Notizen über das Pazifistentreffen 1920 in Braunschweig

Fazit: Wir brauchen durchaus radikalpazifistische Überzeugungen. Aber das darf nicht die Bündnisfähigkeit mit weniger radikalen pazifistischen Überzeugungen verhindern, damit eine Mehrheit erreicht wird.

Vortrag von Dr. phil. Reinhold Lütgemeier-Davin:

Pazifistentag in Braunschweig 1920.

Revolution im Saal in nachrevolutionärer Zeit.

Kurt Hillers Rede »Linkspazifismus« anwesend 10+2 Personen

Inge ist Moderatorin,

lütgemeier-Davin,

von Kassel, Probleme mit den Zügen, von Hannover IC nach dresden, kam fünf Minuten von Termin an… Bahnhof nach Art eines Kurorts, Kurt Hiller, nicht mein Favorit, er war mit vielen Leuten zertstritten, Kluger Kopf, mit verfolgten Pazifisten, gab schriftwechsel mit kurt hiller, tausende von Briefen, Privatnachlass in Neuß, Homosexuell, aber Frauenhasser,

Metropole und Region, Nachrevolution 1920, er selbst schrieb1982 seine dissertation für friedenkartell, für inviduelle Rechte von Menschen, Vereinsakten, angesehen, in verschiedenen Archiven. Experte, meist wühlen sie in Klein/Klein,

radikalen pazifisten kurt hiller, Rede 1920 in BS gehalten, mit wagenknecht-initiative verglichen,

spitze quidde, friedensnobelpreisträger,

Schloss,

Novemberrevolution, Konterrevolution, Kapp lüdwitz Putsch,

rechte Parteien, in einem kleineren Land, BS, siegten sie erst mal nicht , bis 1924, bis 1930 SPD, Triumph für uspd, überregionale Presse, 148/1, weimarer Reichsartikel, neue gesinnung, verpflichtung erst siegten, in wahrer völkerverständigung, Ausführungsbestimmungen, völkerfreundlich, Aufführungserlass, der §148 wurde in BS umgesetzt,

Profil gewandelt, weitere Kreise, nie wieder Krieg, Parkhotel getagt, beschlossen, freiwillig auf eine Armee zu verzichten,

Linksliberale, und radikale Pazifisten, DDP, torpediert, Wehrzwang, nicht schlimmeres, Antipazifist und reaktionär, Ton innerhalb der Friedensfreunde,

Kurt Hiller, Ossietzky anfangs sekretär der Friedensgesellschaft,

Ludwig Quidde, Abgeordneter, aber marginalisiert,

Debatte über die Wehrpflicht,

Hiller, bieder, bürgerlich, dahinter streitlust, Attacke,

„Geehrte Kampfgenossen“,

nicht Friedfertigkeit, keines Lammes, sondern die kämpferische Idee, den Hass nicht zu unterdrücken, die den Krieg aufhören lassen,

wir haben die Pficht, das Ende , den pazifistischen Hammer,

Grundlage ist die Heiligkeit des menschlichen Lebens,

der Staat soll in erster Linie das Leben schützen, wille zum Nicht-sterben,

radikaler pazifist, für kriegssabotage, Bewegung gegen den Mord,

das pazifistische Ziel hat den Vorrang vor dem Sozialismus, unter Einschluss der Katholiken und Linkssozialisten,

„der spießbürgerliche Pazifismus ist das gespött der anderen Parteien und wird zerrieben…“

Vorlage der Berliner Ortsgruppe abgelehnt, Friedensgesellschaft, muß die immer größere Gruppe, welche strömungen, 1920 Niederlage Hillers, aber mit seiner fulminaten Rede legte er die Grundlage für späteren Erfolg,

Legationsrat vom auswärtigen Amt, im Zeichen eines zu refomierenden Völkerbundes,

Bei der Konferenz Neuwahl des Präsidiums, Helmut von Gerlach, Journalist, Helene Stöcker und Ludwig Quidde.

Die drei Strömungen sind damit vertreten, Im Altstadtrathaus, Dornse,

historische Friedensforschung, mit persönlichem Ausklang, Suttner,

Foerster als Pädagoge, „kandidieren als Reichspräsident“, nachher in Deutschland verfemt, Erziehung zum Frieden,

Ludwig Quidde, Gemälde, DFG mit weiteren Friedensgesellschaften, limitierungs und effektivierungs- und spezialisierungs- Funktion, ein jahr später, erfolgreicher Antrag auf Abschaffung der Reichswehr, damit wurde die Friedensgesellschaft schwierig für Bündnisse, da notwendige Bedingung die Abschaffung der Institution,

(man hätte sich die Koalitionsfähigkeit mit weniger radikalen Gruppen erhalten sollen?)

Gesinnungethiker,

1929 noch mal Konferenz der Friedensgesellschaft in BS, küster, schöneich, prof. otto lüning, das Friedenskartell war zerfallen, 1.August, große Antikriegsdemos, bei dritten Treffen 1920, vor den zweiten WK, bis 1928, , Pazifisten wurden in der SPD 1931 ausgeschlossen, Hillers revolutionärer Pazifismus, 1933 kam Hiller ins KZ, danach nach Prag, und mit letztem Flug nach London, geistige Grundlagen eines schöpferischen Deutschlands der Zukunft. nach dem Krieg aus london mit Flug wieder nach Hamburg. Hatte noch einen bekannten Namen, „Nie wieder Krieg“, dann kam Heinrich Böll dazu im Bonner Hofgarten,

Diskussion:

Sammelbewegung, er sieht eine Parallele zu den Ereignissen um Hiller.

Fritz, in ganz Europa nimmt der Nationalismus zu, alle Demokraten sind gefordert, kurt hillers,

Es gibt zur Zeite eine nationalistische Bewegung, wie 1928, die Friedensbewegung ist zunehmend in die Defensive, der Vorfall Maaßen lässt erschaudern, 1928 große sammlung noch demokratischer Parteien , hillers war ein „feiner mensch“, wurde im ersten Weltkrieg eingezogen, im preußischen Militär!, ist in die schweiz geflüchtet, frau hiller sorgte dafür, das ein psychiater bescheinigte, dass er krank sei, daher war er faktisch nie beim Militär. Anfangs glaubte er an die kriegerischen Absichten des Zaren, es sei ein richtiger Verteidigungskrieg gegen dn Zarismus, dann hat er sich von dieser Ansicht abgewandt, Helene Stöcker, in der „Neues Vaterland“ Initiative, die sich später in einen „friedensnamen“ umbenannte, er war kein Verteidiger der Demokratie, er wollte eine „geistige kammer“ neben einer Volkskammer, sprach von „logokratie“, schrieb Bücher: logos und eros. Er schrieb zehn folgen in der neuen weltbühne, war im KZ Kolumbiahaus, 1934 gelang ihm, herauskommen, erlitt dort ein Martyrium, wie in einem Schulbuch beschrieben wurde, traf dort Erich mühsam, der dort zu Tode geschlagen wurde, der war auch Jude, im Nachlaß ist fast alles nur nach 33, das davor wurde von der Gestapo vernichtet,

fritz: Er wurde als Pazifist und Sozialist zum Juden gemacht,

in der Kemenate ist eine Ausstellung über Käthe Löwenthal, die ebenfalls zur Jüdin gemacht wurde, sie ist in einem KZ umgekommen,

Emil Julius Gumbel, ein bekannter Mann, ein Statistiker, beschrieb, wieviel Morde von links und rechts passierten, dass in Weimar eine Klassenrechtspolitik herrschte, er musste flüchten, nach Paris , starb dort in den sechziger Jahren,

deutsche Friedensnobelpreise, es gibt vier, Bertha von Suttner, dann Stresemann, dann Quidde 1927, dann Brandt.

Die Friedensbewegung war für Quidde nach 45 nichts mehr offen…

Werner Ruff, Prof. in Kassel, aktuelle Politik, wird am Do, den 18. oktober, 18:30 hier referieren

Gabi weist auf eine gelbe Liste von Arbeit und Leben hin…

Danach Treffen im Bossa Nova mit Almut, Brigitte, Fritz und dem Referenten

Hallo liebe Mitglieder und Interessierte,

Wir laden Sie ein zu den nächsten Veranstaltungen in der Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“:

Vortrag von Dr. phil. Reinhold Lütgemeier-Davin:

Pazifistentag in Braunschweig 1920.

Revolution im Saal in nachrevolutionärer Zeit.

Kurt Hillers Rede »Linkspazifismus«

Donnerstag, 20.9. 2018 – 19.00 Uhr

Speicher der VHS Braunschweig in der Alten Waage, Alte Waage 15

Völkerrechtlich ausgerichtete, liberaldemokratische Friedensfreunde standen in Braunschweig

Linkspazifisten gegenüber, die Lebensschutz, unbedingte Gewaltfreiheit sowie die

Ablehnung des Wehrzwangs kompromisslos propagierten. Sie wollten nach den Erfahrungen

des Ersten Weltkriegs eine programmatische Neuausrichtung der Friedensbewegung.

Der Referent untersucht die innerverbandliche Ausstrahlung der Rede des radikalen Pazifisten

Kurt Hiller (1885-1972). Hiller gelang es in Braunschweig, die Vorherrschaft pragmatischer

Kräfte um den späteren Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde in der »Deutschen

Friedensgesellschaft« zu verringern. Zugleich lieferte Hiller ein begründungsstarkes Manifest

für radikalpazifistische Überzeugungen, die sich zunehmend in der Friedensbewegung

durchsetzen konnten – mit Ausstrahlungen bis in die Gegenwart hinein. Zugleich begrenzte

aber der Schwenk zu radikalpazifistischen Positionen die realpolitische Gestaltungskraft der

außerparlamentarischen Kraft der Friedensgesellschaft.

Dr. phil. Reinhold Lütgemeier-Davin ist Buchautor. Er schrieb z.B. »Pazifismus zwischen Kooperation und Konfrontation«.

Grüße Hubert Schipmann

Friedenszentrum Braunschweig e.V.

Goslarsche Straße 93

38118 Braunschweig

Telefon: (0531) 89 30 33

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Das Finanzamt Braunschweig hat das Friedenszentrum Braunschweig e.V. als gemeinnützigen Verein anerkannt.

Somit sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerlich abzugsfähig.

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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