Flavio von Witzleben: Warum China zum nächsten Ziel der herrschenden Elite werden wird! // Heiko Schöning

Flavio von Witzleben: Warum China zum nächsten Ziel der herrschenden Elite werden wird! // Heiko Schöning

https://www.youtube.com/watch?v=2BbCCPWaw0I 

https://danieldavisdeepdive.substack.com/p/sanctioned-col-jacques-baud-explains?utm_source=podcast-email&publication_id=1982996&post_id=182349546&utm_campaign=email-play-on-substack&utm_content=watch_now_button&r=g2ir2&triedRedirect=true&utm_medium=email 

Diesen Preis bezahlt man für Meinungsfreiheit – der Fall Flavio von Witzleben:  https://www.youtube.com/watch?v=z321ygBDXEc 

 

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Florian Pfaff, der friedensbewusste Soldat

Florian Pfaff, der friedensbewusste Soldat,  https://wp.me/paI27O-6vU

Major Florian Pfaff war ein Soldat, der Grundgesetzverstöße nicht akzeptierte. Ihr könnt das zum Beispiel seiner Rede im Mai entnehmen: Florian Pfaff: „Die NATO ist eine Verbrecherorganisation!“, was er m.E. überzeugend begründete, Er hat in ihr bis zur Rente gearbeitet und weiß, wovon er spricht:   https://www.youtube.com/watch?v=NFffUufF2pQ

Oder auch iene Rede im Sommer:   https://odysee.com/@f-d-pfaff:5/2025-0719_FI_Rosenheim_gegen_Verleumdung:4 

Und  wir diskutierten in Berlin bei der Veranstaltund des IPC, der International Peace Coalition, Florian Pfaff: „Die NATO ist eine Verbrecherorganisation!“   https://www.youtube.com/watch?v=NFffUufF2pQ sehr gut mit ihm.

auf meiner Homepage steht schon viel von ihm: mit diesem Link könnt Ihr das sehen:  https://helmutkaess.de/?s=Florian+Pfaff

https://odysee.com/@f-d-pfaff:5 

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A-WEF 2025 Planspiel: „Wie verhindern wir den 2029 geplanten Krieg?“

„Wie verhindern wir den 2029 geplanten Krieg?“

 A-WEF 2025 Planspiel: „Wie verhindern wir den 2029 geplanten Krieg?“

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Jaques Baud blockiert und gesperrt, Dez 25

Fall Jacques Baud: Bundesregierung verteidigt EU-Sanktionen und warnt vor abweichenden Meinungen
Gesendet: Montag, 22. Dezember 2025 um 20:59
Von: „Daniel L. Davis“ <danieldavisdeepdive@substack.com>
An: Helmut_Kaess@web.de
Betreff: SANCTIONED: Col Jacques Baud Explains Being the EU’s TARGET

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Jeffrey Sachs, aktueller Brief zu Europas Russophobie, 24.12-25

Jeffrey Sachs, aktueller Brief zu Europas Russophobie, 24.12-25  https://wp.me/paI27O-6vB

Lieber Helmut, wenn Du willst – kannst Du gerne den folgenden Artikel in unsere WhatsApp Gruppe stellen. Der Artikel IST von J Sachs, gestern veröffentlicht worden. Ich habe ihn für Dich übersetzt. Er ist wirklich gut. Sehr tiefe Recherche finde ich. Beste grüße

Der gesamte Text ist ganz unten…

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 www.jeffsachs.org
Das Original auf der Seite von Jeff:  https://www.cirsd.org/en/news/european-russophobia-and-europes-rejection-of-peace-a-two-century-failure

Auf Deutsch:  https://youtu.be/aMpEiLgBLbQ

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Dieser kurze aktuelle neue Text  hier ist laut Aussage von Frau Sachs ein Fake, aber nach meiner Meinung sehr gut gemacht…  https://www.youtube.com/watch?v=5LxQDw55y_c

—– Forwarded Message —–
From: Sonia Sachs <ssachs@ei.columbia.edu>
 Jeffrey Sachs (sachs@columbia.edu) <sachs@columbia.edu>
Sent: Tuesday, December 23, 2025
Subject: Re: Merry Christmas and a BIG Thank YOU to you and your husband

Thank you for your note which I am forwarding to Jeff.

And thank you for bringing this fake AI video tape to our attentions. There have been many and we keep asking YouTube to take them down. This is not Jeff’s real speech.

The best source of Jeff’s work is his website www.jeffsachs.org

Wishing you a happy holiday,

Sonia

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Europäische Russophobie und Europas Zurückweisung des Friedens: Ein zweihundertjähriges Scheitern

Zuerst eine Zusammenfassung von einer KI:
Der Text argumentiert, dass Europa seit dem 19. Jahrhundert wiederholt Chancen auf einen verhandelten Frieden mit Russland ausgeschlagen habe – mit langfristig selbstschädigenden Folgen. Die zentrale These lautet: Europas Politik habe russische Sicherheitsinteressen systematisch nicht als legitime Verhandlungsgegenstände anerkannt, sondern als moralisch illegitime Ansprüche interpretiert, die einzudämmen oder zu übergehen seien. Dieses Muster ziehe sich über unterschiedliche russische Regime (zaristisch, sowjetisch, postsowjetisch) hinweg und deute darauf hin, dass die treibende Konstante weniger russische Ideologie sei als europäische (und westliche) Sicherheitslogik.
Sachs betont, dass er Russland nicht als durchweg gutwillig oder vertrauenswürdig darstellt. Er kritisiert vielmehr eine dauerhafte Asymmetrie in Europas Sicherheitsverständnis: Europas eigene Machtpolitik – Einsatz von Gewalt, Bündnisbildung, imperiale und postimperiale Einflussnahme – werde als normal und legitim betrachtet, während vergleichbare russische Handlungen, insbesondere in Russlands Nachbarschaft, als inhärent destabilierend und illegitim gelten. Diese doppelte Standards hätten den diplomatischen Spielraum verengt, Kompromisse politisch delegitimiert und Konfliktrisiken erhöht. Ein wiederkehrender Kernfehler sei Europas Unfähigkeit (oder Weigerung), zwischen russischer Aggression und russischem Sicherheitsstreben zu unterscheiden. Maßnahmen, die Europa als Expansionismus lese, würden in Moskau häufig als Reduktion strategischer Verwundbarkeit in einer als feindlich wahrgenommenen Umgebung verstanden. Europas eigene Bündniserweiterungen und militärischen Dislozierungen würden gleichzeitig als defensiv gerahmt, selbst wenn sie Russlands strategische Tiefe unmittelbar verminderten—ein klassisches Sicherheitsdilemma.
Der Autor prägt den Begriff „strukturelle Russophobie“: weniger emotionale Feindseligkeit gegenüber Russen oder Kultur, sondern ein institutionell verankertes Vorurteil, wonach Russland als Ausnahme von üblichen diplomatischen Regeln gilt. Während bei anderen Großmächten legitime Sicherheitsinteressen unterstellt und abgewogen würden, gälten russische Interessen als illegitim, solange sie nicht „bewiesen“ seien. Dies verwandle politische Streitfragen in moralische Absoluta und mache Kompromiss verdächtig.
Sachs zeichnet vier historische Bögen nach:
1.
19. Jahrhundert / Krimkrieg: Russland wird vom Mitgaranten der europäischen Ordnung nach 1815 zur „designierten Bedrohung“. Der Krimkrieg gilt als frühes Schlüsselereignis: ein Krieg, der trotz möglicher Kompromisse geführt worden sei, getrieben von moralisiertem Antirussismus und imperialen Ängsten.
2.
Revolution und Zwischenkriegszeit: Westliche Interventionen im russischen Bürgerkrieg und die Ausgrenzung der UdSSR aus tragfähiger kollektiver Sicherheit hätten Europas Stabilität nicht erhöht, sondern die Voraussetzungen für die Katastrophen des 20. Jahrhunderts verschärft, einschließlich des Scheiterns, frühzeitig gemeinsam gegen den Faschismus zu handeln.
3.
Früher Kalter Krieg: Sachs betont die Abkehr von Potsdamer Prinzipien (u. a. deutsche Demilitarisierung) sowie die Ablehnung der Stalin-Note 1952 (Wiedervereinigung gegen Neutralität). Dies habe die Blockkonfrontation verfestigt, Deutschland langfristig geteilt und Europas Militarisierung vertieft.
4.
Post–Kalter Krieg: Die große Chance eines inklusiven Sicherheitsarrangements (Gorbatschows „Gemeinsames Europäisches Haus“, Charta von Paris) sei durch NATO-Erweiterung und eine asymmetrische Sicherheitsarchitektur ersetzt worden, die „um Russland herum“ statt „mit Russland“
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C:\Users\PQ\Elements\Documents\BSW\Europäische Russophobie und Europas Zurückweisung des Friedens_J Sachs Dec 2025.docx 2 | P a g e  gebaut wurde. In dieser Logik seien russische Einwände als illegitim moralisiert worden; die Folge seien eskalierende Konfrontationen bis hin zum Krieg in der Ukraine, Kollaps von Rüstungskontrolle und Verlust europäischer strategischer Autonomie.
Als Konsequenz diagnostiziert Sachs kumulative Kosten: Krieg in der Ukraine, Erosion nuklearer Rüstungskontrolle, Energie- und Industrieschocks, Aufrüstungsspirale, EU-Fragmentierung und wachsende Abhängigkeit Europas von externer Macht. Seine Schlussfolgerung: Frieden mit Russland erfordere kein naives Vertrauen, sondern die Anerkennung, dass dauerhafte europäische Sicherheit nicht durch die Abwertung russischer Sicherheitsinteressen erreichbar sei. Solange Europa diesen Reflex nicht aufgebe, werde es weiterhin Frieden verwerfen, wenn er möglich ist – und dafür steigende Preise zahlen.
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Europa hat wiederholt den Frieden mit Russland gerade in Momenten zurückgewiesen, in denen eine verhandelte Einigung möglich gewesen wäre – und diese Zurückweisungen haben sich als zutiefst selbstschädigend erwiesen. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart wurden Russlands Sicherheitsbedenken nicht als legitime Interessen behandelt, die innerhalb einer umfassenderen europäischen Ordnung zu verhandeln wären, sondern als moralische Verfehlungen, denen man widerstehen, die man eindämmen oder übergehen müsse. Dieses Muster hat über grundlegend unterschiedliche russische Regime hinweg Bestand gehabt – zaristisch, sowjetisch und postsowjetisch – was nahelegt, dass das Problem nicht primär in russischer Ideologie liegt, sondern in Europas fortdauernder Weigerung, Russland als legitimen und gleichrangigen Sicherheitsakteur anzuerkennen.
Mein Argument lautet nicht, dass Russland durchweg wohlwollend oder vertrauenswürdig gewesen sei. Vielmehr ist es so, dass Europa bei der Auslegung von Sicherheit konsequent mit zweierlei Maß gemessen hat. Europa betrachtet den eigenen Einsatz von Gewalt, Bündnisbildung sowie imperiale oder postimperiale Einflussnahme als normal und legitim, während es vergleichbares russisches Verhalten – insbesondere in der Nähe russischer Grenzen – als inhärent destabilisierend und illegitim deutet. Diese Asymmetrie hat den diplomatischen Spielraum verengt, Kompromisse delegitimiert und Kriege wahrscheinlicher gemacht. Ebenso bleibt dieser selbstschädigende Kreislauf das prägende Merkmal der europäisch-russischen Beziehungen im 21. Jahrhundert.
Ein wiederkehrendes Versagen in dieser Geschichte ist Europas Unfähigkeit – oder Weigerung –, zwischen russischer Aggression und russischem Sicherheitsstreben zu unterscheiden. In mehreren Epochen wurden Handlungen, die in Europa als Beleg eines angeblich angeborenen russischen Expansionismus galten, aus Moskauer Perspektive als Versuche verstanden, die eigene Verwundbarkeit in einem zunehmend feindlichen Umfeld zu verringern. Zugleich interpretierte Europa die eigene Bündnispolitik, militärische Dislozierungen und institutionelle Expansion konsequent als harmlos und defensiv – selbst dann, wenn diese Maßnahmen unmittelbar Russlands strategische Tiefe reduzierten. Diese Asymmetrie steht im Zentrum des Sicherheitsdilemmas, das wiederholt in Konflikte eskalierte: Die Verteidigung der einen Seite gilt als legitim, während die Angst der anderen als Paranoia oder böser Wille abgetan wird.
Westliche Russophobie sollte nicht primär als emotionale Feindseligkeit gegenüber Russen oder russischer Kultur verstanden werden. Vielmehr wirkt sie als strukturelles Vorurteil, das in europäischem Sicherheitsdenken verankert ist: die Annahme, Russland sei die Ausnahme von normalen diplomatischen Regeln. Während bei anderen Großmächten unterstellt wird, dass sie legitime Sicherheitsinteressen haben, die auszugleichen und zu berücksichtigen sind, gelten Russlands Interessen als illegitim, solange das Gegenteil nicht bewiesen ist. Diese Annahme überlebt Regimewechsel, Ideologien und Führungswechsel. Sie verwandelt politische Meinungsverschiedenheiten in moralische Absolutheiten und macht Kompromisse verdächtig. Dadurch funktioniert Russophobie weniger als Gefühl denn als systemische Verzerrung – eine, die Europas eigene Sicherheit wiederholt unterminiert.
Ich zeichne dieses Muster entlang vier großer historischer Bögen nach. Erstens untersuche ich das 19. Jahrhundert: beginnend mit Russlands zentraler Rolle im Konzert Europas nach 1815 und seiner anschließenden Verwandlung zur von Europa designierten Bedrohung. Der Krimkrieg erscheint als Gründungstrauma moderner Russophobie: ein Wahlkrieg, den Großbritannien und Frankreich trotz verfügbarer diplomatischer Kompromisse führten – getrieben von moralisierter Feindseligkeit und imperialer Angst statt von unvermeidlicher Notwendigkeit. Das Pogodin-Memorandum von 1853 über westliche Doppelstandards, mit Zar Nikolaus I. berühmter Randnotiz „Das ist der Kern der Sache“, dient nicht bloß als
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Anekdote, sondern als analytischer Schlüssel zu Europas Doppelstandards sowie zu Russlands nachvollziehbaren Ängsten und Ressentiments.
Zweitens wende ich mich der revolutionären und der Zwischenkriegszeit zu, als Europa und die USA von Rivalität mit Russland zu direkter Intervention in Russlands innere Angelegenheiten übergingen. Ich untersuche im Detail die westlichen Militäreingriffe im russischen Bürgerkrieg, die Weigerung, die Sowjetunion in den 1920er und 1930er Jahren in ein dauerhaftes System kollektiver Sicherheit einzubinden, sowie das katastrophale Scheitern, sich gegen den Faschismus zu verbünden – unter besonderer Berücksichtigung der Archivarbeit von Michael Jabara Carley. Das Ergebnis war nicht die Eindämmung sowjetischer Macht, sondern der Zusammenbruch europäischer Sicherheit und die Verwüstung des Kontinents im Zweiten Weltkrieg.
Drittens bot der frühe Kalte Krieg einen Moment, der eigentlich eine entscheidende Korrektur hätte sein müssen; dennoch wies Europa erneut den Frieden zurück, als er erreichbar gewesen wäre. Obwohl die Potsdamer Konferenz eine Einigung über die Entmilitarisierung Deutschlands erzielt hatte, brach der Westen diese Zusagen später. Sieben Jahre später wies der Westen in ähnlicher Weise die Stalin-Note zurück, die eine deutsche Wiedervereinigung auf Grundlage der Neutralität anbot. Die Ablehnung der Wiedervereinigung durch Kanzler Adenauer – trotz klarer Hinweise darauf, dass Stalins Angebot ernst gemeint war – zementierte Deutschlands Nachkriegs-Teilung, verfestigte die Blockkonfrontation und band Europa an Jahrzehnte der Militarisierung.
Schließlich analysiere ich die Ära nach dem Kalten Krieg, als Europa die klarste Chance hatte, diesen destruktiven Kreislauf zu durchbrechen. Gorbatschows Vision eines „Gemeinsamen Europäischen Hauses“ und die Charta von Paris formulierten eine Sicherheitsordnung, die auf Inklusion und Unteilbarkeit beruhte. Stattdessen entschied sich Europa für NATO-Erweiterung, institutionelle Asymmetrie und eine Sicherheitsarchitektur, die um Russland herum statt mit Russland gebaut wurde. Diese Wahl war nicht zufällig. Sie spiegelte eine anglo-amerikanische Großstrategie wider – am deutlichsten artikuliert von Zbigniew Brzezinski –, die Eurasien als zentrales Feld globaler Konkurrenz und Russland als Macht betrachtete, die daran zu hindern sei, Sicherheit oder Einfluss zu konsolidieren.
Die Folgen dieses langjährigen Musters der Geringschätzung russischer Sicherheitsinteressen sind heute mit brutaler Klarheit sichtbar. Der Krieg in der Ukraine, der Zusammenbruch nuklearer Rüstungskontrolle, Europas Energie- und Industrieschocks, Europas neues Wettrüsten, die politische Fragmentierung der EU und Europas Verlust strategischer Autonomie sind keine Ausnahmen. Es sind die kumulierten Kosten von zwei Jahrhunderten europäischer Weigerung, Russlands Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen.
Meine Schlussfolgerung lautet: Frieden mit Russland erfordert kein naives Vertrauen. Er erfordert die Anerkennung, dass dauerhafte europäische Sicherheit nicht aufgebaut werden kann, indem man die Legitimität russischer Sicherheitsinteressen bestreitet. Solange Europa diesen Reflex nicht aufgibt, wird es in einem Kreislauf gefangen bleiben, in dem es Frieden zurückweist, wenn er verfügbar ist – und dafür immer höhere Preise zahlt.
Die Ursprünge struktureller Russophobie
Das wiederkehrende europäische Scheitern, Frieden mit Russland zu schaffen, ist nicht primär ein Produkt Putins, des Kommunismus oder überhaupt der Ideologien des 20. Jahrhunderts. Es ist viel älter – und es ist strukturell. Wiederholt wurden Russlands Sicherheitsbedenken von Europa nicht als legitime, verhandelbare
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Interessen behandelt, sondern als moralische Verfehlungen. In diesem Sinne beginnt die Geschichte mit der Transformation Russlands im 19. Jahrhundert: von einem Mitgaranten des europäischen Gleichgewichts zur als Bedrohung definierten Gefahr des Kontinents.
Nach Napoleons Niederlage 1815 war Russland nicht randständig für Europa; es war zentral. Russland trug einen entscheidenden Teil der Last beim Sieg über Napoleon, und der Zar war einer der Hauptarchitekten der nachnapoleonischen Ordnung. Das Konzert Europas beruhte auf einem impliziten Grundsatz: Frieden erfordert, dass Großmächte einander als legitime Stakeholder anerkennen und Krisen durch Konsultation statt durch moralisierende Dämonisierung bewältigen. Doch innerhalb einer Generation gewann in der britischen und französischen politischen Kultur eine Gegenannahme an Stärke: Russland sei keine normale Großmacht, sondern eine zivilisatorische Gefahr – eine, deren Forderungen selbst dann, wenn sie lokal und defensiv seien, als inhärent expansionistisch und daher inakzeptabel zu behandeln seien.
Dieser Wandel wird mit außergewöhnlicher Klarheit in einem Dokument sichtbar, das Orlando Figes in The Crimean War: A History (2010) als am Scharnier zwischen Diplomatie und Krieg verfasst hervorhebt: Michail Pogodins Memorandum an Zar Nikolaus I. von 1853. Pogodin zählt Episoden westlicher Nötigung und imperialer Gewalt auf – weit entfernte Eroberungen und Wahlkriege – und kontrastiert sie mit Europas Empörung über russische Handlungen in angrenzenden Regionen:
Frankreich nimmt der Türkei Algerien, und fast jedes Jahr annektiert England ein weiteres indisches Fürstentum: nichts davon stört das Gleichgewicht der Mächte; aber wenn Russland die Moldau und die Walachei besetzt, wenn auch nur vorübergehend, dann stört das das Gleichgewicht der Mächte. Frankreich besetzt Rom und bleibt dort mehrere Jahre in Friedenszeiten: das ist nichts; aber Russland denkt nur daran, Konstantinopel zu besetzen, und der Frieden Europas ist bedroht. Die Engländer erklären den Chinesen den Krieg, die sie – wie es scheint – beleidigt haben: niemand hat das Recht zu intervenieren; aber Russland ist verpflichtet, Europa um Erlaubnis zu bitten, wenn es mit seinem Nachbarn streitet. England bedroht Griechenland, um die falschen Ansprüche eines elenden Juden zu unterstützen, und verbrennt dessen Flotte: das ist eine rechtmäßige Handlung; aber Russland fordert einen Vertrag, um Millionen Christen zu schützen, und das soll seine Position im Osten auf Kosten des Gleichgewichts der Mächte stärken.
Pogodin schließt: „Vom Westen können wir nichts erwarten als blinden Hass und Bosheit“, worauf Nikolaus berühmt an den Rand schrieb: „Das ist der ganze Punkt.“
Der Austausch Pogodin–Nikolaus ist wichtig, weil er die wiederkehrende Pathologie rahmt, die in jeder großen Episode danach zurückkehrt. Europa würde wiederholt auf der universellen Legitimität der eigenen Sicherheitsansprüche bestehen, während es Russlands Sicherheitsansprüche als vorgeschoben oder verdächtig behandelte. Diese Haltung erzeugt eine besondere Art von Instabilität: Sie macht Kompromisse in westlichen Hauptstädten politisch illegitim, wodurch Diplomatie nicht deshalb scheitert, weil ein Deal unmöglich wäre, sondern weil die Anerkennung russischer Interessen als moralischer Fehler gilt.
Der Krimkrieg ist die erste entscheidende Manifestation dieser Dynamik. Während die unmittelbare Krise den Niedergang des Osmanischen Reiches und Streitigkeiten um religiöse Stätten betraf, lag das tiefere Thema darin, ob Russland eine anerkannte Position im Schwarzmeer–Balkan-Raum sichern durfte, ohne als Räuber behandelt zu werden. Moderne diplomatische Rekonstruktionen betonen, dass sich die Krimkrise von früheren „Orientkrisen“ unterschied, weil die kooperativen Gewohnheiten des Konzerts bereits erodierten und die britische Öffentlichkeit in eine extreme anti-russische Haltung umgeschwenkt war, die den Spielraum für eine Einigung verengte.
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Das Aufschlussreiche ist, dass ein verhandeltes Ergebnis verfügbar war. Die Wiener Note sollte russische Anliegen mit osmanischer Souveränität versöhnen und den Frieden bewahren. Doch sie brach unter Misstrauen und politischen Anreizen zur Eskalation zusammen. Es folgte der Krimkrieg. Er war in keinem strengen strategischen Sinne „notwendig“; er wurde wahrscheinlich, weil Kompromisse mit Russland für Großbritannien und Frankreich politisch toxisch geworden waren. Die Folgen waren selbstschädigend für Europa: enorme Opferzahlen, keine dauerhafte Sicherheitsarchitektur und die Verfestigung eines ideologischen Reflexes, der Russland als Ausnahme von normalem Großmacht-Verhandeln behandelte. Mit anderen Worten: Europa gewann keine Sicherheit, indem es Russlands Sicherheitsbedenken zurückwies. Es erzeugte vielmehr einen längeren Zyklus der Feindschaft, der spätere Krisen schwerer beherrschbar machte.
Die westliche Militärkampagne gegen den Bolschewismus
Dieser Kreislauf setzte sich in der revolutionären Zäsur von 1917 fort. Als sich Russlands Regimetyp änderte, wechselte der Westen nicht von Rivalität zu Neutralität; stattdessen ging er zu aktiver Intervention über und behandelte die Existenz eines souveränen russischen Staates außerhalb westlicher Vormundschaft als intolerabel.
Die bolschewistische Revolution und der anschließende Bürgerkrieg erzeugten einen komplexen Konflikt mit Roten, Weißen, nationalen Bewegungen und ausländischen Armeen. Entscheidend ist: Die westlichen Mächte beobachteten den Ausgang nicht nur. Sie intervenierten militärisch in Russland über riesige Räume hinweg – Nordrussland, die baltischen Zugänge, das Schwarze Meer, Sibirien und den Fernen Osten – unter Begründungen, die sich rasch von Kriegslogistik zu Regimewechsel verschoben.
Man kann die übliche „offizielle“ Begründung für die anfängliche Intervention anerkennen: die Sorge, dass Kriegsmaterial nach Russlands Ausscheiden aus dem Ersten Weltkrieg in deutsche Hände fallen könnte, und der Wunsch, eine Ostfront wieder zu eröffnen. Doch als Deutschland im November 1918 kapitulierte, endete die Intervention nicht; sie verwandelte sich. Diese Transformation erklärt, warum die Episode so bedeutsam ist: Sie zeigt eine Bereitschaft, selbst inmitten der Verwüstung des Ersten Weltkriegs Gewalt einzusetzen, um Russlands innere politische Zukunft zu gestalten.
David Foglesongs America’s Secret War against Bolshevism (1995) – bei UNC Press erschienen und weiterhin das Standardwerk zur US-Politik – erfasst dies präzise. Foglesong beschreibt die US-Intervention nicht als verwirrendes Nebengeschehen, sondern als anhaltenden Versuch, zu verhindern, dass der Bolschewismus seine Macht konsolidiert. Neuere hochwertige erzählende Geschichtsschreibung hat diese Episode zudem in die Öffentlichkeit zurückgebracht; insbesondere beschreibt Anna Reids A Nasty Little War (2024) die westliche Intervention als schlecht ausgeführtes, aber bewusstes Bemühen, die bolschewistische Revolution von 1917 rückgängig zu machen.
Schon der geografische Umfang ist aufschlussreich, denn er untergräbt spätere westliche Behauptungen, Russlands Ängste seien bloße Paranoia gewesen. Alliierte Truppen landeten in Archangelsk und Murmansk für Operationen in Nordrussland; in Sibirien stießen sie über Wladiwostok und entlang der Eisenbahnkorridore vor; japanische Kräfte wurden in großem Maßstab im Fernen Osten eingesetzt; und im Süden gab es Landungen und Operationen um Odessa und Sewastopol. Bereits ein einfacher Überblick über Daten und Schauplätze der Intervention – von November 1917 bis in die frühen 1920er Jahre – zeigt die Beharrlichkeit der ausländischen Präsenz und ihre enorme Reichweite.
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Es handelte sich auch nicht bloß um „Beratung“ oder symbolische Präsenz. Westliche Kräfte lieferten, bewaffneten und überwachten in einigen Fällen faktisch Formationen der Weißen. Die intervenierenden Mächte verstrickten sich in die moralische und politische Hässlichkeit der weißen Politik, einschließlich reaktionärer Programme und gewaltsamer Gräueltaten. Diese Realität macht die Episode besonders korrosiv für westliche moralische Erzählungen: Der Westen bekämpfte den Bolschewismus nicht nur, sondern tat dies häufig durch Bündnisse mit Kräften, deren Brutalität und Kriegsziele nur schwer mit späteren liberalen Legitimationsansprüchen vereinbar waren.
Aus Moskauer Sicht bestätigte diese Intervention Pogodins Warnung von Jahrzehnten zuvor: Europa und die USA waren bereit, Gewalt einzusetzen, um zu bestimmen, ob Russland als autonome Macht existieren dürfe. Diese Episode wurde zum Fundament sowjetischer Erinnerung und verstärkte die Überzeugung, westliche Mächte hätten versucht, die Revolution „in ihrer Wiege zu erwürgen“. Sie zeigte, dass westliche moralische Rhetorik über Frieden und Ordnung nahtlos mit Zwangskampagnen koexistieren konnte, sobald russische Souveränität auf dem Spiel stand.
Die Intervention hatte zudem eine entscheidende indirekte Folge. Indem der Westen in Russlands Bürgerkrieg eingriff, stärkte er unbeabsichtigt die innenpolitische Legitimität der Bolschewiki. Die Präsenz ausländischer Armeen und ausländisch unterstützter Weißer erlaubte den Bolschewiki, zu behaupten, sie verteidigten Russlands Unabhängigkeit gegen imperiale Einkreisung. Historische Darstellungen weisen konsistent darauf hin, wie effektiv die Bolschewiki die alliierte Präsenz für Propaganda und Legitimität nutzten. Mit anderen Worten: Der Versuch, den Bolschewismus zu „brechen“, half, genau das Regime zu festigen, das man zerstören wollte.
Diese Dynamik zeigt den präzisen historischen Kreislauf: Russophobie erweist sich strategisch als kontraproduktiv für Europa. Sie treibt westliche Mächte zu Zwangspolitiken, die die Herausforderung nicht lösen, sondern verschärfen. Sie erzeugt russische Kränkungen und Sicherheitsängste, die spätere westliche Führungen als irrational abtun werden. Zudem verengt sie den künftigen diplomatischen Spielraum, indem sie Russland – unabhängig vom Regime – lehrt, dass westliche Zusagen einer Einigung unaufrichtig sein könnten.
Als sich in den frühen 1920er Jahren ausländische Truppen zurückzogen und der Sowjetstaat konsolidierte, hatte Europa bereits zwei schicksalhafte Entscheidungen getroffen, die das nächste Jahrhundert prägen sollten. Erstens hatte es eine politische Kultur begünstigt, die handhabbare Streitigkeiten – wie die Krimkrise – zu großen Kriegen machte, indem sie russische Interessen nicht als legitim behandelte. Zweitens hatte es durch militärische Intervention gezeigt, dass es bereit war, Gewalt nicht nur zur Gegenwehr gegen russische Expansion, sondern zur Gestaltung russischer Souveränität und Regimeausgänge einzusetzen. Diese Entscheidungen stabilisierten Europa nicht; vielmehr säten sie die Saat späterer Katastrophen: das zwischenkriegszeitliche Scheitern kollektiver Sicherheit, die permanente Militarisierung des Kalten Krieges und die Rückkehr zur Grenzeskalation in der Ordnung nach dem Kalten Krieg.
Kollektive Sicherheit und die Entscheidung gegen Russland
Mitte der 1920er Jahre sah sich Europa einem Russland gegenüber, das jeden Versuch überstanden hatte – Revolution, Bürgerkrieg, Hunger und direkte ausländische Militärintervention –, es zu zerstören. Der entstehende Sowjetstaat war arm, traumatisiert und zutiefst misstrauisch, aber unbestreitbar souverän. Genau in diesem Moment stand Europa vor einer Wahl, die sich wiederholt wiederholen würde: ob dieses
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Russland als legitimer Sicherheitsakteur zu behandeln sei, dessen Interessen in die europäische Ordnung einzubauen seien, oder als dauerhafter Außenseiter, dessen Anliegen ignoriert, vertagt oder übergangen werden könnten. Europa entschied sich für Letzteres – und die Kosten waren enorm.
Das Erbe der alliierten Interventionen im russischen Bürgerkrieg überschattete die spätere Diplomatie. Aus Moskauer Sicht hatte Europa nicht nur mit bolschewistischer Ideologie gehadert; es hatte versucht, Russlands innere politische Zukunft mit Gewalt zu bestimmen. Diese Erfahrung war von großer Bedeutung. Sie prägte sowjetische Annahmen über westliche Absichten und schuf tiefe Skepsis gegenüber westlichen Zusicherungen. Statt diese Geschichte anzuerkennen und Versöhnung zu suchen, verhielt sich europäische Diplomatie oft so, als sei sowjetisches Misstrauen irrational – ein Muster, das sich bis in den Kalten Krieg und darüber hinaus fortsetzte.
In den 1920er Jahren schwankte Europa zwischen taktischer Annäherung und strategischer Ausgrenzung. Verträge wie Rapallo (1922) zeigten, dass Deutschland – selbst ein Paria nach Versailles – pragmatisch mit Sowjetrussland umgehen konnte. Für Großbritannien und Frankreich blieb der Umgang mit Moskau jedoch provisorisch und instrumentell. Die UdSSR wurde toleriert, wenn es britischen und französischen Interessen diente, und beiseitegeschoben, wenn nicht. Es gab keinen ernsthaften Versuch, Russland als Gleichrangigen in eine dauerhafte europäische Sicherheitsarchitektur zu integrieren.
Diese Ambivalenz verhärtete sich in den 1930er Jahren zu etwas deutlich Gefährlicherem und Selbstzerstörerischem. Während Hitlers Aufstieg eine existentielle Bedrohung für Europa darstellte, behandelten die führenden Mächte des Kontinents den Bolschewismus wiederholt als größere Gefahr. Das war nicht nur Rhetorik; es prägte konkrete Politikentscheidungen – unterlassene Allianzen, verspätete Garantien und unterminierte Abschreckung.
Wesentlich ist: Dies war nicht nur ein anglo-amerikanisches Versagen, und Europa war nicht bloß passiv. Europäische Regierungen hatten Handlungsspielraum – und nutzten ihn entschlossen und katastrophal. Frankreich, Großbritannien und Polen trafen wiederholt strategische Entscheidungen, die die Sowjetunion aus europäischen Sicherheitsarrangements ausschlossen, selbst dann, wenn sowjetische Beteiligung die Abschreckung gegen Hitlers Deutschland gestärkt hätte. Französische Führungen bevorzugten ein System bilateraler Garantien in Osteuropa, das französischen Einfluss bewahrte, aber Sicherheitsintegration mit Moskau vermied. Polen verweigerte – mit stillschweigender Rückendeckung Londons und Paris’ – Transitrechte für sowjetische Kräfte selbst zur Verteidigung der Tschechoslowakei und priorisierte die Angst vor sowjetischer Präsenz gegenüber der unmittelbaren Gefahr deutscher Aggression. Das waren keine kleinen Entscheidungen. Sie spiegelten eine europäische Präferenz wider: Hitlerischen Revisionismus zu „managen“, statt sowjetische Macht einzubinden; lieber Nazi-Expansion zu riskieren, als Russland als Sicherheitspartner zu legitimieren. In diesem Sinne scheiterte Europa nicht nur an kollektiver Sicherheit mit Russland; es entschied sich aktiv für eine alternative Sicherheitslogik, die Russland ausschloss und schließlich an ihren eigenen Widersprüchen zerbrach.
Hier ist Michael Jabara Carleys Archivarbeit entscheidend. Seine Forschung zeigt, dass die Sowjetunion – insbesondere unter Außenkommissar Maxim Litwinow – anhaltende, explizite und gut dokumentierte Anstrengungen unternahm, ein System kollektiver Sicherheit gegen Nazi-Deutschland aufzubauen. Das waren keine vagen Gesten. Sie umfassten Vorschläge für gegenseitige Beistandsverträge, militärische Koordination und explizite Garantien für Staaten wie die Tschechoslowakei. Carley zeigt, dass der Beitritt der Sowjetunion zum Völkerbund 1934 von echten Versuchen begleitet war, kollektive Abschreckung zu operationalisieren – nicht bloß Legitimität zu suchen.
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Diese Bemühungen kollidierten jedoch mit einer westlichen ideologischen Hierarchie, in der Antikommunismus Antifaschismus übertrumpfte. In London und Paris fürchteten Eliten, ein Bündnis mit Moskau könne den Bolschewismus innen- und außenpolitisch legitimieren. Wie Carley dokumentiert, sorgten sich britische und französische Entscheidungsträger oft weniger um Hitlers Drohungen als um die politischen Folgen einer Kooperation mit der UdSSR. Die Sowjetunion wurde nicht als notwendiger Partner gegen eine gemeinsame Bedrohung behandelt, sondern als Belastung, deren Einbindung europäische Politik „kontaminieren“ würde.
Diese Hierarchie hatte tiefgreifende strategische Folgen. Die Appeasement-Politik gegenüber Deutschland war nicht nur eine Fehleinschätzung Hitlers; sie war das Produkt einer Weltsicht, die Nazi-Revisionismus als potenziell handhabbar betrachtete, sowjetische Macht jedoch als inhärent subversiv. Polens Weigerung, sowjetischen Truppen Transitrechte zur Verteidigung der Tschechoslowakei zu gewähren – aufrechterhalten mit stiller westlicher Unterstützung – ist emblematisch. Europäische Staaten bevorzugten das Risiko deutscher Aggression gegenüber der Gewissheit sowjetischer Beteiligung, selbst als diese Beteiligung ausdrücklich defensiv angeboten wurde.
Der Höhepunkt dieses Scheiterns kam 1939. Die anglo-französischen Verhandlungen mit der Sowjetunion in Moskau wurden – entgegen späterer Mythen – nicht durch sowjetische Doppelzüngigkeit sabotiert. Sie scheiterten, weil Großbritannien und Frankreich nicht bereit waren, bindende Verpflichtungen einzugehen oder die UdSSR als gleichrangigen militärischen Partner anzuerkennen. Carleys Rekonstruktion zeigt, dass die westlichen Delegationen ohne Verhandlungsvollmacht, ohne Dringlichkeit und ohne politische Rückendeckung anreisten, um ein echtes Bündnis abzuschließen. Als die Sowjets immer wieder die essentielle Frage jeder Allianz stellten – „Seid ihr bereit zu handeln?“ – lautete die Antwort faktisch: nein.
Der Molotow–Ribbentrop-Pakt, der darauf folgte, wird seither als rückwirkende Rechtfertigung westlichen Misstrauens genutzt. Carleys Arbeit kehrt diese Logik um: Der Pakt war nicht die Ursache des europäischen Scheiterns; er war die Konsequenz. Er entstand nach Jahren westlicher Weigerung, kollektive Sicherheit mit Russland aufzubauen. Es war eine brutale, zynische und tragische Entscheidung – aber getroffen in einem Kontext, in dem Großbritannien, Frankreich und Polen bereits den Frieden mit Russland in der einzigen Form zurückgewiesen hatten, die Hitler hätte stoppen können.
Das Ergebnis war katastrophal. Europa zahlte den Preis nicht nur in Blut und Zerstörung, sondern im Verlust eigener Handlungsfähigkeit. Der Krieg, den Europa nicht verhinderte, zerstörte seine Macht, erschöpfte seine Gesellschaften und machte den Kontinent zum Hauptschlachtfeld der Supermacht-Rivalität. Wieder einmal erzeugte die Zurückweisung von Frieden mit Russland keine Sicherheit; sie erzeugte einen weit schlimmeren Krieg unter weit schlimmeren Bedingungen.
Man könnte erwarten, dass das Ausmaß dieser Katastrophe Europas Umgang mit Russland nach 1945 grundlegend neu ausrichten würde. Das tat es nicht.
Von Potsdam zur NATO: Die Architektur der Ausgrenzung
Die unmittelbaren Nachkriegsjahre waren geprägt von einem raschen Übergang von Allianz zu Konfrontation. Noch bevor Deutschland kapitulierte, wies Churchill britische Militärplaner schockierenderweise an, einen unmittelbaren Konflikt mit der Sowjetunion zu erwägen. „Operation Unthinkable“, 1945 entworfen, sah vor, anglo-amerikanische Macht – und sogar wiederbewaffnete deutsche Einheiten – zu nutzen, um Russland 1945 oder bald danach westlichen Willen aufzuzwingen. Auch wenn der
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Plan als militärisch unrealistisch galt und schließlich verworfen wurde, zeigt schon seine Existenz, wie tief die Annahme verankert war, russische Macht sei illegitim und müsse notfalls mit Gewalt begrenzt werden.
Auch die westliche Diplomatie mit der Sowjetunion scheiterte. Europa hätte anerkennen müssen, dass die Sowjetunion die Hauptlast beim Sieg über Hitler getragen hatte – 27 Millionen Tote – und dass Russlands Sicherheitsbedenken bezüglich einer deutschen Wiederbewaffnung absolut real waren. Europa hätte die Lehre verinnerlichen müssen, dass dauerhafter Frieden die ausdrückliche Berücksichtigung russischer Kernanliegen erfordert, vor allem die Verhinderung eines remilitarisierten Deutschlands, das erneut die osteuropäischen Ebenen bedrohen könnte.
In formaler diplomatischer Hinsicht wurde diese Lehre zunächst akzeptiert. In Jalta und, entscheidender, in Potsdam im Sommer 1945 einigten sich die Siegermächte auf klare Grundprinzipien für Nachkriegsdeutschland: Demilitarisierung, Denazifizierung, Demokratisierung, Entflechtung (Decartelization) und Reparationen. Deutschland sollte als eine wirtschaftliche Einheit behandelt werden; seine Streitkräfte sollten aufgelöst werden; und seine politische Zukunft sollte ohne Wiederbewaffnung oder Bündnisverpflichtungen gestaltet werden.
Für die Sowjetunion waren diese Prinzipien nicht abstrakt; sie waren existentiell. Zweimal in dreißig Jahren hatte Deutschland Russland überfallen und Verwüstungen in einem in der europäischen Geschichte beispiellosen Ausmaß verursacht. Die sowjetischen Verluste im Zweiten Weltkrieg prägten eine Sicherheitsperspektive, die ohne Anerkennung dieses Traumas nicht verstanden werden kann. Neutralität und dauerhafte Entmilitarisierung Deutschlands waren aus sowjetischer Sicht keine Verhandlungsmasse; sie waren Mindestbedingungen für eine stabile Nachkriegsordnung.
Auf der Potsdamer Konferenz im Juli 1945 wurden diese Sorgen formal anerkannt. Die Alliierten vereinbarten, dass Deutschland nicht wieder militärische Macht aufbauen dürfe. Die Konferenzsprache war explizit: Deutschland sollte daran gehindert werden, „jemals wieder seine Nachbarn oder den Frieden der Welt zu bedrohen“. Die Sowjetunion akzeptierte die vorübergehende Teilung Deutschlands in Besatzungszonen gerade deshalb, weil diese Teilung als administrative Notwendigkeit, nicht als dauerhafte geopolitische Ordnung verstanden wurde.
Doch nahezu unmittelbar begannen die Westmächte, diese Verpflichtungen umzudeuten – und dann stillschweigend zu demontieren. Der Wandel trat ein, weil sich die strategischen Prioritäten der USA und Großbritanniens veränderten. Wie Melvyn Leffler in A Preponderance of Power (1992) zeigt, betrachteten amerikanische Planer rasch deutsche wirtschaftliche Erholung und politische Ausrichtung auf den Westen als wichtiger, als eine demilitarisierte Deutschlandordnung aufrechtzuerhalten, die Moskau akzeptieren konnte. Die Sowjetunion, zuvor unverzichtbarer Verbündeter, wurde zu einem potenziellen Gegner umdefiniert, dessen Einfluss in Europa einzudämmen sei.
Diese Neuorientierung ging jeder formalen militärischen Krise des Kalten Krieges voraus. Lange vor der Berliner Blockade begann westliche Politik, die westlichen Zonen wirtschaftlich und politisch zu konsolidieren. Die Bildung der Bizone 1947, gefolgt von der Trizone, widersprach direkt dem Potsdamer Prinzip, Deutschland als eine wirtschaftliche Einheit zu behandeln. Die Einführung einer separaten Währung in den Westzonen 1948 war keine technische Anpassung; sie war ein entscheidender politischer Akt, der die deutsche Teilung funktional irreversibel machte. Aus Moskauer Sicht waren diese Schritte einseitige Revisionen der Nachkriegsregelung.
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Die sowjetische Reaktion – die Berliner Blockade – wird oft als erster Schuss kalterkriegerischer Aggression dargestellt. Im Kontext erscheint sie jedoch weniger als Versuch, West-Berlin zu erobern, sondern als Zwangsmittel, um zur Viermächteverwaltung zurückzukehren und die Konsolidierung eines separaten westdeutschen Staates zu verhindern. Unabhängig davon, wie man die Blockade bewertet, wurzelt ihre Logik in der Angst, dass der Potsdamer Rahmen vom Westen ohne Verhandlung abgebaut werde. Die Luftbrücke löste die akute Krise, nicht aber das Grundproblem: die Aufgabe eines einheitlichen, demilitarisierten Deutschlands.
Der entscheidende Bruch kam mit dem Ausbruch des Koreakriegs 1950. In Washington wurde der Konflikt nicht als regionaler Krieg mit spezifischen Ursachen interpretiert, sondern als Beleg eines monolithischen globalen kommunistischen Angriffs. Diese reduktionistische Deutung hatte tiefgreifende Folgen für Europa. Sie lieferte die politische Rechtfertigung für die Wiederbewaffnung Westdeutschlands – etwas, das nur wenige Jahre zuvor ausdrücklich ausgeschlossen worden war. Die Logik wurde nun in scharfen Begriffen formuliert: Ohne deutsche militärische Beteiligung könne Westeuropa nicht verteidigt werden.
Dieser Moment war ein Wendepunkt. Die Remilitarisierung Westdeutschlands wurde nicht durch sowjetisches Handeln in Europa erzwungen; sie war eine strategische Entscheidung der USA und ihrer Verbündeten als Reaktion auf einen globalisierten Kalten-Krieg-Rahmen, den die USA konstruiert hatten. Großbritannien und Frankreich, trotz historischer Ängste vor deutscher Macht, gaben unter amerikanischem Druck nach. Als die Europäische Verteidigungsgemeinschaft – gedacht zur Kontrolle deutscher Wiederbewaffnung – scheiterte, wurde eine noch folgenreichere Lösung gewählt: der NATO-Beitritt Westdeutschlands 1955.
Aus sowjetischer Sicht bedeutete dies den endgültigen Zusammenbruch der Potsdamer Ordnung. Deutschland war nicht mehr neutral. Es war nicht mehr demilitarisiert. Es war nun in ein Militärbündnis eingebettet, das ausdrücklich gegen die UdSSR gerichtet war. Genau dieses Ergebnis hatten sowjetische Führungen seit 1945 verhindern wollen – und genau dazu war die Potsdamer Vereinbarung gedacht gewesen.
Entscheidend ist die Abfolge, die oft missverstanden oder umgekehrt dargestellt wird. Die Teilung und Wiederbewaffnung Deutschlands waren nicht das Ergebnis russischer Handlungen. Als Stalin 1952 ein Angebot zur deutschen Wiedervereinigung auf Grundlage der Neutralität machte, hatten die Westmächte Deutschland bereits auf den Pfad der Bündnisintegration und Wiederbewaffnung geführt. Die Stalin-Note war kein Versuch, ein neutrales Deutschland zu verhindern; sie war ein ernsthafter, dokumentierter und schließlich zurückgewiesener Versuch, einen bereits laufenden Prozess umzukehren.
In diesem Licht erscheint die frühe Ordnung des Kalten Krieges nicht als unvermeidliche Antwort auf sowjetische Unnachgiebigkeit, sondern als weiteres Beispiel dafür, dass Europa und die USA russische Sicherheitsbedenken der NATO-Architektur unterordneten. Deutschlands Neutralität wurde nicht verworfen, weil sie unpraktikabel war; sie wurde verworfen, weil sie einer westlichen strategischen Vision widersprach, die Blockkohäsion und US-Führung über eine inklusive europäische Sicherheitsordnung stellte.
Die Kosten dieser Entscheidung waren immens und dauerhaft. Die deutsche Teilung wurde zur zentralen Bruchlinie des Kalten Krieges. Europa wurde dauerhaft militarisiert, und Nuklearwaffen wurden auf dem Kontinent stationiert. Europäische Sicherheit wurde nach Washington ausgelagert – mit all der Abhängigkeit und dem Verlust strategischer Autonomie, die das mit sich bringt. Zudem wurde die sowjetische Überzeugung erneut bestärkt, dass der Westen Vereinbarungen umdeute, sobald es opportun sei.
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Dieser Kontext ist unverzichtbar, um die Stalin-Note 1952 zu verstehen. Sie war kein „Blitz aus heiterem Himmel“ und kein zynisches Manöver losgelöst von der Vorgeschichte. Sie war eine dringliche Reaktion auf eine Nachkriegsordnung, die bereits gebrochen war – ein weiterer Versuch, Frieden über Neutralität zu sichern, nur um dieses Angebot vom Westen zurückgewiesen zu sehen.
1952: Die Zurückweisung der deutschen Wiedervereinigung
Es lohnt sich, die Stalin-Note genauer zu betrachten. Stalins Aufruf zu einem wiedervereinigten und neutralen Deutschland war weder mehrdeutig noch zögerlich noch unaufrichtig. Wie Rolf Steininger in The German Question: The Stalin Note of 1952 and the Problem of Reunification (1990) überzeugend gezeigt hat, schlug Stalin eine Wiedervereinigung Deutschlands unter Bedingungen permanenter Neutralität, freier Wahlen, Abzug der Besatzungstruppen und eines Friedensvertrags vor, garantiert durch die Großmächte. Das war kein Propagandastück; es war ein strategisches Angebot, verwurzelt in einer echten sowjetischen Angst vor deutscher Wiederbewaffnung und NATO-Erweiterung.
Steiningers Archivforschung ist verheerend für das gängige westliche Narrativ. Besonders entscheidend ist das geheime Memorandum von 1955 von Sir Ivone Kirkpatrick, in dem er berichtet, der deutsche Botschafter habe eingeräumt, dass Kanzler Adenauer wusste, dass die Stalin-Note ernst gemeint war. Adenauer wies sie dennoch zurück. Er fürchtete nicht sowjetische Unredlichkeit, sondern deutsche Demokratie. Er sorgte sich, eine künftige deutsche Regierung könnte Neutralität und Aussöhnung mit Moskau wählen und damit Westdeutschlands Einbindung in den westlichen Block untergraben.
Im Kern wurden Frieden und Wiedervereinigung nicht zurückgewiesen, weil sie unmöglich gewesen wären, sondern weil sie für das westliche Bündnissystem politisch unbequem waren. Da Neutralität die entstehende NATO-Architektur bedrohte, musste sie als „Falle“ abgetan werden.
Europäische Eliten wurden nicht nur in atlantische Ausrichtung gedrängt; sie nahmen sie aktiv an. Adenauers Ablehnung deutscher Neutralität war kein isolierter Akt der Gefolgschaft gegenüber Washington, sondern spiegelte einen breiteren Konsens westlicher Eliten wider, die amerikanische Vormundschaft strategischer Autonomie und einem vereinten Europa vorzogen. Neutralität bedrohte nicht nur die NATO-Architektur, sondern auch die Nachkriegsordnung, in der diese Eliten Sicherheit, Legitimität und Wiederaufbau durch US-Führung bezogen. Ein neutrales Deutschland hätte verlangt, dass europäische Staaten direkt mit Moskau als Gleichrangige verhandeln, statt innerhalb eines US-geführten Rahmens zu operieren, der sie davor abschirmte. In diesem Sinne war Europas Zurückweisung der Neutralität auch eine Zurückweisung von Verantwortung: Atlantizismus bot Sicherheit ohne die Lasten diplomatischer Koexistenz mit Russland – selbst um den Preis dauerhafter Teilung und Militarisierung Europas.
Im März 1954 beantragte die Sowjetunion die Aufnahme in die NATO mit dem Argument, die NATO würde dadurch zu einer Institution europäischer kollektiver Sicherheit. Die USA und ihre Verbündeten wiesen den Antrag umgehend zurück mit der Begründung, dies würde das Bündnis verwässern und den NATO-Beitritt Deutschlands verhindern. Die USA und ihre Verbündeten, einschließlich Westdeutschlands selbst, lehnten damit erneut die Idee eines neutralen, demilitarisierten Deutschlands und eines europäischen Sicherheitssystems ab, das auf kollektiver Sicherheit statt auf Militärblöcken beruhte.
Der Österreichische Staatsvertrag von 1955 entlarvte zusätzlich die Zynik dieser Logik. Österreich akzeptierte Neutralität, sowjetische Truppen zogen ab, und das Land wurde stabil und wohlhabend. Die vorhergesagten geopolitischen „Dominoeffekte“ traten nicht ein. Das österreichische Modell zeigt, dass das, was dort
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erreicht wurde, auch in Deutschland möglich gewesen wäre – möglicherweise mit dem Effekt, den Kalten Krieg Jahrzehnte früher zu beenden. Der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland lag nicht in der Machbarkeit, sondern in strategischen Präferenzen. Europa akzeptierte Neutralität in Österreich, wo sie die US-geführte Ordnung nicht bedrohte, lehnte sie aber in Deutschland ab, wo sie es tat.
Die Folgen dieser Entscheidungen waren immens und dauerhaft. Deutschland blieb fast vier Jahrzehnte geteilt. Der Kontinent wurde entlang einer Bruchlinie durch seine Mitte militarisiert, und Nuklearwaffen wurden auf europäischem Boden stationiert. Europas Sicherheit wurde abhängig von amerikanischer Macht und amerikanischen strategischen Prioritäten; Europa wurde erneut zum primären Schauplatz großmachtpolitischer Konfrontation statt zu einem unabhängigen Pol.
Bis 1955 war das Muster fest etabliert. Europa akzeptierte Frieden mit Russland nur dann, wenn er nahtlos zur US-geführten westlichen Architektur passte. Wenn Frieden echte Berücksichtigung russischer Kernanliegen erforderte – deutsche Neutralität, Blockfreiheit, Demilitarisierung oder gemeinsame Garantien –, wurde er systematisch zurückgewiesen. Die Folgen dieser Weigerung sollten sich in den folgenden Jahrzehnten entfalten.
Die 30-jährige Zurückweisung russischer Sicherheitsbedenken
Wenn es jemals einen Moment gab, in dem Europa seine lange Tradition hätte durchbrechen können, Frieden mit Russland zurückzuweisen, dann war es das Ende des Kalten Krieges. Anders als 1815, 1919 oder 1945 war dies kein Moment, der allein durch militärische Niederlage erzwungen wurde; es war ein Moment der Wahl. Die Sowjetunion brach nicht in einem Hagel aus Artillerie zusammen; sie zog sich zurück und rüstete einseitig ab. Unter Michail Gorbatschow verzichtete die Sowjetunion auf Gewalt als ordnendes Prinzip europäischer Politik. Sowohl die Sowjetunion als später auch Russland unter Boris Jelzin akzeptierten den Verlust militärischer Kontrolle über Mittel- und Osteuropa und schlugen einen neuen Sicherheitsrahmen vor, der auf Inklusion statt auf konkurrierenden Blöcken beruhte. Was folgte, war kein Mangel an russischer Vorstellungskraft, sondern ein Versagen Europas und des US-geführten atlantischen Systems, dieses Angebot ernst zu nehmen.
Gorbatschows Konzept eines „Gemeinsamen Europäischen Hauses“ war keine bloße rhetorische Floskel. Es war eine strategische Doktrin, begründet in der Erkenntnis, dass Nuklearwaffen traditionelle Machtbalancepolitik suizidal gemacht hatten. Gorbatschow stellte sich ein Europa vor, in dem Sicherheit unteilbar ist, in dem kein Staat seine Sicherheit auf Kosten eines anderen erhöht, und in dem die Bündnisstrukturen des Kalten Krieges schrittweise einer paneuropäischen Ordnung weichen. Seine Rede 1989 vor dem Europarat in Straßburg machte diese Vision ausdrücklich, indem sie Kooperation, gegenseitige Sicherheitsgarantien und den Verzicht auf Gewalt als politisches Instrument betonte. Die Charta von Paris für ein neues Europa, im November 1990 unterzeichnet, kodifizierte diese Prinzipien und verpflichtete Europa auf Demokratie, Menschenrechte und eine neue Ära kooperativer Sicherheit.
An diesem Punkt stand Europa vor einer Grundentscheidung. Es hätte diese Verpflichtungen ernst nehmen und eine Sicherheitsarchitektur um die OSZE aufbauen können, in der Russland gleichrangig mitwirkt – als Garant des Friedens statt als Objekt der Eindämmung. Alternativ hätte es die institutionelle Hierarchie des Kalten Krieges bewahren und zugleich postkaltekriegerische Ideale rhetorisch bejahen können. Europa wählte Letzteres.
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Die NATO löste sich nicht auf, verwandelte sich nicht in ein politisches Forum und ordnete sich keiner paneuropäischen Sicherheitsinstitution unter. Im Gegenteil: Sie expandierte. Öffentlich wurde dies defensiv begründet: NATO-Erweiterung stabilisiere Osteuropa, konsolidiere Demokratie und verhindere ein Sicherheitsvakuum. Diese Erklärung ignorierte jedoch einen entscheidenden Punkt, den Russland wiederholt artikulierte und den westliche Entscheidungsträger privat anerkannten: NATO-Expansion berührte Russlands Kernanliegen nicht abstrakt, sondern geografisch, historisch und psychologisch.
Die Kontroverse um Zusicherungen der USA und Deutschlands während der Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung zeigt das tieferliegende Problem. Später betonten westliche Führungen, es seien keine rechtlich bindenden Versprechen zur NATO-Erweiterung gemacht worden, weil nichts schriftlich fixiert worden sei. Doch Diplomatie funktioniert nicht nur über unterzeichnete Verträge, sondern auch über Erwartungen, Verständigungen und guten Glauben. Freigegebene Dokumente und zeitgenössische Berichte bestätigen, dass sowjetischen Führern wiederholt gesagt wurde, die NATO werde sich nicht ostwärts über Deutschland hinaus ausdehnen. Diese Zusicherungen prägten die sowjetische Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung – eine Konzession von enormer strategischer Bedeutung. Als die NATO dennoch expandierte, zunächst auf amerikanischen Druck, erlebte Russland dies nicht als technische Rechtsfrage, sondern als tiefen Verrat an der Ordnung, die die Wiedervereinigung ermöglicht hatte.
Im Laufe der Zeit internalisierten europäische Regierungen NATO-Erweiterung zunehmend als europäisches Projekt und nicht nur als amerikanisches. Die deutsche Wiedervereinigung innerhalb der NATO wurde zum Vorbild statt zur Ausnahme. EU- und NATO-Erweiterung verliefen parallel, verstärkten sich gegenseitig und verdrängten alternative Sicherheitsarrangements wie Neutralität oder Blockfreiheit. Selbst Deutschland mit seiner Ostpolitik-Tradition und wachsenden wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland ordnete Politik der Einbindung zunehmend der Bündnislogik unter. Europäische Führungen rahmten Expansion als moralisches Gebot statt als strategische Entscheidung, wodurch sie sich der Prüfung entzog und russische Einwände als illegitim erscheinen ließ. Damit gab Europa einen großen Teil seiner Fähigkeit auf, als unabhängiger Sicherheitsakteur zu handeln, und band sein Schicksal noch enger an eine atlantische Strategie, die Expansion über Stabilität und moralisches Signalisieren über dauerhafte Einigung stellte.
Hier wird Europas Versagen am deutlichsten. Statt anzuerkennen, dass NATO-Expansion der Logik unteilbarer Sicherheit der Charta von Paris widersprach, behandelten europäische Führungen russische Einwände als illegitim – als Reste imperialer Nostalgie statt als Ausdruck realer Sicherheitsangst. Russland durfte konsultieren, aber nicht mitentscheiden. Die NATO–Russland-Grundakte von 1997 institutionalisierte diese Asymmetrie: Dialog ohne russisches Vetorecht, Partnerschaft ohne russische Gleichrangigkeit. Europas Sicherheitsarchitektur wurde um Russland herum und trotz Russland gebaut, nicht mit Russland.
George Kennans Warnung von 1997, NATO-Erweiterung sei ein „verhängnisvoller Fehler“, erfasste das strategische Risiko mit bemerkenswerter Klarheit. Kennan behauptete nicht, Russland sei tugendhaft; er argumentierte, dass die Demütigung und Marginalisierung einer Großmacht in einem Moment der Schwäche Ressentiment, Revanchismus und Militarisierung erzeugen werde. Seine Warnung wurde als veralteter Realismus abgetan, doch die spätere Geschichte hat seine Logik nahezu Punkt für Punkt bestätigt.
Die ideologische Grundlage dieser Zurückweisung findet sich ausdrücklich in den Schriften Zbigniew Brzezinskis. In The Grand Chessboard (1997) und in seinem Foreign Affairs-Essay „A Geostrategy for Eurasia“ (1997) formulierte Brzezinski eine Vision amerikanischer Primatstellung, die auf Kontrolle über Eurasien beruhe. Er argumentierte, Eurasien sei der „axiale Superkontinent“, und US-Weltdominanz hänge davon ab, das Entstehen einer Macht zu verhindern, die ihn dominieren könne. In diesem Rahmen war die Ukraine
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nicht nur ein souveräner Staat mit eigener Entwicklung; sie war ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt. „Ohne die Ukraine“, schrieb Brzezinski berühmt, „hört Russland auf, ein Imperium zu sein.“
Das war keine akademische Randbemerkung; es war eine programmatische Aussage US-imperialer Großstrategie. In einer solchen Weltsicht sind russische Sicherheitsbedenken keine legitimen Interessen, die im Namen des Friedens zu berücksichtigen wären; sie sind Hindernisse, die im Namen US-amerikanischer Primatstellung zu überwinden seien. Europa, tief im atlantischen System verankert und abhängig von US-Sicherheitsgarantien, übernahm diese Logik – oft ohne ihre vollen Implikationen zu benennen. Das Ergebnis war eine europäische Sicherheitspolitik, die Bündnisexpansion konsequent über Stabilität stellte und moralisches Signalisieren über dauerhafte Einigung.
Die Folgen wurden 2008 unübersehbar. Auf dem NATO-Gipfel in Bukarest erklärte das Bündnis, die Ukraine und Georgien „werden Mitglieder der NATO werden“. Diese Aussage enthielt keinen konkreten Zeitplan, doch ihre politische Bedeutung war unmissverständlich. Sie überschritt, was russische Offizielle über das gesamte politische Spektrum hinweg als rote Linie bezeichnet hatten. Dass dies im Voraus bekannt war, steht außer Zweifel. William Burns, damals US-Botschafter in Moskau, berichtete in einem Telegramm mit dem Titel „NYET MEANS NYET“, dass ukrainische NATO-Mitgliedschaft in Russland als existenzielle Bedrohung wahrgenommen werde, die Liberale, Nationalisten und Hardliner gleichermaßen vereine. Die Warnung war explizit. Sie wurde ignoriert.
Aus russischer Sicht war das Muster nun eindeutig. Europa und die USA beriefen sich auf Regeln und Souveränität, wenn es ihnen passte, wiesen aber Russlands Kernanliegen als illegitim zurück. Die Lehre, die Russland daraus zog, war dieselbe wie nach dem Krimkrieg, nach den Interventionen, nach dem Scheitern kollektiver Sicherheit und nach der Zurückweisung der Stalin-Note: Frieden würde nur zu Bedingungen angeboten, die westliche strategische Dominanz bewahrten.
Die 2014 in der Ukraine ausbrechende Krise war daher keine Abweichung, sondern eine Zuspitzung. Der Maidan-Aufstand, der Sturz der Janukowytsch-Regierung, Russlands Annexion der Krim und der Krieg im Donbas entfalteten sich innerhalb einer Sicherheitsarchitektur, die bereits bis zum Zerreißen belastet war. Die USA ermutigten den Umsturz, der Janukowytsch stürzte, aktiv und planten im Hintergrund sogar hinsichtlich der Zusammensetzung der neuen Regierung. Als die Donbas-Region sich gegen den Maidan-Umsturz erhob, reagierte Europa mit Sanktionen und diplomatischer Verurteilung und rahmte den Konflikt als simples Moralstück. Doch auch zu diesem Zeitpunkt war eine verhandelte Lösung möglich. Die Minsker Abkommen, insbesondere Minsk II 2015, boten einen Rahmen zur Deeskalation: Autonomie für den Donbas und eine Reintegration der Ukraine und Russlands in eine erweiterte europäische Wirtschaftsordnung.
Minsk II war – wenn auch widerwillig – eine Anerkennung, dass Frieden Kompromiss erfordert und dass die Stabilität der Ukraine davon abhängt, sowohl interne Spaltungen als auch externe Sicherheitsbedenken zu adressieren. Was Minsk II letztlich zerstörte, war westlicher Widerstand. Als westliche Führungen später andeuteten, Minsk II habe vor allem dazu gedient, „Zeit zu kaufen“, damit die Ukraine militärisch stärker werde, war der strategische Schaden gravierend. Aus Moskauer Sicht bestätigte dies den Verdacht, westliche Diplomatie sei zynisch und instrumentell statt ehrlich – dass Vereinbarungen nicht umgesetzt, sondern nur als Fassade genutzt würden.
Bis 2021 war Europas Sicherheitsarchitektur unhaltbar geworden. Russland legte Entwürfe vor, die Verhandlungen über NATO-Erweiterung, Raketenstationierungen und Militärübungen forderten – genau die Themen, vor denen es seit Jahrzehnten warnte. Diese Vorschläge wurden von den USA und der NATO brüsk
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zurückgewiesen. NATO-Erweiterung wurde als nicht verhandelbar erklärt. Wieder einmal verweigerten Europa und die USA, Russlands Kernanliegen als legitime Verhandlungsthemen zu behandeln. Es folgte Krieg.
Als russische Kräfte im Februar 2022 in die Ukraine einmarschierten, bezeichnete Europa die Invasion als „unprovoziert“. Diese absurde Beschreibung mag propagandistisch nützlich sein, verschleiert aber die Geschichte vollständig. Russlands Handeln entstand nicht im Vakuum. Es entstand aus einer Sicherheitsordnung, die Russlands Anliegen systematisch nicht integrierte, und aus einem diplomatischen Prozess, der Verhandlungen über gerade die Fragen ausschloss, die Russland am wichtigsten waren.
Selbst dann war Frieden nicht unmöglich. Im März und April 2022 führten Russland und die Ukraine Verhandlungen in Istanbul, die einen detaillierten Entwurfsrahmen hervorbrachten. Die Ukraine schlug dauerhafte Neutralität mit internationalen Sicherheitsgarantien vor; Russland akzeptierte das Prinzip. Der Rahmen regelte Begrenzungen von Streitkräften, Garantien und einen längeren Prozess für territoriale Fragen. Das waren keine Fantasiedokumente. Es waren ernsthafte Entwürfe, die die Realitäten des Schlachtfelds und die strukturellen Zwänge der Geografie widerspiegelten.
Doch die Gespräche in Istanbul brachen zusammen, als die USA und das Vereinigte Königreich intervenierten und der Ukraine sagten, sie solle nicht unterschreiben. Wie Boris Johnson später erklärte, stehe nicht weniger als westliche Hegemonie auf dem Spiel. Der Zusammenbruch des Istanbul-Prozesses zeigt konkret: Frieden in der Ukraine war kurz nach Beginn der russischen „Spezialmilitäroperation“ möglich. Die Vereinbarung war ausgearbeitet und nahezu abgeschlossen, wurde jedoch auf Betreiben der USA und des Vereinigten Königreichs aufgegeben.
Bis 2025 wurde die bittere Ironie sichtbar. Derselbe Istanbuler Rahmen tauchte in erneuten diplomatischen Bemühungen als Referenzpunkt wieder auf. Nach enormem Blutvergießen kreiste die Diplomatie zurück zu plausiblen Kompromissen. Das ist ein vertrautes Muster in Kriegen, die durch Sicherheitsdilemmata geprägt sind: frühe Einigungen, die als verfrüht abgelehnt werden, erscheinen später als tragische Notwendigkeiten. Dennoch widersetzt sich Europa auch jetzt einem verhandelten Frieden.
Für Europa sind die Kosten dieser langen Weigerung, Russlands Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen, inzwischen unvermeidbar und massiv. Europa hat schwere wirtschaftliche Verluste durch Energieunterbrechungen und Deindustrialisierungsdruck getragen. Es hat sich langfristig zur Wiederaufrüstung verpflichtet – mit tiefgreifenden fiskalischen, sozialen und politischen Folgen. Der politische Zusammenhalt innerhalb europäischer Gesellschaften ist unter dem Druck von Inflation, Migrationsbelastungen, Kriegsmüdigkeit und divergierenden Positionen zwischen Regierungen stark erodiert. Europas strategische Autonomie hat abgenommen, da Europa erneut primäres Feld der Großmachtkonfrontation wird statt ein unabhängiger Pol.
Am gefährlichsten ist vielleicht, dass nukleares Risiko wieder ins Zentrum europäischer Sicherheitskalküle gerückt ist. Erstmals seit dem Kalten Krieg leben europäische Öffentlichkeiten erneut unter dem Schatten potenzieller Eskalation zwischen nuklear bewaffneten Mächten. Dies ist nicht nur das Ergebnis moralischen Versagens. Es ist das Ergebnis der strukturellen Weigerung des Westens, die bis in Pogodins Zeit zurückreicht, anzuerkennen, dass Frieden in Europa nicht durch die Leugnung russischer Sicherheitsbedenken gebaut werden kann. Frieden kann nur gebaut werden, indem man sie verhandelt.
Die Tragödie von Europas Leugnung russischer Sicherheitsbedenken ist, dass sie sich selbst verstärkt. Wenn russische Sicherheitsbedenken als illegitim abgetan werden, haben russische Führungen weniger Anreize zur Diplomatie und mehr Anreize, Fakten vor Ort zu schaffen. Europäische Entscheidungsträger interpretieren
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diese Handlungen dann als Bestätigung ihrer ursprünglichen Verdächtigungen, statt als vorhersehbares Ergebnis eines Sicherheitsdilemmas, das sie selbst geschaffen und dann geleugnet haben. Mit der Zeit verengt diese Dynamik den diplomatischen Spielraum, bis Krieg vielen nicht mehr als Wahl, sondern als Unvermeidlichkeit erscheint. Doch diese Unvermeidlichkeit ist gemacht. Sie entsteht nicht aus unveränderlichem Hass, sondern aus der beharrlichen europäischen Weigerung, anzuerkennen, dass dauerhafter Frieden die Anerkennung der Ängste der anderen Seite als real erfordert – selbst wenn diese Ängste unbequem sind.
Die Tragödie ist, dass Europa für diese Weigerung wiederholt schwer bezahlt hat: im Krimkrieg und seinen Folgen, in den Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in Jahrzehnten kalterkriegerischer Teilung. Und es bezahlt erneut. Russophobie hat Europa nicht sicherer gemacht. Sie hat Europa ärmer, gespaltener, militarisierter und abhängiger von externer Macht gemacht.
Die zusätzliche Ironie ist, dass diese strukturelle Russophobie Russland langfristig nicht geschwächt hat, Europa jedoch wiederholt geschwächt hat. Indem Europa sich weigert, Russland als normalen Sicherheitsakteur zu behandeln, hat es geholfen, genau die Instabilität zu erzeugen, die es fürchtet, und dabei wachsende Kosten an Blut, Geld, Autonomie und Zusammenhalt in Kauf genommen. Jeder Zyklus endet gleich: mit einer verspäteten Erkenntnis, dass Frieden Verhandlungen erfordert – nachdem bereits enormer Schaden angerichtet wurde. Die Lehre, die Europa bislang nicht verinnerlicht hat, lautet: Russlands Sicherheitsbedenken anzuerkennen ist keine Konzession an Macht, sondern Voraussetzung, um deren zerstörerische Nutzung zu verhindern.
Die Lehre, in Blut über zwei Jahrhunderte geschrieben, ist nicht, dass Russland oder irgendeinem anderen Land in jeder Hinsicht zu vertrauen sei. Sie ist, dass Russland und seine Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen sind. Europa hat den Frieden mit Russland wiederholt zurückgewiesen, nicht weil er nicht verfügbar gewesen wäre, sondern weil die Anerkennung russischer Sicherheitsbedenken fälschlich als illegitim galt. Solange Europa diesen Reflex nicht aufgibt, wird es in einem Kreislauf selbstschädigender Konfrontation gefangen bleiben – Frieden zurückweisen, wenn er möglich ist, und die Kosten noch lange danach tragen.
Wenn du möchtest, kann ich dir zusätzlich eine gekürzte deutsche Zusammenfassung (z. B. 1 Seite) oder eine glossarartige Erklärung zentraler Begriffe (Sicherheitsdilemma, Konzert Europas, Stalin-Note, OSZE/Charta von Paris etc.) erstellen.
Jeffrey D. Sachs | 22. Dezember 2025 | Horizons, Winter 2026 (erscheint demnächst)
Übersetzung mit ChatGPT

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Offener Brief von Jeffrey Sachs: „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!“

Offener Brief von Jeffrey Sachs: „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!“ https://wp.me/paI27O-6vo

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/offener-brief-von-jeffrey-sachs-lernen-sie-geschichte-herr-bundeskanzler-li.10010628

Das englische Original: https://www.jeffsachs.org/newspaper-articles/albzye67la82jw37ltlrpg8r5ybgwz

Und seine Homepage: https://www.jeffsachs.org/

Offener Brief von Jeffrey Sachs: „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!“

Der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs zeigt Friedrich Merz Wege auf, wie Diplomatie den Krieg in der Ukraine beenden könnte. Der Brief im Wortlaut.

Jeffrey D. Sachs

17.12.2025, 13:03 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor Beginn der Kabinettssitzung in Berlin am 17.12.2025www.imago-images.de

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sicherheit ist unteilbar – und Geschichte zählt

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

Sie haben wiederholt von Deutschlands Verantwortung für die europäische Sicherheit gesprochen. Diese Verantwortung lässt sich nicht durch Parolen, selektive Erinnerung oder die Normalisierung von Kriegsrhetorik ersetzen. Sicherheitsgarantien sind keine Einbahnstraßen. Sie wirken in beide Richtungen. Dies ist weder ein russisches noch ein amerikanisches Argument; es ist ein Grundprinzip der europäischen Sicherheit, das explizit in der Schlussakte von Helsinki, dem OSZE-Rahmen und jahrzehntelanger Nachkriegsdiplomatie verankert ist.

Deutschland ist verpflichtet, diesem Moment mit historischem Ernst und Ehrlichkeit zu begegnen. In dieser Hinsicht bleibt Ihre jüngste Rhetorik gefährlich hinter den Erwartungen zurück.

Seit 1990 wurden Russlands zentrale Sicherheitsbedenken wiederholt ignoriert, verwässert oder direkt verletzt – oft mit aktiver Beteiligung oder Duldung Deutschlands. Diese Geschichte darf nicht ausgelöscht werden, wenn der Krieg in der Ukraine beendet werden soll, und sie darf nicht ignoriert werden, wenn Europa einen permanenten Konfrontationszustand vermeiden will.

Am Ende des Kalten Krieges gab Deutschland der sowjetischen und später der russischen Führung wiederholt und unmissverständlich die Zusicherung, dass die NATO nicht nach Osten expandieren würde. Diese Zusicherungen erfolgten im Kontext der deutschen Wiedervereinigung. Deutschland profitierte enorm davon. Die rasche Wiedervereinigung Deutschlands – innerhalb der NATO – wäre ohne die auf diesen Zusagen beruhende sowjetische Zustimmung nicht möglich gewesen. Später so zu tun, als seien diese Zusicherungen bedeutungslos gewesen oder lediglich beiläufige Bemerkungen, ist nicht realistisch, sondern geschichtsrevisionistisch.

1999 beteiligte sich Deutschland an den NATO-Bombenangriffen auf Serbien, dem ersten größeren Krieg, den die NATO ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates führte. Dies war keine Verteidigungsaktion, sondern eine wegweisende Intervention, die die Sicherheitsordnung nach dem Kalten Krieg grundlegend veränderte. Für Russland war Serbien keine abstrakte Angelegenheit. Die Botschaft war unmissverständlich: Die NATO würde Gewalt jenseits ihres Territoriums anwenden, ohne UN-Mandat und ohne Rücksicht auf russische Einwände.

Im Jahr 2002 traten die Vereinigten Staaten einseitig aus dem ABM-Vertrag aus, einem Eckpfeiler der strategischen Stabilität über drei Jahrzehnte. Deutschland erhob keine ernsthaften Einwände. Doch die Aushöhlung der Rüstungskontrollarchitektur erfolgte nicht im luftleeren Raum. Raketenabwehrsysteme, die näher an Russlands Grenzen stationiert wurden, wurden von Russland zu Recht als destabilisierend wahrgenommen. Diese Wahrnehmungen als Paranoia abzutun, war politische Propaganda und keinesfalls kluge Diplomatie.

2008 erkannte Deutschland die Unabhängigkeit des Kosovo an, trotz ausdrücklicher Warnungen, dass dies den Grundsatz der territorialen Integrität untergraben und einen Präzedenzfall mit weitreichenden Folgen schaffen würde. Erneut wurden Russlands Einwände als böswillig abgetan, die grundsätzlichen Bedenken wurden nicht ernst genommen.

Das stetige Drängen auf eine NATO-Erweiterung um die Ukraine und Georgien – formell erklärt auf dem Gipfeltreffen in Bukarest 2008 – überschritt die deutlichsten roten Linien, trotz jahrelanger, lautstarker, klarer, konsequenter und wiederholter Einwände Moskaus. Wenn eine Großmacht ein zentrales Sicherheitsinteresse benennt und es über Jahrzehnte hinweg immer wieder betont, ist dessen Ignorieren keine Diplomatie, sondern eine bewusste Eskalation.

Deutschlands Rolle in der Ukraine seit 2014 ist besonders beunruhigend. Berlin vermittelte gemeinsam mit Paris und Warschau das Abkommen vom 21. Februar 2014 zwischen Präsident Janukowitsch und der Opposition – ein Abkommen, das die Gewalt beenden und die verfassungsmäßige Ordnung wahren sollte. Innerhalb weniger Stunden scheiterte dieses Abkommen. Es folgte ein gewaltsamer Umsturz. Eine neue Regierung entstand auf verfassungswidrigem Wege. Deutschland erkannte das neue Regime umgehend an und unterstützte es. Das von Deutschland garantierte Abkommen wurde folgenlos aufgegeben.

Das Minsker Abkommen II von 2015 sollte die Korrektur darstellen – ein ausgehandelter Rahmen zur Beendigung des Krieges in der Ostukraine. Deutschland fungierte erneut als Garantiemacht. Doch sieben Jahre lang wurde das Minsker Abkommen II von der Ukraine nicht umgesetzt. Kiew lehnte seine politischen Bestimmungen offen ab. Deutschland setzte sie nicht durch. Ehemalige deutsche und andere europäische Staats- und Regierungschefs haben inzwischen eingeräumt, dass Minsk weniger als Friedensplan denn als Verteidigungsmaßnahme behandelt wurde. Allein dieses Eingeständnis erfordert eine Auseinandersetzung mit den Vorgängen.

Vor diesem Hintergrund klingen Forderungen nach immer mehr Waffen, immer schärferer Rhetorik und immer größerer „Entschlossenheit“ hohl. Sie fordern Europa auf, die jüngste Vergangenheit zu vergessen, um eine Zukunft permanenter Konfrontation zu rechtfertigen.

Genug der Propaganda! Genug der moralischen Infantilisierung der Öffentlichkeit! Die Europäer sind durchaus in der Lage zu verstehen, dass Sicherheitsdilemmata real sind, dass NATO-Aktionen Konsequenzen haben und dass Frieden nicht dadurch erreicht wird, dass man so tut, als gäbe es Russlands Sicherheitsbedenken nicht.

Die europäische Sicherheit ist unteilbar. Dieses Prinzip bedeutet, dass kein Land seine Sicherheit auf Kosten eines anderen stärken kann, ohne Instabilität zu provozieren. Es bedeutet auch, dass Diplomatie nicht Beschwichtigung ist und historische Ehrlichkeit kein Verrat.

Deutschland hat dies einst verstanden. Ostpolitik war keine Schwäche, sondern strategische Reife. Es wurde erkannt, dass Europas Stabilität von Dialog, Rüstungskontrolle, Wirtschaftsbeziehungen und der Achtung der legitimen Sicherheitsinteressen Russlands abhängt.

Deutschland braucht diese Reife heute erneut. Es darf nicht länger so reden, als sei Krieg unvermeidlich oder gar tugendhaft. Strategisches Denken darf nicht länger auf Bündnisparolen reduziert werden. Es muss sich endlich um echte Diplomatie bemühen – nicht als PR-Maßnahme, sondern als ernsthafter Versuch, eine europäische Sicherheitsarchitektur wiederaufzubauen, die Russland einschließt, statt es auszuschließen.

Eine erneuerte europäische Sicherheitsarchitektur muss mit Klarheit und Zurückhaltung beginnen. Zunächst erfordert sie ein unmissverständliches Ende der NATO-Osterweiterung – um die Ukraine, Georgien und jeden anderen Staat entlang der russischen Grenzen.

Die NATO-Erweiterung war keine unvermeidliche Folge der Nachkriegsordnung; sie war eine politische Entscheidung, die unter Verletzung feierlicher Zusicherungen von 1990 getroffen und trotz wiederholter Warnungen vor einer Destabilisierung Europas verfolgt wurde.

Sicherheit in der Ukraine wird nicht durch die Stationierung deutscher, französischer oder anderer europäischer Truppen erreicht, da diese die Spaltung nur vertiefen und den Krieg verlängern würde. Stabilität wird durch Neutralität erreicht, gestützt auf glaubwürdige internationale Garantien. Die Geschichte ist eindeutig: Weder die Sowjetunion noch die Russische Föderation haben in der Nachkriegsordnung die Souveränität neutraler Staaten verletzt – weder Finnland, Österreich, Schweden, die Schweiz noch andere. Neutralität funktionierte, weil sie legitime Sicherheitsbedenken aller Seiten berücksichtigte. Es gibt keinen triftigen Grund, anzunehmen, dass sie nicht erneut funktionieren kann.

Zweitens erfordert Stabilität Entmilitarisierung und Gegenseitigkeit. Russische Streitkräfte müssen von den NATO-Grenzen ferngehalten werden, und NATO-Streitkräfte – einschließlich Raketensysteme – müssen von den russischen Grenzen ferngehalten werden. Sicherheit ist unteilbar, nicht einseitig. Grenzregionen sollten durch überprüfbare Abkommen entmilitarisiert und nicht mit immer mehr Waffen überladen werden.

Sanktionen sollten im Rahmen einer Verhandlungslösung aufgehoben werden; sie haben keinen Frieden gebracht und der europäischen Wirtschaft schweren Schaden zugefügt.

Insbesondere Deutschland sollte die leichtfertige Beschlagnahmung russischer Staatsvermögen ablehnen – ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht, der das Vertrauen in das globale Finanzsystem untergräbt. Die Wiederbelebung der deutschen Industrie durch rechtmäßigen, auf Verträgen beruhenden Handel mit Russland ist keine Kapitulation, sondern wirtschaftlicher Realismus. Europa sollte seine eigene Produktionsbasis nicht im Namen moralischer Rhetorik zerstören.

Schließlich muss Europa zu den institutionellen Grundlagen seiner eigenen Sicherheit zurückkehren. Die OSZE – nicht die NATO – sollte wieder als zentrales Forum für europäische Sicherheit, Vertrauensbildung und Rüstungskontrolle dienen. Strategische Autonomie für Europa bedeutet genau dies: eine europäische Sicherheitsordnung, die von europäischen Interessen geprägt ist, nicht von der permanenten Unterordnung unter den NATO-Expansionsgedanken.

Frankreich könnte seine nukleare Abschreckung als europäischen Sicherheitsschirm ausweiten, jedoch nur in einer rein defensiven Haltung, ohne vorgeschobene Systeme, die Russland bedrohen.

Europa sollte dringend auf eine Rückkehr zum INF-Rahmen und auf umfassende strategische Verhandlungen zur nuklearen Rüstungskontrolle unter Beteiligung der Vereinigten Staaten und Russlands – und später auch Chinas – drängen. Die Analogie zwischen Kosovo und Ukraine muss ebenfalls ehrlich anerkannt werden: Grenzen wurden in Europa bereits mit westlicher Unterstützung verschoben. Grenzen werden verschoben. Das Streben nach Frieden muss unantastbar sein.

Und das Wichtigste: Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler! Und seien Sie dabei ehrlich! Ohne Ehrlichkeit kann es kein Vertrauen geben. Ohne Vertrauen kann es keine Sicherheit geben. Und ohne Diplomatie riskiert Europa die Katastrophen zu wiederholen, aus denen es angeblich gelernt hat.

Die Geschichte wird beurteilen, woran sich Deutschland erinnert – und was es vergisst. Lassen Sie Deutschland dieses Mal Diplomatie und Frieden wählen und zu seinem Wort stehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jeffrey D. Sachs

Universitätsprofessor

Columbia University

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Liste der Verbrechen des Westens, die zum Untergang der Menschheit führen können

Liste der Verbrechen des Westens, die zum Untergang der Menschheit führen können     https://wp.me/paI27O-6vf

Alle Länder haben Schuld auf sich geladen, nicht nur Russland:

Liste der Verbrechen des Westens, die zum Untergang der Menschheit führen können:

  1. völkermörderischer Gazakrieg
  2. die Provokation des Ukrainekriegs trotz Russlands deutlichster Warnung, siehe die entsprechende Kubakrise, wo vermutlich wegen seiner Absicht, Frieden mit Russland zu machen die beiden Kennedybrüder ermordet wurden. 
  3. der grauenhafte Vietnamkrieg
  4. die klammheimliche Beteiligung am Irakkrieg durch die Erlaubnis an die USA, ihre Basen in Deutschland zu benutzen
  5. der völkerrechtswidrige Kosovokrieg
  6. weitere Verbrechen, die unser Gewissen und unseren Selbsterhaltungstrieb stimulieren könnten, in diesem Link:  https://wp.me/paI27O-3KK 
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Odessa und der Kampf um die Zukunft… von „Yanis Family“

https://www.youtube.com/watch?v=uZO0tAH-50E

12.441 Aufrufe 15.12.2025

Diplomatie ist das Werkzeug eines Erwachsenen, Krieg ist der Wutanfall eines Kindes, eines sehr reichen, sehr gefährlichen Kindes! 

“ Why Odesa is the Final Nail in the Coffin for US Power ⚠️ Unofficial Fan Content: This channel is not affiliated with Yanis Varoufakis. We use AI to create the voice and visuals, but the concepts are based on his actual public statements. Our goal is to make his economic ideas easy to watch and understand for everyone. We are not trying to impersonate him; we are simply sharing his insights in a cinematic way. „

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China von einem, der seit 30 Jahren dort wohnt

 

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Ich habe in unserer Multikrise etwas Hoffnung und viele Sorgen

Liebe Familie, liebe Freunde

Ich bin traurig und unsicher. Wir haben in und bei unserer Multikrise etwas Hoffnung und viele Sorgen. Die Menschheitsfamilie kann sich gemeinsam  in der UNO und in ihrer großen Basis in allen Ländern zur Kooperation positiv entscheiden, wenn sie sich einig wird. Dann kann sie alle Probleme durch die heutigen phantastischen technischen Möglichkeiten meistern, die planetaren Grenzen (1) alle in den Griff bekommen und die wunderbaren Möglichkeiten der Zukunft mit der Erforschung des Weltalls genießen (zum Beispiel in einer schönen Story von Isaac Asimov, 2). Andererseits ist die Gefahr eines vernichtenden Weltkriegs groß, getrieben von einer übertriebenen Konkurrenz und dem Misstrauen gegenüber anderen Menschengruppen. Diese kann man laut Marschall Rosenberg in erster Linie mit „Giraffentänzen“ meistern (3), wo in Einzelgesprächen an die bei jedem vorhandenen sozialen Instinkte appelliert wird, auch bei Menschen wie Hitler und Netanyahu. Diese grundsätzliche Entscheidung für eine solche Kooperation steht sowieso schon immer an, ist aber wegen der Atomwaffen jetzt lebensnotwendig. Es kommt auf jeden an, denn jeder kann die Schneeflocke sein, die durch ihr winziges zusätzliches Gewicht den schwerbeladenen Kriegsbaum zum Zusammenbrechen bringt.

Wenn es gelingt, werden große Sciencefiktionträume (wie in Raumschiff Enterprise)  wahr. (wenn es scheitert, werden wir als Teil des Universums nach unserem Tod hoffentlich andere Erfolge im riesigen Universum sehen können…)

Ich bin dankbar für Vorschläge zur besseren Formulierung dieses meines Wunsches in dieser hochwichtigen Zeit…

1. Planetare Belastbarkeitsgrenzen  https://wp.me/paI27O-5Nw

2. Eine Endzeitgschichte: Isaac Asimov, Die letzte Frage/ The last Question  https://wp.me/paI27O-5X0

3.  Marschal B.Rosenberg    https://wp.me/paI27O-6eP   Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation: Ein Gespräch mit Gabriele Seils

 

Herzliche Grüße, Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: +49 176 577 47 881, helmut_kaess@web.de, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de, https://www.sicherheitneudenken.de, ttps://leuchtturmard.de, Dr. med. Helmut Käss, Arzt für Allgemeinmedizin i.R., 

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die-zehn-erfolgreichsten-etfs-der-letzten-zehn-jahre-und-ihre-strategien

die-zehn-erfolgreichsten-etfs-der-letzten-zehn-jahre

https://capinside.com/c/die-zehn-erfolgreichsten-etfs-der-letzten-zehn-jahre-und-ihre-strategien

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40 Jahre Friedensnobelpreis für die IPPNW

 

Gesendet: Freitag, 12. Dezember 2025 um 16:55
Von: „Angelika Wilmen“ <wilmen@ippnw.de>
An: „ippnw-deutschland@ippnw-lists de“ <ippnw-deutschland@ippnw-lists.de>
Betreff: [ippnw-debatte] Wochenbericht der Öffentlichkeitsarbeit für die 50. Kalenderwoche

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

anbei schicke ich Ihnen  den Bericht der Öffentlichkeitsarbeit für die 50. Kalenderwoche.

40 Jahre Friedensnobelpreis für die IPPNW
Vor 40 Jahren erhielt die IPPNW den Friedensnobelpreis für „die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren eines Atomkrieges“.
Wir haben auf unserer Homepage anlässlich des 40-jährigen Jubiläums Bilder, Reden, Reaktionen und Anekdoten rund um die Friedensnobelpreisverleihung zusammen getragen – mit vielen weiterführenden Links. Wie war die Reaktion der deutschen Bundesregierung auf die Preisverleihung? Und wie erinnern sich Mitglieder an die Zeit um den Nobelpreis? All dies können Sie hier nachlesen.  https://www.ippnw.de/der-verein/geschichte-der-ippnw/artikel/de/menschen-aller-laender-die-ihr-ueber.html

Protest gegen Kriegsdienst
Die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht bzw. den Kriegsdienst waren ein voller Erfolg. Mehr als 55.000 Jugendliche gingen in 100 Städten auf die Straße.
In Berlin organisierte die IPPNW gemeinsam mit DFG-VK, pax christi und anderen eine Auftaktaktion für den Protesttag vor dem Bundestag (hier zu sehen https://www.bbc.com/news/articles/ckg9drg8pg1o) und unterstützte die Demonstration am Nachmittag. In Hamburg beteiligten sich die Regionalgruppe mit einem Banner „Abrüsten fürs Klima!“ und in Bielefeld mischte sich die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen unter die Schülder*innen. Sie kommt in dem Bericht der Neuen Westfälischen zu Wort. https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/24227597_Eure-Zukunft-ist-nicht-die-Kaserne-Bielefelder-Schulstreik-mit-Hunderten-Teilnehmern.html

Fotos vom „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ in Hamburg und Berlin sind hier zu finden: https://www.flickr.com/photos/ippnw

»Kriegstüchtigkeit und der Kampf für Frieden« war der Titel einer Podiumsdiskussion mit Angelika Claußen (Vorsitzende IPPNW), Ulrike Eifler (IG Metall), Yusuf As (Verdi Migrationsausschuss) und Jan Dieren (SPD) in Köln. Ein Foto der Referent*innen finden Sie weiter unten gepostet von Ulrike Eifler auf X/Twitter.

Kopi-Konferenz Palästina -Israel 
„Deutschlands Verantwortung für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel“ – so lautete das Thema einer Konferenz Anfang Dezember 2025 in Frankfurt/M, organisiert vom Deutschen Koordinationskreis Palästina Israel, in dem die IPPNW Mitglied ist.  Sowohl die Palästinensische Gemeinde Deutschland als auch die Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden und eine ganze Reihe deutscher Friedensorganisationen arbeiten in diesem Kreis zusammen, und diskutierten in Frankfurt mit über 150 Teilnehmenden die nach wie vor schlimme Lage der palästinensischen Bevölkerung in Gaza, aber auch in der Westbank. Einen Bericht von Matthias Jochheim haben wir auf unserem Blog veröffentlicht. https://blog.ippnw.de/deutschlands-verantwortung-zivilgesellschaftliche-konferenz-in-frankfurt/
Eine Aufzeichnung gibt es unter https://www.youtube.com/watch?v=zOQzyxzkElQ

Militarisierung des Gesundheitswesens
The Left Berlin schreibt über die Militarisierung des Gesundheitssektors und zitiert uns. https://www.theleftberlin.com/medicine-for-war-germany/
Multipolar schreibt über unsere Kampagne gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens https://multipolar-magazin.de/meldungen/0356The Left Berlin schreibt über die Militarisierung des Gesundheitssektors und zitiert uns. https://www.theleftberlin.com/medicine-for-war-germany/
Multipolar berichtet über unsere Kampagne gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens https://multipolar-magazin.de/meldungen/0356

Die Veranstaltung im Grillo-Theater in Essen „Was bedeutet ein „kriegstüchtiges“ Gesundheitssystem für uns alle“ war eine gelungene Veranstaltung mit einem kontrovers besetzten Podium. Das Grillo-Theater Café war sehr gut besucht, einige der 85 Teilnehmer*innen mussten sogar stehen. Die Regionalgruppe Essen hat viele sehr positive Rückmeldungen von Teilnehmern erhalten.

Die Nordwestzeitung schreibt über einen Infostand zu unserer Unterschriftenkampagne in Emden https://www.nwzonline.de/termine/verschiedenes-emden-erinnern-fuer-die-zukunft-40-jahre-kampf-fuer-ein-ziviles-gesundheitswesen_e_63957822-3.html#

Sie wollen selbst einen Vortrag zum Thema halten? Im Digitalen Büro der IPPNW finden Sie Vorträge und Manuskripte https://ippnw.xn--digitalesbro-mlb.org/index.php/s/pz6F964P2NX7qWi, an denen Sie sich orientieren können.

Tag der Menschenrechte
Am „Internationalen Tag der Menschenrechte“ veröffentlichte das Forum Menschenrechte die Aide-Mémoires, an denen die IPPNW in diesem Jahr erneut mitgearbeitet hat. https://www.forum-menschenrechte.de/aide-memoires-2025/
Beteiligt waren wir konkret an der Arbeit zu den Kapiteln „Menschenrecht auf Frieden“ (S. 156) und an dem Kapitel „Israel & Besetzte Palästinensische Gebiete“ (S. 52).

IPPNW-Tagung „15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl“
Am 7. März 2026 findet in Stuttgart die Tagung 15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl, Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen in Stuttgart statt. Themen sind die bis heute anhaltenden, teils verheerenden Folgen der beiden größten Atomunfälle der Geschichte mit einem kritischen Blick auf ausgewählte Gegenwarts- und Zukunftsthemen der Atomenergie. Wir freuen uns auf rege Teilnahme! Die Online Anmeldung ist ab jetzt offen.

Medical Peace Work
Die Medical Peace Work-Homepage wurde aktualisiert https://www.medicalpeacework.org/home.html
Besonders hinweisen möchte ich auf die überarbeitete und erweiterte Fassung des Kursbuch 1 „Health Workers, Conflict and Peace”. Es dient als Einführung in die Friedens- und Konflikttheorie mit besonderem Schwerpunkt auf der Rolle von Gesundheitsfachkräften und der Entwicklung praktischer Fähigkeiten. https://www.medicalpeacework.org/fileadmin/user_upload/ebooks/mpw_course1.pdf

Nukipedia
Einen Bericht über die ICAN-Nukipedia mit Beteiligung der IPPNW-Studierendensprecherin Lena Gedat finden Sie unter https://www.icanw.de/action/bericht-zur-nukipedia-ii-2025/

Social Media
Zum 40. Jahrestag der Friedensnobelpreisverleihung an die IPPNW haben wir eine dreiteilige Serie mit Zitaten Lowns, Tschasows und Aarviks aus den damaligen Reden in Oslo veröffentlicht (s.u.).
Die Aktionen gegen die Wehrpflicht vom letzten Freitag sind vielfältig aufgenommen worden – u.a. waren wir an diesem Video der DFG-VK beteiligt: https://www.instagram.com/p/DR4GrVkjLpy/
Die Heinrich-Heine-Universität (Uniklinikum Düsseldorf) hat auf Instagram ein kurzes Video mit Susanne Grabenhorst zur Militarisierung des Gesunsheitswesens gepostet: https://www.instagram.com/p/DSACT8GDTp5/


Sonstiges

Der Bote berichtet über ein Urteil zur Niedrigstrahlung in der Schweiz https://www.bote.ch/nachrichten/schweizundwelt/bundesgericht-anerkennt-erstmals-auch-eine-tiefe-strahlendosis-kann-akw-arbeiter-krank-machen-art-1661696Mit freundlichen Grüßen
Angelika Wilmen**********************
Angelika Wilmen
Geschäftsstellenleiterin, Friedensreferentin
IPPNW – Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/
Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.
Frankfurter Allee 3
10247 Berlin
Tel. 030 / 69 80 74 13
Fax 030/ 6938166
Email: wilmen@ippnw.de
Web: www.ippnw.deSpenden Sie für unsere Aktivitäten 2026

_______________________________________________ ippnw-deutschland Mailingliste ippnw-deutschland@ippnw-lists.de Zu viele E-Mails? Diese Mailingliste ist eine offene Diskussionsliste der deutschen Sektion der IPPNW. Bei den Beitr�gen handelt es sich oft um pers�nliche Einzelmeinungen und nicht um offizielle IPPNW-Positionen. Bitte die Netiquette-Regeln unter:https://www.ippnw.de/bit/net beachten. Falls Sie nicht mehr so viele Emails bekommen, aber weiterhin informiert sein m�chten, k�nnen Sie alternativ zu diesem Diskussionsforum die Liste [ippnw-info] abonnieren. Dort erhalten sie mehrmals pro Woche Informationen �ber Aktivit�ten und Positionen der IPPNW. Hier k�nnen Sie sich daf�r anmelden https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ippnw-info. Einmal im Monat erscheint der IPPNW-Newsletter, den Sie hier abonnieren k�nnen:https://www.ippnw.de/aktiv-werden/newsletter-abonnieren.html. �ber folgenden Link k�nnen Sie sich aus dieser Mailingliste selbst austragen https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ippnw-deutschland oder schreiben Sie eine E-Mail an technik@ippnw.de (bitte nicht �ber die Mailingliste). Diese Mailingliste wird �ber JPBerlin/Heinlein gehostet, deren Datenschutzerkl�rung kann �ber diesen link eingesehen werden: https://www.heinlein-support.de/datenschutz

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12.12.25: The Moment China Surpassed America (Explained by John Mearsheimer)

https://wp.me/paI27O-6uL

In 13 Minuten im John Mearsheimer Stil: Abgesang des Unilateralismus, der Sieg des Multilateralismus und der Sieg Chinas

https://www.youtube.com/watch?v=_T2FabrMjlc 

 

 

 

If you listen closely to what’s

happening in the world today, you’ll

notice something extraordinary. The

United States has officially lost the

strategic advantage it enjoyed for

nearly eight decades. And China, through

a combination of economic power,

industrial might, and long-term

planning, has now taken the lead. This

isn’t about predictions anymore. It’s

not about what might happen. It’s what

has already happened, and Washington

can’t reverse it. For most of my career,

I’ve argued that the rise of China would

fundamentally challenge American

hegemony. When I first began making this

argument in the early 2000s, many people

dismissed it. They said China would slow

down. They said the US would maintain

dominance. They said the world would

never shift away from American

leadership. But today, the evidence is

overwhelming. China is no longer

catching up. China is overtaking. In

international politics, timing is

everything. And China has reached the

point I call the critical mass of power.

The moment when a rising state stops

being a challenger and starts becoming a

peer competitor. This is the moment

where economic power converges with

military capability. Industrial

dominance becomes global leverage.

Diplomacy shifts in favor of the rising

power and the existing superpower loses

the ability to dictate outcomes. This is

exactly what’s happening today. China

isn’t rising anymore. China has risen

and America can’t stop this trajectory.

Let’s break down how China pulled this

off because it wasn’t accidental. China

built the world’s largest manufacturing

base, a technologically advanced

military designed to counter the US, the

biggest trading network in human

history, and a global diplomatic

presence that rivals Washington. This

wasn’t done in 5 years. It was done over

for decades slowly, quietly,

methodically. And while China was

building, the United States was

distracted.

Fighting costly wars in the Middle East,

offshoring its industrial backbone, and

assuming China would play by American

rules. It was a colossal miscalculation.

Here’s the uncomfortable truth. You

can’t stop a great power once it reaches

this level of capability. Washington can

impose sanctions. It can build

alliances. It can restrict technology.

It can increase military presence in the

Pacific. But none of this changes the

structural reality. China has too much

economic weight. Too much industrial

capacity and too much strategic

momentum. The United States is no longer

in the driver’s seat. It’s reacting, not

shaping. In part two, I’m going to walk

you through the exact mechanism step by

step that allowed China to quietly

surpass the United States. We’ll look at

the industrial tipping point, the

military balance shift, and the

diplomatic realignments happening right

now across Asia, the Middle East, and

beyond. Because once you understand

these shifts, you’ll see why America’s

ability to contain China has collapsed

permanently. When I look at today’s

international system, the most important

fact is this. The United States no

longer has the structural leverage it

enjoyed for 75 years. For decades,

American policymakers could punish,

pressure, or isolate almost any country

on Earth. They could weaponize finance,

restrict technology, or rally alliances

to contain rivals. And almost always, it

worked. But around 2017, maybe earlier,

something shifted. China reached a level

of economic and technological

development that fundamentally changed

the balance of power. And here’s the

uncomfortable truth I’ve been saying for

years. The United States can no longer

contain China. The window has closed.

Let me explain exactly why. One, the

economic tipping point for most of

modern history. Power followed wealth.

The country with the biggest economy

holds the cards. and China now leads the

world in manufacturing output industrial

capacity infrastructure scale electric

vehicle production high-speed rail

network say Id driven industrial

logistics in some sectors Beijing isn’t

just ahead it’s in a different universe

people ask me John when did the US lose

the ability to slow China down my answer

is simple the day China built an

industrial machine the US could no

longer match even if it tried Because

once a country becomes the world’s

largest manufacturer by far, sanctions

don’t heard it the way they used to.

Restrictions don’t stop it. Threats

don’t frighten it. China now produces

more steel than the rest of the world

combined. It builds more ships every

year than the US builds in a decade. It

graduates more engineers than America

graduate students. You cannot contain a

country that manufactures the future to

the global south. Pivot. Another crucial

point. The global south stopped

listening to Washington. This is

something few Americans realize, but

it’s one of the most important

geopolitical shifts since the Cold War.

Countries across Asia, Africa, Latin

America, and the Middle East looked at

China and saw financing with no

political conditions infrastructure

instead of lectures. trade instead of

punishment technology instead of

interference. And suddenly the US found

itself isolated in regions it used to

dominate. I’ve spoken with diplomats

across the world who quietly say the era

of American pressure is over. We have

options now. That’s the power of a

rising China. Three. The myth of

American technological superiority.

Washington elites continue repeating the

same comforting phrase. We are still

ahead in technology. But let me tell you

something uncomfortable. That gap is

shrinking so fast that in some areas

it’s gone. Take five grams, six grams,

quantum communications, AI

infrastructure, battery technology,

green energy, and ship building

automation. China is not catching up. It

is leading. The United States still

dominates in some high-end sectors like

advanced semiconductors, but even that

lead is fragile. Once China’s domestic

semiconductor ecosystem matures, and it

will the last major American lever

disappears, and I’ve been warning

policymakers for years, you cannot

prevent a nation of 1.4

billion people with enormous talent and

industrial discipline from developing

advanced technology. You can only slow

it temporarily. That temporary moment is

ending. And the United States knows it.

For the strategic geography problem,

there’s another issue almost nobody

discusses. The United States must

project power across an ocean. China

projects power inside its own region.

America is playing an away game. China

is playing a home game. and in great

power competition. The home team has the

advantage, the distance, the logistics,

the supply lines. All of it creates a

structural imbalance the US can never

truly overcome. The Pentagon knows this.

The Navy knows this. Every serious

strategic planner knows this. This is

why I say China didn’t win because it

was aggressive. China won because it had

geography, industry, and time on its

side. Five, the realization inside

Washington. And now something very

significant is happening. People inside

the US establishment are quietly

admitting the truth. They won’t say it

publicly, not yet. But behind closed

doors, they are acknowledging

containment is no longer viable.

Sanctions don’t work. Military dominance

is fading. The alliance network is less

reliable. The economic gap cannot be

reversed. This realization is what I

call the strategic panic phase. It’s the

moment a superpower recognizes it cannot

dictate outcomes the way it used to. And

from this panic comes risk big risk.

Because historically, when a declining

power confronts a rising power, conflict

becomes more likely. We’re entering

dangerous territory. Now that we’ve

established when the United States began

losing leverage, let’s move to the

critical question. What exactly did

China do that pushed it permanently

ahead? There are three strategic moves,

big moves that the United States cannot

reverse, no matter how much pressure,

sanctions, or alliances it deploys.

Let’s break them down. Move one, China

built the world’s first self-sufficient

mega economy. When I say

self-sufficient, I don’t mean

emotionally or symbolically.

I mean industrially, technologically,

financially, and strategically

self-sufficient on a scale humanity has

never seen. China now has the largest

manufacturing base in history, the

largest consumer market in history, the

largest industrial workforce in history,

the deepest global supply chains in

history, the biggest energy

transformation

systems ever built. This is the key

point. The United States cannot cut

China off from the world because China

is the world’s industrial core. Before,

Washington could pressure countries by

limiting access to the American market.

But today, losing access to China is far

more damaging for most governments and

companies. The US simply doesn’t have

the leverage anymore. China achieved

something I’ve been warning about for 20

years. It built an economic ecosystem

too big to isolate and too advance too

slow. This alone changed the entire

international order. Move to China

created parallel global systems. The US

cannot shut down for decades. The US

dominated the world not just through

power but through systems. The swift

banking network. The US dollar American

credit institutions. Silicon Valley

technology.

Western controlled global shipping

rules. US-led security alliances. China

studied all of that and built

alternatives. Today, China has CIPS, the

alternative to Swift, the digital U on

the alternative payment reserve system.

Brie ports, the alternative shipping

network, Huawei Telecom infrastructure,

the alternative digital backbone Asian

financial institutions alternatives to

the IMF and World Bank long-term

commodity contracts alternatives to

dollar dependence. This is why

Washington’s old playbook no longer

works. If America sanctions, China

rroots. If America blocks, China builds

its own version. If America threatens,

other countries now have choices. For

the first time in modern history, you

have a parallel global architecture that

is outside US control. And once those

systems exist, they don’t go away. This

was a brilliant long-term move from

Beijing 1. the US never expected and

cannot undo. Move three, China

integrated itself into the global south

more deeply than the US ever did. This

is the most underestimated shift in 21st

century geopolitics. China didn’t just

trade with the global south. It embedded

itself into their development through

brie rail networks, ports, mining

partnerships, energy projects, and

industrial cooperation. Beijing created

long-term dependencies. Now look at how

this changes global power. If Latin

America wants infrastructure, they call

China. If Africa wants

industrialization, they call China. If

the Middle East wants technology, they

call China. If Southeast Asia wants

trade, they call China. In every region

that matters, China is the new

heavyweight. And here’s the part

American policy makers hate hearing.

Most of these countries trust China more

than they trust the US. Not because

China is perfect, far from it, but

because China delivers infrastructure

instead of ideology, partnership instead

of pressure, deals instead of demands.

The result, Washington lost influence

across the non-western world, and it’s

not coming back. Why America can’t

counter these moves? I’ve spent my

entire career studying great power

transitions. And the US is facing a

situation no declining power ever wants

to face. China has built a bigger

economy, a bigger industrial base, a

broader global network, a deeper

technological ecosystem and parallel

institutions immune to American

leverage. There is no policy, not

sanctions, not alliances, not military

presence that can reverse these

structural realities. This is why I say

very bluntly, America can’t stop this

anymore. The race is already decided.

The US can respond. It can compete. It

can adjust, but it cannot restore its

old position of dominance over China.

That chapter of history is closed. Let’s

bring everything together. I’ve spent

decades studying great power politics.

And when a rising power overtakes an

established one, the world never stays

the same. It doesn’t happen quietly. It

doesn’t happen peacefully. And it

doesn’t happen without consequences for

everyone involved. Now that China has

taken the lead in key areas, two major

questions define the future. One, what

kind of world is China building? Two,

how will the United States react to

losing its dominant position? Let’s

tackle both. one WHA China leed world

actually looks like. Many people wrongly

assume a China world means Beijing

ruling everything with an iron fist.

That’s not how real international

politics works. Great powers shape

systems indirectly through influence,

standards, economics, technology, and

networks. Not by micromanaging the

globe. Here’s what a china centric world

will realistically look like. A trade

routes will flow through Asia for the

first time in modern history. The

economic center of gravity shifts away

from the Atlantic and firmly into the

Asian sphere. The belt and road network

already connects 150 plus countries.

75% of global population, 65% of world

GDP potential ports, rails, digital

highways, energy pipelines, all centered

on China. If you want to trade, ship,

move goods, or build infrastructure in

the 21st century, you will inevitably

move through China’s system. This is

what power looks like. B technology

standards will be written in Beijing,

not Washington. American companies shape

the digital world from 1992 2020. But

the next era AI governance, six grams,

drone rules, quantum encryption, global

payments will increasingly reflect

Chinese standards. countries will adopt

Chinese telecom architecture, Chinese

cyber security frameworks, Chinese AI

guidelines, Chinese digital currency

protocols, and once a nation adopts a

foreign standard, they stay locked into

that ecosystem for decades. This is how

China extends influence without firing a

shot. See, the global south will align

economically with China. Countries in

Africa, Asia, the Middle East, and Latin

America now see China as their primary

development partner. And that’s not just

about money. It’s about future

alignment. When nations rely on Beijing

for railways, ports, satellites, energy

projects, manufacturing zones, they

inevitably lean toward Beijing’s

worldview. This gradually forms a China

centered global majority. Not a military

alliance, not a dictatorship, but a

gravitational pull powerful and

irreversible to how the United States

will respond. This is where things get

dangerous. A declining superpower does

not simply accept its fate. It resists.

It pushes back. It attempts to slow the

rise of its rival even when the outcome

is already determined. This is straight

from the realist playbook. Here’s how

the US is likely to respond. A

Washington will double down on coalition

building. You’ll see more diplomatic

pressure, defense packs, intelligence

alliances, regional military

collaborations. But the problem is

structural. America’s allies depend on

China economically more than they depend

on the US militarily. Europe trades more

with China. Asia trades far more with

China. Even US partners in the middle.

East rely on China for technology and

energy. This makes Washington’s

alliances limited in power. Be the US

will increase military presence in the

Indo-Pacific. More bases, more naval

deployments, more joint drills, more

security cooperation with Japan, South

Korea, Australia, the Philippines, and

India. But geography cannot be defeated.

China is operating in its backyard. The

United States is operating from across

an ocean. The logistics imbalance is

baked into the system. The US can’t

change geography. C expect more

technological restrictions, but they

will have diminishing returns. American

leadership will continue restricting

chips, AI transfers, telecom components,

dual use technologies. But here’s the

reality. China is now too advanced to be

stopped. Restrictions slow China down

for a moment. But they cannot prevent

China from eventually building its own

version. Washington knows this, but it

has no other tools left. D. The most

dangerous possibility. Miscalculation.

Declining powers often take risks they

would never take when confident. This is

why the USChina relationship is entering

the most volatile period since the Cold

War. All it takes is a misunderstanding

at sea, an incident over Taiwan, a clash

in the South China Sea, or a sudden

political shift, and we could see a

crisis spiral out of control. Great

power transitions are rarely peaceful.

The US won’t go quietly. China won’t

step back. This creates a structural

collision. Let me be blunt. In pure

realist fashion, America can’t stop

China anymore. The structural forces are

simply too strong. You can’t reverse

demographics. You can’t reverse

industrial dominance. You can’t reverse

geography. You can’t reverse global

economic gravity. China rose. America

hesitated. And the world moved on. Now

we enter a new era. Not American, not

Chinesecontrolled, but defined by

competition between the two most

powerful states in human history. The

stakes are enormous. The outcome will

shape the century and both nations will

fight economically and strategically for

their vision of the future. If you want

to understand the next 50 years, watch

this story unfold not through ideology,

not through emotion, but through the

cold logic of power politics. Because in

the end, the world doesn’t follow who

talks the loudest. It follows who builds

the most. And right now, China is

building at a scale the United States

cannot match. That’s the new reality.

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Baustelle in Pompeji lüftet Geheimnis um römischen Beton

Das war vielleicht der Hinweis von Ernst Ulrich von Weizsäcker über das Colosseum und die seinerzeitige CO2 geringe „Beton“ Herstellung…

https://web.de/magazine/wissen/videos/geschichte/baustelle-pompeji-lueftet-geheimnis-roemischen-beton-41681462

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Fundraising!

Fundraising!

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2025/12/Fundraising-workshop-IPPNW-24-World-Congress-Notes.pdf

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Januar 2022, Blinken Lawrow, Gespräch, das zum Krieg in der Ukraine führte…

 

analysiere alle argumente aus diesem Video. Finde Quellen und belege sie. Würdige dieses
Video mit einem kritischen Quellenabgleich. Was lässt sich belegen, was nicht?
Genug Forschung. Ich schreibe nun meine detaillierte Analyse.
Ted Postol, ein renommierter MIT-Professor für Nuklearwaffensysteme, hielt einen Vortrag mit
kontroversen geopolitischen Aussagen und physikalisch-technischen Erläuterungen zu
Nuklearwaffen. Während die physikalischen Effekte von Nuklearwaffen weitgehend durch
Fachliteratur belegt sind, enthalten seine historischen und geopolitischen Interpretationen
erhebliche Vereinfachungen, selektive Darstellungen und teilweise faktisch unbelegte
Behauptungen. Die Analyse zeigt ein klares Muster: Postols wissenschaftliche Glaubwürdigkeit in
technischen Fragen wird durch methodische Fehler bei geopolitischen Analysen gefährdet.
Ted Postol ist tatsächlich Professor Emeritus für Wissenschaft, Technologie und Nationale
Sicherheitspolitik am MIT. Seine Karriere umfasst:
Diese Qualifikationen sind authentisch und berechtigen ihn zu Aussagen über
Nuklearwaffenphysik.

Kritische Analyse des Vortrags von Ted Postol zur
nuklearen Eskalation und Geopolitik
Zusammenfassung der wesentlichen Befunde
I. Postols Hintergrund und Glaubwürdigkeit als Experte
Verifizierte Qualifikationen
[1] [2]
Doctorate in Nukleartechnik vom MIT
Arbeit am Argonne National Laboratory
Tätigkeiten im Pentagon und als Berater der US Navy
Präsident des Congressional Office of Technology Assessment
Mehrfach ausgezeichnet: Leo Szilard Prize (American Physical Society), Richard L. Garwin
Award
[2]
Postol hat jedoch eine dokumentierte Spur methodisch fehlerhafter Analysen in Bereichen
außerhalb der reinen Physik:
Schlussfolgerung zu Postols Glaubwürdigkeit: Postol ist ein legitimer Experte in
Nuklearwaffenphysik, zeigt aber bei geopolitischen und intelligenztechnischen Analysen
systematische Bias und Fehler.
Behauptung Postols: Thermale Strahlung (nicht Explosionsdruck) ist die Hauptursache für
Verletzungen; Firestorms entstehen über riesigen Flächen.
Verifizierung:
Bewertung: Belegt. Postols Darstellung der thermalen Effekte ist physikalisch korrekt und wird
durch Fachliteratur unterstützt.
Dokumentierte Kritik an Postols Methodik
1. Syria-Analysen: Postol kritisierte die US-Regierungsanalysen zu den chemischen Angriffen
in Khan Shaykhun (2017) und Ghouta (2013). Bellingcat kritisierte 2017 seinen Artikel zu
Khan Shaykhun als „fehlerhaft“ und „zeitlich nicht korrekt“. Die OPCW-UN-Untersuchung
kam jedoch zur gegenteiligen Schlussfolgerung wie Postol.
[3] [4] [5] [6]
2. Nordkorea-Analysen: Ein Team der Middlebury Institute (2023) kritisierte Postols Analyse
des Hwasong-18-Raketentests als systematisch fehlerhaft: Er misidentifizierte
Raketenstufen, maß die erste Stufe falsch und ignorierte widerspruchreiche Bildbeweise. Die
Autoren schreiben: „Postol fails to notice…, Postol misidentifies…, Postol does not
consider…“ Das Team konstatiert, seine Arbeit würde „eher mit seiner langjährigen
Opposition gegen US-Rakethenabwehrprogramme zu tun haben als mit Nordkoreas
Raketenprogramm.“
[7]
II. Die technischen Argumente zu Nuklearwaffeneffekten
Thermale Effekte und Brandstiftung
Die technische Literatur bestätigt, dass die Energieverteilung einer nuklearen Detonation
etwa 30-50% auf thermale Strahlung und 40-60% auf Druckwelle fällt. Postol betont
korrekt, dass thermale Effekte bei großen Waffen die Druckeffekte überwiegen und über
größere Distanzen wirken.
[8] [9] [10]
Hiroshima und Nagasaki: 60-69% der Gebäude wurden zerstört, mit schätzungsweise
60.000 Menschen durch Brandverletzungen getötet (von ~140.000-210.000
Gesamttodesfällen). Die Aussage „two-thirds of injured Hiroshima survivors showed
evidence of flash burns“ ist dokumentiert.
[11] [12] [8]
Hamburger Feuerssturm (Juli 1943): Ein Firestorm über ~4 Quadratmeilen mit
Temperaturen von 1.400°F (~760°C) und Windgeschwindigkeiten von 150 mph entstand.
Dies waren aber konventionelle Bomben, nicht nuklear. Postol projiziert Feuersturm-Effekte
korrekt auf Nukleardetonationen, bezieht sich aber auf ein nicht-nukleares Beispiel – dies ist
nicht falsch, sondern veranschaulicht das Konzept.
[13]
Postol beschreibt Strahlenexposition und Fallout. Die Literatur bestätigt: Ein Airburst-Szenario
(wie bei Hiroshima/Nagasaki) erzeugt wenig Fallout; Bodendetonationen erzeugen erhebliche
Früh- und Spät-Fallout. Seine Darstellung ist vereinfacht, aber nicht falsch.
Postols Behauptung: Ein NATO-Kriegsspiel mit 11 kleinen Nuklearwaffen eskalierte auf ~100
Waffen am ersten Tag und in „tausende“ von Waffen bis Tag 5, beide Länder waren „nicht mehr
existent“.
Verifizierung:
Bewertung: Teilweise verifizierbar, aber mit Unsicherheiten. Able Archer 83 war tatsächlich
ein Eskalationsrisiko, aber Postols spezifische numerische Schilderung (11→100→tausende) lässt
sich nicht unabhängig konfirmieren.
Postol zeigt historische Fotos und beschreibt Brandmuster auf Stoff. Dies ist dokumentiert
historisch. Die Fotos scheinen echt zu sein, die Beschreibung ist korrekt.
Postols genaue Wörtlichkeit: „In January of 2022, Anthony Blinken, the American Secretary of
State, told uh Sergey Lavro that the United States reserved the right to put nuclear weapons
into uh into um uh into Ukraine and that um it was none of Russia’s business.“
Verifizierung:
Radiation und Fallout
[14]
III. Historische Aussagen
Able Archer 83 (1983)
Operation Able Archer 83 war real: November 1983 NATO-Übung
[15] [16]
Die Soviets hielten es für einen echten Überfall-Schleier: Ja, dokumentiert
[17] [15]
Die Eskalation-Zahlen sind jedoch nicht verifizierbar aus Postol. Der verfügbare
Forschungsstand dokumentiert, dass:
Die Soviets Nuklearwaffen auf Flugzeugen in Ostdeutschland und Polen zur
Einsatzbereitschaft luden
[15]
Ein Szenario durchgespielt wurde, aber keine öffentlichen Dokumentation der exakten
Waffenzahl-Eskalation (11→100→tausende) existiert
Postol scheint auf einem Wargame-Szenario zu basieren, dessen Detailgenauigkeit nicht
überprüfbar ist
Hiroshima und Nagasaki
[18]
IV. Die geopolitischen Aussagen – kritische Analyse
Aussage 1: Blinken reservierte das Recht auf Nuklearwaffen in der Ukraine
Schlussfolgerung: Diese Aussage ist unbelegte oder falsch in ihrer direkten Zitierweise. Was
tatsächlich geschah: Die US-Regierung lehnte russische Forderungen ab, nicht Nuklearwaffen in
die Ukraine zu stationieren. Das ist etwas völlig anderes.
Postols Kontext: Postol sagt, Trump habe am Ende des Videos (aufgenommen Nov 25, 2025)
gerade „extraordinäre“ Aussagen gemacht. Das Video war aber nur 1:09:20 lang, nicht
vollständig erhalten.
Zur Tomahawk-Frage (Dezember 2025-Januar 2025): Recherche zeigt:
Bewertung: Spekulativ und zeitlich verwirrend. Postol bezieht sich auf Ereignisse, die im
Video-Kontext unklar sind.
Postols Aussagen:
Verifizierung der Tatsachen:
Die Vollständige Rede von Blinken vom 7. und 10. Januar 2022 wurde recherchiert. Wörtlich
steht dort nichts über „die USA reservieren das Recht, Nuklearwaffen in die Ukraine zu
stationieren“.
[19]
Biden sagte am 19. Januar 2022, dass Putin „assurances“ über NATO-Expansion und
Ukraine-Nuklearwaffen wünsche und dass „there is little chance of Ukraine joining the
alliance soon“ – aber dies ist nicht Blinken, der „das Recht reserviert“.
[20]
Die CNN-Berichterstattung vom 21. Januar 2022 über Blinken-Lavrov-Treffen erwähnt kein
solche Aussage.
[21]
Aussage 2: Trump habe im Januar 2025 „außergewöhnliche Aussagen“ gemacht,
die Diplomatie beschädigt haben
Trump erwog tatsächlich, Tomahawk-Raketen in die Ukraine zu senden
[22] [23] [24]
Im Oktober 2025 sagte Trump: „We may“ Tomahawks senden
[22]
Im Dezember 2025 legte Trump dann dar, die USA „brauchen“ die Tomahawks
[22]
Keine „außergewöhnliche Aussage“ im Januar 2025 wurde dokumentiert, da Januar
2025 in der Zukunft liegt (das heutige Datum ist Dezember 8, 2025)
Aussage 3: Mertz, Macron, Starmer seien wie „Hitler im Bunker“ oder zeigten
„lähmende Dummheit“
Friedrich Mertz: „I find it hard to believe, to be blunt, hard to believe that anybody could
have such a lack of grasp of history and such a lack of grasp of basic facts that they could
behave like Frederick Mertz has been behaving“
„Ukraine will be destroyed… because the political leadership of Ukraine is so extremist that
it really should be compared to uh to Hitler in his bunker“
Macron und Starmer seigen „such stupidity“
Mertz und Tomahawks (2026): Recherche zeigt, dass die NATO und Deutschland 2026
konventionelle (nicht-nukleare) Langstreckenwaffen deployen werden, einschließlich
Bewertung: Stark parteiisch und unbelegbar. Postol verwendet emotionale,
entmenschlichende Sprache ohne Faktengrundlage. Dies ist Meinungsäußerung, nicht
Analyse.
Postols Aussage: Biden habe „the Nordstream pipeline destroyed… Biden did more damage to
the country that he thought was an ally, in this case Germany… than he did to Russia.“
Verifizierung der Tatsachen:
Bewertung: Faktisch nicht-belegbar in der von Postol behaupteten Form. Die Verantwortung
ist multipel und unklar; die Darstellung als „Biden tat es“ ist eine Interpretation ohne volle
Quellenbasis.
Tomahawks. Die SWP-Berlin-Studie (2023) dokumentiert dies als Teil der konventionellen
Abschreckung gegen Russland.
[25] [26]
Postols Behauptung, diese seien „für Nuklearwaffen“ – unbelegte Interpretation: Ein
technisches Merkmal (dass Tomahawks theoretisch nuklear bestückbar wären) macht das
nicht gleichbedeutend mit einer Nuklearwaffen-Stationierung. Die offizielle NATOPositionierung ist, dass dies konventionelle Systeme sind.
[26] [25]
Macron und Starmer: Beide verfolgten Strategien zur Unterstützung der Ukraine:
[27] [28]
[29]
Starmer kündigte ein „Coalition of the Willing“ zur Garantie von Friedensdeals und zur
Verteidigungsstärkung der Ukraine an
[29] [30]
Macron sprach über „European Strategic Autonomy“ und die Rolle der französischen
Atomkraft in der europäischen Sicherheit
[31] [28] [32]
Keine dieser Positionen ist „Hitler-ähnlich“ oder systematisch „dumm“ – sie sind
strategische Meinungsverschiedenheiten.
Aussage 4: „Die USA zerstörten die Nordstream-Pipeline“
Nordstream-Sabotage fand am 26. September 2022 statt
[33] [34]
Wer war verantwortlich? Die Literatur zeigt:
US-Geheimdienste erfuhren drei Monate vorher von einem ukrainischen Plan
[33]
Die Washington Post und der Spiegel (November 2023) berichteten, dass ukrainische
Saboteure unter Beteiligung von General Zaluzhnyy die Operation durchführten
[33]
Die Wall Street Journal (August 2024) berichtete, dass Zelenskyy den Plan genehmigt,
dann aber abgebrochen wollte, nachdem die CIA dies erfuhr
[33]
Das ist nicht dasselbe, wie „Biden zerstörte es“ – eher: Die USA kannten den Plan
und stoppten ihn nicht
[33]
Schaden für Deutschland? Die Forschung zeigt gemischte Effekte:
Deutschland erlitt Energiepreissteigerungen und wirtschaftliche Verlangsamung
[35]
Aber: Die Abhängigkeit von russischem Gas war auch ein geopolitisches Risiko, das
Russland hätte nutzen können
[33]
Es ist eine legitime Debatte, keine offensichtliche „Dummheit“
Postols Behauptung: Putin habe vor „einem Jahr“ (vom November 2025 aus = November
2024) die Nukleardoktrin geändert, um „normale“ Angriffe (nicht existenzielle Bedrohungen) als
Auslöser für Nuklearwaffen einzubeziehen.
Verifizierung:
Bewertung: Verifiziert und korrekt dargestellt von Postol. Dies ist eine legitime Beobachtung
über eine gefährliche Entwicklung.
Kernargument: Wenn der Westen Ukraine mit Langstreckenwaffen ausstattet und
Mertz/Macron/Starmer rücksichtslos agieren, erzwingt dies Russland, Nuklearwaffen zu
nutzen, weil Moskau „keine andere Wahl hat“.
Kritik:
Bewertung: Postols Eskalationslogik ist eine Interpretation, nicht eine unbezweifelbare
Tatsache. Alternative Erklärungen sind ebenso plausibel.
V. Russlands Nukleardoktrin
Dies ist teilweise wahr: Putins Änderung der Nukleardoktrin wurde im September 2024
bekannt gemacht
[36] [37] [38]
Die neue Doktrin: Russia wird Nuklearwaffen in Betracht ziehen bei:
Konventionellen Angriffen, die „critical threat to Russia’s sovereignty“ darstellen
[37]
Aggression gegen Russland + Alliierte durch nicht-nukleare Staaten mit Unterstützung
von Kernwaffenstaaten
[37]
Diese ist tatsächlich breiter als die frühere Doktrin („existenzielle Bedrohung“)
[38]
[37]
Die Ukraine-Bezug: Die Doktrin bezieht sich auf die Ukraine-Situation, wo Russland nun
härtere Nuklear-Drohungen einsetzt
[36] [38] [37]
VI. Postols zentrale These: Eskalationsspirale und Bündnis-Dilemmata
1. Logik des Zwangs: Postol argumentiert, Russland habe „no choice but to solve its legitimate
security concerns through the battlefield in Ukraine.“ Dies übersieht die Wahl: Russland
hätte die Ukraine 2022 nicht invadieren müssen. Die „Wahl“ war Putins, nicht erzwungen.
[39]
2. „Legitimate security concerns“: Postol akzeptiert Putins Framing, dass NATO-Nähe zu
Russland eine „existenzielle Bedrohung“ darstellt. Aber: Länder wie Polen, Baltikum traten
NATO bei, weil sie Russland fürchteten (basierend auf 1956 Ungarn, 1968
Tschechoslowakei, 2014 Krim). Dies ist keine NATO-Aggression, sondern Selbstschutz.
[39]
3. Falsche Äquivalenz Ukraine ↔ Kuba: Postol vergleicht Ukraine mit der Kubakrise, in der die
Sowjets Raketen nach Kuba brachten. Aber: Ukraine ist kein sowjetisches Einflussgebiet,
sondern ein unabhängiger Staat, der selbst NATO-Mitgliedschaft wünscht.
[39]
Behauptung Status Bewertung
Nuklearwaffeneffekte (Thermik, Brand,
Strahlung)
Belegt Korrekt und gut dokumentiert
Able Archer 83 war ein echtes
Eskalationsrisiko
Teilweise belegt Kernaussage wahr, Detailzahlen unverifizierbar
Blinken „reservierte das Recht auf
Nuklearwaffen in der Ukraine“
Unbelebt /
Falsch
Keine Quelle für diese direkte Aussage
Mertz/Macron/Starmer sind „dumm“
oder „Hitler-ähnlich“
Nicht belegt Emotionale Meinung, keine faktische Grundlage
Russland habe durch Biden „keine
andere Wahl“
Interpretativ
Alternative Erklärungen sind ebenso oder
plausibler
Nordstream wurde von den USA
zerstört
Teilweise belegt
Wahrscheinlich ukrainische Saboteure; US-Rolle
unklar
Russlands neue Nukleardoktrin ist
breiter
Belegt Korrekt
Thermale Brandstürme über 600+ km²
entstehen
Physikalisch
plausibel
Basierend auf Hamburg-Vergleich, aber ein
nukleares Großszenario ist nicht vollständig
getestet
Postols Vortrag mischt legitime wissenschaftliche Expertise mit geopolitischer Parteinahme.
Seine technischen Ausführungen zu Nuklearwaffen sind fundiert und wichtig. Seine
Interpretation von Geopolitik zeigt aber die Methodenfehler, die Bellingcat und die
Middlebury-Forscher bereits dokumentiert haben:
VII. Postols Blindspots: Was er übersieht
1. Ukrainische Handlungsfähigkeit: Postol behandelt die Ukraine als passives Opfer, nicht als
Akteur mit eigenen Zielen (NATO-Mitgliedschaft, territoriale Integrität). [Dies ist eine
deliberate Simplifizierung.]
2. Verbindlichkeit gegenüber Alliierten: Postol kritisiert, dass der Westen Ukraine unterstützt,
ohne zu thematisieren, dass NATO-Länder wie Polen und das Baltikum eine echte
Sicherheitsbedrohung von Russland erleben.
3. Russische Wahlfreiheit: Die Darstellung, Russland habe „keine andere Wahl“, ignoriert,
dass Diplomatie eine Option war und bleibt – Putin wählte Invasion.
VIII. Zusammenfassung: Was ist belegt, was nicht?
Abschließende Bewertung
Selektive Evidenzauswahl
Unbelegte direkte Zitate (Blinken)
Emotionale Entmenschlichung politischer Gegner („dumm“, „Hitler“)
Übersimplifizierung von geopolitischem Handeln („Russia has no choice“)
Für den deutschsprachigen Techniker und Analytiker: Der Vortrag ist eine Warnung vor
nuklearer Eskalation, die unter bestimmten technischen Aspekten berechtigt ist. Aber der
geopolitische Rahmen sollte mit hoher Skepsis gelesen werden. Postol argumentiert effektiv
emotional, nicht evidenzbasiert, wenn es um Politik geht. Sein Ruf in der Nuklearwaffenphysik
sollte nicht automatisch auf seine Ukraine-/Russland-Analysen übertragen werden.

1. https://www.committinghighreason.com/guests/prof-theodore-posto/
2. https://www.youtube.com/watch?v=ivY8uak20Mc
3. https://en.wikipedia.org/wiki/Theodore_Postol
4. https://en.wikipedia.org/wiki/Khan_Shaykhun_chemical_attack
5. https://en.wikipedia.org/wiki/Ghouta_chemical_attack
6. https://www.bellingcat.com/resources/articles/2017/04/28/professor-theodore-postol-mit-vs-concept-ti
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21. https://www.cnn.com/2022/01/21/politics/blinken-lavrov-geneva-meeting-ukraine
22. https://www.cnn.com/2025/10/31/politics/pentagon-tomahawks-trump-ukraine
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25. https://www.swp-berlin.org/publikation/significant-and-sound-us-medium-range-missiles-in-germany
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34. https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_auf_die_Nord-Stream-Pipelines
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128. https://www.semanticscholar.org/paper/424cfe789d02ed3eae0bf991b76fe68f73f52590
129. https://www.semanticscholar.org/paper/c983b93c31ed6f18ba36dd94655f788f7b132d2b
130. https://www.semanticscholar.org/paper/f9653f244ae2604435e62cdd5c2a70672c32409d
131. https://www.emerald.com/insight/content/doi/10.1108/OXAN-DB258539/full/html

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2023: Dr. Daniele Ganser: Macht. Medien. Menschheitsfamilie. (Kayvan Soufi-Siavash 9.3.2023)

 

https://www.youtube.com/watch?v=uzt82HZtmk8

 

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Plötzlich Krone-Schmalz blamiert Linke vor Millionen Publikum!

Plötzlich Krone-Schmalz blamiert Linke vor Millionen Publikum!

Merkwürdig gehässige Überschrift über einem interessanten Video…

https://www.youtube.com/watch?v=u8jj-ERYDOI 

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„Mearsheimer“ in The „Unthinkable“ Deal The US Just Offered China & Venezuela

„Mearsheimer“ in The „Unthinkable“ Deal The US Just Offered China & Venezuela  https://wp.me/paI27O-6uf

https://www.youtube.com/watch?v=R9kD0Q2ACnE 

06.12.2025

The „Unthinkable“ Deal The US Just Offered China & Venezuela | John Mearsheimer I never thought I’d live to see the day America would be forced to do what no superpower is ever supposed to do. But that day has come. For the first time in decades, Washington has been compelled to offer an unthinkable deal—a desperate plea sent to the very two nations we spent years trying to strangle: Venezuela and China. This isn’t sophisticated strategy. This is the signal of an empire running out of breath. The American economy has reached a state I can describe in one word—thirsty. Thirsty for heavy oil so badly that refineries could grind to a halt. Thirsty for cash to the point the government has to beg someone, anyone, to buy its bonds just to keep the lights on. And the painful irony is this: the two countries we punished the hardest are now the two countries we need the most. 🔔 Subscribe for unfiltered geopolitical truth and ring the bell! DISCLAIMER This is a fan-made channel, and its content is not affiliated with John Mearsheimer or his companies. The videos are inspired by John Mearsheimer public statements and ideas for informational, educational and motivational purposes only, using a synthesized voice that does not belong to John Mearsheimer. We use visual lip-syncing and dubbed narration to match the spoken words with on-screen footage, purely to enhance clarity, create a cinematic experience, and make the content more engaging for viewers. Our aim is to amplify the original message by making it easier to understand for the end consumer, helping us reach and educate more people with John Mearsheimer valuable perspectives. We also make the messages of John Mearsheimer more accessible to people who are deaf or hard of hearing by applying professional transcription to the majority of our videos. We share his visionary ideas in a respectful and inspiring manner, without any intent to mislead. Our channel’s content is based on facts, rumors, and fiction. Nothing on this channel is financial or medical advice. We may sometimes use AI models to help us with specific video production and publishing processes for this channel.

I’m so happy to see the end of America’s bullying tactics trying to control every country with it’s military bases. Good on the B.R.I.C.S. partnership helping many poor countries building and trading with their own currencies bypassing the American dollar.

Übersetzen mit DeepL

I’m so happy to see the end of America’s bullying tactics trying to control every country with it’s military bases. Good on the B.R.I.C.S. partnership helping many poor countries building and trading with their own currencies bypassing the American dollar.

I never thought I’d live to see the day

America would be forced to do what no

superpower is ever supposed to do. But

that day has come. For the first time in

decades, Washington has been compelled

to offer an unthinkable deal. A

desperate plea sent to the very two

nations we spent years trying to

strangle, Venezuela and China. This

isn’t sophisticated strategy. This is

the signal of an empire running out of

breath. The American economy has reached

a state I can describe in one word.

Thirsty. Thirsty for heavy oil so badly

that refineries could grind to a halt.

Thirsty for cash to the point the

government has to beg someone, anyone,

to buy its bonds just to keep the lights

on. And the painful irony is this. The

two countries we punish the hardest are

now the two countries we need the most.

But to grasp how seismic this shock

really is, we have to look at the

foundations slowly sinking beneath our

feet. For 80 years, America rested on

two absolute pillars of power. the petro

dollar and US treasuries. They were the

tools of hegemony that let us spend

without limit, sanction anyone we

wanted, and still remain the center of

the global economy. But do you know what

the real irony is? The very instruments

that built the empire are now becoming

the noose tightening around its neck.

The moment Washington froze Russia’s

sovereign assets in 2022 was the moment

global trust in the dollar shattered.

The world instantly understood something

we had tried to ignore. This currency is

not neutral. It is a weapon and anyone

could be next. That wasn’t the action of

a confident superpower. That was the

action of a desperate empire that didn’t

realize it was destroying the foundation

of power it had enjoyed for nearly a

century. How exactly did America by its

own hand maneuver itself into the

position of having to beg the very

people it once tried to crush? To

understand why the Venezuela deal

represents Washington’s most humiliating

U-turn in decades, we have to remember

how America treated Caracus. For years,

the goal wasn’t to negotiate with

Nicolas Maduro. It was to topple him. We

seized Venezuela’s overseas assets,

froze their national accounts, embargoed

their entire oil industry, the only

lifeline their economy had, and even put

a $15 million bounty on Maduro’s head

like he was a wild west outlaw. Back

then, policymakers genuinely believed

Venezuela would collapse quickly.

Maduro’s government would fall and

America would regain control of the

world’s largest oil reserves. What they

never saw coming was the backlash. Think

about it. If you’re banned, strangled,

isolated, and forbidden from selling

your oil in dollars, what do you do?

Venezuela did the only thing it could.

It turned to the rest of the world. They

started selling oil in yuan to China, in

rupees to India, and in USDT, a digital

currency Washington can barely control.

These transactions happened quietly for

years. And then one day, Venezuela

became what I call the world’s first

reallife laboratory for a non-dollar oil

market. A sanctioned nation proved to

everyone that the petro dollar order

isn’t sacred. It only exists until

someone dares to break it. But that’s

only half the story. The other half, the

part that forced Washington to reverse

course, is sitting right inside

America’s own refineries. Yes, the US

has plenty of oil, but it’s light crude.

Meanwhile, most refineries along the

Gulf Coast, built half a century ago,

were designed to process heavy crude.

And guess where the heavy crude those

refineries need comes from? Venezuela.

Without heavy oil, US refineries can’t

produce enough diesel. And without

diesel, the entire American supply

chain, from trucks, trains, refrigerated

warehouses, agriculture to container

shipping, slows down, clogs up, and

eventually collapses in a domino effect.

All because of one type of oil America

doesn’t have, but Venezuela has an

abundance. When Washington’s energy

advisers finally realized this, they

understood America had no choice left

except to do the previously unthinkable.

Offer Maduro a soft deal. And that’s

when the unthinkable deal was born. The

US started peeling back layers of

sanctions. They issued licenses for

Chevron to return to Venezuelan fields.

They sent secret delegations to Caracus.

They offered debt relief, reopened

shipping routes, and even discussed the

production increases America wanted

Venezuela to deliver. In diplomatic

language, this is called constructive

dialogue. This isn’t diplomacy.

Diplomacy is when both sides have

options. This isn’t a deal. A deal is

when both sides have leverage. What’s

happening is the naked truth of power

politics, a superpower deescalating to

survive. And what makes it humiliating

isn’t that America is shaking hands with

Maduro. It’s that America is forced to

do it because its own economic structure

backed it into a corner. While

Venezuela, the country Washington once

dismissed as a failed state, now holds

part of America’s energy future in its

hands. If the Venezuela story exposes

the fragility of America’s energy

system, the China story exposes

something even more dangerous. America

can’t finance itself anymore. Over the

next 12 months, the US government needs

to borrow roughly $3 trillion just to

keep minimal services running, pay

federal workers, fund the military,

cover social programs, and keep the

lights on in government buildings. But

the critical question is who is going to

lend America that kind of money. The

traditional biggest buyer, Japan, is

dumping US bonds to save the yen. You

have to understand the context. The yen

is at its weakest level in decades. And

to defend it, Tokyo has to bring money

home. There’s no spare cash to keep

buying American debt. Europe, they’re

struggling with recession, energy

crisis, high interest rates, and

stretched budgets. Nobody in Brussels or

Berlin can afford to take on someone

else’s debt. American banks, they’re

drowning in unrealized losses from the

steepest rate hike cycle in 40 years.

Those losses are so large that buying

significant new treasuries would blow up

their balance sheets. So, who is left

with both the money and the scale to

absorb a $3 trillion debt issuance? Only

one country remains, China. And here

lies the excruciating paradox America

faces. In public, Washington keeps

talking about de-risking from China.

They threaten 60% tariffs on Chinese

goods. They beef up military deployments

across the Indo-Pacific, talk about the

risk of war over Taiwan, and label China

the number one strategic threat. That’s

what they say on camera. Behind closed

doors, the conversation is completely

different. It’s not Washington barking

orders at Beijing. It’s the US Treasury

quietly opening back channels and saying

the words no superpower ever wants to

say. Please don’t sell our bonds. Please

buy more to help us out. I know it

sounds unbelievable, but this is the

reality of power politics. Every nation,

even a superpower, has moments when

structure forces it to its knees. And

right now, the entity holding America’s

financial fate is China. To grasp how

dangerous this is, imagine the

following. If China decided to dump even

a modest portion of the hundreds of

billions in treasuries it holds, it

would be like yanking the main cable,

anchoring the entire US financial

system. That single move would send US

interest rates exploding upward. A

sudden spike in rates would trigger a

cascade. Housing prices collapse. Stock

markets plunge. Consumer borrowing costs

skyrocket and the entire US economy

would suffer a shock bigger than any

recession in decades. That is the power

China wields not through its military,

not through missiles, but through being

the last buyer big enough to rescue the

American financial system. And for the

ultimate historical irony, for years,

Washington described China as the rival

we must contain, encircle and curtail

influence. Yet today, we cannot fund the

federal budget without money from that

very rival. America put itself in this

position through endless deficit

spending and arrogance in weaponizing

sanctions. When you use your currency as

a weapon for too long, the world

eventually figures out how to live

without it. And when that happens, you

end up begging the people you once

threatened. That is the current reality

and the reason the China deal is the

hardest pill Washington has had to

swallow in decades. A superpower can

flex military muscle, slap tariffs on

rivals, talk about war and deterrence.

But there is one thing a superpower can

never afford to do. Threaten the person

holding the keys to its vault. When you

look at the full picture, remember

something I’ve been saying for years

studying international relations. Great

powers don’t collapse because they lose

on the battlefield. They collapse when

the structure of power turns against

them. And that is exactly what is

happening to the United States right

now. It’s not China or Venezuela

defeating America. It’s the very system

America built and abused now biting the

pillars of its own power. The first

pillar is the petro dollar. The

foundation of global finance for half a

century. Starting in the 1970s, America

secured the legendary deal. Oil, the

planet’s most critical energy source,

would be priced and traded in US

dollars. That forced the entire world to

hoard dollars, buy US treasuries, and

accept America’s financial dominance as

irreplaceable. But every order lasts

only until someone dares to break it.

And Venezuela was that someone. By

selling oil to China in UN, to India in

rupees and to private buyers in USDT,

they proved what many countries

suspected, but were afraid to test. Oil

can be sold without dollars. A

sanctioned strangled nation dismissed as

irrelevant became the first real proof

that the petro dollar is not a law of

nature. It’s a political arrangement.

Countries can walk away from the moment

they have alternatives. From that

moment, the first pillar of American

power began to crack. The second pillar

is US Treasury securities. Once

considered the world’s safest asset,

today China is proving the opposite. It

doesn’t even need to dump bonds or cause

a shock. Simply slowing down or stopping

purchases is enough to rattle US

financial markets. And the world is

watching closely. If China, the country

with the largest foreign exchange

reserves on Earth, no longer treats

treasuries as a safe haven, why should

smaller nations keep the faith? You have

to understand this. In international

politics, countries don’t act out of

emotion. They’re not abandoning the

dollar because they hate America.

They’re abandoning it because it has

become a national security risk. When

the US froze Russia’s assets, it sent a

message no country could ignore. Your

money isn’t yours. We can seize it

whenever we want. From that moment on,

the question every nation from Brazil to

Saudi Arabia started asking was, „No

longer should I use the dollar, but do I

dare let my national security depend on

America?“ And as the answer increasingly

tilts toward no, American power leaks

out like water from a cracked bucket.

Here’s the truth. Financial power

doesn’t die in a single day. It dies

when trust leaves the system. It dies

when nations realize they have options.

It dies when the cost of using the

dollar becomes higher than the benefit.

When people fear a currency more than

they need it, your power is over. And as

the two financial pillars of American

power begin to crack, a new

gravitational pull has quietly emerged.

Not in the form of a military alliance,

but in the form of an alternative

economic system. I know that in

Washington, many people like to portray

BRICS as an anti-American block, a

confrontational coalition built to

challenge the US-led order. That is the

wrong lens. BRICS was not born to fight

America. It was born to hedge against

the risk America itself created. In

other words, bricks is becoming the safe

harbor for countries that fear the day

the US dollar once the neutral tool of

global trade might be aimed straight at

them as a weapon. When you’re a nation

in the global south, you have to ask

yourself, if the United States could

freeze Russia’s assets overnight, could

they do the same to me? Bricks emerged

as the answer to that fear. And the

fascinating part is this. Bricks rise

has been quiet, non-declamatory, free of

threats or anti-Western slogans. It has

grown through very practical

step-by-step agreements until one day

the whole world realized a new system

was forming right under their feet. Look

at what has already changed in just a

few years. First, bilateral trade has

exploded. Brazil sells agricultural

goods to China in yuan. India buys

Russian oil and rupees. The UAE trades

with India in durhams. All these

transactions have one thing in common.

They never touch the US dollar. Second,

the R5 payment system is becoming the

new financial infrastructure. R5

standing for ruble, rupee, renmanb, real

and rand is not some distant fantasy. It

is being built as a connected network

that lets bricks countries trade with

one another without going through swift

or American banks. If you want to

understand how serious this is, remember

that American financial power does not

come from printing dollars. It comes

from the fact that every global

transaction has to pass through systems

America controls. R5 was created

precisely to solve that problem. Third,

BRICS is making the dollar disappear

from energy transactions, the very

sector America once owned outright.

Russia sells oil to India and rupees.

Saudi Arabia for the first time in half

a century accepts oil payments in yuan.

Once energy is no longer the exclusive

domain of the dollar, the petro dollar

has lost its soul. There is no attack on

the dollar, no military campaign, no

sanctions against the United States, no

coordinated effort to crash it. The

world doesn’t need to fire a single shot

to weaken the dollar empire. They only

have to do one thing. Stop using it. And

they are doing exactly that every day,

quietly, without announcements, without

confrontation, simply choosing the safer

path for themselves. That is the point

Washington still refuses to accept.

America is no longer the obligatory

center of global commerce. Countries are

proving they can trade, grow, and

cooperate without asking Washington’s

permission or routing everything through

American banks. For decades, the United

States was accustomed to standing in the

middle of international commerce like a

bridge every caravan had to cross. BRICS

is building new bridges and the world is

changing lanes. The conclusion is

brutally simple. The United States is

not being overthrown. The United States

is being bypassed. Once global trade

flows rroot, American economic power

does not disappear. it simply ceases to

be the center. And in international

relations, losing centrality is usually

the first step of long-term decline. As

bricks continues to open new lanes for

global commerce and America’s two

financial pillars crack a little more

each day, we are entering a phase that

in political science I call imperial

liquidation, the liquidation phase of

empire. This is not a fancy terminology.

It precisely describes the process a

superpower must go through when the

structure of power can no longer support

its ambitions. Imperial liquidation

happens when an empire is forced to

accept deals it once considered

humiliating, make concessions to rivals

it previously wanted to control, and

sign terms it once swore it would never

put pen to. It is not a choice. It is

survival. And the United States today is

right in the middle of that phase.

America has to accept Maduro, the man it

once used every tool imaginable from

sanctions and embargos to a bounty on

his head to overthrow. Yet now

Washington has to go back to Caracus and

say, „We need your oil.“ America has to

accept China, the country it calls the

number one strategic competitor, the

greatest threat to the US-led order. But

when you need $3 trillion to keep your

own government running, and no one

except China can provide that liquidity,

you are no longer the one setting terms.

America has to accept bricks, a system

that is gradually replacing Washington’s

central role in global trade and

finance. For years, the US treated

bricks as a loose movement incapable of

real change. Today, bricks is not only

alive, it is becoming the escape hatch

for countries that want to avoid dollar

dominance. Most importantly, America has

to accept the new rules of the game.

Rules it no longer writes, no longer

enforces, and sometimes doesn’t even

have veto power over. That is the

clearest sign of imperial liquidation.

The empire can no longer sustain the

illusion of control. But what is pushing

America deeper into this phase are the

two final choices Washington faces, and

neither is painless. Choice one,

default. If the United States cannot

find enough buyers for its bonds. If

interest rates spike to levels the

system cannot bear, a default would

collapse the entire global financial

order. The dollar is not just America’s

currency. It is the backbone of

international payments, foreign exchange

reserves, and energy trade. A US default

would send shock waves through markets

that no central bank could contain. From

New York to Tokyo, London to Sao Paulo,

every economy would suffer the fallout.

But the alternative is no less

devastating. Choice two, print money.

Print more dollars to pay the debt,

cover the deficits, avoid default, but

that leads to inflation. Not the

annoying kind, but the kind that

dismantles America’s middle class. Wages

can’t keep up with prices. Savings lose

value. Housing, health care, and

education costs keep climbing while real

American incomes shrink year after year.

And if you want to know what the first

visible symptom of imperial liquidation

looks like, this is it. An empire that

can no longer keep its promises to its

own citizens and has to shift the burden

onto their shoulders to preserve the old

power structure. The fall of a

superpower does not happen on the

battlefield. It happens on your bills.

It lives in the gas price you pay, the

mortgage rate you accept, the savings

that lose value, the purchasing power

that quietly slips away. Empires don’t

die from military defeat. They die when

their own people can no longer afford

the cost of maintaining the illusion of

greatness. And we are standing right on

that threshold. And that brings us to

the final part of this story where you

need to understand one simple but

crucial truth. The world is not against

America. The world simply no longer

wants to be dependent on America. That

distinction matters enormously. This is

not a rebellion against the United

States. It is a natural reaction to the

risk America itself created by turning

the dollar, the financial system, and

economic tools into weapons. When you

weaponize currency, don’t be surprised

when countries build systems you can’t

control. And the unthinkable deal

Washington just had to sign with

Venezuela. And China is not the disease.

It is only the symptom of a much deeper

illness. The world has lost faith in

America’s power and stability. You may

not see it every day, but I assure you

the capitals of the world from Riad to

Brazilia, New Delhi to Abu Dhabi saw the

signal long ago. They understand that

the era in which America served as the

guarantor of the international order is

weakening. And in power politics, when a

vacuum appears, someone else fills it.

This is not the apocalypse. This is a

power transition. Something that has

happened many times in human history.

The British Empire faced this moment

after World War II. The French, Spanish,

Portuguese, and Roman empires all lived

through the minute when they had to

accept they were no longer the center of

the world. What makes this moment

different is that the transition is not

happening on battlefields but inside the

global trade, energy and financial

systems. Power does not vanish. It

simply moves to wherever there is

stability, resources, and trust. And

right now, many countries believe the

system BRICS is building offers more

benefits than the one tied to the dollar

and American banks. Political rhetoric

cannot change reality. Washington can

talk tough, release strategies, announce

as many containment campaigns as it

wants. But in the real world where

decisions are made in quiet diplomatic

calls, where oil has to flow and debt

has to be financed, everything comes

down to actions, not words. And if you

really want to know where America stands

in this new era, don’t listen to what

politicians say on television. Look at

who Washington is shaking hands with.

They are shaking hands with Maduro, the

man they once called a dictator who had

to be removed. They are shaking hands

with China, the country they label the

number one strategic rival. They are

doing it not because they want to, but

because they have to. A confident

superpower would never sign deals like

these. But a superpower losing altitude

has to accept deals it once considered

humiliating. And that tells you

everything. When a nation has to beg the

very people it once sanctioned, that is

not just a policy shift. It is a change

of era. Empires never realize they have

lost the throne until they are forced to

ask for help from the same people they

once tried to strangle. And ladies and

gentlemen, America has just crossed that

moment. If you found this analysis

helpful, please subscribe to the channel

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Thank you for watching. See you in the

next

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