geplante Rede der Kundgebung in Braunschweig am 18.11.23

Kundgebung in Braunschweig am 18.11.23

geplante Rede: Liebe Zuhörer, mein Name ist HK, ich bin Hausarzt im Ruhestand,

Israel ist brutal und mit deutlich über 1000 Toten von der Hamas angegriffen worden. Aber voraus gingen viele Jahre seit der Nakba, 1948, dem Krieg um das Land. Es gab viele tausend palästinensische Opfern, besonders im „größten Freiluftgefängnis der Welt“, in Gaza. Dazu sagte der In Gaza geborene Dr. Sayed Tarmassi bei einer Kundgebung sehr Berührendes aus seinem persönlichen Erleben.

1948 hatte Uri Avnery eine schwere Verletzung im Krieg gegen die Araber. Dann aber setzte er sich für den Frieden mit den Palästinensern ein. Er sagte, jetzt, wo wir gewonnen haben, ist der richtige Moment für Frieden. Leider war er immer in der Minderheit und die israelische Regierung vertrat immer einen Zionismus, Apartheid genannt, der rassistisch ist. Die Völkerrechtsverbrechen Israels wiegen schwer, weshalb es seit 1948 oft von den UN verurteilt wurde.

Ich beziehe mich mit meinen folgenden Aussagen auf den Völkerrechtler Prof. Norman Paech und auf das Rücktrittsschreiben des Direktors des New Yorker Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Craig Mokhiber, die Originalstellungnahmen findet Ihr hier: Genozid in Gaza! https://wp.me/paI27O-52h „Wieder einmal sehen die Vereinten Nationen, wie sich ein Völkermord vor ihren Augen entfaltet.“
Craig Mokhiber
hat in den UN auch während der Völkermorde an den Tutsi, den bosnischen Muslimen, den Jesiden und den Rohingya gearbeitet. In jedem dieser Fälle wurde schmerzlich deutlich, dass sie ihre Pflicht zur Verhinderung von Massengrausamkeiten, zum Schutz der Schwachen und zur Bestrafung der Täter nicht erfüllt hatten. Und so war es auch bei den jahrzehntelang aufeinanderfolgenden Wellen von Mord und Verfolgung gegen die Palästinenser während der gesamten Amtszeit der UNO.

Und jetzt dieser Krieg. Ich, Helmut Käss, verurteile den Angriff der Hamas vom 7.10. zutiefst. Jetzt aber macht Israel einen andauernden Völkermord in Gaza. „Völkermord liegt vor, wenn ein Staat eine andere Gruppe vernichten will.“

Und da liegen viele Aussagen von führenden israelischen Repräsentanten vor: Premierminister Netanjahu am 8. Oktober: „Wir werden Gaza zu einer Insel aus Ruinen machen“, oder der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari, am 10. Oktober in Haaretz: „Wir werfen hunderte Tonnen von Bomben auf Gaza. Der Fokus liegt auf Zerstörung, nicht auf Genauigkeit“ und Verteidigungsminister Yoav Gallant am 9. Oktober im Fernsehen: „Es wird keinen Strom geben, keine Lebensmittel, keinen Treibstoff, alles ist geschlossen. Wir kämpfen gegen Tiermenschen und handeln entsprechend.“
Oder der Generalmajor der israelischen Armee, Ghassan Allan, bei einer Ansprache am 9. Oktober: „Tiermenschen werden entsprechend behandelt, ihr wolltet die Hölle und ihr kriegt die Hölle“ und ein Veteran der israelischen Armee, Ezra Yachin, am 13. Oktober bei einer Ansprache an Reservisten: „
Löscht ihre Familien aus, ihre Mütter und Kinder. Diese Tiere dürfen nicht länger leben“. Wer könnte da noch an dem subjektiven Tatbestand, „die Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“, zweifeln – fast schon geflügelte Worte des Völkermords.

Nur unsere Mainstreammedien wollen von all dem nichts wissen, sie sind völlig der sogenannten Staatsräson erlegen. Es gibt auch eine andere, neue Sicht auf den Angriff der Hamas, seht bei Scott Ritter und Miko Peled nach: https://wp.me/paI27O-54M
Raz Segal, israelischer Holocaust- und Genocidforscher an der Stockton University in New Jersey, USA, nennt diesen Krieg „einen Lehrbuch-Fall des Völkermords“, er sagt: „In der Tat ist Israels genozidaler Angriff auf Gaza ausdrücklich, offen und schamlos […] Wer hier für die Fortführung des Krieges plädiert und gegen einen Waffenstillstand votiert oder sich der Stimme enthält, (was Deutschland tat) macht sich zum Komplizen dieses Völkermords. Dieser Krieg ist schon lange nicht mehr ein Verteidigungskrieg gegen die Hamas. Er ist ein Krieg gegen das Volk in Gaza.
In der Nacht auf letzten Samstag schrieb Caitlin Johnstone, eine Australierin:
SIE WERFEN BOMBEN AUF EIN LAGER VOLLER KINDER. Egal, wie viel Sie darüber reden, wie böse und schlecht die Hamas sind, es wird immer eine Tatsache bleiben, dass Israel militärische Sprengstoffe auf ein Lager voller Kinder regnen lässt und dass dies dringend aufhören muss.
Und weiter schreibt sie: „Die Hamas sind in den Krankenwagen. Die Hamas sind in den Krankenhäusern. Die Hamas sind unter den Flüchtlingslagern. Die Hamas sind hinter den Kindern.“
Sie hat so viele tote Kinder gesehen, während sie Informationen über dieses Massaker sammelte. Sie sagt, als der Holocaust im 21. Jahrhundert zurückkehrte, kam er, indem er Antisemitismus anprangerte und einen Davidstern trug. https://wp.me/paI27O-52P

Und da machen Scholz und Baerbock mit. Bundeskanzler Olaf Scholz hält an der Fiktion fest, dass Israel „ein demokratischer Staat mit sehr humanitären Prinzipien“ sei. Sie müssen beide zurücktreten und sollten wegen ihrer Unterstützung von Völkermord angeklagt werden!
Wir müssen diese Unterstützung stoppen!

Ich bitte Euch, schreibt (offene) Briefe an Bärbock und Scholz, an die Medien und Organisationen.

Herzliche Grüße, Helmut Käss
Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, www.ippnw.de , https://helmutkaess.de/willkommen/, http://www.friedenszentrum.info/, Dr. med. Helmut Käss, Arzt für Allgemeinmedizin i.R.,

Mitglied im Friedensbündnis, IPPNW BS, Friedenszentrum,
Dr. med. Helmut Käss, Tel: 0176 57747881, 0531 350513 helmut_kaess@web.de Tel: 0176 57747881, 0531 350513,
helmut_kaess@web.de https://helmutkaess.de/willkommen/,

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Jacques Baud: Eine Besatzungsmacht hat kein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Besetzten!

Eine Besatzungsmacht hat kein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Besetzten!  https://wp.me/paI27O-55i

Das Vorgehen Israels verstösst gegen das Kriegsrecht

Interview mit Jacques Baud

Natürlich verhält sich Israel so gegenüber den Palästinensern, weil Hitler sechs Millionen Juden fabrikmäßig umgebracht hat. Aber im Moment versucht es, sieben Millionen Palästinenser aus Palästina zu vertreiben oder zu vernichten. Das dürfen wir auf Grund unserer ersten Schuld doch nicht unterstützen! Wir müssen für den Weltfrieden eintreten, denn laut dem Manifest von Russell und Einstein und den Lehren von Willy Brandt und ‚Egon Bahr und Michail Gorbatschow ist das der einzige Weg zu einer guten Zukunft.

Außerdem handelt es sich um Völkermord: Norman Paech und Craig Mokhiber: Genozid in Gaza! https://wp.me/paI27O-52h

Näheres zum Vorgehen von Israel in diesem guten Bericht von Amir Mortasawi:

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Besonders lesenswert: Interview mit Jacques Baud
Datum: Sat, 18 Nov 2023 09:33:47 +0100
Von: afsane.bahar@web.de
An: Amir Mortasawi <afsane.bahar@web.de>

„[…] Zunächst einmal muss daran erinnert werden, dass Israel offiziell eine Besatzungsmacht ist und seine Präsenz in den palästinensischen Gebieten gemäss der Resolution 242 (1967) des Uno-Sicherheitsrats illegal ist. Folglich ist der Widerstand gegen diese Besatzung legal. Die Resolution45/130 (1990) der Generalversammlung gibt den Palästinensern das Recht auf Widerstand «mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, einschliesslich dem bewaffneten Kampf». […]

[…] Es ist bemerkenswert, dass Israel in einem Monat mehr Zivilisten getötet hat als die Russen und Ukrainer zusammen in mehr als 20 Monaten (nach der letzten Zählung der Uno). […]

[…] Für die laufende Operation in Gaza haben die Israelis, wie die britische Zeitung The Telegraph berichtete, erklärt, dass sie nicht Präzisions-, sondern Vernichtungsfeuer durchführen. Die Situation ist also eindeutig: In einem Kampf in einem dicht besiedelten Gebiet verstösst das israelische Vorgehen gegen das Kriegsrecht. […]

[…] Israel hat nie eine Zwei-Staaten-Lösung gewünscht. Aus diesem Grund hält es sich nicht an die Resolutionen der Uno, insbesondere nicht an die Resolution 181 vom November 1947, die die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates vorsah. Sie werden feststellen, dass Israel und seine westlichen Verbündeten in den letzten 75 Jahren alles getan haben, damit diese Resolution nicht umgesetzt wird. Tatsächlich wurde sie nicht einmal an einem einzigen Tag umgesetzt. […]“

 

Eine Besatzungsmacht hat kein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Besetzten

Das Vorgehen Israels verstösst gegen das Kriegsrecht

Interview mit Jacques Baud

16.11.2023

https://afsaneyebahar.com/2023/11/17/20697385/

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Dr. med. Amir Mortasawi
(alias Afsane Bahar)

https://amirmortasawi.wordpress.com/

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Israels tödliche Nachlässigkeit war nicht nur ein Versagen der Geheimdienste

11.11.23 :  Israels tödliche Nachlässigkeit war nicht nur ein Versagen der Geheimdienste

https://www.haaretz.com/israel-news/2023-11-11/ty-article-magazine/.highlight/israels-deadly-complacency-wasnt-just-an-intelligence-failure/0000018b-b9ea-df42-a78f-bdeb298e0000?utm_source=mailchimp&utm_medium=Content&utm_campaign=daily-brief&utm_content=4e7bdf1b7b

Die Menschen in den an den Gazastreifen angrenzenden Gemeinden hörten, wie die Hamas trainierte, um Israel zu infiltrieren, aber die Armee ignorierte ihre Warnungen und schränkte ihre Überwachungsmöglichkeiten ein. Die Späher der Armee entdeckten verdächtige Grabungen, aber ihre Vorgesetzten behaupteten, es handele sich um landwirtschaftliche Arbeiten. Die Blindheit der Geheimdienste war nicht nur darauf zurückzuführen, dass sie die Zeichen nicht erkannten. Auch politische Erwägungen spielten eine Rolle

Der durchbrochene Zaun in Kfar Azza, durch den Hamas-Terroristen während des Anschlags vom 7. Oktober nach Israel eindrangen.

Am 28. September, neun Tage vor dem Angriff der Hamas auf die an den Gazastreifen angrenzenden israelischen Gemeinden, veröffentlichte die Website der israelischen Streitkräfte einen umfassenden Artikel über die Informationsbeschaffungseinheiten des militärischen Geheimdienstes. Die Überschrift sagt alles: „Zum Erntedankfest: Wir haben sieben Einheiten ausgewählt, die alles über den Feind wissen.“

Diese Überschrift erinnert in ihrer Arroganz an die wenig prophetischen Worte des US-Marineministers Frank Knox, der drei Tage vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 sagte, dass die US-Marine „sich nicht überrumpeln lassen wird“. Sie erinnert auch an die Einschätzung des Direktors des militärischen Nachrichtendienstes der israelischen Streitkräfte, Eli Zeira, in einer Generalstabssitzung 24 Stunden vor Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges im Oktober 1973. Die Wahrscheinlichkeit eines totalen Krieges, sagte er, „ist gering – sogar geringer als gering“.
Nichtsdestotrotz verblassen die Fehler von Pearl Harbor und des Jom-Kippur-Krieges im Vergleich zum Scheitern am 7. Oktober 2023. Dementsprechend sind Versuche, das Ausmaß des Debakels herunterzuspielen und es mit Nachsicht zu behandeln, unhaltbar und verdienen eine Antwort.
Wir wissen noch nicht einmal ansatzweise, wie der militärische Geheimdienst und der Sicherheitsdienst Shin Bet zu ihren Einschätzungen über die Durchführbarkeit eines umfassenden Angriffs von der Grenze zum Gazastreifen aus gekommen sind. Doch die grundlegende Logik und die Teilinformationen, die über die Vorbereitungen der Hamas für den Angriff und über die Anzeichen, die sich in Israel in den Tagen vor dem Angriff häuften, ans Licht gekommen sind, ermöglichen es, das Ausmaß des Fehlers ansatzweise zu erahnen.
Der Ausgangspunkt für die Analyse des Fehlschlags ist klar. Auf der einen Seite der Grenze steht ein harter, entschlossener Feind, der unermüdlich Streitkräfte aufbaut und Vorbereitungen trifft, um Ziele in Israel anzugreifen. Auf der anderen Seite, und in einigen Fällen fast direkt am Sicherheitszaun, befinden sich zivile Gemeinden und militärische Einrichtungen, die ein Ziel für einen Bodenangriff darstellen könnten. Auch ohne konkrete Informationen über Angriffsabsichten hätte die schiere geografische Nähe ein Bewusstsein für die bestehende Gefahr schaffen müssen. Dieses Bewusstsein war bei den IDF schon lange vorhanden, aber nicht in den letzten Jahren.
Beobachter an der Grenze zum Gazastreifen im Jahr 2020. Jüngste Berichte dieser Soldaten erinnerten fast genau an die Berichte von Spähern der IDF-Außenposten entlang des Suezkanals am Vorabend des Krieges von 1973.Credit: Eliyahu Hershkovitz

Anfang 2021, als der Bau des unterirdischen Hindernisses entlang der Grenze zum Gazastreifen abgeschlossen war, waren die Pläne der Hamas, Israel durch Tunnel anzugreifen, nicht mehr durchführbar. Angesichts der bisherigen Bemühungen der Organisation, israelische Gemeinden anzugreifen, hätte man jedoch nicht davon ausgehen müssen, dass sie dieses Ziel aufgibt, sondern dass sie versuchen wird, solche Angriffe mit anderen Mitteln durchzuführen. Wegen der kritischen Bedeutung eines erfolgreichen Angriffs auf auch nur eine oder zwei Gemeinden hätte diese Bedrohung einen hohen Stellenwert in der nachrichtendienstlichen Prioritätenliste (EEI – Essential Elements of Information) einnehmen müssen, auch wenn sie als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wurde. Die Inschrift an der Wand der Einsatzzentrale des Kommandanten der Gaza-Division lautete: „Die Mission: Verteidigung der Gemeinden im westlichen Negev“. In der Praxis, so scheint es, haben Geheimdienst, Armee und Regierung die Möglichkeit, dass die Hamas auf eine Art und Weise operiert, die die gefährlichste Bedrohung für Israel darstellt, auf die leichte Schulter genommen.

Diesem Ansatz lagen zwei Faktoren zugrunde. Zum einen hat man es offenbar versäumt, nachrichtendienstliche Informationen über die Entscheidung der Hamas-Führung, die „Al-Aqsa-Flut“ zu entfesseln, und über die Vorbereitungen zu sammeln. Der Shin Bet ist die zentrale Stelle für die Sammlung von Informationen aus menschlichen Quellen in den Gebieten, und seine Agenten sollen über intime Kenntnisse der Geschehnisse im Gazastreifen verfügen, auch wenn er dort seit 2007 nicht mehr offiziell präsent ist. Wie die Organisation bereits in den frühen 1980er Jahren im Libanon gelernt hat, ist die Pflege von Quellen in extremistischen islamischen Organisationen eine schwierige Aufgabe – aber das reicht nicht aus, um zu erklären, warum der Shin Bet nicht über angemessene Warnquellen verfügte.
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Auch die Informationsbeschaffung über SIGINT (elektronische Abhörmaßnahmen) durch den MI und den Shin Bet war, soweit wir wissen, unergiebig. Das lag an verschiedenen Pannen, unter anderem an einer gescheiterten Operation der Kommandoeinheit Sayeret Matkal im Streifen im Jahr 2018 und an der Vorsicht, die die Hamas-Führer angesichts der israelischen Raffinesse im Bereich der Telefonie walten ließen. Es ist wahrscheinlich, dass sie diese Bedrohung auch aus den endlosen Prahlereien der letzten Jahre über die Errungenschaften der IDF-Einheit 8200, die im Bereich der Signalaufklärung tätig ist, erfahren haben. Erschwerend kam die unverständliche Entscheidung vor etwa einem Jahr hinzu, die unverschlüsselten persönlichen Walkie-Talkies nicht mehr anzuzapfen, die die Hamas-Kämpfer regelmäßig benutzten, auch während des Angriffs am 7. Oktober.

Das Ergebnis der fehlgeschlagenen Informationssammlung liegt auf der Hand. Im Gegensatz zu 1973, als der Mossad fast ein Jahr vor Ausbruch des Krieges hervorragende Informationen über eine Änderung des ägyptischen Kriegskonzepts erhielt, die bei den militärischen und politischen Entscheidungsträgern rote Lampen aufleuchten ließen, leuchteten diesmal keine solchen Lampen auf.

Die zweite Ursache für die Selbstzufriedenheit war eine Kombination aus Regierungspolitik und Unterschätzung der Bedrohung durch die Geheimdienste – zwei Elemente, die sich gegenseitig nähren.

Seit seiner Rückkehr an die Macht im Jahr 2009 betrachtete Benjamin Netanjahu die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen als nützliches Instrument, um die Bedrohung eines diplomatischen Friedensprozesses abzuwehren. Aus seiner Sicht wurde diese Bedrohung durch den von der Arabischen Liga bereits 2002 vorgelegten Friedensvorschlag verkörpert, der die Gründung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels und die Beendigung des arabisch-israelischen Konflikts vorsah.

Netanjahu und sein Lager glauben nicht an die Gültigkeit dieser Lösung und haben alles getan, um ihre Verwirklichung zu verhindern. Die Hamas, die Israel nicht anerkennen will und auf seine Zerstörung setzt, lehnte auch die Friedensinitiative der Arabischen Liga ab. Solange die Hamas im Gazastreifen herrschte, konnte Netanjahu sie als Vorwand für fehlende Fortschritte auf dem Weg zu einer diplomatischen Lösung mit der Palästinensischen Autonomiebehörde nutzen, die im Westjordanland das Sagen hat. Obwohl sich militärische Möglichkeiten boten, verzichtete Netanjahu nicht nur auf die Beseitigung der Hamas-Herrschaft in Gaza, sondern stärkte die Organisation sogar, indem er ihr erlaubte, Geldkoffer aus Katar zu erhalten.
Der Kibbuz Nir Oz nach dem Hamas-Angriff.Credit: Hadas Parush

Die Leiter der Geheimdienste haben den grundlegenden Fehler in Netanjahus Politik erkannt. Doch wie Prof. Matti Steinberg – vielleicht Israels führender Experte in der Palästinenserfrage und Berater mehrerer Shin Bet-Direktoren – feststellte, traute sich keiner der ranghohen Geheimdienstler, dies Netanjahu gegenüber auszusprechen, zum Teil, weil sie befürchteten, ein Konflikt mit ihm würde sie ihren Job kosten. Sollte sich dies bewahrheiten, würde dies eine kriminelle Vermischung politischer Erwägungen mit professionellen Geheimdiensteinschätzungen bedeuten, um dem Führer zu gefallen. Ein solches Verhaltensmuster, das einen schweren Schatten auf die professionelle Integrität der Nachrichtendienste werfen würde, ist in den Beziehungen zwischen Nachrichtendienst und Führung in Israel beispiellos.

Die Leiter der Nachrichtendienste äußern sich in der Regel ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, selbst wenn das, was sie zu sagen haben, nicht mit der Haltung der Führung übereinstimmt. Ein Beispiel dafür ist das Verhalten des ehemaligen Shin Bet-Direktors Ami Ayalon. Als die Minister der ersten Netanjahu-Regierung im April 1998 versuchten, Ayalon eine Einschätzung zu entlocken, wonach Palästinenserführer Jassir Arafat in den Terrorismus verwickelt sei, machte Ayalon ihnen sehr deutlich, dass er wisse, was sie hören wollten, aber dass er es nicht sagen würde.

Die Kombination aus einer Politik der Zurückhaltung seitens der Hamas, die auch darauf abzielte, Israel in Selbstzufriedenheit zu wiegen, und dem Wunsch des Premierministers, den Status quo aufrechtzuerhalten, führte zur Formulierung einer eindeutigen nachrichtendienstlichen Einschätzung, dass die Hamas abgeschreckt worden sei. Derartige Einschätzungen wurden der politischen und militärischen Führung und auch der Öffentlichkeit präsentiert. So stellte der derzeitige Direktor des MI, Aharon Haliva, im vergangenen Mai auf der jährlichen Herzliya-Konferenz fest, dass die Hamas seit der Operation „Guardian of the Walls“ im Mai 2021 ein Interesse daran habe, im Gazastreifen Ruhe zu bewahren. Haliva fügte hinzu, dass seine Organisation aus dieser Operation hervorgegangen sei, „mit der Erkenntnis, dass eine Beteiligung an Kämpfen und Zusammenstößen mit Israel in Form von Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen in den Süden nicht wirklich [ihren Zielen] dient“.
Direktor des militärischen Nachrichtendienstes, Aharon Haliva.Credit: IDF Spokesperson’s Unit

Diese Grundannahme, dass die Hamas nicht an einem Aufflammen interessiert sei, war die selbstgefällige Vorstellung, durch deren Prisma Geheimdienstmitarbeiter eine Reihe widersprüchlicher Beweise prüften, die darauf hindeuteten, dass die Organisation groß angelegte Angriffsoperationen vorbereitete. Am Vorabend des 50. Jahrestages des Jom-Kippur-Krieges in diesem Herbst beteuerten Spitzenvertreter des Geheimdienstes, wie gut sie die Lehren aus dem Fehler gezogen hätten, der zu Israels Überraschung führte – aber in der Praxis hatten sie offenbar nichts gelernt. Die Wurzel des Debakels von 1973 war das unhinterfragte „Festhalten an der Konseptzia“ (einem festen Konzept). Die Ursache für das Debakel von 2023 scheint verblüffend ähnlich zu sein.

Obwohl wir noch vieles nicht wissen, ist bereits klar, dass der Angriff der Hamas am 7. Oktober umfangreiche Vorbereitungen erforderte. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim dauerten diese Bemühungen vier Jahre, in deren Rahmen ein zentraler Operationsraum eingerichtet und vier Übungen mit dem Codenamen „Firm Support“ durchgeführt wurden, bei denen Angriffe auf den Gazastreifen über den Sicherheitszaun und vom Meer aus simuliert wurden.

Die genaue Planung des Angriffs auf den Kibbuz Nir Oz, die Vorbereitungen für den Angriff auf die Yarkon-Basis der Einheit 8200 in der Nähe des Kibbuz Urim und die Dokumente, die während des Angriffs auf den Kibbuz Mifalsim, den Israel erfolgreich abwehren konnte, vor Ort zurückgelassen wurden, zeugen von einer akribischen nachrichtendienstlichen und operativen Planung und einer gut koordinierten Befehlskette. All diese Dinge müssen Hunderten von Hamas-Mitgliedern bekannt gewesen sein. Es ist schwer zu glauben, dass nichts von diesen Vorbereitungen von den hochgradigen Aufklärungseinrichtungen des Shin Bet und des MI im Gazastreifen aufgeschnappt wurde; und wenn das tatsächlich der Fall war, dann war das ein Erfassungsfehler erster Güte. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die guten Informationen ankamen und durch den Filter des Konzepts bewertet wurden, das besagte, dass daran nichts dran sei, weil „die Hamas abgeschreckt wurde“. Daher das Versäumnis, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Die Kombination aus einer Politik der Zurückhaltung der Hamas, die auch darauf abzielte, Israel in Selbstzufriedenheit zu wiegen, und dem Wunsch des Premierministers, den Status quo aufrechtzuerhalten, führte zur Formulierung einer eindeutigen nachrichtendienstlichen Einschätzung, dass die Hamas abgeschreckt worden sei.

Die Anzeichen für die Ungültigkeit dieses Konzepts waren zum Teil für alle sichtbar. CNN berichtete am 12. Oktober, dass Hamas-Kämpfer im Vorfeld des Anschlags wiederholt unter freiem Himmel trainierten. Der Sender strahlte ein Video vom Dezember 2022 aus, in dem Hamas-Männer zu sehen sind, die an einem zu diesem Zweck in der Nähe des Erez-Übergangs an der Nordgrenze des Streifens zu Israel errichteten Modell in Originalgröße die Übernahme einer Gemeinde üben. Ähnliche lebensgroße Modelle wurden auch im Zentrum und im Süden des Gazastreifens gebaut, fügte CNN hinzu und strahlte Clips aus, die den Einsatz von motorisierten Gleitschirmen für Angriffe aus der Luft und andere Formen des Trainings zeigen.

Was man gesehen hat, hat man auch gehört. Menachem Gida und 26 seiner Freunde, die in den Gemeinden der Region leben und eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen Field Security Operational Monitor gegründet haben, hörten über Jahre hinweg den Funkverkehr der Hamas ab. Immer wieder hörten sie, wie die Kampftruppen der Organisation das Durchbrechen des Zauns übten und vom Meer her ankamen, um Kibbuzim wie Zikim, Netiv Ha’asara und Nir Oz zu erobern, Geiseln zu nehmen und alles zu zerstören, was ihnen im Weg stand.

Die Gruppe begriff die Bedeutung der täglichen Übungen als Vorbereitung auf echte Operationen und gab alle Informationen an die IDF weiter. Die Armeeangehörigen, mit denen sie in Kontakt standen, waren weniger beunruhigt – „Hirngespinste“ nannten sie das Gerede über die Vorbereitungen zur Einnahme von Gebieten in Israel. Schließlich schränkte die Armee im April letzten Jahres die Möglichkeiten der Gruppe ein, den Funkverkehr der Hamas zu überwachen. Trotzdem stellte die Gruppe eine Intensivierung des Trainings fest, und der öffentlich-rechtliche Sender Kan 11 berichtete einige Tage vor dem Anschlag über diese Informationen.
Ein Tweet des Kan 11-Reporters Asaf Pozailov vier Tage vor dem Hamas-Anschlag: „Die Organisation Islamischer Dschihad hat eine lautstarke Übung ganz in der Nähe der Grenze gestartet, bei der Raketen abgefeuert, in Israel eingebrochen und Soldaten entführt werden. Dedi Peled, ein Einwohner von Netiv Ha’Asara [sagt]: Das war deutlich näher als früher, die Kinder wachen in ihren Ferien auf und fragen, was passiert ist, es gibt Explosionen. Es ist nicht wie bei früheren Übungen.“

Was Gida und seine Freunde kurz vor dem Krieg hörten, wurde auch von den Soldatinnen aufgegriffen, die als Beobachterinnen an der Grenze zum Gazastreifen dienten. Ihre Berichte, die sich fast genau mit den Berichten der Beobachter der IDF-Außenposten entlang des Suezkanals am Vorabend des Krieges von 1973 decken, hätten deutlich machen sollen, dass sich die Routineaktivitäten in der Nähe des Zauns konkret verändert hatten. Eine Beobachterin, Yael Rothenberg, sagte der Website Zman Emet, sie habe ihrem Vorgesetzten berichtet, dass sie Hamas-Männer mit Karten gesehen habe, die „Schritte zählten und dort gruben“. Auch in den Berichten der Beobachter am Suezkanal genau 50 Jahre zuvor war von ägyptischen Offizieren die Rede, die auf der anderen Seite des Kanals mit Landkarten standen und den Angriff planten. Damals wies der MI die Bedeutung der Berichte zurück und behauptete, es handele sich um ägyptische Übungen; diesmal behaupteten sie, die von den Beobachtern entdeckten Grabungen seien landwirtschaftliche Arbeiten.

Den Spähern war klar, dass ein Überfall bevorstand; sie besprachen untereinander, wo und in welchem Sektor er stattfinden würde. Es ist nicht klar, was mit ihren Berichten geschah, als sie in der MI-Hierarchie aufstiegen, aber es ist klar, dass sie nichts an der Gewissheit änderten, dass die Hamas abgeschreckt worden war und dass die Warnungen folglich nicht sinnvoll waren. Das Versäumnis, die Beobachtungsballons, die Warnungen aus den Tiefen des Gazastreifens liefern sollten, wieder in Betrieb zu nehmen, ist ein weiterer schmerzhafter Ausdruck des starren „Konzepts“. (Der Einsatz der Ballons war nur wenige Wochen vor dem Angriff eingestellt worden.)
Ein Beobachtungsballon im Süden Israels.Credit: REUTERS

Neben der nachrichtendienstlichen Idée fixe klafft eine gewaltige Lücke zwischen der Art und Weise, wie die IDF mit potenziellen Infiltrationsversuchen über den Zaun umgegangen ist, und der Leichtigkeit, mit der die Hamas das unterirdische Hindernis, das entlang der Grenze zum Gazastreifen errichtet wurde, umgehen konnte. Als das Hindernis eingeweiht wurde, prahlten IDF-Offiziere damit, dass die Menge an Beton, die für den Bau der unterirdischen Barriere verwendet wurde, ausreicht, um eine Autobahn von Gaza nach Bulgarien zu bauen, und dass jeder Versuch, an der Oberfläche einzudringen, die Palästinenser in einem Todesfeld zwischen zwei Zäunen gefangen halten würde. Der damalige Verteidigungsminister Benny Gantz versprach, dass „diese Mauer ein Gefühl der persönlichen Sicherheit vermittelt, das es diesem schönen Gebiet [dem so genannten Gaza-Raum] ermöglicht, zu wachsen“. Doch so groß das Versprechen ist, so groß ist auch die Enttäuschung.

Das fast ausschließliche Vertrauen in die Technologie zum Zwecke der Abschreckung und die Führung des Krieges durch „see-shoot“-Waffensysteme, die von Beobachtern von ihren unterirdischen Stellungen aus ferngesteuert werden, ging auf Kosten der Methode, mit der die IDF traditionell mit bedeutenden Bedrohungen jenseits der Grenze fertig geworden waren: geordnete Verteidigungsverfahren, gut ausgebildete Kampftruppen und eine „Alarm bei Tagesanbruch“-Routine gegen mögliche feindliche Angriffe – Maßnahmen, die dazu gedacht waren, einen Feind auch ohne konkrete Warnungen abzuwehren.

1973 übten die Panzerbesatzungen der regulären Armeedivision im Sinai immer wieder den Verteidigungsbefehl „Shovech Yonim“ (Taubenschlag) und wussten sehr genau, wo sie sein mussten und wie sie dorthin gelangen konnten, sobald der Befehl kam, die Ägypter zurückzuschlagen. Damals wurde der Befehl aufgrund eines Fehlers des Leiters des Südkommandos nicht erteilt. Fünfzig Jahre später wiederholte sich die Geschichte fast genau, auch wenn noch nicht klar ist, ob die Kräfte in diesem Sektor ausreichend ausgebildet waren, um einen Angriff der Art, wie er durchgeführt wurde, abzuwehren, oder inwieweit die Linie auf eine solche Eventualität vorbereitet war.

Das technische Versagen hat auch in anderer Hinsicht zum Himmel geschrien. Der Krieg in der Ukraine führte zu zahllosen Videos, in denen ukrainische Truppen dabei zu sehen waren, wie sie kleine, preiswerte Drohnen aktivierten, die über russischen Panzern, Artilleriegeschützen oder Soldaten Sprengsätze abwarfen – und sie zerstörten.

Die Lektion hätte klar sein müssen, doch die Beobachtungseinrichtungen entlang des Zauns blieben anfällig für Angriffe aus der Luft, wie auch Videos der Hamas zeigten. Es ist den IDF zu verdanken, dass diese Lektion schnell gelernt wurde. Die Panzer, die derzeit im Gazastreifen im Einsatz sind und die bereits mit dem sehr teuren aktiven Schutzsystem Me’il Ruach (Windbreaker) ausgestattet waren, wurden seit Beginn des Krieges durch Metallabdeckungen verstärkt, die den Turm vor Drohnenangriffen schützen. Doch am entscheidenden Tag waren diese Abdeckungen, deren Kosten minimal sind, nicht vorhanden, um die millionenschweren Systeme gegen Angriffsmittel zu schützen, die jedes Kind bei AliExpress kaufen kann (und die möglicherweise tatsächlich dort erworben wurden).
Ein Screenshot aus einem CNN-Untersuchungsbericht über die Ausbildungseinrichtungen der Hamas.

Wenn die Untersuchungskommission, die das Versagen der Geheimdienste untersuchen soll, endlich eingesetzt wird, wird man viel über die Informationen hören, die den israelischen Geheimdiensten über die Vorbereitungen für den Angriff zur Verfügung standen, und darüber, wie diese Informationen verloren gegangen sind. Aber schon jetzt sind mehrere grundlegende Ursachen für das beschämende Versagen klar.

Eine Hauptursache ist die Organisationskultur des Shin Bet und offenbar auch des MI. Im Falle des Shin Bet müssen wir auf eine etwas weiter zurückliegende Geschichte zurückgreifen. Zu Beginn der ersten Intifada im Jahr 1987, als sich herausstellte, dass der israelische Geheimdienst nicht über eine Einheit verfügte, deren Aufgabe es war, eine strategische Warnung über die Entwicklung bedeutender Bedrohungen in den besetzten Gebieten auszusprechen, wurde im Shin Bet eine Forschungsabteilung eingerichtet, die diese Lücke schließen sollte. Da die Kultur des Shin Bet jedoch so beschaffen ist, dass er seine Aufgabe in der Verhinderung von punktuellem Terrorismus sieht, verkümmerte diese Abteilung, die der natürliche Kandidat für die Integration, Identifizierung und Warnung vor einer existenziellen Bedrohung war, allmählich. Wie aus mehreren Quellen verlautet, wurde sie auch politisiert, so dass Einschätzungen, die dem herrschenden Konzept zuwiderlaufen, nicht mehr möglich waren.

Wir wissen nicht genug über die Forschungsabteilung des MI, aber es ist klar, dass ihr Versäumnis, eine Warnung über die Vorbereitungen der Hamas im Vorfeld des Anschlags zu geben, beispiellos war. Auch in diesem Gremium, das für die nationale nachrichtendienstliche Bewertung und die Warnung vor drohenden Kriegen zuständig ist, ist in den letzten Jahren und insbesondere seit dem Libanon-Krieg 2006 eine Tendenz zu erkennen, den Schwerpunkt auf die Schaffung einer „Bank von Zielen“ für künftige Angriffe zu legen, was auf Kosten der Investition von Ressourcen in die Identifizierung laufender strategischer Prozesse geht.

Es ist nicht klar, wie viel Aufmerksamkeit die Bedrohung durch die Generaloffensive der Hamas in der Forschung fand, wo sie in der organisatorischen EEI eingestuft wurde, oder ob es Forschungsbeamte gab, die sie als konkrete Bedrohung bezeichneten, im Gegensatz zu der vorherrschenden Einschätzung, dass „die Hamas abgeschreckt worden ist“. Wir wissen jedoch, dass der Direktor des Geheimdienstes – der sich an dem Wochenende, an dem der Krieg ausbrach, in Eilat im Urlaub befand – die eingegangenen Warnungen, die den Stabschef, den Leiter des Shin Bet und andere hochrangige Offiziere veranlassten, die Lage in der Nacht vor dem Angriff zu untersuchen, zurückwies. Es liegt auf der Hand, dass der Direktor des Geheimdienstes und andere Mitarbeiter des Systems wachsamer hätten sein können, wenn die Forschungsabteilung des Geheimdienstes vorher auf eine Bedrohung hingewiesen hätte, selbst auf die Gefahr, dass eine Gemeinschaft gefangen genommen werden könnte.

Eine weitere Teilerklärung für das Ausbleiben einer Warnung ist das, was die Kommission, die die Ereignisse des 11. September in den Vereinigten Staaten untersuchte, als „Mangel an Vorstellungskraft“ bezeichnete. Im Jahr 2001 lag das Versagen darin, dass sich niemand einen mit Passagierflugzeugen durchgeführten Mega-Anschlag vorstellen konnte. Im Jahr 2023 lag der „Mangel an Vorstellungskraft“ darin, dass sich niemand die Möglichkeit eines mörderischen Angriffs der Hamas auf die gesamte Region jenseits des Gazastreifens vorstellen konnte. Im israelischen Fall ist die Erklärungskraft des „Mangels an Vorstellungskraft“ jedoch relativ begrenzt, zum einen wegen der großen Menge an Informationen, die den Nachrichtendiensten über die Vorbereitungen der Hamas für einen Großangriff zugeflossen sein müssen, und zum anderen, weil die Bedeutung der Drohung, dass auch nur eine oder zwei Gemeinden überrannt werden könnten, ausgereicht hätte, um im Morgengrauen des 7. Oktober ein weitaus höheres Maß an Bereitschaft hervorzurufen.

Die Gefahr, dass eine Gemeinde überrannt werden könnte, stand schon seit einiger Zeit auf der Tagesordnung, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie als hinreichend konkret angesehen oder in den Stunden vor dem Angriff ernsthaft in Erwägung gezogen wurde – wie die Reaktion der Entscheidungsträger und die Unvorbereitetheit der IDF bei Kriegsbeginn zeigen.

Letztendlich, so glaube ich, ist die Wurzel des Scheiterns, wie schon 1973, auf der psychologischen Ebene zu suchen: die konventionelle Tendenz zu glauben, dass das, was war, auch sein wird; der Glaube, dass ein „schwarzer Schwan“ in Form eines koordinierten, tödlichen Angriffs durch begrenzte Kräfte, denen es an Verteidigung mangelt und die an Feuerkraft unterlegen sind, wie die, die die Hamas in Gaza aufgebaut hat, unhaltbar ist; und das „Gruppendenken“, das MI-Forscher und andere Offiziere zu der Überzeugung brachte, dass sie sich auf die Weisheit der Gruppe verlassen sollten.

Der MI war oft stolz auf den Mechanismus des „Advokaten des Teufels“, den er nach 1973 entwickelte – eine Kontrolleinheit, deren Aufgabe es war, innerhalb der Forschungsabteilung eine alternative Einschätzung zur vorherrschenden zu fördern. Es hat jedoch den Anschein, dass das Personal der Kontrolleinheit keine alternative Bedrohungseinschätzung vorlegte, die der enormen Versuchung der Hamas Rechnung getragen hätte, eine groß angelegte Operation zu starten, die die Organisation auf die Landkarte gebracht und das Sicherheitsgefühl Israels und sein Image als regionale Macht grundlegend untergraben hätte. Das Gruppendenken trug auch dazu bei, die kollektive Überzeugung zu festigen, die von der Armee geteilt wurde, dass die Hamas eine groß angelegte Operation nicht durchführen könnte, ohne dass der MI und der Shin Bet im Voraus davon wüssten.

Zu all dem kommt noch die Tendenz des MI hinzu, sich fast ausschließlich auf technische Mittel zur Warnung zu verlassen und die Lehren aus der Vergangenheit zu vernachlässigen.

Ich habe diese Tendenz vor weniger als zwei Monaten selbst erlebt. Jahrestag des nachrichtendienstlichen Versagens im Jom-Kippur-Krieg habe ich vor einem Forum hochrangiger MI-Mitarbeiter dargelegt, was meine Forschungen als die Wurzeln des Versagens identifiziert hatten. An erster Stelle stand die psychologische Tendenz einiger hochrangiger MI-Mitarbeiter, die bis zur letzten Minute an dem „Konzept“ festhielten, obwohl alle Informationen, die sie erhielten, darauf hindeuteten, dass ein Krieg unmittelbar bevorstand. Ein zweiter Vortrag auf diesem Forum befasste sich mit einem Experiment, bei dem die am Vorabend des Krieges verfügbaren Daten in ein Programm der künstlichen Intelligenz eingespeist wurden, um zu untersuchen, ob KI als Ersatz für menschliches Denken eingesetzt werden kann. In der Diskussion, die sich im Anschluss an diese Gespräche entwickelte, standen verschiedene Fragen im Zusammenhang mit der Fähigkeit der Maschine, Bedrohungen zu erkennen, im Mittelpunkt des Interesses. Die Psychologie des menschlichen Versagens bei der Beachtung von Warnungen war für MI nicht von besonderem Interesse.

Als ich aus dieser Diskussion hervorging, wurde mir klar, dass die Lehren aus dem Jahr 1973 nicht gezogen worden waren. Aber ich hätte nie gedacht, dass sich dies so schmerzhaft, so beschämend und so schnell zeigen würde.

Zu den Büchern des emeritierten Professors der Universität Haifa, Uri Bar-Joseph, gehören „The Watchman Fell Asleep: The Surprise of Yom Kippur and Its Sources“ (2005), „The Angel: The Egyptian Spy Who Saved Israel“ (2016) und, zusammen mit Rose McDermott, „Intelligence Successes and Failure: The Human Factor“ (2017).
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2023 Israel-Gaza-Krieg
Benjamin Netanjahu

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Israel’s Deadly Complacency Wasn’t Just an Intelligence Failure

People in the communities next to Gaza heard Hamas training to infiltrate Israel, but the army disregarded their warnings and curtailed their surveillance capabilities. The army’s spotters detected suspicious digging, but their superiors claimed it was for farmwork. The blindness of intelligence wasn’t due only to a failure to identify the signs. Political considerations also played a part

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The broken fence in Kfar Azza where Hamas terrorists entered Israel during the October 7 attack.Credit: EVELYN HOCKSTEIN/ REUTERS

On September 28, nine days before the Hamas attack on the Israeli communities adjacent to the Gaza Strip, the Israel Defense Forces website published a comprehensive article on the information-gathering units of Military Intelligence. The title says it all: “To mark the fall harvest festival: We have picked seven units that know everything about the enemy.”

That headline echoes in its arrogance the less-than prophetic words of Frank Knox, the U.S. secretary of the navy, three days before the Japanese attack on Pearl Harbor, in December 1941, that the U.S. Navy “is not going be caught napping.” It also recalls the assessment of the director of the Israel Defense Forces Military Intelligence, Eli Zeira, in a General Staff meeting held 24 hours before the outbreak of the Yom Kippur War, in October 1973. The probability of an all-out war, he said “is low – even lower than low.”

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Nevertheless, the blunders of Pearl Harbor and the Yom Kippur War pale in comparison to the failure of October 7, 2023. Accordingly, attempts to play down the scale of the debacle and treat it forgivingly are untenable and merit a response.

We do not yet have a picture, even a partial one, of how Military Intelligence and the Shin Bet security service arrived at their assessments about the feasibility of a sweeping attack from across the Gaza border. Still, basic logic and partial information that has come to light about Hamas’ preparations for the assault, and about signs that accumulated in Israel in the days preceding it, make it possible to begin to fathom the scale of the blunder.

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The point of departure for analyzing the failure is clear. On one side of the border is a hard, determined enemy, which is relentlessly building up a military force and making preparations to attack targets in Israel. On the other side, and in some cases almost abutting the security fence, are civilian communities and military facilities that could constitute a target for a ground attack. Even without concrete information about offensive intentions, the sheer geographical proximity should have generated awareness of the existing danger. That awareness had long existed in the IDF, but not in recent years.

By early 2021, when construction of the underground obstacle along the Gaza Strip border was completed, Hamas’ plans to attack Israel via tunnels had become unfeasible. At the same time, in light of past efforts invested by the organization in raids on Israeli communities, the assumption should have been not that it had abandoned this aspiration, but rather that it would try to carry out such raids by other means. Because of the critical significance of a successful attack on even one or two communities, the threat should have occupied a high place in the intelligence order of priorities (EEI – essential elements of information), even if it was assessed as being of low probability. Indeed, the inscription on the wall of the operations center of the commander of the Gaza Division stated, “The mission: defending the communities of the western Negev.” In practice, it would appear, intelligence, army and government made light of the possibility that Hamas would operate in a way that would create the most dangerous threat to Israel.

Two factors underlay that approach. One was what looks, at this stage, to have been a basic failure to collect intelligence about the decision made by the Hamas leadership to unleash the “Al-Aqsa Flood,” and about advance preparations. The Shin Bet is the central body engaged in the collection of information from human sources in the territories, and its agents are supposed to possess intimate knowledge of what is happening in Gaza, even though it has not had an official presence there since 2007. As the organization learned as long ago as the early 1980s, in Lebanon, cultivating sources in extremist Islamic organizations is a difficult mission – but that is not enough to explain why the Shin Bet did not have adequate warning sources.

Information collection via SIGINT (electronic eavesdropping) by MI and the Shin Bet was also unproductive, as far as we know. This was due to various hitches, including a failed operation of the Sayeret Matkal commando unit in the Strip in 2018, and the caution displayed by the Hamas leaders in light of Israel’s sophistication in the realm of telephony. It’s likely they also learned about this threat from the endless boasting in recent years about the achievements of IDF Unit 8200, which engages in signals intelligence. Compounding this was the incomprehensible decision about a year ago to stop tapping the unencrypted personal walkie-talkies that Hamas militants used regularly, including during the October 7 assault.

The end result of the information collection failure is clear. In contrast to 1973, when the Mossad came up with excellent information about a change in Egypt’s concept of war almost a year before the war broke out, setting off red lights among the military and political decision-makers, this time no such lights flashed.

The second cause of the complacency was a combination of government policy and intelligence underestimation of the threat – two mutually nurturing elements.

Since returning to power in 2009, Benjamin Netanyahu viewed Hamas rule in Gaza as a useful tool for warding off the threat of a diplomatic peace process. From his viewpoint, that threat was embodied in the peace proposal put forward by the Arab League as early as 2002, centering around the establishment of a Palestinian state alongside Israel, together with the termination of the Arab-Israeli conflict.

Netanyahu and his camp do not believe in the validity of this solution and did all they could to prevent its realization. Hamas, which is unwilling to recognize Israel and is committed to its destruction, also rejected the Arab League’s peace initiative. As long as Hamas rule continued in Gaza, Netanyahu was able to use it as an excuse for a lack of progress toward a diplomatic settlement with the Palestinian Authority, which is in charge in the West Bank. Thus, even though military opportunities arose, Netanyahu not only refrained from eliminating Hamas rule in Gaza, but actually strengthened the organization by allowing it to receive suitcases of money from Qatar.

The heads of the intelligence community grasped the basic flaw in Netanyahu’s policy. But as noted by Prof. Matti Steinberg – perhaps Israel’s leading expert on the Palestinian issue and an adviser to a number of Shin Bet directors – none of the ranking intelligence officials dared say so to Netanyahu, in part because they feared that clashing with him would cost them their jobs. If this turns out to be the case, it would entail the criminal mixing of political considerations with professional intelligence assessments in order to please the leader. Such a pattern of behavior, which would cast a heavy shadow on the professional integrity of the intelligence organizations, is unprecedented in intelligence-leadership relations in Israel.

The intelligence directors usually express themselves without mincing words, even if what they have to say is not consistent with the posture of the leadership. A case in point is the behavior of former Shin Bet director Ami Ayalon. In April 1998, when the ministers in the first Netanyahu government tried to extract from Ayalon an appraisal to the effect that Palestinian leader Yasser Arafat was involved in terrorism, Ayalon made it very clear to them that he knew what they wanted to hear, but that he would not voice it.

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The combination of a policy of restraint by Hamas, also aimed at lulling Israel into complacency, and the prime minister’s desire to maintain the status quo, led to the formulation of an unequivocal intelligence appraisal that Hamas had been deterred. Assessments like this were presented to the political and military leadership and also to the public. For example, the current director of MI, Aharon Haliva, noted last May, at the annual Herzliya Conference, that Hamas had an interest in maintaining quiet in Gaza since Operation Guardian of the Walls, in May 2021. Haliva added that his organization had emerged from that operation “with the perception that engaging in combat and clashing with Israel in the form of rocket fire into the south from the Gaza Strip does not really serve [its purposes].”

That basic assumption, to the effect that Hamas had no desire for a flare-up, was the complacent conception through whose prism intelligence personnel examined a series of contradictory pieces of evidence indicating that the organization was preparing large-scale offensive operations. On the eve of the 50th anniversary of the Yom Kippur War this fall, top figures in MI reiterated how well they had learned the lessons of the blunder that led to Israel’s surprise – but in practice they had apparently learned nothing. The root of the debacle in 1973 was “clinging to the konseptzia” (a fixed concept) unquestioningly. The root of the 2023 debacle appears to be astonishingly similar.

Although there is much we still do not know, it is already clear that Hamas’ October 7 assault required extensive preparations. According to the Iranian news agency Tasnim, those efforts went on for four years, and within their framework a central operations room was established and four exercises, code-named “Firm Support,” were held, which simulated attacks on the Gaza Envelope via the security fence and from the sea.

The precise planning of the attack on Kibbutz Nir Oz, the preparations for the attack on the Yarkon Base of Unit 8200 near Kibbutz Urim, and documents left at the site during the attack on Kibbutz Mifalsim that Israel succeeding in repelling, attest to meticulous intelligence and operational planning, and a well-coordinated chain of command. All of these things must have been known to hundreds of members of Hamas. It’s hard to believe that nothing about these preparations was picked up by the high-grade collection assets of the Shin Bet and MI in the Gaza Strip; and if that was indeed the case, it was a collection failure of the first order. But it’s far more likely that the good information arrived and was assessed through the filter of the concept, which said there was nothing to it, because “Hamas has been deterred.” Hence the failure to draw the proper conclusions.

The combination of a policy of restraint by Hamas, also aimed at lulling Israel into complacency, and the prime minister’s desire to maintain the status quo, led to the formulation of an unequivocal intelligence appraisal that Hamas had been deterred.

Signs that the concept was invalid were in part visible to all. CNN reported, on October 12, that Hamas fighters trained repeatedly in the open ahead of the attack. The network broadcast a video from December 2022 in which Hamas men are seen training to take over a community, using a full-scale model built for that purpose near the Erez Crossing on the Strip’s northern border with Israel. Similar life-size models were also built in the center and south of the Gaza Strip, CNN added, and broadcast clips showing the use of motorized paragliders to attack from the air and other forms of training.

What was seen is also what was heard. Menachem Gida and 26 of his friends living in the communities in the area, who established a WhatsApp group called Field Security Operational Monitor, listened in to the wireless traffic of Hamas over a period of years. Time after time they heard how the organization’s combat personnel were practicing the breaching of the fence and arriving from the sea, conquering kibbutzim such as Zikim, Netiv Ha’asara and Nir Oz, seizing hostages and destroying everything in their path.

The group grasped the significance of the daily training exercises as being preparations for real operations, and they passed on all the information to the IDF. The army personnel they were in contact with were less worried – “fantasies” was their term for the talk about preparations to capture territory in Israel. Finally, last April the army restricted the group’s ability to monitor Hamas’ wireless traffic. Despite this, the group discerned an intensification of the training, and that information was reported by Kan 11, the public broadcaster, a few days before the attack.

What Gida and his friends heard just before the war was also picked up by the female soldiers who served as spotters on the Gaza border. Their reports, which echo almost exactly the reports of spotters from the IDF outposts along the Suez Canal on the eve of the 1973 war, should have made it clear that a concrete change had occurred in routine activity taking place in the area adjacent to the fence. One spotter, Yael Rothenberg, told the website Zman Emet that she had reported to her superior seeing Hamas men with maps, “counting steps, digging there.” Similarly, the reports of the spotters at the Suez Canal exactly 50 years earlier made reference to Egyptian officers who were standing on the other side of the canal with maps and planning the attack. At that time, MI dismissed the significance of the reports, claiming these were Egyptian exercises; this time they claimed the digging detected by the spotters was farmwork.

It was clear to the spotters that an incursion was imminent; they discussed among themselves where it would happen and in which sector. It’s not clear what happened to their reports as they made their way up through the MI hierarchy, but it is clear that they didn’t bring about any change in the certainty that Hamas had been deterred and that, consequently, the warnings were not meaningful. Neglecting to put back into use the observation balloons that were intended to provide warnings from deep within the Gaza Strip is evidence of yet another painful expression of the rigid “concept.” (Use of the balloons had stopped just weeks prior to the attack.)

On top of the intelligence idée fixe, there is the immense gap between the way the IDF coped with potential attempts to infiltrate by way of the fence, and the ease with which Hamas was able to work around the underground obstacle that was built along the border of the Gaza Strip. When the obstacle was inaugurated, IDF officers boasted that the amount of concrete used to construct the subterranean barrier was enough to build a highway from Gaza to Bulgaria, and that any attempt to penetrate on the surface would trap the Palestinians in a killing field between two fences. The defense minister at the time, Benny Gantz, promised that “this wall affords a sense of personal security that will allow this beautiful area [the so-called Gaza Envelope] to grow.” But the height of the promise is matched only by the depth of the disappointment.

The almost exclusive reliance on technology for purposes of deterrence, and the management of the war via “see-shoot” weapons systems, remotely controlled by spotters from their underground positions, came at the expense of the method by which the IDF had traditionally coped with significant threats across the border: orderly defensive procedures, well-trained combat forces and an “alert at dawn” routine against possible enemy attack – measures that were intended to head off an enemy even without concrete warnings.

In 1973, the tank crews of the regular-army division in Sinai practiced repeatedly the defensive command “Shovech Yonim” (dovecote), and knew very well where they needed to be and how to get there as soon as the order came to throw back the Egyptians. At that time, because of a blunder by the head of Southern Command, the order wasn’t given. Fifty years later, history repeated itself almost exactly, although it’s not yet clear whether the forces in the sector were sufficiently trained that they could have contained an attack of the kind that was executed, or the degree to which the line was prepared for such an eventuality.

The technological failure cried out to the heavens in other senses, too. The war in Ukraine led to countless videos in which Ukrainian troops were seen activating small, inexpensive drones that released explosive devices above Russian tanks, artillery or soldiers – and destroying them.

The lesson should have been clear, yet the observation facilities along the fence remained vulnerable to attack from the air, as Hamas videos also showed. To the IDF’s credit, that lesson was learned quickly. The tanks that are presently operating in Gaza – which had already been equipped with the highly expensive Me’il Ruach (Windbreaker) active protection system, have been further bolstered since the start of the war with metal coverings that protect the turret from drone threats. But on the critical day, those coverings, whose cost is minimal, were not in place to protect systems that cost millions against means of attack that any child can buy from AliExpress (and may actually have been acquired there).

When the commission of inquiry to investigate the intelligence failure is finally established, much will be heard about the information that was available to the Israeli intelligence community about preparations for the attack, and about how that information got lost. But even now, several basic causes of the shameful failure are clear.

A major cause is the organizational culture of the Shin Bet and apparently also of MI. In the case of the former, we need to go back to slightly distant history. At the start of the first intifada, in 1987, when it emerged that the Israeli intelligence system did not have a unit whose role it was to provide a strategic warning about the development of significant threats in the occupied territories, a research department was created in the Shin Bet with the aim of addressing this lacuna. But because the culture of the Shin Bet is such that it sees its task as being to prevent point-specific terrorism, that department, which was the natural candidate to integrate, identify and warn about an existential threat, gradually atrophied. According to multiple sources, it also underwent processes of politicization, thus ruling out the possibility of assessments that were contrary to the dominant concept.

We don’t know enough about the research division of MI, but it’s clear that its failure to provide a warning about Hamas’ preparations ahead of the attack was unprecedented. In this body, too, which is responsible for the national intelligence appraisal and for warning about impending wars, a tendency has been discerned in recent years, and more especially since the 2006 Lebanon war, of placing the emphasis on creating a “bank of targets” for future attack, at the expense of investing resources in identifying strategic processes underway.

It’s not clear how much research attention the threat of Hamas’ general offensive drew, where it was ranked in the organizational EEI, or whether there were research officers who pointed to it as a concrete threat, contrary to the dominant assessment that “Hamas has been deterred.” But we know that the director of MI – who was on vacation in Eilat the weekend that the war broke out – dismissed the warnings that were received and which nonetheless prompted the chief of staff, the head of the Shin Bet and other ranking officers to examine the situation during the night before the attack. It’s clear that if MI’s research division had indicated a threat beforehand, even the threat of one community being captured, MI’s director could have been more vigilant, along with others in the system.

An additional partial explanation for the absence of a warning is what the commission that investigated the events of September 11 in the United States termed a “lack of imagination.” In 2001, the failure lay in the fact that no one imagined a mega-attack carried out by means of passenger planes. In 2023, the “lack of imagination” lay in the fact that no one imagined the possibility of a murderous attack by Hamas across the entire region across from Gaza. But in the Israeli case the explanatory force of the “lack of imagination” is relatively limited, in part because of the large quantity of information that must have flowed to the intelligence bodies about Hamas’ preparations for a large-scale attack, and also because the significance of the threat of even one or two communities being overrun should have been sufficient to bring about a far higher level of preparedness at dawn on October 7.

The threat of one community being overrun had been on the agenda for some time, but there is no sign that it was considered sufficiently concrete or that it was weighed seriously in the hours before the attack – as evidenced by the response of the decision-makers and the unpreparedness of the IDF when the war started.

Ultimately, I believe, the root of the failure will be found, as it was in 1973, at the psychological level: the conventional tendency to believe that what has been, will be; the belief that a “black swan,” in the form of a coordinated, lethal attack by limited forces that lack defenses and are inferior in firepower, like those that Hamas built up in Gaza, is untenable; and the “groupthink” that led MI researchers and other officers to believe that they should rely on the wisdom of the group.

MI often took pride in the “devil’s advocate” mechanism it developed after 1973 – a control unit whose task was to promote within the research division an alternate assessment to the dominant one. However, it appears that the personnel of the control unit did not set forth an alternate threat appraisal, one that acknowledged the tremendous temptation Hamas would have had to launch a large-scale operation, one that would put the organization on the map and undermine fundamentally Israel’s sense of security and its image as a regional power. Groupthink also helped entrench the collective belief, which was shared by the army, that Hamas could not execute a broad operation without MI and the Shin Bet being aware of it in advance.

To all of this we need to add the tendency that took root in MI to rely almost exclusively on technological means of warning and to make light of the lessons of the past.

I saw that tendency myself less than two months ago. On the 50th anniversary of the intelligence blunder in the Yom Kippur War, I presented to a forum of high-level MI personnel what my research had identified as the roots of the failure. First and foremost was the psychological tendency of a number of ranking MI personnel, who clung to the “concept” until the last minute, even though all the information they were receiving cried out that war was imminent. A second talk to that forum dealt with an experiment in which the data that was available on the eve of the war was fed into an artificial intelligence program, in order to examine whether AI could be used as a substitute for human thought. The major focus of interest in the discussion that developed after these talks was on various issues relating to the ability of the machine to identify threats. The psychology of the human failures to heed warnings was not of any special interest to MI.

Emerging from that discussion, I realized that the lessons of 1973 had not been learned. But I never thought for a moment that this would be exemplified so painfully, so shamefully and so soon.

University of Haifa emeritus Prof. Uri Bar-Joseph’s books include “The Watchman Fell Asleep: The Surprise of Yom Kippur and Its Sources” (2005), “The Angel: The Egyptian Spy Who Saved Israel (2016), and, with Rose McDermott, “Intelligence Successes and Failure: The Human Factor” (2017).

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Benjamin Netanyahu

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IPPNW Rolf Bader: Warum-fuer-moderne-Industriestaaten-Kriege-bedrohlicher-sind

https://www.telepolis.de/features/Warum-fuer-moderne-Industriestaaten-Kriege-bedrohlicher-sind-9531223.html

Wer Krieg vermeiden will, muss die Folgen im Blick haben. Nach der Landesverteidigung muss noch etwas übrig bleiben, meint unser Autor. Die Risiken seien erheblich. …

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Sahra Wagenknecht: Nahost & Ukraine – Warum die Kriegslogik der Ampel gefährlich ist

Sahra Wagenknecht: Nahost & Ukraine – Warum die Kriegslogik der Ampel gefährlich ist https://wp.me/paI27O-551

 

16.11.23:  Nahost & Ukraine – Warum die Kriegslogik der Ampel gefährlich ist https://www.youtube.com/watch?v=IUmwYk8JZSE

Liebe Freunde, liebe Mitbürger

Sahra Wagenknecht analysiert die Kriege in Nahost und Ukraine und spricht die grauenhaften Fehler der Staaten, insbesondere von Deutschland an. Ich halte dieses Video für ein Muss der Deutschen Bevölkerung, um diese Kriege und diese Eskalationsgefahr zu überwinden. Ich unterschreibe jedes Wort von ihr! Und am Schluss wirbt sie für die Friedenskundgebung in Berlin am SAmstag, den 25.11., um 13:00, wo sie um 13:15 selbst sprechen wird.

https://www.sahra-wagenknecht.de/de/topic/35.termine.html?id=1485

https://nie-wieder-krieg.org/

Nein zu Kriegen Rüstungswahnsinn stoppen. Zukunft friedlich & gerecht gestalten.

 

PS:  Ich sehe den Gazakrieg mit den Augen von Miko Peled, dem „Sohn des Generals“: The October 7 Hamas Assault on Israel – By Scott Ritter https://wp.me/paI27O-54M

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YouTube video in Text umwandeln

 

Wie kann ich youtube Videotexte bearbeiten… https://www.youtube.com/watch?v=fHnIvaa0ZYI

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The October 7 Hamas Assault on Israel – By Scott Ritter

The October 7 Hamas Assault on Israel – By Scott Ritter https://wp.me/paI27O-54M

The October 7 Hamas Assault on Israel The Most Successful Military Raid of this Century Scott Ritter Nov 13, 2023 https://www.scottritterextra.com/p/the-october-7-hamas-assault-on-israel

Interesting statements by Scott Ritter, who has been convicted of sex offenses on Wikipedia, but this seems to me to be a maneuver to make him untrustworthy.

Listen to his arguments, which are dramatic.

“ Giant gas deposits off Gaza – Real reason for Israel’s invasion? – Richard Medhurst (ENGLISH) | Ukraine: The price of war (german-foreign-policy.com) “
The Hamas attack on Israel on October 7 – By Scott Ritter, US military, UN inspector, author and geopolitics analyst
with this interview with Miko Peled, which completely contradicts the common narrative: https://www.aljazeera.com/program/the-bottom-line/2023/11/3/should-palestinians-israelis-live-equally-in-one-state

Recent articles
Hospital as a target. War on Gaza: Shifa hospital at the center of the fighting. Suspected Hamas headquarters underneath to justify attack – By Karin Leukefeld (Junge Welt)

During his visit to the White House, Indonesia’s President Widodo calls on US President Biden „to do more to stop the atrocities in Gaza“. A „ceasefire is a must for humanity“.

In his book „The General’s Son“ (published in 2016), Israeli peace activist Miko Peled describes how the ideological edifice of Zionism slowly collapsed for him (palaestina-portal.eu)

Washington is in a hurry: With attacks on Syria and arms deliveries to Israel, the US government is trying to accelerate events in the Middle East and at the same time avoid an escalation of the conflict ahead of upcoming elections – By Knut Mellenthin (Junge Welt)

Miko Peled, Miko Peled, „the general’s son“, an Israeli soldier turned peace activist, in a recent interview on the genocide in Gaza: Should Palestinians and Israelis live as equals in one state? (aljazeera.com),

“ Gigantic gas deposits off Gaza – Real reason for Israel’s invasion? – Richard Medhurst (ENGLISH) | Ukraine: The price of war (german-foreign-policy.com) “
The Hamas attack on Israel on October 7 – By Scott Ritter, US military, UN inspector, author and geopolitics analyst

There is a truism that I often quote when discussing the various analytical approaches to assessing the multiple geopolitical problems facing the world today: you can’t solve a problem unless you first properly define it. The core of the argument is quite simple: any solution that has nothing to do with the problem in question is literally no solution at all.

Israel has described Hamas‘ attack on the various Israeli military bases and militarized settlements or kibbutz, which in their entirety make up a major part of the Gaza closure system, as a massive act of terrorism and compared it to the September 11, 2001 terrorist attacks on the United States. Israel supports this characterization by citing the number of people killed (about 1,200, a downward revision made by Israel after it determined that 200 of the dead were Palestinian militants) and listing a variety of atrocities allegedly committed by Hamas, including mass rapes, the beheading of children and the murder of unarmed Israeli civilians.

The problem with the Israeli claims is that they are demonstrably false or misleading. Nearly a third of Israeli victims were military, security and police officers. Furthermore, it has emerged that it was not Hamas or other Palestinian factions, but the Israeli military itself that suffered the most Israeli casualties on October 7. Recently released videos show Israeli Apache helicopters firing indiscriminately at Israeli civilians trying to flee the Supernova Sukkot event in the open desert near Kibbutz Re’im, with the pilots unable to distinguish between civilians and Hamas fighters. Many of the vehicles that the Israeli government has cited as examples of Hamas perfidy have been destroyed by Israeli Apache helicopters.

Similarly, the Israeli government has widely publicized what it calls the „Re’im massacre,“ citing a figure of some 112 civilians allegedly murdered by Hamas. However, eyewitness accounts from surviving Israeli civilians and military personnel involved in the fighting show that the vast majority of those killed died as a result of Israeli soldiers and tanks firing on buildings where civilians were either hiding or being held hostage by Hamas fighters. It took two days for the Israeli military to recapture Re’im. This was only achieved after tanks had fired on the civilians‘ homes, causing them to collapse on their occupants and often catch fire, leaving their bodies consumed by the blaze. The Israeli government has publicized that it had to use the services of forensic archaeologists to identify the human remains in the kibbutz, implying that Hamas burned the residents‘ homes. The fact is, however, that it was Israeli tanks that carried out the destruction and killing.

This scene was repeated in other kibbutzes along the Gaza closure.

The Israeli government treats the kibbutz as purely civilian and yet has publicized how armed security teams from several kibbutzes – recruited from the so-called „civilian“ residents – were able to mobilize in time to successfully repel the Hamas attackers. In reality, each kibbutz had to be treated by Hamas as an armed camp and attacked as such, as if it were a military target, for the simple reason that they all were.

Furthermore, until several IDF battalions were deployed to the West Bank, each kibbutz was reinforced by a force of about 20 IDF soldiers billeted in the kibbutz. Since Hamas had been planning this attack for over a year, it had to assume that these 20 IDF soldiers were still in each kibbutz and act accordingly.

The Israeli government has had to retract its claims that Hamas beheaded 40 children and has provided no credible evidence that Hamas was involved in the rape or sexual assault of a single Israeli woman. Eyewitness accounts describe Hamas fighters as disciplined, determined and deadly in attack, yet polite and gentle in their treatment of captured civilians.

The question arises as to why the Israeli government is going out of its way to fabricate a narrative that supports the false and misleading characterization of the October 7 Hamas attack on the Gaza barrier as an act of terror.

The answer is as disturbing as it is clear – because what happened on October 7 was not a terrorist attack, but a military incursion. The difference between the two terms is like night and day: By calling the events of October 7 acts of terror, Israel is shifting the blame for the enormous losses from its military, security and intelligence services to Hamas.

However, if Israel were to acknowledge that what Hamas did was indeed an assault – a military operation – the competence of the Israeli military, security and intelligence services would be called into question, as would the political leadership responsible for overseeing and directing their operations.

And if you’re Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu, that’s the last thing you want.

Benjamin Netanyahu is fighting for his political life. He was already in a crisis of his own making after he pushed through a law that rewrote Israel’s Basic Law in a way that put the Israeli judiciary under the control of the Knesset, effectively ending its status as a separate but equal branch of government (so much for Israel being the „largest democracy in the Middle East“). This act brought Israel to the brink of civil war, and hundreds of thousands of protesters took to the streets to denounce Netanyahu. What makes Netanyahu’s actions even more despicable is the fact that it was a pure power play designed to prevent the Israeli court system from trying him on several credible corruption charges that would have landed him in prison for many years if found guilty (which is very likely).

Netanyahu had described himself as Israel’s chief defense attorney, a specialist in the threats Israel faces abroad and how best to respond to them. He has openly advocated a military confrontation with Iran over its nuclear program. Netanyahu is also a proponent of political Zionism at its most extreme and has promoted the expansion of Israeli settlements in the West Bank, forcibly removing Palestinians from their homes and villages, as part of an overall plan to create a „Greater Israel“ modeled on the biblical one.

Part of Netanyahu’s strategy to realize this dream of a „Greater Israel“ is to weaken the Palestinian people and their government to the point of irrelevance, thus preventing them from realizing their dream of an independent Palestinian state. To facilitate this strategy, Netanyahu has encouraged the growth of Hamas as a political organization over the past two decades. The purpose of this support is simple: by promoting Hamas, Netanyahu is weakening the Palestinian Authority, the governing body of the Palestinian people led by its president, Mahmoud Abbas.

Netanyahu’s plan worked – in September 2020, Netanyahu signed the Abaraham Accord, a series of bilateral agreements brokered by then-President Donald Trump’s administration aimed at normalizing relations between Israel and several Gulf Arab states, all at the expense of an independent Palestinian nation. Prior to the Hamas attack on October 7, Israel was on the verge of normalizing relations with Saudi Arabia, an act that would have been the nail in the coffin for Palestinian statehood.

One of the main reasons for Israel’s progress in this regard was its success in creating a political rift between Hamas and the Palestinian Authority.

On October 7, however, this success was undone by Hamas‘ victory over the IDF. The exact means by which this victory was achieved is a topic for another time. But the basic elements of this victory are known.

Hamas effectively neutralized Israel’s vaunted intelligence services and blinded them to the possibility of an attack of this magnitude.

When the attack occurred, Hamas was able to hit the very surveillance and communications nodes that the IDF relied on to mobilize a response in the event of an attack.

Hamas defeated the Israeli soldiers stationed along the barrier wall in hand-to-hand combat. Two battalions of the Golani Brigade were routed, as were parts of other vaunted IDF units.

Hamas attacked the Gaza Division headquarters, the local intelligence center and other key command and control facilities with brutal precision, turning a five-minute response time into many hours – more than enough time for Hamas to accomplish one of its main objectives: taking hostages. They succeeded with extreme skill and returned to Gaza with more than 230 Israeli soldiers and civilians.

The Marine Corps defines a raid as „an operation, usually small in scale, in which rapid entry is made into enemy territory to obtain information, confuse the enemy or destroy his facilities. It ends with a planned withdrawal upon completion of the assigned mission.“

This is exactly what Hamas did on October 7.

What were the objectives of this attack? According to Hamas, the raid on October 7 had three objectives.

First, to reaffirm the right of the Palestinian people to a homeland that is not defined by the Abaraham Accords.

Second, the release of the more than 10,000 Palestinians held captive by Israel, most of them without charge or due process.

Thirdly, the restoration of the sanctity of the Al-Aqsa Mosque in Jerusalem, the third holiest site in Islam, which has been repeatedly desecrated by Israeli security forces in recent years.

To achieve these goals, the October 7 raid had to create the necessary conditions for victory. This was accomplished by humiliating Israel sufficiently to provoke a predictable outcome – the implementation of the Dahiya doctrine of collective punishment of the civilian population in Gaza in conjunction with a ground assault on Gaza designed to lure the IDF into a Hamas ambush.

The hostage-taking was intended to serve Hamas as a bargaining chip for the release of the 10,000 prisoners held by Israel.

The Israeli bombardment and invasion of Gaza has led to international outrage against Israel as the world recoils from the humanitarian catastrophe unfolding before its eyes. The streets of major cities around the world are filled with angry protesters demonstrating for the Palestinian people – and Palestinian statehood. The United States is now declaring that a two-state solution – something the Abraham Accords were designed to prevent – is the only way for peace in the Middle East.

The United States would never have said that on October 6.

The fact that the United States has taken this stance is due to the Hamas attack on October 7.

Israel is negotiating with the United States and others over a possible prisoner exchange between the Hamas hostages and certain categories of political prisoners – women and children – held by Israel (yes, you read that right – children). Now you know the wisdom of Hamas‘ decision to take Israeli children hostage).

Without the Hamas attack on October 7, such a possibility would never have existed.

And in Saudi Arabia, the largest gathering of Islamic states in modern history has convened to discuss the Gaza crisis. One of the most important items on the agenda is the issue of the Al-Aqsa Mosque and ending the Israeli desecration.

A discussion that would never have taken place without the Hamas attack on October 7.

It goes without saying that the Hamas attack on October 7 unleashed a firestorm of brutal retaliation in the form of bombs, shells and bullets on the civilian population of the Gaza Strip. These are people who have been denied a home of their own for nearly eight decades by the Israelis, who forcibly expelled the Palestinians from the land that is now Israel in one of the greatest acts of ethnic cleansing in modern history – the Nakba, or catastrophe, of 1948.

These people have suffered unspeakable hardships at the hands of the Israeli occupiers as they wait for the moment when their dream of a Palestinian homeland will come true. They know that a Palestinian homeland cannot be realized as long as Israel is ruled by those who advocate the idea of a Greater Israel (Eretz Israel), and that the only way to eliminate these people is to defeat them politically, and the only way to bring about their political defeat is to defeat them militarily.

Hamas is in the process of achieving this.

But there is a price to pay – a high price. The French lost 20,000 civilians to achieve the liberation of Normandy in the summer of 1944.

So far, Palestinian civilians in Gaza have lost 12,000 civilians killed in Hamas‘ efforts to militarily defeat their Israeli occupiers.

This price will rise in the coming days and weeks.

But it is a price that must be paid if there is to be any chance of a Palestinian homeland.

The sacrifice of the Palestinian people has forced the hand of an Arab and Islamic world which, with few exceptions, has remained silent in the face of the devastation perpetrated by Israel against the Palestinian people. Which did nothing when the cause of Palestinian statehood was discussed through the Abraham Accords.

It is only because of the suffering of the Palestinian people that anyone is paying attention to the cause of Palestinian statehood today.

Or the welfare of Palestinian prisoners held by Israel.

Or the sanctity of the Al-Aqsa Mosque.

All of these were Hamas‘ stated goals in its attack on October 7.

And all objectives are being achieved at this moment.

Only thanks to the actions of Hamas and the sacrifices of the Palestinian people.

This makes Hamas‘ attack on Israel on October 7 the most successful military attack of this century.

https://www.scottritterextra.com/p/the-october-7-hamas-assault-on-israel

 

 

 

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Debunking the conspiracy theory that Netanyahu deliberately allowed last weekend’s attacks – By Andrew Korybko9. October 2023In „General“

Posted on November 13, 2023 at 22:43 in General | RSS feed

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Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter  https://wp.me/paI27O-54M

The October 7 Hamas Assault on Israel The Most Successful Military Raid of this Century Scott Ritter Nov 13, 2023 https://www.scottritterextra.com/p/the-october-7-hamas-assault-on-israel

Interessante Aussagen von Scott Ritter, der bei Wikipedia wegen Sexdelikten verurteilt wurde, aber das scheint mir ein Manöver zu sein, um ihn unglaubwürdig zu machen.

Hört auf seine Argumente, die dramatisch sind.

Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter, US-Militär, UNO-Inspektor, Autor und Analyst für Geopolitik

mit diesem, völlig dem gängigen Narrativ widersprechenden Interview mit Miko Peled: https://www.aljazeera.com/program/the-bottom-line/2023/11/3/should-palestinians-israelis-live-equally-in-one-state

Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter, US-Militär, UNO-Inspektor, Autor und Analyst für Geopolitik

Es gibt eine Binsenweisheit, die ich oft zitiere, wenn ich die verschiedenen analytischen Ansätze zur Bewertung der vielfältigen geopolitischen Probleme, mit denen die Welt heute konfrontiert ist, erörtere: Man kann ein Problem nicht lösen, wenn man es nicht zuerst richtig definiert. Der Kern des Arguments ist ganz einfach: Jede Lösung, die nichts mit dem betreffenden Problem zu tun hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes gar keine Lösung.

Israel hat den Angriff der Hamas auf die verschiedenen israelischen Militärstützpunkte und militarisierten Siedlungen oder Kibbuz, die in ihrer Gesamtheit einen wichtigen Teil des Gaza-Sperrsystems ausmachen, als massiven Terrorakt bezeichnet und mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten verglichen. Israel stützt diese Charakterisierung, indem es die Zahl der Getöteten angibt (etwa 1.200, eine Korrektur nach unten, die von Israel vorgenommen wurde, nachdem es feststellte, dass 200 der Toten palästinensische Kämpfer waren) und eine Vielzahl von Gräueltaten aufzählt, die angeblich von der Hamas begangen wurden, darunter Massenvergewaltigungen, die Enthauptung von Kindern und die Ermordung von unbewaffneten israelischen Zivilisten.

Das Problem mit den israelischen Behauptungen ist, dass sie nachweislich falsch oder irreführend sind. Nahezu ein Drittel der israelischen Opfer waren Militär-, Sicherheits- und Polizeibeamte. Außerdem hat sich herausgestellt, dass nicht die Hamas oder andere palästinensische Gruppierungen, sondern das israelische Militär selbst am 7. Oktober die meisten israelischen Opfer zu beklagen hatte. Kürzlich veröffentlichte Videos zeigen, wie israelische Apache-Hubschrauber wahllos auf israelische Zivilisten schießen, die versuchen, von der Supernova-Sukkot-Veranstaltung in der offenen Wüste in der Nähe des Kibbutz Re’im zu fliehen, wobei die Piloten nicht zwischen Zivilisten und Hamas-Kämpfern unterscheiden können. Viele der Fahrzeuge, die die israelische Regierung als Beispiel für die Niedertracht der Hamas angeführt hat, wurden von den israelischen Apache-Hubschraubern zerstört.

Ebenso hat die israelische Regierung das, was sie als „Re’im-Massaker“ bezeichnet, weithin publik gemacht und eine Zahl von etwa 112 Zivilisten genannt, die angeblich von der Hamas ermordet wurden. Augenzeugenberichte von überlebenden israelischen Zivilisten und an den Kämpfen beteiligten Militärangehörigen zeigen jedoch, dass die große Mehrheit der Getöteten durch das Feuer israelischer Soldaten und Panzer auf Gebäude starb, in denen sich die Zivilisten entweder versteckten oder von Hamas-Kämpfern als Geiseln gehalten wurden. Es dauerte zwei Tage, bis das israelische Militär Re’im zurückerobern konnte. Dies gelang erst, nachdem Panzer auf die Wohnhäuser der Zivilisten geschossen hatten, so dass sie auf ihre Bewohner einstürzten und oft in Brand gerieten, so dass die Leichen der Bewohner vom Feuer verzehrt wurden. Die israelische Regierung hat publik gemacht, dass sie die Dienste forensischer Archäologen in Anspruch nehmen musste, um die menschlichen Überreste im Kibbuz zu identifizieren, und dabei unterstellt, dass die Hamas die Häuser der Bewohner verbrannt hat. Tatsache ist jedoch, dass es israelische Panzer waren, die die Zerstörung und das Töten vornahmen.

Diese Szene wiederholte sich in anderen Kibbuzes entlang des Gaza-Sperrsystems.

Die israelische Regierung behandelt den Kibbuz als rein zivil und hat dennoch veröffentlicht, wie bewaffnete Sicherheitsteams mehrerer Kibbuzes – die sich aus den so genannten „zivilen“ Bewohnern rekrutieren – in der Lage waren, rechtzeitig zu mobilisieren, um die Hamas-Angreifer erfolgreich abzuwehren. In Wirklichkeit musste jeder Kibbuz von der Hamas wie ein bewaffnetes Lager behandelt und als solches angegriffen werden, als ob es sich um ein militärisches Ziel handelte, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie es alle waren.

Außerdem wurde jeder Kibbuz bis zur Verlegung mehrerer IDF-Bataillone in das Westjordanland durch eine Truppe von etwa 20 IDF-Soldaten verstärkt, die im Kibbuz einquartiert waren. Da die Hamas diesen Angriff seit über einem Jahr geplant hatte, musste sie davon ausgehen, dass sich diese 20 IDF-Soldaten noch immer in jedem Kibbuz befanden, und entsprechend handeln.

Die israelische Regierung musste ihre Behauptungen, die Hamas habe 40 Kinder enthauptet, zurücknehmen und hat keine glaubwürdigen Beweise dafür vorgelegt, dass die Hamas an der Vergewaltigung oder dem sexuellen Übergriff auf eine einzige israelische Frau beteiligt war. Augenzeugenberichte beschreiben die Hamas-Kämpfer als diszipliniert, entschlossen und tödlich im Angriff und dennoch höflich und sanft im Umgang mit gefangenen Zivilisten.

Es stellt sich die Frage, warum die israelische Regierung alles daran setzt, ein Narrativ zu fabrizieren, das die falsche und irreführende Charakterisierung des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober auf das Gaza-Absperrsystem als Terrorakt unterstützt.

Die Antwort ist ebenso beunruhigend wie klar – denn was am 7. Oktober geschah, war kein Terroranschlag, sondern ein militärischer Überfall. Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist wie Tag und Nacht: Indem Israel die Ereignisse vom 7. Oktober als Terrorakte bezeichnet, schiebt es die Schuld für die enormen Verluste von seinen Militär-, Sicherheits- und Geheimdiensten auf die Hamas ab.

Sollte Israel jedoch anerkennen, dass es sich bei dem, was die Hamas getan hat, tatsächlich um einen Überfall – eine Militäroperation – gehandelt hat, würde die Kompetenz des israelischen Militärs, der Sicherheitsdienste und des Geheimdienstes in Frage gestellt werden, ebenso wie die politische Führung, die für die Überwachung und Leitung ihrer Operationen verantwortlich ist.

Und wenn Sie der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sind, ist das das Letzte, was Sie wollen.

Benjamin Netanjahu kämpft um sein politisches Leben. Er befand sich bereits in einer von ihm selbst verursachten Krise, nachdem er ein Gesetz durchgesetzt hatte, mit dem das israelische Grundgesetz in einer Weise umgeschrieben wurde, die die israelische Justiz unter die Kontrolle der Knesset stellte und ihren Status als eigenständige, aber gleichberechtigte Regierungsinstanz effektiv beendete (so viel dazu, dass Israel die „größte Demokratie im Nahen Osten“ ist). Dieser Akt brachte Israel an den Rand eines Bürgerkriegs, und Hunderttausende von Demonstranten gingen auf die Straße, um Netanjahu anzuprangern. Was Netanjahus Handeln noch verabscheuungswürdiger macht, ist die Tatsache, dass es sich dabei um ein reines Machtspiel handelte, mit dem das israelische Gerichtssystem daran gehindert werden sollte, ihn wegen mehrerer glaubwürdiger Korruptionsvorwürfe vor Gericht zu stellen, die ihn im Falle eines Schuldspruchs (was sehr wahrscheinlich ist) für viele Jahre ins Gefängnis gebracht hätten.

Netanjahu hatte sich selbst als Israels oberster Verteidiger bezeichnet, als Spezialist für die Bedrohungen, denen Israel im Ausland ausgesetzt ist, und dafür, wie man am besten darauf reagiert. Er hat sich offen für eine militärische Konfrontation mit dem Iran wegen dessen Atomprogramm ausgesprochen. Netanjahu ist auch ein Befürworter des politischen Zionismus in seiner extremsten Ausprägung und hat die Ausweitung der israelischen Siedlungen im Westjordanland gefördert, die Palästinenser mit Gewalt aus ihren Häusern und Dörfern vertreiben, als Teil eines Gesamtplans zur Schaffung eines „Groß-Israel“, das dem biblischen Vorbild entspricht.

Ein Teil von Netanjahus Strategie zur Verwirklichung dieses Traums von einem „Groß-Israel“ besteht darin, das palästinensische Volk und seine Regierung bis zur Bedeutungslosigkeit zu schwächen und sie so daran zu hindern, ihren Traum von einem unabhängigen palästinensischen Staat zu verwirklichen. Um diese Strategie zu erleichtern, hat Netanjahu in den letzten zwei Jahrzehnten das Wachstum der Hamas als politische Organisation gefördert. Der Zweck dieser Unterstützung ist einfach: Durch die Förderung der Hamas schwächt Netanjahu die Palästinensische Autonomiebehörde, das Regierungsorgan des palästinensischen Volkes, das von seinem Präsidenten Mahmoud Abbas geleitet wird.

Netanjahus Plan ging auf – im September 2020 unterzeichnete Netanjahu das Abaraham-Abkommen, eine Reihe bilateraler Vereinbarungen, die von der Regierung des damaligen Präsidenten Donald Trump vermittelt wurden und die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Golfstaaten zum Ziel hatten, alles auf Kosten einer unabhängigen palästinensischen Nation. Vor dem Hamas-Anschlag am 7. Oktober stand Israel kurz davor, die Beziehungen zu Saudi-Arabien zu normalisieren, ein Akt, der den Sargnagel für die palästinensische Eigenstaatlichkeit bedeutet hätte.

Einer der Hauptgründe für Israels Fortschritte in dieser Hinsicht war sein Erfolg bei der Schaffung einer politischen Kluft zwischen der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Am 7. Oktober wurde dieser Erfolg jedoch durch den Sieg der Hamas über die IDF zunichte gemacht. Die genauen Mittel, mit denen dieser Sieg errungen wurde, sind ein Thema für ein anderes Mal. Aber die grundlegenden Elemente dieses Sieges sind bekannt.

Die Hamas hat Israels gepriesene Nachrichtendienste wirkungsvoll neutralisiert und sie für die Möglichkeit eines Angriffs dieses Ausmaßes blind gemacht.

Als der Angriff stattfand, war die Hamas in der Lage, genau die Überwachungs- und Kommunikationsknotenpunkte zu treffen, auf die sich die IDF verließen, um im Falle eines Angriffs eine Reaktion zu mobilisieren.

Die Hamas besiegte die entlang der Sperrmauer stationierten israelischen Soldaten im Nahkampf. Zwei Bataillone der Golani-Brigade wurden aufgerieben, ebenso wie Teile anderer gepriesener IDF-Einheiten.

Die Hamas griff das Hauptquartier der Gaza-Division, die örtliche Geheimdienstzentrale und andere wichtige Kommando- und Kontrolleinrichtungen mit brutaler Präzision an und machte aus einer Reaktionszeit von fünf Minuten viele Stunden – mehr als genug Zeit für die Hamas, um eines ihrer Hauptziele zu verwirklichen: die Geiselnahme. Dies gelang ihnen mit äußerster Geschicklichkeit, und sie kehrten mit mehr als 230 israelischen Soldaten und Zivilisten nach Gaza zurück.

Das Marineinfanteriekorps definiert einen Überfall als „eine Operation, in der Regel von geringem Umfang, bei der schnell in feindliches Gebiet eingedrungen wird, um Informationen zu erhalten, den Feind zu verwirren oder seine Einrichtungen zu zerstören. Sie endet mit einem geplanten Rückzug nach Abschluss der zugewiesenen Mission“.

Genau das hat die Hamas am 7. Oktober getan.

Was waren die Ziele dieses Angriffs? Nach Angaben der Hamas verfolgte der Überfall am 7. Oktober drei Ziele.

Erstens, das Recht des palästinensischen Volkes auf ein Heimatland, das nicht durch das Abaraham-Abkommen definiert ist, zu bekräftigen.

Zweitens die Freilassung der mehr als 10.000 Palästinenser, die von Israel gefangen gehalten werden, die meisten von ihnen ohne Anklage und ohne ein ordentliches Verfahren.

Drittens die Wiederherstellung der Unantastbarkeit der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem, der drittheiligsten Stätte des Islam, die in den letzten Jahren wiederholt von israelischen Sicherheitskräften geschändet worden war.

Um diese Ziele zu erreichen, musste der Überfall vom 7. Oktober die notwendigen Voraussetzungen für einen Sieg schaffen. Dies wurde erreicht, indem Israel ausreichend gedemütigt wurde, um ein vorhersehbares Ergebnis zu provozieren – die Umsetzung der Dahiya-Doktrin der kollektiven Bestrafung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen in Verbindung mit einem Bodenangriff auf den Gazastreifen, der die IDF in einen Hinterhalt der Hamas locken sollte.

Die Geiselnahme sollte der Hamas als Verhandlungsmasse für die Freilassung der 10.000 von Israel festgehaltenen Gefangenen dienen.

Die israelische Bombardierung und Invasion des Gazastreifens hat zu internationaler Empörung gegen Israel geführt, da die Welt vor der humanitären Katastrophe, die sich vor ihren Augen abspielt, zurückschreckt. Die Straßen der großen Städte auf der ganzen Welt sind voll von wütenden Demonstranten, die für das palästinensische Volk – und die palästinensische Eigenstaatlichkeit – demonstrieren. Die Vereinigten Staaten erklären nun, dass eine Zweistaatenlösung – etwas, was das Abrahams-Abkommen verhindern sollte – der einzige Weg für den Frieden im Nahen Osten ist.

Das hätten die Vereinigten Staaten am 6. Oktober niemals gesagt.

Die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten diese Haltung eingenommen haben, ist auf den Hamas-Angriff vom 7. Oktober zurückzuführen.

Israel verhandelt mit den Vereinigten Staaten und anderen über einen möglichen Gefangenenaustausch zwischen den Hamas-Geiseln und bestimmten Kategorien politischer Gefangener – Frauen und Kinder -, die von Israel festgehalten werden (ja, Sie haben richtig gelesen – Kinder). Jetzt wissen Sie, wie weise die Entscheidung der Hamas war, israelische Kinder als Geiseln zu nehmen).

Ohne den Hamas-Angriff vom 7. Oktober wäre eine solche Möglichkeit niemals gegeben gewesen.

Und in Saudi-Arabien ist die größte Versammlung islamischer Staaten in der modernen Geschichte zusammengekommen, um die Gaza-Krise zu diskutieren. Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte ist die Frage der Al-Aqsa-Moschee und die Beendigung der israelischen Schändung.

Eine Diskussion, die ohne den Hamas-Angriff vom 7. Oktober nie stattgefunden hätte.

Es versteht sich von selbst, dass der Hamas-Angriff vom 7. Oktober einen Feuersturm brutaler Vergeltungsmaßnahmen in Form von Bomben, Granaten und Kugeln auf die Zivilbevölkerung des Gazastreifens ausgelöst hat. Es handelt sich um Menschen, denen seit fast acht Jahrzehnten eine eigene Heimat von den Israelis verwehrt wird, die die Palästinenser in einem der größten Akte ethnischer Säuberung der modernen Geschichte – der Nakba oder Katastrophe von 1948 – gewaltsam aus dem Land vertrieben haben, das heute Israel heißt.

Diese Menschen haben unsägliche Entbehrungen durch die israelischen Besatzer erlitten, während sie auf den Moment warten, in dem ihr Traum von einer palästinensischen Heimat wahr wird. Sie wissen, dass ein palästinensisches Heimatland nicht verwirklicht werden kann, solange Israel von denjenigen regiert wird, die die Idee eines Groß-Israels (Eretz Israel) vertreten, und dass die einzige Möglichkeit, diese Leute zu beseitigen, darin besteht, sie politisch zu besiegen, und die einzige Möglichkeit, ihre politische Niederlage herbeizuführen, ist, sie militärisch zu besiegen.

Die Hamas ist dabei, dies zu erreichen.

Aber es gibt einen Preis zu zahlen – einen hohen Preis. Die Franzosen haben 20.000 Zivilisten verloren, um die Befreiung der Normandie im Sommer 1944 zu erreichen.

Bisher haben die palästinensischen Zivilisten im Gazastreifen 12.000 Zivilisten verloren, die bei den Bemühungen der Hamas, ihre israelischen Besatzer militärisch zu besiegen, getötet wurden.

Dieser Preis wird in den kommenden Tagen und Wochen noch steigen.

Aber es ist ein Preis, der gezahlt werden muss, wenn es eine Chance auf ein palästinensisches Heimatland geben soll.

Das Opfer des palästinensischen Volkes hat eine arabische und islamische Welt in Zugzwang gebracht, die, von wenigen Ausnahmen abgesehen, gegenüber den von Israel an dem palästinensischen Volk verübten Verheerungen stumm geblieben ist. Die nichts unternommen hat, als die Sache der palästinensischen Staatlichkeit durch das Abraham-Abkommen erörtert wurde.

Nur aufgrund des Leidens des palästinensischen Volkes schenkt heute irgendjemand der Sache der palästinensischen Staatlichkeit Aufmerksamkeit.

Oder dem Wohlergehen der palästinensischen Gefangenen, die von Israel festgehalten werden.

Oder die Unantastbarkeit der Al-Aqsa-Moschee.

All dies waren die erklärten Ziele der Hamas bei ihrem Angriff am 7. Oktober.

Und alle Ziele werden in diesem Moment erreicht.

Nur dank der Aktionen der Hamas und der Opfer des palästinensischen Volkes.

Das macht den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober zum erfolgreichsten Militärangriff dieses Jahrhunderts.

https://www.scottritterextra.com/p/the-october-7-hamas-assault-on-israel

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Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter, mit einem Interview mit Miko Peled

Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter  https://wp.me/paI27O-54M  mit einem Interview mit Miko Peled

The October 7 Hamas Assault on Israel The Most Successful Military Raid of this Century Scott Ritter Nov 13, 2023 https://www.scottritterextra.com/p/the-october-7-hamas-assault-on-israel

Dem gängigen Narrativ völlig widersprechende Aussagen von Scott Ritter, (der bei Wikipedia wegen Sexdelikten verurteilt wurde, aber das scheint mir ein Manöver zu sein, um ihn unglaubwürdig zu machen.) Unterstützt wird er durch die Aussage von Miko Peled in einem aktuellen Interview.

Hört auf seine Argumente, die dramatisch sind.

Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter, US-Militär, UNO-Inspektor, Autor und Analyst für Geopolitik

mit diesem, völlig dem gängigen Narrativ widersprechenden Interview mit Miko Peled: https://www.aljazeera.com/program/the-bottom-line/2023/11/3/should-palestinians-israelis-live-equally-in-one-state

Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober – Von Scott Ritter, US-Militär, UNO-Inspektor, Autor und Analyst für Geopolitik

Es gibt eine Binsenweisheit, die ich oft zitiere, wenn ich die verschiedenen analytischen Ansätze zur Bewertung der vielfältigen geopolitischen Probleme, mit denen die Welt heute konfrontiert ist, erörtere: Man kann ein Problem nicht lösen, wenn man es nicht zuerst richtig definiert. Der Kern des Arguments ist ganz einfach: Jede Lösung, die nichts mit dem betreffenden Problem zu tun hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes gar keine Lösung.

Israel hat den Angriff der Hamas auf die verschiedenen israelischen Militärstützpunkte und militarisierten Siedlungen oder Kibbuz, die in ihrer Gesamtheit einen wichtigen Teil des Gaza-Sperrsystems ausmachen, als massiven Terrorakt bezeichnet und mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten verglichen. Israel stützt diese Charakterisierung, indem es die Zahl der Getöteten angibt (etwa 1.200, eine Korrektur nach unten, die von Israel vorgenommen wurde, nachdem es feststellte, dass 200 der Toten palästinensische Kämpfer waren) und eine Vielzahl von Gräueltaten aufzählt, die angeblich von der Hamas begangen wurden, darunter Massenvergewaltigungen, die Enthauptung von Kindern und die Ermordung von unbewaffneten israelischen Zivilisten.

Das Problem mit den israelischen Behauptungen ist, dass sie nachweislich falsch oder irreführend sind. Nahezu ein Drittel der israelischen Opfer waren Militär-, Sicherheits- und Polizeibeamte. Außerdem hat sich herausgestellt, dass nicht die Hamas oder andere palästinensische Gruppierungen, sondern das israelische Militär selbst am 7. Oktober die meisten israelischen Opfer zu beklagen hatte. Kürzlich veröffentlichte Videos zeigen, wie israelische Apache-Hubschrauber wahllos auf israelische Zivilisten schießen, die versuchen, von der Supernova-Sukkot-Veranstaltung in der offenen Wüste in der Nähe des Kibbutz Re’im zu fliehen, wobei die Piloten nicht zwischen Zivilisten und Hamas-Kämpfern unterscheiden können. Viele der Fahrzeuge, die die israelische Regierung als Beispiel für die Niedertracht der Hamas angeführt hat, wurden von den israelischen Apache-Hubschraubern zerstört.

Ebenso hat die israelische Regierung das, was sie als „Re’im-Massaker“ bezeichnet, weithin publik gemacht und eine Zahl von etwa 112 Zivilisten genannt, die angeblich von der Hamas ermordet wurden. Augenzeugenberichte von überlebenden israelischen Zivilisten und an den Kämpfen beteiligten Militärangehörigen zeigen jedoch, dass die große Mehrheit der Getöteten durch das Feuer israelischer Soldaten und Panzer auf Gebäude starb, in denen sich die Zivilisten entweder versteckten oder von Hamas-Kämpfern als Geiseln gehalten wurden. Es dauerte zwei Tage, bis das israelische Militär Re’im zurückerobern konnte. Dies gelang erst, nachdem Panzer auf die Wohnhäuser der Zivilisten geschossen hatten, so dass sie auf ihre Bewohner einstürzten und oft in Brand gerieten, so dass die Leichen der Bewohner vom Feuer verzehrt wurden. Die israelische Regierung hat publik gemacht, dass sie die Dienste forensischer Archäologen in Anspruch nehmen musste, um die menschlichen Überreste im Kibbuz zu identifizieren, und dabei unterstellt, dass die Hamas die Häuser der Bewohner verbrannt hat. Tatsache ist jedoch, dass es israelische Panzer waren, die die Zerstörung und das Töten vornahmen.

Diese Szene wiederholte sich in anderen Kibbuzes entlang des Gaza-Sperrsystems.

Die israelische Regierung behandelt den Kibbuz als rein zivil und hat dennoch veröffentlicht, wie bewaffnete Sicherheitsteams mehrerer Kibbuzes – die sich aus den so genannten „zivilen“ Bewohnern rekrutieren – in der Lage waren, rechtzeitig zu mobilisieren, um die Hamas-Angreifer erfolgreich abzuwehren. In Wirklichkeit musste jeder Kibbuz von der Hamas wie ein bewaffnetes Lager behandelt und als solches angegriffen werden, als ob es sich um ein militärisches Ziel handelte, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie es alle waren.

Außerdem wurde jeder Kibbuz bis zur Verlegung mehrerer IDF-Bataillone in das Westjordanland durch eine Truppe von etwa 20 IDF-Soldaten verstärkt, die im Kibbuz einquartiert waren. Da die Hamas diesen Angriff seit über einem Jahr geplant hatte, musste sie davon ausgehen, dass sich diese 20 IDF-Soldaten noch immer in jedem Kibbuz befanden, und entsprechend handeln.

Die israelische Regierung musste ihre Behauptungen, die Hamas habe 40 Kinder enthauptet, zurücknehmen und hat keine glaubwürdigen Beweise dafür vorgelegt, dass die Hamas an der Vergewaltigung oder dem sexuellen Übergriff auf eine einzige israelische Frau beteiligt war. Augenzeugenberichte beschreiben die Hamas-Kämpfer als diszipliniert, entschlossen und tödlich im Angriff und dennoch höflich und sanft im Umgang mit gefangenen Zivilisten.

Es stellt sich die Frage, warum die israelische Regierung alles daran setzt, ein Narrativ zu fabrizieren, das die falsche und irreführende Charakterisierung des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober auf das Gaza-Absperrsystem als Terrorakt unterstützt.

Die Antwort ist ebenso beunruhigend wie klar – denn was am 7. Oktober geschah, war kein Terroranschlag, sondern ein militärischer Überfall. Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist wie Tag und Nacht: Indem Israel die Ereignisse vom 7. Oktober als Terrorakte bezeichnet, schiebt es die Schuld für die enormen Verluste von seinen Militär-, Sicherheits- und Geheimdiensten auf die Hamas ab.

Sollte Israel jedoch anerkennen, dass es sich bei dem, was die Hamas getan hat, tatsächlich um einen Überfall – eine Militäroperation – gehandelt hat, würde die Kompetenz des israelischen Militärs, der Sicherheitsdienste und des Geheimdienstes in Frage gestellt werden, ebenso wie die politische Führung, die für die Überwachung und Leitung ihrer Operationen verantwortlich ist.

Und wenn Sie der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sind, ist das das Letzte, was Sie wollen.

Benjamin Netanjahu kämpft um sein politisches Leben. Er befand sich bereits in einer von ihm selbst verursachten Krise, nachdem er ein Gesetz durchgesetzt hatte, mit dem das israelische Grundgesetz in einer Weise umgeschrieben wurde, die die israelische Justiz unter die Kontrolle der Knesset stellte und ihren Status als eigenständige, aber gleichberechtigte Regierungsinstanz effektiv beendete (so viel dazu, dass Israel die „größte Demokratie im Nahen Osten“ ist). Dieser Akt brachte Israel an den Rand eines Bürgerkriegs, und Hunderttausende von Demonstranten gingen auf die Straße, um Netanjahu anzuprangern. Was Netanjahus Handeln noch verabscheuungswürdiger macht, ist die Tatsache, dass es sich dabei um ein reines Machtspiel handelte, mit dem das israelische Gerichtssystem daran gehindert werden sollte, ihn wegen mehrerer glaubwürdiger Korruptionsvorwürfe vor Gericht zu stellen, die ihn im Falle eines Schuldspruchs (was sehr wahrscheinlich ist) für viele Jahre ins Gefängnis gebracht hätten.

Netanjahu hatte sich selbst als Israels oberster Verteidiger bezeichnet, als Spezialist für die Bedrohungen, denen Israel im Ausland ausgesetzt ist, und dafür, wie man am besten darauf reagiert. Er hat sich offen für eine militärische Konfrontation mit dem Iran wegen dessen Atomprogramm ausgesprochen. Netanjahu ist auch ein Befürworter des politischen Zionismus in seiner extremsten Ausprägung und hat die Ausweitung der israelischen Siedlungen im Westjordanland gefördert, die Palästinenser mit Gewalt aus ihren Häusern und Dörfern vertreiben, als Teil eines Gesamtplans zur Schaffung eines „Groß-Israel“, das dem biblischen Vorbild entspricht.

Ein Teil von Netanjahus Strategie zur Verwirklichung dieses Traums von einem „Groß-Israel“ besteht darin, das palästinensische Volk und seine Regierung bis zur Bedeutungslosigkeit zu schwächen und sie so daran zu hindern, ihren Traum von einem unabhängigen palästinensischen Staat zu verwirklichen. Um diese Strategie zu erleichtern, hat Netanjahu in den letzten zwei Jahrzehnten das Wachstum der Hamas als politische Organisation gefördert. Der Zweck dieser Unterstützung ist einfach: Durch die Förderung der Hamas schwächt Netanjahu die Palästinensische Autonomiebehörde, das Regierungsorgan des palästinensischen Volkes, das von seinem Präsidenten Mahmoud Abbas geleitet wird.

Netanjahus Plan ging auf – im September 2020 unterzeichnete Netanjahu das Abaraham-Abkommen, eine Reihe bilateraler Vereinbarungen, die von der Regierung des damaligen Präsidenten Donald Trump vermittelt wurden und die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Golfstaaten zum Ziel hatten, alles auf Kosten einer unabhängigen palästinensischen Nation. Vor dem Hamas-Anschlag am 7. Oktober stand Israel kurz davor, die Beziehungen zu Saudi-Arabien zu normalisieren, ein Akt, der den Sargnagel für die palästinensische Eigenstaatlichkeit bedeutet hätte.

Einer der Hauptgründe für Israels Fortschritte in dieser Hinsicht war sein Erfolg bei der Schaffung einer politischen Kluft zwischen der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Am 7. Oktober wurde dieser Erfolg jedoch durch den Sieg der Hamas über die IDF zunichte gemacht. Die genauen Mittel, mit denen dieser Sieg errungen wurde, sind ein Thema für ein anderes Mal. Aber die grundlegenden Elemente dieses Sieges sind bekannt.

Die Hamas hat Israels gepriesene Nachrichtendienste wirkungsvoll neutralisiert und sie für die Möglichkeit eines Angriffs dieses Ausmaßes blind gemacht.

Als der Angriff stattfand, war die Hamas in der Lage, genau die Überwachungs- und Kommunikationsknotenpunkte zu treffen, auf die sich die IDF verließen, um im Falle eines Angriffs eine Reaktion zu mobilisieren.

Die Hamas besiegte die entlang der Sperrmauer stationierten israelischen Soldaten im Nahkampf. Zwei Bataillone der Golani-Brigade wurden aufgerieben, ebenso wie Teile anderer gepriesener IDF-Einheiten.

Die Hamas griff das Hauptquartier der Gaza-Division, die örtliche Geheimdienstzentrale und andere wichtige Kommando- und Kontrolleinrichtungen mit brutaler Präzision an und machte aus einer Reaktionszeit von fünf Minuten viele Stunden – mehr als genug Zeit für die Hamas, um eines ihrer Hauptziele zu verwirklichen: die Geiselnahme. Dies gelang ihnen mit äußerster Geschicklichkeit, und sie kehrten mit mehr als 230 israelischen Soldaten und Zivilisten nach Gaza zurück.

Das Marineinfanteriekorps definiert einen Überfall als „eine Operation, in der Regel von geringem Umfang, bei der schnell in feindliches Gebiet eingedrungen wird, um Informationen zu erhalten, den Feind zu verwirren oder seine Einrichtungen zu zerstören. Sie endet mit einem geplanten Rückzug nach Abschluss der zugewiesenen Mission“.

Genau das hat die Hamas am 7. Oktober getan.

Was waren die Ziele dieses Angriffs? Nach Angaben der Hamas verfolgte der Überfall am 7. Oktober drei Ziele.

Erstens, das Recht des palästinensischen Volkes auf ein Heimatland, das nicht durch das Abaraham-Abkommen definiert ist, zu bekräftigen.

Zweitens die Freilassung der mehr als 10.000 Palästinenser, die von Israel gefangen gehalten werden, die meisten von ihnen ohne Anklage und ohne ein ordentliches Verfahren.

Drittens die Wiederherstellung der Unantastbarkeit der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem, der drittheiligsten Stätte des Islam, die in den letzten Jahren wiederholt von israelischen Sicherheitskräften geschändet worden war.

Um diese Ziele zu erreichen, musste der Überfall vom 7. Oktober die notwendigen Voraussetzungen für einen Sieg schaffen. Dies wurde erreicht, indem Israel ausreichend gedemütigt wurde, um ein vorhersehbares Ergebnis zu provozieren – die Umsetzung der Dahiya-Doktrin der kollektiven Bestrafung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen in Verbindung mit einem Bodenangriff auf den Gazastreifen, der die IDF in einen Hinterhalt der Hamas locken sollte.

Die Geiselnahme sollte der Hamas als Verhandlungsmasse für die Freilassung der 10.000 von Israel festgehaltenen Gefangenen dienen.

Die israelische Bombardierung und Invasion des Gazastreifens hat zu internationaler Empörung gegen Israel geführt, da die Welt vor der humanitären Katastrophe, die sich vor ihren Augen abspielt, zurückschreckt. Die Straßen der großen Städte auf der ganzen Welt sind voll von wütenden Demonstranten, die für das palästinensische Volk – und die palästinensische Eigenstaatlichkeit – demonstrieren. Die Vereinigten Staaten erklären nun, dass eine Zweistaatenlösung – etwas, was das Abrahams-Abkommen verhindern sollte – der einzige Weg für den Frieden im Nahen Osten ist.

Das hätten die Vereinigten Staaten am 6. Oktober niemals gesagt.

Die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten diese Haltung eingenommen haben, ist auf den Hamas-Angriff vom 7. Oktober zurückzuführen.

Israel verhandelt mit den Vereinigten Staaten und anderen über einen möglichen Gefangenenaustausch zwischen den Hamas-Geiseln und bestimmten Kategorien politischer Gefangener – Frauen und Kinder -, die von Israel festgehalten werden (ja, Sie haben richtig gelesen – Kinder). Jetzt wissen Sie, wie weise die Entscheidung der Hamas war, israelische Kinder als Geiseln zu nehmen).

Ohne den Hamas-Angriff vom 7. Oktober wäre eine solche Möglichkeit niemals gegeben gewesen.

Und in Saudi-Arabien ist die größte Versammlung islamischer Staaten in der modernen Geschichte zusammengekommen, um die Gaza-Krise zu diskutieren. Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte ist die Frage der Al-Aqsa-Moschee und die Beendigung der israelischen Schändung.

Eine Diskussion, die ohne den Hamas-Angriff vom 7. Oktober nie stattgefunden hätte.

Es versteht sich von selbst, dass der Hamas-Angriff vom 7. Oktober einen Feuersturm brutaler Vergeltungsmaßnahmen in Form von Bomben, Granaten und Kugeln auf die Zivilbevölkerung des Gazastreifens ausgelöst hat. Es handelt sich um Menschen, denen seit fast acht Jahrzehnten eine eigene Heimat von den Israelis verwehrt wird, die die Palästinenser in einem der größten Akte ethnischer Säuberung der modernen Geschichte – der Nakba oder Katastrophe von 1948 – gewaltsam aus dem Land vertrieben haben, das heute Israel heißt.

Diese Menschen haben unsägliche Entbehrungen durch die israelischen Besatzer erlitten, während sie auf den Moment warten, in dem ihr Traum von einer palästinensischen Heimat wahr wird. Sie wissen, dass ein palästinensisches Heimatland nicht verwirklicht werden kann, solange Israel von denjenigen regiert wird, die die Idee eines Groß-Israels (Eretz Israel) vertreten, und dass die einzige Möglichkeit, diese Leute zu beseitigen, darin besteht, sie politisch zu besiegen, und die einzige Möglichkeit, ihre politische Niederlage herbeizuführen, ist, sie militärisch zu besiegen.

Die Hamas ist dabei, dies zu erreichen.

Aber es gibt einen Preis zu zahlen – einen hohen Preis. Die Franzosen haben 20.000 Zivilisten verloren, um die Befreiung der Normandie im Sommer 1944 zu erreichen.

Bisher haben die palästinensischen Zivilisten im Gazastreifen 12.000 Zivilisten verloren, die bei den Bemühungen der Hamas, ihre israelischen Besatzer militärisch zu besiegen, getötet wurden.

Dieser Preis wird in den kommenden Tagen und Wochen noch steigen.

Aber es ist ein Preis, der gezahlt werden muss, wenn es eine Chance auf ein palästinensisches Heimatland geben soll.

Das Opfer des palästinensischen Volkes hat eine arabische und islamische Welt in Zugzwang gebracht, die, von wenigen Ausnahmen abgesehen, gegenüber den von Israel an dem palästinensischen Volk verübten Verheerungen stumm geblieben ist. Die nichts unternommen hat, als die Sache der palästinensischen Staatlichkeit durch das Abraham-Abkommen erörtert wurde.

Nur aufgrund des Leidens des palästinensischen Volkes schenkt heute irgendjemand der Sache der palästinensischen Staatlichkeit Aufmerksamkeit.

Oder dem Wohlergehen der palästinensischen Gefangenen, die von Israel festgehalten werden.

Oder die Unantastbarkeit der Al-Aqsa-Moschee.

All dies waren die erklärten Ziele der Hamas bei ihrem Angriff am 7. Oktober.

Und alle Ziele werden in diesem Moment erreicht.

Nur dank der Aktionen der Hamas und der Opfer des palästinensischen Volkes.

Das macht den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober zum erfolgreichsten Militärangriff dieses Jahrhunderts.

https://www.scottritterextra.com/p/the-october-7-hamas-assault-on-israel

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Israels tödliche Nachlässigkeit war nicht nur ein Versagen der Geheimdienste

Israels tödliche Nachlässigkeit war nicht nur ein Versagen der Geheimdienste

Die Menschen in den an den Gazastreifen angrenzenden Gemeinden hörten, wie die Hamas trainierte, um Israel zu infiltrieren, aber die Armee ignorierte ihre Warnungen und schränkte ihre Überwachungsmöglichkeiten ein. Die Späher der Armee entdeckten verdächtige Grabungen, aber ihre Vorgesetzten behaupteten, es handele sich um landwirtschaftliche Arbeiten. Die Blindheit der Geheimdienste war nicht nur darauf zurückzuführen, dass sie die Zeichen nicht erkannten. Auch politische Erwägungen spielten eine Rolle

Uri Bar-Joseph
11. November 2023

Am 28. September, neun Tage vor dem Angriff der Hamas auf die an den Gazastreifen angrenzenden israelischen Gemeinden, veröffentlichte die Website der israelischen Streitkräfte einen umfassenden Artikel über die Informationsbeschaffungseinheiten des militärischen Geheimdienstes. Der Titel sagt alles: „Anlässlich des Erntedankfestes im Herbst: Wir haben sieben Einheiten ausgewählt, die wissen

 

Israel’s Deadly Complacency Wasn’t Just an Intelligence Failure

People in the communities next to Gaza heard Hamas training to infiltrate Israel, but the army disregarded their warnings and curtailed their surveillance capabilities. The army’s spotters detected suspicious digging, but their superiors claimed it was for farmwork. The blindness of intelligence wasn’t due only to a failure to identify the signs. Political considerations also played a part

 

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On September 28, nine days before the Hamas attack on the Israeli communities adjacent to the Gaza Strip, the Israel Defense Forces website published a comprehensive article on the information-gathering units of Military Intelligence. The title says it all: “To mark the fall harvest festival: We have picked seven units that know

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Originalbrowsereintrag:  https://us18.campaign-archive.com/?e=cefd47a715&u=d3bceadb340d6af4daf1de00d&id=0816425766

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Israel Nachrichten, Sonntag, 12.11.2023

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In zwei Interviews mit US-Medien hat Netanjahu der Welt gezeigt, was Israelis schon lange wissen: Der gesamte Modus Operandi hinter seiner Führung hat sich verflüchtigt, und er ist jetzt de facto eine lahme Ente, die auf geliehene Zeit arbeitet

Ben Samuels Ben Samuels

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Jerusalem, Dienstag.

WASHINGTON – Benjamin Netanjahus erster Monat nach dem größten Trauma in der Geschichte des Staates Israel kann nur als völliger Verzicht auf Verantwortlichkeit und Führung beschrieben werden.

Nun, da der zweite Monat angebrochen ist, hat der israelische Premierminister sein Lieblingsbuch wiedergefunden und ist in seinen sicheren Raum zurückgekehrt: Er versucht, die Berichterstattung über internationale Medieninterviews zu kontrollieren.

Netanjahu übte sich am Sonntag in zwei US-Sendern in seiner Lieblingsbeschäftigung der Verschleierung und Vernebelung. Angesichts der Tatsache, dass Israels Krieg im Gazastreifen seit fünf Wochen in Folge das wichtigste Thema auf der Weltbühne ist, befand er sich jedoch in einer viel schwierigeren Lage als zuvor.

Während eines Großteils des Jahres 2023, als die Welt sich für Netanjahus Versuche, die israelische Demokratie zu entkernen, interessierte, hat der israelische Premierminister – ermächtigt durch die inhärenten Unklarheiten und Komplexitäten im Zusammenhang mit der Justizreform – seine internationalen Medienpartner häufig wie einen Boxsack behandelt. Er bot Verdrehungen, Desinformationen, Fehlinformationen und offene Lügen über seine rechtsextreme Regierungskoalition und ihre Pläne an. Und sie haben mitgespielt.

Jetzt, da der Premierminister nach wochenlangem Rückzug wieder auftaucht, versucht er erneut, die Dinge zu verdrehen und zu manipulieren, indem er an die grundlegendsten Interessen der Menschen appelliert und den Anschlag vom 7. Oktober mit den „20 9/11s“ und anderen Worten in Verbindung bringt, die amerikanische Emotionen wecken sollen.

Diesmal sind die Medien jedoch vorbereitet, nachdem sie mehr als einen Monat lang rund um die Uhr über den aktuellen Konflikt, aber auch über die Monate, Jahre und Jahrzehnte bis zu diesem Moment berichtet haben.

In einer anderen Welt wäre Netanjahu damit durchgekommen, den Konflikt auf ein binäres Thema zu reduzieren, passend zur Gut-gegen-Böse- und Hell-gegen-Dunkel-Rhetorik, die von seiner Regierung ausgehtWie Dana Bash von CNN und Kristen Welker von NBC an diesem Wochenende gezeigt haben, stehen jedoch die Schärfen und Nuancen des Konflikts im Vordergrund, und Netanjahu kann sich nicht aus der Affäre ziehen.

Er ist gezwungen, sich für die massenhaften zivilen Opfer, für eine Militäroperation ohne Strategie und ohne absehbares Ende, für Worte und Taten zu verantworten, die denen der Regierung Biden diametral entgegengesetzt sind (trotz ihrer anhaltenden generellen Unterstützung – zur Bestürzung der Demokraten im Kongress, der US-Regierungsmitarbeiter und einer wachsenden Mehrheit der internationalen Gemeinschaft).

Als Netanjahu dazu gedrängt wurde, den Spuk zu beenden und Antworten zu geben, offenbarte er den internationalen Medien seine narzisstische und größenwahnsinnige Seite, die er so oft für seine israelischen Untertanen aufgespart hatte.

Als er wiederholt auf seinen Mangel an akzeptierter Verantwortlichkeit angesprochen wurde, fragte er ungläubig, warum FDR und George W. Bush nach Tragödien in den USA unter ihrer Aufsicht nicht die gleiche Behandlung erfahren hätten.

Dank der Einbildung des Premierministers kann die Welt nun sehen, was die Israelis schon so lange wissen: Netanjahus gesamter Modus Operandi hinter seiner Führung hat sich verflüchtigt, und er ist jetzt de facto eine lahme Ente, die auf Zeit arbeitet.

Lesen Sie mehr über Israels Krieg gegen die Hamas:

■ Diese drei Dilemmas werden Israels Krieg mit der Hamas bestimmen

■ Israels zwei Hauptziele des Hamas-Krieges werden kollidieren

■ Nasrallah von der Hisbollah dankt dem Iran und stellt sein neues Abschreckungsgleichgewicht mit Israel vor

■ Neuer Film, der die Schrecken der Hamas-Massaker von Nova enthüllt, ist nicht zu sehen

■ Israelis haben die Wahl zwischen Aufwiegelung und ausgestreckter Hand

■ Während Israel den Gazastreifen bombardiert, schießt es jetzt auf Palästinenser im Westjordanland, um sie zu töten

■ Israels Justizminister, reuelos und unnachgiebig

■ Die ultra-orthodoxen Juden, die sich in Israels Armee melden, sind nicht zu unterschätzen

■ Kinder sind Kinder, ob in Israel oder in Gaza. Sie verdienen es nicht, zu sterben.

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Jung und Naiv: Nahostkonflikt: Jetzt Krieg, wann Frieden?

Nahostkonflikt: Jetzt Krieg, wann Frieden? | Alena Jabarine & Tomer Dreyfus

Jung & Naiv  Tilo JungHans Jessen

6.11.23   https://www.youtube.com/watch?v=FjYxIkjGvQE

 

Eine palästinensische Israelin und ein jüdischer Israeli, Alena Jabarine & Tomer Dreyfus aus Berlin diskutieren mit Tilo Jung, und Hans Jessen über Lösungsmöglichkeiten des aktuellen Horrors…

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Kaufmann: „Zugewanderter Judenhass“

Es gibt nach meiner Ansicht kaum „Zugewanderten Judenhass“, sondern einen Hass auf Israel, weil dies schon lange die nahe verwandten Semiten versucht, völlig aus Palästina zu verdrängen…

——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Leserbrief

Hallo, Johannes Kaufmann

Selten habe ich einen so einseitigen Artikel gesehen. Die Anderen sind die Bösen und die Israelische Regierung ist ein armes Opfer.

Ich selbst bin Friedensaktivist und sehe die Menschheit unter diesem Aspekt. Jede Gewaltanwendung ist zu verurteilen, natürlich auch die gegen Israelis, besonders nach unseren ungeheuren Verbrechen gegen die Juden. Aber wie konnte es dazu kommen, bei dem angeblich besten Geheimdienst der Welt?  „Efrat Fenigson“ <efrat@substack.com>  https://wp.me/paI27O-53z, eine Israelin, fragt sich das auch.  Bei einem Regierungschef, der wegen Korruption angeklagt ist und daher mit ultrarechten Ministern zusammenarbeitet, um nicht angeklagt werden zu können und versucht, das höchste Gericht Israels zu entmachten…

Und Sie erinnern nicht an die Wellen der Gewalt und die vielen im Auftrag der Israelischen Regierung getöteten Palästinenser in den Jahrzehnten davor, siehe die folgende gründliche Darstellung z.B. von Craig Mokhiber…

Ich war gestern auf einer von Migrantifa angemeldeten Gazademonstration in Wolfsburg. Da wurde keinerlei Hetze gerufen, sondern nur Entsetzen über das Blutbad in Gaza, das von Prof. Norman Paech und Craig Mokhiber als eindeutiger schrecklicher Genozid bezeichnet wird:  https://wp.me/paI27O-52h  In den Anlagen einige Plakate, die natürlich jetzt schon nicht mehr gelten, weil ständig mehr gestorben sind, vor allem Kinder und Frauen.

Entsetzte Grüße, Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de , http://www.friedenszentrum.info/, Dr. med. Helmut Käss, Arzt für Allgemeinmedizin i.R.,

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vier aktuelle Bücher mit Leseprobe: Covid, Putin und Kognitive Kriegsführung…

vier aktuelle Bücher mit Leseprobe: Covid, Putin und Kognitive Kriegsführung. https://wp.me/paI27O-53Q

Meine aktuellen Bücher, die ich am 10.11.23  in zwei Buchläden abholte. Ich habe zwar glücklicherweise Amazonaktien, aber ich unterstütze sie möglicht wenig. Aber ich nutze von Amazon ihre Leseproben und ihre Kommentare:

Zwei zu Covid, (eins von Robert F. Kennedy, Fauci.., eins von Bhakdi, Wahrheit,  eins zu kognitiver Kriegsführung und eins von Jaques Baud: Putin, Herr des Geschehens??

Ich werde von allen Büchern die Einleitungen schicken, da ich diese Bücher für wesentlich halte.

1. Robert F. Kennedy, Fauci..,  Amazon:   https://www.amazon.de/Das-wahre-Gesicht-Fauci-Pharmaindustrie/dp/386445865X/ref=sr_1_1?crid=1GRMN1UC10PKT&keywords=robert+f.+kennedy+jr&qid=1699727763&sprefix=robert+f.+kennedy%2Caps%2C97&sr=8-1&asin=B09RZKCSWM&revisionId=b2477fea&format=1&depth=1

Robert F. Kennedy ist der Neffe von John F. Kennedy, der Sohn von Robert, also von zwei Leuten, die vom tiefen Staat ermordet wurden, und er ist ein Präsidentschaftskandidat, der perteilos aus der demokraitischen Partei wegen ihrer Käuflichkeit ausgetreten ist. Ich halte es für eine Chance für die Welt, seine Kandidatur zu unterstüzen! Er ist der wissenschaftliche „Querdenker“, der 140 Seiten kleingedruckte Anmerkungen schrieb und der sagte, er verwand nur direkte verwertbare Links! Das könntet Ihr überprüfen.

2. Dr. Sucharit Bhakdi, der Weg der Wahrheit… Hier ein Video mit Dirk Pohlmann über das Buch…,und etwas versteckt bei Amazon: https://www.amazon.de/Weg-Wahrheit-Sucharit-Bhakdi-Gespr%C3%A4ch/dp/3936767726/ref=sr_1_1?adgrpid=1192970768496115&hvadid=74560790947671&hvbmt=bp&hvdev=c&hvlocphy=128489&hvnetw=o&hvqmt=p&hvtargid=kwd-74560872397657%3Aloc-72&hydadcr=5775_2356119&keywords=bhakdi+sucharit&qid=1699731166&sr=8-1&asin=B0C6F7N2CT&revisionId=5a14443e&format=1&depth=1 Aber dort könnt ihr eine größere Leseprobe lesen…

3. Kognitive Kriegsführung, Schaut Euch das bei Amazon an und seht in die Leseprobe hinein!   Die ist eine Kriegsführung mit soft power und leider sehr aktuell:   https://www.amazon.de/Kognitive-Kriegsführung-Neueste-Manipulationstechniken-Waffengattung/dp/3864894220/ref=sr_1_1?crid=27EVNN6XWIIG&keywords=kognitive+kriegsführung&qid=1699726028&sprefix=kognitive+%2Caps%2C127&sr=8-1

4. Jaques Baud: Putin, Herr des Geschehens??  Jaques Baud war ein Miltärfachmann der ersten Stunde, der den Schnellschuss der USA und Nato kritisierte. Lest Euch seine Einleitung durch, ob Ihr nicht mehr von ihm lesen wollt…

Amazonhttps://www.amazon.de/Putin-Herr-Geschehens-Jacques-Baud/dp/3864894263/ref=sr_1_1?crid=1R51K962G18A6&keywords=putin+herr+des+geschehens&qid=1699727257&sprefix=putin%2Caps%2C87&sr=8-1&asin=B0C69Z1ZMY&revisionId=2f58aee2&format=2&depth=1

Hier kann auch eine großzügige Leseprobe gelesen werden…

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de ,

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für die bundesweite Demonstration am Samstag, 25.11.2023

  für die bundesweite Demonstration am Samstag, 25.11.2023    https://wp.me/paI27O-53M

https://nie-wieder-krieg.org/

Näheres und Bus von Braunschweig:  https://www.friedenszentrum.info/index.php/archivierte-artikel/2023/982-aufruf-zur-friedensdemo-in-berlin-am-25-november

Nein zu Kriegen Rüstungswahnsinn stoppen. Zukunft friedlich & gerecht gestalten.

Beitragen zu einer Kultur des Friedens

für die bundesweite Demonstration am Samstag, 25.11.2023

admin

Nov 10

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: [bundesausschuss_friedensratschlag] Nr. 2: Demonstration am Samstag, 25.11.2023
Datum: Tue, 7 Nov 2023 10:03:44 +0100
Von: Willi van Ooyen <willi.van_ooyen@t-online.de>
Antwort an: Willi van Ooyen <willi.van_ooyen@t-online.de>
An: Willi van Ooyen <willi.van_ooyen@t-online.de>

Rundschreiben Nummer 2

für die bundesweite Demonstration am Samstag, 25.11.2023

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Demonstrationsvorbereitung nimmt Fahrt auf, überall in der Republik wird mobilisiert, Busse werden bestellt bzw. Zugplätze reserviert, Veranstaltungen vorbereitet. Es ist sicher längst noch nicht ausreichend, was geschieht, aber an vielen Orten geschieht schon einiges. Wir wollen die Chance für eine große Demonstration vermitteln aber gleichzeitig auf die große Herausforderung, ja die Courage für diese Aktion hinweisen.

Die Notwendigkeit für eine solidarische bundesweite Aktion aller, über Grenzen und Vorbehalte hinweg wird immer deutlicher und größer. Die jüngsten Äußerungen des Verteidigungs­mi­nisters Pretorius zeigen doch, es geht um Krieg und Frieden, um eine militarisierte Gesellschaft oder um die Bewahrung und Verteidigung des Friedensgebotes des Grundgesetzes. Wir wollen uns niemals an den Gedanken des Krieges bei uns und weltweit gewöhnen, wir wollen nicht kriegstüchtig oder wehrhaft werden.

Für ein friedliches Deutschland der Abrüstung und der gemeinsamen Sicherheit mit allen Partnern – auch dafür demonstrieren wir am 25.11.2023.

Deshalb kommt massenhaft nach Berlin:

Nein zum Krieg und sozialen Krieg

Pressemitteilung

In einer Pressmitteilung haben wir erneut für die Demonstration geworben:

https://nie-wieder-krieg.org/2023/11/02/pressemitteilung-vom-2-11-2023/

Unterstützung

Die Demonstration findet wachsende Unterstützung. Die folgenden Organisationen und Initiativen unterstützen die Demonstration mit eigenen Aufrufen:

  • IPPNW, Naturfreunde, Demokratische Linke in der SPD, Mitarbeitende aus dem Gesundheitswesen, DFG-VK NRW, Friedensbündnis NRW, ver.di Bezirk Frankfurt, Parteivorstand die Linke, Gruppen der Friedenskoordination Berlin und weitere.

Alle Aufrufe finden sich auf der Webseite:

Weitere Aufrufe zum 25.11.

Finanzen und Spenden

Selbst bei sparsamsten Wirtschaften und ungeheuer viel ehrenamtliche Tätigkeit kostet die Demonstration Geld. Unsere Veranstaltungen werden durch Spenden finanziert: Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt, bei der Frankfurter Sparkasse, IBAN DE20 5005 0201 0200 0813 90. Da die Friedens- und Zukunftswerkstatt als gemeinnützig anerkannt ist, können Spenden steuerlich geltend gemacht werden.

Weitere aktuellen Informationen zu

  • Ort der Bühne und Zeiten der Demonstration
  • Demonstrationsroute findet ihr ebenfalls auf der Webseite.

Busse zur Demonstration

Wir bemühen uns zur Zeit intensiv einen Überblick über die Busse/Züge zu erstellen. Bisher liegen uns Bus und Bahnanreisen aus 30 Orten vor. Es werden fast täglich mehr. Bitte schickt uns aktuelle Businformationen an info@nie-wieder-Krieg.org.

Den Überblick über die Demonstration findet ihr unter https://nie-wieder-krieg.org/busse-und-mitfahrgelegenheiten/.

Werbematerialien:

Den Aufruf zur Demonstration, zwei mögliche Plakate und einen Sharepic findet ihr auf der Webseite zum Runterladen: https://nie-wieder-krieg.org/presse-und-oeffentlichkeit/

Am 15.11.2023 erscheint eine Sonderausgabe der Zeitung gegen den Krieg zur Demonstration: https://nie-wieder-krieg.org/2023/10/31/sonderausgabe-zgk/

Bitte umgehend bestellen

 

Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten, u.a. auch über unsere Social-Media-Aktivitäten, die erste Pressekonferenz und die Rednerinnen und Rednern auf der Demonstration. Aktuelle und weitere Informationen findet ihr auf der Webseite: https://nie-wieder-krieg.org/

Wie die Demonstration wird, hängt von uns ab! Wir haben eine wirkliche Chance auf eine große Aktion. Bitte macht aktiv mit! Bitte beteiligt euch aktiv an der Vorbereitung und bringt viele mit!!

Mit friedlichen Grüßen

Initiative „Nein zum Krieg – Die Waffen nieder!“:
Yusuf As, Reiner Braun, Wiebke Diehl, Andreas Grünwald, Claudia Haydt, Rita Heinrich, Jutta Kausch-Henken, Ralf Krämer, Willi van Ooyen, Christof Ostheimer, Hanna Rothe, Peter Wahl und Kathrin Otto, Michael Niedworok, Nick Papakamoozegar.

Kommentar
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Efrat Fenigson: Unter dem Deckmantel des Krieges, Ihre Beurteilung des 7.10.

„Efrat Fenigson“ Unter dem Deckmantel des Krieges,  https://wp.me/paI27O-53z
<efrat@substack.com>
Gesendet: Mittwoch, 08. November 2023 um 10:41 Uhr
An: Helmut_Kaess@web.de
Betreff: Under the Guise of War: Israel Government Restricts Rights of Israelis
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Innerjüdische Diskussion zum Gazakrieg

Innerjüdische Diskussion zum Gazakrieg https://wp.me/paI27O-53s

Näheres auch hier:  https://www.juedische-stimme.de

Gesendet: Mittwoch, 08. November 2023 um 09:18 Uhr
Von: „George
An: liste@kopi-online.de
Betreff:  Schluss mit der Anmaßung für Juden zu sprechen

Dank an D.P.

Offener Brief von mehr als 1000 Autoren für Solidarität mit den in Deutschland, Österreich und der Schweiz lebenden Jüdinnen und Juden und dem Staat Israel
Wortlaut und vollständige Liste der Unterzeichner hier:
http://www.offener-brief-israel-literaturbetrieb.de/

Protestschreiben:

Betreff: Schluss mit der Anmaßung für Juden zu sprechen
Datum: Thu, 2 Nov 2023 13:41:25 +0100
Von: Oliver Ginsberg
An: offenerbrief.literaturbetrieb@gmail.com

An die Unterzeichnenden des Offenen Briefes,

als Nachkomme einer jüdischen Familie, die unter dem Faschismus bis auf eine Person ausgelöscht wurde melde ich hiermit meinen schärfsten Protest an gegenüber ihrer Anmaßung für Jüdinnen und Juden in diesem Land sprechen zu wollen. Noch leben Menschen in diesem Land, die selbst oder deren Eltern und Großeltern Opfer der Shoah wurden. Diese haben eine eigene Stimme und benötigen ihre bevormundende, geschichtsvergessene und eurozentristische Fürsprache nicht.

Im Übrigen hat auch der Staat Israel nicht das Recht für uns zu sprechen. Dieser Staat ist selbst das Ergebnis einer Kolonialisierungsideologie, die in ihrem völkisch-chauvinistischen Gepräge den rassistischen Kolonialisierungs- und Missionierungsbemühungen früherer Jahrhunderte in nichts nachsteht. Wenn ihnen angesichts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche die israelischen Streitkräfte schon zum wiederholten Mal an der palästinensischen Zivilbevölkerung verübt haben, angesichts des seit Jahrzehnten andauernden, illegalen und gewaltsamen Siedlerkolonialismus, angesichts der tausendfachen Schikanen, Verhaftungen und Folterungen in israelischen Gefängnissen nichts anderes einfällt als eine apologetische Bestätigung israelischer Selbstverteidigungsdoktrin, die nichts anderes ist als eine Legitimierung von Massenmord, dann wäre es besser ganz zu schweigen.  Hören Sie auf in moralischer Überheblichkeit zu schwelgen. Sie haben nichts, rein gar nichts aus der Geschichte der Shoah gelernt.

Wer Israel jetzt  noch unterstützt, setzt sich nicht für Jüdinnen und Juden und deren Nachkommen ein, sondern für ein militaristisch-koloniales Staatsprojekt, welches kein Existenzrecht für sich beanspruchen kann. Es sind MENSCHEN, die ein Existenzrecht und Recht auf ein Leben in Würde und Freiheit haben. Staaten, welche dieses Recht systematisch und mit derartiger Grausamkeit mit Füßen treten, haben jedes Existenzrecht verwirkt, auch wenn sie sich ein fassadendemokratisches Mäntelchen umhängen.

Was am 7. Oktober tatsächlich geschehen ist wird vielleicht die Zukunft zeigen. Was wir bereits jetzt wissen ist, dass die weit verbreiteten Narrative von geköpften Babys und Vergewaltigungen durch nichts belegt sind und dass viele Israelis im „friendly fire“ ihrer eigenen Armee ums Leben kamen. Ein großer Teil der Getöteten auf israelischer Seite waren laut Ha’aretz Soldaten und Polizeikräfte. Es ist richtig, religiösen und nationalen Fanatismus und den Tod von Zivilisten zu verurteilen. Das gilt jedoch für beide Seiten und schon wegen des Umfangs noch viel mehr für die zionistische. Sie jedoch ziehen es vor, einer bequemen Staatsraison zu folgen, der zufolge die palästinensische Bevölkerung kein Recht auf bewaffneten Widerstand gegen die israelische Besatzungs- und Vertreibungspolitik hat, Israel aber jedes noch so grauenhafte Kriegsverbrechen begehen darf und ungeschoren davonkommt.

Hören Sie endlich einmal den Jüdinnen und Juden zu, die sich konsequent auf die Seite der palästinensischen Seite gestellt haben. Folgen Sie Abigail Martin, Miko Peled, Norman Finkelstein, Gabor Maté, Noam Chomsky u.a. welche zu der Minderheit derjenigen gehören, welche diesen Konflikt in seinen wahren historischen und moralischen Kontext stellen. Und bitte, bitte verschonen Sie uns mit Ihren jämmerlichen Krokodilstränen. Wir werden nicht von Kritik an Israel bedroht, sondern von einem Mangel an Empathie politischer Entscheidungsträger in Deutschland selbst, welche – indem sie ihre völlige Kritiklosigkeit an Israel äußern – diejenigen verhöhnen, die am meisten unter Faschismus und Rassismus gelitten haben.

Solange von Ihnen keine Besinnung und kein Bedauern bezüglich ihrer einseitigen und inakzeptablen Stellungnahme wahrzunehmen ist, werde ich die Unterschriftenliste nunmehr als literarischen Leitfaden verwenden, zu Autorinnen und Autoren, deren Werke keinen wesentlichen kulturellen Beitrag mehr versprechen.

Mit entsetzten Grüßen
Oliver Ginsberg

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Balfour Deklaration: Wer hat wem was versprochen?

Wer hat wem was versprochen? https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-balfour-deklaration-von-1917-wer-hat-wem-was-versprochen-100.html

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Der sprachliche Tunnelblick und das verpönte «Aber»

ZWISCHENRUF

Der sprachliche Tunnelblick und das verpönte «Aber»  https://wp.me/paI27O-53m
1. November 2023

Heiko Flottau
Nach einem Luftschlag im Flüchtlingscamp Nusseirat im Gazastreifen am 31.
Oktober 2023 (Keystone/AP Photo/Doaa AlBaz)

https://www.journal21.ch/artikel/der-sprachliche-tunnelblick-und-das-verpoente-aber

Ein Wort zur Hamas
Die «Islamische Widerstandsorganisation», wie sie sich selber
nennt, ist keineswegs als «Terrororganisation» gegründet worden.
Sie entstand aus der palästinensischen Muslimbruderschaft. Ein
Grund: Nachdem die laizistische PLO Jassir Arafats vergeblich nach
einer Zweistaatenlösung gesucht hatte, entschied sich die Hamas
für den Weg (den Arafat gar nicht mehr verfolgte), nämlich ganz
Palästina zu «befreien». Dass dieses Ziel in die grausamen,
unmenschlichen, absolut inakzeptablen Massaker vom 7. Oktober
2023 ausartete, hat Israel verständlicherweise in einen
Schockzustand versetzt und entsprechende Reaktionen
hervorgerufen. Sogar der Friedensaktivist Josse Beilin, der die
Verträge von Oslo 1993 mit verhandelt hat, spricht sich laut der
Süddeutschen Zeitung jetzt für eine Bodeno�ensive aus.
Jedoch: UN-Generalsekretär António Guterres hat recht, wenn er
sagt, der Überfall der Hamas sei nicht «out of the blue» gekommen.
Klickt man zum Beispiel die UN-Seite «O�ce for the Coordination
of Humanitarian A�airs (OCHA)» an, so �ndet man folgende
Statistik: Im Jahr 2022 wurden von den Israelis im Westjordanland
203 palästinensische Häuser zerstört, 1302 Palästinenser wurden
obdachlos. Und weiter: In den Jahren 2008 bis 2023 starben bei
israelischen Raids im Westjordanland 6407 Palästinenser, 152’550
wurden verletzt. Im selben Zeitraum wurden 308 Israelis von
Palästinensern getötet, 6307 Israelis wurden verletzt.
Interpretation: Viele Palästinenser wehrten sich zum Beispiel gegen
Übergri�e israelischer Siedler, die wiederum von der Armee
beschützt wurden. Laut Beobachtern der Vereinten Nationen
wurden seit Anfang 2020 mehr als 4000 Olivenbäume und andere
Bäume von israelischen Siedlern und Soldaten gefällt. Oliven sind
eine der Lebensgrundlagen der Palästinenser.
Natürlich gab es auch Bombenanschläge von Palästinensern gegen
Israelis. Aber die grosse Diskrepanz zwischen palästinensischen
und israelischen Opferzahlen zeigt, wer hier die Hauptleidenden
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sind. In den westlichen Medien ist von diesen Zahlen selten die
Rede. Sie zeigen aber: Besatzung ist Gewalt, Gewalt erzeugt
Gegengewalt.
Verpöntes «Aber»
Zurück zur «radikalislamischen Terrororganisation Hamas»: Kein
Zweifel, die Hamas hat zu ganz und gar inakzeptablen
Terrormitteln gegriffen. Aber – dieses «Aber» ist in deutschen
Talkshows verpönt – hätte Israel also in den vergangenen
Jahrzehnten ernsthaft eine Zweistaatenlösung verfolgt und auf
diesem Weg auch den Palästinensern ihr Recht gegeben, dann
würde nach Einschätzung mancher Kenner eine Hamas in dieser
schrecklichen Form wohl nicht existieren.
Das Abschlachten friedlicher Besucher eines Musikfestivals ist
nichts als Terror. Insofern ist die Hamas von einer
«Befreiungsorganisation», wie sie sich selber einst genannt hat, zu
einer Terrororganisation degeneriert, die zu Mitteln des
«Islamischen Staates (IS)» gegriffen hat.
Dennoch verschleiert die ständige Wiederholung des Mantras
«Terrororganisation» bewusst die historischen Zusammenhänge.
Von dieser geschichtlichen Tiefe ist im deutschen öffentlich-
rechtlichen Fernsehen leider kaum die Rede. In einer der ARD-
Talkshows, «Maischberger», war es ausdrücklich unerwünscht, mit
dem Wort «Aber» eine Diskussion zu den historischen
Hintergründen zu eröffnen.
Was kommt danach?
Die grosse Frage lautet: Was kommt danach? Bis jetzt sind die
Palästinenser abermals auf der Verliererseite. Kaum jemand spricht
darüber, welches politische Ziel Israel anstrebt – ausser der
Vernichtung der Hamas. In der ARD-Sendung «Hart aber Fair» vom
30. Oktober 2023 erklärte der ehemalige israelische Botschafter in
Deutschland, Shimon Stein, Israel müsse sich vollkommen von den
Palästinensern «trennen». Wie das geschehen soll, blieb offen.
Offenbar wird insgeheim über einen Gefangenenaustausch
gesprochen. Nach palästinensischen Angaben beffinden sich 9500
Palästinenser in israelischer Haft. 278 sitzen länger als 15 Jahre in
Gefangenschaft, 14 über 25 Jahre und zwei über 30 Jahre.
Anmerkung: In Deutschland kommt jeder rechtmässig verurteilte
Mörder im Allgemeinen nach 15 Jahren Haft frei.
Zu denen, die mehr als 15 Jahre im Gefängnis sitzen, zählt Marwan
Barghouti. Dieser prominente Vertreter der PLO-Untergruppe Fatah
war einer der Organisatoren der zweiten Intifada. Barghouti wurde
am 6. Juni 2004 zu einer fünffachen lebenslänglichen Haftstrafe
verurteilt, weil er, nach israelischen Angaben, bei
Der sprachliche Tunnelblick und das verpönte «Aber» | Journal21
Bombenanschlägen mehrere Israelis getötet habe. Barghouti galt als
möglicher Nachfolger Arafats. Im Gefängnis hat er sich für die
Versöhnung mit der Hamas ausgesprochen. Im Allgemeinen gilt er
als ein Mann, der – als Befürworter der Zweistaatenlösung – mit
Israel verhandeln könnte. Auch bei der Hamas wäre er
möglicherweise als Gesprächspartner akzeptiert – sofern diese
dann noch in irgendeiner, eher zivilisierteren Form existieren
würde.
Das Scheitern Netanjahus
Klar ist eines: Die Politik von Benjamin Natanjahu ist gescheitert.
Mehrfach hat der israelische Historiker Moshe Zimmermann in
deutschen Fernseh- und Hörfunkbeiträgen erklärt, Netanjahu habe
heimlich mit der Hamas kooperiert. Der Grund: In einem Punkt
seien die Interessen Netanjahus und der Hamas identisch gewesen,
weil sich beide Seiten gegen eine Zweistaatenlösung ausgesprochen
hätten. Mehrfach hat Moshe Zimmermann die gegenwärtige
Regierung seines Landes als rechtsradikal bezeichnet. Als solche
habe sie die Interessen des Landes verraten und den Schutz der
Bürger des Landes vernachlässigt. Die Konsequenz, laut Professor
Zimmerman: Unter Netanjahus Führung habe der Zionismus
versagt, weil dieser Zionismus den von ihm versprochenen Schutz
aller Bürger Israels nicht habe garantieren können.
In vielen Kommentaren ist zu hören, dass Benjamin Netanjahu
diese Krise politisch nicht überleben werde. Daher wird sich eine
neue israelische Führung mit den Palästinensern zusammensetzen
müssen. Weitere Kriege darf es nicht geben.
In diesem Sinne haben sich schon vor Jahren einige frühere Chefs
des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet geäussert. In dem Film «Töte
zuerst» des israelischen Dokumentarfilmers Dvor Moreh von 2012
gaben sie zu, dass nach all den Jahren der Kriegführung gegen die
Palästinenser Gewalt zu keiner friedlichen Lösung geführt habe.
Mehr noch: Der Mord an Jitzhak Rabin am 4. November 1995 durch
den radikalen Siedlerfreund Yigal Amir habe allmählich zu immer
grösserer Unnachgiebigkeit gegenüber den Palästinensern geführt.
Die Skepsis der Experten von Shin-Bet
Ami Ayalon, Schin-Bet-Chef von 1996 bis 2000, gibt zu Protokoll:
«Im Nachhinein hat das meine ganze Welt verändert. Plötzlich sah
ich Israel mit anderen Augen. Mir war das ganze Ausmass von Hetze
und Hass gar nicht bewusst gewesen.»
Avi Dichter, Schin-Bet-Direktor von 2000 bis 2005, räumt ein, dass
die israelische Politik, palästinensischen gewaltsamen Widerstand
mit der Ermordung der Anführer zu beantworten, nichts als weitere
Aufstände provoziere. Er sagt: «Es lief klar auf eine neue Intifada
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hinaus, auf den Aufstand eines Volkes, das glaubt, es habe nichts
mehr zu verlieren.» Und er fügt hinzu: «Wir wollen Sicherheit und
bekommen Terror, sie wollen einen Staat und sehen immer mehr
Siedlungen.»
Yuval Diskin, Schin-Bet-Direktor von 2005 bis 2011, sieht die
Aussichtslosigkeit der israelischen Kriegführung: «So bekommen
wir keinen Frieden. Frieden müssen wir uns aufbauen, auf einer
Vertrauensbasis, mit oder ohne militärische Schritte.»
Carmi Gillon, Schin-Bet-Direktor von 1994 bis 1996, fordert
ernsthafte Verhandlungen mit den Palästinensern: «Israel kann
sich den Luxus nicht leisten, nicht mit dem Feind zu reden.»
Avraham Shalom, Schin-Bet-Direktor von 1981 bis 1986, stimmt
zu: «Ich würde mit allen reden, ausnahmslos, auch mit der Hamas
und auch mit dem Islamischen Jihad. Das schliesst auch
Ahmadineschad ein.» – Mahmud Ahmadineschad war zum
Zeitpunkt dieser Aussage iranischer Präsident.
Auch mit den Feinden sprechen
Diese bedeutenden israelischen Stimmen wurden von den Politikern
des Landes nie gehört. Man hätte aber aus der eigenen Geschichte
lernen können. Scheich Ahmed Yassin, Mitbegründer der Hamas,
wurde am 22. März 2004 von den Israelis getötet, Abdel-Asis
Rantisi, ein militärischer Kommandant der Hamas, wurde kurz
darauf, am 17. April 2004, von einem israelischen Kommando
getötet. Der Widerstand der Hamas wurde durch die Liquidierung
dieser Hamas-Führer nicht gebrochen.
Mit der Hamas reden? Mit den heutigen in Gaza wütenden
Schlächtern ist das nicht möglich. Mit der in Katar residierenden
politischen Führung der Hamas schon eher. Wird die militärische
Struktur der Hamas zerschlagen, bleibt allerdings immer noch die
Ideologie in den Köpfen.
Am Ende des Tages wird nur bleiben, was der «New York Times»-
Journalist jüdischer Abstammung, Roger Cohen, während des US-
Krieges gegen Saddam Hussein gefordert hat. Man müsse, schrieb
Cohen, auch mit seinen Feinden sprechen.
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Fotos auf dem Schlossplatz angesichts Gaza und schrecklicher Kriege und Krisen

Fotos auf dem Schlossplatz angesichts Gaza und schrecklicher Kriege und Krisen

Gestern, am 18.11.23, war wieder einen Demonstration, diesmal von „Migrantifa“ angemeldet. die etwa 200 Anwesenden, siehe Fotos,  schrien ihre Verzweiflung und Wut heraus, und unterbrachen die Redner immer wieder mit kurzen, aber kraftvollen Parolen:

Free, free Palästine, / Viva, viva Palästina, /  Olaf Scholz, warum kein Wort, Kindermord ist Kindermord /  Hoch, die internationale Solidarität/  1,2,3,4, Freiheit wollen wir!/    One, two,three, four, Occupation no more/   Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Würde raubt/  Stoppt den Mord, jetzt sofort/  Stoppt das Morden, stoppt den Krieg/  Massenmord ist Massenmord / Unsere Medien lügen, lasst Euch nicht betrügen/ Deutschland finanziert, Israel bombadiert/  Netanyahu, was machst Du? Wieviel Kinder tötest Du? /  Liebe Leute, hört, hört, hört, Palästina wird zerstört/  From Germany to Palästine, Genocide is a crime/  Augen auf, Augen auf, unsere Kinder gehen drauf/  Gaza ist in Dunkelheit, wo bleibt Eure Menschlichkeit?

In langen Listen wurden die gestorbenen Kinder aufgeschrieben und blutige Kindersachen demonstriert.

 

 

 

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Katastrophenplanung 10/23

Katastrophenplanung 10/23:

Im Eindruck der Gaza- und Ukrainekrise:

A: der große Krieg kann verhindert werden: wir müssen weltweit mit lautem Schrei nach Frieden, nach Verhandeln auf allen Ebenen und Kooperation statt Konfrontation dazu beitragen…

B: der große Krieg kann nicht verhindert werden. Russland hat etwa 5000 Atomwaffen. Gehen wir davon aus, dass davon 1500 verwendet werden können. Sagen wir 700 für die USA, 700 für Europa, und 100 für den Rest der Welt. Dann haben sie vielleicht 150 für Deutschland. Da werden die meisten auf militärische Einrichtungen und Infrastrukturen geschickt werden, die aber oft, wie in Stuttgart, in Städten liegen.

Strom, Wasser, Nahrung bricht zusammen. Dann brauchen wir Kommunikation. Wie? Funk?

  1. Kleingruppenbildung in Biberach und Braunschweig für die Planung
  2. a) Kontakt zu Darmstädter Signal mit diesen Überlegungen… b) Kontakt zum Katastrophenamt ? in Biberach/Braunschweig, c) Kontakt zu lokalen Bundeswehr d) Kontakt zur Stadtverwaltung
  3. Strom bricht zusammen: wie die eigene PV und Batterie nutzen?? Frage an Provider…

     

  4. Wasser bricht zusammen: Frage an die Wasserwerke, ob dezentrale Versorgung möglich, wo sich die Bürger sauberes Wasser holen können… , Donnerbalken in die Gärten??
  5. Nahrung: Erst mal die Nahrungskonkurrenz, die Tiere verspeisen, dann die Landwirtschaft und Gärten nutzen, notfalls Gras essen für die, die das vertragen
  6. Kein Krieg, nur notfalls Verteidigung an den jeweiligen Gebietsgrenzen, da viele sterben werden,
  7. Wie Kontakt zu Deutschland und der Welt? Funk? Mit einer Notfallform des Internet?
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eine kurze Geschichte der Natanyahu-Hamas Zusammenarbeit

eine kurze Geschichte der Natanyahu-Hamas Zusammenarbeit  https://wp.me/paI27O-51y
https://www.haaretz.com/israel-news/2023-10-20/ty-article-opinion/.premium/a-brief-history-of-the-netanyahu-hamas-alliance/0000018b-47d9-d242-abef-57ff1be90000?utm_source=mailchimp&utm_medium=Content&utm_campaign=weekend&utm_content=18d07a9154

Haaretz | Israel Nachrichten
Meinung | Eine kurze Geschichte der Netanjahu-Hamas-Allianz

 

14 Jahre lang war es Netanjahus Politik, die Hamas an der Macht zu halten; das Pogrom vom 7. Oktober 2023 hilft dem israelischen Premierminister, seine eigene Herrschaft zu erhalten

Benjamin Netanjahu. “Das Pogrom vom 7. Oktober 2023 hilft Netanjahu, und das nicht zum ersten Mal, seine Herrschaft zu sichern. “Credit: Richard Drew /AP
Adam Raz
20. Oktober 2023

Über die langjährige Beziehung – oder besser gesagt Allianz – zwischen Benjamin Netanjahu und der Hamas ist schon viel Tinte vergossen worden. Doch die Tatsache, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem israelischen Premierminister (mit Unterstützung vieler Rechter) und der fundamentalistischen Organisation gegeben hat, scheint in den meisten aktuellen Analysen unterzugehen – alle sprechen von “Versagen”, “Fehlern” und “Kontzeptziot” (festen Vorstellungen). Vor diesem Hintergrund ist es nicht nur notwendig, die Geschichte der Zusammenarbeit aufzuarbeiten, sondern auch eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen: Das Pogrom vom 7. Oktober 2023 hilft Netanjahu, und das nicht zum ersten Mal, seine Herrschaft zu erhalten, jedenfalls kurzfristig.

Das Ziel von Netanjahus Politik seit seiner Rückkehr ins Amt des Premierministers im Jahr 2009 war und ist es, einerseits die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen zu stärken und andererseits die Palästinensische Autonomiebehörde zu schwächen.

Seine Rückkehr an die Macht ging mit einer völligen Abkehr von der Politik seines Vorgängers Ehud Olmert einher, der den Konflikt durch einen Friedensvertrag mit dem gemäßigtesten Palästinenserführer – dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas – beenden wollte.

In den letzten 14 Jahren hat “Abu Yair” (“Vater Yair” auf Arabisch, wie sich Netanjahu während seiner Wahlkampagne in der arabischen Gemeinschaft vor einer der letzten Wahlen selbst nannte) während seiner Politik der Teilung und Eroberung des Westjordanlandes und des Gazastreifens jeden Versuch, ob militärisch oder diplomatisch, abgelehnt, dem Hamas-Regime ein Ende zu bereiten.
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Seit der Operation “Gegossenes Blei” Ende 2008 und Anfang 2009, also während der Ära Olmert, war die Hamas-Herrschaft in der Praxis keiner echten militärischen Bedrohung ausgesetzt. Ganz im Gegenteil: Die Gruppe wurde vom israelischen Premierminister unterstützt und mit seiner Hilfe finanziert.

Als Netanjahu im April 2019 wie nach jeder anderen Runde der Kämpfe erklärte, dass “wir die Abschreckung gegenüber der Hamas wiederhergestellt haben” und dass “wir die wichtigsten Nachschubwege blockiert haben”, log er nach Strich und Faden.

Über ein Jahrzehnt lang hat Netanjahu auf verschiedene Weise die wachsende militärische und politische Macht der Hamas unterstützt. Netanjahu ist derjenige, der die Hamas von einer Terrororganisation mit geringen Ressourcen in eine halbstaatliche Organisation verwandelt hat.

Er ließ palästinensische Gefangene frei, erlaubte Bargeldtransfers, da der katarische Gesandte nach Belieben in den Gazastreifen kommt und geht, stimmte der Einfuhr einer breiten Palette von Gütern, insbesondere von Baumaterialien, zu, wohl wissend, dass ein Großteil des Materials für den Terrorismus und nicht für den Aufbau ziviler Infrastrukturen bestimmt ist, und erhöhte die Zahl der Arbeitsgenehmigungen in Israel für palästinensische Arbeiter aus dem Gazastreifen. All diese Entwicklungen schufen eine Symbiose zwischen dem Aufblühen des fundamentalistischen Terrorismus und dem Erhalt der Herrschaft Netanjahus.

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Beachten Sie: Es wäre ein Fehler anzunehmen, dass Netanjahu an das Wohlergehen der armen und unterdrückten Bewohner des Gazastreifens – die auch Opfer der Hamas sind – dachte, als er den Transfer von Geldern genehmigte (von denen ein Teil, wie erwähnt, nicht in den Aufbau von Infrastruktur, sondern in die militärische Aufrüstung floss). Sein Ziel war es, Abbas zu schaden und die Teilung des Landes Israel in zwei Staaten zu verhindern.

Die Schande, die auf Netanjahu folgen wird, wird weitaus größer sein als die, der er zu entkommen versucht hat.
Die Israelis brauchen mehr als die vage Forderung, “die Hamas zu zerstören”.
Ist die Hamas wirklich wie ISIS? Experten erklären

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Hamas ohne diese Gelder aus Katar (und dem Iran) nicht das Geld gehabt hätte, um ihre Schreckensherrschaft aufrechtzuerhalten, und dass ihr Regime auf Zurückhaltung angewiesen gewesen wäre.

In der Praxis diente die von Netanjahu unterstützte und gebilligte Finanzspritze aus Katar (im Gegensatz zu Bankeinlagen, die weitaus verantwortungsvoller sind) seit 2012 dazu, den militärischen Arm der Hamas zu stärken.

Netanjahu finanzierte also indirekt die Hamas, nachdem Abbas beschlossen hatte, ihr keine Gelder mehr zur Verfügung zu stellen, von denen er wusste, dass sie für den Terrorismus gegen ihn, seine Politik und sein Volk verwendet werden würden. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Hamas mit diesem Geld die Mittel gekauft hat, mit denen seit Jahren Israelis ermordet werden.

Parallel dazu hat Netanjahu seit der Operation “Protective Edge” im Jahr 2014 aus Sicherheitsgründen eine Politik verfolgt, die den Terrorismus der Raketen und der Branddrachen und -ballons fast vollständig ignoriert hat. Gelegentlich wurden die Medien mit einer Hund-und-Pony-Show konfrontiert, wenn solche Waffen erbeutet wurden, aber nicht mehr als das.

Es sei daran erinnert, dass die “Regierung des Wandels” (die kurzlebige Koalition unter der Führung von Naftali Bennett und Yair Lapid) im vergangenen Jahr eine andere Politik verfolgte, die sich unter anderem darin äußerte, dass die Finanzierung der Hamas, die in Koffern voller Bargeld ankam, eingestellt wurde. Als Netanjahu am 30. Mai 2022 twitterte, dass “die Hamas an der Existenz der schwachen Regierung Bennett interessiert ist”, hat er die Öffentlichkeit belogen. Die Regierung des Wandels war eine Katastrophe für die Hamas.
Eilmeldungen und das Beste von Haaretz direkt in Ihren Posteingang
E-Mail * Bitte geben Sie eine gültige Email-Adresse ein

Netanjahus Albtraum war der Zusammenbruch des Hamas-Regimes – etwas, das Israel hätte beschleunigen können, wenn auch zu einem hohen Preis. Einer der Beweise für diese Behauptung wurde während der Operation “Protective Edge” erbracht.

Damals ließ Netanjahu den Inhalt einer Präsentation an die Medien durchsickern, die das Militär dem Sicherheitskabinett vorgelegt hatte und in der die möglichen Folgen einer Eroberung des Gazastreifens dargelegt wurden. Der Premierminister wusste, dass das geheime Dokument, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Besetzung des Gazastreifens Hunderte von Soldaten das Leben kosten würde, eine Atmosphäre des Widerstands gegen eine umfassende Bodeninvasion schaffen würde.
Palästinenser fahren auf einem israelischen Militärfahrzeug, das von Hamas-Kämpfern während eines koordinierten Angriffs am 7. Oktober in der Nähe des Zauns zum Gazastreifen erbeutet wurde.Credit: Abed Abu Reash / AP

Im März 2019 sagte Naftali Bennett dem Programm Hamakor von Kanal 13: “Jemand hat dafür gesorgt, dass das an die Medien durchsickert, um eine Entschuldigung dafür zu schaffen, nicht zu handeln… es ist eines der schlimmsten Lecks in der israelischen Geschichte.” Natürlich wurde das Leck nicht untersucht, trotz zahlreicher Forderungen von Knessetmitgliedern. In Gesprächen hinter verschlossenen Türen sagte Benny Gantz damals, als er Stabschef der IDF war: “Bibi hat das durchsickern lassen.”

Lassen Sie das auf sich wirken. Netanjahu ließ ein “streng geheimes” Dokument durchsickern, um die militärische und diplomatische Position des Kabinetts zu vereiteln, das die Hamas mit verschiedenen Mitteln besiegen wollte. Wir sollten beachten, was Avigdor Lieberman in einem Interview mit Yedioth Ahronoth, das kurz vor dem Anschlag vom 7. Oktober veröffentlicht wurde, sagte, dass Netanjahu “kontinuierlich alle gezielten Attentate vereitelt hat”.

Es sollte betont werden, dass Netanjahus Politik, die Hamas im Gazastreifen an der Macht zu halten, nicht nur in der Opposition gegen die physische Besetzung des Gazastreifens und gegen die Ermordung wichtiger Hamas-Akteure zum Ausdruck kam, sondern auch in seiner Entschlossenheit, jede politische Aussöhnung zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde – insbesondere der Fatah – und der Hamas zu vereiteln. Ein prominentes Beispiel ist Netanjahus Verhalten Ende 2017, als Gespräche zwischen Fatah und Hamas tatsächlich stattfanden.

Eine grundlegende Meinungsverschiedenheit zwischen Abbas und der Hamas betraf die Frage der Unterordnung des Militärs der islamistischen Gruppe unter die PA. Die Hamas stimmte zu, dass die Palästinensische Autonomiebehörde wieder alle zivilen Angelegenheiten im Gazastreifen regelt, weigerte sich aber, ihre Waffen abzugeben.

Ägypten und die Vereinigten Staaten unterstützten die Versöhnung und setzten sich für sie ein. Netanjahu lehnte die Idee strikt ab und behauptete wiederholt, dass eine Versöhnung zwischen Hamas und PLO das Erreichen des Friedens erschweren würde. Natürlich hat Netanjahu den Frieden nicht angestrebt, der damals in keiner Weise auf der Tagesordnung stand. Seine Position diente nur der Hamas.

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Persönlichkeiten auf beiden Seiten des politischen Spektrums immer wieder auf die Achse der Zusammenarbeit zwischen Netanjahu und der Hamas hingewiesen. So sagte Yuval Diskin, der von 2005 bis 2011 Chef des Sicherheitsdienstes Shin Bet war, im Januar 2013 gegenüber Yedioth Ahronoth: “Wenn wir es über die Jahre hinweg betrachten, war Bibi Netanjahu seit seiner ersten Amtszeit als Premierminister einer der Hauptverantwortlichen für die Stärkung der Hamas.”

Im August 2019 sagte der ehemalige Ministerpräsident Ehud Barak im Armeeradio, dass diejenigen, die glaubten, Netanjahu habe keine Strategie, sich irrten. “Seine Strategie ist es, die Hamas am Leben zu erhalten … selbst um den Preis, die Bürger [des Südens] im Stich zu lassen …, um die PA in Ramallah zu schwächen.”

Und der ehemalige Generalstabschef der IDF, Gadi Eisenkot, erklärte im Januar 2022 gegenüber Maariv, Netanjahu habe “in völligem Widerspruch zur nationalen Einschätzung des Nationalen Sicherheitsrats gehandelt, der zu dem Schluss kam, dass es notwendig sei, sich von den Palästinensern zu trennen und zwei Staaten zu gründen.” Israel bewegte sich genau in die entgegengesetzte Richtung, schwächte die PA und stärkte die Hamas.

Der Leiter des Shin Bet, Nadav Argaman, sprach darüber, als er seine Amtszeit im Jahr 2021 beendete. Er warnte ausdrücklich davor, dass der fehlende Dialog zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde dazu führe, dass letztere geschwächt und die Hamas gestärkt werde.

Er warnte, dass die relative Ruhe im Westjordanland zu dieser Zeit trügerisch sei und dass “Israel einen Weg finden muss, mit der PA zusammenzuarbeiten und sie zu stärken.” Eisenkot kommentierte in demselben Interview von 2022, dass Argaman Recht habe. “Das ist es, was hier passiert, und es ist gefährlich”, fügte er hinzu.

Die Rechten äußerten sich ähnlich. Eines der Mantras, die wiederholt wurden, war das des neu gewählten Abgeordneten Bezalel Smotrich, der 2015 dem Knesset-Kanal sagte, dass “Hamas ein Gewinn und Abu Mazen eine Last ist”, wobei er sich auf Abbas mit seinem Guerronamen bezog.

Im April 2019 erklärte Jonatan Urich, einer von Netanjahus Medienberatern und Likud-Sprecher, gegenüber Makor Rishon, dass eine der Errungenschaften Netanjahus darin bestehe, den Gazastreifen (sowohl politisch als auch konzeptionell) vom Westjordanland zu trennen. Netanjahu “hat im Grunde die Vision eines palästinensischen Staates in diesen beiden Gebieten zerschlagen”, prahlte er. “Ein Teil des Erfolges hängt mit dem Geld aus Katar zusammen, das die Hamas jeden Monat erhält.

Palästinensischer Präsident Mahmoud Abbas trifft sich mit dem Vorsitzenden des Politbüros der Hamas, Khaled Mashal, und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Politbüros der Hamas, Ismail Haniyeh, am 28. Oktober 2016 in Doha, Katar.Credit: Handout / Palestinian Presidency

Etwa zur gleichen Zeit im Jahr 2019 schrieb die Likud-Abgeordnete Galit Distel Atbaryan in einem überschwänglichen Facebook-Post: “Wir müssen das ehrlich sagen – Netanjahu will die Hamas auf die Beine bringen, und er ist bereit, dafür jeden noch so unfassbaren Preis zu zahlen. Das halbe Land ist gelähmt, Kinder und Eltern leiden an Posttraumata, Häuser werden in die Luft gesprengt, Menschen werden getötet, eine Straßenkatze hält einen Atomtiger an den Eiern.” Sie haben es gelesen, glauben es aber nicht? Es lohnt sich, es zu glauben, denn das ist genau die Politik, die Netanjahu verfolgte.

Der Premierminister selbst äußerte sich gelegentlich kurz zu seiner Haltung gegenüber der Hamas. Im März 2019 sagte er während eines Treffens von Likud-MKs, bei dem es um die Überweisung von Geldern an die Hamas ging: “Wer gegen einen palästinensischen Staat ist, muss die Übergabe von Geldern an den Gazastreifen unterstützen, denn die Aufrechterhaltung der Trennung zwischen der PA im Westjordanland und der Hamas im Gazastreifen wird die Gründung eines palästinensischen Staates verhindern.”

In einem Tweet zwei Monate später zitierte Channel 13 den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, der gegenüber einer kuwaitischen Zeitung erklärte: “Netanjahu ist nicht an einer Zwei-Staaten-Lösung interessiert. Vielmehr will er den Gazastreifen vom Westjordanland trennen, wie er mir Ende 2010 sagte.”

General (Res.) Gershon Hacohen, ein prominenter Rechtsaußen, stellte die Dinge in einem Interview mit dem Online-Magazin Mida im Mai 2019 klar. “Als Netanjahu nicht in den Krieg in Gaza zog, um das Hamas-Regime zu besiegen, hat er im Grunde Abu Mazen daran gehindert, einen vereinigten palästinensischen Staat zu gründen”, erinnerte er sich damals. “Wir müssen die Situation der Trennung zwischen Gaza und Ramallah ausnutzen. Das ist ein israelisches Interesse von höchstem Rang, und man kann die Situation in Gaza nicht verstehen, ohne diesen Zusammenhang zu kennen.”

Netanjahus gesamte Politik seit 2009 zielt darauf ab, jede Möglichkeit einer diplomatischen Einigung mit den Palästinensern zu zerstören. Das ist das Motto seiner Regierung, die von der Fortsetzung des Konflikts abhängt. Die Zerstörung der Demokratie ist ein zusätzlicher Aspekt seiner fortgesetzten Herrschaft, etwas, das viele von uns im vergangenen Jahr auf die Straße gebracht hat.

In demselben Interview mit dem Armeeradio aus dem Jahr 2019 sagte Barak, dass Netanjahu den Süden “auf kleiner Flamme” halte. Besondere Aufmerksamkeit sollte man seiner Behauptung schenken, dass das Sicherheitsestablishment dem Kabinett mehrmals Pläne zur “Trockenlegung des Sumpfes” der Hamas im Gazastreifen vorgelegt hat, die aber im Kabinett nie diskutiert wurden.

Netanjahu wisse, fügte Barak hinzu, “dass es mit der Hamas einfacher ist, den Israelis zu erklären, dass es niemanden gibt, mit dem man sich zusammensetzen und mit dem man reden kann. Wenn die Palästinensische Autonomiebehörde gestärkt wird, wird es jemanden geben, mit dem man reden kann”.

Zurück zu Distel Atbaryan: “Merken Sie sich meine Worte – Benjamin Netanjahu hält die Hamas auf Trab, damit nicht der ganze Staat Israel zum ‘Gaza-Umschlag’ wird.” Sie warnte vor einer Katastrophe, “wenn die Hamas zusammenbricht”, denn in diesem Fall “könnte Abu Mazen den Gazastreifen kontrollieren. Wenn er ihn kontrolliert, werden Stimmen von links laut, die für Verhandlungen und eine diplomatische Lösung und einen palästinensischen Staat, auch in Judäa und Samaria, eintreten.” Netanjahus Sprachrohre verbreiten unaufhörlich solche Botschaften.

Benjamin Netanjahu und die Hamas haben eine unausgesprochene politische Allianz gegen ihren gemeinsamen Feind – die Palästinensische Autonomiebehörde. Mit anderen Worten: Netanjahu arbeitet mit einer Gruppe zusammen, deren Ziel die Zerstörung des Staates Israel und die Ermordung der Juden ist, und stimmt mit ihr überein.

Der Kolumnist der New York Times, Thomas Friedman, traf ins Schwarze, als er im Mai 2021, als die Regierung des Wandels gebildet wurde, schrieb, Netanjahu und die Hamas hätten Angst vor einem möglichen diplomatischen Durchbruch. Er schrieb, dass sowohl der Premierminister als auch die Hamas “die Möglichkeit eines politischen Wandels zerstören wollten, bevor dieser sie politisch zerstören könnte.”

Er erklärte dann, dass sie nicht miteinander reden oder ein Abkommen schließen müssten. “Sie wissen beide, was der andere braucht, um an der Macht zu bleiben, und verhalten sich bewusst oder unbewusst so, dass sie es ihm liefern.”

Ich könnte das Thema dieser Zusammenarbeit noch weiter vertiefen, aber die vorangegangenen Beispiele sprechen für sich. Das Pogrom von 2023 ist ein Ergebnis von Netanjahus Politik. Es ist nicht “ein Scheitern des Konzepts” – vielmehr ist es das Konzept: Netanjahu und Hamas sind politische Partner, und beide Seiten haben ihren Teil der Abmachung erfüllt.

In Zukunft werden weitere Details auftauchen, die dieses gegenseitige Einvernehmen zusätzlich beleuchten werden. Machen Sie nicht den Fehler zu glauben – auch jetzt nicht -, dass das Hamas-Regime zusammenbrechen wird, solange Netanjahu und seine derzeitige Regierung die Verantwortung für die Entscheidungen tragen. Es wird viel Gerede und Pyrotechnik über den aktuellen “Krieg gegen den Terror” geben, aber der Erhalt der Hamas ist für Netanjahu wichtiger als ein paar tote Kibbuzniks.

Adam Raz ist Historiker und Autor des kürzlich erschienenen Buches “The Demagogue: Die Mechanik der politischen Macht” (auf Hebräisch).
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Kommentare

15
Aurangzeb Iqbal
22:46
Dieser Schwachkopf ist bei der UNO mit einer Karte des Apartheidstaates Israel aufgetaucht, ohne das Westjordanland oder den Gazastreifen zu erwähnen, als ob er es bereits annektiert hätte und die Welt damit einverstanden wäre. Stellen Sie sich vor, Rishi Sunak taucht bei der UNO mit einer Karte des Vereinigten Königreichs auf, nennt aber das ganze Land England. Ich bin sicher, dass Schottland, Wales und Nordirland etwas dazu zu sagen hätten. Netanjahu ist ein völkermordender Kriegsverbrecher höchsten Grades. Die Zionisten haben keine Reue für die Palästinenser in Gaza, weil sie die Hamas gewählt haben, also sollte es nach derselben Logik auch keine Reue für die Israelis geben, weil sie einen völkermordenden Kriegsverbrecher gewählt haben.

Helmut Käss, 0176 577 47 881, Helmut_Kaess@web.de,

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