 20 Jahre lang alle amerikanischen Angriffskriege verharmlost haben?

Kein russischer Politiker würde so etwas sagen. In Russland ist die kollektive Erinnerung an das Leid des Krieges noch wach und kein russischer Politiker käme auf die Idee, derartigen Unsinn von sich zu geben, wie man ihn von den westlichen Politikern allenthalben hört.
Glauben die wirklich, dass sie einen dritten Weltkrieg überleben würden? Und wenn ja, was wäre das dann für ein Leben?
Ein Leben im Bunker, weil man nicht mehr raus an die Luft kann. Und weil Lebensmittel auch im Bunker zu Ende gehen können, würden sie eben nicht den Strahlentod, sondern den Hungertod sterben.

Ist diesen Leuten das nicht bewusst, wenn sie so etwas von sich geben?

Das Umschreiben der Geschichte in der Ukraine

In Russland ist der Kampf gegen Nazis und Neonazis bis heute ein beherrschendes Thema. Mir ist klar, dass die westlichen Medien bestreiten, es gäbe in der Ukraine ein neonazistische Regierung. Um diesen Artikel nicht zu lang werden zu lassen, gehe ich darauf hier nicht im Detail ein, denn dass die Ukraine von Neonazis regiert wird, habe ich oft genug erklärt und belegt, Beispiele finden Sie hier:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/wie-der-westen-nazis-verteidigt/
https://www.anti-spiegel.ru/2022/in-der-ukraine-gibt-es-keine-nazis/

https://www.anti-spiegel.ru/2022/uns-kann-es-jetzt-nicht-darum-gehen-zwischen-boesen-russen-und-guten-russen-zu-unterscheiden/

Würde man es in Deutschland mit dem Kampf gegen Nazis ernst meinen, müsste man sich Russland gegen die Ukraine anschließen.
In den dortigen Geschichtsbüchern wird der Zweite Weltkrieg kaum erwähnt, stattdessen ist der Nationalheld des Landes Stefan Bandera, der in der SS-Division Galizien auf Seiten der Nazis gekämpft hat und grausamste Kriegsverbrechen gegen ganze Dörfer begangen hat, übrigens auch an Polen, was immer wieder zu Spannungen zwischen Polen und der Bandera verehrenden Ukraine geführt hat.
Dass der wichtigste Nationalheld der heutigen Ukraine ein Nazi und SS-Mann war, wird in Deutschland jedoch verschwiegen.

Wie sehr die neonazistischen Regierungen, die der Maidan-Putsch in der Ukraine an die Macht gebracht hat, die Geschichte umschreiben würden, wurde in Deutschland spätestens am 7. Januar 2015 sichtbar. Damals war der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk in Deutschland und in den Tagesthemen und sagte https://www.youtube.com/watch?v=RqKtRhYvKxc&t:

„Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und Deutschland erinnern.“

Das hat er gesagt, ohne dass die Moderatorin mit der Wimper gezuckt oder es hinterfragt hätte. Aber das ist es, was ukrainische Kinder heute in der Schule lernen.

Ein weiteres Beispiel für das Umschreiben der Geschichte in der Ukraine ist der ukrainische Botschafter in Deutschland, der am 8. Mai 2022, also jetzt, nach der Kranzniederlegung am Berliner Ehrenmal auf die Frage eines Journalisten, wer denn 1945 Berlin befreit habe, geantwortet hat https://t.me/AntiSpiegel/4116:

„Die Ukraine!“

Das Umschreiben der Geschichte im Westen

Und auch im Westen wird die Geschichte fleißig umgeschrieben. Die Rolle der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg wird immer mehr marginalisiert, obwohl es die Sowjetunion war, die im Kampf gegen die Nazis den größten Blutzoll entrichtet und die militärische Entscheidung gebracht hat.
Wenn US-Präsidenten an das Kriegsendes erinnern, reden sie vom „Sieg der USA und ihren Alliierten“ und erwähnen die Sowjetunion mit keinem Wort.

Und auch in Deutschland wird der Fokus in den Geschichtsbüchern und Dokus immer mehr von der Sowjetunion weggelenkt und auf die Rolle der Westalliierten gelenkt. Dabei testet man aus, wie weit man schon gehen kann.
So hat der Spiegel zum Beispiel 2020 zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz allen ernstes geschrieben
https://www.anti-spiegel.ru/2020/geschichtsfaelschung-oder-peinlicher-fehler-laut-spiegel-und-us-botschaft-haben-die-usa-auschwitz-befreit/:

„Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nazis. Sie ermordeten dort mindestens 1,1 Millionen Menschen. Vor 75 Jahren wurde es von der amerikanischen Armee befreit.“

Von wem???

Und das ist keine Ausnahme, davon gab es in dem Jahr viele Beispiele, auch von amerikanischen Botschaften in Europa, die das gleiche gemeldet haben.
Mir kann keiner erzählen, dass das nur „dumme Versehen“ waren, das sind orchestrierte Versuche, um auszutesten, was man mit dem Umschreiben der Geschichte in Schulbüchern und Dokus schon erreicht hat und ob es nennenswerten Protest gegen solche Geschichtsrevisionen gibt.

In diesem Jahr wird die Erinnerung an das Kriegsende im Westen generell heruntergespielt. Gedenkveranstaltungen mit Beteiligung von Vertretern Russlands werden abgesagt, Bundeskanzler Scholz ist zu keiner einzigen Gedenkveranstaltung gegangen, sondern hat nur eine Rede an die Nation gehalten, in der er weniger an das Kriegsende, als an die Notwendigkeit erinnert hat, Putin entschlossen entgegenzutreten.
Es war keine Gedenkrede für das Kriegsende, es war eine Kriegsrede gegen Russland.

Der Ekel in Russland

In Russland, wo die Geschichte anders gelehrt wird, also so, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat, rufen diese offenen Versuche, die Geschichte umzuschreiben, regelrechten Ekel hervor.
In Russland findet sich übrigens kein Mensch, der das, was derzeit in der Ukraine vor sich geht, gut findet.

Aber in Russland weiß man, welche Kräfte in Kiew regieren und im Donbass seit acht Jahren Krieg gegen Zivilisten führen.
Man feiert den Krieg nicht, aber über 80 Prozent der Russen unterstützen ihn
https://vesti7.ru/video/2408805/episode/08-05-2022/, weil es aus ihrer Sicht keine andere Möglichkeit mehr gegeben hat, gegen diese Nazi-Regierung in Kiew vorzugehen.
Acht Jahre lang hat Russland seit dem Maidan geduldig verhandelt, aber der Westen war in Sachen Kiew auf dem rechten Auge blind und hat Kiew gewähren lassen.

Putin hat es in seiner Rede zum Beginn der russischen Intervention in der Ukraine deutlich gesagt https://www.anti-spiegel.ru/2022/putins-komplette-rede-an-das-russische-volk-zum-beginn-der-militaeroperation/:

„Wir wissen aus der Geschichte, dass die Sowjetunion 1940 und Anfang 1941 alles getan hat, um den Ausbruch des Krieges zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Dazu gehört auch, dass man buchstäblich bis zur letzten Minute versucht, den potenziellen Angreifer nicht zu provozieren, indem man die notwendigsten und naheliegendsten Schritte zur Vorbereitung auf die Abwehr des unvermeidlichen Angriffs nicht durchgeführt oder aufgeschoben hat. Und die Schritte, die schließlich unternommen wurden, waren katastrophal verspätet.

Infolgedessen war das Land auf den Einmarsch Nazi-Deutschlands, das am 22. Juni 1941 ohne Kriegserklärung unser Land angriff, nicht vollständig vorbereitet. Der Feind konnte gestoppt und dann vernichtet werden, allerdings zu einem kolossalen Preis.
Der Versuch, dem Aggressor am Vorabend des Großen Vaterländischen Krieges zu gefallen, war ein Fehler, der unser Volk teuer zu stehen kam. In den ersten Monaten der Kämpfe haben wir große, strategisch wichtige Gebiete und Millionen von Menschen verloren. Wir werden einen solchen Fehler nicht ein zweites Mal machen, dazu haben wir kein Recht.“

Russische Werte vs. westliche Werte

Ob es einem gefällt, oder nicht, aber so sehen es auch die Russen. Nach acht Jahren Verhandlungen, nach acht Jahren Appeasement-Politik gegenüber Kiew, während die ukrainische Armee im Donbass Zivilisten ermordet hat https://www.anti-spiegel.ru/2020/osze-bericht-75-der-zivilen-opfer-des-krieges-in-der-ukraine-sind-opfer-der-regierungstruppen/, haben die Russen keinen anderen Weg mehr gesehen, als militärisch einzugreifen.

Und es ist nicht nur so, dass über 80 Prozent der Russen Putins Entscheidung unterstützen, ganze 89 Prozent sind der Meinung, Russland sollte nach seinen eigenen Werten leben und sich nicht um das scheren, was der Westen als seine Werte propagiert. Dabei geht es um das Verdrehen der Geschichte, wie es im Westen üblich geworden ist, dabei geht es aber auch um das aggressive Vertreten von Political Correctness, LGBT, Gender, Cancel-Culture (was übrigens Geschichtsrevision in Reinkultur ist) und so weiter.

In Russland kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden, aber die traditionellen Werte wie Familie stehen im Vordergrund.
Im Westen ist es inzwischen ein Qualitätsprädikat für Politiker, wenn sie homosexuell sind, in Russland zählt die Leistung eines Menschen als Qualitätsprädikat und seine Vorlieben im Schlafzimmer sind seine Privatangelegenheit.

Die Kinder des Donbass

Zum Abschluss will ich ein Beispiel zeigen. Die Menschen im Donbass wissen seit acht Jahren was Krieg ist, das gilt besonders für die Kinder, die kein anderes Leben als den Krieg kennen. Ich habe vor einigen Tagen über Faina berichtet, ein 13-jähriges Mädchen aus Lugansk https://www.anti-spiegel.ru/2022/ein-maedchen-aus-lugansk-antwortet-dem-kinderkommentar-aus-den-tagesthemen/, das dadurch bekannt wurde, dass es vor der UNO aufgetreten ist und seitdem offene Briefe an vor allem westliche Politiker schreibt, in denen es auf die Lage in seiner Heimatstadt hinweist.

Faina hat zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland einen langen offenen Brief geschrieben, den sie an ihre Vorfahren gerichtet hat.
Darin hat sie sich im Namen der heutigen Generationen bei der Generation der Kriegsteilnehmer dafür entschuldigt, dass es zugelassen wurde, dass die Nazi-Ideologie, gegen die die Kriegsgeneration unter Einsatz ihres Lebens gekämpft hat, in der Ukraine, ihrer ehemaligen Heimat, wieder an die Macht gekommen ist.
Unter anderem hat sie sich in dem Brief bei ihrer Urgroßmutter entschuldigt und weil der Brief zu lang ist, um ihn vollständig zu zitieren, nehme ich dieses Beispiel:

„Hallo, Ur-Oma Elsa. Entschuldige, dass der gelbe Stern wieder in Mode ist, nur diesmal für die Russen. Jetzt sagen sie, der Russe sei kein Befreier, sondern ein Untermensch. Wie vertraut. Während der Pogrome in Lemberg und Kiew sagte man dasselbe über Dich. Wer hat denen das Recht gegeben, zu entscheiden, wer würdig ist, ein Mensch zu sein und wer nicht? Das waren wir. Durch unsere Gleichgültigkeit gegenüber unserer Geschichte.“

Es wäre schön, wenn man sich auch im Westen wieder an die Geschichte erinnern würde, anstatt sie mithilfe von Cancel-Culture gewaltsam umzuschreiben. Manchmal können wir auch von 13-jährigen Kindern, die im Krieg viel zu früh erwachsen werden mussten, eine Menge lernen, denn:

Wer die Geschichte nicht erinnert, ist verurteilt, sie neu zu durchleben.

Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt und erinnern uns an den Krieg und gedenken der unschuldigen Opfer auf allen Seiten und hören wir auf, die Geschichte für heutige politische Ziele umzuschreiben. Sonst müssen wir sie vielleicht wirklich neu durchleben…

Soweit Thomas Röper.

Dieses bedenkend fordere ich die Ukraine zum sofortigen Beginn von Friedensverhandlungen und die westliche Entente zum sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen auf !

Über Kommentare auf meinem Blog unter http://josopon.wordpress.com/ würde ich mich freuen.
Wenn Ihr den Nachrichtenbrief nicht mehr beziehen wollt, schickt mir bitte eine kurze Elektropost.

Jochen


Gedenkstein,
          Nördlinger Friedhof
Heiner Holl und
          ich
Grabstein Roman
          MischailenkoGrabstein
          Hredorni Suberenko

Und aktuell auszugsweise ein guter Artikel von Thomas Röper zum Tage, der sich wohltuend von den Speichelleckereien der hiesigen Medien-TUIs (so B.Brecht) abhebt:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/warum-der-9-mai-den-russen-so-wichtig-ist-und-wie-im-westen-die-geschichte-umgeschrieben-wird/

Warum der 9. Mai den Russen so wichtig ist und wie im Westen die Geschichte umgeschrieben wird

Am 9. Mai wird in Russland der Sieg über Nazideutschland gefeiert, was in Russland einer der wichtigsten Feiertage ist. Umso schockierter ist man in Russland über die zunehmenden Bestrebungen im Westen, die Geschichte umzuschreiben.

Der 9. Mai ist in Russland einer der wichtigsten Feiertage, weil der 2. Weltkrieg in Russland immer noch präsent ist.
Die Sowjetunion, deren Rechtsnachfolger Russland ist, hat in dem Krieg 27 Millionen Menschen verloren.
Das bedeutet, dass jedes zweite Opfer des 2. Weltkrieges aus der Sowjetunion kam.
Dieser Blutzoll hat in Russland Spuren hinterlassen und selbst junge Menschen, die keine Kriegsveteranen mehr kennengelernt haben, wissen genau, wo ihre Vorfahren gekämpft oder den Krieg durchlitten haben. Diese Erinnerungen werden in Russland von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Feiern zum 9. Mai sind in Russland ein Volksfest, dessen Ausmaße man es sich in Deutschland kaum vorstellen kann. Dabei dominiert aber kein Hass auf Deutsche, sondern Stolz auf das von den Vorfahren erreichte.
Besonders beeindruckend ist dabei jedes Jahr das „unsterbliche Regiment“, bei dem Menschen mit Plakaten mit Bildern ihrer Vorfahren unterwegs sind. In Petersburg, wo ich lebe, ziehen die Menschen eng an eng über eine vierspurige Straße im Stadtzentrum und der Zug dauert Stunden. Wenn Millionen Menschen mit diesen Bildern an einem vorbeiziehen, bekommt ein Gefühl für die vielen Menschen, die in dem Krieg gelitten haben, wie es keine Doku vermitteln kann. Und das sind nur die Menschen einer Stadt…

Ich habe 2020 einen sehr ausführlichen Artikel über diese Feierlichkeiten geschrieben und möchte das hier nicht wiederholen, bei Interesse können Sie es hier nachlesen https://www.anti-spiegel.ru/2020/75-jahre-nach-kriegsende-wie-die-geschichte-fuer-die-tagespolitik-missbraucht-wird/ , auch Bilder und Videos habe ich in dem Artikel gezeigt. Heute geht es mir um etwas anderes.

Die Erinnerung wach halten

In Russland wird die Erinnerung an den Krieg anders wach gehalten als in Deutschland. In Deutschland liegt der Fokus der Erinnerungen nicht mehr auf dem Krieg, sondern er liegt auf den deutschen Verbrechen. In Deutschland wird, wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht, immer weniger über den Krieg selbst gesprochen, sondern über die Verbrechen deutscher Soldaten und über Konzentrationslager.

Das sind wichtige Themen, aber sie lenken von dem Krieg selbst und dem Leid, das er gebracht hat, ab. Anstatt an Leid und Tod zu denken, das einfache Soldaten und wehrlose Zivilisten im Krieg er- und überleben mussten, wird in Deutschland an die „eigene Schuld“ erinnert.
Das übrigens versteht man außerhalb von Deutschland, also in den meisten anderen Ländern, kaum. In Russland zum Beispiel sind die Menschen immer sehr überrascht, wenn ich davon erzähle, denn die Russen trennen zwischen den wirklichen Tätern, also aktiven Nazis, und den einfachen Deutschen, die auch unter dem Krieg gelitten haben.
Und die Russen verstehen nicht, wie man sich für etwas eine „eigene Schuld“ zurechnen kann, das Jahrzehnte vor der eigenen Geburt geschehen ist.

In Russland wird bei der Erinnerung an den Krieg kaum über Konzentrationslager gesprochen. In Russland wird über den Krieg selbst gesprochen. Darüber, wie junge Männer eingezogen wurden und welche Grausamkeiten sie dann an der Front durchleben mussten, wie sie verwundet wurden, wie sie zusehen mussten, wie ihre Freunde gefallen sind. Es wird über das Schicksal der Zivilisten gesprochen, die im belagerten Leningrad verhungern, oder in den Kellern von Stalingrad ausharren mussten. Oder über die Menschen auf dem Lande, deren Dörfer niedergebrannt wurden.

In Russland wird die Erinnerung an den Krieg selbst wach gehalten. An die Grausamkeiten des Krieges an sich, während es bei der Erinnerung in Deutschland eher um die Erinnerung an die „eigenen“ Verbrechen geht.

Der Unterschied zwischen Russland und Deutschland

Und dieser Unterschied macht etwas mit den Menschen, denn wenn ich mir die derzeitigen Medienberichte und Aussagen von deutschen Politikern anhöre, dann sehe ich, dass sie die Angst vor dem Krieg selbst verloren haben. Wie sonst kann ein Friedrich Merz sagen, er hätte keine Angst vor einem Atomkrieg https://www.n-tv.de/politik/Merz-Habe-keine-Angst-vor-Atomkrieg-article23303793.html ?
Wie sonst lässt sich erklären, dass ein Robert Habeck sagen kann, er habe keine Angst vor einem dritten Weltkrieg
https://www.welt.de/politik/deutschland/article238542871/Robert-Habeck-Angst-vor-einem-Dritten-Weltkrieg-Habe-ich-nicht.html ?

Das waren nur zwei von ganz vielen Beispielen der letzten Tage, die mich ehrlich schockiert haben. Wissen diese Leute nicht, was sie da sagen?
Ist in Deutschland die kollektive Erinnerung an die Grausamkeiten und das Leid des Krieges derartig ausgelöscht worden, als die Medien 20 Jahre lang alle amerikanischen Angriffskriege verharmlost haben?

Kein russischer Politiker würde so etwas sagen. In Russland ist die kollektive Erinnerung an das Leid des Krieges noch wach und kein russischer Politiker käme auf die Idee, derartigen Unsinn von sich zu geben, wie man ihn von den westlichen Politikern allenthalben hört.
Glauben die wirklich, dass sie einen dritten Weltkrieg überleben würden? Und wenn ja, was wäre das dann für ein Leben?
Ein Leben im Bunker, weil man nicht mehr raus an die Luft kann. Und weil Lebensmittel auch im Bunker zu Ende gehen können, würden sie eben nicht den Strahlentod, sondern den Hungertod sterben.

Ist diesen Leuten das nicht bewusst, wenn sie so etwas von sich geben?

Das Umschreiben der Geschichte in der Ukraine

In Russland ist der Kampf gegen Nazis und Neonazis bis heute ein beherrschendes Thema. Mir ist klar, dass die westlichen Medien bestreiten, es gäbe in der Ukraine ein neonazistische Regierung. Um diesen Artikel nicht zu lang werden zu lassen, gehe ich darauf hier nicht im Detail ein, denn dass die Ukraine von Neonazis regiert wird, habe ich oft genug erklärt und belegt, Beispiele finden Sie hier:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/wie-der-westen-nazis-verteidigt/
https://www.anti-spiegel.ru/2022/in-der-ukraine-gibt-es-keine-nazis/

https://www.anti-spiegel.ru/2022/uns-kann-es-jetzt-nicht-darum-gehen-zwischen-boesen-russen-und-guten-russen-zu-unterscheiden/

Würde man es in Deutschland mit dem Kampf gegen Nazis ernst meinen, müsste man sich Russland gegen die Ukraine anschließen.
In den dortigen Geschichtsbüchern wird der Zweite Weltkrieg kaum erwähnt, stattdessen ist der Nationalheld des Landes Stefan Bandera, der in der SS-Division Galizien auf Seiten der Nazis gekämpft hat und grausamste Kriegsverbrechen gegen ganze Dörfer begangen hat, übrigens auch an Polen, was immer wieder zu Spannungen zwischen Polen und der Bandera verehrenden Ukraine geführt hat.
Dass der wichtigste Nationalheld der heutigen Ukraine ein Nazi und SS-Mann war, wird in Deutschland jedoch verschwiegen.

Wie sehr die neonazistischen Regierungen, die der Maidan-Putsch in der Ukraine an die Macht gebracht hat, die Geschichte umschreiben würden, wurde in Deutschland spätestens am 7. Januar 2015 sichtbar. Damals war der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk in Deutschland und in den Tagesthemen und sagte https://www.youtube.com/watch?v=RqKtRhYvKxc&t:

„Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und Deutschland erinnern.“

Das hat er gesagt, ohne dass die Moderatorin mit der Wimper gezuckt oder es hinterfragt hätte. Aber das ist es, was ukrainische Kinder heute in der Schule lernen.

Ein weiteres Beispiel für das Umschreiben der Geschichte in der Ukraine ist der ukrainische Botschafter in Deutschland, der am 8. Mai 2022, also jetzt, nach der Kranzniederlegung am Berliner Ehrenmal auf die Frage eines Journalisten, wer denn 1945 Berlin befreit habe, geantwortet hat https://t.me/AntiSpiegel/4116:

„Die Ukraine!“

Das Umschreiben der Geschichte im Westen

Und auch im Westen wird die Geschichte fleißig umgeschrieben. Die Rolle der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg wird immer mehr marginalisiert, obwohl es die Sowjetunion war, die im Kampf gegen die Nazis den größten Blutzoll entrichtet und die militärische Entscheidung gebracht hat.
Wenn US-Präsidenten an das Kriegsendes erinnern, reden sie vom „Sieg der USA und ihren Alliierten“ und erwähnen die Sowjetunion mit keinem Wort.

Und auch in Deutschland wird der Fokus in den Geschichtsbüchern und Dokus immer mehr von der Sowjetunion weggelenkt und auf die Rolle der Westalliierten gelenkt. Dabei testet man aus, wie weit man schon gehen kann.
So hat der Spiegel zum Beispiel 2020 zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz allen ernstes geschrieben
https://www.anti-spiegel.ru/2020/geschichtsfaelschung-oder-peinlicher-fehler-laut-spiegel-und-us-botschaft-haben-die-usa-auschwitz-befreit/:

„Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nazis. Sie ermordeten dort mindestens 1,1 Millionen Menschen. Vor 75 Jahren wurde es von der amerikanischen Armee befreit.“

Von wem???

Und das ist keine Ausnahme, davon gab es in dem Jahr viele Beispiele, auch von amerikanischen Botschaften in Europa, die das gleiche gemeldet haben.
Mir kann keiner erzählen, dass das nur „dumme Versehen“ waren, das sind orchestrierte Versuche, um auszutesten, was man mit dem Umschreiben der Geschichte in Schulbüchern und Dokus schon erreicht hat und ob es nennenswerten Protest gegen solche Geschichtsrevisionen gibt.

In diesem Jahr wird die Erinnerung an das Kriegsende im Westen generell heruntergespielt. Gedenkveranstaltungen mit Beteiligung von Vertretern Russlands werden abgesagt, Bundeskanzler Scholz ist zu keiner einzigen Gedenkveranstaltung gegangen, sondern hat nur eine Rede an die Nation gehalten, in der er weniger an das Kriegsende, als an die Notwendigkeit erinnert hat, Putin entschlossen entgegenzutreten.
Es war keine Gedenkrede für das Kriegsende, es war eine Kriegsrede gegen Russland.

Der Ekel in Russland

In Russland, wo die Geschichte anders gelehrt wird, also so, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat, rufen diese offenen Versuche, die Geschichte umzuschreiben, regelrechten Ekel hervor.
In Russland findet sich übrigens kein Mensch, der das, was derzeit in der Ukraine vor sich geht, gut findet.

Aber in Russland weiß man, welche Kräfte in Kiew regieren und im Donbass seit acht Jahren Krieg gegen Zivilisten führen.
Man feiert den Krieg nicht, aber über 80 Prozent der Russen unterstützen ihn
https://vesti7.ru/video/2408805/episode/08-05-2022/, weil es aus ihrer Sicht keine andere Möglichkeit mehr gegeben hat, gegen diese Nazi-Regierung in Kiew vorzugehen.
Acht Jahre lang hat Russland seit dem Maidan geduldig verhandelt, aber der Westen war in Sachen Kiew auf dem rechten Auge blind und hat Kiew gewähren lassen.

Putin hat es in seiner Rede zum Beginn der russischen Intervention in der Ukraine deutlich gesagt https://www.anti-spiegel.ru/2022/putins-komplette-rede-an-das-russische-volk-zum-beginn-der-militaeroperation/:

„Wir wissen aus der Geschichte, dass die Sowjetunion 1940 und Anfang 1941 alles getan hat, um den Ausbruch des Krieges zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Dazu gehört auch, dass man buchstäblich bis zur letzten Minute versucht, den potenziellen Angreifer nicht zu provozieren, indem man die notwendigsten und naheliegendsten Schritte zur Vorbereitung auf die Abwehr des unvermeidlichen Angriffs nicht durchgeführt oder aufgeschoben hat. Und die Schritte, die schließlich unternommen wurden, waren katastrophal verspätet.

Infolgedessen war das Land auf den Einmarsch Nazi-Deutschlands, das am 22. Juni 1941 ohne Kriegserklärung unser Land angriff, nicht vollständig vorbereitet. Der Feind konnte gestoppt und dann vernichtet werden, allerdings zu einem kolossalen Preis.
Der Versuch, dem Aggressor am Vorabend des Großen Vaterländischen Krieges zu gefallen, war ein Fehler, der unser Volk teuer zu stehen kam. In den ersten Monaten der Kämpfe haben wir große, strategisch wichtige Gebiete und Millionen von Menschen verloren. Wir werden einen solchen Fehler nicht ein zweites Mal machen, dazu haben wir kein Recht.“

Russische Werte vs. westliche Werte

Ob es einem gefällt, oder nicht, aber so sehen es auch die Russen. Nach acht Jahren Verhandlungen, nach acht Jahren Appeasement-Politik gegenüber Kiew, während die ukrainische Armee im Donbass Zivilisten ermordet hat https://www.anti-spiegel.ru/2020/osze-bericht-75-der-zivilen-opfer-des-krieges-in-der-ukraine-sind-opfer-der-regierungstruppen/, haben die Russen keinen anderen Weg mehr gesehen, als militärisch einzugreifen.

Und es ist nicht nur so, dass über 80 Prozent der Russen Putins Entscheidung unterstützen, ganze 89 Prozent sind der Meinung, Russland sollte nach seinen eigenen Werten leben und sich nicht um das scheren, was der Westen als seine Werte propagiert. Dabei geht es um das Verdrehen der Geschichte, wie es im Westen üblich geworden ist, dabei geht es aber auch um das aggressive Vertreten von Political Correctness, LGBT, Gender, Cancel-Culture (was übrigens Geschichtsrevision in Reinkultur ist) und so weiter.

In Russland kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden, aber die traditionellen Werte wie Familie stehen im Vordergrund.
Im Westen ist es inzwischen ein Qualitätsprädikat für Politiker, wenn sie homosexuell sind, in Russland zählt die Leistung eines Menschen als Qualitätsprädikat und seine Vorlieben im Schlafzimmer sind seine Privatangelegenheit.

Die Kinder des Donbass

Zum Abschluss will ich ein Beispiel zeigen. Die Menschen im Donbass wissen seit acht Jahren was Krieg ist, das gilt besonders für die Kinder, die kein anderes Leben als den Krieg kennen. Ich habe vor einigen Tagen über Faina berichtet, ein 13-jähriges Mädchen aus Lugansk https://www.anti-spiegel.ru/2022/ein-maedchen-aus-lugansk-antwortet-dem-kinderkommentar-aus-den-tagesthemen/, das dadurch bekannt wurde, dass es vor der UNO aufgetreten ist und seitdem offene Briefe an vor allem westliche Politiker schreibt, in denen es auf die Lage in seiner Heimatstadt hinweist.

Faina hat zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland einen langen offenen Brief geschrieben, den sie an ihre Vorfahren gerichtet hat.
Darin hat sie sich im Namen der heutigen Generationen bei der Generation der Kriegsteilnehmer dafür entschuldigt, dass es zugelassen wurde, dass die Nazi-Ideologie, gegen die die Kriegsgeneration unter Einsatz ihres Lebens gekämpft hat, in der Ukraine, ihrer ehemaligen Heimat, wieder an die Macht gekommen ist.
Unter anderem hat sie sich in dem Brief bei ihrer Urgroßmutter entschuldigt und weil der Brief zu lang ist, um ihn vollständig zu zitieren, nehme ich dieses Beispiel:

„Hallo, Ur-Oma Elsa. Entschuldige, dass der gelbe Stern wieder in Mode ist, nur diesmal für die Russen. Jetzt sagen sie, der Russe sei kein Befreier, sondern ein Untermensch. Wie vertraut. Während der Pogrome in Lemberg und Kiew sagte man dasselbe über Dich. Wer hat denen das Recht gegeben, zu entscheiden, wer würdig ist, ein Mensch zu sein und wer nicht? Das waren wir. Durch unsere Gleichgültigkeit gegenüber unserer Geschichte.“

Es wäre schön, wenn man sich auch im Westen wieder an die Geschichte erinnern würde, anstatt sie mithilfe von Cancel-Culture gewaltsam umzuschreiben. Manchmal können wir auch von 13-jährigen Kindern, die im Krieg viel zu früh erwachsen werden mussten, eine Menge lernen, denn:

Wer die Geschichte nicht erinnert, ist verurteilt, sie neu zu durchleben.

Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt und erinnern uns an den Krieg und gedenken der unschuldigen Opfer auf allen Seiten und hören wir auf, die Geschichte für heutige politische Ziele umzuschreiben. Sonst müssen wir sie vielleicht wirklich neu durchleben…

Soweit Thomas Röper.

Dieses bedenkend fordere ich die Ukraine zum sofortigen Beginn von Friedensverhandlungen und die westliche Entente zum sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen auf !

Über Kommentare auf meinem Blog unter http://josopon.wordpress.com/ würde ich mich freuen.
Wenn Ihr den Nachrichtenbrief nicht mehr beziehen wollt, schickt mir bitte eine kurze Elektropost.

Jochen


Heiner Holl und ich
Grabstein Roman MischailenkoGrabstein Hredorni Suberenko

Und aktuell auszugsweise ein guter Artikel von Thomas Röper zum Tage, der sich wohltuend von den Speichelleckereien der hiesigen Medien-TUIs (so B.Brecht) abhebt:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/warum-der-9-mai-den-russen-so-wichtig-ist-und-wie-im-westen-die-geschichte-umgeschrieben-wird/

Warum der 9. Mai den Russen so wichtig ist und wie im Westen die Geschichte umgeschrieben wird

Am 9. Mai wird in Russland der Sieg über Nazideutschland gefeiert, was in Russland einer der wichtigsten Feiertage ist. Umso schockierter ist man in Russland über die zunehmenden Bestrebungen im Westen, die Geschichte umzuschreiben.

Der 9. Mai ist in Russland einer der wichtigsten Feiertage, weil der 2. Weltkrieg in Russland immer noch präsent ist.
Die Sowjetunion, deren Rechtsnachfolger Russland ist, hat in dem Krieg 27 Millionen Menschen verloren.
Das bedeutet, dass jedes zweite Opfer des 2. Weltkrieges aus der Sowjetunion kam.
Dieser Blutzoll hat in Russland Spuren hinterlassen und selbst junge Menschen, die keine Kriegsveteranen mehr kennengelernt haben, wissen genau, wo ihre Vorfahren gekämpft oder den Krieg durchlitten haben. Diese Erinnerungen werden in Russland von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Feiern zum 9. Mai sind in Russland ein Volksfest, dessen Ausmaße man es sich in Deutschland kaum vorstellen kann. Dabei dominiert aber kein Hass auf Deutsche, sondern Stolz auf das von den Vorfahren erreichte.
Besonders beeindruckend ist dabei jedes Jahr das „unsterbliche Regiment“, bei dem Menschen mit Plakaten mit Bildern ihrer Vorfahren unterwegs sind. In Petersburg, wo ich lebe, ziehen die Menschen eng an eng über eine vierspurige Straße im Stadtzentrum und der Zug dauert Stunden. Wenn Millionen Menschen mit diesen Bildern an einem vorbeiziehen, bekommt ein Gefühl für die vielen Menschen, die in dem Krieg gelitten haben, wie es keine Doku vermitteln kann. Und das sind nur die Menschen einer Stadt…

Ich habe 2020 einen sehr ausführlichen Artikel über diese Feierlichkeiten geschrieben und möchte das hier nicht wiederholen, bei Interesse können Sie es hier nachlesen https://www.anti-spiegel.ru/2020/75-jahre-nach-kriegsende-wie-die-geschichte-fuer-die-tagespolitik-missbraucht-wird/ , auch Bilder und Videos habe ich in dem Artikel gezeigt. Heute geht es mir um etwas anderes.

Die Erinnerung wach halten

In Russland wird die Erinnerung an den Krieg anders wach gehalten als in Deutschland. In Deutschland liegt der Fokus der Erinnerungen nicht mehr auf dem Krieg, sondern er liegt auf den deutschen Verbrechen. In Deutschland wird, wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht, immer weniger über den Krieg selbst gesprochen, sondern über die Verbrechen deutscher Soldaten und über Konzentrationslager.

Das sind wichtige Themen, aber sie lenken von dem Krieg selbst und dem Leid, das er gebracht hat, ab. Anstatt an Leid und Tod zu denken, das einfache Soldaten und wehrlose Zivilisten im Krieg er- und überleben mussten, wird in Deutschland an die „eigene Schuld“ erinnert.
Das übrigens versteht man außerhalb von Deutschland, also in den meisten anderen Ländern, kaum. In Russland zum Beispiel sind die Menschen immer sehr überrascht, wenn ich davon erzähle, denn die Russen trennen zwischen den wirklichen Tätern, also aktiven Nazis, und den einfachen Deutschen, die auch unter dem Krieg gelitten haben.
Und die Russen verstehen nicht, wie man sich für etwas eine „eigene Schuld“ zurechnen kann, das Jahrzehnte vor der eigenen Geburt geschehen ist.

In Russland wird bei der Erinnerung an den Krieg kaum über Konzentrationslager gesprochen. In Russland wird über den Krieg selbst gesprochen. Darüber, wie junge Männer eingezogen wurden und welche Grausamkeiten sie dann an der Front durchleben mussten, wie sie verwundet wurden, wie sie zusehen mussten, wie ihre Freunde gefallen sind. Es wird über das Schicksal der Zivilisten gesprochen, die im belagerten Leningrad verhungern, oder in den Kellern von Stalingrad ausharren mussten. Oder über die Menschen auf dem Lande, deren Dörfer niedergebrannt wurden.

In Russland wird die Erinnerung an den Krieg selbst wach gehalten. An die Grausamkeiten des Krieges an sich, während es bei der Erinnerung in Deutschland eher um die Erinnerung an die „eigenen“ Verbrechen geht.

Der Unterschied zwischen Russland und Deutschland

Und dieser Unterschied macht etwas mit den Menschen, denn wenn ich mir die derzeitigen Medienberichte und Aussagen von deutschen Politikern anhöre, dann sehe ich, dass sie die Angst vor dem Krieg selbst verloren haben. Wie sonst kann ein Friedrich Merz sagen, er hätte keine Angst vor einem Atomkrieg https://www.n-tv.de/politik/Merz-Habe-keine-Angst-vor-Atomkrieg-article23303793.html ?
Wie sonst lässt sich erklären, dass ein Robert Habeck sagen kann, er habe keine Angst vor einem dritten Weltkrieg
https://www.welt.de/politik/deutschland/article238542871/Robert-Habeck-Angst-vor-einem-Dritten-Weltkrieg-Habe-ich-nicht.html ?

Das waren nur zwei von ganz vielen Beispielen der letzten Tage, die mich ehrlich schockiert haben. Wissen diese Leute nicht, was sie da sagen?
Ist in Deutschland die kollektive Erinnerung an die Grausamkeiten und das Leid des Krieges derartig ausgelöscht worden, als die Medien 20 Jahre lang alle amerikanischen Angriffskriege verharmlost haben?

Kein russischer Politiker würde so etwas sagen. In Russland ist die kollektive Erinnerung an das Leid des Krieges noch wach und kein russischer Politiker käme auf die Idee, derartigen Unsinn von sich zu geben, wie man ihn von den westlichen Politikern allenthalben hört.
Glauben die wirklich, dass sie einen dritten Weltkrieg überleben würden? Und wenn ja, was wäre das dann für ein Leben?
Ein Leben im Bunker, weil man nicht mehr raus an die Luft kann. Und weil Lebensmittel auch im Bunker zu Ende gehen können, würden sie eben nicht den Strahlentod, sondern den Hungertod sterben.

Ist diesen Leuten das nicht bewusst, wenn sie so etwas von sich geben?

Das Umschreiben der Geschichte in der Ukraine

In Russland ist der Kampf gegen Nazis und Neonazis bis heute ein beherrschendes Thema. Mir ist klar, dass die westlichen Medien bestreiten, es gäbe in der Ukraine ein neonazistische Regierung. Um diesen Artikel nicht zu lang werden zu lassen, gehe ich darauf hier nicht im Detail ein, denn dass die Ukraine von Neonazis regiert wird, habe ich oft genug erklärt und belegt, Beispiele finden Sie hier:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/wie-der-westen-nazis-verteidigt/
https://www.anti-spiegel.ru/2022/in-der-ukraine-gibt-es-keine-nazis/

https://www.anti-spiegel.ru/2022/uns-kann-es-jetzt-nicht-darum-gehen-zwischen-boesen-russen-und-guten-russen-zu-unterscheiden/

Würde man es in Deutschland mit dem Kampf gegen Nazis ernst meinen, müsste man sich Russland gegen die Ukraine anschließen.
In den dortigen Geschichtsbüchern wird der Zweite Weltkrieg kaum erwähnt, stattdessen ist der Nationalheld des Landes Stefan Bandera, der in der SS-Division Galizien auf Seiten der Nazis gekämpft hat und grausamste Kriegsverbrechen gegen ganze Dörfer begangen hat, übrigens auch an Polen, was immer wieder zu Spannungen zwischen Polen und der Bandera verehrenden Ukraine geführt hat.
Dass der wichtigste Nationalheld der heutigen Ukraine ein Nazi und SS-Mann war, wird in Deutschland jedoch verschwiegen.

Wie sehr die neonazistischen Regierungen, die der Maidan-Putsch in der Ukraine an die Macht gebracht hat, die Geschichte umschreiben würden, wurde in Deutschland spätestens am 7. Januar 2015 sichtbar. Damals war der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk in Deutschland und in den Tagesthemen und sagte https://www.youtube.com/watch?v=RqKtRhYvKxc&t:

„Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und Deutschland erinnern.“

Das hat er gesagt, ohne dass die Moderatorin mit der Wimper gezuckt oder es hinterfragt hätte. Aber das ist es, was ukrainische Kinder heute in der Schule lernen.

Ein weiteres Beispiel für das Umschreiben der Geschichte in der Ukraine ist der ukrainische Botschafter in Deutschland, der am 8. Mai 2022, also jetzt, nach der Kranzniederlegung am Berliner Ehrenmal auf die Frage eines Journalisten, wer denn 1945 Berlin befreit habe, geantwortet hat https://t.me/AntiSpiegel/4116:

„Die Ukraine!“

Das Umschreiben der Geschichte im Westen

Und auch im Westen wird die Geschichte fleißig umgeschrieben. Die Rolle der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg wird immer mehr marginalisiert, obwohl es die Sowjetunion war, die im Kampf gegen die Nazis den größten Blutzoll entrichtet und die militärische Entscheidung gebracht hat.
Wenn US-Präsidenten an das Kriegsendes erinnern, reden sie vom „Sieg der USA und ihren Alliierten“ und erwähnen die Sowjetunion mit keinem Wort.

Und auch in Deutschland wird der Fokus in den Geschichtsbüchern und Dokus immer mehr von der Sowjetunion weggelenkt und auf die Rolle der Westalliierten gelenkt. Dabei testet man aus, wie weit man schon gehen kann.
So hat der Spiegel zum Beispiel 2020 zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz allen ernstes geschrieben
https://www.anti-spiegel.ru/2020/geschichtsfaelschung-oder-peinlicher-fehler-laut-spiegel-und-us-botschaft-haben-die-usa-auschwitz-befreit/:

„Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nazis. Sie ermordeten dort mindestens 1,1 Millionen Menschen. Vor 75 Jahren wurde es von der amerikanischen Armee befreit.“

Von wem???

Und das ist keine Ausnahme, davon gab es in dem Jahr viele Beispiele, auch von amerikanischen Botschaften in Europa, die das gleiche gemeldet haben.
Mir kann keiner erzählen, dass das nur „dumme Versehen“ waren, das sind orchestrierte Versuche, um auszutesten, was man mit dem Umschreiben der Geschichte in Schulbüchern und Dokus schon erreicht hat und ob es nennenswerten Protest gegen solche Geschichtsrevisionen gibt.

In diesem Jahr wird die Erinnerung an das Kriegsende im Westen generell heruntergespielt. Gedenkveranstaltungen mit Beteiligung von Vertretern Russlands werden abgesagt, Bundeskanzler Scholz ist zu keiner einzigen Gedenkveranstaltung gegangen, sondern hat nur eine Rede an die Nation gehalten, in der er weniger an das Kriegsende, als an die Notwendigkeit erinnert hat, Putin entschlossen entgegenzutreten.
Es war keine Gedenkrede für das Kriegsende, es war eine Kriegsrede gegen Russland.

Der Ekel in Russland

In Russland, wo die Geschichte anders gelehrt wird, also so, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat, rufen diese offenen Versuche, die Geschichte umzuschreiben, regelrechten Ekel hervor.
In Russland findet sich übrigens kein Mensch, der das, was derzeit in der Ukraine vor sich geht, gut findet.

Aber in Russland weiß man, welche Kräfte in Kiew regieren und im Donbass seit acht Jahren Krieg gegen Zivilisten führen.
Man feiert den Krieg nicht, aber über 80 Prozent der Russen unterstützen ihn
https://vesti7.ru/video/2408805/episode/08-05-2022/, weil es aus ihrer Sicht keine andere Möglichkeit mehr gegeben hat, gegen diese Nazi-Regierung in Kiew vorzugehen.
Acht Jahre lang hat Russland seit dem Maidan geduldig verhandelt, aber der Westen war in Sachen Kiew auf dem rechten Auge blind und hat Kiew gewähren lassen.

Putin hat es in seiner Rede zum Beginn der russischen Intervention in der Ukraine deutlich gesagt https://www.anti-spiegel.ru/2022/putins-komplette-rede-an-das-russische-volk-zum-beginn-der-militaeroperation/:

„Wir wissen aus der Geschichte, dass die Sowjetunion 1940 und Anfang 1941 alles getan hat, um den Ausbruch des Krieges zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Dazu gehört auch, dass man buchstäblich bis zur letzten Minute versucht, den potenziellen Angreifer nicht zu provozieren, indem man die notwendigsten und naheliegendsten Schritte zur Vorbereitung auf die Abwehr des unvermeidlichen Angriffs nicht durchgeführt oder aufgeschoben hat. Und die Schritte, die schließlich unternommen wurden, waren katastrophal verspätet.

Infolgedessen war das Land auf den Einmarsch Nazi-Deutschlands, das am 22. Juni 1941 ohne Kriegserklärung unser Land angriff, nicht vollständig vorbereitet. Der Feind konnte gestoppt und dann vernichtet werden, allerdings zu einem kolossalen Preis.
Der Versuch, dem Aggressor am Vorabend des Großen Vaterländischen Krieges zu gefallen, war ein Fehler, der unser Volk teuer zu stehen kam. In den ersten Monaten der Kämpfe haben wir große, strategisch wichtige Gebiete und Millionen von Menschen verloren. Wir werden einen solchen Fehler nicht ein zweites Mal machen, dazu haben wir kein Recht.“

Russische Werte vs. westliche Werte

Ob es einem gefällt, oder nicht, aber so sehen es auch die Russen. Nach acht Jahren Verhandlungen, nach acht Jahren Appeasement-Politik gegenüber Kiew, während die ukrainische Armee im Donbass Zivilisten ermordet hat https://www.anti-spiegel.ru/2020/osze-bericht-75-der-zivilen-opfer-des-krieges-in-der-ukraine-sind-opfer-der-regierungstruppen/, haben die Russen keinen anderen Weg mehr gesehen, als militärisch einzugreifen.

Und es ist nicht nur so, dass über 80 Prozent der Russen Putins Entscheidung unterstützen, ganze 89 Prozent sind der Meinung, Russland sollte nach seinen eigenen Werten leben und sich nicht um das scheren, was der Westen als seine Werte propagiert. Dabei geht es um das Verdrehen der Geschichte, wie es im Westen üblich geworden ist, dabei geht es aber auch um das aggressive Vertreten von Political Correctness, LGBT, Gender, Cancel-Culture (was übrigens Geschichtsrevision in Reinkultur ist) und so weiter.

In Russland kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden, aber die traditionellen Werte wie Familie stehen im Vordergrund.
Im Westen ist es inzwischen ein Qualitätsprädikat für Politiker, wenn sie homosexuell sind, in Russland zählt die Leistung eines Menschen als Qualitätsprädikat und seine Vorlieben im Schlafzimmer sind seine Privatangelegenheit.

Die Kinder des Donbass

Zum Abschluss will ich ein Beispiel zeigen. Die Menschen im Donbass wissen seit acht Jahren was Krieg ist, das gilt besonders für die Kinder, die kein anderes Leben als den Krieg kennen. Ich habe vor einigen Tagen über Faina berichtet, ein 13-jähriges Mädchen aus Lugansk https://www.anti-spiegel.ru/2022/ein-maedchen-aus-lugansk-antwortet-dem-kinderkommentar-aus-den-tagesthemen/, das dadurch bekannt wurde, dass es vor der UNO aufgetreten ist und seitdem offene Briefe an vor allem westliche Politiker schreibt, in denen es auf die Lage in seiner Heimatstadt hinweist.

Faina hat zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland einen langen offenen Brief geschrieben, den sie an ihre Vorfahren gerichtet hat.
Darin hat sie sich im Namen der heutigen Generationen bei der Generation der Kriegsteilnehmer dafür entschuldigt, dass es zugelassen wurde, dass die Nazi-Ideologie, gegen die die Kriegsgeneration unter Einsatz ihres Lebens gekämpft hat, in der Ukraine, ihrer ehemaligen Heimat, wieder an die Macht gekommen ist.
Unter anderem hat sie sich in dem Brief bei ihrer Urgroßmutter entschuldigt und weil der Brief zu lang ist, um ihn vollständig zu zitieren, nehme ich dieses Beispiel:

„Hallo, Ur-Oma Elsa. Entschuldige, dass der gelbe Stern wieder in Mode ist, nur diesmal für die Russen. Jetzt sagen sie, der Russe sei kein Befreier, sondern ein Untermensch. Wie vertraut. Während der Pogrome in Lemberg und Kiew sagte man dasselbe über Dich. Wer hat denen das Recht gegeben, zu entscheiden, wer würdig ist, ein Mensch zu sein und wer nicht? Das waren wir. Durch unsere Gleichgültigkeit gegenüber unserer Geschichte.“

Es wäre schön, wenn man sich auch im Westen wieder an die Geschichte erinnern würde, anstatt sie mithilfe von Cancel-Culture gewaltsam umzuschreiben. Manchmal können wir auch von 13-jährigen Kindern, die im Krieg viel zu früh erwachsen werden mussten, eine Menge lernen, denn:

Wer die Geschichte nicht erinnert, ist verurteilt, sie neu zu durchleben.

Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt und erinnern uns an den Krieg und gedenken der unschuldigen Opfer auf allen Seiten und hören wir auf, die Geschichte für heutige politische Ziele umzuschreiben. Sonst müssen wir sie vielleicht wirklich neu durchleben…

Soweit Thomas Röper.

Dieses bedenkend fordere ich die Ukraine zum sofortigen Beginn von Friedensverhandlungen und die westliche Entente zum sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen auf !

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Jochen

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Jüdisch-Palästinensiche Aussöhnung: Joint Memorial Ceremony

Gesendet: Mittwoch, 04. Mai 2022 um 17:23 Uhr
Von: “Frieder
Betreff: WG: Joint Memorial Ceremony – Thank You!

Liebe Friedensaktive,

die Arbeit der „Combatants for Peace“ könnte ein ausgezeichnetes Vorbild für die Angehörigen der Opfer des Russisch-Ukrainischen Krieges sein.

Wer hat Ideen, wen wir ansprechen könnten?

LG,

Frieder

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  1. Deutsche Übersetzung unter der englischen Version!

Von: Combatants for Peace
Gesendet: Mittwoch, 4. Mai 2022 12:44

 

Dear Friends,

Thank you to all of you who joined us last night for the Israeli-Palestinian Joint Memorial Ceremony. We have been overwhelmed by your eedback of support for our eedback, and touched by how profoundly the ceremony has moved you. The message was clear;

“Violence creates violence. And the greatest loss is the loss of life,” Nasreen Abu al-Jadian.

Nasreen who lost her son, husband and mother in law to an Israeli strike on their home in Gaza in 2012 was one of our inspirational eedback who all spoke with such immense eedbac, honesty and strength, we are still in awe.

It isn’t too late to donate to support the ceremony:

Reject violence, support hope
We would appreciate your eedback on the ceremony if you have a few minutes to tell us what you think here:

 

Answer Memorial survey

 

Liebe Freunde,

vielen Dank an alle, die gestern Abend an der gemeinsamen israelisch-palästinensischen Gedenkfeier teilgenommen haben. Wir sind überwältigt von Ihren Unterstützungsbekundungen für unsere Redner und berührt davon, wie sehr Sie die Zeremonie bewegt hat. Die Botschaft war klar;

“Gewalt erzeugt Gewalt. Und der größte Verlust ist der Verlust von Leben”, sagte Nasreen Abu al-Jadian.

Nasreen, die 2012 ihren Sohn, ihren Ehemann und ihre Schwiegermutter bei einem israelischen Angriff auf ihr Haus in Gaza verloren hat, war eine unserer inspirierenden Rednerinnen, die alle mit so viel Mut, Ehrlichkeit und Stärke sprachen, dass wir immer noch voller Ehrfurcht sind.

Gewalt ablehnen, Hoffnung unterstützen!

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen und uns Ihre Meinung zu der Zeremonie hier mitteilen:

 

Wer die Live-Sendung verpasst hat kann sie hier ansehen:

Watch The Israeli-Palestinian Memorial Ceremony
-.-.-
We are now in the final stages of production for our Joint Nakba Remembrance Ceremony  which is taking place on May 15th 7pm Jerusalem time.We hope you will join us once again as we unite to share the pain of history, and look to restore balance to create a peaceful future for all.

In Peace & Solidarity from Israel/Palestine,

Your Memorial Organising Team

 

 

 

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Selinskyj

Selinskyj ist nicht nur ein Strahlemann.  Er war schon in der Gunst der Wähler abgestürzt, siehe den unsteren Link der Süddeutschen und versucht vielleicht, wie Margret Thatcher mit einem Krieg das Steuer zu wenden.

Selenskij on Tour ” »Tag der Schande«,bei den Griechen”, wo er mit zwei faschistischen Kämpfern des berüchtigten »Asow«-Bataillons https://helmutkaess.de/selenskij-on-tour-tag-der-schande/ im Parlament online auftrat.

Er wurde für sein Versprechen gewählt, Frieden mit Russland zu schließen. Statt dessen hat er zielstrebig auf Krieg hin gearbeitet. Durch die ständige Beschießen der Ostprovinzen mit dort 13.000 Toten und durch den Beginn eines Angriffs auf die Ostprovinzen und die Krim. Weil er sein Versprechen nicht einhielt, fiel seine Partei bei Nachwahlen stark ab.

Auch werden ihm Korruption vorgeworfen. Und natürlich spielt er jetzt die Rolle seines Lebens…

Berliner Zeitung,  2.  ,  Akuelle Nachrichten   3. , süddeutsche  4.

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