Zwei zusammengehörige Themen: „Keine Kriege mehr“ und die Beeinflussung der Politik

Ich möchte heute über zwei für mich zusammengehörige Themen sprechen: „Keine Kriege mehr“ und die Beeinflussung der Politik

Die Weltlage ist bescheiden. Wir leben unter dem Damoklesschwert eines drohenden Atomkrieges. In einer Welt, in der die Reichen immer reicher werden, die Ärmeren aber nicht angemessen profitieren. In der ein dramatisches Artensterben passiert und wir eine schlimme Klimaerwärmung spüren und die Meere versauern und vermüllen. Kriege zur Erhaltung der Dominanz der USA und des Westens werden zunehmend geführt, obwohl sie völkerrechtlich verboten sind.

Laut Rainer Mausfeld, dem Professor in Kiel, haben die Reichen schon seit über 2000 Jahren versucht, die Mehrheit zu lenken, um ihren Reichtum zu schützen und noch reicher zu werden. Durch die psychologischen Wissenschaften wissen ihre Institute inzwischen sehr viel über uns und nutzen es zum Beispiel über die Medien der Reichen und durch das System ihres us-amerikanischen Planungssystems, des Councils for Foreign Relations https://swprs.org/die-propaganda-matrix/ , um uns besser und besser zu steuern, ohne dass die Mehrheit es merkt. Ihr könnte dies z.B. bei Youtube unter Mausfeld nachsehen.

Nach unserer Meinung, die einer Kleingruppe aus der Friedensbewegung in Braunschweig, ist das alles nicht nötig. Die Menschheit ist so erfindungsreich,  dass alle Probleme im Geiste der Zusammenarbeit gelöst werden können. Wie kommen wir zu dieser Zusammenarbeit? Hilfreich ist nach unserer Meinung ein jährliches weltweites Gedenken, als Menschheit in allen Ländern, verbunden mit einer Demonstration.

Zu Beginn meiner Rede folgende Thesen:
1. Es dürfen laut Einstein keine Kriege mehr geführt werden, da jeder Krieg eskalieren und zur Vernichtung der Menschheit führen kann!
2. Die weltweite Rüstung (für zur Zeit etwa 1800 Mrd Dollar, überwiegend des „Westens“) sollte auf eine reine Verteidigungsfähigkeit reduziert werden und das gewonnene Geld zur Sanierung der Welt genutzt werden! Ernährung und Schulbildung für alle als Voraussetzung für ein bewusstes Leben.

Zu 1:
Wir sagen im Gedenken an das Manifest von Russell und Einstein, dass keine Kriege mehr geführt werden dürfen. Denn jeder Krieg kann sich zu einem Atomkrieg ausweiten, der zum Untergang der Menschheit führen könne. Das ist ein Satz, den fast jeder versteht und er ist mit dem Namen Einstein verbunden, den fast jeder kennt.
Dieser Gedenktag ist in Braunschweig schon angelaufen. Er fällt weitgehend mit dem sogenannten Flaggentag der Mayors for Peace zusammen, weshalb wir diesen Tag wählten, weil auch unser Bürgermeister ein Bürgermeister für den Frieden ist. Über 7000 Städte in der Welt, davon 500 in Deutschland, haben schon einen solchen Bürgermeister und jedes Dorf, jede Stadt sollte einen solchen haben und teilnehmen, da niemand von Atomwaffen vernichtet werden will.

Dagegen wird oft gesagt, Kriege gab es schon immer und es wird sie immer geben. Aber das bedeutet bei der heutigen Waffentechnik, dass die Menschheit sich selbst vernichten wird. Aber auch die Sklaverei gab es schon immer und vor zweihundert Jahren noch nie Wahlrecht für die Frau, aber diese Dinge sind bei uns verschwunden. Es muss nichts so bleiben, wie es war. Wir müssen unseren Verstand nutzen, um einen großen Entwicklungsschritt zu gehen, wir müssen das mögliche menschliche Glück anstreben statt durch Kleingruppendenken den Untergang zu wählen.
Willy Brandt und Egon Bahr haben in einer äußerst verdienstvollen Phase der SPD uns den Weg gewiesen. Der Begriff „Gemeinsame Sicherheit“ und die Schaffung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa waren hoffnungsvolle und starke Schritte in der richtigen Richtung.

Zu 2:
Zum Stichwort: „Sanierung der Welt“ Nach meinen groben Recherchen reichen 23 Mrd Dollar für das Nötigste… – Lass es mehr sein, auch 500 Mrd Dollar sind problemlos möglich, die genannten Zahlen schreien zum Himmel.
Einstein sagte ja, es darf keine Kriege mehr geben und das Völkerrecht verbietet Kriege, außer der Sicherheitsrat stimmt dazu. Um dieses zu erreichen, müssen wir deutlich mehr politische Wirkung erlangen. Dies scheint uns möglich durch eine ständige Erinnerung an diese Forderung durch die genannte Gedenkveranstaltung, aber auch dem menschlichen Naturell entsprechend durch eine jährliche möglichst große Demonstration.
Die Idee zur Gestaltung kam mir in München. Da findet jeden Februar die sogenannte Siko, die „Sicherheitskonferenz“, ein Treffen der Reichen und Mächtigen statt. Dort findet als Hauptereignis der Friedensbewegung am Freitagabend eine Feier mit ausgewählten Reden im Altstadtrathaus auf dem Marienplatz mit Grußwort eines Bürgermeisters statt (mit etwa 100-200 Teilnehmern), mit einer Auswertung am Samstagmorgen, nach der Auswertung geht man zu einer Demonstration mit etwa 1000-2000 Personen mit Musik und jeweils Reden zu Beginn und am Ende. (Danach gehen einige, meist auch ich, in den Rathauskeller zum Nachgespräch.)
So etwa stellen wir uns nächstes Jahr vor: Am Freitag der Flaggentag mit dem Kernsatz: Nie wieder Krieg! Und am Samstag eine Demonstration in etwa unter unter dem Motto, „Soziales statt Panzer“ oder „Versorgung statt Untergang“.
Es könnten als Hauptplakate die Slogans gezeigt werden, die jeden etwas angehen: “Es ist absurd, dass für die Rüstung viel mehr Geld ausgegeben wird, als für die soziale Grundversorgung der Menschheit gebraucht wird… und es ist absurd, dass eine Person Milliarden € oder auch Dollar besitzt und andernorts viele Leute verhungern. Wir wollen deutlich mehr Geld von dort nehmen, da wo es ist, vom Militär und den Super-Reichen”.
Und dazu, unter diesem Oberthema die jeweiligen, vielfältigen Interessen der Menschen, z.B. die GBS, die Tierschutzpartei und viele andere, die besser finanziert werden könnten. Diese Demonstrationen sind im Interesse fast aller Menschen, bis auf die verschwindend kleine Menge der weltweiten Milliardäre, die aber gewaltigen Einfluss haben und der Menschheit sehr schaden, wie man z.B. bei Rainer Mausfeld erfahren kann.
Wir, das heißt, bisher eine kleine Kerngruppe aus der IPPNW-Braunschweig, sagen wir „Ärzte für den Frieden“, aus dem Friedensbündnis und dem  Friedenszentrum und Friedenstreffen hoffen, dass sich dies möglichst in jedes Dorf und jede Stadt dieser Welt ausbreitet. Natürlich nutze ich meine Kontakte insbesondere zur Friedensbewegung auch für diesen Zweck.
Wir als Friedensbewegung haben gemeinsam mit vielen anderen in diesem Sommer erreicht, dass der Nuclear Ban Treaty beschlossen wurde. Damit werden bald nicht nur biologische und chemische Waffen, Landminen und Streubomben völkerrechtlich verboten sein, sondern auch die schrecklichste Massenvernichtungswaffe, die Atombomben.
Viele Angriffswaffengattungen müssen folgen: Die Bombenflugzeuge, die Panzer, die Marschflugkörper und Raketen und bewaffnete Drohnen und viele mehr. Erlaubt bleiben dürfen nach unserer Auffassung nur Waffen, die überwiegend zur Verteidigung geeignet sind und für Verteidiger viel vorteilhafter sind als Angriffswaffen. Dann sind Angriffe kaum noch möglich.
Wenn 90% der weltweiten Bevölkerung unsere Ziele gut findet und 1% bereit ist, für sie einmal jährlich in ihrem Ort auf die Straße zu gehen, bedeutet das 80 Millionen Menschen weltweit. Das würde vermutlich politische Wirkung entfalten.

Wir müssen erreichen, dass das Völkerrecht, das ja Teil des Grundgesetzes ist, wieder von Deutschland voll respektiert wird. Wieso nimmt denn Deutschland an dem völkerrechtswidrigen Krieg in Syrien teil? Wieso duldet es den Drohnenkrieg von Ramstein von deutschem Boden aus?
Dies sind unsere Pläne und wir brauchen jede mögliche Unterstützung!

Helmut Käss

Weitere Argumente: http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=4609

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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