Dr. Matin Baraki: Die „neue Weltordnung“ und die Flüchtlingskatastrophe

Dr. Matin Baraki:  Die „neue Weltordnung“ (George W. Bush 1991)
und die Flüchtlingskatastrophe

anwesend knapp 70 Leute, Viele Bekannte, einschließlich Horst Vergin.

Er war auf dem Weg nach Afghanistan und hat das ein wenig zurückgestellt. Er freue sich über Kritik. Er möchte ein paar Thesen formulieren, “wir lernen voneinander”.

Es geht um die sogenannte Neue Weltordnung und um Flüchtlinge. Vorher gab es die alte Weltordnung, sie war bipolar. Es ging um das Gleichgewicht des Schreckens, es herrschte eine Art gegenseitiger Respekt, allerdings gab es viele Stellvertreterkriege, Kriege gegen Vietnam. Er ist auch Friedensforscher. Kriege brechen nicht aus, sie werden vorbereitet. Sie konnten damit leben, dann kam die neue Weltordnung. (Er ist so, er braucht eine Erklärung vom Arzt, was er hat und was man machen muss, wenn das nicht passiert und nur ein Rezept auf den Tisch gelegt wird, nimmt er diese Medikamente nicht.)

Zu den Ursachen wird er ein paar Thesen sagen. Es ging um die innere Entwicklung der Sowjetunion. Gorbatschow, als wurde von Thatcher wie Staatsmann empfangen, vermutlich, um ihn zu beeindrucken.

Die Geheimdienste wussten einiges, Egon Bahr fragte Arbatow, wer ist der Gorbatschow. Als der sagte, Landwirtschafsminister, ging Bahr davon aus, dass er nichts Bedeutendes werden könne. Helmut Kohl nachte den Fehler, Gorbatschow mit Goebbels zu vergleichen. Gorbatschow wurde das Staatsoberhaupt, das Eis taute, und internationale Konzerne fingen an, noch unter Gorbatschow auf russischem Gebiet nach Rohstoffen zu suchen. In Turkmenistan fanden sie das zweitgrößte Erdgasfeld.

(Aber es ist jetzt eine neue Situation, es besteht die Klimaerwärmung, die meisten fossilen Brennstoffe müssen im Boden bleiben …)

Die Ölfirmen schluckten sich gegenseitig,

Saddam Hussein lief in eine Falle, die Botschafterin und das state departement sagten ihm, die USA würden sich nicht um die arabischen Grenzen kümmern. Damals wurde das erste Mal die neue Weltordnung praktiziert. Zbigniew Brzezinski schrieb „Die einzige Weltmacht“ und danach wurde gehandelt. Das Kampffeld war der Ostasiatische Bereich, es ging um ungehinderten Zugang zu dieser Region. Die USA wollten keine zweite Macht neben sich dulden, Albright, die Region und das Mittelasiatisch-kaukasische seien die Interessenssphäre der USA. Nach Bush wurde Bill Clinton Präsident, der wollte Krieg gegen Afghanistan führe, die Russische Regierung machte aber nicht mit. Daher ließ Clinton das zunächst ruhen, das war 9 Monate vor dem 1.9.!!!   Die  Taliban wurden von den USA an die Macht gebracht, 11.9. hätte man erfinden müssen, (und es wurde nach verschiedener Meinung auch erfunden) Die Strategie von Brezinsky wurde erweitert, es ging um das “greater middle east”, um die Kontrolle der USA. Seriöse Quelle gibt es nicht, die das klären. Warum werden die Archive nicht geöffnet? Afganistan sagte seinerzeit, wenn die USA die Beteiligung Osame Bin Ladens belegen könnten, würden sie Osama ausweisen. Afghanistan wurde binnen 4 Wochen besiegt, die talibanische Regierung war weg. Binnen vier Wochen war übrigens auch Saddam Hussein erledigt, die Regime waren weg, aber dann begann ein anhaltender Widerstand, ein neuer Kampf, genauso im Irak wie in Afghanistan. Die USA konnten 200 Jahre in Lateinamerika schalten und walten wie es ihnen gepasst hat, aber im Orient und überhaupt in Asien ticken die Uhren anders. (Das hätten sie ja auch von Vietnam in Erinnerung haben können).  Dann wurde es Strategie, den Krieg zu regionalisieren.  500.000 Afghanische Polizisten und die Warlords kosten 4,2 Mrd Dollar, danach noch 4, Mrd Dollar für Regierung, die USA versuchen die Kosten minimieren und weniger Zinksärge zu bekommen, daher wollen sie nur noch als Berater auftreten, wie bei Hundekämpfen, die sich zerfetzen,  so werden die Sicherheitskräfte wie diese Hunde scharf gemacht, in Kurdistan ist das genauso, ehemalige Feinde werden plötzlich unsere engsten Freunde…

Was hat das mit Flüchtlingen zu tun? (Im Studium hat er wärend seiner Doktorarbeit zum Geld verdienen geputzt, auf kleine Kinder aufgepasst. ) der Krieg hat in Afghanistan alles zerstört, alle wollen weg, 99% aller Waren kommen aus dem Ausland, es wird nur noch Mohn für Heroin angebaut, das haben sie von den Amis gelernt, sie “versorgen” die ganze Welt. Wenn er nach Afghanistan geht und er geht jährlich nach Afghanistan, geht er nie direkt nach Kabul, er bleibt 10 Tage in einem Nachbarlande, gehe ohne Papiere über die Grenze. Er fragte einen Bauern,  Warum baust Du Mohn an? Er hatte eine Kompensation angeboten bekommen,  er bekam aber nichts, “ich kann meine Familie und meine Arbeiter nicht bezahlen”, er musste wieder Mohn anbauen. Tausende Menschen sind arbeitslos, 80% der Afghanen sind unter der wirklichen Armutsgrenze. Alle wollen weg,  die Leute bezahlen Schlepper, einer zahlte für Frau und zwei Töchter 65000 €, es ist eine Klassengesellschaft, es gibt eine erste Klasse Flüchtlinge, die anderen verkaufen alles, was sie haben, um anzukommen.

Kriege, viel Geld verdient, Kurve ganz unten, Ankurbelung der Wirtschaft der USA, Auch der Deutschen, Drohnen, ursprünglich Aufklärung,

Fuchspanzer,

durch die Leute, die da sind, die schlagen uns durch uns selber

Syrien, Islamisten,

Umgang des Menschen mit dem Menschen,

wir brauchen

Flüchtlinge nicht wollen, müssen dafür sorgen, dass die Krieg aufhören,

Ökonomischer Krieg, Nahrungsmittel subventionieren,

alle Gelder sollen nach Afghanistan, sollen Geld zurückbringen, Verbrecher,

der neoliberale Kapitalismus, oder wie eisenhower sagt, der industriell/militärischer Komplex, an Krieg und damit an dem Flüchtlingen aus Syrien,

Turkmenistan zweitgrößtes Erdgas,

neue Situation, Klimaerwärmung, das meist fossile muss im Boden bleiben …

 

Diskussion: nicht gedrängt, zu intervenieren, aber die Möglichkeit wissentlich erhöht,

internationaler Islamismus, bewaffnet von USA, zwichen falsch und richtig ist, was , Bürgerkrieg nichts zu tun, Assad, Russen,

amerikanisches Kapital aus Südamerika rausgedrängt, Kapitalistische Brigsstaaten, Konkurrenz, Militarisierung der Außenpolitik, wir brauchen Euch nicht,

Multipolar,  Herzog geredet, BRD, der Kampf um die Verteilung der Welt hat begonnen und wir müssen schauen, dass wir nicht wieder zu spät kommen.

Multipolare Weltordnung, Verantwortung auch bei uns! Es rettet uns kein höheres Wesen. Hansi, es sind die Kapitalien, VW ist Weltkonzern,

der Handel ein Krieg, GTZ?, Mali, Afrika, so verlogen,

paar Millionen Flüchtlinge, die USA versuchen auch Europa zu destabilisieren,   

USA unterstelle ich viele Schweinereien, um keine große Macht neben sich zu dulden, aber nicht mit dem Euro    Euro wird von Deutschland und nicht von Europa kaputt gemacht,

in den USA wird anscheinend ein Mensch aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat, der sich als Sozalist bezeichnet. Bernie Sanders, in England ist Jeremy Corbyn Chef der Labourpartei geworden, der offensichtlich auch ein richtiger Sozialist ist und der Chancen hat, ebenfalls bei den nächsten Wahlen Chef seines Landes zu werden.

Matin Baraki verkaufte am Ende ein Buch von dem Herausgeber Mario Tal mit Beiträgen von Norman Paech und Jürgen Wagner, in dem er zwei Artikel mit 55 Seiten geschrieben hat. http://www.amazon.de/Umgangssprachlich-Testfall-Afghanistan-deutsche-Politik/dp/3894384417/ref=sr_1_11?ie=UTF8&qid=1456262049&sr=8-11&keywords=mario+tal Ich habe es erworben.

 

 

Matin Baraki: Die “neue Weltordnung” und die Flüchtlingskatastrophe
Dr. Matin Baraki ist deutsch-afghanischer Politologe und Dolmetscher. Nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker studierte er in Kabul Pädagogik und arbeitete als Lehrer. Er lehrt Internationale Politik an den Universitäten Marburg, Gießen, Kassel und Münster. Baraki publiziert über den Mittleren Osten sowie Zentralasien in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen Deutschlands und der Schweiz.
Impressum: Braunschweiger Initiative für eine andere Politik (BIAP)
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BIAP c/o Norbert Kueß, Roonstraße 17, 38102 Braunschweig
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Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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