Heimatfront von Erich Constein

Vorlesen von Brigitte während des Aufenthalts bei Pfarrer Böger in der Magnikirche:

Heimatfront von Erich Constein

Unterbrochene Mahlzeiten

Hochschrecken aus dem Schlaf

Flucht in den Bunker

Wartend Ohrwerdend

Flugzeuggebrumm

die Flak

das Aussetzen der Flak

Das Rauschen und Pfeifen

der Brandbomben, der Splitterbomben, der Sprengbomben

Entwarnung und

das Gefühl

noch einmal davongekommen

bis

zum nächsten

Sirenenton

Erich Constein, geb. 24. 06 1912, gest. 14. 06. 1991, wurde im Oktober 1955 aus russischer Kriegsgefangenenschaft entlassen, über 10 Jahre nach dem Krieg. Dieses Gedicht und andere, hat er vermutlich erst in Freiheit geschrieben. Seine Aufzeichnungen sind alle nicht datiert. Erich Constein, mein Stiefvater, war Maler und Graphiker. Er hat sich in seinen Bildern vorwiegend mit der Aufarbeitung des Krieges beschäftigt. Er wollte mahnen!!! Auf die noch heute akuten Gefahren des Krieges und das damit verbundene  Elend hiweisen.

Brigitte Constein-Gülde  Ostermarsch 2018

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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