Ostermarsch 2022 in Braunschweig
Darunter der Vortrag von Dieter Daunert
file:///C:/Users/Helmut/Downloads/Ostermarsch%204.pdf
Ostermarsch 2022 in Braunschweig
Darunter der Vortrag von Dieter Daunert
file:///C:/Users/Helmut/Downloads/Ostermarsch%204.pdf
|
Ukraine-Krieg: Ex-Merkel-Berater Vad warnt vor Lieferung von schweren Waffen
Panzer und Artillerie – Potenziell „Weg in den 3. Weltkrieg“: Ex-Merkel-Berater Vad gegen Lieferung von schweren Waffen an Ukraine
Stern, 12.04.2022
Das ZDF brachte es unter der Überschrift: Ex-Merkel-Berater warnt – Schwere Waffen „Weg in den Dritten Weltkrieg“
„Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik – aus guter gesinnungsethischer Absicht“ sagte Vad. „Aber der Weg in die Hölle ist bekanntlich immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Wir müssen den laufenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom Ende her denken.
Wenn wir den Dritten Weltkrieg nicht wollen, müssen wir früher oder später aus dieser militärischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen.“
…Vad warnte davor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln, mit dem man nicht mehr reden könne. So völkerrechtswidrig und furchtbar der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer Kriege jüngeren Datums.
Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan – so neu ist das alles nicht.
Der Ex-General sieht gute Chancen für Verhandlungen, denkt dabei aber wohl nicht an Washington und London, die Selenski ganz offen drängen, nicht so schnell Verhandlungslösungen anzustreben:
Top-Ökonom Jeffrey Sachs: „Die USA würden jahrelangen Krieg tolerieren. Sie würden viele Tote in Kauf nehmen“
WELT, 01.04.2022
https://www.welt.de/wirtschaft/plus237898261/Jeffrey-Sachs-zur-Ukraine-USA-wuerden-viele-Tote-in-Kauf-nehmen.html
In „Zeitgeschehen im Fokus“ vom 5.4.2022 erschien ein neues längeres Interview mit dem Schweizer Militäranalysten und Ex-Oberst Jaques Baud
«Die europäischen Länder – und allen voran die Schweiz – sollten versuchen, die Wogen zu glätten, anstatt Öl ins Feuer zu giessen»
https://www.zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/nr-6-vom-5-april-2022.html#article_1338
Butscha: «Es müsste eine ehrliche internationale Untersuchung gemacht werden»«Die internationalen Beziehungen dürfen nicht auf Gefühlen, sondern müssen auf internationalem Recht basieren»
https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/nr-6-vom-5-april-2022.html#article_1345
Die Übersetzung aus dem Französischen weist einige kleine Unzulänglichkeiten auf..Sinn entstellend ist nur, wenn es über ihn heißt „als ehemaliger Chef der Streitkräfte des Warschauer Paktes im strategischen Nachrichtendienst der Schweiz“. Tatsächlich müsste es heißen „als ehem. Verantwortlicher für die Streitkräfte des Warschauer Paktes im ….“
Herman Kopp von der Marx-Engels-Stiftung schrieb ergänzend dazu in einer EMail:
Im Übrigen sollten wir nicht vergessen: In den letzten Jahrzehnten wurden die Waffen auch im Informationskrieg erheblich weiterentwickelt! Die Ukraine hat schon seit März 2014, also nach dem US-finanzierten Maidan-Putsch, mit Hilfe des Westens einen gigantischen, hoch professionellen Propagandaapparat aufgebaut, in dessen Mittelpunkt offenbar das Ukraine Crisis Media Center steht: https://uacrisis.org/de/. Siehe seine Selbstdarstellung (was anderes ist es nicht), auf Wikipedia; immerhin werden dort auch einige der Finanzierungsquellen angegeben: https://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainisches_Krisen-Medienzentrum.
Und obwohl das kapitalistische Russland auf diesem Gebiet hinzugelernt hat (deshalb ja das heftige Bemühen, die „Propagandasender“ Russia Today oder Sputnik zum Schweigen zu bringen) – verglichen mit den PR-Apparaten des Westens sind die Russen nach wie vor Waisenknaben …
Und passend dazu vermelden, US-Geheimdienste, dass ihre Publikationen „nicht unbedingt solide Informationen sein“ müssen
Propaganda
U.S. is using intel to fight an info war with Russia, even when the intel isn’t rock solid
“It doesn’t have to be solid intelligence,” one U.S. official said. “It’s more important to get out ahead of them [the Russians], Putin specifically, before they do something.“
NBC News 6.4.2022
In einem längeren Beitrag berichtet der US-Nachrichtensender NBC News über eine neue Strategie der US-Geheimdienste. Diese beinhalte das Publikmachen von Geheimdienstinformationen, selbst wenn diese nicht überprüfbar seien. Damit wolle man Russland im „Informationskrieg“ zuvorkommen.
Der Sender zitiert in seinem Bericht einen namentlich nicht genannten US-Beamten mit den Worten: „Es müssen nicht unbedingt solide Informationen sein. […] Es ist wichtiger, ihnen [den Russen], insbesondere Putin, zuvorzukommen, bevor sie etwas tun.
Beste Grüße,
Joachim
Nachgetragen Blog von Joachim Guilliard
Einzelne Beiträge:
Infoabend: Trauer verstehen https://3c.web.de/mail/client/attachment/download/sattsmai7c4562d1-d5fc-4a89-bd5b-76241300b0af—d22deb95-a2f1-44b8-bb37-59c9877d44b3/;jsessionid=952D29C9C29036BE9F1A927E698496A1-n1.bs07a
© Nicolaidis YoungWings Stiftung
Junge Trauernde . . .
. . . erleben sich häufig allein mit ihrer Trauer und ihrer Verlusterfahrung.
. . . finden wenig Platz für die Auseinandersetzung mit Verlust und Trauer in ihrer Lebensphase und Peergroup.
. . . erfahren große Unsicherheit und Angst im Umgang mit dem Thema in ihrem Umfeld.
_______________________________________________–
https://burnsfuneralhomes.com/44/Grief-After-Suicide.html
Trauer nach Selbstmord
Von Dr. Bill Webster
„Man kommt nie über einen Selbstmord hinweg. Man lernt nur, damit umzugehen. Das Schlimmste ist, dass man nicht weiß, WARUM. Wenn ich nur sagen könnte, dass er depressiv war, oder einen Psychiater aufgesucht hat, oder irgendetwas, das es erklärt hätte, wäre es besser gewesen. Aber ich weiß einfach nicht, warum er es getan hat.“ -Julie (deren Sohn im Teenageralter sich erhängt hat)
Jims 29-jähriger Sohn litt seit 4 Jahren an schweren manischen Depressionen, als er sich von einem Hochhaus stürzte. Jim kannte zwar den Grund, aber das war für ihn nur ein schwacher Trost:
„Es war einfach unglaublich für mich. Warum hat er das getan? Warum ist er nicht zu mir gekommen, um Hilfe zu holen? Und dann empfand ich Wut. Viereinhalb Jahre lang hatte ich alles Erdenkliche getan, um ihm zu helfen. Was hätte ich sonst tun können? Ich fühlte mich sehr schuldig, denn wenn ich meinem Sohn hätte helfen können, hätte ich alles getan.
Obwohl wir oft zu Recht sagen, dass es nicht mehr oder weniger schwierig ist, sondern nur anders“, gibt es einige Situationen, die besonders schwierig sind. Eine davon ist der Verlust eines Kindes. Eine andere ist der Tod durch Selbstmord. Und wenn diese beiden Situationen zusammentreffen, wie es bei Julie und Jim der Fall war, kann das für „Selbstmordüberlebende“ (dieser Begriff bezieht sich in diesem Artikel auf diejenigen, die jemanden durch Selbstmord verloren haben) ein verheerender Schlag sein.
Es ist nicht meine Absicht, die vielen und unterschiedlichen Theorien über Selbstmordverhalten zu erläutern, von denen viele widersprüchlich sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie wir Überlebende eines Suizids in ihrem einzigartigen Prozess unterstützen können. Es gibt jedoch einige ernüchternde Fakten:
Jeden Tag begehen weltweit über 1000 Menschen Selbstmord.
Es wird geschätzt, dass auf jeden Selbstmord 15 erfolglose Versuche kommen Weiße Männer im Alter von über 50 Jahren machen etwa 10 % der Bevölkerung aus, sind aber für 28 % aller Selbstmordtode verantwortlich.
Männer vollenden dreimal häufiger einen Selbstmord als Frauen, aber Frauen unternehmen fünfmal mehr Selbstmordversuche als Männer. Die meisten Selbstmordversuche werden von Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren unternommen.
Selbstmord wird in der Regel in der Familie vererbt, ist aber erlernt und nicht genetisch bedingt. Oft wird er unbewusst als Mittel zur Bewältigung von überwältigenden Momenten vorgeschlagen.
Menschen, die über Selbstmord reden, vollenden den Selbstmord. Selbstmord geschieht Selten ohne Vorwarnung
Wenn jemand Selbstmord begeht, ist der Trauerprozess für die Überlebenden in mindestens 2 Punkten anders. 1) Die Zeit der Betäubung und des Unglaubens ist länger, was die Dauer des Trauerprozesses verlängert; und 2) es kommt die zusätzliche Belastung hinzu, die Motivation für den Tod zu verstehen.
Für Überlebende eines Suizids ist der Trauerprozess besonders lang, da die Probleme, mit denen die Überlebenden zu kämpfen haben, sehr komplex sind. Das bedeutet, dass der Trauernde ein Jahr nach dem Tod möglicherweise immer noch in der Tiefe seiner Trauer steckt, lange nachdem die Gesellschaft erwartet, dass die Menschen ihre Trauer überwunden haben. Jim bemerkt dazu:
„Ich glaube, es hat über ein Jahr gedauert, bis die Trauer wirklich einsetzte. Ich meine, es gibt Zeiten, in denen ich immer noch denke, dass das unglaublich ist. Aber ich glaube, es hat ein Jahr gedauert, bis ich es wirklich glauben konnte. Und ich glaube, dass es daran lag, dass ich mich mit ihm umgab, mir Bilder ansah und mit allen über ihn sprach, was mir half, in so kurzer Zeit damit fertig zu werden. Ich weiß nicht, ob ein Jahr eine kurze Zeitspanne ist oder nicht, aber für mich ist es heute sehr real.“
Aus diesem Grund ist Geduld auf Seiten des Helfers das Wichtigste. Es gibt keine Möglichkeit, den Trauerprozess zu beschleunigen. Man kann nur durch ihn hindurchgehen! Unsere Aufgabe als Helfer besteht darin, ein sicheres und vorurteilsfreies Umfeld zu schaffen, in dem der Trauernde mit dem Erzählen der „Geschichte“ (des Lebens und des Todes) beginnen und wirksame Werkzeuge für den Umgang mit seiner Trauer entwickeln kann.
Durchhaltevermögen ist auch deshalb erforderlich, weil bei vielen Überlebenden das Grundvertrauen in die Beziehungen zu anderen Menschen zerbrochen ist, als die Person den Selbstmord in Erwägung zog. Das bedeutet, dass es für sie oft schwierig ist, neue Beziehungen aufzubauen, weil sie vorsichtig sind, wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen oder neue Verbindungen einzugehen.
Einer der Unterschiede im Trauerprozess nach einem Selbstmord besteht darin, dass es sich um eine bewusste Entscheidung handelt, die sich von einem plötzlichen Tod durch Unfall oder Krebs unterscheidet. Es ist dieses Element der „Wahl statt des Zufalls“, das den Trauerprozess verkompliziert.
Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür, was Überlebende zu sich selbst sagen könnten, die zu diesen Gefühlen führen:
Scham – „Was würden die Leute von mir denken, wenn sie wüssten, dass mein Kind Selbstmord begangen hat?“
Schuldgefühle – „Ich muss ein schlechter Vater gewesen sein, wenn mein Kind sich umgebracht hat!
Schuldgefühle – „Ich habe bemerkt, dass sie depressiv war. Warum habe ich nichts unternommen?“
Wut – „Wie konnte er mir das antun?“ Sie sahen das Leben Ihres geliebten Menschen als lebenswert an; er sah es anders und entschied sich für den Tod. Das ist schwer zu verstehen und unmöglich zu ertragen. Nach dem Unglauben sind die nächste Reaktion oft Wut und Empörung. Der Überlebende hat vielleicht das Gefühl, dass der Verstorbene ihm gegenüber mit Verachtung gehandelt hat. Oder sie haben sich selbst als ungeliebt empfunden. In jedem Fall stellen wir die Frage, warum sie nicht erkannt haben, wie verletzend das sein würde, oder warum sie nicht nach Alternativen gesucht haben.
Angst – „Werden sich meine anderen Kinder am Ende auch umbringen?“
Erleichterung – „Endlich ist es vorbei!“ (Dieses Gefühl tritt vor allem dann auf, wenn die verstorbene Person missbräuchlich gehandelt hat oder seit langem an einer schweren psychischen Erkrankung litt).
Ablehnung – „Ich schätze, er hat sich nicht wirklich um mich gekümmert, sonst wäre er noch am Leben“.
Hoffnungslosigkeit – „Was hat es für einen Sinn, weiterzumachen?“
Verwirrung – „Wie konnte das nur passieren? Ich habe sie doch erst gestern gesehen und sie sah gut aus.“
Isolation – „Ich schäme mich so sehr für Joes Tod und fühle mich so schuldig, dass ich niemanden sehen will. Ich wette, sie geben mir die Schuld an seinem Tod.“
Es gibt vier Bereiche für Gespräche und Beratung, die für Überlebende eines Suizids besonders hilfreich sind:
Sich die Geschichte des Todes anhören
Gefühle ausdrücken und verstehen
Jahrestage und besondere Anlässe
Stress, Bewältigung und Nutzung von Unterstützungssystemen
Anhören der Geschichte
Um das Erzählen der Todesgeschichte zu erleichtern, ist es wichtig, durch behutsames Nachfragen eine unterstützende Atmosphäre zu schaffen. Wir haben eine Reihe von Fragen zusammengestellt, die wir Überlebenden häufig stellen, um sie beim Erzählen der Geschichte zu unterstützen. Diese finden Sie im Anhang am Ende dieses Kapitels. Die vorgeschlagenen Fragen im Anhang könnten den Eindruck eines Verhörs erwecken, wenn sie wortwörtlich verwendet werden, ohne die richtigen Nuancen in Bezug auf Timing und Tempo.
Bei dieser Art von Fragen geht es darum, die Geschichte in die Länge zu ziehen und durch das Erzählen der vielen Einzelheiten des Geschehens auszubreiten.
Vielen Überlebenden ist es unangenehm, mit Freunden über die Einzelheiten des Selbstmordes zu sprechen, da sie das Gefühl haben, dass diese Details zu schrecklich sind, als dass andere sie verarbeiten könnten. Familien vermeiden es manchmal, über schwierige und schmerzhafte Teile der Geschichte zu sprechen, selbst in Gesprächen untereinander. Die Befürchtung ist, dass diese schwierigen Elemente für die Familienmitglieder aufgrund ihres eigenen Kummers zu überwältigend sein könnten, um sie zu ertragen. Als Trauerbegleiter ist es unsere Aufgabe, die Intensität der Emotionen und Details, die das Erzählen der Geschichte mit sich bringen kann, zu ertragen.
Das erste Ziel besteht darin, die Familie dazu zu bringen, die Geschichte des Todes ihres Angehörigen oder Freundes zu erzählen. Durch das Erzählen der Einzelheiten werden wahrscheinlich eine Reihe von Schlüsselprozessen ausgelöst, nämlich
Jede Person wird beginnen, dem Selbstmord einen Sinn zuzuschreiben (ein Anfang für die allgegenwärtige Frage „Warum?“)
Jede Person wird beginnen, eine gewisse Erleichterung zu erfahren, indem sie ihre Gefühle des Verlustes anerkennt, identifiziert und verarbeitet.
Jede Person wird beginnen, ihr eigenes Verständnis für das Geschehene zu entwickeln.
Weitere Erleichterung wird durch die Erfahrung des Gesprächs in einer unterstützenden Atmosphäre eintreten, die es erlaubt, alle Einzelheiten, Gefühle und Gedanken im Zusammenhang mit dem Tod auszudrücken.
Einer der Vorteile der Behandlung von Themen im Zusammenhang mit der Trauer über einen Selbstmord in einem Gruppenkontext (familiär oder anderweitig) besteht darin, dass die Isolation, die diese Trauer hervorrufen kann, dadurch verringert wird, dass Menschen zusammenkommen, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Familien, die das Gefühl haben, dass sie die Gelegenheit hatten, ihre ganze Geschichte im Zusammenhang mit dem Tod zu erzählen, und die das Gefühl haben, dass ihre Geschichte bestätigt wurde, besser in der Lage sind, sich den Problemen der Gegenwart zuzuwenden. Familien, die keine Unterstützung dabei hatten, den Tod zu verstehen und ihm einen Sinn zu geben, sind viel eher geneigt, in den sich wiederholenden Gesprächen über den Tod ohne Lösung stecken zu bleiben.
Eine ausführliche Besprechung der Ereignisse ermöglicht es den Familienmitgliedern, die Sichtweise der anderen zu hören, zu verstehen, dass jeder von ihnen leidet, und zu erkennen, dass sie sich alle in unterschiedlichen Stadien ihrer Trauer befinden und dem Geschehenen eine unterschiedliche Bedeutung beimessen.
Es ist hilfreich, die Toleranz gegenüber Unterschieden zu fördern, indem man den Mitgliedern hilft, den unterschiedlichen Erklärungen und Interpretationen der anderen zuzuhören und zu akzeptieren, dass die Sichtweise und das Maß der Akzeptanz des Geschehenen für jeden in Ordnung sind. Jeder kann dazu neigen, die anderen davon überzeugen zu wollen, dass seine oder ihre Version der „Wahrheit“ die einzige „Wahrheit“ ist. Familien, die damit kämpfen, den Tod zu verstehen, bitten Berater oft um eine Antwort auf die Frage, warum sie oder er sich umgebracht hat. Die Aufgabe besteht darin, die Familie aufzuklären, indem sie Informationen bereitstellen, die auf den Erfahrungen anderer Familien beruhen, z. B.: „Andere Familien haben mir das erzählt, aber das wird nicht unbedingt auf Sie zutreffen.“
Während Sie sich die Geschichte anhören, ist es hilfreich, sich selbst vorzubereiten, indem Sie sich über Ihre eigenen Überzeugungen und Werte im Zusammenhang mit Selbstmord im Klaren sind. Eine Möglichkeit, sich an diesen Werten zu orientieren, besteht darin, einige der populären Mythen über Selbstmord zu untersuchen und zu erforschen, z. B. „Eine Person, die Selbstmord begeht, ist psychisch krank.“ Auch wenn diese Aussage eher falsch als wahr ist, wird es die Familie nicht trösten, wenn Sie die Ansicht vertreten, dass John nicht unbedingt geisteskrank war, als er sich erhängte, wenn die Familie beschlossen hat, dass ihr Angehöriger geisteskrank war und nun von den Schmerzen dieser Krankheit befreit ist. Es ist wichtig, dass man sich vor der Arbeit mit den Familien mit den eigenen Werten und Überzeugungen in Bezug auf den Suizid auseinandersetzt, um den Prozess nicht zu behindern.
Es gibt einige wichtige Unterschiede zwischen einer Person, die einen Selbstmord betrauert, und anderen Arten von Verlusten. Damit sollen nicht die Auswirkungen anderer Arten von Verlusten heruntergespielt werden, sondern der Helfer soll vielmehr für bestimmte Prozesse und Gefühle sensibilisiert werden, die bei den Familienmitgliedern stärker ausgeprägt sind und mit denen sie schwerer zurechtkommen.
Gefühle ausdrücken und verstehen
Wie bereits erwähnt, sind die folgenden Gefühle nach einem Selbstmord wahrscheinlich intensiver als nach den meisten anderen Arten von Verlusten:
Scham Erleichterung
Schuldgefühle Ablehnung
Schuld Hoffnungslosigkeit
Furcht Verwirrung
Wut Isolation
Oft löst die schiere Intensität und Komplexität solcher Gefühle bei den Trauernden die Sorge aus, dass sie verrückt werden könnten. Diese Intensität muss normalisiert werden, wenn es um den Tod durch Selbstmord geht.
Wenn man über diese Gefühle spricht, ist es wichtig, den Schmerz, den diese Gefühle auslösen können, zu bestätigen und anzuerkennen, während man gleichzeitig ihre Intensität normalisiert. Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, der Familie zu versichern, dass sich solche Gefühle mit der Zeit sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihrer Intensität verändern. Um ein konkretes Beispiel für diese Veränderung im Laufe der Zeit zu schaffen, fragen Sie die Familie, welche Gefühle für sie z. B. vor einem Monat im Vergleich zu heute am stärksten ausgeprägt waren.
Die Mischung von Gefühlen kann manchmal so überwältigend sein, dass es schwierig sein kann, die Menschen dazu zu bringen, genau zu benennen, was sie fühlen. Fragen wie „Was war in der vergangenen Woche am schwierigsten für Sie?“ führen oft dazu, dass ein Szenario geschildert wird, das einen Hinweis auf ein oder zwei bestimmte Gefühle gibt, die erlebt wurden. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, diese Gefühle zu erforschen und ihnen zu helfen, die Ursachen dieser Gefühle zu akzeptieren und zu verstehen.
Dies kann der erste Schritt sein, um diese Gefühle zu lösen und weiterzugehen. Im Anschluss daran kann besprochen werden, wie man mit diesen Gefühlen wirksam umgehen kann.
Auch wenn nicht jeder zwangsläufig von jedem einzelnen Gefühl betroffen ist, sind die unten aufgeführten Gefühle unserer Erfahrung nach für die Überlebenden am schwierigsten zu bewältigen.
SCHAM
Dieses Gefühl äußert sich in der Wahrnehmung der Familie, dass sie in irgendeiner Weise versagt hat.
Sie fühlen sich oft von anderen vorgeworfen, glauben, dass sie in Verruf geraten sind und fühlen sich durch das Geschehene entehrt.
Scham kann in lang gehegten Überzeugungen wie der, dass es falsch oder eine Sünde ist, sich das Leben zu nehmen, wurzeln. Eine der Erfahrungen, die Familien beschreiben und die ihr Schamgefühl verstärken, ist die Sorge, ob sie ihren Angehörigen auf heiligem Boden beerdigen dürfen. Auch wenn diese Ablehnung der Beisetzung von Selbstmordgedanken auf heiligem Boden heute selten ist, machen sich viele Familien dennoch Sorgen, da die Entscheidung darüber, ob die Person auf heiligem Boden beerdigt wird, dem jeweiligen Pfarrer, Priester oder Rabbiner obliegt.
Es ist sinnvoll, Beispiele zu nennen, in denen Freunde, Familienangehörige, Geistliche und andere Personen die Betroffenen nachdrücklich unterstützt und durch ihr Verhalten bewiesen haben, dass sie sie nicht als anrüchig oder schändlich betrachten.
BLAME
Angehörige, die einen Menschen durch Selbstmord verlieren, fühlen sich oft beschuldigt. Diese Wahrnehmung, dass sie für den Tod verantwortlich sind, kann von innerhalb oder außerhalb der Familie kommen. Dies gilt insbesondere, wenn die Familie in der Vergangenheit missbräuchlich gehandelt hat. Bei dem Versuch, dem Tod einen Sinn zu geben, wird manchmal ein Angehöriger dafür verantwortlich gemacht (Sündenbock), dass er nicht mehr getan hat, um den Selbstmord zu verhindern. Diese Kritik kann gegenüber einem Mitglied geäußert werden, das an der Sitzung teilnimmt, oder sie kann einen abwesenden Angehörigen betreffen.
Als Helfer müssen Sie es zulassen, dass diese Gedanken geäußert werden, aber auch die Person, die zum Sündenbock gemacht wird, sagen lassen, wie sie sich fühlt, wenn sie beschuldigt wird. Fragen wie „Was ist passiert, als Joan depressiv war oder Tabletten genommen hat?“ oder „Nur weil Joes Freundin Schluss gemacht hat, hat jemand von euch erwartet, dass er sich das Leben nimmt?“ können helfen, die Dinge wieder ins rechte Licht zu rücken.
Das Gefühl, dass andere sagen (oder denken), dass ein bestimmter Verwandter oder Freund am Tod schuld ist, kann sowohl real als auch eingebildet sein, z. B. „Wenn Joe Sally nicht so vernachlässigt hätte, hätte sie sich nicht umgebracht“. Diese Art von Gedanken oder Aussagen geht davon aus, dass Selbstmord eine Ursache-Wirkungs-Situation ist, was bedeutet, dass ein einzelner Umstand den Tod verursacht hat. Selbstmord ist ein komplexes Phänomen, daher sollte man die Ursachen nicht zu sehr vereinfachen.
„Jane muss denken, dass ich eine schreckliche Mutter bin, weil mein Sohn sich umgebracht hat“ ist ein weiteres Beispiel für Selbstvorwürfe, die bei Überlebenden häufig zu beobachten sind. Wie kann man Familien bei ihrem Gefühl der Schuld am Tod helfen? Weisen Sie die Familie darauf hin, dass die Sündenbocksuche zum Teil auf ihr Bedürfnis zurückzuführen ist, eine Antwort zu haben – einen Sinn in etwas zu sehen, das sinnlos ist, aber auch darauf, dass es für die Person, die beschuldigt wird, verletzend ist. Wir haben festgestellt, dass dieser Teil des Prozesses zunächst einmal ein rein kognitiver ist, d. h. die Überlebenden sind in der Lage zu glauben, dass sie und andere keine Schuld tragen, lange bevor sie dies spüren.
SCHULD
Der Aussage „Nein, ich kann nicht sagen, dass ich mich schuldig fühle“ wird häufig durch den häufigen Gebrauch des Wortes „sollte“ widersprochen.
Zum Beispiel: „Er hatte schon früher von Selbstmord gesprochen. Deshalb hätten wir mehr tun müssen, um ihm zuzuhören“. Ein weiteres Beispiel für diese Art des Denkens oder Selbstgesprächs ist in der folgenden Aussage zu finden: „Wir wussten, dass sie depressiv war und hätten ihr besser professionelle Hilfe besorgen sollen“.
Obwohl Schuldgefühle für manche Menschen eine Funktion haben und sie sich eine Zeit lang damit beschäftigen müssen, ist es hilfreich, sich mit den Beweisen für das Gegenteil ihrer vermeintlichen Schwächen auseinanderzusetzen. Häufige Erinnerungen an die Zeiten, in denen sie sich für ihren Verwandten eingesetzt haben, werden ihnen schließlich helfen, dieses schmerzhafte Gefühl zu überwinden.
Obwohl es wichtig ist, die Familie während der Sitzung an die Anstrengungen zu erinnern, die sie unternommen haben, um ihrem Angehörigen zu helfen, ist es nicht notwendig, die Familie von ihren manchmal übermenschlichen Bemühungen zu überzeugen, ihren Angehörigen zu schützen. Die Erkenntnis kommt bei manchen erst lange nach Abschluss der Sitzungsreihe.
WUT
Das Ausmaß und die Hartnäckigkeit dieses Gefühls unterscheidet den Suizidtrauerfall von den meisten anderen Formen des Verlusts. Obwohl sich die Wut des Überlebenden oft gegen mehrere Ziele richtet (inkompetente Ärzte, fordernde Chefs, unsensible Nachbarn, gefühllose Verwandte, ein ohnmächtiger Gott usw.), ist die eigentliche Quelle der Wut die Handlung der Person, die sich für den Tod entschieden hat und „mich im Stich gelassen, zurückgewiesen oder anderweitig verletzt hat“.
Die Aufgabe des Beraters besteht darin, dem Trauernden zu helfen, möglichst viele Menschen oder Situationen zu identifizieren, auf die und über die er wütend ist. Die Wut auf den Angehörigen ist oft der letzte Bereich, den die Überlebenden anerkennen und verarbeiten können. Die Erlaubnis, diese Wut zu verarbeiten, kann mit den Fragen „Was würdest du Joan gerne sagen, wenn sie dich jetzt hören könnte?“ oder „Auf einer Skala von eins bis zehn, wie wütend bist du auf John?“ eingeholt werden. Die Überlebenden aufzufordern, ihre Gefühle auf einer Skala von 1 bis 10 einzustufen, wobei 1 die geringste und 10 die stärkste Intensität darstellt, ist für die Betreuungspersonen oft eine schnelle und effektive Methode, um die Intensität der Gefühle der Überlebenden zu verstehen. Außerdem ermöglicht diese Technik den Überlebenden, das ständige Auf und Ab ihrer Gefühle zu messen. Auf das obige Beispiel kann eine Frage folgen wie: „Was müsste geschehen, damit Sie in Bezug auf Ihre Wut von einer 9 auf eine 8 auf der Skala kommen?“ Wenn sie keine Antwort wissen, können einfache Vorschläge gemacht werden, wie z. B. einen Brief an den Verstorbenen zu schreiben oder ihn unter vier Augen laut anzuschreien, um sich auf der Skala zu bewegen. Wenn die Überlebenden erkennen, dass sich die Intensität ihrer Gefühle durch die Verwendung von Skalenfragen verändert, können sie auf eine Veränderung und Erleichterung in der Zukunft hoffen.
ANGST
Viele Familien, die einen Menschen durch Selbstmord verloren haben, sind sehr besorgt und haben Angst. Dies kann mit einem der folgenden Bereiche zusammenhängen. Einer davon ist die Sorge um die Sicherheit der anderen Familienmitglieder. „Könnten sie sich auch für den Selbstmord entscheiden?“ ist eine Frage, die sich manche Familien stellen.
Eine andere Befürchtung ist die Sorge, dass die Mitglieder es nicht ertragen, über bestimmte Aspekte des Todes zu sprechen, und dass sie sich dadurch schlechter fühlen und weniger in der Lage sind, jeden Tag zu überstehen.
Wenn wir das Vorhandensein dieser Probleme vermuten, können wir die Angst am wirksamsten verringern, indem wir die Probleme direkt ansprechen. Die Frage „Haben Sie Angst, dass Joan sich selbst etwas antun könnte?“, gefolgt von „Joan, haben Sie Selbstmordgedanken?“ gibt der Familie die Möglichkeit, ihre Ängste und Befürchtungen zu besprechen und zu klären.
Die Angst vor der Fähigkeit der anderen, das Gespräch über schwierige Aspekte zu ertragen, wird bereits in der Anfangsphase der Sitzungen durch Fragen nach allen Einzelheiten des Todes beseitigt. Die übliche Reaktion ist Erleichterung und manchmal auch Überraschung, wenn das Unaussprechliche ausgesprochen wird. Wenn man sich diese Ängste anhört, können sie von der Vorstellung, dass sie unüberwindbar sind, auf die Realität reduziert werden, so dass sie beherrschbar werden.
Es ist sinnvoll, sich vor Augen zu halten, dass Gefühle der Ablehnung auch dann auftreten können, wenn die Beziehung zum Trauernden konfliktreich war. Hier geht es darum, zunächst die Gefühle der Ablehnung in der Familie anzuhören und sie dann aufzufordern, eventuell über andere mögliche Umstände nachzudenken, die zum Selbstmord beigetragen haben, als dass der Selbstmord eine gegen sie selbst gerichtete Handlung war. Die meisten Familien sind erst im späteren Verlauf des Trauerprozesses in der Lage, diese anderen Erklärungen in Betracht zu ziehen.
HOFFNUNGSLOSIGKEIT
Manche Menschen bringen ihre Verzweiflung darüber zum Ausdruck, dass sich das Leben niemals verbessern wird, und sie können sehr hartnäckig an dieser Perspektive festhalten. Der Helfer kann den Drang verspüren, hart daran zu arbeiten, sie davon zu überzeugen, dass das Leben schließlich besser werden wird. Wenn Sie diesen Ansatz verfolgen, kann der Überlebende das Gefühl haben, dass Sie das Ausmaß seiner Hoffnungslosigkeit nicht verstehen, was dazu führen kann, dass er sich noch mehr in diesem Gefühl verankert, während Sie sich erschöpft oder ungeduldig angesichts seiner Unfähigkeit, sich zu ändern, fühlen.
Eine Möglichkeit für den Helfer, diese Situation zu vermeiden, besteht darin, dem Trauernden Fragen zu stellen, die Ihnen helfen, die Gründe für seine Hoffnungslosigkeit zu verstehen. Diese stehen wahrscheinlich im Zusammenhang mit den vielen anderen Verlusten, die sie infolge des Selbstmordes erlitten haben. Wir bezeichnen diese Verluste als sekundäre Verluste. Beispiele für diese sekundären Verluste sind: Verlust der Kameradschaft, des Status, des Einkommens, der Rolle (Elternteil, Liebhaber, Kind, Geschwister, Mentor usw.), der Sicherheit, der Heimat usw. Fragen wie „Könnten Sie mir sagen, was sich seit dem Selbstmord sonst noch in Ihrem Leben verändert hat?“ helfen, diesen Bereich zu erkunden. Bestätigen Sie, dass diese vielen Verluste schwer zu ertragen sind. Fragen Sie die Person: „Was ist der schwierigste Teil des Tages für sie und umgekehrt, welche Teile des Tages sind für sie leichter zu bewältigen?“ Achten Sie bei der Schilderung dieser Erlebnisse auf kleine Stimmungsschwankungen (entweder hinsichtlich der Dauer oder der Intensität).
Ein Beispiel für eine kleine Veränderung, die wir oft hören, ist, dass der Überlebende einen kleinen Ausflug macht, z. B. einen Kaffee mit einem Freund oder einen Kinobesuch. Anhand dieses Beispiels können Sie die Person fragen, ob sie glaubt, dass sie diese Anstrengung z. B. vor drei Monaten überhaupt hätte unternehmen können. Oft werden sich die Überlebenden dieser Verbesserung ihrer Funktionsfähigkeit erst bewusst, wenn wir sie auf diese Veränderung hinweisen.
Erkennen Sie an, dass der Fortschritt nicht beständig ist. Eine Möglichkeit, den Überlebenden das Gefühl zu geben, dass ihre Erfahrung nicht ungewöhnlich oder einzigartig ist, besteht darin, ihnen Aussagen wie die folgende mitzuteilen: „Andere erzählen uns, dass es Zeiten gibt, in denen sie sich etwas besser fühlen, und dann geht es ihnen unerwartet wieder schlechter. Machen Sie behutsam Hoffnung, indem Sie erklären, dass es allmählich besser wird, auch wenn die Gefühle schwanken.
VERWIRRUNG
Dieser Zustand kann sich auf verschiedene Weise äußern. Die Überlebenden sind oft so überwältigt von ihren Gefühlen, dass sie nicht mehr wissen, was genau sie fühlen. Es kann auch Verwirrung darüber herrschen, wie sie die einfachsten Entscheidungen treffen sollen. Darüber hinaus kann es zu Verwirrung in ihren Beziehungen zu anderen kommen. Oft sind Beziehungen, die zuvor stabil und unterstützend waren, nicht mehr so stabil.
Die Hauptarbeit besteht darin, den Überlebenden zu helfen, zu verstehen, dass diese Verwirrung angesichts der traumatischen Ereignisse, die sie durchmachen, zu erwarten ist, dass sie nicht verrückt werden und dass sie mit der Zeit ihre Fähigkeit zurückgewinnen werden, tägliche Aufgaben, Routinen und Beziehungen zu bewältigen.
Eine Frau war davon überzeugt, dass sie eine psychiatrische Behandlung benötigte, als ihre Konzentrationsfähigkeit Monate nach dem Todesfall so stark abnahm, dass sie nicht mehr in der Lage war, eine einfache Entscheidung über den Kauf eines Kosmetikprodukts zu treffen. Sie fühlte sich weniger beunruhigt über ihre Verwirrung, als ihr versichert wurde, dass diese Erfahrung nicht ungewöhnlich ist.
Es ist verwirrend, wenn Menschen, die in der Vergangenheit freundlich und rücksichtsvoll waren, jetzt anders reagieren, insbesondere in einer Zeit, in der Trauernde das Gefühl haben, dass sie die Liebe und Unterstützung von Familie und Freunden brauchen. Auf dieses Thema wird im nächsten Abschnitt näher eingegangen.
ISOLATION
Die meisten Überlebenden fühlen sich nach dem Verlust eines Menschen durch Selbstmord extrem isoliert. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Erstens kann ein Selbstmord in der Familie dazu führen, dass man sich gegenseitig die Schuld dafür gibt, den Selbstmord nicht verhindert zu haben. Dadurch kann es zu einer Kluft zwischen den Familienmitgliedern kommen, die sie voneinander distanziert und das Gefühl der Isolation noch verschlimmert.
Gefühle der Isolation entstehen auch durch sekundäre Verluste. Wenn zum Beispiel eine Frau ihren Mann durch Selbstmord verliert und ihr soziales Umfeld aus ihr selbst und anderen Paaren bestand, kann sie sich in Gegenwart von Paaren sehr isoliert und allein fühlen. Hinzu kommt, dass der Verlust durch Selbstmord oft über lange Zeiträume hinweg überwältigende Gefühle der Trauer hervorruft, was dazu führt, dass sich die Trauernden nur schwer an sozialen Aktivitäten beteiligen können und noch stärker isoliert sind. Oft fühlen sich Freunde und Familienangehörige durch die Anwesenheit einer depressiven und trauernden Person belastet und laden diese ungewollt nicht mehr zu Veranstaltungen ein.
Dies kann sich für den Trauernden wie eine weitere Ablehnung anfühlen, und es ist wichtig, diese sekundären Verluste zu verarbeiten.
Trauer ist ein egoistischer Prozess, und Freunde müssen verstehen, dass die Fähigkeit des Hinterbliebenen, in einer Beziehung gleich viel zu geben, noch lange nach dem eigentlichen Tod eingeschränkt ist. Kürzlich erzählte eine Freundin, die ihr ältestes Kind verloren hat, dass sie und ihr Mann Schwierigkeiten hatten, ihre Gefühle des Verlustes zu teilen. Obwohl sie eine sehr starke Ehe führt, erklärte sie, dass sie, wenn ihr Mann einen „guten Tag“ hatte, während sie einen „schlechten Tag“ hatte, zögerte, ihm von ihren Ängsten zu erzählen, da sie befürchtete, dass ihn das „herunterziehen“ würde. Dieses Dilemma ist bei Paaren und Familienmitgliedern sehr verbreitet und kann bei den Trauernden Gefühle des Alleinseins hervorrufen.
Neben der Schwierigkeit, Gedanken und Gefühle innerhalb der unmittelbaren Familie zu teilen, kann die Isolation auch dadurch verstärkt werden, dass der Trauernde nicht weiß, wem er was und wie viel er wem sagen soll.
Es ist besser, nicht davon auszugehen, dass es eine gute Idee ist, „alles ans Licht zu bringen“, indem man alles allen erzählt. Helfen Sie den Betroffenen vielmehr dabei, herauszufinden, von wem sie sich am meisten unterstützt fühlen, und ermutigen Sie sie, dieser Person ihren Schmerz mitzuteilen, und zwar in ihrem eigenen Tempo.
Jahrestage und besondere Anlässe
Der Umgang mit diesen Ereignissen kann besonders schwierig sein, vor allem im ersten Jahr nach dem Todesfall, wenn alle Jahrestage und besonderen Anlässe zum ersten Mal vorkommen. Jahrestage können eine besondere Herausforderung darstellen, wenn es sich um festliche Anlässe wie Weihnachten, Lichterfest usw. handelt, die als Zeiten der Freude in Erinnerung bleiben. Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit Jahrestagen besteht darin, dass verschiedene Familienmitglieder diese Anlässe möglicherweise auf unterschiedliche Weise feiern möchten.
Schließlich zögern Hinterbliebene oft, Rituale zu schaffen, die die verstorbene Person ehren, da sie befürchten, dass die Leute dies für seltsam oder abnormal halten könnten. Vor kurzem hatten wir mit einer Frau zu tun, deren Tochter im Frühjahr gestorben war. Am Geburtstag ihrer Tochter im Juni wollte sie die Freunde ihrer Tochter versammeln und einen Abend mit ihnen verbringen, um über das Leben ihrer Tochter nachzudenken. Sie war besorgt, dass andere ihre Handlungen missverstehen und sie als seltsam oder abnormal ansehen könnten.
Wir unterstützten ihren Wunsch, diesen besonderen Tag in ihrem Leben auf diese Weise zu feiern. Zu ihrer großen Überraschung waren die Freunde ihrer Tochter begeistert von der Möglichkeit, an diesem Ereignis teilzunehmen, und schätzten die Tatsache, dass die Mutter daran gedacht hatte, sie einzubeziehen.
Als sie dieses Ereignis mit ihr Revue passieren ließ, sprach sie davon, was für ein wundervoller Abend das gewesen sei. Diese Kundin betonte uns gegenüber, dass unsere Unterstützung ihr half, die Bedeutung dieses Datums in ihrem Leben anzunehmen, anstatt die Bedeutung des Geburtsdatums ihrer Tochter zu missachten.
Jedes Familienmitglied muss selbst entscheiden, wie es diese besonderen Anlässe würdigen möchte. In Fällen, in denen sich die Familienmitglieder nicht auf eine bestimmte Art und Weise einigen können, wie sie den Verstorbenen an Jahrestagen ehren wollen, versuchen wir, sie dazu zu bringen, sich darauf zu einigen, sich nicht zu einigen, und so zu zeigen, dass es notwendig ist, Unterschiede im Trauerprozess zu tolerieren.
Stress, Bewältigung und Nutzung von Unterstützungssystemen
Trauer ist ein anstrengender Prozess – sowohl körperlich als auch seelisch. Obwohl wir oft von der emotionalen Erschöpfung der Trauer hören, hören wir seltener von dem körperlichen Tribut, den die Trauer für einen Menschen bedeuten kann.
Im Umgang mit trauernden Menschen ist es wichtig, die Hinterbliebenen nicht nur nach ihrem emotionalen Wohlbefinden zu fragen, sondern auch nach ihrem körperlichen Befinden. Veränderungen beim Essen, Schlafen, der Konzentration, dem Energielevel usw. können bei der Trauerbewältigung stark beeinflusst werden.
Die meisten Überlebenden sind gut darin, zu erkennen, welche Bewältigungsstrategien nicht funktionieren.
Bitten Sie die Überlebenden, an einen Zeitpunkt in der letzten Zeit zu denken, an dem sie sich weniger von ihrer Trauer überwältigt fühlten.
Was haben sie zu dieser Zeit getan?
Die Unterstützung muss nicht immer in Form von Gesprächen erfolgen. Reden ist eine begrenzte Sichtweise dessen, was Unterstützung ausmacht. Unterstützung und Bewältigungsstrategien, wie wir sie kennen, können neben Gesprächen auch aufgabenorientierte Aktivitäten umfassen. Es kann hilfreich sein, die Familie darauf hinzuweisen, dass die Person, die mit dem Essen vorbeikommt oder bei der Hausarbeit oder beim Babysitten hilft, auf ihre eigene Weise ebenfalls Unterstützung anbietet. Die Familien können diese anderen Unterstützungsangebote als mangelnde Fürsorge auslegen, weil die Person nicht über den Tod gesprochen hat. Stellen Sie Fragen, um herauszufinden, was Freunde und Nachbarn getan haben, um den Betroffenen zu unterstützen.
Einige Überlebende, mit denen wir gearbeitet haben, fanden, dass das Anschauen von Filmen sie von ihrem Schmerz ablenkte, zumindest für eine Weile. Dies kann eine gute Bewältigungsstrategie für diejenigen sein, die Probleme mit dem Schlafen haben, da es eine Alternative zum nächtlichen Hin- und Herwälzen darstellt, wenn es schwieriger ist, jemanden zum Reden zu finden.
Angesichts der vielen körperlichen Herausforderungen, die ein Trauerfall mit sich bringen kann, ist ein regelmäßiger Kontakt mit dem Hausarzt wichtig, um Gewichtsverlust oder -zunahme, Schlaflosigkeit usw. zu überwachen. Medikamente, die den Menschen beim Schlafen helfen, können oft für kurze Zeit hilfreich sein. Wenn jemand nicht richtig schläft, kann seine Fähigkeit, mit anderen Aspekten der Trauer umzugehen, stark beeinträchtigt werden.
Körperliche Aktivität kann während des Trauerprozesses ebenfalls hilfreich sein, da sie den Teil des Gehirns stimuliert, der bei der Bekämpfung von Depressionen hilft. Wenn körperliche Betätigung noch nie Teil des Lebensstils des Überlebenden war, ist diese Strategie vielleicht nicht realistisch, aber selbst kurze Spaziergänge können hilfreich sein.
Viele Überlebende fühlen sich während ihres Trauerprozesses selbstmordgefährdet. Diese Zeit kann für die Betreuer beängstigend sein. Die Überlebenden können in dieser schwierigen Phase unterstützt werden, indem das Pflegepersonal die Gründe für die Selbstmordgedanken des Betroffenen versteht. Es ist wichtig, den Überlebenden die Namen und Telefonnummern von Notfallkliniken mitzuteilen, an die sie sich wenden können, wenn sie das Gefühl haben, dass sie ihren Selbstmordgedanken nachgehen könnten.
Im Allgemeinen beenden wir jede Sitzung mit den Klienten, indem wir ihnen voraussagen, dass sie sich nach der Sitzung zunächst schlechter fühlen könnten (über Gefühle zu sprechen, kann belastende Emotionen zum Vorschein bringen), und im Falle eines emotionalen Notfalls, d. h. „Ich glaube, ich könnte meinen Selbstmordgedanken nachgehen“, helfen wir den Klienten, einen Sicherheitsplan zu erstellen, der ihnen hilft, herauszufinden, was sie tun werden, wenn sie von ihren Gedanken und Gefühlen überwältigt werden. Diese Sicherheitspläne beinhalten immer nicht destruktive Bewältigungsstrategien, wie z. B. etwas Positives für sich selbst zu tun, einen Freund anzurufen, einen Arzt aufzusuchen, das Distress Center anzurufen, ihren „Priester“ aufzusuchen oder die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses aufzusuchen.
Fazit
Unser Ziel bei der Trauerbegleitung ist es, den Familienmitgliedern Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen auf ihrem Trauerweg helfen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich der Trauerprozess über einen langen Zeitraum hinziehen kann, insbesondere bei Tod durch Selbstmord, wäre es unmöglich und kontraproduktiv, die Familien über diesen Zeitraum hinweg zu betreuen. Ziel dieser Sitzungen ist es, den Familien dabei zu helfen, ein normales Maß an persönlicher, zwischenmenschlicher und alltäglicher Funktionsfähigkeit zu erreichen.
Indem wir Ihnen einige Themen und Fragen zur Verfügung stellen, die Sie mit den Familien besprechen können, hoffen wir, Ihnen das nötige Rüstzeug für diese Arbeit gegeben zu haben.
Der ehemalige militärpolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel, Brigadegeneral a.D. Erich Vad, hat sich gegen die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Solche Lieferungen seien potenziell ein „Weg in den Dritten Weltkrieg“, sagte Vad der Deutschen Presse-Agentur.
Davon abgesehen, könne man komplexe Waffensysteme wie den Kampfpanzer Leopard oder den Schützenpanzer Marder nur nach jahrelanger Ausbildung systemgerecht bedienen und einsetzen, sagte Vad. Sie nützten den Ukrainern militärisch aktuell und auf absehbare Zeit also gar nichts.
„Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik – aus guter gesinnungsethischer Absicht“, sagte Vad. „Aber der Weg in die Hölle ist bekanntlich immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Wir müssen den laufenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom Ende her denken. Wenn wir den Dritten Weltkrieg nicht wollen, müssen wir früher oder später aus dieser militärischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen.“
Vad warnte davor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln, mit dem man nicht mehr reden könne. So völkerrechtswidrig und furchtbar der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer Kriege jüngeren Datums.
Auch die viel zu vielen toten Zivilisten und die Massaker, die sich jetzt im Ukraine-Krieg ereigneten, seien leider nicht außergewöhnlich. „Im Krieg werden Unschuldige getötet. So ist der Krieg. Das ist leider systemimmanent.“ Vad erinnerte an den Irakkrieg von 2003. In diesem Krieg und während der darauf folgenden Besetzung des Landes seien Hunderttausende von Zivilisten getötet worden. „Damit verglichen, fällt Putin nicht aus dem Rahmen. Hier muss man die Kirche im Dorf lassen – so erschütternd die Bilder auch sind.“
Wenn es zum Beispiel heiße, die Russen hätten eine Geburtsklinik unter Feuer genommen, dann schwinge dabei mit, dass dies absichtlich geschehen sei. „Es ist aber sicher nicht Putins Absicht gewesen – warum sollte er das tun? Er wird dafür weltweit an den Pranger gestellt. So schrecklich das ist, aber das und die Inkaufnahme tausender toter Zivilisten hatten wir im Irak, in Libyen, in Afghanistan genauso.“
Ebenso zweischneidig sei es, Putin vorzuwerfen, dass er die Ukraine und die Krim zur geopolitischen Einflusssphäre Russlands rechne. Es werde dann gesagt, dass das eine obsolete Sichtweise des 19. Jahrhunderts sei. „Doch für die Amerikaner gilt bis heute die Monroe-Doktrin, die besagt, dass auf dem amerikanischen Kontinent keine Interventionen fremder Mächte geduldet werden. Und die Karibik ist sicherlich auch eine Einflusssphäre, nicht erst seit der Kuba-Krise.“ Auch wenn man in guter Absicht die Demokratisierung der Welt vorantreiben wolle, gehe es faktisch und machtpolitisch immer auch um das Ausdehnen von Einfluss-Sphären.
Der Sicherheitsexperte und Militäranalyst geht davon aus, dass Putin den ursprünglich von ihm angestrebten Regime-Wechsel in der Ukraine nach dem weitgehenden Abzug aus dem Raum Kiew aufgegeben habe. „Deshalb stehen die Chancen für Verhandlungen eigentlich nicht schlecht“, sagte Vad.
Seit 24. Februar führt Russland aus der Luft und am Boden einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kurz zuvor hatte Präsident Wladimir Putin das Existenzrecht der Ukraine als eigenständiger Staat in Zweifel gezogen und die Anerkennung der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine verkündet.
Die ukrainische Armee wehrt sich nach Kräften gegen die Invasoren. Auf beiden Seiten gibt es Berichten zufolge Tausende Tote, wie viele Soldaten und Zivilisten bereits starben, lässt sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. Fakt ist: Die humanitäre Lage in der Ukraine spitzt sich mit jedem Tag zu. Nach Angaben der UN sind inzwischen mehr als 4,5 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen (Stand: 12. April), vor allem Frauen und Kinder, da Männer zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht verlassen dürfen.
Die EU und die USA reagierten mit Sanktionen. Außerdem liefern sie der Ukraine Waffen, auch Deutschland unterstützt das Land mit schweren Waffen aus Bundeswehr- und NVA-Beständen. Dass die Nato aktiv in den Krieg eingreift, gilt bislang als ausgeschlossen.
Am ersten April-Wochenende sorgten Bilder von den Leichen vieler Zivilisten in der Kleinstadt Butscha bei Kiew international für Entsetzen. Die Ukraine spricht von schweren Kriegsverbrechen und Völkermord und macht dafür russische Truppen verantwortlich. Moskau bestreitet trotz zahlreicher Hinweise am Tod der Zivilisten beteiligt gewesen zu sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, die Verhandlungen mit Russland sollen weiter fortgesetzt werden.
——– Weitergeleitete Nachricht ——–
| Betreff: | junge Welt vom 09.04.2022 |
|---|---|
| Datum: | Fri, 08 Apr 2022 19:30:29 +0200 |
| Von: | redaktion@jungewelt.de |
| An: | helmut_kaess@web.de |
Selenskij on Tour
Die Parteien der NATO-Anhänger hätten »den Nazis des Asow-Bataillons applaudiert…
Wut in Griechenland: Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij ließ am Donnerstag in einer Videoübertragung im Athener Parlament zur offensichtlichen Überraschung der Abgeordneten zwei faschistische Kämpfer des berüchtigten »Asow«-Bataillons zu Wort kommen. Selenskij war einer Einladung des rechten Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis gefolgt, der sich vom Videoauftritt des Ukrainers einen »historischen Moment« für das Land versprochen hatte. Selenskijs offenbar geplanter »Fehltritt«, wie Medien am Freitag übereinstimmend berichteten, sei in allen Fraktionen mit Empörung aufgenommen worden. Die linke Tageszeitung Efimerida ton Syntakton (Efsyn) schrieb: »Der heutige Tag ist ein Tag der Schande für das Parlament.«
Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) und das linke Bündnis Syriza des früheren Ministerpräsidenten Alexis Tsipras sowie MERA 25, die Fraktion des früheren Finanzministers Giannis Varoufakis, hatten ihre Abgeordneten erst gar nicht in die Veranstaltung im Parlament geschickt. Die von der Regierung im Vorfeld der Videoübertragung kritisierte Haltung des linken politischen Lagers bewies sich für KKE-Sekretär Dimitris Koutsoumbas im nachhinein als »absolut gerechtfertigt«. Die Parteien der NATO-Anhänger hätten »den Nazis des Asow-Bataillons applaudiert, denn das ist es, was die NATO-Richtlinien verlangen«, sagte Koutsoumbas. Harsche Kritik kam auch aus der rechtskonservativen, bürgerlichen Nea Dimokratia (ND), der Partei des Premiers Mitsotakis. Dessen früherer Chef und Ministerpräsident Antonis Samaras und auch ND-Sprecher Giannis Oikonomou sprachen von einem »schweren Fehler« Selenskijs.
Tsipras und die Syriza-Parteisekretärin Olga Gerovassili verdächtigten Mitsotakis am Donnerstag, von Selenskijs Plan, die Faschisten der »Asow«-Truppe per Video in die »Bouli« zu schleusen, unterrichtet gewesen zu sein. Ein Vorwurf, der sich nicht nur auf die Tatsache gründet, dass die ND seit dem Verbot der Partei Chrysi Avgi weite Teile des faschistischen Lagers absorbierte. Mitsotakis selbst integrierte in seine Regierung mit den Ministern Adonis Georgiadis und Makis Voridis von Anfang an zwei ehemalige Führer faschistischer Bewegungen. Die rechte bürgerliche Tageszeitung Kathemerini kommentierte, Selenskij und sein Generalstab hätten »gewusst«, dass sie mit ihrer Aktion »im griechischen Parlament eine rote Linie überschreiten«. Parlamentssprecher Konstantinos Tasoulas, der Selenkijs Redebeitrag mit einem »Es lebe die Ukraine, es lebe die Freiheit« gewürdigt hatte, stand am Donnerstag ebenfalls unter dem Verdacht, von Selenskijs »Foul«, wie Efsyn schrieb, gewusst zu haben.
Der »Fehler« des ukrainischen Präsidenten in der Videoshow in Athen blieb offenbar nicht der einzige an diesem »Tag der historischen Schande«, wie Tsipras den virtuellen Besuch Selenkijs nannte. Im Anschluss an die Videoschaltung ins griechische Parlament war der in Berlin und Paris seit Wochen als »Held« gefeierte »Verteidiger der Freiheit« per Video auch nach Nikosia ins zyprische Repräsentantenhaus geschaltet worden. Dort, berichtete Kathemerini am Freitag, habe Selenskij offenbar eine zweite »rote Linie« überschritten, möglicherweise in Unkenntnis der jüngeren zypriotischen Geschichte. Der Vergleich der »russischen Invasion« in der Ukraine mit dem »türkischen Eingriff im Norden Zyperns« habe seinen Vortrag »getrübt«. Die Türkei hatte 1974 in Zypern interveniert, nachdem die damalige Athener Militärdiktatur versucht hatte, die damals von türkisch- und griechischstämmigen Einwohnern gleichberechtigt besiedelte, ungeteilte Insel mit dem Festland zu vereinen.
Am Freitag ließ Mitsotakis seinen Sprecher Oikonomou immerhin einräumen, die Einbindung der »Asow«-Kämpfer in die Videoschaltung sei »unkorrekt und unangemessen« gewesen. Tsipras’ früherer Außenminister Nikos Kotzias, für den Mitsotakis’ Kenntnis der Pläne des ukrainischen Staatschefs außer Frage steht, kommentierte: »Die griechische Regierung hat, indem sie den Nazis Raum gab, den Kampf des ukrainischen Volkes unterminiert.«
dass Scholz Selenskyj in Telefonat die „volle Unterstützung Deutschlands“ zusichert.
Das ist ungeheuer gefährlich.
Liebe Freunde, liebe Mitbürger
Die Lage ist so gefährlich wie noch nie.
Ihr solltet dieses Mal alle am Ostermarsch teilnehmen: nächste Woche bei uns in Braunschweig am Ostersamstag 11:00, Start vom Kohlmarkt.
Ich habe zeitweise nackte Angst, Deutschland ist durch Waffenlieferung schon kriegsbeteiligt. Wir schicken glaube ich schon Freiwillige Rechtsradikale, bald könnten wir Soldaten schicken! Dann könnte bald Braunschweig untergehen…
Die Doomsdayclock steht kurz vor dem Menschheitsuntergang, so kurz wie noch nie, und da ist der Ukrainekrieg noch nicht eingerechnet.
Unsere Medien spielen total verrückt: Wir sind nicht die Guten! Näheres hier
Die USA und der Westen haben seit dem 2. Weltkrieg schon 33 Kriege geführt, die meisten völkerrechtswidrig, mit ungeheurer Brutalität und ungeheuren Todeszahlen und zerstörten Ländern. Jetzt noch in Syrien. Und auch in Jemen helfen wir den Saudis mit unseren Bomben. Wir helfen der USA beim Drohnenmord von Ramstein aus, wegen unserer Abwehr ertrinken viele Flüchtlinge im Mittelmeer.
Julian Assange hat die Verbrechen der USA zum Teil öffentlich gemacht. Deshalb schmort er im Gefängnis in England, obwohl alle Vorwürfe zusammengebrochen sind. Snowden hat die Bespitzelung der ganzen Menschheit aufgedeckt. Mit viel Glück konnte er sich vor den USA in das von ihm ungeliebte Russland retten.
Die USA kümmern sich um ihre eigenen Interessen und schieben Europa das Risiko zu, dass dies möglicherweise zum Atomkriegsschauplatz wird. Und die Wirtschaft von Deutschland geht den Bach runter.
Die USA hatten letztes Jahr bei aller Kritik, Biden sagte letztes Jahr „Putin ist ein Mörder“, deutlich mehr Öl aus Russland bezogen als aus Saudi-Arabien.
Die Welt braucht Frieden, sie hat genug andere Sorgen, um die wir uns bei Kriegsgeschrei nicht kümmern werden: Hunger, Klima und andere große Probleme. Wir müssen rechtzeitig die Angst spüren und laut schreien, sonst hört uns keiner. Jetzt gleich erst mal beim Ostermarsch!
Hier die von mir als wichtig empfundenen Sünden des Krieges und aktuelle Links zum Ukrainekrieg: https://helmutkaess.de/5-newsletter-am-27-3-22/
Helmut Käss
Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de, www.ippnw.de
USA, Westen: „der Westen„, Russland, Ukraine: auf diese Gebiete gehe ich etwas ein.
Ein erster Versuch einer Übersicht über die Sünden des Krieges:
„Sünden“, schwere Schuld,
Nahezu alle Nationen, alle Völker haben zeitweise schwere Schuld auf sich geladen. Besonders Deutschland, im 2. WK 60 Millonen Tote in sechs Jahren! Was deshalb dringend Kriege verabscheuen sollte, und auf Mediation und zivile Verteidigung setzen sollte, wie auch Prof. Menzel bei der Beurteilung des Kosvokrieges auf Seite 25 vorschlägt.
A first attempt at an overview:
Doomsdayclock https://wp.me/paI27O-3Oh
https://thebulletin.org/doomsday-clock/current-time/
… Als ersten Schritt sollten die drei führenden Mächte der Welt – die Vereinigten Staaten, China und Russland – trotz ihrer tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten einen ernsthaften Dialog über jede der hier skizzierten globalen Bedrohungen aufnehmen. Diese drei Länder müssen auf höchster Ebene die Verantwortung für die existenzielle Gefahr übernehmen, mit der die Welt jetzt konfrontiert ist. Sie haben die Fähigkeit, die Welt vom Rande der Katastrophe zurückzuholen. Sie sollten dies tun, mit Klarheit und Mut und ohne Verzögerung. …
Es ist 90 Sekunden vor Mitternacht.
How would a nuclear war between Russia and the U.S. affect you? Who would survive?
Watch and share our most realistic nuclear war simulation yet: pic.twitter.com/VHnCLKCJEY
— Future of Life Institute (@FLI_org) June 29, 2023
|
||||||||||
22.1.22: https://web.de/magazine/wissen/geschichte/doomsday-clock-nah-weltuntergangsuhr-32138772
Klicke, um auf IALANA_Offener-Brief-an-Olaf-Scholz_20220329.pdf zuzugreifen
Deutschland
Betreff: |
Re: Butscha!!! im Ukrainekrieg |
|---|---|
Datum: |
Wed, 6 Apr 2022 |
Von: |
Günter Rexilius <guenter.rexilius@t-online.de> |
An: |
ippnw-deutschland@ippnw-lists.de, |
Dr. Günter Rexilius
Psychol. Psychotherapeut
Vereinsstr. 17
41189 Mönchengladbach
Tel. +49 (0)2166-1239074 (Praxis)
Tel. +49 (0)2166-950544 (privat)
Zentrale Aussagen erst mal der IPPNW BS im Ukrainekrieg:
Zentrale Aussagen:
und zentrale ausführlichere Thesen, auf die wir uns berufen.
Ich schlage vor, Thesen von Rexilius (1, zusätzliche Nennung der Links für Problemfälle) , Baud (2) und Rose (3), vielleicht noch Köllisch (4) (erst mal privat gestellt)? Ist das akzeptabel?
Welche Thesen noch?? Sehr gut das Schreiben von Ialana (5)an Scholz, IPPNW Vorstand?, da finde ich nur die Erklärung der Nobelpreisträger (6), und ICAN, mit der Angst vor Atomkrieg? (7)
Übernehmen die Superreichen noch mehr die Macht?
Ihr Lieben
Ihr habt vielleicht wie ich das Gefühl, dass eine reiche Oberschicht versucht, die Macht in noch viel größerem Maße als bisher an sich zu reißen. So wie seinerzeit Kaiser, Könige, Fürsten und Adlige uns beherrschten. Dieser Machtkampf droht uns in das Verderben zu stürzen. Es geht um Frieden, Umwelt und Soziales, Glück oder Untergang!
So habe ich folgende These :
Diese Oberschicht geht nicht nur von den USA aus, sondern die Reichen breiten sich über die Erde aus, z.B. im World Economic Forum. Sie machen das über das große Geld, über die zu einem großen Teil gesteuerten Medien und über viele Institutionen, in denen bezahlte „Sklaven“ unter Abschaltung ihrer Moral für wenige Prozent des Reichtums das tun, was von ihnen verlangt wird: Die Leute spalten in unterschiedliche Meinungsgruppen, (Linke und Rechte, Klimaaktivisten und Klimaleugner, Covidbefürworter und Gegner und mehrere andere Gegensätze), damit sie beschäftigt sind und von der immer reicher werdenden Oberschicht abgelenkt werden, und die Leute zum freiwilligen Aufgeben ihrer Rechte veranlassen. Sie haben im immerwährenden Kampf um die Macht die Parlamente einigermaßen erobert, das Rechtssystem unterminiert, und versuchen, die Eigenständigkeit der Staaten zu zerstören, so wie in Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Syrien und so weiter…
Ein aktuelles Mittel ist auch wegen der Zuspitzung der Krisen dieser Welt nach meiner Meinung der durchaus erfolgreiche Versuch, über die Coronapandemie eine vermehrte Kontrolle über die Bevölkerung zu erlangen, zum Beispiel über die für viele Dinge obligaten Apps.
Dazu möchte ich für den Stellenwert der Pandemie auf den Artikel von Rushworth vom 4.2.22 hinweisen: „Covid jetzt offiziell in Schweden beendet!“ https://helmutkaess.de/covid-jetzt-offiziell-in-schweden-beendet/ Englisches Original unten und hier https://sebastianrushworth.com/2022/02/04/covid-officially-over-in-sweden/ Er sagt, dass Schweden viel besser die Pandemie überstanden habe als z.B. die USA (das gilt sicher auch für die BRD). Und dass dies für ihn offensichtlich genau an dem Lockdown in den USA lag, was ja auch für einen Großteil der Welt galt. Da sollten wir uns drüber unterhalten.
Ein weiterer Versuch besteht in einer militärischen Kontrolle der Welt, wie wir es jetzt bei dem m.E. provozierten Krieg in der Ukraine beobachten können. Das ist Wahnsinn, weil es mit dem Untergang der Menschheit spielt. Wenn die Nato in die Ukraine einmarschiert, drohen die Russen mit ihren Atomwaffen. Und dann ist es durch die Automatik der Kriegslogik ein kurzer Weg zum Menschheitsuntergang. Es wird behauptet, dass die Ukraine ganz unschuldig von den bösen Russen angegriffen worden ist. Aber so ist es nicht. Sie haben in ihrer Spaltung in russophile und russophobe Ukrainer und in ihrer Aufrüstung durch den Westen kräftig dazu beigetragen.
Als ob die USA und „der Westen“ nicht noch viel schlimmere Kriege geführt und ganze Länder zerstört haben. Aktuell sagt Michael Lüders was dazu. Darüber wurde bei uns nachsichtig berichtet und das Völkerrecht mit Füßen getreten.
Wir müssen jetzt verhindern, dass die Nato sich noch mehr an dem Krieg beteiligt. Wir sollten das persönliche Eigentum über eine Vermögenssteuer begrenzen, z.B. auf 10 Millionen €. Wir müssen den Militärhaushalt kräftig herunterfahren, weil der schon jetzt 15 bis 18fach größere Militärhaushalt gegen die Selbstmorddrohung der Atommächte nichts bewirken kann und das Manfest von Russell und Einstein uns schon seit 1955 jeden Krieg verbietet. Das gilt für Angriffskriege, aber auch für Verteidigungskriege, es sei denn, der Angreifer hat rassistische Ausrottungsabsichten wie die Nazis. Die Unterstellung von solchen Absichten gehört aber in dem meisten Fällen so wie im Ukrainekrieg zu den eindeutigen Kriegsrhetoriken.
Das gewonnene Geld brauchen wir dringend für die menschengemachten Krisen dieser Welt.
Und wir müssen in großen, UN gestützten, lang dauernden Verhandlungen uns auf eben diese Krisen konzentrieren.
https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg3/
https://report.ipcc.ch/ar6wg3/pdf/IPCC_AR6_WGIII_SummaryForPolicymakers.pdf
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich der redaktionellen Bearbeitung SPM-13 Gesamtseiten: 63 Entwicklungsländer, insbesondere die am wenigsten entwickelten, was zum Teil auf schwächere Rahmenbedingungen zurückzuführen ist, einschließlich begrenzter Finanzmittel, Technologieentwicklung und -transfer sowie Kapazitäten. In vielen Ländern, insbesondere in Ländern mit begrenzten institutionellen Kapazitäten, wurden mehrere negative Nebeneffekte beobachtet, die der Verbreitung emissionsarmer Technologien beobachtet, z. B. geringwertige Beschäftigung und Abhängigkeit von ausländischem Wissen und Lieferanten. Emissionsarme Innovationen in Verbindung mit verbesserten Rahmenbedingungen Bedingungen können die Vorteile für die Entwicklung verstärken, was wiederum Rückkopplungen zu einer größeren öffentliche Unterstützung für die Politik. (mittleres Vertrauen) {9.9, 13.6, 13.7, 16.3, 16.4, 16.5, 16.6, kapitelübergreifend Kasten 12 in Kapitel 16, TS.3}
B.4.3 Digitale Technologien können zur Abschwächung des Klimawandels und zur Erreichung mehrerer SDGs beitragen (hohes Vertrauen). Zum Beispiel können Sensoren, das Internet der Dinge, Robotik und künstliche Intelligenz das Energiemanagement in allen Sektoren verbessern, die Energieeffizienz steigern und die
die Einführung vieler emissionsarmer Technologien, einschließlich dezentraler erneuerbarer Energien, fördern und gleichzeitig
wirtschaftliche Möglichkeiten schaffen (hohes Vertrauen). Einige dieser Klimaschutzgewinne können jedoch durch den Anstieg der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen aufgrund der Nutzung digitaler Geräte verringert oder ausgeglichen werden
Geräten (hohes Vertrauen). Die Digitalisierung kann bei mehreren SDGs zu Kompromissen führen, z. B. zu mehr Elektroschrott, negative Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte und die Verschärfung der bestehenden digitalen Kluft.
Die digitale Technologie unterstützt die Dekarbonisierung nur, wenn sie angemessen gesteuert wird (hohes Vertrauen). {5.3, 10,
12.6, 16.2, kapitelübergreifender Kasten 11 in Kapitel 16, TS.5, Kasten TS.14}
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III Vorbehaltlich einer Überarbeitung SPM-14 Gesamtseiten: 63
Abbildung SPM.3: Kostenreduzierung pro Einheit und Einsatz einiger sich schnell verändernder Technologien zur Emissionsminderung
Das obere Feld zeigt die globalen Kosten pro Energieeinheit (USD/MWh) für einige sich schnell verändernde Minderungs
Technologien. Die durchgezogenen blauen Linien zeigen die durchschnittlichen Kosten pro Einheit in jedem Jahr. Hellblau schattierte Bereiche zeigen den Bereich zwischen dem 5. und 95. Perzentil in jedem Jahr. Die graue Schattierung zeigt die Spanne der Stückkosten für neue fossile Brennstoffe (Kohle und Gas) im Jahr 2020 (entsprechend 55-148 USD pro MWh). Im Jahr 2020 werden die nivellierten Kosten der Energie
(LCOE) der vier Technologien für erneuerbare Energien an vielen Orten mit fossilen Brennstoffen konkurrieren können. Für Batterien, sind die Kosten für 1 kWh Batteriespeicherkapazität angegeben; bei den anderen sind die Kosten die LCOE, die die Installation einschließen,
Kapital-, Betriebs- und Wartungskosten pro MWh erzeugter Elektrizität umfassen. In der Literatur werden LCOE verwendet, weil sie weil sie konsistente Vergleiche von Kostentrends bei einer Vielzahl von Energietechnologien ermöglichen. Allerdings werden
jedoch nicht die Kosten der Netzintegration oder der Klimaauswirkungen. Außerdem berücksichtigen die LCOE nicht andere die die Gesamtkosten (monetär und nicht monetär) von Technologien verändern und ihren Einsatz beeinflussen können.
Technologien verändern und deren Einsatz beeinflussen können.
Das untere Feld zeigt die kumulative globale Akzeptanz für jede Technologie, in GW installierter Kapazität f oder erneuerbare Energien und in Millionen von Fahrzeugen für batterieelektrische Fahrzeuge. Eine vertikale gestrichelte Linie ist im Jahr 2010
um die Veränderung seit AR5 anzuzeigen. Der Anteil der erzeugten Elektrizität und der Anteil an der Pkw-Flotte wird
im Text für 2020 auf der Grundlage vorläufiger Daten angegeben, d. h. als Prozentsatz der gesamten Stromerzeugung (für PV, Onshore-Wind, Offshore-Windkraft, CSP) und des Gesamtbestands an Personenkraftwagen (für Elektrofahrzeuge). Der Anteil der Stromerzeugung
Der Anteil der Stromerzeugung spiegelt unterschiedliche Kapazitätsfaktoren wider; z. B. produziert Wind bei gleicher installierter Kapazität etwa doppelt so viel Strom wie
die Photovoltaik. {2.5, 6.4}
Erneuerbare Energien und Batterietechnologien wurden als anschauliche Beispiele ausgewählt, weil sie in letzter Zeit
rasche Veränderungen bei den Kosten und der Akzeptanz gezeigt haben, und weil konsistente Daten verfügbar sind. Andere Optionen zur Abschwächung wurden nicht in den Bericht aufgenommen, da sie diese Kriterien nicht erfüllen.
B.5 Seit dem AR5 hat es eine konsequente Ausweitung von Politiken und Gesetzen gegeben, die sich mit Minderungsmaßnahmen befassen.
AR5. Dies hat zur Vermeidung von Emissionen geführt, die andernfalls entstanden wären, und zu verstärkten
Investitionen in treibhausgasarme Technologien und Infrastruktur. Die politische Abdeckung von Emissionen ist ungleichmäßig
zwischen den Sektoren. Fortschritte bei der Anpassung der Finanzströme an die Ziele des Pariser Abkommens
Abkommens kommen nur langsam voran, und die erfassten Finanzströme für den Klimaschutz sind ungleichmäßig über
Regionen und Sektoren. (hohes Vertrauen) {5.6, 13.2, 13.4, 13.5, 13.6, 13.9, 14.3, 14.4, 14.5, Cross – Kapitel Box 10 in Kapitel 14, 15.3, 15.5} B.5.1 Das Kyoto-Protokoll führte zu einer Verringerung der Emissionen in einigen Ländern und trug dazu bei nationalen und internationalen Kapazitäten für die Berichterstattung über Treibhausgase, die Rechnungslegung und die Emissionsmärkte (hohes Vertrauen). Mindestens 18 Länder, die Kyoto-Ziele für den ersten Verpflichtungszeitraum hatten, haben
seit 2005 mindestens ein Jahrzehnt lang anhaltende absolute Emissionssenkungen, darunter zwei Länder
mit im Übergang befindlichen Volkswirtschaften (sehr hohes Vertrauen). Das Pariser Abkommen, an dem nahezu alle Länder
Beteiligung zu einer Politikentwicklung und Zielsetzung auf nationaler und subnationaler Ebene geführt, insbesondere
und Zielsetzungen auf nationaler und subnationaler Ebene geführt, insbesondere in Bezug auf die Abschwächung des Klimawandels, sowie zu einer verbesserten Transparenz der Klimamaßnahmen und der Unterstützung
(mittleres Vertrauen). {14.3, 14.6}
B.5.2 Die Anwendung verschiedener politischer Instrumente zur Minderung auf nationaler und subnationaler Ebene
Ebene hat in einer Reihe von Sektoren stetig zugenommen (hohes Vertrauen). Bis 2020 wurden über 20% der globalen
Treibhausgasemissionen durch Kohlenstoffsteuern oder Emissionshandelssysteme abgedeckt, obwohl
Preise unzureichend waren, um tiefgreifende Reduktionen zu erreichen (mittleres Vertrauen). Bis 2020 gab es
direkte“ Klimagesetze, die in erster Linie auf die Reduzierung von Treibhausgasen ausgerichtet sind, in 56 Ländern, die 53 % der weltweiten Emissionen abdecken (mittleres Vertrauen). Der Geltungsbereich der Politik bleibt begrenzt für Emissionen aus der Landwirtschaft und Geprüfte Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III Vorbehaltlich der redaktionellen Bearbeitung SPM-15 Gesamtseiten: 63
die Produktion von industriellen Materialien und Rohstoffen (hohes Vertrauen). {5.6, 7.6, 11.5, 11.6, 13.2, 13.6}
B.5.3 In vielen Ländern haben die politischen Maßnahmen die Energieeffizienz verbessert, die Abholzungsrate verringert und
beschleunigten den Einsatz von Technologien, was zu vermiedenen und in einigen Fällen reduzierten oder beseitigten
Emissionen (hohes Vertrauen). Mehrere Belege deuten darauf hin, dass Minderungsmaßnahmen zu folgenden Ergebnissen geführt haben vermiedene globale Emissionen in Höhe von mehreren Gt CO2-eq Jahr-1 (mittleres Vertrauen). Mindestens 1,8 Gt CO2-Äquivalent pro Jahr -1 können durch die Aggregation separater Schätzungen für die Auswirkungen wirtschaftlicher und regulatorischer Instrumente. Eine wachsende Zahl von Gesetzen und Durchführungsverordnungen hat sich auf die globalen Emissionen ausgewirkt und wurde schätzungsweise 5,9 Gt CO2-eq yr -1 weniger im Jahr 2016 aus, als es sonst der Fall gewesen wäre. (mittleres Vertrauen) (Abbildung SPM.3) {2.2, 2.8, 6.7, 7.6, 9.9, 10.8, 13.6, kapitelübergreifender Kasten 10 in Kapitel 14}
B.5.4 Jährlich verfolgte Gesamtfinanzströme für Klimaschutz und -anpassung steigen um bis zu
60% zwischen 2013/14 und 2019/20 (in USD2015), aber das durchschnittliche Wachstum hat sich seit 2018 verlangsamt23
(mittleres Vertrauen). Diese Finanzströme konzentrierten sich weiterhin stark auf den Klimaschutz, sind ungleichmäßig und
haben sich in den verschiedenen Regionen und Sektoren heterogen entwickelt (hohes Vertrauen). Im Jahr 2018 wurden öffentliche und öffentlich mobilisierte private Klimafinanzierungsströme aus Industrie- in Entwicklungsländer unter dem kollektiven Ziel des UNFCCC und des Pariser Abkommens, bis 2020 im Rahmen einer sinnvollen Minderung des Klimawandels 100 Mrd. USD pro Jahr zu mobilisieren
2020 im Zusammenhang mit sinnvollen Minderungsmaßnahmen und Transparenz bei der Umsetzung (mittleres
Vertrauen). Die öffentlichen und privaten Finanzströme für fossile Brennstoffe sind immer noch größer als die für
Anpassung und Abschwächung (hohes Vertrauen). Die Märkte für grüne Anleihen, ESG (Umwelt, Soziales und Governance) und nachhaltige Finanzprodukte haben sich seit AR5 erheblich ausgeweitet. Herausforderungen bleiben bestehen, insbesondere in Bezug auf Integrität und Zusätzlichkeit sowie die begrenzte Anwendbarkeit dieser Märkte für viele Entwicklungsländer. (hohes Vertrauen) {Box 15.4, 15.3, 15.5, 15.6, Box 15.7}
ANMERKUNG 23: Die Schätzungen der Finanzströme (die sowohl private als auch öffentliche, inländische und
internationalen Strömen) beruhen auf einem einzigen Bericht, der Daten aus verschiedenen Quellen zusammenstellt und der
der in den letzten Jahren verschiedene Änderungen an seiner Methodik vorgenommen hat. Solche Daten können allgemeine
Trends aufzeigen, sind aber mit Unsicherheiten behaftet.
B.6 Globale Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 im Zusammenhang mit der Umsetzung der angekündigten nationalen (NDCs), die vor der COP26 angekündigt wurden [FUSSNOTE 24], würden es wahrscheinlich machen
wahrscheinlich, dass die Erwärmung im Laufe des 21. Jahrhunderts 1,5°C übersteigt.[FOTNOTEN 25] Eine Begrenzung der
Die Begrenzung der Erwärmung auf unter 2°C würde dann von einer raschen Beschleunigung der Minderungsbemühungen nach 2030 abhängen.
Politische Maßnahmen, die bis Ende 2020 [FOOTNOTE 26] umgesetzt werden, werden voraussichtlich zu höheren globalen
Treibhausgasemissionen führen als in den NDCs angenommen. (hohes Vertrauen) (Abbildung SPM.4) {3.3, 3.5, 4.2,
Kapitelübergreifender Kasten 4 in Kapitel 4}
ANMERKUNG 24: Die vor der COP26 angekündigten NDCs beziehen sich auf die jüngsten national festgelegten
Beiträge, die bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts, dem 11. Oktober 2021, bei der UNFCCC eingereicht wurden,
und überarbeitete NDCs, die von China, Japan und der Republik Korea vor Oktober 2021 angekündigt, aber
erst danach eingereicht wurden. 25 NDC-Aktualisierungen wurden zwischen dem 12. Oktober 2021 und vor dem
Beginn der COP26 eingereicht.
ANMERKUNG 25: Dies bedeutet, dass die Abschwächung nach 2030 nicht mehr einen Pfad mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als
mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 67 % zu einer Überschreitung von 1,5 °C im 21.
die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen, ohne dass es zu einer Überschreitung kommt oder diese begrenzt wird (Kategorie C1
in Tabelle SPM.1). Diese Pfade begrenzen die Erwärmung auf 1,6°C oder weniger während des 21.
50% Wahrscheinlichkeit.
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich der redaktionellen Bearbeitung SPM-16 Gesamtseiten: 63
ANMERKUNG 26: Der Stichtag in den Studien, die für die Projektion der Treibhausgasemissionen von „politischen Maßnahmen
bis Ende 2020 umgesetzt“ wird, variiert zwischen Juli 2019 und November 2020. {Tabelle 4.2}
B.6.1 Politische Maßnahmen, die bis Ende 2020 umgesetzt werden, werden den Projektionen zufolge zu höheren globalen THG-Emissionen führen
als in den NDCs vorgesehen, was auf eine Umsetzungslücke hinweist. Es bleibt eine Lücke zwischen den globalen THG
Emissionen im Jahr 2030 im Zusammenhang mit der Umsetzung der vor der COP26 angekündigten NDCs und den
die mit modellierten Minderungspfaden unter der Annahme sofortiger Maßnahmen verbunden sind (zur Quantifizierung siehe Tabelle
SPM.X). [FOOTNOTE 27] Das Ausmaß der Emissionslücke hängt davon ab, welches Niveau der globalen Erwärmung
und davon, ob nur unbedingte oder auch bedingte Elemente der NDCs [FUSSNOTE 28] betrachtet werden.
[FUSSNOTE 29] (hohes Vertrauen) {3.5, 4.2, kapitelübergreifender Kasten 4 in Kapitel 4}
Tabelle SPM.X: Projizierte globale Emissionen im Jahr 2030 in Verbindung mit bis Ende 2020 umgesetzten
2020 und den vor der COP26 angekündigten NDCs und den damit verbundenen Emissionslücken. *Emissionsprojektionen für
2030 und die absoluten Emissionsunterschiede basieren auf Emissionen von 52-56 GtCO 2-eq yr -1 im Jahr 2019, wie in den zugrunde liegenden
wie in den zugrunde liegenden Modellstudien angenommen. (mittleres Vertrauen){4.2, Tabelle 4.3, kapitelübergreifender Kasten 4 in
Kapitel 4}
GtCO2-eq yr -1 Impliziert durch die Politik
umgesetzt bis zum
Ende 2020
Unterstellt durch angekündigte NDCs
vor der COP26
Unbedingte
Elemente
Inc.
bedingte
Elemente
Median (Min-Max)* 57 (52-60) 53 (50-57) 50 (47-55)
Umsetzungslücke zwischen
umgesetzten Maßnahmen und NDCs
(Median)
4 7
Emissionslücke zwischen NDCs und
Pfaden, die die Erwärmung auf 2°C begrenzen
(>67%) mit Sofortmaßnahmen
10-16 6-14
Emissionslücke zwischen den NDCs und
Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C begrenzen
(>50%) mit keiner oder begrenzter Überschreitung
mit sofortigen Maßnahmen
19-26 16-23
ANMERKUNG 27: Unmittelbare Maßnahmen in den modellierten globalen Pfaden beziehen sich auf die Verabschiedung von Klimapolitiken zwischen 2020
und spätestens vor 2025 klimapolitische Maßnahmen ergriffen werden, um die globale Erwärmung auf ein bestimmtes Niveau zu begrenzen. Modelliert
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich der redaktionellen Bearbeitung SPM-17 Gesamtseiten: 63
Pfade, die die Erwärmung auf 2°C (>67%) begrenzen, sind in Kategorie
C3a in Tabelle SPM.1 zusammengefasst. Alle bewerteten modellierten globalen Pfade, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen mit
ohne oder mit begrenzter Überschreitung begrenzen, gehen von sofortigen Maßnahmen im hier definierten Sinne aus (Kategorie C1 in Tabelle SPM.1).
ANMERKUNG 28: In diesem Bericht beziehen sich die „bedingungslosen“ Elemente der NDCs auf Minderungsbemühungen, die
die ohne jegliche Bedingungen vorgelegt werden. „Bedingte“ Elemente beziehen sich auf Minderungsbemühungen, die abhängig sind von
von internationaler Zusammenarbeit abhängen, z. B. von bilateralen und multilateralen Abkommen, Finanzierungen oder monetären
und/oder Technologietransfers. Diese Terminologie wird in der Literatur und in den NDC-Berichten des UNFCCC
Syntheseberichten der UNFCCC verwendet, nicht im Pariser Abkommen. {4.2.1, 14.3.2}
ANMERKUNG 29: Es werden zwei Arten von Lücken bewertet: Die Umsetzungslücke wird berechnet als die
Differenz zwischen dem Median der globalen Emissionen im Jahr 2030, die sich aus den bis Ende 2020 umgesetzten Maßnahmen
2020 umgesetzt werden, und denjenigen, die sich aus den vor der COP26 angekündigten NDCs ergeben. Die Emissionslücke wird berechnet als die
Differenz zwischen den von den NDCs implizierten Treibhausgasemissionen (minimale/maximale Emissionen im Jahr 2030) und
dem Median der globalen THG-Emissionen in modellierten Pfaden zur Begrenzung der Erwärmung auf bestimmte Werte auf der Grundlage
auf der Grundlage von Sofortmaßnahmen und mit den angegebenen Wahrscheinlichkeiten (Tabelle SPM.1).
B.6.2 Die globalen Emissionen im Jahr 2030, die mit der Umsetzung der NDCs, die vor der
COP26 angekündigten NDCs verbunden sind, sind niedriger als die von den ursprünglichen NDCs implizierten Emissionen [FUSSNOTE 30] (hohes Vertrauen).
Die ursprüngliche Emissionslücke ist im Vergleich zu Pfaden, die die Erwärmung auf 2°C begrenzen, um etwa 20 % bis ein Drittel gesunken
auf 2°C (>67%) mit sofortigen Maßnahmen (Kategorie C3a in Tabelle SPM.1) und um etwa 15-20% relativ zu
gegenüber Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen, ohne oder mit begrenzter Überschreitung (Kategorie C1 in Tabelle
SPM.1) (mittleres Vertrauen). (Abbildung SPM.4) {3.5, 4.2, kapitelübergreifender Kasten 4 in Kapitel 4}
ANMERKUNG 30: Die ursprünglichen NDCs beziehen sich auf diejenigen, die 2015 und 2016 bei der UNFCCC eingereicht wurden.
Unbedingte Elemente der NDCs, die vor der COP26 angekündigt wurden, implizieren globale Treibhausgasemissionen im Jahr 2030, die
3,8 [3,0-5,3] GtCO2-eq yr -1 niedriger sind als die der ursprünglichen NDCs, und 4,5 [2,7-6,3] GtCO2-eq
yr -1 niedriger, wenn konditionale Elemente der NDCs einbezogen werden. NDC-Aktualisierungen auf oder nach der COP26 könnten
die implizierten Emissionen weiter verändern.
B.6.3 Modellierte globale Emissionspfade, die mit den vor der COP26 angekündigten NDCs übereinstimmen, die die
Erwärmung auf 2°C (>67%) begrenzen (Kategorie C3b in Tabelle SPM.1), implizieren jährliche durchschnittliche globale THG-Emissionen
Reduktionsraten von 0-0,7 GtCO2-eq pro Jahr während der Dekade 2020-2030, mit einer noch nie dagewesenen
Beschleunigung auf 1,4-2,0 GtCO2-eq pro Jahr im Zeitraum 2030-2050 (mittleres Vertrauen). Fortgesetzte
Investitionen in unvermindert stark emittierende Infrastrukturen und eine begrenzte Entwicklung und Einführung von
emittierenden Alternativen vor 2030 würden dieser Beschleunigung im Wege stehen und die Machbarkeitsrisiken erhöhen
(hohes Vertrauen). {3.3, 3.5, 3.8, kapitelübergreifender Kasten 5 in Kapitel 4}
B.6.4 Die modellierten globalen Emissionspfade, die mit den vor der COP26 angekündigten NDCs übereinstimmen, werden
im Laufe des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich 1,5°C überschreiten. Diejenigen Pfade, die die Erwärmung bis 2100 auf 1,5°C zurückführen
mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% oder mehr zurückführen, implizieren eine Temperaturüberschreitung von 0,15-0,3°C (42 Pfade in
Kategorie C2 in Tabelle SPM.1). Bei diesen Pfaden betragen die globalen kumulativen negativen Netto-CO2-Emissionen –
380 [ -860 bis -200] GtCO2 [FOOTNOTE 31] in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, und es gibt eine schnelle
eine rasche Beschleunigung der sonstigen Minderungsbemühungen in allen Sektoren nach 2030. Solche Überschreitungspfade implizieren
ein erhöhtes klimabezogenes Risiko und sind mit größeren Bedenken hinsichtlich der Durchführbarkeit verbunden [FOOTNOTE 32], sowie
größere soziale und ökologische Risiken im Vergleich zu Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) mit
ohne oder mit begrenztem Überschwingen. (hohes Vertrauen) (Abbildung SPM.4, Tabelle SPM.1) {3.3, 3.5, 3.8, 12.3; WG II
SPM.B.6}
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich einer Überarbeitung SPM-18 Gesamtseiten: 63
ANMERKUNG 31: Median und sehr wahrscheinlicher Bereich [5. bis 95.]
ANMERKUNG 32: Die Rückkehr zu einer Temperatur von unter 1,5°C im Jahr 2100 ausgehend von den THG-Emissionsniveaus im Jahr 2030 in Verbindung mit der
mit der Umsetzung der NDCs ist für einige Modelle aufgrund modellspezifischer Beschränkungen bei der
den Einsatz von Abschwächungstechnologien und die Verfügbarkeit von negativen Netto-CO2-Emissionen.
Abbildung SPM.4: Globale THG-Emissionen der modellierten Pfade (Trichter in Tafel a. und zugehörige Balken in
Felder b, c, d) und projizierte Emissionsergebnisse aus kurzfristigen Politikbewertungen für 2030 (Feld b).
Tafel a zeigt die globalen THG-Emissionen im Zeitraum 2015-2050 für vier Arten von bewerteten modellierten globalen Pfaden:
● Trend aus umgesetzten Maßnahmen: Pfade mit projizierten kurzfristigen THG-Emissionen in Übereinstimmung mit
Politiken, die bis Ende 2020 umgesetzt und mit vergleichbaren Zielvorgaben über 2030 hinaus verlängert werden
(29 Szenarien in den Kategorien C5-C7, Tabelle SPM.1)
● Begrenzung auf 2°C (>67%) oder Rückführung der Erwärmung auf 1,5°C (>50%) nach einer starken Überschreitung, NDCs bis 2030:
Pfade mit Treibhausgasemissionen bis 2030 in Verbindung mit der Umsetzung der vor der COP26 angekündigten NDCs
vor der COP26 angekündigt wurden, gefolgt von beschleunigten Emissionsreduktionen, die die Erwärmung auf 2°C begrenzen (C3b,
Tabelle SPM.1) oder die Erwärmung auf 1,5°C mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% oder mehr nach einer starken Überschreitung
(Teilmenge von 42 Szenarien aus C2, Tabelle SPM.1).
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich einer Überarbeitung SPM-19 Gesamtseiten: 63
● Begrenzung auf 2°C (>67%) mit sofortigen Maßnahmen: Pfade, die die Erwärmung auf 2°C (>67%) begrenzen, mit
sofortigen Maßnahmen nach 2020 27 (C3a, Tabelle SPM.1).
● Begrenzung auf 1,5°C (>50%) ohne oder mit begrenztem Überschwingen: Pfade, die die Erwärmung auf 1,5°C begrenzen, ohne oder
begrenzter Überschreitung (C1, Tabelle SPM.1 C1). Alle diese Pfade gehen von sofortigen Maßnahmen nach 2020 aus.
Die vergangenen Treibhausgasemissionen für 2010-2015, die für die Projektion der globalen Erwärmungsergebnisse der modellierten Pfade verwendet wurden, sind
durch eine schwarze Linie [FOOTNOTE 33] dargestellt und die vergangenen globalen THG-Emissionen in den Jahren 2015 und 2019, wie in
Kapitel 2 bewerteten globalen Treibhausgasemissionen sind durch die Whisker dargestellt.
ANMERKUNG 33: Siehe Box SPM.1 für eine Beschreibung des Ansatzes zur Projektion der globalen Erwärmungsergebnisse von
modellierten Pfaden und dessen Übereinstimmung mit der Klimabewertung in AR6 WG I.
Die Felder b, c und d zeigen Momentaufnahmen der THG-Emissionsbereiche der modellierten Pfade in den Jahren 2030, 2050 bzw.
2100. Tafel b zeigt auch die projizierten Emissionsergebnisse aus kurzfristigen politischen Bewertungen im Jahr 2030
aus Kapitel 4.2 (Tabellen 4.2 und 4.3; Median und gesamte Bandbreite). Die Treibhausgasemissionen sind in CO 2 -Äquivalenten unter Verwendung von
GWP100 aus AR6 WG I. {3.5, 4.2, Tabellen 4.2 und 4.3, kapitelübergreifender Kasten 4 in Kapitel 4}
B.7 Projizierte kumulative zukünftige CO 2 -Emissionen während der Lebensdauer der bestehenden und derzeit geplanten
Infrastruktur für fossile Brennstoffe ohne zusätzliche Vermeidungsmaßnahmen übersteigen die gesamten kumulativen Netto
CO 2 -Emissionen bei Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen, ohne oder mit begrenztem Überschwingen.
Sie entsprechen in etwa den gesamten kumulativen Netto-CO 2 -Emissionen bei Pfaden, die die
Erwärmung auf 2°C (>67%). (hohes Vertrauen) {2.7, 3.3}
B.7.1 Wenn historische Betriebsmuster beibehalten werden, [FUSSNOTE 34] und ohne zusätzliche
[FOOTNOTE 35], werden die geschätzten kumulativen zukünftigen CO2-Emissionen aus der bestehenden Infrastruktur für fossile Brennstoffe
Infrastruktur, von denen der größte Teil auf den Stromsektor entfällt, von 2018 bis zum Ende ihrer
Lebensdauer 660 [460-890] GtCO2 betragen. Sie würden sich auf 850 [600-1100] GtCO2 belaufen, wenn
wenn die ungebremsten Emissionen der derzeit geplanten Infrastruktur im Stromsektor einbezogen werden. Diese
Schätzungen stehen kumulative globale Netto-CO2-Emissionen aus allen Sektoren von 510 [330-710] GtCO2
bis zum Erreichen von Netto-Null-CO2-Emissionen [FUSSNOTE 36] bei Pfaden, die die Erwärmung auf
1,5°C (>50%) ohne oder mit begrenzter Überschreitung, und 890 [640-1160] GtCO2 bei Pfaden, die die Erwärmung
auf 2°C (>67%) begrenzen. (Tabelle SPM.1) (hohes Vertrauen) {2.7, Abbildung 2.26, Abbildung TS.8}
ANMERKUNG 34: Historische Betriebsmuster werden durch die in der Vergangenheit beobachteten Belastungsfaktoren und Lebensdauern von Anlagen für fossile Brennstoffe beschrieben
Anlagen, wie sie in der Vergangenheit beobachtet wurden (Durchschnitt und Bandbreite).
ANMERKUNG 35: Verminderung bezieht sich hier auf menschliche Eingriffe, die die Menge an Treibhausgasen reduzieren
Treibhausgase reduzieren, die von der Infrastruktur für fossile Brennstoffe in die Atmosphäre abgegeben werden.
ANMERKUNG 36: Die gesamten kumulierten CO2-Emissionen bis zum Zeitpunkt der globalen Netto-Null-Emissionen sind
sind ähnlich, aber nicht identisch mit dem verbleibenden Kohlenstoffbudget für eine bestimmte Temperaturgrenze, die von der
Dies liegt daran, dass die modellierten Emissionsszenarien, die von der Arbeitsgruppe III
eine Reihe von Temperaturniveaus bis zu einem bestimmten Grenzwert abdecken und eine Vielzahl von Reduzierungen von Nicht-CO2
Emissionen aufweisen, die ebenfalls zur Gesamterwärmung beitragen. (Kasten 3.4)
B.7.2 In modellierten globalen Pfaden, die die Erwärmung auf 2°C (>67%) oder weniger begrenzen, werden die meisten verbleibenden fossilen
CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen bis zum Zeitpunkt der globalen Netto-Null-Emissionen außerhalb des Energiesektors anfallen.
Energiesektor, vor allem in der Industrie und im Verkehr. Stilllegung und geringere Nutzung bestehender
Geprüfte Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich der redaktionellen Bearbeitung SPM-20 Gesamtseiten: 63
Infrastruktur des Stromsektors auf der Grundlage fossiler Brennstoffe, Nachrüstung bestehender Anlagen mit CCS [FUSSNOTE
37] Umstellung auf kohlenstoffarme Brennstoffe und Streichung neuer Kohleanlagen ohne CCS sind wichtige
Optionen, die dazu beitragen können, die künftigen CO2-Emissionen des Stromsektors an die Emissionen in den
den bewerteten globalen modellierten Least-Cost-Pfaden anzugleichen. Welche Strategien am besten geeignet sind, hängt ab von
den nationalen und regionalen Gegebenheiten, einschließlich der Rahmenbedingungen und der Verfügbarkeit von Technologien. (hohes
Vertrauen) {Tabelle 2.7, 2.7, 3.4, 6.3, 6.5, 6.7, Box SPM.1}
ANMERKUNG 37: In diesem Zusammenhang wird angenommen, dass die Abscheidungsraten neuer Anlagen mit CCS bei 90-
95% + {11.3.5}. Die Abscheidungsraten für nachgerüstete Anlagen können vergleichbar sein, wenn die Anlagen speziell
für CCS-Nachrüstungen ausgelegt sind {11.3.6}.
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich der redaktionellen Bearbeitung SPM-21 Gesamtseiten: 63
C. Systemtransformationen zur Begrenzung der globalen Erwärmung
C.1 Die globalen Treibhausgasemissionen werden voraussichtlich zwischen 2020 und spätestens vor 2025 ihren Höhepunkt erreichen
in globalen modellierten Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen, ohne oder mit begrenztem Überschwingen
und bei Pfaden, die die Erwärmung auf 2°C (>67%) begrenzen und sofortiges Handeln voraussetzen. [ Tabelle SPM Fußnote [#9],
FUSSNOTE 38] Bei beiden Arten von modellierten Pfaden kommt es zu einer raschen und tiefgreifenden Verringerung der Treibhausgasemissionen
in den Jahren 2030, 2040 und 2050 (hohes Vertrauen). Ohne eine Verstärkung der politischen Maßnahmen
die über die bis Ende 2020 umgesetzten Maßnahmen hinausgehen, werden die Treibhausgasemissionen den Projektionen zufolge
über das Jahr 2025 hinaus ansteigen, was zu einer mittleren globalen Erwärmung von 3,2 [2,2 bis 3,5] °C bis zum Jahr 2100 führt [FUSSNOTE
39, 40] (mittleres Vertrauen). (Tabelle SPM.1, Abbildung SPM.4, Abbildung SPM.5) {3.3, 3.4}
ANMERKUNG 38: Alle angegebenen Erwärmungswerte beziehen sich auf den Zeitraum 1850-1900. Wenn nicht anders
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die „Pfade“ immer auf mit einem Modell berechnete Pfade. Sofortige Maßnahmen in den
Pfaden bezieht sich auf die Verabschiedung klimapolitischer Maßnahmen zwischen 2020 und spätestens 2025, um die
die globale Erwärmung auf ein bestimmtes Niveau zu begrenzen.
ANMERKUNG 39: Die langfristige Erwärmung wird aus allen modellierten Pfaden unter der Annahme berechnet, dass die
nationalen Politiken, die bis Ende 2020 umgesetzt werden (Szenarien, die in die
(Szenarien, die in die Politikkategorie P1b in Kapitel 3 fallen) und die durch die 2030-THG-Emissionsbereiche solcher
Pfade, die in Kapitel 4 bewertet wurden (siehe Fußnote 25) {3.2, Tabelle 4.2}
Fußnote 40: Die Erwärmungsschätzungen beziehen sich auf das 50. und [5-95.] Perzentil der modellierten
Pfade und die mittlere Temperaturänderungsabschätzung der probabilistischen WG-I-Klimamodelle
Emulatoren[Fußnote 1] (Tabelle SPM1).
C.1.1 Die globalen Netto-THG-Emissionen sollen bis 2030 gegenüber 2019 um 27% [13-45%]
und 63% [52-76%] [FUSSNOTE 41] bis 2050 in globalen Modellpfaden, die die Erwärmung auf 2°C begrenzen
(>67%) und unter der Annahme sofortiger Maßnahmen (Kategorie C3a, Tabelle SPM.1). Dies steht im Vergleich zu Reduktionen
von 43% [34-60%] bis 2030 und 84% [73-98%] bis 2050 bei Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C begrenzen
(>50%) mit keiner oder einer begrenzten Überschreitung (C1, Tabelle SPM.1) (hohes Vertrauen).[ [FUSSNOTE 42] In
modellierten Pfaden, die die Erwärmung nach einer starken Überschreitung auf 1,5°C (>50%) zurückführen [FUSSNOTE 43],
werden die Treibhausgasemissionen um 23 [0-44%] im Jahr 2030 und um 75 [62-91%] im Jahr 2050 reduziert (C2, Tabelle SPM.1)
(hohes Vertrauen). Modellierte Pfade, die mit den vor der COP26 angekündigten NDCs konsistent sind, bis
2030 übereinstimmen und danach keine Erhöhung der Ambitionen annehmen, haben höhere Emissionen, die im Median zu einer globalen
Erwärmung von 2,8°C [2,1-3,4°C] bis 2100 führen (mittleres Vertrauen). [FOOTNOTE 24] (Abbildung SPM .4).
{3.3}
FOOTNOTE 41: In diesem Bericht werden die Emissionsreduktionen relativ zu den für 2019 modellierten Emissionswerten angegeben.
Emissionsniveaus angegeben, während in SR1.5 die Emissionsverringerungen im Verhältnis zu 2010 berechnet wurden. Zwischen 2010 und 2019
sind die globalen Treibhausgas- und CO2-Emissionen um 12% (6,5 GtCO2eq) bzw. 13% (5,0 Gt CO2)
bzw. gestiegen. Bei den in diesem Bericht bewerteten globalen Modellpfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%)
ohne oder mit begrenzter Überschreitung, sollen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 37 % [28-57 %]
im Vergleich zu 2010. Bei der gleichen Art von Pfaden, die in SR1.5 bewertet wurden, werden die Treibhausgasemissionen um 45% reduziert
(40-60% Interquartilsbereich) im Vergleich zu 2010. In absoluten Zahlen sind die Treibhausgasemissionen 2030 bei
Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen, ohne oder mit begrenzter Überschreitung, sind im AR6 höher (31 [21-
36] GtCO2eq) als im SR1.5 (28 (26-31 Interquartilsbereich) GtCO2eq). (Abbildung SPM. 1, Tabelle SPM.1)
{3.3, SR1.5}
ZUGELASSENE Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger IPCC AR6 WG III
Vorbehaltlich einer Überarbeitung SPM-22 Gesamtseiten: 63
ANMERKUNG 42: Die Szenarien dieser Kategorie begrenzen die maximale Erwärmung auf 2°C während des gesamten 21.
mit einer Wahrscheinlichkeit von fast oder mehr als 90%.
ANMERKUNG 43: Diese Kategorie enthält 91 Szenarien mit Sofortmaßnahmen und 42 Szenarien, die
mit den NDCs bis 2030 vereinbar sind.
C.1.2 In den modellierten Pfaden, die die Erwärmung auf 2°C (>67%) begrenzen und sofortige Maßnahmen voraussetzen, werden die globalen
Netto-CO2-Emissionen im Vergleich zu den modellierten Emissionen von 2019 um 27 % [11-46 %] im Jahr 2030 und
um 52 % [36-70 %] im Jahr 2040; und die globalen CH4-Emissionen werden um 24 % [9-53 %] im Jahr 2030 und um
37 % [20-60 %] im Jahr 2040. Bei Pfaden, die die Erwärmung auf 1,5°C (>50%) begrenzen, ohne oder mit begrenztem Überschwingen
werden die globalen Netto-CO2-Emissionen im Vergleich zu den modellierten Emissionen von 2019 um 48 % [36-69 %] im Jahr
2030 um 48 % [36-69 %] und um 80 % [61-109 %] im Jahr 2040; und die globalen CH4-Emissionen werden um 34 % [21-57 %] im Jahr
2030 und 44 % [31-63 %] im Jahr 2040. Die Verringerung der Nicht-CO2-Emissionen bis 2050 ist bei beiden
Arten von Pfaden: CH4 wird um 45 % [25-70 %] reduziert; N2O wird um 20 % [-5-55 %] reduziert; und F-
Gase werden um 85% [20-90%] reduziert. [FOOTNOTE 44] Für die meisten modellierten Pfade ist dies das
das maximale technische Potenzial für anthropogene CH4-Reduktionen in den zugrunde liegenden Modellen (hohes
Vertrauen). Weitere Emissionsminderungen, wie sie der IMP-SP-Pfad zeigt, können erreicht werden
durch Änderungen des Aktivitätsniveaus und/oder technologische Innovationen, die über die in den
Mehrheit der Pfade (mittleres Vertrauen). Höhere Emissionsminderungen von CH4 könnten die
Spitzenerwärmung weiter reduzieren. (hohes Vertrauen) (Abbildung SPM.5) {3.3}
ANMERKUNG 44: Diese Zahlen für CH4, N2O und F-Gase sind auf die nächsten 5% gerundet, außer
Zahlen unter 5%.
C.1.3 In den modellierten Pfaden, die mit der Fortsetzung der bis Ende 2020 umgesetzten Politiken
2020 umgesetzt werden, steigen die THG-Emissionen weiter an, was zu einer globalen Erwärmung von 3,2 [2,2-3,5] °C bis 2100 führt (innerhalb von
C5-C7, Tabelle SPM 1) (mittleres Vertrauen). Pfade, die eine Erwärmung von >4°C (≥50%) überschreiten (C8,
SSP5-8.5, Tabelle SPM.1) würden eine Umkehrung der derzeitigen Technologie- und/oder Abschwächungstrends implizieren
(mittleres Vertrauen). Eine solche Erwärmung könnte bei Emissionspfaden auftreten, die mit der Politik
die bis Ende 2020 umgesetzt werden, wenn die Klimasensitivität höher ist als die zentralen Schätzungen (hohes
Vertrauen). (Tabelle SPM.1, Abbildung SPM.4) {3.3, Box 3.3}
C.1.4 Globale modellierte Pfade, die in die niedrigste Temperaturkategorie der bewerteten Literatur fallen
(C1, Tabelle SPM.1) fallen, sind im Durchschnitt mit einer höheren mittleren Spitzenerwärmung im AR6 verbunden, verglichen
im Vergleich zu den Pfaden der gleichen Kategorie in SR1.5. Bei den modellierten Pfaden im AR6 ist die Wahrscheinlichkeit einer
Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C im Vergleich zu SR1.5 im Durchschnitt gesunken. Dies liegt daran, dass die Treibhausgas
Emissionen seit 2017 angestiegen sind und viele der neueren Pfade höhere projizierte Emissionen bis 2030 aufweisen,
höhere kumulative Netto-CO2-Emissionen und etwas spätere Termine für das Erreichen von Netto-Null-CO2 oder Netto-Null
THG-Emissionen. Hohe Herausforderungen bei der Emissionsminderung, zum Beispiel aufgrund der Annahme eines langsamen technologischen
langsamen technologischen Wandels, eines hohen globalen Bevölkerungswachstums und einer starken Fragmentierung wie beim Shared
Sozioökonomischen Pfad SSP3, können modellierte Pfade, die die Erwärmung auf 2°C (> 67%) oder
niedriger begrenzen, undurchführbar machen. (mittleres Vertrauen) (Tabelle SPM.1, Kasten SPM.1) {3.3, 3.8, Anhang III Abbildung II.1,
Anhang III Abbildung II.3}
Tabelle SPM.1 | Hauptmerkmale der modellierten globalen Emissionspfade: Zusammenfassung der
projizierten CO2- und THG-Emissionen, der projizierten Netto-Nullzeitpunkte und der resultierenden globalen Erwärmung
Ergebnisse. Die Pfade sind in Kategorien eingeteilt (Zeilen), entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit, die Erwärmung auf
verschiedene Höchstwerte für die Erwärmung (wenn die Höchsttemperatur vor 2100 erreicht wird) und für die Erwärmung im Jahr 2100.
https://mariasot.blogspot.com/2015/09/blog-post_15.html
Hier ist oben und ganz unten das griechische Original, dann die deutsche Übersetzung und dann die Englische
Here is the Greek original at the top and at the bottom, then the German translation and then the English one
______________________________________________________–
Appell für humanitäre Hilfe im Ukraine-Konflikt
Der Aufruf erfolgte zum Abschluss der Europäischen Konferenz der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (Friedensnobelpreis 1085) vom 11. bis 13. September 2015 in Belgrad.
In der thematischen Sondersitzung wurde daran erinnert, dass die ukrainische Regierung seit Juni die Blockade in der Donbass-Region verschärft hat, was dazu führt, dass keine humanitäre Hilfe mehr ankommt. In ihrem Bericht berichtete die OSZE bereits im Mai, dass sich die Menschen in Kellern verstecken, ohne Wasser, Nahrung oder notwendige Medikamente. Krankenhäuser wie in Krasnodon haben keinen Sauerstoff und keine Narkosemittel, um die notwendigen Operationen durchzuführen, und keine Medikamente für chronisch Kranke, z. B. Diabetiker, usw.
5 Millionen Menschen in der Ostukraine sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach Angaben der UNO sind mehr als 260.000 Ukrainer Flüchtlinge in ihrem eigenen Land. 94 % von ihnen haben in den Gebieten um Donezk, Charkiw und Kiew Zuflucht gesucht, während über 800.000 bereits nach Russland ausgewandert sind.
Ein ukrainischer Arzt und ein freiberuflicher Journalist sprachen auf der Konferenz und beschrieben die tragische Lage der Zivilbevölkerung, insbesondere der Kinder, und waren sich einig, dass die Menschen des Krieges überdrüssig sind.
Die Berufung
An
Der russische Präsident Wladimir Putin
Präsident der Ukraine Petro Poroschenko
Europäisches Parlament
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE),
OSZE-Missionsleiter Alexander Hug
Sehr geehrte Präsidentinnen und Präsidenten
Sehr geehrte Damen und Herren des Europäischen Parlaments
Herr Alexander Hug
Anlässlich der europäischen IPPNW-Konferenz in Belgrad. Nach den jüngsten Aussagen von Menschen, die direkt von der Krise in der Ostukraine betroffen sind
Wir, Ärzte und studentische Delegierte aus 15 europäischen Staaten, wenden uns an Sie, um unser Entsetzen und unsere Abscheu über die unmenschlichen Bedingungen und die tragischen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, insbesondere auf die Kinder, die physische und psychische Traumata erleiden, zum Ausdruck zu bringen.
Wir appellieren an Sie, über alle politischen Erwägungen hinweg alles zu tun, was möglich ist, und auch an die Beteiligten, alles zu tun, um die im Januar 2015 gegen Donezk verhängte wirtschaftliche und humanitäre Blockade aufzuheben.
Wir fordern Sie auf, der Zivilbevölkerung den Zugang zu allen Gesundheitseinrichtungen zu garantieren und die Durchreise von Zivilisten durch die Kontrollpunkte aus humanitären Gründen zu erleichtern.
Wir fordern Sie außerdem dringend auf, dafür zu sorgen, dass alle humanitären Missionen aller Staaten, internationaler Organisationen und NRO, einschließlich der russischen und ukrainischen, die Kontrollpunkte ungehindert passieren können, wenn sie humanitäre Hilfe für die betroffene Zivilbevölkerung transportieren.
Wir wenden uns an Sie, die Entscheidungsträger und die internationale Organisation, wir, die Ärzte der IPPNW, und erinnern Sie respektvoll an die moralischen Werte, auf denen das Zusammenleben in Europa beruht. Wir halten es für wichtig, alle Beteiligten daran zu erinnern, dass sowohl die UN-Erklärung als auch die Europäische Menschenrechtskonvention nach wie vor die Grundlage jeder Politikgestaltung bilden. Diese Grundsätze werden die Rückkehr zu einem friedlichen Zusammenleben in Europa erleichtern.
Unterzeichnet von
Dr. Angelika Claussen, IPPNW-Vizepräsidentin für Europa
Dr. Dragan Velikovic, Präsident der serbischen IPPNW-Mitgliedsorganisation
Dr. Kati Juva, MD PhD, Vorsitzende Ärzte für soziale Verantwortung, Finnland
Prof. Abraham Behar, Präsident AMFPGN, ehemaliger Co-Präsident der IPPNW, Frankreich
Dr. Helmut Lohrer, MD, Internationales Ratsmitglied, IPPNW Deutschland
Dr. Maria Arvaniti-Sotiropoulou, MD Autorin Präsidentin der griechischen Mitgliedsorganisation der IPPNW, Griechenland
Sead Zeynal, MD, IPPNW EJR Mazedonien
John Gunnar Maeland, MD, IPPNW Norwegen
Anastasia Medvedeva, MD, IPPNW Russland
Prof. Dr. Andreas Nidecker, ehemaliger Präsident und Vorstandsmitglied PSR/IPPNW Schweiz
Prof. Aytug Atici, MD, Türkei
Dr. Elisabeth McElderry, Medact, UK
Yuliya Kovalevska, PhD, IPPNW Ukraine
Jonathan Lauryn, Europäischer Studentenvertreter der IPPNW
Aino Weyers, Internationale IPPNW-Studentenvertreterin
Das ist bei Kriegspropaganda und Fake News zu erwarten. In Griechenland gibt es eine Spaltung zwischen älteren Menschen, die nicht alle Nachrichten glauben, die nur von den westlichen Medien kommen, und jungen Menschen, die Putin als Teufel sehen und emotional auf die beunruhigende westliche Berichterstattung reagieren. Meine persönliche Meinung dazu finden Sie unter https://mariasot.blogspot.com/2022/03/blog-post_12.html
und einige historische Fakten über die Krim und Griechenland
in
https://mariasot.blogspot.com/2014/03/blog-post.html
Es ist gut, dass wir jetzt Übersetzungssysteme wie Deep haben und uns gegenseitig besser verstehen können.
Hoffen wir, dass der Krieg bald zu Ende ist und nicht zu einem Atomkrieg mit oder ohne Atomwaffen eskaliert.
Das Verrückte ist, dass unsere Regierung JETZT beschlossen hat, Bulgarien EU-Gelder zu geben, um ein neues Kernkraftwerk im historisch problematischen Kozlodui!!!!! zu eröffnen und in Araxos die Anlage zur Aufnahme von US-Atomwaffen fertigzustellen (Griechenland war seit 2001 frei davon).
mit freundlichen Grüßen
Maria
Maria Arvanitis – Sotiropoulou
___________________________________________________—–
Appeal for humanitarian relief in the Ukraine conflict
The call was made at the end of the European Conference of the International Physicians for the Prevention of Nuclear War (Nobel Peace Prize 1085) 11-13/9/2015 in Belgrade
In the special thematic session it was recalled that the Ukrainian government since June has hardened the blockade in the Donbass region, resulting in no humanitarian aid getting through. In its report the OSCE already in May reported that people were hiding in basements without water, food or necessary medicines. Hospitals such as in Krasnodon have no oxygen and anaesthetics to carry out the necessary operations, and no medicines for the chronically ill, e.g. diabetics, etc.
5 million people in eastern Ukraine depend on humanitarian aid. According to the UN, more than 260,000 Ukrainians are refugees in their own country. 94% of them have taken refuge in the areas around Donetsk, Kharkiv, and Kiev while over 800,000 have already migrated to Russia.
A Ukrainian doctor and a freelance journalist spoke at the conference and described the tragic situation of civilians, especially children, and agreed that people are tired of the war.
The appeal
To
Russian President Vladimir Putin
President of Ukraine Petro Poroshenko
European Parliament
Organisation for Security and Cooperation in Europe (OSCE),
OSCE Head of Mission Alexander Hug
Dear Presidents
Ladies and Gentlemen of the European Parliament
Mr Alexander Hug
On the occasion of the IPPNW European Conference in Belgrade. After hearing recent testimonies from people directly affected by the crisis in eastern Ukraine
We, doctors and student delegates from 15 European states, are addressing you to express our shock and disgust at the inhumane conditions and the tragic impact on the civilian population, especially on the children who are suffering physical and psychological trauma.
We appeal to you to do everything possible above any political considerations and also to those involved to do everything possible to lift the economic and humanitarian blockade imposed on Donetsk in January 2015.
We call on you to guarantee access to all health facilities for civilians and to facilitate the passage of civilians through checkpoints for humanitarian reasons.
We also urge you to ensure that all humanitarian missions, from all States, international organisations and NGOs including both Russian and Ukrainian, have free passage through the checkpoints when carrying humanitarian aid for the affected civilian population.
We address you, the decision-makers and the International Organization, we, the doctors members of IPPNW, and respectfully remind you of the moral values on which coexistence in Europe is based. We feel it is important to remind all concerned that both the UN Declaration and the European Convention on Human Rights remain the foundations of all policy making. These principles will make it easier to return to peaceful coexistence in Europe.
Signed by
Dr. Angelika Claussen, IPPNW Vice-President for Europe
Dragan Velikovic, MD, President of the Serbian affiliate of IPPNW
Dr. Kati Juva, MD PhD, Chair Physicians for Social Responsibility, Finland
Prof. Abraham Behar, President AMFPGN, former IPPNW Co-President, France
Dr. Helmut Lohrer, MD, International Councillor, IPPNW Germany
Dr. Maria Arvaniti-Sotiropoulou, MD Author President of Greek affiliate of IPPNW, Greece
Sead Zeynal, MD, IPPNW FYR Macedonia
John Gunnar Maeland, MD, IPPNW Norway
Anastasia Medvedeva, MD, IPPNW Russia
Prof Andreas Nidecker, MD, past president and board member PSR/IPPNW Switzerland
Prof. Aytug Atici, MD, Turkey
Dr. Elisabeth McElderry, Medact, UK
Yuliya Kovalevska, PhD, IPPNW Ukraine
Jonathan Lauryn, European IPPNW Student Representative
Aino Weyers, International IPPNW Student Representative
It is expected during war propaganda and false news. In Greece there is a division between older people that don’t believe all the news that come only from the Western Media and young people who see Putin as devil and respond emotionally to the disturbing western coverage. My personal view is in https://mariasot.blogspot.com/2022/03/blog-post_12.html
and some historical facts about Crimea and Greece
in
https://mariasot.blogspot.com/2014/03/blog-post.html
It is good now that we have translation systems like deep and we can understand each other easier
Let’s hope that the war will end soon and that there will not escalate to nuclear war with or without nuclear weapons.
The crazy thing is that NOW our government decided to give EU money to Bulgaria in order to open new nuclear plant in the historically problematic Kozlodui!!!!! and finished in Araxos base the installation to host USA nuclear weapons (Greece was free of them since 2001)
best regards
Maria
Maria Arvanitis – Sotiropoulou
____________________________________________________________—-
Έκκληση για ανθρωπιστική ανακούφιση στη σύγκρουση της Ουκρανίας
Η οποία διατυπώθηκε στο τέλος του Ευρωπαϊκού συνεδρίου της International Physicians for the Prevention of Nuclear War (Νόμπελ Ειρήνης 1085) 11-13/9/2015 στο Βελιγράδι
Στην ειδική θεματική ενότητα υπενθυμίστηκε ότι η ουκρανική κυβέρνηση από τον Ιούνιο έχει σκληρύνει τον αποκλεισμό στην περιοχή του Donbass με αποτέλεσμα να μην περνά καθόλου ανθρωπιστική βοήθεια. Στην αναφορά του OSCE ήδη από το Μάιο ανέφερε ότι οι άνθρωποι κρυβόντουσαν σε υπόγεια χωρίς νερό, τροφή ή τα αναγκαία φάρμακα. Τα νοσοκομεία όπως στο Krasnodon, δεν έχουν Οξυγόνο και αναισθητικά για να πραγματοποιούν τια αναγκαίες εγχειρήσεις, αλλά ούτε και φαρμακα για χρονίως πάσχοντες πχ διαβητικούς κλπ.
5.000.000 άνθρωποι στην ανατολική Ουκρανία εξαρτώνται από την ανθρωπιστική βοήθεια. Σύμφωνα με τον ΟΗΕ πανω από 260.000 ουκρανοί είναι πρόσφυγες στην ίδια τους τη χώρα. 94% από αυτούς έχουν καταφύγει στις περιοχές γύρω από το Donesc, Charkiv, και Kiev ενώ πάνω από 800.000 ήδη μετανάστευσαν στη Ρωσία.
Στο συνέδριο μίλησαν μια ουκρανή γιατρός και μια ανεξάρτητη δημοσιογράφος και περιέγραψαν την τραγική κατάσταση των αμάχων και ειδικά των παιδιών, ενώ συμφώνησαν ότι ο κόσμος έχει κουραστεί από τον πόλεμο.
Η έκκληση
Προς
Πρόεδρο Ρωσίας Βλαδιμιρ Πούτιν
Πρόεδρο Ουκρανίας Πέτρο Ποροσένκο
Ευρωπαϊκό Κοινοβούλιο
Οργανισμό Ασφάλειας και Συνεργασίας OSCE,
Υπεύθυνο του OSCE για το θέμα Alexander Hug
Αγαπητοί πρόεδροι
Κυρίες και κύριοι ευρωβουλευτές
κε Alexander Hug
Με την ευκαιρία του Ευρωπαϊκού Συνεδρίου της IPPNW στο Βελιγράδι. Αφού ακούσαμε πρόσφατες μαρτυρίες από ανθρώπους που επηρεάζονται άμεσα από την κρίση στην ανατολική Ουκρανία
Εμείς, οι γιατροί και φοιτητές αντιπρόσωποι από 15 ευρωπαϊκά κράτη, απευθυνόμαστε σε σας για να εκφράσουμε το σοκ και τον αποτροπιασμό μας για τις απάνθρωπες συνθήκες και τις τραγικές επιπτώσεις στον άμαχο πληθυσμό και ειδικά στα παιδιά που υφίστανται σωματικά και ψυχολογικά τραύματα.
Απευθυνόμαστε σε σας να κάνετε ότι είναι δυνατόν πάνω από κάθε πολιτική θεώρηση και επίσης οι εμπλεκόμενοι να κάνουν ότι είναι δυνατόν ώστε να αρθεί ο οικονομικός και ανθρωπιστικός αποκλεισμός ο οποίος επεβλήθη στο Ντονέσκ τον Ιανουάριο του 2015.
Σας καλούμε να εγγυηθείτε την πρόσβαση σε όλες τις παροχές υγείας για τους αμάχους και τη διευκόλυνση διόδου των πολιτών από τα σημεία ελέγχου για ανθρωπιστικούς λόγους.
Επίσης σας ζητάμε μετ’ επιτάσεως να βεβαιώσετε ότι όλες οι ανθρωπιστικές αποστολές, από όλα τα κράτη, διεθνείς οργανισμούς και ΜΚΟ συμπεριλαμβανόμενων τόσο των ρωσικών όσο και των ουκρανικών, θα έχουν ελεύθερη δίοδο από τα σημεία ελέγχου όταν μεταφέρουν ανθρωπιστική βοήθεια για τον πληγέντα άμαχο πληθυσμό.
Απευθυνόμαστε σε σας, τους ανθρώπους που παίρνουν αποφάσεις και το Διεθνή Οργανισμό εμείς οι γιατροί μέλη της IPPNW και με σεβασμό σας θυμίζουμε τις ηθικές αξίες στις οποίες η συνύπαρξη στην Ευρώπη βασίζεται. Αισθανόμαστε ότι είναι σημαντικό να υπενθυμίσουμε σε όλους τους εμπλεκόμενους ότι τόσο η Διακήρυξη του ΟΗΕ όσο και η Ευρωπαϊκή σύμβαση για τα ανθρώπινα δικαιώματα παραμένουν τα θεμέλια διαμόρφωσης κάθε πολιτικής. Αυτές οι αρχές θα διευκολύνουν να επιστρέψουμε σε μιαν ειρηνική συνύπαρξη στην Ευρώπη
Υπογράφουν
Dr. Angelika Claussen, IPPNW Vice-President for Europe
Dragan Velikovic, MD, President of the Serbian affiliate of IPPNW
Dr. Kati Juva, MD PhD, Chair Physicians for Social Responsibility, Finland
Prof. Abraham Behar, President AMFPGN, former IPPNW Co-President, France
Dr. Helmut Lohrer, MD, International Councillor, IPPNW Germany
Dr. Maria Arvaniti-Sotiropoulou, MD Author President of Greek affiliate of IPPNW, Greece
Sead Zeynal, MD, IPPNW FYR Macedonia
John Gunnar Maeland, MD, IPPNW Norway
Anastasia Medvedeva, MD, IPPNW Russia
Prof Andreas Nidecker, MD, past president and board member PSR/IPPNW Switzerland
Prof. Aytug Atici, MD, Turkey
Dr. Elisabeth McElderry, Medact, UK
Yuliya Kovalevska, PhD, IPPNW Ukraine
Jonathan Lauryn, European IPPNW Student Representative
Aino Weyers, International IPPNW Student Representative
It is expected during war propaganda and false news . In Greece there is a division between older people that don’t believe all the news that come only from the Western Media and young people who see Putin as devil and respond emotionally to the disturbing western coverage. My personal view is in https://mariasot.blogspot.com/2022/03/blog-post_12.html
and some historical facts about Crimea and Greece
in
https://mariasot.blogspot.com/2014/03/blog-post.html
It is good now that we have translation systems like deep and we can understand each other easier
Let’s hope that the war will end soon and that there will not escalate to nuclear war with or without nuclear weapons.
The crazy thing is that NOW our government decided to give EU money to Bulgaria in order to open new nuclear plant in the historically problematic Kozlodui!!!!! and finished in Araxos base the installation to host USA nuclear weapons (Greece was free of them since 2001)
best regards
Maria
Μαρία Αρβανίτη -Σωτηροπούλου