Die USA sagen, sie seien machtlos, den von ihnen direkt finanzierten und unterstützten Völkermord zu stoppen

US Says It’s Powerless To Stop The Genocide That It Is Directly Funding And Supplying

https://www.caitlinjohnst.one/p/us-says-its-powerless-to-stop-the?utm_campaign=email-post&r=g2ir2&utm_source=substack&utm_medium=email

Die USA sagen, sie seien machtlos, den von ihnen direkt finanzierten und unterstützten Völkermord zu stoppen
Caitlin Johnstone
6. November 2023

In einem bizarren neuen Artikel mit dem Titel „Weißes Haus frustriert über Israels Angriff, sieht aber nur wenige Optionen“ berichtet die Washington Post, dass die Biden-Administration der Meinung ist, dass Israel bei seinem Angriff auf Gaza zu weit gegangen ist und zu viele Zivilisten tötet, aber machtlos ist, etwas dagegen zu unternehmen.

Yasmeen Abutaleb von der Post schreibt unter Berufung auf anonyme US-Beamte Folgendes:

„Während Israels Bodeninvasion in Gaza eskaliert, befindet sich die Biden-Administration in einer prekären Lage: Beamte der Administration sagen, Israels Gegenangriff gegen die Hamas sei zu hart gewesen, habe zu viele zivile Opfer gefordert und es fehle ein kohärentes Endspiel, aber sie seien nicht in der Lage, einen signifikanten Einfluss auf Amerikas engsten Verbündeten im Nahen Osten auszuüben, um dessen Kurs zu ändern.

„Die Bemühungen der USA, Israel dazu zu bewegen, seinen Gegenangriff als Reaktion auf die Morde der Hamas vom 7. Oktober, bei denen mindestens 1.400 Israelis starben, zu reduzieren, sind gescheitert oder haben nicht zum Erfolg geführt. Die Biden-Administration drängte Israel von einer Bodeninvasion ab, forderte es privat auf, bei seinen Angriffen die Verhältnismäßigkeit zu beachten, sprach sich für eine höhere Priorität bei der Vermeidung des Todes von Zivilisten aus und rief zu einer humanitären Pause auf – nur dass israelische Beamte all diese Vorschläge zurückwiesen oder ablehnten

„In den letzten Tagen, so sagten sie, hat sich die Regierung mit einigen der israelischen Taktiken zutiefst unwohl gefühlt. Letzte Woche bombardierte Israel an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das dicht bevölkerte Flüchtlingslager Jabalya, ein Angriff, bei dem nach israelischen Angaben ein Hamas-Führer, aber auch Dutzende von Zivilisten getötet wurden. Am Freitag schlug ein israelischer Luftangriff in der Nähe des Eingangs des Al Shifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt ein, ein Angriff, der nach Angaben des israelischen Militärs auf einen Krankenwagen abzielte, der „von einer Hamas-Terrorzelle benutzt wird“. Außerdem haben die israelischen Behörden vor kurzem Tausende von Palästinensern, die sich zum Arbeiten in Israel aufhielten, ausgewiesen und in den Gazastreifen zurückgeschickt, obwohl sie die Enklave weiterhin bombardieren.“

All dieses hilflose Händeringen wird ein paar Absätze weiter im selben Artikel als lächerlicher Schwachsinn entlarvt:

„Washington ist Israels größter militärischer Unterstützer, und das Weiße Haus hat den Kongress nach den Hamas-Angriffen um zusätzliche 14 Milliarden Dollar an Hilfe für Israel gebeten. Aber Beamte und Berater der Regierung sagen, dass die Hebel, die die Vereinigten Staaten theoretisch gegenüber Israel in der Hand haben, wie z.B. die Konditionierung der Militärhilfe von einer gezielteren Militäraktion, nicht in Frage kommen, zum Teil, weil sie in jeder Regierung politisch so unpopulär wären, und zum Teil, weil Biden selbst eine persönliche Bindung zu Israel hat, wie seine Berater sagen.

Die Biden-Administration hat also tatsächlich jede Menge Druckmittel in der Hand, um das völkermörderische Massaker in Gaza zu stoppen, sie will es nur nicht, weil es „politisch unpopulär“ wäre und weil „Biden selbst eine persönliche Bindung zu Israel hat.“

Der US-Präsident hat in der Tat eine persönliche Bindung zu Israel. Biden hat sich selbst stolz als Zionist bezeichnet und zu Protokoll gegeben, dass die Vereinigten Staaten ein Israel erfinden müssten, um ihre Interessen im Nahen Osten durchzusetzen, wenn es Israel nicht gäbe.

Zusammengefasst sagt uns dieser Artikel der Washington Post, dass Biden machtlos ist, das völkermörderische Massaker in Gaza zu stoppen, weil er die Leute, die den Völkermord begehen, wirklich mag und sie nicht daran hindern will.

Man hat uns schon viel Dummes eingeredet, seit dieser Ansturm im letzten Monat begann, aber die Vorstellung, dass die Regierung Biden machtlos ist, einen Völkermord zu stoppen, den sie direkt unterstützt und fördert, ist wohl die absolut dümmste.

Natürlich können die USA das verhindern. Natürlich können sie das. Die USA liefern derzeit fast täglich Waffen an Israel, sie investieren Milliarden von Dollar in Israel und bereiten weitere Milliarden vor, und sie unterstützen derzeit die israelischen Operationen im Gazastreifen mit Drohnen und Spezialeinheiten, während US-Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer kreuzen. All das kann leicht weggezogen werden, wenn Israel sich weigert, mit der Ermordung von Tausenden von Kindern in einer wahllosen Bombenkampagne aufzuhören, die Berichten zufolge nicht einmal der Hamas nennenswerten Schaden zufügt.

Was ist das? Sie wussten nicht, dass diese mörderische Bombenkampagne der Hamas keinen nennenswerten Schaden zufügt? Nun, dann sollten wir das aufklären.

Ein neuer Bericht der New York Times zitiert einen anonymen US-Militärbeamten, der sagt, dass Israel „nicht annähernd“ in der Lage ist, die Hamas-Führung oder sogar ihr mittleres Kommando zu zerstören.

„Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter, der anonym bleiben wollte, um sensible Details zu besprechen, sagte, dass die bisherigen Operationen nicht annähernd die Führungsebene und die mittlere Führungsebene der Hamas zerstören konnten“, berichtet die New York Times.

Diese Enthüllung ist verheerend für die israelische Darstellung dessen, was Israel tatsächlich in Gaza getan hat. Israel gab am Donnerstag an, seit dem 7. Oktober etwa 12.000 Ziele im Gazastreifen bombardiert zu haben, und diese Zahl dürfte inzwischen sogar noch höher sein, vor allem angesichts der beispiellosen Anzahl von Angriffen, die von Menschen vor Ort gemeldet wurden. Berichten zufolge gibt es insgesamt nur etwa 20-25.000 Hamas-Mitglieder, was bedeutet, dass sich die Zahl der Luftangriffe schnell der Gesamtzahl der Hamas-Mitglieder annähert, wobei diesem Bericht der New York Times zufolge der Hamas selbst kein nennenswerter Schaden zugefügt wurde.

Und das, obwohl uns gesagt wird, dass die Hamas häufig auf „menschliche Schutzschilde“ zurückgreift und ihre Einheiten zum Schutz in Gruppen von Zivilisten versteckt. Wie ist es Israel gelungen, etwa zehntausend Palästinenser im Gazastreifen zu töten, ohne der Hamas wirklichen Schaden zuzufügen, wenn sich Hamas-Kämpfer unter all diesen Zivilisten verstecken? Man sollte meinen, dass sie bei all dem Massaker an der Zivilbevölkerung nach dem bloßen Gesetz des Durchschnitts einige wichtige Anführer hätten ausschalten müssen.

Vielleicht benutzt die Hamas wirklich hochrangige menschliche Schutzschilde, hinter denen sich nicht einmal Hamas-Kämpfer verstecken. Es sind alles 100 Prozent menschliche Schutzschilde mit null Prozent Kämpfern – die sicherste Art von menschlichen Schutzschilden, die es gibt!

Der Bericht der Washington Post über Bidens imaginäre Machtlosigkeit, dieses Massaker zu stoppen, ergibt etwas mehr Sinn, wenn man sich einen Artikel von NBC News ansieht, der ein paar Tage zuvor erschienen ist und in dem berichtet wird, dass die Führung des Weißen Hauses besorgt ist über ein aufkommendes „Narrativ“, dass Biden das Töten in Gaza unterstützt.

NBC News berichtet das Folgende:

„Biden und seine engsten Mitarbeiter haben in der vergangenen Woche die öffentliche Botschaft der Regierung dahingehend geändert, dass sie die Sorge um die palästinensische Zivilbevölkerung und die Bemühungen der USA um humanitäre Hilfe für sie betonen. Diese Änderung folgt auf die wachsende Kritik im In- und Ausland an Bidens Entscheidung, Israels militärische Antwort auf die Hamas schnell und entschieden zu unterstützen, während er anfangs weniger energisch über den Schutz der Palästinenser sprach.

 

Wenn es wirklich schief geht, wollen wir auf unsere früheren Erklärungen verweisen können“, sagte ein hoher US-Beamter. Der Beamte sagte, die Regierung sei besonders besorgt darüber, dass sich ein Narrativ durchsetzen könnte, wonach Biden alle israelischen Militäraktionen unterstütze und von den USA bereitgestellte Waffen zur Tötung palästinensischer Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, eingesetzt worden seien. Das Verteidigungsministerium hat erklärt, dass die USA die Waffen, die sie Israel zur Verfügung stellen, in keiner Weise beschränken oder einschränken.

Es ist also wahrscheinlich, dass die anonymen US-Beamten, die mit der Washington Post darüber sprachen, wie „frustriert“ das Weiße Haus über Israels ungezügelte Mordlust ist, Beamte des Weißen Hauses sind, die versuchen, das öffentliche Narrativ über Biden zu steuern. Sie versuchen, das Weiße Haus von Biden wie Pontius Pilatus seine Hände in Unschuld waschen zu lassen, obwohl es genau dieses Massaker bis zum Äußersten unterstützt.

Ich habe es schon einmal gesagt und ich sage es noch einmal: Die USA sind genauso schuldig am Mord an all diesen Zivilisten wie Israel. Lassen Sie sich von den Erzählern des Imperiums nichts anderes einreden.

__________________

 

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Balfour-Deklaration

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Balfour-Deklaration
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, mit der Maßgabe, dass nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.

Ihr ergebener Arthur Balfour“[3]

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 SIE WERFEN BOMBEN AUF EIN LAGER VOLLER KINDER AB

 SIE WERFEN BOMBEN AUF EIN KONZENTRATIONSLAGER VOLLER KINDER AB.  https://wp.me/paI27O-52P

https://www.caitlinjohnst.one/p/the-moral-complexities-of-bombing?utm_campaign=email-post&r=g2ir2&utm_source=substack&utm_medium=email

Gesendet: Samstag, 04. November 2023 um 02:31 Uhr
von: „Caitlin Johnstone von Caitlin’s Newsletter“ <caitlinjohnstone@substack.com>
An: Helmut_Kaess@web.de

Die moralische Tragweite der Bombardierung eines Konzentrationslagers voller Kinder

Die moralische Komplexität der Bombardierung eines Konzentrationslagers voller Kinder
Caitlin Johnstone
4. November

The Moral Complexities Of Bombing A Concentration Camp Full Of Children von Caitlin Johnstone

 SIE WERFEN BOMBEN AUF EIN KONZENTRATIONSLAGER VOLLER KINDER AB.

Nicht in der Vergangenheit. Sondern genau jetzt. Sie tun es immer noch. Es gibt keine Anzeichen, dass sie damit aufhören.

Nichts, was dagegen spricht, sollte auch nur im Entferntesten umstritten sein.

Sie werfen Bomben auf ein Konzentrationslager voller Kinder ab. Selbst Shitlibs und Pseudo-Linke, die jede andere außenpolitische Frage falsch verstehen, schaffen es, diese Frage richtig zu verstehen, so offensichtlich ist das. Jeder, der sich in dieser Frage irrt, kann ohne wirklichen Verlust dauerhaft entlassen werden.

https://twitter.com/caitoz/status/1719485033440838073?s=20

Egal, wie viel man über den 7. Oktober redet, es bleibt eine Tatsache, dass Israel militärischen Sprengstoff auf ein Konzentrationslager voller Kinder regnen lässt, und dass das dringend aufhören muss.

Egal, wie viel Sie darüber reden, wie böse und schlecht die Hamas sind, es wird immer eine Tatsache bleiben, dass Israel militärische Sprengstoffe auf ein Konzentrationslager voller Kinder regnen lässt und dass dies dringend aufhören muss.

Egal, wie oft Sie das Wort „menschliche Schutzschilde“ in den Mund nehmen, es bleibt eine Tatsache, dass Israel militärischen Sprengstoff auf ein Konzentrationslager voller Kinder regnen lässt, und dass es dringend aufhören muss.

Egal, wie sehr Sie Israels Kritiker beschuldigen, Terroristen zu lieben, es wird immer noch eine Tatsache sein, dass Israel militärische Sprengstoffe auf ein Konzentrationslager voller Kinder regnen lässt, und dass es dringend damit aufhören muss.

Egal wie sehr Sie Israels Kritiker beschuldigen, Juden zu hassen, es wird immer eine Tatsache bleiben, dass Israel militärischen Sprengstoff auf ein Konzentrationslager voller Kinder regnen lässt, und dass dies dringend aufhören muss.

Ganz gleich, wie viele Worte Sie verwenden oder wie viele Geschichten Sie versuchen zu erzählen oder wie viele Ad-hominem Sie den Menschen vorwerfen, die kritisieren, was Israel tut, es wird immer noch eine Tatsache sein, dass Israel militärische Sprengstoffe auf ein Konzentrationslager voller Kinder regnen lässt und dass es dringend aufhören muss.

Ja, ich gehe davon aus, dass die Leute, die dafür plädieren, dass es notwendig ist, weiterhin militärischen Sprengstoff auf ein riesiges Konzentrationslager voller Kinder abzuwerfen, auf der Seite stehen, die von der Geschichte negativ beurteilt werden wird.

Ein großer Teil der westlichen Verderbtheit verbirgt sich hinter der ungeprüften Annahme, dass das Töten von Menschen mit Bomben irgendwie weniger schlimm ist als das Töten mit Kugeln oder Messern. Durch die ununterbrochenen Bombenangriffe im Ausland hat der Westen die Öffentlichkeit gegenüber der Realität des Bombeneinsatzes desensibilisiert.

Die Hamas sind in den Krankenwagen. Die Hamas sind in den Krankenhäusern. Die Hamas sind unter den Flüchtlingslagern. Die Hamas sind hinter den Kindern.

Vielleicht massakrieren sie einfach Zivilisten.

Wenn eine Militärmacht einfach Tausende von Zivilisten massakrieren und dann propagandistische Lügen erfinden würde, um ihre Massaker zu vertuschen, würde das dann anders aussehen als die Aktionen und Erklärungen Israels im Moment

WIR sind die Terroristen.

WIR fügen der Zivilbevölkerung Gewalt und Angst zu, um politische Ziele zu erreichen.

WIR ermorden Babies.

WIR massakrieren Frauen und Kinder.

Das Wort „Terrorismus“ hat keine Bedeutung, wenn man es nicht in erster Linie auf diese mörderische westliche Zivilisation anwendet.

Seit Irak hat sich das US-Imperium nicht mehr dabei erwischen lassen, dass es vor aller Augen so unverschämt böse aussieht. Es war schon immer die mörderischste und verkommenste Machtstruktur der Welt, aber normalerweise ist ihre Psychopathie verborgener und für die breite Öffentlichkeit schwerer zu verstehen.

Und das ist so, als ob jeder die Irak-Invasion online in Echtzeit verfolgen würde, mit Rohmaterial von all den Zivilisten, die dabei getötet werden, die ihre Social Media Feeds 24/7 überfluten. Da kann man nicht so viel Propaganda reinpacken, wie man will.

Ich habe so viele tote Kinder gesehen, während ich Informationen über dieses Massaker sammelte. Ich habe noch nie so viele tote Kinder in meinem Leben gesehen. Ich bin bereits an dem Punkt angelangt, an dem ich Kinder in der Nachbarschaft sehe und reflexartig dankbar bin, dass sie aufrecht stehen und sich bewegen und atmen, mit all ihren Innenteilen im Inneren, wie es bei Kindern sein sollte.

https://twitter.com/caitoz/status/1720234020204855575?s=20

Als der Holocaust im 21. Jahrhundert zurückkehrte, kam er, indem er Antisemitismus anprangerte und einen Davidstern trug.

Wenn Sie zu den Millionen von Menschen gehören, die erkennen, dass die westliche politische und mediale Klasse Sie die ganze Zeit über in Bezug auf Israel-Palästina belogen hat, sollten Sie sich wahrscheinlich bewusst sein, dass sie Sie auch in Bezug auf jeden anderen ausländischen Konflikt belogen haben.

Israel hat die Hamas geschaffen, so wie man sich einen blauen Fleck holt, wenn man jemanden wiederholt auf dieselbe Stelle schlägt. Wenn man eine Bevölkerung mit extremer Aggression misshandelt und ihr jeden friedlichen Ausweg verwehrt, werden gewalttätige Gruppierungen entstehen wie ein blauer Fleck auf wiederholt geschlagenem Fleisch.

Zu glauben, dass man gewalttätige Widerstandsgruppen mit Bomben loswerden kann, ist so, als ob man glaubt, einen Bluterguss loswerden zu können, indem man härter zuschlägt oder von Schlägen auf den Körper auf einen Schläger übergeht. Je mehr Sie die Bevölkerung misshandeln, desto mehr geben Sie den Gruppierungen, die gewaltsamen Widerstand gegen Ihre Misshandlungen leisten, Anlass und Legitimität.

Man wird den blauen Fleck nicht los, indem man ihn noch mehr missbraucht, sondern indem man die Misshandlungen einstellt und alles tut, was zur Heilung der Wunde beiträgt.

Der letzte Monat hat wirklich das Beste in den besten Menschen und das Schlimmste in den schlechtesten Menschen zum Vorschein gebracht.

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CodePink schreit seinen Protest zu Gaza

CodePink schreit seinen Protest zu Gaza:       https://wp.me/paI27O-52K

codepink.org

Liebe Ulrike,  man sagt „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, aber dieses hier steht für mehr als 9.000 Palästinenser, die seit dem 7. Oktober 2023 durch US-finanzierte israelische Bomben in Gaza getötet wurden. CODEPINK-Mitbegründerin Medea Benjamin und viele Friedensaktivisten konfrontierten Außenminister Blinken und Verteidigungsminister Austin wegen ihrer Mitschuld an israelischen Kriegsverbrechen bei der Anhörung des Bewilligungsausschusses des Senats in dieser Woche.

„Wie können Sie mehr Waffen an Israel schicken, während es gnadenlos Palästinenser bombardiert, darunter alle 10 Minuten ein Kind, und Krankenhäuser und Schulen dem Erdboden gleichmacht? Das amerikanische Volk will die israelischen Kriegsverbrechen nicht finanzieren; 66% fordern einen Waffenstillstand. Wen vertreten Sie also? Die Waffenindustrie? AIPAC? Waffenstillstand jetzt“, sagte Medea bei der Anhörung, bevor sie verhaftet wurde.

Diese 9.000 ermordeten Palästinenser sind Menschen, keine Zahlen. Sie sind Menschen, keine „Tiere“ – ein Begriff, den Israel benutzt, um den Völkermord in Gaza zu rechtfertigen. Es sind Mütter, Schwestern, Väter, Brüder, Töchter und Söhne. Nach Angaben von Save the Children hat Israel in Gaza in drei Wochen mehr Kinder getötet als in allen weltweiten Konflikten seit 2019. Es liegt in unserer Verantwortung, jetzt zu handeln, um diesen schrecklichen Völkermord zu stoppen!

Morgen, Samstag, 4. November:

Schließen Sie sich uns morgen beim National March for Palestine in Washington D.C. an! RSVP und Informationen zur Anreise finden Sie hier.
Sie sind an der Westküste und möchten teilnehmen? Nehmen Sie an der SF Sister Rally teil.  Wenn Sie nicht auf der Straße sein können, schließen Sie sich CODEPINK Co-Direktorin Danaka Katovich auf Zoom von 2:30pm – 3:30pm EST an, um das Team in den sozialen Medien zu unterstützen! Verstärken Sie unsere Tweets und Instagram-Posts.

In den kommenden Tagen gibt es mehr Möglichkeiten, sich uns online anzuschließen:

Wir befinden uns gerade in einer entscheidenden Phase. Dies ist nicht die Zeit, um zu schweigen. Es ist an der Zeit, sich gegenseitig zu unterstützen und informiert, inspiriert, engagiert und widerstandsfähig zu bleiben. Wir alle müssen eine ständige Stimme für Frieden und Hoffnung sein. Wir starten ein wöchentliches Online-Treffen am Montag – ein Ort, um uns zu informieren, zu organisieren und in Gemeinschaft zu sein – und nehmen auch unsere CODEPINK-Kongress-Aktionäre am Dienstag wieder auf:

LG Ulrike


Diese Nachricht wurde von meinem Android Mobiltelefon mit WEB.DE Mail gesendet.

Am 03.11.23, 12:25 schrieb CODEPINK <info@codepink.org>:

CODEPINK.ORG

Join us in action tomorrow, Saturday, November 4!

👇 Scroll down for more!

Dear Ulrike,

They say “a picture is worth a thousand words” but this one represents more than 9,000 Palestinians killed by US-funded Israeli bombs in Gaza since October 7, 2023. CODEPINK Co-Founder Medea Benjamin and many peace activists confronted Secretary of State Blinken and Secretary of Defense Austin for their complicity in Israeli war crimes at this week’s Senate Appropriations Committee hearing.

“How can you send more weapons to Israel while it mercilessly bombs Palestinians, including a child every 10 minutes, and levels hospitals and schools? The American people don’t want to fund Israeli war crimes; 66% call for a ceasefire. So who are you representing? The weapons industry? AIPAC? Ceasefire now,” Medea told the hearing before being arrested.

These 9,000 murdered Palestinians are people, not numbers. They are humans, not “animals”—a term Israel is using to justify genocide in Gaza.  They are mothers, sisters, fathers, brothers, daughters and sons. According to Save the Children, Israel has killed more children in Gaza in three weeks than have been killed in all global conflicts since 2019. It’s our responsibility to act now to stop this horrific genocide!

Tomorrow, Saturday, November 4:

More Ways to Join Us Online in the Coming Days: 

We are at a pivotal time right now. This is not the time to be silent. This is the time to hold each other in community and stay informed, inspired, engaged and resilient. We all must be a constant voice for peace and hope. We’re launching a weekly online gathering on Mondays —  a place to educate, organize and be in community— and are also resuming our Tuesday, CODEPINK Congress Actionars:

Be inspired!

Watch the video: Earlier in the week, CODEPINK activists confronted Nancy Pelosi at her house in San Francisco.

Learn More:

Israel ISOLATED!
Not a single country from Western Europe, Africa, the mainland of Asia, the Caribbean or the Middle East supports the U.S.-backed Israeli genocide in Palestine! Read more by Medea Benjamin on Common Dreams here: An Isolated U.S. Backs Israeli Atrocities in Gaza.

Elbit Systems EXPOSED!
As Israel’s largest weapons supplier, Elbit provides 85% of its drones/surveillance technology, bullets, land vehicles, white phosphorus and other internationally banned weapons being used right now to mass murder Palestinians. Learn more, download and distribute our informational flyer here.

Genocide Gang EXPOSED!
CODEPINK has compiled a list of world leaders, companies and business figureheads we must hold accountable for the crimes committed against the people of Gaza. We will continue to update this page as the situation unfolds.

Take More Action!

We can’t continue counting the dead. This genocide has to stop NOW. Ceasefire NOW! If you live in the U.S., Email Congress to vote NO on more „aid“ to Israel! If you live outside the U.S., please sign our petition here.

See you in action!

Ann, Danaka, Cale, Calla, Farida, Grace, Jasmine, Jodie, Marcy, Medea, Melissa, Michelle, Nancy, Nour, Nuvpreet, Paki, Terry, Tim, and Ysa 

PS:


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——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Wg: Blood on their hands❗
Datum: Fri, 3 Nov 2023 13:12:04 +0100
Von: Ulrike Rothe <c_ulrike@web.de>
An: helmut_kaess@web.de

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Israel-Hamas, Ukraine-Russia and China: John Mearsheimer on why the US is in serious trouble!

Why the US is in serious trouble!  https://wp.me/paI27O-52z

23.10.23, Vortrag in Brisbane/Australien:  Israel-Hamas, Ukraine-Russia and China: John Mearsheimer on why the US is in serious trouble! https://www.youtube.com/watch?v=62FCVJycwSA

Man kann den englischen Text auf Deutsch übersetzen lassen: auf „Einstellungen“ klicken, dann auf Untertitel „an“, dann auf automatisch  Englisch, dann auf Übersetzen „deutsch“

John Mearsheimer sagt, die USA hat den Focus verloren. Sie haben den Ukrainekrieg angefangen und der Gazakrieg entwickelte sich, wobei die USA eine zwei Länderlösung haben wollten, aber Israel nicht mitmachte. Sie hätten die Russen auf ihre Seite gegen die Chinesen ziehen sollen und sie taten das Gegenteil. Beide Konflikte sind nicht zu gewinnen…  Er sieht den Konflikt mit den Chinesen als den eigentlichen Konflikt. Das heißt, sie müssen in beiden Konflikten eine klare Lösung finden, sonst verlieren sie oder die Menschheit geht in einem großen Krieg unter… Meiner Meinung nach ist nur eine Akzeptanz der Charta der Vereinten Nationen rettend und zielführend.

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Krieg im Nahen Osten: Neue Unterseite auf der IPPNW-Homepage

Gesendet: Dienstag, 31. Oktober 2023
Von: „Jens-Peter Steffen“ <steffen@ippnw.de>
An: ippnw-deutschland@ippnw-lists.de
Betreff: Re: [Ippnw-deutschland] Krieg im Nahen Osten: Neue Unterseite auf der IPPNW-Homepage

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

seit ca. zwei Wochen sammelt die Kooperation für den Frieden, ein Zusammensschluss von Organsisationen und initiativen der Friedensbewegung (die IPPNW ist seit Gründung aktiv dabei) Stimmen zum horrenden Konflikt im Nahen Osten.

Bei Interesse finden Sie die beständig aktualisierte Sammlung hier:

http://www.koop-frieden.de/mitgefuehl-fuer-die-vielen-opfer-israel-und-palaestina

Mit freundlichen Grüßen
Jens-Peter Steffen
(ein Sprecher der Kooperation)

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Norman Paech und Craig Mokhiber: Völkermord, Genozid in Gaza!

Norman Paech und Craig Mokhiber: Genozid in Gaza! https://wp.me/paI27O-52h

Norman Paech: Völkermord in Gaza https://www.nachdenkseiten.de/?p=106148

Und ganz unten der deutsche Text des Rücktrittsschreibens von Craig Mokhiber

Ich bekam die Email eines Mitarbeiters des Arbeitskreises Süd/Nord der IPPNW.

 Mittwoch, 01. November 2023 , Von: „Joachim

An: „AK Süd Nord Intern“ <ak_s-n_intern@ippnw-lists.de>
Betreff: Rücktrittsschreiben des Direktors des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte

Hallo zusammen, wie sehr die Weigerung des Westens und dadurch auch der UNO, sich zu bemühen, den verheerenden Feldzugs Israel gegen die Palästinenser im Gazastreifen zu stoppen, UN-Experten empört, macht das Rücktrittschreiben von Craig Mokhiber, Direktors des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte deutlich.

Es ist eine gründliche Abrechnung mit der israelischen wie auch der westlichen Politik und dem Versagen der UNO, die sich lohnt zu lesen und zu verbreiten.  U.a. begründetet er sehr gut, warum man das, was jetzt in Gaza geschieht, als Völkermord bezeichnen muss.

Ganz unten auch eine leicht überarbeitete DeepL-Übersetzung.

Ciao,
Joachim

Dieses Vorfall ist beispielhaft!

Hier ist ein kurzes Interview dazu auf Englisch:  Former UN official Craig Mokhiber on Gaza and genocide  https://www.youtube.com/watch?v=unGr3yLVTwY

Und hier ein etwas längeres Interview auf Democracy Now mit Amy Goodman:  “Genocide”: Top U.N. Official Craig Mokhiber Resigns, https://www.youtube.com/watch?v=wiGp2mvFLY0

Hier noch zwei Haaretzartikel und ein Video einer Israelin vom ersten Tag zum Hintergrund: Warum wollte Netanjahu die Hamas stärken?:   https://wp.me/paI27O-50, Natanyahu-Hamas Zusammenarbeit  https://wp.me/paI27O-51y, Efrat Fenigson https://efrat.substack.com/p/israel-hamas-war-an-update 

Übrigens:  „Israel wollte nie Frieden“ , Moshe Zuckermann

https://www.youtube.com/watch?v=1HopYMCZ_qs

Resignation letter from the Director of New York Office of the UN High Commissioner of Human Rights

Craig Mokhiber, 1.11.2023 |
The Director of the New York Office of the UN High Commissioner of Human Rights, Craig Mokhiber, resigns submitting the most damning letter of resignation.
https://aurdip.org/en/resignation-letter-from-the-director-of-new-york-office-of-un-high-commissioner-of-human-rights/

Rücktrittsschreiben des Direktors des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte

Craig Mokhiber, am 1. November 2023

Der Direktor des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Craig Mokhiber, legt sein Amt nieder und reicht ein äußerst verdammendes Rücktrittsschreiben ein.

Craig Mokhiber, Direktor des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte

an: Volker Turk, Hochkommissar für Menschenrechte, Palais Wilson, Genf

Sehr geehrter Herr Hochkommissar,

dies ist meine letzte offizielle Mitteilung an Sie als Direktor des New Yorker Büros des Hochkommissars für Menschenrechte. Ich schreibe Ihnen in einer Zeit, in der die Welt und auch viele unserer Kollegen in großer Sorge sind. Wieder einmal sehen wir, wie sich ein Völkermord vor unseren Augen entfaltet, und die Organisation, der wir dienen, scheint machtlos zu sein, ihn zu stoppen. Als jemand, der sich seit den 1980er Jahren mit den Menschenrechten in Palästina befasst, in den 1990er Jahren als UN-Menschenrechtsberater in Gaza gelebt und davor und danach mehrere Menschenrechtsmissionen in das Land durchgeführt hat, geht mich dies sehr persönlich an.

Ich habe in diesen Hallen auch während der Völkermorde an den Tutsi, den bosnischen Muslimen, den Jesiden und den Rohingya gearbeitet. In jedem dieser Fälle wurde, als sich der Staub von den Gräueltaten an der wehrlosen Zivilbevölkerung gelegt hatte, schmerzlich deutlich, dass wir unsere Pflicht zur Verhinderung von Massengrausamkeiten, zum Schutz der Schwachen und zur Rechenschaftslegung der Täter nicht erfüllt hatten. Und so war es auch bei den aufeinanderfolgenden Wellen von Mord und Verfolgung gegen die Palästinenser während der gesamten Amtszeit der UNO.

Herr Hochkommissar, wir versagen erneut.

Als Menschenrechtsanwalt mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung auf diesem Gebiet weiß ich sehr wohl, dass der Begriff des Völkermords oft politisch missbraucht wurde. Aber das gegenwärtige Massentöten des palästinensischen Volkes, das auf einer ethno-nationalistischen Siedlerkolonialideologie beruht, das die jahrzehntelange systematische Verfolgung und Säuberung des Volkes fortsetzt, die ausschließlich auf seinem Status als Araber beruht, und das mit ausdrücklichen Absichtserklärungen führender Vertreter der israelischen Regierung und des Militärs einhergeht, lässt keinen Raum für Zweifel oder Diskussionen. Im Gazastreifen werden zivile Häuser, Schulen, Kirchen, Moscheen und medizinische Einrichtungen mutwillig angegriffen und Tausende von Zivilisten massakriert. Im Westjordanland, einschließlich des besetzten Jerusalems, werden Häuser beschlagnahmt und neu zugeteilt, und gewalttätige Siedlerpogrome werden von israelischen Militäreinheiten begleitet. Überall im Land herrscht Apartheid.

Dies ist ein Fall von Völkermord wie aus dem Lehrbuch. Das europäische, ethno-nationalistische, koloniale Siedlerprojekt in Palästina ist in seine letzte Phase eingetreten, die auf die beschleunigte Zerstörung der letzten Reste einheimischen palästinensischen Lebens in Palästina abzielt. Mehr noch, die Regierungen der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs und eines Großteils Europas sind an diesem schrecklichen Angriff beteiligt. Diese Regierungen weigern sich nicht nur, ihren vertraglichen Verpflichtungen zur Einhaltung der Genfer Konventionen nachzukommen, sondern sie bewaffnen den Angriff aktiv, unterstützen ihn wirtschaftlich und nachrichtendienstlich und geben Israels Gräueltaten politische und diplomatische Deckung.

Parallel dazu verstoßen westliche Medien, die zunehmend vom Staat vereinnahmt werden, offen gegen Artikel 20 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte, indem sie die Palästinenser ständig entmenschlichen, um den Völkermord zu erleichtern, und indem sie Kriegspropaganda und die Befürwortung von nationalem, rassischem oder religiösem Hass verbreiten, was eine Aufstachelung zu Diskriminierung, Feindseligkeit und Gewalt darstellt. In den USA ansässige Social-Media-Unternehmen unterdrücken die Stimmen von Menschenrechtsverteidigern und verbreiten gleichzeitig israelfreundliche Propaganda. Online-Trolle der Israel-Lobby und GONGOS belästigen und verleumden Menschenrechtsverteidiger, und westliche Universitäten und Arbeitgeber arbeiten mit ihnen zusammen, um diejenigen zu bestrafen, die es wagen, sich gegen die Gräueltaten auszusprechen. Nach diesem Völkermord müssen auch diese Akteure zur Rechenschaft gezogen werden, so wie es bei Radio Milles Collines in Ruanda der Fall war.

Unter diesen Umständen sind die Anforderungen an unsere Organisation, prinzipientreu und effektiv zu handeln, größer denn je. Aber wir haben die Herausforderung nicht angenommen. Die Schutzmacht Sicherheitsrat wurde erneut durch die Unnachgiebigkeit der USA blockiert, das Generalsekretariat wird wegen der leisesten Proteste angegriffen, und unsere Menschenrechtsmechanismen werden von einem organisierten Netz der Straflosigkeit im Internet anhaltend verleumdet.

Jahrzehntelange Ablenkung durch die illusorischen und größtenteils unaufrichtigen Versprechungen von Oslo haben die Organisation von ihrer Kernaufgabe, dem Schutz des Völkerrechts, der internationalen Menschenrechte und der Charta selbst, abgelenkt. Das Mantra der „Zweistaatenlösung“ ist in den Korridoren der UNO zu einem offenen Witz geworden, sowohl wegen seiner faktischen Unmöglichkeit als auch wegen seines völligen Versagens, den unveräußerlichen Menschenrechten des palästinensischen Volkes Rechnung zu tragen. Das so genannte „Quartett“ ist nichts weiter als ein Feigenblatt für Untätigkeit und die Unterwerfung unter einen brutalen Status quo geworden. Die (von den USA vorgegebene) Berufung auf „Vereinbarungen zwischen den Parteien selbst“ (anstelle des Völkerrechts) war immer eine durchsichtige Täuschung, die darauf abzielte, die Macht Israels über die Rechte der besetzten und enteigneten Palästinenser zu stärken.

Hoher Kommissar, ich kam in den 1980er Jahren zu dieser Organisation, weil ich in ihr eine prinzipientreue, auf Normen basierende Institution fand, die voll und ganz auf der Seite der Menschenrechte stand, auch in Fällen, in denen die mächtigen USA, Großbritannien und Europa nicht auf unserer Seite waren. Während meine eigene Regierung, ihre subsidiären Institutionen und ein Großteil der US-Medien immer noch die südafrikanische Apartheid, die israelische Unterdrückung und die mittelamerikanischen Todesschwadronen unterstützten oder rechtfertigten, setzte sich die UNO für die unterdrückten Völker dieser Länder ein. Wir hatten das Völkerrecht auf unserer Seite. Wir hatten die Menschenrechte auf unserer Seite. Wir hatten die Prinzipien auf unserer Seite. Unsere Autorität war in unserer Integrität verwurzelt. Aber das ist vorbei.

In den letzten Jahrzehnten haben wichtige Teile der UNO vor der Macht der USA und der Angst vor der Israel-Lobby kapituliert und diese Grundsätze aufgegeben und sich vom Völkerrecht selbst zurückgezogen. Wir haben durch diese Aufgabe viel verloren, nicht zuletzt unsere eigene weltweite Glaubwürdigkeit. Aber die größten Verluste hat das palästinensische Volk durch unser Versagen erlitten. Es ist eine verblüffende historische Ironie, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in demselben Jahr verabschiedet wurde, in dem die Nakba am palästinensischen Volk verübt wurde.Wenn wir den Jahrestag der AEMR begehen, täten wir gut daran, uns von dem alten Klischee zu verabschieden, dass die AEMR aus den Gräueltaten entstanden ist, die ihr vorausgingen, und einzugestehen, dass sie am Rande eines der grausamsten Völkermorde des zwanzigsten Jahrhunderts, nämlich der Zerstörung Palästinas, entstanden ist. In gewissem Sinne versprachen die Verfasser der Erklärung die Menschenrechte für alle, außer für das palästinensische Volk. Und wir sollten uns auch daran erinnern, dass die UNO selbst die Erbsünde trägt, die Enteignung des palästinensischen Volkes zu erleichtern, indem sie das europäische Siedlerkolonialprojekt ratifizierte, das sich palästinensischen Landes bemächtigte und es den Kolonisten überließ.

Es gibt viel, wofür wir büßen müssen.

Aber der Weg zur Sühne ist klar. Wir können viel von der prinzipientreuen Haltung lernen, die in den letzten Tagen in Städten auf der ganzen Welt an den Tag gelegt wurde, als Massen von Menschen gegen den Völkermord aufstanden, selbst unter der Gefahr von Schlägen und Verhaftungen. Palästinenser und ihre Verbündeten, Menschenrechtsaktivisten jeder Couleur, christliche und muslimische Organisationen und fortschrittliche jüdische Stimmen, die sagen „nicht in unserem Namen“, gehen mit gutem Beispiel voran. Alles, was wir tun müssen, ist ihnen zu folgen.

Gestern wurde die Grand Central Station in New York, nur wenige Blocks von hier entfernt, von Tausenden jüdischer Menschenrechtsaktivisten eingenommen, die sich mit dem palästinensischen Volk solidarisierten und ein Ende der israelischen Tyrannei forderten (viele riskierten dabei ihre Verhaftung). Damit haben sie die israelische Hasbara-Propaganda (und die alte antisemitische Floskel), dass Israel irgendwie das jüdische Volk repräsentiert, mit einem Schlag entkräftet. Das tut es nicht. Und als solches ist Israel allein für seine Verbrechen verantwortlich. An dieser Stelle muss trotz gegenteiliger Verleumdungen durch die Israel-Lobby wiederholt werden, dass Kritik an Israels Menschenrechtsverletzungen nicht antisemitisch ist, genauso wenig wie Kritik an saudischen Menschenrechtsverletzungen islamfeindlich, Kritik an Menschenrechtsverletzungen in Myanmar antibuddhistisch oder Kritik an indischen Menschenrechtsverletzungen antihinduistisch ist. Wenn sie versuchen, uns mit Verleumdungen zum Schweigen zu bringen, müssen wir unsere Stimme erheben, statt sie zu senken. Ich vertraue darauf, dass Sie mir zustimmen, Herr Hochkommissar, dass es genau darum geht, der Macht die Wahrheit zu sagen.

Aber ich schöpfe auch Hoffnung aus den Teilen der UNO, die sich trotz des enormen Drucks geweigert haben, die Menschenrechtsprinzipien der Organisation aufzugeben. Unsere unabhängigen Sonderberichterstatter, Untersuchungskommissionen und Kommissions-Experten sowie die meisten unserer Mitarbeiter haben sich weiterhin für die Menschenrechte des palästinensischen Volkes eingesetzt, auch wenn sich andere Teile der UNO (selbst auf höchster Ebene) schändlich vor der Macht verneigt haben. Als Hüterin der Menschenrechtsnormen und -standards hat das OHCHR eine besondere Pflicht, diese Standards zu verteidigen. Ich glaube, dass es unsere Aufgabe ist, uns Gehör zu verschaffen, vom Generalsekretär bis zum jüngsten UN-Rekruten und quer durch das gesamte UN-System, indem wir darauf bestehen, dass die Menschenrechte des palästinensischen Volkes nirgendwo unter der blauen Flagge zur Debatte, zur Verhandlung oder zum Kompromiss stehen.

Wie sähe also eine auf UN-Normen basierende Position aus? Worauf würden wir hinarbeiten, wenn wir unseren rhetorischen Ermahnungen in Bezug auf Menschenrechte und Gleichheit für alle, Rechenschaftspflicht für die Täter, Wiedergutmachung für die Opfer, Schutz der Schwachen und Stärkung der Rechteinhaber, alles im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit, treu bleiben würden? Ich glaube, die Antwort ist einfach – wenn wir die Klarheit haben, über die propagandistischen Nebelschwaden hinwegzusehen, die die Vision von Gerechtigkeit, auf die wir eingeschworen sind, verzerren, wenn wir den Mut haben, Angst und Ehrerbietung gegenüber mächtigen Staaten aufzugeben, und wenn wir den Willen haben, wirklich das Banner der Menschenrechte und des Friedens hochzuhalten. Sicherlich ist dies ein langfristiges Projekt und ein steiler Aufstieg. Aber wir müssen jetzt damit beginnen oder uns dem unsagbaren Grauen ergeben. Ich sehe zehn wesentliche Punkte:

  1. Legitimes Handeln: Erstens müssen wir in der UNO das gescheiterte (und größtenteils unaufrichtige) Oslo-Paradigma, seine illusorische Zweistaatenlösung, sein ohnmächtiges und mitschuldiges Quartett und seine Unterwerfung des Völkerrechts unter das Diktat vermeintlicher politischer Zweckmäßigkeit aufgeben. Unsere Positionen müssen unmissverständlich auf den internationalen Menschenrechten und dem Völkerrecht beruhen.
  2. Klarheit der Vision: Wir müssen aufhören, den Anschein zu erwecken, es handele sich lediglich um einen Land- oder Religionskonflikt zwischen zwei Kriegsparteien, und die Realität anerkennen, in der ein unverhältnismäßig mächtiger Staat eine indigene Bevölkerung auf der Grundlage ihrer ethnischen Zugehörigkeit kolonisiert, verfolgt und enteignet.
  3. Ein Staat auf der Grundlage der Menschenrechte: Wir müssen die Errichtung eines einzigen, demokratischen, säkularen Staates im gesamten historischen Palästina unterstützen, mit gleichen Rechten für Christen, Muslime und Juden, und damit die Abschaffung des zutiefst rassistischen, siedler-kolonialen Projekts und ein Ende der Apartheid im ganzen Land.
  4. Kampf gegen die Apartheid: Wir müssen alle Bemühungen und Ressourcen der UNO auf den Kampf gegen die Apartheid ausrichten, so wie wir es in den 1970er, 80er und frühen 90er Jahren für Südafrika getan haben.
  5. Rückkehr und Entschädigung: Wir müssen das Recht auf Rückkehr und volle Entschädigung für alle Palästinenser und ihre Familien, die derzeit in den besetzten Gebieten, im Libanon, in Jordanien, in Syrien und in der Diaspora auf der ganzen Welt leben, bekräftigen und darauf bestehen.
  6. Wahrheit und Gerechtigkeit: Wir müssen einen Prozess der Übergangsjustiz fordern, der die jahrzehntelangen Ermittlungen, Untersuchungen und Berichte der Vereinten Nationen in vollem Umfang nutzt, um die Wahrheit zu dokumentieren und die Rechenschaftspflicht für alle Täter, die Wiedergutmachung für alle Opfer und die Wiedergutmachung der dokumentierten Ungerechtigkeiten zu gewährleisten.
  7. Schutz: Wir müssen auf die Entsendung einer gut ausgestatteten und mit einem starken Mandat ausgestatteten UN-Schutztruppe drängen, die ein dauerhaftes Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung vom Fluss bis zum Meer hat.
  8. Entwaffnung: Wir müssen uns für die Beseitigung und Zerstörung von Israels massiven Beständen an nuklearen, chemischen und biologischen Waffen einsetzen, damit der Konflikt nicht zu einer totalen Zerstörung der Region und möglicherweise darüber hinaus führt.
  9. Vermittlung: Wir müssen erkennen, dass die USA und andere westliche Mächte in Wirklichkeit keine glaubwürdigen Vermittler sind, sondern tatsächliche Konfliktparteien, die sich mit Israel an der Verletzung der palästinensischen Rechte mitschuldig machen, und wir müssen sie als solche ansprechen.
  10. Solidarität: Wir müssen unsere Türen (und die Türen des Generalsekretariats) weit öffnen für die Legionen palästinensischer, israelischer, jüdischer, muslimischer und christlicher Menschenrechtsverteidiger, die sich mit dem palästinensischen Volk und seinen Menschenrechten solidarisieren, und den ungehinderten Zustrom von Israel-Lobbyisten in die Büros der UN-Führer stoppen, wo sie für fortgesetzten Krieg, Verfolgung, Apartheid und Straffreiheit eintreten und unsere Menschenrechtsverteidiger für ihre prinzipienfeste Verteidigung der palästinensischen Rechte verleumden. Es wird Jahre dauern, dies zu erreichen, und die westlichen Mächte werden uns bei jedem Schritt bekämpfen, also müssen wir standhaft bleiben. Kurzfristig müssen wir uns für einen sofortigen Waffenstillstand und ein Ende der langjährigen Belagerung des Gazastreifens einsetzen, uns gegen die ethnische Säuberung des Gazastreifens, Jerusalems und des Westjordanlands (und anderswo) zur Wehr setzen, den völkermörderischen Angriff im Gazastreifen dokumentieren, dabei helfen, den Palästinensern massive humanitäre Hilfe und Wiederaufbau zukommen zu lassen, uns um unsere traumatisierten Kollegen und ihre Familien kümmern und mit aller Kraft für eine prinzipienfeste Haltung in den politischen Büros der UNO kämpfen.

Das bisherige Versagen der UNO in Palästina ist für uns kein Grund, uns zurückzuziehen. Vielmehr sollte es uns den Mut geben, das gescheiterte Paradigma der Vergangenheit aufzugeben und einen prinzipientreueren Kurs einzuschlagen. Lassen Sie uns als OHCHR mutig und stolz der Anti-Apartheid-Bewegung beitreten, die überall auf der Welt wächst, und unser Logo unter das Banner der Gleichheit und der Menschenrechte für das palästinensische Volk setzen. Die Welt schaut zu. Wir alle werden Rechenschaft darüber ablegen müssen, wo wir in diesem entscheidenden Moment der Geschichte stehen. Lassen Sie uns auf der Seite der Gerechtigkeit stehen.

Ich danke Ihnen, Herr Hochkommissar Volker, dass Sie diesen letzten Appell von meinem Schreibtisch aus gehört haben. In wenigen Tagen werde ich das Amt zum letzten Mal verlassen, nach mehr als drei Jahrzehnten im Dienst. Aber bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, wenn ich Ihnen in Zukunft behilflich sein kann.-Craig Mokhiber

An Volker Turk, Hochkommissar für Menschenrechte Palais Wilson, Genf

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Palliativmediziner: „Menschen sterben oft so, wie sie gelebt haben“

https://web.de/magazine/wissen/psychologie/sterben-gelebt-palliativarzt-38809730

 

Andere Menschen sterben sehen: Was früher einmal zum Alltag gehörte, ist für die meisten heute eine Extremerfahrung. Der Tod? Ein Tabuthema. Wer aber nahezu täglich Menschen sterben sieht, kann das Thema nicht verdrängen. Wie sieht so jemand den Tod und welche falschen Vorstellungen vom Sterben haben wir?

….

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Zwei Argumentationslinien zum aktuellen Gazakrieg

Liebe Freunde, liebe Mitmenschen

1.11. Zwei Argumentationslinien zum aktuellen Gazakrieg:

a) Positive Ziele und Aussagen aus Menschheitssicht: 

Wir müssen für Frieden eintreten,

Waffenstillstand, zivile Konfliktlösung,

Verhandlungen auf Augenhöhe in sicherer Umgebung.

Wir haben Mitleid mit allen Zivilisten, die verletzt und getötet werden,

wir versuchen, allen zu helfen.

b) moralische Argumentation: der Angriff der Hamas war ein schlimmes Verbrechen.

Die „zionistischen“ Angriffe der Israelis seit ihrem Sieg 1948 sind (trotz des ständigen Kampfens von Uri Avnery um Frieden mit den Palästinensern seitdem) mit vielen tausend Toten waren aber ein schlimmeres Verbrechen. Und jetzt der Angriff der Israelischen Armee auch auf die Zivilisten von Gaza mit jetzt schon möglicherweise 8000 überwiegend Zivilisten, darunter viele, viele Kinder schon schlimmeres Verbrechen.

Und drittens kommt die Überlegung auf, wieso die Soldaten von der Grenze abgezogen worden sind.

Efrat Fenigson https://efrat.substack.com/p/israel-hamas-war-an-update vermutet, dass das Absicht war und die 1300 Israelis absichtlich geopfert wurden, um einen Genozid an den Palästinensern in Gaza zu ermöglichen.

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de ,

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Was ist am Gazakrieg merkwürdig??

Der Krieg begann mit einer äußerst brutalen  Attacke von Gaza aus auf Israel.

Viele Stimmen sind seitdem zu hören, Die Stimmen der „Mainstreammedien“, die die Grausamkeit der Attacke betonten, aber auch viele, die die vorangegangenen Demütigungen und Unterdrückungen der Einwohner in dem „Freiluftgefängnis“ Gaza betonten. Hier möchte ich auf Israelis und Juden in Deutschland hinweisen, da deren Kritik erstmal schwerer wiegt als die von anderen. (Ein gründlicherer Überblick ist hier: Gazakrieg 2023 in Braunschweig   https://wp.me/paI27O-50U)

Zuerst möchte ich auf die äußerst schwerwiegende Beschuldigung von Haaretz, einer wichtigen israelischen Zeitung an Netanyahu hinweisen: Warum wollte Netanjahu die Hamas stärken?:

„Es besteht kein Zweifel daran, dass die Gründe für das schändliche Missgeschick von unvorstellbarem Ausmaß, das an jenem dunklen Simchat-Tora-Tag zur ungehinderten Übernahme von mehr als 20 israelischen Gemeinden nahe der Gaza-Grenze durch die Hamas-Armee führte, unmittelbar und kurzfristig in einem peinlichen militärischen und geheimdienstlichen Versagen liegen.“ … weiteres siehe dort…  https://wp.me/paI27O-50L:

Dann auf zwei Aussagen von Amira Hass und the jewish voice for Peace in dem Artikel: erste Gazakriegskundgebung in Braunschweig https://wp.me/paI27O-51p

Für die zweite vorgesehene Kundgebung, am 21.12. Sa, 15:00 auf dem Schlossplatz sind Ute Lampe und ich gebeten  worden, zu sprechen: Mein Briefentwurf ist hier: „Mein Redeentwurf“   https://wp.me/paI27O-515

Allerdings wurde die Veranstaltung verboten. Der Deutsch/Palästinenisische Verein hat dagegen Beschwerde eingelegt, mal sehen, ob das Erfolg hat. Es hatte keinen, aber die Veranstaltungen hat das Friedensbündnis übernommen.

Und diese Überlegung erscheint mir auch sehr wichtig:  You’re The Voice | by Efrat Fenigson https://efrat.substack.com/p/israel-hamas-war-an-update 

Ein Grund für die Vernichtung von Gaza könnte hier liegen: https://globalbridge.ch/gaza-es-geht-auch-um-gigantische-wirtschafts-und-machtinteressen-der-usa/

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„Planspiel“ der Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza zum Sinai

Gesendet: Dienstag, 31. Oktober 2023
Von: „Joachim
An: „AK Süd Nord Intern“ <ak_s-n_intern@ippnw-lists.de>
Betreff: [Ak_s-n_intern] „Planspiel“ der Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza zum Sinai

Dass die israelischen Bombardierungen und die Vertreibung der Menschen aus dem Norden des Gazastreifens, das Ziel haben, möglichst große Teile der Bevölkerung für immer nach Ägypten, in den Sinai, zu vertreiben, ist im Grunde offensichtlich. Israelische Minister haben auch schon offen große Flüchtlingslager im Sinai ins Gespräch gebracht. Knut Mellenthin hat ebenfalls bereits über eine angestrebte „Zweite Nakba“ berichtet.
Und die ägyptische Regierung hat auch klar gemacht, dass sie genau deswegen die Grenzen nicht öffnen wird.

Nun hat das israelische israelisches Kulturmagazin Mekomit ein offizielles Papier des israelischen Geheimdienstministeriums über solche Pläne veröffentlicht. Seine Echtheit wurde vom Ministerium bestätigt. Es enthält konkret ausgearbeitete Ratschläge für die Regierung, wie die Palästinenser auf Dauer aus Gaza vertrieben werden könnte.

Unten ein übersetzter ausführlicher Artikel aus The Cradle dazu.

Das wichtigste zusammengefasst:

1. Die Palästinenser sollen zunächst aufgefordert werden, vom Norden Gazas in den Süden zu evakuieren
2. Eine Propagandakampagne soll die Verantwortung für Palästinenser auf Ägypten übertragen
3. Eine weitere Propagandakampagne soll ununterbrochen darauf hinweisen, dass jedwedes ziviles Leid in Gaza auf die Hamas zurückzuführen sei
4. Vor allem die USA sollen von Israel überzeugt werden, Zeltstädte in Ägypten, in der Wüste Sinai zu errichten. Druck solle insbesondere auf Griechenland, Spanien und Kanada aufgebaut werden, Flüchtlinge aufzunehmen
5. Palästinenser sollen durch Propaganda wie „Allah wollte es so für euch, dass ihr eure Heimat verliert, sucht Sicherheit bei euren muslimischen Brüdern“ (Zitat) zu einer Aufgabe ihrer Heimat gedrängt werden
6. Zur Realisierung des Plans sollen die USA „Druck auf Ägypten, Katar, die Türkei und Saudi Arabien“ aufbauen. Die EU oder Deutschland werden in dem Papier offenbar nicht als Hindernis dieser ethnischen Säuberung betrachtet
7. Als Best Case Szenario wird die „Auswanderung“ der Palästinenser beschrieben, die eine „Abschreckung“ gegenüber allen Menschen in der Region sei. Das Worst Case Szenario sei „die Entstehung eines palästinensischen Staates.“
Das Dokument ist zwar keine bindende Anleitung, wie Mekomit betont, aber der Plan deckt sich mit den bislang ergriffenen Maßnahmen der israelischen Regierung. Ägypten und weitere Regionalstaaten betonten bereits mehrmals, die Vertreibung der Palästinenser nicht zu akzeptieren.
Ciao,
Joachim

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Fw: [no2nato-de] „Planspiel“ der Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza zum Sinai
Datum: Tue, 31 Oct 2023 06:05:26 +0100
Von: FrieFoDdf@gmx.de
Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
angehängt haben wir einen Artikel von Karin Leukefeld, den die UZ, die Wochenzeitung der DKP, kürzlich veröffentlicht hat. Er gibt u.E. einen guten, knappen Überblick zu dem historischen wie aktuellen Kontext, in dem der jetzige Krieg gegen und um Gaza zu sehen ist. Die Quelle: https://www.unsere-zeit.de/palaestina-ist-nicht-allein-4784703/
Und unten findet ihr in deutscher Übersetzung einen Beitrag aus The Cradle, der u.a. verdeutlicht, warum der israelische Ministerpräsident Netajahu neulich vor der UNO eine Landkarte zeigte, auf der das gesamte Gebiet des ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina als Israel ausgewiesen war. Dank an Günter Küsters, der uns damit bekannt  gemacht hat!
FRIEDENSFORUM DÜSSELDORF
Gesendet: Montag, 30. Oktober 2023 um 16:01 Uhr
Von: „G (via no2nato-de Mailing List)“ <no2nato-de@lists.riseup.net>
An: no2nato-de@lists.riseup.net, frieden@aufstehen.de, neue-attacies-diskussionsliste@framalistes.org
Betreff: [no2nato-de] „Planspiel“ der Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza zum Sinai

Hallo zusammen,

gegenüber der Zwei-Staatenlösung (eigentlich binnen „Staatsraison“? auch bisherige deutsche Zielsetzung in Nahost) werden offenbar unterm israelischen Bombenterror auf Gaza völlig andere, vernichtende „Planspiele“ beim israelischen Geheimdienst verfolgt.

Neben Darstellungen hierzu in dem Artikel s. u. auch mehr unter

https://new.thecradle.co/articles/leaked-israeli-plan-to-ethnically-cleanse-gaza

—————————
Planspiel des israelischen Geheimdienstes: Umsiedlung der Bevölkerung von Gaza in den Sinai
: 30 Oct 2023 | 14:33 Uhr

Ein israelisches Kulturmagazin kam in den Besitz von brisanten Papieren. Danach soll die Bevölkerung des Gazastreifens laut den Plänen Israels „zwangsweise und dauerhaft“ in den Sinai umgesiedelt werden. Zudem soll erreicht werden, die internationale Gemeinschaft für diese Maßnahme zu gewinnen.

Der Artikel des Onlinemagazins Mekomit erschien am 28. Oktober. Das demnach offizielle Dokument des „Geheimdienstministeriums“ empfiehlt laut den Darlegungen dem israelischen Verteidigungsministerium „die vollständige Umsiedlung aller Bewohner des Gazastreifens in den nördlichen Sinai“. Diese Strategie stelle „die vorzuziehende von drei Alternativen“ dar, die das Papier inhaltlich für die Zukunft der Palästinenser im Gazastreifen nach Ende des aktuellen Kriegskonflikts vorschlägt.

Der Autor des Artikels, Yuval Avraham, betont nach Auswertung und Darlegungen, dass die formulierten Empfehlungen der Behörde „nicht unbedingt“ vom Verteidigungsministerium berücksichtigt werden müssten. Die benannte Behörde wäre dabei nicht für alle nachrichtendienstlichen Stellen zuständig, „sondern erstellt unabhängig Studien und Strategiepapiere“, die dann wiederum an die Regierung Netanjahu und entsprechende Sicherheitsbehörden zur Prüfung weitergeleitet werden. Dies alles ohne unmittelbare Verbindlichkeit. Der Einfluss dieser Ministeriumsbehörde gilt laut Avraham „als relativ gering“.

Das zehnseitige Dokument, das auf den 13. Oktober datiert ist, trägt laut dem Artikel das Logo des Geheimdienstministeriums, das von Ministerin Gila Gamliel (Likud) geleitet wird, die seit Dezember 2022 den Posten der Ministerin für Geheimdienste ausübt. Eine Quelle im Geheimdienstministerium bestätigte in einer Nachfrage, „dass das Dokument authentisch sei, von der politischen Abteilung des Ministeriums an das Verteidigungsministerium verteilt wurde und ’nicht an die Medien gelangen sollte'“, so das Onlinemagazin erläuternd.

Zu dem im Papier formulierten Gaza-Szenario heißt es zitierend, nach vollzogener Evakuierung der dort lebenden Bewohner:

„Zeltstädte und neue Städte im nördlichen Sinai errichten, die die vertriebene Bevölkerung aufnehmen, und dann ein steriles Gebiet von mehreren Kilometern innerhalb Ägyptens zu schaffen und der Bevölkerung nicht zu erlauben, in die Nähe der israelischen Grenze zurückzukehren oder sich dort aufzuhalten.“

Parallel sollen in einer zuarbeitenden Kampagne „Länder auf der ganzen Welt, allen voran die Vereinigten Staaten, mobilisiert werden, um die Maßnahme umzusetzen“. Das Dokument empfiehlt demnach unmissverständlich und ausdrücklich „die Umsiedlung von Zivilisten aus dem Gazastreifen als gewünschtes Ergebnis des Krieges“. Über das Geheimdienstpapier wurde auch in der israelischen Zeitung Calcalist berichtet. Weitere Erläuterungen zu dem theoretischen Szenario lauten:

„Der Transferplan ist in mehrere Phasen unterteilt: In der ersten Phase müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit die Bevölkerung des Gazastreifens „nach Süden evakuiert“ wird, während sich die Luftangriffe auf den nördlichen Gazastreifen konzentrieren. In der zweiten Phase wird ein Bodenangriff auf den Gazastreifen beginnen, der zur Besetzung des gesamten Gazastreifens von Norden bis Süden und zur „Säuberung der unterirdischen Bunker von Hamas-Kämpfern“ führt.“

Laut dem Dokument würde parallel verlaufend mit der Besetzung des Gazastreifens „die Zivilbevölkerung des Gazastreifens in ägyptisches Gebiet umziehen, den Gazastreifen verlassen und nicht mehr zurückkehren dürfen“. Weiter heißt es wörtlich zitiert:

„Es ist wichtig, die Verkehrsadern in Richtung Süden benutzbar zu halten, um die Evakuierung der Zivilbevölkerung in Richtung Rafah zu ermöglichen.“

Laut der ungenannten Geheimdienstquelle des Magazins stehen die Autoren des Papiers „hinter diesen Empfehlungen“. Die Quelle betonte, dass die Untersuchungen und Vorschläge des Ministeriums „nicht auf militärischen Erkenntnissen beruhen“ und daher lediglich als Grundlage für Diskussionen mit der Regierung dienen sollen.

Des Weiteren wird in dem theoretischen Szenario empfohlen, gegenüber der palästinensischen Bevölkerung eine Informationskampagne zu eröffnen, über diese die Menschen „motiviert werden würden, dem Plan zuzustimmen“, um dann ihre Heimat final aufzugeben. So lautet das wörtliche Zitat aus den Dokumenten:

„Die Botschaften sollten sich um den Verlust des Landes drehen, d. h. es sollte deutlich gemacht werden, dass es keine Hoffnung mehr auf eine Rückkehr in die Gebiete gibt, die Israel in naher Zukunft besetzen wird, ob das nun stimmt oder nicht.“

Und weiter:

„Allah hat dafür gesorgt, dass ihr dieses Land wegen der Hamas-Führung verloren habt – ihr könnt nur mit Hilfe eurer muslimischen Brüder woanders hinziehen.“

Medien: Schnelle Finanzhilfe für Ägypten, um Migrationswelle zu verhindern
Eine parallel lancierte Medienkampagne soll zudem Israel in ein positiveres Licht rücken, „in der die Vertreibung der Bevölkerung aus dem Gazastreifen als humanitäre Notwendigkeit dargestellt wird und internationale Unterstützung findet, weil sie zu ‚weniger Opfern unter der Zivilbevölkerung führt, als zu erwarten wäre, wenn die Bevölkerung bleibt'“. In dem Dokument wird demnach dann vorgeschlagen, die Vereinigten Staaten „in den weiteren Prozess einzubeziehen, damit sie Druck auf Ägypten ausüben, die Bewohner des Gazastreifens aufzunehmen, und andere europäische Länder, insbesondere Griechenland, Spanien und Kanada, zur Aufnahme und Ansiedlung der aus dem Gazastreifen evakuierten Flüchtlinge zu bewegen“.

Nach Quellenangaben des Geheimdienstministeriums wurde das Dokument vorerst „nicht über das Ministerium an US-Beamte verteilt, sondern nur an die israelische Regierung und die Sicherheitsbehörden“. Dass genannte Pläne innerhalb der israelischen Sicherheitsbehörden bereits diskutiert würden, belege zudem ein Ereignis der letzten Woche.

Das Misgav-Institut, ein israelischer Think-Tank veröffentlichte laut Mekomit-Artikel „unter der Leitung von Meir Ben-Shabbat, einem engen Mitarbeiter Netanjahus und ehemaligen Leiter des Nationalen Sicherheitsrats, ein Positionspapier, in dem ebenfalls der Zwangstransfer der Bevölkerung des Gazastreifens auf den Sinai gefordert“ wurde. Der auf X, ehemals Twitter, veröffentlichte Beitrag wurde jedoch wieder gelöscht, „nachdem er kritische internationale Reaktionen hervorgerufen hatte“, so der Artikel erläuternd.

Zudem wurde jüngst bekannt, dass das von der Likud-Politikerin Gila Gamliel geführte Ministerium für Geheimdienste „dem Misgav-Institut etwa eine Million Schekel – rund 250.000 Dollar – aus seinem Haushalt“ überwiesen hat, damit das Institut „Forschungen über arabische Länder durchführen“ kann. Der Mekomit-Artikel stellt dazu fest:

„Falls das Misgav-Institut an der Ausarbeitung des Überweisungsdokuments des Geheimdienstministeriums beteiligt war, erscheint zumindest sein Logo nicht auf dem Dokument.“

„Quellen im Nachrichtendienstministerium“ erklärten demnach, dass es sich laut ihrer Einschätzung „um eine unabhängige Studie der politischen Abteilung des Ministeriums ohne Zusammenarbeit mit einer externen Partei handele“. Bestätigt wurde jedoch gegenüber dem Onlinemagazin, dass sie vor Kurzem mit dem Misgav-Institut zusammengearbeitet hätten. Das Misgav-Institut hätte eine diesbezügliche Anfrage nicht beantwortet.

Laut dem Artikel bestehe daher der Verdacht, beziehungsweise die Möglichkeit, dass die zugespielten Unterlagen als Testballon dienen sollen, ob „die israelische Öffentlichkeit bereit ist, Ideen für einen Transfer aus dem Gazastreifen zu akzeptieren“. Die Chancen „für die Umsetzung eines solchen Plans“ wären dabei laut dem Mekomit-Autoren „in vielerlei Hinsicht verschwindend gering“, da der ägyptische Präsident Abd al-Fattah as-Sisi erst kürzlich offiziell erklärte, dass er die Öffnung des Rafah-Übergangs zur Aufnahme der Zivilbevölkerung aus dem Gazastreifen entschieden ablehnt.

As-Sisi warnte davor, dass die Umsiedlung von Palästinensern aus dem Gazastreifen in den Sinai den Frieden zwischen Israel und Ägypten gefährden würde, und warnte, dass dies theoretisch „zu israelischen Angriffen auf ägyptisches Gebiet führen würde“.

Die letzte genannte Alternative, „die Bildung einer lokalen arabischen Führung, die an die Stelle der Hamas tritt“, sei laut dem Dokument zufolge „nicht wünschenswert“, da es aktuell „keine lokalen Oppositionsbewegungen zur Hamas gibt und die neue Führung wahrscheinlich radikaler sein wird“. Weiter heißt es dazu zitierend aus dem Dokument:

„Das wahrscheinliche Szenario ist nicht ein Wandel in der ideologischen Wahrnehmung, sondern die Gründung neuer islamistischer Bewegungen, die möglicherweise noch extremer sind.“

Das Verteidigungsministerium, das Büro des Armeesprechers, wie auch das Misgav-Institut hätten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels am 28. Oktober auf zugesandte Anfragen „nicht geantwortet“.
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Gaza Eskalationsgefahr!

Gaza Eskalationsgefahr!   https://wp.me/paI27O-522

Wenn die sich die Chinesischen Kriegsschuffe mit den Flugzeugträgern der USA bekämpfen

https://www.tiktok.com/@jo_boy1/video/7293158471036374305?_r=1&_t=8goelkjT7wH,

haben wir den dritten Weltkrieg und sind selbst äußerst gefährdet.

In dieser großen Gefahr, lasst uns auf Charly Chaplin „der große Diktator“ hören.              https://youtu.be/xY9_rA2RSsE?feature=shared

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Brief von Adam Keller zur Situation

27.10.23 Brief von Adam Keller zur Situation  https://wp.me/paI27O-51Y

Liebe Alle,

gerade habe ich diesen tief traurigen Bericht und Brief erhalten. Ihr müsst ihn lesen und verbreiten. Das palästinensische Volk ist das Opfer der vorausgegangenen und jetzigen Politik, auch der Vereinten Nationen, und der blinden Rache und der Massaker der Hamas an den jüdischen Kibbuzim nahe der Grenze. Diese Massaker waren so unmenschlich grausam, dass die Politiker der Welt fast nur von dem Leiden Israels sprechen und die unmenschliche Brutalität des israelischen Bombenkriegs und beginnenden Landkriegs nur als „berechtigte Verteidigung“ deklarieren und den israelischen Vernichtungskrieg nahezu befürworten. Hass auf beiden Seiten, und daher auch keine Kriegsbeendigungspläne und keine Nachkriegspläne für Frieden.

Wirklich zum Verzweifeln.

Ulrich Gottstein

 

von: Adam Keller
Gesendet: Freitag, 27. Oktober 2023 um 21:51

Betreff: Drei Wochen nach Beginn des Gaza-Krieges – eine nüchterne Einschätzung der Lage mit einigen historischen Perspektiven

 

Drei Wochen nach Beginn des Gaza-Krieges –  eine düstere und nüchterne Einschätzung der Lage, mit einigen historischen Perspektiven

von Adam Keller

Im Jahr 1987 brach der palästinensische Aufstand, die erste Intifada, aus. Der Staat Israel war mit der unbestreitbaren Tatsache konfrontiert, dass Millionen von Palästinensern, die an seiner Seite und unter seiner Militärherrschaft lebten – und mit der Notwendigkeit, mit ihnen umzugehen und eine Lösung zu finden.

Mehr als zehn Jahre lang tendierte die israelische Öffentlichkeit zu einer Art friedlicher Lösung.

Der Händedruck zwischen Premierminister Rabin und PLO-Führer Jassir Arafat weckte viele Hoffnungen.

Mehrere Jahre lang gewann der so genannte „Friedensprozess“ beträchtliche öffentliche Unterstützung.

Doch auf das Scheitern des Gipfeltreffens von Camp David im Jahr 2000, das auf die „palästinensische Unnachgiebigkeit“ zurückgeführt wurde, folgten

Intifada und Selbstmordattentätern, die in den Straßen von Tel Aviv und Jerusalem Busse in die Luft sprengten, änderte sich die Situation völlig.

Die meisten Israelis waren überzeugt, dass ein Frieden mit den Palästinensern unmöglich sei, dass es „keinen Partner“ und „niemanden zum Reden“ gäbe.

Für die Zwecke dieser Analyse ist es irrelevant, ob die israelische Öffentlichkeit zu Recht zu solchen Schlussfolgerungen gelangt ist oder nicht.
Es gibt Menschen (zu denen ich gehöre), die glauben, dass ein Frieden durchaus möglich ist und dass Israel einen palästinensischen Partner hat, wenn es einen will. Tatsache ist, dass wir eine schrumpfende Minderheit sind.

Die Arbeitspartei, die Partei von Rabin und Peres, die als „Die Partei von Oslo“ bekannt wurde,

schrumpfte auf einen kleinen Krümel zusammen. Die israelische Gesellschaft und das politische System haben sich in andere Richtungen entwickelt.

Mehrere Jahre lang schlug Premierminister Sharon eine andere Lösung vor – einen einseitigen Rückzug.

Wir brauchen nicht nach einem Partner zu suchen, wir brauchen nicht zu verhandeln. Wir werden unsere Grenzen selbst gestalten.
Wir werden entscheiden, welches Gebiet wir verlassen und wo wir bleiben werden. Und insbesondere,

werden wir einen einseitigen „Rückzug“ aus dem Gaza-Streifen durchführen.

Diese Formel wurde zunächst von großen Teilen der israelischen Öffentlichkeit akzeptiert.

Auf ihrer Grundlage gründete Sharon die Partei Kadima (Vorwärts).

Für einen Moment schien Kadima die nächste Regierungspartei Israels zu werden.

Doch an der Grenze des Gazastreifens entführte die Hamas den Soldaten Gilad Shalit.

Die Hamas forderte dann erfolgreich die Freilassung von mehr als tausend palästinensischen Gefangenen für die Rückgabe von Shalit.

Und an der Grenze zum Libanon – aus dem sich Israel noch früher einseitig zurückzog – wurden drei Soldaten entführt, und der zweite Libanonkrieg brach aus.

Diese Vorfälle und der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen und dem Libanon haben die israelische Öffentlichkeit davon überzeugt, dass die einseitige Rückzugslösung nicht funktioniert und dass ein Gebiet, aus dem sich die IDF zurückziehen, zu einer Basis für feindliche Aktivitäten wird.

Was bleibt also übrig? Die Status-quo-Lösung. Die Lösung von keiner Lösung. Suchen Sie einfach nicht nach einer Lösung.
Lasst die Situation so, wie sie ist. Setzen Sie die Besetzung des Westjordanlandes fort. Setzen Sie die erstickende Belagerung des Gazastreifens fort, von dem wir uns „losgelöst“ haben.

„Den Konflikt managen“ und die Palästinenser in irgendeinem Hinterhof festsitzen lassen, wo die Bürger Israels sie ignorieren und vergessen können.

Dies war die wichtigste Politik, die Netanjahu den Bürgern Israels anbot.
Er hat in wiederholten Wahlkämpfen immer wieder gewonnen – nicht nur wegen des Personenkults der „Bibisten“,
sondern auch und vor allem, weil die meisten Bürger Israels mit seinem Angebot einverstanden waren:
„Konfliktmanagement“, Heiligung und Aufrechterhaltung des Status quo.

Selbst als Netanjahu kurzzeitig abgewählt wurde und Israel ein Jahr lang eine „Regierung des Wandels“ unter der Führung von Bennett und Lapid hatte, setzten sie genau dieselbe Politik fort: Es war die ausdrücklich erklärte Politik von Bennett und Lapid, keinerlei politische oder diplomatische Initiative gegenüber den Palästinensern zu ergreifen.
Einige von uns warnen schon seit langem, dass diese Politik von Natur aus unsolide ist und letztlich zum Scheitern verurteilt ist.
Die Palästinenser werden nicht akzeptieren, für immer unter Besatzung und Unterdrückung zu leben, und das Erwachen wird schmerzhaft sein.
Als wir solche Warnungen aussprachen, dachten wir vor allem an die eskalierende Situation im Westjordanland.
Wir dachten an die Möglichkeit eines umfassenden palästinensischen Aufstands, einer dritten Intifada.

In einer solchen Situation wäre es möglich gewesen, der israelischen Öffentlichkeit zu sagen, dass die Besatzung die Wurzel des Übels ist und dass die Beendigung der Besatzung die einzige Lösung ist.

Dies hätte zweifellos wütenden Widerstand von der Rechten hervorgerufen. Dennoch könnte man hoffen, dass angesichts eines Aufstandes der Palästinenser, die die Besatzung satt haben, zumindest ein Teil der israelischen Gesellschaft für unsere Botschaft offen gewesen wäre.

Doch wie wir wissen, zerbrach der Status quo der „Konfliktbewältigungslösung“ auf eine ganz andere Weise, die niemand erwartet hatte.

Das Erwachen war weitaus schmerzhafter, als sich irgendjemand hätte vorstellen können.

Der brutale, gewalttätige und kriminelle Weg, den die Hamas eingeschlagen hatte, vereinte die israelische Gesellschaft in einem Ausbruch von blindem Hass und verschaffte Israel eine enorme internationale Legitimation für einen zerstörerischen Krieg.

Die israelische Gesellschaft hat sich nun klar und unmissverständlich für eine Lösung entschieden, die auf Gewalt und noch mehr Gewalt und noch mehr Gewalt beruht,
brutaler und hemmungsloser Gewalt. Aus dem Abgrund des historischen Gedächtnisses stieg die „Lösung“ wieder auf, die David Ben-Gurion
bei der Gründung des Staates Israel umsetzte: die Nakba-Lösung.
Die Massenvertreibung der Palästinenser über die Grenze, die sie als hilflose Flüchtlinge in den Schoß der arabischen Länder warf.

Dies ist eindeutig die Logik hinter dem brutalen Befehl der IDF an die Bewohner von Gaza-Stadt und des nördlichen Gazastreifens, in den südlichen Teil zu evakuieren. Sie sollten weiter nach Süden gehen, die ägyptische Grenze überqueren und riesige neue Flüchtlingslager im Sinai bevölkern. Die Grenze hätte sich dann hinter ihnen geschlossen und Israel hätte einen ethnisch gesäuberten Gazastreifen erhalten.

Auf diese Weise wäre Israel die Bewohner des Gazastreifens „losgeworden“ – so schien es zumindest denjenigen, die sich diese abscheuliche Idee ausdachten.

Aber was 1948 funktioniert hat, funktioniert 2023 nicht mehr. Der ägyptische Präsident General Sisi beeilte sich, die Grenze zu schließen und warnte ausdrücklich, dass ein israelischer Versuch, die Bewohner des Gazastreifens nach Ägypten zu drängen, zu einem Krieg führen könnte.

Nicht, dass Sisi die Palästinenser besonders gern hätte. Aber er hat sehr wohl verstanden, dass Israel, wenn es eine oder zwei Millionen wütende und verbitterte palästinensische Flüchtlinge auf ägyptisches Gebiet drängt, sein Regime ernsthaft unterminieren und möglicherweise zu dessen vollständigem Zusammenbruch führen könnte.

Da es aber nicht möglich ist, die Bewohner des Gazastreifens nach Ägypten zu deportieren, ist bereits eine viel düsterere „Lösung“ auf die Tagesordnung der israelischen Öffentlichkeit gekommen – die Völkermordlösung, die einfache ausdrückliche Massenvernichtung von Menschen.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Staates Israel – des Landes, dessen Gründung angeblich eine Antwort auf den Nazi Holocaust und die Ausrottung von sechs Millionen Juden war – wird ausdrücklich von Völkermord gesprochen.
Während die offizielle Propaganda die Behauptung wiederholt, dass die „Hamas die neuen Nazis“ sind, gibt es unter uns diejenigen, die tatsächlich wollen, dass der Staat Israel den Mantel Hitlers annimmt, selbst wenn er die „Hamas-Nazis“ bekämpft.
In einem früheren Artikel erwähnte ich bereits die „Exterminate Gaza“-Aufkleber auf den Straßen von Tel Aviv und den „seriösen“ Rundfunksprecher Roy Sharon, der von „einer Million Leichen im Gazastreifen“ träumte.

Es folgte ein erschreckendes und ekelerregendes Fernsehinterview. Avida Bachar, ein Mitglied des Kibbuz Be’eri, hat das von der Hamas verübte Massaker nur knapp überlebt – was ihm im Israel des Oktobers 2023 die moralische Autorität verleiht, im Fernsehen zu einem Völkermord im Gazastreifen aufzurufen:

„Es wird keine Wiederauferstehung für dieses Gebiet namens Gazastreifen geben! Nicht eine Palme, nicht ein Brunnen wird dort bleiben! Kein einziges Haus, kein einziger Mensch! Wenn ich könnte, würde ich auch die Fische im Meer vergiften!“

Anstelle der Stadt Gaza, die in Bachers Vision dem Erdboden gleichgemacht werden sollte, sollte es blühende Kartoffel- und Erdnussfelder geben, die von israelischen Bauern bewirtschaftet wurden.

Man kann einem Mann, dessen Frau und Kinder erst vor einer Woche vor seinen Augen ermordet wurden und der offensichtlich von blindem Rache-Hass überwältigt ist, nicht allzu viel vorwerfen, was ihn zu solch monströsen Visionen bringt.

Aber es ist sicherlich notwendig, ernsthaft besorgt und alarmiert zu sein, dass ein israelischer öffentlicher Fernsehsender (Channel 13 News) diesen detaillierten Plan für einen Völkermord in einem wohlwollenden Interview und ohne ein einziges Wort der Kritik ausstrahlt.

Es besteht kein Zweifel daran, dass in diesem Moment eine ganze Reihe von Palästinensern durch die Straßen des Gazastreifens irren, die gerade gesehen haben, wie ihre Familienmitglieder durch die Bombardierungen der israelischen Luftwaffe getötet wurden. Es ist durchaus denkbar, dass einer von ihnen voller Wut und Bitterkeit den Traum hegt, grüne palästinensische Felder dort zu sehen, wo einst die zerstörte Stadt Tel Aviv stand. Aber niemand würde einen solchen Palästinenser dazu bringen, seine Racheträume in einem wohlwollenden und ausführlichen Fernsehinterview zu äußern.
Anstelle der Sympathiebekundungen für Israel in den ersten Tagen nach dem von der Hamas verübten Massaker finden jetzt überall auf der Welt Massendemonstrationen zur Unterstützung der Bewohner des Gazastreifens statt. Viele dieser Demonstranten schwenken Transparente mit der Aufforderung „Stoppt den Völkermord in Gaza“.
Bis jetzt ist es (noch?) kein Völkermord. Aber auch ohne Völkermord ist das, was bereits geschehen ist und noch geschieht, entsetzlich genug.
Mit Stand von heute (Montag, 23.10.) liefert das UN Humanitarian Center folgende Daten

In 98 Familien im Gazastreifen wurden zehn oder mehr Familienmitglieder getötet. Weitere 95 Familien haben sechs bis neun Familienmitglieder verloren. Insgesamt wurden 4.385 Palästinenser getötet, darunter 967 Frauen und 1756 Kinder. 13 561 wurden verletzt – und das, obwohl 19 Krankenhäuser bombardiert wurden, 23 Krankenwagen bombardiert wurden und die Krankenhäuser aufgrund des Mangels an Treibstoff und Medikamenten nur schwer arbeiten können und die Ärzte gezwungen sind, Operationen ohne Anästhesie durchzuführen.

15.100 Wohneinheiten wurden vollständig zerstört und weitere 10.656 Wohneinheiten wurden so beschädigt, dass sie nicht bewohnbar sind. 42 % aller Wohneinheiten im Streifen wurden getroffen und beschädigt, und es wird lange dauern, bis die Schäden behoben werden können.
Ganze Stadtteile wurden vollständig zerstört und ausgelöscht, insbesondere in Beit Hanon, Beit Lahia, Sajaya, dem Gebiet zwischen Gaza-Stadt und dem Flüchtlingslager Shati sowie in Abbasan Kabira. (Fängt die Luftwaffe bereits an, Platz für die Kartoffel- und Erdnussfelder von Avida Bachar zu schaffen?)
Die UNO aktualisiert die Daten weiterhin täglich, die Zahl der Toten und all die anderen schrecklichen Daten steigen weiter an.

https://www.ochaopt.org/content/hostilities-gaza-strip-and-israel-flash-update-15

Die Vereinigten Staaten forderten die Lieferung von humanitären Hilfsgütern in den Gazastreifen (die bisherigen Lieferungen decken nur einen kleinen Teil des Bedarfs). Gleichzeitig legten sie aber im Sicherheitsrat ihr Veto gegen einen Waffenstillstandsvorschlag ein.

Die Bürger Israels interessieren sich größtenteils nicht dafür, was in Gaza geschieht, sie wissen es nicht und wollen es auch nicht wissen.

Und es gibt auch nicht wenige Israelis, die es wissen und die sich über das, was sie wissen, freuen, mit der Freude an ungebundener Rache. Die immer mehr Blut in den Straßen von Gaza sehen wollen.

Was also tun angesichts dieser schrecklichen Situation, wie wir sie noch nie erlebt haben?

Zuallererst: nicht aufgeben. Weiter kämpfen, weiter unsere Stimme erheben, auch unter schwierigen Bedingungen der Isolation.

Auch wenn jeder, der eine kritische Stimme erhebt – und sei es nur, um die Tötung von Kindern unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit zu verurteilen – als „Terroristenunterstützer“ denunziert und zur Zielscheibe der Schikanen der Behörden und der Gewalt der Schläger der extremen Rechten werden kann.

Zweitens, zu hoffen (und zu beten, für diejenigen, die glauben, dass jemand Gebete erhört…), dass der Kredit, den Präsident Biden und die europäischen Führer Israel gewähren, nicht unbegrenzt ist, und dass sie zumindest verhindern werden, dass die Gräueltaten und der Horror zu einem vollwertigen Völkermord werden.

Zu kämpfen, zu hoffen, zu beten und die Glut des Friedens und der Koexistenz zwischen den beiden Völkern in diesem Land zu bewahren. Und was noch elementarer ist als der Frieden, ist der Versuch, Anstand und einfache Menschlichkeit zu fördern, damit sie die Flut des Hasses und des Blutvergießens überleben.

Früher oder später wird den Bürgern Israels klar werden, dass auch die „Lösung“ der ungezügelten rohen Gewalt nicht funktioniert.

Wahrscheinlich wird das erst nach vielen Schrecken geschehen – aber es wird geschehen, einfach weil eine solche Lösung nicht erfolgreich sein kann.

Und dann könnte der Moment kommen, in dem wir der israelischen Öffentlichkeit wieder die Idee des Friedens anbieten können.

Ein solcher Moment könnte kommen, vielleicht aber auch nicht. Wie auch immer, wir werden die Hoffnung nicht verlieren.

 

Liebe Alle,

gerade habe ich diesen tief traurigen Bericht und Brief erhalten. Ihr müsst ihn lesen und verbreiten. Das palästinensische Volk ist das Opfer der vorausgegangenen und jetzigen Politik, auch der Vereinten Nationen, und der blinden Rache und der Massaker der Hamas an den jüdischen Kibbuzim nahe der Grenze. Diese Massaker waren so unmenschlich grausam, dass die Politiker der Welt fast nur von dem Leiden Israels sprechen und die unmenschliche Brutalität des israelischen Bombenkriegs und beginnenden Landkriegs nur als „berechtigte Verteidigung“ deklarieren und den israelischen Vernichtungskrieg nahezu befürworten.   Hass auf beiden Seiten, und daher auch keine Kriegsbeendigungs Pläne und keine Nachkriegspläne für Frieden.

Wirklich zum Verzweifeln.

Ulrich Gottstein

 

Von: Adam Keller
Gesendet: Freitag, 27. Oktober 2023 21:51
An: actil-hope4gaza@mailman.gush-shalom.org; press-hope4gaza@mailman.gush-shalom.org; pressme-hope4gaza@mailman.gush-shalom.org; pressintl-hope4gaza@mailman.gush-shalom.org; intl-hope4gaza@mailman.gush-shalom.org; uri-avnery@gush-shalom.org; pressheb-hope4gaza@mailman.gush-shalom.org; החדשות הכי עדכניות בישראל
Betreff: Three weeks into the Gaza War – a somber and sober assessment of thesituation, with some historical perspectives

 

Three  weeks into the Gaza War –

a somber and sober assessment of the situation,

w ith some historical perspectives

by Adam Keller

In 1987, the Palestinian uprising, the First Intifada, broke out. The State of Israel was faced with the undeniable fact of
of millions of Palestinians living at its side it and under its military rule – and with the need to deal with them and find a solution.

For more than ten years, Israeli public opinion was leaning towards some kind of a peaceful solution.

The handshake between Prime Minister Rabin and PLO leader Yasser Arafat raised many hopes.

For several years, what was known as „The Peace Process“ gained considerable public support.

But the failure of the 2000 Camp David Summit, which was blamed on „Palestinian intransigence“, was followed

by the Second Intifada and suicide bombers blowing up buses in the streets of Tel Aviv and Jerusalem – and the situation completely changed.

Most Israelis became convinced that peace with the Palestinians was impossible, that „there is no partner“ and „no one to talk to“.

For the purposes of this analysis it is irrelevant to argue whether or not the Israeli public was right getting to such conclusions.
There are people (of which I am one) who believe that peace is entirely possible and that Israel does have a Palestinian partner, should it want one. The fact is that we remain in a shrinking minority.

The Labor Party, the party of Rabin and Peres which became identified as „The Party of Oslo“,

shrank to a small crumb. Israeli society and the political system turned in other directions.

For several years, Prime Minister Sharon proposed another solution – a unilateral withdrawal.

No need to look for a partner, no need to negotiate. We will shape our borders ourselves.
We will decide from which territory we will depart and where we will stay. In particular,

we will carry out a unilateral „disengagement“ from the Gaza Strip.

 

At first, large parts of the Israeli public bought this formula.

On its basis, Sharon established the Kadima (Forward) Party.

Momentarily Kadima seemed bound to become Israel’s next ruling party.

 

But at the border of the Gaza Strip, Hamas kidnapped the soldier Gilad Shalit.

Hamas then successfully demanded the release of more than a thousand Palestinian prisoners for returning  Shalit .

And at the border of Lebanon – from where Israel unilaterally withdrew even earlier –  three soldiers were kidnapped and the Second Lebanon War broke out.

These incidents, and rocket barrages from Gaza and Lebanon,  convinced the Israeli public that the unilateral withdrawal solution does not work, that an area from which the IDF withdraws becomes a base for hostile activity.

So, what’s left? The Status Quo Solution. The Solution of No Solution. Just don’t look for any solution.
Leave the situation as it is. Continue the occupation of the West Bank. Continue the suffocating siege on the Gaza Strip from which we „disengaged“.

„Manage the Conflict“ and leave the Palestinians stuck in some backyard where the citizens of Israel can ignore them and forget about them.

This was the main policy that Netanyahu offered to the citizens of Israel.
He won again and again, in repeated election campaigns – not only because of the „Bibist“ cult of personality,
but also and mainly because most of Israel’s citizens agreed with what he had to offer:
„Conflict Management“, sanctification and perpetuation of the status quo.

 

Even when  Netanyahu was momentarily voted out and for one year Israel had the „Government of Change“, headed by Bennett and Lapid, they continued with exactly the same policy.It was the explicitly stated policy of Bennett and Lapid that they would not take any political or diplomatic initiative whatsoever towards the Palestinians.

Some of us have been warning for a long time that this policy is inherently unsound and bound to eventual failure.
The Palestinians will not accept forever living under occupation and oppression, and the awakening will be painful.
When we sounded such warnings, we were mainly thinking about the escalating situation on the West Bank.
aWe considered the possibility of a widespread Palestinian uprising, a Third Intifada.

In such a situation, it would have been possible to tell the Israeli public that the occupation is the root of evil and that ending the occupation is the only solution.

This would undoubtedly have provoked angry opposition from the right. Still, one could hope that in the face of an uprising by Palestinians, fed up with the occupation, at least a part of Israeli society would have been open to our message.

But as we know, the status quo of the „Conflict Management Solution“ shattered in a very different way that no one expected.

The awakening was far more painful than anyone could have imagined.

The brutal, violent and criminal path chosen by Hamasunited Israeli society in an outbreak of blind hatred and gave Israel tremendous international legitimacy for a destructive war.

In a clear and unequivocal way, Israeli society has now chosen a solution of force and more force and even more force, brutal and unrestrained force. From the abyss of historical memory rose again the „solution“ that David Ben-Gurion
implemented at the foundation of the State of Israel: the Nakba solution.
The mass expulsion of Palestinians across the border, throwing them as a bunch of helpless refugees into the lap of the Arab countries.
This is clearly the logic behind the IDF’s brutal order to residents of Gaza City and the northern Gaza Strip to evacuate to the southern part. They were supposed to continue further south, cross the Egyptian border and populate huge new refugee camps in Sinai. The border would have then closed behind them and Israel would have gotten an ethnically cleansed Gaza.

Thus Israel would have „gotten rid“ of the Gazans – at least, that’s how it seemed to those who came up with this abominable idea.

But what worked in 1948 no longer works in 2023. General Sisi, President of Egypt, hastened to close the border and explicitly warned that an Israeli attempt to push the residents of Gaza into Egypt could lead to war.

Not that Sisi is really fond of the Palestinians.  But he understood very well that Israel pushing a million or two million angry and embittered Palestinian refugeesinto Egyptian territory could seriously undermine his regime and possibly cause its complete collapse.

But since it is not possible to deport the residents of Gaza to Egypt, a much darker „solution“ has already come on the Israeli public agenda – the Genocide Solution, the simple explicit mass annihilation of people.
For the first time in the history of the State of Israel – the country whose creation was supposedly a response to the Nazi
Holocaust and the extermination of six million Jews – we hear an explicit talk of Genocide.
While the official propaganda repeats the assertion that the „Hamas are the new Nazis“, there are those among us who actually want the State of Israel to take Hitler’s mantle even while fighting the „Hamas Nazis“.
I already mentioned in a previous article the „Exterminate Gaza“ stickers on the streets of Tel Aviv and the „respectableese “ broadcaster Roy Sharon dreaming of „a million bodies in the Gaza Strip“.

These were followed by a startling and nauseating television interview. Avida Bachar, a member of Kibbutz Be’eri, barely survived the massacre perpetrated by Hamas – which in the Israel of October 2023 gave him the moral authority to make a televised call for a Gaza Genocide:

„There will be no resurrection for this area called the Gaza Strip! Not one palm tree, not one well will remain there! Not one house, not one person! If I could, I would also poison the fish in the sea!“

In place of the city of Gaza, which in Bacher’s vision would be razed and completely wiped off the face of the earth, there would be flourishing potato and peanut fields worked by Israeli farmers.

One cannot blame too heavily a man whose wife and children were murdered in front of his eyes just a week ago, and who is manifestly overwhelmed with blind vengeful hatred, bringing him to conceive such monstrous visions.

But it is certainly necessary to be seriously concerned and alarmed at an Israeli  public television network (Channel 13 News) broadcasting this detailed Blueprint for Genocide in a sympathetic interview and without a single word of criticism.

There can be no doubt that at this moment there are quite a few Palestinians wandering the roads of the Gaza Strip,  who have just seen their family members killed by the bombings of the Israeli Air Force. It is quite plausible that one of them, filled with anger and bitterness, would nurture the dream of seeing green Palestinian fields where the razed city of Tel Aviv once stood. But no one would get such a Palestinian to express his dreams of revenge in a sympathetic and extensive television interview.
Mass demonstrations are now taking place around the world in support of the residents of the Gaza Strip, replacing the manifestations of sympathy for Israel in the first days after the massacre committed by Hamas. Many such demonstrators are waving banners calling „Stop the Genocide of Gaza!“.
As of now, it is (yet?) not Genocide. But even without Genocide, what has already happened and is happening is horrific enough.
As of today (Monday 23.10) the UN Humanitarian Center provides the following data

In 98 Gazan families, ten or more family members were killed. Another 95 families lost six to nine family members. Altogether  4,385 Palestinians were killed, of whom 967 were women and 1756 were children. 13,561 were injured – this, when 19 hospitals were hit by bombings, 23 ambulances were bombed, and the hospitals have difficulty functioning in the absence of fuel and medicines and doctors are forced to perform surgeries without anesthesia.

15,100 housing units were completely destroyed and another 10,656 housing units were damaged in a way that does not allow habitation. 42% of all husing units in the Strip were hit and damaged and it will take a long time before it will be possible to repair the damage.
Entire neighborhoods were completely destroyed and wiped out, especially in Beit Hanon, Beit Lahia, Sajaya, the area between Gaza City and the Shati Refugee Camp, and in Abbasan Kabira. (Is the Air Force already starting to make place for Avida Bachar’s potato and peanut fields?)
The UN continues to update the data every day, the number of dead and all the other terrible data continues to rise.

https://www.ochaopt.org/content/hostilities-gaza-strip-and-israel-flash-update-15

The United States demanded the introduction of humanitarian supplies into the Strip (deliveries so far meet only a small part of the needs). But at the same time it vetoed a ceasefire proposal at the Security Council.

The citizens of Israel for the most part do not care about what is happening in Gaza, they do not know and do not want to know.

And there are also quite a few Israelis who do know and who rejoice in what they know, with the joy of unbound revenge. Who want to see ever more blood in the streets of Gaza.

So, what to do in the face of this terrible situation, the like of which we have never known?

First of all, not to give up. Continue to struggle, continue to raise our voice, even in difficult conditions of isolation.

Even when anyone who utters a critical voice – even to simply condemn all killing of children, whatever their ethnicity – may be denounced as „a terrorist supporter“ and become a target for the harassment of the authorities and the violence of the thugs of the extreme right.

Second, to hope (and pray, those who believe that Someone is hearing prayers…) that the credit that President Biden and the European leaders give to Israel is not unlimited, and that they will at least prevent atrocities and horrors from becoming a full-fledged Genocide.

To struggle, to hope, to pray, and to guard the embers of peace and coexistence between the two peoples in this land. And more elementary than peace – try to nurture decency and simple humanity and let them survive the tide of hatred and bloodshed.

Sooner or later, it will become clear to the citizens of Israel that the „solution“ of unrestrained brute force does not work either.

It will probably only happen after many horrors – but happen it will , simply because such a solution cannot succeed.

And then, the moment just might come when we can again offer to the Israeli public the idea of peace.

Such a moment might come, but it might not. Anyway, we will not lose hope.

 

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Mahnwache vor dem „Schloss“ am 25.10. …

Liebe Freunde

Gestern haben wir eine Kundgebung unter der Bezeichnung Mahnwache mit Kundgebungselementen mit dem Thema grauenhafte Kriege und Krisen abgehalten.

Auf Grund der starken Beteiligung von Menschen mit Palästinensischem Hintergrund wurde überwiegend der Krieg im Gaza angesprochen. Ute Lampe führte mit dem Pflichtthemen ein, ich hielt meine Rede, die ich für den Samstag vorbereitet hatte und viele Anwesende hielten Ansprachen über die schlimmen Zustände mit über 4000 Toten schon jetzt in Gaza, davon viele Frauen und 2000 Kinder. Dann sangen die Teilnehmer und viele Kinder trauten sich zu sprechen.  Und alles in einer friedlichen Atmosphäre. Ich machte einige Fotos, siehe Anlage…

Vor und nachher sprach ich mit freundlichen Polizisten, unter der Führung von einem Herrn Dietrich ?

Es war eine sehr kooperative und verständnisvolle Atmossphäre.

Inzwischen planen wir schon die nächste Kundgebung und Demo.

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de ,

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THE MYSTERIES OF OCTOBER 7, Seymour Hearsh

THE MYSTERIES OF OCTOBER 7 https://seymourhersh.substack.com/p/the-mysteries-of-october-7?utm_campaign=email-post&r=g2ir2&utm_source=substack&utm_medium=email

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Drewermanns Friedensappelle

Jetzt im Juni 24, akut eine Brandrede von Eugen Drewermanns Laudatio auf Dr. Ganser, Aachener Auszeichnung für Menschlichkeit https://www.youtube.com/watch?v=sqkWS4Ssavg

23.10.23   Drewermanns Friedensappell zum Israel-Gaza Konflikt: https://www.youtube.com/watch?v=FpW_BFEk8Q4

Toller Vortrag über den Christus, den Juden, der zum Frieden aufrief…

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Gazakrieg: DIE RÄTSEL DES 7. OKTOBER

auf Englisch hier zu erreichen

https://seymourhersh.substack.com/p/the-mysteries-of-october-7?utm_campaign=email-post&r=g2ir2&utm_source=substack&utm_medium=email

 

 

Und unten

DIE RÄTSEL DES 7. OKTOBER

 

Während die Hamas Geiseln freilässt und Israel den Gazastreifen weiter bombardiert, bleiben viele Fragen unbeantwortet

Seymour Hersh    24. Oktober

Nurit Cooper und Yocheved Lifshitz, die am 7. Oktober von der Hamas als Geiseln genommen und am Montag freigelassen wurden, kommen per Hubschrauber im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv an. / Foto von Alexi J. Rosenfeld/Getty Images.

Vor einem Jahrzehnt aßen meine Frau und ich während einer Reise in den Nahen Osten in einem Jerusalemer Hotel zusammen mit einem amerikanischen Journalisten und einem Fotografen, die gerade von einer Reportage aus Gaza-Stadt zurückgekehrt waren, eine Pizza. Ein Anchorman eines amerikanischen Fernsehsenders und seine Frau gesellten sich zu uns. Der Journalist und der Fotograf unterhielten sich irgendwann auf Arabisch mit unserem Kellner, und dieses Gespräch veranlasste einen Herrn mittleren Alters in Anzug und Krawatte, der allein an unserem Tisch saß, sich zu uns zu setzen und zu fragen, ob er mitessen dürfe. Er erklärte, er sei ein Geheimdienstoffizier der US-Armee, ein Oberst, der dem amerikanischen Konsulat in Jerusalem zugeteilt sei und dessen Aufgabe es sei, über Gaza zu berichten. Das einzige Problem sei, dass er nicht nach Gaza reisen dürfe, und als er hörte, wie die Journalisten über ihren Besuch dort sprachen, wollte er mehr wissen.

Wir luden ihn ein, sich uns anzuschließen, und der Oberst erhielt sozusagen ein Briefing über die Entbehrungen und die Verzweiflung, die die Reporter vorgefunden hatten.

Der Gazastreifen und die Hamas – die islamistische Gruppe, die das Gebiet seit 2007 regiert – sind auch heute noch undurchsichtige, verwirrende Themen. Warum führte die Hamas am frühen Morgen des 7. Oktober einen Überfall auf eine Reihe von unbewachten Kibbuzim im Süden Israels durch? Warum waren an diesem Morgen nur wenige israelische Soldaten im Dienst?

Wir in den Medien kennen nicht die ganze Geschichte. Premierminister Benjamin Netanjahu sagt nichts zu Israels Versagen bei der Verteidigung seiner Bürger, obwohl sich einige führende Generäle öffentlich für ihr Versäumnis entschuldigt haben, und die Hamas hat darauf bestanden, dass der von ihr genehmigte Einsatz ausschließlich der Gefangennahme einiger israelischer Soldaten diente, die für einen möglichen Gefangenenaustausch verwendet werden sollten. Hamas-Agenten begannen die Operation am frühen Morgen des 7. Oktober, indem sie die unbewachten Zäune sprengten, die den Gazastreifen von Israel trennen.

Die Hamas behauptet auch, dass der Großteil des Chaos von anderen Terrorgruppen und den aufgebrachten Bürgern des Gazastreifens verursacht wurde, die über die zerstörten Tore und Zäune strömten, ohne dass israelische Soldaten sie aufhalten konnten. Es wurde weithin berichtet, dass Israel auf Betreiben von Premierminister Benjamin Netanjahu die Hamas mit Geldern aus Katar finanzierte, in der Überzeugung, dass eine starke Hamas eine Zweistaatenlösung, die von einigen in Washington seit langem angestrebt wird, unwahrscheinlich machen würde.

An diesem Punkt befinden wir uns heute. Israel ist dabei, Gaza-Stadt durch ständige Bombardierungen in Schutt und Asche zu legen, und plant außerdem in naher Zukunft eine Bodeninvasion. Ein gut informierter amerikanischer Beamter erzählte mir, dass die israelische Führung bekanntlich erwägt, das riesige Tunnelsystem der Hamas zu fluten, bevor sie ihre Truppen entsendet, von denen viele erst seit wenigen Wochen in den für die Invasion erforderlichen Manövern und der Koordination geschult sind. Ein solches Vorgehen könnte bedeuten, dass Israel bereit war, die noch in Gefahr befindlichen Geiseln abzuschreiben.

Wo sich die schätzungsweise mehr als zweihundert Geiseln befinden, ist eine offene Frage. Israel spricht nur vom Ende des Hamas-Regimes, und die Hamas hat bisher vier Geiseln freigelassen. Zwei ältere Israelis wurden gestern freigelassen, ohne dass Forderungen bekannt wurden.

Die Freilassung war die zweite innerhalb von drei Tagen. Die erste betraf zwei Amerikaner, eine Mutter und ihre Tochter im Teenageralter, die offenbar bei guter Gesundheit waren. Alle vier wurden an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben. Der amerikanische Beamte sagte mir, die israelische Führung rechne damit, dass bald weitere Personen freigelassen werden. Die Freilassungen könnten ein Zeichen dafür sein, dass die Hamas-Führung wegen der unaufhörlichen Bombardierungen, die weithin als Vorläufer eines umfassenden israelischen Bodenangriffs angesehen werden, unter Druck gerät. Sie könnten auch ein Zeichen dafür sein, dass die Hamas sich ihre Geiselpolitik nicht von den israelischen Bombardierungen diktieren lässt. Seit die ersten Hilfsgütertransporte der Vereinten Nationen aus Ägypten in den südlichen Gazastreifen fuhren, wo bis zu einer Million hungrige und durstige Flüchtlinge warteten, gab es geheime Gespräche über eine größere Freilassung israelischer Gefangener.

Die gesamte Hilfslieferung hätte direkt an die Vertreter des Roten Kreuzes geliefert werden sollen, die sich bereits in Gaza-Stadt befinden, sagte mir der amerikanische Beamte, „aber die ägyptischen UN-Beamten wollten einen Anteil und die Hamas auch“. Der Beamte sagte, dass nach langem Hin und Her Ende letzter Woche eine Einigung erzielt wurde. Die Verteilung der Güter würde in den Händen von Beamten des Roten Kreuzes in Gaza-Stadt liegen, und die Hamas würde ihren Anteil, so der Beamte, an ihre Kämpfer „in den Tunneln und deren Familien“ weiterleiten. Der Rest ginge an Kumpane“, d. h. an hochrangige Mitglieder der Hamas-Führung. Im Gegenzug würde die Hamas zehn weitere Geiseln freilassen, wenn die eigentliche Übergabe der Güter stattfände. Es ist nicht bekannt, ob sich unter den freizulassenden Geiseln auch Amerikaner befinden sollten.

Der amerikanische Beamte, der den Ablauf der Verhandlungen schilderte, wusste nicht, warum die Vereinbarung scheiterte. Er wies jedoch die Habgier der Beteiligten zurück. „Die Ägypter und die palästinensischen Fraktionen haben um die Hilfsgüter gekämpft“, sagte er mir, „während die Bedürftigen ohne sauberes Wasser und Lebensmittel weiter leiden werden.“

Eine schwerwiegende Komplikation, die seit dem Angriff vom 7. Oktober nicht mehr öffentlich diskutiert wurde, ist die Tatsache, dass die Qassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, nicht die einzigen Angreifer oder Geiselsammler waren, und das an einem Tag, an dem die israelische Armee mindestens acht Stunden lang nicht in den angegriffenen Kibbuzim und Dörfern präsent war.

„Wir wissen“, sagte mir der amerikanische Beamte, „dass die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigade daran beteiligt war“. Er bezog sich dabei auf eine Koalition bewaffneter palästinensischer Gruppen, die von den Vereinigten Staaten, Israel, der Europäischen Union und einer Reihe anderer Staaten weltweit als terroristische Organisation eingestuft wurden. (Auch die Hamas wurde von den USA und der EU als terroristische Vereinigung eingestuft).

„War der Angriff eine Überraschung für die zivile Hamas-Führung? Nein. Er war von langer Hand geplant und koordiniert. Die anderen Verrückten mit einer terroristischen Vergangenheit wurden angeworben, um ihre Kräfte zu bündeln. Haben sie mit einem Erfolg gerechnet? Nein. Hat die angreifende Truppe ungeheuerliche Gräueltaten begangen? Ja. Hatte die Hamas damit nicht gerechnet? Nein. Alle Beteiligten haben ihre Absicht verkündet und diese in den letzten zwanzig Jahren durch ihre Taktik unter Beweis gestellt. Wird Israel reagieren und die Hamas zerstören? Ja. Sind sie gerechtfertigt? War die Gründung eines jüdischen Staates gerechtfertigt? Die Antwort einer Person auf die zweite Frage beantwortet die erste“. Er fuhr fort: „Werden die Flüchtlinge verhungern? Nein. Das öffentliche Mitgefühl für ihr echtes Leid wird sie retten.“

Ein langjähriger Experte für die Politik des Nahen Ostens, der keinen Zugang zu den Einschätzungen der amerikanischen Geheimdienste hat, schilderte mir in ähnlicher Weise, wie der lange geplante Angriff am 7. Oktober außer Kontrolle geriet. „Das Ziel der palästinensischen Operation“, so sagte er mir, „war genau das, was passiert ist – eine schockierende und inspirierte Militäroperation, die die Israelis demütigte und sie in ihren Grundfesten erschütterte. Die militärischen Befehlshaber der Hamas hatten eine Karte der Stützpunkte [innerhalb Israels] und wollten die Computerserver mit all den potenziell kompromittierenden Informationen, die sie enthielten, mitnehmen und hätten sie wahrscheinlich zur Analyse an den Iran geschickt.“

Ein weiteres Ziel der Hamas war es, Gefangene der israelischen Armee zu machen und Israel zu zwingen, die Freilassung von Tausenden von Gefangenen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland zu erzwingen, die Belagerung des Gazastreifens aufzuheben und weiterhin mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation zu konkurrieren, die ursprünglich durch das Osloer Abkommen von 1993 mit der Kontrolle über das Westjordanland und den Gazastreifen beauftragt worden war. „Ein weiterer Bonus eines erfolgreichen Angriffs“, so der Experte, „wäre es gewesen, die laufenden Normalisierungsgespräche zwischen Saudi-Arabien und Israel zu ersticken.“

Der Qassam-Flügel der Hamas leitete den Angriff ein, indem er Raketen abfeuerte, um das israelische Militär abzulenken, und dann das elektronische System deaktivierte, das den Zaun um den Gazastreifen rund um die Uhr überwachte. Den Hamas-Kämpfern, die durch den zerstörten Zaun drangen, folgten bald darauf die Einwohner von Gaza-Stadt, die sich in ihrer anhaltenden Wut auf Israel dem Angriff anschließen wollten, ebenso wie Mitglieder anderer Widerstandsgruppen im Gazastreifen. Der Experte sagte, ihm sei gesagt worden, dass der Angriff auf die nächtliche Tanzparty – an jenem Morgen wurden 260 junge Israelis abgeschlachtet – nicht Teil des ursprünglichen Plans gewesen sei, aber niemand bestreitet, dass die Morde auf der Tanzparty und in den israelischen Siedlungen letztlich von der Hamas zu verantworten sind, ob geplant oder nicht.

Aus Sicht der Hamas, so fügte der Experte hinzu, sei es „egal, was die Israelis tun“, um auf das von der Hamas ausgelöste Gemetzel zu reagieren – mit Bodentruppen angreifen oder die Bombardierung von Gaza-Stadt fortsetzen -, der Überfall vom 7. Oktober sei ein Ereignis, von dem sich die israelischen Verteidigungskräfte nicht erholen könnten. Der Experte sagte mir, dass „Israel, das die USA anruft, um Drohungen auszusprechen und Flugzeugträger zu schicken und Drohungen auszusprechen, Israel nur schwächer aussehen lässt“. Der Experte fügte hinzu, die Hamas-Führung sei sich darüber im Klaren, dass Israel möglicherweise in nächster Zukunft in den Gazastreifen einmarschieren und den Sieg erklären müsse, egal wie viele Opfer es gebe, und sei es nur, um die traumatisierte Bevölkerung zu beruhigen.

Nach Ansicht der Hamas-Führung ist das entscheidende Problem für das israelische Militär heute, dass sich ein geplanter Angriff der Hamas-Kommandos zur Ergreifung von IDF-Soldaten in einen Gefängnisausbruch verwandelt hat“, so der Experte. Die Nachricht vom unbehelligten Eindringen der ersten Hamas-Angreifer verbreitete sich schnell im gesamten Gazastreifen, und spontane Gruppen von Gaza-Bürgern und eilig gebildete Märtyrer-Trupps strömten durch den niedergerissenen Zaun. Das Ergebnis, so der Experte, machte „die Operation zu einem katastrophalen Erfolg“.

Mehr als 200 Geiseln wurden auf Motorrädern, Fahrrädern oder eingepfercht in Autos abtransportiert, und man vermutet, dass sie in unterirdischen Tunneln oder in Privathäusern in ganz Gaza verstreut sind, wie auf verschiedenen Videos zu sehen ist. Ihr Schicksal wird vielleicht nie bekannt werden.

Es gibt Dutzende von Videos, die belegen, dass es sich eindeutig um einen Blitzangriff handelte, der aufgrund eines verblüffenden Versagens der israelischen Verteidigungskräfte gelang, das bisher nicht zur Bestrafung eines einzigen israelischen Armeeoffiziers geführt hat. Diese Möglichkeit – dass das ursprünglich begrenzte Ziel der Hamas im Wesentlichen aufgrund des Versagens der israelischen Streitkräfte zu dem schrecklichen Ereignis wurde – muss von der militärischen und politischen Führung Israels noch anerkannt werden. Sie glaubt, wie der Experte sagte, dass die Hamas und andere Gruppierungen aus dem Gazastreifen nach Israel eindrangen mit dem ausdrücklichen Befehl, so viele Zivilisten und Soldaten wie möglich zu töten und zu entführen.

Am 11. Oktober trug Tal Heinrich, der Sprecher Netanjahus, zur Aufregung bei, indem er dem Sender CNN mitteilte, die IDF hätten israelische Säuglinge und Kleinkinder mit „enthaupteten Köpfen“ gefunden, vermutlich als sie von Haus zu Haus gingen, um nach Überlebenden zu suchen. Netanhayu soll dies Präsident Biden bei einem ihrer Treffen in diesem Monat mitgeteilt haben. Die Hamas dementierte sofort die darauf folgenden Berichte, die kurzzeitig die Nachrichten in Amerika beherrschten. Ein Sprecher der israelischen Regierung teilte einen Tag später mit, dass sie nicht bestätigen könne, dass Hamas-Angreifer den Babys die Köpfe abgeschlagen hätten.

Wie auch immer die Wahrheit aussehen mag, die israelische Öffentlichkeit ist verunsichert wie nie zuvor und fragt sich, ob die israelische Regierung in der Lage ist, ihre Bürger zu schützen. Im Gegenzug wird sie von ihrem Premierminister mit Schimpf und Schande überschüttet, der sich im Gegensatz zu seinen ranghohen Generälen und dem Leiter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet bisher geweigert hat, öffentlich die Verantwortung für das militärische und geheimdienstliche Versagen am 7. Oktober zu übernehmen. Eine kürzlich durchgeführte Meinungsumfrage in Israel ergab, dass Netanjahu von 29 Prozent der Bevölkerung unterstützt wird.

© 2023 Seymour Hersh

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Gesendet: Dienstag, 24. Oktober 2023 um 23:34 Uhr
Von: „Seymour Hersh“ <seymourhersh@substack.com>
An: Helmut_Kaess@web.de
Betreff: THE MYSTERIES OF OCTOBER 7

 

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Was verursachte die Gazakriege?

  Was verursachte die Gazakriege?          https://wp.me/paI27O-51I

Vielleicht hat der Gazakrieg auch hiermit etwas zu tnn, mit einem Gasfeld vor der Gazaküste: https://www.globalresearch.ca/unspoken-objective-israel-wants-to-confiscate-gazas-offshore-gas-reserves-which-belong-to-palestine/5841045

Sun, 22 Oct 2023

Der Krieg begann ja mit einer äußerst brutalen  Attacke von Gaza aus auf Israel.

Viele Stimmen sind seitdem zu hören, Die Stimmen der „Mainstreammedien“, die die Grausamkeit der Attacke betonten, aber auch viele, die die vorangegangenen Demütigungen und Unterdrückungen der Einwohner in dem „Freiluftgefängnis“ Gaza betonten. Ein erster Überblick von mir ist hier: Gazakrieg 2023 in Braunschweig   https://wp.me/paI27O-50U

Ich möchte  auf zwei mich sehr überraschende äußerst schwerwiegende Beschuldigungen im Haaretz an Netanyahu hinweisen. Dies ist eine wichtige israelische Zeitung: Warum wollte Netanjahu die Hamas stärken?: Bericht vom 11.10.:      „Es besteht kein Zweifel daran, dass die Gründe für das schändliche Missgeschick von unvorstellbarem Ausmaß, das an jenem dunklen Simchat-Tora-Tag zur ungehinderten Übernahme von mehr als 20 israelischen Gemeinden nahe der Gaza-Grenze durch die Hamas-Armee führte, unmittelbar und kurzfristig in einem peinlichen militärischen und geheimdienstlichen Versagen liegen.“ … weiteres siehe dort…  https://wp.me/paI27O-50

und dann der zweite Artikel: Eine kurze Geschichte der Netanjahu-Hamas-Allianz vom 20. Oktober 2023,  https://wp.me/paI27O-51y

Über die langjährige Beziehung – oder besser gesagt Allianz – zwischen Benjamin Netanjahu und der Hamas ist schon viel Tinte vergossen worden. Doch die Tatsache, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem israelischen Premierminister (mit Unterstützung vieler Rechter) und der fundamentalistischen Organisation gegeben hat, scheint in den meisten aktuellen Analysen unterzugehen ….

Dazu passt auch der Beitrag aus Israel vom z.10.:  You’re The Voice | by Efrat Fenigson https://efrat.substack.com/p/israel-hamas-war-an-update  „If I was a conspiracy theorist I would say that this feels like the work of the Deep State.“

Für die zweite vorgesehene Kundgebung, am 21.12. Sa, 15:00 auf dem Schlossplatz sind Ute und ich gebeten  worden, zu sprechen: Mein Briefentwurf ist hier: „Mein Redeentwurf“   https://wp.me/paI27O-515   Allerdings wurde die Veranstaltung  verboten. Der Deutsch/Palästinenisische Verein hat dagegen Beschwerde eingelegt, das hatte keinen Erfolg.

Wir müssen bei den vielen widersprüchlichen Meldungen scharf protestieren und versuchen, die Kriege zu stoppen!

Herzliche Grüße, Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de ,

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eine kurze Geschichte der Netanyahu-Hamas-Allianz

eine kurze Geschichte der Natanyahu-Hamas Zusammenarbeit  https://wp.me/paI27O-51y
https://www.haaretz.com/israel-news/2023-10-20/ty-article-opinion/.premium/a-brief-history-of-the-netanyahu-hamas-alliance/0000018b-47d9-d242-abef-57ff1be90000?utm_source=mailchimp&utm_medium=Content&utm_campaign=weekend&utm_content=18d07a9154

Haaretz | Israel Nachrichten
Meinung | Eine kurze Geschichte der Netanjahu-Hamas-Allianz

14 Jahre lang war es Netanjahus Politik, die Hamas an der Macht zu halten; das Pogrom vom 7. Oktober 2023 hilft dem israelischen Premierminister, seine eigene Herrschaft zu erhalten
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Benjamin Netanjahu. „Das Pogrom vom 7. Oktober 2023 hilft Netanjahu, und das nicht zum ersten Mal, seine Herrschaft zu sichern. „Credit: Richard Drew /AP
Adam Raz
20. Oktober 2023

Über die langjährige Beziehung – oder besser gesagt Allianz – zwischen Benjamin Netanjahu und der Hamas ist schon viel Tinte vergossen worden. Doch die Tatsache, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem israelischen Premierminister (mit Unterstützung vieler Rechter) und der fundamentalistischen Organisation gegeben hat, scheint in den meisten aktuellen Analysen unterzugehen – alle sprechen von „Versagen“, „Fehlern“ und „Kontzeptziot“ (festen Vorstellungen). Vor diesem Hintergrund ist es nicht nur notwendig, die Geschichte der Zusammenarbeit aufzuarbeiten, sondern auch eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen: Das Pogrom vom 7. Oktober 2023 hilft Netanjahu, und das nicht zum ersten Mal, seine Herrschaft zu erhalten, jedenfalls kurzfristig.

Das Ziel von Netanjahus Politik seit seiner Rückkehr ins Amt des Premierministers im Jahr 2009 war und ist es, einerseits die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen zu stärken und andererseits die Palästinensische Autonomiebehörde zu schwächen.

Seine Rückkehr an die Macht ging mit einer völligen Abkehr von der Politik seines Vorgängers Ehud Olmert einher, der den Konflikt durch einen Friedensvertrag mit dem gemäßigtesten Palästinenserführer – dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas – beenden wollte.

In den letzten 14 Jahren hat „Abu Yair“ („Vater Yair“ auf Arabisch, wie sich Netanjahu während seiner Wahlkampagne in der arabischen Gemeinschaft vor einer der letzten Wahlen selbst nannte) während seiner Politik der Teilung und Eroberung des Westjordanlandes und des Gazastreifens jeden Versuch, ob militärisch oder diplomatisch, abgelehnt, dem Hamas-Regime ein Ende zu bereiten.
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Seit der Operation „Gegossenes Blei“ Ende 2008 und Anfang 2009, also während der Ära Olmert, war die Hamas-Herrschaft in der Praxis keiner echten militärischen Bedrohung ausgesetzt. Ganz im Gegenteil: Die Gruppe wurde vom israelischen Premierminister unterstützt und mit seiner Hilfe finanziert.
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Als Netanjahu im April 2019 wie nach jeder anderen Runde der Kämpfe erklärte, dass „wir die Abschreckung gegenüber der Hamas wiederhergestellt haben“ und dass „wir die wichtigsten Nachschubwege blockiert haben“, log er nach Strich und Faden.

Über ein Jahrzehnt lang hat Netanjahu auf verschiedene Weise die wachsende militärische und politische Macht der Hamas unterstützt. Netanjahu ist derjenige, der die Hamas von einer Terrororganisation mit geringen Ressourcen in eine halbstaatliche Organisation verwandelt hat.

Er ließ palästinensische Gefangene frei, erlaubte Bargeldtransfers, da der katarische Gesandte nach Belieben in den Gazastreifen kommt und geht, stimmte der Einfuhr einer breiten Palette von Gütern, insbesondere von Baumaterialien, zu, wohl wissend, dass ein Großteil des Materials für den Terrorismus und nicht für den Aufbau ziviler Infrastrukturen bestimmt ist, und erhöhte die Zahl der Arbeitsgenehmigungen in Israel für palästinensische Arbeiter aus dem Gazastreifen. All diese Entwicklungen schufen eine Symbiose zwischen dem Aufblühen des fundamentalistischen Terrorismus und dem Erhalt der Herrschaft Netanjahus.

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Beachten Sie: Es wäre ein Fehler anzunehmen, dass Netanjahu an das Wohlergehen der armen und unterdrückten Bewohner des Gazastreifens – die auch Opfer der Hamas sind – dachte, als er den Transfer von Geldern genehmigte (von denen ein Teil, wie erwähnt, nicht in den Aufbau von Infrastruktur, sondern in die militärische Aufrüstung floss). Sein Ziel war es, Abbas zu schaden und die Teilung des Landes Israel in zwei Staaten zu verhindern.

Die Schande, die auf Netanjahu folgen wird, wird weitaus größer sein als die, der er zu entkommen versucht hat.
Die Israelis brauchen mehr als die vage Forderung, „die Hamas zu zerstören“.
Ist die Hamas wirklich wie ISIS? Experten erklären

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Hamas ohne diese Gelder aus Katar (und dem Iran) nicht das Geld gehabt hätte, um ihre Schreckensherrschaft aufrechtzuerhalten, und dass ihr Regime auf Zurückhaltung angewiesen gewesen wäre.

In der Praxis diente die von Netanjahu unterstützte und gebilligte Finanzspritze aus Katar (im Gegensatz zu Bankeinlagen, die weitaus verantwortungsvoller sind) seit 2012 dazu, den militärischen Arm der Hamas zu stärken.

Netanjahu finanzierte also indirekt die Hamas, nachdem Abbas beschlossen hatte, ihr keine Gelder mehr zur Verfügung zu stellen, von denen er wusste, dass sie für den Terrorismus gegen ihn, seine Politik und sein Volk verwendet werden würden. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Hamas mit diesem Geld die Mittel gekauft hat, mit denen seit Jahren Israelis ermordet werden.

Parallel dazu hat Netanjahu seit der Operation „Protective Edge“ im Jahr 2014 aus Sicherheitsgründen eine Politik verfolgt, die den Terrorismus der Raketen und der Branddrachen und -ballons fast vollständig ignoriert hat. Gelegentlich wurden die Medien mit einer Hund-und-Pony-Show konfrontiert, wenn solche Waffen erbeutet wurden, aber nicht mehr als das.

Es sei daran erinnert, dass die „Regierung des Wandels“ (die kurzlebige Koalition unter der Führung von Naftali Bennett und Yair Lapid) im vergangenen Jahr eine andere Politik verfolgte, die sich unter anderem darin äußerte, dass die Finanzierung der Hamas, die in Koffern voller Bargeld ankam, eingestellt wurde. Als Netanjahu am 30. Mai 2022 twitterte, dass „die Hamas an der Existenz der schwachen Regierung Bennett interessiert ist“, hat er die Öffentlichkeit belogen. Die Regierung des Wandels war eine Katastrophe für die Hamas.
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Netanjahus Albtraum war der Zusammenbruch des Hamas-Regimes – etwas, das Israel hätte beschleunigen können, wenn auch zu einem hohen Preis. Einer der Beweise für diese Behauptung wurde während der Operation „Protective Edge“ erbracht.

Damals ließ Netanjahu den Inhalt einer Präsentation an die Medien durchsickern, die das Militär dem Sicherheitskabinett vorgelegt hatte und in der die möglichen Folgen einer Eroberung des Gazastreifens dargelegt wurden. Der Premierminister wusste, dass das geheime Dokument, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Besetzung des Gazastreifens Hunderte von Soldaten das Leben kosten würde, eine Atmosphäre des Widerstands gegen eine umfassende Bodeninvasion schaffen würde.
Palästinenser fahren auf einem israelischen Militärfahrzeug, das von Hamas-Kämpfern während eines koordinierten Angriffs am 7. Oktober in der Nähe des Zauns zum Gazastreifen erbeutet wurde.Credit: Abed Abu Reash / AP

Im März 2019 sagte Naftali Bennett dem Programm Hamakor von Kanal 13: „Jemand hat dafür gesorgt, dass das an die Medien durchsickert, um eine Entschuldigung dafür zu schaffen, nicht zu handeln… es ist eines der schlimmsten Lecks in der israelischen Geschichte.“ Natürlich wurde das Leck nicht untersucht, trotz zahlreicher Forderungen von Knessetmitgliedern. In Gesprächen hinter verschlossenen Türen sagte Benny Gantz damals, als er Stabschef der IDF war: „Bibi hat das durchsickern lassen.“

Lassen Sie das auf sich wirken. Netanjahu ließ ein „streng geheimes“ Dokument durchsickern, um die militärische und diplomatische Position des Kabinetts zu vereiteln, das die Hamas mit verschiedenen Mitteln besiegen wollte. Wir sollten beachten, was Avigdor Lieberman in einem Interview mit Yedioth Ahronoth, das kurz vor dem Anschlag vom 7. Oktober veröffentlicht wurde, sagte, dass Netanjahu „kontinuierlich alle gezielten Attentate vereitelt hat“.

Es sollte betont werden, dass Netanjahus Politik, die Hamas im Gazastreifen an der Macht zu halten, nicht nur in der Opposition gegen die physische Besetzung des Gazastreifens und gegen die Ermordung wichtiger Hamas-Akteure zum Ausdruck kam, sondern auch in seiner Entschlossenheit, jede politische Aussöhnung zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde – insbesondere der Fatah – und der Hamas zu vereiteln. Ein prominentes Beispiel ist Netanjahus Verhalten Ende 2017, als Gespräche zwischen Fatah und Hamas tatsächlich stattfanden.

Eine grundlegende Meinungsverschiedenheit zwischen Abbas und der Hamas betraf die Frage der Unterordnung des Militärs der islamistischen Gruppe unter die PA. Die Hamas stimmte zu, dass die Palästinensische Autonomiebehörde wieder alle zivilen Angelegenheiten im Gazastreifen regelt, weigerte sich aber, ihre Waffen abzugeben.

Ägypten und die Vereinigten Staaten unterstützten die Versöhnung und setzten sich für sie ein. Netanjahu lehnte die Idee strikt ab und behauptete wiederholt, dass eine Versöhnung zwischen Hamas und PLO das Erreichen des Friedens erschweren würde. Natürlich hat Netanjahu den Frieden nicht angestrebt, der damals in keiner Weise auf der Tagesordnung stand. Seine Position diente nur der Hamas.

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Persönlichkeiten auf beiden Seiten des politischen Spektrums immer wieder auf die Achse der Zusammenarbeit zwischen Netanjahu und der Hamas hingewiesen. So sagte Yuval Diskin, der von 2005 bis 2011 Chef des Sicherheitsdienstes Shin Bet war, im Januar 2013 gegenüber Yedioth Ahronoth: „Wenn wir es über die Jahre hinweg betrachten, war Bibi Netanjahu seit seiner ersten Amtszeit als Premierminister einer der Hauptverantwortlichen für die Stärkung der Hamas.“

Im August 2019 sagte der ehemalige Ministerpräsident Ehud Barak im Armeeradio, dass diejenigen, die glaubten, Netanjahu habe keine Strategie, sich irrten. „Seine Strategie ist es, die Hamas am Leben zu erhalten … selbst um den Preis, die Bürger [des Südens] im Stich zu lassen …, um die PA in Ramallah zu schwächen.“

Und der ehemalige Generalstabschef der IDF, Gadi Eisenkot, erklärte im Januar 2022 gegenüber Maariv, Netanjahu habe „in völligem Widerspruch zur nationalen Einschätzung des Nationalen Sicherheitsrats gehandelt, der zu dem Schluss kam, dass es notwendig sei, sich von den Palästinensern zu trennen und zwei Staaten zu gründen.“ Israel bewegte sich genau in die entgegengesetzte Richtung, schwächte die PA und stärkte die Hamas.

Der Leiter des Shin Bet, Nadav Argaman, sprach darüber, als er seine Amtszeit im Jahr 2021 beendete. Er warnte ausdrücklich davor, dass der fehlende Dialog zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde dazu führe, dass letztere geschwächt und die Hamas gestärkt werde.

Er warnte, dass die relative Ruhe im Westjordanland zu dieser Zeit trügerisch sei und dass „Israel einen Weg finden muss, mit der PA zusammenzuarbeiten und sie zu stärken.“ Eisenkot kommentierte in demselben Interview von 2022, dass Argaman Recht habe. „Das ist es, was hier passiert, und es ist gefährlich“, fügte er hinzu.

Die Rechten äußerten sich ähnlich. Eines der Mantras, die wiederholt wurden, war das des neu gewählten Abgeordneten Bezalel Smotrich, der 2015 dem Knesset-Kanal sagte, dass „Hamas ein Gewinn und Abu Mazen eine Last ist“, wobei er sich auf Abbas mit seinem Guerronamen bezog.

Im April 2019 erklärte Jonatan Urich, einer von Netanjahus Medienberatern und Likud-Sprecher, gegenüber Makor Rishon, dass eine der Errungenschaften Netanjahus darin bestehe, den Gazastreifen (sowohl politisch als auch konzeptionell) vom Westjordanland zu trennen. Netanjahu „hat im Grunde die Vision eines palästinensischen Staates in diesen beiden Gebieten zerschlagen“, prahlte er. „Ein Teil des Erfolges hängt mit dem Geld aus Katar zusammen, das die Hamas jeden Monat erhält.

Palästinensischer Präsident Mahmoud Abbas trifft sich mit dem Vorsitzenden des Politbüros der Hamas, Khaled Mashal, und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Politbüros der Hamas, Ismail Haniyeh, am 28. Oktober 2016 in Doha, Katar.Credit: Handout / Palestinian Presidency

Etwa zur gleichen Zeit im Jahr 2019 schrieb die Likud-Abgeordnete Galit Distel Atbaryan in einem überschwänglichen Facebook-Post: „Wir müssen das ehrlich sagen – Netanjahu will die Hamas auf die Beine bringen, und er ist bereit, dafür jeden noch so unfassbaren Preis zu zahlen. Das halbe Land ist gelähmt, Kinder und Eltern leiden an Posttraumata, Häuser werden in die Luft gesprengt, Menschen werden getötet, eine Straßenkatze hält einen Atomtiger an den Eiern.“ Sie haben es gelesen, glauben es aber nicht? Es lohnt sich, es zu glauben, denn das ist genau die Politik, die Netanjahu verfolgte.

Der Premierminister selbst äußerte sich gelegentlich kurz zu seiner Haltung gegenüber der Hamas. Im März 2019 sagte er während eines Treffens von Likud-MKs, bei dem es um die Überweisung von Geldern an die Hamas ging: „Wer gegen einen palästinensischen Staat ist, muss die Übergabe von Geldern an den Gazastreifen unterstützen, denn die Aufrechterhaltung der Trennung zwischen der PA im Westjordanland und der Hamas im Gazastreifen wird die Gründung eines palästinensischen Staates verhindern.“

In einem Tweet zwei Monate später zitierte Channel 13 den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, der gegenüber einer kuwaitischen Zeitung erklärte: „Netanjahu ist nicht an einer Zwei-Staaten-Lösung interessiert. Vielmehr will er den Gazastreifen vom Westjordanland trennen, wie er mir Ende 2010 sagte.“

General (Res.) Gershon Hacohen, ein prominenter Rechtsaußen, stellte die Dinge in einem Interview mit dem Online-Magazin Mida im Mai 2019 klar. „Als Netanjahu nicht in den Krieg in Gaza zog, um das Hamas-Regime zu besiegen, hat er im Grunde Abu Mazen daran gehindert, einen vereinigten palästinensischen Staat zu gründen“, erinnerte er sich damals. „Wir müssen die Situation der Trennung zwischen Gaza und Ramallah ausnutzen. Das ist ein israelisches Interesse von höchstem Rang, und man kann die Situation in Gaza nicht verstehen, ohne diesen Zusammenhang zu kennen.“

Netanjahus gesamte Politik seit 2009 zielt darauf ab, jede Möglichkeit einer diplomatischen Einigung mit den Palästinensern zu zerstören. Das ist das Motto seiner Regierung, die von der Fortsetzung des Konflikts abhängt. Die Zerstörung der Demokratie ist ein zusätzlicher Aspekt seiner fortgesetzten Herrschaft, etwas, das viele von uns im vergangenen Jahr auf die Straße gebracht hat.

In demselben Interview mit dem Armeeradio aus dem Jahr 2019 sagte Barak, dass Netanjahu den Süden „auf kleiner Flamme“ halte. Besondere Aufmerksamkeit sollte man seiner Behauptung schenken, dass das Sicherheitsestablishment dem Kabinett mehrmals Pläne zur „Trockenlegung des Sumpfes“ der Hamas im Gazastreifen vorgelegt hat, die aber im Kabinett nie diskutiert wurden.

Netanjahu wisse, fügte Barak hinzu, „dass es mit der Hamas einfacher ist, den Israelis zu erklären, dass es niemanden gibt, mit dem man sich zusammensetzen und mit dem man reden kann. Wenn die Palästinensische Autonomiebehörde gestärkt wird, wird es jemanden geben, mit dem man reden kann“.

Zurück zu Distel Atbaryan: „Merken Sie sich meine Worte – Benjamin Netanjahu hält die Hamas auf Trab, damit nicht der ganze Staat Israel zum ‚Gaza-Umschlag‘ wird.“ Sie warnte vor einer Katastrophe, „wenn die Hamas zusammenbricht“, denn in diesem Fall „könnte Abu Mazen den Gazastreifen kontrollieren. Wenn er ihn kontrolliert, werden Stimmen von links laut, die für Verhandlungen und eine diplomatische Lösung und einen palästinensischen Staat, auch in Judäa und Samaria, eintreten.“ Netanjahus Sprachrohre verbreiten unaufhörlich solche Botschaften.

Benjamin Netanjahu und die Hamas haben eine unausgesprochene politische Allianz gegen ihren gemeinsamen Feind – die Palästinensische Autonomiebehörde. Mit anderen Worten: Netanjahu arbeitet mit einer Gruppe zusammen, deren Ziel die Zerstörung des Staates Israel und die Ermordung der Juden ist, und stimmt mit ihr überein.

Der Kolumnist der New York Times, Thomas Friedman, traf ins Schwarze, als er im Mai 2021, als die Regierung des Wandels gebildet wurde, schrieb, Netanjahu und die Hamas hätten Angst vor einem möglichen diplomatischen Durchbruch. Er schrieb, dass sowohl der Premierminister als auch die Hamas „die Möglichkeit eines politischen Wandels zerstören wollten, bevor dieser sie politisch zerstören könnte.“

Er erklärte dann, dass sie nicht miteinander reden oder ein Abkommen schließen müssten. „Sie wissen beide, was der andere braucht, um an der Macht zu bleiben, und verhalten sich bewusst oder unbewusst so, dass sie es ihm liefern.“

Ich könnte das Thema dieser Zusammenarbeit noch weiter vertiefen, aber die vorangegangenen Beispiele sprechen für sich. Das Pogrom von 2023 ist ein Ergebnis von Netanjahus Politik. Es ist nicht „ein Scheitern des Konzepts“ – vielmehr ist es das Konzept: Netanjahu und Hamas sind politische Partner, und beide Seiten haben ihren Teil der Abmachung erfüllt.

In Zukunft werden weitere Details auftauchen, die dieses gegenseitige Einvernehmen zusätzlich beleuchten werden. Machen Sie nicht den Fehler zu glauben – auch jetzt nicht -, dass das Hamas-Regime zusammenbrechen wird, solange Netanjahu und seine derzeitige Regierung die Verantwortung für die Entscheidungen tragen. Es wird viel Gerede und Pyrotechnik über den aktuellen „Krieg gegen den Terror“ geben, aber der Erhalt der Hamas ist für Netanjahu wichtiger als ein paar tote Kibbuzniks.

Adam Raz ist Historiker und Autor des kürzlich erschienenen Buches „The Demagogue: Die Mechanik der politischen Macht“ (auf Hebräisch).
Klicken Sie auf das Alarmsymbol, um Themen zu verfolgen:

2023 Israel-Gaza-Krieg
Hamas
Benjamin Netanjahu

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Kommentare

15
Aurangzeb Iqbal
22:46
Dieser Schwachkopf ist bei der UNO mit einer Karte des Apartheidstaates Israel aufgetaucht, ohne das Westjordanland oder den Gazastreifen zu erwähnen, als ob er es bereits annektiert hätte und die Welt damit einverstanden wäre. Stellen Sie sich vor, Rishi Sunak taucht bei der UNO mit einer Karte des Vereinigten Königreichs auf, nennt aber das ganze Land England. Ich bin sicher, dass Schottland, Wales und Nordirland etwas dazu zu sagen hätten. Netanjahu ist ein völkermordender Kriegsverbrecher höchsten Grades. Die Zionisten haben keine Reue für die Palästinenser in Gaza, weil sie die Hamas gewählt haben, also sollte es nach derselben Logik auch keine Reue für die Israelis geben, weil sie einen völkermordenden Kriegsverbrecher gewählt haben.
14
Ausgezeichneter Artikel
19:30
Vielen Dank für diesen Artikel
13
Judy
18:48
einer der besten Artikel über Bibi und die Hamas und beweist, dass Bibi tatsächlich am 7. Oktober Israel, der Südgrenze, den säkularen, friedliebenden Kibbuzniks und 4000 jungen „Frieden und Liebe“-Feiernden, Holocaust-Überlebenden den Rücken gekehrt hat…..bibi brauchte einen weiteren Ablenkungskrieg….Bitte lesen Sie meinen Artikel – Adam hat genau das bestätigt, was ich recherchiert und aufgezeichnet habe https://www.patheos.com/blogs/thecommonalityofhumanity/2023/10/did-prime-minister-benjamin-bibi-netanyahu-purposely-sacrifice-thousands-just-to-remain-in-power/
12
Bob H
18:35
Warum hat Netanjahu die Hamas zum Nachteil der PA gestärkt? Damit er die Zweistaatenlösung vermeiden konnte. Warum wollte er die Zweistaatenlösung vermeiden? Weil seine Stammwähler die Siedlungen unterstützten und er sie bei Laune halten wollte.
Die Siedlungen sind die Ursache für viele der Probleme Israels. Sie schüren nicht nur die Wut und Frustration der Palästinenser, sondern sind auch eine Belastung für die IDF. Die IDF jagen steinewerfende Kinder, anstatt sich auf den nächsten Krieg bzw. die nächsten Kriege mit Hamas und Hisbollah vorzubereiten. Die Siedlungen müssen aufgelöst werden, bevor sie weitere Probleme verursachen.

Lou Arpino
17:17
Warum muss ich immer wieder an den Film „The Tail That Wagged The Dog“ denken?
– Werbung –
10
Radu
16:46
Die Menschen sind tot, weil Netanjahu das Sagen hatte.
Antwort auf Kommentar
HJ Van Vliet
22:02
Radu
1400 Menschen sind tot, weil die Hamas sie getötet hat, Tausende mehr sind tot, weil Netanjahu das Sagen hat. Sowohl die Hamas als auch Netanjahu sollten zu Fall gebracht werden.
9
Smadar
13:54
Ausgezeichnete Einschätzung dieser Beziehung und fast alle Argumente sind wahrscheinlich richtig. Es gibt jedoch kein Lehrbuch für den Umgang mit Terrorismus, weil das Ausmaß der Gewalt die Empfänger dieser Gewalt (Israel) hinter den Motiven des Kampfes für Menschenrechte, Nationalismus und Unabhängigkeit (die Palästinenser) überwältigt. Ich erinnere mich, dass Netanjahu gegenüber nordamerikanischen Medien erklärt hat, er würde mit jeder Gruppe verhandeln, die Israel anerkennt und den jüdischen Staat akzeptiert. Sagen wir, das ist für die politische Rechte Israels eine Selbstverständlichkeit. Die Hamas und der Islamische Dschihad haben jedoch bewiesen, dass sie im Gegensatz zur Palästinensischen Autonomiebehörde eine dschihadistische Selbstmordsekte sind, die im Auftrag des Iran unterwegs ist (sie benutzen die Palästinenser im Gazastreifen als menschliche Schutzschilde und jetzt auch die Gefangenen des 7. Oktober). Diese sind keine politischen Akteure (daher halten sie die Flamme niedrig und dringen nicht militärisch in den Gazastreifen ein), egal wie sie beschwichtigen. Der Unterschied zwischen der einen und der anderen Seite – den „Teams“ – ist nach wie vor ein humanitäres Wertesystem.
Antwort auf den Kommentar
Bob
15:59
Smadar
Sie wissen schon, dass Netanjahu die Formulierung „und akzeptiert den jüdischen Staat“ aus seinem Hinterteil herausgezogen hat, aus dem Nichts, als einen weiteren vorsätzlichen Trick, einen Schraubenschlüssel, um den Übergang zu einem palästinensischen Staat zu verhindern?
Smadar
16:11
Smadar
Völlig richtig, habe den Schritt mit seinem politischen Kabinett genau beobachtet. Völlig unnötig, da die Unabhängigkeitserklärung bereits siebenmal die jüdische Identität Israels festlegt. Warum war dies keine Vorbedingung bei den Friedensverträgen mit Ägypten und Jordanien? Es gibt noch viel mehr als dieses Hindernis, das Netanjahu errichtet hat. Aber der springende Punkt ist, dass alle terroristischen Gruppen oder Nationen, die das israelische Volk oder seinen Staat nicht anerkennen, auch den jüdischen Staat nicht anerkennen. Der jüdische Staat beinhaltet sowohl die gesetzlich vorgeschriebenen religiösen Feiertage als auch den kulturellen Hintergrund – ein Doppelaspekt unserer Identität wie auch der Identität aller anderen muslimischen Staaten.
Angewidert
20:48
Smadar
Was Russland und die USA mit den terroristischen Nazis gemacht haben, wäre ein gutes „Buch“, aus dem man Stücke nehmen könnte.
AriK-
22:49
Smadar
Auch wie sich die Vereinigten Staaten bei der Besetzung Deutschlands (und Japans) in der Nachkriegszeit verhalten haben, wäre ein gutes Buch, aus dem man Stücke entnehmen könnte. Wie sich die Russen bei der gleichen Aufgabe verhalten haben, wäre ein schlechtes Buch, um Stücke daraus zu nehmen.
8
DanielS
12:14
Wer eine giftige Schlange hegt und pflegt, muß damit rechnen, gebissen zu werden. Das erinnert an die Geschichte von dem Skorpion, der auf einem Frosch den Nil überqueren wollte. Raz‘ Analyse von Bibis Politik ist ausgezeichnet, aber er hat vergessen, den iranischen Faktor zu erwähnen. Die schiitischen iranischen Ayatollahs (und ihre Anhänger aus dem Todeskult), die den Iran gefangen halten, wollen ihre Herrschaft auf den größten Teil der muslimischen Welt ausdehnen und haben beschlossen, dass die Schädigung Israels ein guter Weg zu diesem Ziel ist. Dies gilt umso mehr, wenn sie Araber (insbesondere sunnitische Palästinenser, aber auch Libanesen) dazu benutzen können. Der kurzsichtige „kluge“ Bibi tappte in ihre Falle. Diesmal ist er zu weit gegangen. Die Welt wird der Herrschaft der Ayatollahs über das iranische Imperium schließlich ein Ende setzen müssen, auch indem sie es zur Implosion bringt.
7
AriK-
07:06
Wie oft habe ich hier schon geschrieben – und das schon seit einigen Jahren – dass Israel insgeheim die Hamas liebt und die PA oder andere gemäßigte Parteien verabscheut. Aus den Gründen, die von Raz dargelegt wurden. Und von Lorraine. (Und jetzt passen Sie auf: Wenn die Hamas auf fatale Weise geschwächt und die PA gestärkt wird und die palästinensische Einheit wächst, dann werden die Leute hier, die so gerne schwadroniert haben, dass „Israel das Gebiet C annektieren muss, weil die Hamas in jedem palästinensischen Staat unweigerlich die Macht übernehmen wird….“, ihren Ton ändern, und ihr neuer Refrain wird lauten: „Sie sind alle gleich; nicht nur die Hamas ist ISIS, sondern auch die PA ist Hamas….“) Das US-Außenministerium, die NSA und die CIA, ganz zu schweigen von den Präsidenten, haben sicherlich schon seit langem alles verstanden, was Raz hier sagt. Aber sie haben nichts getan. Und schauen Sie sich die AIPAC an: Sie hat so viel wie niemand sonst auf der Welt getan, um die Netanjahu-Hamas-Agenda zu stärken und jeden US-Politiker um sein politisches Leben fürchten zu lassen, wenn er auch nur einen Mucks dagegen von sich gibt. Die Zahl der Hühner, die nach Hause kommen, um sich zu rächen, würde den Himmel von Sderot bis Sufa schwärzen.
Antwort auf den Kommentar
AriK-
08:36
AriK-
Ich habe es viele Male gesagt. Ich habe es vor fünf Monaten gesagt. Zweimal auf einer Seite! (Lass es uns zitieren – Gott weiß, dass ein wütender Zack es zum Löschen „melden“ wird):

AriK-22:41 10.05.2023 An all die hysterischen Jammerer über eine Übernahme durch die Hamas, wenn Israel eine einzige Bergkarawane voller Teenager abzieht – die peinliche Wahrheit für Sie ist, dass Israel insgeheim die Hamas liebt, der Hamas hilft, sie nährt, sich am meisten vor allen Friedensstiftern fürchtet und die sorgfältigsten, akribischsten Anstrengungen unternimmt, um jegliche echte Friedensbemühungen zu verhindern. Das kleine schmutzige Geheimnis….

AriK-07:39 11.05.2023 Hier ist natürlich die Antwort auf die Hysteriker und Propagandisten, die sagen: „Wir können die Besatzung nicht beenden! Die Hamas wird die Macht übernehmen!!!!“ Israel liebt insgeheim die Hamas. Wie Harel sagt…

https://www.haaretz.com/israel-news/2023-05-10/ty-article/.premium/picking-on-islamic-jihad-israel-avoids-full-scale-war-with-hamas-but-at-a-price/00000188-065b-d927-a1a8-8e5fb3350000
Zack
16:39
AriK-
Mein Fehler.
Lorraine an Zack TEIL 1
18:15
AriK-
Viele von uns wissen seit Jahren (und beschweren sich, wie auch AriK0) über die Versuche der (vor allem rechten) Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) ins Abseits zu drängen, die sich zu einem zu starken Partner für den Frieden entwickelte – etwas, das die religiöse Rechte nicht wollte, weil sie das Land behalten wollte, es aber nicht laut sagen konnte – also förderten sie die kompromisslose Hamas als Vorwand, um zu jammern, dass es keinen Partner für die Rückgabe von Land für den Frieden gab. Und das bedeutete auch, dass sie das illegale und giftige Siedlungsunternehmen förderten, das nie zu Sicherheitszwecken errichtet wurde und Israel schadete (abgesehen vom Schaden für die Palästinenser) – und nicht für Sicherheit sorgte (und selbst wenn sie zu Sicherheitszwecken errichtet worden wären, wäre es ein unpraktischer Weg gewesen, um Sicherheit zu erlangen). Werfen Sie einen Blick auf diese Auszüge aus einer Buchbesprechung, in der der Schaden der Siedlungen für Israel diskutiert wird, die ich gerade für einen anderen Artikel in Haaretz veröffentlicht habe [siehe meine folgenden Beiträge]…
Lorraine an Zack TEIL 2
18:16
AriK-
Aus einer Rezension von The Political Economy of Israel’s Occupation: Repression Beyond Exploitation (https://www.nybooks.com/articles/2011/11/24/rising-israel/ ) geht der Rezensent auf die wirtschaftlichen Unruhen 2011 in Israel ein: Ich hörte viel Kritik an dem unangemessenen Einfluss, den Tycoons ausüben. Die Wut über eine andere einflussreiche Gruppe, die es geschafft hat, die wirtschaftlichen Prioritäten Israels zu verzerren – die jüdischen Siedler – war deutlich gedämpfter. Die Anführer der Bewegung, die „soziale Gerechtigkeit“ fordert, machten nicht auf die täglichen Ungerechtigkeiten jenseits der Grünen Linie aufmerksam, zum Teil, um potenzielle Unterstützer in der israelischen Mitte und Rechten nicht zu verprellen. Auf den Demonstrationen sagten mir viele Leute, dass … die Siedlungen, die Besatzung – nichts mit dem wirtschaftlichen Protest zu tun hätten. Das Problem ist natürlich, dass es einen Zusammenhang gibt…Netanjahu…hat die Wohnungskrise durch den verstärkten Siedlungsbau im Westjordanland gelindert. (Fortsetzung im folgenden Beitrag)
Lorraine an Zack TEIL 3
18:17
AriK-
[Das ist es, was Israel in den frühen 1990er Jahren tat, indem es neu ankommende Einwanderer mit Steuervorteilen und billigen Wohnungen über die Grüne Linie lockte, während der Rest der Gesellschaft mit den versteckten Kosten der Besatzung belastet wurde: Umgehungsstraßen, gepanzerte Transporte, Infrastruktur, Sicherheit. Die katastrophalen Folgen des Siedlungsprojekts für die Palästinenser – gestohlenes Land, entwendetes Wasser, geteilte Städte – sind hinlänglich bekannt. Die Last, die Israelis zu tragen haben, ist zwar weniger bekannt und sicherlich weniger extrem, aber ebenfalls immens…[Ein Analyst]… schätzt, dass zwischen 1970 und 2008 381 Milliarden israelische Schekel – etwa 100 Milliarden Dollar – in den besetzten Gebieten ausgegeben wurden, Geld, das in Bildung, Gesundheitsfürsorge oder den Bau erschwinglicherer Wohnungen in Tel Aviv hätte fließen können. Diese Kosten sind vielen Israelis nicht bekannt, auch weil die Zuweisungen für die Siedlungen nicht in den Staatshaushalten ausgewiesen sind. (Fortsetzung im nächsten Beitrag)
Lorraine an Zack TEIL 4
18:18
AriK-
[Wenn die Ausgaben für die Siedlungen expliziter anerkannt würden, könnten die Demonstranten, die in diesem Sommer auf die Straße gingen, möglicherweise etwas erreichen, was der Linken nicht gelungen ist: die Mehrheit der Israelis davon zu überzeugen, dass die Besatzung unhaltbar ist. Und siehe auch: „Warum Israel Geld in diese Siedlungsuniversität fließen lässt: Israels Akademiker sind empört, dass das Ariel College, das zur Universität umfunktioniert wurde, mehr Geld erhält als jede andere Universität in Israel, von denen die meisten weitaus angesehenere Einrichtungen sind“ (https://www.al-monitor.com/originals/2016/11/israel-ariel-settlement-universitys-big-money.html )
Zack
20:33
AriK-
Hallo Lorraine, vielen Dank. Ich stimme mit Ihrer Meinung überein und schätze Ihre Beiträge immer sehr. Und ich weiß, dass du diese Dinge schon seit einiger Zeit in Haaretz sagst und du hast dieses wirklich böse Zeug seit seinem Ausbruch gesehen

 

______________________________________________________________

Opinion | A Brief History of the Netanyahu-Hamas Alliance https://www.haaretz.com/israel-news/2023-10-20/ty-article-opinion/.premium/a-brief-history-of-the-netanyahu-hamas-alliance/0000018b-47d9-d242-abef-57ff1be90000?utm_source=mailchimp&utm_medium=Content&utm_campaign=weekend&utm_content=18d07a9154

hu, and not for the first time, to preserve his rule. „Credit: Richard Drew /AP

Much ink has been spilled describing the longtime relationship – rather, alliance – between Benjamin Netanyahu and Hamas. And still, the very fact that there has been close cooperation between the Israeli prime minister (with the support of many on the right) and the fundamentalist organization seemingly evaporated from most of the current analyses – everyone’s talking about “failures,” “mistakes” and “contzeptziot” (fixed conceptions). Given this, there is a need not only to review the history of cooperation but also to conclude unequivocally: The pogrom of October 7, 2023, helps Netanyahu, and not for the first time, to preserve his rule, certainly in the short term.

The MO of Netanyahu’s policy since his return to the Prime Minister’s Office in 2009 has and continues to be, on the one hand, bolstering the rule of Hamas in the Gaza Strip, and, on the other, weakening the Palestinian Authority.

His return to power was accompanied by a complete turnaround from the policy of his predecessor, Ehud Olmert, who sought to end the conflict through a peace treaty with the most moderate Palestinian leader – PA President Mahmoud Abbas.

For the last 14 years, while implementing a divide-and-conquer policy vis-a-vis the West Bank and Gaza, “Abu Yair” (“Yair’s father,” in Arabic, as Netanyahu called himself while campaigning in the Arab community before one recent election) has resisted any attempt, military or diplomatic, that might bring an end to the Hamas regime.

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In practice, since the Cast Lead operation in late 2008 and early 2009, during the Olmert era, Hamas’ rule has not faced any genuine military threat. On the contrary: The group has been supported by the Israeli prime minister, and funded with his assistance.

When Netanyahu declared in April 2019, as he has after every other round of fighting, that “we have restored deterrence with Hamas” and that “we have blocked the main supply routes,” he was lying through his teeth.

For over a decade, Netanyahu has lent a hand, in various ways, to the growing military and political power of Hamas. Netanyahu is the one who turned Hamas from a terror organization with few resources into a semi-state body.

Releasing Palestinian prisoners, allowing cash transfers, as the Qatari envoy comes and goes to Gaza as he pleases, agreeing to the import of a broad array of goods, construction materials in particular, with the knowledge that much of the material will be designated for terrorism and not for building civilian infrastructure, increasing the number of work permits in Israel for Palestinian workers from Gaza, and more. All these developments created symbiosis between the flowering of fundamentalist terrorism and preservation of Netanyahu’s rule.

Take note: It would be a mistake to assume that Netanyahu thought about the well-being of the poor and oppressed Gazans – who are also victims of Hamas – when allowing the transfer of funds (some of which, as noted, didn’t go to building infrastructure but rather military armament). His goal was to hurt Abbas and prevent division of the Land of Israel into two states.

It’s important to remember that without those funds from Qatar (and Iran), Hamas would not have had the money to maintain its reign of terror, and its regime would have been dependent on restraint.

In practice, the injection of cash (as opposed to bank deposits, which are far more accountable) from Qatar, a practice that Netanyahu supported and approved, has served to strengthen the military arm of Hamas since 2012.

Thus, Netanyahu indirectly funded Hamas after Abbas decided to stop providing it with funds that he knew would end up being used for terrorism against him, his policies and his people. It’s important not to ignore that Hamas used this money to buy the means through which Israelis have been murdered for years.

In parallel, from a security standpoint, since Operation Protective Edge in 2014, Netanyahu has been guided by a policy that almost completely ignored the terrorism of the rockets and the incendiary kites and balloons. Occasionally, the media has been exposed to a dog-and-pony show, when such weapons were captured, but not more than that.

It’s worth reminding that last year, the “government of change” (the short-lived coalition led by Naftali Bennett and Yair Lapid) exercised a different policy, one of whose expressions was the halting of funding for Hamas arriving via suitcases full of cash. When Netanyahu tweeted, on May 30, 2022, that “Hamas is interested in the existence of the weak Bennett government,” he was lying to the public. The government of change was a disaster for Hamas.

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Netanyahu’s nightmare was the collapse of the Hamas regime – something that Israel could have expedited, albeit for a difficult price. One of the proofs for this claim was given during Operation Protective Edge.

At the time, Netanyahu leaked to the media the contents of a presentation that the military had made to the security cabinet laying out the potential repercussions of conquering Gaza. The premier knew that the secret document, which noted that occupying Gaza would cost the lives of hundreds of soldiers, would create an atmosphere of opposition to a widespread ground invasion

Palestinians ride on an Israeli military vehicle taken by Hamas militants during its coordinated attack on October 7, near the Gaza Strip fence.Credit: Abed Abu Reash / AP

In March 2019, Naftali Bennett told the Channel 13 program Hamakor: “Someone took care to leak that to the media to create an excuse for not taking action… it’s one of the gravest leaks in Israeli history.” Of course, the leak was not investigated, despite many demands from members of the Knesset. In closed-door conversations, Benny Gantz said then, when he was the IDF’s chief of staff, “Bibi leaked this.”

Let this sink in. Netanyahu leaked a “top secret” document in order to thwart the military and diplomatic position of the cabinet, which sought to defeat Hamas with various means. We should heed what Avigdor Lieberman told Yedioth Ahronoth, in an interview published just before the October 7 assault, that Netanyahu “continuously thwarted all the targeted assassinations.”

It should be stressed that Netanyahu’s policy of keeping Hamas in charge in Gaza didn’t find expression only through opposition to physical occupation of Gaza and to assassinations of key Hamas players, but also in his determination to thwart any political reconciliation between the PA – Fatah in particular – and Hamas. A prominent example is Netanyahu’s behavior in late 2017, when talks between Fatah and Hamas were actually taking place.

A fundamental disagreement between Abbas and Hamas concerned the question of the Islamist group’s military being subordinate to to the PA. Hamas agreed that the PA would return to running all civilian matters in Gaza but refused to yield its arms.

Egypt and the United States supported reconciliation and worked to achieve it. Netanyahu totally opposed the idea, asserting repeatedly that “reconciliation between Hamas and the PLO makes achieving peace harder.” Of course, Netanyahu didn’t pursue peace, which wasn’t on the agenda in any way back then. His position only served Hamas.

Over the years, from time to time, various figures on both sides of the political spectrum repeatedly pointed to the axis of cooperation between Netanyahu and Hamas. On the one hand, for example, Yuval Diskin, head of the Shin Bet security service from 2005 to 2011, told Yedioth Ahronoth in January 2013, “If we look at it over the years, one of the main people contributing to Hamas’s strengthening has been Bibi Netanyahu, since his first term as prime minister.”

In August 2019, former prime minister Ehud Barak told Army Radio that people who believed that Netanyahu had no strategy were mistaken. “His strategy is to keep Hamas alive and kicking… even at the price of abandoning the citizens [of the south] … in order to weaken the PA in Ramallah.”

And former IDF chief of staff Gadi Eisenkot told Maariv in January 2022 that Netanyahu acted “in total opposition to the national assessment of the National Security Council, which determined that there was a need to disconnect from the Palestinians and establish two states.” Israel moved in the exact opposition direction, weakening the PA and strengthening Hamas.

Shin Bet head Nadav Argaman spoke about this when he finished his term in 2021. He warned explicitly that the lack of dialogue between Israel and the PA had the effect of weakening the latter while bolstering Hamas.

He warned that the relative quiet in the West Bank at the time was deceptive, and that “Israel must find a way to cooperate with the PA and to strengthen it.” Eisenkot commented, in that same 2022 interview, that Argaman was right. “This is what’s happening, and it’s dangerous,” he added.

People on the right said similar things. One of the mantras being repeated was that of newly elected MK Bezalel Smotrich, who in 2015 told the Knesset Channel that “Hamas is an asset and Abu Mazen is a burden,” referring to Abbas by his nom de guerre.

In April 2019, Jonatan Urich, one of Netanyahu’s media advisers and a Likud spokesman, told Makor Rishon that one of Netanyahu’s achievements was separating Gaza (both politically and conceptually) from the West Bank. Netanyahu “basically smashed the vision of the Palestinian state in these two places,” he boasted. “Some of the achievement is related to the Qatari money reaching Hamas each month.”

Palestinian President Mahmoud Abbas meets with the Chairman of the Hamas Political Bureau, Khaled Mashal and the vice Chairman of the Hamas Political Bureau, Ismail Haniyeh in Doha, Qatar on October 28, 2016.Credit: Handout / Palestinian Presidency

Around the same time in 2019, Likud MK Galit Distel Atbaryan wrote in an effusively complimentary Facebook post: “We must say this honestly – Netanyahu wants Hamas on its feet, and he is ready to pay almost any incomprehensible price for this. Half the country is paralyzed, children and parents are suffering from post-trauma, homes are blown up, people are killed, a street cat holds a nuclear tiger by the balls.” Read it but don’t believe it? It’s worth believing, because this is exactly the policy by which Netanyahu comported himself.

The prime minister himself spoke briefly at times about his position regarding Hamas. In March 2019, he said during a meeting of Likud MKs, at which the subject of transfer of funds to Hamas was under discussion, that, “Whoever opposes a Palestinian state must support delivery of funds to Gaza because maintaining separation between the PA in the West Bank and Hamas in Gaza will prevent the establishment of a Palestinian state.”

In a tweet two months later, Channel 13 quoted former Egyptian President Hosni Mubarak as telling a Kuwaiti newspaper: “Netanyahu isn’t interested in a two-state solution. Rather, he wants to separate Gaza from the West Bank, as he told me at the end of 2010.”

Gen. (Res.) Gershon Hacohen, a prominent right winger, made things crystal clear in an interview with the online magazine Mida in May 2019. “When Netanyahu didn’t go to war in Gaza to defeat the Hamas regime, he basically prevented Abu Mazen from establishing a united Palestinian state,” he recalled at the time. “We need to exploit the situation of separation created between Gaza and Ramallah. It’s an Israeli interest of the highest level, and you can’t understand the situation in Gaza without understanding this context

Netanyahu’s entire policy since 2009 has sought to destroy any possibility of a diplomatic agreement with the Palestinians. It’s the theme of his rule, which depends on the continuation of the conflict. Destroying democracy is an additional aspect of his continuing rule, something that has brought many of us out to the streets during the past year.

In that same 2019 interview with Army Radio, Barak said that Netanyahu was keeping the south “on a constant low flame.” One should pay particular attention to his assertion that the security establishment laid on the cabinet table several times plans “to drain the swamp” of Hamas in Gaza, but the cabinet never discussed them.

Netanyahu knew, Barak added, “that it’s easier with Hamas to explain to Israelis that there is no one to sit with and no one to talk to. If the PA strengthens… then there will be someone to talk to.”

Back to Distel Atbaryan: “Mark my words – Benjamin Netanyahu keeps Hamas on its feet so that the entire State of Israel won’t become the ‘Gaza envelope.’” She warned of disaster “if Hamas collapses,” in which case, “Abu Mazen is liable to control Gaza. If he will control it, voices from the left will arise advocating negotiations and a diplomatic settlement and a Palestinian state, including in Judea and Samaria.” Netanyahu’s mouthpieces are incessantly pumping out such messages.

Benjamin Netanyahu and Hamas have an unspoken political alliance against their common enemy – the Palestinian Authority. In other words, Netanyahu has cooperation and agreement with a group whose goal is the destruction of the State of Israel and the murder of Jews.

New York Times columnist Thomas Friedman was on the mark when he wrote in May 2021, at the time of the establishment of the government of change, that Netanyahu and Hamas were scared of the possibility of a diplomatic breakthrough. He wrote that the premier and Hamas both “wanted to destroy the possibility of political change before it could destroy them politically.”

He then explained that they didn’t need to talk or have an agreement between them. “They each understand what the other needs to stay in power and consciously or unconsciously behave in ways to ensure that they deliver it.”

I could go on and on expanding on the subject of this cooperation, but the preceding examples speak for themselves. The 2023 pogrom is a result of Netanyahu’s policy. It is not “a failure of the concept” – rather, this is the concept: Netanyahu and Hamas are political partners, and both sides have fulfilled their side of the bargain.

In the future, more details will emerge that will shed additional light on that mutual understanding. Don’t make the mistake of thinking – even now – that as long as Netanyahu and his present government are responsible for making decisions, the Hamas regime will collapse. There will be a lot of talk and pyrotechnics about the current “war against terror,” but sustaining Hamas is more important to Netanyahu than a few dead kibbutzniks.

Adam Raz is a historian, and author, most recently, of “The Demagogue: The Mechanics of Political Power” (in Hebrew).

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Aurangzeb Iqbal

22:46

This moron turned up at UN with a map of apartheid Israel with no mention of the West Bank or Gaza as if he had already annexed it and the world was ok with that. Imagine Rishi Sunak turning up at the UN with the map of U.K. but calling the whole of it England. Im sure Scotland, Wales and Northern Ireland would have something to say. Netanyahu is a complete genocidal war criminal of the highest order. The Zionists have no remorse for the Palestinians in Gaza for voting in Hamas so by the same logic there should be no remorse for the Israelis for voting in a genocidal war criminal.
14

Excellent article

19:30

Thanks for this
13

Judy

18:48

one of the best articles about Bibi and Hamas and proves that in fact on October 7th Bibi DID turn his back on Israel, the southern border, the secular, peace-loving, kibbutzniks and 4000 young ‚peace and love‘ revelers, Holocaust survivors…..bibi needed another war of diversion….please check out my article – Adam has confirmed exactly what I investigated and recorded https://www.patheos.com/blogs/thecommonalityofhumanity/2023/10/did-prime-minister-benjamin-bibi-netanyahu-purposely-sacrifice-thousands-just-to-remain-in-power/
12

Bob H

18:35

Why did Netanyahu bolster Hamas to the detriment of the PA? So he could avoid the tw0-state solution. Why did he want to avoid the two-state solution? Because his base voters supported the settlements and he wanted to keep them happy.

The settlements are the cause of many of Israel’s problems. Other than stoking Palestinian anger and frustration, they are a drain on the IDF. The IDF is going after stone throwing kids instead of preparing for the next war(s) with Hamas and Hezbollah. The settlements must be terminated before they cause more problems.
11

Lou Arpino

17:17

Why do I keep having flashbacks of the movie „The Tail That Wagged The Dog“?
– Advertisment –
10

Radu

16:46

People are dead because Netanyahu was in charge.
Reply to comment

HJ Van Vliet

22:02

Radu
1400 people are dead because Hamas killed them, thousands more are dead because Netanyahu is in charge. Both Hamas and Netanyahu should be brought down.
9

Smadar

13:54

Excellent assessment on this relationship and almost all arguments are probably correct. However, there is no textbook in how to deal with terrorism because the magnitude of the violence overwhelms the recipients of that violence (Israel) behind the motivations in fighting for human rights, nationalism and independence (the Palestinians). I do remember Netanyahu articulating to North American media that he would negotiate with any group that recognizes Israel and accepts the Jewish state. Let’s say that’s a given on the Israeli political right. However, Hamas and Islamic Jihad have proven to be on a Jihadist suicidal cult on a mission on behalf of Iran (using Gazan Palestinians as human shields and now all the captives of October 7th) as opposed to the PA. These are not political players (hence keeping the flame low and not entering Gaza militarily) no matter the placation. It remains now a humanitarian value systems difference between one side and the other – the ‚teams‘.
Reply to comment

Bob

15:59

Smadar
You do know, right, that Netanyahu pulled “and accepts the Jewish state” out of his rear end, out of nowhere, as yet one more deliberate trick, a monkey wrench, to foil moving to a Palestinian state?

Smadar

16:11

Smadar
Absolutely correct, watched the move distinctly with his political cabinet. Totally unnecessary as the Declaration of Independence already specifies seven times Israel’s Jewish identity. Why wasn’t this a pre-requisite with the Egyptians and Jordanians peace agreements? There’s much more than this obstacle Netanyahu placed. But the issue of concern is that by any terrorist groups or nations which do not recognize the Israeli people or its state also implies not accepting the Jewish state. Jewish state entails both by statutory religious holidays and cultural background – a duo aspect to our identity as with all other Muslim states‘ identities.

Disgusted

20:48

Smadar
What Russia and the United States did to the terrorist Nazis would be a good „book“ to take plays from.

AriK—

22:49

Smadar
In addition, how the United States comported itself in occupying post-war Germany (and Japan) would be a good book to take plays from. How the Russians comported themselves at the same task would be a bad book to take plays from.
8

DanielS

12:14

When you nurture a poisonous snake, you can expect to be bitten. It reminds the story of the scorpion trying to cross the Nile on top of a frog. Raz‘ analysis of Bibi’s policy is excellent, but he forgot to mention the Iranian factor. The Shia Iranian ayatollahs (and their death cult followers) who hold Iran captive want to extend their rule to most of the Muslim world, and decided that harming Israel is a good way towards that aim. Even more so if they can use Arabs (especially Sunni Palestinians, but even Lebanese) for that. Short sighted „smart“ Bibi fell in their trap. This time it went too far. The world will have to eventually bring an end to the ayatollahs‘ rule of the Iranian empire, including by bringing it to implosion.
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Gazakriegskundgebungen in der Gegend von Braunschweig angesichts schrecklicher Kriege und Krisen

Gazakriegskundgebungen in der Gegend von Braunschweig 2023 https://wp.me/paI27O-51p  ,  Demonstrationen auf dem Schlossplatz angesichts Gaza und schrecklicher Kriege und Krisen

Gestern, am 18.11.23, war wieder einen Demonstration, diesmal von „Migrantifa“ angemeldet. die etwa 200 Anwesenden, siehe Fotos,  schrien ihre Verzweiflung und Wut heraus, und unterbrachen die Redner immer wieder mit kurzen, aber kraftvollen Parolen:

Free, free Palästine, / Viva, viva Palästina, /  Olaf Scholz, warum kein Wort, Kindermord ist Kindermord /  Hoch, die internationale Solidarität/  1,2,3,4, Freiheit wollen wir!/    One, two,three, four, Occupation no more/   Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Würde raubt/  Stoppt den Mord, jetzt sofort/  Stoppt das Morden, stoppt den Krieg/  Massenmord ist Massenmord / Unsere Medien lügen, lasst Euch nicht betrügen/ Deutschland finanziert, Israel bombadiert/  Netanyahu, was machst Du? Wieviel Kinder tötest Du? /  Liebe Leute, hört, hört, hört, Palästina wird zerstört/  From Germany to Palästine, Genocide is a crime/  Augen auf, Augen auf, unsere Kinder gehen drauf/  Gaza ist in Dunkelheit, wo bleibt Eure Menschlichkeit?

In langen Listen wurden die gestorbenen Kinder aufgeschrieben und blutige Kindersachen demonstriert.

 

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Liebe Freunde,

Vor zwei Wochen, am 04.11., war unsere Demonstration auf dem Schlossplatz angesichts schrecklicher Kriege und Krisen, wobei wir uns angesichts der schrecklichen Entwicklung in Gaza sprachen wir fast nur darüber. Es waren nach meiner Schätzung etwa 250 Menschen da.

Laut Prof. Norman Paech und dem zurückgetretenen Direktor des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Craig Mokhiber ist der Bombenterror über Gaza eindeutig Völkermord. In Ihren Beiträgen in der Anlage wird das überzeugend belegt. Viele Politiker sprachen von menschlichen Tieren in Gaza. In meiner Begrüßungsrede habe ich mein Entsetzen zusammengefasst. Ein Mensch auf Hannover von einer Freundschaftsgruppe mit Palästina sprach eindrucksvolle Worte. Angela Vorwerk zutierte ein Gedicht von Erich Fried.

. Eine wichtige Rolle spielte Dr. Tarmassi, der in Gaza geboren ist und dort viele schreckliche Kriege erlebt hat. Die Menschen aus Gaza zittern um ihre Verwandten, die im unbarmherzigen Bombenterror dezimiert werden, darunter über ein Drittel Kinder. Fast allen Migranten aus Gaza wurden schon Verwandte getötet. Viertausend Namen von getöteten Kindern wurden auf einem langen Papier demonstriert. Ein Arzt berichtete über die schreckliche Situation der medizinischen Versorgung, in der sein Bruder an einem Krankenhaus in Gaza tätig ist. Dr Ute Lampe bestätigte zum Teil meine Worte. Junge Frauen sprachen die grauenhaften Zustände in Gaza an.

Wir waren uns einig, dass die Deutsche Regierung mit ihrer Unterstützung des Völkermords (bedingslose Unterstützen) ein Verbrechen begeht.

Herzliche Grüße, Helmut

Hier ist das Video der Wolfsburgdemonstration:

Gesendet: Dienstag, 14. November 2023 um 09:35 Uhr
Von: „Christoph Sündermann“ <Pecador.Hombre@gmx.de>
An: „Kaess Helmut“ <helmut_kaess@web.de>
Betreff: Gaza Video Wolfsburg
Guten Morgen Helmut,
hier ist das Video von der Gaza-Demo in Wolfsburg.

„Wer zu Gaza schweigt…“ Stoppt den Krieg! – Kundgebung in Wolfsburg (11.11.2023)

https://www.youtube.com/watch?v=gPnU1gndhO0

Wir hatten nach der ersten Kundgebung am 14.10. eine verbotene Kundgebung am folgenden Samstag, den 21.10.,  siehe beide Schreiben: Untersagung https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/Bescheid_DPV_Untersagung.pdf  und Stellungnahme https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/Stellungname.pdf

Danach am Mittwoch, den 25.10. eine eigene Kundgebung gegen Kriege und Krisen, die aber auf Grund der Aktualität überwiegend von Menschen mit palästinensischen Wurzeln besucht wurde. Danach folgte noch eine entsprechende Kundgebung am Samstag, den 4.11.   und jetzt wieder Sa. den 11.11. in Wolfsburg: Hier sind die Fotos von gestern, von 11.11. https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231111_145930-scaled.jpg

Dabei hielt ich folgende Rede:

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/Rede-bei-der-Kundgebung-in-Wolfsburg-am-11.11.23.odt

….   Ich beziehe mich mit meinen folgenden Aussagen auf den Völkerrechtler Prof. Norman Paech und auf das Rücktrittsschreiben des Direktors des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Craig Mokhiber, die Originalstellungnahmen findet Ihr hier. : Norman Paech und Craig Mokhiber: Genozid in Gaza!  https://wp.me/paI27O-52h Ich habe ein paar Flyer mit dem Link dabei.  ….

Raz Segal, israelischer Holocaust- und Genocidforscher an der Stockton University in New Jersey, USA, nennt diesen Krieg „einen Lehrbuch-Fall des Völkermords“, er sagt: „In der Tat ist Israels genozidaler Angriff auf Gaza ausdrücklich, offen und schamlos […] Wer hier für die Fortführung des Krieges plädiert und gegen einen Waffenstillstand votiert oder sich der Stimme enthält, (was Deutschland tat) macht sich zum Komplizen dieses Völkermords. Dieser Krieg ist schon lange nicht mehr ein Verteidigungskrieg gegen die Hamas. Er ist ein Krieg gegen das Volk in Gaza. …

Und da machen Scholz und Baerbock mit. Bundeskanzler Olaf Scholz hält an der Fiktion fest, dass Israel „ein demokratischer Staat mit sehr humanitären Prinzipien“ sei. Sie müssen beide zurücktreten und sollten wegen ihrer Unterstützung von Völkermord angeklagt werden!  Wir müssen diese Unterstützung stoppen!

Ich bitte Euch, schreibt (offene) Briefe an Bärbock und Scholz, an die Medien und viele Organisationen.

 

 

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231111_145946-scaled.jpg

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231111_150128-scaled.jpg

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https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231111_154613-scaled.jpg

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Hier sind Bilder der Demonstration am Mittwoch, den 25.10.:

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231025_182125-scaled.jpg

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231025_182310-scaled.jpg

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231025_182832-scaled.jpg+

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https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231025_184144-scaled.jpg

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14.10.23:   Liebe Freunde

Ich war heute auf der  Kundgebung zum Gazakrieg.

Es waren etwa 300-500 Personen vor den Schlossarkaden, m.E. überwiegend geborene Palästinenser, aber auch ein paar Linke und IPPNWler und andere. Es wurde gesungen und skandiert und gesprochen. Ich verteilte zwei Texte von der jüdischen Stimme und von einem Artikel von Haaretz, die beide kritisch zu der israelischen Politik der Vergangenheit waren, die zu diesem Krieg sehr beigetragen hat (siehe unten und auf meiner Homepage  Erklärungen zum Gazakrieg von deutschen Juden und einem Artikel in Haaretz https://wp.me/paI27O-4ZF) und diskutierte darüber mit Anwesenden. Dann wies mich ein freundlicher Polizist darauf hin, dass keine Flyer erlaubt seien… (??? Ist das nicht grundgesetzwidrig?)

Auch machte ich zwei Handyaufnahmen, siehe Anlage.

Herzliche Grüße, Helmut
Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Mobile: 0049 176 577 47 881,  https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de ,

Erklärung von Jewish Voice for Peace

Die Wurzel der Gewalt ist Unterdrückung.

https://www.jewishvoiceforpeace.org/2023/10/statement23-10-07/

In diesem Moment haben Palästinenser, Israelis und alle, deren Familien sich vor Ort befinden, Angst um ihre Angehörigen. Wir trauern um die Menschen, die bereits ihr Leben verloren haben und setzen uns weiterhin für eine Zukunft ein, in der jedes Leben kostbar ist und alle Menschen in Freiheit und Sicherheit leben.

Wieder im Kreislauf der Rache angekommen
Haaretz
10. Oktober 2023, 5:41 Uhr (IDT), Amira Hass

https://www.haaretz.com/opinion/2023-10-10/ty-article/.premium/arriving-again-at-the-cycle-of-vengeance/0000018b-15d7-d2fc-a59f-d5df4d810000?v=169692914012

„In wenigen Tagen erlebten die Israelis das, was die Palästinenser seit Jahrzehnten routinemäßig erleben und immer noch erleben – militärische Übergriffe, Tod, Grausamkeit, getötete Kinder, auf der Straße aufgetürmte Leichen, Belagerung, Angst, Sorge um Angehörige, Gefangenschaft, Ziel von Rache sein, wahlloses tödliches Feuer auf Beteiligte (Soldaten) und Unbeteiligte (Zivilisten), eine Position der Unterlegenheit, die Zerstörung von Gebäuden, runierte Feiertage oder Feste, Schwäche und Hilflosig-
keit angesichts allmächtiger bewaffneter Männer und tiefe Demütigung.  …“

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