Der Künstler Ai Weiwei und seine Kritik an China und dem Westen

Der Künstler Ai Weiwei und seine Kritik an China und dem Westen  https://wp.me/paI27O-6iI

Bei der „google“ Suche nach dem Prof. Zhang Weiwei stieß ich auf den Künstler Ai Weiwei und fand einen sehr erfrischenden Bericht bei Wikipedia, wo ich mir gut vorstellen kann, dass er „entschärft“ werden könnte. Daher bringe ich den Bericht seiner Kritik hier heute, am 07.08.25

Kritik an Deutschland

Im August 2019 kündigte Ai Weiwei seinen Abschied von Deutschland an und äußerte heftige Kritik an Deutschland: „Es ist eine Gesellschaft, die offen sein möchte, aber vor allem sich selbst beschützt. Die deutsche Kultur ist so stark, dass sie nicht wirklich andere Ideen und Argumente akzeptiert. Es gibt kaum Raum für offene Debatten, kaum Respekt für abweichende Stimmen.“ Die Kritik Ai Weiweis führte zu Antworten aus allen kulturellen Bereichen.[59] Er ließ sich mit seiner Familie in Cambridge in England nieder, behält aber sein Studio auf dem Pfefferberggelände in Berlin.[60][61]

In einem Interview mit dem britischen Guardian im Januar 2020 bezeichnete er Deutschland im Vergleich zu Großbritannien als „intolerant“ und „unhöflich“. In Deutschland habe man deutsch zu sprechen – die Sprache lernte er nicht[62] –, und die Deutschen hätten eine tiefe Abneigung gegenüber Ausländern. Ähnlich wie die Chinesen seien die Deutschen autoritätsgläubig und ließen sich gerne unterdrücken. Zur Demokratiebewegung in Hongkong betonte Ai Weiwei, Deutschland interessiere sich nur für die wirtschaftlichen Beziehungen mit China und agiere daher gleichgültig.

Nazismus existiere im Alltag in Deutschland. Faschismus bedeute, eine Ideologie über andere zu stellen und sie für rein zu erklären, indem man andere Denkweisen abwerte, sagte Ai Weiwei. „Das ist Nazismus.“ Als selbst erlebte Beispiele für Fremdenfeindlichkeit in Deutschland nannte er – wie im Jahr zuvor gegenüber der Welt – die Erfahrung, dreimal aus Taxis geworfen worden zu sein, was einen Autor der Neuen Zürcher Zeitung zu der Anmerkung veranlasste, es sei in Berlin Normalität, in Taxis mitunter schlecht behandelt zu werden, man solle es nicht persönlich nehmen.[63] Er stritt sich auch mit einem Kasinoangestellten, nannte ihn einen Nazi und wurde verklagt, als er sich auf die Abreise nach Großbritannien vorbereitete.[64] Er wolle nicht, dass sein Sohn unter feindseligen Bedingungen aufwachse, sagt Ai Weiwei. Die Briten seien im Vergleich zu Deutschen wenigstens höflich.[65][61]

Cambridge (seit 2019) und Montemor (seit 2021) (Kritik am Westen)

Von 2019 bis 2021 lebte Ai im britischen Cambridge. Dort besucht sein Sohn die King’s College School, eine Privatschule mit einem vierteljährlichen Schulgeld von umgerechnet mehr als 10.000 Euro für Internatsschüler.[66] Seinen Wegzug 2021 nach Portugal begründete er mit dem Gepräge der Stadt: „Cambridge ist ein Campus, und Campusse sind Orte, gegen die ich allergisch bin. Ich interessiere mich für nichts, was in dieser Art von akademischer Atmosphäre geschieht.“[67]

Im Frühjahr 2021 zog er in die portugiesische Kleinstadt Montemor-o-Novo, wo er nach eigener Aussage fortan lange leben möchte.[68]

Im November 2023 wurde im Zuge des Nahostkonflikts seine geplante Ausstellung in der Londoner Lisson Gallery gestoppt. Später wurden auch seine Ausstellungen in New York (in einer Filiale der Lisson Gallery), in Berlin (Galerie Max Hetzler) und in Paris abgesagt. Ai hatte in einer einzelnen Zeile in einem Posting auf seinem Social-Media-Kanal die Vereinigten Staaten für die langjährige finanzielle Unterstützung Israels kritisiert. In den folgenden Interviews brachte Ai Weiwei seine langjährige Unterstützung für die Palästinenser und eine von ihm so wahrgenommene Heuchelei des Westens in Bezug auf Menschenrechte und Meinungsfreiheit zum Ausdruck.[69][70] Zusätzlich hatte er sich nach Berichten britischer Medien in einem mittlerweile gelöschten Tweet auf X über vermeintlichen finanziellen, kulturellen und medialen Einfluss der „jüdischen Community“ geäußert, was als Verbreitung einer bekannten antisemitischen Verschwörungstheorie eingestuft wurde. Ai sagte, er sei „mit dieser heftigen politischen Zensur aufgewachsen“ und ihm werde „jetzt klar, dass man im Westen heute genau dasselbe“ tue. Die Gesellschaft sei eingeschüchtert, sodass sie allen Fragen und Debatten aus dem Weg gehe. Weiter kritisierte er die Suspendierung zweier New Yorker Universitätsprofessoren wegen Kommentaren über den Krieg in Gaza. Es sei „wie eine Kulturrevolution, die jeden zerstören will, der eine andere Einstellung“ habe, „nicht einmal eine klare Meinung“. In Universitäten oder der Politik könne man „nicht mehr über die Wahrheit sprechen“.[71]

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, schon lange in der Umweltwerkstatt, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de und ippnw.org), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig, und ich bin seit etwa 15 Jahren in der Linkspartei// Family doctor, retired, since 1976 in the environmental organization BUND, for a long time in the environmental workshop, since 1983 in the medical peace organization IPPNW (www.ippnw.de and ippnw.org), since 1995 in the peace center, since 2000 in the umbrella organization Friedensbündnis Braunschweig, and I am since about 15 years in the Left Party//
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