Immanuel Kant

https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant

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Atomenergie und Atombombe…

https://umweltfairaendern.de/2022/08/atomwaffensperrvertrag-atomenergie-sind-atomwaffen-sind-harrisburg-tschernobyl-hiroshima-nagasaki-fukushima-gorleben/

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Bürgerenergie

 

https://www.buendnis-buergerenergie.de/fileadmin/user_upload/downloads/Broschueren/220704_Brosch_Buebue_22_RZ_WEB.pdf

 

Gesendet: Montag, 01. August 2022 um 10:44 Uhr
Von: „Hans-Josef Fell“ <info@hans-josef-fell.de>
An: Helmut_Kaess@web.de
Betreff: Wie Geschäftsmodelle für Bürgerenergiegemeinschaften erfolgreich werden können

Newsletter Hans-Josef Fell

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Wie Geschäftsmodelle für Bürgerenergiegemeinschaften erfolgreich werden können

Newsletter vom 01. August 2022

Liebe Leser*innen,

die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien braucht die aktive Mitgestaltung aller Menschen. Viele fühlen sich überfordert, da die Materie sehr komplex ist und selbstverständlich niemand Fachmann in allen Bereichen sein kann. Der Zusammenschluss mit Gleichgesinnten in Bürgerenergiegemeinschaften ist daher eine sehr erfolgreiche Strategie.

Dazu kommen die Fragen auf: Wie gehen wir das an? Was soll unser Ziel sein? Welches Geschäftsmodell kann für uns erfolgreich sein? Sollen wir uns der Heizung, dem Strom, der Mobilität zuwenden oder gleich alles in einem?

Das Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn) hat dazu kürzlich eine neue, sehr empfehlenswerte Broschüre zum Thema „Geschäftsmodelle sinnvoll entwickeln und Wertschöpfung steigern“ herausgegeben, die sich explizit an Bürgerenergiegenossenschaften richtet.

Bürgerenergiegemeinschaften basieren häufig auf ehrenamtlichem Einsatz von Hochengagierten, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Ressource Zeit ist dann häufig kostbares Gut. Umso wichtiger also, dass Geschäftsmodelle so ausgestaltet sind, dass Ressourcen innerhalb der Bürgerenergiegemeinschaften effizient genutzt werden und der größtmögliche Beitrag zum Klimaschutz erzielt wird.

Neben diesen internen Herausforderungen sind unsere Zeiten gleichzeitig von multiplen Krisen geprägt – von Klimakrise, über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, hin zum Fachkräftemangel. Diese Veränderungen gehen auch an den Bürgerenergiegemeinschaften nicht spurlos vorbei, sondern müssen bewusst mit in ihren Geschäftsmodellen mitberücksichtigt werden.

Vor dem Hintergrund dieser internen und externen Herausforderungen für Bürgerenergiegenossenschaften bietet die neue BBEn-Broschüre gute Orientierung bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle bzw. bei ihrer Anpassung. Die Broschüre beleuchtet die Bereiche Strom, Mobilität und Wärme und zeigt dabei eine Bandbreite an Gestaltungsspielräumen für die Bürgerenergie mit unterschiedlichen Wertschöpfungsgraden auf. Veranschaulicht wird dies durch erfolgreiche Praxisbeispiele. Insgesamt ist das BBEn der Überzeugung, dass:

„Wenn Energiegenossenschaften ihre Tätigkeitsfelder erweitern, sichern sie ihre Zukunft, schaffen leichter den Schritt hin zu bezahlten Kräften und werden attraktiver – sowohl gegenüber ihren Mitgliedern als auch gegenüber ihren Stakeholdern.“

Die Broschüre ist sowohl online verfügbar als auch als Druckversion bestellbar.

Zur historischen Bedeutung der Bürgerenergiegemeinschaften: Es waren nicht die großen Stromversorger, die den starken Erfolg des EEG seit 2000 ausmachten. Verschiedene Untersuchungen kommen zum Ergebnis, dass bis zu 80% aller Investitionen in Erneuerbare Energien in Deutschland von neuen Akteur*innen getätigt wurden: Privatleute, Landwirt*innen, neue kleine und mittlere Unternehmen und eben auch Energiegemeinschaften. Sie waren der große Garant für den steilen Ausbau der Erneuerbare Energien bis etwa 2012, bis die Politik unter Kanzlerin Merkel Stück für Stück den Energiegemeinschaften das Leben schwerer machte.

Genau diese Bürgerenergie mit vielen neuen Energiegemeinschaften wieder zu einer neuen Blüte zu verhelfen ist die große Chance, 100% Erneuerbare Energien doch noch bis 2030 zu schaffen.

Also: Besorgen Sie sich noch heute die neue Broschüre des BBEn und laden Sie morgen Ihre befreundeten Gleichgesinnten zu einem ersten Treffen ein, bei dem Sie die Schritte zur Gründung einer Bürgerenergiegemeinschaft diskutieren können. Vielleicht fallen Ihnen gleich so viele schnell umzusetzende Aktivitäten und Geschäftsmodelle ein, dass Sie die Gasabschaltung durch Russland nicht fürchten müssen, Ihre Energiekosten deutlich senken und gleichzeitig das Klima schützen.

Hammelburg, 01. August 2022,

Ihr Hans-Josef Fell

Diesen Beitrag finden Sie hier auch auf meiner Homepage.

Hans-Josef Fell ist Präsident der Energy Watch Group. Er war 1998-2013 MdB für Bündnis/Die Grünen und ist Mit-Autor des Entwurfs des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000.

http://hans-josef-fell.de
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Hans Josef Fell · Albrechtstraße 22 · Berlin 10117 · Germany

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IPPNW-Brief an Außenministerin Annalena Baerbock Ende Juli 22

Klicke, um auf 2022-07-29_Brief_Baerbock_NVV_aw.pdf zuzugreifen

Einen IPPNW-Brief an Außenministerin Annalena Baerbock finden Sie unter https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomwaffen/2022-07-29_Brief_Baerbock_NVV_aw.pdf

„…Darüber hinaus könnten Deutschland und andere europäische Staaten, in
denen US-Atomwaffen lagern, durch Abrüstungsverhandlungen zur
nuklearen Deeskalation beitragen. So könnten sie gegenüber Russland
anbieten diese Bomben abzuziehen, anstatt neue, zielgenauere Atomwaffen
auf dem eigenen Gebiet zu stationieren und für deren Einsatz neue

– 2 –
Kampfjets zu kaufen. Im Gegenzug könnte Russland auf eine ähnliche
„nukleare Teilhabe“ mit Belarus verzichten und die atomwaffenfähigen
Raketen aus Kaliningrad abziehen. …

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das neue Strategische Konzept der NATO…

NATO Madrid meeting

Liebe Freunde,

Vielleicht habe ich eine Diskussion über das neue Strategische Konzept der NATO verpasst? Wenn ja, bitte ich um Entschuldigung.

Es gibt keine großen Änderungen im Konzept, aber die, die es gibt, sind zum Schlechten:

Ein neues strategisches Konzept wurde von der NATO auf einer Tagung in Madrid am 28. und 30. Juni angenommen. Dies ist das erste neue Konzept seit zehn Jahren.

In Bezug auf Atomwaffen hat sich das Konzept nur wenig geändert, allerdings in die falsche Richtung: Im vorherigen Konzept lautete die Formulierung zum Einsatz von Atomwaffen: „Die Erwägung des Einsatzes von Atomwaffen ist äußerst unwahrscheinlich“. Jetzt lautet die Formulierung „Die Umstände, unter denen die NATO Atomwaffen einsetzen müsste, sind äußerst gering“. Hat der Ausschluss der erforderlichen Erwägung irgendeine Bedeutung?

Die Vorwärtsstationierung von Atomwaffen in Europa bleibt sehr wichtig.

Die laufende Integration von Atomwaffen in die Strategie sollte fortgesetzt werden.

Wir lernen erneut, dass die NATO eine sichere Welt ohne Atomwaffen schaffen will. Es wird jedoch kein Weg zu einer atomwaffenfreien Welt aufgezeigt.

Es ist festzustellen, dass die NATO den Atomwaffensperrvertrag und die Auswirkungen von Artikel VI immer noch als sehr wichtig erachtet:

„Der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen ist das wesentliche Bollwerk gegen die Verbreitun Atomwaffen, und wir setzen uns weiterhin nachdrücklich für seine vollständige Umsetzung ein, einschließlich Artikel VI. Das Ziel der NATO ist die Schaffung eines Sicherheitsumfelds für eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen, die mit den Zielen des Atomwaffensperrvertrags Vertrags übereinstimmt“.

Lassen Sie uns die NATO bei diesem Ziel in die Pflicht nehmen!

Gunnar Westberg

__________________________________________________—

Gesendet: Samstag, 30. Juli 2022 um 19:16 Uhr
Von: „Gunnar Westberg“
An: „ippnwforum@googlegroups.com“ <ippnwforum@googlegroups.com>

Betreff:   NATO Madrid meeting

Dear friends,

Maybe I have missed a discussion of  the new NATO Strategic Concept? If so, please excuse.  There are no great changes in the concept, but the ones that are there are for the worse:

A new strategic concept has been adopted by NATO at a meeting in Madrid June 28-30th. This the first new concept in ten years.

Regarding nuclear weapons the concept has changed little, but in the wrong direction: In the previous concept the wording on nuclear weapon use was “the contemplation of use of nuclear weapons is extremely remote”. Now the wording “The circumstances in which NATO might have to use nuclear weapons are extremely remote”. Does the exclusion of the needed contemplation mean anything?

The forward stationing of nuclear weapons I Europe remains very important.

The ongoing integration of nuclear weapons in the strategy should continue.

We learn again that NATO wants to create a world safe in the absence of nuclear weapons. However, no road to a nuclear weapons free world is pointed out

We should observe that NATO still sees NPT and the implication of ArticleVI as very important:

“The Nuclear Non-Proliferation Treaty is the essential bulwark against the spread of nuclear weapons and we remain strongly committed to its full implementation, including Article VI. NATO’s goal is to create the security environment for a world without nuclear weapons, consistent with the goals of the Nuclear Non-Proliferation Treaty”.   Let us hold NATO feet to that fire!

Gunnar Westberg

 

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Don Miguel Ruiz, ein Buch: „Die Vier Versprechen“

Hier sind ein paar Stichworte   https://wp.me/paI27O-41k

1. Be Impeccable With Your Word.

Seien Sie untadelig in ihren Worten.

2. Don´t take anything personally

Nehmen Sie nichts persönlich.

3. don`t make assumptions : Glauben Sie nicht ihren Vermutungen

4. Always do your  best :

Tun Sie immer ihr Bestmögliches…

Ihr könnte hier ins Buch reinschauen:

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2022/07/Screenshot-301.png

______________________________________–

Das Erste Versprechen und das vierte sprechen mich besonders an.

Dies ist ein Buch eines mexikanischen Indianerabkömmlings, Don Miguel Ruiz: „die vier Versprechen“. Darin sagt der Autor, dass vier Versprechen an sich selbst geeignet seien für ein glückliches Leben.  Das erste sei das Wichtigste: „Verwenden Sie mit Bedacht Ihre Worte. …“, „Be Impeccable With Your Word.“ Er sagt, Worte seien eine furchtbare Waffe und Klatsch sei etwas Furchtbares. Und auch das vierte Versprechen erscheint mir für mich wichtig:

ES  fiel mir auf, dass ich nicht ohne Grund von vielen in meiner Familie und meinem Freundeskreis für meine Worte kritisiert werde. Ironie, unbegründetes Lachen, und übergriffige Formulierungen und vermutlich auch anderes. Ich gelobe Besserung und bin für jede Kritik dankbar!

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Aktionsplan in Wien zum AVV

www.icanw.de

https://documents.unoda.org/wp-content/uploads/2022/06/TPNW.MSP_.2022.CRP_.7-Draft-Action-Plan-new.pdf

Aktionsplan:

 

Übersetzung aus dem Englischen mit Hilfe von deepl.com. Nicht sehr gut, aber eine Hilfe für Menschen, die das Englisch nicht hinreichend verstehen.

TPNW/MSP/2022/CRP.7
Erstes Treffen der Vertragsstaaten des Vertrag über das Verbot von Nuklearwaffen
Distr: Allgemein  22. Juni 2022  nur auf Englisch
Wien, 21-23 Juni 2022

Entwurf des Wiener Aktionsplans
1. Dieser Aktionsplan wurde von den Vertragsstaaten auf dem ersten Treffen der
Vertragsstaaten des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen (TPNW) in Wien Österreich, vom 21. bis 23. Juni 2022 angenommen.
2. Zweck dieses Aktionsplans ist es, die wirksame und rechtzeitige Umsetzung des TPNW und seiner Ziele und Vorgaben nach der ersten Tagung der Vertragsstaaten zu ermöglichen. Der Plan legt konkrete Schritte und Maßnahmen fest und erläutert die Rollen und Verantwortlichkeiten. Die Maßnahmen sollen die Vertragsstaaten und andere relevante Akteure bei der praktischen Umsetzung des Vertrags anleiten und somit die
Vertragsstaaten bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen und der Förderung der Ziele und Zweck des Vertrags in einem Geist der Zusammenarbeit zwischen den Vertragsstaaten und anderen beteiligten Akteuren fördern.
3. Die Durchführung und Universalisierung des TPNW sind von wesentlicher Bedeutung für die Verwirklichung einer Welt ohne Atomwaffen zu erreichen und den durch Atomwaffen verursachten Schaden für Mensch und Umwelt zu bekämpfen.
4. Mit den folgenden Maßnahmen schaffen die Vertragsstaaten einen Rahmen, der als Richtschnur für die Durchführung des Vertrags und setzen Prozesse in Gang, um weitere Bereiche der Zusammenarbeit und Umsetzung der verschiedenen Bestimmungen des Vertrags zu entwickeln. Der Wiener Aktionsplan beschreibt die Maßnahmen, die die Vertragsstaaten während der Vertragsstaatenkonferenz, aber auch darüber hinaus ergreifen werden, um die Umsetzung und Universalisierung des Vertrags zu unterstützen.
I. Universalisierung (Artikel 12)
5. Artikel 12 des TPNW verlangt von den Vertragsstaaten, „Nichtvertragsstaaten zu ermutigen zu ermutigen, den Vertrag zu unterzeichnen, zu ratifizieren, anzunehmen, zu genehmigen oder ihm beizutreten, mit dem Ziel des universellen Beitritts aller Staaten zum Vertrag“.
6. Die Situationen und Positionen der Staaten, die derzeit nicht dem Vertrag angehören, sind sehr unterschiedlich.
Dazu gehören Staaten, die sich bereits an kernwaffenfreie Zonen halten oder über
vergleichbare nationale Gesetze haben, Vertragsstaaten des Nichtverbreitungsvertrags
Nichtverbreitungsvertrags (NVV), die keine Kernwaffen besitzen, und Staaten, die derzeit für ihre Sicherheit auf Kernwaffen angewiesen sind, einschließlich der Staaten, die Nuklearwaffen beherbergen, sowie der nuklear bewaffneten Staaten. Diese Unterschiede müssen bei der Umsetzung der Universalisierungsverpflichtung nach Artikel 12 berücksichtigt werden. Daher sollten die Universalisierungsbemühungen
TPNW/MSP/2022/CRP.7  2/8
im weitesten Sinne verstanden werden, unter anderem durch die Erhöhung der Zahl der Unterschriften und Ratifizierungen sowie durch die Förderung des Grundgedankens der vollständigen Abschaffung von Kernwaffen aufgrund ihrer inhärenten Risiken und katastrophalen humanitären Folgen. Die Universalisierung sollte als Strategie dienen, um die Autorität der Kernnormen und Prinzipien des Vertrags in der internationalen Politik zu maximieren. Zu diesem Zweck beschließen die Vertragsstaaten,:
Aktion 1:  Die Vertragsstaaten sollten sich vorrangig um eine weltweite Anwendung bemühen. Diese Bemühungen sollten sich darauf konzentrieren, die Zahl der Unterzeichnungen und Ratifizierungen zu erhöhen und sich aktiv zu engagieren zur Förderung der Normen, Werte und Argumente, die dem Vertrag zugrunde liegen, wie etwa die Besorgnis über die inhärenten Risiken und katastrophalen humanitären
humanitären Folgen von Atomwaffen und den wirksamen Beitrag des Vertrags zur
Abrüstung und internationalen Frieden und Sicherheit
Aktion 2: Aufforderung an alle Staaten, die dies noch nicht getan haben, den Vertrag so schnell wie möglich zu unterzeichnen und so schnell wie möglich zu ratifizieren.
Aktion 3: Förderung der Universalisierung, auch durch Demarchen von Ministern oder r Outreach-Besuche, entweder allein oder in einer Gruppe von TPNW Unterstützern, in die Hauptstädte von Nicht-Vertragsstaaten oder zu regionalen oder anderen relevanten
Organisationen, um den Wert des Vertrags und die politische, rechtliche und praktische
praktische Bedeutung der Unterzeichnung und Ratifizierung.
Aktion 4: Erkundung möglicher Bereiche, in denen weitere Informationen zur Erleichterung des Beitritts, und untersuchen möglicherweise Optionen, um diese Lücken zu schließen.
Aktion 5: Austausch bewährter Verfahren und technische Unterstützung für den
Ratifizierungsprozess, zum Beispiel durch Maßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten, wie Workshops und Seminare, um die Bestimmungen des TPNW im Detail zu erläutern und die Schritte zu klären, die ein künftiger Vertragsstaat zur Umsetzung des Vertrags unternehmen muss. Zu diesem Zweck werden sich die Parteien bemühen, bestehende regionale und multilaterale Rahmenwerke zu nutzen, soweit dies möglich ist.
Aktion 6: Benennung nationaler Kontaktstellen innerhalb von 60 Tagen zur Erleichterung der Umsetzung von Artikel 12.
Aktion 7: Sensibilisierung für den Vertrag auf internationalen Konferenzen und regionalen
Workshops und Seminaren, sowie durch die Vergabe von Studien und Veröffentlichungen, um die Argumente für den TPNW zu fördern.
Aktion 8: Jede Anstrengung unternehmen, um die Anzahl der Staaten zu erhöhen, die für die Resolutionen vor der UN-Generalversammlung als positiven Schritt zur Unterstützung des für den Vertrag stimmen.
Aktion 9: Hervorhebung der Bedeutung der TPNW in Erklärungen, auch auf politischer Ebene, durch gemeinsame regionale oder überregionale Erklärungen und
Resolutionen und in allen einschlägigen Gremien, einschließlich der Organe des VN-Abrüstungs-Maschinerie.
Aktion 10: Hervorhebung der humanitären Folgen von Atomwaffen, der
Risiken, die mit diesen Waffen verbunden sind, und die rechtlichen und ethischen Fragen in Bezug auf den Einsatz und die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen sowie die Praxis der nuklearen Abschreckung.
Aktion 11: Zusammenarbeit mit betroffenen Staaten, die nicht Vertragsparteien des Vertrags sind, um die Ziele des Vertrags voranzutreiben und den Beitritt zum Vertrag zu erleichtern.
TPNW/MSP/2022/CRP.7
3/817-02952
Aktion 12: Kontaktaufnahme mit den Staaten, die im Moment noch an Kernwaffen und nuklearer Abschreckung festhalten,  u.a. durch die Bereitstellung von Gelegenheiten zum
Dialog bieten und die dem Vertrag zugrunde liegende Logik sowie die humanitären
Folgen von Kernwaffen und die damit verbundenen Risiken hervorheben und
einen faktenbasierten Ansatz verfolgen, wenn es darum geht, sich mit Bedenken oder Kritik an der TPNW auseinanderzusetzen.
Aktion 13: Ermutigung und Unterstützung der Beteiligung und aktiven Zusammenarbeit aller relevanten Partner und, soweit möglich, die Koordinierung dieser Universalisierungsbemühungen, um Ratifizierungsprozesse im eigenen Land zu erleichtern. Zu diesen Partnern gehören die Vereinten Nationen und der UN-Generalsekretär, einschließlich regionaler UN-Zentren für Frieden
und Abrüstung, andere internationale Institutionen und Organisationen, das
Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Internationale Kampagne zur
Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und andere Nichtregierungsorganisationen sowie
sowie Parlamentarier und interessierte Bürger.
Aktion 14: Austausch von Informationen über ihre Universalisierungsaktivitäten im Rahmen der TPNW durch Berichte an die Tagungen der Vertragsstaaten oder Überprüfungskonferenzen, Aktualisierungen an die informelle Kontaktgruppe zur Universalisierung oder andere geeignete Mittel.
II. Auf dem Weg zur Abschaffung von Kernwaffen (Artikel 4)
7. Artikel 4 des TPNW ist eines der grundlegenden Prinzipien, die dieses
Rechtsinstrument als Abrüstungsvertrag und als Teil der breiteren rechtlichen Abrüstungsarchitektur.

Um sein Abrüstungsziel zu erreichen, sieht das TPNW die Benennung
einer oder mehrerer zuständiger internationaler Behörden (IA(s)), die mit besonderen
Verhandlungs- und Verifikationsmandaten. Dies spiegelt das Bewusstsein der Verhandlungsführer des TPNW ́s, dass die Umsetzung von Artikel 4 ein umfangreiches Unterfangen ist, das überlegt und ganzheitlich angegangen werden sollte.
8. Es gibt kein Erfordernis für die Benennung einer oder mehrerer IA(s) durch die erste Tagung der Vertragsstaaten oder bis zum Inkrafttreten des Vertrags für einen Vertragsstaat, für den Artikel 4.1 oder Artikel 4.2 Anwendung findet. In diesem frühen Stadium der Umsetzung des Vertrags sind weitere Überlegungen und Arbeiten zur Entwicklung eines solchen Mechanismus unter Mitwirkung der Vertragsstaaten,
sowie unter Einbeziehung einschlägiger wissenschaftlicher und technischer Beiträge ist der substanziellste und sinnvollste Weg, die Umsetzung dieser Bestimmungen anzugehen. Zu diesem Zweck beschließen die Vertragsstaaten,:
Aktion 15: Fortsetzung der Erörterungen während der Sitzungsperiode mit dem Ziel der
Entwicklung eines kohärenten Konzepts für Fragen im Zusammenhang mit einer oder mehreren zuständigen internationalen Behörde(n) (IA) – von den allgemeinen Verpflichtungen der Vertragsstaaten bis zum spezifischen Mandat der IA(s) und der Bereitstellung von Leitlinien für die Benennung von IA(s).
Aktion 16: Benennung nationaler Kontaktstellen innerhalb von 90 Tagen in Bezug auf die
Benennung der IA(s).
Aktion 17: Ausarbeitung der spezifischen Anforderungen für
Verlängerungsanträge im Zusammenhang mit Artikel 4 des Vertrags für die Vernichtung von Kernwaffen oder anderen Kernsprengkörpern durch Kernwaffenstaaten
in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle befinden (Artikel 4 Absatz 2) und für den Abzug solcher Waffen oder Vorrichtungen aus Staaten, die Kernwaffen beherbergen (Artikel 4 (4)). Dieser intersessionelle Prozess sollte sich auf die Ratschläge der Wissenschaftlichen Beratergruppe sowie auf Beratungsgruppe und auf Informationen der einschlägigen internationalen technischen Einrichtungen stützen.
TPNW/MSP/2022/CRP.7
4/8
Aktion 18: Sie verpflichten sich, nach besten Kräften Fortschritte bei der Verifikation der nuklearen Abrüstung voranzutreiben und zu unterstützen, wobei sie anerkennen, dass die Verifikation weder ein Selbstzweck  und kein Ersatz für nukleare Abrüstung, sondern ein positiver Faktor für Fortschritte bei der Abrüstung ist.
III. Unterstützung der Opfer, Umweltsanierung und internationale
Zusammenarbeit und Unterstützung (Artikel 6 und 7)
9. Die positiven Verpflichtungen des TPNW sind von zentraler Bedeutung für die humanitären Ziele des Vertrags. Sie zielen darauf ab, den Schaden durch den Einsatz und die Erprobung von Kernwaffen in der Vergangenheit sowie sowie den gegenwärtigen und erwarteten zukünftigen Schäden durch die daraus resultierende Kontamination.
Die Artikel 6 und 7 stützen sich auf ähnliche Bestimmungen in anderen humanitären  Abrüstungsverträgen, sind aber die ersten ihrer Art in einem Atomwaffenvertrag. Diese Artikel sollen die Auswirkungen von Kernwaffen auf Mensch und Umwelt behandeln und
betroffene Vertragsstaaten mit technischer, materieller und finanzieller Unterstützung zu versorgen, um die Umsetzung des Vertrags zu fördern. Zu diesem Zweck beschließen die Vertragsstaaten,:
Aktion 19: Zusammenarbeit mit den einschlägigen Interessengruppen, einschließlich internationaler Organisationen, der Zivilgesellschaft, betroffenen Gemeinschaften, indigenen Völkern und der Jugend, , um die wirksame und nachhaltige Durchführung der Artikel 6 und 7. Insbesondere werden sie sich eng mit den betroffenen Gemeinschaften beraten, sie aktiv einbeziehen und betroffenen Gemeinschaften in allen Phasen des Prozesses der Opferhilfe und Opferhilfe- und Umweltsanierungsprozesses.
Aktion 20: Einbindung und Förderung des Informationsaustauschs mit Nichtvertragsstaaten und Vertragsparteien, die Kernwaffen oder andere
die Kernwaffen oder andere Kernsprengkörper eingesetzt oder getestet haben, über die Bereitstellung von Hilfe für die betroffenen Vertragsstaaten zum Zweck der
der Opferhilfe und der Umweltsanierung.
Aktion 21: Einrichtung von nationalen Anlaufstellen für die Artikel 6 und 7 mit entsprechenden Kontaktstellen für Konsultationen, spätestens 3 Monate nach dem 1.
Aktion 22: Verabschiedung oder Anpassung und Umsetzung einschlägiger nationaler Gesetze und Strategien zu Artikel 6 und 7, wo dies angebracht ist.
Aktion 23: Koordinierung und Entwicklung von Mechanismen, um erforderlichenfalls die
Vertragsstaaten, die dazu in der Lage sind, die internationale Zusammenarbeit
und die technische, materielle und finanzielle Unterstützung, die die betroffenen Vertragsstaaten möglicherweise die betroffenen Vertragsstaaten benötigen, um die Bestimmungen des Vertrags über Opferhilfe und Sanierungsbestimmungen des Vertrags. Die Mechanismen sollten den Bedarf, der sich in jeder Phase der
Phase der Umsetzung von Artikel 6 auftreten können, mit Hilfsangeboten in Einklang bringen.
Aktion 24: Zusammenarbeit mit dem UN-System, einschlägigen internationalen, regionalen oder nationalen oder nationalen Organisationen oder Institutionen,
Einrichtungen, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, der Internationalen
Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, nationalen
Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie gegebenenfalls auf bilateraler Ebene bei der Entwicklung ihres Durchführungsrahmens.
Maßnahme 25: Durchführung aller Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer, zur Umweltsanierung und zur internationale Zusammenarbeit und Hilfsmaßnahmen, insbesondere im Einklang mit den Grundsätzen der Zugänglichkeit, Inklusivität, Nichtdiskriminierung und Transparenz und in Abstimmung mit den betroffenen Gemeinschaften durchgeführt und die Opferhilfe in einer Weise, die angesichts der unverhältnismäßig hohen Zahl von Opfern alters- und geschlechtsspezifisch ist.

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Atomwaffenverbotsvertrag, Beschluss einer politischen Erklärung in Wien

www.icanw.de

Staaten gestalten Atomwaffenverbotsvertrag weiter aus

der Beschluss einer politischen Erklärung,

https://www.icanw.de/neuigkeiten/staaten-gestalten-atomwaffenverbotsvertrag-weiter-aus/

Deutsche Übersetzung mit der Hilfe von deepl.com

TPNW/MSP/2022/CRP.8
Erstes Treffen der Vertragsstaaten des Vertrag über das Verbot von
Nuklearwaffen  Distr: Allgemein 23. Juni 2022

Der Vertrag ist nur auf Englisch, siehe Link oben…

Wien, 21-23 Juni 2022
Entwurf der Wiener Erklärung des ersten Treffens der
Vertragsstaaten des Vertrags über das Verbot von
Atomwaffen „Unser Bekenntnis zu einer atomwaffenfreien Welt“
1. Wir, die Vertragsstaaten des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen, sind hier zum ersten Treffen der Vertragsstaaten zusammengekommen, um das Inkrafttreten des Vertrags Inkrafttretens des Vertrags zu begehen, unsere Entschlossenheit zu bekräftigen, die vollständige Abschaffung von Kernwaffen zu verwirklichen  und unseren Weg zur vollständigen und wirksamen Umsetzung des Vertrags festzulegen. Wir begrüßen die breite Beteiligung von Unterzeichnerstaaten und Beobachtern, sowie Beobachter, Vertreter der Zivilgesellschaft und Überlebende des Einsatzes und der Tests von Kernwaffen.
2. Wir feiern das Inkrafttreten des Vertrags am 22. Januar 2021. Nuklearwaffen sind nun ausdrücklich und umfassend durch das Völkerrecht verboten, wie dies biologische und chemische Waffen schon lange verboten sind. Wir begrüßen, dass der Vertrag diese Lücke im internationalen Rechtssystem gegen Massenvernichtungswaffen schließt und bekräftigen die Notwendigkeit, dass alle Staaten jederzeit das geltende Völkerrecht, einschließlich des humanitären Völkerrechts, einhalten.
3. Wir bekräftigen die moralischen und ethischen Gebote, die die Schaffung des Vertrags inspiriert und motiviert haben und die nun seine Umsetzung vorantreiben und leiten:
– Daß die Einführung eines rechtsverbindlichen Verbots von Kernwaffen einen grundlegenden Schritt in Richtung auf die unumkehrbare, überprüfbare und transparente
Beseitigung von Kernwaffen darstellt, die für die Verwirklichung und Erhaltung einer atomwaffenfreien Welt und damit zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen sorgen.
– Dass die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen nicht angemessen angegangen werden können, über nationale Grenzen hinausgehen, schwerwiegende Auswirkungen auf das Überleben und Wohlergehen der Menschen haben und mit der Achtung des Rechts auf Leben unvereinbar sind.
Sie verursachen Zerstörung, Tod und Vertreibung sowie tiefgreifende langfristige Schäden für die Umwelt, die sozioökonomische und nachhaltige Entwicklung der Weltwirtschaft, der Ernährungssicherheit und der Gesundheit der heutigen und künftigen Generationen, auch im Hinblick auf die unverhältnismäßig starken Auswirkungen auf
Frauen und Mädchen haben.
TPNW/MSP/2022/CRP.8, 2/4
– dass alle Staaten gemeinsam dafür verantwortlich sind, nukleare Abrüstung zu erreichen,  die Verbreitung von Kernwaffen in all ihren Aspekten zu verhindern, jeden Einsatz oder die Androhung Einsatz von Kernwaffen zu verhindern und den Opfern zu helfen, die Schäden wiedergutzumachen und die Umweltschäden zu beseitigen, die durch frühere Einsätze und Tests von Atomwaffen bewaffneter Staaten in Übereinstimmung mit ihren jeweiligen Verpflichtungen nach dem Völkerrecht und bilateralen Abkommen verursacht wurden.
– Dass das Risiko einer Kernwaffendetonation durch Unfall, Fehlkalkulation oder
die Sicherheit der gesamten Menschheit betrifft und die Verwirklichung und Erhaltung einer atomwaffenfreien Welt  sowohl den nationalen als auch den kollektiven Sicherheitsinteressen dient.
– Die Risiken, die die Existenz von Kernwaffen für die gesamte Menschheit darstellt, sind
so gravierend, dass sofortiges Handeln erforderlich ist, um eine Welt ohne Kernwaffen zu erreichen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie nie wieder eingesetzt werden, unter
unter allen Umständen. Wir können es uns nicht leisten zu warten.
4. Wir sind alarmiert und bestürzt über Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen und
und die immer schärfer werdende nukleare Rhetorik. Wir betonen, daß jeder Einsatz oder jede Androhung des Einsatzes von Kernwaffen eine Verletzung des Völkerrechts, einschließlich der Charta der Vereinten Nationen, darstellt.
Vereinten Nationen. Wir verurteilen unmissverständlich alle nuklearen Drohungen, ob sie nun ausdrücklich oder implizit und ungeachtet der Umstände.
5. Kernwaffen sind weit davon entfernt, Frieden und Sicherheit zu bewahren, und werden als Instrumente der Politik eingesetzt, die mit Zwang, Einschüchterung und der Verschärfung von Spannungen verbunden sind. Dies zeigt mehr denn je den Irrtum der Doktrinen der nuklearen Abschreckung, die auf der Drohung die auf der Androhung des tatsächlichen Einsatzes von Atomwaffen beruhen und damit das Risiko der
der Zerstörung unzähliger Menschenleben, Gesellschaften und Nationen sowie der Verursachung globaler katastrophaler Folgen. Wir bestehen daher darauf, dass bis zur vollständigen Abschaffung der Atomwaffen alle nuklear bewaffneten Staaten diese Waffen unter keinen Umständen einsetzen oder damit drohen.
6. Wir sind nach wie vor zutiefst besorgt darüber, daß neun Staaten immer noch
13.000 Atomwaffen besitzen und Sicherheitsdoktrinen haben, in denen
Gründe für den Einsatz oder die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen darlegen. Viele dieser Waffen sind in höchster Alarmbereitschaft und können innerhalb von Minuten eingesetzt werden. Wir sind außerdem besorgt darüber, dass einige nicht-nuklear bewaffnete Staaten weiterhin für nukleare Abschreckung eintreten und
den weiteren Besitz von Atomwaffen befürworten. Wachsende Instabilität und
Konflikte verschärfen das Risiko, dass diese Waffen eingesetzt werden, sei es
ob absichtlich oder durch einen Unfall oder eine Fehlkalkulation. Die Existenz von Nuklearwaffen gefährdet die gemeinsame Sicherheit aller Staaten, ja, sie bedroht unser
Überleben.
7. Wir bedauern und sind zutiefst besorgt, daß trotz der schrecklichen Risiken und trotz
ihrer rechtlichen Verpflichtungen und politischen Zusagen zur Abrüstung keiner der
bewaffneten Staaten und ihrer Verbündeten unter dem nuklearen Schutzschirm keine ernsthaften Schritte unternimmt, um ihre Abhängigkeit von Atomwaffen zu verringern. Stattdessen geben alle nuklear bewaffneten Staaten enorme Summen aus, um ihre Atomwaffenarsenale zu erhalten, zu modernisieren, aufzurüsten oder zu erweitern
und legen größeren Wert auf die Rolle von Atomwaffen in ihren Sicherheitsdoktrinen und
Sicherheitsdoktrinen. Wir fordern nachdrücklich ein sofortiges Ende dieser beunruhigenden Trends. Wir betonen, dass diese Ressourcen besser für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden könnten.
8. Unter diesen Umständen ist der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen
mehr denn je erforderlich. Wir werden seine Umsetzung vorantreiben,
mit dem Ziel, Atomwaffen weiter zu stigmatisieren und zu entlegitimieren und kontinuierlich eine robuste globale zwingende Norm gegen sie aufzubauen.
9. Gemeinsam entwickeln wir die Mechanismen des Vertrags. Wir werden
unsere nationalen Verpflichtungen in vollem Umfang erfüllen. Wir werden in Partnerschaft mit den Vereinten Nationen arbeiten,
TPNW/MSP/2022/CRP.8
3/417-02952
der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, anderen internationalen und
regionalen Organisationen, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen und andere Nichtregierungsorganisationen, religiöse Führer, Parlamentarier,
Akademiker, indigene Völker, Opfer des Einsatzes von Atomwaffen (Hibakusha),
sowie die von Atomtests Betroffenen und Jugendgruppen. Wir anerkennen und
schätzen ihren wertvollen Beitrag zum Voranbringen der nuklearen Abrüstung. Wir werden werden auch weiterhin auf das Fachwissen führender Wissenschaftler zurückgreifen und mit den betroffenen Gemeinschaften zusammenarbeiten.
10. Der humanitäre Geist des Vertrags spiegelt sich in seinen positiven Verpflichtungen wider, die darauf abzielen den durch den Einsatz und die Erprobung von Kernwaffen verursachten Schaden zu beheben. Wir werden die die internationale Zusammenarbeit zwischen den Vertragsstaaten stärken, um die Umsetzung der positiven Verpflichtungen dieses Vertrags voranzutreiben. Wir werden mit den betroffenen Gemeinschaften zusammenarbeiten, um Überlebenden des Einsatzes oder der Erprobung von Kernwaffen alters- und geschlechtsspezifische Hilfe ohne Diskriminierung
von Kernwaffentests zu unterstützen und die Umweltkontamination zu sanieren. Wir
heben die innovativen geschlechtsspezifischen Bestimmungen des Vertrags hervor und betonen die Bedeutung der gleichberechtigten, uneingeschränkten und wirksamen Beteiligung von Frauen und Männern an der Abrüstungsdiplomatie.
11. Wir werden darauf hinarbeiten, die Zahl der Mitglieder des Vertrags in allen Regionen zu erhöhen. Wir werden das öffentliche Bewusstsein zur Unterstützung unseres Ziels eines weltweiten Beitritts zum Vertrag und seiner vollständigen Umsetzung
nutzbar machen. Wir werden daran arbeiten, den Aktionsplan umzusetzen, den
den wir als Leitfaden für unsere Bemühungen um die Verwirklichung der Ziele des Vertrags angenommen haben. Wir werden regelmäßig zusammenkommen, um die Durchführung des Vertrags zu überprüfen, und wir werden alle zusätzlichen Maßnahmen zur Stärkung des Vertrags und zur Förderung der nuklearen Abrüstung voranzubringen.
12. Wir werden auch mit Staaten außerhalb des Vertrags zusammenarbeiten. Wir erkennen den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) als Eckpfeiler des Abrüstungs- und und Nichtverbreitungsregimes an und bedauern Drohungen oder Handlungen, die diesen Vertrag zu untergraben drohen.
Als uneingeschränkt verpflichtete Vertragsstaaten des NVV bekräftigen wir die Komplementarität des Vertrags mit dem NVV. Wir freuen uns, dass wir die Umsetzung
des Artikels VI des NVV vorangebracht zu haben, indem wir ein umfassendes rechtliches Verbot von Kernwaffen in Kraft gesetzt haben als notwendige und wirksame Maßnahme zur Beendigung des nuklearen Wettrüstens und des Rüstungswettlaufs und zur nuklearen Abrüstung. Wir fordern alle NVV-Vertragsstaaten nachdrücklich auf ihre Bemühungen zu verstärken, um die Verpflichtungen des Artikels VI und die auf den
Verpflichtungen, die auf den NPT-Überprüfungskonferenzen vereinbart wurden zu erfüllen. Wir bekräftigen unsere Verpflichtung
konstruktiv mit allen Vertragsstaaten des NVV zusammenzuarbeiten, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.
13. Wir werden weiterhin alle Maßnahmen unterstützen, die einen wirksamen Beitrag zur
nuklearen Abrüstung beitragen können. Dazu gehören Bemühungen um das Inkrafttreten des Atomteststoppvertrags, vorläufige Maßnahmen zur Verringerung des Risikos des Einsatzes und der Androhung des Einsatzes von Kernwaffen, die Weiterentwicklung von Abrüstungsverifikationsmaßnahmen, Stärkung negativer Sicherheitsgarantien und ein Rechtsinstrument zum Verbot von Spaltmaterial für die Herstellung von Kernwaffen und anderen Kernsprengkörpern. Wir verpflichten uns, die Zusammenarbeit mit den kernwaffenfreien Zonen fortzusetzen und bekräftigen, dass die Verbote, Verpflichtungen und Ziele des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen voll und ganz mit den Verträgen zur Einrichtung dieser Zonen  kompatibel sind.
14. Wir verpflichten uns, die Dringlichkeit der nuklearen Abrüstung weiter zu betonen, die
die wichtigen Beweise für die humanitären Folgen und Risiken, die die Existenz von
Existenz von Atomwaffen in allen relevanten Abrüstungs- und Nichtverbreitungsprozessen  und in der Weltöffentlichkeit hervorzuheben. Die Verhinderung dieser Folgen muss im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Bemühungen stehen, eine Welt ohne diese Waffen zu erreichen und zu erhalten.

TPNW/MSP/2022/CRP.8
4/4
15. Wir fordern alle Staaten nachdrücklich auf, dem Vertrag über das Verbot von Nuklearwaffen unverzüglich beizutreten. Wir appellieren an die Staaten, die noch nicht bereit sind, diesen Schritt zu tun, sich sich kooperativ auf den Vertrag einzulassen und mit uns zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Ziel einer atomwaffenfreien Welt zu unterstützen. Wir bedauern das Vorgehen einiger nuklear bewaffneter Staaten
Staaten, die nicht nuklear bewaffnete Staaten davon abhalten, dem Vertrag beizutreten. Wir schlagen vor, dass dass die Energie und die Ressourcen dieser Staaten besser für konkrete Fortschritte bei der nuklearen Abrüstung zu erzielen. Dies wäre ein echter Beitrag zu nachhaltigem Frieden, Sicherheit und Entwicklung für alle. Wir würden solche Fortschritt begrüßen und feiern.
15. Wir machen uns keine Illusionen über die Herausforderungen und Hindernisse, die vor uns liegen, wenn wir die Verwirklichung der Ziele dieses Vertrags anstreben. Aber wir schreiten mit Optimismus und Entschlossenheit voran. Angesichts der katastrophalen Risiken, die von Kernwaffen ausgehen, und im Interesse des Überlebens der Menschheit können wir nicht anders handeln. Wir werden jeden Weg beschreiten, der uns offensteht, und hartnäckig daran arbeiten, die Wege zu öffnen, die noch verschlossen sind. Wir werden nicht ruhen bis der letzte Staat dem Vertrag beigetreten ist, der letzte Sprengkopf demontiert und zerstört wurde und Atomwaffen vollständig von der Erde verbannt worden sind.

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Clemens Ronnefeldt vom 20.7.2022

https://wp.me/paI27O-40H   Brief von Clemens Ronnefeldt

Eine gekürzte Fassung des Briefes. Aber über die Links kann man die  schönen Texte sehen…

1. IPG-Journal: Barry R. Posen: Der Traum von Russlands Niederlage 2. NDR: Heribert Prant: Großmäuligkeit ist kein gutes Rezept gegen den Ukraine-Krieg 3. Der Freitag: Miguel Szymanski: Pedro Sanchez traut sich, Olaf Scholz zaudert: Besteuert endlich die Kriegsgewinnler! 4. Der Spiegel: Empörung nach CNN-Interview: Trumps Sicherheitsberater Bolton gibt zu, Umstürze in anderen Ländern geplant zu haben 5. Die Zeit: Ukraine: Haben die Amis den Maidan gekauft? / Fünf Milliarden Dollar für eine Revolution? 6. The Pioneer: Euro-Schwäche: Ursachen und Folgen des Abstiegs 7. Extradienst: Antje Vollmer: Wo sind die Realos? 8. DGB: Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2022 9. Umweltinstitut: Paralleljustiz verhindern: CETA nicht ratifizieren!

Liebe Friedensinteressierte,nachfolgend einige Beiträge zum Ukraine-Krieg und einen Aufruf, CETA nicht zu ratifizieren

:1. IPG-Journal: Barry R. Posen: Der Traum von Russlands NiederlageDas IPG-Journal wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegeben.https://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/der-traum-von-russlands-niederlage-6078/?utm_campaign=de_40_20220720&utm_medium=email&utm_source=newsletter

2. NDR: Heribert Prantl: Großmäuligkeit ist kein gutes Rezept gegen den Ukraine-Krieg

https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/kommentare/Kommentar-Grossmaeuligkeit-ist-kein-gutes-Rezept-gegen-den-Ukraine-Krieg,ukraine2966.html

3. Der Freitag: Miguel Szymanski: Pedro Sanchez traut sich, Olaf Scholz zaudert: 

Besteuert endlich die Kriegsgewinnler!    https://www.freitag.de/autoren/pep/spanien-besteuert-kriegsgewinne-von-oel-und-ruestungsfirmen-deutschland-zaudert

Sehenswert zu diesem Thema auch „Die Anstalt“ vom 19.7.2022:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt

———————

Zum angesprochenen Thema Regimewechsel in Venezuela:

4. Der Spiegel: Empörung nach CNN-Interview: Trumps Sicherheitsberater Bolton gibt zu, Umstürze in anderen Ländern geplant zu haben
https://www.spiegel.de/ausland/john-bolton-donald-trumps-sicherheitsberater-gibt-zu-umstuerze-in-anderen-laendern-geplant-zu-haben-a-86dd7841-3921-498d-bc83-a1bc9a774764?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph
Empörung nach CNN-Interview 
 
Trumps Sicherheitsberater Bolton gibt zu,
Umstürze in anderen Ländern geplant zu haben
Eigentlich wollte John Bolton dem Ex-US-Präsidenten attestieren, dass
der Sturm aufs Kapitol kein geplanter Coup war. Dabei verplapperte
sich der frühere Trump-Berater allerdings – der Aufschrei ist groß.
14.07.2022, 11.12 Uhr
Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John Bolton hat zugegeben, beim
Vorbereiten von Regierungsumstürzen mitgewirkt zu haben. Es sei »eine
Menge Arbeit«, einen Putsch zu organisieren, sagte Bolton im US-Sender
CNN, und er sage das »als jemand, der geholfen hat, Coup d’Etats zu
planen, nicht hier, aber an anderen Orten«.
Mitmischen in Venezuela
Hier der Link zum Original-Interview: Tapper and Bolton debate Trump’s ability to plan a coup
 
https://edition.cnn.com/videos/politics/2022/07/12/jake-tapper-john-bolton-debate-january-6-coup-attempt-sot-lead-vpx.cnn

6. The Pioneer: Euro-Schwäche: Ursachen und Folgen des Abstiegs

https://www.thepioneer.de/originals/thepioneer-briefing-business-class-edition/briefings/20220714

 7. Extradienst: Antje Vollmer: Wo sind die Realos?

https://extradienst.net/2022/07/14/wo-sind-die-realos/

Wo sind die Realos?
Die große Auseinandersetzung mit China
Welche Dinge zur Verschärfung des Konflikts beigetragen haben
„Wandel durch Annäherung“
Es gibt keine Alternative zur Realpolitik
Antje Vollmer war Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und
Grünen-Politikerin, sie ist Mitglied in der Gruppe „Neubeginn“, einem
Kreis linker Intellektueller, Schriftsteller und Politiker aus Ost und
West (Ingo Schulze, Daniela Dahn, Micha Brie, Gabi Zimmer, Peter
Brandt, Dieter Klein). ()
 
——
 

8. DGB: Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2022

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Gefährdung guter sozialer Verhältnisse

Wir sind durch die aktuellen Aufrüstungsbeschlüsse hochgradig gefährdet.

Wir brauchen gute soziale Verhältnisse – durch angemessene Besteuerung der „starken Schultern“ und Rückführung der Superreichen zu angemessenem Reichtum – – mit einer vernünftigen Obergrenze – und Anhebung der Ausgegrenzten, der Obdachlosen und Harz4 Empfänger –  zu ausreichend versorgten Mitgliedern der Gesellschaft.

Wir haben den Reichtum, – mit dem wir eine gute Versorgung der Weltbevölkerung schaffen können, wenn wir auf den Unsinn von militärischen Abenteuern und Drohgebärden verzichten – und zu den Prinzipien der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit  zurückkehren – und sie weiterentwickeln, die Willy Brandt im Abstimmung mit allen Ländern   in Europa geschaffen hatte. Wir können auch als Menschheitsfamilie eine Kreislaufwirtschaft schaffen, die alle mit ausreichendem Wohlstand versorgt.

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Gefährdung einer gesunden Umwelt

Wir brauchen eine Rückkehr zu einer gesunden Umwelt angesichts der sich entwickelnden Klimakatastrophe  und der gefährdeten planetaren GrenzenWir brauchen Gesetze, die die Natur schützen und Preise, die die ökologische Wahrheit sagen.

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Gefährdung des Friedens

Der Ukrainekrieg:  Belege für die Gefahren und was wir tun können…

Die Kriege der USA und des Westens, auf die wir Einfluss nehmen sollten…

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Die Menschheitsfamilie hat zurzeit viele Krisen

Die Menschheitsfamilie hat zurzeit viele Krisen

Die Menschheitsfamilie hat zurzeit viele Krisen, die wir alle versuchen müssen, zu überwinden. Insbesondere die Gefährdung des Friedens, die  Gefährdung einer gesunden Umwelt und  guter sozialer Verhältnisse, aber auch noch vieler anderer Aspekte.

Wir können und sollten alle versuchen, zu ihrem Glück beizutragen.

Was tut Ihr dafür und könntet Ihr Euch vorstellen, noch mehr dafür zu tun, da sich die Krisen im Moment zuspitzen?

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Offener Brief an die Bundesregierung: „Krieg gegen Russland verloren“

Offener Brief an Bundesregierung: Krieg gegen Russland verloren https://seniora.org/politik-wirtschaft/deutschland/ursula-mathern-offener-brief-an-bundesregierung-krieg-gegen-russland-verloren

Offener Brief an Bundesregierung: Krieg gegen Russland verloren https://seniora.org/politik-wirtschaft/deutschland/ursula-mathern-offener-brief-an-bundesregierung-krieg-gegen-russland-verloren

Ursula Mathern – Offener Brief an Bundesregierung: Krieg gegen Russland verloren

Westliche Werte-Kaiser sind nackt. Statt von IHNEN verordneter Massenarmut  – Aufbruch in eine multipolare Weltordnung!
Die vernünftige Stimme einer mutigen Frau aus Deutschland, die für viele Ungehörte spricht. Gerne zur Verbreitung! Siehe Anhang.
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Faust lebt! Ukrainekrieg…

https://www.nachdenkseiten.de/?p=85794#more-85794

Am 17.07.2022 um 09:41 schrieb Günter

Der Blick eines pakistanischen Geheimdienstoffiziers, der auch Deutschland gut kennt, auf den Ukraine-Krieg, die USA, Europa und Deutschland. Er deckt, unaufgeregt und sachlich, die Zusammenhänge, die Interessenlagen und das, was die Unterwerfung europäischer und deutscher Politk unter die USA-Interessen für uns bedeutet, auf – nichts Gutes, nicht nur im kommenenden Winter, sondern möglicherweise für Jahrzehnte.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=85794#more-85794

Herzlichst Günter.

Zitat:  „Goethe hatte das Schicksal von Faust vorausgesagt, der Mephistos Hilfe für weltliche Freuden suchte, dafür aber seine Seele verkaufen musste.“ Wir haben anscheinend nach Meinung des Autors das Gleiche getan…

Faust lebt! Von Generalleutnant Asad Durrani – Pakistan.

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Antje Vollmer, Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland

https://wp.me/paI27O-3ZA     Artikel von Antje Vollmer

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/zweifel-an-der-sanktionspolitik-gegen-russland-wo-sind-die-realos-geblieben-li.246202

Hier mit Hervorhebungen durch  mich:

Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland: Wo sind die Realos geblieben?

Konzerne verlassen Russland und China. Die Verluste sind unschätzbar und haben mindestens zehn Jahre Chaos und Wirtschaftskrisen zur Folge. Warum tut der Westen sich das an?

Antje Vollmer, 14.7.2022 – 05:55 Uhr

Die Berliner Zeitung debattiert über die Folgen von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Wie sollte Europa, wie sollte Deutschland weiter agieren? Wie kann man der Ukraine helfen? Welche Konsequenzen sind wir als Gesellschaft bereit zu tragen? In den nächsten Wochen erscheinen an dieser Stelle verschiedene Meinungsbeiträge aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Gastbeitrag „Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland“ wurde von der Gastautorin Antje Vollmer verfasst.

Vielleicht bin ich ja die Einzige, die allmählich beginnt, den immer gleichen Beteuerungen von der neuen Geschlossenheit und der nie da gewesenen Stärke des Westens nicht mehr zu glauben. Während sich die Gipfeltreffen von EU, G7, Nato, G20 regelrecht jagen und immer neue Posterbilder von schulterklopfenden, von ihrer Mission beflügelten Staatsmännern und -frauen täglich über alle Kanäle flimmern, kommt mir das Ganze allmählich so vor wie das Pfeifen im Walde.

Ich höre: Wir leben in einer „Zeitenwende“, die dieses Vorgehen alternativlos macht. Das sogenannte Neue an dieser Wende ist aber dem Begriff nach zu schillernd, als dass es einen eindeutigen Sinn ergeben würde. Es lohnt sich also, darüber nachzudenken. Zum Vergleich: 1990 gab es eine echte Zeitenwende, weil die bis dahin geltende Ordnung der Welt, die Teilung in zwei Blocksysteme, die sich mit gegenseitiger atomarer Bedrohung in Machtbalance hielten, auf erstaunlich gewaltfreie Weise aufgelöst wurde.

Heute wird behauptet, seitdem gäbe es eine neue „regelbasierte Ordnung der Welt“, die nur der Diktator im Kreml mit seinem ohne Zweifel völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zerstört habe. Weswegen eben alle aufrechten Demokratien der Welt nun fest zusammenhalten müssten, um diese Ordnung zu verteidigen gegen die am Horizont drohenden neuen Autokratien. So erheben sich aus der blutigen Tragödie eines Krieges die neue Daseinsberechtigung der Nato und der neue Führungsanspruch des Westens wie Phönix aus der Asche – sie erscheinen als die Essenz dieser Wende-Legende.

„Welchen Platz bietet das Nach-Kalte-Kriegs-Europa den Russen?“

Drei Gründe sprechen gegen diese These. Erstens ist der russische durch nichts zu rechtfertigende Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht der erste Krieg, der nach 1990 gegen die Regeln des Völkerrechts geführt wurde (Kosovo, Irak). Das macht die Sache keineswegs besser, aber sollte doch etwas die Rhetorik des Epochenbruchs bremsen.

Zweitens ist es gerade das größte Versäumnis der Jahre nach 1990, dass keine neue europäische Sicherheitsordnung formuliert wurde, die sowohl den neuen postsowjetischen Demokratien als auch dem damals noch demokratischen Russland einen angemessenen Platz in einem gesamteuropäischen Sicherheitssystem vermittelt hätte. Es gab nie eine Antwort auf die durchaus berechtigten Fragen von Gorbatschow, Jelzin, Putin und Medewew: „Welchen Platz bietet das Nach-Kalte-Kriegs-Europa eigentlich den Russen in dieser Nachkriegswelt an?“

Europa hat nach 1990 keine haltbare Form gefunden, die den Namen Friedensordnung verdient hätte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Mützenich hat deswegen zu Recht festgestellt: „Wir werden es einmal vor unseren Kindern zu verantworten haben, dass wir ihnen keine bessere Welt hinterlassen haben.“

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Die große Auseinandersetzung mit China

Zum Dritten: Gerade weil die echte Zeitenwende von 1990 keine haltbare Friedensordnung hervorgebracht hat, markiert das Postulat einer heutigen Zeitenwende wohl eher die Rückkehr zum alten Elend der Blockkonfrontation und ihrer Logik der wechselseitigen gegenseitigen Bedrohung. Da sich aber nichts im Leben einfach nur wiederholt, erscheint diese neue mentale Aufrüstung noch gefährlicher – geht es doch diesmal nicht nur um die „größte Bedrohung der Nato durch Russland“ (Generalsekretär Stoltenberg), sondern um die ganz große zukünftige Auseinandersetzung mit China.

Die wundersame Auferstehung der Daseinsberechtigung der Nato als Sinn und Zweck der Zeitenwende ist also Teil einer Strategie, die erneut die Welt mit dem schärfsten aller Schwerter, mit dem der Ideologie, zerteilt.

Wir, die wir fassungslos und oft hilflos einer Kriegskatastrophe mit Tausenden von Opfern zusehen, die im Verlauf immer deutlicher zu einem klassischen Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem Westen wird, werden aber stündlich ermahnt, nicht vom fahrenden Zug abzuspringen, uns nicht vom Kriegsherrn im Kreml aufspalten zu lassen – denn das Volk der Ukraine kämpfe schließlich für uns alle, für unsere Freiheit. „Sie sterben für Europa, sie haben verdient, den europäischen Traum mit uns zu leben“ (so Ursula von der Leyen, die sprachlich gern übergriffig wird).

Welche Dinge zur Verschärfung des Konflikts beigetragen haben

Der Charakter dieses Krieges als völkerrechtswidriger Angriffskrieg und seine mediale Bearbeitung suggerieren, dass wir, der Westen, nur Helfer, Retter und Unterstützer in einer gerechten Sache sind. So vernebelt sich, dass wir Partei sind, nicht nur mit unseren Sympathien für die angegriffene Nation. Wir haben eigene Interessen und Machtoptionen im Spiel. Wir werden gerade durch eine umfassende moralische Aufrüstung und Dauerbeschallung immer tiefer hineingezogen in die geopolitische Schlachtordnung, die in Zukunft offenbar ausgefochten werden soll: Freiheit gegen Tyrannei, Demokratie gegen Autokratie und Despotie, Gut gegen Böse, der Westen gegen Russland und China.

Wenn dieser Krieg eines fernen Tages zu Ende sein wird, werden wir vermutlich Jahrzehnte über die Frage seiner Anlässe, seiner Alleinschuld und seiner Ursachen diskutieren und darüber, ob er wirklich eine „Zeitenwende“ war oder nur ein weiterer Krieg in der Reihe von Weltkatastrophen, die alle aus der Unfähigkeit der großen Mächte entspringen, eine multipolare Welt zu begründen, die wirklich getragen wird von den Friedensregeln der Uno, von gegenseitigem Respekt vor unterschiedlichen Traditionen und kulturellen Gesellschaftsvorstellungen. Heute aber können wir bereits sehen, dass zwei Dinge erheblich zur Verschärfung des Konfliktes beigetragen haben.

Zweifel sind angebracht

–         Die irrige Ansicht, der Westen sei als „Sieger“ aus der Zeit des Kalten Krieges hervorgegangen und nunmehr seien seine Regeln und Werte das heimliche Sehnsuchtsziel aller Völker der Welt. Dazu muss man nur einmal das Interview ansehen, das ein Greenhorn  von ZDF-Journlist mit der wunderbar souveränen Südafrikanischen Außenministerin Naledi Pandor  während des G7-Treffens auf Schloss Elmau gehalten hat (27.6.22). Das war zum Fremdschämen peinlich – und zugleich ein definitiver Beleg, dass eine bestimmte moralische Erpressung bei vielen Staaten der Welt, die alle ihre schmerzhaften Erfahrungen mit dieser westlichen Weltüberlegenheit haben, nicht mehr verfängt.

–         Das inzwischen aus jedem Maß geratene Sanktionssystem, mit dem man das Einhalten der einmal selbst postulierten Regeln weltweit durchzusetzen versucht. Diese Form der politischen schwarzen Pädagogik kommt allmählich an die Grenzen ihrer Wirksamkeit – und genau das scheint ein Grund für die ständige Warnung zu sein, hier dürfe doch ja keiner aus der Reife tanzen oder gar zu zweifeln beginnen.

Aber genau dieser Zweifel und eine öffentliche Debatte sind jetzt angebracht, um größeren Schaden von Europa abzuwenden.

„Wandel durch Annäherung“

Dabei lässt sich durchaus das Anfangsmotiv dieser Sanktionspolitik verstehen. Man wollte in akuten Krisen und geopolitischen Konflikten Widerstand gegenüber den Handlungen mancher Staaten organisieren und scheiterte damit nicht selten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Veto von Russland oder China. Gleichzeitig wurde der Weg, dann eben eine militärische Aktion – gestützt auf die Nato oder eine „Koalition der Willigen“ wie im Irak, in Afghanistan, Syrien, Libyen – zunehmend nicht mehr von Erfolg gekrönt. Sie endeten in Niederlagen, endlosen Stellvertreterkriegen und mit der Destabilisierung ganzer Weltregionen.

So griffen die USA und die ökonomisch bestimmenden Staaten zum Mittel der Sanktionen. Sanktionen sind aber keineswegs ein Instrument gewaltfreier Politik. Wirtschaftliche Sanktionen sind Instrumente des Wirtschaftskrieges und bergen immer die Gefahr in sich, dass der Konflikt zur offenen militärischen Konfrontation eskaliert, was sich an den aktuellen Sanktionen gegen Russland deutlich abzeichnet.

imago/Metodi Popow

Antje Vollmer

Die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Grünen-Politikerin ist Mitglied in der Gruppe „Neubeginn“, einem Kreis linker Intellektueller, Schriftsteller und Politiker aus Ost und West (Ingo Schulze, Daniela Dahn, Micha Brie, Gabi Zimmer, Peter Brandt, Dieter Klein).

Ein kurzer Blick zurück: Während der Zeit des Kalten Krieges waren Sanktionen als Mittel internationaler Konfliktaustragung nicht üblich. Weder auf den Aufstand des 17. Juni oder den Mauerbau in Berlin, weder auf den Ungarn-Aufstand, den Einmarsch des Warschauer Paktes in Prag noch auf die Niederschlagung der polnischen Widerstandsaktionen der Solidarnosc wurde mit Wirtschaftssanktionen reagiert.

Ganz im Gegenteil und fast paradox: Damals entstanden die Grundideen einer auf realpolitische Nüchternheit gegründeten Entspannungspolitik, die gerade in einer wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen blockübergreifenden Vernetzung eine Hoffnung auf „Wandel durch Annäherung“, auf Überwindung der Spannungen und Zutrauen auf eine Reformpolitik auch jenseits des Eisernen Vorhangs vermuteten.

Das war kühn gedacht, immer von Misstrauen begleitet und medial heftig umstritten. Aber es war am Ende äußerst erfolgreich und endete mit der Ära Gorbatschow.

Angst macht sich breit, die Inflation treibt die Lohn-Preis-Spirale an

Ein Konzept von gleichem Mut, von gleicher Weitsicht fehlt heute völlig. Die EU-Kommission sitzt inzwischen an der Planung des siebten (!) Sanktionspakets – ohne auch nur einmal zu verifizieren, ob diese Methode denn die erwünschte Wirkung erzeugt. Es ist eine Wirtschaftspolitik der verbrannten Erde. Realpolitische und wirtschaftliche Vernunft mahnt längst, dass die Folgen dieser expansiven Sanktionspolitik immer stärker uns selbst und die eigene wirtschaftliche Stabilität gefährden. Das eingeschüchterte Volk wird ermahnt, mitzuhelfen und kürzer zu duschen. Angst macht sich breit, die Inflation treibt die Lohn-Preis-Spirale an, nicht nur im Energie- und Chemiesektor drohen Insolvenzen und Arbeitslosigkeit. Deutschland mit seiner rohstoffabhängigen und exportorientierten Industrie ist besonders gefährdet, und seine führenden Politiker wissen das auch.

Die Instabilität der Lieferketten kommt hinzu. Genau genommen erleben wir in unseren wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland und China jetzt bereits ein hochriskantes Weltexperiment mit ungewissem Ausgang. In den letzten 30 Jahren sind infolge der ungebremsten Globalisierung unzählige wirtschaftliche Querverbindungen, Austausch von Waren und Know-how, Partnerschaften jeder Art zwischen West und Ost geknüpft worden. Jetzt wird mit der Drohung von Sanktionen, Enteignungen, Zollschranken dieses ganze weltumfassende Gewebe von Rohstofflieferungen, Zulieferketten, Handelswegen wie mit einer Axt zerteilt.

Viele Konzerne verlassen unter der erpresserischen Knute aktueller und drohender Sanktionen Russland und China. Die materiellen und immateriellen Verluste sind unschätzbar. Im Endergebnis werden wir auch wirtschaftlich später einmal zwei völlig getrennte Welten haben: die asiatisch-russische und die westliche. Aber bis diese Trennung einer bisher funktionierenden gemeinsamen Weltökonomie vollzogen ist, wird es mindestens zehn Jahre Chaos und unendliche Wirtschaftskrisen geben. Wer kann das ernsthaft sehenden Auges und klaren Verstandes wollen? Und wer ist sich so sicher, dass Afrika, Lateinamerika, der Nahe Osten, Südamerika dann auf unserer Seite des geteilten Globus andocken wollen?

Es gibt keine Alternative zur Realpolitik

Ich verstehe das Dilemma der aktuellen Politik. Ich verstehe sogar, dass sie sagt: Das alles hat uns Putin aufgezwungen. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Noch sind wir selbst Herren unserer politischen Entscheidungen. Wir müssen nicht aus Angst vor dem moralischen Tod Selbstmord begehen.

Es gibt keine ernsthafte Alternative zu nüchterner Realpolitik. Wir leben in einer Welt und auf einem Kontinent. Der Traum der demokratisch-moralischen Weltmission des Westens hat einerseits viel liebenswerten Enthusiasmus, andererseits viel Doppelmoral und politische Unvernunft befördert. Die Aufgabe des Augenblicks ist, den fahrenden Zug Richtung Eskalation anzuhalten, nachzudenken und wieder ins Gespräch zu kommen.

Wo ist die Bewegung der blockfreien Staaten?

Wo sind die diskreten Emissäre aus Frankreich und Deutschland vom Kaliber eines Egon Bahr, die erst einmal dauerhaft ihre Zelte in Moskau und in Kiew aufschlagen, um zu sehen, wo es einen Ausweg geben könnte? Wo ist die Delegation der Uno, die mit einem Mandat der Vollversammlung das Gleiche versucht? Wer greift das durchaus überzeugende Konzept einer Experten-Kommission auf, die im Vatikan getagt und Bedingungen für einen Waffenstillstand erkundet hat? Wo ist die Debatte über dieses Papier in den deutschen Leitmedien? Wo ist eine neue Bewegung der blockfreien Staaten, gestützt auf die wichtigen und bevölkerungsreichen Länder, die sich in der Uno bei der Resolution gegen Russland enthalten haben?

Es stimmt nicht, dass es angesichts dieses Krieges keine Alternativen zur Sanktionspolitik gibt. Es wird nicht einfach, das Steuer herumzureißen. Zu viele waren beteiligt am Weg in die falsche Richtung. Aber sage keiner, die Bevölkerung würde einen solchen Ausweg nicht unterstützen. Das Gegenteil ist der Fall: Alle warten endlich auf ernsthafte Verhandlungen.

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Ins eigene Fleisch …. von Peter Vonnahme

Ins eigene Fleisch …. von Peter Vonnahme   https://wp.me/paI27O-3Zk
Liebe Freunde

Lest Euch doch diesen m.E. durch und durch vernünftigen Artikel durch.

Herzliche Grüße, Helmut

 

Gesendet: Mittwoch, 13. Juli 2022 um 13:44 Uhr

Liebe UnterzeichnerInnen des Gmünder Appells,

unten angehängt habe ich für Euch/Sie einen Diskussionbeitrag zur Energiekrise infolge der Reaktionen des Westens auf den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Der Autor dieses ausführlichen Textes ist Peter Vonnahme. Er war Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München von 1982 bis 2007 und ist Mitglied der deutschen Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA).

Ich denke, seine Stellungnahme ist geeignet, sich eine eigene Meinung zu bilden, auch wenn man nicht mit allen seinen Aussagen und Formulierungen einverstanden sein muss. Sie kann gerne auch an Mitglieder des Bundestags und der Bundesregierung sowie an die Vorstände der im Bundestag vertretenen Parteien weitergeleitet werden.

Viele Grüße

Norbert Müller

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https://www.rubikon.news/artikel/ins-eigene-fleisch

12. Juli 2022

Ins eigene Fleisch

Deutschen Politikern ist ein vermeintlicher Schaden für Putin wichtiger als das Wohl des eigenen Volkes — diese Fehlkalkulation wird sich rächen.

von Peter Vonnahme

Deutschland rennt in die falsche Richtung. Da hilft es auch nichts, die Geschwindigkeit und Entschlossenheit, mit der dies geschieht, zu erhöhen. Unsere Regierung praktiziert in der Ukraine-Krise das glatte Gegenteil einer Win-Win-Strategie. Verlierer sind die deutschen Bürger, die, um „Putin zu ärgern“, frieren und mit erhöhten Lebenshaltungskosten werden kämpfen müssen. Verlierer sind vermutlich die Ukrainer, deren Krieg sich mit deutscher Hilfe in die Länge zieht. Verliererin ist auch die Umwelt, wenn selbst grüne Politiker in ihrer Verbohrtheit noch eher Kohle und Frackinggas in Erwägung ziehen als Energie aus dem „Reich des Bösen“. Gewinner ist allenfalls Russland selbst, das, seit es sein Gas anderen als den kapriziösen Europäern verkauft, in Geld schwimmt. Zwar sind die Kriegsopfer in der Ukraine bedauernswert, ist Putin gewiss keine moralische Lichtgestalt — doch die ukrainische Führung verdient nicht die Nibelungentreue der Deutschen. Wie müssen jetzt in der Sackgasse den Rückwärtsgang einlegen und endlich eine realitätstaugliche Verhandlungslösung ansteuern.

Es ist unübersehbar, unsere Regierung hat den Kompass verloren. Sie sucht einen Weg, weiß aber nicht, wo sie eigentlich hinwill. Deutschland liefert trotz nicht ausgeräumter Bedenken schwere Waffen an die Ukraine und ist außerdem Vorreiter bei Sanktionen, die dem eigenen Land am meisten schaden. Das Volk erwartet von seiner Regierung zu Recht, dass sie ihre Politik erläutert. Unglücklicherweise gilt die Orientierungslosigkeit für die Opposition erst recht.

Waffenlieferungen und Elend

Man muss kein Militärexperte sein, um zu wissen, dass die Lieferung von schwerem Kriegsgerät den Krieg in der Ukraine nicht beenden wird. Diese Waffen werden die Ukraine auch nicht zum Sieg führen. Das sagen Militärs, die ihrer Analyse nicht politische Wunschträume, sondern Erfahrung zugrunde legen. Es ist deshalb zu erwarten, dass der Krieg andauern wird — mit mehr Blutvergießen, mehr Zerstörung und mehr Menschen, die in die Flucht getrieben werden. Das Elend wird sich noch vergrößern.

Embargo und Verzweiflungsvorschläge

Das groß angekündigte Energieembargo gegen Russland erweist sich als Schuss ins eigene Knie. Russland verdient heute mit weniger Ölexporten mehr Geld als jemals zuvor. Wie kurzsichtig das Embargo von Anfang an war, zeigt sich in diesen Tagen. Ursprünglich wollte man Russland mit wegfallenden Geldzahlungen zur Beendigung des Krieges zwingen. Heute ist man heilfroh, wenn Russland nach Abschluss von Wartungsarbeiten an der Pipeline wieder zu größeren Liefermengen zurückkehrt.

Offensichtlich sitzt Wladimir Putin — zumindest noch — am längeren Hebel. Das hätte man eigentlich wissen können. Denn die Erfahrung lehrt, dass es nicht funktioniert, wenn der Schwanz mit dem Hund wedeln will.

Außerdem zeichnet sich ab, dass ausbleibendes russisches Gas nicht durch eigene regenerative Energien ersetzt werden kann. Es rächt sich bitter, dass die Nutzung von Wind und Sonne jahrelang durch Lobbyisten der Atom-, Öl- und Gaswirtschaft und deren politische Marionetten behindert worden ist. Die prekäre Lage von 2022 ist der Kurzsichtigkeit derer geschuldet, die sich heute am lautesten über zu erwartende Versorgungsschwierigkeiten beklagen.

Zur Abhilfe verlangen die Dauerwahlkämpfer Friedrich Merz, Markus Söder und Christian Lindner den Weiterbetrieb der noch am Netz befindlichen drei Atomkraftwerke. Abgesehen von Problemen der praktischen Realisierbarkeit wäre das ein schlimmer Rückfall in die 2000er Jahre. Damals wurde in einem gesellschaftlichen Kraftakt der planmäßige Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, was dem nach Tschernobyl und Fukushima aufgewühltem Land Ruhe und Zuversicht brachte.

Da die rückwärtsgewandten Politiker offensichtlich selbst nicht an den Erfolg ihres atomaren Geistesblitzes glaubten, propagierten sie den nächsten Verzweiflungsschritt: Wenn weniger Gas aus Russland kommt, muss durch Verbrennung von Kohle mehr Strom erzeugt werden. Es schert diese Leute nicht, dass Bundestag und Bundesrat 2020 durch Gesetz den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen haben. Dass diese Kehrtwendung ein schwerer Rückschlag für den Kilmaschutz ist, weiß heute jeder Hauptschüler.

Doch damit ist mit den klimapolitischen Grausamkeiten noch nicht Schluss. Um das böse Russengas zu vermeiden, will Wirtschaftsminister Robert Habeck das teurere und umweltschädlichere Fracking-Gas (LNG-Gas) in Katar und in den USA kaufen. Klimaschutz verkommt damit endgültig zur Worthülse. Die Amerikaner reiben sich die Hände, weil sie ihr wirtschaftliches Ziel — dem Ukrainekrieg sei Dank! — endlich erreicht haben.

Dummerweise gibt es in Deutschland bisher keine LNG-Terminals. Egal, dann müssen sie eben im Hauruckverfahren gebaut werden. Allerdings dauert der Bau zwischen einem und vier Jahren, je nachdem, wie ernst man die Umweltprüfung nimmt. Die Terminals werden voraussichtlich betriebsbereit sein, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Andere Stimmen fordern neuerdings sogar, dass in Deutschland das aus Gründen des Umwelt- und Trinkwasserschutzes bestehende Fracking-Verbot sofort aufgehoben werden soll. Das ist gewissermaßen der Volkssturm in einem verlorenen Energiekrieg.

Energielücke und Feixen in Kreml

Wie auch immer, es ist absehbar, dass in Deutschland im Herbst und Winter eine Energielücke droht — es sei denn der Bösewicht Putin ist gnädig und öffnet nochmals die Sperrhähne für all jene, die ihm die Kehle zudrücken wollen. Nicht auszuschließen ist, dass bei weiter verzögerten Wartungsarbeiten die fertige — aber auf amerikanischen Druck nie in Betrieb genommene — Gasleitung Nord Stream 2 nachträglich noch zu Ehren kommt. Blamage für uns, Feixen im Kreml.

Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, wie sich die Stimmung in Deutschland eintrübt, wenn die Wirtschaft nicht mehr die erforderlichen Gasmengen bekommt, Produktionslinien stillgelegt werden, Arbeiter vor geschlossenen Betriebstoren stehen und Familien in herabgekühlten Wohnungen sitzen und trotzdem nicht wissen, wie sie ihre Gasrechnung bezahlen sollen.

Spätestens dann dürfte die Bereitschaft, „für die Ukraine zu frieren“ vorbei sein. Parallel zur Wohnzimmertemperatur sinkt die Ukraine-Euphorie.

Hungerkatastrophen

Doch die Embargomaßnahmen haben Wirkungen weit über Deutschland hinaus. Sie führen zu großen Engpässen bei der Lieferung von Energie, Nahrungs- und Düngemitteln. Es zeichnen sich schon jetzt gewaltige Hungerkatastrophen in Afrika ab. Die Welt wird sich dann vielleicht erinnern, dass Putin für den Krieg verantwortlich ist. Sie wird aber sicher nicht vergessen, dass der Westen die Verantwortung trägt für die Kriegsfolgen: für die Sanktionen, für die hierdurch bedingten Lieferausfälle, für die unbezahlbaren Preise und für die Mangelversorgung Millionen Unschuldiger. Die Verhungernden in Afrika und in anderen Teilen der Welt werden wenig Verständnis dafür haben, dass ihr Elend einem Krieg in einem entfernten Land, dessen Namen sie bisher vielleicht gar nicht kannten, geschuldet ist.

Wir Europäer — und die Amerikaner! — wollten Russland bestrafen, die Folgen für den Rest der Welt blendeten wir aus. Wir können uns das leisten, weil wir — immer — die Guten und Gerechten sind.

Nachdenken über die Ukraine

Manchmal erkennt man, dass das, was gut gemeint war, mehr schadet als es nützt. Das gilt etwa für Sanktionen, die nicht hauptsächlich den „Gegner“ treffen, sondern die eigene Volkswirtschaft an die Wand fahren. Wir werden nicht umhinkommen, nochmals darüber nachzudenken, was wir für die Ukraine zu geben bereit sind.

Unser Engagement für die Ukraine ist grundsätzlich richtig. Falsch sind jedoch die Begründungen hierfür. Dass dieses Land rechtswidrig und brutal überfallen worden ist, ist wahr und traurig, aber es ist — leider — kein Alleinstellungsmerkmal. In den letzten 30 Jahren widerfuhr das vielen Staaten, zum Beispiel Serbien, Irak und Libyen. In keinem dieser Fälle sind wir dem Überfallenen zu Hilfe gekommen oder haben ihm gar Waffen geliefert. Im Gegenteil, manchmal hat Deutschland in falsch verstandener Bündnistreue sogar den rechtswidrigen Angreifer militärisch oder logistisch unterstützt. Die Ukraine kann also nicht erwarten oder gar fordern, dass Deutschland — gewissermaßen selbstverständlich — für sie Partei ergreift.

Weiter ist es ein großer Unterschied, ob ein Angegriffener ein Bündnispartner ist oder ein „sonstiges“ Land. In ersterem Fall sind wir vertraglich zum Beistand verpflichtet — etwa im Falle eines Angriffs auf Polen, Litauen, Ungarn oder die Türkei —, in letzterem Fall nicht.

Im Übrigen liegt es aus vielerlei Gründen näher, einem uns kulturell eng verbundenen Nachbarstaat wie etwa Österreich oder der Schweiz Beistand zu leisten als einem räumlich entfernten Land, mit dem uns geschichtlich weniger verbindet — zum Beispiel Moldawien, Georgien oder die Ukraine. Für solche Staaten sind wir weder politisch noch rechtlich oder moralisch verpflichtet, uns in den militärischen oder wirtschaftlichen Selbstmord zu stürzen.

Konkret steht außer Frage, dass unsere ganze Sympathie den ukrainischen Menschen gilt, die Opfer von Gewalt geworden sind. Ich bin leidenschaftlich dafür, dass den Geflüchteten jede erdenkliche Hilfe zuteilwird — ebenso wie seinerzeit den Geflohenen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Was jedoch den Staat Ukraine anbelangt, muss man differenzieren. Zunächst einmal kann dieses Land nicht allein deshalb Sonderrechte beanspruchen, weil es durch den Systemgegner der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“, Russland, angegriffen worden ist. Das allein macht die Ukraine nicht zu einem „besseren“ Staat, der besonders schutzwürdig ist.

Wenngleich einem das Opfer nähersteht als der Täter, ist immer noch zu prüfen, wie zu helfen ist.

Dabei spielt eine Rolle, ob der überfallene Staat ein demokratischer Rechtsstaat ist, wie groß der Einfluss korrupter Oligarchen auf die Regierungspolitik ist, wie der Staat mit Minderheiten umgeht, ob er sich an zwischenstaatliche Vereinbarungen hält, vor allem aber, ob er für den konkreten Konflikt mitverantwortlich ist. Namhafte Politologen meinen, dass der Krieg in der Ukraine hätte verhindert werden können, wenn diese ihre Neutralität zugesichert und die Interessen Russlands mehr berücksichtigt hätte.

Wer der Ukraine helfen will, darf die vitalen Interessen des eigenen Volkes nicht hintanstellen. Das wäre dann der Fall, wenn sich deutsche Politik unter Inkaufnahme schwerer sozialer und wirtschaftlicher Schäden — im Extremfall des eigenen Untergangs — bedingungslos auf die Seite der Kriegspartei Ukraine stellen würde. Man muss im Auge behalten, dass die Belieferung eines angegriffenen Staates mit immer mehr und immer schwereren Waffen ins Gegenteil umschlagen kann. Aus Hilfe bei der Abwehr kann Beihilfe zur Aggression werden.

Nach meinem Eindruck wird diese nicht ausdefinierte Grenze gerade risikoreich ausgetestet. Der medial gesteuerte Ukraine-Hype birgt die Gefahr, dass aus einem begrenzten Krieg ein Flächenbrand wird. Damit steigt auch die Gefahr eines Atomkriegs. Bei allem Verständnis für das überfallene Land muss es das primäre Ziel sein, den Weltfrieden nicht zu gefährden, das Blutvergießen schnellstmöglich zu beenden und den Boden für einen Verhandlungsfrieden zu bestellen.

Die von Präsident Wolodymyr Selenskyj und Botschafter Andrij Melnyk gebetsmühlenartig vorgetragene Behauptung, die Ukraine kämpfe für unsere Freiheit, ist falsch und dient der Stimmungsmache. Die Ukraine kämpft für ihre Interessen und nicht für unsere. Denn kein seriöser Politiker, Militärbeobachter oder Politikwissenschaftler vertritt ernsthaft die Meinung, dass Putin nach einem gewonnenen Krieg in der Ukraine Deutschland oder ein anderes Nato-Land angreifen werde. Der Preis hierfür wäre nämlich die Selbstzerstörung — und das will nicht einmal Wladimir Putin.

Und Russland?

Irgendwann wird der Krieg in der Ukraine vorbei sein. Dann wird man feststellen, dass Russland, das flächengrößte Land der Erde mit seinen riesigen Vorräten an Bodenschätzen und mit seiner gewaltigen Militärmacht, immer noch da ist — mit oder ohne Putin. Und dieses Russland wird immer noch unser Nachbar sein, ob wir es wollen oder nicht. Wir werden mit Russland leben müssen auf Gedeih und Verderb.

Irgendwann wird auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock einsehen müssen, dass ihre Begründung für Sanktionen („Das wird Russland ruinieren“) törichtes Geschwätz einer übereifrigen Atlantikerin war. Wem würde es denn nützen, wenn Russland zerstört würde? Den russischen Menschen sicher nicht, uns Europäern auch nicht, vielleicht der um die Weltvorherrschaft kämpfenden Militärmacht USA.

Etwas noch Bedrohlicheres kommt hinzu: Wir alle, in Ost und West, Habenichtse und Wohlhabende, Demokratien und Autokratien, werden nach Kriegsende erkennen, dass sich die Klimakrise kriegsbedingt weiter verschärft hat. Der Hunger in der Welt, die Ausbreitung der Wüsten, der Wettlauf um die Rohstoffe, die Verschmutzung der Meere, der Cyberkrieg, die Rüstungsspirale, die Atomwaffen, die Pandemie, all das wird auch nach Kriegsende noch da sein.

Allerdings wird sich während des Krieges die Schraube Richtung Untergang der menschlichen Zivilisation unaufhaltsam weitergedreht haben. Keines der genannten Probleme lässt sich durch eine Weltmacht lösen, auch nicht durch die Nato, am wenigsten durch Atombomben. Wir werden begreifen müssen, dass der entbrannte Wettstreit zwischen den G7-Staaten und den BRICS-Staaten auf antiquierten Denkmodellen beruht. Wenn die Hoffnung weiterleben soll, dann braucht die Welt gemeinsame Bemühungen, blockübergreifend, radikal und unverzüglich. Denn eines ist sicher: Mit Naturgesetzen kann man nicht verhandeln, wohl aber mit Russland.

Dazu bedarf es einer tragfähigen Brücke zu Russland. Die Vorstellung, man könne dieses Land auf Dauer ins Abseits stellen, ist realitätsfremd und unhistorisch. Russland hat seine außergewöhnliche Resilienz mehrfach bewiesen. Wenn Kanzler Olaf Scholz am Rande des G7-Treffens verkündet, es werde im Verhältnis zu Russland kein Zurück in die Zeit vor dem Überfall geben, dann irrt er. Das beste Gegenbeispiel ist sein eigenes Land. Die unsäglichen deutschen Verbrechen vor und im Zweiten Weltkrieg wiegen sehr viel schwerer als die russischen unter Putin. Trotzdem reichte die Welt wenige Jahre nach Kriegsende den Deutschen wieder die Hand, nicht zuletzt die leidgeprüfte Sowjetunion — mit mindestens 24 Millionen Kriegstoten.

Zur Erinnerung: 1952 wurde Deutschland Mitglied der EG, 1955 der Nato und 1973 der UNO. Wenige Jahre später war Deutschland Export-Weltmeister, ausgesöhnt mit den Staaten der Welt. Was Jüngere oft nicht wissen: 1955 kehrten die letzten deutschen Kriegsgefangenen aus Russland zurück, 1990 stimmte Russland der deutschen Wiedervereinigung zu und gestand außerdem zu, dass Nato-Truppen auch auf dem Territorium der früheren DDR sein dürfen, 1994 zogen die letzten russischen Soldaten aus Deutschland ab. Dieses vielfache sowjetische/russische Entgegenkommen wurde nicht belohnt. Im Gegenteil, in den letzten Jahren wurde von Kalten Kriegern eine ausgeprägte Russophobie herangezüchtet.

Wichtig ist jedoch die Erkenntnis, dass Zeit Wunden heilen kann. Warum sollte Ähnliches nicht auch nach dem Ukrainekrieg möglich sein?

Verhandeln heißt nicht kapitulieren

Politik muss nach vorne denken. Deshalb sind Bestrebungen westlicher, auch deutscher Politiker, Russland größtmöglichen Schaden zuzufügen, kein Zeichen staatsmännischer Kunst. Sie sind blind für die Zukunft. Es ist an der Zeit, sich endlich den existenziellen Problemen dieser Welt zu stellen. Konkret heißt das beispielsweise:

  • Wir dürfen nicht nur behaupten, dass reden besser ist als schießen, wir müssen auch    selbst daran glauben.
  • Wir müssen uns von der irrigen Vorstellung freimachen, dass die Aufnahme von    Verhandlungen eine Rechtfertigung von Verbrechen oder gar eine Kapitulation vor dem Aggressor ist.
  • Wir müssen glaubhaft machen, dass der Westen kein Interesse an der Fortführung des Krieges hat.
  • Wir müssen mehr über das Erdklima und erneuerbare Energien sprechen als über raffinierte Methoden zur Schwächung eines Konkurrenten.
  • Wir müssen den Vertretern der Ukraine versichern, dass sie allein entscheiden können, ob ein Verhandlungsergebnis angenommen wird oder nicht.
  • Wir müssen aber auch verdeutlichen, dass die Unterstützer es sind, die darüber entscheiden können, ob und in welcher Weise künftig geholfen wird.
  • Wir müssen von allen Verhandlungspartnern Realitätssinn einfordern. Das würde für die ukrainische Seite die Einsicht voraussetzen, dass die Rückgabe der Krim und der Oblaste Donezk und Luhansk keine Bedingung für die Aufnahme von Verhandlungen sein kann, zumal die aktuelle militärische Situation diese Forderung nicht stützt. Rückgaben könnten im günstigsten Fall, etwa bei ausreichender Wahrung russischer Sicherheitsinteressen, die Folge von Verhandlungen sein. Das würde auf russischer Seite die Einsicht voraussetzen, dass ein sofortiger Waffenstillstand notwendig ist. Weiter müsste Russland Verständnis dafür aufbringen, dass aus klimatologischen Gründen der Weiterbezug fossiler russischer Energien nur noch eng begrenzt in Betracht kommt, dass aber zum Ausgleich für zu erwartende Einkommensverluste der Aufbau regenerativer Energien in Russland unterstützt wird.
  • Wir müssen allen Verhandlungspartnern unmissverständlich klar machen, dass eine gemeinsame Zukunft nur auf der Grundlage der Regeln des Völkerrechts möglich ist.

Kurzum: Russland muss darauf vertrauen können, dass das Ziel westlicher Politik nicht Schwächung, sondern Kooperation mit Russland ist. Und die Ukraine muss wissen, dass ihr beim Wiederaufbau des zerstörten Landes geholfen wird.

Das alles klingt einfacher, als es ist.

Aber wenn wir zu solchen Gesprächen nicht in der Lage sind, könnte es sein, dass am Ende nicht nur die Ukraine verloren ist, sondern unser aller Heimat, der Planet Erde.

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Peter Vonnahme war von 1982 bis 2007 Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München und Mitglied der deutschen Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA). Von 1995 bis 2001 war er Bundesvorstand der Neuen Richtervereinigung. Seit 2007 ist er mit dem Schwerpunkt Rechtstaat und Politik publizistisch tätig.

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Coronabedenken, bzw. Covid 19…

hier   https://wp.me/paI27O-3Zc

Ich möchte meine grundsätzliche Skepsis gegen die unterschiedlichsten Covidmaßnahmen begründen. Laut Sebastian Rushworth, einem jungen Mediziner in Stockholm, ist nach den Gesamtssterblichkeitsbefunden in Schweden und den USA (bei Deutschland ist es offensichtlich ähnlich wie in den USA) Schweden aus der Covidpandemie deutlich besser hervorgegangen als die USA. Im gleichen Sinn sind die Ergebnisse von Prof. Ioannidis zu sehen. Corona ist seit „Omikron“ noch weniger gefährlich geworden. Und hier die vielen Befunde, die sie beim Eingeben von Covid und Corona auf der Suchzeile meiner Homepage sehen können.

Betreff: Zu meinem positiven PCR Test…  Datum: Sat, 28 May 2022  An: gesundheitsamt@braunschweig.de

Guten Tag, Frau Matz

Zu meinem positiven PCR Test: Ich möchte auch angesichts der merkwürdigen Daten bei mir einige grundsätzliche Erwägungen anfügen. Ich hatte ja in der Woche nach dem 28.4. nach meiner Rückkehr aus den USA covidverdächtige Beschwerden mit leichtem Fieber (über 38°), Halsschmerzen, Schnupfen und Husten und Abgeschlagenheit. Meine Frau hatte die gleichen Symptome und testete sich mit Antigentests und danach sogar mit PCR bei Dr. Christian mit jeweils negativen Ergebnis auf Covid 19, bzw Sars Cov 2. Am Montag, den 23.5. machte ich bei einer Voruntersuchung (für meine vorgesehene Hüftop. am 25.5.) einen Antigentest, der negativ war und am gleichen Vormittag einen PCR test, der, wie mir am Folgetag auch von Ihnen mitgeteilt wurde, positiv war. Darauf wurde mein OP Termin auf den 13.7. verschoben. Schriftliche Befunde wurden mir zugesagt. Insbesondere wüsste ich gern Genaues zum PCR Test, welcher Test, welcher Vermehrungsgrad, und welcher Hinweis auf welchen COV 19 Typ, ob Omikron oder einen anderen Typ. Covidtypische Beschwerden hatte ich am Montag seit mindestens 2 Wochen nicht mehr.

Nun noch grundsätzliche Erwägungen:

Diesen TED Vortrag https://www.youtube.com/watch?v=_d8PNlXHJ48, der von einer dänischen Impfwissenschaftlerin, die in Guinea Bissau arbeitet, gesprochen wurde, habe ich seinerzeit nicht gesehen. Aber ich habe das aktuelle Interview von Sebastian Rushworth mit dieser Christine Stabell Benn gesehen https://www.youtube.com/watch?v=xcwg-Vzg9NU, das auch Aspekte von Covid 19 anspricht.

Im ersten Vortrag spricht sie über die Wirkung von Polioimpfstoff, der die Mortalität von Babys drittelte, obwohl es keine Polio in der Gegend gab und DPT Impfstoff, der die Mortalität verfünffachte, obwohl er gegen tödliche Erkrankungen hilft. Das muss doch alarmieren, dass Millionen von Kindern unnötig sterben oder in entwickelten Ländern hospitalisiert werden, weil falsche Impfstoffe gegeben werden. Da muss doch die Wissenschaft sich drauf stürzen und überprüfen, ob die Daten stimmen, und darf doch nicht von vornherein sagen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Das ist genau das Thema, das Sebastian Rushworth mit seinem Blog anspricht: Die Wissenschaft rettet viele Leben, aber falsche Wissenschaft vernichtet auch viele. https://helmutkaess.de/rushworth-medizinische-umkehrungen-wenn-aerzte-patienten-schaden/

Sie können als Gesundheitsamtsärztin versuchen, dafür zu sorgen, dass diese Untersuchungen von Christine Stabell Benn überprüft werden und wenn sie stimmen, dass deshalb entsprechende Änderungen der Impfempfehlungen ausgesprochen werden, um Millionen Kinder zu retten.

Ich bin übrigens seit 1983 in der IPPNW (www.ippnw.de) , auch um zu versuchen, dafür zu sorgen, dass Friedenslogik statt Sicherheitslogik sich durchsetzt, um angesichts des desaströsen Ukrainekrieges und der unsinnigen politischen Reaktionen das Leben von Milliarden Menschen zu retten .

Diese Ergebnisse von Frau Stabell Benn sind auch im Lichte der vielen Artikel von dem jungen Arzt Sebastian Rushworth zu sehen, die Sie auf meiner Seite https://helmutkaess.de/sebastian-rushworth-2/ sehen können, insbesondere dem Link von Anfang Februar vom erklärten Ende der Pandemie in Schweden, in dem er darauf hinweist, dass die Gesamtsterblichkeit in Schweden durch Covid nur ganz unwesentlich beeinflusst wurde, während sie in den USA 2020 und 2021 deutlich erhöht war. https://sebastianrushworth.com/2022/02/04/covid-officially-over-in-sweden/

Herzliche Grüße, Helmut Käss

Dr. med., Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de ,
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bastian-barucker-wie-konnte-es-so-weit-kommen

Bastian Barucker: Wie konnte es so weit kommen? Im Gespräch mit Hans-Joachim Maaz

Bastian Barucker: Wie konnte es so weit kommen? Im Gespräch mit Hans-Joachim Maaz – apolut.net

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Interview mit Südafrikas Außenministerin zum Ukraine Konflikt

Gesendet: Sonntag, 10. Juli 2022
Von: „Barbara
An: „‚AK Info SüdNord'“ <info_ak_sued_nord@listi.jpberlin.de>
Betreff: Interview mit Südafrikas Außenministern zum Ukraine Konflikt

Liebe Freunde,

unten habe ich euch einen Zugang zu einem Interview mit der Außenministerin Südafrikas zum Ukrainekrieg eingestellt, das sich anzuhören eine Freude ist! Das ist Diplomatie, wie sie sein sollte, wunderbar!

Viele Grüße

Barbara

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: [Traegerkreis] Interview mit Südafrikas Außenministern zum Ukraine Konflikt
Datum: Sat, 9 Jul 2022 14:37:57 +0200
Von: Heinz
An: traegerkreis@listserv.uni-jena.de <traegerkreis@listserv.uni-jena.de>

Liebe Friedensfreunde,

hier ein Interview mit der Außenministerin Südfrikas, Naledi Pandor vom 29.06.22!

Sie argumentiert konsequent für den gewaltfreien Weg des Friedens im Ukraine Konflikt. Ihre souveräne Antworten auf die, teils provokanten,  Fragen des ZdF-Journalisten, sind wohl die hohe Schule einer gewaltfrein Kommunikation.
Für mich war es eine sehr bewegendes Interview. (17 Min)

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal-update/g7-suedafrika-verlangt-diplomatische-loesung-100.html

LG

Heinz

Virenfrei. www.avast.com

_______________________________________________ Info_ak_sued_nord Mailingliste Info_ak_sued_nord@ippnw-lists.de https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/info_ak_sued_nord

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