Zur “Seele”

Zur “Seele”

Posted on 26. Januar 2012 by admin

Ich glaube nicht an den wirklichen Tod. Natürlich vergehen wir als die Personen, die wir sind. Doch sind alle unsere Lebensäußerungen Realitäten dieses Lebens. Wenn wir zerfallen, sind die Realitäten nicht weg. Was passiert, wenn wir einen Schmerz empfinden? Ein Signal kommt irgendwo im Gehirn an und „schreit“. Und wir empfinden plötzlich einen „heißen“  Schmerz. Dies gilt für alle unsere Empfindungen. Auch wenn das Signal nicht kommt, es gibt „Moleküle“ der Empfindungsfähigkeit. Die atomaren Grundlagen werden nach dem Tod auch noch da sein und sind der eigentliche Grund unserer Wahrnehmung.Dazu passen die Thesen von Hans Peter Dürr.

Als Generalist und Allgemeinmediziner scheint mir das offensichtlich. Vielleicht gibt es Miniseelen der Atome oder der Photonen. Durch geschickte Kombination verstärken sie sich und formen auch die Gehirne lebender Wesen. Nach dem Tod zerfallen sie wieder und sind wieder extrem viele, aber unkoordiniert. Im Menschen sind sie durch die Ich-Funktion scheinbar eine Persönlichkeit von Geburt bis zur Bahre, in Wirklichkeit lebt auch der Mensch nur im Jetzt, durch Erinnerungsmoleküle und Neuronenverbindungen nimmt er dies anders wahr. Konrad Lorenz beschreibt in der Rückseite des Spiegels, dass die perfekte wirkende Handlungsweise von Tier und Mensch auf ererbte
Verhaltensbausteine zurückgehen.
Gegenüber vor 3-4 Milliarden Jahre, wo es nur eine trübe lebende Brühe gab, ist die gesamte Natur, besonders aber der Mensch eine großartige Entwicklung. Er hat noch viele Entwicklungsmöglichkeiten, zum Beispiel auch durch künstliche Emotion und Intelligenz, die längerlebig und nicht so krankheitsanfällig ist.
Die Miniseelen existieren weiter und können möglicherweise auch andere Großresonanzen formen, bis sternen- oder milchstraßenweit, sozusagen Gott oder Götter, von denen ich aber noch nichts gehört habe. Was sagen “die Integralen” dazu? Die sprechen ja vom Menschen als Teil einer Weltevolution…
Hoffentlich begeht der Mensch nicht bald durch einen großen Krieg Selbstmord. Es wäre äußerst schade.

Andererseits noch eine Überlegung, was ist nach dem Tode? Ich habe schon die Hoffnung, dass dieses Leben ein Spiel des Universums ist, und das Universum = “Gott” eine überlegene Intelligenz besitzt. Das würde zu meinen Phantasien von einem Schutzengel passen, der mich begleitete und den auch viele andere glauben zu erleben. Vielleicht gibt es ein allgemeines „Ich“ Gefühl des gesamten Universums nach dem Tode , in das man zurückfällt. Aber das kann auch sehr primitiv sein.

Falls das der Fall wären, wären die Intelligenzen wie wir, die spontan in der Welt entstehen, die überlegene Variante. Nach dem Tod werde ich es „wissen“. Aber wegen der Möglichkeit der Primitivität der Intelligenz des Universums halte ich es für wichtig, dass sich die Menschheit mit diesem Thema beschäftigt. Denn sie hat dann Verantwortung für die Bedingungen des Lebens zumindest erst mal auf der Erde. Längerfristig aber auch in immer größeren Teilen des Universums.

Damit, wenn sich unser Selbst auflöst und anorganisch wird, es sich vielleicht irgendwann neu organisiert und wieder organisch wird und ein oder viele Selbst entstehen…, möglicherweise neue Menschen oder künstliche Intelligenz neben Regenwürmern und ähnlichem und die Bedingungen dann durch den Menschen für das gesamte Leben besser werden. (siehe Buddismus)

 

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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