verfolgt-verdraengt-vergessen-grosse-deutsche-pazifisten

verfolgt-verdraengt-vergessen-grosse-deutsche-pazifisten Näheres:  https://wp.me/paI27O-6zP

Wer an der Veranstaltungsreihe teilnehmen möchte, sollte sich bitte in den nächsten Tagen anmelden. Es gibt auch die Möglichkeit, Online dabei zu sein. Weiteres dazu ist unter folgendem Link zu erfahren:
https://www.uni-bremen.de/senioren/vortragsprogramm/vortragsprogramm/ze-verfolgt-verdraengt-vergessen-grosse-deutsche-pazifisten

Gesendet: Montag, 9. Februar 2026 um 18:14
Von: michael.schmid@lebenshaus-alb.de
An: „Michael Schmid“ <michael.schmid@lebenshaus-alb.de>
Betreff: Fwd: Große deutsche PazifistInnen – Oder: Stolz, eine Deutsche/ein Deutscher zu sein? Wie das

Liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

gerne komme ich der Bitte von Helmut Donat nach und leite seine Mail weiter.

Herzliche Grüße
Michael Schmid

— 

Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. (wenn der Eintrag ins Vereinsregister erfolgt ist, zukünftig: Frieden wagen e.V.)
Teckstr. 59 | 73207 Plochingen | Tel.: 0 71 53 / 40 66 413 ! info@frieden-wagen.org !
www.lebenshaus-alb.de  | www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de  

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Große deutsche PazifistInnen – Oder: Stolz, eine Deutsche/ein Deutscher zu sein? Wie das
Datum: Mon, 9 Feb 2026 15:44:21 +0100
Von: Donat-Verlag <info@donat-verlag.de>
An: info@lebenshaus-alb.de

Lieber Michael Schmid,
könnten Sie bitte auf die hier angezeigte Vortragsreihe hinweisen? Es wäre sehr freundlich und hilfreich.
Beste Grüße,
Helmut Donat

Liebe FreundInnen, sehr geehrte Damen und Herren,
seit vielen Jahrzehnten wird den Deutschen eine Tradition vorenthalten, mit der sich jede/r Deutsche/r auch nach „Auschwitz“ identifizieren könnte. Warum ist das so? Darum geht es u.a. in der Vorlesungsreihe „Große deutsche Pazifisten“, die von mir ab dem 12. Februar im Weiterbildungsprogramm der Bremer Universität angeboten wird. Mehr noch. Hätte man sich nach 1945 an jenen Persönlichkeiten, Gruppen, Organisationen und Kräften orientiert, die sich lange vor 1933 für ein von „Hakenkreuz und Stahlhelm“ befreites Deutschland eingesetzt haben, wir würden heute keine „identitäre“ Bewegung und auch keine AfD im Aufwind haben.
Geschichte ist nicht einfach vorbei; sie bleibt Gegenwart und ist immer dann wirkmächtig – wenn aus ihr nicht die richtigen Lehren gezogen oder diesen nur halbherzig gefolgt wird.
Wir beginnen am 12. Februar mit Hans Paasche (1881-1920), den der  Bremer Historiker Karl Holl als einen der „gütigsten, menschlichsten Deutschen [des 20.] Jahrhunderts“ charakterisiert hat. Und mit Blick auf die deutsche Geschichte und die politischen Verformungen des deutschen Charakters bemerkte der Bremer Politiker Völker Kröning, dass Paasche „wie ein Edelstein … in einem Trümmerhaufen aufblüht“.
Rosa Luxemburg, Carl von Ossietzky, Friedrich Wilhelm Foerster und Kurt Tucholsky schätzten ihn: den Marineoffizier und streitbaren Pazifisten, den Großwildjäger und Naturschützer, Lebensreformer und Afrikareisenden Hans Paasche, dessen außergewöhnlichem Leben rechtsradikal gesinnte Reichswehrsoldaten am 21. Mai 1920 ein Ende setzten und „auf der Flucht erschossen…“ – eine Chiffre für rechte Lynchjustiz.
 Er wandte sich gegen Hurrapatriotismus, Krieg und Militarismus, engagierte sich für Völkerversöhnung, bezeichnete den Ersten Weltkrieg als eine „Schändung des Evangeliums“ und engagierte sich für eine neue Welt mit den Worten ein: „Wer aber nicht auswandert aus seinem alten Menschen, der wird in keiner Steppe frei.“
Ich habe Hans Paasche Ende der 1970er Jahre wiederentdeckt, und meine Faszination für ihn ist ungebrochen. Er hat den Versuch unternommen, der deutschen Geschichte eine neue Richtung zu geben. Von ihm stammt der Satz: „Krieg ist etwas, das nicht mehr sein darf!“ Und – den heutigen „Kriegsertüchtigern“ ins Stammbuch geschrieben: „Kriegermut ist nicht groß, er ist Kadavergehorsam, Gedankenlosigkeit, Mangel an Phantasie, Gleichgültigkeit.“
Wäre Hans Paasches Vorschlägen in der Novemberrevolution 1918 gefolgt worden – er war Mitglied des Obersten Vollzugsrats der Arbeiter- und Soldatenräte – hätte es keinen Zweiten Weltkrieg gegeben…

Wer an der Veranstaltungsreihe teilnehmen möchte, sollte sich bitte in den nächsten Tagen anmelden. Es gibt auch die Möglichkeit, Online dabei zu sein. Weiteres dazu ist unter folgendem Link zu erfahren:
https://www.uni-bremen.de/senioren/vortragsprogramm/vortragsprogramm/ze-verfolgt-verdraengt-vergessen-grosse-deutsche-pazifisten
Sollten die Anmeldungsformalitäten Probleme bereiten, wird Jaroslaw Wasik sicher gern behilflich sein (0421-218-61615).

Mit besten Grüßen,
Helmut Donat

— Donat Verlag & Antiquariat Borgfelder Heerstraße 29 D-28357 Bremen Tel. 0421-17 33 107 E-Mail: info@donat-verlag.de www.donat-verlag.de

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, schon lange in der Umweltwerkstatt, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de und ippnw.org), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig, und ich bin seit etwa 15 Jahren in der Linkspartei// Family doctor, retired, since 1976 in the environmental organization BUND, for a long time in the environmental workshop, since 1983 in the medical peace organization IPPNW (www.ippnw.de and ippnw.org), since 1995 in the peace center, since 2000 in the umbrella organization Friedensbündnis Braunschweig, and I am since about 15 years in the Left Party//
Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert