Erdogans Krieg gegen die Kurden

Originalsartikel  von 2016  unten …

 

Im Oktober 2021 fand eine Begegnung, beginnend in Braunschweig, statt.

Hier ist ein Überblick: https://blog.ippnw.de/gaeste-aus-diyarbakir-in-deutschland/

Gäste aus Diyarbakir in Deutschland

Friedenszentrum Braunschweig e.V. und Braunschweiger Friedensbündnis    Goslarsche Straße 93 • 38118 Braunschweig, Tel. 0531 / 89 30 33 • kontakt@friedenszentrum.info • www.friedenszentrum.info,  Sparda-Bank Hannover • IBAN: DE68 2509 0500 0000 9291 23 • BIC: GENODEF1S09

Donnerstag, 14. Oktober 2021 – 19.00 Uhr

Foyer der VHS Braunschweig in der Alten Waage, Alte Waage 15

– Eintritt frei –

Kurdenveranstaltung in BS

Zivilgesellschaftliches Engagement in Krisenzeiten,  Friedenszentrum Braunschweig, hier die Aufzeichnung https://www.youtube.com/watch?v=IwpwUcrvcUU

Vortragsreihe des Friedenszentrums und des Friedensbündnisses in der Volkshochschule

WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS

In der Türkei stehen Opposition und Zivilgesellschaft unter massiver Repression der Erdogan-Regierung. Christa Blum, Allgemeinärztin, IPPNW Mainz, berichtet am Beispiel der Provinzstadt Cizre vom Ausmaß dieser Gewalt, die in deutschen Medien und Außenpolitik kaum Beachtung fi ndet. Im Gespräch mit Gästen aus Diyarbakir soll anschließend der Frage nachgegangen werden, was passiert mit den Menschen unter jahrzehntelanger Gewalterfahrung, was passiert mit den Kindern? Wie sehen ihre Vorstellungen von einer anderen Gesellschaft, von einem anderen Zusammenleben aus?

Was kann internationale Hilfe und Solidarität leisten? In der aktuellen Pandemie zeigen die diesjährigen Interviews der IPPNW zur Menschenrechtslage in Kurdistan/Türkei Parallelen zum Krisenmanagement in Deutschland, wenn es um Ressourcenverteilung,

Schutz der Bevölkerung und das Aufkommen grundsätzlicher Kritik geht.

Die Veranstaltung findet hybrid und auf Türkisch/Deutsch statt.

Anmeldung unter: www.vhs-bs.de/TAW21 Es gelten die aktuellen Corona-Schutzauflagen.

Mitveranstalter:

Moderation: Ercan Carikci

Meine Notizen…

Frau Blum, Christa 15 + 9, + etwa 10??…

Titel des Vortrags erdogans krieg gegen die Kurden,

Menschenrechtsveretzungen, Brutalistät, Wurzel tiefliegend, die meisten in Europa scheren sich nicht darum, 2015, Zeitpunkt, versteinert, entsetzt, „Ausgangssperre“ , Cizre, auf dem weg dorthin , Cizre „gereinigt“ bürgermeisterin, imrek, hoher stimmanteil als bürgermeistern, am 9.september wurde sofort dasWasser abgestellt, etwa 60 Menschen starben, bei dritter Ausgangsperre, 79 tage wurde die Stadt bombardiert, innerer belagerungsring, „Ihr habt die kraft der türken hzu spüren bekommen“, „ihr seid alle Huren“, Photos der Vernichtung, beklemmende stille, haus mit 60 leuten gesprengt, Leute in den kellern verbrannt,

Hintergrund mehrheitlich von kurden bewohnten städten, sprechen der eigenen sprache, krieg gegen die städte, Exempel statuiert, 141 tägigen belagerung, über viele wochen wurde der schutt abgfahren, Das Newrozfest der Kurden war dennoch riesig…

Podium, Fragen, mustafa, Issac, Psychologe, mirta, techniker, Regin, Rote Dame, Moderator, mir etwas bekannte Dame, Mustat, Issaa, zweite Übersetzerin, Edith Kuran, TIHV, folteropfer, UN, Eurorat,, Anwältin, elci, ermordet, zweiter auch ermordet, wenn sie sich für ihre freiheitlichen rechte einsezen,

unter den zuschauern: Elu, Friederike, Christa Blum, Elke Almut, Corinna, Frau Schröder, Nachbarin,

Fragen:

Ute: Gefühl in der Gefahr zu leben,

Wie reagiert die UNESCO? , hat noch nicht mal die Stadt Sur besucht, jeden tag bericht geschrieben, Team kulturerbe, nicht reingelassen, ein Türke trat aus Protest aus der Ehrenmitgliedsdchaft aus,

Elu, was gibt Euch die Kraft; Erfolge, Solidarität,

eine Dame: Sind Repressalien zu befürchten?  Ja, natürlich, aber die Solidarität tut gut…

Der Putsch gegen Ergogan kam unerwartet von eher rechts, …

kurdish sprechen verboten? Kurdisch „unbekannte sprache, reine ideologie, kurden hass, 20 millionen Bevölkerung, beliebige verfahren, sehe beliebig, abgeordnete von hakkari, festgenommen, mitten in der nacht ins gefängnis gepackt, kurdisch, gesungen, telefonverbot,

wieso ist die kurdische Entwicklung gekippt? Drei aus staastdienst entlassen?? Ärztin,

Onlinfrage: zerstörte Häuser, sei durch Terrorismus, nicht durch Staat, die „Entschädigungen“ sind nicht ernst zu nehmen, akp nicht nur kurdenfeindlich, verfassung so verändert,

sie errichtet auch dort häuser,

Schrage , hdp 10% hürde , welche möglichkeit verbündete mit westen, der türkei,

keine demokratischen Wahlen? Aber ich hörte, dass der Konkurrent in istanbul bestätigt wurde,

Almut, was können wir tun?? Wie unterstützen?

Man muss das Unrecht sichtbar machen! Meine Regierung begeht Unrecht, waffenexport, 150 Meinschen durch panzer,

bedankt sich im Namen der Delegation, die uns nicht alleine lassen,

cäsar und cihane, Übersetzerinnen, Neustadtmühle, 16:00

_________________________________—  IPPNW Regionalgruppe Braunschweig

Zivilgesellschaftliches

Engagement in Krisenzeiten

Moderation: Ercan Carikci

Im Gespräch mit Aktivist:innen aus Kurdistan/Türkei Gefördert durch:

und die Komplizenschaft der EU

  In den Trümmern von Cizre                                                                   Sigrid Ebritsch

Delegationsreise vom 13. Bis 25. März 2016

verschiedene Details:

Editorial:

Trotz aller Sicherheitsbedenken hat sich auch in diesem Jahr eine Gruppe von acht Personen als Delegation der IPPNW auf den Weg in den Südosten der Türkei gemacht.

Erstmals mit dabei war Clemens Ronnefeldt, friedenspolitischer Referent des Versöhnungsbundes.

Über Ankara landeten wir auf dem neuen modernen Flughafen der Kurdenhauptstadt Diyarbakir.

Im folgenden Bericht dokumentieren wir den Inhalt der Gespräche, die wir mit VertreterInnen von Parteien und zivilen Organisationen geführt haben, und die bedrückenden Erfahrungen, die wir gesammelt haben.

Die Reise stand ganz im Zeichen des Krieges, der hier mit vorher nicht vorstellbarer Grausamkeit gegen die kurdische Bevölkerung geführt wird. Über soziale Medien erreichen uns auch in Deutschland Bilder und Berichte über die Zerstörungen in kurdischen Städten, es gibt sogar ein paar gute Fernsehdokumentationen. Trotzdem ist hier über den Bürgerkrieg zwischen Kurden und Türken wenig bekannt. Die PKK gilt den meisten als Terrororganisation und ihre Bekämpfung wird im Rahmen des internationalen Krieges gegen den Terror für richtig und notwendig gehalten. Leider ist zu befürchten, dass sich bei der PKK und ihren kurdischen Unterstützern die Hardliner durchsetzen und sie so spätestens mit Beginn des Frühlings ihrem Ruf gerecht werden. Mehrere unserer GesprächspartnerInnen kritisieren, dass die jugendlichen Barrikadenbauer mit ihrem bewaffneten Widerstand dem Präsidenten erst den Vorwand für seinen Angriff auf die Zivilbevölkerung in den Städten geliefert hätten. Die dabei ausgeübte Gewalt durch Spezialeinheiten, Polizei und Militär ist allerdings völlig unverhältnismäßig. Gegen etwa 200 bewaffnete Aufständische stehen 15 000 bis 20 000 Soldaten. Mit schwerer Artillerie beschießen sie die betroffenen Stadtviertel und zerstören anschließend Haus für Haus. Fassungslos standen wir in den Trümmern von Cizre, in denen Menschen mit versteinerten Gesichtern nach den spärlichen Resten ihrer Habe suchten. Am Tag unserer Abreise erfuhren wir durch die Medien, dass in der zerstörten Altstadt Sur von Diyarbakir 6000 Parzellen von der Regierung beschlagnahmt wurden. Präsident Erdogan und Ministerpräsident Davutoglu haben angekündigt, die kurdischen Städte nach der „Säuberung“ schnell und modern wieder aufzubauen. Uns schaudert bei dem Gedanken an die neuen Hochhausviertel am Rande der Städte Mardin und Diyarbakir, die mit kurdischer Tradition und Lebensweise so gar nicht vereinbar sind. Die kurdischen Bürger haben Angst, dass in ihren Städten vermehrt sunnitische, arabische Flüchtlinge aus Syrien angesiedelt und so eine demografische Verschiebung zugunsten der Regierungspartei AKP erreicht werden soll.

Viele Kurden sehen sich in einem Vernichtungskrieg. Etwa 400 000 Menschen haben schon ihre Wohnungen verlassen oder verloren. Viele wollen nur noch weg aus der Region, da sie keine Hoffnung auf ein Leben in Frieden mehr haben. Hier könnte sich eine neue Fluchtwelle nach Europa ankündigen. Europas Politiker verschließen die Augen vor dem Krieg, der hier stattfindet. Ihre Komplizenschaft mit dem „Psychopathen von Ankara“, wie eine Gesprächspartnerin den Präsidenten nennt, wird von den Menschen mit Bitterkeit kommentiert. Insbesondere die Wahlhilfe für Erdogan durch den Besuch von Frau Merkel im Wahlkampf stößt auf heftige Kritik.

Die meisten Menschen, die wir treffen, sind überzeugt, dass Erdogan sie und die ganze Türkei ins Verderben führen wird. Er habe sich alle Nachbarn zu Feinden gemacht, er habe das Präsidialsystem, das er politisch nicht durchsetzen konnte, einfach eingeführt und schere sich den Teufel um bestehende Gesetze.“ Erdogan ist das Gesetz und die AKP ist der Staat“.

Die Polarisierung der Gesellschaft ist so weit fortgeschritten, dass niemand einen Ausweg erkennen kann. Selbst ein erfahrener Politiker wie Ahmet Türk, der schon viele Höhen und noch mehr Tiefen erlebt hat, wirkt ratlos und verzweifelt. Ohne den auf der Gefängnisinsel Imrale isolierten Abdullah Öcalan und ohne eine Vermittlung durch eine integre Person oder Gruppe von außen, die sowohl das Vertrauen der Menschen in der Türkei als auch der USA und Europas genießt, sieht er sein Land in Blut und Chaos versinken.

Dr. Gisela Penteker

TeilnehmerInnen:

Johanna Adickes, Mehmet Bayval, Dr. Christa Blum, Sigrid Ebritsch, Margit Iffert, Dr. Gisela Penteker, Clemens Ronnefeldt, Dr. Elke Schrage

Stationen der Reise:

Ankara, Diyarbakir, Cizre, Mardin, Viransehir

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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2 Antworten zu Erdogans Krieg gegen die Kurden

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