Militärputsch in Chile 1973 – Pinochets langer Schatten

Militärputsch in Chile 1973 – Pinochets langer Schatten https://wp.me/paI27O-4WR

 

SWR2 Wissen
Militärputsch in Chile 1973 – Pinochets langer Schatten, hier ein verschriftlickter Fernsehbericht:

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/09/230911-militaerputsch-in-chile-1973.pdf

Hier ist der Fernsehbericht: https://www.swr.de/swr2/wissen/militaerputsch-in-chile-1973-pinochets-langer-schatten-swr2-wissen-2023-09-11-102.html

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„Der Krieg in der Ukraine ist ein Krieg um den Dollar“ – Teil 2 von 3

„Der Krieg in der Ukraine ist ein Krieg um den Dollar“ – Teil 2 von 3 https://www.nachdenkseiten.de/?p=100483

Der Krieg wird verloren, wenn es nicht ein Menschheitsuntergang wird…

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Michael Lüders , Vortrag in Goslar am 6. September2023

Michael Lüders , Vortrag in Goslar am 6. September2023

Zur Presse:

Die Medien stehen im Gegensatz zu der gefühlten Wirklichkeit. Die Presse war als 4. Staatsmacht in der Demokratie eine wichtige Kontrolle der Regierung. Heute macht sie selber Politik. Ihre Leitlinien stehen im Interesse der Mächtigen, der Raum für Debatten wird immer kleiner, kontrovers zu diskutieren ist nicht karrierefördernd. Früher gab es Kontroversen in der Gesellschaft, heute sind die Leitplanken eng gesetzt.

Dabei ist die Welt in Aufruhr

Die USA seit 89/90 die einzige Weltmacht. Imperien kommen und gehen, das ist normal in der Geschichte. Siehe Spanien und Portugal, die zur See die Welt beherrschten, nach den Weltkriegen Frankreich und Groß Britannien, dann USA und ihre Vasallen. 2000 wird die unipolare Welt von China und Russland herausgefordert. USA bleibt zwar die führende Weltmacht, ist aber nicht mehr unipolar. Die BRIGS-Staaten erstarken und verweigern der USA die Gefolgschaft. Der Krieg in der Ukraine hat zur Beschleunigung beigetragen, in kurzer Zeit gab es neue Anstöße, die erst im Ansatz bei der Presse angekommen sind.

Der Irakkrieg war teuer für die USA und brachte großes Leid: 1 Million Tote und hohe Sterblichkeit bis heute durch damaligen Einsatz der nuklear angereicherten Waffen. Der Krieg war zu teuer und die drauffolgende Wirtschafts- und Finanzkrise ( 2008) war auch schwer für die USA.

Zur Ukraine:

Den völkerrechtswidrigen Angriff gilt es zu verurteilen. Lüders widerspricht aber dem vorherrschenden Narrativ, das segmentiert und die Wirklichkeit nicht näher beleuchtet. Man kommt schnell in den Vorwurf, man sei Putinversteher. Der Irakkrieg war auch ein Angriffskrieg, ein US-geführter Angriffskrieg. Die Atlantiker sagen, das kann man nicht vergleichen. Die Russen tun heute das, was eine Kopie der amerikanischen Politik ist, der Wahrheit wird eine Propaganda unterlegt. Es ist ein Stellvertreterkrieg und die Ukraine ist das Schachbrett, sie sind die Bauern, die dafür bezahlen.

Die Vorgeschichte beschreibt Lüders ausführlich in seinem Buch „ Moral über alles?“ Seit 1994 hat die USA die russischen Anrainerstaaten sukzessive in Richtung NATO geführt, Die EU und die NATO gingen Hand in Hand. Die Russen haben massiv kritisiert, auf ihre rote Linie ausdrücklich hingewiesen, aber die NATO rückte immer näher. Auf dem NATO-Gipfel 2008 hat Putin klar gesagt, dass er das nicht akzeptiert. Geopolitisch haben Länder an den Scharnierstellen der Macht keine Wahl, sich wohin zu orientieren. ( Siehe Kuba / Kennedy) Das Argument, jedes Land habe das Recht, frei zu wählen, hat es in der Praxis nicht gegeben. Der Krieg hätte vermieden werden können, wenn der Westen nicht die Ukraine in die Nato holen wollte. Altbundeskanzler Schmidt sagte: „Ich kann Russland verstehen, Die Osterweiterung war ein großer Fehler“. ..Lüders urteilt über die neuen Politiker negativ, bezeichnet sie als Atlantiker.

Der Ukrainekrieg ist ein für die Ukrainer ein Verteidigungskrieg, er ist ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der NATO…und die Ukraine ist das Schachbrett, sie sind die Bauern, die dafür bezahlen. Die Vorstellung, man könne keine Verhandlungen führen ist falsch.( Beispiel Gefangenenaustausch, verhandelt mit Hilfe der Türkei)

Der Krieg war der Weichensteller für Sanktionen gegen Russland. Ihr Ziel ist es, Russland das Geld für einen Krieg zu nehmen, tatsächlich um die russische Wirtschaft in die Knie zu zwingen und einen Regimewechsel in Russland zu erreichen. Aus moralischen Gründen.. Wir sind die Guten! Welche Anmaßung!

Es gab schon einen Versuch, Russland wirtschaftlich und militärisch zu schädigen, einen Regimewechsel zu erreichen. Russland hatte vor Putin unter der Oligarchie gelitten, sie hatten sich auf Kosten des Staates bereichert…, die Bevölkerung verarmte. Putin hatte das zurückgedreht. Sanktionen gegen Widersacher zu verhängen, hat nie funktioniert. Es gibt kein Beispiel dafür, dass es dadurch zu einer genehmeren Politik gekommen wäre.

Russland hatte daraufhin Importe aus dem Westen untersagt, ein Modernisierungsprogramm der Wirtschaft durchgeführt und exportiert jetzt umso mehr. Der Boykott der Erdgas- und Ölexporte schadet Russland weniger als den Deutschen. Deutschland hat 60 Jahre lang billige Energie aus Russland bekommen, das hat der Industrie geholfen. Große Firmen wie BASF hatten eine eigene Zuleitung aus Russland. Wer hat den Hahn zugedreht? Russland oder wir? Gas und ÖL kommt auch weiterhin von Russland nach Europa und nach Deutschland. ..auf Umwegen über Indien, Ägypten und Saudi Arabien – allerdings zum 10fachen Preis. Das russische Wirtschaftswachstum stieg um 8%, das deutsche Wirtschaftswachstum fiel um 2%.

Lieferverträge sind langfristig, die neu ausgehandelten gelten für 26/27 . Bis dahin bezahlen wir Spotmarktpreise. Welche Option gibt es für Deutschland? Erneuerbare Energien? Der Ausbau der technischen Voraussetzungen dauern 10 bis 15 Jahre. Die grüne Energie braucht extrem viel Energie, bei der Biomasse sind die Speicherkapazitäten problematisch. Auch die LNG-terminals (Flüssiggas aus den USA, R, Norwegen) werden sich nicht rechnen. Flüssiggas ist die teuerste Form der Energieherstellung, die Subventionskosten sind hoch – aber der Steuerzahler wird die Differenz übernehmen. . Die ostdeutsche Raffinerie in Schwedt ist pleite, das Erdöl kommt aus Kasachstan über eine russische Pipeline.( Die PCK-Raffinerie in Schwedt versorgt zu 95 Prozent die Räume Berlin und Brandenburg mit Kraftstoffen, der Marktanteil an der gesamtdeutschen Kraftstoffproduktion beträgt etwa zehn Prozent)

Sondervermögen ist der Orwellsche Begriff für Staatsverschuldung. Sie ist nicht gedeckt, nicht im Staatshaushalt erfasst. Parallel zum Staatshaushalt gibt es Schulden von 500-600 Milliarden Euro. Die Inflation kommt dem Staat eben ganz recht, das reduziert die Zinsen. Immerhin zahlt auch der Staat dafür 4%,5 % oder 6%. Es folgt das Kürzen von staatlichen Leistungen auf Kosten der Bürger.

Die Inflation ist hoch, die großen Firmen können die Energiekosten nicht mehr zahlen, BASF, VW werden entlassen…>Arbeitslosigkeit in der Industriebranche. (Gesetz in Arbeit / Verordnung über Deckeln der Energiekosten für die Industrie)

Nutznießer ist die USA, sie liefert Fracking Gas, NordStream 2 wird gekappt, ein richtiger Anschlag und die deutsche Regierung untersucht das nicht, will das nicht aufdecken. Statt dessen Geschichten um ein Segelboot….

Neben der Ukraine gibt es das Spannungsfeld Taiwan. Die US Amerikaner haben Taiwan auf ihre Agenda gesetzt, verlangen von ihren Vasallen, Deutschland, den Handel mit China zu reduzieren. Wir werden von den USA instrumentalisiert. US-Schiffe machen schon Patrouillen im chinesischen Meer. Deutschland als Exportland braucht Handel! Die Chemie wird ihre Industrie auslagern, dabei ist sie wichtig für die Volkswirtschaft, wir werden wieder noch abhängiger vom Ausland. Stahl aus Indien brauchen wir schon heute für die Panzer, für die Rüstungsindustrie. Viele Lichter werden ausgehen. Die Atomkraftwerke wurden abgeschaltet, der Kohleimport aus Russland ist um 4o% gestiegen(???)

Deutschland und der Westen geht in der Bedeutung zurück, die BRICS –Staaten sind jetzt schon wirtschaftlich stärker als die G7-Länder. Unser BIP heute 14,8%, 2030 wird es bei 10% liegen. Deutschland ist fast schon ein Bittsteller. Ein Land ohne Rohstoffe wie Deutschland ist auf Ex- und Importe angewiesen. Die Mittelschicht ist unter Druck. Gut und Böse spielt keine Rolle. Deutschland als Juniorpartner der USA hat wenig gute Chancen. Wir spielen die Guten, aber andere gestalten die Weltpolitik.

Der französische Präsident Macron handelt anders: er fährt mit einem Wirtschaftstross nach China und verhandelt auf Augenhöhe. Seine Meinung: Die EU braucht ein eigenes Machtzentrum. Anna Lena Baerbock fährt allein nach China und will sie belehren. Die Ampelpolitiker sind Atlantiker, Juniorpartner der USA. Ein Schönreden der Dinge hilft nicht. Die Rahmendaten müssen anders gesetzt werden: Das Interesse Deutschlands muss sein: zu deeskalieren im Ukrainekrieg, den Krieg zu beenden. Den Traum, Russland in die Knie zu zwingen, darin hat sich Deutschland schon in der Geschichte verlaufen… nein, mit Putin reden! Scholz hat innerhalb von drei Tagen eingelenkt auf die Zeitenwende, hat Deutschland als Vermittler ausgebremst. Die Türkei wurde der Vermittler, hätte D sein können — aber nur unabhängig von den USA. Die Aufgabe der Europäer ist es, dienlich zu sein?????( >atlantische Think Tanks)

Problem: Es gibt keinen öffentlichen Diskurs, die Talkshow ist wichtiger als das Parlament. Werte basierte Politik, regelbasierte Wertorientierung meint die westliche Hegemonie weltweit durchsetzen zu können. Deutschland redet sich die Welt schön, für die USA ist Europa Verfügungsmasse.

Keine moralisierende Politik! Machtstrukturen bedenken.. Mit Frankreich eine Sicherheitsstruktur aufbauen…

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Franklin Delano Roosevelts: Die vier Freiheiten, Rede 1941

 

https://www.americanrhetoric.com/speeches/fdrthefourfreedoms.htm

Franklin Delano Roosevelt

Die vier Freiheiten

vorgetragen am 6. Januar 1941

00:00 / 36:01

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36:00
Die vier Freiheiten
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35:51
Die vier Freiheiten – Rauschunterdrückung

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(AUTHENTIZITÄTSBESCHEINIGUNG: Die unten stehende Textversion wurde direkt von der Audioaufnahme transkribiert.]

Herr Präsident, Herr Sprecher, Mitglieder des 77. Kongresses:

Ich wende mich an Sie, die Mitglieder dieses neuen Kongresses, in einem Moment, der in der Geschichte der Union beispiellos ist. Ich verwende das Wort „beispiellos“, weil die amerikanische Sicherheit zu keinem früheren Zeitpunkt so ernsthaft von außen bedroht war wie heute.

Seit der endgültigen Bildung unserer Regierung im Rahmen der Verfassung im Jahre 1789 betrafen die meisten Krisenzeiten in unserer Geschichte unsere inneren Angelegenheiten. Und glücklicherweise bedrohte nur eine davon – der vierjährige Krieg zwischen den Staaten – jemals unsere nationale Einheit. Heute haben, Gott sei Dank, 130.000.000 Amerikaner in 48 Staaten die Himmelsrichtungen unserer nationalen Einheit vergessen.

Es ist wahr, dass die Vereinigten Staaten vor 1914 oft durch Ereignisse in anderen Kontinenten gestört wurden. Wir haben sogar zwei Kriege mit europäischen Nationen und eine Reihe nicht erklärter Kriege auf den Westindischen Inseln, im Mittelmeer und im Pazifik geführt, um die amerikanischen Rechte und die Grundsätze des friedlichen Handels zu wahren. Aber in keinem Fall gab es eine ernsthafte Bedrohung für unsere nationale Sicherheit oder unsere fortdauernde Unabhängigkeit.

Was ich vermitteln möchte, ist die historische Wahrheit, dass die Vereinigten Staaten als Nation zu allen Zeiten eine klare, eindeutige Opposition gegen jeden Versuch aufrechterhalten haben, uns hinter einer alten chinesischen Mauer einzuschließen, während der Zug der Zivilisation vorbeizog. Heute, mit Blick auf unsere Kinder und deren Kinder, lehnen wir eine erzwungene Isolation für uns selbst oder für irgendeinen anderen Teil Amerikas ab.

Diese unsere Entschlossenheit, die sich über all die Jahre erstreckt hat, wurde beispielsweise in den ersten Tagen des Vierteljahrhunderts der Kriege nach der Französischen Revolution unter Beweis gestellt. Zwar bedrohten die napoleonischen Kämpfe die Interessen der Vereinigten Staaten wegen der französischen Vormachtstellung in Westindien und Louisiana, und wir zogen in den Krieg von 1812, um unser Recht auf friedlichen Handel zu verteidigen, aber es ist dennoch klar, dass weder Frankreich noch Großbritannien noch irgendeine andere Nation die Beherrschung der ganzen Welt anstrebten.

Und ebenso stellte von 1815 bis 1914 – neunundneunzig Jahre lang – kein einziger Krieg in Europa oder Asien eine wirkliche Bedrohung für unsere Zukunft oder für die Zukunft irgendeiner anderen amerikanischen Nation dar.

Mit Ausnahme des Maximilianischen Zwischenspiels in Mexiko versuchte keine ausländische Macht, sich in dieser Hemisphäre festzusetzen. Und die Stärke der britischen Flotte im Atlantik war eine freundliche Stärke; sie ist immer noch eine freundliche Stärke.

Selbst als der Weltkrieg 1914 ausbrach, schien er nur eine geringe Gefahr für unsere eigene amerikanische Zukunft zu bergen. Aber im Laufe der Zeit, wie wir uns erinnern, begann das amerikanische Volk zu ahnen, was der Untergang demokratischer Nationen für unsere eigene Demokratie bedeuten könnte.

Wir müssen die Unzulänglichkeiten des Friedens von Versailles nicht überbetonen. Wir müssen nicht auf das Versagen der Demokratien bei der Bewältigung der Probleme des Wiederaufbaus der Welt pochen. Wir sollten uns daran erinnern, dass der Frieden von 1919 weit weniger ungerecht war als die Art der Befriedung, die schon vor München begann und die unter der neuen Ordnung der Tyrannei fortgesetzt wird, die sich heute über alle Kontinente auszubreiten versucht. Das amerikanische Volk hat sich unverrückbar gegen diese Tyrannei gestellt.

Ich nehme an, dass jeder Realist weiß, dass die demokratische Lebensweise in diesem Moment in jedem Teil der Welt direkt angegriffen wird – entweder mit Waffen oder durch die heimliche Verbreitung giftiger Propaganda durch diejenigen, die versuchen, die Einheit zu zerstören und Zwietracht in den Nationen zu fördern, die noch im Frieden sind. In 16 langen Monaten hat dieser Angriff das gesamte demokratische Leben in einer erschreckenden Anzahl von großen und kleinen unabhängigen Nationen ausgelöscht. Und die Angreifer sind immer noch auf dem Vormarsch und bedrohen andere Nationen, große und kleine.

Als Ihr Präsident, der seiner verfassungsmäßigen Pflicht nachkommt, „den Kongress über die Lage der Union zu unterrichten“, muss ich daher leider berichten, dass die Zukunft und die Sicherheit unseres Landes und unserer Demokratie in überwältigender Weise von Ereignissen weit jenseits unserer Grenzen abhängen.

Die bewaffnete Verteidigung der demokratischen Existenz wird jetzt auf vier Kontinenten galant geführt. Wenn diese Verteidigung scheitert, werden die gesamte Bevölkerung und alle Ressourcen Europas und Asiens, Afrikas und Australasiens von Eroberern beherrscht werden. Und wir sollten uns daran erinnern, dass die Gesamtheit dieser Bevölkerungen in diesen vier Kontinenten, die Gesamtheit dieser Bevölkerungen und ihrer Ressourcen die Gesamtheit der Bevölkerung und der Ressourcen der gesamten westlichen Hemisphäre bei weitem übersteigt – ja, um ein Vielfaches.

In Zeiten wie diesen ist es unreif – und im Übrigen unwahr -, wenn jemand damit prahlt, dass ein unvorbereitetes Amerika im Alleingang und mit einer auf den Rücken gebundenen Hand die ganze Welt in Schach halten kann.

Kein realistischer Amerikaner kann vom Frieden eines Diktators internationale Großzügigkeit, die Rückkehr zu echter Unabhängigkeit, weltweite Abrüstung, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit oder gar gute Geschäfte erwarten. Ein solcher Frieden würde weder für uns noch für unsere Nachbarn Sicherheit bringen. Diejenigen, die wesentliche Freiheiten aufgeben würden, um ein wenig vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.

Als Nation können wir stolz darauf sein, dass wir weichherzig sind; aber wir können es uns nicht leisten, weichherzig zu sein. Wir müssen uns immer vor denen in Acht nehmen, die mit klingendem Blech und bimmelnder Zimbel den „Ismus“ der Beschwichtigung predigen. Wir müssen uns vor allem vor jener kleinen Gruppe selbstsüchtiger Männer hüten, die dem amerikanischen Adler die Flügel stutzen wollen, um ihr eigenes Nest zu füttern.

Ich habe kürzlich darauf hingewiesen, wie schnell das Tempo der modernen Kriegsführung den physischen Angriff in unsere Mitte bringen könnte, den wir schließlich erwarten müssen, wenn die diktatorischen Nationen diesen Krieg gewinnen.

Es wird viel von unserer Immunität gegen eine unmittelbare und direkte Invasion von jenseits der Meere gesprochen. Solange die britische Marine ihre Macht behält, besteht diese Gefahr natürlich nicht. Selbst wenn es keine britische Marine gäbe, ist es unwahrscheinlich, dass ein Feind so dumm wäre, uns anzugreifen, indem er Truppen in den Vereinigten Staaten über Tausende von Seemeilen hinweg anlandet, bevor er strategische Stützpunkte erworben hat, von denen aus er operieren kann.

Aber wir lernen viel aus den Lektionen der vergangenen Jahre in Europa – insbesondere die Lektion Norwegens, dessen wichtige Seehäfen durch Verrat und Überraschung erobert wurden, die über eine Reihe von Jahren aufgebaut wurden. Die erste Phase der Invasion dieser Hemisphäre würde nicht in der Landung regulärer Truppen bestehen. Die notwendigen strategischen Punkte würden von Geheimagenten und ihren Handlangern besetzt werden – und die gibt es hier und in Lateinamerika bereits in großer Zahl. Solange die Aggressor-Nationen die Offensive aufrechterhalten, werden sie, nicht wir, den Zeitpunkt, den Ort und die Methode ihres Angriffs wählen.

Und deshalb ist die Zukunft aller amerikanischen Republiken heute in ernster Gefahr. Aus diesem Grund ist diese jährliche Botschaft an den Kongress einzigartig in unserer Geschichte. Deshalb muss jedes Mitglied der Exekutive und jedes Mitglied des Kongresses große Verantwortung übernehmen und Rechenschaft ablegen. Das Gebot der Stunde ist, dass unser Handeln und unsere Politik in erster Linie – fast ausschließlich – der Bewältigung dieser ausländischen Gefahr gewidmet sein sollten. Denn alle unsere innenpolitischen Probleme sind jetzt ein Teil der großen Notlage.

So wie unsere nationale Politik in inneren Angelegenheiten auf einer anständigen Achtung der Rechte und der Würde aller unserer Mitmenschen innerhalb unserer Tore beruht, so beruht unsere nationale Politik in auswärtigen Angelegenheiten auf einer anständigen Achtung der Rechte und der Würde aller Nationen, großer und kleiner. Und die Gerechtigkeit der Moral muss und wird am Ende siegen.

Unsere nationale Politik ist die folgende:

Erstens sind wir durch eine eindrucksvolle Bekundung des öffentlichen Willens und ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit einer allumfassenden Landesverteidigung verpflichtet.

Zweitens verpflichten wir uns durch eine eindrucksvolle Bekundung des öffentlichen Willens und ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit zur vollen Unterstützung all jener entschlossenen Menschen überall, die sich der Aggression widersetzen und dadurch den Krieg von unserer Hemisphäre fernhalten. Durch diese Unterstützung bringen wir unsere Entschlossenheit zum Ausdruck, dass die demokratische Sache siegen wird, und wir stärken die Verteidigung und die Sicherheit unserer eigenen Nation.

Drittens bekennen wir uns durch eine eindrucksvolle Bekundung des öffentlichen Willens und ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit zu der Aussage, dass die Grundsätze der Moral und die Erwägungen im Hinblick auf unsere eigene Sicherheit es uns niemals erlauben werden, uns mit einem Frieden abzufinden, der von Aggressoren diktiert und von Beschwichtigern unterstützt wird. Wir wissen, dass ein dauerhafter Frieden nicht mit dem Preis der Freiheit anderer erkauft werden kann.

Bei den letzten nationalen Wahlen gab es keinen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden großen Parteien in Bezug auf diese nationale Politik. Keine Frage wurde in dieser Hinsicht vor den amerikanischen Wählern ausgefochten. Und heute ist es mehr als offensichtlich, dass die amerikanischen Bürger überall ein schnelles und umfassendes Handeln in Anerkennung der offensichtlichen Gefahr fordern und unterstützen.

Daher besteht die unmittelbare Notwendigkeit in einer raschen und energischen Steigerung unserer Rüstungsproduktion. Die Führer der Industrie und der Arbeiterschaft haben auf unsere Aufforderung reagiert. Es wurden Ziele für die Geschwindigkeit gesetzt. In einigen Fällen werden diese Ziele bereits vorzeitig erreicht. In einigen Fällen liegen wir im Zeitplan, in anderen Fällen gibt es leichte, aber nicht gravierende Verzögerungen. Und in einigen Fällen – und ich bedaure sagen zu müssen, dass es sich um sehr wichtige Fälle handelt – sind wir alle besorgt über die Langsamkeit, mit der unsere Pläne umgesetzt werden.

Das Heer und die Marine haben jedoch im vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte gemacht. Die tatsächliche Erfahrung verbessert und beschleunigt unsere Produktionsmethoden mit jedem Tag. Und das Beste von heute ist nicht gut genug für morgen.

Ich bin mit den bisher erzielten Fortschritten nicht zufrieden. Die Männer, die für das Programm verantwortlich sind, repräsentieren das Beste an Ausbildung, an Fähigkeiten und an Patriotismus. Sie sind mit den bisher erzielten Fortschritten nicht zufrieden. Keiner von uns wird zufrieden sein, bis die Aufgabe erledigt ist.

Ganz gleich, ob das ursprüngliche Ziel zu hoch oder zu niedrig gesteckt war, unser Ziel sind schnellere und bessere Ergebnisse.

Um Ihnen zwei Beispiele zu geben:

Wir sind mit der Auslieferung fertiger Flugzeuge im Verzug. Wir arbeiten Tag und Nacht daran, die zahllosen Probleme zu lösen und den Rückstand aufzuholen.

Beim Bau von Kriegsschiffen sind wir dem Zeitplan voraus, aber wir arbeiten daran, diesen Zeitplan noch weiter zu übertreffen.

Die Umstellung einer ganzen Nation von einer Basis der Friedensproduktion auf eine Basis der Kriegsproduktion ist keine kleine Aufgabe. Und die größte Schwierigkeit ergibt sich zu Beginn des Programms, wenn neue Werkzeuge, neue Werksanlagen, neue Fließbänder und neue Schifffahrtswege erst einmal gebaut werden müssen, bevor das eigentliche Material gleichmäßig und schnell von ihnen zu fließen beginnt.

Der Kongress muss sich natürlich zu Recht jederzeit über den Fortschritt des Programms informieren. Es gibt jedoch bestimmte Informationen, wie der Kongress selbst leicht erkennen wird, die im Interesse unserer eigenen Sicherheit und derjenigen der Nationen, die wir unterstützen, notwendigerweise vertraulich behandelt werden müssen.

Neue Umstände bringen ständig neue Erfordernisse für unsere Sicherheit mit sich. Ich werde diesen Kongreß um eine beträchtliche Aufstockung der neuen Mittel und Ermächtigungen bitten, um das fortzusetzen, was wir begonnen haben.

Ich bitte diesen Kongreß auch um die Befugnis und um ausreichende Mittel für die Herstellung zusätzlicher Munition und vieler Arten von Kriegsgütern, die an die Nationen geliefert werden sollen, die sich gegenwärtig im Krieg mit den Angreifernationen befinden. Unsere nützlichste und unmittelbarste Rolle besteht darin, für sie wie auch für uns selbst als Waffenlager zu fungieren. Sie brauchen keine Arbeitskräfte, aber sie brauchen Verteidigungswaffen im Wert von Milliarden von Dollar.

Die Zeit ist nahe, in der sie nicht in der Lage sein werden, sie alle in bar zu bezahlen. Wir können und werden ihnen nicht sagen, dass sie aufgeben müssen, nur weil sie derzeit nicht in der Lage sind, die Waffen zu bezahlen, von denen wir wissen, dass sie sie brauchen.

Ich empfehle nicht, dass wir ihnen ein Darlehen in Dollar gewähren, mit dem sie diese Waffen bezahlen können – ein Darlehen, das in Dollar zurückgezahlt werden muss. Ich empfehle, dass wir es diesen Nationen ermöglichen, weiterhin Kriegsmaterial in den Vereinigten Staaten zu beschaffen und ihre Bestellungen in unser eigenes Programm einzupassen. Und fast das gesamte Material dieser Länder würde, wenn die Zeit gekommen ist, für unsere eigene Verteidigung nützlich sein.

Unter Hinzuziehung sachkundiger Militär- und Marinebehörden und in Anbetracht dessen, was für unsere eigene Sicherheit am besten ist, steht es uns frei zu entscheiden, wie viel wir hier behalten und wie viel wir ins Ausland zu unseren Freunden schicken sollten, die uns durch ihren entschlossenen und heldenhaften Widerstand Zeit verschaffen, um unsere eigene Verteidigung vorzubereiten.

Für das, was wir ins Ausland schicken, werden wir entschädigt werden, entschädigt innerhalb einer angemessenen Zeit nach Beendigung der Feindseligkeiten, entschädigt in ähnlichen Materialien oder nach unserer Wahl in anderen Gütern vieler Art, die sie produzieren können und die wir brauchen.

Lasst uns den Demokratien sagen: „Wir Amerikaner sind an eurer Verteidigung der Freiheit sehr interessiert. Wir setzen unsere Energien, unsere Mittel und unsere Organisationskraft ein, um euch die Kraft zu geben, eine freie Welt wiederzuerlangen und zu erhalten. Wir werden euch in immer größerer Zahl Schiffe, Flugzeuge, Panzer und Waffen schicken. Das ist unser Ziel und unser Versprechen.“

In Erfüllung dieses Ziels werden wir uns nicht von den Drohungen der Diktatoren einschüchtern lassen, dass sie unsere Hilfe für die Demokratien, die es wagen, sich ihrer Aggression zu widersetzen, als einen Bruch des Völkerrechts oder als einen kriegerischen Akt betrachten werden. Eine solche Hilfe – eine solche Hilfe ist keine Kriegshandlung, auch wenn ein Diktator sie einseitig als solche deklariert.

Und wenn die Diktatoren – wenn die Diktatoren – bereit sind, gegen uns Krieg zu führen, werden sie nicht auf eine Kriegshandlung unsererseits warten.

Sie haben nicht darauf gewartet, dass Norwegen oder Belgien oder die Niederlande eine Kriegshandlung begehen. Ihr einziges Interesse ist ein neues, einseitiges internationales Recht, dessen Einhaltung nicht auf Gegenseitigkeit beruht und das daher zu einem Instrument der Unterdrückung wird. Das Glück künftiger Generationen von Amerikanern kann sehr wohl davon abhängen, wie wirksam und wie unmittelbar wir unsere Hilfe spürbar machen können. Niemand kann den genauen Charakter der Notsituationen vorhersagen, in denen wir möglicherweise gefordert sein werden. Der Nation dürfen nicht die Hände gebunden sein, wenn das Leben der Nation in Gefahr ist.

Ja, und wir müssen uns vorbereiten, wir alle müssen uns vorbereiten, um die Opfer zu bringen, die der Notfall – fast so ernst wie der Krieg selbst – verlangt. Was auch immer einer schnellen und effizienten Verteidigung, einer wie auch immer gearteten Verteidigungsvorbereitung, im Wege steht, muss dem nationalen Bedürfnis weichen.

Eine freie Nation hat das Recht, von allen Gruppen volle Zusammenarbeit zu erwarten. Eine freie Nation hat das Recht, von den Führern der Wirtschaft, der Arbeiterschaft und der Landwirtschaft zu erwarten, dass sie die Führung bei der Stimulierung der Bemühungen übernehmen, und zwar nicht bei anderen Gruppen, sondern innerhalb ihrer eigenen Gruppe.

Die beste Art, mit den wenigen Faulenzern oder Unruhestiftern in unserer Mitte umzugehen, besteht darin, sie zunächst durch patriotisches Beispiel zu beschämen, und wenn das nicht gelingt, die Souveränität der Regierung zu nutzen, um die Regierung zu retten.

So wie der Mensch nicht vom Brot allein lebt, so kämpft er auch nicht mit Waffen allein. Diejenigen, die unsere Verteidigung bemannen, und diejenigen, die hinter ihnen stehen und unsere Verteidigung aufbauen, müssen die Ausdauer und den Mut haben, die aus dem unerschütterlichen Glauben an die Lebensweise kommen, die sie verteidigen. Die mächtige Aktion, zu der wir aufrufen, kann nicht auf einer Vernachlässigung all dessen beruhen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Die Nation schöpft große Genugtuung und viel Kraft aus den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den Menschen ihr individuelles Interesse an der Erhaltung des demokratischen Lebens in Amerika bewusst zu machen. Diese Dinge haben die Fasern unseres Volkes gestärkt, haben seinen Glauben erneuert und seine Hingabe an die Institutionen, die wir zu schützen bereit sind, gefestigt.

Sicherlich ist dies für niemanden von uns der Zeitpunkt, um aufzuhören, über die sozialen und wirtschaftlichen Probleme nachzudenken, die die Ursache für die soziale Revolution sind, die heute ein überragender Faktor in der Welt ist. Denn es gibt nichts Geheimnisvolles an den Grundlagen einer gesunden und starken Demokratie.

Die grundlegenden Dinge, die unser Volk von seinem politischen und wirtschaftlichen System erwartet, sind einfach. Sie lauten:

Chancengleichheit für die Jugend und für andere.

Arbeitsplätze für diejenigen, die arbeiten können.

Sicherheit für diejenigen, die sie brauchen.

Die Beendigung der besonderen Privilegien für einige wenige.

Die Bewahrung der bürgerlichen Freiheiten für alle.

Der Genuss – der Genuss der Früchte des wissenschaftlichen Fortschritts in einem breiteren und ständig steigenden Lebensstandard.

Dies sind die einfachen, die grundlegenden Dinge, die in dem Getümmel und der unglaublichen Komplexität unserer modernen Welt niemals aus den Augen verloren werden dürfen. Die innere und bleibende Stärke unserer wirtschaftlichen und politischen Systeme hängt davon ab, inwieweit sie diese Erwartungen erfüllen.

Viele Themen, die mit unserer Sozialwirtschaft zusammenhängen, bedürfen einer sofortigen Verbesserung. Als Beispiele:

Wir sollten mehr Bürger in die Alters- und Arbeitslosenversicherung einbeziehen.

Wir sollten die Möglichkeiten für eine angemessene medizinische Versorgung ausweiten.

Wir sollten ein besseres System planen, mit dem Personen, die eine Erwerbstätigkeit verdienen oder benötigen, diese erhalten können.

Ich habe zu persönlichen Opfern aufgerufen, und ich bin mir sicher, dass fast alle Amerikaner bereit sind, diesem Aufruf zu folgen. Ein Teil des Opfers bedeutet die Zahlung von mehr Geld an Steuern. In meiner Haushaltsbotschaft werde ich empfehlen, dass ein größerer Teil dieses großen Verteidigungsprogramms aus Steuermitteln finanziert wird, als wir es heute tun. Niemand sollte versuchen, sich an dem Programm zu bereichern, und das Prinzip der Steuerzahlungen entsprechend der Zahlungsfähigkeit sollte uns ständig vor Augen sein und unsere Gesetzgebung leiten.

Wenn der Kongress an diesen Grundsätzen festhält, werden die Wähler, die Patriotismus über den Geldbeutel stellen, Ihnen ihren Beifall spenden.

In den zukünftigen Tagen, die wir zu sichern suchen, freuen wir uns auf eine Welt, die auf vier wesentlichen menschlichen Freiheiten beruht.

Die erste ist die Freiheit der Rede und der Meinungsäußerung – überall auf der Welt.

Die zweite ist die Freiheit eines jeden Menschen, Gott auf seine eigene Weise zu verehren – überall auf der Welt.

Die dritte ist die Freiheit von Not, was, in die Welt übersetzt, bedeutet, dass jede Nation ein gesundes Leben in Friedenszeiten für ihre Bewohner sicherstellen muss – überall auf der Welt.

Die vierte ist die Freiheit von Furcht, was, auf die Welt übertragen, bedeutet, dass die Rüstung weltweit so weit und so gründlich reduziert wird, dass keine Nation in der Lage sein wird, einen Akt physischer Aggression gegen einen Nachbarn zu begehen – überall auf der Welt.

Das ist keine Vision für ein fernes Jahrtausend. Es ist eine definitive Grundlage für eine Welt, die in unserer eigenen Zeit und Generation erreichbar ist. Diese Art von Welt ist das genaue Gegenteil der sogenannten „neuen Ordnung“ der Tyrannei, die die Diktatoren mit dem Einschlag einer Bombe zu schaffen versuchen.

Dieser neuen Ordnung setzen wir das größere Konzept entgegen – die moralische Ordnung. Eine gute Gesellschaft ist in der Lage, sowohl Plänen zur Weltherrschaft als auch ausländischen Revolutionen furchtlos entgegenzutreten.

Seit dem Beginn unserer amerikanischen Geschichte sind wir mit Veränderungen beschäftigt, mit einer fortwährenden, friedlichen Revolution, einer Revolution, die stetig und leise voranschreitet und sich den veränderten Bedingungen anpasst, ohne Konzentrationslager oder Branntkalk im Graben. Die Weltordnung, die wir anstreben, ist die Zusammenarbeit freier Länder, die in einer freundschaftlichen, zivilisierten Gesellschaft zusammenarbeiten.

Diese Nation hat ihr Schicksal in die Hände und Köpfe und Herzen ihrer Millionen freier Männer und Frauen gelegt und ihren Glauben an die Freiheit unter der Führung Gottes. Freiheit bedeutet die Vorherrschaft der Menschenrechte überall. Wir unterstützen diejenigen, die dafür kämpfen, diese Rechte zu erlangen und sie zu bewahren. Unsere Stärke ist unsere Einigkeit in der Sache.

Für dieses hohe Konzept kann es kein anderes Ende als den Sieg geben.

Buch/CDs von Michael E. Eidenmuller, erschienen bei McGraw-Hill (2008)

Audio-Quelle: The Mills Center for Public Affairs — Scripps Library and Multimedia Archive

Bild der FDR-Mauer Quelle: Wikipedia.org

Bild der FDR-Mauer Hinweis: Das Bild wurde gegenüber dem Original verbessert und in der Größe verändert.

Seite aktualisiert: 1/1/21

U.S. Copyright Status: Dieser Text = Eigentum von AmericanRhetoric.com. Audio = gemeinfrei (Credit AmericanRhetoric.com). Bild von Roosevelt (digital vergrößertes, verbessertes, koloriertes Bildschirmfoto von Michael E. Eidenmuller) = Fair Use. Bild der FDR-Wand = CC 3.0.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Top 100 Amerikanische Reden

Online-Rednerbank

© Copyright 2001-Gegenwart.
Amerikanische Rhetorik.
HTML-Transkription von Jena Meatte & Michael E. Eidenmuller.

Franklin Delano Roosevelt

Die vier Freiheiten

vorgetragen am 6. Januar 1941

00:00 / 36:01

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36:00
Die vier Freiheiten
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35:51
Die vier Freiheiten – Rauschunterdrückung

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(AUTHENTIZITÄTSBESCHEINIGUNG: Die unten stehende Textversion wurde direkt von der Audioaufnahme transkribiert.]

Herr Präsident, Herr Sprecher, Mitglieder des 77. Kongresses:

Ich wende mich an Sie, die Mitglieder dieses neuen Kongresses, in einem Moment, der in der Geschichte der Union beispiellos ist. Ich verwende das Wort „beispiellos“, weil die amerikanische Sicherheit zu keinem früheren Zeitpunkt so ernsthaft von außen bedroht war wie heute.

Seit der endgültigen Bildung unserer Regierung im Rahmen der Verfassung im Jahre 1789 betrafen die meisten Krisenzeiten in unserer Geschichte unsere inneren Angelegenheiten. Und glücklicherweise bedrohte nur eine davon – der vierjährige Krieg zwischen den Staaten – jemals unsere nationale Einheit. Heute haben, Gott sei Dank, 130.000.000 Amerikaner in 48 Staaten die Himmelsrichtungen unserer nationalen Einheit vergessen.

Es ist wahr, dass die Vereinigten Staaten vor 1914 oft durch Ereignisse in anderen Kontinenten gestört wurden. Wir haben sogar zwei Kriege mit europäischen Nationen und eine Reihe nicht erklärter Kriege auf den Westindischen Inseln, im Mittelmeer und im Pazifik geführt, um die amerikanischen Rechte und die Grundsätze des friedlichen Handels zu wahren. Aber in keinem Fall gab es eine ernsthafte Bedrohung für unsere nationale Sicherheit oder unsere fortdauernde Unabhängigkeit.

Was ich vermitteln möchte, ist die historische Wahrheit, dass die Vereinigten Staaten als Nation zu allen Zeiten eine klare, eindeutige Opposition gegen jeden Versuch aufrechterhalten haben, uns hinter einer alten chinesischen Mauer einzuschließen, während der Zug der Zivilisation vorbeizog. Heute, mit Blick auf unsere Kinder und deren Kinder, lehnen wir eine erzwungene Isolation für uns selbst oder für irgendeinen anderen Teil Amerikas ab.

Diese unsere Entschlossenheit, die sich über all die Jahre erstreckt hat, wurde beispielsweise in den ersten Tagen des Vierteljahrhunderts der Kriege nach der Französischen Revolution unter Beweis gestellt. Zwar bedrohten die napoleonischen Kämpfe die Interessen der Vereinigten Staaten wegen der französischen Vormachtstellung in Westindien und Louisiana, und wir zogen in den Krieg von 1812, um unser Recht auf friedlichen Handel zu verteidigen, aber es ist dennoch klar, dass weder Frankreich noch Großbritannien noch irgendeine andere Nation die Beherrschung der ganzen Welt anstrebten.

Und ebenso stellte von 1815 bis 1914 – neunundneunzig Jahre lang – kein einziger Krieg in Europa oder Asien eine wirkliche Bedrohung für unsere Zukunft oder für die Zukunft irgendeiner anderen amerikanischen Nation dar.

Mit Ausnahme des Maximilianischen Zwischenspiels in Mexiko versuchte keine ausländische Macht, sich in dieser Hemisphäre festzusetzen. Und die Stärke der britischen Flotte im Atlantik war eine freundliche Stärke; sie ist immer noch eine freundliche Stärke.

Selbst als der Weltkrieg 1914 ausbrach, schien er nur eine geringe Gefahr für unsere eigene amerikanische Zukunft zu bergen. Aber im Laufe der Zeit, wie wir uns erinnern, begann das amerikanische Volk zu ahnen, was der Untergang demokratischer Nationen für unsere eigene Demokratie bedeuten könnte.

Wir müssen die Unzulänglichkeiten des Friedens von Versailles nicht überbetonen. Wir müssen nicht auf das Versagen der Demokratien bei der Bewältigung der Probleme des Wiederaufbaus der Welt pochen. Wir sollten uns daran erinnern, dass der Frieden von 1919 weit weniger ungerecht war als die Art der Befriedung, die schon vor München begann und die unter der neuen Ordnung der Tyrannei fortgesetzt wird, die sich heute über alle Kontinente auszubreiten versucht. Das amerikanische Volk hat sich unverrückbar gegen diese Tyrannei gestellt.

Ich nehme an, dass jeder Realist weiß, dass die demokratische Lebensweise in diesem Moment in jedem Teil der Welt direkt angegriffen wird – entweder mit Waffen oder durch die heimliche Verbreitung giftiger Propaganda durch diejenigen, die versuchen, die Einheit zu zerstören und Zwietracht in den Nationen zu fördern, die noch im Frieden sind. In 16 langen Monaten hat dieser Angriff das gesamte demokratische Leben in einer erschreckenden Anzahl von großen und kleinen unabhängigen Nationen ausgelöscht. Und die Angreifer sind immer noch auf dem Vormarsch und bedrohen andere Nationen, große und kleine.

Als Ihr Präsident, der seiner verfassungsmäßigen Pflicht nachkommt, „den Kongress über die Lage der Union zu unterrichten“, muss ich daher leider berichten, dass die Zukunft und die Sicherheit unseres Landes und unserer Demokratie in überwältigender Weise von Ereignissen weit jenseits unserer Grenzen abhängen.

Die bewaffnete Verteidigung der demokratischen Existenz wird jetzt auf vier Kontinenten galant geführt. Wenn diese Verteidigung scheitert, werden die gesamte Bevölkerung und alle Ressourcen Europas und Asiens, Afrikas und Australasiens von Eroberern beherrscht werden. Und wir sollten uns daran erinnern, dass die Gesamtheit dieser Bevölkerungen in diesen vier Kontinenten, die Gesamtheit dieser Bevölkerungen und ihrer Ressourcen die Gesamtheit der Bevölkerung und der Ressourcen der gesamten westlichen Hemisphäre bei weitem übersteigt – ja, um ein Vielfaches.

In Zeiten wie diesen ist es unreif – und im Übrigen unwahr -, wenn jemand damit prahlt, dass ein unvorbereitetes Amerika im Alleingang und mit einer auf den Rücken gebundenen Hand die ganze Welt in Schach halten kann.

Kein realistischer Amerikaner kann vom Frieden eines Diktators internationale Großzügigkeit, die Rückkehr zu echter Unabhängigkeit, weltweite Abrüstung, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit oder gar gute Geschäfte erwarten. Ein solcher Frieden würde weder für uns noch für unsere Nachbarn Sicherheit bringen. Diejenigen, die wesentliche Freiheiten aufgeben würden, um ein wenig vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.

Als Nation können wir stolz darauf sein, dass wir weichherzig sind; aber wir können es uns nicht leisten, weichherzig zu sein. Wir müssen uns immer vor denen in Acht nehmen, die mit klingendem Blech und bimmelnder Zimbel den „Ismus“ der Beschwichtigung predigen. Wir müssen uns vor allem vor jener kleinen Gruppe selbstsüchtiger Männer hüten, die dem amerikanischen Adler die Flügel stutzen wollen, um ihr eigenes Nest zu füttern.

Ich habe kürzlich darauf hingewiesen, wie schnell das Tempo der modernen Kriegsführung den physischen Angriff in unsere Mitte bringen könnte, den wir schließlich erwarten müssen, wenn die diktatorischen Nationen diesen Krieg gewinnen.

Es wird viel von unserer Immunität gegen eine unmittelbare und direkte Invasion von jenseits der Meere gesprochen. Solange die britische Marine ihre Macht behält, besteht diese Gefahr natürlich nicht. Selbst wenn es keine britische Marine gäbe, ist es unwahrscheinlich, dass ein Feind so dumm wäre, uns anzugreifen, indem er Truppen in den Vereinigten Staaten über Tausende von Seemeilen hinweg anlandet, bevor er strategische Stützpunkte erworben hat, von denen aus er operieren kann.

Aber wir lernen viel aus den Lektionen der vergangenen Jahre in Europa – insbesondere die Lektion Norwegens, dessen wichtige Seehäfen durch Verrat und Überraschung erobert wurden, die über eine Reihe von Jahren aufgebaut wurden. Die erste Phase der Invasion dieser Hemisphäre würde nicht in der Landung regulärer Truppen bestehen. Die notwendigen strategischen Punkte würden von Geheimagenten und ihren Handlangern besetzt werden – und die gibt es hier und in Lateinamerika bereits in großer Zahl. Solange die Aggressor-Nationen die Offensive aufrechterhalten, werden sie, nicht wir, den Zeitpunkt, den Ort und die Methode ihres Angriffs wählen.

Und deshalb ist die Zukunft aller amerikanischen Republiken heute in ernster Gefahr. Aus diesem Grund ist diese jährliche Botschaft an den Kongress einzigartig in unserer Geschichte. Deshalb muss jedes Mitglied der Exekutive und jedes Mitglied des Kongresses große Verantwortung übernehmen und Rechenschaft ablegen. Das Gebot der Stunde ist, dass unser Handeln und unsere Politik in erster Linie – fast ausschließlich – der Bewältigung dieser ausländischen Gefahr gewidmet sein sollten. Denn alle unsere innenpolitischen Probleme sind jetzt ein Teil der großen Notlage.

So wie unsere nationale Politik in inneren Angelegenheiten auf einer anständigen Achtung der Rechte und der Würde aller unserer Mitmenschen innerhalb unserer Tore beruht, so beruht unsere nationale Politik in auswärtigen Angelegenheiten auf einer anständigen Achtung der Rechte und der Würde aller Nationen, großer und kleiner. Und die Gerechtigkeit der Moral muss und wird am Ende siegen.

Unsere nationale Politik ist die folgende:

Erstens sind wir durch eine eindrucksvolle Bekundung des öffentlichen Willens und ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit einer allumfassenden Landesverteidigung verpflichtet.

Zweitens verpflichten wir uns durch eine eindrucksvolle Bekundung des öffentlichen Willens und ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit zur vollen Unterstützung all jener entschlossenen Menschen überall, die sich der Aggression widersetzen und dadurch den Krieg von unserer Hemisphäre fernhalten. Durch diese Unterstützung bringen wir unsere Entschlossenheit zum Ausdruck, dass die demokratische Sache siegen wird, und wir stärken die Verteidigung und die Sicherheit unserer eigenen Nation.

Drittens bekennen wir uns durch eine eindrucksvolle Bekundung des öffentlichen Willens und ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit zu der Aussage, dass die Grundsätze der Moral und die Erwägungen im Hinblick auf unsere eigene Sicherheit es uns niemals erlauben werden, uns mit einem Frieden abzufinden, der von Aggressoren diktiert und von Beschwichtigern unterstützt wird. Wir wissen, dass ein dauerhafter Frieden nicht mit dem Preis der Freiheit anderer erkauft werden kann.

Bei den letzten nationalen Wahlen gab es keinen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden großen Parteien in Bezug auf diese nationale Politik. Keine Frage wurde in dieser Hinsicht vor den amerikanischen Wählern ausgefochten. Und heute ist es mehr als offensichtlich, dass die amerikanischen Bürger überall ein schnelles und umfassendes Handeln in Anerkennung der offensichtlichen Gefahr fordern und unterstützen.

Daher besteht die unmittelbare Notwendigkeit in einer raschen und energischen Steigerung unserer Rüstungsproduktion. Die Führer der Industrie und der Arbeiterschaft haben auf unsere Aufforderung reagiert. Es wurden Ziele für die Geschwindigkeit gesetzt. In einigen Fällen werden diese Ziele bereits vorzeitig erreicht. In einigen Fällen liegen wir im Zeitplan, in anderen Fällen gibt es leichte, aber nicht gravierende Verzögerungen. Und in einigen Fällen – und ich bedaure sagen zu müssen, dass es sich um sehr wichtige Fälle handelt – sind wir alle besorgt über die Langsamkeit, mit der unsere Pläne umgesetzt werden.

Das Heer und die Marine haben jedoch im vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte gemacht. Die tatsächliche Erfahrung verbessert und beschleunigt unsere Produktionsmethoden mit jedem Tag. Und das Beste von heute ist nicht gut genug für morgen.

Ich bin mit den bisher erzielten Fortschritten nicht zufrieden. Die Männer, die für das Programm verantwortlich sind, repräsentieren das Beste an Ausbildung, an Fähigkeiten und an Patriotismus. Sie sind mit den bisher erzielten Fortschritten nicht zufrieden. Keiner von uns wird zufrieden sein, bis die Aufgabe erledigt ist.

Ganz gleich, ob das ursprüngliche Ziel zu hoch oder zu niedrig gesteckt war, unser Ziel sind schnellere und bessere Ergebnisse.

Um Ihnen zwei Beispiele zu geben:

Wir sind mit der Auslieferung fertiger Flugzeuge im Verzug. Wir arbeiten Tag und Nacht daran, die zahllosen Probleme zu lösen und den Rückstand aufzuholen.

Beim Bau von Kriegsschiffen sind wir dem Zeitplan voraus, aber wir arbeiten daran, diesen Zeitplan noch weiter zu übertreffen.

Die Umstellung einer ganzen Nation von einer Basis der Friedensproduktion auf eine Basis der Kriegsproduktion ist keine kleine Aufgabe. Und die größte Schwierigkeit ergibt sich zu Beginn des Programms, wenn neue Werkzeuge, neue Werksanlagen, neue Fließbänder und neue Schifffahrtswege erst einmal gebaut werden müssen, bevor das eigentliche Material gleichmäßig und schnell von ihnen zu fließen beginnt.

Der Kongress muss sich natürlich zu Recht jederzeit über den Fortschritt des Programms informieren. Es gibt jedoch bestimmte Informationen, wie der Kongress selbst leicht erkennen wird, die im Interesse unserer eigenen Sicherheit und derjenigen der Nationen, die wir unterstützen, notwendigerweise vertraulich behandelt werden müssen.

Neue Umstände bringen ständig neue Erfordernisse für unsere Sicherheit mit sich. Ich werde diesen Kongreß um eine beträchtliche Aufstockung der neuen Mittel und Ermächtigungen bitten, um das fortzusetzen, was wir begonnen haben.

Ich bitte diesen Kongreß auch um die Befugnis und um ausreichende Mittel für die Herstellung zusätzlicher Munition und vieler Arten von Kriegsgütern, die an die Nationen geliefert werden sollen, die sich gegenwärtig im Krieg mit den Angreifernationen befinden. Unsere nützlichste und unmittelbarste Rolle besteht darin, für sie wie auch für uns selbst als Waffenlager zu fungieren. Sie brauchen keine Arbeitskräfte, aber sie brauchen Verteidigungswaffen im Wert von Milliarden von Dollar.

Die Zeit ist nahe, in der sie nicht in der Lage sein werden, sie alle in bar zu bezahlen. Wir können und werden ihnen nicht sagen, dass sie aufgeben müssen, nur weil sie derzeit nicht in der Lage sind, die Waffen zu bezahlen, von denen wir wissen, dass sie sie brauchen.

Ich empfehle nicht, dass wir ihnen ein Darlehen in Dollar gewähren, mit dem sie diese Waffen bezahlen können – ein Darlehen, das in Dollar zurückgezahlt werden muss. Ich empfehle, dass wir es diesen Nationen ermöglichen, weiterhin Kriegsmaterial in den Vereinigten Staaten zu beschaffen und ihre Bestellungen in unser eigenes Programm einzupassen. Und fast das gesamte Material dieser Länder würde, wenn die Zeit gekommen ist, für unsere eigene Verteidigung nützlich sein.

Unter Hinzuziehung sachkundiger Militär- und Marinebehörden und in Anbetracht dessen, was für unsere eigene Sicherheit am besten ist, steht es uns frei zu entscheiden, wie viel wir hier behalten und wie viel wir ins Ausland zu unseren Freunden schicken sollten, die uns durch ihren entschlossenen und heldenhaften Widerstand Zeit verschaffen, um unsere eigene Verteidigung vorzubereiten.

Für das, was wir ins Ausland schicken, werden wir entschädigt werden, entschädigt innerhalb einer angemessenen Zeit nach Beendigung der Feindseligkeiten, entschädigt in ähnlichen Materialien oder nach unserer Wahl in anderen Gütern vieler Art, die sie produzieren können und die wir brauchen.

Lasst uns den Demokratien sagen: „Wir Amerikaner sind an eurer Verteidigung der Freiheit sehr interessiert. Wir setzen unsere Energien, unsere Mittel und unsere Organisationskraft ein, um euch die Kraft zu geben, eine freie Welt wiederzuerlangen und zu erhalten. Wir werden euch in immer größerer Zahl Schiffe, Flugzeuge, Panzer und Waffen schicken. Das ist unser Ziel und unser Versprechen.“

In Erfüllung dieses Ziels werden wir uns nicht von den Drohungen der Diktatoren einschüchtern lassen, dass sie unsere Hilfe für die Demokratien, die es wagen, sich ihrer Aggression zu widersetzen, als einen Bruch des Völkerrechts oder als einen kriegerischen Akt betrachten werden. Eine solche Hilfe – eine solche Hilfe ist keine Kriegshandlung, auch wenn ein Diktator sie einseitig als solche deklariert.

Und wenn die Diktatoren – wenn die Diktatoren – bereit sind, gegen uns Krieg zu führen, werden sie nicht auf eine Kriegshandlung unsererseits warten.

Sie haben nicht darauf gewartet, dass Norwegen oder Belgien oder die Niederlande eine Kriegshandlung begehen. Ihr einziges Interesse ist ein neues, einseitiges internationales Recht, dessen Einhaltung nicht auf Gegenseitigkeit beruht und das daher zu einem Instrument der Unterdrückung wird. Das Glück künftiger Generationen von Amerikanern kann sehr wohl davon abhängen, wie wirksam und wie unmittelbar wir unsere Hilfe spürbar machen können. Niemand kann den genauen Charakter der Notsituationen vorhersagen, in denen wir möglicherweise gefordert sein werden. Der Nation dürfen nicht die Hände gebunden sein, wenn das Leben der Nation in Gefahr ist.

Ja, und wir müssen uns vorbereiten, wir alle müssen uns vorbereiten, um die Opfer zu bringen, die der Notfall – fast so ernst wie der Krieg selbst – verlangt. Was auch immer einer schnellen und effizienten Verteidigung, einer wie auch immer gearteten Verteidigungsvorbereitung, im Wege steht, muss dem nationalen Bedürfnis weichen.

Eine freie Nation hat das Recht, von allen Gruppen volle Zusammenarbeit zu erwarten. Eine freie Nation hat das Recht, von den Führern der Wirtschaft, der Arbeiterschaft und der Landwirtschaft zu erwarten, dass sie die Führung bei der Stimulierung der Bemühungen übernehmen, und zwar nicht bei anderen Gruppen, sondern innerhalb ihrer eigenen Gruppe.

Die beste Art, mit den wenigen Faulenzern oder Unruhestiftern in unserer Mitte umzugehen, besteht darin, sie zunächst durch patriotisches Beispiel zu beschämen, und wenn das nicht gelingt, die Souveränität der Regierung zu nutzen, um die Regierung zu retten.

So wie der Mensch nicht vom Brot allein lebt, so kämpft er auch nicht mit Waffen allein. Diejenigen, die unsere Verteidigung bemannen, und diejenigen, die hinter ihnen stehen und unsere Verteidigung aufbauen, müssen die Ausdauer und den Mut haben, die aus dem unerschütterlichen Glauben an die Lebensweise kommen, die sie verteidigen. Die mächtige Aktion, zu der wir aufrufen, kann nicht auf einer Vernachlässigung all dessen beruhen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Die Nation schöpft große Genugtuung und viel Kraft aus den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den Menschen ihr individuelles Interesse an der Erhaltung des demokratischen Lebens in Amerika bewusst zu machen. Diese Dinge haben die Fasern unseres Volkes gestärkt, haben seinen Glauben erneuert und seine Hingabe an die Institutionen, die wir zu schützen bereit sind, gefestigt.

Sicherlich ist dies für niemanden von uns der Zeitpunkt, um aufzuhören, über die sozialen und wirtschaftlichen Probleme nachzudenken, die die Ursache für die soziale Revolution sind, die heute ein überragender Faktor in der Welt ist. Denn es gibt nichts Geheimnisvolles an den Grundlagen einer gesunden und starken Demokratie.

Die grundlegenden Dinge, die unser Volk von seinem politischen und wirtschaftlichen System erwartet, sind einfach. Sie lauten:

Chancengleichheit für die Jugend und für andere.

Arbeitsplätze für diejenigen, die arbeiten können.

Sicherheit für diejenigen, die sie brauchen.

Die Beendigung der besonderen Privilegien für einige wenige.

Die Bewahrung der bürgerlichen Freiheiten für alle.

Der Genuss – der Genuss der Früchte des wissenschaftlichen Fortschritts in einem breiteren und ständig steigenden Lebensstandard.

Dies sind die einfachen, die grundlegenden Dinge, die in dem Getümmel und der unglaublichen Komplexität unserer modernen Welt niemals aus den Augen verloren werden dürfen. Die innere und bleibende Stärke unserer wirtschaftlichen und politischen Systeme hängt davon ab, inwieweit sie diese Erwartungen erfüllen.

Viele Themen, die mit unserer Sozialwirtschaft zusammenhängen, bedürfen einer sofortigen Verbesserung. Als Beispiele:

Wir sollten mehr Bürger in die Alters- und Arbeitslosenversicherung einbeziehen.

Wir sollten die Möglichkeiten für eine angemessene medizinische Versorgung ausweiten.

Wir sollten ein besseres System planen, mit dem Personen, die eine Erwerbstätigkeit verdienen oder benötigen, diese erhalten können.

Ich habe zu persönlichen Opfern aufgerufen, und ich bin mir sicher, dass fast alle Amerikaner bereit sind, diesem Aufruf zu folgen. Ein Teil des Opfers bedeutet die Zahlung von mehr Geld an Steuern. In meiner Haushaltsbotschaft werde ich empfehlen, dass ein größerer Teil dieses großen Verteidigungsprogramms aus Steuermitteln finanziert wird, als wir es heute tun. Niemand sollte versuchen, sich an dem Programm zu bereichern, und das Prinzip der Steuerzahlungen entsprechend der Zahlungsfähigkeit sollte uns ständig vor Augen sein und unsere Gesetzgebung leiten.

Wenn der Kongress an diesen Grundsätzen festhält, werden die Wähler, die Patriotismus über den Geldbeutel stellen, Ihnen ihren Beifall spenden.

In den zukünftigen Tagen, die wir zu sichern suchen, freuen wir uns auf eine Welt, die auf vier wesentlichen menschlichen Freiheiten beruht.

Die erste ist die Freiheit der Rede und der Meinungsäußerung – überall auf der Welt.

Die zweite ist die Freiheit eines jeden Menschen, Gott auf seine eigene Weise zu verehren – überall auf der Welt.

Die dritte ist die Freiheit von Not, was, in die Welt übersetzt, bedeutet, dass jede Nation ein gesundes Leben in Friedenszeiten für ihre Bewohner sicherstellen muss – überall auf der Welt.

Die vierte ist die Freiheit von Furcht, was, auf die Welt übertragen, bedeutet, dass die Rüstung weltweit so weit und so gründlich reduziert wird, dass keine Nation in der Lage sein wird, einen Akt physischer Aggression gegen einen Nachbarn zu begehen – überall auf der Welt.

Das ist keine Vision für ein fernes Jahrtausend. Es ist eine definitive Grundlage für eine Welt, die in unserer eigenen Zeit und Generation erreichbar ist. Diese Art von Welt ist das genaue Gegenteil der sogenannten „neuen Ordnung“ der Tyrannei, die die Diktatoren mit dem Einschlag einer Bombe zu schaffen versuchen.

Dieser neuen Ordnung setzen wir das größere Konzept entgegen – die moralische Ordnung. Eine gute Gesellschaft ist in der Lage, sowohl Plänen zur Weltherrschaft als auch ausländischen Revolutionen furchtlos entgegenzutreten.

Seit dem Beginn unserer amerikanischen Geschichte sind wir mit Veränderungen beschäftigt, mit einer fortwährenden, friedlichen Revolution, einer Revolution, die stetig und leise voranschreitet und sich den veränderten Bedingungen anpasst, ohne Konzentrationslager oder Branntkalk im Graben. Die Weltordnung, die wir anstreben, ist die Zusammenarbeit freier Länder, die in einer freundschaftlichen, zivilisierten Gesellschaft zusammenarbeiten.

Diese Nation hat ihr Schicksal in die Hände und Köpfe und Herzen ihrer Millionen freier Männer und Frauen gelegt und ihren Glauben an die Freiheit unter der Führung Gottes. Freiheit bedeutet die Vorherrschaft der Menschenrechte überall. Wir unterstützen diejenigen, die dafür kämpfen, diese Rechte zu erlangen und sie zu bewahren. Unsere Stärke ist unsere Einigkeit in der Sache.

Für dieses hohe Konzept kann es kein anderes Ende als den Sieg geben.

Buch/CDs von Michael E. Eidenmuller, erschienen bei McGraw-Hill (2008)

Audio-Quelle: The Mills Center for Public Affairs — Scripps Library and Multimedia Archive

Bild der FDR-Mauer Quelle: Wikipedia.org

Bild der FDR-Mauer Hinweis: Das Bild wurde gegenüber dem Original verbessert und in der Größe verändert.

Seite aktualisiert: 1/1/21

U.S. Copyright Status: Dieser Text = Eigentum von AmericanRhetoric.com. Audio = gemeinfrei (Credit AmericanRhetoric.com). Bild von Roosevelt (digital vergrößertes, verbessertes, koloriertes Bildschirmfoto von Michael E. Eidenmuller) = Fair Use. Bild der FDR-Wand = CC 3.0.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Top 100 Amerikanische Reden

Online-Rednerbank

© Copyright 2001-Gegenwart.
Amerikanische Rhetorik.
HTML-Transkription von Jena Meatte & Michael E. Eidenmuller.

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Franklin Delano Roosevelt

The Four Freedoms

delivered 6 January, 1941

00:00 / 36:01

  • 1The Four Freedoms
  • 36:00
  • 2The Four Freedoms – Noise Reduction
  • 35:51

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[AUTHENTICITY CERTIFIED: Text version below transcribed directly from audio.]

Mr. President, Mr. Speaker, members of the 77th Congress:

I address you, the members of this new Congress, at a moment unprecedented in the history of the union.  I use the word “unprecedented” because at no previous time has American security been as seriously threatened from without as it is today.

Since the permanent formation of our government under the Constitution in 1789, most of the periods of crisis in our history have related to our domestic affairs.  And, fortunately, only one of these — the four-year war between the States — ever threatened our national unity.  Today, thank God, 130,000,000 Americans in 48 States have forgotten points of the compass in our national unity.

It is true that prior to 1914 the United States often has been disturbed by events in other continents.  We have even engaged in two wars with European nations and in a number of undeclared wars in the West Indies, in the Mediterranean and in the Pacific, for the maintenance of American rights and for the principles of peaceful commerce.  But in no case had a serious threat been raised against our national safety or our continued independence.

What I seek to convey is the historic truth that the United States as a nation has at all times maintained opposition — clear, definite opposition — to any attempt to lock us in behind an ancient Chinese wall while the procession of civilization went past. Today, thinking of our children and of their children, we oppose enforced isolation for ourselves or for any other part of the Americas.

That determination of ours, extending over all these years, was proved, for example, in the early days during the quarter century of wars following the French Revolution.  While the Napoleonic struggles did threaten interests of the United States because of the French foothold in the West Indies and in Louisiana, and while we engaged in the War of 1812 to vindicate our right to peaceful trade, it is nevertheless clear that neither France nor Great Britain nor any other nation was aiming at domination of the whole world.

And in like fashion, from 1815 to 1914 — ninety-nine years — no single war in Europe or in Asia constituted a real threat against our future or against the future of any other American nation.

Except in the Maximilian interlude in Mexico, no foreign power sought to establish itself in this hemisphere. And the strength of the British fleet in the Atlantic has been a friendly strength; it is still a friendly strength.

Even when the World War broke out in 1914, it seemed to contain only small threat of danger to our own American future.  But as time went on, as we remember, the American people began to visualize what the downfall of democratic nations might mean to our own democracy.

We need not overemphasize imperfections in the peace of Versailles. We need not harp on failure of the democracies to deal with problems of world reconstruction. We should remember that the peace of 1919 was far less unjust than the kind of pacification which began even before Munich, and which is being carried on under the new order of tyranny that seeks to spread over every continent today. The American people have unalterably set their faces against that tyranny.

I suppose that every realist knows that the democratic way of life is at this moment being directly assailed in every part of the world — assailed either by arms or by secret spreading of poisonous propaganda by those who seek to destroy unity and promote discord in nations that are still at peace. During 16 long months this assault has blotted out the whole pattern of democratic life in an appalling number of independent nations, great and small.  And the assailants are still on the march, threatening other nations, great and small.

Therefore, as your President, performing my constitutional duty to „give to the Congress information of the state of the union,“ I find it unhappily necessary to report that the future and the safety of our country and of our democracy are overwhelmingly involved in events far beyond our borders.

Armed defense of democratic existence is now being gallantly waged in four continents.  If that defense fails, all the population and all the resources of Europe and Asia, and Africa and Austral-Asia will be dominated by conquerors.  And let us remember that the total of those populations in those four continents, the total of those populations and their resources greatly exceed the sum total of the population and the resources of the whole of the Western Hemisphere — yes, many times over.

In times like these it is immature — and, incidentally, untrue — for anybody to brag that an unprepared America, single-handed and with one hand tied behind its back, can hold off the whole world.

No realistic American can expect from a dictator’s peace international generosity, or return of true independence, or world disarmament, or freedom of expression, or freedom of religion — or even good business.  Such a peace would bring no security for us or for our neighbors.  Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety deserve neither liberty nor safety.

As a nation we may take pride in the fact that we are soft-hearted; but we cannot afford to be soft-headed.  We must always be wary of those who with sounding brass and a tinkling cymbal preach the „ism“ of appeasement.  We must especially beware of that small group of selfish men who would clip the wings of the American eagle in order to feather their own nests.

I have recently pointed out how quickly the tempo of modern warfare could bring into our very midst the physical attack which we must eventually expect if the dictator nations win this war.

There is much loose talk of our immunity from immediate and direct invasion from across the seas.  Obviously, as long as the British Navy retains its power, no such danger exists.  Even if there were no British Navy, it is not probable that any enemy would be stupid enough to attack us by landing troops in the United States from across thousands of miles of ocean, until it had acquired strategic bases from which to operate.

But we learn much from the lessons of the past years in Europe — particularly the lesson of Norway, whose essential seaports were captured by treachery and surprise built up over a series of years. The first phase of the invasion of this hemisphere would not be the landing of regular troops.  The necessary strategic points would be occupied by secret agents and by their dupes — and great numbers of them are already here and in Latin America. As long as the aggressor nations maintain the offensive they, not we, will choose the time and the place and the method of their attack.

And that is why the future of all the American Republics is today in serious danger.  That is why this annual message to the Congress is unique in our history.  That is why every member of the executive branch of the government and every member of the Congress face great responsibility, great accountability. The need of the moment is that our actions and our policy should be devoted primarily — almost exclusively — to meeting this foreign peril.  For all our domestic problems are now a part of the great emergency.

Just as our national policy in internal affairs has been based upon a decent respect for the rights and the dignity of all our fellow men within our gates, so our national policy in foreign affairs has been based on a decent respect for the rights and the dignity of all nations, large and small.  And the justice of morality must and will win in the end.

Our national policy is this:

First, by an impressive expression of the public will and without regard to partisanship, we are committed to all-inclusive national defense.

Secondly, by an impressive expression of the public will and without regard to partisanship, we are committed to full support of all those resolute people everywhere who are resisting aggression and are thereby keeping war away from our hemisphere. By this support we express our determination that the democratic cause shall prevail, and we strengthen the defense and the security of our own nation.

Third, by an impressive expression of the public will and without regard to partisanship, we are committed to the proposition that principles of morality and considerations for our own security will never permit us to acquiesce in a peace dictated by aggressors and sponsored by appeasers. We know that enduring peace cannot be bought at the cost of other people’s freedom.

In the recent national election there was no substantial difference between the two great parties in respect to that national policy. No issue was fought out on this line before the American electorate.  And today it is abundantly evident that American citizens everywhere are demanding and supporting speedy and complete action in recognition of obvious danger.

Therefore, the immediate need is a swift and driving increase in our armament production. Leaders of industry and labor have responded to our summons. Goals of speed have been set. In some cases these goals are being reached ahead of time. In some cases we are on schedule; in other cases there are slight but not serious delays. And in some cases — and, I am sorry to say, very important cases — we are all concerned by the slowness of the accomplishment of our plans.

The Army and Navy, however, have made substantial progress during the past year. Actual experience is improving and speeding up our methods of production with every passing day. And today’s best is not good enough for tomorrow.

I am not satisfied with the progress thus far made. The men in charge of the program represent the best in training, in ability, and in patriotism. They are not satisfied with the progress thus far made.  None of us will be satisfied until the job is done.

No matter whether the original goal was set too high or too low, our objective is quicker and better results.

To give you two illustrations:

We are behind schedule in turning out finished airplanes. We are working day and night to solve the innumerable problems and to catch up.

We are ahead of schedule in building warships, but we are working to get even further ahead of that schedule.

To change a whole nation from a basis of peacetime production of implements of peace to a basis of wartime production of implements of war is no small task. And the greatest difficulty comes at the beginning of the program, when new tools, new plant facilities, new assembly lines, new shipways must first be constructed before the actual material begins to flow steadily and speedily from them.

The Congress of course, must rightly keep itself informed at all times of the progress of the program.  However, there is certain information, as the Congress itself will readily recognize, which, in the interests of our own security and those of the nations that we are supporting, must of needs be kept in confidence.

New circumstances are constantly begetting new needs for our safety. I shall ask this Congress for greatly increased new appropriations and authorizations to carry on what we have begun.

I also ask this Congress for authority and for funds sufficient to manufacture additional munitions and war supplies of many kinds, to be turned over to those nations which are now in actual war with aggressor nations. Our most useful and immediate role is to act as an arsenal for them as well as for ourselves. They do not need manpower, but they do need billions of dollars’ worth of the weapons of defense.

The time is near when they will not be able to pay for them all in ready cash.  We cannot, and we will not, tell them that they must surrender merely because of present inability to pay for the weapons which we know they must have.

I do not recommend that we make them a loan of dollars with which to pay for these weapons — a loan to be repaid in dollars. I recommend that we make it possible for those nations to continue to obtain war materials in the United States, fitting their orders into our own program. And nearly all of their material would, if the time ever came, be useful in our own defense.

Taking counsel of expert military and naval authorities, considering what is best for our own security, we are free to decide how much should be kept here and how much should be sent abroad to our friends who, by their determined and heroic resistance, are giving us time in which to make ready our own defense.

For what we send abroad we shall be repaid, repaid within a reasonable time following the close of hostilities, repaid in similar materials, or at our option in other goods of many kinds which they can produce and which we need.

Let us say to the democracies: „We Americans are vitally concerned in your defense of freedom. We are putting forth our energies, our resources, and our organizing powers to give you the strength to regain and maintain a free world. We shall send you in ever-increasing numbers, ships, planes, tanks, guns. That is our purpose and our pledge.“

In fulfillment of this purpose we will not be intimidated by the threats of dictators that they will regard as a breach of international law or as an act of war our aid to the democracies which dare to resist their aggression. Such aid — Such aid is not an act of war, even if a dictator should unilaterally proclaim it so to be.

And when the dictators — if the dictators — are ready to make war upon us, they will not wait for an act of war on our part.

They did not wait for Norway or Belgium or the Netherlands to commit an act of war. Their only interest is in a new one-way international law, which lacks mutuality in its observance and therefore becomes an instrument of oppression. The happiness of future generations of Americans may well depend on how effective and how immediate we can make our aid felt. No one can tell the exact character of the emergency situations that we may be called upon to meet. The nation’s hands must not be tied when the nation’s life is in danger.

Yes, and we must prepare, all of us prepare, to make the sacrifices that the emergency — almost as serious as war itself — demands. Whatever stands in the way of speed and efficiency in defense, in defense preparations of any kind, must give way to the national need.

A free nation has the right to expect full cooperation from all groups. A free nation has the right to look to the leaders of business, of labor, and of agriculture to take the lead in stimulating effort, not among other groups but within their own group.

The best way of dealing with the few slackers or trouble-makers in our midst is, first, to shame them by patriotic example, and if that fails, to use the sovereignty of government to save government.

As men do not live by bread alone, they do not fight by armaments alone. Those who man our defenses and those behind them who build our defenses must have the stamina and the courage which come from unshakable belief in the manner of life which they are defending. The mighty action that we are calling for cannot be based on a disregard of all the things worth fighting for.

The nation takes great satisfaction and much strength from the things which have been done to make its people conscious of their individual stake in the preservation of democratic life in America.  Those things have toughened the fiber of our people, have renewed their faith and strengthened their devotion to the institutions we make ready to protect.

Certainly this is no time for any of us to stop thinking about the social and economic problems which are the root cause of the social revolution which is today a supreme factor in the world. For there is nothing mysterious about the foundations of a healthy and strong democracy.

The basic things expected by our people of their political and economic systems are simple. They are:

Equality of opportunity for youth and for others.

Jobs for those who can work.

Security for those who need it.

The ending of special privilege for the few.

The preservation of civil liberties for all.

The enjoyment — The enjoyment of the fruits of scientific progress in a wider and constantly rising standard of living.

These are the simple, the basic things that must never be lost sight of in the turmoil and unbelievable complexity of our modern world. The inner and abiding strength of our economic and political systems is dependent upon the degree to which they fulfill these expectations.

Many subjects connected with our social economy call for immediate improvement. As examples:

We should bring more citizens under the coverage of old-age pensions and unemployment insurance.

We should widen the opportunities for adequate medical care.

We should plan a better system by which persons deserving or needing gainful employment may obtain it.

I have called for personal sacrifice, and I am assured of the willingness of almost all Americans to respond to that call. A part of the sacrifice means the payment of more money in taxes. In my budget message I will recommend that a greater portion of this great defense program be paid for from taxation than we are paying for today. No person should try, or be allowed to get rich out of the program, and the principle of tax payments in accordance with ability to pay should be constantly before our eyes to guide our legislation.

If the Congress maintains these principles the voters, putting patriotism ahead pocketbooks, will give you their applause.

In the future days, which we seek to make secure, we look forward to a world founded upon four essential human freedoms.

The first is freedom of speech and expression — everywhere in the world.

The second is freedom of every person to worship God in his own way — everywhere in the world.

The third is freedom from want, which, translated into world terms, means economic understandings which will secure to every nation a healthy peacetime life for its inhabitants — everywhere in the world.

The fourth is freedom from fear, which, translated into world terms, means a world-wide reduction of armaments to such a point and in such a thorough fashion that no nation will be in a position to commit an act of physical aggression against any neighbor — anywhere in the world.

That is no vision of a distant millennium. It is a definite basis for a kind of world attainable in our own time and generation. That kind of world is the very antithesis of the so-called “new order” of tyranny which the dictators seek to create with the crash of a bomb.

To that new order we oppose the greater conception — the moral order. A good society is able to face schemes of world domination and foreign revolutions alike without fear.

Since the beginning of our American history we have been engaged in change, in a perpetual, peaceful revolution, a revolution which goes on steadily, quietly, adjusting itself to changing conditions without the concentration camp or the quicklime in the ditch. The world order which we seek is the cooperation of free countries, working together in a friendly, civilized society.

This nation has placed its destiny in the hands and heads and hearts of its millions of free men and women, and its faith in freedom under the guidance of God. Freedom means the supremacy of human rights everywhere. Our support goes to those who struggle to gain those rights and keep them. Our strength is our unity of purpose.

To that high concept there can be no end save victory.

Book/CDs by Michael E. Eidenmuller, Published by McGraw-Hill (2008)

Audio Source: The Mills Center for Public Affairs — Scripps Library and Multimedia Archive

Image of FDR Wall Source: Wikipedia.org

Image of FDR Wall Note: Image enhanced and resized from original.

Page Updated: 1/1/21

U.S. Copyright Status: This text = Property of AmericanRhetoric.com. Audio = Public Domain (Credit AmericanRhetoric.com). Image of Roosevelt (digitally enlarged, enhanced, colorized screenshot by Michael E. Eidenmuller) = Fair Use. Image of FDR Wall = CC 3.0.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Top 100 American Speeches

Online Speech Bank

© Copyright 2001-Present.
American Rhetoric.
HTML transcription by Jena Meatte & Michael E. Eidenmuller.

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Informationen für Kinder als künftige Weltbürger

Informationen für Kinder als künftige Weltbürger https://wp.me/paI27O-4Wt

Internationaler Bildungsgipfel: Schüler zu Weltbürgern ausbilden (gew.de)

Bei der Suche nach einer Webseite und nach einem Buch und einer Webseite, das die notwendigsten Informationen für künftige Weltbürger auf fesselnde Weise und auf vielen Sprachen vermittelt vermittelt, bin ich auf eine Informationsseite bei Bing gestoßen, die aber bestimmt bald auch auf anderen Browsern  angeboten wird, die nicht so mit der US amerikanischen „einzige Weltmachtidee“ verschwistert sind. Bing

Darunter der obige Link von 2016…

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Den alltäglichen Schrecken Aufmerksamkeit schenken von Caitlin Johnstone/also in English

Englisches Original/English orginal: https://www.caitlinjohnst.one/p/pay-attention-to-the-everyday-horrors?utm_campaign=email-post&r=g2ir2&utm_source=substack&utm_medium=email

Den alltäglichen Schrecken Aufmerksamkeit schenken von Caitlin Johnstone

Im Browser anzeigen   Achten Sie auf die alltäglichen Schrecken Caitlin Johnstone
10. September

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Hören Sie sich eine Lektüre zu diesem Artikel an (Lesung von Tim Foley):

Den alltäglichen Schrecken Aufmerksamkeit schenken von Caitlin Johnstone

Caitlin Johnstone

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Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Vorwürfe, die die beiden großen politischen Parteien in den USA gegenüber ihrer Opposition erheben, in der Regel karikaturhafte Übertreibungen und Lügen sind, die wenig oder gar keine Grundlage in der Realität haben?

Das ist schon merkwürdig. Seit 2015 beharren die Demokraten darauf, dass die Wahl Trumps das Ende der amerikanischen Demokratie bedeuten und die Vereinigten Staaten in eine Nazi-Dystopie mit marschierenden Braunhemden verwandeln würde, die Minderheiten für Konzentrationslager zusammentreiben. Darüber hinaus begannen sie zu behaupten, dass Trump ein Geheimagent ist, der für den Kreml arbeitet, und dass Wladimir Putin insgeheim als De-facto-Präsident der Vereinigten Staaten fungiert.

Auf der rechten Seite des Ganges ist es sogar noch lächerlicher. Sie faseln ständig von einer feindlichen Übernahme der Vereinigten Staaten durch Sozialisten und Kommunisten, als ob die Demokraten etwas anderes wären als die gleichen neoliberalen Kapitalisten, die auch die Republikaner sind. Die extremeren Fraktionen plappern von satanischen Plänen, Kindesmissbrauch zu legalisieren, Kinder zu Transgendern zu machen und alle dazu zu bringen, Käfer zu essen, denen die Amerikaner nicht widerstehen können, weil ihre Waffen konfisziert wurden und ihre obligatorischen Östrogenspritzen sie zu weich und weiblich gemacht haben, um sich zu wehren.

Das ist einfach nur lächerliches Theater von beiden Seiten, aber sie treiben es trotzdem voran, Tag für Tag, Jahr für Jahr, jedes Jahr mit mehr sensationslüsternen Melodramen und Übertreibungen als im Jahr zuvor. Sie tun dies aus mehreren Gründen. Der erste Grund ist, dass die Menschen, wenn sie anfangen würden, sich gegenseitig für die Dinge zu kritisieren, die sie tatsächlich tun, bemerken würden, dass es in Bezug auf die tatsächliche Regierungsführung keinen großen Unterschied zwischen den beiden Parteien gibt. Wenn die Amerikaner bemerken würden, dass sich die US-Regierung mehr oder weniger gleich verhält, unabhängig davon, welche Partei an der Macht ist, würde die Illusion des Zweiparteien-Marionettenspiels zerschlagen, und die Imperiumsmanager würden ein wichtiges Mittel der sozialen Kontrolle verlieren.

Zweitens kritisieren sich beide Parteien gegenseitig für fiktive Vergehen, weil eine gegenseitige Kritik an den tatsächlichen Vergehen die Aufmerksamkeit darauf lenken würde, wie böse beide im wirklichen Leben sind. Die Kriegstreiberei. Die Hungersnot-Sanktionen. Der Ökozid. Der zunehmende Autoritarismus. Sie machen ihre Bürger immer ärmer, damit ihre Geldgeber immer reicher werden können, und zerstören dann die sozialen Sicherheitsnetze und zwingen ihrer von Armut geplagten Bevölkerung erdrückende Sparmaßnahmen auf. Erleichterung einer bewußtseinskontrollierten Wirtschaftsweise, in der jeder durch Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen wird, um seine Gedanken, seine Sprache, seine Arbeit, seine Handlungen und seine Stimmabgabe nach dem Willen der Mächtigen auszurichten.

Der grundlegende, alltägliche, gewöhnliche Status quo ist ein wacher Alptraum, der uns alle in Angst und Schrecken versetzen sollte; der einzige Grund, warum wir das nicht tun, ist, dass wir es nicht bemerken, und der einzige Grund, warum wir es nicht bemerken, ist, dass wir daran gewöhnt sind. Wir haben nie etwas anderes gekannt als diese missbräuchliche Ausnahmesituation, also haben wir keine Vorstellung davon, wie eine gesunde Gesellschaft aussehen würde und wie weit wir davon entfernt sind. Aber wenn jemand aus einem alternativen Universum käme, in dem die menschliche Zivilisation auf gesunde Weise funktionierte, würde er auf die Knie fallen und heulen, was er hier sieht.

Sie erfinden fiktive Schrecken, weil sie nicht wollen, dass man sich die echten ansieht. Sie wollen nicht, dass man sich das Leid der Obdachlosen auf der Straße ansieht. Auf die armen Arbeiter, die sich endlos abmühen und nicht in der Lage sind, den Kopf über Wasser zu halten und sich eine Minute zu entspannen. Auf die Familien in Ländern wie Venezuela, Syrien, Nordkorea und Iran, die aufgrund des imperialen Wirtschaftskriegs um Lebensmittel und Medikamente kämpfen. An die ausgemergelten Körper der jemenitischen Kinder. Auf die zerfetzten Leichen der Opfer von Drohnenangriffen. Auf die unbequemen Fakten hinter den Gräueln in der Ukraine. Auf Julian Assange, der für das Verbrechen des guten Journalismus in einem Hochsicherheitsgefängnis schmachtet. Auf die indoktrinierten Massen, die blindlings zum Takt der imperialen Trommel marschieren, während sie in dem Glauben erzogen werden, sie seien frei. Auf die Biosphäre, von der unser Überleben abhängt, die vergiftet und in die Maschine des globalen Kapitalismus eingespeist wird. Der nukleare Holocaust, der an einem immer dünneren Faden über unseren Köpfen baumelt.

Das sind die wahren Schrecken. Nicht die imaginären, auf die die Politiker und Propagandisten uns zu fixieren versuchen, sondern die realen, die sie uns zu übersehen lehren. Die alltäglichen Schrecken. Die alltäglichen Schrecken. Die Schrecken, in die wir hineingeboren wurden und an die wir uns mit der Zeit gewöhnt haben.

Hören Sie auf, sich auf die Bedrohung durch eine hypothetische zukünftige Dystopie zu konzentrieren, und achten Sie auf die Dystopie, in der wir gerade leben. Dort ist die wahre Tyrannei zu finden. Und das ist es, woran die wahren Tyrannen ständig arbeiten, um zu verhindern, dass wir es bemerken. Je mehr sie uns dazu bringen können, unsere Fäuste gegen imaginäre Probleme zu erheben, desto länger können sie uns davon abhalten, die echten Probleme zu lösen.

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Können 100 Ärzte lügen??

Nur noch bis zum 30.09. online! “Können 100 Ärzte lügen?” – Ein Film von Kai Stuht – apolut.net

 

Natürlich, aber es ist sehr unwahrscheinlich, wenn sie gegen den Mainstream argumentieren und damit sich schaden…

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Nato Chef gibt zu….

https://www.caitlinjohnst.one/p/nato-chief-openly-admits-russia-invaded?utm_campaign=email-post&r=g2ir2&utm_source=substack&utm_medium=email

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Jürgen Roses Rede zum Antikriegstag/Nürnberg 2023

Jürgen Rose, Rede zum Antikriegstag  https://wp.me/paI27O-4W8

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/09/Rede-Nuernberg-2023.pdf

Oben ist das Original und hier der Text mit Hervorhebungen durch mich:

Diese Rede von Jürgen Rose ist äußerst kenntnisreich, von einem Oberstleutnant a.D. mit der Parole: Die Bundeswehr als Friedensarmee…

 Redebeginn, 1. September, 17:00 Uhr

Die Welt braucht Frieden – nicht den Krieg!
Rede anläßlich der Kundgebung des Nürnberger Friedensforums zum Antikriegstag am 1. September 2023
von Jürgen Rose

Sehr geehrte Versammelte, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Es ehrt Sie sehr, daß Sie heute hier so zahlreich erschienen sind und damit ein Zeichen setzen für den Frieden auf der Welt, obwohl ungeachtet des heutigen Anti-Kriegstages das große Schlachten in der Ukraine im nunmehr zweiten Jahr unerbittlich voranschreitet.
Denn es braucht durchaus Mut, um in diesen Zeiten allgegenwärtigen und allumfassenden Kriegs- und Sieggetrommels aufzustehen und die Stimme zu erheben gegen das massenhafte Morden auf den Schlachtfeldern im Osten Europas.

Heute übersteigt die Zahl der willigen Koalitionäre, die sich unter Federführung der USA im Kampf gegen Rußland zusammengeschlossen haben, den Umfang der Anti-Hitler-Allianz im Widerstand gegen Nazi-Deutschland. Damals nannte man dies einen Weltkrieg, nämlich den Zweiten Weltkrieg – womit also haben wir es heutzutage im Hinblick auf das Kriegsgeschehen in der Ukraine zu tun? Befinden wir uns nicht längst in einem Dritten Weltkrieg, den die gesamte NATO im Verein mit zahlreichen willigen Helfershelfern unter ebenso zynischer wie menschenverachtender Ausbeutung von Selbstbehauptungswillen und Opferbereitschaft der ukrainischen Männer und Frauen führt, gemäß der von der als Außenministerin Deutschlands amtierenden Kriegsfurie propagierten, widerwärtigen Parole: „Wir werden Rußland ruinieren“? Und laufen diejenigen, die auf beiden Seiten der Front diesen mörderischen Krieg immer weiter eskalieren, nicht erhebliche Gefahr, daß dieser zuletzt in einer unkontrollierbaren nuklearen Konfrontation endet?
Gemäß der dem Publikum von Politik und Massenmedien pausenlos eingehämmerten Darstellung handelt es sich bei dem Krieg in der Ukraine um einen glasklaren Angriffskrieg.
Und ein solcher stellt laut dem Urteilsspruch des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals von 1946 „das größte internationale Verbrechen [dar], das sich von anderen Kriegsverbrechen
nur dadurch unterscheidet, daß es in sich alle Schrecken vereinigt und anhäuft“. Im Hinblick auf dieses Narrativ scheint mir äußerst bedeutsam, was ein höchst renommierter US – amerikanischer Historiker, Politik- und Wirtschafts-wissenschaftler zur Problematik der Entscheidung darüber, wer in einem Krieg denn jeweils als Angreifer und als Verteidiger zu gelten habe, geschrieben hat. Sein Name lautete Stefan T. Possony. Er war als österreichischer Jude nur knapp den Gestapo-Schergen Adolf Hitlers entkommen und diente nach einer spektakulären akademischen Karriere an US-amerikanischen Spitzenuniversitäten dem US-Präsidenten Ronald Reagan als Berater in Sachen Strategische Raketenabwehr (SDI) –
ein knallharter erzkonservativer Falke und folglich keinesfalls ein vom Pazifismus durchdrungener „linker Spinner“. Jener Professor Possony also merkte zur Problematik von Angriff und Verteidigung folgendes an:
„Bei der strategisch-politischen Beurteilung einer konkreten Situation ist es oft schwierig, Angriff von Verteidigung zu unterscheiden. … Der Befehl, einen vorliegenden Offensivplan durchzuführen, mag militärisch einen Angriff darstellen, die Offensive, selbst wenn es sich um einen bewaffneten Einzelfall handelt, mag jedoch strategisch-politisch rein defensiven Motiven entspringen. … Trotz der offensichtlichen Schwierigkeiten, die eine klare und rechtsverbindliche Definition ausschließen – es hängt eben alles von den Umständen ab –, läßt sich, theoretisch gesprochen, jene Regierung oder konspirative Gruppe als Angreifer kennzeichnen, die die Entscheidung trifft, Krieg zu führen, um die internationale Machtverteilung zugunsten der eigenen Seite zu verändern. Hingegen läßt sich die Regierung, die einen Krieg führt, um die eigene Schwächung oder Zerstörung oder eine wesentliche Veränderung der gegebenen internationalen Machtlage zu verhindern, als Verteidiger bezeichnen.“
Ganz ähnlich muß das vor mehr als fünfhundert Jahren schon einer der Gründerväter der Politischen Theorie, der italienische Philosoph und Machttheoretiker Niccolò Machiavelli
gesehen haben, als er konstatierte: „Nicht wer zuerst zu den Waffen greift, ist der Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.“ Wer in der Ukraine zuerst zu den Waffen gegriffen hat, steht scheinbar fest, obwohl die OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), die Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, vor einem Jahr gänzlich Anderes aus dem Donbass zu berichten hatte: Acht Tage vor dem Beginn des russischen Einmarsches hatten die ukrainischen Streitkräfte nämlich eine großangelegte Artillerieoffensive gegen die abtrünnigen Volksrepubliken begonnen, um diese mittels militärischer Gewalt zurückzuerobern, ganz so wie Präsident Selenskij dies im März des Vorjahres bereits angeordnet hatte – unter grober Mißachtung des durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für völkerrechtlich verbindlich erklärten Minsker Abkommens, in dem unter anderem eine Autonomieregelung für den Donbass vereinbart worden war. Dieser höchst bedeutsame Umstand wird freilich von unseren NATO-treuen Mainstream-Propagandamedien bis heute geflissentlich verschwiegen.
Wer also sind jene Anstifter des Unheils, die zum Krieg in der Ukraine genötigt haben?
Denn folgt man Machiavellis Erkenntnis, dann begeht nicht nur, wer einen Angriffskrieg beginnt, einen eklatanten Völkerrechtsbruch, sondern auch derjenige, welcher einem derartigen Verbrechen gegen den Frieden dadurch Vorschub leistet, daß er es unterläßt, alles Menschenmögliche zur Erhaltung des Friedens, also zur Verhinderung jenes Völkerrechtsverbrechen, zu tun. Auch friedensstörende Handlungen, die einen politischen Akteur zu einer kriegerischen Aggression zu provozieren geeignet sind, wie beispielsweise die skrupellose Ausdehnung eines Militärbündnisses unter ignoranter Vernachlässigung von Sicher-
heitsinteressen anderer Staaten, die einseitige Aufkündigung essentieller Rüstungskontrollund Abrüstungsverträge, die völkerrechtswidrige Intervention in die von der Satzung der
Vereinten Nationen geschützten inneren Angelegenheiten souveräner Staaten oder sicherheitsdestabilisierende, maßlose Aufrüstungsmaßnahmen konstituieren (regierungs-)kriminelle Akte.
Will man sich der Beantwortung der Frage nach den Anstiftern des Unheils in der Ukraine annähern, ist es, um dem ideologiegesättigten Anwurf eines etwaigen unangebrachten Verständnisses für Rußland oder – horribile dictu – gar Präsident Putin, vorzubeugen, ratsam und unabdingbar ausschließlich Beobachter heranziehen, die über einen derartigen
Verdacht vollkommen erhaben sind.
Als ersten solchen Kronzeugen rufe ich den ehemaligen US-Botschafter in der Sowjetunion und Direktor für europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat der USA,
Jack F. Matlock, auf. Dieser konstatiert im Hinblick auf die vielbeschworene „regelbasierte Weltordnung“: „Aber es war der Westen, der damit begonnen hat, dieselben internationalen Regeln zu brechen, als die Nato wegen Kosovo Serbien bombardiert hat. Unsere zweite Verletzung der Schlußakte von Helsinki – wonach Grenzen nur veränderbar sind, wenn beide Seiten zustimmen – war, als wir die Unabhängigkeit von Kosovo akzeptiert haben. Putin sagt: Ihr habt den  Präzedenzfall geschaffen. Jetzt verletze ich die Regeln. Das müssen wir berücksichtigen, wenn wir über Legalität reden. So zu tun, als ob Rußland etwas Einzigartiges täte und Rußland zu einem besonderen Ausgestoßenen zu machen, ist unfair.“ Und weiterhin führt Matlock aus: „2008 entschied die Nato, die Ukraine auf eine Spur zur Mitgliedschaft zu setzen. Ein in seinem Inneren tief gespaltenes Land, direkt vor Rußlands Türe. Das alles waren sehr dumme Schachzüge des Westens. Heute haben wir die Reaktion
darauf. Wenn China anfangen würde, eine Militärallianz mit Kanada und Mexiko zu organisieren, würden die USA das nicht tolerieren. Wir würden uns auch nicht auf abstrakte Prinzipien von internationalem Recht beschränken lassen. Wir würden das verhindern. Mit jedem Mittel, das wir haben. Jedes Land, das die Macht dazu hat, würde das tun. (…) Putin handelt
so, wie jeder russische politische Verantwortliche unter diesen Umständen handeln würde.“
Als zweite, ernstzunehmende Persönlichkeit sei der ehemalige Verteidigungsminister und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Helmut Schmidt, angeführt. Der in der Wolle gefärbte Transatlantiker, der wegen seines unbeirrten Festhaltens am Beschluß der NATO zur nuklearen Nachrüstung sein Amt verloren hatte, gab im August 1993 zu Protokoll:
„Wenn ich ein sowjetischer Marschall wäre oder ein Oberst, würde ich die Ausdehnung der Nato-Grenzen, erst von der Elbe bis an die Oder und dann über die Weichsel hinaus bis an die polnische Ostgrenze, für eine Provokation und eine Bedrohung des Heiligen Russland halten. Und dagegen würde ich mich wehren. Und wenn ich mich heute dagegen nicht wehren kann, werde ich mir vornehmen, diese morgen zu Fall zu bringen.“ Mir scheint, daß Helmut Schmidt seinen Possony gelesen hatte.
Als dritte warnende Stimme soll Papst Franziskus zu Wort kommen. In einem Interview zum Ukrainekrieg äußerte er: „Um diese Frage [nach dem Angriffskrieg] zu beantworten,
müssen wir uns von dem üblichen Schema des „Rotkäppchens“ lösen: Rotkäppchen war gut, und der Wolf war der Bösewicht. Hier gibt es keine metaphysisch Guten und Bösen auf abstrakte Art und Weise. … Die NATO-Staaten bellen vor den Toren Rußlands und sie verstehen nicht, daß die Russen imperial sind und keiner fremden Macht erlauben, sich ihnen zu nähern … Die Situation könnte zu einem Krieg führen. … Aber die Gefahr ist, daß wir nur
das sehen, was ungeheuerlich ist, und nicht das ganze Drama sehen, das sich hinter diesem Krieg abspielt, der vielleicht in gewisser Weise entweder provoziert oder nicht verhindert
wurde. Und ich registriere das Interesse am Testen und Verkaufen von Waffen. Das ist sehr traurig, aber darum geht es ja offensichtlich. …Ich bin einfach dagegen, die Komplexität auf
die Unterscheidung zwischen Guten und Bösen zu reduzieren, ohne über die Wurzeln und Interessen nachzudenken, die sehr komplex sind.“
Zahlreiche weitere Stimmen ließen sich hinzufügen. Allesamt weisen sie darauf hin, an wen sich die Forderung nach einer umgehenden Beendigung des Krieges und einer Friedensregelung auf diplomatischem Wege zu richten hat: Zuvörderst an die NATO-Kriegstreiber in Washington, Brüssel, London und Warschau, denn diese haben im Sinne des eingangs zitierten Niccolò Machiavelli das „Unheil“ in der Ukraine maßgeblich „angestiftet“.
Völlig zu Recht hat daher Deutschlands berühmtester lebender Philosoph, Jürgen Habermas, bereits vor längerer Zeit die Forderung nach unverzüglichen diplomatischen Anstrengungen erhoben, als er erklärte: „Mir geht es um den vorbeugenden Charakter von rechtzeitigen Verhandlungen, die verhindern, daß ein langer Krieg noch mehr Menschenleben und Zerstörungen fordert und uns am Ende vor eine ausweglose Wahl stellt: entweder aktiv in den Krieg einzugreifen oder, um nicht den ersten Weltkrieg unter nuklear bewaffneten Mächten auszulösen, die Ukraine ihrem Schicksal zu überlassen.“
Für derartige diplomatische Initiativen liegen ernsthafte und ernstzunehmende Vorschläge schon längst auf dem Tisch. So hat beispielsweise schon im Sommer letzten Jahres
die UN-Studiengruppe „Wissenschaft und Ethik des Glücks“, Frieden und Gerechtigkeit“ in ihrer „Erklärung Frieden und Gerechtigkeit“ eine Reihe von „Eckpunkten für einen Waffenstillstand und ein positives Friedensabkommen“ formuliert. Diese lauten:
(1) Neutralität der Ukraine, d.h. Verzicht auf die nationalen Ambitionen, der NATO beizutreten, bei gleichzeitiger  Anerkennung der Freiheit der Ukraine, Abkommen mit der Euro-
päischen Union und anderen zu schließen;
(2) Sicherheitsgarantien für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine, die von den P-5-Mitgliedern der Vereinten Nationen (China, Frankreich, Rußland, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten) sowie der Europäischen Union und der Türkei gegeben werden, was militärische Transparenz und Beschränkungen der militärischen Stationierung und groß angelegter Übungen in Grenzgebieten unter internationaler
Beobachtung in Verbindung mit der Aufhebung von Wirtschaftssanktionen beinhalten könnte;
(3) Russische De-facto-Kontrolle der Krim für einen Zeitraum von mehreren Jahren, nach dem die Parteien auf diplomatischem Wege eine dauerhafte De-jure-Regelung anstreben würden, die einen erleichterten Zugang der lokalen Gemeinschaften sowohl zur Ukraine als auch zu Rußland, eine liberale Grenzübergangspolitik für Personen und Handel, die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte und finanzielle Entschädigungen umfassen
könnte;
(4) Autonomie der Regionen Lugansk und Donezk innerhalb der Ukraine, die wirtschaftliche, politische und kulturelle Aspekte umfassen könnte, die innerhalb kurzer Zeit näher zu bestimmen sind;
(5) Garantierter kommerzieller Zugang sowohl der Ukraine als auch Rußlands zu den Schwarzmeerhäfen der beiden Länder;
(6) Die schrittweise Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen Rußland in Verbindung mit dem Rückzug des russischen Militärs gemäß der Vereinbarung;
(7) Ein multilateraler Fonds für den Wiederaufbau und die Entwicklung der vom Krieg zerstörten Regionen der Ukraine – an dem sich auch Rußland beteiligt – und sofortiger Zugang für humanitäre Hilfe;
(8) eine Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Schaffung internationaler Überwachungsmechanismen zur Unterstützung des Friedensabkommens (…).
Einen weit weniger ambitionierten Vorschlag für eine zumindest vorläufige Konfliktregelung Haas hat im April dieses Jahres Richard N. Haass, ehemaliger Präsident des einflußreichen Thinktanks „Council on Foreign Relations“ und Berater des US-Verteidigungsministers Colin Powell, zusammen mit dem Politikwissenschaftler Charles Kupchan, vormals Europa-Chefberater von US-Präsident Barack Obama, formuliert. Den Ausgangspunkt ihres Vorschlages bildet die Prognose, daß das wahrscheinlichste Ergebnis des Krieges kein vollständiger Sieg der Ukraine, sondern ein blutiges Patt sein wird. Daher schlagen Sie einen sogenannten „Plan B“ vor. Dessen zentrales Element besteht in einem auf diplomatischem Wege ausgehandelten Waffenstillstand, der „faktisch einen neuen eingefrorenen Konflikt erzeugen würde“. Dadurch käme es zu einem „Status quo wie jenem auf der koreanischen Halbinsel, der seit 70 Jahren ohne einen formalen Friedensvertrag weitgehend stabil geblieben ist. Auch Zypern ist seit Jahrzehnten geteilt, aber stabil. Das wäre kein ideales Ergebnis, aber besser als ein jahrelanger Krieg von hoher Intensität“. Eine endgültige Friedensregelung wäre zunächst vertagt und bliebe diplomatischen Bemühungen vorbehalten. Diese Formel verbände „strategischen Pragmatismus mit politischen Prinzipien“ und böte anders als die Alternativen „den Vorzug, das Wünschenswerte mit dem Machbaren zu verbinden“.
Leider geben jedoch die nahezu täglich verlautbarten und angesichts des zermürbenden Kriegsverlaufs ebenso verantwortungslos wie hanebüchen wirkenden Begründungen zu
uferlosen Waffen- und Munitionslieferungen – so wie beispielsweise im Verlauf des diesjährigen NATO-Warlord-Treffens in München – keinerlei Anlaß zu irgendwelchen Hoffnungen auf einen Wandel. Im Hinblick auf eine Waffenstillstands- und Friedensregelung mit diplomatischen oder gar gewaltlosen Mitteln lassen die Kriegstreiber und -hetzer der NATO keinerlei Gesprächsbereitschaft erkennen. Sie lehnen es ab, mit der russischen Regierung überhaupt nur zu reden, während sie Rußland im selben Atemzug fehlende Verhandlungsbereitschaft
vorhalten – so funktioniert die perfide NATO-Kriegspropaganda.
Angesichts dieser fatalen Lage steht umso mehr eine breite zivilgesellschaftliche Friedensbewegung in der Pflicht, ihren Protest gegen die bellizistische Enthemmung zu artikulieren. Und dies umso mehr angesichts zweier geradezu atemberaubender Skandale. Der eine besteht darin, daß die herrschende politisch Klasse dies Landes offenbar keinerlei Skrupel damit hat, heute und in Zukunft Hunderte von Milliarden Euro für eine ebenso maßlose wie hirnrissige Aufrüstung bereitzustellen, während sich der Finanzminister im selben Atemzug weigert, die dringend benötigten Gelder für eine Kindergrundsicherung herauszurücken. Und
zugleich werden sowohl das Bildungs- als auch das Gesundheitssystem weiterhin unverdrossen kaputtgespart. Der zweite, nicht minder empörende Skandal besteht darin, daß den Bürgerinnen und Bürgern dieser Republik staatlicherseits jetzt und in der Zukunft erhebliche Lasten aufgebürdet werden, um die Verpflichtungen aus den völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzabkommen zu erfüllen, zugleich aber das Militär diesbezüglich völlig außen vor bleibt. Dabei stellen die gewaltigen Militärapparate – und natürlich erst recht der Krieg! – die größten Umweltzerstörer überhaupt dar. Allein bei den Streitkräften der USA handelt es sich
um den größten institutionellen CO2-Emittenten weltweit – nicht nur bei den Rüstungsausgaben, sondern auch bei der Umweltvernichtung liegt die „einzige Supermacht“ und gemeinsam mit ihr die gesamte NATO einsam an der Spitze. In Anbetracht dieser Tatsache scheint es auf der Hand zu liegen, die Prioritäten beim Klimaschutz neu zu ordnen, nämlich: Erst die wahnwitzigen Militärpotentiale abschaffen und danach die Öl- und Gasheizungen und alles weitere!
Nicht zuletzt deshalb muß es wie schon zu Zeiten des verbrecherischen Krieges der USA in Vietnam und wie in Zeiten einer maßlosen nuklearen Hochrüstung in den achtziger
Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder heißen: „Aufstehen für den Frieden“, „Schwerter zu Pflugscharen“ und „Frieden schaffen mit weniger – oder besser noch – ganz ohne Waffen!“

Jürgen Rose ist Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. und Vorsitzender des Förderkreises ‚Darmstädter Signal‘, der den gleichnamigen Arbeitskreis kritischer StaatsbürgerInnen in Uniform unterstützt.

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Präsident John F. Kennedy, 1963, Rede über den Weltfrieden

  1. JFK-Reden

Eröffnungsrede an der American University, Washington, D.C., 10. Juni 1963

Hören Sie sich die Rede an . Zugehörige Dokumente anzeigen .

Präsident John F. Kennedy
Washington, D.C.
10. Juni 1963

Zusätzlich habe ich eine Worddatei mit Hervorhebungen gemacht, für die, die das bevorzugen…

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/09/Kennedy-zum-Weltfrieden.pdf

Und hier eine youtube Version: President John F. Kennedy’s „Peace Speech“ https://www.youtube.com/watch?v=0fkKnfk4k40

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A New Agenda for Peace JULY 2023

https://www.un.org/sites/un2.un.org/files/our-common-agenda-policy-brief-new-agenda-for-peace-en.pdf

Klicke, um auf our-common-agenda-policy-brief-new-agenda-for-peace-en.pdf zuzugreifen

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Carl Friedrich von Weiszsäckers prophetische Worte…

Carl Friedrich von Weiszsäckers prophetische Worte https://wp.me/paI27O-4VQ

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/09/VID-20230903-WA0067.mp4

Carl Friedrich von Weiszsäcker, der ältere Bruder unseres ehemaligen Bundespräsidenten sprach prophetische Worte: Zum Teil sind seine Vorhersagen schon eingetroffen und es wird immer mehr wahr werden, wenn wir uns nicht wehren…

 

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Prof. Hüther, wieso der Westen seine Taktik ändern muss…

wieso der Westen seine Taktik ändern muss… https://wp.me/paI27O-4VK

Prof. Hüther,

Der Moment der Wahrheit ❌ 😳 Deshalb LEIDEN wir! https://www.youtube.com/watch?v=S67BJNLvCSY

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Quergedacht und weggesperrt, wegen seiner Covidkritik…

Quergedacht und weggesperrt – Michael Ballweg im Interview, 31.8.23 https://wp.me/paI27O-4VC

https://www.youtube.com/watch?v=u-kBlQhtxaI

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Ballweg

wikipedia ist bei Naturwussenscaften sehr vergrauenswürdig, aber nicht bei politischen Themen: Nachteile von Wikipedia   https://wp.me/paI27O-1IX

Aber Ihr könnt das kritisch angucken…

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Dirk Pohlmann: Operation Täuschung -Die Methode Reagan-

Operation Täuschung -Die Methode Reagan- https://www.youtube.com/watch?v=rc0jThe2F4Q

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Dr. Michael Nehls: „Das indoktrinierte Gehirn“

Das indoktrinierte Gehirn https://www.oval.media/das-indoktrinierte-gehirn/

Dr. Michael Nehls vermutet einen schwerwiegenden Angriff auf das menschliche Gedächtnis. Schaut Euch das Video im Link oben an …

Nehls vor dem Bundestag über Corona https://wp.me/paI27O-6ss

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Klaus von Dohnani: über Putin und Biden

Klaus von Dohnani : über Putin und Biden, wer ist gefährlicher?  https://wp.me/saI27O-dohnani

https://www.tiktok.com/@afmedition/video/7338714817286442272?_r=1&_t=8kYhqAqSdn6

@afmedition

Säbelrasseln das sich ins Bewusstsein auflöst…. Krieg oder Frieden…das ist hier die Frage! #afmuser #afmedition #krieg #frieden

♬ Originalton – afmuser

Klaus von Dohnani: über Putin und Biden beim NDR

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/09/VID-20230831-WA0098.mp4

Klaus von Dohnani auf dem roten Sofa…

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Friedenspolitische Mitteilungen (31.8.2023) von Amir Mortasawi

Friedenspolitische Mitteilungen (31.8.2023) 

in selected articles, Verfallendes Land

Friedenspolitische Mitteilungen  https://afsaneyebahar.com/2023/08/31/20696571/

 

1)

Mit den BRICS 11 entsteht ein Pol des Einflusses und der globalen Macht, der das Potenzial hat, den der G7 in den Schatten zu stellen.

Von Alastair Crooke (ehemaliger britischer Diplomat, Gründer und Direktor des Conflicts Forum in Beirut.), 28.8.2023

Übersetzung von Andreas Mylaeus, 30.8.2023)

Während immer mehr Menschen im Westen klar wird, dass bei dem Ukraine-Projekt der Eliten etwas furchtbar schiefgelaufen ist und dass sich die übertriebenen Vorhersagen und Erwartungen, dass die russischen Streitkräfte von einer gepanzerten „Faust“ „umgehauen“ werden, als spektakulär falsch erwiesen haben, liegen dieselben Eliten erneut falsch   – in einer anderen strategisch entscheidenden Frage: Sie ignorieren erneut weitgehend die „Realität“   – um der Kontrolle über das „Narrativ“ willen. In diesem Fall zieht es der Westen vor, die Auswirkungen der neuen BRICS-Beitritte zu belächeln (ganz zu schweigen von den anderen 40 Staaten, die bereit sind, beizutreten): ‚Da gibt es nichts zu sehen‘.

https://afsaneyebahar.com/2023/08/31/20696544/

******

2a)

Lehrstück für die kriminell-erpresserische US-„Diplomatie“

Von Rainer Rupp

28.8.2023

Eine Depesche des pakistanischen Botschafters in Washington nach einem Treffen mit Top-Vertretern der US-Außenbehörde ist im Zusammenhang mit dem Sturz von Premierminister Imran Khan zu einem Lehrstück für die internationale Gemeinschaft über weltweit stattfindende, verdeckte Regimewechsel durch das US-Regime geworden. Dieser Artikel enthält die vollständige deutsche Übersetzung der Depesche. c

https://afsaneyebahar.com/2023/08/29/20696529/

2b)

Warum Schweden und Finnland der NATO beitreten mussten.

Von Hans-Jürgen Geese

28.8.2023

Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass Schweden sich mit dem Gedanken trug, der NATO beizutreten, fragte ich unsere Verwandten in Schweden, was das denn auf sich habe und ob das ernst zu nehmen sei. Unsere Großtante in dem wunderschönen Uppsala antwortete, dass die Schweden in die Angst getrieben wurden und sich jetzt vor den Russen fürchten. Es könne durchaus sein, dass mittlerweile eine Mehrheit der Schweden diesem NATO-Beitritt zustimmen würde.

https://afsaneyebahar.com/2023/08/29/20696539/

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3)

„Das Gemetzel muss beendet werden“ – Günter Verheugen fordert rationale Ukraine-Politik

Scharfe Kritik an der Ukraine-Politik Deutschlands und der EU übt der SPD-Politiker und ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen. Er reiht sich damit in den größer werdenden Kreis von Experten und Politikern ein, die für einen aufgeklärten und von einem historischen Blick geleiteten Umgang mit Russland und dem Ukraine-Krieg plädieren.

31.8.2023

https://afsaneyebahar.com/2023/08/31/20696552/

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4a)

„Wie Lauterbach eine Angstkampagne für junge Leutedurchsetzte“

Der große Knall hinter der schalldichten Bezahlschranke

Von Claudia Jaworski

26.8.2023

https://www.mwgfd.org/2023/08/wie-lauterbach-eine-angstkampagne-fuer-junge-leute-durchsetzte/

So lautet die Schlagzeile vom 25.08.2023, nachdem die „Welt“ Einblick in die berüchtigten Protokolle des Coronaexperten-Rats erlangte. Dass das das Regierungsprinzip der letzten drei Jahre war, löst bei den Wenigsten, die den Corona-Kurs vereitelten, ein Verblüffen aus. Was uns vielmehr entsetzt, ist der Umstand, dass diese Tatsache, die nun Medien wie der „Welt“ schwarz auf weiß vorliegt, hinter einer Bezahlschranke zurück bleibt. […] Doch nicht nur werden die Protokolle nicht veröffentlicht, auch verpufft wieder mal der große Knall hinter der schalldichten Bezahlschranke. Dabei bräuchte es gerade jetzt ein lautes Entsetzen und den überfälligen Aufschrei und kein Noice Cancelling. Doch scheint Aufklärung im Land des betreuten Denkens ein Exotikum geworden zu sein. Was soll diese Verzögerung bezwecken? Soll dem mündigen Leser wieder eine Sichtweise eingepflanzt werden? Aufklärung sollte kein Exklusivgut sein, auch wenn wenige bereit sind, sich das Wissen aktiv zu holen. Wir hoffen auf eine zügige Veröffentlichung, damit auch Fachexperten sich dieser annehmen können. Derweil stellen wir den vollständigen Artikel hier als PDF zur Verfügung.

4b)

Weitere Beiträge zum Thema Corona-Misere

https://afsaneyebahar.com/category/corona-misere/

******

5a)

Das Netzwerk Klimajournalismus: Wenn Journalisten und Medien sich der Manipulation verschreiben

Von Norbert Häring

24.8.2023

Ein 2021 gegründetes Netzwerk aktivistischer Journalisten hat Leitlinien und einen Kodex für den Klimajournalismus erarbeitet, die viele Journalisten und sogar Medienhäuser unterschrieben haben. Besonders stark vertreten ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Mit traditionellem Journalismus haben diese Leitlinien wenig gemein, umso mehr mit Meinungsmanipulation und Aktivismus.

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/netzwerk-klimajournalismus/

5b)

Die US-Klimaforscherin Judith Curry enthüllt, dass der „überwältigende Konsens“ über einen Klimanotstand „arrangiert“ wurde.

Von John Stossel

New York Post, 9.8.2023

Übersetzt und kommentiert von Fee Strieffler und Wolfgang Jung, 31.8.2023

https://afsaneyebahar.com/2023/08/31/20696558/

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Zeitung gegen den Krieg 2023

Zeitung gegen den Krieg 2023 https://wp.me/paI27O-4Vg

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Download der „Zeitung gegen den Krieg“ Nr. 54
Datum: Fri, 18 Aug 2023 01:11:50 +0000
Von: Zeitung gegen den Krieg <zeitung-gegen-den-krieg@gmx.de>
Antwort an: heinoberg38@googlemail.com
An: helmut_kaess@web.de
Zeitung gegen den Krieg
Das vorläufige PDF der ZgK Nr. 54 (vorbehaltlich kleiner Korrekturen) steht
HIER zum kostenlosen Download bereit.
Wir freuen uns, wenn die Zeitung so auch auf digitalem Weg verbreitet und beworben wird.

Weitere Bestellungen bitten wir über unser Online-Formular einzusenden.

Bitte beachten: Bestellungen, die bis Montag, 21.8.23, 12 Uhr eingehen, können noch bei Kalkulation der Druckauflage berücksichtigt werden!
Mit herzlichem Dank für die bisherigen Bestellungen
für das ZgK-Team
Reiner Braun – Heino Berg – Joachim Römer – Karl-Heinz Peil
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„Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“ von  Hajo Funke, Peter Brandt, Harald Kujat und Horst Teltschik

Hajo Funke, Peter Brandt, Harald Kujat und Horst Teltschik zu „Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“ https://wp.me/paI27O-4Va

Hier auch der Text der Erklärung:

https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/sonderausgabe-vom-28-august-2023.html#article_1551

Gesendet: Mittwoch, 30. August 2023
Von: „Frieder

oder auch:

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2023/08/Sonderausgabe-vom-28.-August-2023-Zeitgeschehen-im-Fokus.htm

Weitergeleitet von

Frieder und Renate

Für die bessere Lesbarkeit hier auch ausgedruckt:

Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden

Legitime Selbstverteidigung und das Streben nach einem gerechten und dauerhaften Frieden sind kein Widerspruch

Verhandlungsvorschlag von Professor Dr. Peter Brandt, Professor Dr. Hajo Funke, General a. D. Harald Kujat und Professor Dr. h. c. Horst Teltschik

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 führt die Ukraine einen legitimen Verteidigungskrieg, in dem es um ihr Überleben als Staat, ihre nationale Unabhängigkeit und Sicherheit geht. Diese Feststellung gilt unabhängig von der demokratischen und rechtsstaatlichen Qualität und der Verfassungsrealität, auch unabhängig von der sehr viel komplizierteren Vorgeschichte und dem ebenfalls komplizierteren weltpolitischen Zusammenhang des Krieges.

Die Legitimität der bewaffneten Selbstverteidigung auf der Grundlage des Art. 51 der Uno-Charta entbindet die Regierung in Kiew und die sie unterstützenden Staaten allerdings nicht von der Verpflichtung – nicht zuletzt gegenüber dem eigenen Volk – Vernunft walten zu lassen, sich der Steigerung von Gewalt und Zerstörung nicht hinzugeben und die Erlangung eines gerechten und dauerhaften Friedens politisch zu befördern. Auch während des Krieges – und gerade währenddessen – darf das stete Bemühen um eine diplomatische Lösung nicht nachlassen.

Das gilt ebenso für die mittelbar Beteiligten, auch für die Bundesrepublik Deutschland, die durch das Friedensgebot des Grundgesetzes sogar besonders verpflichtet ist. Zudem hat die Bundesregierung am 2. März 2022, wenige Tage nach Beginn des russischen Angriffs, einer von der Ukraine eingebrachten, von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossenen Resolution¹ zugestimmt, die eine «friedliche Beilegung des Konfliktes zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine durch politischen Dialog, Verhandlungen, Vermittlung und andere friedliche Mittel» fordert. Am 23. Februar 2023 wurden die Mitgliedsstaaten und internationalen Organisationen in einer weiteren Uno-Resolution² aufgefordert, «ihre Unterstützung diplomatischer Anstrengungen zu verdoppeln, um einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen.» Diese Verpflichtung gilt auch für die ukrainische Regierung, die weiterhin Verhandlungen mit Russland ablehnt.³

Die Ukraine hat dem russischen Angriffskrieg bisher durch die umfassende Unterstützung des Westens widerstanden. Die Entscheidung darüber, welche Aufwendungen geleistet werden müssen, damit der Krieg gegen jede Vernunft und trotz der Unerreichbarkeit der politischen Ziele weitergeführt wird, darf jedoch auf Dauer nicht allein der ukrainischen Regierung überlassen werden. Die ständige Intensivierung der Kriegsführung hat bereits zu einer grossen Zahl gefallener Soldaten und getöteter ukrainischer Zivilisten sowie zur weitgehenden Zerstörung der Infrastruktur geführt. Je länger der Krieg dauert, desto grösser werden die ukrainischen Verluste und die Zerstörung des Landes, und desto schwieriger wird es, einen gerechten und dauerhaften Verhandlungsfrieden zu erreichen, der auch den Staaten Sicherheit gibt, die an der Seite der Ukraine stehen. Es droht bereits eine weitere Eskalation durch absehbare Offensiven der russischen Streitkräfte, im Kampf um Odessa und durch den wieder ausgebrochenen Konflikt um die ukrainische Getreideausfuhr.

Seit dem 4. Juni 2023 versuchen die ukrainischen Streitkräfte, die tief gestaffelten russischen Verteidigungsstellungen zu durchbrechen und die Landbrücke zwischen Russland und der Krim zu blockieren, um die russischen Streitkräfte von der logistischen Drehscheibe Krim abzuschneiden. Die ukrainischen Streitkräfte erleiden in den Kämpfen grosse Verluste an Menschen und (westlichem) Material, ohne bisher einen durchgreifenden Erfolg zu erzielen.

Scheitert die Offensive, so ist damit zu rechnen, dass die Ukraine fordern wird, westliche Soldaten sollen westlichen Waffen folgen. Denn auch die geplanten westlichen Waffenlieferungen können die enormen personellen Verluste der ukrainischen Streitkräfte nicht ausgleichen. Dagegen hat Russland bisher noch nicht die Masse seiner aktiven Kampftruppen eingesetzt. Man kann daher davon ausgehen, dass Russland nach weiteren ukrainischen Verlusten in Gegenangriffen dazu übergehen wird, die annektierten Gebiete zu sichern und damit das Ziel der «militärischen Spezialoperation» zu erreichen.

Diesen Krieg kann niemand gewinnen

Schon seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass weder Russland noch die Ukraine diesen Krieg gewinnen können, denn von keinem werden die politischen Ziele erreicht, deretwegen sie diesen Krieg führen. Die Ukraine kann auch mit westlicher Unterstützung durch Waffen- und Munitionslieferungen sowie durch die Ausbildung ukrainischer Soldaten Russland militärisch nicht besiegen. Selbst die bisher und immer wieder aufs Neue von Laien geforderte Lieferung von «Wunderwaffen»⁴ ist nicht der erhoffte «Gamechanger», der die strategische Lage zu Gunsten der Ukraine ändern könnte. Zugleich steigt jedoch das Risiko, dass die Eskalation bis zum «Äussersten» steigt, einem militärischen Konflikt zwischen der Nato und Russland, mit der realen Gefahr eines auf den europäischen Kontinent begrenzten Nuklearkrieges, obwohl die USA und Russland ihn vermeiden wollen.⁵

Diese Entwicklung sollte nicht abgewartet werden. Denn es wäre vor allem im Interesse der Ukraine, sobald wie möglich einen Waffenstillstand anzustreben, der die Tür für Friedensverhandlungen öffnet. Es liegt gleichermassen im Interesse der europäischen Staaten, die die Ukraine vorbehaltlos, aber ohne eine erkennbare Strategie unterstützen. Denn aufgrund der zunehmenden Abnutzung der ukrainischen Streitkräfte wächst das Risiko, dass der Krieg in der Ukraine zu einem europäischen Krieg um die Ukraine eskaliert. Die Ukraine vergrössert dieses Risiko, indem sie mit westlicher Unterstützung zunehmend Anschläge gegen die strategische Infrastruktur Russlands wie beispielsweise am 26.12. 2022 gegen den nuklearstrategischen Stützpunkt Engels bei Saratow oder die Kertsch-Brücke⁶ unternimmt. Zudem könnte sich der Westen gezwungen sehen, eine vernichtende militärische Niederlage der Ukraine durch sein aktives Eingreifen zu verhindern. Die Einsicht, dass dies eine reale Gefahr ist, wächst.⁷

Kann man mit Putin verhandeln?

Bisher gibt es keinen Beleg dafür, dass das politische Ziel der «militärischen Spezialoperation» die Eroberung und Besetzung der gesamten Ukraine ist und Russland danach einen Angriff auf Nato-Staaten plant. Es gibt auch keine Anzeichen, dass Russland und die USA für diesen Fall Vorbereitungen treffen. Aus militärischer Sicht kann man allerdings nicht völlig ausschliessen, dass die russischen Streitkräfte beabsichtigen, Gebiete westlich des Dnjepr zu erobern, denn sie haben die Brücken über den Fluss bisher nicht zerstört, obwohl dies in der gegenwärtigen Konstellation von grossem Vorteil wäre. Putin widerspricht energisch, dass er – wie häufig behauptet wird, – das imperialistische Ziel verfolgt, die Sowjetunion wieder herzustellen: «Wer die Sowjetunion nicht vermisst, hat kein Herz, wer sie sich zurückwünscht, hat keinen Verstand.»⁸

Putin war zu Verhandlungen mit der Ukraine bereit und ist es sicherlich noch – dies immer unter der Voraussetzung, dass Verhandlungen auch von der Gegenseite – also der amerikanischen, ukrainischen und westlichen Seite – gewollt werden. Hierzu hat Putin sich mehrfach positiv geäussert. Beispielsweise anlässlich der Erklärung zur Teilmobilmachung vom 21.  September 2022: «Das möchte ich heute zum ersten Mal öffentlich machen. Nach dem Beginn der militärischen Sonderoperation, insbesondere nach den Gesprächen in Istanbul, äusserten sich die Kiewer Vertreter recht positiv zu unseren Vorschlägen. […] Aber eine friedliche Lösung passte dem Westen offensichtlich nicht, weshalb Kiew nach Abstimmung einiger Kompromisse tatsächlich befohlen wurde, alle diese Vereinbarungen zunichte zu machen.»⁹

Ebenfalls am 30. September 2022 in der Erklärung zur Annexion der vier Regionen: «Wir rufen das Kiewer Regime dazu auf, unverzüglich das Feuer einzustellen, alle Kampfhandlungen, diesen Krieg, den es bereits 2014 vom Zaun gebrochen hat, zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir sind dazu bereit, das haben wir bereits mehrfach erklärt.»10

Am 17. Juni 2023 erklärte Putin gegenüber der afrikanischen Friedensdelegation: «Wir sind offen für einen konstruktiven Dialog mit allen, die Frieden wollen, der auf den Grundsätzen der Gerechtigkeit und der Berücksichtigung der legitimen Interessen der unterschiedlichen Seiten beruht.»11/12 Bei dieser Gelegenheit zeigte Putin demonstrativ ein paraphiertes Exemplar des Vertragsentwurfs der Istanbuler Verhandlungen.

Die «Welt» hat am 23.  Juni 2023 in einem ausführlichen Leitartikel geschrieben, dass auch die russischen Medien von Verhandlungen sprachen; man kann davon ausgehen, dass dies mit Billigung des Kremls geschehen ist. Die afrikanische Initiative sei anlässlich des russisch-afrikanischen Gipfels von der russischen Berichterstattung breit aufgegriffen und wohlwollend kommentiert worden. Die staatliche Nachrichtenagentur RIA veröffentlichte einen Kommentar, in dem die bisherigen gescheiterten Friedensinitiativen bedauert wurden. Chefredakteurin Margarita Simonjan, die bislang ein härteres Vorgehen der russischen Armee forderte, befürwortete einen Waffenstillstand und eine entmilitarisierte, von Uno-Friedenstruppen gesicherte Zone. Es sei richtig, das Blutvergiessen jetzt zu stoppen. In Referenden sollten die Ukrainer dann selbst abstimmen, zu welchem Land sie gehören wollen. «Brauchen wir Territorien, die nicht mit uns leben wollen? Ich bin mir da nicht sicher. Aus irgendeinem Grund scheint es mir, dass der Präsident sie auch nicht braucht», sagte Simonjan.13

Der Krieg hätte verhindert werden können,14 hätte der Westen einen neutralen Status der Ukraine akzeptiert – wozu Selenkskij anfangs durchaus bereit war – , auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichtet und das Minsk II-Abkommen für Minderheitenrechte der russischsprachigen Bevölkerung durchgesetzt. Der Krieg hätte Anfang April 2022 beendet werden können, hätte der Westen den Abschluss der Istanbul-Verhandlungen zugelassen. Es liegt nun erneut und möglicherweise letztmalig in der Verantwortung des «kollektiven Westens» und insbesondere der USA, den Kurs in Richtung Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zu setzen.

Es gilt, einen Weg aus der Gefahr einzuschlagen

Imperiale Rivalitäten, nationale Überheblichkeit und Ignoranz haben den Ersten Weltkrieg ausgelöst, den man als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet hat. Der Ukraine-Krieg darf nicht zur Urkatastrophe des 21. Jahrhunderts werden! Durch die zunehmende Europäisierung des Konflikts droht das Hineingleiten in einen grossen Krieg zwischen Russland und der Nato, den keine der beiden Seiten will und angesichts der in einem solchen Fall akut drohenden nuklearen Katastrophe auch nicht wollen kann. Deshalb ist es dringend geboten, die Eskalationsschraube anzuhalten, bevor sie eine nicht mehr politisch kontrollierbare Eigendynamik entwickelt.

Jetzt gilt es für die europäischen Staaten und die Europäische Union, deren weltpolitisches Gewicht im Krieg und durch den Krieg laufend reduziert wird, alle Anstrengungen auf die Wiederherstellung eines stabilen Friedens auf dem Kontinent zu richten und damit einen grossen europäischen Krieg zu verhindern. Diesen abzuwenden, erfordert das Engagement führender europäischer Politiker, namentlich des französischen Präsidenten und des deutschen Bundeskanzlers15 in einer gemeinsamen Anstrengung und in Abstimmung mit dem US-amerikanischen und dem türkischen Präsidenten, solange noch Zeit ist und der «Point of no Return», auf den Jürgen Habermas eindrücklich verwiesen hat, noch nicht überschritten ist.

Frieden ist möglich – ein Weg aus der Gefahr

Positionen der Kriegsparteien

Ukraine:

Verhandlungen erst nach Abzug der russischen Truppen von ukrainischem Territorium beziehungsweise nach der Befreiung aller von Russland besetzten Gebiete.

Verpflichtung Russlands, die Kosten des Wiederaufbaus zu tragen.

Verurteilung der für den Angriff verantwortlichen russischen Führung.

Nato-Mitgliedschaft nach Beendigung des Krieges.

Sicherheitsgarantien durch von der Ukraine benannte Staaten.

Russland:

Konsolidierte Neutralität der Ukraine – keine Nato-Mitgliedschaft.

Keine Stationierung amerikanischer und anderer Nato-Truppen auf ukrainischem Territorium.

Anerkennung der Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja als russisches Staatsgebiet.

Höchstgrenzen für die ukrainischen Streitkräfte insgesamt und für die einzelnen Waffengattungen.

Rüstungskontrollverhandlungen mit den USA/der Nato, insbesondere über Verifikationsmechanismen für das Ballistic Missile Defence System/BMDS der Nato in Polen und Rumänien.

Beide Kriegsparteien haben nach dem Rückzug der Ukraine aus den Vereinbarungen von Istanbul Vorbedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen gestellt, der ukrainische Präsident sogar Verhandlungen per Dekret verboten. Auch für die Verhandlungsergebnisse wurden von beiden Seiten Forderungen erhoben, die so nicht realisierbar sind. Deshalb müsste erreicht werden, dass zunächst alle Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen fallengelassen werden. Das chinesische Positionspapier bietet dafür einen vernünftigen Ansatz. Es fordert, die Verhandlungen von Istanbul auf dem damals erreichten Stand wieder aufzunehmen («resume peace talks […] resumption of negotiations»).

Eine wichtige Rolle für das Zustandekommen von Verhandlungen fällt den USA zu. Die USA müssten den ukrainischen Präsidenten zu Verhandlungen drängen. Darüber hinaus müssten sie (und die Nato) zu Rüstungskontrollverhandlungen einschliesslich vertrauensbildender militärischer Massnahmen bereit sein.

Phase I – Waffenstillstand

1. Der Uno-Sicherheitsrat

beschliesst gemäss Artikel 24 Absatz 1 der Uno-Charta im Einklang mit der ihm von den Mitgliedern übertragenen Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit einen Zeit- und Ablaufplan für einen Waffenstillstand und für Verhandlungen zur Beendigung des Ukrainekrieges und die Wiederherstellung des Friedens,

beschliesst mit Wirkung von einem «Tag X» an einen allgemeinen und umfassenden Waffenstillstand zwischen den Kriegsparteien Russland und Ukraine. Der Waffenstillstand erfolgt ohne Ausnahme und ohne jede Einschränkung oder Sonderregelung unabhängig von der Dislozierung der gegnerischen Streitkräfte und Waffensysteme und ist in allgemeiner und umfassender Form verbindlich durchzuführen,

beauftragt einen Hohen Kommissar für Frieden und Sicherheit in der Ukraine mit der politischen Verantwortung für die Durchführung des Zeit- und Ablaufplans sowie aller vom Uno-Sicherheitsrat in diesem Zusammenhang beschlossenen Massnahmen,

beschliesst den Einsatz einer Uno-Friedenstruppe16 nach Kapitel  VII der Uno-Charta, die mit der Einhaltung und Durchsetzung des Waffenstillstands und der zwischen den Vertragsparteien vereinbarten, sicherheitsrelevanten und militärischen Massnahmen beauftragt wird,

2. Die Konfliktparteien stellen an dem vom Uno-Sicherheitsrat bestimmten Zeitpunkt («Tag X») alle Kampfhandlungen ein.

3. Ab diesem Zeitpunkt werden keine Waffen und Munition mehr an die Ukraine geliefert. Russland stellt ebenfalls die Zuführung von Waffen und Munition an seine Streitkräfte auf dem seit dem 24. Februar 2022 besetzten Territorium und der Krim ein.

4. Alle irregulären ausländischen Kräfte, Militärberater und Angehörigen von Nachrichtendiensten beider Kriegsparteien werden bis zum Tag X +10 vom ukrainischen Territorium abgezogen.

Phase II – Friedensverhandlungen

1. Die Friedensverhandlungen beginnen am Tag X +15 unter dem Vorsitz des Uno-Generalsekretärs und/oder des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit in der Ukraine am Sitz der Vereinten Nationen in Genf.

2. Beide Konfliktparteien bekräftigen ihre Entschlossenheit, die Verhandlungen in der festen Absicht zu führen, den Krieg zu beenden und eine dauerhafte, friedliche Regelung aller strittigen Fragen anzustreben. Sie beabsichtigen, die Schreiben Russlands an die Vereinigten Staaten und die Nato vom 17. Dezember 2021, soweit sie für die bilateralen Verhandlungen von Bedeutung sind, und das Positionspapier der Ukraine für die Verhandlungen vom 29. März 2022 zu berücksichtigen und an die Ergebnisse der Istanbul-Verhandlungen anzuknüpfen.

3. Elemente einer Verhandlungslösung:

a) Die Konfliktparteien

betrachten sich künftig nicht als Gegner und verpflichten sich, zu den Prinzipien gleicher und unteilbarer Sicherheit zurückzukehren,

verpflichten sich, auf die Androhung und Anwendung von Gewalt zu verzichten,

verpflichten sich, keine kriegsvorbereitenden Massnahmen gegenüber dem Vertragspartner vorzunehmen,

verpflichten sich zu Transparenz in ihren militärischen Planungen und Übungen sowie zu grösserer Vorhersehbarkeit ihres militärischen und politischen Handelns,

akzeptieren die Stationierung einer Uno-Friedenstruppe auf ukrainischem Territorium in einer Zone von 50 Kilometern Breite bis zur russischen Grenze einschliesslich der Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson in ihren Verwaltungsgrenzen,

verpflichten sich, alle Streitfragen ohne Anwendung von Gewalt durch die Vermittlung des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen oder, falls dies geboten ist, durch die Garantiestaaten zu lösen. Das Recht der Ukraine auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung gemäss Artikel 51 der Uno-Charta ist davon unberührt.

b) Russland

zieht seine Streitkräfte auf dem ukrainischen Territorium auf den Stand vom 23. Februar 2022 zurück.

zieht seine Streitkräfte auf seinem Territorium aus einer Zone von 50 Kilometern Breite bis zur ukrainischen Grenze zurück, die seit dem 24. Februar 2022 in diese Zone verlegt wurden.

c) Die Ukraine

zieht ihre Streitkräfte aus einer Zone von 50 Kilometern Breite bis zur russischen Grenze, einschliesslich der Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson zurück,

erklärt den permanenten Status als neutraler Staat und tritt keinem militärischen Bündnis, einschliesslich der Nordatlantischen Allianz, bei. Die Souveränität, territoriale Integrität und staatliche Unabhängigkeit der Ukraine werden durch entsprechende Zusagen von Garantiemächten17 gewährleistet. Die Garantiezusagen gelten nicht für die Krim und Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson innerhalb der ehemaligen Verwaltungsgrenzen,

verzichtet auf die Entwicklung, den Besitz und die Stationierung von Nuklearwaffen auf ihrem Territorium,

wird keine permanente oder befristete Stationierung von Streitkräften einer fremden Macht oder deren militärischer Infrastruktur auf ihrem Territorium zulassen,

wird keine Übungen und Manöver von ausländischen Streitkräften auf ihrem Territorium zulassen,

wird die vereinbarten Höchstgrenzen18 für die ukrainischen Streitkräfte innerhalb von zwei Jahren umsetzen.

d) Die Probleme im Zusammenhang mit der Krim und Sewastopol werden innerhalb von 15 Jahren bilateral auf diplomatischem Wege verhandelt und unter Verzicht auf militärische Gewalt gelöst.

e) Der künftige Status der Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson wird in den Verhandlungen einvernehmlich vereinbart. Russland wird den Flüchtlingen die Rückkehr ermöglichen. Sollten die Verhandlungspartner in dieser Frage keine Einigung erzielen, wird der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit in der Ukraine innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Friedensvertrages ein Referendum durchführen, in dem die Bevölkerung über den künftigen Status entscheidet. Teilnahmeberechtigt sind ukrainische Staatsbürger, die am 31.12.2021 ihren ständigen Wohnsitz in diesen Regionen hatten. Russland und die Ukraine verpflichten sich, das Ergebnis des Referendums anzuerkennen und bis zum Ende des Jahres, in dem das Referendum stattgefunden hat, in ihre nationale Gesetzgebung umzusetzen. Für die Bevölkerung einer oder mehrerer Regionen, die sich für den Verbleib im ukrainischen Staatsverband entscheidet, wird die ukrainische Regierung bis zum Ende des Jahres, in dem das Referendum stattgefunden hat, Minderheitenrechte nach europäischem Standard in die Verfassung aufnehmen und umsetzen (entsprechend dem Minsk II-Abkommen).

f) Garantiestaaten, die Mitglieder der Europäischen Union sind, werden die Mitgliedschaft der Ukraine durch die Unterstützung rechtstaatlicher und demokratischer Reformen fördern.

g) Der Wiederaufbau der ukrainischen Wirtschaft und Infrastruktur wird durch eine internationale Geberkonferenz gefördert.

h) Beide Vertragsparteien werden an einer Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa im KSZE-Format mit dem Ziel einer europäischen Sicherheits- und Friedensordnung teilnehmen und diese konstruktiv unterstützen. Die Konferenz wird innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Friedensvertrages stattfinden.

i) Der Vertrag tritt in Kraft, sobald beide Vertragsparteien und fünf Garantiestaaten den Vertrag unterzeichnet und, so weit erforderlich, die Parlamente dieser Staaten dies gebilligt haben sowie die Ukraine ihren Status als neutraler, unabhängiger und bündnisfreier Staat (ohne das Ziel einer Nato-Mitgliedschaft) durch die Änderung der Verfassung kodifiziert hat.19

k) Etwaige Verzögerungen rechtfertigen weder den Bruch des Waffenstillstands noch den Rücktritt von den bis dahin erreichten Vereinbarungen.

Phase III – Eine europäische Sicherheits- und Friedensordnung

Langfristig kann nur eine europäische Sicherheits- und Friedensordnung die Sicherheit und Freiheit der Ukraine gewährleisten, in der die Ukraine und Russland ihren Platz haben. Eine europäische Sicherheitsarchitektur, in der die geostrategische Lage der Ukraine keine Schlüsselrolle mehr für die geopolitische Rivalität der Vereinigten Staaten und Russlands spielt. Der Weg dorthin führt über eine Konferenz im KSZE-Format, die an die grossen Fortschritte der «Charta von Paris» anknüpft und diese unter Berücksichtigung der gegenwärtigen sicherheitspolitischen und strategischen Rahmenbedingungen weiterentwickelt.

25.  August 2023

 

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