wir sollten Prominente wegen Palästina noch stärker unter Druck setzen.

Wir sollten Prominente wegen Palästina noch stärker unter Druck setzen. https://wp.me/paI27O-6Tf
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Ich widerspreche entschieden der Ansicht, es sei wenig hilfreich, Prominente wegen ihrer Haltung zu Palästina unter Druck zu setzen. Im Gegenteil: Ich finde, wir sollten sie noch stärker unter Druck setzen.

Wir neigen dazu, die Folgen der Tatsache zu unterschätzen, dass die Stimmen mit der größten Reichweite in unserer Gesellschaft allesamt Millionäre sind. Im Kapitalismus sind jene Menschen, die über die größten Plattformen und das größte Publikum verfügen, wohlhabend genug, um ein eigenes Interesse am Erhalt des Status quo zu haben; daher scheuen sie sich davor, politisch allzu sehr für Unruhe zu sorgen.

Wenn die einflussreichsten Stimmen unserer Gesellschaft – durch das, was sie sagen, und durch das, was sie verschweigen – die Illusion erzeugen, das System sei so, wie es ist, mehr oder weniger in Ordnung, dann beeinflusst dies zwangsläufig die öffentliche politische Meinung erheblich. Auf diese Weise fungieren Prominente als eine Art Torwart, der verhindert, dass abweichende Gedanken die Köpfe der breiten Masse erreichen.

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jelinaangel
@judgejellz
Oh, das Opfer, das um Mitleid winselt, weil es sich keine Band leisten konnte und nun ganz allein dasteht – der arme, arme Kerl, der 400 Millionen Dollar schwer ist –, dem müssen wir natürlich all unser Mitgefühl schenken … Ganz zu schweigen von den Kindern in Gaza, die während eines Waffenstillstands ununterbrochen bombardiert werden …
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09:06 Uhr · 20. Sept. 2026 · 5,51 Tsd. Aufrufe
4 Antworten · 91 Reposts · 378 Likes

Wenn man sieht, wie Ed Sheeran auf der Bühne bittere Tränen vergießt und sich als Opfer inszeniert, weil Leute sein Schweigen zu der moralischen Schlüsselfrage unserer Zeit kritisieren, dann hat er tatsächlich das Gefühl, ihm werde etwas weggenommen. Er genoss es, sich im Luxus zu sonnen, ohne sich jemals gegen die Macht des Establishments auflehnen zu müssen; er sagte nie etwas, das zionistische Milliardäre oder jene Klasse, der die Medien gehören – auf deren Infrastruktur er seine lukrative Karriere aufgebaut hat – verärgert hätte. Nun wurde ihm diese komfortable Situation ein Stück weit entzogen, und er fühlt sich durch die Unannehmlichkeiten, die ihm daraus erwachsen, als Opfer behandelt. Genau diese Dynamik hält das gesamte Konstrukt des Prominentenstatus in unserer Gesellschaft aufrecht. Wer die Milliardäre glücklich macht, wird selbst Millionär; wer sie verärgert, muss mit Unannehmlichkeiten und Verlusten rechnen. Wer den Plutokraten gefällt, bekommt die Karotte; wer sie gegen sich aufbringt, bekommt die Peitsche zu spüren. Das gilt für politische Kommentatoren und Nachrichtensprecher ebenso wie für Musiker oder Filmstars.

Dieses System von Zuckerbrot und Peitsche ist der wichtigste Klebstoff, der den Propagandaapparat des westlichen Imperiums zusammenhält. Uns im Westen wird beigebracht, wir lebten in einer freien Gesellschaft, die den „tyrannischen Regimes“ des globalen Südens weit überlegen sei – schließlich seien dort die Nachrichten staatliche Propaganda und die Unterhaltung stark zensiert. In Wahrheit konsumieren Menschen im Westen tagtäglich streng kontrollierte Propaganda, da die einflussreichsten Stimmen durch die Anreize und Sanktionen reicher Kapitalisten massiv gesteuert werden.

Die einzige Schwachstelle dieses Systems ist offenbar, dass es nur funktioniert, solange die Öffentlichkeit mitspielt. Wenn sich genügend Menschen dazu entschließen, die prominenten „Torwächter“ des Imperiums für ihre Mitschuld an imperialen Verbrechen anzuprangern und ihnen die Unterstützung zu entziehen, zeigt sich, dass auch wir eine Waffe in der Hand haben. Macht man es für Prominente zu unangenehm, auf der Linie des Imperiums zu bleiben, werden sie widerwillig der moralischen Führung der Öffentlichkeit folgen. Dadurch lockert sich der eiserne Griff, mit dem der Apparat zur Kontrolle des imperialen Narrativs unser kollektives Bewusstsein im Würgegriff hält.

Wir sollten dies also bereitwillig und ohne Zögern tun. Es ist absolut moralisch vertretbar, einem Millionär den Tag zu verderben, wenn er einen Völkermord durch eine „Beide-Seiten-haben-Schuld“-Argumentation relativiert. Es ist vollkommen ethisch, Menschen mit großer Reichweite so lange unter Druck zu setzen, bis sie öffentlich Stellung gegen die Verbrechen jenes Imperiums beziehen, das sie obszön reich gemacht hat. Das wird zwar nicht alle unsere Probleme lösen, aber es schwächt die Macht der Massen-Gehirnwäsche-Maschine des kapitalistischen Imperiums, die die Öffentlichkeit dazu manipuliert zu glauben, wir bräuchten keinen revolutionären Wandel.

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© 2026 Caitlin Johnstone
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Gesendet: Mittwoch, 23. September 2026 um 04:10
Von: „Caitlin Johnstone from Caitlin’s Newsletter“ <caitlinjohnstone@substack.com>
An: Helmut_Kaess@web.de
Betreff: It’s Good To Bully Celebrities About Palestine

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Video reading by Tim Foley:

I strongly disagree with the idea that it’s unhelpful to bully celebrities about their position on Palestine. On the contrary, I think we should bully them more.

We tend to underestimate the consequences of the fact that all the most amplified voices in our society are millionaires. Under capitalism the people with the largest platforms and the biggest audiences are all wealthy enough to have a vested interest in preserving the status quo, so they’re reluctant to rock the boat politically in any major way.

When all the most influential voices in our society are creating the illusion that the system is more or less fine the way it is by what they say and what they don’t say, it cannot help but significantly influence public political opinion. In this way celebrities function as a kind of goalkeeper preventing dissident thought from reaching the minds of the masses.

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jelinaangel
@judgejellz
Oh the victim, who’s crying for sympathy because he couldn’t afford to hire a band, so he’s all alone, the poor poor sod- who’s worth $400MIL – we need to give him all the sympathy in the world… Nevermind the children in Gaza who are continually being bombed during a ceasefire …
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9:06 AM · Sep 20, 2026 · 5.51K Views
4 Replies · 91 Reposts · 378 Likes

When you see Ed Sheeran bawling his eyes out onstage and playing victim because people are criticizing his muteness on the moral issue of our time, he genuinely does feel as though something is being taken away from him. He was enjoying being able to relax in the lap of luxury without having to go against the grain of establishment power in any way, never saying anything which upsets the Zionist billionaires or the media-owning class whose infrastructure he built his lucrative career on. Now that comfortable setup has been taken away from him a bit, and he feels victimized by the inconvenience this has caused him.

This dynamic is what holds the entire construct of celebrity in place in our society. If you make the billionaires happy you get to be a millionaire, and if you make the billionaires unhappy you get discomfort and loss. If you please the plutocrats you get the carrot, and if you displease them you get the stick. This is true whether you’re talking about pundits, news anchors, musicians or movie stars.

This system of carrots and sticks is the main adhesive holding the propaganda apparatus of the western empire together. As westerners we are taught that we live in a free society which is far superior to the “tyrannical regimes” of the global south, because under the tyrannical regimes the news is state propaganda and the entertainment is heavily censored. In reality westerners are consuming tightly controlled propaganda every day of their lives, because all their most influential voices are being aggressively regulated by the carrots and sticks of wealthy capitalists.

The only weakness in this system, apparently, is that it only works if the public plays along with it. If enough people decide to denounce and defund the empire’s celebrity goalkeepers for their complicity in imperial abuses, it turns out that we’ve got a stick of our own. Make it too uncomfortable to toe the imperial line and you’ll start seeing celebrities reluctantly follow the moral leadership of the public, thereby further weakening the vice-like grip of the imperial narrative control apparatus on our collective consciousness.

So we should do so happily and without hesitation. It is perfectly moral to ruin a millionaire’s day for both-sidesing a genocide. It is perfectly ethical to bully people with large platforms until they take a public stand against the abuses of the empire which has made them obscenely wealthy. It won’t solve all our problems, but it will weaken the power of the mass-brainwashing machine of the capitalist empire which has been manipulating the public into believing we don’t urgently need revolutionary change.

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Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, schon lange in der Umweltwerkstatt, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de und ippnw.org), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig, und ich bin seit etwa 15 Jahren in der Linkspartei// Family doctor, retired, since 1976 in the environmental organization BUND, for a long time in the environmental workshop, since 1983 in the medical peace organization IPPNW (www.ippnw.de and ippnw.org), since 1995 in the peace center, since 2000 in the umbrella organization Friedensbündnis Braunschweig, and I am since about 15 years in the Left Party//
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