„WeMove Europe“

Gesendet: Freitag, 22. Mai 2020 um 14:13 Uhr
Von: „Jörg Rohwedder – WeMove Europe“ <info@wemove.eu>
An: „Dr. med. Helmut Käß“ <helmut_kaess@web.de>
Betreff: Gute Nachricht zu PatentenKonventionell gezüchtete Tiere und Pflanzen sind nicht mehr patentierbar. Das ist unsere Erfolgsgeschichte – von Menschen, die Hand in Hand arbeiten. ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌

aktueller Newsletter Mai 2020 ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 

Lieber Dr. med. Helmut Käß,

es ist offiziell – und wir haben gewonnen: Konventionell gezüchtete Tiere und Pflanzen sind nicht patentierbar. [1] Was uns allen wohl selbstverständlich erscheint, war es für Unternehmen wie Bayer (Käufer von Monsanto), Syngenta und Carlsberg nicht: Sie haben hartnäckig für die Patente gekämpft. Ohne Patent können sie die biologische Information der Pflanzen und Tiere nicht kontrollieren und Gewinne damit erzielen!

Diese Erfolgsgeschichte ist eine längere und erzählt von Menschen, die Hand in Hand gearbeitet haben. Auch Sie, Dr. med. Helmut Käß, sind Teil dieser Geschichte, Sie haben einen unserer Appelle unterschrieben, vielleicht unseren Aufruf zum Handeln geteilt oder sogar gespendet, um diesen Erfolg möglich zu machen. Deshalb wollen wir die Höhepunkte dieser Geschichte hier mit Ihnen noch einmal Revue passieren lassen und freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen:

Im Jahr 2016 schlossen wir uns der Kampagne gegen Patente auf Nutzpflanzen wie z.B. Brokkoli, Tomaten, Melone oder Paprika an, die bis dahin vor allem in Deutschland bekannt war. Wir mobilisierten über die Grenzen hinweg und machten die Kampagne zu einer wahrlich europäischen Anstrengung. Ein paar Monate später übergab ein breites Bündnis von Organisationen mehr als 800.000 Unterschriften und forderte ein „Nein“ zu Patenten, die natürliche Organismen zum Privatbesitz multinationaler Konzerne machen. [2]

Im Sommer 2016 übergeben Landwirte, Gärtner/innen und Aktivist/innen 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere an das Europäische Patentamt in München.

Im Sommer 2016 übergeben Landwirte, Gärtner/innen und Aktivist/innen 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere an das Europäische Patentamt in München.

Mit einem Appell allein war dem Europäischen Patentamt (EPA) aber nicht beizukommen. Also organisierten wir in einem breiten Bündnis den größten offiziellen Einspruch gegen ein Patent, den das EPA je gesehen hat. Gemeinsam reichten wir fast 65.000 Beschwerden gegen ein Patent auf eine Tomate ein, unterzeichnet von Bürger/innen aus ganz Europa. Das war überwältigend – das EPA konnte sie gar nicht alle auf einmal annehmen und wir reichten sie gebündelt ein. [3]

Im Juni 2017 konfrontierten wir das EPA mit einem Protest am Amtssitz in München. Wir starteten – passend zur Stadt mit der langen Bierbrautradition – eine Kampagne gegen einen Patentantrag auf Gerste, den Brauprozess und Bier. Die Unterschriften lieferte eine Bierkutsche, ganz traditionell gezogen von sechs Pferden. Eine Blaskapelle spielte auch noch auf. [4]

Abgabe von Hunderttausenden von Unterschriften im Sommer 2017 gegen ein von der Firma Carlsberg beantragtes Patent auf Gerste, Brauerei und Bier.

Abgabe von Hunderttausenden von Unterschriften im Sommer 2017 gegen ein von der Firma Carlsberg beantragtes Patent auf Gerste, Brauerei und Bier.

Im Juli 2017 dann der erste große Erfolg in Brüssel: Als Folge der vielen Kampagnen stellte die Europäische Union klar, dass Pflanzen und Tiere keine Erfindungen des Menschen sind, sondern Natur und daher ein gemeinsames Gut. [5] Das EPA akzeptierte diese Entscheidung nicht, legte aber immerhin die Genehmigungen für anhängige Patentanträge auf Eis. Aber: Es nahm weiter neue Anträge an.

Wir kehrten also ein Jahr später nach München zurück, um den Druck aufrechtzuerhalten – diesmal pünktlich zum Oktoberfest. Zusammen mit Freiwilligen von WeMove Europe und Aktiven von Partnerorganisationen haben wir dort Tausende Bierfans angesprochen, die auf dem Weg zum Fest am Europäischen Patentamt vorbeigingen. Für uns genau der richtige Ort, um Fähnchen zu verteilen. Keine Patente für Bier: Den Besucherstrom verwandelten wir so in eine Demonstration. [6]

Bierfans auf dem Weg zum Oktoberfest gehen am EPA vorbei und werden von Aktivist/innen in vier Sprachen begrüßt. Kleine, aber tausende von Fähnchen signalisieren: Nein zu Patenten auf Bier, Brauen und Gerste.

Bierfans auf dem Weg zum Oktoberfest gehen am EPA vorbei und werden von Aktivist/innen in vier Sprachen begrüßt. Kleine, aber tausende von Fähnchen signalisieren: Nein zu Patenten auf Bier, Brauen und Gerste.

Im Sommer 2019 schlossen wir uns dann einer breiten Koalition von Umwelt- und Bauernorganisationen an und unterzeichneten einen offenen Brief ans Patentamt. Diesmal ging es darum zu zeigen, dass es nicht nur um Pflanzen geht, sondern auch um Tiere wie Schweine, Schafe und Fischarten – in diesem Fall Lachs und Forelle.[7]

Wieder im Sommer in München: Aktivist/innen einer breiten Koalition fordern ein Ende der Patente auf Pflanzen und Tiere. Dieses Mal geht es um Lachse und Forellen.

Wieder im Sommer in München: Aktivist/innen einer breiten Koalition fordern ein Ende der Patente auf Pflanzen und Tiere. Dieses Mal geht es um Lachse und Forellen.

All das ist unsere Lesart der Geschichte. Aber wie Sie sich denken können, gibt es auch eine andere: Konzerne haben sich mit Händen und Füßen gegen unsere Forderungen gestemmt. Sie haben ihre Lobbyarbeit gemacht. Aber letzte Woche hat die Große Beschwerdekammer, das höchste Rechtsorgan des Europäischen Patentamts, ihr Rechtsgutachten veröffentlicht – und uns in unserem Bemühen bestätigt. Am 14. Mai 2020 haben wir gewonnen – und wir hoffen sehr, dass diese Entscheidung einem Jahrzehnt der juristisch absurden und chaotischen Entscheidungen im EPA ein Ende bereitet.

Wie so oft, können wir auch in diesem Fall die gute Mischung aus guten Argumenten, starken und erfahrenen Partnern und einer breiten internationalen Mobilisierung feiern. So geht Macht von unten! Eine Macht, zu der wir als WeMove Europe-Gemeinschaft beitragen konnten. Das alles verdanken wir Ihnen und jedem einzelnen von uns – indem wir Appelle mit unserem guten Namen unterzeichnen, Forderungen mit Freunden und Familie teilen und spenden, wenn wir können.

Unser besonderer Dank gilt unseren Partnern No Patents on Seeds und Campact. 2016 lud uns Campact ein mitzumachen – eben weil diese Geschichte eine europäische ist und wir da an der richtigen Stelle sind.

Die Aktiven von No Patents on Seeds sind die wahren Treiber dieser Kampagne. Es ist ihrem ausgezeichneten Fachwissen und ihrer kontinuierlichen Recherche [8] zu verdanken, dass wir zum richtigen Zeitpunkt über alle Informationen verfügten, um über Grenzen hinweg mobilisieren zu können.

Es ist immer befriedigend, einen Sieg zu feiern. Aber wir wissen auch um die starken Interessen der Konzerne, allgemeine Güter zu Privateigentum zu machen. Sie werden nach Schlupflöchern suchen. Deshalb müssen wir wachsam bleiben. Wir werden Ihre Stimme sicher wieder brauchen. Und auch Ihre Spende. Bitte überlegen Sie, ob Sie heute spenden wollen. So können wir morgen den Konzernen mit Macht die Stirn bieten.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Giulio Carini (Rom)
Alexandre Naulot (Marseille)
für das gesamte WeMove Europe Team

Referenzen
[1] Das ist das Ergebnis der Großen Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts, veröffentlicht am 14. Mai 2020.
https://www.epo.org/law-practice/case-law-appeals/communications/2020/20200514.html
[2] https://www.morgenpost.de/politik/article207750349/Gegen-Patent-auf-Gemuese-800-000-Unterschriften-uebergeben.html
[3] https://taspo.de/kategorien/syngenta-einspruch-gegen-tomaten-patent/
Im Ergebnis hat Syngenta seinen Antrag auf das Tomatenpatent zurückgezogen:
https://www.slowfood.de/aktuelles/2019/nach-masseneinspruch-syngenta-patent-auf-tomaten-widerrufen
[4] https://act.wemove.eu/campaigns/no-patents-on-beer und https://www.br.de/nachrichten/bayern/protest-vor-muenchner-epa-gegen-patentvergabe-auf-braugerste,6ct32e9m6cvk0chh6ww32c1k68wkc
[5] https://european-seed.com/2017/07/european-patent-office-follows-eu-wishes-limits-patents-plants/
[6] https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/biopatente/wem-gehoert-das-bier
[7] https://www.bioecoactual.com/en/2019/07/08/opposition-against-patent-on-salmon-and-trout/
[8] Die neueste Recherche finden Sie hier: https://www.no-patents-on-seeds.org/de/hintergrund/publikationen

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Krisen

Martin Kirchner und Nathalie Knapp: Ein geistiges Wundermittel für Krisen

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Statt Milliarden für Rüstung und Krieg mehr Geld für Krankenhäuser und Pflegepersonal

Hier im Dezember 2020 über Corona und Pflegemangel im ZDF , das Problem ist alt…, siehe Cashkursm, Corona….

Statt Milliarden für Rüstung und Krieg mehr Geld für Krankenhäuser und Pflegepersonal

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Dominanz der Kooperation über die Konfrontation

das halte ich für das entscheidende Prinzip der Menschheit. Dafür müssten sich mehrere Organisationen kümmern, auf allen Ebenen, von Kommune über die Staaten bis zur UNO, vom Erziehungssystem bis zur Wirtschaft. Dieses Prinzip hat das Potential, die Menschheit nicht zur zur ersten Kraft auf der Erde, sondern vielleicht auch im Universum zu machen… Konfrontation ist nur spielerisch erlaubt, beim Sport, beim Kräftemessen auf verschiedensten Gebieten. Aber überall braucht es Strukturen, die darau achten, dass die Konfrontation nicht gefährllich wird.

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Diskussionen produktiv führen… Julia Dhar,

Diskussionen, Streit, produktiv führen… Julia Dhar,

Man muss erst mal gemeinsamen Grund erkunden, und von daher starten. Und die Ideen möglichst von den Personen trennen und bereit zu sein, auch in die Schuhe des Kontrahenten zu treten…

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Drohnendebatte vom 11.5.2020

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Drohnendebatte…
Datum: Mon, 11 May 2020 23:26:31 +0200
Von: „Helmut Käß“ <helmut_kaess@web.de>
An: Deutschland-Verteiler IPPNW <ippnw-deutschland@ippnw.de>
Kopie (CC): „AK Info SüdNord“ <info_ak_sued_nord@listi.jpberlin.de>

Liebe Friedensfreunde, liebe Kollegen   der Lifesstream der Drohnendebatte des https://www.bmvg.de/de  ist zu Ende gegangen. Er ist hier aufgezeichnet. https://www.youtube.com/watch?v=-fc0_ShZEls&feature=youtu.be Ich habe mir insbesondere den wichtigen Beitrag von Dr. Peter Becker, IALANA, ab 4h19min 20sec angesehen.   Zumindest scheint mir die Diskussion gut und die Schande der bisherigen Zusammenarbeit mit den Verbrechen der USA wurde von Peter Becker zwar durchaus diplomatisch, aber doch klar angesprochen.


  Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881 https://helmutkaess.de/Wordpress/, www.ippnw.de ,

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75 Jahre Befreiung, 8. Mai 2020

  Gestern, am 8.Mai, war ich auf der Kundgebung zum 75 Jahrestag Schillstr. mit etwa 50-100 Teilnehmern mit guten Reden und guter Musik von Isabel Neuenfeld, www.iSANeu.de . Es war eine gute Veranstaltung und Udo Sommerfeld setzte seine Worte kraftvoll und schien mir den Tränen nah. Er wies auf den Gegensatz des Denkmals der Schande des Krieges neben dem Denkmal der Schande wegen dem Lager hin und auf die noch vielen frei gebliebenen Tafeln, die noch gefüllt werden müssten. Heute war ein guter Bericht in der Braunschweiger Zeitung, leicht verstümmelt in der Anlage.   Hier  ein paar Fotos: https://photos.app.goo.gl/oCdagAgR96y9tXUo8   Und anläßlich des Tages auch noch ein Bericht auf dem BS Spiegel: https://braunschweig-spiegel.de/75-jahre-nach-der-befreiung-ehrt-braunschweig-immer-noch-die-taeter/   Herzliche Grüße, Helmut

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Bundestag und Atomwaffen

Deutscher Bundestag Wahlperiode 24. 03. 2010 Antrag der Fraktionen Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen

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Wolf von Fabeck

Als Ehrenpräsident des SFV hat Wolf von Fabeck jetzt eine eigene Seite: Er sagt, was für die Menschheit dringend nötig ist. www.klima-for-future.de

Dabei besonders wichtig, beim Interview mit Rahmsdorf: „Also, es gibt keine stabilisierenden Rückkopplungen, die etwa verhindern würden, dass es hier auf diesem Planeten fünf Grad kälter wird oder auch 5 Grad wärmer. Hat’s ja alles in der Klimageschichte schon gegeben. Also man kann nicht darauf vertrauen, dass das System einfach stabil bleibt, wenn man es so kräftig stört, wie wir Menschen das jetzt tun.“ Das heißt: Eiszeiten und Heißzeiten…

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Politik

Die Anarchisten: Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland

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sfv.de

Solarbrief zur Bundestagswahl https://sfv.de/k21

 Solarbrief , 1.2020,

Die Energiewende in der Corona-Krise, 3. Was können wir aus der Corona-Krise lernen?
Editorial von Alfons Schulte

4. Coronapandemie und Klimakatastrophe
Von Thomas Bernhard

20 Jahre EEG im Rückblick: 8. Das EEG darf nicht abgeschafft werden
Von Eberhard Waffenschmidt

9. 20 Jahre EEG und mehr
Von Susanne Jung

10. Von Anfang an bekämpft – Erfolg oder Misserfolg des EEG: eine persönliche Einordnung
Von Prof. Claudia Kemfert

12. EEG-Erfolgsgeschichte bis 2010, mit großer Wirkung bis heute
Von Hans-Josef Fell

 

 

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free21

30.4.25:   Liebe Freunde, liebe Mitmenschen

Wenn eine Mehrheit sich um die Verhältnisse der Politik kümmern würde, würden die politischen Verhältnisse viel besser sein. Nach meiner Meinung ist dies die Pflicht jedes Menschen, etwa ein Prozent seiner Energie der Menschheitsfamilie zur Verfügung zu stellen. Die Belohnung würde vielfältig sein. Man würde viele Stunden Arbeit pro Woche vermeiden. Und wenn es auch nur 5%  tun würden, würde es vermutlich auch reichen. Weil aber nur Millionen Menschen sich darum kümmern und nicht eine Milliarde, deshalb sterben und darben viele, viele Menschen, zum Beispiel in Gaza und den vielen Kriegen der Welt.  

Lest zum Beispiel den Artikel im aktuellen Free21, https://free21.org/magazine/02-2025/ , diesen hier: https://free21.org/putin-muss-sterben/ Neun Seiten, aber m.E. sehr, sehr gut:  Seit langem schon hat US-amerikanische Massenpropaganda den Blick der westeuropäischen Nationen auf die russische Bevölkerung und seine „autokratische“ Regierung so weit vernebelt und mit Hass angereichert, dass mittlerweile von einem ganzheitlichen Realitätsverlust zu sprechen ist. Die Ukraine hingegen erscheint immer noch im strahlenden Licht von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. …  und Ihr könnt natürlich auch meinen Artikel, „Das positive Narrativ“, lesen und kommentieren: lhttps://wp.me/paI27O-65d 

Herzliche Grüße, Helmut 
Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: +49 531 350513 Mobile: +49 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de,

Jetzt Januar 23, studiere ich die Free21 vom Dezember 22, mit seinem Editorial: 

Die Rede von Putin scheint mir besonders wichtig. Auch wenn man ihn für einen Feind hält, ist es doch wichtig, wie er die Lage einschätzt!

Unipolarität versus Multipolarität

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Wenn der Feind bekannt ist, hat der Tag Struktur.” sagte Kabarettist und Gesellschaftskritiker Volker Pispers einmal sehr treffend. Dank unserer Politik und den Leitmedien, sehen wir ihn klar und deutlich: Im Osten. Die Russen werden uns als die Bösen präsentiert. Doch die Russen sollen – nach Ansicht des Außenministeriums – nicht der einzige Feind bleiben. Man fokussiert China als weiteres Feindbild. Man versucht Russland und China zu spalten und jegliche Kooperation der beiden Länder zu verhindern. Auch mit der Androhung wirtschaftlicher Sanktionen wie Handelseinschränkungen etc. will die deutsche Außenpolitik China unter Druck setzen.

Die deutsche Politik folgt damit der US-Strategie, China von der Weltwirtschaft entkoppeln zu wollen, um in einer unipolaren Weltordnung die Führung zu übernehmen. In welcher Rolle sich Deutschland in einer solchen unipolaren Weltordnung befindet, erklärt Micheal Hudson (ab Seite 4).

Wie es in dieser regelbasierten Ordnung um die vom Westen so hochgehaltenen Menschenrechte steht, zeigt uns nicht nur der Fall Julian Assange. Auch der venezolanische Diplomat Alex Saab wurde, entgegen der internationalen Rechtssprechung, daran gehindert, grundrechtlich definierte Interessen seines Landes auf diplomatischen Wege zu vertreten. John Philpot und Roger D. Harris beleuchten seinen Fall näher (ab Seite 37).

Viele Staaten der Erde – die sich nicht zur „Westlichen Werte-Gemeinschaft“ zählen – halten eine unipolare Weltordnung inzwischen für untragbar und fordern eine multipolare Welt, in der sich Staaten als gleichberechtigte Partner gegenüberstehen und kooperieren. Die Grundsatzrede von Wladimir Putin beim Valdai-Club (ab Seite 15) und die des chinesischen Präsidenten Xi Jinping (ab Seite 22), aber auch die Rede des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro bei der UN-Generalversammlung (ab Seite 33) machen diese Forderungen deutlich.

Diese Reden zur multipolaren Welt stellen wir in dieser Ausgabe der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegenüber, in der er den russischen Krieg in der Ukraine als „Epochenbruch“ bezeichnet und sich mehr oder weniger direkt für eine unipolare Welt ausspricht. Die Unterschiede dieser Reden sind sehr deutlich und bedürfen einer dringenden Diskussion.

Michael Hudson sieht bereits jetzt einen 10-20 Jahre andauernden Kampf zwischen Unipolarität und Multipolarität voraus. Dieser Kampf wird vermutlich nicht unblutig verlaufen. Denn freiwillig und ohne Kriege haben die Imperien der Geschichte ihre Macht und Vormachtstellung niemals abgetreten.

Die steigende Anzahl an Kriegsdeserteuren im aktuellen Ukraine-Konflikt (auf ukrainischer Seite derzeit etwa 140.000, auf russischer Seite etwa 150.000 Menschen lässt uns hoffen, dass es vielleicht doch ohne Krieg Veränderung geben kann – nach dem Motto der alten Friedensbewegung: „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“ oder anders ausgedrückt: „Kriege brauchen Menschen, aber Menschen brauchen keinen Krieg“. In diesem Sinne bleiben auch Sie optimistisch, aber kritisch. Das Free21-Redaktionsteam wünscht Ihnen besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr.

Ihr Tobias Augenbraun
Stellv. Chefredakteur Free21

Hier ist die Dezemberausgabe 2020 mit m.E. wichtigen Artikeln, davon zwei in der Gesamtausgabe über den „Great Reset“ mit Markierungen …

Letztlich habe ich wieder die Maiausgabe von Free21 gelesen, den Artikel von Dirk Pohlmann: „Westlessness“, ein gnadenlos ironischer Artikel, hervorrragend geschrieben, ich war begeistert. Lest ihn doch auch, er schreibt über die gegenwärtige Krankheit der Menschheit, an der sie unterzugehen droht, den Hochmut des „Westens“.

Zum Beispiel: “ Die USA wollen das Recht haben, Journalisten für die wahrheitsgemäße Berichterstattung über Kriegsverbrechen zu Tode zu foltern. Falls sie das ein klein wenig totalitär finden, seien sie vorsichtig, wem sie das im demokratischen, freiheitlichen Westen sagen, der von der NSA total überwacht wird. So wie die ganze Welt. Ich habe sie gewarnt. Die Konsequenzen müssen sie selbst tragen.

Mai Heft 2020, dieCorona-Pandemie, ChinaundderHybridkriegmitdenUSA, DieschärfsteKritikanderatomarenAbschreckungliefertzurZeit: DiekatholischeKirche! Und noch mehr…

 

 

 

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Dr. med. Lars Pohlmeier

Lars Pohlmeier ist ein Kämpfer für eine gesunde Welt. Gerade, im Mai 2020, hat er im IPPNW-Blog einen Überblick über seiner Arbeit geschrieben.

Und aktuell sagt er dies zu den Atomwaffen

Seinerzeit beeindruckte er mich sehr mit seinem Beitrag in Hiroshima zur Atomkriegsgefahr:

Lars Pohlmeier:

1. Wenn Japan nicht in der Lage ist, mit der Atomenergie umzugehen, kann das niemand. (Übrigens: Russische Reaktoren sind so hochentwickelt wie die deutschen)
2.   Atomwaffen und Atomenergie, zu viele Aspekte sind austauschbar, auch die Option für die Waffen
3. Es ist der Zugang zu der Bombe, wie in Pakistan und Indien, Pakistan hat den am schnellsten wachsenden Vorrat. Der Iran hat das Recht, Atomkraftwerke zu bauen, aber da sieht man die Gefahr…
4. Die Unterscheidung zwischen Kernenergie und Waffen ist eine Falle. Der NPT-Vertrag ist daher ein tragischer Vertrag, Atomenergie (und Waffen) gehen weltweit, Japan kann sie leicht entwickeln. Für die extensiven Raucher (die Atomwaffenstaaten) ist es sinnlos, ein wenig aufzuhören ….
5. die Bedrohung durch Atomwaffen übersteigt alle anderen Gründe für das Verderben…, aber auch Unfälle sind ein großes Risiko, mit Radioaktivität , mit Unmoral….
6. die schrecklichen Zwillinge müssen gehen, IPPNW muss an vorderster Front des Kampfes stehen, oder wir werden eine Welt ohne Moral haben, … die schrecklichen Zwillinge müssen gehen…

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  1.  if Japan is not capable to handle atomic energy, nobody can. (By the way:  Russian reactors  are as sophisticated as Germans)
  2.   Nuclear  weapons and atomic energy, too many aspect are interchangeable, also the option for the weapons
  3. It is an entrance to the bomb, as Pakistan and India did, Pakistan has the fasted growing stockpile. Iran has the right to build atomic plants, but there one sees the risk…
  4.  distinction between nuclear energy and weapons is a trap. The NPT- Treaty therefore is a tragic treaty, nuclear energy (and weapons) go worldwide, Japan can develop them easily. For extensive smokers (the nuclear weapon states) it is no use to quit a little bit ….
  5.  the threat of nuclear weapons exceeds all other reasons…, but accidents are a great risk too, with radioactivity , with immorality…
  6.  the terrible twins must go, IPPNW must be on the forefront of the fight, or we will have a world without moral, the terrible twins must go…

 

 

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75 Jahre Befreiung vom Faschismus und Ende des Zweiten Weltkriegs

Umkämpfte Erinnerung in Deutschland und Europa

Gesendet: Montag, 04. Mai 2020 um 17:35 Uhr
Von: „Angelika Wilmen“ <wilmen@ippnw.de>
An: ippnw-deutschland@ippnw-lists.de
Betreff: [Ippnw-deutschland] Veranstaltungen zum 8. Mai – 75 Jahre Kriegsende

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

am kommenden Freitag jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 75. Mal. An diesem Tag hätte unser diesjähriges IPPNW-Jahrestreffen in Rotenburg begonnen, zu dem wir Prof. Gottstein gebeten hatten, einen Vortrag zu halten unter der Überschrift  „75 Jahre nach Kriegsende und Hiroshima-Nagasaki. Rückblick und Auftrag“. Jetzt, wo unsere Mitgliederversammlung aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurde, können Sie seinen Text in der nächsten Ausgabe des IPPNW-Forums lesen.

Im Folgenden schicke ich Ihnen eine Auswahl von Veranstaltungen zum 8. Mai. Mittlerweile können unter Auflagen wieder Mahnwachen und Kundgebungen mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl stattfinden.
Weitere Terminhinweise finden Sie auf der Homepage des Netzwerkes Friedenskooperative https://www.friedenskooperative.de/termine

Und noch ein Nachtrag: Prof. Dr. Maja Göpel, die als Referentin auf unserem IPPNW-Jahrestreffen zum Thema Herausforderung Klimakrise: neue Realitäten erfordern neue Ökonomiensprechen sollte, hatten wir für ein Webinar angefragt. Aufgrund der derzeitigen Situation mit Job, Familie, Homeoffice und Homeschooling sowie parallel randvollem Terminkalender sieht sie in diesem Jahr aber leider keine realistische Chance für ein solches Webinar.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

07. Mai, 19:00 bis 21:00 Uhr
Online [Livestream]
Umkämpfte Erinnerung in Deutschland und Europa
75 Jahre Befreiung vom Faschismus und Ende des Zweiten Weltkriegs – Anika Taschke (Referentin für Zeitgeschichte und historisch-biographisches Lernen, Rosa-Luxemburg-Stiftung), Martin Schirdewan (Ko-Fraktionsvorsitzender der Linken (GUE/NGL), m Europäischen Parlament), 19-21 Uhr, online: https://www.facebook.com/rosaluxNDS/live
Webseite: rosalux.de
Kontakt: Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Telefon: 030/443100, Fax: 030/44310230, info@rosalux.org, rosaluxemburgstiftung.de

08. Mai, 11:00 bis 12:30, Berlin
Kundgebung „75. Jahrestag Befreiung von Faschismus und Krieg“
Verlesen des Berliner Briefes an die Bevölkerung Russlands u.a. Rede: Lühr Henken (Friko Berlin) Musik: Pablo Miró, 11-12.30 Uhr,  Sowjetisches Ehrenmal,  Straße des 17. Juni (Bln-Mitte), Veranstalter: Friedenskoordination Berlin [TN_Anzahl auf 50 begrenzt (Corona), Abstand zueinander 1,5 m. Bitte Teilnahme anmelden unter: juttakausch [at] posteo [dot] de, Tel.: 030-251 12 97]
Ort: Sowjetisches Ehrenmal, Berlin, Straße des 17. Juni, 10557 Berlin

08. Mai 12:00 Uhr, Berlin
Kundgebung „75 Jahre Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg“
Redner*innen: (u.a.) Christine Hoffmann (Aktion Aufschrei), Eva Quistorp (ehem. MdEP B90/Die Grünen), Marion Küpker (atomwaffenfrei), Mod.: Uwe Hiksch (Bundesvorstand Naturfreunde), Benedikt Hopmann (Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, Mitglied der IG-Metall), N.N. (VVN-BdA Berlin-Brandenburg), 12 Uhr, Brandenburger Tor, Platz des 18. März, VA: Legt den Leo an die Kette (nach den neuen Corona-Regel: max. 50 Personen, Abstand, Mundschutz, …, in Berlin ist diesmal der 8. Mai ein Feiertag!)
Ort: Brandenburger Tor, Berlin, Brandenburger Tor, 10117 Berlin
Kontakt: Berliner Initiative „Legt den Leo an die Kette“, 10827 Berlin, Telefon: 0173/5609060, kappei@web.de, leo-kette.de

08. Mai,  12:15 bis 15:00 Uhr, Ulm
Kundgebung „75 Jahre Kriegsende – Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Gegen Aufrüstung und Eskalation! Für Frieden, Dialog und Abrüstung“
Ab 12.10 Uhr singt die Gruppe „Lebenslaute“, anschl. macht die DIDF zwei symbolische Aktionen. VA: DIDF, Naturfreunde (ACHTUNG, die Auflagen sind zwar noch nicht da, werden aber vermutlich sehr streng sein: Es dürfen nur 100 oder 150 Menschen teilnehmen. Viel Abstand halten. Alle müssen ihren Namen und Adresse dem Veranstalter geben und so weiter. Pro 10 TN 1 Ordner/in Bitte haltet Euch an diese Auflagen!)
Webseite: ruestung-ostalb.wixsite.com
Ort: Münsterplatz Ulm, 89073 Ulm

08. Mai 17:00 bis 09. Mai 17:00 Uhr
Online-Forum „Sicherheit neu denken“
[als Webinar] Workshop „Forum `Sicherheit neu denken“ – Mulitplikator/innen-Ausbildung für „Sicherheit neu denken“ mit u.a.. Ralf Becker (Projektkoordinator Sicherheit neu denken im Auftrag der Ev. Landeskirche Baden), Fr. 08.05., 17-20.30 Uhr, Sa. 9.30-17 Uhr, Zentrum Groß St. Martin, An Groß St. Martin 9-11, Anmeldung erforderlich, VA: Kath. Bildungswerk Köln, Melanchthon Akademie Köln, Pax Christi, DFG-VK Köln, Alois-Stoff-Bildungswerk der DFG/VK NRW, Friedensbildungswerk Köln (Ein Video auf Youtube zur Einführung)
Webseite: friedensbildungswerk.de, kirchenkreis-aachen.de
Kontakt: Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7 – 11, 50667 Köln, Telefon: 0221 – 952 19 45, Fax: 0221 – 952 19 46, fbkkoeln@t-online.de, friedensbildungswerk.de

09. Mai 20:30 Uhr
Online-Konzert zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus!
Live, kostenlos, weltweit und digital – mit  Konstantin Wecker, Jo Barnikel, Fany Kammerlander, und Esther Bejarano (95 Jahre, Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau, Musikerin), 20.30 Uhr, VA: Konstantin Wecker und Kooperationspartner: Münchenstift – medico international – Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) – RLS Bayern / Kurt Eisner Verein – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA)

Das Land Berlin zeigt anlässlich der Befreiung Europas vom Nationalsozialismuseine eine virtuelle Ausstellung, eine Podcastreihe sowie eine sogenannte „Reality-App“, die ausgehend von verschiedenen symbolischen Orten in Berlin die historische und aktuelle Dimension des Themas aufzeigt. Auch Zeitzeug*innen „Kriegskinder“ kommen darin zu Wort.
https://75jahrekriegsende.berlin/
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Angelika Wilmen
Pressesprecherin
Koordinatorin der Öffentlichkeitsarbeit
IPPNW – Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/
Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.
Körtestr. 10
10967 Berlin
Tel. 030 / 69 80 74 15
Fax 030/ 6938166
Email: wilmen@ippnw.de
Web: www.ippnw.de

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Alternativen zu Zoom…

videokonferenzen-muessen-keine-datenschleudern-sein

Eine Stellungnahme von „Digitalcourage“

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Corona-Krise – Scheunemann, Zwischenbilanz und lesenswerte Beiträge

Januar 21, Aktuelles zu Corona, neben Sebastian Rushworth ist es m.E. ein sehr kundiger Mann… http://www.egbert-scheunemann.de/Corona-Lockdown-Methodendiskussion-Scheunemann.pdf

Deutsche Statistik

und dazu die Einschätzung des Virologen Streeck in Wikipedia: “ dass die Menschen in der Zwischenzeit gelernt hätten, welche Hygienemaßnahmen wichtig seien, lasse den Schluss zu, dass man nun in Phase 2 dieser Strategie eintreten könne, also „eine beginnende kontrollierte Rücknahme der Quarantänisierung bei gleichzeitiger Sicherung hygienischer Rahmenbedingungen und Verhaltensweisen“. „

Gesendet: Sonntag, 03. Mai 2020 um 14:28 Uhr Von: „Egbert Scheunemann“ <mail@egbert-scheunemann.de> An: „Egbert Scheunemann I“ <mail@egbert-scheunemann.de>

Betreff: Corona-Krise – Zwischenbilanz und lesenswerte Beiträge …

Liebe politisch Interessierte, vorab: Heute werden nur 794 Corona-Neuinfektionen für Deutschland gemeldet (www.tagesschau.de) – ein rapider Rückgang im Vergleich zu den Wochen davor. Die seit dem 27. April bundesweit geltende Schutzmaskenpflicht (in öffentlichen geschlossenen Räumen) scheint (zusammen mit den Abstandsregelungen) zu wirken. In Jena, wo die Schutzmaskenpflicht schon vor einigen Wochen eingeführt wurde, gibt es seit einer Woche keine Neuinfektionen mehr. Vor diesem Hintergrund scheint die monatelange Weigerung von WHO und Robert Koch-Institut (RKI), Schutzmasken zu empfehlen, ja der Skandal, vor ihnen zu warnen, umso unverständlicher, ja empörender – von der verantwortungslosen Intervention mancher prominenter Ärzte gegen die Schutzmaskenpflicht noch Anfang dieser Woche gar nicht zu reden.

Ich predige seit meiner ersten Intervention in die Debatte um die Corona-Krise Mitte März für die Durchsetzung der beiden einzigen wirksamen Maßnahmen, die wir (in Ermangelung wirksamer Medikamente und eines Impfstoffes) haben: Abstandsregelung und Maskenpflicht. Zwei kleinräumige Maßnahmen also. Die EU und auch Deutschland reagierten virusprophylaktisch hingegen zunächst völlig wirr und kontraproduktiv: Zunächst wurden virusprophylaktisch (fast) völlig wirkungslose großräumige Maßnahmen durchgeführt: die Abschottung der gesamten EU und der Shutdown großer Teile der gesamten Volkswirtschaft – mit verheerenden ökonomischen und sozialen Folgen. Man stelle sich vor, man hätte anstelle dieses großräumigen Isolationsirrsinns frühzeitig, spätestens Mitte März, die beiden einzig wirksamen kleinräumigen Maßnahmen durchgesetzt in sämtlichen öffentlichen Bereichen (Fabriken, Geschäfte, Behörden, Schulen etc.) – wir hätten uns die ganzen Verheerungen des pauschalen großräumigen Shutdowns sparen können. Und die Corona-Krise wäre seit Wochen Geschichte. Zehntausende, wenn nicht, die hohe Dunkelziffer im Blick, Hunderttausende hätten sich nie infiziert – und Tausende wären nicht gestorben …

Und es gibt leider noch einige andere durchgeführte (auch speziell medizinische) Maßnahmen, die wohl eher Menschenleben gekostet als gerettet haben. Bezüglich dieser Maßnahmen und einiger anderer Themen im Kontext der Corona-Krise möchte ich Sie im Folgenden kurz auf einige lesens- bzw. sehens- oder hörenswerte Beiträge aufmerksam machen:

1. Ich hatte Sie in einigen meiner bisherigen Beiträge schon darauf aufmerksam gemacht, dass die Orientierung auf Intensivmedizin und vor allem Intubation zur Behandlung schwerer Fälle von CoViD-19 womöglich eher schadet als hilft – sehr, sehr zurückhaltend und diplomatisch formuliert. Wenn Sie folgenden kurzen Artikel gelesen haben, werden Sie verstehen, wie diplomatisch ich formuliert habe: www.tagesschau.de/investigativ/monitor/beatmung-101.html
Man bekommt nahezu Beklemmungszustände, wenn man hochrechnet, wie viele CoViD-19-Todesopfer es nicht gegeben hätte bei einer anderen Therapieform …

2. Deswegen mal etwas Positives: Island! Folgendes Video ist nur knappe fünf Minuten lang, zeigt aber sehr schön, was man alles hätte richtig machen können, auch in Deutschland:
www.tagesschau.de/multimedia/video/video-695803.html
Die Isländer werden vor dem Hintergrund ihrer sehr erfolgreichen Strategie ab kommender Woche wieder alle Schulen öffnen – und zwar ohne jede (!) Abstandsregelung und Maskenpflicht! (Was ich selbst für das Lehrpersonal nicht empfehlen würde.) Wir dürfen gespannt sein auf die Resultate dieses Experiments. (Das ich selbst vorgeschlagen habe – aber eben, wie gesagt, bei Beibehaltung der Schutzmaßnahmen mit Blick auf das Lehrpersonal.)
Dass die Meinungen der Fachleute in diesem Punkt divergieren, sei aber betont:
www.tagesschau.de/inland/coronavirus-kinder-101.html

3. Wie weit Meinungen, Ansichten, Schlussfolgerungen etc. selbst unter Fachleuten u. a. divergieren können, möchte ich im Folgenden lediglich durch Hinweis auf ein paar Links verdeutlichen, hinter denen sich durch die Reihe lesenswerte Beiträge verbergen – wobei ich wohl nicht zu betonen brauche, dass ich beileibe NICHT mit allem konform gehe, was dort zu lesen ist (aufmerksame Leserinnen und Leser meiner Artikel zum Thema werden rückschließen können, mit welchen Thesen etc. ich differiere):
— Der neueste Beitrag von Prof. Dr. med. Vogt: www.mittellaendische.ch/2020/04/20/covid-19-update-von-prof-paul-r-vogt/?fbclid=IwAR2fRSJzMwAlyZCQ5YmFSiLNrLAUTHFtVEZtqS_ZeLQz5dgHHlnHBJoebUo
Sehr, sehr informativ aus fachlicher Sicht.
–25 Fakten zu Covid-19: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/
Interessant vor allem die – grün hinterlegten – Verweise auf durchgehend seriöse Quellen.
— Ein Artikel von Arno Luik (Journalist, „Stern“-Urgestein, Bestseller-Autor): www.nachdenkseiten.de/?p=60207
Sehr kontrovers rezipierter Artikel – aber bilden Sie sich einfach Ihre eigene Meinung.

4. Ich hatte speziell in meinem letzten Artikel (www.egbert-scheunemann.de/Corona-Krise-Wissenschaft-Politik-Scheunemann.pdf) kritisiert, dass die Datengrundlage, auf der weitreichende politische Maßnahmen getroffen wurden (davon viele, siehe oben, die nichts nützen und nur schaden), hochgradig mangelhaft ist – und dass viel zu wenig getan wird, um diesen Zustand zu lindern. Hierzu zwei wichtige Beiträge:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-deutschland-laesst-hunderttausende-testmoeglichkeiten-ungenutzt-a-a803dc38-d93c-42b8-82ef-7c0bfcf416f9
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-begruendung-der-corona-massnahmen/

5. Zu guter (oder schlechter) Letzt: Ich bekam von verschiedenen Lesern immer wieder Hinweise darauf, dass hinter der ganzen Corona-Krise womöglich nur die Pharmaindustrie oder gar und vor allem Bill Gates stecke – so etwa ein Systembiologe in einem Video, auf das mich ein Leser aufmerksam machte (https://www.youtube.com/watch?v=fdXd–E6LnU). Ich schrieb dem Leser (und analog einigen anderen Leserinnen und Lesern) Folgendes zurück:
„Der Mann mag viel Ahnung von Systembiologie haben, aber von den Funktionsprinzipien komplexer sozialer, ökonomischer, politischer Systeme hat er nicht sonderlich viel Ahnung. Oder so gesagt: Falls es irgendeine Gruppe von Menschen (inkl. Pharmaindustrie in Kooperation mit Bill Gates) geben sollte, die die CoViD19-Epidemie inszeniert hat, um ihre Gewinne zu maximieren, wäre es eine Gruppe der größten Vollidioten, die es jemals gegeben hat. Soziale Systeme sind hyperkomplexe Systeme, die nicht detailliert steuerbar sind. Selbst komplett diktatorische Systeme haben niemals alles im Griff – alle diktatorischen Systeme, die es bislang gab, sind untergegangen (und die gegenwärtigen werden ganz sicher folgen). Die Virusausbreitung ist nicht zielgerecht (den Zielen der Verursacher gemäß) steuerbar, nicht lenkbar – auch weil es hysterische, also völlig irrationale Momente in solchen Prozessen immer wieder gibt (= z. B. Isolation ganz Europas und Herunterfahren ganzer Industrien, statt allein vernünftige kleinräumige Maßnahmen durchzuführen). Es kann jeden und alle treffen (die Armen trifft es im Kapitalismus natürlich wieder weit mehr). Alle verlieren. Das Kapital. Die Arbeitnehmer. Alle. Natürlich von den Klopapierherstellern abgesehen. In Deutschland zumindest. Es kann auch Pharma-Bosse treffen. Und auch Bill Gates. Und Letzterer ist ein Mensch, der schon seit langer, langer Zeit nichts mehr macht wegen des Geldes. Nichts. Der Mann schwebt in anderen Sphären. Zusätzliches Geld motiviert ihn so sehr wie mich abgestandenes warmes Bier: null.“

6. Zu guter Allerletzt: Zum heutigen Tag (03.05.2020) werden für Deutschland insgesamt 6.649 Corona-Tote gemeldet. Ziehen wir jene ab, die (siehe oben) durch eine frühzeitige Durchsetzung der allein virusprophylaktisch hochwirksamen kleinräumigen Maßnahmen (Abstand und Schutzmaske) hätten verhindert werden können – wohl einige Tausend. Ziehen wir zusätzlich jene ab, die nicht aufgrund von CoViD-19, sondern (auch) aufgrund tödlicher Therapie gestorben sind (siehe oben Punkt 1). Ziehen wir auch jene ab, die nicht am, sondern nur mit SARS-CoV-2 im Körper gestorben sind. Und denken wir auch an jene Toten (Stichwort: Nocebo-Effekt), die es ohne den pauschalen Shutdown nie gegeben hätte (Gewaltopfer in den isolierten Familien, Suizide aufgrund zerstörter ökonomischer Existenzen, Tote aufgrund der Reservierung medizinischer Kapazitäten für Corona-Fälle und der Angst von Kranken, zum Arzt zu gehen, um sich nicht anzustecken etc.). Wie viele Tote blieben übrig? Man kontempliere …

Und wie immer gilt: Ich bitte um möglichst weite Verbreitung dieser E-Mail. Danke!

Schöne Grüße!
Egbert Scheunemann

www.egbert-scheunemann.de/Corona-Krise-Wissenschaft-Politik-Scheunemann.pdf
www.egbert-scheunemann.de/Wege-aus-der-Corona-Krise-Scheunemann.pdf
www.egbert-scheunemann.de/Homeoffice-ein-Segen-Scheunemann.pdf
www.egbert-scheunemann.de/Corona-Krise-Zahlen-Daten-Fakten-Scheunemann.pdf

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Egbert Scheunemann
Oelkersallee 32
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Tel.: 0049(0)40-4397000
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74. Geburtstag, ein mir wichtiges Thema:

mein „Verbrechen“ im Lichte der großen Krise.

Was ist die Natur „meines“ Konflikts, weshalb ich Probleme bei den Linken und dem Bündnis gegen Rechts habe?

Ja, ich habe „blauäugig“ meine „Kondolenz“ in Facebook ausgedrückt. Ich hatte mich in meinem Facebookkommentar unglücklich ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass David Jansen gelogen hat oder dass Florian Gerwig nicht gelogen hat. Mich macht es nur wütend, dass das von Florian angenommen wird, dass er lügt, obwohl er sagt, dass er Belege hat, dass er geschlagen worden sei. Die Ungleichbehandlung regt mich auf, da ich sie auch an mir erlebe. Ich bin der Meinung, dass von jedem erst mal anzunehmen ist, dass er die Wahrheit sagt, solange ihm eindeutig lügnerisches Verhalten nicht mindestens einmal nachgewiesen worden ist. Es wurde mir gesagt, dass ich nicht angreifbar wäre, wenn ich die Gründe meiner Gefühle und Meinungen aus meiner subjektiven Sicht betonen würde und mich von deren Richtigkeit nicht so überzeugt zeigen würde.

Es besteht m.E. der Versuch der Einteilung der Menschen in Gut und Böse, in die Linken und die Rechten. Ich lehne das ab und vertrete die Meinung, dass jede Äußerung getrennt zu bewerten ist.

Was ist die Krise der Menschheit?

Nach m.M. geht es um drei Themen: Frieden, Umwelt und Soziales. Zentral der atomare und der Klimatechnische Selbstmord (wie auch die einzuhaltenden planetaren Grenzen) und die äußerst schädliche soziale Spaltung in extrem reiche und bettelarme Menschheitsgruppen.

Welche Rolle spielt die Coronakrise? Sie ist eine Seuche, bei der deutlich mehr als bei der letzten größeren Grippeepidemie sterben könnten, und die die Menschheit zum „Lock down“ und damit zum intensiven Nachdenken bringt. Von daher sehe ich die Krise als Chance. Sie ist mit Hygienemaßnahmen zu beherrschen, siehe Wuhan, siehe „Reproduktionszahlen“ unter 1.

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ostermarsch in bielefeld

https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22749802_Legal-illegal-sch…egal-Der-Demo-Samstag-in-Bielefeld.html

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Richard Wilkinson: How economic inequality harms societies

Richard Wilkinson: How economic inequality harms societies

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Evolution, Mensch und Einmaligkeit

Der Mensch ist durch die Evolution in Milliarden Jahren auf diesem winzigen Planeten in den Tiefen des Weltalls entstanden. Seine Trümpfe waren die gegenseitige Hilfe und seine Intelligenz. Mein Herz ist entzückt, wenn ich in die oft so lebendigen Gesichter von Kindern, Jugendlichen und Senioren sehe. Allerdings spielte in der Geschichte die Konkurrenz unter Menschen mit den vielen Kriegen unter den Völkern eine wichtige Rolle. Jetzt, wo der Mensch an die Grenzen unseres kleinen Planeten stößt, militärisch, umwelttechnisch, im Moment besonders beim Klima und in der Gefahr der sozialen Spaltung der Welt in Arme und Reiche, müssen wir für unser Glück und unser Überleben nicht auf unsere Differenzen konzentrieren. Sondern wir müssen die sozialen Instinkte ins Zentrum rücken, die unseren Erfolg möglich gemacht haben: Kooperation zwischen allen Völkern, Aushandeln der Konflikte, wie es uns in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa vorgemacht wurde und in der UN ständig geübt wird. Jetzt, 2020, in dem Jahr, in dem das fossile Zeitalter sich dem Ende zuneigen muss, müssen wir es auch dank Corona (z.B. Greta am 22. April , dem Earth Day ein Gespräch statt zwischen Greta Thunberg und Johan Rockström auf Englisch, aber auch mit deutschen Untertiteln) schaffen, vom ökonomischen Jahrhundert in ein friedliches ökologisches Jahrhundert zu wechseln. Und dann müssen wir die weiteren Grundlagen dafür schaffen, dass wir dem „Souverain“, der Bevölkerung, durch optimale Bildung die Möglichkeit geben, dies zum Beispiel in einer föderalen Struktur für alle menschliche Zukunft zu gewährleisten.

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