Virologe Streeck: Boosterimpfungen für über 70, Schließen der Impflücken für über 60…

https://web.de/magazine/news/coronavirus/virologe-streeck-unvorbereitet-herbst-winter-36299212

Virologe Streeck: Gehen erneut unvorbereitet in Herbst und Winter

Aktualisiert am 29.10.2021, 08:27 Uhr

  • Seit Anfang Oktober steigt wieder die Zahl der Neuinfektionen.
  • Viele Experten warnen deshalb vor einer Wiederholung der Situation wie im vergangenen Winter mit vollen Intensivstationen und vielen Corona-Toten.
  • Auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck findet, dass Deutschland nicht genug auf die kommenden Monate vorbereitet ist.

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Deutschland ist aus Sicht des Virologen Hendrik Streeck unzureichend für die nächsten Pandemiemonate gewappnet. „Wir gehen leider erneut sehr unvorbereitet in Herbst und Winter“, sagte der Direktor des Virologie-Instituts der Universität Bonn der Deutschen Presse-Agentur.

„Entspannt sehe ich das nicht: Die Kapazitäten auf Intensivstationen sind reduziert, wir können gegebenenfalls auch wieder mit einer Grippewelle rechnen, wir haben keine gute Erfassung des Infektionsgeschehens, aber wieder eine höhere Mobilität.“ Mit dem breiten Angebot kostenloser Schnelltests habe es ein gutes Standbein zum Erkennen von Infektionen gegeben, betonte Streeck. Nun darauf zu verzichten, halte er für falsch.

Analyse Corona-Pandemie

Steigende Inzidenz: Steht Deutschland schlechter da als im vergangenen Herbst?

von Marco Fieber

 

Streeck erklärt Ziel von Impfungen

„Den Rat zur Impfung kann man nicht oft genug geben“, sagte Streeck. Auch die berichteten Ansteckungen bei Geimpften seien kein Argument dagegen. „Das Ziel bei der Impfstoffentwicklung war nicht in erster Linie, eine Immunantwort auszulösen, die vor jeglicher Infektion schützt. Es ging immer im Kern um den Schutz vor schweren Verläufen.“ Wegen sogenannter Durchbruchinfektionen könne man keinesfalls von einem Versagen der Impfstoffe sprechen.

Eine Ausweitung des Angebots von Drittimpfungen auf die breite Bevölkerung hält Streeck derzeit nicht für nötig. „Booster sind sinnvoll für die Gruppen, denen dies bereits empfohlen wird“, also etwa Immungeschwächten und Menschen ab 70. „Alle anderen sind nach der Zweitimpfung in der Regel sehr gut vor einem schweren Verlauf geschützt. Wichtiger als Auffrischungen bei ihnen ist das Schließen der Impflücken bei den über 60-Jährigen.“ Auch würden die Impfdosen in anderen Ländern dringlicher benötigt.  © dpa

 

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Russland und Eu: unbearbeitete Notizen vom Vortrag Zumach 10/21

Zumach Russland,

Almut stellt Andreas Zumach vor,

Weltbürgerpreis, netzwerk friedenskooperative,

un, nato, flüchtlinge, Kenner der Materien,

Rüstungsindustrie, die Interessen dahinter, Hermesbürgschaften,

Er: Herzlichen Dank,

Ihr schürt Erwartungen, harte Grenze, 21:15, grauenhafter 2. wk,

proportional größter anteil der opfer war in der ukraine,

es war ein vernichtungs und verttreibungskreg gegen die slawischen untermenschen,

daher haben wir besondere Verantwortung, uns für gedeihliche beziehungen einsetzen,

wenn immer es zwischen berlin und moskau spannungen bibt, ist der gesamte eurasische kontinent „erkältet“, auf beiden Seiten atomwaffen „modernisiert“ B20 bomben, büchel, neue kampfflugzeuge, auch auf russischer Seite, mittelstrecken und strategische Waffen, „30 billionen“ obama?? ,

Trump sprach von „Lücke“, daher mininukes, konventionell, nicht vom tisch,

nato neben südbedrohhung betrachtet Russland als hauptbedrohung, nato räumt ein die konventionelle unterlegenheit… daher atomwaffen… atomwaffenbestückte bomber nukleare planungsgruppe, die sich soeben , als signal atomwaffenflugzeuge der nato an der grenze!!!

faz immer sehr ehrlich, nato hybride kriegsführung,

Moskau beherrscht das inzwischen auch, aber der westen betreibt eben diese hybride kriegsführung, seit vietnam alltägliches programm!

Wir werden mit verantwortlich gemacht werden für die Aktionen unserer Regierung, obwohl wir sie auf das schärfste kritisierten, Kritische Betrachtung Russlands seit 2014…

vorgeschichte seit 1990, gorbatschow, kalter krieg zuende, gemeinsames haus eueropa!

Baker mit gorbatschow, und schewardnaze, zeugen, us botshcafter, madrock, 9.10. 90 kohl und genscher, gleiche Versprechen, regierungsflugzeug, open skys,

Genscher stieg um, er durfte mit genscher mitfliegen, drei journalisten, brühwarm, was in moskau gelaufen war, schreiben 2+$ keine ausweitung der nato, auch nicht auf die ddr,

21.nov 90, nach den gemeinsamen wahlen, letztes Treffen der ksze, die zentralen leute, alle heiige eide, ksze, institutioneller rahmen bis hin zur polizeitruppe, helmut kohl: ksaz herstück, nach dem dritten bier, wir kleienren und mittleren staaten,

ich hielt es für richtig, 1995 erweiterung der nato, verantwortlich usa, aber auch westdeusche,

Jelzin instabil und filetstücke der russischen wirtschaft, chaos jahre, putin hat stabilisiert,

sein ansehen, begründet, zunächst enttäuscht, zuckerstückchen,, nato russlandrat, die nato hat die zahl der zugelassenen Berater, natovertretung in moskau geschlossen,

abwehrraketen gegen „Iran“, z.B. „gemeinsame inspektionen„“

vier tage von 9/11, für die vision gemeinsames haus, bush??, Putin , 2007, münchner sicherheitskonferenz, freundliche rede, viel applaus,

schärfere Rede von Putin: selber handeln! Mittelmacht, russland handelt, natobeitritt ukraine und

vorfeld steinmeier absprache der wirtsdchafts

neoliberale umstrukturierung, janukowitsch, stopp der subventionen für grundnahrungsmittel, anhebung der rentenalters von 60 auf 65,

15 mrd € statt dessen putin, 21 einigungspapier, die neue regierung, beschloss, russisch als amtssprache abzuschaffen, das abkommen vom Russland für krim , tüpfelschen auf dem i, zu 80% Nato, es war eine völkerrechtswidrige annektion, aber die Bedrohungsbehauptungen, „Bedrohung Polens“, sebastopol sichern, treffen nicht zu, ukraine wird nicht in nato aufgenommen,

was müsste geschehen?

  1. Politisch militärische nato ist haushoch überlegen, annähernd soviel wie bei uns… bush hat den Raketenabwehrsystems, Mittelstreckenabkommen, keine Beweise, Ultimatum, open skys abkommen, abkommen der konventionellen…, haben beide seiten verstoßen, beide seiten müssen bereit sein, die verleztungen zu korrigieren, Krim und Ukraine, alle serüönsen Umfragen für Ukrainepolitik, erster Schritt muss der stärkere Maßnahmen,

    erster schritt, unseeliger beshcluluss, natomtgliedsdhaft,

  2. gemeinsame schritte, manöver, luftraum, meere, landtruppen,
  3. ukraine, gaspreise nicht solche erhöhung,
  4. Genf, biden und putin, nato vierte kommandoeineit für cyber war und füntte .weltraum, auf jeden fall tabu, wird verhandelt,
  5. Krim: „schwamm drüber“ dieser konflikt auf dauer ein stachel im fleisch, phantaisie und gehirnshcafmaltz, vorshclag; erneutte Abstimmung, vorbereitet,, organisierte, uno oder osze, mehr optionen, mikdeststens dritte option , weitestgehender autonomiie, russisch erste amtsrprache, administrative autonomie, drittens finanzielle Automonie,
  6. keiner hatte eine konkrete idee, wie man da rauskommt, ,

     

  7. gas von gazprom, Energieaussagen nordstream , rauchen wir wahrscheinlich

    vorübergehend, unselige Vermischung! Vorübergehend b als Notfallkraftwerke,

  8. Toll die Idee und Russland helfen!! Sahara!!

     

  9. Wirtschaft, russen zu helfen, aus der abhägingkeit rauszukojmen, und sonst parier foderungen sonst wohin schmieren, grüner Wasserstoff, sahara und russland pv in großen ausmass zur verfügung stellen, relativ besser, wasstoff aus gas, aus grauer produkion, schnapsideen, nordafrikanische rüstung, vernünftige grüne und linke und spd,
  10. sanktionen, verhängt, keine uno, usa und eu, urkrainepolitik, russische wirtschaft geschädigt, und europäische Bauern, müssen aufgegeben werden!
  11. Zivilgesellschaftlich kulturelle ebene: versöhnung, über Gräber…, städteparterschaft, reisen, zurückgegangen, saddam hussein, dann der iran, hauptfeind, irak ölliferant, 1980 erster golfkrieg, massivste sanktionen, 500.000 kleinkinder elendiglich verreckt, keinerlei Empathie mit dem irakischen volk, negativimage, negativimage putin färbt auf das russischen Volk ab… Vernichtuns und vertreibungskrieg gegen slawische untermenschen,
  12. Göttingen, musik für den Frieden, gemeinsames Projekt am don,

     

20 Jahre Aghanistan grandios gescheitert, jetzt müssen wir diese Diskussion laut

fünf führende friedensorganisationen; kritisiert ihr ihr nur details, alles sagt, der krieg war notwendig!

der krieg aber war falsch!!

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covid impfungen Oktober 21

Meldung bei Web.de

Die geimpften Verstorbenen an Covid nehmen zu, zur Zeit knapp 40%,…  Unten der „Ausdruck“, da sich der Link meist ändert

Blick in das Zimmer einer Corona-Patientin auf der Intensivstation des Duisburger Johanniter Krankenhauses.

Warum der Anteil der Impfdurchbrüche in Deutschland stark gestiegen ist

  • Der aktuelle Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts zeigt: Der Anteil der Geimpften in deutschen Krankenhäusern ist weiter gestiegen.
  • Demnach ist mittlerweile jeder fünfte COVID-Patient auf den Intensivstationen geimpft.
  • Wir erklären, woran das liegt.
Eine Analyse
von Marco Fieber

Die aktuelle Entwicklung erinnert an den vergangenen Herbst. Wieder steigt in Deutschland die Sieben-Tage-Inzidenz rasch an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Freitag den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 95,1 an. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages bundesweit 19.572 Corona-Neuinfektionen (vergangener Freitag: 11.518), die Zahl der Todesfälle stieg auf 116 (vergangener Freitag: 65).

Auffällig: Der Anteil der Geimpften in deutschen Krankenhäusern ist laut Zahlen des RKI weiter gestiegen, sowohl auf Normal- als auch auf Intensivstationen. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht von Donnerstag hervor (siehe nachfolgende Tabelle). Demnach mussten von Mitte September bis Mitte Oktober (Kalenderwochen 38 bis 41) 946 Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt werden. Davon waren 213 geimpft – was einer Rate von 22,5 Prozent entspricht.

In den davorliegenden vier Wochen (Kalenderwochen 34 bis 37) waren hingegen nur 10,4 Prozent der Corona-Patienten auf der Intensivstation geimpft (162 von 719) – eine Verdoppelung innerhalb eines Monats. Für diese Entwicklung gibt es drei Erklärungen.

Kalenderwochen 34 bis 37
(23.8. bis 19.9.)
Kalenderwochen 38 bis 41
(20.9. bis 17.10.)
Impfquote 63,2% 68,9%
Symptomatische COVID-19-Fälle
(mit Angabe Impfstatus)
133.329 122.565
Wahrscheinliche Impfdurchbrüche
unter symptomatischen COVID-19-Fällen
27.488 41.382
Anteil Geimpfte unter COVID-19-Fällen 20,6% 33,8%
Hospitalisierte COVID-19-Fälle 9.784 5.859
Hospitalisierte COVID-19-Fälle
mit wahrscheinlichem Impfdurchbruch
1.139 1.744
Anteil Geimpfte unter Hospitalisierten 11,6% 29,8%
COVID-19-Fälle auf Intensivstationen 1.356 946
COVID-19-Fälle auf Intensivstationen
mit wahrscheinlichem Impfdurchbruch
141 213
Anteil Geimpfte auf Intensivstationen 10,4% 22,5%
Verstorbene COVID-19-Fälle 719 548
Verstorbene COVID-19-Fälle
mit wahrscheinlichem Impfdurchbruch
162 216
Anteil geimpfte Verstorbene 22,5% 39,4% ??
Quelle: Robert-Koch-Institut
Hinweis: Das RKI hat im September seine Zählweise geändert, um die Impfeffektivität präziser bestimmen zu können. Seitdem werden nur noch die COVID-19-Fälle berücksichtigt, für die der Impfstatus eindeutig angegeben ist. Die absoluten Zahlen sind damit rückwirkend nur noch bedingt vergleichbar. So führt das Institut im aktuellen Wochenbericht vom 21. Oktober insgesamt 782.349 symptomatische COVID-19-Fälle im Alter von 18 bis 59 auf, die es seit dem 31. Januar gezählt hat. Im Wochenbericht vom 23. September waren es hingegen noch 874.292 Fälle – trotz einer Zählung, die vier Wochen eher endete.

1. Nachlassende Wirkung der Impfstoffe

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte schon im August mit steigenden Impfdurchbrüchen gerechnet. Damit bezeichnen RKI und Bundesregierung Corona-Infektionen mit „klinischer Symptomatik“ bei einer vollständig geimpften Person.

„Bei allen Corona-Vakzinen steigt das Risiko eines Impfdurchbruchs nach sechs Monaten an. Wir werden also vermutlich bald mehr Fälle sehen, sobald die Impfung bei etlichen Geimpften in Deutschland mehr als ein halbes Jahr zurückliegt“, sagte Lauterbach im Sommer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Impfdurchbrüche gebe es unabhängig vom verwendeten Impfstoff.

„Die 4. Welle wird weiter gehen“, twitterte Lauterbach am Freitag. Ihm zufolge fehle es an einer systematischen Booster-Impfungs-Kampagne.

Ja, ich möchte Inhalte von Twitter angezeigt bekommen.

In Deutschland haben nach RKI-Zahlen vom Freitag bisher 1,5 Millionen Menschen eine solche Auffrischungsimpfung bekommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie ab 70 – laut Statistischem Bundesamt gibt es rund 13 Millionen Menschen in Deutschland, die 70 und älter sind. Das heißt umgekehrt: Die große Mehrheit der Älteren ist zwar geimpft, hat aber ihre Corona-Impfung noch nicht auffrischen lassen.

Laut RKI deuten zudem Analysen darauf hin, dass Menschen, die sich mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson haben impfen lassen (bundesweit immerhin 4,5 Millionen), überdurchschnittlich von Impfdurchbrüchen betroffen sind. Das Vakzin von Johnson & Johnson habe eine – im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen – „vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante“. Deswegen empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff.

2. Impfdurchbrüche mit schweren Folgen treffen vor allem Alte (und Vorerkrankte)

Der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, sagte den Funke-Zeitungen, dass Impfdurchbrüche meist Menschen träfen, deren „Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist oder die älter als 80 Jahre sind“.

Im höheren Alter falle die Immunantwort nach Impfungen insgesamt geringer aus und Impfdurchbrüche könnten häufiger auch zu einem schweren Verlauf führen, heißt es in einer Begründung der Stiko zu Booster-Impfungen.

Das bestätigte auch der Düsseldorfer Infektiologe Tom Lüdde. Ihm zufolge gebe es schwere Verläufe ganz überwiegend bei schwer vorerkrankten, hochaltrigen oder immungeschwächten Menschen. Impfungen verhinderten mit hoher Wahrscheinlichkeit schwere Verläufe, betonte Lüdde.

Das zeigen auch die RKI-Zahlen: Von den 216 geimpften Corona-Toten im Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober waren bis auf zwei alle älter als 60 Jahre. Bei den 332 Verstorbenen im selben Zeitraum, die nicht geimpft waren, waren hingegen 29 jünger als 60.

Seit Ende Januar waren von den insgesamt 943 COVID-19-Fällen mit Impfdurchbrüchen, die verstorben sind, 695 (74 Prozent) 80 Jahre und älter. „Das spiegelt das generell höhere Sterberisiko − unabhängig von der Wirksamkeit der Impfstoffe − für diese Altersgruppe wider“, bemerkt das RKI.

3. Steigende Impfquote

Nicht zuletzt ist es pure Mathematik: Je mehr Menschen geimpft sind, desto größer wird auch der Anteil der geimpften Personen, die sich infizieren, deswegen behandelt werden müssen oder in Ausnahmefällen auch sterben. Denn eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz.

Allgemein schreibt das RKI, es sei „erwartbar“, dass mit der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden. Das liege daran, dass immer mehr Menschen geimpft seien und sich das Virus derzeit wieder vermehrt ausbreite, auch weil die Maßnahmen zurückgefahren werden. „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“

Zur Veranschaulichung: Selbst bei einer fiktiven Impfquote von 100 Prozent würde es zu Impfdurchbrüchen kommen, da keiner der Corona-Impfstoffe eine Wirksamkeit von 100 Prozent aufweist. Der Anteil der geimpften Personen unter den Infizierten würde dann bei 100 Prozent liegen, da jeder Infizierte auch geimpft ist.

Der große Unterschied zur aktuellen Situation ist aber, dass die absolute Anzahl der infizierten und hospitalisierten Menschen dann insgesamt sehr viel kleiner sein wird. Auch der Anteil schwerer oder tödlicher Verläufe sinkt mit steigender Anzahl an geimpften Personen drastisch.

Das RKI betont in seinen Wochenberichten: „Der bei Weitem größte Teil der seit der 5. KW (Kalenderwoche, Anm.d.Red.) übermittelten COVID-19-Fälle war nicht geimpft.“ Das Institut schätzt derzeit die Effektivität von Impfungen vor Hospitalisierungen auf etwa 90 Prozent (bei über 60-Jährigen auf 86 Prozent), vor Behandlungen auf Intensivstationen auf 94 Prozent (92 Prozent) sowie vor dem Tod auf 98 Prozent (87 Prozent).

Die Zahlen belegen also: Das wirksamste Mittel vor schweren oder sogar tödlichen Verläufen ist und bleibt die Impfung.

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Andreas Zumach: Russland und der Westen – Eskalation ohne Ausweg?

Andreas Zumach: Russland und der Westen – Eskalation ohne Ausweg?

Das Video könnt Ihr bei Youtube sehen, kopiert den Link dorthin… oder schlicht in die Befehlszeile Eures Browsers, von hier aus geht es nicht:     https://www.youtube.com/watch?v=eA034XI0Y1w

Für sehr Interessierte meine unbearbeiteten Notizen...

Da geht es besonders um die Thesen:

  • der zweite Weltkrieg war ein Vernichtungs und Vertreibungskrieg gegen die „slawischen Untermenschen“, daher haben wir besondere Verantwortung, uns für gedeihliche Beziehungen einsetzen,

  • Es gab das Versprechen an Gorbatschow, die Nato werde sich keinen Zoll nach Osten ausbreiten!

  • Die Klimaerwärmung können wir nur mit russischer Hilfe schaffen, dafür müssen wir Russland bei den Erneuerbaren Energien intensiv unterstützen!

  • Der Natokrieg mit 20 Jahre Aghanistan ist grandios gescheitert, jetzt müssen wir diese Diskussion über die Änderung der Politik der Menschheitsfamilie laut führen!

Dafür können wir morgen, am Samstag am Kohlmarkt um 11:00 ja schon mal anfangen

Corinna Senftleben machte ein Video, das wir sicher bald auf der Friedenszentrumseite finden werden: www.friedenszentrum.info/

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wie wir unserere Ausscheidungen nutzen können

wie wir unserere Ausscheidungen nutzen können

https://www.arte.tv/de/videos/093002-006-A/xenius-toiletten/

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Der Afghanistan-Krieg ist beendet, aber … Guantánamo…

Junge Welt oom 21.10.21

Thema  Jürgen Heiser,  20 Jahre »Krieg gegen den Terror«

Außerhalb des Rechts

Der Afghanistan-Krieg ist beendet, aber das US-Gefangenenlager in Guantánamo auf Kuba existiert immer noch

Vor dem Großen Zapfenstreich »zur Würdigung des 20jährigen Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan« am 13. Oktober 2021 hatte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, in der ARD erklärt, mit dem höchsten Militärzeremoniell vor dem Reichstag finde dieser Einsatz seinen »formalen Abschluss«. Was der General leicht dahinsagte, war indes ein langer Weg von der »uneingeschränkten Solidarität Deutschlands«, die Exkanzler Gerhard Schröder (SPD) den USA 2001 nach »9/11« versprochen hatte, bis zum chaotischen Rückzug der NATO-Allianz aus dem geschundenen Land.

Eine Woche vor dem preußischen Militärspektakel hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin den Auftakt zu einer »offenen und ehrlichen Bilanzierung« des Afghanistan-Einsatzes verkündet. Am 6. Oktober 2021 eröffnete sie unter dem Titel »20 Jahre Afghanistan – Startschuss für eine Bilanzdebatte« eine Tagung über das militärische Debakel. Sie warb für einen »offenen und kritischen Diskussionsprozess« und die »transparente Aufarbeitung« des Einsatzes. In der Öffentlichkeit wurden indes erhebliche Zweifel geäußert, was von dieser Debatte wirklich zu erwarten sei. »Ratlosigkeit« wurde der Staatsführung vor allem wegen der völlig gescheiterten Evakuierung der sogenannten Ortskräfte vorgeworfen. Die Ministerin indes beteuerte, sie löse mit ihrer Initiative vor allem »ein Versprechen an die Truppe ein«. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr hätten bewiesen, dass sie kämpfen können. Afghanistan bewege »uns alle«, predigte Kramp-Karrenbauer. General Zorn wollte bei der positiven Beurteilung seiner Chefin in nichts nachstehen. Für ihn habe »dieser Einsatz einen Sinn« gehabt. Die Truppe könne »stolz sein auf das, was sie am Hindukusch geleistet« habe.

Unkritische Aufarbeitung

Derlei oberflächliche Nachbereitungen eines fatalen Kriegseinsatzes finden derzeit in allen beteiligten NATO-Staaten statt. Schon dem Ansatz nach geht es dabei nicht um eine wirklich gründliche Analyse nach dem Abzug der Truppen der westlichen Allianz aus Afghanistan. Die Kriegsbefürworter scheinen eher bemüht, den seit dem 7. Oktober 2001 von der Regierung unter George W. Bush entfesselten Krieg zu rechtfertigen, ohne die unzähligen Kriegsverbrechen und Kriegsopfer thematisieren zu wollen. Das »Costs of War«-Projekt der Boston University schätzt, dass es mehrere Hunderttausende Tote unter der Zivilbevölkerung in der Region gab. Die Zahl der Vertriebenen bzw. Geflüchteten geht in die Millionen.¹

Gegenstand der umfassenden Kritik des »Krieges gegen den Terror«, der mit der Intervention in Afghanistan begann, war seit dem 11. Januar 2002 auch das US-Gefangenenlager »Camp X-Ray« auf dem Gelände des US-Marinestützpunkts Guantanamo Bay Naval Base in Kuba. Wie mit Röntgenstrahlen (X-Ray) wollten die Planer des Pentagon und der CIA in dem Komplex alle Gefangenen »bis auf die Knochen« durchleuchten, die seit Beginn des Afghanistan-Krieges in ihre Hände geraten waren. Von 2002 bis heute waren das insgesamt 779 minderjährige und erwachsene männliche Gefangene, die dort ohne Rechtsgrundlage auf unbestimmte Zeit interniert wurden. Heute sind es immer noch 39 Männer, gegen die das auf einer völligen Kontaktsperre basierende Haftstatut vollstreckt wird.

Wer wie Kramp-Karrenbauer über einen »offenen und kritischen Diskussionsprozess« und eine »transparente Aufarbeitung« des Afghanistan-Krieges redet, darf über das Folterlager Guantanamo nicht schweigen. Sowohl die aktuell amtierende Berliner Koalition als auch künftige BRD-Regierungen werden deshalb im Rahmen der überfälligen Bilanzierung des Kriegseinsatzes auch für die Existenz des Folterlagers Guantanamo und alle dort begangenen Menschenrechtsverletzungen Verantwortung übernehmen müssen.

Der US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay Naval Base befindet sich an der Südspitze der Republik Kuba. Seit dem Sieg der Kubanischen Revolution im Jahr 1959 fordert Havanna von Washington die Auflösung der Militärbasis, die 1903 errichtet wurde. Kuba war ebenso wie Puerto Rico 1898 von der US-Armee erobert worden und aus dem Besitz der spanischen Krone in den Kolonialbesitz der Vereinigten Staaten übergegangen. Auf beiden Inseln errichteten die USA Marinebasen, als sei das ein Naturgesetz.

Zuletzt sorgte die US-Marinebasis Guantanamo Bay im September für Aufmerksamkeit, als bekannt wurde, dass die US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE plant, ein auf dem Gelände bestehendes Internierungslager namens »Migrant Operations Center« (MOC) zu vergrößern. Dort sollen, wie schon einmal in den 1990er Jahren, haitianische Migranten eingesperrt werden, die dem Elend ihrer Heimat entfliehen und in die USA einwandern wollen.

Weltweit berüchtigt wurde der Stützpunkt jedoch, als die Bush-Regierung 2002 dort ein Hochsicherheitscamp errichten ließ. Es war die klare Absicht nach den Anschlägen vom 11. September 2001, im Antiterrorkrieg gemachte Gefangene der zivilen US-Gerichtsbarkeit und dem Schutz des Völkerrechts zu entziehen. Nach eingehenden Analysen des Pentagon war die im US-Militärjargon »Gtmo« (sprich »Gitmo«) abgekürzte Marinebasis dazu bestens geeignet. Die zumeist in Afghanistan und seinen Nachbarstaaten sowie in Nordafrika ergriffenen Männer waren faktisch Kriegsgefangene. Durch ihre Internierung als »ungesetzliche Kombattanten« in »Gitmo« wurde ihnen jedoch der Schutz der Genfer Konventionen verweigert.

Der Fall Kurnaz

Die Komplizenschaft der BRD bei der Duldung des ungesetzlichen Lagers in Guantánamo verdeutlichte sich am Fall Kurnaz. Der Deutschtürke Murat Kurnaz aus Bremen war im November 2001 von der pakistanischen Polizei festgenommen, gegen ein Kopfgeld an die US-Streitkräfte in Afghanistan übergeben und von Januar 2002 bis August 2006 in Guantanamo ohne Anklage inhaftiert worden. Kurnaz beschrieb diese fürchterliche Erfahrung in seinem 2007 erschienenen autobiographischen Buch »Fünf Jahre meines Lebens«. Als 19jähriger war er einer der ersten Gefangenen im neu eröffneten »Camp X-Ray«. Kurnaz schilderte detailliert die psychische und physische Folter, der er bereits während seiner Gefangenschaft in Afghanistan und dann vor allem in Guantanamo unterworfen wurde.

Deutsche Sicherheitsbehörden, die in die Vernehmungen von Kurnaz in Guantanamo durch die CIA einbezogen worden waren, hatten verhindert, dass der Bremer Ende 2002 freikam. Die zuständigen US-Stellen waren zu dem Schluss gekommen, dass Kurnaz kein »Terrorist«, sondern nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sei. Deshalb schlugen sie vor, dass Kurnaz nach Deutschland zurückkehren könne. Doch die deutschen Behörden empfahlen, ihn lieber in die Türkei abzuschieben, woraufhin die USA ihr Angebot zurückgezogen und Kurnaz weiter schmoren ließen.

Nach längerem Hin und Her wurde Kurnaz dann doch entlassen. Er kehrte im August 2006 nach Deutschland zurück. Wie zuvor sein Anwalt Bernhard Docke erhob Kurnaz nun persönlich schwere Vorwürfe gegen die Regierung unter Gerhard Schröder, seine Entlassung im Jahr 2002 vereitelt zu haben. Wie zwei Untersuchungsausschüsse des Bundestages in der Folge feststellten, war es der Bremer CDU-Innensenator Thomas Röwekamp, der sich dabei besonders hervorgetan hatte. Röwekamp versagte Kurnaz nämlich schon 2004 präventiv die Wiedereinreise. Die Begründung lautete: Die unbefristete Aufenthaltserlaubnis des türkischen Staatsbürgers sei »wegen eines mehr als sechsmonatigen Auslandsaufenthalts erloschen«. Die vorgeschriebene Verlängerung der Wiedereinreisefrist habe Kurnaz (der nach wie vor in Guantanamo saß und also handlungsunfähig war) nicht beantragt. Ersonnen hatte diesen Trick ein damals zuständiger Referatsleiter im Bundesinnenministerium. Sein Name: Hans-Georg Maaßen. Der von Spiegel online als »Referatsleiter Gnadenlos« Titulierte lieferte damit Gründe für einen der Untersuchungsausschüsse zum Fall Kurnaz. Das Verwaltungsgericht Bremen hingegen entschied, Kurnaz’ Aufenthaltserlaubnis sei weiterhin gültig, da er nachweislich verhindert gewesen sei, »rechtzeitig die erforderliche Genehmigung für eine längere Abwesenheit ohne Verlust des Aufenthaltsrechtes einzuholen«.

Ein von Bernhard Docke angerufenes US-Gericht hatte zuvor im Januar 2005 entschieden, die von der US-Regierung verhängte Einstufung des Mandanten als »ungesetzlicher Kombattant« sei unbegründet und seine Inhaftierung folglich rechtswidrig gewesen. Es habe auch in den dem Gericht bekannten Geheimakten zu keiner Zeit Beweise für Kurnaz’ angebliche Verbindungen zu Al-Qaida sowie eine »besondere Bedrohung der USA« durch ihn gegeben. Im Oktober 2006 stellte dann auch die Bremer Staatsanwaltschaft das ursprünglich 2002 vom Karlsruher Generalbundesanwalt eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen »Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung« gegen Kurnaz ein.

Kampf um Menschlichkeit

Am Montag, dem 27. September 2021, bestand das US-Militärgefängnis in Guantánamo 7.200 Tage. Aus diesem Anlass demonstrierten Gegner des Lagers vor dem Weißen Haus in Washington. Mit dabei der im Jemen geborene Mansoor Adayfi, allerdings nur per Videoschaltung. Denn der ehemalige Gefangene, der 14 Jahre in »Gitmo« eingesperrt war, darf sein Exilland Serbien nicht verlassen. Die Einwilligung, sich nach Belgrad abschieben zu lassen, war Vorbedingung für seine Entlassung aus dem karibischen Folterlager.

In seinem im August 2021 in den USA erschienenen Buch »Don’t Forget Us Here. Lost and Found at Guantánamo« (»Vergesst uns hier nicht: Verloren und gefunden in Guantánamo«) erinnert Adayfi daran, dass es viele unschuldig in den Malstrom des »War on Terror« geratene Gefangene in Guantanamo gab und gibt. Adayfi fordert, das Lager endlich zu schließen – und mit ihm gleich die ganze US-Marinebasis.

Adayfi wurde in »Camp X-Ray« namenlos. Die Entpersönlichung war und ist in dem Lager Programm, Folterprogramm. Adayfi war nur noch »Häftling Nr. 441«, seit er als 18jähriger in die Fänge seiner Peiniger geriet und 14 Jahre ohne Anklage eingesperrt wurde. Weite Strecken dieses Leidensweges war er nackt und mit Klebeband auf dem Mund sowie einem Sack über dem Kopf stumm, taub und blind gemacht. In seinem Buch beschreibt Adayfi den Horror seiner Gefangenschaft und wie er und seine Leidensgefährten trotz allem ihren Verstand bewahrt, Solidarität aufgebaut und diese von Menschen geschaffene Hölle letztlich überlebt haben.

Offizielle Stellungnahmen von US-Regierungsstellen oder gar eine Art Wiedergutmachung gibt es nicht. Sie sind auch nicht zu erwarten. Doch es gibt in den USA Menschen, die nicht vergessen wollen, dass nach dem Ende der offiziellen militärischen Präsenz der NATO-Staaten in Afghanistan das Folterlager »Gitmo« für Gefangene aus diesem Krieg weiter fortbesteht.

Ronald Chernow, Expräsident der Schriftstellervereinigung PEN America, nannte Adayfis »bahnbrechendes Werk« eine »Führung durch die alptraumhafte Landschaft von Guantanamo« Die »beiläufige Grausamkeit und der organisierte Sadismus« müssten jedem US-Politiker »die Schamesröte ins Gesicht treiben«. Angesichts des »erbitterten Widerstands eines unschuldigen Jemeniten, der in ein höllisches Gefängnis gesteckt wurde«, hofft Chernow, dass sein Lebenszeugnis »eine längst überfällige Abrechnung mit den Schrecken von Guantanamo und seinen vielen Opfern auslösen wird«.² Adayfi zeige auf, »wie eine angeblich moralische Nation zu einem staatlichen Sponsor von Folter« werde«, so der Drehbuchautor und Pulitzer-Preisträger Dave Eggers.

Für Melissa Fleming, UN-Untergeneralsekretärin für globale Kommunikation, war Adayfi in der Haft »ein bemerkenswerter junger Mann, der sich nicht durch ritualisierte psychische und physische Folter brechen ließ«. Durch mutigen Widerstand und unerschütterlichen Glauben habe er sich seine Würde bewahrt und durch das Aufzeichnen seines Falles »ein Fenster von verblüffender Menschlichkeit in einen Ort geöffnet, der für immer geheimgehalten werden sollte«.

Gekidnappt und verkauft

Dieses Fenster hatten zuvor auch schon andere Leidensgefährten Adayfis aufgestoßen. So 2015 der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi, der wie Adayfi von 2002 bis 2016 in »Gitmo« interniert war und mit seinem Buch »Das Guantanamo-Tagebuch« aus der Haft heraus über seine Lage berichtete. Das Werk konnte indes erst erscheinen, nachdem seine Anwälte die Herausgabe des Manuskripts in einem jahrelangen Rechtsstreit mit dem Pentagon erzwungen hatten.

Für Slahi war aufgrund seiner eigenen Erfahrung wichtig, dass Adayfi »nun endlich selbst zu Wort kommt«, nachdem jahrelang nur die »offizielle Version seiner Geschichte zu hören und zu lesen war, wie sie von seinen Entführern erzählt wurde«. Nach 14 Jahren »schwerster Menschenrechtsverletzungen und täglicher Demütigungen, die den menschlichen Geist brechen sollen«, sei es »schon ein Sieg, überhaupt zu sprechen«, so Slahi. Mit Adayfis Bericht »über den Kampf der Gefangenen von Guantanamo um ihre Menschlichkeit« werde »die offizielle Geschichte über diese Männer vom Kopf wieder auf die Füße gestellt« und das Folterlager Guantanamo »als das gezeigt, was es ist: eine entsetzliche Schande und ein sinnloser Misserfolg«.

Der heute 38jährige Mansoor Adayfi wurde in dem kleinen jemenitischen Dorf Raymah geboren und wuchs mit elf Brüdern und Schwestern in einer »konservativen Großfamilie« auf, wie er am 27. September 2021 in einem Interview mit dem US-Sender Democracy Now! erzählte. Nach dem Besuch der Grundschule zog er zu einer Tante in die Hauptstadt Sanaa, um eine weiterführende Schule zu besuchen. Nach dem Abitur arbeitete er in Vorbereitung auf sein Studium in dem von der jemenitischen Regierung finanzierten Islamischen Institut in Sanaa als Betreuer ausländischer Studierender. Als »Sprungbrett in sein Studium« nahm er den Auftrag des Institutsleiters an, für eines seiner Buchprojekte in Afghanistan zu recherchieren.

In Afghanistan geriet er jedoch kurz vor seiner Heimreise in einen Hinterhalt afghanischer Warlords, die sich zunächst nur für sein Auto interessierten. Doch dann kam den Kriegern eine andere Idee. Die US-Luftwaffe hatte in Afghanistan Flugblätter abgeworfen, in denen von hohen Belohnungen für die »Ergreifung und Auslieferung von Terroristen« berichtet wurde. »Die Afghanen fanden heraus, dass man mehr Geld bekommt, wenn man den Amerikanern hochrangige Leute liefert«, erklärte Adayfi. »Der Preis lag zwischen 5.000 und 200.000 bis 500.000 US-Dollar.« Also kidnappten die geschäftstüchtigen Warlords Adayfi und verkauften ihn gegen ein hohes Kopfgeld als angeblichen »Ägypter mittleren Alters«, der ein wichtiger »Al-Qaida-General« und ein »Insider der Anschläge von 9/11« sei, an die CIA.

Ort der Folter

Noch in Afghanistan wurde Adayfi in einer »Black Site«, einem Haft- und Folterraum der CIA an unbekanntem Ort, gefoltert, um ihn zu einem Geständnis zu zwingen. »Dort hing ich wochenlang in der Dunkelheit von der Decke, nackt, geschlagen, mit Stromschlägen traktiert (…), bis nur noch Schmerz übrig war.« Adayfi versuchte herauszufinden, was seine Peiniger von ihm hören wollten. Die Wahrheit, dass er studieren wollte, erst 18 Jahre alt war, aus dem Jemen kam, kein Kämpfer von Al-Qaida sei und Amerika nicht hasse, wollten sie nicht hören. »Sie wollten, dass ich zugebe, dass ich ein Mann namens Adel bin, ein ägyptischer Al-Qaida-Rekrutierer, ein Terrorist, der Bombenanschläge plant.« Also gab er ihnen, was sie wollten, damit die Schmerzen aufhörten. »Wenn Sie es so wollen, dann werde ich Ihr Adel sein.« Aber für ihn war es noch lange nicht vorbei, denn »jetzt wollten sie Details, die ich ihnen nicht geben konnte«. Wenn er nun »keinen Wert mehr für sie hätte«, was würden sie dann mit ihm machen? In diesem Moment sei ihm klar geworden, dass er einen Teil von sich verloren hatte. »Der Schmerz, die Fragen und die Folter veränderten mich, und ich wusste nicht mehr, wer ich war.« Der Mensch, den die Warlords an die CIA verkauft hatten, sei in diesem Moment »für immer verschwunden«.

So wurden und werden in inquisitorischen Folterverhören jene »Terroristen« gemacht, die als Begründung für imperiale Kriege, »Regime-Change« und »Nation-Building« gebraucht werden. Oder für die Zerstörung funktionierender Gesellschaften, die sich nicht den selbsterklärten westlichen Herren der Welt unterwerfen wollen.

Als sich erwies, dass Adayfi kein Al-Qaida-General war, verloren die CIA-Agenten das Interesse an ihm. Aber er wurde nicht freigelassen. Blind und orientierungslos in einem Sack verschnürt, verschleppten ihn US-Soldaten zunächst ins berüchtigte US-Militärgefängnis am Flughafen von Kandahar. »Und von Kandahar aus wurde ich mit denselben Verhörakten weitergeschickt nach Guantanamo«, so Adayfi. Nach einem unendlich scheinenden Flug in einer alten Militärmaschine mit einer unbekannten Zahl von Mitgefangenen, alle gefesselt und blind und taub gemacht, gingen für Adayfi in »Gitmo« die Verhöre weiter.

Das war 2002. Dass es am Ende 14 Jahre werden würden, viele Jahre davon in Einzelhaft, konnte Adayfi nicht ahnen. 779 andere Gefangene teilten sein Schicksal. Sie kamen aus 50 Nationen mit 20 verschiedenen Sprachen und sollten in Isolation und qualvollen Verhören gegeneinander ausgespielt werden. Aber die Folterer »verstanden nicht, dass jedes Verhör, jede Misshandlung uns alle trotz unserer Unterschiede näher zusammenbrachte«, schreibt Adayfi im Buch. »Dieser Ort namens Guantanamo hatte uns zu Brüdern gemacht, und wir passten aufeinander auf, egal woher wr kamen und wer wir waren.«

»Was die meisten Menschen nicht wissen über Guantanamo, ist sein wirklicher Zweck«, so Adayfi. Es sei nicht darum gegangen, »die Sicherheit der USA zu gewährleisten«. Das Lager werde die »Insel außerhalb des Gesetzes« genannt. Sein einziger Zweck sei, dass dort das internationale Recht nicht gelte. »Die Genfer Konventionen gelten nicht. Amerikanisches Recht gilt nicht. Kubanisches Recht gilt nicht. Nichts gilt an diesem Ort. Es ist nur ein dunkles Loch, eine ›Black Site‹ innerhalb der Militärbasis.« An diesem geheimen Folterort sei Forschung betrieben worden wie im Labor, »über ›erweiterte Verhörtechnik‹, also erweiterte Foltertechnik«. »Wir wurden in Einzelhaft gehalten, an uns wurden Experimente durchgeführt. Wenn wir bestraft wurden, alles wurde für die Experimente genutzt – unsere Religion, unser tägliches Leben, Essen, Kleidung, Medizin, Gespräche, Frischluft. Alles wurde für diese Experimente verwendet. Und es gab immer einen Psychologen, der diese Experimente überwachte.«

Appell an Biden

Dagegen habe nur das Prinzip Hoffnung geholfen. »Hoffnung, das war eine Frage von Leben und Tod«, sagte Adayfi. Im Buch beschreibt er eindrücklich, wie sie als Gefangene trotz aller Restriktionen sich dagegen wehrten, die Hoffnung zu verlieren. »Also mussten wir uns gegenseitig unterstützen und versuchen, am Leben zu bleiben.«

Als Mansoor Adayfi am 27. September per Video dem Protest vor dem Weißen Haus zugeschaltet wurde, überreichte ein Bündnis zahlreicher Menschenrechtsorganisation zusammen mit der Anwaltsinitiative »Close Guantanamo« eine Petition mit 330.000 Unterschriften. Die Petition erinnert US-Präsident Joseph Biden daran, dass er wie schon sein demokratischer Vorgänger Barack Obama das Militärgefängnis schließen wollte. Es sei nach wie vor »ein internationales Symbol für Ungerechtigkeit«, das »einer Handvoll Männern, die weiterhin ohne Anklage oder Prozess inhaftiert sind, großen Schaden« zufüge. Die Schließung von Guantanamo sei »ein notwendiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit, Rechenschaftspflicht und Versöhnung«. Jetzt sei es »an der Zeit, mutig und schnell zu handeln«.³

Anmerkungen:

1 Siehe zu den Toten und Verletzten infolge der verschiedenen nach 2001 geführten Kriege und Militäroperationen: Joachim Guilliard: Eine furchtbare Bilanz. Die humanitären Kosten westlicher Interventionen nach »Nine Eleven« – ein Überblick, jW, 5.10.2021

2 Dieses und folgende Zitate sind dem Buch entnommen: Mansoor Adayfi: »Don’t Forget Us Here: Lost and Found in Guantánamo«, New York 2021

3 https://actionnetwork.org/petitions/sign-the-petition-president-biden-must-close-guantanamo-prison.

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Stromnetzausfälle

Stromnetz

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromnetz#Netzzust%C3%A4nde

Vergleich der wichtigsten Stromnetzausfälle in den USA und weltweit (1) https://crushtymks.com/smart-grid/1466-comparison-of-major-power-grid-failures-in-us-and-around-the-world-1.html

Vergleich der wichtigsten Stromnetzausfälle 1

Vergleich der wichtigsten Stromnetzausfälle 2

https://crushtymks.com/smart-grid/1465-comparison-of-major-power-grid-failures-in-us-and-around-the-world-2.html

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Egbert Scheunemann

Egbert Scheunemann ist für seine genialen Pläne bekannt, die ich schätze und andere für Demagogie halten.

Hier eine Aussage zu „automobilem Wahnsinn“…

Gesendet: Dienstag, 19. Oktober 2021 um 19:26 Uhr Von: „Egbert Scheunemann“ <mail@egbert-scheunemann.de> An: „Egbert Scheunemann I“ <mail@egbert-scheunemann.de> Betreff: Autokosten heftig unterschätzt …

Liebe politisch Interessierte, ja stimmt, Sie haben lange nichts von mir gehört. Und ich will Sie auch gar nicht mit den vielen – positiven wie negativen – Gründen aufhalten, warum das so war (und womöglich auch ein bisschen so bleiben wird). Also gleich zum Thema, dem automobilen Wahnsinn. Und auch hier muss ich Sie nicht lange mit Begründungen aufhalten, warum dieses Thema en vogue ist, auf der Agenda steht, in den Medien hoch und runter diskutiert wird – dem Klimawandel sei’s gedankt, um nicht zu sagen: „gedankt“. Konkreter Anlass meiner neuen Intervention gegen den automobilen Wahnsinn ist eine Studie, die zwar schon im letzten Jahr publiziert wurde, mir aber irgendwie durch die Lappen gegangen war. Ihre Quintessenz, dass nämlich Autofahrerinnen und (meine Erfahrung) besonders Autofahrer die wahren Gesamtkosten ihres Automobils in der Regel dramatisch unterschätzen, können Sie z. B. hier nachlesen: www.sueddeutsche.de/auto/autos-kosten-umwelt-1.4885295 Hier nur ein kurzes Zitat aus dieser Quelle: „Während die tatsächlichen monatlichen Ausgaben für Abnutzung, Steuer, Versicherung und etwa Werkstattbesuche der Studie zufolge im Durchschnitt bei rund 425 Euro liegen, geben die Deutschen ihre Kosten im Schnitt mit 204 Euro an. Beim Benzin hätten die Befragten noch gut gelegen. Bei den anderen Kosten aber taten sich massive Wissenslücken auf. “ Das entspricht genau meiner Erfahrung über Jahrzehnte hinweg, seitdem ich mich mit dem automobilen Wahnsinn näher beschäftige (vgl. www.egbert-scheunemann.de/Autowahn-II-Scheunemann.pdf): Autofahrer haben sehr oft kaum eine Vorstellung von den wahren Kosten, die ihnen ihr Automobil verursacht – und sie reagieren abwehrend und nicht selten aggressiv, wenn man ihnen diese Kosten vorrechnet. Kaum ein Mensch hört es gerne, wenn ihm klargemacht wird, dass er seit langen Jahren oder womöglich schon Jahrzehnten in einem zentralen Bereich seines Lebens grandiosen finanziellen und zeitökonomischen Bockmist gebaut hat und noch immer baut. Mein Appell also nach wie vor: Schaffen Sie Ihr Auto ab – und reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit von einer Fünf- auf eine Vier-Tage-Woche. Sie werden dadurch einen zeitökonomischen und (!) finanziellen Gewinn habe, also mehr Zeit – und mehr Geld! Sie glauben mir nicht? Hier (S. 4-5) habe ich es im Detail vorgerechnet: www.egbert-scheunemann.de/Das-gute-Leben-Scheunemann.pdf Anbei finden Sie auch eine Auflistung der wirklichen Kosten (pro Kilometer, pro Monat) vieler Hundert Automarken, zusammengestellt vom ADAC – einer nicht unbedingt autofeindlichen Institution also. Sie werden staunen … Schöne Grüße! Egbert Scheunemann PS: Ach ja, meine „Chronik …“ gibt es übrigens auch noch: www.egbert-scheunemann.de/Chronik-des-neoliberalen-Irrsinns-17.pdf — Absender: Egbert Scheunemann Oelkersallee 32 D-22769 Hamburg Tel.: +49(0)40-4397000 Mobil (bitte nur in dringenden Fällen): +49(0)163-6834501 www.egbert-scheunemann.de/lektorat

    _______________________________________-

Hier etwas zu Corona: Corona-Krise – Zwischenbilanz und lesenswerte Beiträge, Stand 3.5.2020

Hier sein aktueller Bericht über seinen Vorschlag für eine gründliche Verbesserung unserer Parteiendemokratie: „Mehr radikale Demokratie wagen – jenseits der Parteizwänge!

Hier ein neues sehr kurzes Werk (knapp 4 Seiten), das einen sehr einfachen Weg zur Lösung der Klimakrise weist…

  •  

Und hier seine Verdammung des Neoliberalismus: „Der Jahrhundertfluch“

ansonsten ist da sein Hinweis auf des Rentensystem

Und der Hinweis auf  CETA und TTIP, wozu Egbert Scheunemann m.E. einen guten Überblick gibt.

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Walden Bello, China…

Ein Buch über den Westen und China aus südlicher Sicht…  Knapp 100 Seiten…

 

CHINA https://focusweb.org/wp-content/uploads/2019/10/A4_ChinaAnImperialPower_BLEED.pdf

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codepink…

www.codepink.org

US-Friedensaktivistin Medea Benjamin warnte vor Afghanistan-Intervention,

https://www.internationale-friedensfabrik-wanfried.org/post/us-friedensaktivistin-warnte-vor-afghanistan-intervention-jetzt-vor-wahn-feindschaft-mit-china

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Linke: Wie bringen wir uns ein in die Gesellschaft?

Analyse des Misserfolgs:

1. Stimme von Linken:

Betreff: Frieden-Links: Das Debakel war vorauszusehen.docx
Datum: Wed, 6 Oct 2021 10:10:00 +0200
Von: Willi van Ooyen <willi.van_ooyen@t-online.de>
An: Willi van Ooyen <willi.van_ooyen@t-online.de>

 

 

Erklärung von Frieden-Links: 

Das Debakel war vorauszusehen – was lernen wir daraus? 

Im Wahlkampf gerierte sich die LINKE als ob die nur von ihr angestrebte „rot-rot-grüne“ Koalition bereits bestünde und als ob die LINKE nicht nur Garantin einer echt linken Koalition wäre, die SPD ein wenig sozialer, die Grünen konsequent ökologisch machen könne. Rund eine Million ihrer Wählerinnen und Wähler gaben dann aber ihre Stimme zu ziemlich gleichen Teilen lieber den beiden Originalen. Statt des Mitregierens auf kaum wärmendem Flämmchen mit vielleicht einem Staatssekretärsposten hat sich die Stimmenzahl der linken Opposition halbiert.

Der kluge Gedanke Veränderung beginnt mit Opposition stammt von der Vorgängerpartei der LINKEN, der PDS. Als Oppositionskraft hatte die LINKE einen Gebrauchswert, sie hat Alternativen wachgehalten, und wurde deshalb von vielen gewählt. Als Regierungspartei im Wartestand, bereit, Grundsatzpositionen, vor allem in der NATO-Frage, aufzugeben, hat sie sich selbst überflüssig gemacht. Wenn DIE LINKE sich erholen, d.h. zu sich selbst zurückfinden will, muss sie sich nicht, wie es neudeutsch heißt, neu erfinden, sondern zu ihrem Programm, zu Opposition und Widerspruch zurückfinden. Ob sie dazu die Kraft findet, ist offen.

Obwohl: Die Themen der Linken liegen auf der Straße bzw. sind längst in ihrem noch immer gültigen Parteiprogramm festgeschrieben.

  • Die Friedensfrage (und die NATO-Mitgliedschaft) waren schon Jahre lang der LINKEN als das entscheidende Hemmnis für eine Regierungsbeteiligung vorgehalten worden. Ein Festhalten an dieser Position war das Markenzeichen der Partei. Das konsequente Beharren auf dieser Position schlug die Brücke zum sozialpolitischen Schwerpunkt der Partei: Statt 2% des Bruttosozialprodukts für Aufrüstung und gigantische neue Rüstungsprojekte zur Verfügung zu stellen – was alle Parteien, die jetzt über eine mögliche Koalition verhandeln, als selbstverständlich akzeptieren – wäre dies ein zentraler Interventionspunkt für die LINKE gewesen.

  • Denn hier liegen die Mittel für eine gerechtere Gesellschaft und für einen wirtschaftlichen Umbau, der die Produktion gesellschaftlich nützlicher Güter ermöglicht. Hier liegt auch der Schlüssel zu einer sozial-ökologischen Konversion. Damit würde die auch ohne direkte Kriegsführung bereits gigantische Ressourcenverschwendung und Treibhausgasbelastung durch die weltweite imperiale Militärpräsenz auf Militärbasen, dem Wasser und in der Luft beendet.

  • Auslandseinsätze werden weiterhin das Markenzeichen der Bundeswehr bleiben. Nicht umsonst wurde sie umbenannt von „Verteidigungsarmee“ zu „Armee im Einsatz“. Dies artikuliert klar und deutlich den Willen zur (imperialistischen) Intervention. Sie erfolgt teils durch Berufung auf Mandate der UN, teils unter Berufung auf Mandate der EU, der die Mandatierung solcher Interventionen völkerrechtlich nicht zusteht. Die Berufung auf UN-Mandate erfolgt dann im Rahmen sogenannter Blauhelmmissionen, deren Aufgabenstellung längst einem Wandel hin zum Interventionismus der großen westlichen Mächte verkommen ist: So waren die frühen Blauhelmeinsätze dadurch gekennzeichnet, dass nur kleine und neutrale Staaten Blauhelmtruppen stellen sollten, um so Großmachtinteressen fernzuhalten, und dass diese Truppen nur zur Selbstverteidigung Waffen tragen sollten.

  • Nur die konsequente Kritik am herrschenden Kapitalismus und der Umbau der Gesellschaft in Richtung auf eine an den Interessen der Menschen orientierte Wirtschaft (Wohnen, Gesundheit, Umwelt) unter Verzicht der im besten Falle unproduktiven enormen Rüstungsgüter machen solche dringend erforderlichen Reformen in Richtung auf eine humane und sozialistische Gesellschaft möglich. Sie sind Voraussetzung für ein gutes Leben.

  • Als Sahnehäubchen für die friedenspolitische Argumentation kam in den letzten Wahlkampftagen noch die Flucht der NATO-Vormacht aus Afghanistan hinzu, die die Richtigkeit der zwanzigjährigen Analysen und Forderungen der LINKEN an diesem Kriegseinsatz, wie an den anderen Auslandseinsätzen bestätigte. Diese Steilvorlage der Zeitgeschichte wurde nicht argumentativ aufgenommen. Die Partei war in keiner der großen Streitfragen ob Corona-Pandemie, Klimawandel oder Konfrontation gegen Russland und China als Opposition hör- und sichtbar.

Es mag bitter erscheinen, aber es ist die einzige Alternative: Harte, konsequente, programmkonforme Oppositionsarbeit ist der einzige Weg zurück zu politischer Identität und zu Glaubwürdigkeit beim Souverän. Eine Chance für sichtbare und wirksame Oppositionspolitik ist immerhin der Erhalt des Fraktionsstatus, der von jenen drei Wackeren errungen wurde, die in Berlin und Leipzig Direktmandate erkämpften.

05.10.2021 Berlin, Bremen, Düsseldorf, Edermünde, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg

Reiner Braun, Berlin, International Peace Bureau, Kampagne Stopp Air Base Ramstein
Wolfgang Gehrcke, Berlin, Ex-MdB DIE LINKE. | Kristine Karch, Düsseldorf, Co-Sprecherin internationales Netzwerk „No to war-no to NATO“, Kampagne Stopp Air Base Ramstein | Prof. Dr. Karin Kulow, Berlin, Nahost- und Islamwissenschaftlerin | Ekkehard Lentz, Bremen, Sprecher Bremer Friedensforum | Pascal Luig, Berlin, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V. (NatWiss), Kampagne Stopp Air Base Ramstein | Willi van Ooyen, Frankfurt/M. Aktivist der Friedens- und Sozialforumsbewegung, Bundesauschuss Friedensratschlag, Ostermarschbüro | Prof. Dr. Norman Paech, Hamburg, Jurist und emeritierter Professor für Politikwissenschaft und für Öffentliches Recht | Karl Heinz Peil, Frankfurt/M. Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V., verantwortlicher Redakteur des ‚Friedensjournal‘ | Christiane Reymann, Berlin, Autorin | Prof. Dr. Werner Ruf, Edermünde, Kasseler Friedensforum, Mitglied des Gesprächskreises Friedens- und Sicherheitspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung | Bernhard Trautvetter, Essen, Mitbegründer Netzwerk Schule ohne Bundeswehr NRW, Sprecher Essener Friedensforum, VVN-BdA, GEW

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Medea Benjamin warnte vor Afghanistan-Intervention, jetzt vor „Wahn“-Feindschaft mit China

  • Wolfgang Lieberknecht

Video

US-Friedensaktivistin warnte vor Afghanistan-Intervention, jetzt vor „Wahn“-Feindschaft mit China

Medea Benjamin: Afghanistan-Krieg war „Melkkuh“ für das Pentagon und viele US-Firmen. Die Tragödie besteht darin, dass der Abzug der USA aus Afghanistan für die Regierung Biden eine Chance ist, sich auf unseren Hauptgegner zu konzentrieren, den sie China nennt. Sie warnt auch davor, dass das Ende des Afghanistankrieges die Regierung Biden ermutigen wird, mehr Geld und Ressourcen in eine Rivalität mit China zu stecken. Das rechtfertigt diesen gigantischen Pentagon-Haushalt, der so viele unserer Ressourcen verschlingt. Und es ist eine wahnhafte Vorstellung, dass wir uns auf China als Feind konzentrieren sollten – es ist ein Land mit mehr als einer Milliarde Menschen, es ist ein Atomstaat -, besonders zu einer Zeit, in der wir mit China zusammenarbeiten müssen, um Probleme wie das Klima, wie die Pandemie, wie die weltweite Armut zu lösen. Medea Benjamin ist die Co-Gründerin der frauengeführten US-Friedensorganisation Code-Pink: Die führt seit Monaten die Kampagne „China ist nicht unser Feind“.

 Wir sprechen mit der Mitbegründerin von CodePink, Medea Benjamin, die seit Jahren ein Ende des längsten Krieges in der Geschichte der USA fordert, über die Situation in Afghanistan und den Druck auf Biden, länger zu bleiben. „Wir wollten nicht, dass er so endet, und man hätte besser planen sollen, wie man die Menschen aus dem Land bringt, aber wir waren uns darüber im Klaren, dass wir nie wollten, dass die USA in den Krieg ziehen“, sagt Benjamin. Sie warnt auch davor, dass das Ende des Afghanistankrieges die Regierung Biden ermutigen wird, mehr Geld und Ressourcen in eine Rivalität mit China zu stecken. „Es ist eine wahnhafte Idee, dass wir uns auf China als Feind konzentrieren sollten“, sagt sie.

 

Dies ist eine Eilabschrift. Der Text ist möglicherweise nicht in seiner endgültigen Form.

AMY GOODMAN: Dies ist Democracy Now!, democracynow.org, der Bericht über Krieg und Frieden. Ich bin Amy Goodman, und wir setzen unseren Blick auf den US-Rückzug aus Afghanistan und das Ende von Amerikas längstem Krieg mit der führenden Antikriegsaktivistin Medea Benjamin, Mitbegründerin von CodePink, fort. Seit Jahrzehnten wird sie aus Anhörungen im Kongress, aus Reden des Präsidenten und aus politischen Kongressen von Sicherheitskräften herausgezerrt, wenn sie und andere zum Frieden aufrufen. Präsident Biden will die Evakuierungen in Afghanistan bis zum 31. August beenden, steht aber unter Druck, länger zu bleiben.

 

Medea, wenn Sie damit beginnen könnten, über Ihre Reaktion auf die Fokussierung aller Medien auf das Chaos und die Katastrophe, die derzeit in Kabul für so viele Afghanen herrscht, zu sprechen? Aber Sie haben immer den Blickwinkel erweitert. Seit Jahrzehnten protestieren Sie gegen den Krieg der USA in Afghanistan. Sollte er Ihrer Meinung nach so enden?

MEDEA BENJAMIN: Natürlich wollten wir nicht, dass er so endet, und es hätte besser geplant werden müssen, um die Menschen aus dem Land zu bringen, aber wir waren uns darüber im Klaren, dass wir nie wollten, dass die USA dort einmarschieren. Und jedes Jahr haben wir immer wieder gesagt: „Raus hier“.

Es war faszinierend, Bilal und ihm zuzuhören, wie sie über die Korruption in Afghanistan sprachen. Und ich musste immer wieder an diesen Goldesel denken, der der Krieg in Afghanistan war, gegen den wir all die Jahre gekämpft haben – wir wurden auch aus den Versammlungen der Anteilseigner herausgezerrt, von Halliburton bis General Dynamics -, um an all die Unternehmen zu denken, die von diesem Krieg profitiert haben, und wie sie es waren, die den Krieg am Laufen hielten, indem sie ihr Geld in Lobbygruppen steckten. Denken Sie nur an General Dynamics, Boeing, Raytheon und ihre Ausgaben von 34 Millionen Dollar allein in diesem Jahr für die Lobbyarbeit unserer Regierung.

 

Wir müssen einen Weg finden, Amy, darüber nachzudenken, was in diesen 20 Jahren geschehen ist, und uns diese Auftragnehmer ansehen, die die gesamte Logistik bereitstellen und das US-Militär privatisiert haben. Tatsächlich hatten wir in diesen 20 Jahren in Afghanistan zu vielen Zeiten mehr US-Vertragsnehmer als US-Soldaten. Ich denke also, dass wir eine Menge Rechenschaft ablegen müssen. Und ich hoffe, dass wir, wenn diese chaotische und schreckliche Phase vorbei ist, in der Lage sein werden, uns anzusehen, wer tatsächlich profitiert hat, wohin das ganze Geld geflossen ist, warum es passiert ist und wie wir verhindern können, dass es wieder passiert.

AMY GOODMAN: Afghanistan verfügt über Mineralien im Wert von etwa einer Billion Dollar, und die Länder kämpfen jetzt weltweit um ihre Position. Sie haben davor gewarnt, dass die USA ihre Anti-China-Rhetorik verschärfen. Was im Moment nicht so sehr beachtet wird, ist, dass Vizepräsidentin Harris auf einer Südasienreise ist. Sie war gerade in Singapur. Dann flog sie nach Vietnam. Sie hat vor China im Südchinesischen Meer gewarnt. Können Sie uns etwas über die gegenwärtig stattfindenden Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sagen?

MEDEA BENJAMIN: Die Tragödie besteht darin, dass der Abzug der USA aus Afghanistan für die Regierung Biden eine Chance ist, sich auf unseren Hauptgegner zu konzentrieren, den sie China nennt. Das rechtfertigt diesen gigantischen Pentagon-Haushalt, der so viele unserer Ressourcen verschlingt. Und es ist eine wahnhafte Vorstellung, dass wir uns auf China als Feind konzentrieren sollten – es ist ein Land mit mehr als einer Milliarde Menschen, es ist ein Atomstaat -, besonders zu einer Zeit, in der wir mit China zusammenarbeiten müssen, um Probleme wie das Klima, wie die Pandemie, wie die weltweite Armut zu lösen.

China geht nach Afghanistan und wird mit der neuen afghanischen Regierung zusammenarbeiten, um die Infrastruktur aufzubauen. Wo ist denn die ganze Infrastruktur, die die USA in den letzten 20 Jahren nicht aufgebaut haben? Warum haben sie Afghanistan, das von einem der reichsten Länder der Welt – uns, den Vereinigten Staaten – besetzt worden war, als eines der verarmtesten Länder der Welt zurückgelassen? Die USA sollten eigentlich von China lernen, dass sie, anstatt mit Bomben und Kugeln in Länder zu gehen, herausfinden sollten, wie sie beim Aufbau der Infrastruktur und der Wirtschaft helfen können, das wäre eine Win-Win-Situation.

AMY GOODMAN: Was schulden die USA Ihrer Meinung nach den Menschen in Afghanistan?

MEDEA BENJAMIN: Wir sind der Meinung, dass die USA eine enorme Verantwortung tragen, nicht nur dafür, die Afghanen herauszuholen, wie wir es jetzt versuchen, sondern auch für die Millionen von Afghanen, die nach 20 Jahren Krieg in einer schrecklichen Situation zurückgeblieben sind. Sie haben gestern eine großartige Sendung über die humanitäre Krise ausgestrahlt, Amy. Wir haben das Gefühl, dass die USA jetzt ihren Wirtschaftskrieg gegen Afghanistan nutzen werden, um diese humanitäre Krise zu verschärfen, indem sie 9 Milliarden Dollar, die Afghanistan gehören, in US-Banken zurückhalten, indem sie mit anderen Ländern in Europa und dem IWF zusammenarbeiten, um die Finanzierung zurückzuhalten. Wir müssen nicht mit den Taliban befreundet sein, aber wir können auch nicht die Feinde sein, denn die Opfer werden die Afghanen sein. Wir müssen ihre Gelder freigeben. Wir müssen großzügige humanitäre Hilfe leisten. Tatsächlich sollten die USA den gesamten Dringlichkeitsantrag des UNHCR, des Flüchtlingshilfswerks, in Höhe von 350 Millionen Dollar finanzieren, denn das entspricht gerade einmal eineinhalb Tagen Krieg in Afghanistan. Wir schulden also den Menschen, deren Leben wir in den letzten 20 Jahren zerstört haben, eine Menge.

AMY GOODMAN: Während die Kämpfe im Kongress um die Ausgaben toben, ich meine, Sie haben das massive Infrastrukturgesetz, das das Repräsentantenhaus gerade verabschiedet hat, den Rahmen von 3,5 Billionen Dollar, aber es gibt auch den Haushalt des Pentagon. Können Sie abschließend darüber sprechen, was Ihrer Meinung nach geschehen muss und welche Lehren aus Afghanistan zu ziehen sind?

MEDEA BENJAMIN: Das ist genau der Punkt, an dem wir als Volk in den Vereinigten Staaten ansetzen müssen, um zu sagen, dass dieses epische Versagen in Afghanistan uns zeigt, dass Militarismus nicht der richtige Weg ist, um auf Probleme zu reagieren, dass wir den Pentagon-Haushalt um die Hälfte kürzen müssen, wie Barbara Lee vorgeschlagen hat, um 350 Milliarden Dollar freizumachen, die wir für die Bewältigung der wirklichen Krise des Klimas, der Armut, der Infrastruktur, die wir brauchen, und für die Unterstützung von Ländern auf der ganzen Welt und unseres eigenen Landes bei der Bewältigung der Pandemie und für ein vernünftiges Gesundheitssystem verwenden können. Und ich fordere alle Unterstützer von Democracy Now! auf, sich unserem Aufruf an alle Mitglieder des Kongresses und an das Weiße Haus anzuschließen und zu sagen: „Kürzt den Militärhaushalt um die Hälfte.“ Das ist die verantwortungsvollste Art, auf diese Tragödie von 20 Jahren kolossalen Versagens in Afghanistan zu reagieren.

AMY GOODMAN: Medea Benjamin, Mitbegründerin von CodePink, Autorin einer Reihe von Büchern, darunter Drone Warfare: Töten per Fernsteuerung.

Neue Untersuchung der Kosten des Afghanistan-Krieges:

Medea Benjamin ist die Co-Gründerin der frauengeführten US-Friedensorganisation Code-Pink: Die führt seit Monaten die Kampagne „China ist nicht unser Feind:

IST CHINA EINE IMPERIALE MACHT NACH DEM VORBILD DES WESTENS?

Im Gegensatz zum Westen hat das moderne China nur selten rohe Gewalt angewandt, um sich Zugang zu Ressourcen zu verschaffen oder seine Märkte zu erweitern – außer im Südchinesischen Meer.

 

IS CHINA AN IMPERIAL POWER IN THE IMAGE OF THE WEST?

Unlike the West, modern China has seldom used brute force to access resources or expand markets — except, notably, in the South China Sea.

By Walden Bello | November 13, 2019

https://fpif.org/is-china-an-imperial-power-in-the-image-of-the-west/

Medea Bennamin
https://www.internationale-friedensfabrik-wanfried.org/post/us-friedensaktivistin-warnte-vor-afghanistan-intervention-jetzt-vor-wahn-feindschaft-mit-china
 

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Eine tolle  Diskussion auf Transparenz TV mit Eicke Weber von der FDP und Hans-Josef Fell von den Grünen, die jeweils die Klimafreaks ihrer Parteien sind und sagen, wie Zukunft geht!

WAR DIE WAHL EINE KLIMAWAHL?    https://youtu.be/fnTyYjKhpvM

https://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/kommentare-interviews/franz-alt-war-die-wahl-eine-klimawahl/

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Die Pandemie der Angst und die Krise des Kapitalismus

https://off-guardian.org/2021/10/08/the-fear-pandemic-and-the-crisis-of-capitalism/

8. Oktober 2021
Die Pandemie der Angst und die Krise des Kapitalismus
Colin Todhunter

Im Oktober 2019 warnte der ehemalige Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, in einer Rede auf einer Konferenz des Internationalen Währungsfonds, dass die Welt schlafwandelnd auf eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise zusteuere, die verheerende Folgen für das, wie er es nannte, „demokratische Marktsystem“ haben werde.

King zufolge steckt die Weltwirtschaft in einer Wachstumsfalle fest, und die Erholung von der Krise von 2008 sei schwächer als die nach der Großen Depression. Er kam zu dem Schluss, dass es für die Federal Reserve und andere Zentralbanken an der Zeit sei, Gespräche mit Politikern hinter verschlossenen Türen aufzunehmen.

Am 16. September stiegen die Zinssätze auf dem Markt für Wertpapierpensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) in die Höhe. Die Federal Reserve griff ein und intervenierte vier Tage lang mit 75 Milliarden Dollar pro Tag, so viel wie seit der Krise 2008 nicht mehr.

Laut Fabio Vighi, Professor für kritische Theorie an der Universität Cardiff, startete die Fed damals ein geldpolitisches Notprogramm, bei dem wöchentlich Hunderte von Milliarden Dollar in die Wall Street gepumpt wurden.

In den letzten 18 Monaten haben wir unter dem Deckmantel einer „Pandemie“ erlebt, wie Volkswirtschaften geschlossen, kleine Unternehmen zerschlagen, Arbeitnehmer arbeitslos gemacht und die Rechte der Menschen zerstört wurden. Abriegelungen und Beschränkungen haben diesen Prozess begünstigt.

Der Zweck dieser so genannten „öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen“ hat wenig mit der öffentlichen Gesundheit zu tun und viel mit der Bewältigung einer Krise des Kapitalismus und letztlich der Umstrukturierung der Wirtschaft.

Der Neoliberalismus hat die Einkommen und Leistungen der Arbeitnehmer gekürzt, Schlüsselsektoren der Wirtschaft ausgelagert und alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, um die Nachfrage aufrechtzuerhalten und finanzielle Schneeballsysteme zu schaffen, in die die Reichen weiterhin investieren und davon profitieren können.

Die Rettungsaktionen für den Bankensektor nach dem Crash von 2008 waren nur eine vorübergehende Atempause. Der Absturz kehrte mit einem viel größeren Knall zurück, und zwar vor Covid, zusammen mit milliardenschweren Rettungsaktionen.

Der dystopische „große Reset“, den wir derzeit erleben, ist eine Reaktion auf diese Krise. Dieser Reset sieht eine Umgestaltung des Kapitalismus vor.

Fabio Vighi beleuchtet die Rolle der „Pandemie“ bei all dem:

…einige mögen sich fragen, warum die gewöhnlich skrupellosen herrschenden Eliten beschlossen haben, die globale Profitmaschine angesichts eines Krankheitserregers, der fast ausschließlich die Unproduktiven (über 80) trifft, einzufrieren“.

Vighi beschreibt, wie die Weltwirtschaft in der Zeit vor den Koviden am Rande eines weiteren kolossalen Zusammenbruchs stand, und berichtet, wie die Schweizer Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, BlackRock (der mächtigste Investmentfonds der Welt), die Zentralbanker der G7 und andere daran arbeiteten, einen massiven bevorstehenden finanziellen Zusammenbruch abzuwenden.

Die Weltwirtschaft war dabei, unter einem untragbaren Schuldenberg zu ersticken. Viele Unternehmen konnten nicht genug Gewinn erwirtschaften, um die Zinszahlungen für ihre eigenen Schulden zu decken, und hielten sich nur durch die Aufnahme neuer Kredite über Wasser. Sinkende Umsätze, gedrückte Gewinnspannen, begrenzte Cashflows und stark fremdfinanzierte Bilanzen nahmen überall zu.

Lockdowns und die weltweite Aussetzung von Wirtschaftstransaktionen sollten es der Fed ermöglichen, die maroden Finanzmärkte (unter dem Deckmantel des COVID) mit frisch gedrucktem Geld zu fluten und gleichzeitig die Realwirtschaft herunterzufahren, um eine Hyperinflation zu vermeiden.

Vighi sagt:

…der Aktienmarkt brach (im März 2020) nicht zusammen, weil Lockdowns verhängt werden mussten; vielmehr mussten Lockdowns verhängt werden, weil die Finanzmärkte zusammenbrachen. Mit den Lockdowns kam es zur Aussetzung von Geschäftstransaktionen, was die Nachfrage nach Krediten dämpfte und die Ansteckung stoppte. Mit anderen Worten: Die Umstrukturierung der Finanzarchitektur durch eine außerordentliche Geldpolitik war davon abhängig, dass der Motor der Wirtschaft abgestellt wurde.

Das Ganze lief auf eine milliardenschwere Rettungsaktion für die Wall Street unter dem Deckmantel der COVID-„Entlastung“ hinaus, gefolgt von einem laufenden Plan zur grundlegenden Umstrukturierung des Kapitalismus, der vorsieht, dass kleinere Unternehmen in den Konkurs getrieben oder von Monopolen und globalen Konzernen aufgekauft werden, um diesen räuberischen Konzernen weiterhin rentable Gewinne zu sichern, sowie die Vernichtung von Millionen von Arbeitsplätzen infolge von Schließungen und beschleunigter Automatisierung.

Der Autor und Journalist Matt Taibbi bemerkte 2020:

Es behält alle Grausamkeiten des freien Marktes für diejenigen bei, die in der realen Welt leben und arbeiten, verwandelt aber die Papierwirtschaft in ein staatliches Protektorat, das von einer Art Trump’scher Geldmauer umgeben ist, die die Anlegerklasse vor Verlustängsten schützen soll. Diese Finanzwirtschaft ist ein Fantasiekasino, in dem die Gewinne real sind, die Verluste aber durch kostenlose Jetons gedeckt werden. Für einen kleinen Teil der Gesellschaft wird das Scheitern aus dem kapitalistischen Geschäft herausgeschrieben.

Das Weltwirtschaftsforum sagt, dass die Bürger bis 2030 alles, was sie benötigen, „mieten“ werden. Das bedeutet, dass das Recht auf Eigentum ausgehöhlt (oder möglicherweise persönliches Vermögen beschlagnahmt) und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher eingeschränkt werden, untermauert durch die Rhetorik des Abbaus der Staatsverschuldung oder des „nachhaltigen Konsums“, die zur Legitimierung der bevorstehenden Sparmaßnahmen infolge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs verwendet werden. Die Rechnung für die „COVID-Entlastungspakete“ werden die Bürgerinnen und Bürger bezahlen.

Wenn die finanziellen Rettungsmaßnahmen nicht nach Plan verlaufen, könnten weitere Verbote verhängt werden, die vielleicht unter dem Vorwand des „Virus“, aber auch des „Klimanotstands“ gerechtfertigt werden.

Nicht nur das Großfinanzwesen wurde gerettet. Auch die zuvor angeschlagene Pharmaindustrie hat dank der COVID-Impfstoffe eine massive Rettungsaktion (öffentliche Mittel für die Entwicklung und den Kauf der Impfstoffe) und eine Rettungsleine erhalten.

Die Abriegelungen und Beschränkungen, die wir seit März 2020 erleben, haben dazu beigetragen, die Gewinne der globalen Handelsketten und der E-Commerce-Giganten zu steigern und ihre Vorherrschaft zu festigen. Gleichzeitig wurden durch die Maßnahmen der COVID-Regierung Grundrechte ausgehebelt.
Kapitalismus und Arbeit

Wesentlich für diese „neue Normalität“ ist der Zwang, individuelle Freiheiten und persönliche Freiheiten zu beseitigen. Ein bedeutender Teil der Arbeiterklasse gilt seit langem als „überflüssig“ – diese Menschen wurden auf dem Altar des Neoliberalismus geopfert. Sie verloren ihre Arbeitsplätze durch Automatisierung und Offshoring.

Seitdem ist dieser Teil der Bevölkerung auf karge staatliche Sozialleistungen und heruntergekommene öffentliche Dienste angewiesen oder hat, wenn er Glück hat“, unsichere, schlecht bezahlte Jobs im Dienstleistungssektor.

Nach dem Crash von 2008 wurden die einfachen Menschen weiter an den Rand gedrängt. Nach einem Jahrzehnt der „Austerität“ in Großbritannien – einem neoliberalen Angriff auf die Lebensbedingungen der einfachen Leute, der unter dem Deckmantel der Eindämmung der Staatsverschuldung nach den Bankenrettungen durchgeführt wurde – verglich ein führender UN-Armutsexperte die Sozialpolitik der Konservativen mit der Einrichtung von Arbeitshäusern im 19. Jahrhundert und warnte, dass den ärmsten Menschen Großbritanniens ein einsames, armes, gemeines, brutales und kurzes Leben bevorsteht, wenn die Austerität nicht beendet wird.

Philip Alston, der UN-Berichterstatter für extreme Armut, warf den Ministern vor, die Auswirkungen ihrer Politik zu leugnen. Er beschuldigte sie der „systematischen Verarmung eines bedeutenden Teils der britischen Bevölkerung“.

In einem weiteren Bericht aus dem Jahr 2019 machte die Denkfabrik Institute for Public Policy Research die Politik der Regierung für mehr als 130.000 Todesfälle in Großbritannien seit 2012 verantwortlich. Dem Bericht zufolge hätten diese Todesfälle verhindert werden können, wenn die Verbesserungen in der öffentlichen Gesundheitspolitik nicht als direkte Folge der Sparmaßnahmen ins Stocken geraten wären.

Nach Angaben der Trussell Group hat die Lebensmittelarmut im Vereinigten Königreich in den letzten 10 Jahren zugenommen und die Abhängigkeit von Lebensmittelbanken ist gestiegen.

Und in einem vernichtenden Bericht über die Armut im Vereinigten Königreich von Professor David Gordon von der Universität Bristol wurde festgestellt, dass sich fast 18 Millionen Menschen keine angemessenen Wohnverhältnisse leisten können, dass 12 Millionen zu arm sind, um an gemeinsamen sozialen Aktivitäten teilzunehmen, dass jeder Dritte es sich nicht leisten kann, seine Wohnung im Winter angemessen zu heizen, und dass vier Millionen Kinder und Erwachsene nicht ausreichend ernährt werden (die Bevölkerung Großbritanniens wird auf rund 66 Millionen geschätzt).

In einem Bericht des New Policy Institute aus dem Jahr 2015 wurde zudem festgestellt, dass die Gesamtzahl der von Armut betroffenen Menschen im Vereinigten Königreich in nur zwei bis drei Jahren um 800.000 von 13,2 auf 14,0 Millionen gestiegen ist.

Unterdessen berichtete der Equality Trust 2018, dass die „Sparjahre“ für die reichsten 1.000 Menschen im Vereinigten Königreich alles andere als karg waren. Sie hatten ihr Vermögen allein in einem Jahr (2017-2018) um 66 Milliarden Pfund, in fünf Jahren (2013-2018) um 274 Milliarden Pfund und ihr Gesamtvermögen auf 724 Milliarden Pfund gesteigert – deutlich mehr als die ärmsten 40 % der Haushalte zusammen (567 Milliarden Pfund).

Das sind nur einige der Grausamkeiten des „freien Marktes“ für diejenigen, die in der realen Welt leben und arbeiten. Und all diese Härten gingen den Schließungen voraus, die in der Folge Leben, Lebensgrundlagen und Gesundheit zerstört haben, wobei Krebsdiagnosen und -behandlungen sowie andere Erkrankungen aufgrund der Schließung von Gesundheitsdiensten vernachlässigt wurden.

In der aktuellen Wirtschaftskrise erleben wir, wie viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt ihrer Existenzgrundlage beraubt werden. In Anbetracht der sich abzeichnenden KI und der fortgeschrittenen Automatisierung von Produktion, Vertrieb und Dienstleistungserbringung werden Massenarbeitskräfte nicht mehr benötigt.

Dies wirft grundlegende Fragen über die Notwendigkeit und die Zukunft von Massenbildung, Wohlfahrts- und Gesundheitsfürsorge sowie von Systemen auf, die traditionell dazu dienten, die für die kapitalistische Wirtschaftstätigkeit erforderliche Arbeitskraft zu reproduzieren und zu erhalten.

Mit der Umstrukturierung der Wirtschaft verändert sich das Verhältnis von Arbeit und Kapital. Wenn Arbeit eine Bedingung für die Existenz der arbeitenden Klassen ist, warum sollte man dann in den Augen der Kapitalisten ein Reservoir an (überschüssiger) Arbeit aufrechterhalten, das nicht mehr benötigt wird?

Die COVID-Politik führt zu einer Konzentration von Reichtum, Macht und Eigentum: Nach Untersuchungen von Oxfam werden die Milliardäre der Welt im Jahr 2020 3,9 Billionen Dollar hinzugewinnen, während die arbeitende Bevölkerung 3,7 Billionen Dollar verliert.

Während große Teile der Bevölkerung in die Dauerarbeitslosigkeit abrutschen, sind die Herrschenden des Widerspruchs und Widerstands der Massen überdrüssig. Wir sind Zeugen eines sich entwickelnden Biosicherheitsüberwachungsstaates, der darauf abzielt, Freiheiten zu beschneiden – von der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit bis hin zu politischem Protest und Redefreiheit.

Auch die globalen Auswirkungen sind immens. Kaum einen Monat nach Inkrafttreten der COVID-Agenda sahen sich der IWF und die Weltbank bereits mit einer Flut von Hilfsanträgen von Entwicklungsländern konfrontiert, die um Rettungsmaßnahmen und Kredite baten.

Eine ideale Tarnung für die Wiederbelebung der Weltwirtschaft durch eine massive Schuldenkrise und die anschließende Privatisierung von Staatsvermögen.

Im Jahr 2020 erklärte der Präsident der Weltbankgruppe, David Malpass, dass man den ärmeren Ländern „helfen“ werde, nach den verschiedenen Sperren wieder auf die Beine zu kommen, aber diese „Hilfe“ werde an die Bedingung geknüpft, dass die neoliberalen Reformen weiter verankert werden.

Mit anderen Worten, die De-facto-Privatisierung von Staaten (die alle Nationen, ob reich oder arm, gleichermaßen betrifft), die (vollständige) Aushöhlung der nationalen Souveränität und die auf Dollar lautenden Schulden führen zu einer weiteren Stärkung des Einflusses und der Macht der USA.

In einem System des Überwachungskapitalismus von oben nach unten, in dem ein immer größerer Teil der Bevölkerung als „unproduktiv“ und „unnütze Esser“ gilt, werden Begriffe wie Individualismus, liberale Demokratie und die Ideologie der freien Wahl und des Konsumverhaltens von der Elite als „unnötiger Luxus“ betrachtet, ebenso wie politische und bürgerliche Rechte und Freiheiten.

Wir brauchen nur einen Blick auf die anhaltende Tyrannei in Australien zu werfen, um zu sehen, wohin andere Länder sich entwickeln könnten. Wie schnell hat sich Australien von einer „liberalen Demokratie“ in einen brutalen totalitären Polizeistaat mit endlosen Abriegelungen verwandelt, in dem Versammlungen und Proteste nicht geduldet werden.

Im Namen des Gesundheitsschutzes geschlagen, zu Boden geworfen und mit Gummigeschossen beschossen zu werden, macht ebenso viel Sinn wie die Zerstörung ganzer Gesellschaften durch sozial und wirtschaftlich zerstörerische Abriegelungen, um „Leben zu retten“.

Es macht genauso viel Sinn wie das Tragen von Masken und die Verhängung sozialer Abgrenzungen, die nicht wissenschaftlich untermauert sind, der Missbrauch und die Fehlerhaftigkeit von PCR-Tests, die Kennzeichnung völlig gesunder Menschen als „Fälle“, die absichtlich aufgeblähten COVID-Todeszahlen, die Verbreitung gefährlicher experimenteller Impfstoffe im Namen der Gesundheit und das Schüren von Angst, Verlassen auf die gefälschten Modelle von Neil Ferguson, Zensur der Debatte über all dies und die Erklärung einer weltweiten „Pandemie“ durch die WHO auf der Grundlage einer sehr niedrigen Zahl von globalen „Fällen“ Anfang 2020 (44.279 „Fälle“ und 1.440 angebliche COVID-Todesfälle außerhalb Chinas bei einer Bevölkerung von 6. 4 Milliarden).

Das ist wenig bis gar nicht logisch. Betrachtet man die Geschehnisse jedoch als eine Krise des Kapitalismus, so ergibt das Ganze viel mehr Sinn.

Die Sparmaßnahmen, die auf den Crash von 2008 folgten, waren schon schlimm genug für die einfachen Leute, die immer noch unter den Auswirkungen litten, als die erste Sperre verhängt wurde.

Die Behörden sind sich darüber im Klaren, dass es dieses Mal tiefere, härtere Auswirkungen und weitreichendere Veränderungen geben wird, und sie scheinen darauf zu beharren, dass die Massen strenger kontrolliert und an ihre kommende Knechtschaft gewöhnt werden müssen.
Colin Todhunter ist Spezialist für Entwicklung, Ernährung und Landwirtschaft und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centre for Research on Globalization in Montreal.

The Fear Pandemic and the Crisis of Capitalism

Colin Todhunter

In October 2019, in a speech at an International Monetary Fund conference, former Bank of England governor Mervyn King warned that the world was sleepwalking towards a fresh economic and financial crisis that would have devastating consequences for what he called the “democratic market system”.

According to King, the global economy was stuck in a low growth trap and recovery from the crisis of 2008 was weaker than that after the Great Depression. He concluded that it was time for the Federal Reserve and other central banks to begin talks behind closed doors with politicians.

In the repurchase agreement (repo) market, interest rates soared on 16 September. The Federal Reserve stepped in by intervening to the tune of $75 billion per day over four days, a sum not seen since the 2008 crisis.

At that time, according to Fabio Vighi, professor of critical theory at Cardiff University, the Fed began an emergency monetary programme that saw hundreds of billions of dollars per week pumped into Wall Street.

Over the last 18 months or so, under the guise of a ‘pandemic’, we have seen economies closed down, small businesses being crushed, workers being made unemployed and people’s rights being destroyed. Lockdowns and restrictions have facilitated this process.

The purpose of these so-called ‘public health measures’ has little to do with public health and much to do with managing a crisis of capitalism and ultimately the restructuring of the economy.

Neoliberalism has squeezed workers income and benefits, offshored key sectors of economies and has used every tool at its disposal to maintain demand and create financial Ponzi schemes in which the rich can still invest and profit from.

The bailouts to the banking sector following the 2008 crash provided only temporary respite. The crash returned with a much bigger bang pre-Covid along with multi-billion-dollar bailouts.

The dystopian ‘great reset’ that we are currently witnessing is a response to this crisis. This reset envisages a transformation of capitalism.

Fabio Vighi sheds light on the role of the ‘pandemic’ in all of this:

…some may have started wondering why the usually unscrupulous ruling elites decided to freeze the global profit-making machine in the face of a pathogen that targets almost exclusively the unproductive (over 80s).”

Vighi describes how, in pre-Covid times, the world economy was on the verge of another colossal meltdown and chronicles how the Swiss Bank of International Settlements, BlackRock (the world’s most powerful investment fund), G7 central bankers and others worked to avert a massive impending financial meltdown.

The world economy was suffocating under an unsustainable mountain of debt. Many companies could not generate enough profit to cover interest payments on their own debts and were staying afloat only by taking on new loans. Falling turnover, squeezed margins, limited cashflows and highly leveraged balance sheets were rising everywhere.

Lockdowns and the global suspension of economic transactions were intended to allow the Fed to flood the ailing financial markets (under the guise of COVID) with freshly printed money while shutting down the real economy to avoid hyperinflation.

Vighi says:

…the stock market did not collapse (in March 2020) because lockdowns had to be imposed; rather, lockdowns had to be imposed because financial markets were collapsing. With lockdowns came the suspension of business transactions, which drained the demand for credit and stopped the contagion. In other words, restructuring the financial architecture through extraordinary monetary policy was contingent on the economy’s engine being turned off.”

It all amounted to a multi-trillion bailout for Wall Street under the guise of COVID ‘relief’ followed by an ongoing plan to fundamentally restructure capitalism that involves smaller enterprises being driven to bankruptcy or bought up by monopolies and global chains, thereby ensuring continued viable profits for these predatory corporations, and the eradication of millions of jobs resulting from lockdowns and accelerated automation.

Author and journalist Matt Taibbi noted in 2020:

It retains all the cruelties of the free market for those who live and work in the real world, but turns the paper economy into a state protectorate, surrounded by a kind of Trumpian Money Wall that is designed to keep the investor class safe from fear of loss. This financial economy is a fantasy casino, where the winnings are real but free chips cover the losses. For a rarefied segment of society, failure is being written out of the capitalist bargain.”

The World Economic Forum says that by 2030 the public will ‘rent’ everything they require. This means undermining the right of ownership (or possibly seizing personal assets) and restricting consumer choice underpinned by the rhetoric of reducing public debt or ‘sustainable consumption’, which will be used to legitimise impending austerity as a result of the economic meltdown. Ordinary people will foot the bill for the ‘COVID relief’ packages.

If the financial bailouts do not go according to plan, we could see further lockdowns imposed, perhaps justified under the pretext of ‘the virus’ but also ‘climate emergency’.

It is not only Big Finance that has been saved. A previously ailing pharmaceuticals industry has also received a massive bailout (public funds to develop and purchase the vaccines) and lifeline thanks to the money-making COVID jabs.

The lockdowns and restrictions we have seen since March 2020 have helped boost the bottom line of global chains and the e-commerce giants as well and have cemented their dominance. At the same time, fundamental rights have been eradicated under COVID government measures.

Capitalism and labour

Essential to this ‘new normal’ is the compulsion to remove individual liberties and personal freedoms. A significant part of the working class has long been deemed ‘surplus to requirements’ – such people were sacrificed on the altar of neo-liberalism. They lost their jobs due to automation and offshoring.

Since then, this section of the population has had to rely on meagre state welfare and run-down public services or, if ‘lucky’, insecure low-paid service sector jobs.

What we saw following the 2008 crash was ordinary people being pushed further to the edge. After a decade of ‘austerity’ in the UK – a neoliberal assault on the living conditions of ordinary people carried out under the guise of reining in public debt following the bank bail outs – a leading UN poverty expert compared Conservative welfare policies to the creation of 19th-century workhouses and warned that, unless austerity is ended, the UK’s poorest people face lives that are “solitary, poor, nasty, brutish, and short”.

Philip Alston, the UN rapporteur on extreme poverty, accused ministers of being in a state of denial about the impact of policies. He accused them of the “systematic immiseration of a significant part of the British population”.

In another 2019 report, the Institute for Public Policy Research think tank laid the blame for more than 130,000 deaths in the UK since 2012 at the door of government policies. It claimed that these deaths could have been prevented if improvements in public health policy had not stalled as a direct result of austerity cuts.

Over the past 10 years in the UK, according to the Trussell Group, there has been rising food poverty and increasing reliance on food banks.

And in a damning report on poverty in the UK by Professor David Gordon of the University of Bristol, it was found that almost 18 million cannot afford adequate housing conditions, 12 million are too poor to engage in common social activities, one in three cannot afford to heat their homes adequately in winter and four million children and adults are not properly fed (Britain’s population is estimated at around 66 million).

Moreover, a 2015 report by the New Policy Institute noted that the total number of people in poverty in the UK had increased by 800,000, from 13.2 to 14.0 million in just two to three years.

Meanwhile, The Equality Trust in 2018 reported that the ‘austerity’ years were anything but austere for the richest 1,000 people in the UK. They had increased their wealth by £66 billion in one year alone (2017-2018), by £274 billion in five years (2013-2018) and had increased their total wealth to £724 billion – significantly more than the poorest 40% of households combined (£567 billion).

Just some of the cruelties of the ‘free market’ for those who live and work in the real world. And all of this hardship prior to lockdowns that have subsequently devastated lives, livelihoods and health, with cancer diagnoses and treatments and other conditions having been neglected due to the shutdown of health services.

During the current economic crisis, what we are seeing is many millions around the world being robbed of their livelihoods. With AI and advanced automation of production, distribution and service provision on the immediate horizon, a mass labour force will no longer be required.

It raises fundamental questions about the need for and the future of mass education, welfare and healthcare provision and systems that have traditionally served to reproduce and maintain labour that capitalist economic activity has required.

As the economy is restructured, labour’s relationship to capital is being transformed. If work is a condition of the existence of the labouring classes, then, in the eyes of capitalists, why maintain a pool of (surplus) labour that is no longer needed?

A concentration of wealth power and ownership is taking place as a result of COVID-related policies: according to research by Oxfam, the world’s billionaires gained $3.9 trillion while working people lost $3.7 trillion in 2020.

At the same time, as large sections of the population head into a state of permanent unemployment, the rulers are weary of mass dissent and resistance. We are witnessing an emerging biosecurity surveillance state designed to curtail liberties ranging from freedom of movement and assembly to political protest and free speech.

The global implications are immense too. Barely a month into the COVID agenda, the IMF and World Bank were already facing a deluge of aid requests from developing countries that were asking for bailouts and loans.

Ideal cover for rebooting the global economy via a massive debt crisis and the subsequent privatisation of national assets.

In 2020, World Bank Group President David Malpass stated that poorer countries will be ‘helped’ to get back on their feet after the various lockdowns but such ‘help’ would be on condition that neoliberal reforms become further embedded.

In other words, the de facto privatisation of states (affecting all nations, rich and poor alike), the (complete) erosion of national sovereignty and dollar-denominated debt leading to a further strengthening of US leverage and power.

In a system of top-down surveillance capitalism with an increasing section of the population deemed ‘unproductive’ and ‘useless eaters’, notions of individualism, liberal democracy and the ideology of free choice and consumerism are regarded by the elite as ‘unnecessary luxuries’ along with political and civil rights and freedoms.

We need only look at the ongoing tyranny in Australia to see where other countries could be heading. How quickly Australia was transformed from a ‘liberal democracy’ to a brutal totalitarian police state of endless lockdowns where gathering and protests are not to be tolerated.

Being beaten and thrown to the ground and fired at with rubber bullets in the name of protecting health makes as much sense as devastating entire societies through socially and economically destructive lockdowns to ‘save lives’.

It makes as much sense as mask-wearing and social-distancing mandates unsupported by science, misused and flawed PCR tests, perfectly healthy people being labelled as ‘cases’, deliberately inflated COVID death figures, pushing dangerous experimental vaccines in the name of health, ramping up fear, relying on Neil Ferguson’s bogus modelling, censoring debate about any of this and the WHO declaring a worldwide ‘pandemic’ based on a very low number of global ‘cases’ back in early 2020 (44,279 ‘cases’ and 1,440 supposed COVID deaths outside China out of a population of 6.4 billion).

There is little if any logic to this. But of course, If we view what is happening in terms of a crisis of capitalism, it might begin to make a lot more sense.

The austerity measures that followed the 2008 crash were bad enough for ordinary people who were still reeling from the impacts when the first lockdown was imposed.

The authorities are aware that deeper, harsher impacts as well as much more wide-ranging changes will be experienced this time around and seem adamant that the masses must become more tightly controlled and conditioned to their coming servitude.

Colin Todhunter specialises in development, food and agriculture and is a Research Associate of the Centre for Research on Globalization in Montreal.
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Grenoble

In Grenoble habe ich ein Auslandsjahr verbracht. Das war sehr schön…

Und dies ist ein Bild, wo ich die letzten Monate zugebracht habe. Mit einem tollen Blick auf das Tal…

grenoble – Bing images

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Anteil der geimpften COVID-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen…

Der Inhalt des Links verändert sich.

https://web.de/magazine/news/coronavirus/corona-news-live-ticker-anteil-geimpften-covid-19-patienten-intensivstationen-gestiegen-36244440

Dies ist der Inhalt um 22:00…

Anteil der geimpften COVID-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Das Patientenzimmer einer Intensivpatientin auf der Coronastation des Johanniter Krankenhauses in Duisburg. Die Pflegerin Luana Gerardi versorgt eine im Koma liegende Frau.

06:19 Uhr: Einem Medienbericht zufolge ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben) berichteten, waren von den 1.186 Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September „intensivmedizinisch versorgt“ werden mussten, 119 gegen das Virus geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. Im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September liegt der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen bei 1,84 Prozent (210 von 11.419 Fällen).

Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die Daten stammen vom Robert-Koch-Institut (RKI). Wie die Funke-Zeitungen weiter berichteten, hängt der gestiegene Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen nach Angaben von Behörden und Fachleuten vor allem mit der stark gestiegenen Zahl der Geimpften insgesamt zusammen.

Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 65 Prozent der Bevölkerung doppelt gegen das Virus geimpft. Das RKI erklärte dem Bericht zufolge: „Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“

Das Gesundheitsministerium hob laut Funke-Zeitungen die Schutzwirkung der Impfung vor einer schweren Erkrankung an Corona hervor. „Fakt ist, dass Impfungen schützen und ein fehlender Impfschutz der Hauptgrund ist, warum Personen mit einer COVID-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden müssen“, teilte das Ministerium demnach mit.

Auch der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, sagte den Funke-Zeitungen: „Die Patientinnen und Patienten mit schweren und tödlichen Corona-Verläufen sind in fast allen Fällen ungeimpft.“ Die Impfdurchbrüche mit schweren Verläufen dagegen seien noch immer im einstelligen Prozentbereich. Zudem treffe der Impfdurchbruch meist Menschen, deren „Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 80 Jahre sind“.

Der Intensivmediziner sagte demnach weiter: „Leider sehen wir auch immer mehr Menschen unter 60 mit schweren oder tödlichen Verläufen, die nicht geimpft sind“. Es gelte: „Die Corona-Impfung ist ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen.“

Anteil der geimpften COVID-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Etwa 10 Prozent den Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September „intensivmedizinisch versorgt“ werden mussten, waren gegen das Virus geimpft. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten. In den Monaten zuvor lag der Anteil deutlich niedriger.

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die Covidtherapie: Eine ganze Generation geschädigter Kinder! 

Schaut Euch dies an! Erstkassige Spezialisten stellen den groben Schaden der bisherigen Covidthearapie dar: Eine ganze Generation geschädigter Kinder! 

https://youtu.be/4IeVy7jQoz0

https://forum.sebastianrushworth.com/t/we-are-not-going-to-vaccinate-ourselves-out-of-this-covid-disease/639

Dr_NickPatron

Dies ist ein amerikanischer POV – gelegentlich etwas plump – aber buchstäblich die beste Erklärung über das Virus, – das Spike-Protein; die Varianten; die mRNA-Impfstoffe; die Verwendung von Prophylaxe – Ivermectin, Hydroxychloroquin, Zink, Vitamin D und so weiter und so fort. Diese amerikanischen Ärzte decken alle Aspekte ab, sind sehr wortgewandt, ruhig, gelehrt und respektvoll, und sie sprechen ihre gemeinsame Wahrheit.

Sie fassen zusammen: „COVID ist eine Gerinnungskrankheit, eine Gerinnungskrankheit, eine Gerinnungskrankheit“… „Wir werden uns nicht gegen diese COVID-Pandemie impfen.“ – „Wir alle müssen mehr Gespräche unter allen sachkundigen Ärzten aller Couleur darüber führen, wie diese Krankheit bekämpft werden kann – von der Prophylaxe über die Frühbehandlung bis hin zu aggressiven Ansätzen, bevor die Patienten auf der Intensivstation ankommen“ – „Ärzte aller Couleur dürfen nicht von denjenigen, die die MSM-Erzählung kontrollieren, in eine Zwangsjacke gesteckt oder aus dem Gespräch herausgehalten werden“ – „und auch nicht von der „Einheitsgröße für alle“, die von der Regierung diktiert wird, wenn es darum geht, wie sie – die Regierung als eine Stimme – uns hoi polloi sagen wird, wie sie uns aus dieser Pandemie herausholen will. …“

POI’s; „Auffrischungsimpfungen sind wie eine Grippeschutzimpfung für das Grippevirus von vor zwei Jahren“ – „Kinder verbreiten das Virus NICHT“ – „320 ungerade Kindertote in den gesamten USA – kein einziges GESUNDES KIND – definiert als ein Kind ohne Komorbiditäten – in den USA ist während der gesamten Zeit der Pandemie gestorben…nicht ein einziges! “ – „Eine Pandemie der Angst“ – „Wenn Sie COVID hatten – brauchen Sie KEINE IMPFUNG – „Kinder brauchen keine Impfungen – sie bekommen Myokarditis – eine eindeutige Nebenwirkung der Impfstoffe.“Ich empfehle Ihnen, bis zum Ende zu hören, um die wahre Botschaft zu verstehen. Ich hoffe, dass die so genannten „Fact Checkers“ von What’s App diese Diskussion nicht abwürgen.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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https://forum.sebastianrushworth.com/t/we-are-not-going-to-vaccinate-ourselves-out-of-this-covid-disease/639

We are not going to vaccinate ourselves out of this covid disease

General discussion

Dr_NickPatron

5d

This is an American POV – a plod on occasions – but literally the best explanation about The Virus, – the spike protein; The Variants ; The mRNA Vaccines; The use of prophylaxis – ivermectin, hydroxychloroquine, zinc, vitamin D and so on and so forth. These American doctors- cover all the aspects, are very articulate, calm erudite and respectful and they speak their combined truth.

Summarising – “COVID is a clotting disease, a clotting disease, a clotting disease”… “we are not going to vaccinate ourselves out of this COVID Pandemic.” – “We all need to have more conversations amongst all knowledgeable doctors of all stripes, about how to combat this disease – from prophylaxis, early treatment, aggressive approaches, before patients arrive in ICU” – “doctors of every stripe must not be straight jacketed or blocked out of the conversation by those controlling the MSM narrative” “nor the “one size fits all” approach of Government diktats, about how they – the Government as one voice – are going to tell us hoi polloi how we they intend to extract us from this pandemic. …”

POI’s; “Getting booster shots, is akin to giving a shot of a flu vaccine for the flu virus of two years ago” – “Children DON’T spread the virus” – „320 odd child deaths in the whole of the USA – Not one HEALTHY CHILD -defined as a kid with no comorbidities – in the USA over the whole time of the Pandemic has died…not one! “ – “A Pandemic of Fear” – „If you have had COVID – you do NOT NEED A VACCINATION – “Children do not need vaccinations – they get myocarditis – a definite side effect of the vaccines.”

Advise you listen right to the very end to get the real message. Hope the so called “Fact Checkers” of What’s App don’t take down this discussion.

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gute Politik

Was verstehe ich unter guter Politik?

Das werde ich hier ausarbeiten…

Es geht darum, den Zusammenhalt der Menschheitsfamilie im Sinne von Daniele Ganser zu festigen.

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