zentrale Friedensdemonstration „die Waffen nieder, Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung für soziale Sicherheit“

Ich möchte als besonderes Highlight auf die m.E. sehr gute Rede von Sahra Wagenknecht während der Demonstration hinweisen  Viele Menschen sind besorgt wegen der zunehmenden Kriegsgefahr und der völkerrechtswidrigen Handlungen Deutschland (siehe Anlage), worüber viel zu wenig berichtet wird.

An der  zentralen Friedensdemonstration mit mehreren tausend Teilnehmern (erwartet wurden 5.-10.000 Teilnehmern, was auch meinem Eindruck entsprach) unter dem Motto: „die Waffen nieder, Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung für soziale Sicherheit“ in Berlin nahmen auch einige mir bekannte Mitglieder der Friedensbewegung aus der Region Braunschweig teil, Christoph Krämer, Elke Almut Dieter, Gudula Wegmann, Hans-Georg Hartwig mit vier weiteren Braunschweigern, Marcel Koppmann und Matthias Jakisch. Unten ist der Aufruftext und seine Homepage.

 Mein persönliches Plakat plakat-a3-v2, 4x Völkerrechtsverletzungen behandelt die völkerrechtswidrige deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien und andere  Vertragsverletzungen Deutschlands und wurde von dem Völkerrechtler Norman Paech geprüft 

Helmut Käß

Hier noch die Pressemitteilung der IPPNW:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

mit 8.000 TeilnehmerInnen war die Friedensdemonstration in Berlin am Wochenende ein großer Erfolg. Angelika Claußen, Vizepräsidentin IPPNW Europa, sprach bei der Auftaktdemonstration zum Syrienkrieg. Ihre Rede finden Sie unter

Jens-Peter Steffen hat für für die IPPNW die Pressearbeit mit betreut. Es gab einige Berichte im RBB , BR , Tagesspiegel, Berliner Zeitung online Neues Deutschland, Junge Welt  und RT Deutsch, (dort ist ein Interview mit Reiner Braun und ein Video eines Gesprächs von Ken Jebsen mit Reiner Braun und Wolfgang Gehrke.)
Im ZDF direkt lief ein Beitrag, der Sara Wagenknecht Einseitigkeit vorwirft, wogegen sie sich hier wehrt .

Hier finden Sie die Reden, Presseecho sowie Fotos
Auch auf der IPPNW-Homepage finden Sie eine Meldung
Weitere Fotos gibt es auf dieser Flickr-Seite

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen
Tel. 030 / 69 80 74 15

Fax 030/ 6938166
Email: wilmen@ippnw.de
Web: www.ippnw.de

Beschluss der Aktionskonferenz vom 02.07.2016 „die Waffen nieder, Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung für soziale Sicherheit“Die aktuellen Kriege und die militärische Konfrontation gegen Russland treiben uns auf die Straße. Deutschland befindet sich im Krieg fast überall auf der Welt. Die aktuellen Kriege und die militärische Konfrontation gegen Russland treiben uns auf die Straße. Deutschland befindet sich im Krieg fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Das Geschäft mit dem Tod blüht. Dieser Politik leisten wir Widerstand. Die Menschen in unserem Land wollen keine Kriege und Aufrüstung – sie wollen Frieden. Die Politik muss dem Rechnung tragen. Wir akzeptieren nicht, dass Krieg immer alltäglicher wird und Deutschland einen wachsenden Beitrag dazu leistet: in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Mali. Der Krieg in der Ukraine ist nicht gestoppt. Immer geht es letztlich um Macht, Märkte und Rohstoffe. Stets sind die USA, NATO-Mitgliedstaaten und deren Verbündete beteiligt, fast immer auch direkt oder indirekt die Bundesrepublik.  Krieg ist Terror. Er bringt millionenfachen Tod, Verwüstung und Chaos. Millionen von Menschen müssen fliehen. Geflüchtete brauchen unsere Unterstützung und Schutz vor rassistischen und nationalistischen Übergriffen. Wir verteidigen das Menschenrecht auf Asyl. Damit Menschen nicht fliehen müssen, fordern wir von der Bundesregierung, jegliche militärische Einmischung in Krisengebiete einzustellen. Die Bundesregierung muss an politischen Lösungen mitwirken, zivile Konfliktbearbeitung fördern und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau der zerstörten Länder leisten. Die Menschen brauchen weltweit Gerechtigkeit. Deshalb lehnen wir neoliberale Freihandelszonen wie TTIP, CETA, ökologischen Raubbau und die Vernichtung von Lebensgrundlagen ab. Deutsche Waffenlieferungen heizen die Konflikte an. Weltweit werden täglich 4,66 Milliarden Dollar für Rüstung verpulvert. Die Bundesregierung strebt an, in den kommenden acht Jahren ihre jährlichen Rüstungsausgaben von 35 auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Statt die Bundeswehr für weltweite Einsätze aufzurüsten, fordern wir, unsere Steuergelder für soziale Aufgaben einzusetzen.  Das Verhältnis von Deutschland und Russland war seit 1990 noch nie so schlecht wie heute. Die NATO hat ihr altes Feindbild wiederbelebt, schiebt ihren politischen Einfluss und ihren Militärapparat durch Stationierung schneller Eingreiftruppen, Militärmanöver, dem sogenannten Raketenabwehrschirm – begleitet von verbaler Aufrüstung – an die Grenzen Russlands vor. Das ist ein Bruch der Zusagen zur deutschen Einigung. Russland antwortet mit politischen und militärischen Maßnahmen. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Nicht zuletzt steigert die Modernisierung genannte Aufrüstung der US-Atomwaffen die Gefahr einer militärischen Konfrontation bis hin zu einem Atomkrieg. Sicherheit in Europa gibt es nur MIT und nicht GEGEN Russland. Wir verlangen von der Bundesregierung den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen, die drastische Reduzierung des Rüstungsetats, den Stopp der Rüstungsexporte und die Ächtung von Kampfdrohnen, keine Beteiligung an NATO-Manövern und Truppenstationierungen entlang der Westgrenze Russlands. Wir sagen Nein zu Atomwaffen, Krieg und Militärinterventionen. Wir fordern ein Ende der Militarisierung der EU. Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein auf Ausgleich basierendes System gemeinsamer Sicherheit.  Für diese Friedenspolitik setzen wir uns ein. Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 8.10.2016 in Berlin.  Dortmund, den 02.07.2016
Deswegen rufen der Bundesausschuss Friedensratschlag, die Kooperation für den Frieden und die Friedenskoordination Berlin, gemeinsam mit mehr als 150 Friedensgruppierungen zur bundesweiten Demonstration am 8.10.2016 „die Waffen nieder, Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung für soziale Sicherheit“ auf

 

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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