„Glück oder Untergang“

English Translation: Please look below at the end

Liebe Mitmenschen

Vor knapp 60 Jahren, am 9.7.1955 wurde das Manifest von Russell und Einstein veröffentlicht.

Einstein hatte es im April, kurz vor seinem Tod unterschrieben. Es ist kurz und knapp geschrieben und sagt, dass mit der Erschaffung der Atombombe die Menschheit bei einem vollen Einsatz von Atomwaffen voraussichtlich untergehen würde. Wenn wir es aber schaffen würden, den Krieg zu überwinden, dass dann menschliches Glück in der jeweiligen Lebenszeit erreichbar sei.

Diese Aussage haben elf der intelligentesten Menschen dieser Zeit unterschrieben.

Dass der Untergang noch nicht eingetreten ist, sagt nicht, dass sie Unrecht hatten, sondern bei genauer Betrachtung nur, dass wir viel Glück hatten.

Dazu zwei Links von General Butler, der seinerzeit für die Atomwaffen der USA verantwortlich war: „Wir entkamen dem nuklearen Holocaust durch den kalten Krieg durch eine Kombination von Fähigkeiten, Glück und göttlicher Einmischung. Dabei vermute ich die letztere als wichtigsten Anteil.“  Und er sagte, dass die  Abschreckung Wahnsinn sei: „Deterrence invokes death on a scale rivalling the power of the creator.“  „Abschreckung bedeutet eine Vernichtung in einem Maßstab, die mit der Macht des Schöpfers konkurriert.“ http://dwij.org/forum/statesperson/general_lee_butler.htm , auf Deutsch zu diesem Thema W.Sternstein: http://www.friedenskooperative.de/ff/ff01/4-62.htm )

Das Glück wird nicht für alle Zeit anhalten.

Die Aussage des Manifestes, dass wir glücklich sein könnten, soweit das materiell möglich ist, ist auch richtig. Denn wenn wir auf die ungeheuren Rüstungsausgaben für Angriffskriege verzichten, sparen wir zur Zeit über 1,25 „american trillion“, deutsche Billionen Euro pro Jahr, sagen wir eine Billionen Euro, wenn wir die Kosten reiner Verteidigung abziehen, viel mehr als den Bundeshaushalt. Wenn man die gewaltigen Schäden der Kriege, zum Beispiel im Irak, zum Beispiel in Afghanistan, zum Beispiel in Libyen dazu zählt, sparen wir gewaltige Summen, mit denen wir als Menschheit soziale und umwelttechnische Probleme ausräumen können. Damit könnten wir zum Beispiel das Verhungern beseitigen und eine Grundausbildung für alle ermöglichen.

Ich schlage Reden zu diesem Anlass am dem Tag des 60. Jahrestages der Erstveröffentlichung des Manifests, am Donnerstag, den 9.7., und Demonstrationen am Samstag, den 11.7. im Sommer vor und danach jährlich zu dem Jahrestag. Am Anfang erwarte ich noch nicht viel Resonanz, aber von Jahr zu Jahr mehr. Weiter schlage ich vor, dass wir versuchen, diesen Gedenktag zum wichtigsten Gedenktag der Menschheit zu machen, zu einem Feiertag, an dem Einstein uns im Jahr seines Todes dieses Geschenk machte, das unser Überleben sichern kann.

Diese Demonstrationen sollten möglichst in allen Dörfern und Städten weltweit erfolgen, um die Entschlossenheit der ganzen Menschheit kund zu tun, von den Gefahren der häufigen Konfrontation zu den Vorteilen zur weitgehenden Kooperation überzugehen. Das ist zwar schwierig, aber meiner Meinung nach nicht schwieriger als zum Beispiel ein Fahrrad herzustellen.

In Braunschweig werde ich auf jeden Fall eine Demonstration machen und sammele schon Leute. Meine neunzig-jährige Nachbarin hat schon zugesagt.

Und ich suche Menschen in Braunschweig, in Deutschland und der ganzen Welt, die Ideen dazu liefern. Ich habe einige gefunden, aber noch viel zu wenige.

Details zu den tödlichen Gefahren der Kriege , insbesondere dem Nuklearen Winter

Details zu meinen (unseren?) Vorschlägen: „Warum die Idee funktionieren könnte“

das Ganze in einem Flugblatt Strategie- und Aktionskonferenz

Mir wurde mehrfach gesagt, dass ich keinen Erfolg haben würde und die Mühe vergeblich sei.   Alle diese Argumente beeindrucken mich nicht.

Denn wenn mein Ansatz Erfolg hätte, wäre er ein wesentliches Instrument zur Erhöhung der Chancen der Menschheit zu Überleben und Glück. Daher versuche ich es, wenn ich auch nur mit unter 1% Wahrscheinlichkeit Erfolg hätte. Denn Karl Popper sagt, Pessimismus verführt zum Nichtstun.

Wir sind aber zum Optimismus verpflichtet!

English Translation:

Dear fellow human beings

nearly 60. years ago, at the 9.7.1955, the manifesto of Russell and Einstein was published.

Einstein subsribed it shortly before his death.

It is concise and says, that since the invention of atomic weapons humanity might perish when many are used. But when we manage to overcome wars, which always might escalate, we might reach happiness in the individual lifetime.

This document eleven of the most intelligent men of this time signed.

That the doom till now did not happen, does not say, that they were wrong, but when we consider it accurately, that we had much luck. For this two links from General Lee Butler, the general who used to be reponsible for the nuclear forces. „we escaped the Cold War without a nuclear holocaust by some combination of skill, luck and divine intervention, and I suspect the latter in greatest proportion.” And he said to the principle of deterrence: Deterrence invokes death on a scale rivalling the power of the creator.  http://dwij.org/forum/statesperson/general_lee_butler.htm

This luck will not stay for always.

The statement of the manifesto is also right, that we might be happy as much, as it is materially possible. Because we spare much more than  one trillion Dollars, when we don´t  invest in weapons and soldiers for aggression and simply defend our borders. (The USA would have „to defend“ against Mexico and Canada…, they don´t have borders with somebody else)  When we calculate additionally the huge damages of wars, for instance in Irak, Afghanistan and Libya, as humanity we spare huge amounts of money, with which we can resolve social and environmental problems. We might eliminate starvation and finance  basic training for all.

I propose speeches for the 60. anniversary of the release of the manifesto, at thursday, the 9.7., and demonstrations at saturday , the 11.7. , after this yearly to the anniversary. At the beginning I don´t exspect much resonance, but year after year more.  I propose, that we try to make this anniversary to the most important anniversary of humanity. Because Einstein days before his death an his colleagues gave us this present, which might mean the survival of humanity.

This demonstrations should happen in all the villages and cities in all the world, to demonstrat the determination of mankind to move on from confrontation to the advantages of cooperation. This is difficult, but according to my opinion technically not more difficult than producing a bicycle.

In Braunschweig I intend to make a demonstration and I am collecting people. My ninety year old neighbour has promised to participate.

I am looking for people in Braunschweig, Germany and the whole world to add their ideas. Some I have found, but I need much more.

Details to the deadly risks of wars, especially the nuclear winter.

Soma details to my proposals. „Why my idea might function“

I was told many times that my idea will not be successful and my work fruitless. But these arguments do not impress me. Because when my idea is successful (I hope that a lot of people have this idea, I do not claim the birthright.)   it would be an important instrument to improve the chances of humanity to survival and happiness. Therefore I try to have success, the chances might be as little as thinkable. The Austrian philosopher Karl Popper said, who died in London, that pessimisme leads to do nothing. That we are obliged to be optimistic!

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW (www.ippnw.de), seit 1995 im Friedenszentrum, seit 2000 in der Dachorganisation Friedensbündnis Braunschweig
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3 Kommentare zu „Glück oder Untergang“

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