meine aktuelle Ostermarsch-Rede 2020, über den „doppelten Selbstmord“

  Von Reiner Braun wurde im letzten Dezember in Kassel der Begriff vom „Doppelten Selbstmord“ geprägt. Dieser ist ein Friedensaktivist in vielen Funktionen und Co-Präsident des International Peace Bureau (IPB).  

Dieser Begriff bezieht sich auf die beiden Hauptgefährdungen der Menschheit in dieser Zeit, die beide selbstverschuldet sind:  Der Massentötung durch einen Atomkrieg, der kaum Überlebende übrig lassen würde und die Gefahr der Klimaerhitzung, die ebenfalls größte Risiken bringt.  

Die gleiche große Sorge hat  auch einer der berühmtesten Wissenschaftler, der Linguist Noam Chomsky mehrfach geäußert und auch der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki Moon als Mitglied der Organisation besorgter Repräsentanten, der „Elders“, gegründet von Nelson Mandela.

Willy Brandt und Egon Bahr sind der Kriegsgefahr effektiv mit ihrer Ostpolitik begegnet. Mit dieser hatten sie die seinerzeitige Sowjetunion in Ost-West-Friedensverhandlungen eingebunden und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gegründet. Dadurch wurde Europa ein friedlicher Kontinent. Leider haben die USA und die Nato unter Mithilfe von Deutschland diesen Kurs wieder verlassen. Sie haben Russland eingekreist und einen neuen kalten Krieg begonnen.

Dies ist gegen die Interessen der Menschheit und äußerst gefährlich und dumm. Wir sollten die Charta der Vereinten Nationen ernst nehmen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit  zu der entscheidenden Organisation für unsere Sicherheit reaktivieren und weltweit entsprechende regionale Organisationen  gründen.

Und die Klimaerwärmung, die man schon bald Klimakatastrophe nennen muss, ist schon seit vielen Jahrzehnten vorhergesagt worden. Sie wurde von Jahr zu Jahr mit höherer wissenschaftlicher Klugheit zunehmend bestätigt und dennoch nicht verhindert. Jetzt ist es höchste Zeit und sehr unsicher, ob wir es schaffen werden, eine große Katastrophe zu verhindern. Und mit Hilfe von Greta Thunberg und den Friday for Future das Ruder herumzureißen.

Wir brauchen eine vernünftige weltweite Kooperation und müssen dringend  die laufende Konfrontation verlassen, dann können wir immer noch das von Albert Einstein versprochene Ziel erreichen, eine große Verheißung:

„Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen,

 eine beständige Ausweitung                                                           

von Glück, Wissen und Weisheit.“

Und ein Nachbemerkung zu Corona als Hausarzt: Wir müssen die Krise als Chance begreifen: Wir rennen als Menschheit auf einen Abgrund zu. Diese Krise ist eine Chance zur Besinnung. Wir brauchen einen weltweiten Umschwung von einem ökonomischen zu einem friedlich/ökologischen Jahrhundert!

Helmut Käss

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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