Rundbrief zu einem weltweiten jährlichen Feiertag

Vorschlag einer jährlichen weltweiten Kundgebung

Liebe Mitbürger (Friedensbewegte, Linke, Attacies, Occupy-Interessierte, Klimabewegte, liebe Mayors)

Wir brauchen große Menschenzahlen, um die Politik zu beeinflussen. Wenn Politiker Angst bekommen, nicht wieder gewählt zu werden, reagieren sie in der Regel. Große Menschenzahlen bekommt man nur, wenn zentrale Interessen der Menschen angesprochen werden und sie das auch so empfinden.

Laut Naomi Klein krankt die Welt im Moment vor allem an einer ideologisch festgefahrenen Wirtschaftsform. Der neoliberale oder auch deregulierte Kapitalismus, den sie auch Markfundamentalismus nennt, ist diese Wirtschaftsform, die trotz „Betriebswirtschaftslehre“ keine Wissenschaft ist, sondern eine Ideologie, die aus ihren Fehlern in der Regel nicht lernt. (Hier die Einleitung ihres Buches „Klima versus Kapitalismus“

http://helmutkaess.de/Wordpress/wp-content/uploads/2016/01/Naomi-Klein-Kapitalismus-versus-Klima-Einleitung%E2%80%A6.pdf)

Diese Ideologie ist für zum großen Teil für die Misswirtschaft dieser Welt verantwortlich.  So zum Beispiel für das Aufgehen der Reich/Armschere und für die extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit im Süden Europas, für das Verhungern von Millionen Menschen vor allem in Süden dieser Erde, aber auch für viele sogenannte „Öl- und Gaskriege“, für die Flüchtlingswelle und für das dramatische Ansteigen der Treibhausgase. Ich halte eine jährliche gemeinsame Kundgebung gegen diesen gemeinsamen Feind für dringend erforderlich, um damit die Politik von diesem verhängnisvollen Weg abzubringen. Das würde bedeuten, dass sich ein großer Teil der Bevölkerung einen Samstag im Jahr für diese Großdemonstration Zeit nehmen sollte. Diese Kundgebung könnte sowohl in jedem Ort dieser Erde (auch in jedem) veranstaltet werden.

Einen zweiten Zweck haben die Kundgebungen noch, wobei wir die Zwecke verbinden sollten: Im Moment haben wir das Problem des Neoliberalen Kapitalismus, aber auch nach dessen Überwindung bleibt die Gefahr der Menschheits-Selbstvernichtung immer bestehen. Sie wurde im Manifest von Russell und Einstein http://www.pugwash.de/rem.pdf  beschrieben und gilt seit über 60 Jahren für alle Zukunft, solange die Menschheit besteht. Zwei wichtige Kernsätze aus dem Manifest lauten:

  • Die Menschheit sollte sich bewusst werden, dass mit dem Einsatz von Wasserstoffbomben nicht „nur“ Städte ausgelöscht werden, sondern die Existenz der gesamten Menschheit bedroht wird.

  • Nur durch die Rückbesinnung auf die eigene Menschlichkeit und die bewusste Entscheidung gegen bewaffnete Konflikte kann der Fortbestand der Menschheit gesichert werden.

Daran muss jährlich erinnert werden, denn diese Erinnerung ist menschheitserhaltend. Im Moment machen wir in Braunschweig eine Kundgebung am Flaggentag der „Mayors for Peace“, an dem 8. Juli, später nach Einführung eines Mahntages würden wir den 9. Juli, den Tag der Veröffentlichung des Manifests von Russell und Einstein, für eine Kundgebung/Demonstration, bevorzugen.

Auf die Dauer am besten weltweit am gleichen Tag.

Die Organisationsgruppe, i.A. Helmut Käss

PS: in Braunschweig werden wir wegen der akuten Kriegsgefahr beim Flaggentag eine Podiumsdiskussion mit Politikern zu dem Thema Atombomben in Deutschland-Büchel machen:

http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=2728

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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2 Antworten zu Rundbrief zu einem weltweiten jährlichen Feiertag

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