Vorschlag zu einer jährlichen Erinnerung und einer jährlichen Kundgebung

Brief an die Welt über den Vorschlag zu einer jährlichen Erinnerung und einer jährlichen Kundgebung

An alle Menschen

nach dem Erfolg der Ächtungsverhandlungen für Atomwaffen und der peinlichen und unerfreulichen Nicht-Beteiligung unserer Bundesregierung ist jetzt die Frage, wie es weitergeht. Aber da sind schon viele bereit, auf ihre Regierungen, wo nötig, Druck auszuüben.

Ein Grund dafür, dass meine Freunde und ich uns um eine Eindämmung der militärischen Maßnahmen bemühen, ist das Manifest von Bertrand Russell und Albert Einstein, das nach einem dringenden Ende aller Kriege aufruft. Wir hatten Erfolg damit, dass wir eine jährliche Erinnerung in Braunschweig ab 2015 zur 60-Jahrfeier starteten. Denn dieser Termin liegt nur einen Tag nach dem „Flaggentag“ der Bürgermeister für den Frieden, die von dem Bürgermeister von Hiroshima gestartet wurde und an das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes erinnert, der sagte, dass die Anwendung und schon die Drohung einer Anwendung von Atomwaffen nicht erlaubt ist. Daher verbanden wir beide Themen zu einem, dem Gedenken an das Verbot der Anwendung dieser schrecklichen Waffen und das weitergehende Verbot jeden Krieges. Denn wir haben einen Bürgermeister für den Frieden und können dieses Gedenken feierlich gestalten einschließlich eines Grußwortes der Stadt.

Wir denken, das jede Stadt und jedes Dorf einen Bürgermeister für den Frieden haben sollte und wir hoffen, dass ein solches Gedenken sich über die ganze Erde verbreitet.

Wir haben nun noch eine zweite Idee, was man nach erfolgreicher Schaffung der Erinnerung an das Manifest für die Beeinflussung der Politik zusätzlich machen könnte. Der militärisch-industrielle Komplex ist ein schrecklicher Parasit, der das Blut der Menschheit saugt. Er frisst viel mehr Geld, als wir zur Ernährung der Hungernden und für die kostenlose gute Schulbildung aller Menschen brauchen würden. Dies ist aber eine Voraussetzung für eine positive „Explosion“ der menschlichen Verhältnisse.

Daher wollen wir am Folgetag der Erinnerungsfeier eine Demonstration machen, in der wir insbesondere die Einsparung der militärischen Mittel auf eine reine Verteidigungsfähigkeit und das menschliches Auskommen für alle fordern. Dafür nehmen wir uns ein Beispiel an der Münchner „Sicherheitskonferenz“. Jeden Februar treffen sich dort einflussreiche Leute und die Militärindustrie im Bayrischen Hof, während parallel von der Friedensbewegung eine Konferenz im Altstadtrathaus auf dem Marienplatz am Freitag 18:00 stattfindet. Dort sind üblicherweise 100-150 Personen, am Samstag vormittag und Abend weniger bei Folgeveranstaltungen. Am Samstag Mittag ist eine Demonstration mit über 1000 Menschen. Um nun auf diese schreckliche Verschwendung des militärischem Komplexes hinzuweisen, wollen wir auch eine große Kundgebung in Braunschweig machen. Auf die Dauer wollen wir das auch jährlich machen und hoffen, dass sich die Idee auf die Welt ausbreitet. Die Menschheit vergisst schnell und muss jährlich auf diese Gefahr der dramatischen Fehlentwicklung der Waffentechnologie hingewiesen werden, sonst besteht die Gefahr, dass sie sich selbst zerstört.

Was haltet Ihr, halten Sie von dieser Idee?

Könnten Sie sich vorstellen, eine jährliche Gedenkfeier (oder sogar ein solches Wochenende) in Ihrer Stadt in jedem Juli zu unterstützen?

Dr. med. Helmut Käss

helmut_kaess@web.de
Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513, 0176 57747 881
http://helmutkaess.de/Wordpress/

a yearly commemoration and a yearly Manifestation

 

Dear Participants of the IPPNW World Conference in York

After the agreeable result of the very effective campaign for the banning of nuclear weapons and the shameful non-participation of our Germany I hope you will continue.

One of the reasons that my friends and I participate in actions against the horrible military development oft this time is the Russell-Einstein Manifesto, which calls for an end to all war.

We succeeded in creating a yearly commemoration of the Manifesto here in Braunschweig in 2015. The commemoration of the Manifesto takes place one day after the Flag Day of the Mayors for Peace (which honors the International Court’s decision on the illegality of nuclear weapons), so we celebrate these days together, as we have a Mayor for Peace (so we get a representative room for free and a speech by the mayor of the city each year). We think every town and village in the world should have at least one day of this kind. So we hope that our commemoration spreads all over the world.

Now we have had a second idea to make this a more effective event. The military–industrial complex is such a parasite sucking the very blood of humanity; it gorges on more money than we would need to feed the poor of this world and give everyone a good education. Therefore we want to establish a big event to call attention to this, and we plan to do it the day after the commemoration of the Manifesto. We’re taking the „Munich Security Conference“ as a model – each February influential people and the armaments industry meet, while the peace movement has a parallel peace conference on Friday, usually with over a hundred attendees and some actions on Saturday morning and evening and a demonstration at midday on Saturday with over a thousand people. To bring attention to the terrible waste of the military complex, we also want to have a very big demonstration the day after the Manifesto commoration day in Braunschweig. In the long run, we hope to do this annually and spread the idea world-wide. Humanity forgets quickly and has to be reminded yearly, otherwise it might destroy itself, as we all fear.

What do you think about our idea from Braunschweig?

Could you imagine supporting a yearly commemoration of the manifesto (or even such a weekend) in your city each July?

Dr. med. Helmut Käss
Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513, 0176 57747 881

helmut_kaess@web.de

http://helmutkaess.de/Wordpress/

 

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Vorschlag zu einer jährlichen Erinnerung und einer jährlichen Kundgebung

  1. Pingback: politische Lösungen anstreben, eine Idee aus Braunschweig | Beitragen zu einer Kultur des Friedens

  2. Pingback: possible solutions, Lösungsansätze | Beitragen zu einer Kultur des Friedens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.