Ich brauche Veganes

Wegen einer komischen Allergie mit Empfindlichkeit gegen Milch und Eier, und wegen schon immer hoher IGE Werte, die leider auch vererbt habe. Und wegen einer Hüftarthrose, re/li, die bei Verzehr von Milch, Eiern und Fleisch mehr Schmerzen verursacht.

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unser Virtueller Ostermarsch 2020 in Braunschweig am Ostersamstag

Besucht heute, am Samstag früh schlicht die Seite https://www.friedenszentrum.info, und seht auf der Seite nach dem aktuellen Stand, (und auch auf Braunschweig Spiegel) und genießt das Potpourri von Bildern, Texten und Farben.

Und begleitet uns auf “unserer Fahrt”! Begleitet uns heute, am Ostersamstag, 11:00! Und, wenn Ihr wollt, „verteilt unsere Flyer und tragt unsere Plakate!„, aber nur virtuell!

Vorwort und Aufruf Ostermarsch von Elke Almut Dieter

Seht auf der Seite www.Friedenszentrum.info Morgenfrüh nach, und auch auf Braunschweig Spiegel und begleitet uns auf “unserer Fahrt”! Begleitet uns heute, am Ostersamstag, 11:00! Und, wenn Ihr wollt, „verteilt unsere Flyer und tragt unsere Plakate!„, aber nur virtuell!

Unser Flyer

die Rede von Heinz Zemke „auf dem Kohlmarkt“ zu den gebrochenen Verträgen

die Rede von Elke Schrage „vor dem Kaufschloss“ , Die Schlachtfelder des 21. Jahrhunderts, auch als Podcast?

die Rede von Helmut Käss „vor dem Rathaus“ zum doppelten Selbstmord, auch als Video

das Gedicht von Brigitte Constein-Gülde „vor der Magnikirche“, als Video

eine Rede von Hauke Schlesier von den FFF zu Klima und Frieden „auf dem Kohlmarkt“ und abschließend Musik

und wir klingeln alle mit unseren Fahrradklingeln ?

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1. Newsletter: Für Frieden, Umwelt und Soziales

Dies ist der private Newsletter Dr. med. Helmut Käss, Helmut_Kaess@web.de

Für weltweiten Frieden, eine gesunde Umwelt und gute soziale Verhältnisse

Themen heute:

Grundsätzliche Appelle für weltweiten Frieden, auch anlässlich der Bedrohung durch Corona:

Wir müssen die Krise als Chance begreifen, dies wird von vielen gesagt:

Denn die Menschheit fuhr mit großer Geschwindigkeit auf einen Abgrund zu, Friedenstechnisch, Umwelttechnisch und in der sozialen Spaltung. Siehe Ernst Ulrich von Weizsäcker, Greta Thunberg, George Monbiot, Edward Snowden dazu am 10.April 2020!

Jetzt haben wir eine Atempause, die wir zur Umorientierung nutzen können.

Und gerade hörte ich ein Konzert von Konstantin Wecker auf seiner Seite: Wecker.de, und vom Lifestream des Bayerischen Rundfunks, 2 Stunden, toll… Es passieren ja so viel Schweinereien, Waffenexporte, Mittelmeer als Massengrab…

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Esther Bejarano und das Auschwitz-Komitee schreiben an den Ersten Bürgermeister von Hamburg

LASST NIEMANDEN ZURÜCK. Nicht gleichgültig zuschauen.

Esther Bejarano und das Auschwitz-Komitee schreiben an den Ersten Bürgermeister von Hamburg

Offener Brief an Dr. Peter Tschentscher
Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
Ich habe immer geglaubt, dass das  Gegenteil von Liebe nicht Hass ist, sondern Gleichgültigkeit
(Elie Wiesel)

Sehr geehrter Herr Dr. Tschentscher,

die globalisierte Welt steht Kopf, ist durch ein Virus in einen Schlamassel geraten. Es bedarf der Anstrengung aller, um diesen Kampf zu gewinnen, um Leben zu retten und zu helfen. Die einen müssen die Quarantäne aushalten, die anderen ganz strikt zuhause bleiben – und sehr viele müssen unter schwierigen und oft prekären Bedingungen ihre Arbeit tun.

Dies ist auch die Zeit großer, mitfühlender Menschlichkeit, die Zeit der Held*innen, die helfen, wo immer es ihnen möglich ist. ‘Menschenleben vor Profit’, dieses Diktum steht noch, zumindest für die Ortsansässigen. Wie lange diese Linie hält, werden die nächsten Wochen zeigen. Die in Pflegeberufen Arbeitenden warnen schon seit vielen Jahren: “Gesundheit ist keine Ware”. Die Kommerzialisierung von Pflege, Gesundheit und Krankheit zeigt in dieser Krise überdeutlich ihre Schwächen. Das Gesundheitswesen muss in gesellschaftliche Verantwortung zurückgenommen werden.

Und auch hier, im wohlhabenden, geordneten Stadtstaat, werden Probleme drastisch deutlich: Es fehlt an sicheren Schlafplätzen für Bedürftige, an ärztlicher Versorgung für Geflüchtete ohne Obdach und für Menschen ohne Papiere.

Wir fordern:

Medizinische Versorgung für alle – für jeden Menschen, ob mit oder ohne Papiere, ohne Ansehen der Person oder des Versichertenstatus.

Leerstehende Hotels öffnen!, ‘#OpenTheHotels’ – fordern freiwillige Helfer*innen. Hören Sie auf diese Gruppen. Frankfurt am Main hat das getan.

Lasst niemanden zurück! ‘#LeaveNoOneBehind’ – In den Lagern für Geflüchtete an den europäischen Außengrenzen herrschen unmenschliche Zustände. Gerade für die Schwächsten dort und für die Kinder muss dringend gesorgt werden. Hamburg hat – wie viele Städte – sich schon bereit erklärt zur Aufnahme. Jetzt muss gehandelt werden – sofort!

Könnten wir uns je verzeihen, wenn wir diesem Elend auf den griechischen Inseln gleichgültig zuschauen?

Wir hoffen, dass Hamburg, unsere Stadt, ein Beispiel setzt für mehr Menschlichkeit!

Mit freundlichen Grüßen
Esther Bejarano
(Vorsitzende)
Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

https://www.auschwitz-komitee.de/lasst-niemanden-zurueck-nicht-gleichgueltig-zuschauen/
-- 

https://www.minna-fasshauer.de/
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Ostermarsch 2019: Militär flankierte Wirtschaftskriege

Braunschweig 20.04.2019

Liebe Friedensfreund*innen, wir durften heute bei strahlendem Sonnenschein einen für unsere Fahrrad-Demo freien Innenstadtring erleben.

Was uns heute Demonstrationsrecht und Ostermarschtradition in diesem Punkt bescheren, gab es als autofreie Sonntage schon einmal unter einem ganz anderen Stern. Damals in der Ölkrise der 70ziger Jahre ging das Gespenst um, die OPEC Könnte den Industrienationen den Hahn abdrehen. Heute gehört die Sicherung von Energie- und Handelswegen zum Auftrag der BW. Der Nahe Osten ist Kriegs geschüttelt, die arabische Welt liegt in Trümmern. In Syrien sind seit 2011 über eine halbe Million Menschen getötet worden. Über die Hälfte der 21 Millionen Einwohner*innen wurden zu Geflüchteten. Die Lebenserwartung sank in kurzer Zeit von 70 auf 48 Jahre.

Das Leiden der Syrerinnen und Syrer ist noch lange nicht gestoppt. Der arabische Frühling hatte eine einfache Formel: Brot, Freiheit, Würde. Doch anstatt sozialer Gerechtigkeit folgten eine rasche Militarisierung der Proteste und der heutige Stellvertreterkrieg. US Vize-Präsident Joe Biden musste 2014 zugeben, dass es moderate Rebellen in Syrien nicht gab. USA und Verbündete hatten alle mit Millionen überschüttet, die gegen Assad

kämpften. Nur dass letztlich Al-Nusra, Al Quaida und andere Islamisten das Feld übernahmen. Wie zuvor in Afghanistan und Irak auch. Dies hat zum Scheitern der westlichen Umsturzpläne in Syrien beigetragen. Russland und Iran konnten nun ebenfalls Militär gestützt Verhandlungen Erzwingen und ihren Einflussbereich ausdehnen.

Der separatistische US-Gedanke, den Nahen Osten über sogenannte „blood borders“, „Blutgrenzen“  erst zu destabilisieren und dann als „Neuer Mittlerer Ostent“ Interessen gerecht zu gestalten, ist ins Stocken gekommen. Im Yugoslawien der 90ziger Jahre hatten diese Ethnisierung und Militarisierung der Politik noch Erfolg gehabt.

Schon hier zeigte sich ein Muster, dass die EU – besonders Exportweltmeister Deutschland –Mit Wirtschaftsliberalisierung und Strukturanpassung eine Verarmung und Spaltung der yugoslawischen Bevölkerung bewirken.  Die USA ab – hier im Rahmen der Nato – militärisch „gestalten“. In Syrien zeigt sich dieses Muster wieder.

Im Rahmen einer „EU-Nachbarschaftspolitik“ wird Syrien eine neoliberale Umgestaltung Aufgezwungen, die unter Vater Assad beginnt und Sohn Bashar Al-Assad in den westlichen Medien zunächst als Modernisierer und Kämpfer für Frauenrechte auslobt. Unter deutscher Entwicklungshilfe wurde die gesamte syrische Gesetzgebung durchforstet und auf Wirtschaftsliberalisierung vorbereitet. Das führte letztendlich dazu, dass für Wirtschaftsbetriebe in Syrien:

  • eine 100% ausländische Eigentümerschaft und
  • voller Gewinntransfer für ausländische Investor*innen möglich wurden.

Im Irak hatte es 2003 genau dazu einer US-Militärintervention bedurft. In Syrien nennt sich das aber wie anderswo „EU-Assiziierungsabkommen“. Für die zunehmend in Gewinner und Verlier*innen gespaltene syrische Gesellschaft kein Grund zum Jubeln. Die Proteste 2011 begannen nicht ohne Grund in verarmten ländlichen Gebieten und den Armutsregionen der Großstädte. Diese EU-Wirtschaftspolitik ist nicht nur moralisch gescheitert. Sie war immer US-Militär flankiert. Sie war und ist nicht die bessere Alternative zu offener Militärpolitik, wie ein deutscher Außenminister behauptete.

Egal ob US-amerikanische oder ob russische Militärpolitik: Weniger schlecht, ist nicht noch lange gut !!!! Nicht umsonst fordern die USA jetzt eine erhebliche Aufrüstung Europas, ganz besonders des Exportweltmeisters Deutschlands.

Als wären die Kriege, die von deutschem Boden ausgingen, vergessen. Mit der Aufkündigung des INF-Vertrages über atomare Mittelstreckenraketen kehrt ein Gespenst nach Europa zurück. Anders als in den Zeiten des kalten Krieges ist Militärpolitik immer weniger Verhandlung flankiert. Anders als damals dem Warschauer Pakt steht die Nato jetzt Russland direkt gegenüber.

Als Ärzt*innen und Friedensbewegung müssen wir es immer wieder sagen: In modernen Kriegen des 21.Jahrhunderts sind 95% der Kriegstoten Zivilisten nur 5% Militärs. Die Kriege der Gegenwart zerstören vorrangig die staatliche Zivilstruktur des Gegners, sie schonen geradezu das Militärpotential der Stärkeren. Sie kennen kaum militärische Entscheidungsschlachten, aber die völkerrechtswidrigen Belagerungen von gegnerischen Großstädten und Landschaften. Mit unsäglichen Verlusten für die Zivilbevölkerung.

Friedenspolitik hat heute sehr viel mit Wirtschaftspolitik zu tun. Friedenspolitische Forderungen für Syrien sind: Stopp der Wirtschaftssanktionen, Aufnahme von Verhandlungen, Aktive Wiederaufbauhilfe, Nur durch eine Alternative zum Neoliberalismus wird aus einer instabilen eine weniger kriegerische Welt.

Ohne internationale Kämpfe für soziale Gerechtigkeit  – Brot, Freiheit, Würde – , einer Konversion von BW und deutscher Rüstungsindustrie wird die Spaltung der Gesellschaften auch in Deutschland und Europa nicht aufgehalten.

Wenn nach Thomas Mann der „Antikommunismus die Grundtorheit des 20.Jahrhunderts“ ist, ist es der Neoliberalismus für das 21.. Ohne eine Idee, die größer ist als das Problem, wird es keine Friedenspolitik in Europa und außerhalb geben.

Wieviele Fahrräder mehr würden im Autoland Deutschland auf freie Innenstadtringe passen: für Abrüstung und Bürgerrechte, für Klimaschutz, Gesundheit, Bildung und Solidarität, für eine stabilere, friedlichere Welt ??

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Briefentwurf Elke: Ostermarsch 2020: „Schlachtfelder im 21. Jahrhundert“

Karin Leukefeld ( Nahostkorrespondentin und Berichterstatterin aus dem Syrienkrieg) beschreibt  unter diesem Titel ( jw, 16.12.19 )  wie Wirtschaftssanktionen zum zentralen Bestandteil von Außenpolitik wurden.

Sanktionen ermöglichen heute den Entscheidungsträgern einer globalisierten Welt, einem Gegner „genauso hohe politische und wirtschaftliche Kosten aufzuerlegen wie ein Kriegseinsatz“. Kurzum, ihn zu unterwerfen. Diese Analyse stammt von der Stiftung Wissenschaft und Politik mit dem fast schon zynischen Zusatz, dass in den sogenannten „postheroischen“ westlichen Gesellschaften Kriegsopfer ja „fast allergische Reaktionen“ auslösen. Hingegen nicht:  smarte, gezielte, angeblich unblutige Wirtschaftsmaßnahmen.

Als  Ende 2019   116 UN-Mitgliedsstaaten einseitige Wirtschafts- und Handelssanktionen   für völkerrechtswidrig erklären, enthält sich Deutschland wie die anderen Europäischen     Staaten seiner Stimme. So werden Märkte zunehmend zu den Schlachtfeldern des 21.Jahrhunderts. Während noch im ersten Weltkrieg 95% der Kriegstoten Militärs und nur 5% Zivilisten waren, ist es in den Kriegen unseres Zeitalters genau umgekehrt.

Die Kriege der Gegenwart zerstören vorrangig die staatliche Zivilstruktur des Gegners. Sie kennen kaum militärische Entscheidungsschlachten, eher schonen sie das Militärpotential der Stärkeren. Sie bedienen sich völkerrechtswidriger Belagerungen von gegnerischen Großstädten und Landschaften. Mit unsagbaren Verlusten für die Zivilbevölkerung.

Wirtschaftssanktionen sind ein zentraler Teil dieses Leidens. Den westlichen Gesellschaften schwinden mit den letzten Weltkriegsüberlebenden die                          Mahner*innen und die Erinnerung. In Europa scheinen diese Kriege so fern wie der Mond. Gerade zeigt die Angst vor einem winzigen Virus die Verletzbarkeit der menschlichen Welt.

Neu sind Viren und auch Pandemien nicht. Aber in der Krise neoliberaler Heilsversprechen erreicht ein globaler Handels- und Gewinntransfer virale Grenzen. Gewinne lassen sich nicht grenzenlos privatisieren und Risiken gleichzeitig sozialisieren.

Covid-19 zeigt die hohe Anfälligkeit global vernetzter Systeme und unsere Abhängigkeit von anderen Menschen Die Strukturanpassungsprogramme des Neoliberalismus erreichen jetzt die Sozialsysteme auch der dominierenden Industrienationen. In den Ländern des Südens haben sie bereits gewütet.

Der erzwungene Sozialabbau in Südeuropa hat mit der Solidarität auch die  Identifikation mit einem Europa des Friedens und der Freiheit nahezu zerstört.

Frau Leukefeld zitiert einen syrischen Geschäftsmann zu Hilfsprogrammen bei gleichzeitigem  Öl- und Wirtschaftsembargo: „Sie geben uns Brot, aber keine Arbeit. Die Menschen werden abhängig, anstatt in Würde zu leben“.

Diese Würde ist in den Restriktionen der Corona-Pandemie auch in den westlichen Nationen gefährdet. Existenzielle Gefahr droht nicht nur den Immunschwachen, sondern auch den Einkommensschwachen. In Deutschland werden Staat und Konzerne das interne Embargo am wahrscheinlichsten überleben. Weniger aber unabhängige Betriebe und Organisationen, die bisher als Kreativkräfte einer freien Marktwirtschaft und  Zivilgesellschaft ausgelobt wurden. Auch in Frankreich wird der vom Präsiden ausgerufene „Kriegssozialismus“ mehr dem Staat und seinen Machmitteln als einer Zivilgesellschaft dienen. Marktradikale Populisten wollen plötzlich Füllhörner von Almosen ausschütten. Ohne funktionierendes Wirtschaftssystem hat das mit Würde wenig zu tun.

Eine Idee, die größer ist, als das Problem, zeigt sich in alledem nicht. Gerade eine globalisierte Welt braucht die Friedensperspektive eines gegenseitigen Vorteils, von Solidarität und Sinn, von Verhandlungen statt Kriegsführung.

Gesellschaftliche Spaltung, Kriegspolitik und Klimakrise bedrohen die menschliche              Lebensgrundlage im globalisierten Rahmen. Der Siegeszug der Globalisierung zu einem weltumspannenden Wirtschaftssystem hat seine flankierende Militärpolitik lange überdeckt.

Ein Virus könnte jetzt die Schutzwirkung starker Sozialsysteme aufzeigen. Deshalb muss die Friedensbewegung gerade jetzt auf den engen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskriegen, Destabilisierung und Kriegsgefahr hinweisen.

„Plötzlich merken wir, dass wir nur so gesund sind, wie unser Nachbar sicher“ (Abschiedsrede Jeremy Corby als Labour-Parteichef 27.03.20 )

Für eine neue Idee, die größer ist als das Problem, sehe ich als Forderungen einer Friedens- und Zukunftsbewegung in der sogenannten Corona-Krise deshalb:

  • Beendigung aller Wirtschaftssanktionen, die nicht UN autorisiert sind
  •    Soforthilfe für die Geflüchteten in den Lagern der EU-Außengrenze
  • Humanitäre Waffenruhe in Idlip, Lybien und Yemen, kein Krieg gegen Venezuela oder den Iran.
  • Verhandlungen mit Saudi-Arabien, das den Markt mit billigem Öl flutet. Verhandlungen mit Präsident Erdogan, der Europa zynisch mit „Flüchtlingswellen“ droht.
  • Keine Stationierung von US-Patriot-Raketen im Irak, keine Stationierung von russischen Raketen in Syrien.

„Wir sind nur so gesund, wie unser Nachbar sicher ist.“ Ich wünsche mir sehr, dass Covid-19 uns und der Welt nationale und internationale Solidarität lehrt und nicht das große Fürchten  !!!!!

Und ihre Rede 2019:

Ostermarsch 2019: Militär flankierte Wirtschaftskriege

Publiziert am 5. April 2020 von admin

Braunschweig 20.04.2019

Liebe Friedensfreund*innen, wir durften heute bei strahlendem Sonnenschein einen für unsere Fahrrad-Demo freien Innenstadtring erleben.

Was uns heute Demonstrationsrecht und Ostermarschtradition in diesem Punkt bescheren, gab es als autofreie Sonntage schon einmal unter einem ganz anderen Stern. Damals in der Ölkrise der 70ziger Jahre ging das Gespenst um, die OPEC Könnte den Industrienationen den Hahn abdrehen. Heute gehört die Sicherung von Energie- und Handelswegen zum Auftrag der BW. Der Nahe Osten ist Kriegs geschüttelt, die arabische Welt liegt in Trümmern. In Syrien sind seit 2011 über eine halbe Million Menschen getötet worden. Über die Hälfte der 21 Millionen Einwohner*innen wurden zu Geflüchteten. Die Lebenserwartung sank in kurzer Zeit von 70 auf 48 Jahre.

Das Leiden der Syrerinnen und Syrer ist noch lange nicht gestoppt. Der arabische Frühling hatte eine einfache Formel: Brot, Freiheit, Würde. Doch anstatt sozialer Gerechtigkeit folgten eine rasche Militarisierung der Proteste und der heutige Stellvertreterkrieg. US Vize-Präsident Joe Biden musste 2014 zugeben, dass es moderate Rebellen in Syrien nicht gab. USA und Verbündete hatten alle mit Millionen überschüttet, die gegen Assad

kämpften. Nur dass letztlich Al-Nusra, Al Quaida und andere Islamisten das Feld übernahmen. Wie zuvor in Afghanistan und Irak auch. Dies hat zum Scheitern der westlichen Umsturzpläne in Syrien beigetragen. Russland und Iran konnten nun ebenfalls Militär gestützt Verhandlungen Erzwingen und ihren Einflussbereich ausdehnen.

Der separatistische US-Gedanke, den Nahen Osten über sogenannte „blood borders“, „Blutgrenzen“  erst zu destabilisieren und dann als „Neuer Mittlerer Ostent“ Interessen gerecht zu gestalten, ist ins Stocken gekommen. Im Yugoslawien der 90ziger Jahre hatten diese Ethnisierung und Militarisierung der Politik noch Erfolg gehabt.

Schon hier zeigte sich ein Muster, dass die EU – besonders Exportweltmeister Deutschland –Mit Wirtschaftsliberalisierung und Strukturanpassung eine Verarmung und Spaltung der yugoslawischen Bevölkerung bewirken.  Die USA ab – hier im Rahmen der Nato – militärisch „gestalten“. In Syrien zeigt sich dieses Muster wieder.

Im Rahmen einer „EU-Nachbarschaftspolitik“ wird Syrien eine neoliberale Umgestaltung Aufgezwungen, die unter Vater Assad beginnt und Sohn Bashar Al-Assad in den westlichen Medien zunächst als Modernisierer und Kämpfer für Frauenrechte auslobt. Unter deutscher Entwicklungshilfe wurde die gesamte syrische Gesetzgebung durchforstet und auf Wirtschaftsliberalisierung vorbereitet. Das führte letztendlich dazu, dass für Wirtschaftsbetriebe in Syrien:

  • eine 100% ausländische Eigentümerschaft und
  • voller Gewinntransfer für ausländische Investor*innen möglich wurden.

Im Irak hatte es 2003 genau dazu einer US-Militärintervention bedurft. In Syrien nennt sich das aber wie anderswo „EU-Assiziierungsabkommen“. Für die zunehmend in Gewinner und Verlier*innen gespaltene syrische Gesellschaft kein Grund zum Jubeln. Die Proteste 2011 begannen nicht ohne Grund in verarmten ländlichen Gebieten und den Armutsregionen der Großstädte. Diese EU-Wirtschaftspolitik ist nicht nur moralisch gescheitert. Sie war immer US-Militär flankiert. Sie war und ist nicht die bessere Alternative zu offener Militärpolitik, wie ein deutscher Außenminister behauptete.

Egal ob US-amerikanische oder ob russische Militärpolitik: Weniger schlecht, ist nicht noch lange gut !!!! Nicht umsonst fordern die USA jetzt eine erhebliche Aufrüstung Europas, ganz besonders des Exportweltmeisters Deutschlands.

Als wären die Kriege, die von deutschem Boden ausgingen, vergessen. Mit der Aufkündigung des INF-Vertrages über atomare Mittelstreckenraketen kehrt ein Gespenst nach Europa zurück. Anders als in den Zeiten des kalten Krieges ist Militärpolitik immer weniger Verhandlung flankiert. Anders als damals dem Warschauer Pakt steht die Nato jetzt Russland direkt gegenüber.

Als Ärzt*innen und Friedensbewegung müssen wir es immer wieder sagen: In modernen Kriegen des 21.Jahrhunderts sind 95% der Kriegstoten Zivilisten nur 5% Militärs. Die Kriege der Gegenwart zerstören vorrangig die staatliche Zivilstruktur des Gegners, sie schonen geradezu das Militärpotential der Stärkeren. Sie kennen kaum militärische Entscheidungsschlachten, aber die völkerrechtswidrigen Belagerungen von gegnerischen Großstädten und Landschaften. Mit unsäglichen Verlusten für die Zivilbevölkerung.

Friedenspolitik hat heute sehr viel mit Wirtschaftspolitik zu tun. Friedenspolitische Forderungen für Syrien sind: Stopp der Wirtschaftssanktionen, Aufnahme von Verhandlungen, Aktive Wiederaufbauhilfe, Nur durch eine Alternative zum Neoliberalismus wird aus einer instabilen eine weniger kriegerische Welt.

Ohne internationale Kämpfe für soziale Gerechtigkeit  – Brot, Freiheit, Würde – , einer Konversion von BW und deutscher Rüstungsindustrie wird die Spaltung der Gesellschaften auch in Deutschland und Europa nicht aufgehalten.

Wenn nach Thomas Mann der „Antikommunismus die Grundtorheit des 20.Jahrhunderts“ ist, ist es der Neoliberalismus für das 21.. Ohne eine Idee, die größer ist als das Problem, wird es keine Friedenspolitik in Europa und außerhalb geben.

Wieviele Fahrräder mehr würden im Autoland Deutschland auf freie Innenstadtringe passen: für Abrüstung und Bürgerrechte, für Klimaschutz, Gesundheit, Bildung und Solidarität, für eine stabilere, friedlichere Welt ??

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Ostermarschideen Ha

Liebe Freunde*innen,

am gestrigen Sonntag gab es eine weitere Telefonkonferenz der bundesweiten Friedensbewegung, an der auch ich teilnahm.

Hier gab es eine große Übereinstimmung den Ostermarsch weder zu verschieben noch ausfallen zu lassen, sondern in alternativen Formen, nicht zuletzt gestützt auf das Internet statt finden zu lassen.

Siehe hierzu auch unter:

https://www.friedenskooperative.de/alternativer-ostermarsch

Das geht in die Richtung die Corinna hier schon „angestiftet“ hat – Danke!

Meine zusätzliche Idee wäre wir machen ein Video welches am Ostersamstag veröffentlicht wird.

Zwei Menschen halten unser Bündnistransparent und davor spricht jemand unsere Ostermarschrede (Sicherheitsabstand wäre damit gewährt), dass Ganze z.B. auf dem Kohlmarkt. Könnte auch schon am Freitag produziert werden. Chri würde das vielleicht gerne machen. Liedbeiträge von C können wir dranhängen.

Dies kündigen wir auch in einer Pressemitteilung vorher an „Ostermarschkundgebung Samstag ab 11.00 im Internet“ Bündnisorganisationen werden gebeten dies zu verlinken. Damit hätten wir eine Internet-Kundgebung, an der Mensch teilnehmen kann.

Besonderen Charme könnte es haben parallel – das ansonsten von mir nicht geschätzte – Facebook hierfür zu nutzen. Die ermöglicht zustimmende Statements und Fotos beizusteuern, also ein bestimmtes  gemeinsames Erlebnis darzustellen.

Soviel zu meinen Anregungen.

Ansonsten sollten wir in den nächsten Tagen hier einen Plan schmieden, damit es was wird.

Solidarischer Gruß

Ha

Hier angefügt Informationen zum Thema aus dem parteiinternen Infos des Landesverbandes DER LINKEN.Nds:

Bundesweite und regionale Plattformen zu Frieden und Antimilitarismus

www.friedenskooperative.de (wichtige Seiten mit Veranstaltungsterminen)

www.ohne-ruestung-leben.de (wichtige Inhalte, z.T. Termine, keine Eintragsmöglichkeit!)

https://www.antidef20.de      (ausschließlich zu „Defender“)

https://www.stoppt-defender-2020.de (Linke-Bundestagsfraktion)

Friedenskanal Hamburg: https://www.youtube.com/channel/UCdLvc44EQz4_dxjbAihmptA/about

Friedensbüro Hannover: https://www.frieden-hannover.de

Bremer Friedensforum:  https://www.bremerfriedensforum.de/

Es ist wichtig, dass wir die aktuellen EInschränkungen in der direkten Begegnung soweit wie möglich auffangen, indem wir unsere Infos im Internet präsentieren (z.B. eigene Website) und durch Eintrag in den Portalen auffindbar machen.

Virtueller Ostermarsch

Da reale Ostermärsche ausfallen, verlegen verschiedene Veranstalter ihre geplanten Reden und Aktionen ins Internet, ein gemeinsames Konzept wird von der Friedenskooperative ausgearbeitet (https://www.friedenskooperative.de/alternativer-ostermarsch); als Bsp. s. auch die Aktionen vom Friedenskanal Hamburg

Es bleibt die Frage, ob wir dabei bleiben müssen. In der bundesweiten Telko gab es den Vorschlag, die Friedensbewegung aufzurufen z.B. am Ostersamstag von 11 – 12 Uhr jeder allein, aber mit Plakaten, Transpis o.ä. Ostermarschbezogenem sich durch die Öffentlichkeit zu bewegen. Es ist die Frage, ob das jemanden interessiert, aber eigentlich widerspricht es nicht den Regelungen zu Kontaktverboten.
Dazu gab es aus Flensburg ab es ein recht interessantes Foto:
https://subtilus.info/2020/03/25/demo-am-suedermarkt-freiheit-stirbt-mit-sicherheit/
Nicht wegen der Forderungen, aber die Demoform würde doch den Überlegungen entsprechen.

Pressemeldungen

Die Aufrufe, Reden und Aktionen, die für die kommende Zeit geplant waren (u.a. für die Rheinmetall- und „Defender“-Aktionen im April und Mai) sollten als Pressemeldungen raus, vielleicht sind die Chancen zur Veröffentlichung in diesen Saure-Gurken-Zeiten besser als sonst – vor allem wenn wir die Argumentation immer mit der Gesundheitslage verknüpfen, das wäre gleichzeitig eine Möglichkeit für den virtuellen Ostermarsch.

Hauptzielrichtung aller Stellungnahmen sollte unserer Ansicht nach sein:
Kosten für Militär werden uns als „unvermeidlich“ für unsere Sicherheit dargestellt – jetzt gerade plädierten Ministerin Kramp-Karrenbauer und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg noch mal für Beibehaltung des 2%-Ziels (in Bezug aufs BIP, d.h. aber etwa 16% des Bundeshaushalts).

Die augenblickliche Situation beweist aber auf bitterste Art, was wirklich nötig ist für unsere Sicherheit: ein hochentwickeltes Gesundheitswesen mit vielen anständig bezahlten Beschäftigten. Alle Sparmaßnahmen und die Ausrichtung nach Rentabilitätsgesichtspunkten haben sich als lebensgefährlich gezeigt. Kommunen privatisierten ihre Kliniken, da sie chronisch unterfinanziert sind und deshalb ihren Aufgaben zur Daseinsvorsorge nicht nachkommen konnten. Bertelsmann schlug eine Reduzierung der Anzahl von Kliniken auf die Hälfte vor, damit sie sich rentieren. Jetzt wissen wir: Wahnsinn. Der Beweis ist erbracht. Rekommunalisierung des Gesundheitswesens und ausreichende Finanzierung der Daseinsvorsorge sind nötig. D.h. Die Schwarze Null zwingt eigentlich zur Vermögenssteuer!

Die jetzigen Notmaßnahmen zeigen: auch das Märchen „Es ist kein Geld da.“ ist widerlegt. Es werden kurzfristig Milliardenbeträge zur Verfügung gestellt – wie sinnvoll, wird sich zeigen. Ermöglicht man Kleinverdienern und Kleinunternehmern das Überleben – oder ersetzt man Firmen wie VW die Umsatzverluste durch die seit letztem Jahr begonnen Krise? Ein sehr interessanter Artikel von Winfried Wolf dazu https://www.nachdenkseiten.de/?p=59459.

Die Bundeswehr präsentiert sich als Retter in der Not in Zeiten der Corona-Krise (z.B. in Hallo Niedersachsen vom 20.3.). Ich persönlich habe die Haltung: Selbstverständlich sollen die geeigneten Kräfte (fast 20.000 SanitätssoldatInnen, Notkrankenhäuser u.ä.) für die Allgemeinheit eingesetzt werden, wir haben sie schließlich finanziert – aber nicht unter militärischem Oberkommando.

Sehr schön zum Zusammenhang Beschäftigte und Militär: https://youtu.be/SrKpF1dovlM

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Folgen weltweit noch viel schlimmer werden können, als wir es hier erleben: in Gesellschaften ohne funktionierendes Gesundheitssystem, ohne Notversorgung und ohne Rücklagen und Reserven bei den Massen der Menschen. Hier wäre der Einsatz der 440 Mrd. notwendig, um die die Rüstungsausgaben weltweit erhöht werden sollen.

Der 7.4. wurde als Solidaritätstag unter dem Motto „Solidarität statt Corona verbreiten“ ausgerufen, ich weiß allerdings noch nicht von wem und wie das laufen soll.

Ein interessanter Artikel zu Grundrechtseinschränkungen in der HAZ: https://www.rnd.de/politik/corona-krise-verfassungswidrige-eingriffe-in-freiheitsrechte-G76RET6PG5HHLAXJ2JZZF6PYNM.html   Herzliche Grüße A

_______________________________________________
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JPBerlin - Politischer Provider
Buendnis_intern@listi.jpberlin.de
https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/buendnis_intern
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Fotos für Ostermarsch

Liebe Friedensfreunde,

da aus bekannten Gründen in diesem Jahr kein Ostermarsch stattfindet, wollen wir uns wenigstens im Internet zu Wort melden. Das Friedensbündnis/Friedenszentrum schlägt vor, dass möglichst viele Menschen ein Foto von sich mit einem Friedensplakat, einer Losung machen. Diese Fotos sollen in einer Collage zusammengestellt werden, die dann im Internet veröffentlicht wird. Wer kein Plakat hat, kann das in der aktuellen UZ beiliegende Plakat verwenden. Die Fotos schickt bitte an Ulli

Viele Grüße W

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„Rede“ Heinz Zehmke Ostermarsch

Oder auch hier als PDF

Publiziert am 4. April 2020 von admin

Ostererklärung 2020 Friedenszentrum Braunschweig
Angesichts der Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen durch die weltweite ‚Korona-Krise‘ unterstreichen wir zum Datum des alljährlichen Osterfriedensmarsches die Oberflächlichkeit und Widersprüchlichkeit der bisherigen Globalisierungs-, Sicherheits-, Sozial- und Umweltpolitik.

1. Wir fordern deutsche Politiker zu aktiven Friedensbemühungen (Beispiel KSZE), zu längst vereinbarten, vielfach geforderten Maßnahmen auf:

• die sofortige Beendigung der Teilnahme an militärischen und zivilen Konflikten,

• Reduzierung der Verteidigungsbudgets aller EU Mitgliedsstaaten um 90%

• unmittelbare, konsequente Revision des PESCO auf EU-Ebene („Permanente Strukturierte Kooperation“ = Verteidigungshaushalt) auf 10% des ursprünglichen Budgets

• Investitionen in friedensfördernde Institutionen und Wiedergutmachung

• Unterstützung des Selbstbestimmungsrechts aller Völker, Abkehr & Abwehr von Eingriffen durch Drittstaaten in ihre interne politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung (z. Bsp. Ukraine, Afghanistan, Irak, Iran, Libyen, Taiwan, Venezuela)

• unverzüglicher Stopp aller Waffenexporte, einschließlich der Defensivsysteme

2. Darüber hinaus zu verlangen wir:

• Investitionen zur Bildung notwendigen Sozialkapitals aus Finanzierung der aktuell geplanten, gestrichenen Verteidigungsausgaben, zur Verbesserung der Gesundheitsförderung, -vorsorge und -erhaltung aller Bürger (insbesondere der sozial Benachteiligten), vordringlich der Vorbeugung von Pandemien.

• Die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit zur Pandemie-Vorbeugung und Risikoverringerung in den Vordergrund zu stellen. Im Rahmen internationaler Zusammenarbeit ist die Pandemie-Vorsorge zur Vermeidung und Verringerung biologischer Gefährdungen auf ein Niveau vergleichbar der nuklearen Zusammenarbeit im Rahmen der IAEA (Internationale Atom Energie Agentur) zu stellen.

• Als Bedingung der Weiterführung offener, multinationaler Handelsbeziehungen die Investitionen in Forschung und Entwicklung umweltschonender Produktionsverfahren & Konsumentwicklung zu erhöhen. Einen Mechanismus zu entwickeln, mit dessen Hilfe Forschungsergebnisse frei und öffentlich zur Verfügung gestellt werden damit diese Ergebnisse gemeinschaftlich und zum Wohle aller Menschen nutzbar gemacht werden können (Gewährung universeller Teilhabe).

• Eine effektive, zeitnahe Revision des aktuellen Wirtschaftssystems zu ökologisch und sozial nachhaltigen Zielsetzungen auf Basis resilienter, rechenschaftspflichtiger Strukturen.

• Unmittelbar und unverzüglich Schritte zur Erreichung der SDG (der globalen, sozialen Entwicklungsziele) bis 2035 für Deutschland und die EU zu beschreiben, zu beschließen und einzugehen.

3. Wir fordern die Rückkehr zu Völkerverständigung und internationalen Zusammenarbeit im Interesse aller Völker und Nationen, längst formuliert, manifestiert &  vereinbart durch eine ganze Reihe von Verträgen und Vereinbarungen,  an dieser Stelle sinnbildlich veranschaulicht mit einigen ausgewählten Anmerkungen:

•  Atlantik Charta (1941) – der Gedanke zum Frieden und zur Freiheit aller Völker

Diese Charta ist eine Vereinbarung zwischen W.Churchill (Premierminister UK) und F.D.Roosevelt (Präsident der USA) zur Neuordnung der Welt und Aufbau der Vereinten Nationen im Anschluss auf das Ende des 2. Weltkrieges (Aug. 1941). Kernpunkte dieser Charta sind friedliche Zusammenarbeit, Anerkennung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker, Souveränität und gleicher Zugang zu Ressourcen und Gütern für alle. Die acht Kernpunkte dieser Charta bilden die Grundlage der heutigen Organisation der Vereinten Nationen.

• Londoner Vereinbarung (1945) –  ohne Rechtfertigung und Verantwortung geht es nicht

Diese Vereinbarung wurde von Großbritannien, USA, Sowjetunion und Frankreich nach dem 2. Weltkrieg beschlossen um eine universelle, rechtliche Basis zur Verurteilung der Naziverbrechen (bekannt vor allem durch die Nürnberger Gerichte beginnend im November 1945) zu schaffen. Kernpunkte dieser Vereinbarung waren u.a. die Strafbarkeit der Planung, Vorbereitung, Initiierung und Durchführung von Angriffskriegen, Misshandlung von Kriegsgefangenen und zivilen Personen. Diese Vereinbarung bildet die Grundlage des heutigen Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag.

• Charta der UN (Oktober 1945) – das globale Haus des Friedens und der Zusammenarbeit

Diese Charta ist die wohl wichtigste Vereinbarung zwischen Völkern und Nationen dieser Welt mit dem Ziel der friedlichen Zusammenarbeit und Entwicklung aller Völker und Nationen in gegenseitigem Respekt. Sie wurden von 54 Staaten als Gründungsmitglieder 1945 in San Francisco unterzeichnet. Heute sind 193 Nationen Mitglied.

• Akte von Helsinki (1974) – ein mühevoller, steiniger Weg für Europa im kalten Krieg

..die Mitgliedsstaaten vereinbaren die Achtung der souveränen Gleichheit und Menschenrechte, Unverletzlichkeit der Grenzen, friedlichen Konfliktlösung und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. Zudem einigten sich die 35 Unterzeichnerstaaten auf eine gemeinsame Zusammenarbeit in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Umweltfragen. Diese Akte gilt als die Grundlage der Entspannung im Kalten Krieg in Europa, sie ist die Basis der späteren deutschen Wiedervereinigung 1990 und auch Zeugnis der mühevollen Arbeit den Frieden zu sichern. Sie steht aber vor allem auch für den Erfolg gerade dieser Bemühungen ohne welche eine EU in der heutigen Form überhaupt nicht denkbar wäre.
1995 ging die auf dieser Akte basierende Organisation in die KSZE (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) über.

• 2+4 Verträge (Sept. 1990) – man muss nur wollen, dann geht es auch!

..repräsentieren die Ergebnisse der Bemühungen um Frieden und Kooperation nicht nur in Europa. Sie wurden abgeschlossen zwischen den ehemaligen Siegermächten des 2. Weltkrieges (USA, UK, Russland und Frankreich = 4) einerseits und den beiden damals getrennten, deutschen Staaten (=2) andererseits zur Bildung einer deutschen Nation: der Bundesrepublik Deutschland wie wir sie heute kennen. Sie sind auch ein Monument der Völkerverständigung und Beendigung des Kalten Krieges.
Unter anderem erklärten damals die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, dass das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen. Zusätzlich setzte der US-amerikanische Außenminister auf Betreiben seines deutschen Amtskollegen einen Verzicht auf weitreichende NATO-Manöver im Osten Deutschlands durch: man einigte sich auf eine zusätzliche Protokollnotiz, wonach diese nur unter Berücksichtigung der Sicherheits-interessen der Sowjetunion abgehalten werden sollen.

• Paris Charta (Nov 1990) – ein Meilenstein zur friedlichen Entwicklung, zum sozialen Wohlstand

..wurde von 32 europäischen Ländern sowie den USA und Kanada unterzeichnet. Die Staaten verpflichten sich zum Schutz ihrer nationalen Minderheiten, zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern, zur friedlichen Beilegung von Streitfällen sowie zur Fortsetzung des Abrüstungsprozesses.
Gefördert werden sollen politischer Pluralismus, Marktwirtschaft, die Sicherstellung eines ständigen Wirtschaftswachstums, des Wohlstandes, der sozialen Gerechtigkeit und der rationalen Nutzung der ökonomischen Ressourcen. Der Umweltschutz soll in der gemeinsamen Verantwortung aller Unterzeichnerstaaten liegen.

• NATO Grundakte (Mai 1997) – zur Überwindung des Misstrauens und der Bedrohung

..eine völkerrechtliche Absichtserklärung zwischen der NATO und Russland mit dem Ziel das Verhältnis aus Misstrauen und gegenseitiger Bedrohung zu überwinden. Kernpunkte sind Verzicht auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander oder gegen irgendeinen anderen Staat, seine Souveränität, territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit.
Sowie die Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Unversehrtheit aller Staaten sowie ihres naturgegebenen Rechtes, die Mittel zur Gewährleistung ihrer eigenen Sicherheit sowie der Unverletzlichkeit von Grenzen und des Selbstbestimmungsrechts der Völker selbst zu wählen.

LG

Heinz

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Vorwort und Aufruf Ostermarsch 2020 von Elke Almut Dieter

Zeigt Widerstand gegen Aufrüstung, Militärmanöver und Beteiligung an Kriegen!

Der Ostermarsch am 11. April wird virtuell stattfinden.

Schaut auf unseren Film unter www.friedenszentrum.info (???)

Die Corona Pandemie verhindert einen Ostermarsch, so wie wir ihn kennen. Die Aufforderung, zu Hause zu bleiben, das Reise- und Ausgehverbot verändert unsere Aktionen. Wir sehen, wie wichtig funktionierende Krankenhäuser und gutes Pflegepersonal sind, wir erleben jetzt die Auswirkungen der Sparmaßnahmen. Jedes Krankenhaus, das geschlossen wurde, war eines zu viel, die Politik der wirtschaftlichen Effizienz fällt uns jetzt auf die Füße. In der Nach-Corona-Zeit muss die Gesundheitsvorsorge wieder in öffentliche Hände – ebenso die übrigen Gebiete der Daseinsfürsorge : Wohnungsbau, der öffentliche Verkehr…

Die Einschränkungen unserer Bürgerrechte sind mit der Pandemie begründet und werden von einer Mehrheit akzeptiert. Wir werden ein wachsames Auge darauf haben müssen, dass sie am Ende wieder hergestellt werden.

Die Hoffnung, dass Sie und wir die Pandemie gut überstehen lässt uns aber die anderen Probleme nicht vergessen. Unsere Forderungen an die Politik bleiben bestehen:

Wir wollen Frieden, Abrüstung und internationale Verständigung in einem weltoffenen Land!

um den 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Faschismus ist der Rechtsextremismus in der Bundesrepublik immer noch lebendig. Obwohl Russland zur Befreiung wesentlich beigetragen hat, proben die USA und die NATO den schnellen Durchmarsch zur Westgrenze Russlands. Daran ist die Bundesrepublik maßgeblich beteiligt. Neben den bestehenden Kriegen droht eine neue atomare Aufrüstung. Wirtschaftssanktionen und Handelskriege bedrohen weltweit ökonomische und ökologische Existenzgrundlagen. Immer mehr Menschen werden dadurch zur Flucht gezwungen. In Deutschland wird jeder 5. Euro für Rüstung und Krieg ausgegeben.

Wir fordern eine friedenspolitische Wende in der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik!

  • Stopp das Kriegsmanöver „Defender 2020“
  • Abrüstung statt Aufrüstung
  • Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr- nicht nur während der Corona Epidemie
  • Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel, Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages, Verzicht auf vertragswidrige atomare Teilhabe
  • Stopp der US-Drohnenmorde, die über Ramstein gesteuert werden
  • Kündigung aller US-Militärbasen

Einhaltung des Völkerrechts und Stärkung der UNO

  • Einhaltung des Zwei-Plus-Vier-Vertrages, der Pariser Charta und Stärkung der OSZE
  • Stärkung der EU durch solidarisches Handeln – nicht durch Militär
  • Mehr Geld für zivile Konfliktlösung und Ausbau des Engagements.

Wir wollen eine Welt, in der wir auch morgen noch friedlich miteinander leben können

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meine aktuelle Ostermarsch-Rede 2020, über den „doppelten Selbstmord“

  Von Reiner Braun wurde im letzten Dezember in Kassel der Begriff vom „Doppelten Selbstmord“ geprägt. Dieser ist ein Friedensaktivist in vielen Funktionen und Co-Präsident des International Peace Bureau (IPB).  

Dieser Begriff bezieht sich auf die beiden Hauptgefährdungen der Menschheit in dieser Zeit, die beide selbstverschuldet sind:  Der Massentötung durch einen Atomkrieg, der kaum Überlebende übrig lassen würde und die Gefahr der Klimaerhitzung, die ebenfalls größte Risiken bringt.  

Die gleiche große Sorge hat  auch einer der berühmtesten Wissenschaftler, der Linguist Noam Chomsky mehrfach geäußert und auch der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki Moon als Mitglied der Organisation besorgter Repräsentanten, der „Elders“, gegründet von Nelson Mandela.

Willy Brandt und Egon Bahr sind der Kriegsgefahr effektiv mit ihrer Ostpolitik begegnet. Mit dieser hatten sie die seinerzeitige Sowjetunion in Ost-West-Friedensverhandlungen eingebunden und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gegründet. Dadurch wurde Europa ein friedlicher Kontinent. Leider haben die USA und die Nato unter Mithilfe von Deutschland diesen Kurs wieder verlassen. Sie haben Russland eingekreist und einen neuen kalten Krieg begonnen.

Dies ist gegen die Interessen der Menschheit und äußerst gefährlich und dumm. Wir sollten die Charta der Vereinten Nationen ernst nehmen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit  zu der entscheidenden Organisation für unsere Sicherheit reaktivieren und weltweit entsprechende regionale Organisationen  gründen.

Und die Klimaerwärmung, die man schon bald Klimakatastrophe nennen muss, ist schon seit vielen Jahrzehnten vorhergesagt worden. Sie wurde von Jahr zu Jahr mit höherer wissenschaftlicher Klugheit zunehmend bestätigt und dennoch nicht verhindert. Jetzt ist es höchste Zeit und sehr unsicher, ob wir es schaffen werden, eine große Katastrophe zu verhindern. Und mit Hilfe von Greta Thunberg und den Friday for Future das Ruder herumzureißen.

Wir brauchen eine vernünftige weltweite Kooperation und müssen dringend  die laufende Konfrontation verlassen, dann können wir immer noch das von Albert Einstein versprochene Ziel erreichen, eine große Verheißung:

„Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen,

 eine beständige Ausweitung                                                           

von Glück, Wissen und Weisheit.“

Und ein Nachbemerkung zu Corona als Hausarzt: Wir müssen die Krise als Chance begreifen: Wir rennen als Menschheit auf einen Abgrund zu. Diese Krise ist eine Chance zur Besinnung. Wir brauchen einen weltweiten Umschwung von einem ökonomischen zu einem friedlich/ökologischen Jahrhundert!

Helmut Käss

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Ostermarsch 2019

Hier ist das Video von Jan-Henrik Siemers

Dabei ist der Beitrag der Fridays for Future, von Lasse und Moritz, ab Minute 50, 43 Sekunden…

Und hier die Rede: Ostermarsch 2019: Militär flankierte Wirtschaftskriege

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Willy Brandt

Willy Brandt ist einer meiner Heroen.

Er hat mit Egon Bahr die Ostverträge durchgesetzt, durch die die Sowjetunion von einem furchtbaren kalten Krieger zu einem guten Verhandlungspartner wurde, durch das die OSZE, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa entstand, das Sicherheitssystem, das uns weitgehend den Europäischen Frieden erhalten hat. Auch wenn die Nato mit ihrem völkerrechtswidrigen Kosovokrieg die Welt wieder auf einen gefährlicheren Kurs gesetzt hat.

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Das Narrativ 3:

Dazu auch Monbiot

Frieden, Umwelt und Soziales sind die Grundlagen für menschliches Glück.

Aber ohne Frieden ist alles nichts! Das ist der Schlüssel!

Die die menschliche Familie erhielt nach Millionen von Jahren eine plötzliche, dramatische Ausweitung ihrer Macht (EUvW). Jetzt dominiert sie die Oberfläche unseres Planeten (Harari). Aber sie stößt jetzt gegen die Grenzen und droht, durch übertriebene Konkurrenz unterzugehen: Durch einen Atomkrieg, an der Vernichtung der Umwelt, im Rahmen eines weltweiten Bürgerkriegs oder der Erstarrung in einer „Brave New World“ (Aldous Huxley).   

Aber, wie Albrecht Einstein sagte, wenn wir es schaffen, als menschliche Familie im Sinne von Star Trec zusammenzuarbeiten, gilt dies: „Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen, eine beständige Ausweitung von Glück, Wissen und Weisheit!

Auch Willy Brandt zeigte uns auch mit der OSZE den Weg, den wir gehen können und sollten.  

Auf diese Themen solltet Ihr hinarbeiten, wenn wir sie durchsetzen, haben wir eine glückliche Zukunft!

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Kein Verstoß gegen den Atomwaffenverbotsvertrag mit Militärflugzeugen…

Sehr geehrter Verteidigungsminister

Die Klimakrise, die Krise des Bodens, die planetaren Grenzen, viele Krisen bedrohen uns. Willy Brandt und Albert Einstein haben uns den Weg aus der Gefahr gezeigt. Kooperation statt Konfrontation gemeinsam mit der UN und der OSZE ist der Weg und die Bundeswehr muss ein sinnvoller Partner sein.
Nicht Abschottung oder Konfrontation sondern weltweite Kooperation ist der Weg in die Zukunft. Daher kein Verstoß gegen den Atomwaffenverbotsvertrag mit Militärflugzeugen, die ausdrücklich zum Einsatz von Atomwaffen geplant sind.

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Ostermarsch, der heilende Protestschrei:

Ein Entwurf…

Diesmal wegen Corona nur virtuell.

Wir wollen zum Frieden und Erwachen der Menschheit beitragen.

Einstein sagte, „Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen, eine beständige Ausweitung von Glück, Wissen und Weisheit.“ Und dies ist völlig wahr: Wir haben immer noch den Schlüssel für ein Höchstmaß an menschlichem Glück, wenn wir es schaffen, von der Konfrontation zur Kooperation überzugehen.

Für diese Anregung haben wir ein Video ?, ein Poster und kleine Reden (Elke Schrage ?, Heinz Zemke?, HK? und einen Gesang von Pastor Böger ? ) vorbereitet und wir klingelten bisher alle mutmachend mit unseren Fahradklingeln…

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Mundschutz für alle in der Öffentlichkeit, jetzt!

Gestern sah ich den von mir insbesondere wegen dem von ihm betriebenen Atomwaffenverbotsvertrag der UN sehr geschätzten Sebastian Kurz im Fernsehen, wie er Mundschutz für alle vorschrieb und sagte, er wolle ihn sobald wie möglich, möglichst ab morgen, Mittwoch, den 1.4. in Supermärkten ausgeben lassen.

Dazu möchte ich anmerken, dass dies eine wenig aufwendige und laut einer Untersuchung in Hongkong sehr zweckmäßige Maßnahme zu sein scheint. Vermutlich helfen notfalls auch ( hier und hier ) selbstgefertigte Masken.

Siehe diese genauere Erklärung:

Dies sind heiße Zeiten!
Mir scheint jetzt dieser Hinweis sehr wichtig: 
Akut sollten wir den Sprung schaffen, die Gesellschaft zu „chinesischem“ Hygieneverhalten zu trimmen, „von China lernen“, um das Coronavirus effektiv zu bekämpfen, aber auch sonstige Grippe und Erkältungsviren,

auch ein aktueller Artikel in BS Spiegel.

Insbesondere ist Mund-Nasenschutz (MNS, Anmerkung 1) im öffentlichen Raum für alle im Moment nötig, sinnvoll sind auch Brille und das „Hände geben“ ist zu vermeiden. Stattdessen anlächeln…

Dies beweist auch der Beitrag von Dr. Schneider-Rathert:
Der Link für einen Artikel aus Hongkong, der diesen Nutzen beweist, steht in der Anlage und ganz groß auf dieser meiner Seite: https://helmutkaess.de/Wordpress/?p=8759,
Der Podcast von Herr Drosten passt auch dazu, siehe nächster Text unten…
Dann brauchen wir auch nicht wieder so aufwendige Krisenbekämpfungsmaßnahmen und meine Enkel, die bisher kein Corona haben, werden auch gesünder.

Anmerkung 1: es geht um ganz übliche, preiswerte OP Masken, notfalls auch selbstgebastelten Mundschutz gemäß Youtube oder andere Anleitungen.


Betreff: Fw: SARS und Mund-Nasen-Schutz -darum geht es wirklich!

Gesendet: Donnerstag, 19. März 2020 um 11:16 Uhr
Von: „Helmut Käß“ <helmut_kaess@web.de>
An: „Dr. Schneider
Betreff: Fw: SARS und Mund-Nasen-Schutz -darum geht es wirklich!

Lieber Herr Schneider-Rathert
Ein hervorragender Beitrag.Und genau zu meinem aktuellen Thema.
Könnten Sie die Studie aus Hongkong mir schicken?

Hier ist sie

Ich würde gern darüber mit der Zeitung reden und sie dorthin schicken.
Dazu würde ich auch diesen Hnweis beilegen: Der Virologe Drosten erklärte die virologischen Aspekte von Corona. Dabei auch den Sinn und Unsinn von Gesichtsmasken.  https://web.de/magazine/news/coronavirus/coronavirus-christian-drosten-relativiert-studie-china-spricht-antikoerpertests-34526402 Etwas herunterscrollen und bei der blauen Linie anhalten. Er erkärt bei Minute 35ff, sicher gegen Ansteckung seien nur FP3 Masken, die aber schlecht zu tragen sind. Einfache Masken, auch selbstgenähte, schützten beim direkten Anhusten nicht, dagegen bei „feuchter Aussprache“ schon. Und wenn jeder sie trage, schützten sie die Allgemeinheit ziemlich sicher. Das sei bei uns schlecht durchsetzbar, aber erklärt, wieso in asiatischen Ländern jetzt ein guter Schutz erreicht wurde, wo es verboten ist und als unsozial gilt, nicht mit Maske draußen herumzulaufen.“
Herzliche Grüße, Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881 https://helmutkaess.de/Wordpress/,

Gesendet: Mittwoch, 18. März 2020 um 11:31 Uhr
Von: „Dr. Schneider
An: Betreff: SARS und Mund-Nasen-Schutz -darum geht es wirklich!

Liebe Alle,  da wir auch im Verteiler der letzten Mail zur Frage adäquaten Atemschutzes bei SARS2 waren, hier meine best verfügbare Evidenz als Screenshot und die Publikation, in der die Studie zitiert wurde:

Mein Schluss ist derselbe! Lasst uns unsere kulturelle Arroganz sofort überwinden – Mund bedecken! Aber lest selber…

LG, Wolfgang Schneider-Rathert

Hausärztliche GP Querum und Arbeitskreissprecher Impfen der DEGAM

…Zu Zeiten von SARS (selbe Virusgröße, andere Oberflächenantigene) gab es eine Studie in einem Krankenhaus im damaligen Hotspot Hongkong, das gleich 11 SARS-Patienten zu betreuen hatte.

Von 254 HCW (health care workern) erkrankten 13 (Cave: das Risiko der Bevölkerung ist natürlich viel geringer beim Einkaufen – auf der Intensivstation gibt es kein social distancing, sondern hochkranke, viel Virus verteilende Patienten, speziell beim Absaugen beatmeter Patienten entsteht ein hochinfektiöses Aerosol das mit mal Anhusten nicht vergleichbar ist).

Und nun die Pointe – je mehr der Atemstrom gefiltert, desto wirksamer.

83 HCW trugen keine Maske – etwa jeder 7,5 erkrankte (11 von 83)

28 trugen einen einfachsten Papiermundschutz (vgl. den Youtube-DIY-Anweisungen), nur einer von 14 erkrankte (fast 50% Schutz, auch wenn wegen Studiengröße nicht statistisch signifikant.)

51 trugen OP-Masken – 0 (!) erkrankten in diesem Höchstrisikobereich! =MNS (Mund-Nasen-Schutz)

92 trugen noch höherwertigen Atemschutz – 0(!) erkrankten!

Somit sind 0 von 143 „echte Masken“ tragende infiziert worden!!!

Ja, keine Studie mit 10000 und mehr Teilnehmern.

Aber endlich mal reallife-Daten für denselben Erreger (SARS 1 zu SARS 2 ist ja so in etwa wie Golf 6 zu Golf 7 – ähnlich groß, aber andere Außenspiegel…) aus dem Hochrisikobereich Krankenhaus.

Mit der Bitte um Durchsicht und ggf. achtsame Verbreitung (Erkrankungsrisiko von HCW deutlich höher als Gesamtbevölkerung). Und wenn beide Seiten im Alltag den Mund bedecken, dürfte auch das einen additiven Effekt haben. Nochmal: Auf der Intensiv kann der Beatmungspatient nicht mit  patientenseitigem Mundschutz abgesaugt werden… Hier ein Darstellung

Mit herzlichen Grüßen,

meine Schlussfolgerung MNS für HCW, Busfahrer, Apotheker, Kassiererinnen, Postboten, Taxifahrer, Polizei– halt wiederverwenden, hilft ja nix. Machen wir auch so seit 3 Wochen (haben sonst nach 1 Monat nix mehr).

Wolfgang Schneider-Rathert

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Schaffung einer gesunden, weltweiten friedlichen Gesellschaft,

Eine absolut notwendige Utopie, angeregt durch Caitlin Johnstone, mehr dazu unten.

Wenn wir den Umstieg von fossil zu erneuerbar zügig gestalten, fallen wichtige Kriegsgründe weg. Die Erde ist vom Äquator bis Schweden und sogar bis Island gut mit erneuerbaren Energien zu versorgen, die ja auch das Leben erst ermöglicht haben.

Wenn wir daneben die grob vernachlässigten planetare Grenzen endlich berücksichtigen und ein weltweites ökologisches Jahrhundert mit einer friedlichen Revolution einläuten, ist, hat der Mensch den Sprung von der Steinzeit in die Moderne geschafft. Wir brauchen eine Fortentwicklung unseres politischen Systems mit weltweiten Sicherungssystemen a la OSZE und UN, mit weltweiten dauernden Abstimmungen, um alle gut zusammenzuleben und unsere Probleme in den Griff zu bekommen.

Der Artikel von Caitlin Johnstone „Nur aufgeklärter Kollektivismus kann uns noch retten“ , ist in Free21 kostenlos herunterzuladen. Von der Homepage www.free21.org rechts oben auf das Bild mit Kohl und Merkel klicken, dann entsteht das PDF des Dezemberheftes daneben. Dann auf Magazin in der oberen Zeile drücken. Der letzte Artikel ist es, von Seite 48-50.

Oder etwas kürzer: http://www.free21.org/wp-content/uploads/2015/01/free21-magazin-dezember2019-web.pdf

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Green New Deal

Hier sind gute Vorschläge, was man grundsätzlich ändern muss, um der Menschheit auf die Sprünge zu helfen…

Quellen: ein sechs Minuten Video, englisch, International

Und ein Überblick über Thesen von Diem25, der europäischen Organisation, die Yanis Yaroufakis schuf…

Und ein sehr kurzer, dramatischer Text, von Diem25 Europäisch, leider auch auf Englisch,

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Krieg und Militär haben eine verheerende Ökobilanz

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Krieg und Militär haben eine verheerende Ökobilanz, Sicherheitskonferenz in München
Datum: Thu, 13 Feb 2020 14:15:09 +0100
Von: IPPNW-Presse <wilmen@ippnw.de>
Antwort an: IPPNW-Presse <wilmen@ippnw.de>
Organisation: Deutsche Sektion der IPPNW e.V.
An: Helmut Käss <Helmut_Kaess@web.de>

Sollte die Pressemeldung in Ihrem E-Mail-Programm nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier um die Pressemeldung im Browser zu öffnen. 13.02.2020Krieg und Militär haben eine verheerende Ökobilanz
Sicherheitskonferenz in München

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz eine Reduktion der Emissionen des Militärs durch Abrüstung. Nicht die Migration aufgrund des Klimawandels darf als Sicherheitsrisiko definiert werden, sondern die militärische Aufrüstung selbst, die auf der einen Seite die Klimakatastrophe befeuert und finanzielle Ressourcen für deren effektive Bekämpfung bindet und auf der anderen Seite zu großem menschlichem Leid, zu Zerstörung von Infrastruktur und zur Entstehung von Fluchtbewegungen führt. So plant US-Präsident Donald Trump in seinem Haushaltsentwurf zusätzliche Ausgaben für eine Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 20 Prozent entsprechen würde. Dafür will er im Umwelt- und Bildungsbereich kürzen.

Der diesjährige Munich Security Report betont die Gefahren für die „nationale Sicherheit“, die der Klimawandel mit sich bringt, vor allem im Hinblick auf die Migration. „Politiker*innen und Militärs scheinen ihre Hauptaufgabe in der Abschottung ihrer Territorien vor Millionen von fliehenden Menschen zu sehen. Was bisher nicht in ihrem Fokus steht, ist die Tatsache, dass das Militär selbst für enorme Treibhausgasemissionen und die Entstehung von Fluchtbewegungen verantwortlich ist“, kritisiert die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

Allein die Ökobilanz des militärischen Großmanövers Defender 2020, für das bis zu 20.000 US-Soldat*innen mit entsprechendem schweren Gerät über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert werden, sei immens. Der gewaltige Logistikaufwand wird sich in vielfältiger Form auch im zivilen deutschen Verkehrswesen niederschlagen, welches ohnehin bereits zu den Hauptverursachern von CO₂-Emissionen in Deutschland gehört. Damit leistet Deutschland mit der Bereitstellung militärischer Transportrouten einen weiteren Beitrag zur Klimakrise.

Seit Beginn des Krieges gegen den Terror 2001 und 2017 hat das US-Militär laut der Studie „The costs of War“ ca. 1,2 Milliarden Tonnen CO₂ ausgestoßen. Das ist mehr als ganze Länder wie Portugal, Dänemark oder Schweden ausstoßen. Und diese Zahlen sind unvollständig, da sie den Beitrag der US-Rüstungsindustrie zur Klimaerwärmung außen vor lassen, die circa 15% des gesamten Industrievolumens der USA ausmachen. Auch fehlen die Emissionen zerstörter Ölquellen des Gegners, die teils noch lange nach Zerstörung brennen.  Außerdem wird die Infrastruktur der angegriffenen Länder zerstört und der Wiederaufbau ist erneut mit Emissionen verbunden.

Die IPPNW kritisiert, dass die Emissionen der Militärmanöver der NATO-Partner bisher nicht erfasst werden. Wie im Dezember letzten Jahres als Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag bekannt wurde, sieht sich das deutsche Verteidigungsministerium nicht in der Lage, die Emissionen einzelner Manöver zu berechnen.

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de Die IPPNW ist eine berufsbezogene, friedenspolitische Organisation, die 1981 von einer Gruppe von Ärzten aus den USA und Russland gegründet wurde. Ihre Überzeugung: Als Arzt hat man eine besondere Verpfl ichtung zu sozialer Verantwortung. Daraus entstand eine weltweite Bewegung, die 1984 den UNESCO-Friedenspreis und 1985 den Friedensnobelpreis erhielt. Heute setzen sich Mediziner und Medizinerinnen der IPPNW in über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt ein. IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung
Deutsche Sektion
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