Samstags auf dem Kohlmarkt! Eine Begründung für eine „friedliche Weltrevolution“

1. Aktueller Anlass: besonders gefährlicher Bruch des Völkerrechts

2. die Kumulation der Krisen

3. bei kluger Politik würde alles immer besser und ist alles beherrschbar…

Hier übrigens ist eine grobe Dokumentation der Kohlmarktkundgebungen

 

Zu 1:

Angesichts der dramatischen Missachtung des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen durch die USA mit Unterstützung durch Deutschland haben wir uns zu diesen Kundgebungen entschlossen. Dies besonders anlässlich der Androhung und dann durchgeführten Bombardierung von Gebäuden in Syrien. Es besteht auf Grund der direkten Konfrontation zwischen den USA und Russland die Gefahr eines vernichtenden Weltkrieges.

Besonders krass für uns Deutsche ist die Befürwortung dieser Angriffe durch die Bundeskanzlerin. Ich möchte auf eine m.E. überzeugende grundsätzliche Beurteilung der Situation in einem Interview von Ken Jebsen mit Willy Wimmer, Daniele Ganser und Albrecht Müller schon 2015 hinweisen.

Zu 2:

Wir brauchen eine Friedliche Weltrevolution“: Die ständigen Kriege, das Auseinanderklaffen der Reich/Armutsschere, die Finanzkrisen, der Artenverlust, die Klimaerwärmung und der Bodenverlust sind wichtige der wirklichen Menschheitsprobleme, um die sich die „Politik“ viel zu uneffektiv kümmert. Die Menschheit ist durch die Erhöhung der Arbeitsproduktivität reich geworden und wird immer reicher. Sie nutzt den Reichtum aber noch nicht vernünftig. Statt dessen übt sie sich aus „alter Gewohnheit“ ständig in Dominanzstreben von Staaten und Gruppen über andere. Sie hat noch nicht begriffen, dass seit der Erfindung der Atombombe diese Denkweise völlig überholt ist. Wir müssen als Menschheit denken oder wir gehen unter. Wir brauchen große und langdauernde Verhandlungsrunden wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa überall auf der Welt.

Unter diesem Stichwort machen wir, eine Gruppe von Bürgern, einen vorläufig wöchentlichen Protest auf dem Kohlmarkt von 11:00 bis kurz vor 12:00. (Mit Unterstützung durch den Bibs– Stand, der seit langem dort jeden Samstag steht). Diesen weitergehende Begriff „Weltrevolution“ wählten wir vorläufig wegen der vielfältigen aktuellen Probleme, um die sich die Politik laut Fabian Scheidler nicht angemessen kümmert und die Anlass für eine Weltrevolution geben müssten. Und die darf heute nur noch ohne Waffen, also weitgehend friedlich verlaufen. Das sollte durchaus oft laut verlaufen…:

Zu 3: In den letzten 100 Jahren ist nicht nur die Zahl der Menschen explodiert, der Reichtum hat wie gesagt noch viel stärker zugenommen. Allein mit den Rüstungsausgaben, laut Sipri weltweit etwa 1.800 Milliarden Dollar jährlich, das bei weitem meiste davon vom „Westen“, könnte man über 70-fach http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=5055 die dringendsten Bedürfnisse befriedigen. Bei weiter steigender Produktivität zum Beispiel durch Robotisierung und Automatisierung könnte die durchschnittliche Arbeitszeit kräftig gesenkt werden und die Umweltschutzauflagen erfüllt werden. Die Staaten müssten allerdings zusehen, dass ihre Bevölkerung nicht zu sehr zunimmt, was gut möglich ist. In Europa schrumpft die Bevölkerung schon, da es ihr gut geht und sie auf ihre Kinder nicht angewiesen ist. Wir brauchen in einem föderalen System für ihre eigenen Probleme zuständigen Nationalstaaten in ständiger Absprache mit ihren Regionen und mit der UN, mit einer UN Regelung für militärische Konflikte. Dann kann weitgehend abgerüstet werden. Dies sollte mit einem weltweiten Feiertag im Gedenken an das Manifest von Russell und Einstein verbunden sein.

Mit einer Friedenslogik ist das, wie die Praxis der Ostpolitik von Willy Brandt zeigte, alles erreichbar. Dann kann die Menschheit sich an ihrem eigenen blauen Planeten erfreuen und sich aus sportlichen und intellektuellen Gründenso langsam dem Universum zuwenden: Da werden noch viele Überraschungen auf uns warten.

Hier  ein Eröffnungs- und Schlusstext für die Kundgebungen,

 

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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