Die Lage ist gefährlich, wie Ihr alle wisst. Was macht Ihr, um wirksam gegen diesen Krieg vorzugehen?
Viele engagierte Menschen, Politiker, Wissenschaftler, Publizisten und andere bestätigen meine Auffassung der ungewöhnlichen Gefahr, wovon Ihr viele Aussagen auf meiner Homepage finden könnt, mit drei besonders eindrucksvollen Erklärungen zuerst: Belege über die Ursachen des Ukrainekrieges https://wp.me/paI27O-3Rc
Die Politik des Westens steigert völlig unvernünftig das Risiko riesiger Schäden (Wegfall der preisgünstigen Rohstoffe Russlands mit einer großen Inflation), das Risiko eins Jahrelangen Krieges, möglicherweise einer atomaren Katastrophe.
Über die vielen schlimmeren Kriege der USA, insbesondere gegen Vietnam und Irak und die Drohnenmorde, haben wir verlogen hinweggesehen. Olaf Scholz ist so getrieben worden, dass er jetzt auch schwere Waffen liefert. Fast die gesamte Nato liefert Waffen! Wir können nur hoffen, dass der Schweizer Oberst Jaques Baud recht hat , dass Russland trotz seiner konventionellen Schwäche auch ohne Atomwaffen seine Ziele erreicht, die es für seine Sicherheit für essentiell hält, was auf der Seite von der deutschen Jüdin Evelyn Hecht-Galinski steht). Und dass nicht der amerikanische Politikprofessor John J. Mearsheimer mit seiner Befürchtung recht hat, der sagt, wenn die USA und die Nato ihre Ziele erreichen, könnte das zu einem Atomkrieg führen. Günter Rexilius, ein IPPNW-Kollege, sagt in kurzen Sätzen das, was an Fakten von unseren Leitmedien fast immer weggelassen wird…
Wir sind in einer Situation wie vor dem Ersten Weltkrieg in Europa, wo niemand ernsthaft einen Krieg wollte, aber wir „hinein geschlafwandelt sind“. Wir sollten alle über diesen Krieg sprechen und verlangen, dass sofort ein Waffenstillstand mit Blauhelmtruppen neutraler Staaten zwischen den Kriegsparteien eingerichtet wird und danach in aller Ruhe die Sicherheitsbedürfnisse beider Seiten besprochen werden. Im Dezember kam die letzte Warnung von Russland wegen seiner Sicherheitsbedürfnisse. Und als die Ukraine den Donbas angriff, war der endgültige Kriegsgrund da.
Wir haben 70 Jahre seit dem Manifest von Russell und Einstein überlebt, aber es ist sehr fraglich, ob wir mit Sicherheitslogik statt Friedenlogik weitere 70 Jahre überleben. Wir sollten mit unseren Freunden und Bekannten sprechen, Leserbriefe und Petitionen schreiben und auf die Straße gehen. Jeder so, wie er kann, das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig… Wenn auch Ihr Euch beteiligt, würde das sehr wichtig sein. Wenn jeder etwa 5% seiner Energie in eine gute Politik für die menschliche Familie stecken würde, würde das Glück der Menschen, wie Einstein sagte, viel höher sein.
die Ehe krankt oft daran, dass nach der Verliebtheit spätestens nach zwei Jahren der Alltag einsetze und es dann, darauf ankomme, dass unterschiedliche Menschen ganz unterschiedliche „Sprachen“ haben, um ihre Liebe auszudrücken. Zum Beispiel mit Zärtlichkeit und andere zum Beispiel mit Dienstleistungen. Wenn man aneinander „vorbeiredet“, ist die Ehe gefährdet…
Zum Beispiel:
Hilfsbereitschaft/ Acts of service… 9,
Zärtlichkeit/ Touch… 7,
Zweisamkeit – die Zeit nur für euch/ quality time… 7,
Lob und Anerkennung/ words of affirmation 5 ,
Geschenke, die von Herzen kommen/ Receiving Gifts 1,
Chapman vergleicht die persönliche Liebessprache auch mit einer Fremdsprache. Wenn zwei Menschen mit unterschiedlicher Muttersprache aufeinandertreffen, wird eine Kommunikation miteinander schwierig bis unmöglich werden. Wenn einer der beiden Partner die andere Sprache erlernt, dann wird Kommunikation möglich sein, jedoch eben nur in einer Sprache. In schwierigen Situationen kann dann die Fremdsprache nicht die eigene Sprache ersetzen. Das bedeutet, dass, im Sinne einer optimalen Kommunikation, beide Partner auch die Muttersprache des Anderen erlernen. Die Verständlichkeit wird gefördert. Nach seiner Theorie werden beide sich dadurch nahezu immer gut verstanden fühlen. Die fünf Sprachen gliedern sich in:[1][2]
Lob und Anerkennung/ words of affirmation
Menschen mit dieser Beziehungssprache loben die Menschen in ihrem Umfeld für alle möglichen und unmöglichen Dinge. Sie sehen oft besondere Leistungen, Gefälligkeiten, Gesten und Freundlichkeiten bei anderen und haben auch die Gabe, dies in den richtigen Worten, die von Herzen kommen, auszusprechen. Mit lobenden und anerkennenden Worten, ehrlichen Komplimenten, Anerkennung und Dank zeigen sie den Menschen, die sie schätzen, ihren Respekt, ihre ehrliche Wertschätzung, ihre Liebe und ihre Dankbarkeit. Sehr oft fällt es diesen Menschen gar nicht auf, dass sie loben. Für sie ist es absolut selbstverständlich, dass sie nicht nur Erfolge oder Leistungen mit Lob belohnen, sondern selbst auch kleinste Aufmerksamkeiten und Gesten wertschätzen und dies zum Ausdruck bringen. 3 ?
Zweisamkeit – die Zeit nur für euch/ quality time…
Menschen dieser Sprache bringen ihre Liebe und Wertschätzung durch Zeiten exklusiver, aufmerksamer, offener und präsenter Zweisamkeit (gemeinsames Abendessen, Gespräche, körperliche Zuwendung, Morgen- oder Abendrituale, ganzes Wochenende ohne Störung etc.) zum Ausdruck („Quality Time“). Es geht ihnen um die Zeit, die man bewusst und aufmerksam, einander zugewandt miteinander verbringt (bewusst gelebte Zweisamkeit). Darin liegt für sie eine hohe Qualität. Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist eine Beziehungsqualität, die sie in hohem Maße schätzen. 5?
Geschenke, die von Herzen kommen/ Receiving Gifts
„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ ist das Motto dieser Menschen. Sie zeigen durch kleine Geschenke oder Aufmerksamkeiten den Menschen, die sie lieben, ihre Wertschätzung. Dabei spielt der materielle Wert keine Rolle (wichtiger: Gedanken, Kreativität, Überraschung, ausgefallene Ideen, Bezug zu oft unausgesprochenen Wünschen und Bedürfnissen des Beschenkten). Gerade bei heranwachsenden Kindern, die erst ihre Liebessprache finden müssen, kann die Phase oft beobachtet werden. Der Geschenk-Typ schätzt es, wenn ein passendes Geschenk liebevoll ausgesucht wird. Für ihn ist es ein Zeichen der Wertschätzung, wenn sich jemand schon bei der Auswahl des Geschenkes Gedanken über die Wünsche und Bedürfnisse des Beschenkten macht und Zeit für eine gelungene Überraschung nimmt oder seine Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit verschenkt. 2?
Hilfsbereitschaft/ Acts of service…
Der Grundsatz: „Wenn Du etwas benötigst, sage es einfach, ich tue gerne etwas für dich“, „was kann ich dir Gutes tun?“, „womit kann ich dich erfreuen?“, „kann ich dich unterstützen?“ zählt zu den Aussagen der Menschen in der Liebessprache der Hilfsbereitschaft. Sie helfen aus Leidenschaft, helfen ist für sie eine Selbstverständlichkeit und ein Liebesdienst. Sie zeigen ihrem Umfeld und ihren Lieben auf diese Art, dass sie sie lieben. Dabei geht es nicht um die Größe einer Hilfeleistung. In der Partnerschaft können das scheinbar unwichtige Dienstleistungen oder kleine Gesten sein. 4?
Zärtlichkeit/ Touch…
Umarmungen und Streicheleinheiten für den Partner geben diesen Menschen ein sehr gutes Gefühl. Über Berührungen fühlen sie die Qualität der Beziehung und sie zeigen auch über Zärtlichkeiten ihre Liebe. Für sie zählt eine zärtliche Berührung mehr als die gesprochenen Worte „ich liebe dich“. Der Liebesakt ist nur eine Form vom Austausch der Zärtlichkeiten. Wenn sie einen Partner mit der gleichen Berührungs-Sprache haben, dann finden sie tausend Wege, um ihre Liebe auch in der Öffentlichkeit mittels kleiner Zärtlichkeiten zu zeigen. Für diesen Typ ist jede dieser Berührungen ein Bekenntnis und ein Liebesbeweis. 8?
The cultural and historical elements that determine the relations between Russia and Ukraine are important. The two countries have a long, rich, diverse, and eventful history together. This would be essential if the crisis we are experiencing today were rooted in history. However, it is a product of the present.
Die verborgene Wahrheit über den Krieg in der Ukraine
Von Jacques Baud
1. August 2022
Die kulturellen und historischen Elemente, die die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine bestimmen, sind wichtig. Die beiden Länder haben eine lange, reiche, vielfältige und bewegte gemeinsame Geschichte.
Dies wäre wichtig, wenn die Krise, die wir heute erleben, in der Geschichte verwurzelt wäre. Sie ist jedoch ein Produkt der Gegenwart. Der Krieg, den wir heute erleben, stammt nicht von unseren Urgroßeltern, unseren Großeltern oder sogar unseren Eltern. Er kommt von uns. Wir haben diese Krise geschaffen. Wir haben jeden Teil und jeden Mechanismus geschaffen. Wir haben nur die bestehende Dynamik ausgenutzt und die Ukraine ausgenutzt, um einen alten Traum zu erfüllen: zu versuchen, Russland zu stürzen. Die Großväter von Chrystia Freeland, Antony Blinken, Victoria Nuland und Olaf Scholz hatten diesen Traum; wir haben ihn verwirklicht.
Die Art und Weise, wie wir Krisen verstehen, bestimmt die Art und Weise, wie wir sie lösen. Mit den Fakten zu schummeln führt in die Katastrophe. Das ist es, was in der Ukraine passiert. In diesem Fall ist die Zahl der Probleme so groß, dass wir sie hier nicht erörtern können. Ich möchte mich nur auf einige von ihnen konzentrieren.
Hat James Baker 1990 gegenüber Michail Gorbatschow versprochen, die Osterweiterung der NATO zu begrenzen?
Im Jahr 2021 erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass es nie ein Versprechen gegeben habe, dass die NATO nach dem Fall der Berliner Mauer nicht nach Osten expandieren würde. Diese Behauptung ist unter selbsternannten Russlandexperten nach wie vor weit verbreitet, die erklären, es habe keine Versprechen gegeben, weil es keinen Vertrag oder eine schriftliche Vereinbarung gegeben habe. Dieses Argument ist ein wenig vereinfachend und falsch.
Es stimmt, dass es keine Verträge oder Beschlüsse des Nordatlantikrats (NAC) gibt, in denen solche Versprechen enthalten sind. Das heißt aber nicht, dass sie nicht formuliert wurden, und auch nicht, dass sie aus Bequemlichkeit formuliert wurden!
Heute haben wir das Gefühl, dass die UdSSR, nachdem sie “den Kalten Krieg verloren” hat, kein Mitspracherecht bei den europäischen Sicherheitsentwicklungen hatte. Das ist nicht wahr. Als Sieger des Zweiten Weltkriegs hatte die UdSSR de jure ein Vetorecht bei der deutschen Wiedervereinigung. Mit anderen Worten: Die westlichen Länder mussten ihre Zustimmung einholen, wofür Gorbatschow im Gegenzug eine Verpflichtung zur Nichterweiterung der NATO verlangte. Es darf nicht vergessen werden, dass die UdSSR 1990 noch existierte und ihre Auflösung noch nicht in Frage stand, wie das Referendum vom März 1991 zeigen sollte. Die Sowjetunion befand sich also nicht in einer schwachen Position und konnte die Wiedervereinigung verhindern.
Dies bestätigte der deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher am 31. Januar 1990 in Tutzing (Bayern), wie aus einem Telegramm der US-Botschaft in Bonn hervorgeht:
Genscher warnte jedoch, dass jeder Versuch, die militärische Reichweite [der NATO] auf das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) auszudehnen, die deutsche Wiedervereinigung blockieren würde.
Die deutsche Wiedervereinigung hatte für die UdSSR zwei wesentliche Konsequenzen: den Rückzug der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSFG), des stärksten und modernsten Kontingents außerhalb ihres Territoriums, und den Wegfall eines erheblichen Teils ihres schützenden “Glacis”. Mit anderen Worten: Jeder Schritt würde auf Kosten seiner Sicherheit gehen. Aus diesem Grund erklärte Genscher:
…Die Veränderungen in Osteuropa und der Prozess der deutschen Vereinigung dürften “die sowjetischen Sicherheitsinteressen nicht untergraben.” Deshalb sollte die NATO eine “Ausdehnung ihres Territoriums nach Osten, d.h. eine Annäherung an die sowjetischen Grenzen, ausschließen.”
Zu diesem Zeitpunkt war der Warschauer Pakt noch in Kraft, und die NATO-Doktrin war unverändert. Daher äußerte Michail Gorbatschow sehr bald seine berechtigten Sorgen um die nationale Sicherheit der UdSSR. Dies veranlasste den amerikanischen Außenminister James Baker, unverzüglich Gespräche mit ihm aufzunehmen. Am 9. Februar 1990 erklärte Baker, um die Bedenken Gorbatschows zu zerstreuen:
Nicht nur für die Sowjetunion, sondern auch für andere europäische Länder ist es wichtig, Garantien dafür zu haben, dass, wenn die Vereinigten Staaten ihre Präsenz in Deutschland im Rahmen der NATO aufrechterhalten, sich kein einziger Zentimeter der derzeitigen militärischen Zuständigkeit der NATO nach Osten ausbreiten wird.
Versprechungen wurden also nur gemacht, weil der Westen keine andere Wahl hatte, um die Zustimmung der UdSSR zu erhalten; und ohne Versprechungen wäre Deutschland nicht wiedervereinigt worden. Gorbatschow akzeptierte die deutsche Wiedervereinigung nur, weil er Zusagen von Präsident George H.W. Bush und James Baker, von Bundeskanzler Helmut Kohl und seinem Außenminister Hans-Dietrich Genscher, von der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, ihrem Nachfolger John Major und deren Außenminister Douglas Hurd, von Staatspräsident François Mitterrand, aber auch von CIA-Direktor Robert Gates und Manfred Wörner, dem damaligen Generalsekretär der NATO, erhalten hatte.
So erklärte Manfred Wörner, NATO-Generalsekretär, am 17. Mai 1990 in einer Rede in Brüssel:
Die Tatsache, dass wir bereit sind, keine NATO-Armee über deutsches Gebiet hinaus zu stationieren, gibt der Sowjetunion eine solide Sicherheitsgarantie.
Im Februar 2022 enthüllte Joshua Shifrinson, ein amerikanischer Politologe, im deutschen Magazin Der Spiegel ein als geheim deklariertes Dokument vom 6. März 1991, das nach einem Treffen der politischen Direktoren der Außenministerien der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands verfasst wurde. Es gibt die Worte des deutschen Vertreters, Jürgen Chrobog, wieder:
Wir haben in den 2+4-Verhandlungen deutlich gemacht, dass wir die NATO nicht über die Elbe hinaus erweitern werden. Deshalb können wir Polen und den anderen Ländern keine NATO-Mitgliedschaft anbieten.
Die Vertreter der anderen Länder haben auch akzeptiert, dass wir den anderen osteuropäischen Ländern keine NATO-Mitgliedschaft anbieten.
Ob schriftlich festgehalten oder nicht, es gab also eine “Einigung”, einfach weil eine “Einigung” unvermeidlich war. Im Völkerrecht ist ein “Versprechen” ein gültiger einseitiger Akt, der eingehalten werden muss (“promissio est servanda”). Diejenigen, die dies heute leugnen, sind einfach Menschen, die den Wert eines bestimmten Wortes nicht kennen.
Hat Wladimir Putin das Budapester Memorandum (1994) missachtet?
Im Februar 2022 verwies Wolodymyr Selenskyj auf dem Münchner Sicherheitsforum auf das Budapester Memorandum von 1994 und drohte damit, wieder eine Atommacht zu werden. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Ukraine wieder zu einer Atommacht wird, und die Atommächte werden dies auch nicht zulassen. Selenskyj und Putin wissen das. Tatsächlich benutzt Selenskyj dieses Memorandum nicht, um Atomwaffen zu bekommen, sondern um die Krim zurückzubekommen, da die Ukrainer die Annexion der Krim durch Russland als Verstoß gegen diesen Vertrag betrachten. Im Grunde genommen versucht Selenskyj, die westlichen Länder als Geiseln zu nehmen. Um das zu verstehen, müssen wir auf Ereignisse und Fakten zurückgreifen, die von unseren Historikern opportunistisch “vergessen” werden.
Am 20. Januar 1991, vor der Unabhängigkeit der Ukraine, wurden die Krimbewohner aufgefordert, in einem Referendum zwischen zwei Optionen zu wählen: bei Kiew zu bleiben oder zur Situation vor 1954 zurückzukehren und von Moskau verwaltet zu werden. Die Frage, die auf dem Stimmzettel stand, lautete:
Sind Sie für die Wiederherstellung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik Krim als Subjekt der Sowjetunion und Mitglied des Unionsvertrags?
Dies war das erste Referendum über Autonomie in der UdSSR, und 93,6 % der Krimbewohner stimmten für den Anschluss an Moskau. Die 1945 abgeschaffte Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Krim (ASSR Krim) wurde somit am 12. Februar 1991 durch den Obersten Sowjet der Ukrainischen SSR wiedererrichtet. Am 17. März organisierte Moskau ein Referendum über den Verbleib in der Sowjetunion, das von der Ukraine akzeptiert wurde, wodurch die Entscheidung der Krim-Bewohner indirekt bestätigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Krim unter der Kontrolle Moskaus und nicht Kiews, während die Ukraine noch nicht unabhängig war.
Da die Ukraine ihr eigenes Unabhängigkeitsreferendum organisierte, blieb die Beteiligung der Krimbewohner gering, da sie sich nicht mehr betroffen fühlten.
Die Ukraine wurde sechs Monate nach der Krim unabhängig, nachdem diese am 4. September ihre Souveränität proklamiert hatte. Am 26. Februar 1992 rief das Parlament der Krim mit Zustimmung der ukrainischen Regierung die “Republik Krim” aus, die ihr den Status einer selbstverwalteten Republik verlieh. Am 5. Mai 1992 erklärte die Krim ihre Unabhängigkeit und gab sich eine Verfassung. Die Stadt Sewastopol, die im kommunistischen System direkt von Moskau verwaltet wurde, befand sich in einer ähnlichen Situation, da sie 1991 außerhalb jeder Legalität von der Ukraine eingegliedert wurde. Die folgenden Jahre waren geprägt von einem Tauziehen zwischen Simferopol und Kiew, das die Krim unter seiner Kontrolle behalten wollte.
Mit der Unterzeichnung des Budapester Memorandums gab die Ukraine 1994 die auf ihrem Territorium verbliebenen Atomwaffen der ehemaligen UdSSR im Gegenzug für “ihre Sicherheit, Unabhängigkeit und territoriale Integrität” ab. Zu diesem Zeitpunkt vertrat die Krim die Auffassung, dass sie de jure nicht mehr zur Ukraine gehöre und daher von diesem Vertrag nicht betroffen sei. Die Regierung in Kiew ihrerseits fühlte sich durch das Memorandum gestärkt. Aus diesem Grund setzte sie am 17. März 1995 die Verfassung der Krim gewaltsam außer Kraft. Sie entsandte ihre Spezialeinheiten, um Juri Mechkow, den Präsidenten der Krim, zu stürzen und die Republik Krim de facto zu annektieren, was zu Volksdemonstrationen für den Anschluss der Krim an Russland führte. Ein Ereignis, über das in den westlichen Medien kaum berichtet wurde.
Die Krim wurde damals autoritär durch Präsidialdekrete aus Kiew regiert. Diese Situation veranlasste das Krim-Parlament im Oktober 1995 zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung, mit der die Autonome Republik Krim wiedererrichtet wurde. Diese neue Verfassung wurde vom Krim-Parlament am 21. Oktober 1998 ratifiziert und vom ukrainischen Parlament am 23. Dezember 1998 bestätigt. Diese Ereignisse und die Bedenken der russischsprachigen Minderheit führten am 31. Mai 1997 zum Abschluss eines Freundschaftsvertrags zwischen der Ukraine und Russland. In diesem Vertrag nahm die Ukraine den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen auf und garantierte im Gegenzug – und das ist sehr wichtig – “den Schutz der ethnischen, kulturellen, sprachlichen und religiösen Eigenart der nationalen Minderheiten auf ihrem Gebiet”.
Am 23. Februar 2014 gingen die neuen Behörden in Kiew nicht nur aus einem Staatsstreich hervor, der definitiv keine verfassungsrechtliche Grundlage hatte und nicht gewählt wurde, sondern sie hielten sich auch nicht mehr an diese Garantie des Vertrags von 1997, indem sie das Kivalov-Kolesnichenko-Gesetz von 2012 über die Amtssprachen aufhoben. Die Krimbewohner gingen daher auf die Straße, um die “Rückkehr” nach Russland zu fordern, die sie 30 Jahre zuvor erhalten hatten.
Am 4. März fragte ein Journalist Wladimir Putin während seiner Pressekonferenz zur Lage in der Ukraine: “Wie sehen Sie die Zukunft der Krim? Ziehen Sie die Möglichkeit in Betracht, dass sie sich Russland anschließt”, antwortete er:
Nein, das ziehen wir nicht in Betracht. Generell glaube ich, dass nur die Bewohner eines Landes, die frei und sicher entscheiden können, über ihre Zukunft bestimmen können und sollten. Wenn dieses Recht den Albanern im Kosovo zugestanden wurde, wenn dies in vielen Teilen der Welt möglich ist, dann schließt niemand das Recht der Völker auf Selbstbestimmung aus, das meines Wissens in mehreren UN-Dokumenten verankert ist. Wir werden eine solche Entscheidung jedoch in keiner Weise provozieren und solche Gefühle nicht schüren.
Am 6. März beschloss das Krim-Parlament, ein Referendum abzuhalten, in dem über den Verbleib in der Ukraine oder den Anschluss an Moskau abgestimmt werden sollte. Nach dieser Abstimmung baten die Behörden der Krim Moskau um einen Anschluss an Russland.
Mit diesem Referendum hatte die Krim lediglich den Status wiedererlangt, den sie kurz vor der Unabhängigkeit von der Ukraine rechtlich erworben hatte. Dies erklärt, warum die Krim wie schon im Januar 1991 erneut den Anschluss an Moskau beantragte.
Außerdem wurde das Abkommen über den Status der Streitkräfte (SOFA) zwischen der Ukraine und Russland über die Stationierung von Truppen auf der Krim und in Sewastopol im Jahr 2010 erneuert und soll bis 2042 laufen. Russland hatte also keinen besonderen Grund, dieses Gebiet zu beanspruchen. Die Bevölkerung der Krim, die sich zu Recht von der Regierung in Kiew verraten fühlte, nutzte die Gelegenheit, um ihre Rechte geltend zu machen.
Am 19. Februar 2022 machte Anka Feldhusen, die deutsche Botschafterin in Kiew, einen Strich durch die Rechnung, indem sie im Fernsehsender Ukraine 24 erklärte, das Budapester Memorandum sei rechtlich nicht bindend. Dies ist übrigens auch die amerikanische Position, wie aus der Erklärung auf der Website der amerikanischen Botschaft in Minsk hervorgeht.
Das gesamte westliche Narrativ über die “Annexion” der Krim basiert auf einer Umschreibung der Geschichte und der Verschleierung des Referendums von 1991, das es tatsächlich gab und das vollkommen gültig war. Das Budapester Memorandum von 1994 wird seit Februar 2022 ausgiebig zitiert, aber das westliche Narrativ ignoriert einfach den Freundschaftsvertrag von 1997, der der Grund für die Unzufriedenheit der russischsprachigen ukrainischen Bürger ist.
Ist die ukrainische Regierung rechtmäßig?
Die Russen betrachten den Regimewechsel von 2014 nach wie vor als illegitim, da er nicht im Rahmen eines verfassungsmäßigen Verfahrens und ohne die Unterstützung eines großen Teils der ukrainischen Bevölkerung vollzogen wurde.
Die Maidan-Revolution kann in mehrere Sequenzen mit unterschiedlichen Akteuren unterteilt werden. Heute versuchen diejenigen, die vom Hass auf Russland getrieben sind, diese verschiedenen Abläufe zu einem einzigen “demokratischen Impuls” zu verschmelzen: Ein Weg, die von der Ukraine und ihren neonazistischen Eiferern begangenen Verbrechen zu rechtfertigen.
Zunächst versammelte sich die Bevölkerung Kiews, enttäuscht von der Entscheidung der Regierung, die Unterzeichnung des Vertrags mit der EU zu verschieben, auf den Straßen. Ein Regimewechsel lag nicht in der Luft. Es handelte sich um einen einfachen Ausdruck der Unzufriedenheit.
Im Gegensatz zu den Behauptungen des Westens war die Ukraine damals in der Frage der Annäherung an Europa tief gespalten. Eine im November 2013 vom Kiewer Internationalen Institut für Soziologie (KIIS) durchgeführte Umfrage zeigt, dass das Land fast genau “50/50” zwischen den Befürwortern eines Abkommens mit der Europäischen Union und den Befürwortern einer Zollunion mit Russland geteilt war. Im Süden und Osten der Ukraine war die Industrie stark mit Russland verbunden, und die Arbeitnehmer befürchteten, dass ein Abkommen ohne Russland ihre Arbeitsplätze vernichten würde. Und genau das würde schließlich passieren. In der Tat war das Ziel bereits zu diesem Zeitpunkt, Russland zu isolieren.
In der Washington Post bemerkte Henry Kissinger, Ronald Reagans Nationaler Sicherheitsberater, dass die Europäische Union “dazu beigetragen hat, eine Verhandlung in eine Krise zu verwandeln”.
Was dann geschah, waren ultranationalistische und neonazistische Gruppen aus dem westlichen Teil des Landes. Es kam zu Gewaltausbrüchen, und die Regierung zog sich zurück, nachdem sie mit den Randalierern eine Vereinbarung über Neuwahlen unterzeichnet hatte. Doch das war schnell vergessen.
Es handelte sich um nichts Geringeres als einen Staatsstreich, der von den Vereinigten Staaten mit Unterstützung der Europäischen Union angeführt und ohne jegliche Rechtsgrundlage gegen eine Regierung durchgeführt wurde, deren Wahl von der OSZE als “transparent und ehrlich” und “eine beeindruckende Demonstration der Demokratie” bezeichnet worden war. Im Dezember 2014 sagte George Friedman, Präsident der amerikanischen geopolitischen Geheimdienstplattform STRATFOR, in einem Interview:
Russland bezeichnet das Ereignis, das zu Beginn dieses Jahres [im Februar 2014] stattfand, als einen von den USA organisierten Staatsstreich. Und in der Tat war es der krasseste [Putsch] in der Geschichte.
Im Gegensatz zu europäischen Beobachtern stellte der Atlantic Council, obwohl er die NATO nachdrücklich befürwortet, schnell fest, dass die Maidan-Revolution von bestimmten Oligarchen und Ultranationalisten gekapert worden war. Er stellte fest, dass die von der Ukraine versprochenen Reformen nicht durchgeführt wurden und dass die westlichen Medien an einer kritischen “Schwarz-Weiß”-Darstellung festhielten.
Ein von der BBC enthülltes Telefongespräch zwischen Victoria Nuland, der damaligen stellvertretenden Außenministerin für Europa und Eurasien, und Geoffrey Pyatt, dem US-Botschafter in Kiew, zeigt, dass die Amerikaner selbst die Mitglieder der künftigen ukrainischen Regierung auswählten, und zwar gegen die Ukrainer und Europäer. Dieses Gespräch, das durch Nulands berühmt gewordenes “F*** the EU!”
Der Staatsstreich wurde vom ukrainischen Volk weder in der Sache noch in der Form einhellig unterstützt. Er war das Werk einer Minderheit von Ultranationalisten aus der Westukraine (Galizien), die nicht das gesamte ukrainische Volk repräsentierten. Ihr erster gesetzgeberischer Akt am 23. Februar 2014 war die Aufhebung des Kivalov-Kolesnichenko-Gesetzes von 2012, das die russische Sprache als Amtssprache neben dem Ukrainischen einführte. Dies veranlasste die russischsprachige Bevölkerung im südlichen Teil des Landes zu massiven Protesten gegen die Behörden, die sie nicht gewählt hatten.
Im Juli 2019 stellte die International Crisis Group (finanziert von mehreren europäischen Ländern und der Open Society Foundation) fest:
Der Konflikt in der Ostukraine begann als eine Volksbewegung. […]
Die Proteste wurden von lokalen Bürgern organisiert, die behaupteten, die russischsprachige Mehrheit in der Region zu vertreten. Sie waren sowohl über die politischen und wirtschaftlichen Folgen der neuen Regierung in Kiew als auch über die später aufgegebenen Maßnahmen dieser Regierung zur Verhinderung des offiziellen Gebrauchs der russischen Sprache im ganzen Land besorgt [“Rebels without a Cause: Russia’s Proxies in Eastern Ukraine”, International Crisis Group, Europe Report N° 254, 16 juillet 2019, S. 2].
Die Bemühungen des Westens, diesen rechtsextremen Putsch in Kiew zu legitimieren, führten dazu, die Opposition im Süden des Landes zu verstecken. Um diese Revolution als demokratisch darzustellen, wurde die tatsächliche “Hand des Westens” geschickt durch die imaginäre “Hand Russlands” verdeckt. Auf diese Weise wurde der Mythos einer russischen Militärintervention geschaffen. Die Behauptungen über eine russische Militärpräsenz waren definitiv falsch, ein Ereignis, das der Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) 2015 zugab, dass es keine russischen Einheiten im Donbass gab.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Ukraine durch die Art und Weise, wie sie mit der Rebellion umging, keine Legitimität erlangt hat. In den Jahren 2014-2015 führte die Ukraine, die von den NATO-Militärs schlecht beraten wurde, einen Krieg, der nur zu ihrer Niederlage führen konnte: Sie betrachtete die Bevölkerung im Donbass und auf der Krim als feindliche ausländische Kräfte und unternahm keinen Versuch, die “Herzen und Köpfe” der Autonomisten zu gewinnen. Stattdessen bestand ihre Strategie darin, die Bevölkerung noch weiter zu bestrafen. Bankdienstleistungen wurden eingestellt, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den autonomen Regionen wurden einfach gekappt, und die Krim erhielt kein Trinkwasser mehr.
Deshalb gibt es so viele zivile Opfer im Donbass, und deshalb steht die russische Bevölkerung auch heute noch mehrheitlich hinter ihrer Regierung. Die 14 000 Opfer des Konflikts werden in der Regel den “russischen Invasoren” und den so genannten “Separatisten” zugeschrieben. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind jedoch mehr als 80 % der zivilen Opfer auf ukrainischen Beschuss zurückzuführen. Wie wir sehen können, massakriert die ukrainische Regierung ihr eigenes Volk mit Hilfe, Finanzierung und Beratung durch das Militär der NATO, der Länder der Europäischen Union, die ihre Werte verteidigt.
Im Mai 2014 veranlasste die gewaltsame Unterdrückung der Proteste die Bevölkerung in einigen Gebieten der Regionen Donezk und Lugansk in der Ukraine dazu, Referenden über die Selbstbestimmung in der Volksrepublik Donezk (mit 89 % Zustimmung) und in der Volksrepublik Lugansk (mit 96 % Zustimmung) abzuhalten. Auch wenn die westlichen Medien diese Referenden immer wieder als “Unabhängigkeitsreferenden” bezeichnen, handelt es sich um Referenden über “Selbstbestimmung” oder “Autonomie” (самостоятельность). Bis Februar 2022 sprachen unsere Medien ständig von “Separatisten” und “separatistischen Republiken”. In Wirklichkeit strebten diese selbsternannten Republiken, wie im Minsker Abkommen festgehalten, keine “Unabhängigkeit” an, sondern eine “Autonomie” innerhalb der Ukraine, mit der Möglichkeit, ihre eigene Sprache und ihre eigenen Bräuche zu verwenden.
Ist die NATO ein Verteidigungsbündnis?
Der Grundgedanke der NATO besteht darin, die europäischen Bündnispartner unter den nuklearen Schutzschirm der USA zu stellen. Sie wurde als Verteidigungsbündnis konzipiert, obwohl aus kürzlich freigegebenen US-Dokumenten hervorgeht, dass die Sowjets offenbar nicht die Absicht hatten, den Westen anzugreifen.
Für die Russen ist die Frage, ob die NATO offensiv oder defensiv ist, nebensächlich. Um Putins Standpunkt zu verstehen, müssen wir zwei Dinge berücksichtigen, die von westlichen Kommentatoren gewöhnlich übersehen werden: die Erweiterung der NATO nach Osten und die schrittweise Aufgabe des normativen Rahmens für die internationale Sicherheit durch die USA.
Solange die USA keine Raketen in der Nähe ihrer Grenzen stationierten, machte sich Russland in der Tat nicht so viele Gedanken über die NATO-Erweiterung. Russland selbst erwog, einen Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen. Doch 2001 traten Probleme auf, als George W. Bush beschloss, einseitig aus dem ABM-Vertrag auszusteigen und Anti-Ballistik-Raketen (ABM) in Osteuropa zu stationieren. Der ABM-Vertrag sollte den Einsatz von Abwehrraketen einschränken, um den Abschreckungseffekt einer gegenseitigen Zerstörung aufrechtzuerhalten, indem er den Schutz von Entscheidungsgremien durch einen ballistischen Schutzschild ermöglicht (um die Verhandlungsfähigkeit zu erhalten). So wurde die Stationierung von ballistischen Abwehrraketen auf bestimmte Zonen (vor allem um Washington DC und Moskau) beschränkt und außerhalb der nationalen Territorien verboten.
Seitdem haben sich die Vereinigten Staaten schrittweise aus allen während des Kalten Krieges geschlossenen Rüstungskontrollabkommen zurückgezogen: dem ABM-Vertrag (2002), dem Vertrag über den Offenen Himmel (2018) und dem INF-Vertrag (2019) über nukleare Mittelstreckenraketen.
Im Jahr 2019 begründete Donald Trump seinen Ausstieg aus dem INF-Vertrag mit angeblichen Verstößen der russischen Seite. Doch wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI) feststellt, haben die Amerikaner nie Beweise für diese Verstöße vorgelegt. Tatsächlich versuchten die USA lediglich, aus dem Abkommen auszusteigen, um ihre AEGIS-Raketensysteme in Polen und Rumänien zu installieren. Nach Angaben der US-Regierung sind diese Systeme offiziell dazu gedacht, iranische ballistische Raketen abzufangen. Es gibt jedoch zwei Probleme, die den guten Willen der Amerikaner deutlich in Frage stellen:
Zum einen gibt es keine Hinweise darauf, dass die Iraner solche Raketen entwickeln, wie Michael Ellemann von Lockheed-Martin vor einem Ausschuss des amerikanischen Senats erklärte.
Zweitens werden für diese Systeme Mk41-Raketen verwendet, die sowohl für den Abschuss von ballistischen Raketen als auch von Atomraketen eingesetzt werden können. Der Standort Radzikowo in Polen ist 800 km von der russischen Grenze und 1.300 km von Moskau entfernt.
Die Regierungen Bush und Trump erklärten, die in Europa stationierten Systeme seien rein defensiv. Doch selbst wenn dies theoretisch richtig wäre, ist es technisch und strategisch falsch. Denn der Zweifel, der ihre Aufstellung ermöglichte, ist derselbe Zweifel, den die Russen im Falle eines Konflikts berechtigterweise haben könnten. Diese Präsenz in unmittelbarer Nähe des russischen Staatsgebiets kann tatsächlich zu einem nuklearen Konflikt führen. Denn im Falle eines Konflikts wäre es nicht möglich, die Art der in den Systemen geladenen Raketen genau zu kennen – sollten die Russen also auf Explosionen warten, bevor sie reagieren? Die Antwort ist bekannt: Da es keine Vorwarnzeit gibt, hätten die Russen praktisch keine Zeit, die Art einer abgefeuerten Rakete zu bestimmen, und wären daher gezwungen, präventiv mit einem Atomschlag zu reagieren.
Wladimir Putin sieht darin nicht nur eine Gefahr für die Sicherheit Russlands, sondern stellt auch fest, dass die Vereinigten Staaten zunehmend das Völkerrecht missachten, um eine einseitige Politik zu betreiben. Deshalb meint Wladimir Putin, dass die europäischen Länder in einen Atomkonflikt hineingezogen werden könnten, ohne es zu wollen. Dies war der Inhalt seiner Rede in München im Jahr 2007, und er kam mit demselben Argument Anfang 2022, als Emmanuel Macron im Februar nach Moskau reiste.
Finnland und Schweden in der NATO – eine gute Idee?
Die Zukunft wird zeigen, ob die Entscheidung Schwedens und Finnlands, eine NATO-Mitgliedschaft zu beantragen, eine kluge Idee war. Wahrscheinlich haben sie den Wert des nuklearen Schutzes, den die NATO bietet, überschätzt. In der Tat ist es sehr unwahrscheinlich, dass die USA ihr eigenes Land opfern werden, indem sie russischen Boden für Schweden oder Finnland angreifen. Es ist wahrscheinlicher, dass die USA, wenn sie Atomwaffen einsetzen, dies in erster Linie auf europäischem Boden und nur als letztes Mittel auf russischem Gebiet tun werden, um ihr eigenes Territorium vor einem nuklearen Gegenschlag zu schützen.
Außerdem haben sich diese beiden Länder, die die Kriterien der Neutralität erfüllen, die sich Russland für seine direkten Nachbarn wünschen würde, bewusst in Russlands nukleares Fadenkreuz begeben. Für Russland geht die Hauptbedrohung vom mitteleuropäischen Kriegsschauplatz aus. Mit anderen Worten: Im Falle eines hypothetischen Konflikts in Europa wären die russischen Streitkräfte in erster Linie in Mitteleuropa engagiert und könnten ihre nuklearen Armeen auf dem Kriegsschauplatz einsetzen, um ihre Operationen zu “flankieren”, indem sie die nordischen Länder angreifen, ohne dass die Gefahr eines nuklearen Gegenschlags der USA bestünde.
War es unmöglich, den Warschauer Pakt zu verlassen?
Der Warschauer Pakt wurde kurz nach dem Beitritt Deutschlands zur NATO gegründet, und zwar aus genau denselben Gründen, die wir oben beschrieben haben. Seine größte militärische Aktion war der Einmarsch in die Tschechoslowakei im August 1968 (an dem alle Paktstaaten außer Albanien und Rumänien beteiligt waren). Dieses Ereignis führte dazu, dass Albanien weniger als einen Monat später aus dem Pakt austrat und Rumänien nach 1969 nicht mehr aktiv an der militärischen Führung des Warschauer Paktes teilnahm. Daher ist die Behauptung, dass es niemandem freistand, den Vertrag zu verlassen, nicht korrekt. Übersetzt mit Deepl.com
Jacques Baud ist ein weithin anerkannter geopolitischer Experte, der zahlreiche Artikel und Bücher veröffentlicht hat, darunter Poutine: Maître du jeu? Gouverner avec les fake news, und L’Affaire Navalny.
Re: [Ak_s-n_intern] Wochenbericht der Öffentlichkeitsarbeit für die 33. KW – AKW Saporischschja
Datum:
Sat, 20 Aug 2022 13:57:10 +0200
Von:
Joachim Guilliard <Joachim.Guilliard@t-online.de>
An:
AK Süd Nord Intern <ak_s-n_intern@ippnw-lists.de>
Hallo zusammen,
die Forderung einer entmilitarisierte Schutzzone um das AKW Saporischschja unter internationaler Aufsicht klingt zwar sympathisch, geht aber an den Realitäten vorbei.
Da russische Truppen sich nicht selbst beschießen, kommt der Beschuss des AKWs zweifelsohne von ukrainischer Seite. Kiew verfolgt damit – offenbar mit Rückendeckung der NATO-Verbündeten – genau den Plan, Russland durch drohende gravierende Beschädigungen und massivem internationalen Druck zum Rückzug seiner Truppen aus dem Gebiet um das AKW zu zwingen. Moskau wird – realistisch gesehen – ein solches Gebietes an der Front, direkt am Dnepr aber sicherlich nicht aufgeben, das wäre nun mal gegen jegliche militärische Logik. Die der russische Arme hat lieber – wenig beruhigend – die Luftabwehr verstärkt.
Es gibt keinerlei belastbare Hinweise dafür, dass die russische Truppen aus dem AKW-Gelände heraus Angriffe durchführen, es gäbe dafür auch keinen militärisch Grund. Die ukrainischen Angriffe darauf sind daher nicht gerechtfertigt und vermutlich Verstöße gegen Kriegsrecht.
Die Raketen und Granaten samt Raketenwerfer und Haubitzen dazu haben jedoch die NATO-Staaten geliefert, möglicherweise auch die BRD. Wir sollten daher von ihnen fordern, für die sofortige Einstellung der Angriffe zu sorgen. (s. dazu mein heutiger Kommentar in der UZ „NATO-Raketen auf AKW? – Über die Hysterie gegen Amnesty und deutsche Waffen in der Ukraine“)
Zudem sollte, wie von Moskau schon lange und nun auch von Macron gefordert, schleunigst eine IAEA-Kommission zum AKW geschickt werden – auch gegen den Willen Kiews – und möglichst dort länger bleiben.
Der einzige vernünftige Weg, die enorme Gefahren durch Kämpfe in der Nähe ukrainischer AKWs zu beseitigen, ist schleunigst zu einer Waffenruhe zu kommen. Vertreter der russischen Regionalverwaltung, die das Gebiet ums AKW Saporischschja aktuell kontrolliert, hat sich z.B. für die Aushandlung einer Feuerpause dort ausgesprochen.
Dass die EU die Vorschläge der italienischen Regierung und der Vatikan-Gruppe dazu ignoriert und Bemühungen der Türkei überlässt, ist verbrecherisch.
Beste Grüße,
Joachim
P.S.: Das neue Friedensjournal, das unter dem Motto Kulturkampf: Der „Westen“ gegen den Globalen Süden“ erschien, enthält auch einen Zusammenfassung meines Vortrags „Deutschland und EU im Wirtschaftskrieg “ in der Friedenswerkstatt „Stopp Ramstein 2022″, dessen Manuskript mittlerweile auch auf meinem Blog steht, unredigiert aber mit vielen Quellenangaben
ich glaube der „Friedensökologische Appell“ unten ging noch nicht über diesen Verteiler.
Wir stehen mit diesem Appell offensichtlich alles andere allein. Vor allem im Osten mehren sich die Stimmen aus der Mitte der Gesellschaft:
so hat z.B. die Kreishandwerkerschaft Anhalt Dessau – Roßlau eine Petition dazu gestartet, mit einer guten und ausführlichen Begründung; „Nordstream 2 statt Gasumlage„
die Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis ähnliche Forderung in einem offenen Brief an den Bundeskanzler gesandt, veröffentlicht in der „Welt“ vom 17.08.2022 und Spiegel vom 19.08.202
Die in viele massive Völkerrechtsbrüche seit dem Ende des Kalten Krieges verwickelten Nato-Staaten beantworten den Krieg Russlands gegen die Ukraine mit einem Wirtschaftskrieg aus vielen Einzelmaßnahmen wie Sanktionen, Embargos und Extrazöllen.
Ihr Bestreben, Russland zu ruinieren – so die Außenministerin Baerbock nach Kriegsausbruch führt zu sozialen Verwerfungen in Europa und weltweit, die der Bevölkerung zusetzen: Inflation, Lieferkettenunterbrechungen, beschleunigte Verbreitung von Armut, vor allem auch im globalen Süden. Die Verbreitung von Armut nimmt dramatische Form an.
Zwangsräumungen, Stromabschaltungen und die Gefahr einer irreversiblen Schädigung der Binnenwirtschaft unseres Staates sowie der internationalen Handelsbeziehungen mit der Folge grassierender Massenarbeitslosigkeit – all das belastet die Bevölkerung. Die Militarisierung der Politik geht zu Lasten der Sozialpolitik, des Umweltschutzes und generell der Daseinsvorsorge. Die Reduktion von Öl- und Gaslieferungen aus Russland steigert unsere Abhängigkeit von kriegführenden und Menschenrechte verletzenden Staaten, am Golf und vor allem von den USA. Die gesteigerte Abhängigkeit vom US-Flüssiggas führt zu immer weiteren globalen Umwelt- und Kostenbelastungen, Katastrophen und Krisen.
Sollte Nord Stream 1 versiegen, ist das von der US-Administration bekämpfte Nord Stream 2 betriebsbereit, durch das später auch grüner Wasserstoff fließen kann.
Die Lieferung von immer mehr und schweren Waffen in die Ukraine kostet noch mehr Menschenleben und steigert dasRisiko, das von den 15 Atomreaktoren in der Ukraine ausgeht: Ihre Sicherheit hängt von einer zuverlässig ununterbrochenen Kühlung – also von einer sicheren Versorgung mit Wasser ab. Dafür bedarf es eines stabilen Stromnetzes. Grundsätzlich sind Kriege abzulehnen, erst recht dort wo AKWs stehen. In der Ukraine steht Europas leistungsstärkstes AKW, seine Havarie wäre für ganz Europa verheerend. Die gegenwärtigen Kriege bergen neben dem Leid, das sie verursachen, das Potential in sich, in einem nuklearen Inferno zu münden. Der einzige zu verantwortende Ausweg aus dieser Gefahrenlage ist der der Diplomatie.
Wir fordern
das Ende des Wirtschaftskrieges, der Hochrüstung und des Zustroms von immer mehr Waffen in Kriegsgebiete;
den Aufbau der vom Vertrag zur Deutschen Einheit und von der Charta von Paris geforderten zukunftsfähigen Friedensordnung, die die Sicherheits-interessen eines jeden, also auch die Russlands und der Ukraine gleichermaßen respektiert, die weltweit mit den gleichen menschenrechtlichen Standards soziale und ökologische Nachhaltigkeit fördert.
DIE ZUKUNFT DER MENSCHHEIT KANN ES NUR IN FRIEDEN GEBEN.
ErstunterzeichnerInnen:
Prof. Dr. Georg Auernheimer, Gunhild Berdal, Eva Böller, Inge Höger, Christiane Reymann, Ulla Jelpke, Anne Rieger, Hartmut Drewes, Wolfgang Gehrcke, Lühr Henken, Jürgen Karbe, Joachim Guilliard, Jutta Kausch-Henken, Prof. Dr. Karin Kulow, Stefan Kytzia Dr. Ulrich Kypke, Ekkehard Lentz, Pascal Luig, Lore und Bernd Meimberg, Dr. Christof Ostheimer, Karl-Heinz Peil, Werner Rügemer, Prof. Dr. Werner Ruf, Jochen Scholz, Bernhard Trautvetter
Antrag
an den DGB Kreisverband Weimar/Weimarer Land am 20.08.22
Vereinshaus „Zur Linde“, Weimar-Ehringsdorf, Weimarer Str.1
Der DGB Kreisverband Weimar/Weimarer Land steht hinter der Forderung
vom DGB-Bundesausschuss: „Krieg sofort beenden! Waffenstillstand jetzt!“
Deshalb fordert der DGB Kreisverband Weimar/Weimarer Land vom Stadtrat Weimar und vom Kreistag Weimarer Land sich zum Krieg in der Ukraine in Verantwortung für ihre Einwohnerinnen und Einwohner zu positionieren, Die volkswirtschaftlichen Kosten der bestehenden Sanktionen in Bezug auf Russland denn dabei sind auch unsere DGB-Mitglieder und ihre Familienangehörige. Wir fordern entsprechende Beschlüsse:
„Krieg sofort beenden! Waffenstillstand jetzt! Keine Sanktionen mehr!“
Begründung:
Der Präsident der Ukraine Wladimir Selenskij hat 2019 die Stichwahl mit folgenden Wahlversprechungen gewonnen: Den Krieg in der Ostukraine zu beenden und vor allem die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben, sowie die Korruption zu bekämpfen.
Im Artikel Ukraine „Korrupt wie eh und je“ (Süddeutsche Zeitung von 25. Februar 2021) steht, dass laut Umfragen nur noch jeder Fünfte der Ukrainer für Selenskij stimmen würde. Denn seine Wahlversprechen hatte er bis heute nicht umgesetzt! (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2021:
Ukraine 4.828 $, Polen 17.815 $, BRD 42.918 $! )
Außenministerin Annalena Baerbock warnte in einem Interview vor „Volksaufständen“, falls Deutschland im Winter frieren sollte, statt dafür Sorge zu tragen, dass Sanktionen, die dem eigenem Volk mehr schaden, als Russland zu beenden.(Knappe Mehrheit sieht durch Sanktionen mehr Schaden für Deutschland. WELT 14.07.2022)
Die Außenministerin Baerbock schließt aber eine Lockerung der Sanktionen aus. Damit widerspricht sie ihrem Amtseid, Schaden von deutschen Volkes abzuwenden!
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) steht hinten seinem Amtseid und fordert: „Ukraine-Krieg muss eingefroren werden“! Die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffen aus Russland ist eine Tatsache, der man ins Auge blicken muss. Nur wenn auch in den kommenden Jahren noch in ausreichender Menge Gas aus Russland fließe, werde der soziale Frieden erhalten! Denn die Unternehmensbefragung von IHK Düsseldorf vom August bis Oktober 2020 zeigt, dass ostdeutsche Unternehmen in besonderem Maße durch die Sanktionen beeinträchtigt sind. So sehen sich beispielsweise in Sachsen 60% der Unternehmen beim Export nach Russland behindert.(Die volkswirtschaftlichen Kosten der bestehenden Sanktionen in Bezug auf Russland)
Zur Zeit besteht die Gefahr eines Super-Gaus mit den Angriffen auf das AKW Saporischja in der Ukraine. Die Folgen vom Unglück in Tschernobyl 1986 oder Fukushima 2011 belasten die Menschen noch heute und sind uns Mahnung genug!
Der Ukraine-Krieg kann nur durch eine aktive Zivilgesellschaft gestoppt werden, welche die Politik zum Frieden zwingt.
Schon Goethe wusste: “Und gedächte jeder wie ich, so stünde die Macht auf Gegen die Macht, und wir erfreuten uns alle des Friedens“!
Initiative Diplomatie statt Krieg!
Stanislav Sedlacik
ver.di, Mitgliedsnummer 1004189385
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Mit freundlichen Grüßen
Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird durch den Rundfunkstaatsvertrag geregelt… Die Angebote müssen der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung dienen…
So sollen sie Objektivität, Unparteilichkeit, Meinungsvielfalt und Ausgewogenheit wahren und einen Beitrag zur Verwirklichung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung leisten. Um auch wirtschaftlich unabhängig zu sein, werden sie nicht aus Steuern, sondern vorrangig durch Rundfunkgebühren finanziert.
Gesendet: Mittwoch, 10. August 2022 um 08:43 Uhr Von: „Günter Rexilius“ <guenter.rexilius@t-online.de> An: „helmut_kaess@web.de“ <helmut_kaess@web.de> Betreff: Re: IPPNW Regio MG_VIE FFT
Lieber Helmut,
da Du immer interessiert bist, schicke ich Dir folgenden Vorgang:
In NRW veranstaltet die dfg-vk alljährlich eine FriedensFahrradTour, in diesem Jahr machten sie Station in Mönchengladbach, ich hatte ihren Aufenthalt hier organisiert und mich gefreut, dass sie herkommmen. Am 1. August weilten sie auf dem Rheydter Marktplatz und führten u.a. ein kleines Theaterstück auf, erstmals, wie Joachim, ihr Sprecher, erzählte.
Als Reaktion eines Mitgliedes unserer IPPNW-Regionalgruppe gab es die folgende Mail, die ich, obwohl im Urlaub in Polen, nicht unbeantwortet lassen konnte. Nach Herberts Mail meine Antwort, hier der Link zum Video:
Die Kritik an dem Theaterstück: Der Ansatz zu dieser szenischen Darstaellung ist löblich und von gutem Willen getragen. Aber auch Agitprop muß faktenbasiert sein und daraus die Ziele des Handelns entwickeln. Am ukrainischen Volk zerren nicht Putin und Selenski von zwei Seiten, sondern Putin hat die Ukraine angegriffen, was Selenski einschließt. Putin entführt wehrlose UkrainerInnen nach Russland und versucht, den ukrainischen Staat Russland einzuverleiben. An der anderen Seite zerren an der Ukraine die USA mit ihrem Instrument, der NATO, und ihren Vasallen in der EU. Selenski und das ukrainische Volk werden für einen Stellvertreterkrieg der USA mit Russsland missbraucht. Das Theaterstück ist irreführend durch eine unzulässige Simplifizierung.
Schöne Grüße
Hallo Herbert,
aus dem Urlaub in Polen, ich wollte mich mal drei Woche nicht mit Politik befassen, aber die Kombination aus Deiner Mail und den Erfahrungen hier mit einem aggressiven Antikommunismus – den es seit Jahrzehnten gibt – und dem Vergessen der Gräuel, die Wehrmacht und SS hier angerichtet haben, beschäftigen mich. Ich will nur auf Deine Mail eingehen.
Ich stimme Dir zu, faktenbasiert ist nötig, wobei Agitprop künstlerische Freiheiten genießt, wie jede künstlerische Darstellung, insofern hast Du nur teilweise recht, die – oft kämpferische, manchmal utopische – Übertreibung ist ein typisches Merkmal. Das nur am Rande.
Meine Frage lautet: Meinst Du, es sei ok, wenn es um Fakten geht, einige herauszugreifen und auf ihrer Grundlage ein ziemlich abwertendes und, wie ich meine, verkürztes Urteil zu fällen? Ich zähle nur einige Fakten auf, die zu denen, die Du herausgreifst, m.E. ergänzt werden müssten, nicht unbedingt in zwingender chronologischer oder systematischer Reihenfolge:
dass nach dem Ende der Sowjetunion der Warschauer Pakt aufgelöst wurde, die Nato aber bestehen blieb, schon damals eine Fortsetzung des Kalten Krieges mit klarem Bedrohungspotenzial gegen Russland,
dass die Nato seit ihrem Bestehen, vor allem in den letzten Jahrzehnten, zu einem ausführenden Organ der USA-Politik wurde mit dem Ziel, deren Interessen weltweit durchzusetzen,
dass die etwa vierzig Kriege, die die USA seit Ende des 2. Weltkriegs geführt haben, durchweg gegen Staaten gerichtet waren, die sich diesen Interessen nicht beugen wollten (s.USA Bombing list),
dass Russland seit Jahrhunderten als Riesenreich mit schier unerschöpflichen Bodenschätzen und Absatzmärkten die Begierde der Reiche und Staaten im Westen geweckt hatten, mit den bekannten Ergebnissen,
dass Russland im 2. Weltkrieg 27 Millionen Menschen verloren hat, deren Kinder und Kindeskinder dieses Trauma noch in sich tragen und wissen, dass dem Westen nicht einen Zentimeter über den Weg zu trauen ist,
dass die Tatsache, dass in den letzten Jahren die Jahrestage der Befreiung vom Faschismus von westlichen PolitikerInnen russlandfrei begangen worden sind (nicht Fakt, sondern Hermeneutik: was probates Vergessen signalisiert, das wiederum für jahrhundertelang immer wieder Überfallene die Drohung des nächsten Versuchs gen Osten birgt),
dass Putin 2003 – nicht zuletzt auf diesem historischen und aktuellen Hintergrund – vor dem Bundestag eine eindringliche Rede gehalten hat, in der er darum warb, gemeinsam mit Deutschland eine gemeinsames friedliches Europa zu bauen, die folgenlos blieb,
dass Putin 2007 vor der Münchener Sicherheitskonferenz eine weitere Rede hielt, in der er um Frieden mit dem Westen warb, nicht ohne auf die russischen Sicherheitsinteressen hinzuweisen, und für sein Ansinnen verhöhnt und verlacht wurde, von führenden europäischen Politikern,
dass im September 2021 noch einmal eine Initiative von Russland an die USA ergriffen wurde, gemeinsam für eine Deeskalation im Donbass zu sorgen, nachdem 14.000 Tote dort, die zu Lasten der ukrainischen Armee gehen, und ständige Brüche der Waffenstillstandsabkommen durch sie – in den OECD-Protokollen nachzulesen – faktisch waren,
dass Anfang Februar 2022 noch eine Initiative zur Deeskalation von Russland ausging, die Biden und Blinken (Deutung: hochmütig) zurückwiesen,
das im Zuge der Auflösung der Sowjetunion Gorbatschow von hochrangigen westlichen Politikern versprochen wurde, die Nato werde sich nicht nach Osten ausdehnen,
dass nach der Annexion der DDR Bahr und Genscher das Versprechen abgaben, dass es keine Ausdehnung der Nato in das Gebiet der ehemaligen DDR und darüber hinaus geben werde,
dass nicht nur diese Versprechen gebrochen wurden, sondern alle Verträge mit Russland, die der Friedenserhaltung, dem Gleichgewicht der militärischen Kräfte, der Abrüstung oder der Rüstungskontrolle dienten, gebrochen oder aufgekündigt haben (Deutung: mit fadenscheinigen Gründen) (s. Anlage, Ukrainekrieg_Zeittafel),
dass Russland inzwischen von der Nato eingekreist ist, kommentiert etwa von Stoltenberg, die Nato bedrohe Russland nicht (Deutung: auf Deutsch sagt man „Verarschung“ dazu),
dass Selenskij auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2021 Atomwaffen forderte und den Beitritt der Ukraine zur Nato, ohne von einem einzigen – die EU eingeschlossen – Politiker oder einer Politikerin in den Schranken gewiesen zu werden,
dass am Vorabend des Krieges Ende Februar 70.000 ukrainische Soldaten an der Grenze zum Donbass aufmarschiert waren, Schüsse fielen, und aus Kiew Kriegsdrohungen kamen,
dass Selenskij nicht zuletzt gewählt worden ist, weil er den Ausgleich mit Russland versprochen hatte, kurz nach seiner Wahl aber auf Konfrontationskurs ging, Anfang dieses Jahres ein Gesetz in Kraft getreten ist, das Russisch aus dem öffentlichen Leben weitgehend verdrängt,
dass ich vor sieben Jahren bei einer Reise nach Kiew und Odessa erlebt habe, wie auf dem Maidan in Schaukästen Bandera und andere Faschisten gefeiert wurden, der ukrainischen Opfer an vielen Orten gedacht wurde und die Blumen und Bilder, die Russen für ihre Angehörigen, die 2014 starben, jeden Tag auf’s Neue anbrachten, nachts täglich wieder zerstört wurden und wie faschistische Milizionäre mit der Maschinenpistole im Anschlag vor russischen Banken standen, um Kunden den Zugang zu verwehren.
Diese – und sicherlich andere Fakten – sind zu bedenken, wenn man faktenbasiert argumentieren will.
Abgesehen davon, dass ein Satz wie „Putin entführt wehrlose UkrainerInnen nach Russland und versucht, den ukrainischen Staat Russland einzuverleiben“ kaum faktenbasiert zu nennen ist: Fakt ist lediglich, dass UkrainerInnen die Ukraine verlassen und nach Russland gehen, und Fakt ist, dass es diesen Krieg gibt, dessen Ziel nach Meinung aller mir bekannten internationalen ExperInnen – die mit Nato, UN und Geheimdiensten beste Erfahrungen haben – nicht wirklich klar ist.
Als Pazifist sind all das keine Gründe, einen Krieg zu beginnen, sage ich mir – und dann frage ich mich, ob ich es mir nicht zu einfach mache, als Sohn eines Wehrmachtssoldaten, der in Russland war und, wenn auch indirekt, an den barbarischen Verbrechen dort beteiligt war, und ich denke an die Frage der Prüfungskommission, als ich den Wehrdienst verweigerte, ob ich denn schießen würde, wenn jemand meine Freundin mit der Waffe in der Hand vergewaltigen würde, und ich sagte: Ja, würde ich. Vielleicht machen wir es uns zu einfach mit unserer Beurteilung. Was hätten wir getan, wenn die Nato ihre Raketen an der russischen Grenze abgefeuert hätten, auf Moskau und St. Petersburg? Wie viele von uns und allen anderen Friedensbewegten haben, trotz Jugoslawienkrieg und Agenda 2010 und seit vielen Jahren virulenten Russenhass von Bütikofer, Fücks, Marie-Luise Beck, Göring-Eckardt u.a., die Grünen gewählt, wohl wissend, damit sicherlich nicht den Frieden zu wählen?
Es gäbe noch viel zu sagen, aber ich möchte noch ein wenig Urlaub machen. Aus all diesen Überlegungen aber folgt, dass ich meine, dass Dein Statement „irreführend durch eine unzulässige Simplifizierung“ ist, weniger das Theaterstück. Es darf, ich wiederhole, als künstlerische Gestaltung eines realen Konflikts, ja es muss, simplifizieren. Aber führt es auch in die Irre und simplifiziert unzulässig?
Am 20.3.2022 sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu: „Wir sehen, dass die Parteien kurz vor einer Einigung stehen.“ Als Reaktion reisten Johnson, dann Blinken, dann Nuland und auch europäische PolitikerInnen, später dann Biden selbst nach Kiew, versprachen endlose Milliardenbeträge und die Ausrüstung mit immer schwereren und den neuesten Waffen und – Deutung – zwangen Selenskij, die Verhandlungen zu beenden. Die szenische Darstellung, dass der Westen – und auf der anderen Seite Russland – an ihm zerren, trifft diesen Sachverhalt, und dass die Rüstungslobby ihre Hände im Spiel hat und Druck macht, dürfte niemand bezweifeln – ich empfehle, Naomi Kleins „Schock-Strategie“ als Lehrbuch für amerikanische und Nato– und immer mehr auch EU-Politik.
——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Betreff: Ressourcen von „The Day After“ Veranstaltung
Datum: Mon, 08 Aug 2022 18:37:38 +0000 (UTC)
von: Montréal für eine Welt jenseits des Krieges <Montreal@WorldBEYONDWar.org>
Antwort an: Montreal@WorldBEYONDWar.org
An: helmut_kaess@web.de
Lieber Helmut
zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich für die Vorführung und Diskussion von „The Day After“ angemeldet und/oder daran teilgenommen haben. Mehr als 700 Personen haben sich angemeldet, und 240 von ihnen nahmen sich die Zeit für die „Live“-Veranstaltung am Samstagnachmittag – das ist an sich schon ein hoffnungsvolles Zeichen!
Ein herzliches Dankeschön auch an unsere Referenten Vicki Elson (www.nuclearban.us) und Gordon Edwards (ZKR) für ihre ermutigenden Vorträge und praktischen Vorschläge, wie nukleare Abrüstung erreicht werden kann.
Und schließlich ein Mega-Dankeschön an David Swanson, der in seiner gewohnt liebenswürdigen Art Gastgeber war, an Melanie und Arthur von FutureWave.org productions, die zusätzliche Präsentationen für den Ban the Bomb-Monat erdacht und organisiert haben, sowie an den Regisseur Nicholas Meyer, der uns ermutigt hat, den Film zu zeigen.
Ich habe auch Links zu kommenden Veranstaltungen im Rahmen des „Ban the Bomb“-Monats (es gibt viele!) und eine „To-do“-Liste von Aktionen beigefügt, zu denen ich Sie auffordere, damit wir gemeinsam die Atomwaffen vom Angesicht der Erde verbannen können.
Anmerkung: Die Energie im virtuellen Raum nach dem Film war greifbar! Es gab viele Kommentare und Fragen während der Veranstaltung; weitere Informationen dazu finden Sie unten. An den meisten Stellen habe ich den Verfasser der Kommentare vermerkt. Ich habe nicht alle Kommentare aufgenommen, wie z. B. die vielen Dankesworte, den fantastischen Vortrag und so weiter ☺️.
Aufzeichnung der Veranstaltung
Einige von euch haben sich den Film vor der Veranstaltung angesehen, für diejenigen, die ihn noch nicht gesehen haben:
Schauen Sie sich „The Day After“ auf YouTube kostenlos an (creative commons license).
„The Day After“ ansehen
Für diejenigen unter Ihnen, die die Präsentationen und die Diskussion verpasst haben, können sie hier nachholen.
Präsentationen und Diskussion
Ban the Bomb Monat Veranstaltungen (August 2022)
9. August 2022
GLOBAL ALERT: Kanada, unterzeichnen Sie den Atomwaffenverbotsvertrag! Gedenkveranstaltung zum 77. Jahrestag des Hiroshima-Nagasaki-Tages
10. August 2022
Diskutieren Sie die Filme! Mahnende vs. visionäre Geschichten am 10. August: https://actionnetwork.org/events/discuss-the-movies-cautionary-vs-visionary-tales?source=direct_link&referrer=group-world-beyond-war
17. August 2022
Treffen Sie Jeff Daniels, den preisgekrönten Produzenten/Regisseur von „Television Event“, einem Film über einen Film!
Treffen Sie „The Day After“/Star Trek Filmregisseur Nicholas Meyer! https://actionnetwork.org/events/meet-the-day-afterstar-trek-movie-director-nicholas-meyer?source=direct_link&referrer=group-world-beyond-war
31. August 2022
Treffen Sie Susi Snyder von ICAN und Don’t Bank on the Bomb: https://actionnetwork.org/events/meet-susi-snyder-from-ican-and-dont-bank-on-the-bomb?source=direct_link&referrer=group-world-beyond-war
Kommentare aus dem Chat
iAnita:
Lasst uns einen Moment innehalten, um die Infamie dieses Tages zu würdigen. Unser Massaker von Hiroshima und Nagasaki!!!
Barb und Roy:
Reagan war Präsident, als der Krieg im Irak/Iran begann und Waffen an den Irak und den Iran (über Israel) geliefert wurden. Ich habe damals im Nahen Osten gelebt, und wir alle wussten, wer von der Gleichmacherei in diesen Ländern profitieren würde. Das ist ein Tabuthema.
Was ein Remake angeht…
Mehrere Leute schlugen vor, dass es an der Zeit wäre, ein Remake von „The Day After“ zu drehen, während andere meinten, dass wir unsere Energie besser darauf verwenden sollten, die Welt zu schaffen, die wir uns wünschen, angefangen mit der Abschaffung der Atomwaffen. Dennoch ist „The Day After“ ein großartiger Film, der es schafft, den Menschen den Atomkrieg nahe zu bringen, und wir hoffen, dass ihn noch viel mehr Menschen sehen werden… vor allem Politiker!
Bezüglich weiterer Vorführungen von „The Day After“
fragte darlenebuckingham:
Ich weiß, dass dieser Film eine tiefe Wirkung auf mich hatte, als ich ihn in meinen 30ern sah. Filmabende und das Erreichen jüngerer Menschen könnten mehr Bewusstsein schaffen. Können wir uns zum Beispiel an Netflix oder Prime wenden, um eine weltweite Vorführung dieses Films zu organisieren?
Stephanie Hiller war begeistert:
Die heutige Vorführung des Films war ein großartiger Anfang. Ich hatte ihn noch nie gesehen! Wir sollten ihn noch einmal zeigen – warum das Rad neu erfinden? Diese Version funktioniert!
Gail Hughes kommentiert:
Hallo, Leute! Ich habe diesen Film gesehen, als er zum ersten Mal herauskam, und habe ihn dann gestern Abend noch einmal gesehen. Unsere Führer müssen es auch sehen. Sie denken, sie spielen Schach oder Videospiele oder so etwas! Wenn dies die Ansichten von Ronald Reagan ändern konnte, kann es vielleicht auch die von Biden ändern.
Glen Anderson stimmte dem zu:
Dieser Film von 1983 hat Reagan umgestimmt, so dass er – anstatt zu glauben, wir könnten einen Atomkrieg gewinnen – begann, mit Gorbatschow zusammenzuarbeiten, um die Atomwaffen zu reduzieren. Jetzt müssen wir diesen Film Biden, seinen nationalen Sicherheitsberatern, dem Kongress und der breiten Öffentlichkeit zeigen. Wir müssen das atomare Wettrüsten jetzt STOPPEN.
Hinweis: salindencomp erwähnte, dass ihre örtliche Bibliothek eine DVD-Neuauflage von 2018 mit zwei Scheiben hat: eine in der Kinofassung und eine in gekürzter Fassung. Wäre diese streamingfähig? Beth Blissman antwortete: – ein Remake von 2018? könnte ein gutes Werkzeug sein – bitte schicken Sie mir eine E-Mail und wir werden sehen, ob wir es im UNHQ zeigen können.
Bob Spies:
The Day After hat nicht nur Angst erzeugt – er hat vielen „normalen“ Menschen geholfen, ein emotionales Engagement für die Beendigung der nuklearen Bedrohung zu spüren.
Bezüglich des Engagements von Jugendlichen
Einige Teilnehmer erwähnten, dass das Publikum hauptsächlich aus älteren Menschen bestand. Wie kann man die Jugend für die Friedensbewegung gewinnen? Das mag daran liegen, dass die Baby-Boomer in hoffnungsvolleren Zeiten aufgewachsen sind, während junge Menschen in eine Welt hineingeboren wurden, in der die „Weltuntergangsuhr“ kurz vor Mitternacht stand. Tony Litwinko schlug vor, dass jüngere Amerikaner diesen Film sehen sollten, so deprimierend er auch sein mag.
Sandy Greer fragte: „Wie können sich jüngere Generationen stärker engagieren, wenn ihre Sozialisation so extrem anders ist, wenn sie sich auf die digitale Technik verlassen und die Aufmerksamkeitsspanne und die Fähigkeit zum Nachdenken offensichtlich abnimmt und vieles mehr?
Glen Anderson bemerkte, dass viele junge Menschen „zutiefst besorgt – traumatisiert – über die Klimakrise sind. Die andere große existenzielle Krise sind die Atomwaffen. Viele Menschen verbinden diese beiden Themen miteinander. Wir sollten junge Menschen in der Klimabewegung ansprechen und ihnen helfen, sich der parallelen Bewegung zur Abschaffung von Atomwaffen anzuschließen.“
Verzweiflung und Selbstfürsorge
Paula Aiello sagte:
Ich habe einen 26 Jahre alten Sohn, der verzweifelt ist. Was sind die wichtigsten Botschaften der Podiumsteilnehmer, die den nächsten Generationen Hoffnung und Inspiration geben sollen?
Gillian & Frank fügten hinzu:
Danke, Paula, wir haben eine 23 Jahre alte, ängstliche Tochter.
Dies war eine Nachtrags-E-Mail von Vicki:
Mir ist eine Sache eingefallen, die ich gerne denjenigen gesagt hätte, deren Angehörige verzweifelt sind:
Wenn ihr Angst vor Atomwaffen habt, ist das keine irrationale Angst. Wenn Sie nicht gern an sie denken, kann ich das nicht verstehen.
Ich persönlich gehe mit dieser Realität um, indem ich mich mit klugen Changemakern treffe und herausfinde, was ich dagegen tun kann, und indem ich mein Bestes gebe und auch Pausen einlege. Wir haben jetzt einige Gründe zu feiern und hoffnungsvoll zu sein.
Aber während einige von uns sich damit trösten, etwas zu unternehmen, könnte das für einige Menschen, die wirklich leiden, zu viel sein. Deshalb schlage ich vor, die Maßnahmen zu ergreifen, die sich am effektivsten anfühlen (Kontaktaufnahme mit dem Gesetzgeber!), aber beschränken Sie sich auf ein Minimum an Zeit pro Tag oder Woche und gehen Sie die restliche Zeit sehr sanft mit sich um! Oder unterstützen Sie einfach andere Menschen, die sich engagieren, mit Spenden, moralischer Unterstützung usw.
Sie sind nicht verrückt oder falsch oder seltsam, weil Sie sich Sorgen machen, aber Ihre erste Priorität muss die Selbstfürsorge sein. Kümmern Sie sich um Ihr eigenes gutes Herz.
Ein Prozess:
Erkennen Sie die Gefühle an, mit denen Sie zu kämpfen haben
Wisse, dass du nicht allein bist
Allein dadurch, dass du aufmerksam bist, zeigst du, dass du dich kümmerst und etwas verändern willst.
Listen Sie Ihre Stärken auf – sind Sie belastbar, mitfühlend, geschickt, ein guter Kommunikator?
Tun Sie etwas (wenn Sie können)
Tu es in der Gemeinschaft
Die letzten beiden Zeilen sind die geheimen Zutaten von ICAN.
Anekdotische Kommentare
Ellen Thomas kommentierte,
Ich erinnere mich, dass ich den Film mit meiner 17-jährigen Tochter gesehen habe. Als es vorbei war, sagte sie: „Mama, ich wünschte, du hättest mich nicht gezwungen, das zu sehen.“ Ein Jahr später nahm ich an der Mahnwache für nukleare Abrüstung vor dem Weißen Haus teil.
Charolett Baker kommentierte,
Ende 1984 tat ich mich mit einem Mann aus Lawrence, Kalifornien, zusammen, der die gesamte Zeit der Entstehung dieses Films miterlebt hatte. Er hatte zuvor mit Sportlern aus den USA zu tun gehabt, die mit russischen Sportlern konkurriert hatten. Wir organisierten eine Reise für den Frieden, an der amerikanische Veteranen des Zweiten Weltkriegs teilnahmen, die sich mit russischen Soldaten an der Elbe in Deutschland getroffen hatten, was den Krieg in Europa effektiv beendete, als die deutschen Soldaten zu Tausenden kapitulierten. Diese Soldaten des Zweiten Weltkriegs hatten an der Elbe geschworen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um einen weiteren Weltkrieg zu verhindern. Die amerikanischen Veteranen und wir reisten am 25. April 1985 zurück an die Elbe – 40 Jahre nach dem Tag, an dem sie sich mit den russischen Soldaten getroffen hatten – und es gab eine große Versammlung amerikanischer und russischer Veteranen, die dieses Versprechen gegeben hatten. Wir reisten dann nach Russland und waren am VE-Tag im Juni auf dem Roten Platz. Auch 1995 trafen wir uns [wieder].
Charolett Baker erinnerte sich:
1984 sponserte das Center for Defense Information die Nationale Frauenkonferenz zur Verhinderung eines Atomkriegs, die im Cannon Caucus Room auf dem Capitol Hill stattfand. Joanne Woodward war die Vorsitzende und ich war die Leiterin. Es nahmen über 300 Personen teil, darunter Rosalynn Carter, Coretta Scott King, Jane Alexander, Sally Field, Kongressabgeordnete, Wissenschaftler, Physiker, Psychologen und sogar Billie Jean King. Sie hatte eine große Anhängerschaft von Frauen und Gruppen aus dem ganzen Land. Aber leider ist die Bewegung im Laufe der Jahre im Sande verlaufen. Aber ich bin ermutigt durch Sie alle, die immer noch „im Kampf“ sind.
Joy kommentiert,
Diesmal ist es noch erschütternder als damals, als ich das als Studentin im College gesehen habe. Damals gab es zwar Schilder mit dem Hinweis auf Atombunker. Die sehe ich jetzt nicht mehr.“
Andere Ideen – Verschiedenes
Einige Leute kritisierten die Äußerung des sterbenden Arztes gegenüber den Hausbesetzern auf dem Gelände seines ehemaligen Hauses. Sandy Greer wies darauf hin, dass „eine mitfühlendere Interpretation der Forderung des sterbenden Arztes darin besteht, dass er versucht, trotz seines Gefühls der Machtlosigkeit etwas auszudrücken, um zu glauben, dass er noch die Macht hat, sein Haus zu schützen.
Bezüglich des nuklearen Winters: Mehrere Leute erwähnten, dass der Film nicht auf die ganze Problematik des nuklearen Winters eingeht, in dem die Asche der Explosion die Atmosphäre für etwa zwei Jahre bedeckt und die Sonne daran hindert, durchzukommen – keine Sonne bedeutet kein Vitamin D, keine Pflanzen, keine Ernten, keine Nahrung… und ohne diese Dinge würden wir nicht lange überleben.
Suzanne Taylor kommentiert:
Was wir tun müssen, ist, die kollektive Denkweise zu ändern. Alles andere ist ein Verschieben der Stühle auf der Titanic. Aber darüber reden wir nicht einmal. Wie können wir unsere Weltanschauung dahingehend ändern, dass wir uns um den anderen genauso kümmern wie um uns selbst? Das ist eine echte Frage, die im Spiel sein sollte.
Attila Nagy fügte hinzu:
Und bedenken Sie: Die Vorherrschaft der Weißen hat die Gefahr der nuklearen Vernichtung geschaffen.
Natalya Panteleyeva merkte an, dass laut einem Bericht von John Oliver die US-Streitkräfte [heute nicht so schnell die Bomben zünden würden] wie 1983, um auf so etwas zu reagieren.
Chris kommentierte,
Ich dachte, dass der Typ, der seine Waffe reinigt, ein bisschen unfreiwilliger Humor ist. Dann wurde mir klar, dass es nicht für den Feind war, sondern für seine Freunde und Nachbarn, die seinen Unterschlupf suchen könnten.“
kommentierte Attila Nagy,
Der Irrsinn besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit der Menschheit ihren Regierungen erlaubt, diese Massenvernichtungswaffen zu entwickeln und in unserem Namen Entscheidungen zu treffen, die das Leben auf dem Planeten, der uns das Leben gab/gibt, auslöschen. Es liegt an uns, den Menschen, diesem Irrsinn ein Ende zu setzen. Die Lösung ist wahre Demokratie – eine Regierung durch und für das Volk. Dieses Symbol ☮️ wurde in den 50er Jahren für die Kampagne zur atomaren Abrüstung geschaffen. Dies ist eine gute Zeit für ernsthafte Lösungen. https://cnduk.org/campaigns/global-abolition/
Suzanne Taylor:
Wir sind Spielverderber und haben keine Stimme. Es ist die Nummer 1, eine zu bekommen. Wie wäre es mit einem Ad-hoc-Weisheitsrat? Eine Person soll den Anfang machen – eine wichtige und angesehene Persönlichkeit. Diese Person wählt einen aus, die zwei wählen den dritten aus, die drei den vierten und so weiter. Wenn sie darüber beraten würden, was sie tun würden, wenn sie die Welt regieren würden, würde jeder zuhören.
Beth Blissman hat geantwortet:
Suzanne, das klingt wie deine Idee – sie machen schon seit über einem Jahrzehnt großartige Sachen) – siehe The Elders
Andreu Ginestet hat eine Einladung für uns:
Wer von euch ist bereit, einen Beitrag zu leisten, um einen Plan für die soziale Umstellung wie diesen aufzustellen: In drei Jahren wollen wir das gesamte Militärbudget des Planeten Erde in den Händen von Friedensarbeitern rund um den Globus für 3 Jahre. Das bedeutet, dass wir 6 Jahre Arbeit planen. In den ersten 3 Jahren gewinnen wir die öffentliche Meinung für den Friedensplan auf allen Seiten. Dann führen wir den Friedensplan 3 Jahre lang aus. Das bedeutet, dass das gesamte Militärpersonal und alle Unternehmen, einschließlich der Nuklearindustrie, ihre Arbeitsplätze beibehalten, aber ihre Arbeitspläne werden durch den Friedensplan ersetzt und verändert. Wir wissen, dass dies schwierig sein wird, denn innerhalb der Gruppe der gewalttätigen Menschen werden einige bereit sein, sich auf die Seite des Friedens zu stellen. Viele werden es nicht sein. Die Herausforderung besteht darin, ein Maximum von 80 % der Menschen für den Frieden zu gewinnen. Wer ist also bereit, es zu versuchen?
Inspirierende Zitate
„Der eigentliche Zweck des Sozialismus besteht gerade darin, die räuberische Phase der menschlichen Entwicklung zu überwinden und darüber hinauszugehen. “ Einstein.
„Solange man nicht ändert, wie Geld funktioniert, ändert man nichts.“ RIP Michael C. Ruppert
Ressourcen
Gordon Edwards‘ Diashow-Präsentation (PDF)
Ausfransende Rüstungskontrollregime: https://legacy.civocracy.org/arms-control
FRIEDENSMINISTERIEN ANSTELLE VON MILITÄRBÜNDNISSEN
Von Suzanne Taylor: Ich arbeite an ein paar wilden Ideen, was wir als Volk tun können, um unsere dysfunktionale Regierung zu umschiffen. https://tinyurl.com/2bu3lxbz
Wenn der Link zu dem neuen Dokument, das ich geschrieben habe, bei Ihnen nicht funktioniert, schicken Sie mir Ihre E-Mail, dann schicke ich es Ihnen zu. Ich denke, jeder wird es interessant finden – Meine E-Mail: Suzanne@mightycompanions.org
Wie die Basis den Kampf für die Abschaffung von Atomwaffen beeinflussen kann.
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung
Nichtverbreitungsvertrag für fossile Brennstoffe.
Globale Kampagne für nukleare Abrüstung.
Hiroshima und Nagasaki, nie wieder!
Von Quanta Dawn-Light: Militärisch-industrieller Komplex 1961 Eisenhower-Rede – eine Pflichtlektüre für Friedensaktivisten
Kurze und aufrüttelnde Antikriegsrede (Twitter)
Ellen Thomas empfiehlt „Pictures from a Hiroshima Schoolyard“ auf MD Public TV. Erzählt wird die Geschichte, wie eine Sammlung überraschend fröhlicher Zeichnungen, die von Schulkindern, die 1947 inmitten der Ruinen von Hiroshima lebten, angefertigt wurden, als Dankeschön an die Kinder der All Souls Church in DC geschickt wurde. Im Jahr 2010 wurden die neu restaurierten Zeichnungen, die jahrzehntelang vergraben waren, wieder mit den Künstlern zusammengebracht und in dem Gebäude ausgestellt, in dem sie entstanden sind. Ausgestrahlt am: 08/01/21
Empfohlene Bücher
Schlafwandeln zum Armageddon, von Helen Caldicott
Das Ende der Megamaschine von Fabian Scheidler
Empfohlene Filme
Måna Wibron, Schweden empfohlen: „Atomen i mänsklighetens tjänst?“ (Das Atom im Dienste der Menschheit?) von Maj Wechselmann Passwort: Atomen12345
Die Welt ist mein Land“ – Arthur Kanegis, Regisseur, und Melanie Bennett, Produzentin.
„Television Event“ (und am 17. August 2022, treffen Sie den Regisseur, hier).
„Threads“, der 1984 von der BBC ausgestrahlt wurde. Wie „The Day After“ konzentriert sich „Threads“ auf die Auswirkungen eines Atomkriegs auf den Alltag der Menschen, wobei Sheffield, England, durch Lawrence, Kansas, USA, ersetzt wird.
To-do“-Liste für Aktivisten überall
Unterzeichnen und verbreiten Sie den Vertrag für das Verbot von Atomwaffen (TPNW).
Schließen Sie sich uns bei World BEYOND War an. Beginnen Sie mit der Unterzeichnung unseres Versprechens. (Wenn Sie darüber nachdenken, ein Chapter zu gründen, gibt es auch dafür Ressourcen).
Unterschreiben Sie und teilen Sie die Verpflichtung, sich für den Ausstieg aus Waffenunternehmen einzusetzen: https://www.divestfromwarmachine.org/pledge
(Laurel Thompson): Erstellen Sie eine öffentliche Liste von Veranstaltungen im ganzen Land und planen Sie dann, diese zu besuchen und die TPNW zu erwähnen.
US-Aktivisten
(Ellen Thomas) Lassen Sie Ihren Repräsentanten wissen, dass Sie wollen, dass er oder sie HR=2850 unterstützt – hier ist ein Online-Brief, den Sie abändern und versenden können: https://bit.ly/prop1petition
Hier ist der Text von HR-2850 – https://www.congress.gov/bill/117th-congress/house-bill/2850/text
Hier sind die derzeitigen Mitunterzeichner von HR-2850 – https://www.congress.gov/bill/117th-congress/house-bill/2850/cosponsors
(Ellen Thomas) Lassen Sie Ihre Senatoren und den Präsidenten wissen, dass Sie möchten, dass sie den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen unterzeichnen und ratifizieren: https://bit.ly/wilpfus-bantreatypetition
(Chrissy Kirchhoefer) Werden Sie ein Kriegssteuerverweigerer.
Nochmals vielen Dank an alle!
– Cymry Gomery, Koordinatorin für WBW Montreal
Montreal for a World BEYOND War (Montreal für eine Welt jenseits des Krieges) bringt Aktivisten zusammen, die glauben, dass Krieg und Gewalt unnötig und unter unserer Würde sind, da wir als Spezies nach Gleichheit, Mitgefühl, ökologischem Gleichgewicht und einem Verständnis für die Einheit aller Existenz streben. Wir organisieren und besuchen Kundgebungen, Proteste, Bildungsveranstaltungen und mehr. Bitte schließen Sie sich uns an!
Montréal pour un monde sans guerre (Montréal für eine Welt ohne Krieg) ist ein Zusammenschluss von Aktivisten und Aktivistinnen, die der Meinung sind, dass Krieg und Gewalt für eine Spezies, die nach Gleichheit, ökologischem Gleichgewicht und dem Verständnis der Einheit aller Existenzen strebt, ungerechtfertigt und empörend sind. Wir organisieren und beteiligen uns an Versammlungen, Protesten, Bildungsveranstaltungen und vielem mehr. Werden Sie Mitglied bei uns!
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——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Betreff: Resources from „The Day After“ event
Datum: Mon, 08 Aug 2022 18:37:38 +0000 (UTC)
Von: Montréal for a World BEYOND War <Montreal@WorldBEYONDWar.org>
Antwort an: Montreal@WorldBEYONDWar.org
An: helmut_kaess@web.de
Dear Helmut
First of all, thank you for registering for, and/or attending „The Day After“ screening and discussion. More than 700 people registered, and 240 of them made time for the “live“ event on a Saturday afternoon—that is a hopeful sign in and of itself!
Sincere gratitude also to our speakers, Vicki Elson (www.nuclearban.us) and Gordon Edwards (CCNR), for their encouraging presentations and practical suggestions for how to achieve nuclear disarmament.
Finally, mega-thanks to David Swanson for hosting in his usual gracious manner, to Melanie and Arthur from FutureWave.org productions for dreaming up and organizing additional presentations for Ban the Bomb month, and for co-hosting this screening, and to director Nicholas Meyer for encouraging us to show the film.
I have also included links to upcoming Ban the Bomb month events (there are many!) and a “To-do” list of actions that I invite you to take, so that together we can eliminate nuclear arms from the face of the Earth.
Note: The energy in the virtual room after the film was palpable! There were many comments and questions during the event; please see below for more info on those. I have noted the author of the comments in most places. I have not included all the comments, like the many saying thank you, fantastic talk, and so on. ☺️
Recording of the event
Some of you watched the movie before the event, for those who haven’t yet seen it:
Watch ‚The Day After‘ on YouTube for free (creative commons license).
Watch „The Day After“
For those of you who missed the presentations and discussion, you can catch them here.
Presentations and Discussion
Ban the Bomb month Events (August 2022)
August 9 2022
GLOBAL ALERT: Canada, Sign the Nuclear Ban Treaty! Hiroshima-Nagasaki Day 77th Anniversary Commemoration
August 10 2022
Discuss the movies! Cautionary vs. Visionary Tales on August 10: https://actionnetwork.org/events/discuss-the-movies-cautionary-vs-visionary-tales?source=direct_link&referrer=group-world-beyond-war
August 17 2022
Meet Jeff Daniels, the award-winning producer/director of „Television Event“, a movie about a movie!
Meet „The Day After“/Star Trek Movie Director Nicholas Meyer! https://actionnetwork.org/events/meet-the-day-afterstar-trek-movie-director-nicholas-meyer?source=direct_link&referrer=group-world-beyond-war
August 31 2022
Meet Susi Snyder from ICAN and Don’t Bank on the Bomb: https://actionnetwork.org/events/meet-susi-snyder-from-ican-and-dont-bank-on-the-bomb?source=direct_link&referrer=group-world-beyond-war
Comments from the chat
iAnita:
Let us take a moment to acknowledge the infamy of this day. Our massacre of Hiroshima and Nagasaki!!!
Barb and Roy:
Reagan was Pres. when the war in Iraq/Iran started, sending weapons to Iraq and Iran (via Israel). I was living in the Middle East at that time and we all knew who would benefit from the leveling of these countries. It’s a taboo subject.
Regarding a remake…
Several people suggested that it might be time to do a remake of “The Day After“, while others thought that our energies would be better spent on creating the world that we want, starting with abolishing nuclear weapons. That said, “The Day After“ is a fine film that still succeeds in giving people a visceral understanding of nuclear war, and we hope that many many more people get to see it… especially politicians!
Regarding additional screenings of “The Day After”
darlenebuckingham asked:
I know this film had a profound effect on me when I watch it in my 30s. Film watch parties and reaching younger people could bring more awareness. Can we reach out to for example Netflix, Prime to organize a global showing of this movie?
Stephanie Hiller enthused:
Showing the movie today was a great start. I had never seen it!! Let’s show it again — why reinvent the wheel? This version works!
Gail Hughes commented:
Hi, Folks! I watched this when it first came out, and then watched it again last night. Our leaders need to see it, too. They think they’re playing chess or video games or something! If this could change Ronald Reagan’s views, maybe it can also change Biden’s.
Glen Anderson was in agreement:
This 1983 film turned Reagan around, so — instead of thinking we could win a nuclear war — he started working with Gorbachev to reduce nuclear weapons. Now we need to show this film to Biden, his national security advisors, Congress, and the general public. We must STOP the nuclear arms race now.
Note: salindencomp mentioned that her local library had a 2018 DVD remake with two disks: one theatrical and the other shortened. Would this be streamable? Beth Blissman replied, – a 2018 remake? might be a good tool – pls DM me and let’s see if we can get it shown at UNHQ.
Bob Spies:
The Day After didn’t just generate fear–it helped lots of „normal“ people feel an emotional commitment to ending the nuclear threat.
Regarding youth engagement
A few people mentioned that the audience was primarily senior citizens. How to engage youth in the peace movement? This may be due to the fact that Baby Boomers grew up during more hopeful times, whereas young people were born into a world in which the “Doomsday clock” was close to midnight. Tony Litwinko suggested that younger Americans need to see this movie, depressing though it may be.
Sandy Greer asked, How can younger generations become much more engaged, when their socialization is so extremely different, given the reliance upon digital tech and an apparent diminishment of attention spans and developing capacities for reflection, and more?
Glen Anderson commented that many young people are “deeply concerned — traumatized — about the climate crisis. The other huge existential crisis is nuclear weapons. Many people are linking these two issues. Let’s reach out to young people in the climate movement and help them join the parallel movement to abolish nuclear weapons.”
Despair and self care
Paula Aiello said:
I have a 26 yo son who is in despair. What are the panelists‘ key messages of hope and inspiration to give the next generations?
Gillian & Frank added:
Thanks, Paula, we have a 23 year old anxious daughter.
This was a postscript email from Vicki :
I thought of one thing I wish I’d said to those whose loved ones are feeling despair:
If you’re afraid of nuclear weapons, that’s not an irrational fear. If you don’t like to think about them, I don’t blame you.
The way I personally deal with this reality is getting together with smart changemakers and finding out what I can do about it, and doing my best, and taking breaks too. We have some reasons to celebrate right now, and to be hopeful.
But while some of us take comfort in taking action, it might be too much for some people who are really suffering. So I’d suggest, take whatever action feels most effective (contacting legislators!) but limit it to a minimal set time per day or week, and be super gentle with yourself the rest of the time! Or just support other people who are doing the work with donations, moral support, etc.
You’re not crazy or wrong or weird for worrying, but your first priority has to be self-care. Take care of your own good heart.
A process:
Acknowledge the feelings you’re struggling with
Know that you’re not alone
Just by paying attention, you’re showing that you care and you want to make a difference
List your strengths – are you resilient, compassionate, skillful, a good communicator?
Do stuff (if you can)
Do it in community
The last two lines are ICAN’s secret ingredients.
Anecdotal comments
Ellen Thomas commented,
“I remember watching this with my 17 year old daughter. When it was over, she said, „Mom, I wish you hadn’t made me watch that.“ A year later I joined the vigil for nuclear disarmament outside the White House.“
Charolett Baker commented,
“In late 1984 I teamed up with a man from Lawrence, KS who had been there through all of this film’s making. He had previously been involved with sports figures here in U.S. who had competed with Russian athletes. We organized a Journey for Peace that involved American WWII veterans who had met up with Russian soldier at the Elbe River in Germany, which effectively ended the war in Europe when German soldiers surrendered by the thousands. Those WWII soldiers had sworn a pledge on the Elbe River that they would do all they could to prevent another world war. The American veterans and we traveled back to the Elbe River on April 25, 1985–40 years to the day they had met up with the Russian soldiers–and there was a huge gathering of the American and Russian vets had made that pledge. We then travelled to Russia and were at Red Square on VE Day in June. We met up [again] in 1995, too.“
Charolett Baker remembered:
In 1984 the Center for Defense Information sponsored the National Women’s Conference to Prevent Nuclear War, held in the Cannon Caucus Room on Capitol Hill. Joanne Woodward was the chairwoman and I was its director. It involved over 300 people with Rosalynn Carter, Coretta Scott King, Jane Alexander, Sally Field, Congresswomen, scientists, physicists, psychologists, even Billie Jean King. It had a great following of women and groups from all over the country. But, alas, the movement all fizzled out over the years. But I am encouraged by all of you who are still „in the fight.“
Joy commented,
“It’s more upsetting this time than when I watched this as a senior in college. Tho at said college there were fallout shelter signs. Don’t see those anymore.“
Other ideas – miscellaneous
Some people were critical of the dying doctor’s comment to the squatters at the site of his former home. Sandy Greer pointed out that “A more compassionate interpretation of the dying doctor’s demand is to understand him trying, despite his sense of powerless, to express something to try and believe he still had power to protect his home.“
Regarding nuclear winter : Several people mentioned that the movie didn’t get into the whole issue of nuclear winter, in which the ash from the explosion blankets the atmosphere for about two years, preventing the sun from getting through—no sun means no Vitamin D, no plants, no crops, no food… and without those things we would not last very long.
Suzanne Taylor commented:
What we need to do is change the collective mindset. Everything else is moving those Titanic deck chairs. But we’re not even talking about that. How can we change our worldview to where we care about each other as much as we care about ourselves? That’s a real question that should be in play.
Attila Nagy added:
And consider this, white supremacy and domination has created the danger of nuclear annihilation.
Natalya Panteleyeva remarked that according to a John Oliver report, the U.S. armed forces [would not be so quick to detonate the bombs today] as in 1983 in response to something like this.
Chris commented,
“I thought the guy cleaning his gun was a bit of unintentional humour. Then I realized it wasn’t for the enemy, it was for his friends and neighbours who might want his shelter.“
Attila Nagy commented,
The insanity is that the vast majority of humanity allows their governments to create these weapons of MASS DESTRUCTION and make decisions in our name to annihilate life on the planet that gave/gives us life. It’s up to us, the people to put a stop to this insanity. The solution is true democracy — government by and for the people. This symbol ☮️ originated in the 50s for the Campaign for Nuclear Disarmament. This is a good time for serious solutions. https://cnduk.org/campaigns/global-abolition/
Suzanne Taylor:
We are gadflies and don’t have a voice. It’s #1 to get one. How about an ad hoc Wisdom Council? Get one person to start — a major well-respected figure. That person picks one, the two pick the third, the three pick the fourth and so on. If they deliberated on what they do if they ran the world, everyone would listen.
Beth Blissman replied:
Suzanne, this sounds like your idea – they’ve been doing great stuff for over a decade) – see The Elders
Andreu Ginestet has an invitation for us:
Who of you is willing to contribute to set a plan of social conversion like this: Three years from now we want the entire Military Budget of planet earth in the Hands of Peace Workers around the globe for 3 years. This implies we plan 6 years work. In the first 3 years we gain public opinion for the Peace plan on all sides. Then we execute the Peace plan during 3 years. This implies that all Military personnel and companies, including nuclear, remain in Jobs, but their working plans are switched and changed by Peace plans. We know this is going to be tough, because within the Group of violence addicted People, some may willing to walk on the side of Peace. Many will not. The challenge is managing to win a maximum of People 80% over. So, who is willing to give it a try?
Inspirational quotes
“The real purpose of socialism is precisely to overcome and advance beyond the predatory phase of human development. “ Einstein.
„Until you change how money works, you change nothing.“ RIP Michael C. Ruppert
Resources
Gordon Edwards‘ slideshow presentation (PDF)
Fraying arms control regimes: https://legacy.civocracy.org/arms-control
PEACE MINISTRIES INSTEAD OF MILITARY ALLIANCES
From Suzanne Taylor: I’m working some wild ideas to deal with what we the people can do to do an end-run around our dysfunctional government. https://tinyurl.com/2bu3lxbz
If the link to the new document I’ve written doesn’t work for you, send me your email I’ll send it to you. I think everyone will find it interesting –My email: Suzanne@mightycompanions.org
How the grassroots can impact the struggle to abolish nuclear weapons.
UN Sustainable Development Goals
Fossil fuel non-proliferation treaty.
Global campaign for nuclear disarmament.
Hiroshima and Nagasaki, never again!
From Quanta Dawn-Light: Military Industrial Complex 1961 Eisenhower speech – a must study for peace workers
Brief and rousing anti-war speech (Twitter)
Ellen Thomas recommends „Pictures from a Hiroshima Schoolyard“ on MD Public TV. Tells the story of how a collection of surprisingly joyful drawings created by school children living among the ruins of Hiroshima in 1947 were sent to the children of the All Souls Church in DC as a gift of thanks. In 2010, the newly restored drawings, buried for decades, were reunited with the artists and exhibited in the building where they were created. Aired: 08/01/21
Recommended books
Sleepwalking to Armageddon, by Helen Caldicott
The End of the Megamachine by Fabian Scheidler
Recommended films
Måna Wibron, Sweden recommended: ”Atomen i mänsklighetens tjänst?” (The Atom in the Service of Humanity?) by Maj Wechselmann Password: Atomen12345
“The World is My Country“ – Arthur Kanegis Director, and Melanie Bennett, Producer.
„Television Event“ (and on Aug. 17 2022, meet the director, here).
„Threads“, which aired on the BBC in 1984. Like The Day After, Threads focuses on the effects of nuclear war on everyday people, substituting Sheffield England for Lawrence, Kansas USA.
‚To-do‘ list for activists everywhere
Sign and share the Treaty for the prohibition of nuclear weapons (TPNW).
Join us at World BEYOND War. Start by signing our pledge. (Thinking about starting a chapter? There are resources for that too.)
Sign and share the pledge to work for divestment from weapons companies: https://www.divestfromwarmachine.org/pledge
(Laurel Thompson): Create a public list of events across the country and then plan to attend them and bring up the TPNW.
US activists
(Ellen Thomas) Let your representative know you want him or her to cosponsor HR=2850 – here’s an online letter you can modify and send: https://bit.ly/prop1petition
Here’s the text of HR-2850 – https://www.congress.gov/bill/117th-congress/house-bill/2850/text
Here are the current cosponsors of HR-2850 – https://www.congress.gov/bill/117th-congress/house-bill/2850/cosponsors
(Ellen Thomas) Let your Senators & President know that you want them to sign and ratify the Treaty on the Prohibition on Nuclear Weapons at https://bit.ly/wilpfus-bantreatypetition
(Chrissy Kirchhoefer) Become a war tax resister.
Thanks again, everyone!
– Cymry Gomery, Coordinator for WBW Montreal
Montreal for a World BEYOND War brings together activists who believe that war and violence are unnecessary and beneath us as a species that aspires to achieve equality, compassion, ecological balance and an understanding of the oneness of all existence. We organize and attend rallies, protests, educational events and more. Please join us!
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Zu den momentanen Krisen:Wir Deutschen könnten vielleicht die Klimakatastrophe überleben, auch die soziale Krise, aber nicht einen Atomkrieg. Deshalb hat Aufklärung über den Atomkrieg absolute Prioriät. Bedenkt, dass die Doomsdayclock schon vor dem russischen Einmarsch auf 100 Sekunden vor Mitternacht stand, dem niedrigsten Wert „ever“.
1. Die Friedenskrise spitzt sich zu. Nach einer aktuellen Umfrage von web.de sind doppelt so viele Deutsche für statt gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Ihnen ist nicht klar, dass sie mit der Entscheidung, sich auf diese Weise an dem Krieg zu beteiligen, das Leben ihrer Kinder und aller Menschen in Gefahr bringen. wie dem Manifest von Russell und Einstein zu entnehmen ist. Der Westen hat schwerwiegende Mitschuld an dem Krieg: Dazu gibt es genügend Beiträge, z. B. von Günter Rexilius („Was an Fakten von der „anderen Seite“ fast immer weggelassen wird„, von John J. Mearsheimer („Wie ich bereits betont habe, glauben Putin und seine Leutnants, dass der Beitritt der Ukraine zum Westen eine existenzielle Bedrohung für Russland darstellt, die beseitigt werden muss. … Hier ist ein perverses Paradoxon im Spiel: Je erfolgreicher die USA und ihre Verbündeten bei der Durchsetzung ihrer Ziele sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu einem Atomkrieg kommt … Die Geschichte wird die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten für ihre bemerkenswert törichte Politik gegenüber der Ukraine hart bestrafen.„), von Michael Lüders, Antje Vollmer, Juli Zeh und vielen Anderen, siehe Belege über die Natur des Ukrainekriegs. Wir brauchen Runde Tische der Engagierten mit den Mächtigen und viel Druck von unten, von der Bevölkerung! Im TV lief jetzt wieder der Film über einen Atomkrieg von 1983 The Day After. Ronald Reagan hatte dieser Film vermutlich von einem heißen Krieger zu einem friedensbereiten Menschen gemacht, der auf Gorbatschow einging.
Was wir tun könnten:
Mahnwachen gegen die Zensur vor den Medienhäusern (www.leuchtturmard.de) Wesentliche Mitschuld an der desolaten Lage haben unsre Medien. Dazu gibt es akut einen wichtigen Versuch einer Institution, die sich Leuchtturm nennt, um das Defizit unserer Medien in Ordnung zu bringen: Es werden gute Kontrollen des öffentlich rechtlichen Rundfunks mit seinem Haushalt von 9 Mrd Euro gefordert.
Leserbriefe
Aktivierung unserer Mitmenschen
2. Die Klimakatastrophe schreitet unerbittlich voran. Sie wurde seit vielen Jahrzehnten vorausgesagt. Wie alle neun planetaren Grenzen ist sie nur so in den Griff zu bekommen, dass international mächtige Institutionen dafür sorgen, dass genug erwirtschaftet wird, dass aber die Grenzen unserer Erde auf die Dauer nicht überschritten werden (Doughnut-Ökonomie). Ich lese soeben das Buch von Eckhart von Hirschhausen, wo es auch schwerpunktmäßig um die Klimakrise geht: „Mensch, Erde, wir könnten es so schön haben!“ (hier könnt ihr ins Buch gucken). Er hat ja so recht. Die Politik versagt, die Leute protestieren zu wenig und die Protestierenden werden medial nicht ausreichend dargestellt. Wir brauchen ein breite Diskussion, wodurch ein zukunftsfähiges Bewusstsein der Gefährdungen entstehen könnte und fast alles gesagt werden darf, um noch die Kurve zu kriegen. Denn das ist die Voraussetzung für die volle Entfaltung des menschlichen Problemlösungsvermögens.
3. Zur sozialen Krise: Die „Kriegskredite“, die 100 Mrd., und die grundsätzliche Erhöhung der Militärausgaben lassen die Aussichten für die Sozialpolitik Deutschlands und der EU, aber auch für die ganze Welt düster erscheinen. Siehe oben. Der Hunger nahm schon wegen Corona zu und die Hungertoten werden, wie viele die Lage einschätzen, rasant zunehmen.
All dies betrachte ich als das Produkt von imperialen Kämpfen der USA und des Westens gegen China und Russland und die Bricsstaaten und das Produkt auch von „Sicherheitslogik“ statt Friedenslogik. Wir müssen die menschliche Familie durch schwere Krisen steuern und dabei die Lehren des Manifests von Russell und Einstein beachten: Kein Krieg mehr, auch nicht zur Verteidigung. Statt dessen endlich Aufbau einer Zivilen Verteidigung, die viel weniger Tote kosten würde, und notfalls Guerillakämpfe. Wie Afghanistan gezeigt hat, kann auch die größte Miltärmacht der Welt, die Nato, mit weiteren, insgesamt 41 „Willigen“, auf die Dauer ein Land nicht besetzen.
= The war against Ukraine threatens to escalate into a world conflagration.
= The climate catastrophe is not being fought sufficiently.
= A huge social crisis, which is already causing hunger and conflicts in many countries, is also facing us.
About this the 7th Newsletter: We must resist. https://wp.me/paI27O-434
About the current crises: We Germans, but also a good part of humanity could perhaps survive the climate catastrophe, also the social crisis, but not a nuclear war. Therefore, education about nuclear war has absolute priority. Consider that the Doomsdayclock already stood before the Russian invasion on 100 seconds before midnight, the lowest value „ever“.
1. the peace crisis comes to a climax. According to a recent inquiry by web.de, twice as many Germans are for rather than against arms deliveries to Ukraine. They do not realize that by deciding to participate in the war in this way, they are putting the lives of their children and everyone else at risk. as can be seen from the manifesto of Russell und Einstein. The West has serious complicity in the war: there are enough contributions on this, e.g. by Günter Rexilius („What facts are almost always left out by the „other side““, by John J. Mearsheimer („As I have already pointed out, Putin and his lieutenants believe that Ukraine’s entry into the West poses an existential threat to Russia that must be eliminated. … There is a perverse paradox at play here: the more successful the United States and its allies are in achieving their goals, the more likely it is that nuclear war will occur … History will punish the United States and its allies severely for their remarkably foolish policy toward Ukraine.“), by Michael Lüders, Antje Vollmer, Juli Zeh and many others, see Evidence on the Nature of the Ukraine War. We need round tables of the engaged with the powerful and much pressure from below, from the population! In the TV ran now again the film about a nuclear war of 1983 The Day After. Ronald Reagan had presumably turned this film from a hot warrior into a man ready for peace, who responded to Gorbachev.
What we could do:
Here is a German initiative: Vigils against censorship in front of the media houses (www.leuchtturmard.de) Our media are substantially to blame for the desolate situation. In addition there is acutely an important attempt of an institution, which calls itself lighthouse, in order to bring the deficit of our media in order: It calls for good controls on the public broadcaster with its budget of 9 billion euros.
Letters to the editor
Activation of our fellow men
2 The climate catastrophe is advancing relentlessly. It has been predicted for many decades. Like all nine planetary boundaries, it can only be brought under control in such a way that internationally powerful institutions ensure that enough is generated, but that the boundaries of our earth are not exceeded in the long run (doughnut economy). I am currently reading the book by Eckhart von Hirschhausen, which also focuses on the climate crisis: „Man, Earth, we could have it so nice!“ (you can have a look at the book here, unluckily in German). He is so right. Politics is failing, people are protesting too little, and the protesters are not sufficiently represented in the media. We need a broad discussion, whereby a sustainable awareness of the dangers could arise and almost everything may be said to still get things turned around. For this is the prerequisite, as I have heard, for the full development of the human problem-solving capacity.
3. on the social crisis: the „war credits“, the 100 billion, and the fundamental increase in military spending make the prospects for the social policy of Germany and the EU, but also for the whole world, appear bleak. See above. Hunger already increased because of Corona, and starvation deaths will increase rapidly, as many judge the situation.
All this I see as the product of imperial struggles of the US and the West against China and Russia and the Brics states and the the product also of „security logic“ instead of peace logic. We need to steer the human family through severe crises, keeping in mind the lessons of Russell and Einsteins manifesto: No more war, even for defense. Instead, finally build up a Civil Defense, which would cost much less casualties, and if necessary guerrilla warfare. As Afghanistan has shown, even the largest military power in the world, NATO, with a total of 41 „willing“ members, cannot occupy a country in the long run.
Concernant les crises actuelles : Nous, Allemands, mais aussi une bonne partie de l’humanité, pourrions peut-être survivre à la catastrophe climatique, à la crise sociale, mais pas à une guerre nucléaire. C’est pourquoi l’information sur la guerre nucléaire est une priorité absolue. Pensez qu’avant l’invasion russe, „doomsday clock“, l’horloge de l’apocalypse était déjà à 100 secondes de minuit, la valeur la plus basse „ever“.
1. la crise de la paix s’aggrave. Selon un récent sondage de web.de, deux fois plus d’Allemands sont pour plutôt que contre les livraisons d’armes à l’Ukraine. Ils ne se rendent pas compte qu’en décidant de participer à la guerre de cette manière, ils mettent en danger la vie de leurs enfants et de tous les êtres humains. comme on peut le lire dans le manifeste de Russell et Einstein. L’Occident a une lourde part de responsabilité dans la guerre : il existe suffisamment de contributions à ce sujet, par exemple de Günter Rexilius („Ce que l'“autre côté“ omet presque toujours de dire en termes de faits“), de John J. Mearsheimer („Comme je l’ai déjà souligné, Poutine et ses lieutenants pensent que l’adhésion de l’Ukraine à l’Occident constitue une menace existentielle pour la Russie qui doit être éliminée. … Un paradoxe pervers est ici en jeu : plus les Etats-Unis et leurs alliés réussissent à atteindre leurs objectifs, plus il est probable qu’une guerre nucléaire se produise … L’histoire punira sévèrement les États-Unis et leurs alliés pour leur politique remarquablement insensée à l’égard de l’Ukraine“), de Michael Lüders, Antje Vollmer, Juli Zeh et bien d’autres, voir les preuves sur la nature de la guerre en Ukraine. Nous avons besoin de tables rondes de personnes engagées avec les puissants et de beaucoup de pression de la base, de la population ! La télévision a de nouveau diffusé le film de 1983 sur la guerre nucléaire „The Day After“. Ce film avait probablement fait passer Ronald Reagan du statut de guerrier brûlant à celui d’homme prêt à la paix, qui a répondu à Gorbatchev.
Ce que nous pourrions faire :
Voici une initiative allemande: Organiser des veillées contre la censure devant les médias (www.leuchtturmard.de) Nos médias sont en grande partie responsables de la situation désastreuse dans laquelle nous nous trouvons. Une institution appelée „Phare“ tente actuellement de corriger le déficit de nos médias : On exige de bons contrôles de la radio-télévision publique, dont le budget s’élève à 9 milliards d’euros.
Lettres de lecteurs
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2) La catastrophe climatique progresse inexorablement. Elle est prédite depuis de nombreuses décennies. Comme toutes les neuf limites planétaires, elle ne peut être maîtrisée que si des institutions internationales puissantes veillent à ce que l’on produise suffisamment, mais que les limites de notre planète ne soient pas dépassées à long terme ( Doughnut-Ökonomie). Je suis en train de lire le livre d’Eckhart von Hirschhausen, où il est aussi question principalement de la crise climatique : „Homme, Terre, nous pourrions l’avoir si belle !“ (vous pouvez consulter le livre ici, Malheureusement en allemand). Il a tellement raison. La politique ne fonctionne pas, les gens ne protestent pas assez et les protestataires ne sont pas suffisamment représentés par les médias. Nous avons besoin d’un large débat, ce qui permettrait de prendre conscience des dangers pour l’avenir et de dire presque tout ce que l’on veut, afin de pouvoir encore prendre le tournant. Car c’est la condition, comme je l’ai entendu, pour le meilleur développement de la capacité humaine à résoudre les problèmes.
3) Concernant la crise sociale : les „crédits de guerre“ en Allemagne, les 100 milliards, et l’augmentation fondamentale des dépenses militaires laissent entrevoir des perspectives sombres pour la politique sociale de l’Allemagne et de l’UE, mais aussi pour le monde entier. Voir ci-dessus. La faim a déjà augmenté à cause de Corona et les victimes de la faim vont, comme beaucoup le pensent, augmenter rapidement.
Je considère tout cela comme le produit des luttes impériales des États-Unis et de l’Occident contre la Chine et la Russie et les pays du Brics, et le produit également de la „logique de sécurité“ plutôt que de la logique de paix. Nous devons piloter la famille humaine à travers de graves crises, en tenant compte des leçons du manifeste de Russell et Einstein: Plus de guerre, même pour se défendre. Au lieu de cela, construire enfin une défense civile, qui coûterait beaucoup moins de morts, et si nécessaire des combats de guérilla. Comme l’a montré l’Afghanistan, même la plus grande puissance militaire du monde, l’OTAN, avec 41 „volontaires“ en tout, ne peut pas occuper un pays à long terme.
»Die Sanktionen des Westens sind großartig für Russland«
Über den Krieg in der Ukraine, Interessen der Finanzoligarchie und China als Hauptrivalen der USA. Ein Gespräch mit Michael Hudson
Interview: Simon Zeise
Gavriil Grigorov/TASS/IMAGO/ITAR-TASS
Schuss ins eigene Knie: Der Rubel hat durch die drastisch beschränkten Gasimporte der EU erheblich an Wert gewonnen
Michael Hudson, geboren 1939 in Chicago/USA, ist der Patensohn des russischen Revolutionärs Leo Trotzki, Ökonom und Buchautor. Er arbeitete als Finanzanalyst für verschiedene US-Großbanken an der Wall Street und ist Präsident des Instituts für langfristige Wirtschaftsentwicklung (ISLET) in New York City. Bereits 2006 und damit ein Jahr vor dem Platzen der Finanzblase warnte Hudson in einem Artikel für das Harper’s Magazine vor Spekulationsexzessen auf dem US-Immobilienmarkt. 2019 war Michael Hudson Referent auf der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin.
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Wirtschaftskrise und Krieg in der Ukraine: Es gibt auf globaler Ebene immer mehr politische Brandherde. Ihr neues Buch trägt den Titel »Schicksal der Zivilisation«. Was meinen Sie damit?
US-Präsident Biden hat gesagt, die Menschheit habe die Wahl zwischen Demokratie und Autokratie. Mit Demokratie meint er Oligarchie. Und Oligarchien werden immer von den Finanzmärkten dominiert. Für Biden geht Demokratie immer mit freien Märkten einher, definiert als staatliche Deregulierung und Neoliberalismus. Auf der einen Seite steht also das Schicksal der Zivilisation, für das die Vereinigten Staaten in der Ukraine und gegen China und Russland kämpfen, um sie in einen neoliberalen Zustand zu bringen. Wenn Biden über Autokratien spricht, meint er eine Regierung, die stark genug ist, um die Übernahme durch den Finanzsektor zu verhindern. So wie es Rosa Luxemburg vor mehr als hundert Jahren sagte, ist es eine Frage von Sozialismus oder Barbarei.
Sie nennen die USA eine Oligarchie. Wenn ich die Mainstreammedien zur Kenntnis nehmen, lese ich nur von einer Oligarchie in Russland. Was ist nun richtig?
Die USA haben in den 90ern die sogenannte Schocktherapie in Russland angewendet. Washington wollte, dass Manager öffentlicher russischer Unternehmen alles privatisieren, darunter die Energiekonzerne Gasprom und Yukos, aber auch viele andere Unternehmen sollten zu Geld gemacht werden. Und da die Schocktherapie all die Ersparnisse in Russland vernichtet hatte, waren die USA und andere Hartwährungsländer der einzige Ort, an dem sie das privatisierte Eigentum verkaufen konnten. Das System, das in Russland als Demokratie verkauft wurde, war in Wirklichkeit eine Oligarchie. Seit Präsident Wladimir Putin an der Macht ist, haben sie sich von dieser Oligarchie entfernt. Sie entwickeln sich in Richtung einer gemischten Wirtschaft.
In den Vereinigten Staaten hingegen herrscht die Finanzoligarchie. Es ist sehr ähnlich wie im alten Rom: Die Oligarchie hat in den Vereinigten Staaten damit begonnen, die Politik zu finanzieren. Wenn man in den Vereinigten Staaten für eine Wahl kandidiert, braucht man zahlungskräftige Spender. Und diese kommen hauptsächlich aus den großen Unternehmen, die mehrheitlich in der Hand von Finanzinstituten der Wall Street sind. Wenn man in den Vereinigten Staaten für ein Amt kandidiert, muss man einen Finanzier finden, und wenn sich jemand bereit erklärt, Hunderte von Millionen Dollar für einen zweijährigen Wahlkampf beizusteuern, muss man versprechen, eine Politik zu verfolgen, die die Geldgeber – in den USA nennt man sie die Geberklasse – unterstützen.
Was denken Sie über den Krieg in der Ukraine? Ist es ein imperialistischer Akt von Wladimir Putin oder trägt die NATO die Hauptverantwortung?
Der Krieg in der Ukraine begann 2014 mit einem Staatsstreich. Die Vereinigten Staaten unterstützten ihn, um eine Stellvertreterregierung zu installieren. Seit acht Jahren attackieren ukrainische Regierungstruppen die beiden russischsprachigen Provinzen Lugansk und Donezk. Im Frühjahr dieses Jahres plante Kiew dort einen einen Angriff auf Zivilisten – es wäre ein Blutbad gewesen. Russland ist nicht nur zum Schutz der russischsprachigen Bevölkerung, die angegriffen wurde, sondern auch zum Schutz vor der NATO in die Ukraine einmarschiert. Da die Atomwaffen direkt vor der Haustür Russlands standen, hatte Russland kaum eine andere Wahl.
Die Vereinigten Staaten und die EU stellen den Ukrainern Waffen zur Verfügung, damit sie kämpfen können. Das Ziel Washingtons ist es, Russland in der Ukraine militärisch zu binden. Moskau wird nicht in der Lage sein, China, den Hauptfeind der USA, militärisch zu unterstützen. Die US-Strategie zielt also darauf ab, den Krieg in der Ukraine hinauszuzögern und ihn in Russland unpopulär zu machen, damit der Rückhalt für Präsident Putin schwindet. Das würde die Chance für einen Regime-Change steigern, und ein neuer US-höriger Typ Boris Jelzin könnte installiert werden.
Aber von einer starken Opposition in Russland ist nicht viel zu sehen.
Es war die Wunschvorstellung der Vereinigten Staaten, aber offensichtlich hat es nicht geklappt. Die Russen sind in der Lage, genug militärisches Material zu ersetzen, das in der Ukraine verbraucht wird. Die ukrainische Armee wurde zurückgetrieben, wird vom Westen mit Waffen beliefert und begeht Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung. Es sieht so aus, dass sie sich aus dem Osten des Landes zurückzieht. Kiew weiß, dass Russland am Ende nicht nur Lugansk und Donezk haben wird, was die ursprüngliche Absicht war, sondern dass Moskau sich selbst schützen wird, indem es entlang der gesamten Südküste der Ukraine in Richtung Odessa vorrückt und sich vielleicht sogar mit Transnistrien verbindet. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij wollte ein Friedensabkommen unterzeichnen, damit die Ukrainer weiterhin für ihn stimmen. Aber die Vereinigten Staaten haben gesagt: Nein, ihr müsst weiterkämpfen. Und offenbar haben die USA ihm zig Millionen Dollar auf seine Offshore-Konten überwiesen, wie es durch die Panama Papers sehr gut dokumentiert wurde. Selenskij hat im Grunde genommen nur die Befehle Washingtons ausgeführt.
Militärisch und ökonomisch wäre ein langer Krieg ein Desaster. Wie schätzen Sie die Strategie Washingtons ein?
US-Präsident Biden hat angekündigt, dass der Krieg noch Jahre andauern wird. In dem Krieg geht es nicht nur um die Ukraine. Es ist ein Krieg, der China und jedes andere Land daran hindern soll, dass die Regierung die Macht über die Wirtschaft übernimmt, um ihre Gesellschaft zu entwickeln. Der Krieg in der Ukraine ist nur eine Art Eröffnungsphase für das, was die Vereinigten Staaten beabsichtigen: einen dritten Weltkrieg.
Die NATO-Mitglieder hatten versprochen, zwei Prozent ihres BIP für das Militär auszugeben. Jetzt werden sie drei oder vier Prozent ausgeben, wegen der angeblichen russischen Bedrohung. Das Ergebnis ist, dass der Euro auf die Parität zum Dollar gefallen ist. Die USA erwarten, dass der Euro um weitere 20 Prozent auf etwa 80 Cent fallen wird, damit die Kapitalflucht aus Europa und besonders aus Deutschland vorangetrieben wird. Die deutsche Industrie wird bedroht, weil sie kein russisches Gas mehr kaufen soll. Im Grunde genommen haben die Vereinigten Staaten den deutschen Politikern gesagt, sie sollen industriellen Selbstmord begehen. Und die deutschen Politiker sind Erfüllungsgehilfen der NATO. Das Ergebnis ist, dass die Heizkosten von 100 Euro pro Gaseinheit auf 220 Euro steigen. Das wird dazu führen, dass Industriebetriebe pleite gehen und Investoren damit beginnen können, sie günstig aufzukaufen.
Glauben Sie, dass Russlands Wirtschaft wegen der westlichen Sanktionen zusammenbrechen wird?
Christian-Ditsch.de
Michael Hudson als Redner auf der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin (12.1.2019)
Ganz im Gegenteil. Die Sanktionen des Westens sind großartig für Russland. Jedes Land, das von US-Sanktionen bedroht wird, ist gezwungen, sich selbst zu versorgen. Vor einer Woche hielt Präsident Putin eine Rede, in der er sagte, dass die russische Regierung den Ersatz für Importe vorantreiben wird. Anstatt deutsche Autos zu importieren, wendet sich Russland nach China, um eine eigene Automobilindustrie zu entwickeln. Russland ist nun sehr schnell dabei, die Abhängigkeit vom Westen oder bei Industriegütern durch eine eigene Produktion im Inland zu ersetzen. Das einzige, was sie nicht gleichwertig produzieren können, sind Walt-Disney-Filme und italienische Handtaschen. Das soll heißen, es werden nicht die Luxusartikel in Massen zu haben sein, die man im Moskauer GUM-Kaufhaus sieht. Aber die russische Wirtschaft wird im Grunde autark werden. Und so haben die Sanktionen nicht nur Russland dazu gebracht, wirtschaftlich unabhängig zu werden, sondern auch dem russischen Staatshaushalt durch die Verknappung von Öl und Gas Mehreinnahmen beschert. Russland ist der große Nutznießer der deutschen Energieembargopläne. Je weniger Gas Russland verkauft, desto mehr Geld verdient es. Für russische landwirtschaftliche Produkte nicht mehr mit Euro und Dollar zu bezahlen, hat die Lebensmittelpreise enorm in die Höhe getrieben, wovon wieder Russland profitiert. Der größte Nutznießer der gestiegenen Ölpreise sind allerdings die Vereinigten Staaten, weil sie den globalen Ölmarkt kontrollieren und Ölkonzerne deshalb enorme Monopolprofite erzielen. Europa und der globale Süden leiden unter den Folgen. Im Grunde ist es Washington egal, ob Russland den Krieg gewinnt, denn den USA ist es gelungen, ihre Konkurrenz in Europa, vor allem Deutschland auszuschalten.
Sie schreiben, dass die Ukraine nur ein Etappenziel und vielmehr China der größte Rivale der Vereinigten Staaten ist. Erklären Sie mir diesen Zusammenhang.
China entwickelt sich zu einem reichen Land, und die Wirtschaft wird auf die gleiche Weise aufgebaut, wie es die Vereinigten Staaten im späten 19. Jahrhundert gemacht haben: durch staatliche Subventionen, die Bereitstellung von Bildung und Gesundheit und vor allem von Geld und Kredit als öffentliches Gut. Wenn die Bank of China Kredite vergibt, um den Bau von Gebäuden oder von Hochgeschwindigkeitszügen zu finanzieren, dann geschieht dies, um Geld in die Realwirtschaft oder die Produktions- und Konsumwirtschaft zu investieren. Im Westen hingegen sind die Banken privatisiert, und Kredite werden vergeben, um bestehende Unternehmen und Immobilien zu übernehmen, die bereits vorhanden sind, nicht um die Produktionsmittel zu erweitern. Der US-Finanzkapitalismus hat das Ziel, den industriellen Kapitalismus zurückzudrängen, der darin bestand, den Aufstieg der Rentiersklasse zu verhindern. Das US-Modell sieht vor, dass es keinen staatlichen Sektor mehr gibt. Der Finanzsektor soll die Macht der Monopole organisieren.
China bietet ein anderes Modell, und es ist eigentlich das alte Modell des industriellen Kapitalismus, das sich in Richtung Sozialismus entwickelt, weil das Finanzsystem für den öffentlichen Sektor bereitsteht. Die öffentliche Infrastruktur ist ein natürliches Monopol in China. Anstatt dass eine renditesuchende Monopolklasse das Transportwesen, die Kommunikation oder die Elektrizitätsversorgung übernimmt, bietet China die Grundbedürfnisse kostenlos oder zu subventionierten Preisen an. Die Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China ist also keine zwischen zwei verschiedenen Industrienationen, sondern zwischen Wirtschaftssystemen.
Aber kommt es nicht auch in China zu Spekulationsblasen? Die größten Immobilienkonzerne des Landes sind pleite gegangen, die Zentralbank pumpt Milliarden in den Markt.
Das ist derzeit das große politische Thema in China. Die chinesische Volksbank hat Kredite an zwischengeschaltete Banken vergeben, die Geld im wesentlichen an Käufer von Wohnungen und Häusern verliehen haben. Ein Großteil davon waren Hypothekenkredite, die von Unternehmen gehalten wurden. Da die Regierung der Gläubiger ist, ist die chinesische Regierung in der Lage, die Schulden einer Reihe großer Unternehmen zu tilgen. Wenn ein US-Immobilienunternehmen seine Schulden nicht bezahlen kann, geht es in Konkurs und wird im Grunde genommen verscherbelt. Und wenn es sich um ein Industrieunternehmen handelt, wird eine Fabrik in eine Luxuswohnung oder etwas anderes verwandelt, das nichts mit Industrie zu tun hat. Aber die chinesische Regierung sagt, Unternehmen werden nicht geschlossen. Die finanziellen Profiteure kommen nicht ungeschoren davon. Die chinesische Regierung hat erkannt, dass sie sich zu sehr von den USA beraten ließ, und nun versucht sie, den Hypothekenmarkt wieder zu verstaatlichen. Es soll gelingen, ohne einen wirtschaftlichen Zusammenbruch und einen Bankrott zu verursachen. Beijing hat die Absicht, Immobilienmilliardäre zu belasten, aber nicht die einfachen Familien.
Das ist das genaue Gegenteil von dem, was Präsident Obama in den Vereinigten Staaten getan hat. Er rettete nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarkts 2007 die windigen Banken und vertrieb fast zehn Millionen Familien aus ihren Häusern, die anschließend von privaten Kapitalgesellschaften aufgekauft wurden. Um so eine Entwicklung zu verhindern, führt Beijing eine Art von Grundsteuer für Immobilienunternehmen ein. Der steigende Wert von Immobilien wird nicht als Hypothekenzinsen an die Banken gezahlt. Er wird als Steuer an die Regierung gezahlt. Darüber gibt es derzeit im Land eine große Auseinandersetzung. Denn offensichtlich gibt es Interessengruppen in China, die möchten, dass die Regierung den Immobilienmarkt nicht reguliert und es bald so viele Milliardäre in China wie in Hongkong gibt. Beijing lässt das aber nicht zu.
Welche Maßnahmen ergreift Beijing, um den Aufstieg einer Finanzoligarchie zu verhindern?
Anschaulich wurde das der Öffentlichkeit vor Augen geführt, als Jack Ma versuchte, mit seinem IT-Unternehmen Alibaba das Kreditsystem Ant Financial aufzubauen. Beijing schob dem Plan einen Riegel vor. Die Regierung will verhindern, dass Kleptokraten eine Klasse bilden. Nur eine sozialistische Regierung kann die Gesellschaft vor der Übernahme durch eine Finanzoligarchie schützen. Mein Buch basiert auf einer Reihe von Vorträgen und Treffen, die ich mit vielen chinesischen Beamten und Professoren hatte. Ich wollte erklären, was die klassischen Ökonomen und Marx darüber geschrieben haben, wie man eine Immobilienblase verhindern kann. Ich riet ihnen stets dazu, Band zwei und drei von Marx’ Kapital zu lesen, insbesondere die Theorien über den Mehrwert.
Die westlichen Sanktionen führen zu einer engeren Kooperation von China und Russland. Wird es zu einer wirtschaftlichen Entkoppelung vom Westen kommen und der Dollar seine Bedeutung als Leitwährung verlieren?
Schon vor dem Krieg in der Ukraine gab es Bestrebungen zur Dedollarisierung. Ich hatte bereits Artikel zum Thema für den russischen Waldai-Club geschrieben, auf dessen Jahrestagung Präsident Putin stets teilnimmt. Mit offiziellen chinesischen Vertretern diskutiere ich bereits seit zehn Jahren darüber. Mein Buch über das Schicksal der Zivilisation ist im Grunde ein Handbuch, wie man die Dedollarisierung angehen kann. Niemand hatte erwartet, dass der Prozess so schnell in Gang gesetzt würde. In den Gesprächen, die ich mit Russen und Chinesen führte, sagten sie mir: Das wird uns länger beschäftigen, es ist sehr schwierig, die Dedollarisierung durchzusetzen. Aber Präsident Biden hat in dieser Hinsicht wie ein chinesischer Agent in den Vereinigten Staaten agiert. Washington hat alle Konten in Dollar und Euro eingefroren, also musste Russland sich aus dem Dollar-System verabschieden. Und das ist es, was dem russischen Rubel geholfen hat. Die Absicht hinter den westlichen Sanktionen war, den Rubel-Kurs zum Einsturz zu bringen, um die russischen Importe zu verteuern. Die russische Oligarchie sollte sich von Putin distanzieren. Statt dessen konterte die russische Regierung und beschloss: Wenn wir nicht in Euro und Dollar für Öl, Gas, Titan und Aluminium bezahlt werden, muss der Westen eben in Rubel bezahlen. Und so hat der Rubel an Wert gewonnen. Man kann durchaus sagen, dass der Westen sich ins eigene Knie geschossen hat.
Die Staaten in der EU hatten wohl erwartet, dass sie profitable Geschäfte machen würden. Die Rohstoffimporte aus Russland würden sich verbilligen, und Russland wäre vermehrt auf Importe aus der EU angewiesen, so die Kalkulation. Diese Pläne sind aber durch die Aggression der NATO und der USA beendet worden. Das Resultat ist, dass Russland und China nicht mehr auf die USA und die EU angewiesen sind.
Und die Lohnabhängigen in Europa müssen im Winter frieren.
Biden will dafür sorgen, dass es im Winter sehr kalt wird, indem er jede Art von Friedensabkommen blockiert. Und Russland hat es nicht eilig, den Krieg zu beenden oder ein Friedensabkommen abzuschließen. Die Frage ist, wie Deutschland und der Rest Europas handeln werden, wenn einige ihrer Unternehmen pleite gehen und die Kosten für die Beheizung ihrer Häuser die Budgets sprengen. Der Lebensstandard wird sinken, um den Krieg der NATO führen zu können.
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24. Juni 2022 19:27
Kommentar der Sprecherin des Außenministeriums, Maria Zakharova, zum Abschluss des ersten Treffens der Vertragsstaaten (MSP) des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen (TPNW)
1337-24-06-2022
Im Zusammenhang mit dem Abschluss der ersten MSP zum TPNW (Wien, 21.-23. Juni) halten wir es für notwendig, Folgendes festzuhalten.
Wir teilen zwar das Engagement für die edle Aufgabe, eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen, bleiben aber bei dem Ansatz, dass die Entwicklung des TPNW verfrüht, fehlgeleitet und im Grunde kontraproduktiv war. Dieser Vertrag trägt in keiner Weise dazu bei, die wachsenden nuklearen Risiken zu verringern. Er bringt die Menschheit auch nicht einen Schritt näher an das Ziel, das er vorgibt. Der Ansatz des TPNW kann nur zu größeren Streitigkeiten zwischen nuklearen und nicht-nuklearen Staaten führen. Er berücksichtigt nicht die militärpolitische und strategische Lage und widerspricht dem Grundsatz, dass nukleare Abrüstung so erfolgen soll, dass ein „höheres Sicherheitsniveau für alle“ erreicht wird. Wir sehen keine realistischen Möglichkeiten für die Umsetzung praktischer Maßnahmen zur Reduzierung der nuklearen Rüstung auf der Grundlage des TPNW.
Russland hat sich wie alle anderen Länder, die über ein militärisches Nuklearpotenzial verfügen, nicht an der MSP zum TPNW beteiligt und hat auch nicht die Absicht, dies in Zukunft zu tun. Wir haben auch nicht die Absicht, mit Hilfseinrichtungen zusammenzuarbeiten, die im Rahmen der kooperativen Bemühungen der TPNW-Teilnehmer zur Umsetzung des Vertrags geschaffen wurden.
Was die Wiener Erklärung und den Wiener Aktionsplan betrifft, die im Anschluss an den MSP verabschiedet wurden, so spiegeln diese Dokumente unseres Erachtens nicht die objektive Realität wider und haben keine Aussicht auf eine vollständige Umsetzung.
In diesem Zusammenhang stellen wir fest, dass die Aussage, das Inkrafttreten des TPNW werde ein eindeutiges und umfassendes völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen bewirken, nicht der Realität entspricht. Russland geht nach wie vor davon aus, dass dieser Vertrag ausschließlich Anforderungen an seine Vertragsstaaten stellt und in keiner Weise für unser Land oder andere Staaten, die ihn nicht unterzeichnen und ratifizieren werden, bindend ist. In Anbetracht der von einer Reihe von Staaten konsequent und nachdrücklich verfolgten Ziele ist dieses Abkommen auch nicht geeignet, die Entwicklung des Völkergewohnheitsrechts zu fördern.
Dementsprechend sieht sich Russland weder an die auf der ersten MSP verabschiedeten Beschlüsse noch an diejenigen, die auf den nachfolgenden Konferenzen zum TPNW verabschiedet werden, gebunden.
Im Zusammenhang mit dem in den Abschlussdokumenten der MSP geäußerten Wunsch, sich um eine dauerhafte Universalisierung des TPNW zu bemühen, möchten wir Folgendes betonen: Russland beabsichtigt nicht, dem Vertrag beizutreten und geht davon aus, dass der Vertrag keine universellen Standards festlegt – weder jetzt noch in Zukunft.
Auch das Engagement der TPNW-Teilnehmer, durch weitere Stigmatisierung und Delegitimierung von Atomwaffen „nukleare Null“ zu erreichen, ist weit entfernt von einer pragmatischen Sicht der Dinge. Es liegt auf der Hand, dass der Versuch eines Teils der internationalen Gemeinschaft, Atomwaffen zu „ächten“, keinen wirklichen Fortschritt in Richtung Abrüstung bringen kann.
Wir stellen auch fest, dass die TPNW-Befürworter die Idee der angeblichen „Kompatibilität“ des Vertrags mit dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NNPT) propagieren und den Vertrag als „wirksame Maßnahme“ zur Umsetzung der Verpflichtungen aus Artikel VI des NNPT betrachten. In diesem Zusammenhang verurteilen sie Maßnahmen, die ihrer Meinung nach das Risiko bergen, den NNPT als Eckpfeiler des Nichtverbreitungs- und Abrüstungsregimes zu unterminieren. Aus unserer Sicht besteht das Problem jedoch darin, dass das TPNW ohne Rücksicht auf die strategischen Realitäten und die Sicherheitsinteressen der Nuklearstaaten verfasst wurde und als solches in der Lage ist, dem NNPT irreparablen Schaden zuzufügen. Eine aggressive Förderung des TPNW erhöht die Uneinigkeit zwischen den Staaten und erschüttert das NNPT-Regime, indem es sein Ansehen untergräbt. In der Tat wird die völkerrechtliche Grundlage der Abrüstung in unterschiedliche und nicht zusammenpassende Elemente aufgespalten.
Wir sind der Meinung, dass der bewährte NNPT ein eigenständiges Dokument ist und neben den im Rahmen des Überprüfungsprozesses vereinbarten Schritten keine weiteren Änderungen oder Spezifikationen benötigt. Für Russland behält der NNPT uneingeschränkt seine Rolle als grundlegender rechtlicher Orientierungspunkt in dem genannten Bereich.
Aus den MSP-Dokumenten geht hervor, dass die Vertragsstaaten in ihrem Bemühen um die Umsetzung des TPNW weiterhin abstrakte humanitäre Einstellungen als Hauptmotiv für die nukleare Abrüstung betrachten. Wir sind der Meinung, dass der humanitäre Ansatz, so wichtig er auch sein mag, nicht ohne Gegengewicht in den Vordergrund gestellt werden darf, wenn es um Krieg und Frieden, nationale Sicherheit oder gar das Überleben von Staaten geht. Er darf nicht die Priorität der Lösung dringender internationaler Sicherheits- und Stabilitätsprobleme überschatten, was wiederum dazu beitragen würde, die Voraussetzungen für eine weitere nukleare Abrüstung zu schaffen. Im gegenwärtigen turbulenten Umfeld sind besonders sorgfältige und methodische gemeinsame Anstrengungen erforderlich, um ein solches günstiges Klima zu schaffen.
Äußerungen über „gegenseitige Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen“, die im Vorfeld der MSP im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt gemacht wurden, sowie einzelne Behauptungen über „nukleare Erpressung durch Russland“, die von der Tribüne aus geäußert wurden, lassen einen stutzig werden. Um es noch einmal zu wiederholen: Russland hat niemals „nukleare Drohungen“ ausgesprochen. Das russische Vorgehen basiert ausschließlich auf der Logik der Eindämmung, auch in der aktuellen Situation, in der die NATO-Mitgliedsländer, die die Verschärfung der Ukraine-Krise provoziert, einen hybriden Krieg gegen Russland entfesselt und sich selbst zu einem „Nuklearbündnis“ erklärt haben, bedenklich am Rande eines direkten bewaffneten Konflikts mit unserem Land balancieren. Ob man es nun mag oder nicht, die Logik der Eindämmung bleibt, solange es Atomwaffen gibt, ein wirksames Mittel, um einen nuklearen Zusammenstoß und groß angelegte Kriege zu verhindern. Das Wesen der russischen Politik in diesem Bereich, die auf dem Postulat der Unzulässigkeit eines Atomkriegs beruht, zu Propagandazwecken zu verzerren, ist absolut inakzeptabel.
Generell lehnen wir zwar die unrealistische Vorstellung ab, dass es eine „Abkürzung“ zu einer atomwaffenfreien Welt gibt, sind aber weiterhin offen für einen gegenseitig respektvollen und konstruktiven Dialog mit allen betroffenen Parteien und für pragmatische Arbeit in entsprechenden internationalen Formaten, um die Voraussetzungen für weitere Schritte in diese Richtung im Geiste des guten Willens zu schaffen. Spekulative Zeitpläne für das Erreichen des Endergebnisses sind hier jedoch wenig hilfreich. Weitere Fortschritte sollten in umfassender Weise und unter strikter Beachtung von Artikel VI des Atomwaffensperrvertrags erzielt werden, ohne dessen einzelne Elemente aus dem Gesamtzusammenhang der universellen und vollständigen Abrüstung herauszureißen. Fortschritte sind nur auf der Grundlage eines erprobten und stufenweisen Ansatzes möglich, der die Stärkung der internationalen Stabilität und Sicherheit für alle Staaten ohne Ausnahme vorsieht.
Comment by Foreign Ministry Spokeswoman Maria Zakharova on the completion of the First Meeting of the States Parties (MSP) to the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW)
1337-24-06-2022
In connection with the completion of the first MSP to the TPNW (Vienna, June 21-23), we believe it is necessary to note the following.
While sharing the commitment to the noble task of building a world free of nuclear weapons, we remain committed to the approach that the development of the TPNW was premature, misguided, and, in effect, counterproductive. This treaty in no way helps to reduce the mounting nuclear risks. Neither does it bring mankind even a step closer to the goal it states. The TPNW’s approach can only lead to greater disputes between nuclear and non-nuclear states. It does not take into account the military-political and strategic situation and is at odds with the principle that nuclear disarmament should be carried out in such a manner as to achieve a “higher security level for all.” We see no realistic ways for implementing any practical nuclear arms reduction measures based on the TPNW.
Russia, like the rest of countries possessing a military nuclear potential, did not participate in the MSP to the TPNW and has no intention of doing so in the future. Nor are we planning to work with auxiliary entities created as part of the TPNW participants’ cooperative effort to implement the treaty.
As for the Vienna Declaration and the Vienna Plan of Action approved following the MSP, these documents, as we see it, do not reflect the objective reality and hold no prospect of being implemented in full.
In this context, we note that the statement to the effect that the TPNW’s coming into force will unequivocally and comprehensively ban nuclear weapons under international law is not consistent with reality. As before, Russia proceeds from the premise that this Treaty imposes requirements solely for its states parties and is not binding in any way on our country or other states, which will not sign and ratify it. Given consistent and insistent objectives advanced by a number of states, this agreement also fails to promote the development of customary international law.
Accordingly, Russia does not regard itself as bound by the decisions approved at the first MSP, nor those that will be adopted at the subsequent conferences on the TPNW.
In connection with the wish expressed in the MSP’s final documents to make an effort to universalise the TPNW on a permanent basis, we want to stress the following: Russia is not planning to join the Treaty and intends to proceed from the understanding that the Treaty does not establish any universal standards – neither now, nor in the future.
The TPNW participants’ commitment to achieving “nuclear zero” through further stigmatising and delegitimising nuclear weapons is also far removed from a pragmatic outlook on the situation. Quite clearly, an attempt by a part of the international community to “outlaw” nuclear weapons cannot achieve real progress towards disarmament.
We also note that the TPNW supporters are promoting the idea of the Treaty’s alleged “compatibility” with the Nuclear Non-Proliferation Treaty (NNPT) and regard the former as an “effective measure” towards implementing the obligations under Article VI of the NNPT. In this context, they condemn actions, which they say create a risk of undermining the NNPT as the cornerstone of the non-proliferation and disarmament regime. But, from our perspective, the problem is that it is the TPNW that has been drafted without regard for the strategic realities and security interests of nuclear countries and, as such, is able to cause irreparable damage to the NNPT. An aggressive promotion of TPNW increases disunity between states and shatters the NNPT regime by undermining its prestige. In fact, the international legal foundation of disarmament is being split into different and non-matching elements.
We believe that the time-tested NNPT is a self-sufficient document and does not need any amendments or specifications aside from the steps agreed as part of its review process. For Russia, NNPT unreservedly retains its role of a fundamental legal landmark in the said area.
It follows from the MSP documents that in their effort to implement the TPNW the states parties to the Treaty continue to regard abstract humanitarian attitudes as the main motive factor in nuclear disarmament. For our part, we believe that the humanitarian approach, for all its importance, cannot be given top priority without any counterbalances, where the case in point is war and peace, national security, and even survival of states. It must not overshadow the priority of solving urgent international security and stability problems, which in turn would help to form the prerequisites for further nuclear disarmament. In the current turbulent environment, some particularly painstaking and methodical collective efforts are needed to create a favourable climate of this kind.
One cannot but feel puzzled by statements about “mutual threats to use nuclear weapons,” which were made in the run-up to the MSP in the context of the Ukrainian conflict, and by individual allegations concerning “Russia’s nuclear blackmail” voiced from the meeting’s rostrum. To reiterate: Russia has never made any “nuclear threats.” The Russian approaches are based exclusively on the logic of containment, including in the current situation, where the NATO member countries, which have provoked the aggravation of the Ukrainian crisis, unleashed a hybrid war against Russia, and proclaimed themselves a “nuclear alliance,” are balancing precariously on the brink of a direct armed conflict with our country. Like it or not, the logic of containment, as long as nuclear weapons are in existence, remains an effective way of preventing a nuclear clash and large-scale wars. Distorting, for propaganda purposes, the essence of Russian policy in this sphere, a policy based on the postulate about the inadmissibility of a nuclear war, is absolutely unacceptable.
Generally, while disagreeing with the unrealistic idea that there is a “shortcut” to a nuclear-free world, we nevertheless remain open to a mutually respectful and constructive dialogue with all parties concerned and to pragmatic work in related international formats to create prerequisites for further steps in this direction in the spirit of good will. But any speculative timetables for achieving the end result are unlikely to be of help here. Further headway should be made in a comprehensive manner, in strict conformity with Article VI of the Nuclear Non-Proliferation Treaty, and without picking up its separate elements from the integral context of universal and complete disarmament. Progress is possible solely on the basis of a tested and stage-by-stage approach, providing for the strengthening of international stability and security for all states, without exception.
Chuck Johnson <cjohnson@ippnw.org>
Gesendet: Freitag, 5. August 2022, 10:00 Uhr
An: ippnw forum <ippnwforum@googlegroups.com>
Subject: IPPNW-Stellungnahme zur heutigen Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT RevCon)
Wenn wir überleben wollen … müssen wir den Kurs ändern
IPPNW auf Twitter
„“Die fünf nuklear bewaffneten Staaten, die Vertragsparteien des NVV sind, sollten jetzt – hier auf diesem Treffen – Verhandlungen über ein verifizierbares, durchsetzbares und zeitlich begrenztes Abkommen zur Abschaffung dieser Waffen aufnehmen“ #IPPNW statement, #NPTRevCon #NPT2022 https://t.co/hA3doMTw1n @JohnAtIPPNW #nuclearban“
twitter.com
Der ehemalige Co-Präsident der IPPNW, Ira Helfand, wird heute im Namen des Verbandes die folgende Erklärung bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) bei den Vereinten Nationen in New York abgeben.
Vor mehr als 50 Jahren schlossen sich die Nationen der Welt in dem Wissen um die ernste existenzielle Bedrohung durch Atomwaffen in diesem Nichtverbreitungsvertrag zusammen, um die Verbreitung dieser Waffen zu stoppen und sich zu ihrer Abschaffung zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu verpflichten.
Mehr als fünf Jahrzehnte lang hat die große Mehrheit der Nationen der Welt die eingegangenen Verpflichtungen eingehalten.
Doch neun Staaten, darunter fünf, die Mitglieder dieses Vertrags sind, haben sich entschieden, ihre Verpflichtungen zu ignorieren. Stattdessen haben sie enorme Bestände dieser Waffen aufrechterhalten, die in der Lage sind, die moderne Zivilisation zu zerstören und die überwiegende Mehrheit der Menschheit zu töten, und sie sind alle in äußerst kostspielige Pläne zur Modernisierung und Verbesserung dieser Arsenale verwickelt. Sie haben weiterhin mit dem Schicksal der Erde gespielt, indem sie die gesamte Menschheit als Geisel hielten, und sie haben uns bei vielen Gelegenheiten an den Rand einer nuklearen Apokalypse gebracht.
Eine kürzlich veröffentlichte gemeinsame Erklärung mit unseren Kollegen vom Weltärztebund, dem Internationalen Rat der Krankenschwestern und Krankenpfleger, dem Weltverband der Verbände für öffentliche Gesundheit und dem Internationalen Verband der Medizinstudentenverbände unterstreicht die unbestreitbare Tatsache, dass die Folgen des Einsatzes von Atomwaffen katastrophal, global und unheilbar sind.
Wir haben nicht wegen der angeblichen Weisheit der Führer dieser Länder, der Solidität ihrer Militärdoktrinen oder der Unfehlbarkeit ihrer Technologie überlebt. Im Gegenteil, wir haben trotz ihnen überlebt. Wir sind nur hier, weil wir, wie der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert McNamara warnte, „Glück gehabt haben“. Es war Glück, dass ein Atomkrieg verhindert wurde.
Die extreme Gefahr, in der wir aufgrund des rücksichtslosen Verhaltens dieser neun Länder leben, hat sich mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Anfang dieses Jahres noch verstärkt. Im Zuge dieses Konflikts hat Russland wiederholt mit dem Einsatz seiner Atomwaffen gedroht, und die NATO, in der Frankreich, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten vertreten sind, hat mit eigenen atomaren Drohungen geantwortet.
Daraufhin gaben 18 Friedensnobelpreisträger eine Erklärung ab, die ich unserer heutigen Botschaft beifüge, in der sie sowohl Russland als auch die NATO auffordern, sich zu verpflichten, in dem gegenwärtigen Konflikt keine Atomwaffen einzusetzen. Dieser Aufruf wurde von mehr als einer Million Menschen auf der ganzen Welt unterstützt und hier bei den Vereinten Nationen sowie bei den Regierungen Russlands und der NATO eingereicht.
Ihre Antwort: donnerndes Schweigen.
Jetzt sind diese Länder hier auf der Überprüfungskonferenz und fordern erneut, dass die anderen Nationen der Welt ihr Versprechen erneuern, keine Atomwaffen zu erwerben, während sie nicht einmal versprechen, die Welt nicht mit den Waffen in die Luft zu jagen, die sie bereits haben. Es sollte ihnen nicht gestattet werden, diese Konferenz zu verlassen, ohne eine solche Zusage zu machen.
Und wir müssen noch weiter gehen, um sie zur Rechenschaft zu ziehen.
Im Juli 2017 kamen 121 Nationen hier bei den Vereinten Nationen zusammen und verabschiedeten den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen, in dem sie ihr Engagement für die Abschaffung dieser Waffen bekräftigten und sich erneut verpflichteten, sie nicht zu erwerben. Unterstützen die atomar bewaffneten Staaten diesen neuen Vertrag? Nein. Angeführt von den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates, den fünf Staaten, die durch den NVV zur Abschaffung ihrer Atomwaffen verpflichtet sind, greifen sie den TPNW an und behaupten, er sei eine Bedrohung für den NVV. Ihr Angriff ist nichts anderes als der dreiste Versuch, von der wahren Bedrohung der Nichtverbreitung abzulenken – dem anhaltenden Versäumnis, ihre eigenen Arsenale zu beseitigen.
Diese Waffen stellen eine unmittelbare und wachsende Gefahr für die menschliche Zivilisation dar und sie lenken unsere Aufmerksamkeit von den anderen großen Problemen ab, mit denen wir konfrontiert sind.
Wir sind heute mit einer zweiten existenziellen Bedrohung konfrontiert – der Klimakrise, die sich täglich verschärft. Wir erschöpfen die Ressourcen der Welt und verschmutzen ihre Luft, ihr Wasser und ihren Boden. Wir sehen uns mit aufkommenden globalen Pandemien konfrontiert, und unsere Menschen ertragen täglich den Skandal sozialer, wirtschaftlicher und rassistischer Ungerechtigkeit, der das Leben von Milliarden von Menschen beeinträchtigt.
Doch anstatt sich um diese realen Bedrohungen zu kümmern, spielen die Führer der Großmächte weiterhin das gefährliche Spiel „König der Berge“, um zu sehen, wer in einem globalen Wettbewerb um immer mehr Macht und Reichtum „an der Spitze“ steht, offenbar ohne zu wissen, dass der „Gewinner“ dieses Spiels am Ende nicht auf einem Berg sitzen wird, sondern auf dem Aschehaufen, der von der menschlichen Zivilisation übrig geblieben ist.
Dies ist nicht die Zukunft, die sein muss. Wir sind weder dazu verdammt, uns selbst in einem Atomkrieg zu vernichten, noch die Umwelt zu zerstören, von der wir alle abhängen. Wir sind auch nicht dazu verdammt, in einer Welt weiterzuleben, in der der Mehrheit unserer Bevölkerung angemessene Nahrung, Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Bildung vorenthalten werden.
Aber wenn wir überleben wollen und wenn unsere Menschen das Leben genießen sollen, auf das sie ein Recht haben, müssen wir unseren Kurs ändern. Die Großmächte müssen begreifen, dass ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit der gesamten Menschheit es erfordern, dass sie zusammenarbeiten, um die wirklichen Probleme anzugehen, vor denen wir stehen.
Und sie sollten mit der dringendsten Bedrohung von allen beginnen – der Bedrohung, die von ihren Atomwaffen ausgeht. Die fünf nuklear bewaffneten Staaten, die Vertragsparteien des Atomwaffensperrvertrags sind, sollten jetzt – hier auf dieser Tagung – Verhandlungen über ein überprüfbares, durchsetzbares und zeitlich befristetes Abkommen zur Abschaffung dieser Waffen aufnehmen und die anderen vier nuklear bewaffneten Staaten einladen, sich ihnen anzuschließen, damit sie alle den Vertrag über das Verbot von Kernwaffen und Artikel 6 dieses Nichtverbreitungsvertrags einhalten.
Unser Überleben und das Überleben unserer Kinder erfordert nichts anderes.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Charles K. Johnson
Programmdirektor
International Physicians for the Prevention of Nuclear War, Friedensnobelpreis 1985
Stellvertretendes Mitglied der Internationalen Lenkungsgruppe, Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, Friedensnobelpreis 2017
From: ippnwforum@googlegroups.com <ippnwforum@googlegroups.com> on behalf of Chuck Johnson <cjohnson@ippnw.org> Sent: Friday, August 5, 2022 10:00 PM To: ippnw forum <ippnwforum@googlegroups.com> Subject: [IPPNWFORUM] IPPNW statement today to Nuclear Non-Proliferation Treaty Review Conference (NPT RevCon)
““The five nuclear armed states that are party to the NPT should enter now—here at this meeting—into negotiations for a verifiable, enforceable timebound agreement to eliminate these weapons“ #IPPNW statement, #NPTRevCon #NPT2022 https://t.co/hA3doMTw1n @JohnAtIPPNW #nuclearban”
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[Former IPPNW co-president Ira Helfand, on behalf of the federation, will deliver the following statement today at the Non-Proliferation Treaty (NPT) Review Conference at the United Nations in New York.]
More than 50 years ago the nations of the world, understanding the grave existential threat posed by nuclear weapons, came together in this Non-Proliferation Treaty to stop the spread of these weapons and to commit to their elimination at the earliest possible moment.
For more than five decades, the vast majority of the nations of the world have honored the commitments they made.
But nine nations, including five who are members of this Treaty, have chosen to ignore their obligations. Instead, they have maintained enormous stockpiles of these weapons, capable of destroying modern civilization and killing the vast majority of the human race, and they are all engaged in wildly expensive schemes to modernize and enhance those arsenals. They have continued to gamble with the fate of the earth, holding all of humanity hostage, and, on many occasions, they have brought us to the brink of a nuclear apocalypse.
A recent joint statement with our colleagues from the World Medical Association, the International Council of Nurses, the World Federation of Public Health Associations, and the International Federation of Medical Student Associations underscored the indisputable body of evidence that the consequences of nuclear weapons use are catastrophic, global, and without remedy.
We have not survived because of the supposed wisdom of the leaders of these countries, or the soundness of their military doctrines or the infallibility of their technology. On the contrary we have survived in spite of them. We are only here because, as former US Defense Secretary Robert McNamara warned us, “We lucked out. It was luck that prevented nuclear war.”
The extreme danger with which we have lived because of the reckless behavior of these nine countries increased further with the Russian invasion of Ukraine earlier this year. In the course of this conflict, Russia has made repeated threats to use its nuclear weapons, and NATO, representing France, the United Kingdom and the United States, has responded with nuclear threats of its own.
In response 18 Nobel Peace Prize laureates issued a statement, which I attach to our message today, calling on both Russia and NATO to pledge that they will not use nuclear weapon in the current conflict. This call was endorsed by more than a million people across the globe and presented here at the UN and to the governments of Russia and NATO.
Their answer—a thunderous silence.
Now these countries are here at this Review Conference demanding again that the other nations of the world renew their pledge not to acquire nuclear weapons while they will not even promise not to blow up the world with the weapons they already have. They should not be allowed to leave this Conference without making such a pledge.
And we must go further to hold them to account.
In July of 2017 121 nations came together here at the UN and adopted the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons, reaffirming their commitment to the elimination of these weapons and binding themselves anew not to acquire them. Do the nuclear armed states support this new Treaty? No. Lead by the five permanent members of the Security Council, the five states bound by this NPT to eliminate their nuclear weapons, they attack the TPNW claiming it is a threat to the NPT. Their attack is nothing more than a brazen attempt to divert attention from the real threat to non-proliferation—their continued failure to eliminate their own arsenals.
These weapons pose an immediate and growing danger to human civilization and they divert our attention from the other great problems that confront us.
We are faced today with a second existential threat– the climate crisis which worsens daily. We are depleting the world’s resources, and polluting her air, water and land. We face emerging global pandemics, and our people endure the daily scandal of social, economic and racial injustice that blight the lives of billions.
But rather than attend to these real threats, the leaders of the great powers continue to play a perilous game of “King of the Mountain” to see who can come out “on top” in a global competition for ever more power and wealth, apparently oblivious to the fact that the “winner” of this game will end up sitting, not on a mountain, but on the ash heap that is left of human civilization.
This is not the future that must be. We are not doomed to destroy ourselves in a nuclear war, nor to destroy the environment we all depend on. Nor are we doomed to live on in a world where the majority of our people are denied adequate food, housing, health care and education.
But if we are to survive, and if our people are to enjoy the life to which they are entitled, we must change course. The great powers must understand that their own security, as well as the security of all humanity, demand that they cooperate to address the real problems we face.
And they should start with the most urgent threat of all—the threat posed by their nuclear weapons. The five nuclear armed states that are party to the NPT should enter now—here at this meeting—into negotiations for a verifiable, enforceable timebound agreement to eliminate these weapons, and invite the other four nuclear armed states to join them, so that they all come into compliance with the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons and Article 6 of this Non-Proliferation Treaty.
Our survival and the survival of our children demands nothing less.
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Charles K. Johnson
Program Director
International Physicians for the Prevention of Nuclear War, 1985 Nobel Peace Prize
International Steering Group Alternate Member, International Campaign to Abolish Nuclear Weapons, 2017 Nobel Peace Prize
Agri-Photovoltaik: junge Technologie aus der Nische holen
Mithilfe von Agri-Photovoltaik können Energie und Nahrungsmittel auf derselben Fläche produziert werden. Ein neues Projekt soll diese noch relativ junge Technologie aus der Nische holen.
Anfang Juli 2022 startete das Projekt „SynAgri-PV: Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland“. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt wird mit 1,7 Mio. Euro gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE sowie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) arbeiten neun Partner aus Forschung, Praxis und Industrie gemeinsam an der Entwicklung eines Leitbildes für den Einsatz von Agri-PV in Deutschland. Ziel ist es, zentrale wissenschaftliche, juristische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für den Markthochlauf in Deutschland zu evaluieren, zu beschreiben und zu beschleunigen.
Um das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen, ist ein zügiger und massiver Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland erforderlich. Aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung in der Mobilität und Industrie ist mit einem Bruttostromverbrauch von rund 1.100 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr zu rechnen. Aktuell liegt dieser Wert bei etwa 530 TWh. Neben dem Ausbau der Windenergie können diese Zielgrößen nur durch einen signifikanten Ausbau im Bereich der Photovoltaik erreicht werden. Hier wird von einem notwendigen Zubau auf das Sechs- bis Achtfache der heute installierten Leistung ausgegangen, auf rund 400-445 GW bis in das Jahr 2045. Weil ein bedeutender Teil dieses Zubaus von 12 – 20 Gigawatt (GW) pro Jahr auf der Freifläche erwartet wird, zeichnet sich vielerorts ein erheblicher Flächenbedarf ab. Dadurch steigt der Druck auf die ohnehin knappe Ressource Land, die auch für die Produktion von Nahrungsmitteln, Energiepflanzen, als Bauland oder andere Landnutzungen benötigt wird.
Landwirtschaftliche Nutzung und Energieerzeugung kombinieren
Eine vielversprechende Lösung und gleichzeitig eine Chance sowohl für die Landwirtschaft als auch die Energiewende bietet die Agri-Photovoltaik (Agri-PV). Agri-PV beschreibt die kombinierte Produktion von erneuerbarer Energie und Nahrungsmitteln auf derselben Fläche und stellt somit eine vergleichsweise neue Form der Landnutzung dar. Die Module von Agri-PV-Anlagen sind im Vergleich zu den herkömmlichen Freiland-Photovoltaikanlagen meist hoch aufgeständert und ermöglichen so die Unterfahrt von Landmaschinen. Damit ist es möglich, die PV-Leistung stark auszubauen, und dabei Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten. Über eine teilweise Verschattung durch die PV-Module bietet diese doppelte Landnutzung das Potenzial, neben der Energieerzeugung auch Kulturpflanzen vor intensiver Sonnenstrahlung zu schützen und damit negative Folgen des Klimawandels auf die Landwirtschaft abzumildern. Durch die Verschattung werden zudem auch die Verdunstung von Wasser und das Austrocknen der Böden reduziert.
Schwenkbare Module, sogenannte PV-Tracker, ermöglichen mehr Lichteinfall, den die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen und sind damit auch leistungsfähiger als die statischen Freiland-Photovoltaikanlagen. Die PV-Module können zudem eine Schutzfunktion für Pflanzen gegenüber Extremwetterereignissen wie Hagel oder Frühjahrsfrost übernehmen. Inzwischen sind auch Anlagen mit integrierter Bewässerung marktreif. Über Blühstreifen auf den nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen können zudem positive Effekte auf die Biodiversität erzielt werden.
Aktuell sind erste Anlagen in Deutschland insbesondere bei Sonderkulturen im Einsatz, etwa beim Anbau von Obst, wo ein Schutz vor Wettereinflüssen wünschenswert ist. „Damit sind Agri-PV-Systeme für die Landwirtschaft zunehmend attraktiv, weil hiermit eine Möglichkeit gegeben ist, die heimische Landwirtschaft auch gegenüber dem internationalen Markt wettbewerbsfähig zu halten und den Landwirtinnen und Landwirten zusätzliches Einkommen zu ermöglichen“, erklärt Max Trommsdorff, Projektleiter am Fraunhofer ISE. „Gleichzeitig können wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben, den Druck auf die knappe Fläche Land reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterextremen und Klimawandel in verschiedenen Anbausystemen erhöhen.“
Markthochlauf: Hürden überwinden
Trotz dieser Ausgangslage konnten bisher in Deutschland nur sehr wenige, kleine Projekte realisiert werden. Gründe hierfür liegen insbesondere in den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen, darunter unzureichende Anreizsysteme und vergleichsweise aufwendige Genehmigungsprozesse. Zudem treten zunehmend Sorgen auf, etwa was die Akzeptanz der jeweils ansässigen Bevölkerung und die Landschaftsattraktivität angeht.
Im Rahmen des Vorhabens soll der technische, rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stand der Agri-PV für den Standort Deutschland evaluiert werden. Ziel ist, evidenzbasiert und unter Einbezug möglichst aller relevanten Akteure ein gesellschaftliches Leitbild für den Ausbau der Agri-PV in Deutschland zu entwickeln, Handlungsbedarf zu dessen Umsetzung zu benennen, Lösungsansätze zu skizzieren und weiteren Forschungsfelder zu identifizieren. Dazu werden laufende Pilotanlagen begleitet und vernetzt, Beteiligungsformate geschaffen sowie die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet, aufbereitet und der breiten Öffentlichkeit und Politik zugänglich gemacht. Über möglichst alle relevanten Bereiche aus Praxis, Technologie, Rechtssetzung und Wissenschaft, zum Beispiel Akzeptanzforschung und Agronomie, werden Kontakte hergestellt sowie eine Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der doppelten Landnutzung etabliert.
„Durch den integrierten Ansatz aus Nahrungs- und Futtermittelproduktion sowie Energiegewinnung können Agri-PV-Systeme mehrere Synergien ermöglichen – nicht nur für den Landwirtschafts- und Energiesektor, sondern auch in Bezug auf das Wassermanagement, den Landschafts- und Naturschutz sowie soziale Innovationsprozesse“, erklärt Prof. Klaus Müller, Projektleiter am ZALF. Zur optimalen Nutzung der Potenziale für die Energiewende und zur Prävention von Fehlentscheidungen in der Anwendung von Agri-PV sollen im Projekt neben der Vernetzung insbesondere die Begleitung von Praxisbeispielen Perspektive im Vordergrund stehen.
04.08.2022
Agri-Photovoltaics: Bringing young technology out of the niche
With the help of agri-photovoltaics, energy and food can be produced on the same area. A new project aims to bring this still relatively young technology out of its niche.
At the beginning of July 2022, the project „SynAgri-PV: Synergetic integration of photovoltaics in agriculture as a contribution to a successful energy transition – networking and support for the market ramp-up of agri-PV in Germany“ was launched. Funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF), the project will receive 1.7 million euros in funding and run for three years. Coordinated by the Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems ISE and the Leibniz Center for Agricultural Landscape Research (ZALF), nine partners from research, practice and industry are working together to develop a model for the use of Agri-PV in Germany. The aim is to evaluate, describe and accelerate key scientific, legal, economic and social conditions and prerequisites for the market ramp-up in Germany.
In order to achieve the goal of greenhouse gas neutrality by 2045, a rapid and massive expansion of renewable energies in Germany is required. Due to the increasing electrification in mobility and industry, a gross electricity consumption of about 1,100 terawatt hours (TWh) per year can be expected. Currently, this figure is around 530 TWh. In addition to the expansion of wind energy, these target figures can only be achieved through a significant expansion in the area of photovoltaics. Here, it is assumed that an increase of six to eight times the currently installed capacity will be necessary, to around 400-445 GW by the year 2045. Because a significant part of this increase of 12-20 gigawatts (GW) per year is expected to be on open land, a considerable demand for land is emerging in many places. This increases pressure on the already scarce resource of land, which is also needed for food production, energy crops, as building land or other land uses.
Combining agricultural use and energy production
Agri-Photovoltaics (Agri-PV) offers a promising solution and at the same time an opportunity for both agriculture and the energy transition. Agri-PV describes the combined production of renewable energy and food on the same land and thus represents a comparatively new form of land use. Compared to conventional ground-mounted photovoltaic systems, the modules of Agri-PV systems are usually elevated, allowing agricultural machinery to drive underneath. This makes it possible to greatly expand PV output while preserving land for agricultural use. Via partial shading by the PV modules, this dual land use offers the potential to protect crops from intense solar radiation in addition to energy production, thereby mitigating negative impacts of climate change on agriculture. Shading also reduces water evaporation and soil drying.
Pivoting modules, known as PV trackers, allow more light penetration that plants need to grow, which also makes them more efficient than static ground-mounted photovoltaic systems. The PV modules can also provide a protective function for plants against extreme weather events such as hail or spring frost. Meanwhile, systems with integrated irrigation are also ready for the market. Flower strips on non-agricultural land can also have a positive effect on biodiversity.
The first systems are currently being used in Germany, particularly for special crops such as fruit, where protection from the weather is desirable. „This makes agri-PV systems increasingly attractive for agriculture, because it provides a way to keep domestic agriculture competitive with the international market and to provide farmers with additional income,“ explains Max Trommsdorff, project manager at Fraunhofer ISE. „At the same time, we can drive the expansion of renewable energy, reduce pressure on scarce land, and increase resilience to weather extremes and climate change in different cropping systems.“
Market ramp-up: Overcoming hurdles
Despite this starting position, only very few, small-scale projects have been realized in Germany so far. The reasons for this lie in particular in the existing legal framework, including inadequate incentive systems and comparatively complex approval processes. In addition, there are increasing concerns about the acceptance of the local population and the attractiveness of the landscape.
The project will evaluate the technical, legal, economic and social status of Agri-PV in Germany. The aim is to develop an evidence-based social model for the expansion of agri-PV in Germany, including as many relevant stakeholders as possible, to identify the need for action to implement this model, to outline possible solutions and to identify further fields of research. To this end, ongoing pilot plants will be supported and networked, participation formats created, and the findings evaluated, processed, and made available to the general public and politicians. Contacts will be established across as many relevant areas as possible from practice, technology, legislation and science, for example acceptance research and agronomy, and a platform for the exchange of knowledge and experience in the field of dual land use will be established.
„Through the integrated approach of food and feed production as well as energy generation, agri-PV systems can enable several synergies – not only for the agricultural and energy sectors, but also in terms of water management, landscape and nature conservation, and social innovation processes,“ explains Prof. Klaus Müller, project manager at ZALF. For the optimal use of the potentials for the energy turnaround and for the prevention of wrong decisions in the application of Agri-PV, the project will focus not only on networking, but especially on the monitoring of practical examples Perspective.
Source
Leibniz Center for Agricultural Landscape Research 2022
Gesendet: Freitag, 05. August 2022 um 16:49 Uhr Von: „Eric Eikenberry, Win Without War“ <info@winwithoutwar.org> An: „Helmut Käss“ <Helmut_Kaess@web.de> Betreff: 🔧 wanna throw a huge wrench in the war machine?
Nearly 21 years of war. 80 countries. 900,000 deaths. $8 TRILLION spent.
below in English
Gewinnen ohne Krieg
Betr: Wollen Sie der Kriegsmaschinerie einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen?
Helmut: Als der Präsident letzte Woche bekannt gab, dass die CIA den Al-Qaida-Führer Ayman al-Zawahiri durch einen Drohnenangriff getötet hat, sagte er: „Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan.“
Er versäumte es zu erwähnen, dass wir nun fest in das DRITTE Jahrzehnt des „Krieges gegen den Terror“ eingetreten sind, den er trotz seiner Wahlkampfversprechen fortzusetzen scheint. Für zu viele Menschen in den Vereinigten Staaten sind unsere Kriege für immer nur weit entfernte Geschichten. Doch für die Menschen in Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, Nigeria und Somalia, ganz zu schweigen von den Soldaten, Veteranen und ihren Familien, ist er eine ständige Realität, die ihnen im Handumdrehen einen geliebten Menschen nehmen kann.
Diese gewalttätige Realität ist Anti-Kriegs-Aktivisten wie uns zuwider, und es ist Zeit für eine Veränderung. Unsere Kriege nach dem 11. September stützen sich auf zwei wichtige Kriegsermächtigungen: die Ermächtigungen zum Einsatz militärischer Gewalt (AUMFs) von 2001 und 2002. Ein Präsident nach dem anderen hat sie benutzt und missbraucht, aber jetzt stehen wir kurz davor, die zweite zu zerreißen und die erste zu Fall zu bringen.
Das Repräsentantenhaus hat soeben die Aufhebung der AUMF aus dem Jahr 2002 beschlossen und damit ein kleines Zeitfenster eröffnet, um diesen Blankoscheck für endlose Kriege ENDLICH aus unseren Büchern zu streichen. Als Nächstes ist der Senat an der Reihe, und obwohl der Senat berüchtigt gespalten ist, stehen wir kurz davor, eine parteiübergreifende, vetosichere Mehrheit zu erreichen – und wir brauchen Sie, um die Ziellinie zu erreichen.
Unser Team hat sich seit Jahren auf diesen Moment vorbereitet. Jetzt befinden wir uns in einem Endspurt mit Partnern aus dem gesamten politischen Spektrum, die ebenfalls alles daran setzen, dass die Abschaffung des Gesetzes auf dem Schreibtisch des Präsidenten landet. Können Sie uns helfen, das AUMF von 2002 aufzuheben und einen großen Schritt zur Beendigung des endlosen Krieges zu machen, indem Sie 15 Dollar spenden?
Wenn Sie Ihre Daten bei ActBlue hinterlegt haben, werden wir Ihre Spende sofort bearbeiten:
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$22
$30
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$60
Anderer Betrag
Der Kandidat Biden hat im Wahlkampf versprochen, unsere ewigen Kriege zu beenden. Zawahiri war die letzte wichtige Figur, die mit 9/11 in Verbindung gebracht wurde. Sein Tod und der Abzug aus Afghanistan im vergangenen Jahr sollten die Tür zu einer Ära endloser Kriege schließen.
Als Präsident hat Biden jedoch ein gescheitertes System aufrechterhalten, das Hunderte von Truppen in Gefahr hält und die Bevölkerung im Irak, in Syrien, Somalia, Nigeria und in vielen anderen Ländern in Angst leben lässt. Es gibt kaum Anzeichen dafür, dass er seinen Kurs ändern wird.
Die Sache ist die, dass der Kongress, und nur der Kongress, die EINZIGE Autorität hat, den Krieg zu erklären, NICHT der Präsident. Die gute Nachricht ist, dass der Kongress kurz davor steht, das AUMF von 2002 aufzuheben, einen Blankoscheck für einen endlosen Krieg, der nach wie vor missbräuchlich eingesetzt werden kann.
Helmut, das wäre bahnbrechend: Wenn der Kongress das AUMF von 2002 aufhebt, wäre es das erste Mal in 50 Jahren, dass er eine Autorisierung zur Gewaltanwendung aufhebt.
Deshalb ist es umso erfreulicher, dass unser Team eine Menge Druck aufgebaut hat, um den Kongress zur Aufhebung zu bewegen, und das beginnt sich auszuzahlen. Letzten Monat stimmte das Repräsentantenhaus dafür, diesen Blankoscheck für einen endlosen Krieg zu zerreißen. Jetzt sind wir SO kurz davor, die parteiübergreifende Unterstützung zu gewinnen, die wir brauchen, um das Gleiche im Senat zu tun.
Dies ist unsere Chance, der Kriegsmaschinerie einen gewaltigen Strich durch die Rechnung zu machen, und wir werden alles geben, was wir haben. Die entscheidende Phase unserer Kampagne beginnt jetzt, und wir brauchen Ihre Unterstützung:
Unsere Arbeit zur Beendigung des endlosen Krieges wird nicht aufhören, bis der Kongress ALLE Blankoschecks für den endlosen Krieg zerreißt. Unsere größte einzelne Finanzierungsquelle sind Einzelspender – Hunderte von Aktivisten, die unsere Arbeit direkt unterstützen. Können Sie jetzt 15 Dollar spenden, um diesen Kampf zu unterstützen?
Niemand, nirgendwo, wird durch mehr Gewalt sicherer gemacht. Seit fast 21 Jahren kommt diese Strategie, die den Krieg in den Vordergrund stellt, den Waffenlieferanten zugute und schließt die Stimmen der Betroffenen aus.
Gemeinsam mit den Befürwortern auf dem Kongress und Partnern aus dem gesamten politischen Spektrum – Veteranengruppen, Friedensaktivisten und Menschen wie Sie – werden wir diesen kaputten Status quo umkehren.
Danke, dass Sie sich für den Frieden einsetzen,
Eric, Shayna, Stephen und das Team von Win Without War
Helmut: Upon announcing the CIA had killed al-Qaeda leader Ayman al-Zawahiri in a drone strike last week, the president remarked, “Justice has been delivered.”
He failed to mention that we’ve now firmly entered into the THIRD decade of the “War on Terror,” which he seems committed to sustaining, despite his campaign promises. For too many people in the United States, our forever wars are merely far away stories. But for communities in Afghanistan, Iraq, Syria, Yemen, Nigeria, and Somalia, and not to mention servicemembers, veterans, and their families, it’s an ongoing reality that can take away a loved one at the drop of a hat.
This violent reality is abhorrent to anti-war activists like us, and it’s time for a change. Our post-9/11 wars are underpinned by two key war authorizations: the 2001 and 2002 Authorizations for the Use of Military Force (AUMFs). President after president has used and abused them, but right now, we’re on the verge of tearing up the second and setting the scene to tear down the first.
The House just passed an ’02 AUMF repeal, opening up a narrow window of opportunity to FINALLY rip this blank check for endless war off our books. The Senate is up next, and while it may be infamously divided, we’re this close to locking down a bipartisan, veto-proof majority — and we need you with us to get to the finish line.
Candidate Biden campaigned on promises of ending our forever wars. Zawahiri was the last substantial figure linked to 9/11. His death, and last year’s withdrawal from Afghanistan, should close the door to an era of endless war.
As president, however, Biden has maintained a failed system that keeps hundreds more troops in harm’s way and leaves communities across Iraq, Syria, Somalia, Nigeria, and so many other countries living in fear. There’s little evidence he’ll reverse course.
The thing is Congress, and Congress alone, has the SOLE authority to declare war, NOT the president. The good news is that Congress is this close to revoking the ’02 AUMF, a blank check for endless war that remains open to abuse and misuse.
Helmut, this would be groundbreaking: If Congress repeals the ’02 AUMF, it would be the first time in 50 years that they’ve ended a use of force authorization.
That’s why the even better news is that our team has built a ton of pressure to push them toward a repeal, and it’s starting to pay off. Last month, the House voted to tear up this blank check for endless war. Now, we’re SO close to building the bipartisan support we need to do the same in the Senate.
This is our chance to throw a huge wrench in the war machine, and we’re going to give it all we’ve got. A crucial phase of our campaign is starting now, and we need you with us:
No one, anywhere, will be made safer by more violence. For nearly 21 years, this war-first strategy has benefited weapons contractors and shut out impacted voices.
Together, with champions on the Hill and partners from across the political spectrum — veterans groups, peace activists, and folks just like you — we WILL turn the tide of this broken status quo.
Thank you for working for peace,
Eric, Shayna, Stephen, and the Win Without War team
In Erinnerung an Thich Nhat Hanh: Achtsamkeit– der mittlere Weg 2.100 Aufrufe 24.02.2022 Vortrag in Wien vom 13. November 1998 (deutsche Übersetzung https://www.youtube.com/watch?v=O8V23QsMQjo
Über die Achtsamkeit: ab Minute 41.01
Dann das Interview mit Oprah Winfrey https://www.youtube.com/watch?v=tVr5ala7xZg (keine deutschen Untertitel, aber Englische…)
Bevor ich mich morgen in den Urlaub verabschiede, noch einnmal eine Zusammenstellung m.E. wichtiger Texte, einige ziemlich lang, aber höchst informativ.
Einen Text aus dem Freitag „Der Neoliberalismus begünstigt die Staatsplünderung“ über Rackets bringe ich auch als Abonnennt nicht über die Bezahlschranke, vielleicht, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin – für mich unfaßlich, wie wir betrogen und bestohlen werden, offiziell und politisch begünstigt. Wer zur Ausgabe des Freitag vom 28. Juli Zugang hat, sollte den Text lesen.
Herzlichst Günter.
Zensur in Europa und USA – 260722 (Zeitgeschehen-im-Fokus enthält übrigens viele wichtige Texte)
Das Ende der Zivilisation – Geschichte und westlicher Größenwahn – Michael Hudson, 210722 (ein wie ich finde fundamentaler Text, MH hat Wissen und Durchblick)
Lieber T,
vielen Dank für diesen Kommentar. IPPNW Deutschland hat begonnen, ein wenig
mit dieser wunderbaren Website, die so viele Informationen enthält zu arbeiten.
Wir versuchen, sie in speziellen Fragen und Kampagnen zu nutzen, die wir
an die deutsche Regierung zu richten.
Für uns Europäer ist sie auch sehr hilfreich für alle unsere Mitgliedsorganisationen, die damit so etwas wie eine Schatztruhe haben.
A
Am 2022-08-03 02:20, schrieb T:
> Wir haben u.a. auf diese Studie in der Dokumentation
> über Gesundheits- und Umweltauswirkungen von Atomtests für ICANs neue
> Website: https://www.nucleartestimpacts.org/#Map
>
Dear T,
Thanks a lot for this comment. IPPNW Germany has started working a
little bit with this wonderful website which includes so many
informations. We try to use it in special question and campaigns that we
are creating to word s the German government.
For European it is also very helpful for all our affiliates forming
something like a treasure chest.
Best
A
Am 2022-08-03 02:20, schrieb T:
> We included reference to this study among others in the documentation
> on health and environmental impacts of nuclear testing for ICAN’s new
> website: https://www.nucleartestimpacts.org/#Map
>
> Best
> t