Hinweise zum Flaggen/Manifesttag

Hier noch ein paar Hinweise

Ich bin sehr besorgt wegen der chronischen und der akut zunehmenden Kriegsgefahr.

Ich schicke Euch deshalb noch mal eine Einladung zum Flaggen/Manifesttag in Braunschweig, einem feierlichen Ereignis, das u.E. überall aufgegriffen werden sollte.

Ihr könnt von zu Hause aus dabei sein und das Ereignis im Lifestream https://youtu.be/LF5mouMQsYk anschauen. Ihr könnt es auch nachträglich noch ansehen oder Ihr könnt Euch noch mit denen unten und im Flyer angegebenen Adressen anmelden.

Diese Informationen sind zusätzlich zu der Einladung von Elke Almut Dieter und in der Anlage.

Diese Woche, am Donnerstag, den 8.7.21 18:00 findet in der Dornse unser  Flaggen- und Manifesttag statt, den wir dort seit 2015 um dieses Datum herum immer begehen. Wir begehen diese Feier mit beiden Themen gemeinsam, da sie fast auf den gleichen Tag fallen und innerlich zusammengehören. Flaggentag ausgerufen von den Mayors for Peace, eine Organisation, die von den Bürgermeistern von Hiroshima und Nagasaki gegründet wurde und der inzwischen weltweit über 8000 Städte und Gemeinden angehören, über 700 in Deutschland, Manifesttag wegen des Manifestes von Russell und Einstein, die 1955 angesichts  der gewaltigen Wasserstoffbombenexplosionen sagten „Nie wieder Krieg“.

Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr für uns wegen dem Atomwaffenverbotsvertrag, der im Januar in Kraft trat und wegen dem Hauptvortrag von Ralf Becker, dem Organisator der zivilgesellschaftlich-kirchlichen Initiative, „Sicherheit  neu denken“, die ein Lichtblick in schwierigen Zeiten ist.

Er hat das Thema: Die aktuelle Friedenskrise – Wie bewältigen wir die Krisen der Menschheit?

Krisen haben wir genug: Unsere Soldaten stehen an der russischen Westgrenze, wie geht es weiter mit dem Nato/Russlandkonkflikt?  Wie mit dem Beschluss von 2010 zum Atomwaffenabzug?  Wie mit den von Ramstein aus koordinierten illegalen Drohnentötungen? Wie mit den ungeheuren Kosten des Militärs und der Bekämpfung von Covid? Wie mit der Klimaerwärmung?

Wir sind gespannt, was Ralf Becker zu seinem Thema sagen wird. Er tut dies  auf Grund langjähriger geduldiger Friedensarbeit mit allen Schichten der Bevölkerung, auch mit der Bundeswehr.

Mit besorgten Grüßen

Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/Wordpress/, www.ippnw.de , http://www.friedenszentrum.info/,

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Corona/Covidtestung

Mit Blick auf die vom Paul-Ehrlich-Institut festgelegten Mindestkriterien für Schnelltests

80 Prozent Sensitivität (der Test erkennt 80 Prozent der Infizierten richtig) und 97 Prozent Spezifität

. https://web.de/magazine/news/coronavirus/niedrigen-inzidenzen-positiven-schnelltest-befunde-falsch-35967902

Das heißt, bis zu jeder fünfte Infizierte wird übersehen und bei geringer Infektionsrate sind die meisten positiv getesteten gesund…

  • In Hamburg waren Mitte Juni 80 Prozent der Menschen mit positivem Corona-Schnelltest-Ergebnis nicht infiziert.
  • Im Mai hatte der Wert noch deutlich niedriger gelegen.
  • Die hohe Quote an falsch-positiven Befunden ist allerdings kein Grund für Alarmismus, sondern vielmehr völlig erwartbar.
  • Bei sinkenden Inzidenzen werden die positiven Schnelltest-Ergebnisse zunehmend fehlerhaft – wir erklären, woran das liegt.

 

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Epidemiologe John Ioannidis im Talk Spezial – „Die große Corona-Abrechnung“

Epidemiologe John Ioannidis im Talk Spezial  https://wp.me/paI27O-3hR

Eine dramatisches Interview „Die große Corona-Abrechnung“ über Covid 19 in vier Versionen:

Auf Deutsch, etwa 60 Minuten:   Epidemiologe John Ioannidis im Talk Spezial – „Die große Corona-Abrechnung“

Original: https://www.servustv.com/john-ioannidis-corona-abrechnung-talk-spezial-interview/

 

Kurzversion auf Deutsch, etwa 20 Minuten:

https://www.youtube.com/watch?v=qBA1msumn94

Original: https://www.youtube.com/watch?v=-QOz24JCenk

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Forderungen angesichts der 21 Forderungen von Aufstehen Trägerverein

Hier sind unsere Forderungen angesichts der 21 Forderungen vom  Aufstehen Trägerverein:

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Büchel

Gesendet: Donnerstag, 01. Juli 2021 um 23:11 Uhr
Von: „Büchel Planungsgruppe“ <antinukleareplanungsgruppe@posteo.de>
An: undisclosed-recipients:;
Betreff: 2. Infomail Aktionstage Büchel

Moinmoin, liebe Campteilnehmer*innnen,

am Dienstag um 17h beginnen unsere Aktionstage mit der ersten
Demonstration vom Gewerbegebiet Büchel zum Haupttor des Fliegerhorstes.
Einige von uns und Euch werden schon vorher auf der Fahrradtour, beim
Aufbauen und im Solibus dabei sein.
Wir wollen euch mit dieser Mail noch einmal auf den neuesten Stand
bringen wie die kommende Woche aussieht!

Es geht um: Anreise, Schlafplatz, Aktionsorte, Corona, (in dieser
Reihenfolge)
Für alle, die die erste Infomail noch nicht bekommen haben stehen ganz
unten nochmal die Packliste und wie das Camp funktioniert und wie ihr
für das Camp spenden könnt.

Alle Infos findet ihr auch auf der homepage, ihr könnt ab Freitag 2.
Juli 14h das Infotelefon anrufen und während der gesamten Aktionstage
wird unser Infozelt am Fliegerhorst besetzt sein. Außerdem haben wir
dieses Jahr erstmalig ein (informatives, toll gelayoutetes, praktisches)
Programmheft erstellt, dieses gibt es, sobald Ihr in Büchel seid auf
Papier, Ihr findet es aber auch schon hier im Anhang als pdf.

Homepage: buechel.nuclearban.de
Infotelefon: +49 157 35324009

ANREISE SOLIBUS:
Abfahrt 6. Juli um 9:00 Uhr am ZOB in Hannover, Bitte seid um 8.45 vor
Ort am Zentralen OmnibusBahnhof, der Bus kann nur zum Einsteigen halten!
Wenn jemand einen Zug gebucht hat, der nach 8.40 Uhr am HBF ankommt
bitte unbedingt eine Mail an johannes.eckert@hhu.de
Um 13:00 Uhr Halt in Düsseldorf, Südpark park&ride.
Ankunft in Büchel ist 16:30
Rückreise Solibus ist Sonntag 11. Juli mit Abfahrt um ca. 11:00 Uhr in
Büchel über Düsseldorf, Hannover bis nach Berlin. Ankunft in Berlin
zwischen 22:00 und 23:00.
Bei spontanen Verspätungen aller Art unbedingt telefonische
Kontaktaufnahme mit Piet (Fahrer des Solibusses) unter 0159 01802886.
Infos zur Fahrradtour sind auf der homepage:
https://buechel.nuclearban.de/fahrradfahrenueben/

SCHLAFEN:
Es haben sich mittlerweile mehr als 100 Menschen für die Aktionstage
angemeldet, wir haben auf dem Campingplatz in Pommern jedoch nur 80
Schlafplätzt reserviert. Daher haben wir eine Grünfläche in Kail
organisiert, auf der noch weitere Menschen Zelten können. Es gibt dort
weniger Luxus, lediglich grundliegende Sanitäreinrichtungen.
Selbstverständlich wird nicht nach Reihenfolge der Anmeldung, sondern
nach Bedürfnissen aufgeteilt, sodass Menschen mit besonderen
Bedürfnissen, Schwangere, Kleinkinder und wer sonst noch auf eine entsprechende Infrastruktur angewiesen ist auf dem Campingplatz in Pommern Platz findet. Liebe Autofahrer*innen und Abenteuerurlauber*innen

bitte nehmt Rücksicht und geht eher auf den Schlafplatz „zur grünen Wiese“ in Kail mit schlechterer Öffianbindung. Die Aufteilung auf die beiden Schlafplätze werden wir alle gemeinsam am Dienstagabend vornehmen. Die Wiese ist am „Cafe zur Tanke“ – Hauptstr. 10 – 56829 Kail

AKTIONSORTE:
Es gibt rund um den Fliegerhorst einige schöne und symbolisch passende Orte, an denen unser Protest stattfinden kann und wird. Eine schöne Karte findet ihr im Programmheft im Anhang auf Seite 8. Die genaue
Aufteilung wo welche Aktion stattfinden wird können wir erst vor Ort
bekanntgeben. Am Dienstagabend werden wir in jedem Fall am Haupttor des
Fliegerhorsts am Kreisel sein. Wer im Verlauf der Woche hinzustößt und
uns nicht findet, bitte am Infotelefon anrufen!

CORONA-UPDATE:
Im Bundesland Rheinland Pfalz gilt (Stand 18.06.2021): „Bei
Veranstaltungen im Freien dürfen bis zu 250 Personen anwesend sein und
es entfällt die Testpflicht. Die übrigen Regeln gelten auch im Freien.“
Wir haben unser Coronakonzept als pdf im Anhang angehängt. Das
Wichtigste in Kürze:
Wir empfehlen allen von euch einen Covid-Schnelltest vor Anreise –
selbstverständlich wird das nicht kontrolliert.
Im Solibus ist eine Maske notwendig.
Bitte nehmt aufeinander Rücksicht, jeder Mensch hat ein anderes
Sicherheitsbedürfnis und möglicherweise auch (traumatische) Erfahrungen
mit dieser Erkrankung gemacht. Wenn jemand euch höflich darum bittet, in
seiner/ihrer Gegenwart eine Maske aufzusetzen dann bitte macht das.
Morgen am 2. Juli sind noch weiter Erleichterungen durch die
rheinland-pfälzische Landesregierung zu erwarten. Wann und in welchen
Situationen (z.B. Demonstrationen) dann nächste Woche eine Maske
notwendig ist werden wir vor Ort noch bekanntgeben.

Offizielle Infos für die Rheinland-Pfalz auch zur Einreise:
https://corona.rlp.de/de/startseite/

PACKLISTE:
Neben Deinen eigenen persönlichen Sachen solltest Du an folgendes
denken:
• Sonnencreme
• Bescheinigung über Deinen Impfstatus oder Testergebnisse
• evtl. einen Corona-Schnelltest
• Mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung
• warmen Pullover! (in der Eifel kann es auch im Sommer sehr kalt
sein)
• Regenschutz (es kann auch sturzartig regnen)
• Badesachen
• robuste Schuhe
• alles zum Campen (für Zeltplatzunterbringung)
• oder eigene Bettwäsche (für alle, die in Kail schlafen)
• Sonnenhut o.ä.
• Dein eigenes Transparent oder Plakat
• Trinkflasche

WIE DAS CAMP FUNKTIONIERT:
Praxis: Wie schon erwähnt können wir dieses Jahr nicht an unserem
Aktionsort am Fliegerhorst schlafen. Wir werden also am Zeltplatz in
Pommern schlafen, in Pool und Mosel baden, duschen und uns ausruhen und
am Fliegerhorst essen, tanzen, Geburtstagfeiern und protestieren.
Möglichwerweise kommt noch der ein oder andere Ort dazu…

Theorie: Die ganze Aktionspräsenz – Essen, Solibus, Zeltplatz kostet
natürlich Geld. Dieses Geld streckt die antinukleare Planungsgruppe bzw.
die ICAN und IPPNW vor und hofft darauf, dass möglichst viel Geld dafür
wieder gespendet wird. Ihr braucht also nichts im vorhinein für das Camp
zu bezahlen, es wäre jedoch wichtig für das Fortbestehen des
Aktionscamps, dass ihr jetzt oder nach dem Camp etwas für die
Aktionstage spendet.
Die Kosten für den Solibus, die Küche, die ReferentInnen, die
Camp-infrastruktur und die Unterbringung betragen in etwa 20 Euro pro
Teilnehmer*in pro Tag. Bitte Spende jedoch nach Deinen persönlichen,
finanziellen Möglichkeiten! Spendenkonto ist das der IPPNW
(Internationale Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkriegs):

Empfänger: IPPNW e.V.
IBAN: DE23 4306 0967 1159 3251 01
Bank: GLS Bank, BIC: GENODEM1GLS
Betreff: ICAN/IPPNW Protesttage Büchel

Wer eine Spendenquittung möchte (bei Spenden ab 20€ möglich) gibt bitte
seine/ihre Adresse im Verwendungszweck mit an und bekommt eine
Bescheinigung zugeschickt. Bargeldspenden sind selbstverständlich auch
gerne gesehen.

Und natürlich wird es auch sehr viel Sorgearbeit auf dem Camp zu
verrichten geben – kochen, putzen, Kinder betreuen – bitte beteiligt
euch dabei und bietet eure Unterstützung an.
Danke.

Cool, wir freuen uns auf euch alle
Eure antinukleare Planungsgruppe

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Sven Giegold: Überwachungskapitalismus

Hier ist das Video zum Überwachungskapitalismus mit zwei sehr guten Vorträgen und einer spannenden Diskussion.

Da wird gesagt, wie Donald Trump und Joe Biden ihre Wahlkämpfe geführt haben und wie die Daten der Bürger für ihre Beeinflussung z.B. von Google und Facebook genutzt werden.

Aufzeichnung:

And here is the English version :

https://sven-giegold.de/en/europe-calling-surveillance-capitalism/

 

Mit freundlichen Grüßen

Heraldo HETTICH

„Europe Calling “Surveillance capitalism” with Shoshana Zuboff & Max Schrems (ENGLISH VERSION)

238 Aufrufe
29.06.2021

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1390 Abonnenten
+++ Deutsche Sprachausgabe: https://youtu.be/d8BGuDKlmkQ +++ Livestream of the 96th edition of Europe Calling, the digital event series of Sven Giegold

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

Unten stehen meine unsortierten Notizen, die Ihr Euch nicht antun müsst…

Offenes Netzwerk, immer mit schnittstellen,

Die Superreichen, die Milliardäre, müssten durch hohe Steuern so wie seinerzeit beim New Deal von Roosevelt wieder normal Reiche werden.

Helmut Käss (Sie) 08:11 PM

Wird es eine geschriebene Version dieses Videos geben? Vielleicht mit automatischer Schreibsoftware…

Das sind ja dramatischste Aussagen, die unbedingt verbreitet werden müssen!!!

Sven Giegold überwachungskapitalismus

Montag, 28. Juni⋅19:30 bis 21:00

Join Zoom Meeting

Beschreibung:

Um dem Webinar beizutreten.

Nehmen Sie von einem PC, Mac, iPad, iPhone oder Android-Gerät aus teil:

Klicken Sie bitte auf diese URL, um beizutreten. https://eu01web.zoom.us/w/61459182090?tk=H8iyU1UrsCNDT6on1DNFjE07DfQi_EusjgRAHXz1cE0.DQIAAAAOT0CyChZvUVl6bVM2RVExT2FfeXozX1VhYmJRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA&uuid=WN_4RNHX1LUQtmDzFSgEpLCnQ

Mitmachen ?

Sven G. ist einer der Grünen, der offensichtlich noch Grüne Politik vertritt.
Also, wer Zeit hat und sich engagieren möchte….

LG
Heinz

***** Disclaimer ***** Diese elektronische Nachricht ist vertraulich. Die Information ist nur für den Adressaten bestimmt. Falls Sie nicht der Adressat sind, wären wir Ihnen für eine entsprechende Information dankbar. Bitte beachten Sie, dass es in diesem Fall verboten und gesetzeswidrig ist, diese Nachricht zu kopieren, weiterzuleiten oder zu benutzen. Es wurden alle möglichen Maßnahmen getroffen, um eine Virusfreiheit der beigefügten Dateien zu gewährleisten. Wir übernehmen jedoch keine Verantwortung für Schäden, die aufgrund von Software-Viren entstehen und empfehlen Ihnen, vor Benutzung der Dateien eine Überprüfung auf Viren durchzuführen.

***** Disclaimer ***** This electronic message contains information that is confidential. The information is intended for the use of the addressee only. If you are not the addressee we would appreciate your notification in this respect. Please note that any disclosure, copy, distribution or use of the contents of this message is prohibited and may be unlawful. We have taken every reasonable precaution to ensure that any kind of attachment to this e-mail has been swept for viruses. However, we cannot accept liability for any damage sustained as a result of software viruses and would advise you to carry out your own virus checks before opening any attachment.

—– Weitergeleitete Nachricht —–
Von: Sven Giegold <info@sven-giegold.de>
An: Heinz
Gesendet: Donnerstag, 24. Juni 2021, 10:18:10 MESZ
Betreff: Europe Calling “Überwachungskapitalismus” mit Shoshana Zuboff & Max Schrems – Montag, 28.6.21, 19:30 Uhr

Europe Calling “Überwachungskapitalismus” mit Shoshana Zuboff & Max Schrems – Montag, 28.6.21, 19:30 Uhr

Gleich hier anmelden!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebeInteressierte,

wir werden getrackt, ausgewrungen und manipuliert: Auf dem digitalen Marktplatz unserer Gesellschaft, dem Internet, sind wir als Nutzer*innen die Quelle eines kostenlosen Rohstoffs – Lieferanten von Verhaltensdaten. Kaum etwas funktioniert mehr ohne die heiß begehrten Daten, mit denen Digitalfirmen Vorhersagen über unser Leben treffen und uns zu manipulieren versuchen. Der Überwachungskapitalismus der digitalen Welt ist zur Gefahr für unsere Freiheit und Demokratie geworden und greift unser Wirtschaftssystem an.

In ihrem Bestseller “Das Zeitalter desÜberwachungskapitalismus” beschreibt die emeritierte Harvard-Professorin und führende Digital-Ökonomin Shoshana Zuboff den wirtschaftlichen Paradigmen-Wechsel. Getrieben von Geschäftsmodellen wie Überwachungs-Werbung, die mit Hass und Desinformation Geld verdienen, bauen die Tech-Giganten ihr Daten-Monopol auf dem Rücken unserer Gesellschaft ungehindert aus. Die begnadete Rednerin Shoshana Zuboff wird dieses Webinar mit einer Keynote zum “Überwachungskapitalismus” eröffnen.

Das Geschäft mit unseren Daten gefährdet nicht nur unsere Demokratie und die soziale Marktwirtschaft, sondern nimmt auch Unternehmen undVerleger*innen die Luft zum Atmen. Netzwerkeffekte und finanzielle Übermacht bremsen Innovation aus. Monopole behindern den Wettbewerb. Medien verlieren wachsende Anteile ihrer Werbeeinnahmen an Google und Facebook, Qualitäts-Journalismus verliert die finanzielle Basis.

Gleichzeitig bietet die Nutzung und Verknüpfung von Daten auch große Chancen, unser Leben besser zu machen in vielen Bereichen, von Gesundheit, Industrie bis in die Freizeit. Allerdings kommt es dabei darauf an, wie die Daten genutzt werden und wer die Kontrolle hat. Wir Nutzer*innen sind nicht immer komplett machtlos. Auch die Politik kann starke Regeln setzen, hat dies aber in der Vergangenheit nur unzureichendgetan.

Im Zuge der laufenden Verhandlungen zu den neuen EU-Gesetzen für digitale Dienste und digitale Märkte haben wir die Chance, den Boden für eine digitale Wirtschaft zu bereiten, die Menschen dient statt sie auszubeuten.

Im Anschluss debattieren wir gemeinsam mit dem renommierten Datenjuristen Max Schrems, der bereits erfolgreich Datenschutz-verletzende Abkommen zwischen der EU und den USA gekippt hat, über aktuelle Entwicklungen und Wege aus der Abhängigkeit der Big-Tech-Riesen.

Alexandra Geese und Sven Giegold arbeiten derzeit an ihren Änderungsanträgen zu den neuen EU-Gesetzen zur Regulierung digitaler Märkte (DMA/DSA).

Deshalb kommt unser Webinar genau rechtzeitig am Montag, 28. Juni 2021, ab 19:30 Uhr

Das Webinar wird simultan in Deutsch und Englisch verdolmetscht.

Melden Sie sich jetzt über diesen Link anund seien Sie ab 19.30 Uhr live via Zoom dabei: Hier anmelden!

Mit europäischen Grüßen,

Alexandra Geese und Sven Giegold

P.S.: Eil-Petition: EU-Agrarpolitik darf die Klimakrise nicht weiter anheizen, Agrarwende jetzt! – In Brüssel steht in diesen Wochen eine der wichtigsten Entscheidungen für den Klima- und Umweltschutz an: Es geht um die Zukunft der EU-Agrarpolitik. Doch im Rat der Mitgliedsländer blockiert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Agrarwende für mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz. Helft mit diese Blockade zu beendet und unterzeichnet unsere Eil-Petition hier: www.change.org/agrarwende-jetzt

Sie können hier selbst einstellen, zu welchen Themen Sie Informationen von mir bekommen wollen. Sokontrollieren Sie auch selbst, wie viele Mails Sie bekommen und können Themen auswählen. Für Veranstaltungen in Ihrer Region tragen Sie bitte auch Ihre Postleitzahl ein (nur in Deutschland). Alles zum Datenschutz <a href=“http://www.sven-giegol

  1. 10 Minuten vorher

Organisator: helmutkss@googlemail.com

helmutkss@googlemail.com

Bastian Weber 07:54 PM

Ich kann doch nicht etwas zustimmen müssen wenn das gegenüber mir dann das Atmen untersagt

Wolfgang Scheffler 09:49 PM

@ Shoshana: these new nstitutions could include deliberation by randomly selected citizens on all the different aspects. They would deliver recommendations for strong regulations, which could be accepted by all european citizens and then the governements could also easier agree and work better on a fast and strikt implementation. And many things can be handelt in parallel, since the work is done in many separate groups. That would make the process very fast, like parallel computing.

werner gerst (german citizen) 09:56 PM

Ich bin Max Schrems jeden Tag dankbar für seine Arbeit.

Aber eigentlich ist es eine TOTALE Bankrotterklärung und Schande für unsere Politiker und Executive (Hund) das es Ihn überhaupt braucht.

Wir brauchen dringend eine 4. Gewalt (aus der Gesellschaft heraus) die den Hund zum Jagen treibt !

Diese Frage wurde live beantwortet

Wolfgang Scheffler 09:57 PM

@ Shoshana: Thank you, we really have to write the citizens participation by randomly selected cirizens into these new laws

´

werner gerst (german citizen) 09:59 PM

Menschen wie Sven, Fabio de Masi, Alexandra sind zu wenige die UNSERE Bürger-Interessen durchsetzen und UNS SCHÜTZEN !

Ich weis ihr habt es schwer. Gebt aber Bitte nicht auf.

Uwe Gruner 07:31 PM

Nabend aus denn Burgenlandkreis

Andrea Neunzig 07:40 PM

Andrea Neunzig für Digitalcourage

Andrea Neunzig 07:41 PM

Wie sehen Sie die Möglichkeit und Grenzen von Datenintermediären.

Hippolyte Lebeau 07:42 PM

I don’t found the button to have translation from germany. Can you help me?^

Vladimir Dragnić 07:46 PM

Speaker/Head of the GChACM ReclaimYourFace

Vladimir Dragnić 07:49 PM

Weiter Informationen zu Reclaim Your Face:

Vladimir Dragnić 07:51 PM

PS: Ein Mitglied des Leistungsgremiums der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und German Chapter of the Association for Computing Machinery e.V. (GChACM) in der Regionalgruppe Stuttgart/Böblingen

Vladimir Dragnić 07:52 PM

https://rg-stuttgart.gi.de/kontakt

Vladimir Dragnić 08:04 PM

Was wird die Europäische Kommission gegen staatliche Sicherheitslücken unternehmen? Siehe bitte folgendes dazu, der Link (URL): https://gi.de/meldung/offener-brief-cybersicherheitsstrategie-vertagen

Pipo Langstrumpf 08:12 PM

Ist kontextbasierte Werbung wettbewerbsfähig, falls personalisierte Werbung erlaubt bleibt?

Alessandro Tiberti 08:28 PM

@Sabine: I’m not a host but when we add a vote, that text goes up as they sorted from highest to lowest number of votes.

Adela Adela 08:30 PM

What is the solution as response to US Cloud act?

Klaus-Peter Löhr 08:56 PM

Wie bringt man die irische Datenschutzbehörde dazu, die Verletzungen der DSGVO durch Google u.a. ernsthaft zu verfolgen?

Kave Noori 09:02 PM

To antonio arauzo: thank you for you suggestion on Big Blue Button. To the best of my knowledge the most accurate speech recognition engines, that don’t need to be pre-trained to an individuals way of speaking are still cloud based and run by US companies (Nuance, Google, Microsoft, Apple Siri, Amazon, IBM). I will look into if Big Blue Button cooperate with a speech engine that is accurate not made by these.

werner gerst (german citizen) 09:02 PM

Ergänzend zu Max Schrems: Siehe China und Russland (auch wenn es KEINE Posititen Beispiele sind). Diese Länder können das Internet filtern WENN SIE ES WOLLEN/MÜSSEN !

ES geht wenn man will !

Ria Hinken 09:09 PM

Ich bin sehr dafür, dass man für qualifzierte journalistische Beiträge bezahlt. Finde es aber nicht gut, wenn ich zustimmen soll, obwohl ich ein Abo habe. Ist das legititim?

Pipo Langstrumpf 09:16 PM

Is public foss and interoperable social media a good idea?

Eva Lichtenberger 09:26 PM

Wäre eine europäische Rechtsdurchsetzung in Deutschland überhaupt konsensfähig (Siehe höchstrichterliche Urteile in der Vergangenheit)

Jana Reimer 09:39 PM

The problem I see with historical comparisons like worker’s rights is that citizens actually felt a negative impact by the lack of them and thus a large number supported them against powerful companies, founded partiesd and pressured politicians or monarchs.

Elisabeth Whitehead 09:39 PM

Großartig – Danke Allen!

Jana Reimer 09:41 PM

Today citizens feel benefits by facebook, google and amazon and only go to court in individual cases. How do we raise awareness among citizens that they should be just as active as those froming unions during industrialization?

Uwe Gruner 09:41 PM

Großartige Disskusion

freddy schmitz 09:42 PM

Wie lässt sich ein besseres Problembewusstsein zum thema Datenschutz bei den Nutzern erreichen ?

werner gerst (german citizen) 09:43 PM

Bei der Durchsetzung von Max Schrems leidet aber icht nur beim Datenschutz sondern auch in anderen Bereichen. Hier möchte ich den Ball an die Juristen zurück spielen. Wie kann ich Minister, Regierungen, Behörden kontrollieren das sie ihren Job im Sinne der Bürger durchführen (ohne politischen Einfluss) und im Notfall mit Strafen aus dem Amt entfernen.

Es muss Abschreckend sein !

David Kruger 09:47 PM

In Western Law, ownership is confirmed by possesion, the ability to control something physically, to use it, share it, and take it back. That’s possible to do since data is physical. It’s comprised of patterns of ones and zeroes that are applied to “quantum small” physical substrates such as microscopic transistors, electrical pulses, light, radio waves, magnetized particles, or pits on a CD/DVD. If the ability to physically control our own data is not realized, there is no basis for ownership, at least as ownership is defined in the US and EU.

Wolfgang Ziegler 09:47 PM

Muss das Bewußsein, das J-P Albrecht gerade erwähnt hat nich schon in der Scule entwickelt werden?

Wolfgang Ziegler 09:48 PM

Education is the answer

werner gerst (german citizen) 09:48 PM

Zu Jan-Phillip Albrecht diese Zustimmung ist unsinnig sobald die Einwilligung gegeben wird und eine Teilnahme einer dritten Partei enthalten ist, ist eine praktische

Umsetzung und Kontrolle UNMÖGLICH !

Theoretisch OK praktisch nicht durchführbar !

Jochen Möller 09:51 PM

Da meine Daten mir gehören, müsste es doch möglich sein, die digitalen Unternehmen gesetzlich dazu verpflichten, mir alle Daten zur Verfügung zu stellen, die dort über mich gespeichert sind incl. Chatverläufe, Click-Verläufe etc.

Ralph Pethke 09:55 PM

If the collected data cannot be handed back to the individual having made the searches, is handing it over to public use not the better alternative to use of the company having gathered it?

Erich Minderlein 09:58 PM

Conclusion : We need a public open source infrastructure for search engines and browsers, and for social networks

Gerald-Christian Heintges 10:00 PM

How can we influence the Conference on the Future of Europe on this important issue?

Gerald-Christian Heintges 10:01 PM

@Max, are you ans #noyb as member of civil society present at the #CoFoE?

Eva Lichtenberger 10:03 PM

Gratulation, war eine super Diskussion!

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AKK greift Russland zwei Tage vor dem „Jubiläum“ scharf an – Die russische Reaktion

 

Dritte Grundsatzrede der Verteidigungsministerin

 

AKK greift Russland in einer Rede scharf an – Die russische Reaktion

Diese Rede von AKK ist so ungeheuerlich – oder inzwischen so normal für deutsche und Nato-Politik -, dass eine friedenspolitische Reaktion m.E. unverzichtbar ist.

https://www.anti-spiegel.ru/2021/akk-haelt-greift-russland-zwei-tage-vor-dem-jubilaeum-scharf-an-die-russische-reaktion/

Jahrestag des deutschen Überfalls
AKK greift Russland zwei Tage vor dem „Jubiläum“ scharf an – Die russische Reaktion
Die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat am 18. Juni, vier Tage vor dem 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, eine Rede gehalten, die die Spannungen in Europa weiter anheizt.
von Anti-Spiegel 24. Juni 2021

Die Rede, die Annegret Kramp-Karrenbauer am 18. Juni vor der Führungsakademie der Bundeswehr gehalten hat, hatte es in sich. Darin setzte die Russland und China einerseits mit dem islamischen Terrorismus andererseits auf eine Stufe:

„Für uns Europäer bleibt also viel Platz für mehr Eigenverantwortung.
Zum einen in der östlichen Nachbarschaft, wo Russland – mal verdeckt mal offen – Krieg führt, militärisch massiv aufrüstet und – auch hier: mal verdeckt, mal offen – seine Nachbarn, unsere Freunde und Partner, bedroht.
In der südlichen Nachbarschaft, wo sich der islamistische Terrorismus ausbreitet, auch wenn dies aktuell nicht die Nachrichten dominiert, wo das Mittelmeer Schauplatz von geopolitischen Streitereien, Migration und Schmuggel ist.
Im Verhältnis zu China, das für uns auch Partner ist und doch gleichzeitig mit Macht und Geld nach Europa drängt, um hier zur faktischen Vetomacht zu werden.
Die chinesische Führung hat gerade ganz offen erklärt, dass sie beim Kampf um Weltgeltung verstärkt auf Propaganda und Desinformation setzen will.
Schon jetzt setzt Peking seine blauen Männchen im südchinesischen Meer so ein, wie Russland es auf der Krim und in der Ostukraine mit den grünen Männchen getan hat.“

Für AKK bedeutet das:

„Wir müssen dem Ringen um Werte Muskeln verleihen“

Zu einer Zeit, in der deutsche Soldaten wieder 100 Kilometer vor St. Petersburg stehen, in der gerade das größte Nato-Manöver der letzten 30 Jahre an Russlands Grenzen abgehalten wird, kam diese Rede in Russland nicht gut an. Hinzu kommt das Datum der Rede: Nur vier Tage vor dem 80. Jahrestag von Hitlers Überfall auf die Sowjetunion.

Dass AKK an Inkompetenz und aggressiver Rhetorik in Deutschland ihresgleichen sucht, habe ich schon mehrmals thematisiert, eine Zusammenfassung ihrer „Glanzleistungen“ finden Sie hier. Ihre aggressive und geschichtsvergessene Rhetorik geht so weit, dass sie im letzten November im Bundestag gefordert hat, Deutschland solle mit Russland aus einer „Position der Stärke“ heraus verhandeln und hinzugefügt::

„Auch das war immer eine gute Tradition deutscher Außenpolitik, und das sollte sie für die Zukunft auch bleiben“

Damit stellte sie sich in die „gute Tradition der deutschen Außenpolitik“ des Dritten Reiches, worauf das russische Verteidigungsministerium folgendermaßen geantwortet hat:

„Deswegen müssen wir feststellen, dass das nicht das erste Mal ist, dass Erklärungen bestimmter Politiker der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf den Aufbau eines Dialogs mit Russland an die Versuche eines Grundschülers erinnern, sein Unwissen zu einem Thema durch die Lautstärke seines artikulierten Unsinns kompensieren. (…) Wir müssen Frau Kramp-Karrenbauer daran erinnern, dass genau die von ihr im Bundestag vorgeschlagene ‚gute Tradition der deutschen Außenpolitik‘, den Dialog ‚aus einer Position der Stärke heraus‘ zu führen, im 20. Jahrhundert mehrmals zu tragischen Folgen für die ganze Welt, für Deutschland und das deutsche Volk geführt hat.“

Nun hat die deutsche Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer nachgelegt, worauf die Sprecherin des russischen Verteidigungsministeriums in einer offiziellen russischen Erklärung geantwortet hat, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Wir konnten die mitreißende Rede der Chefin des Bundesverteidigungsministeriums an zukünftige Offiziere der BRD nicht überhören. Dazu beigetragen hat vor allem das von der Bundeswehr gewählte Datum – die zweite Junihälfte, eine Zeit, in der Aussagen der Bundeswehr für uns von besonderem Interesse sind.

Anstatt sich ein Beispiel an ihrer Chefin – Bundeskanzlerin Merkel – zu nehmen und vor dem 80. Jahrestages des schrecklichen Beginns des Großen Vaterländischen Krieges an die Notwendigkeit des Dialogs mit Russland zu erinnern, mit dem Deutschland „historisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich“ verbunden ist, beschloss Kramp-Karrenbauer, den Führungsstab der Bundeswehr aufzurufen, Muskeln aufzubauen, um die „liberalen Werte“ gegen Russland zu verteidigen. Stellen Sie sich das vor. Wie sich herausstellt, muss man, liberale Werte zu verteidigen, seine Muskeln aufbauen. Das ist ein Widerspruch in sich selbst. Aber das ist noch nicht das Seltsamste an dieser unlogischen Erklärung.

Aber lassen wir die These von der „bewaffneten Verteidigung“ des Liberalismus, bei der den Klassikern des liberalen Denkens, John Locke, Jean-Baptiste Say und David Ricardo sicher die Augen übergequollen wären, mal beiseite. Sie hätten solche Äußerungen zweifellos als einen Weg zur Diktatur und zum Autoritarismus betrachtet. Solche Trends gewinnen in den „entwickelten liberalistischen“ Ländern an Dynamik. Kommen wir zum Kern der Rede der Ministerin.

Von der Tribüne aus beschwor Frau Kramp-Karrenbauer die intellektuelle und militärische Überlegenheit des deutschen Staates gegen die „Bedrohungen aus Russland, China und dem islamischen Extremismus“. Man möchte die traditionelle Frage stellen: Sind Sie nicht krank? Geht´s Ihnen gut? Wer hat Ihnen das Recht gegeben, von einer offiziellen Bühne aus Russland und China auf der einen und den islamischen Extremismus auf der anderen Seite zu vergleichen und sie auf eine Stufe zu stellen? Ich möchte die deutsche Verteidigungsministerin daran erinnern, dass Russland – im Gegensatz zu Deutschland – den radikalen Islamismus in Syrien bekämpft.

Es gab in der Rede der Ministerin allerdings eine These, der wir nur zustimmen können. Kramp-Karrenbauer nannte den 2014 entfesselten Krieg in der Ostukraine „einen groben Verstoß gegen die Normen des Völkerrechts“. Das ist richtig, aber es wäre gut, wenn die Verteidigungsministerin eines Staates des Normandie-Formats deutlich machen würde, dass dieser Krieg von Kiew gegen die eigene Bevölkerung entfesselt wurde. Man könnte sogar darüber nachdenken, was Berlin getan hat, um dieses Szenario zu verhindern, da es bis 2014 viele Prozesse in der Ukraine gelenkt hat.

Wir können nicht umhin, darauf hinzuweisen, dass die Verteidigungsministerin, obwohl sie nicht das Ziel hat, die Bundesrepublik zu einer Atommacht zu machen – auch dafür ein Dankeschön -, erneut die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten auf dem Gebiet der nuklearen Abschreckung betonte und gleichzeitig um Mittel für die Aufrüstung von Atomwaffenträgern bat, die die Tornado-Jets ersetzen sollen. Das ist wieder eine Frage der Logik. Entweder wurden die Thesen der Ministerin von verschiedenen Ministerien verfasst, die diametral entgegengesetzte außenpolitische Doktrinen vertreten, oder, was man eher glauben kann, Berlin heizt unter dem Deckmantel frommer Reden über das Bekenntnis zu den Zielen einer atomwaffenfreien Welt die Spannungen in europäischen Nuklearfragen weiter an und erschüttert damit das derzeit ohnehin nicht sehr stabile System der nuklearen Rüstungskontrolle in Europa.

Wir sind der Meinung, dass die deutsche Verteidigungsministerin jetzt, während anhaltender geopolitischer Turbulenzen, in ihren Äußerungen Zurückhaltung üben und zur Zusammenarbeit und zu dringenden Maßnahmen aufrufen sollte, um die besorgniserregende Situation zu korrigieren. Das war zum Beispiel das Thema der heutigen Sicherheitskonferenz in Moskau. Diese Diskussion wird fortgesetzt. Für den Fall, dass Deutschland nicht weiß, wie man solche Aussagen schreibt, können wir unsere Erfahrungen mit ihnen teilen. Beachten Sie die Rede des russischen Verteidigungsministers auf der Moskauer Sicherheitskonferenz. Es wäre nützlich, sich mit ihr vertraut zu machen.

Ende der Übersetzung

In meinem neuen Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln“ habe ich mich sehr intensiv mit weiteren Themen rund um die komplexen Zusammenhänge der gesteuertern Politik im Westen und deren brisanten Verstrickungen mit einer ganzen Reihe von Organisationen beschäftigt und dabei einiges zu Tage gefördert.

Das Buch ist aktuell in diesem Monat erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

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Wladimir Putin

Einige große Reden, chronologisch,

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80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion, Boris Popov, Rede Steinmeier

80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion, Rede Steinmeier, Boris Popov,

80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Den 22. Juni 1941 erlebt Boris Popov als junger Panzergrenadier. Er ist 19. Seine Einheit liegt wenige Kilometer vor Minsk. Nach dem Frühstück am Morgen des 22. Juni, erzählt er, seien er und seine Kameraden in den Garten gegangen, um sich in die Sonne zu legen. Die ersten Schüsse und Explosionen hört Boris Popov dort, im Gras liegend. Es ist ein Sonntag.

Zwei seiner Kameraden kommen gleich in den ersten Gefechten ums Leben, sein Panzer wird zerstört. Der Regimentskommandeur befiehlt den Rückzug. Die Soldaten machen sich zu Fuß auf den Weg nach Minsk. Dass dort bereits die deutsche Wehrmacht auf sie wartet, wissen sie nicht. So gerät Boris Popov – zehn Kilometer vor Minsk, noch in den ersten Kriegstagen – in deutsche Gefangenschaft.

Das erste Lager, in das man ihn bringt, ist Drosdy, fünf Kilometer nördlich von Minsk – kein Lager eigentlich, eine Sammelstelle unter freiem Himmel. Bilder der deutschen Wochenschau aus diesen Tagen zeigen den Ort: eine unüberschaubar weite Fläche, mit Stacheldraht umzäunt, auf der abertausende sowjetische Soldaten und Offiziere im Staub hocken oder stehen, in sengender Hitze, junge und schon ältere Männer und irgendwo in dieser Menge ist auch Boris Popov. Zu den deutschen Wochenschaubildern hören wir den Sprecher sagen: „Die Gesichter dieser Untermenschen sind von Raubgier und Mordlust gezeichnet.“ Was man tatsächlich sieht auf diesen Bildern, sind die von Hunger und Durst versehrten Gesichter völlig entkräfteter Gefangener.

Allein in Drosdy werden Zehntausend dem sogenannten „Kommissarbefehl“ zum Opfer fallen. Vermeintliche „Politkommissare“ der Roten Armee, so die Anweisung der Wehrmacht, seien nicht als Kriegsgefangene zu behandeln, sondern „an Ort und Stelle zu erledigen“.

Boris Antonowitsch Popov, Soldat und Veteran der Roten Armee, verstarb vor genau einem Jahr, am 20. Juni 2020, im Alter von 98 Jahren. Ich habe ihn nie kennengelernt, aber ich habe mir seine Geschichte erzählen lassen. Boris Popov selbst hat sie uns erzählt, in Vorträgen, in Reden und zuletzt, vor fünf Jahren, in einem Dokumentarfilm des Rundfunks Berlin-Brandenburg.

Man sieht Boris Popov in diesem Film auf einer Bank sitzen, in einem Park in Minsk, wo er seit 1950 lebte. Er sitzt dort nicht wie ein Mann in den Neunzigern. Alt, ja, aber ohne eine Spur von Müdigkeit. Lebhaft, geistesgegenwärtig – eine beeindruckende Erscheinung.

Er hatte Glück. Er überlebte den Krieg. Und wir hatten Glück, dass er uns seine Geschichte erzählen konnte.

Es ist die Geschichte nur eines einzigen Soldaten. Und der Krieg, von dem er erzählt, begann schon zwei Jahre zuvor mit dem deutschen Überfall auf Polen. Ich habe am ersten September 2019 in Wieluń, in Polen und in Warschau daran erinnert. Zwei Jahre, in denen der Zweite Weltkrieg weite Teile Europas schon mit Zerstörung, Besatzung und Gewaltherrschaft überzogen hatte.

Was nun folgte, was am 22. Juni 1941 begann, war die Entfesselung von Hass und Gewalt, die Radikalisierung eines Krieges hin zum Wahn totaler Vernichtung. Vom ersten Tage an war der deutsche Feldzug getrieben von Hass: von Antisemitismus und Antibolschewismus, von Rassenwahn gegen die slawischen und asiatischen Völker der Sowjetunion.

Die diesen Krieg führten, töteten auf jede erdenkliche Weise, mit einer nie dagewesenen Brutalität und Grausamkeit. Die ihn zu verantworten hatten, die sich in ihrem nationalistischen Wahn gar noch auf deutsche Kultur und Zivilisation beriefen, auf Goethe und Schiller, Bach und Beethoven, sie schändeten alle Zivilisation, alle Grundsätze der Humanität und des Rechts. Der deutsche Krieg gegen die Sowjetunion war eine mörderische Barbarei.

So schwer es uns fallen mag: Daran müssen wir erinnern! Und wann, wenn nicht an solchen Jahrestagen? Die Erinnerung an dieses Inferno, an absolute Feindschaft und die Entmenschlichung des Anderen – diese Erinnerung bleibt uns Deutschen eine Verpflichtung, und der Welt ein Mahnmal.

Hunderttausende sowjetische Soldaten sind schon in den ersten Monaten des Krieges, im Sommer 1941, gefallen, verhungert, erschossen worden.

Unmittelbar mit dem Vormarsch der deutschen Truppen begann auch die Ermordung jüdischer Männer, Frauen und Kinder durch Erschießungskommandos des SD, der SS und ihrer Hilfstruppen.

Hundertausende Zivilisten in der Ukraine, in Belarus, in den baltischen Staaten und in Russland wurden Opfer von Bombenangriffen, wurden als Partisanen unerbittlich gejagt und ermordet. Städte wurden zerstört, Dörfer niedergebrannt. Auf alten Fotografien ragen nur noch verkohlte steinerne Kamine aus einer verwüsteten Landschaft.

Es werden am Ende 27 Millionen Tote sein, die die Völker der Sowjetunion zu beklagen hatten. 27 Millionen Menschen hat das nationalsozialistische Deutschland getötet, ermordet, erschlagen, verhungern lassen, durch Zwangsarbeit zu Tode gebracht. 14 Millionen von ihnen waren Zivilisten.

Niemand hatte in diesem Krieg mehr Opfer zu beklagen als die Völker der damaligen Sowjetunion. Und doch sind diese Millionen nicht so tief in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt, wie ihr Leid, und unsere Verantwortung, es fordern.

Dieser Krieg war ein Verbrechen – ein monströser, verbrecherischer Angriffs- und Vernichtungskrieg. Wer heute an seine Schauplätze geht, wer Menschen begegnet ist, die von diesem Krieg heimgesucht wurden, der wird an den 22. Juni 1941 erinnert – auch ohne Gedenktag und Mahnmal.

Spuren dieses Krieges finden sich in alten Menschen, die ihn als Kinder erlebten, und in den jüngeren, in ihren Enkeln und Urenkeln. Man findet sie von der Weißmeerküste im Norden bis zur Krim im Süden, von den Ostsee-Dünen im Westen bis Wolgograd im Osten. Es sind Zeichen des Krieges, Zeichen der Zerstörung, Zeichen des Verlustes.

Zurück blieben Massengräber – „Brudergräber“, wie man auf Belarusisch, Ukrainisch und Russisch sagt.

Das Morden ging in der Etappe weiter. Der Wehrmachtssoldat Paul Hohn, stationiert im belarusischen Berasino, notiert am 31. Januar 1942 in seinem Tagebuch: „Es ist 15 Uhr. Seit einer Stunde werden alle noch hier wohnenden Juden, 962 Personen, Frauen, Greise und Kinder erschossen. […]. Endlich. Ein Kommando von 20 Stapos vollzieht die Aktion. 2 Mann schießen immer in Abwechslung. Die Juden gehen im Gänsemarsch […] durch den Schnee […] zur Grube, in die sie hintereinander hineinsteigen und der Reihe nach im Liegen erschossen werden. […] So wird die Pest ausgerottet. Vom Fenster meiner Arbeitsstelle ist das Ghetto auf 500 m zu sehen und Schreie und Schüsse gut wahrnehmbar. Schade, dass ich nicht dabei [bin].“

Jeder Krieg bringt Verheerung, Tod und Leid. Doch dieser Krieg war anders.

Es war deutsche Barbarei. Er hat Millionen Menschenleben gekostet, er hat den Kontinent verwüstet, und er hat – in seiner Folge – die Welt über Jahrzehnte geteilt.

Der Krieg und sein Erbe haben auch unsere Erinnerung geteilt. Und diese Teilung ist auch drei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht überwunden. Sie bleibt eine Last für die Zukunft. Das zu ändern, ist unsere Aufgabe, eine Aufgabe, für die wir über die Grenzen hinweg dringend mehr Anstrengung leisten müssen – der Vergangenheit wegen, vor allem aber für eine friedliche Zukunft kommender Generationen auf diesem Kontinent! Deshalb sind wir heute hier, an einem historischen Ort, in einem Museum, getragen von 17 Institutionen aus vier Nationen. Ihre vier Fahnen wehen draußen vor dem Haus.

Auch dort, wo die sichtbaren Spuren des Krieges heute verwischt oder vom Gestrüpp eines verhängnisvollen Jahrhunderts überwuchert sind, von den Jahren des Stalinismus, des Kalten Krieges, vom Ende der Sowjetunion – da kann man die Spuren dennoch wahrnehmen. Der Krieg bleibt spürbar – wie eine Narbe, über die man mit den Fingern streicht.

Doch tun wir Deutsche das? Schauen wir überhaupt dorthin, in den viel zu unbekannten Osten unseres Kontinents?

Wer in Deutschland kennt Malyj Trostenez bei Minsk, wo zwischen 1942 und 1944 mindestens 60.000 Menschen ermordet worden sind? Oder das Dörfchen Chatyn, das im Frühling 1943 dem Erdboden gleichgemacht, und sämtliche Einwohner getötet wurden – die Hälfte von ihnen Kinder? Wer weiß von Korjukiwka in der Nordukraine, wo innerhalb von zwei Tagen 6.700 Männer, Frauen und Kinder der größten und brutalsten Strafaktion des Zweiten Weltkrieges zum Opfer fielen?

Wer kennt die Stadt Rshew, unweit von Moskau, wo die Rote Armee in einer nicht enden wollenden Schlacht – allein dort – mehr als eine Million Tote und Verwundete zu beklagen hatte?

Wer kennt das Städtchen Mizocz, vor dessen Toren die jüdischen Bewohner an einem einzigen Tag erschossen wurden, am 14. Oktober 1942? Nur noch fünf Fotografien des deutschen Gendarmen Gustav Hille erinnern an den Ort des Verbrechens, der heute eine sanfte, hügelige Wiesenlandschaft ist.

„Stille und Schweigen liegen über den Toten, die unter den eingestürzten, von Gras überwucherten Heimstätten begraben sind. Die Stille ist schlimmer als Tränen und Flüche.“ So schreibt Wasili Grossman im Herbst 1943.

Doch über der Stille kann man sie hören: die Geschichten der Überlebenden, der sowjetischen Kriegsgefangenen, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der vertriebenen und um ihr Hab und Gut beraubten Zivilisten, der Rotarmisten, die die Wehrmacht zurückdrängen und bezwingen sollten. Einer von ihnen war David Dushman, der als letzter Befreier von Auschwitz vor wenigen Tagen verstorben ist – wie Boris Popov im Alter von 98 Jahren. Auch er hat zeit seines Lebens Zeugnis gegeben.

Ja, dieser Krieg wirft einen langen Schatten, und in diesem Schatten stehen wir bis heute.

In einem Brief an seine Frau schreibt Helmuth James Graf von Moltke, der im August 1941 in der Völkerrechtsabteilung im Oberkommando der Wehrmacht arbeitet, „die Nachrichten aus dem Osten sind wieder schrecklich.“ […] „Hekatomben von Leichen“ liegen „auf unseren Schultern“. Immer wieder höre man Nachrichten von Gefangenen- und Judentransporten, von denen nur zwanzig Prozent ankämen. Immer wieder höre man, dass in Gefangenenlagern Hunger herrsche, Typhus und andere Mangelepidemien.

Der Krieg, von dem von Moltke berichtet hat, ließ jedes menschliche Maß hinter sich. Aber es waren Menschen, die ihn erdacht und vollstreckt haben. Es waren Deutsche.

Und so hinterlässt er uns – Generation um Generation aufs Neue – die quälende Frage: Wie konnte es dazu kommen? Was haben unsere Vorfahren gewusst? Was haben sie getan?

Nichts, was damals weit im Osten geschah, geschah zufällig. Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei, des SD, der Waffen-SS und ihrer Helfer bahnten sich nicht planlos und brandschatzend ihren Weg. Sie folgten dem Vernichtungswahn und den mörderischen Plänen, die im Reichssicherheitshauptamt und in den zuständigen Reichsministerien erarbeitet worden sind. Und sie folgten der Wehrmacht, deutschen Soldaten, die zuvor schon die Bevölkerung beraubt, drangsaliert oder als vermeintliche Partisanen getötet hatte. Der verbrecherische Angriffskrieg trug die Uniform der Wehrmacht. An seinen Grausamkeiten hatten auch Soldaten der Wehrmacht teil. Lange, zu lange haben wir Deutsche gebraucht, uns diese Tatsache einzugestehen.

Die Pläne, denen die deutschen Soldaten folgten, hießen „Generalplan Ost“, „Hunger- oder Backe-Plan“, und erhoben Unmenschlichkeit zum Prinzip. Es waren Pläne, die das Ausbeuten und Aushungern von Menschen, ihre Vertreibung, Versklavung und schließlich ihre Vernichtung zum Ziel hatten.

Beamte im Reichssicherheitshauptamt planten mit zynischer Sorgfalt die Vernichtung. Sie planten einen Krieg, der die gesamte sowjetische Bevölkerung – die gesamte sowjetische Bevölkerung – zum Gegner erklärte: vom Neugeborenen bis zum Greis. Dieser Gegner sollte nicht nur militärisch geschlagen werden. Er sollte den Krieg, der ihm aufgezwungen wurde, selbst bezahlen, mit seinem Leben, seinem Besitz, mit allem, was seine Existenz ausmachte. Der gesamte europäische Teil der Sowjetunion, ganze Landstriche der heutigen Ukraine und Belarus‘, sollten – ich zitiere aus den Befehlen – „gesäubert“ werden, und vorbereitet für eine deutsche Kolonisierung. Millionenstädte wie Leningrad, das heutige Sankt Petersburg, Moskau oder Kiew sollten dem Erdboden gleichgemacht werden.

Auch die sowjetischen Kriegsgefangenen sah man nicht als Gefangene. Sie waren keine Kameraden – in dieser Sicht. Sie wurden ihres Menschseins beraubt – entmenschlicht. Die Wehrmacht, die die Verantwortung für die Gefangenen trug, hatte nicht die Absicht, sie zu ernähren, sie „durchzufüttern“, wie es damals hieß. Und die deutsche Generalität widersprach Hitlers Absicht nicht, die Wehrmacht zu Vollstreckern dieses Verbrechens zu machen. „Nichtarbeitende Kriegsgefangene haben zu verhungern.“ So angeordnet vom Generalquartiermeister des deutschen Heeres im November 1941.

Boris Popov, von dem ich erzähle, hungert in vier verschiedenen deutschen Lagern, vom ersten bis zum letzten Tag seiner Gefangenschaft. In Drosdy, so erzählt er, bekommen sie erst nach zwölf Tagen einen halben Liter Balanda, eine Wassersuppe, die sie aus einer gusseisernen Wanne schöpfen, an der deutsche Aufseher sie vorbeitreiben.

Zum Hunger kommen todbringende hygienische Umstände. Ungeziefer, Seuchen und Krankheiten verbreiten sich. Der Kriegsgefangene Nikolaj Nikolajewitsch Danilow berichtet: „Kranke und Gesunde lagen durcheinander. Über unsere Körper krochen Läuse und Ratten.“

In der Ausstellung, die wir heute hier eröffnen, kann man ein scheinbar harmloses Foto sehen. Es zeigt hunderte Bäume, die in den Himmel ragen. Bei genauem Hinsehen erkennt man: Es sind Bäume ohne Blätter, ohne Zweige, ohne Rinde. Sowjetische Kriegsgefangene haben sie mit bloßen Händen von den Stämmen gekratzt, um nicht den Hungertod zu sterben. Das Foto vermittelt uns eine Ahnung vom Grauen dieser Lager. Es stammt aus Schloss Holte-Stukenbrock in Ostwestfalen. Auch ein Ort dieser Verbrechen, nur eben nicht weit im Osten, sondern keine Stunde von meinem Heimatort entfernt – von dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, und wo ich in meiner Schulzeit auch nichts erfahren habe über das, was weniger als zwei Jahrzehnte vorher dort geschehen war.

Nach Drosdy wird Boris Popov in das ehemalige Stammlager 352 in Masjukowschtschina verbracht, heute ein Stadtteil von Minsk. 80.000 Kriegsgefangene kommen allein hier ums Leben. Doch Popov hat Glück, er muss arbeiten, als Hilfskraft in der Poststelle der Militärverwaltung. Anfang 1942 wird er in ein Lager in Gomel überführt, zwei Monate später ins Stammlager IV B hier nach Brandenburg.

Boris Popov erlebt seine Befreiung am 23. April 1945 in Mühlberg an der Elbe. Es ist eine Ausnahme. Fast sechs Millionen Frauen und Männer der Roten Armee gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Mehr als die Hälfte von ihnen kam ums Leben – die meisten in den Sammellagern des Ostens.

Nach der Befreiung kann Boris Popov – zum ersten Mal in vier Jahren – seiner Mutter einen Brief schreiben. Nach Leningrad. Er weiß nicht, ob sie noch lebt. Eine Million Leningrader sind während der deutschen Blockade verhungert. Vor einigen Jahren hat Daniil Granin im Deutschen Bundestag vom Grauen der Blockade berichtet: „Der Tod“, sagte er, „kam leise, mucksmäuschenstill, tagein und tagaus, Monat um Monat alle 900 Tage lang. Wie wollte man dem Hunger entgehen? […] Man kratzte den Leim von den Tapeten und kochte Ledergürtel. Die Chemiker in den Instituten destillierten Firnis. Man aß Katzen und Hunde.“ Unvorstellbares diente in der blockierten Stadt als Nahrung. Daniil Granin hat in seiner unvergesslichen Rede von Grausamkeiten berichtet, die mir als Präsident dieses Landes nur schwer über die Lippen kommen.

Auch dieses absichtsvolle Vorgehen, die Stadt nicht etwa einzunehmen, sondern in 900 Tagen der Blockade auszuhungern, war – ich habe es zuvor zitiert, Teil des sogenannten Hungerplans.

Boris Popovs Mutter überlebt die Blockade. 1946 kehrt Boris Popov nach Leningrad zurück. Er kann sein Studium abschließen, heiratet und zieht mit seiner Frau nach Minsk, wo er als Chefingenieur im Filmstudio Belarusfilm arbeitet. Und als solcher reist er in den siebziger Jahren sogar noch einmal zurück nach Deutschland.

Es ist eine ergreifende Lebensgeschichte, die Boris Popov uns hinterlassen hat. Doch lange wollte man sie überhaupt nicht hören. In der Sowjetunion nicht, wo er bis 1975 darum kämpfen musste, als ehemaliger Kriegsgefangener überhaupt als Kriegsteilnehmer anerkannt zu werden. Und auch in Deutschland nicht. Das schwere Schicksal der eigenen, der deutschen Soldaten, die in sowjetischer Kriegsgefangenschaft waren, überlagerte das Interesse am Schicksal der sowjetischen. Bei manch einem erleichterte es in der unmittelbaren Nachkriegszeit womöglich auch das deutsche Gewissen.

Doch die Verbrechen, die von Deutschen in diesem Krieg begangen wurden, lasten auf uns. Auf den Nachkommen der Opfer ebenso wie auf uns, der heutigen Generation. Bis heute. Es lastet auf uns, dass es unsere Väter, Großväter, Urgroßväter sind, die diesen Krieg geführt, die an diesen Verbrechen beteiligt waren. Es lastet auf uns, dass zu viele Täter, die schwerste Schuld auf sich geladen hatten, nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Es lastet auf uns, dass wir den Opfern im Osten unseres Kontinents viel zu lange Anerkennung, auch Anerkennung durch Erinnerung, verwehrten.

Und vergessen wir am heutigen Tage nicht: Auch in uns selbst, in unseren eigenen Familiengeschichten wirkt bis heute das Leiden, das Grauen dieses Krieges und seiner Folgen – ich rede über Vertreibung, ich rede über Teilung, ich rede über Besatzung. Es sind die Alten unter uns, die den Krieg noch als Kinder erlebt haben. Es sind ihre Väter, die in ihm kämpften. Es sind ihre Mütter, Frauen, die Schlimmes erlitten haben, auch durch die vorrückende Rote Armee. Viele der Väter sind, wie man vor einigen Jahren noch sagte, „in Russland geblieben“. Sie sind gefallen, vermisst oder in der Gefangenschaft ums Leben gekommen. Auch auf den Wegen dieser vaterlosen Generation liegt der Schatten dieses Krieges.

Wer Licht in diese Erinnerungsschatten bringen will, der muss keine weite Strecke zurücklegen – sie finden sich vor unserer Haustür. Es sind nicht nur die ehemaligen Kriegsgefangenenlager wie Stukenbrock in Westfalen oder Sandbostel in Niedersachsen, das ich vor wenigen Tagen besucht habe. Es gibt in Deutschland über 3.500 Grabstätten sowjetischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener. Das Museum Karlshorst hat all diese Orte zusammengetragen und eine Landkarte erarbeitet. So wie die Gedenkstätten des Zweiten Weltkrieges im Westen besucht werden, so würde ich mir wünschen, dass junge Menschen auch die vergessenen Orte im Osten unseres Kontinents aufsuchen. Das wäre ein so wichtiger Beitrag für gemeinsames Erinnern.

Niemandem fällt es leicht, sich die Schrecken der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen, natürlich nicht. Aber verdrängte Erinnerung, nicht eingestandene Schuld wird niemals leichter, im Gegenteil, sie wird zu einer immer schwereren Last.

Wir sollten uns erinnern, nicht, um heutige und künftige Generationen mit einer Schuld zu belasten, die nicht die ihre ist, sondern um unserer selbst willen. Wir sollten erinnern, um zu verstehen, wie diese Vergangenheit in der Gegenwart fortwirkt. Nur wer die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart lesen lernt, nur der wird zu einer Zukunft beitragen können, die Kriege vermeidet, Gewaltherrschaft ablehnt und ein friedliches Zusammenleben in Freiheit ermöglicht.

Und deshalb sollten wir wissen, dass Orte wie Mizocz, Babyn Jar und Korjukiwka in der Ukraine, wie Rshew in Russland, wie Malyj Trostenez und Chatyn in Belarus, dass diese vergessenen Orte auch Orte deutscher Geschichte sind.

Dass nach allem, was geschehen ist, Deutsche heute von den Menschen in Belarus, in der Ukraine oder Russland – gerade an diesen Orten – gastfreundlich empfangen werden, dass sie willkommen sind, dass man ihnen warmherzig begegnet – das ist nicht weniger als ein Wunder.

Dass ich als deutscher Außenminister vor sechs Jahren, zum Jahrestag des Kriegsendes, in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, feierlich empfangen wurde von einer großen Menge Veteraninnen und Veteranen – aufrecht und stolz in ihren viel zu groß gewordenen Uniformen, die Hand zum militärischen Gruß erhoben, mit Tränen in den Augen – das gehört zu den bewegenden, prägenden Erinnerungen meines Lebens.

Meine Bitte ist: Machen wir uns an diesem Tag, an dem wir an Abermillionen Tote erinnern, auch gegenwärtig, wie kostbar die Versöhnung ist, die über den Gräbern gewachsen ist.

Aus dem Geschenk der Versöhnung erwächst für Deutschland große Verantwortung. Wir wollen und wir müssen alles tun, um Völkerrecht und territoriale Integrität auf diesem Kontinent zu schützen, und für den Frieden mit und zwischen den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion zu arbeiten.

Boris Popov erhielt 2007 Post von dem deutschen Verein Kontakte-Kontakty. Man bat ihn, seine Geschichte in einem Brief zu erzählen. Dieser erste Brief war der Anfang. Bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr hielt Boris Popov Vorträge und Reden, sprach als Zeitzeuge in Schulen und vor Publikum in Belarus und Deutschland. Im März 2020, wenige Monate vor seinem Tod, wurde ihm in Minsk das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ich weiß, dass Soja Michajlowna Popowa, die Witwe von Boris Popov, und ihre Enkelin, uns jetzt gerade per Livestream in Minsk zuschauen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle einen ganz herzlichen Gruß zusenden.

Auf die Frage eines Berliner Schülers, was er fühle, wenn er an die Zeit seiner Gefangenschaft denke, sagte Boris Popov einmal:

„Es ergibt sich zwingend die Frage: Wäre es nicht für die Menschheit Zeit, Kriege grundsätzlich abzulehnen und im Verhältnis gegenseitiger Achtung auch noch so komplizierte Fragen friedlich zu lösen?“

Das ist die Frage, die Boris Popov uns gestellt hat.

Mein Eindruck ist: Europa war einer Antwort schon einmal näher als heute. Es gab vor Jahrzehnten, trotz Spannungen und Blockkonfrontation, auch einen anderen Geist, auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Ich meine den Geist von Helsinki. Inmitten der gegenseitigen Drohung mit nuklearer Vernichtung entstand ein Prozess, der durch Anerkennung gemeinsamer Prinzipien und durch Zusammenarbeit einen neuen Krieg vermeiden wollte und vermeiden half. Dieser Weg, der bis zur Schlussakte von Helsinki führte, liegt jetzt fast ein halbes Jahrhundert zurück. Er war weder einfach noch gradlinig. Aber es war ein Weg, der wegführte von der Logik der Eskalation und der Gefahr wechselseitiger Vernichtung. Wenn Sie so wollen, ein langer und steiniger Weg. Aber viel mehr als steinige Wege fürchte ich Stillstand und Entfremdung.

Ich mache mir große Sorgen, dass die leidvolle Geschichte, an die wir heute erinnern, selbst mehr und mehr zur Quelle von Entfremdung wird. Wenn der Blick zurück auf eine einzige, nationale Perspektive verengt wird, wenn der Austausch über unterschiedliche Perspektiven der Erinnerung zum Erliegen kommt oder er verweigert wird, dann wird Geschichtsschreibung zum Instrument neuer Konflikte, zum Gegenstand neuer Ressentiments. Und deshalb bleibt meine Überzeugung: Geschichte darf nicht zur Waffe werden!

Denn uns eint doch dies: Wir erinnern nicht mit dem Rücken zur Zukunft, sondern wir erinnern mit dem Blick nach vorn, mit dem klaren und lauten Ruf: Nie wieder ein solcher Krieg! Ich weiß, dass ich diesen Ruf mit vielen, vielen Menschen in Polen und den baltischen Staaten, in der Ukraine, in Belarus und in Russland teile, in allen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. An Sie, an die Bürgerinnen und Bürger all der Länder, die unter dem deutschen Vernichtungskrieg gelitten haben, richte ich heute mein Wort:

Lassen Sie und lassen wir nicht zu, dass wir einander von neuem als Feinde begegnen; dass wir den Menschen im Anderen nicht mehr erkennen. Lassen wir nicht zu, dass die das letzte Wort haben, die der nationalen Überheblichkeit, der Verachtung, der Feindschaft, der Entfremdung das Wort reden. Die Erinnerung soll uns einander näherbringen. Sie darf uns nicht von Neuem entzweien.

Hier, in diesem Haus, wurde das Kriegsende besiegelt. Für unser Land und für diese Stadt wird Karlshorst deshalb immer ein besonderer Ort sein – ein Ort der Erinnerung.

Bei allen politischen Differenzen, bei allem notwendigen Streit über Freiheit und Demokratie und Sicherheit muss Platz sein für Erinnerung. Deshalb bin ich heute hier.

Erinnerung an Vergangenes heilt nicht die Wunden, die in der Gegenwart geschlagen werden – aber die Gegenwart tilgt auch niemals die Vergangenheit. So oder so lebt Vergangenes in uns fort: entweder als verdrängte Geschichte, oder als eine Geschichte, die wir annehmen. Zu lange haben wir Deutsche das mit Blick auf die Verbrechen im Osten unseres Kontinents nicht getan. Es ist an der Zeit, das nachzuholen.

Und darum sind wir heute hier in Karlshorst. Wir sind hier, um an 27 Millionen Tote zu erinnern – an 14 Millionen zivile Opfer.

Wir sind hier, um an den ungeheuren Beitrag der Frauen und Männer zu erinnern, die in den Reihen der Roten Armee gegen Nazideutschland gekämpft haben.

Wir blicken auf ihren Mut und ihre Entschlossenheit; auf die Millionen, die gemeinsam mit den amerikanischen, britischen und französischen Alliierten und vielen anderen ihr Leben eingesetzt und viele von ihnen verloren haben, für die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Ich bezeuge meinen tiefen Respekt für ihren Kampf gegen – wie Yehuda Bauer schreibt – „das schlimmste Regime, das diesen Planeten je geschändet hat“.

Ich verneige mich in Trauer vor den ukrainischen, belarusischen und russischen Opfern – vor allen Opfern der ehemaligen Sowjetunion.

Arbeiten wir für eine andere, für eine bessere Zukunft. Es liegt in unser aller Hände.

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soziale Kosten der fossilen Emissionen

Social Cost of Emissions

Soziale Kosten der Emissionen:

‚Eine der wichtigsten Zahlen, von der noch niemand gehört hat‘
Eine Analyse für Friends of the Earth findet heraus, dass die sozialen Kosten von CO2 mindestens das 15-fache der aktuellen Zahl der Biden-Administration betragen, die Anfang nächsten Jahres fertiggestellt werden soll.

Jessica Corbett, Redakteurin
22. Juni 2021

Eine neue Analyse, die der Biden-Administration im Namen der Advocacy-Gruppe Friends of the Earth übermittelt wurde, hebt die Bedenken darüber hervor, wie die US-Regierung die sozialen Kosten der Emissionen der Erderwärmung berechnen wird – offizielle Zahlen, die die Politik und Ausgabenentscheidungen erheblich beeinflussen können.

Der Kommentar (pdf), der an das Office of Management and Budget geschickt wurde – verfasst von Experten der Applied Economics Clinic (AEC), einer in Massachusetts ansässigen gemeinnützigen Beratungsgruppe – kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung um Beiträge zur Bestimmung der sozialen Kosten von Treibhausgasen (SC-GHG) bittet.

„Die sozialen Kosten der Treibhausgase sind eine der wichtigsten Zahlen, von denen noch niemand etwas gehört hat“, sagte Karen Orenstein, Direktorin des Klima- und Energieprogramms bei Friends of the Earth (FOE) U.S., in einer Stellungnahme am Dienstag.

„Wenn die USA ihren fairen Anteil an den globalen Anstrengungen zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius übernehmen würden“, fügte sie hinzu und bezog sich dabei auf das ehrgeizigere Ziel des Pariser Abkommens, „wären die Kosten für eine Tonne Treibhausgasemissionen so hoch, dass eine staatliche Unterstützung für klimaschädliche Investitionen nicht in Frage käme.“

Die US-Regierung hat bereits 2010 damit begonnen, die sozialen Kosten von Kohlendioxid (CO2) zu berücksichtigen, und hat schließlich auch die Kosten von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) miteinbezogen.

Wie Undark im März ausführte, „setzt dieses scheinbar obskure Konzept eine Zahl darauf, wie viel Schaden eine Tonne Kohlendioxid, die heute emittiert wird, in der Zukunft anrichten wird, um zu zeigen, wie viel eine bestimmte Klimapolitik der Wirtschaft auf lange Sicht nützen würde.“

„Die aktuelle Aktualisierung der bundesstaatlichen SC-GHG-Werte ist eine wichtige Gelegenheit, die globale Verantwortung der Vereinigten Staaten anzusprechen, bei aggressiven Maßnahmen zum Stoppen des Klimawandels die Führung zu übernehmen.“
-Elizabeth Stanton, AEC

Tamma Carleton, eine Umweltökonomin an der Universität von Kalifornien, Santa Barbara, sagte dem Outlet, dass „die sozialen Kosten von Kohlenstoff unglaublich wichtig sind, weil sie es Politikern oder anderen Entscheidungsträgern ermöglichen, die Kosten und den Nutzen jeder Klimapolitik auf ein gleiches Niveau zu stellen.“

„Es geht nicht um die Umwelt gegen die Wirtschaft – der Klimawandel hat messbare Auswirkungen auf die Wirtschaft – also geht es wirklich darum, zu messen, was das Beste für die Gesellschaft ist“, während man eine kluge Politik wählt, erklärte Carleton.

Mit einem Erlass an seinem ersten Tag im Amt hat Präsident Joe Biden die Interagency Working Group on the Social Cost of Greenhouse Gases wieder einberufen, die sein Vorgänger 2017 aufgelöst hatte.

Im Einklang mit Bidens Anordnung – gegen die republikanisch geführte Bundesstaaten geklagt hatten – veröffentlichte die Arbeitsgruppe (pdf) im darauffolgenden Monat vorläufige Schätzungen für die sozialen Kosten von Treibhausgasen, soll aber ihre Zahlen bis Januar 2022 finalisieren und den Prozess zur regelmäßigen Überarbeitung dieser Zahlen bis zum nächsten Juni festlegen.

„Die aktuelle Aktualisierung der bundesstaatlichen SC-GHG-Werte ist eine wichtige Gelegenheit, die globale Verantwortung der Vereinigten Staaten anzusprechen, bei aggressiven Maßnahmen zum Stoppen des Klimawandels die Führung zu übernehmen“, sagte Elizabeth Stanton, Direktorin und leitende Ökonomin bei der AEC, am Dienstag.

In ihrer Analyse für FOE fanden Stanton und ihre AEC-Kollegen heraus, dass die sozialen Kosten von CO2 mindestens das 15-fache des aktuellen Wertes der Biden-Administration von 51 Dollar pro Tonne betragen.

Der Kommentar der AEC betont, dass „die sozialen Kosten des Klimawandels – zerstörte Existenzen und Häuser, negative Auswirkungen auf die Gesundheit und verlorene Leben, eingeschränkter Zugang zu Nahrungsquellen und sauberem Wasser – ein entscheidender Input für die politische Analyse sind, die sowohl bestimmt, wie viel die US-Bundesregierung bereit ist, für uns auszugeben, um diese ernsten, irreversiblen Auswirkungen zu vermeiden, als auch wie wenig sie für die Subventionierung fossiler Brennstoffe ausgeben sollte.“

Wie die Analyse erklärt:

Allein die Vereinigten Staaten emittieren jedes Jahr mehr als 6,5 Milliarden Tonnen CO2. Die Folgen, wenn man den Klimaschaden einer einzigen zusätzlichen Tonne Treibhausgasemissionen unterschätzt, sind fatal. Je niedriger dieser Wert angesetzt wird, desto weniger gibt die US-Bundesregierung für die Eindämmung des Klimawandels aus“, so die AEC weiter. „Das bedeutet weniger Dringlichkeit und Ehrgeiz bei der Bewältigung der Klimakrise und folglich verheerendere Auswirkungen auf Leben und Lebensgrundlagen in den Vereinigten Staaten – vor allem in Gemeinden, die der Umweltgerechtigkeit verpflichtet sind – und auf der ganzen Welt – vor allem in Entwicklungsländern.

Die vorläufigen Schätzungen der Biden-Administration, so heißt es in der Stellungnahme, „stellen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem offenen Versuch der Trump-Administration dar, die SC-GHGs auf so nahe wie möglich an null Dollar pro Tonne zu reduzieren und damit effektiv zu argumentieren, dass Treibhausgase nur wenig oder gar keinen Schaden für die menschliche Gesellschaft verursachen.“

Allerdings muss die Arbeitsgruppe „die Gerechtigkeit zwischen den Generationen und zwischen den Regionen (sowohl innerhalb der USA als auch international) effektiver berücksichtigen, die Abwertung zukünftiger Klimaschäden reduzieren und sicherstellen, dass die SC-GHG-Werte auf Zielen basieren, die den Temperaturanstieg unter dem Niveau halten, das von Wissenschaftlern als entscheidend für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation, wie wir sie kennen, identifiziert wurde“, so die Analyse weiter.

Die spezifischen Vorschläge von AEC und FOE an die Biden-Administration beinhalten:

Schätzen Sie die Klimaschäden mit einem einzigen Modell: Verwenden Sie ein komplexes Modell, das in einem öffentlichen Prozess überprüft wurde und grüne Investitionen als Segen für das Wirtschaftswachstum einschließt.
Klimaschäden auf der ganzen Welt einbeziehen: Weltweite Klimaschäden in die SC-GHG-Bewertung einbeziehen.
Bewertung weit in der Zukunft liegender Klimaauswirkungen: Verwenden Sie einen Abzinsungssatz von 1% (oder niedriger), der im Laufe der Zeit schrumpft, um die ethische Verpflichtung heutiger Generationen gegenüber zukünftigen Generationen zu repräsentieren.
Legen Sie allen Menschen, allen Familien und allen Gemeinschaften den gleichen Wert bei: AEC und FOE empfehlen nachdrücklich gegen Modellierungspraktiken, die ein verlorenes Menschenleben oder andere Klimaschäden im Verhältnis zum lokalen Einkommen oder zur Wirtschaftsleistung gewichten.
Setzen Sie faire und effektive Emissionsreduktionsziele: Beginnen Sie die SC-GHG-Modellierung mit nationalen Emissionsminderungsniveaus, die durch wissenschaftliche Analysen, historische Verantwortung und Handlungsfähigkeit bestimmt werden, um mit einer hohen Wahrscheinlichkeit den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°Celsius zu begrenzen.
Einen klaren Prozess für die Aktualisierung der SC-GHGs im Laufe der Zeit haben: Die SC-GHG-Schätzungen sollten alle fünf Jahre in einem dreistufigen Prozess aktualisiert werden, der eine Überprüfung der zugrundeliegenden Daten, eine Kommentierungsfrist und eine Überprüfung der SC-GHG-Methodik umfasst, wobei die gefährdeten Gemeinschaften in den Kommentierungsprozess einbezogen werden.

Heather Boushey, ein Mitglied von Bidens Council of Economic Advisers, schrieb im Februar im Namen der Co-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, dass „diese Regierung der Wissenschaft folgen und auf die Experten hören wird“, obwohl sie anerkennt, dass „ein vollständigeres Update, das den besten wissenschaftlichen Erkenntnissen folgt, Zeit braucht“.
Unser Werk ist lizenziert unter Creative Commons (CC BY-NC-ND 3.0). Sie können es gerne neu veröffentlichen und weitergeben.

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„Zeit“-Gastbeitrag: Putin erhebt Vorwürfe gegen EU und Nato

„Zeit“-Gastbeitrag: Putin erhebt Vorwürfe gegen EU und Nato

Russlands Präsident Putin
Der russische Präsident Wladimir Putin hält seine Rede vor Mitgliedern der Staatsduma, dem Unterhaus des russischen Parlaments, im Großen Kremlpalast.

„Zeit“-Gastbeitrag: Putin erhebt Vorwürfe gegen EU und Nato

  • Am 22. Juni 1941 überfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion und ein verheerender Vernichtungskrieg der Wehrmacht begann.
  • Bei Gedenkveranstaltungen in Russland, der Ukraine, Belarus und weiteren Staaten wurde an das Ereignis erinnert.
  • Wladimir Putin nutzte einen Gastbeitrag in der „Zeit“, um sich für bessere Beziehungen mit Europa auszusprechen – kritisierte aber auch die EU und die Nato scharf.

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich anlässlich des 80. Jahrestags des Überfalls von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion in einem deutschsprachigen Gastbeitrag für bessere Beziehungen mit Europa ausgesprochen – aber auch Vorwürfe gegen EU und Nato erhoben.

Es gebe viele gemeinsame Interessen wie Sicherheit, strategische Stabilität, Klima- und Umweltprobleme, schrieb Putin in dem Text, den die Zeitung „Die Zeit“ am Dienstag veröffentlichte.

Putin: Europa hat „bewaffneten Staatsstreich“ in der Ukraine unterstützt

„Die Grundursache des zunehmenden gegenseitigen Misstrauens in Europa lag im Vorrücken des Militärbündnisses gen Osten“, kritisierte Putin in dem Beitrag, der laut „Zeit“ zuerst auf Russisch und dann auf Deutsch in der Redaktion eingetroffen war. Europa warf er vor, einen „bewaffneten verfassungswidrigen Staatsstreich“ in der Ukraine unterstützt zu haben.

Der Kremlchef erinnerte daran, dass mit dem Angriff der Nazis am 22. Juni 1941 für das sowjetische Volk der Große Vaterländische Krieg begonnen hatte – „der blutigste in der Geschichte unseres Landes“.

Er lobte „den Mut und die Standhaftigkeit der Helden der Roten Armee und der Arbeiter daheim“, die nicht nur ihr Vaterland, sondern auch Europa und die ganze Welt vor Versklavung gerettet hätten.

Zahlreiche Gedenkveranstaltungen anlässlich des Überfalls auf die Sowjetunion

Wladimir Putin
Wladimir Putin, Präsident von Russland, begrüßt am 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion russische Veteranen während einer Zeremonie zum Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs am Grabmal des unbekannten Soldaten.

Mit Gedenkveranstaltungen haben Russland, die Ukraine, Belarus und andere Staaten an den Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion vor 80 Jahren erinnert. In Berlin besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag das sowjetische Ehrenmal Schönholzer Heide und legte einen Kranz nieder. Der Angriff durch die Nazis am 22. Juni 1941 markierte für die Kommunisten den Beginn des Großen Vaterländischen Krieges.

Wladimir Putin legte in Moskau Blumen am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer nieder. Der Platz war weiträumig abgesperrt und nur für ausgewählte Besucher zugänglich. Auch der AfD-Spitzenkandidat und Fraktionsvize Tino Chrupalla, der in dieser Woche in der russischen Hauptstadt zu Besuch ist, brachte dort seinem Sprecher zufolge am Nachmittag einen Kranz vorbei.

Weiße Luftballons über Belarus

In der Ukraine gedachte Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Hauptstadt Kiew der Opfer des Zweiten Weltkriegs und hielt eine Schweigeminute ab. In Belarus kamen Tausende Menschen noch im Morgengrauen zur Festung in Brest im Westen des Landes an der Grenze zu Polen. Zu Ehren gefallener Soldaten seien weiße Luftballons in den Himmel aufgestiegen, meldete die Staatsagentur Belta.

Belarus

Protassewitschs Freundin wird festgehalten – Vater bittet um Begnadigung

Der Historiker Matthias Uhl zeigte sich unterdessen besorgt angesichts des Umgangs mit dem Zweiten Weltkrieg in Russland. „Es wird auf eine strikte Gesetzgebung zurückgegriffen, die Lesarten vorschreiben möchte“, sagte der Experte am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Moskau. So ist es per Gesetz nun etwa verboten, die Diktaturen von Adolf Hitler und Josef Stalin zu vergleichen. Wer sich abfällig über frühere Angehörige der Roten Armee äußert, riskiert eine Strafverfolgung wegen Veteranenbeleidigung.

Historiker kritisiert Versuch, „unbeflecktes Bild der Roten Armee“ zu erhalten

„Man sollte Argumentationen und Diskussionen viel mehr Raum geben“, sagte Uhl der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse erlaubt sein, Fragen zu stellen – auch mit Blick darauf, dass der Weltkrieg besonders für junge Generationen immer weiter weg sei.

Im Vordergrund stünden heute Sieg und Heldenverehrung, sagte der Historiker. „Es gibt den Versuch, den Mythos am Leben zu halten – und ein unbeflecktes Bild der Roten Armee zu zeigen und alles auszublenden, von dem man glaubt, dass es das Bild des Sieges trüben könnte.“

Die Sowjetunion hatte mit rund 27 Millionen Toten so viele Opfer zu beklagen wie kein anderes Land im Zweiten Weltkrieg. Der Überfall durch die Nazis markierte den Beginn eines verheerenden Vernichtungskrieges – darunter die Leningrader Blockade, mit der die NS-Führung und die Wehrmacht versuchten, die Bevölkerung der Stadt in den Hungertod zu treiben. (dpa/dh)

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die biologische Produktivität in Heißzeiten und Eiszeiten

bei Eingabe dieser Frage in Ecosia bekomme ich schwierige Auskunft. Etwas polemisch kommt mir diese Seite vor:

So unterlag das Klima schon immer Veränderungen. Heißzeiten, Eiszeiten, Warmzeiten und Kaltzeiten wechseln sich stetig ab und sind der Normalzustand unserer Erde. Selbst der Weltklimarat (IPCC) schreibt auf Seite 774 in seinem Klimabericht von 2001: „Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen, dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich“.

z.B.

06.05.2019 – „Die Arten dieser Erde sichern unser Überleben“  „Von den weltweit bekannten 1,7 Millionen Arten sind aktuell etwa 25 Prozent gefährdet, also circa 425.000. Wir wissen aber: Es gibt weit mehr Arten, die wir noch nicht erforscht haben. Mit den Daten der gut untersuchten Artengruppen wie Vögel oder Säugetiere können wir davon ausgehend im aktuellen Bericht hochrechnen, wie viele Arten es weltweit gibt: Und das sind 8,1 Millionen Arten. Und von diesen ist derzeit ungefähr eine Million vom Aussterben bedroht.“ Ansonsten fand ich in den ersten acht Seiten nicht viel. Bei Wikipedia fand ich den Klimawandel schon vorher, der mir zu zeigen scheint, dass Heißzeiten und Eiszeiten keine Killer sind, sondern mit menschlichem Leben vereinbar. Und der Mensch mit seiner Anpassungsfähigkeit auch durch die Technik kann fast alle Zustände meistern, Voraussetzung ist Kooperation statt Konfrontation…

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Einladungsentwurf für den Flaggen/Manifesttag 2021

https://vimeo.com/manage/videos/570210988/13eac8333c

https://vimeo.com/manage/videos/570210988/13eac8333c

Grußbotschaft von  OB Onay/Hannover zum Flaggentag

Gesendet: Mittwoch, 09. Juni 2021 um 23:22 Uhr
Von: „Frieder Schöbel“ <schoebel@friedenszentrum.info>
An: „Elke Almut Dieter“ <elkdi@gmx.de>, “ Helmut Käß “ <helmut_kaess@web.de>, „Michael.Koellisch@web.de“ <Michael.Koellisch@web.de>, „Constein-Gülde Brigitte“ <brigitte@constein-guelde.de>Betreff: WG: 8.7.21 in Braunschweig Habe ich heute an dieonatsmagazine geschickt. Gruß, Frieder 

Friedenszentrum Braunschweig e.V. – IPPNW Braunschweig – Friedensbündnis Braunschweig – Pax Christi Braunschweig

 

E i n l a d u n g zum Flaggen-/Manifesttag der Mayors for Peace

in der Dornse im Altstadtrathaus Braunschweig

 

Am Donnerstag, 8.07.2021, findet in der Dornse im Rahmen des Flaggentages der Mayors for Peace zum 7. Mal unsere feierliche Veranstaltung statt – auch zur Erinnerung an das Manifest gegen Atomkrieg von Bertrand Russell und Albert Einstein vom 9.07.1955. Mit dem Flaggentag erinnern wir an die Initiative Bürgermeister für den Frieden, die von den Bürgermeistern von Hiroshima und Nagasaki zur Abschaffung aller Atomwaffen gegründet wurde und der weltweit 8.027 (in Deutschland über 700) Kommunen, auch Landkreise, angehören. Das Ziel ist 10.000. Zu diesen gehören neben Braunschweig auch unsere Nachbarn Hannover, Hildesheim, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg.

Wir erinnern damit an das Urteil des Internationalen Gerichtshofs gegen Atom-waffen vom 8.07.1996 und den Atomwaffenverbots-Vertrag der UN von 2017, der am 22.01.2021 völkerrechtlich in Kraft getreten ist und den bisher 53 Staaten ratifiziert haben. Die deutsche Regierung weigert sich bisher beizutreten.

 

Beginn: 18:00 Uhr

Grußwort des Oberbürgermeisters durch Bürgermeisterin Annegret Ihbe
Grußworte weiterer Bürgermeister*innen aus der Umgebung

 

Vortrag Ralf Becker, Koordinator der Initiative SICHERHEIT NEU DENKEN! – Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik, Ev. Landeskirche Baden:

 

„Die aktuelle Friedenskrise –
Wie bewältigen wir die Krisen der Menschheit?“

 

/ Wir bitten Sie um Anmeldung bis spätestens den 5. Juli, 12 Uhr, unter Angabe der Adresse und Telefonnummer an: E-Mail: kontakt@friedenszentrum.info oder
Tel.
0531-893033 (AB und Weiterleitung).
/ Wegen der Platzbeschränkung ist Anmeldung nötig. Mundnasenschutz ist anzulegen. Wir werden auch eine Videoverbindung und einen Livestream anbieten.

 

Deutschland muss dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!

 

 

Mit Friedensgrüßen, Dr. Helmut Käss, Dr. Michael Köllisch, Frieder Schöbel

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eine Sonntagsmorgenlektüre kurz vor Barbarossa: Rußland: Putin

Ihr Lieben

von Matthias Jochheim am 20.6.21 als Sonntagsmorgenlektüre empfohlen:
<https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wladimir-putins-wahres-gesicht-kolumne-a-949edda7-d20a-448d-ae48-3c4b7e601127>

Putins wahres Gesicht“ :Eine Kolumne von Franziska Augstein:

Als Wladimir Putin antrat, bemühte er sich um ein gutes Verhältnis mit dem Westen.

Man hat ihn am ausgestreckten Arm verhungern lassen.

Nun folgt die Quittung.

Die „westliche Wertegemeinschaft“, Stichworte Guantanamo, völkerrechtswidrige Kriege, Kosovo, Nato, Schuldenfalle für den Süden, Julian Assange, Snowden…

Es ist viel in Unordnung im Westen…

Herzliche Grüße, Helmut
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nächtliche Theorien

nächtliche Theorien:

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Essen, Suppenhuhn

Wir haben nett gehaltene Hühner in Dibbesdorf, da traue ich mich ab und zu, eine Suppenhuhn zu ordern und habe mir das Rezept https://schnellkochtopf-rezept.de/huehnersuppe-schnellkochtopf/ angeguckt…

 

Hühnersuppe, https://schnellkochtopf-rezept.de/huehnersuppe-schnellkochtopf/

Anweisungen

  • Huhn waschen
  • Einsatz in den Schnellkochtopf, Huhn drauf legen
  • Salz und Pfeffer dazu.
  • Gemüse putzen, waschen, klein schneiden und in den Topf geben.
  • Auf max. 2/3 (bzw. maximale Füllmenge des Schnellkochtopfs) mit Wasser auffüllen.
  • 20min auf Garstufe 2 kochen lassen.
  • Langsam abdampfen
  • Fleisch entnehmen, von den Knochen befreien und wieder in die Brühe.
  • Abschmecken.

 

Zutaten

  • 1Suppenhuhn
  • 2Zwiebeln
  • 1Lauch
  • Sellerie
  • 3Karotten
  • Salz
  • Pfeffer

 

 

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Eiszeiten und Heißzeiten…

20.Juni 21: Eiszeiten und Heißzeiten…

Seit vielen Millionen von Jahren schwankt die Welt zwischen Eiszeiten und Warmzeiten, siehe den Paläoklimatischer Überblick (und als Video) .

Warum?

Einerseits könnten wir die Tendenz zu Eiszeiten durch das Sterben der Tiere in den Eismeeren erklären, die zu Boden sinken und „CO2 Eis“ bilden. Warum kommt es dann nicht zu dem Phänomen des Schneeballs Erde?  Wodurch kam es dann immer wieder zu Warmzeiten? Durch Vulkanismus, der angeblich in riesigen Feldern zum Beispiel in Sibirien auftrat?

Heißzeiten liegen schon länger zurück. Wir haben jetzt die höchsten Temeraturen in den letzten Millionen Jahren. Aber vor 15 Millionen Jahren war es viel heißer und dass CO2 war viel höher. Dennoch wuchsen Pflanzen und bildete sich Öl und Kohle. Und „der Mensch“ kann sicher mit solchen Situationen auch fertig werden.  Aber Voraussetzung ist Frieden und Kooperation statt Konfrontation. Dann können wir mit fast allen Situationen fertig werden.

Ab jetzt könnte ja die Menschheit für die nächten 700 Mio Jahre  durch eine künstliche Steuerung der effektiven Klimagase mit insbesondere dem CO2 Spiegel die Durchschnittstemperatur lenken, bis die Sonne laut einer Überlegung im Rahmen ihrer Umwandlung zu einem roten Riesen für anhaltende Überhitzung sorgt, bis sie den Planeten sogar verschlingt….

Wenn die Menschheit die Kurve kriegt, kann sie gemäß dem Manifest von Russell und Einstein  die Selbstvernichtung vermeiden und den Weg zu menschlichen Glück auf Grund ihrer Erfindungsfähigkeit finden… Technisch  ist das ja eigentlich kein Problem, nur ihre evoutionär bedingte Psyche droht ihr einen Streich zu spielen… Dann könnte sie auch in einer kühnen Entwicklung jetzt bald den Planeten verlasseu und das Universum besiedeln, sei es mit realen Menschen oder mit Cyborgs oder künstlicher Intelligenz…

 

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Stefan Huth, Gespräch mit Wu Ken, Botschafter: 100 Jahre KP China

junge Welt vom 19.06.2021

Thema Interview: Stefan Huth, Gespräch mit Wu Ken, Botschafter

100 Jahre KP China

»Den Sieg über Corona verdanken wir der Partei«

Vor 100 Jahren wurde die KP Chinas gegründet. Gespräch mit Wu Ken, Botschafter der Volksrepublik in Deutschland

Am 1. Juli wird in der Volksrepublik der 100. Jahrestag der Gründung der KP Chinas begangen. Die Feierlichkeiten finden unter Coronabedingungen statt und infolgedessen mit nur sehr eingeschränkter Teilnahme ausländischer Delegationen. Was ist in Beijing und in den Provinzen geplant?

Die Kommunistische Partei Chinas strebt seit hundert Jahren nach Fortschritt. Sie ist von anfänglich 50 Mitgliedern auf fast 92 Millionen angewachsen, damit zählt sie zahlenmäßig zu den größten Parteien der Welt. Der hundertste Gründungstag in diesem Jahr ist natürlich ein wichtiges politisches Ereignis für China. Entsprechend viele Veranstaltungen wird es geben, darunter einen großen Festakt in Beijing und Ehrungen für herausragende Parteimitglieder – allerdings keine große Militärparade. Parallel wird das Jubiläum auch auf regionalen Ebenen und unter verschiedenen Gesellschaftsgruppen in vielfältiger Form begangen.

Allen Feierlichkeiten gemein ist der strenge Seuchenschutz. Zwar ist die Coronasituation in China seit langer Zeit schon unter Kontrolle, aber ab und zu tauchen neue Infektionsfälle auf. Kürzlich kam es zum Beispiel in der Provinz Guandong zu einigen neuen Ansteckungen, hinzu kommen praktisch täglich Infektionsfälle, die aus dem Ausland hineingetragen werden. Wir müssen das bei den Planungen natürlich berücksichtigen. Feierlich, aber gleichzeitig auch pragmatisch, maßvoll, sicher und geordnet – das ist unsere Devise für die Veranstaltungen in diesem Jahr.

Internationalismus hat in der Arbeiterbewegung traditionell einen hohen Stellenwert. Welche Rolle spielt heute die politische Zusammenarbeit der KP Chinas, deren Mitglied Sie ja sind, mit kommunistischen Parteien anderer Länder?

Austausch und Zusammenarbeit mit kommunistischen und sozialistischen Parteien sind für die KP Chinas sehr wichtig. Gleichzeitig pflegen wir freundschaftliche Beziehungen zu über 560 politischen Parteien in mehr als 160 Ländern, einschließlich sozialistischer Staaten wie Vietnam und Laos. Grundgedanke ist dabei, dass Partner nicht zwangsläufig Gleichgesinnte sein müssen. Es kann auch Unterschiede geben, solange man nach Gemeinsamkeiten sucht.

Zur Zeit ist die Menschheit mit der schwersten Pandemie der letzten einhundert Jahre konfrontiert. China hat weltweit in großem Umfang humanitäre Maßnahmen ergriffen, u. a. Finanz- und Materialhilfe geleistet, medizinisches Personal entsandt und hochverschuldeten Ländern ihre Schulden erlassen. Wir waren die ersten, die sich für Impfstoffe als globales öffentliches Gut stark gemacht haben. Außerdem haben wir geholfen, den Zugang zu und die Erschwinglichkeit von Vakzinen in Entwicklungsländern zu erleichtern, durch Spenden, Exporte, Technologietransfer und Koproduktionen von Impfstoffen – und das trotz begrenzter Kapazitäten und riesiger Nachfrage im eigenen Land. Vor kurzem hat Präsident Xi Jinping auf dem Weltgesundheitsgipfel eine Reihe wichtiger Maßnahmen und Initiativen angekündigt und u. a. den Entwicklungsländern in den kommenden drei Jahren weitere drei Milliarden US-Dollar zur Bewältigung der Pandemie und zum wirtschaftlichen Wiederaufbau zugesichert. All dies ist meines Erachtens deutlicher Ausdruck von Internationalismus.

Die KP hat rund 92 Millionen Mitglieder – bei einer Gesamtbevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen ist damit etwa jeder 15. Chinese in der Partei organisiert. An welche Bedingungen ist die Aufnahme geknüpft? Und will die Parteiführung die Mitgliederzahl noch deutlich erhöhen?

Die KP Chinas ist die Avantgarde aus Arbeiterklasse, Volk und Nation. Jeder volljährige chinesische Bürger kann – nach strenger Überprüfung und Auswahlverfahren – der Partei beitreten, sofern der Bewerber die im Parteistatut aufgestellten Voraussetzungen erfüllt. Wahlen von Funktionären an der Basis müssen in Übereinstimmung mit den einschlägigen Vorschriften erfolgen. Das Prozedere umfasst in der Regel eine Ausschreibung der freien Stellen, demokratische Empfehlungen, Qualifikationsüberprüfungen, schriftliche oder mündliche Prüfungen, Wahlen mit mindestens einem Gegenkandidaten und eine öffentliche Bekanntmachung vor der Ernennung.

Wir zielen nicht darauf ab, einfach blindlings die Mitgliederzahlen zu erhöhen. Uns kommt es vielmehr auf die Qualität und die volle Entfaltung der Rolle jedes einzelnen an. Tatsächlich erfüllen die 92 Millionen KP-Mitglieder in China in allen Lebensbereichen eine Vorbildfunktion. Nehmen wir etwa die Armutsbekämpfung: Ihr Ziel und ihre Mission fest vor Augen, waren rund drei Millionen Parteimitglieder an vorderster Front im Einsatz. Sie dachten, lebten und arbeiteten gemeinsam mit den Betroffenen. Fast 800 von ihnen haben dabei sogar ihr Leben geopfert. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, weshalb eine Reihe international anerkannter Umfragen ergab, dass über 95 Prozent der Chinesen die Kommunistische Partei unterstützen.

Politik und Medien im Westen beklagen regelmäßig den Umgang mit ethnischen bzw. nationalen Minderheiten in der Volksrepublik. So wird immer wieder behauptet, diese hätten keinen Einfluss und keine politische Stimme. Wie ist die KP in den betreffenden Regionen verankert, ist die dortige Bevölkerung in den Parteigremien, auch auf nationaler Ebene, angemessen vertreten?

Alle ethnischen Gruppen in China sind gleichberechtigt und verfassungsmäßig geschützt. Weder beim Werdegang der Parteimitglieder noch im innerparteilichen politischen Leben dient ethnische Zugehörigkeit als Maßstab. Da Sie konkret danach fragen, lassen Sie mich einige Zahlen anführen: Auf zentraler Ebene zählte die jüngste nationale Versammlung der Partei, der 19. Parteitag, 1.576 Delegierte. 14,5 Prozent davon gehörten ethnischen Minderheiten an. Dieser Prozentsatz liegt noch über dem Minderheitenanteil in der Gesamtbevölkerung von 8,89 Prozent. Auf lokaler Ebene ist das ­Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang ein gutes Beispiel: Dort gehören alle Leiter des ständigen Ausschusses des regionalen Volkskongresses sowie alle Vorsitzenden des Autonomiegebiets ethnischen Minderheiten an. Gleiches gilt für das Gros der Bürgermeister in Xinjiang. Ethnische Minderheiten stellen außerdem 62,1 Prozent der Abgeordneten des aktuellen Volkskongresses des Autonomiegebiets.

Wie geht die Partei mit problematischen Entwicklungen und Fehlentscheidungen in ihrer Geschichte um? Speziell der »Große Sprung nach vorn« und die »Kulturrevolution« haben viele Opfer gefordert und die Entwicklung des Landes zeitweise blockiert oder gar zurückgeworfen. Betrachtet die KP ihre Geschichte dennoch als ein Kontinuum oder werden die genannten Phasen »ausgeklammert«?

Eine der Erkenntnisse aus der hundertjährigen Parteigeschichte ist, dass wir den Mut haben, uns unseren Fehlern zu stellen und sie zu korrigieren. Die Fakten zeigen, dass Fehler und Rückschläge eben doch nur vorübergehender Natur sind. Chinas sozialistisches System hat sich als äußerst belastbar erwiesen.

Der Sozialismus in Europa ist nicht nur von seinen Gegnern niedergerungen worden, geschwächt durch innere Widersprüche, konnte er Angriffe von außen zuletzt nicht mehr abwehren. Welche Lehren zieht die KP Chinas aus dieser Geschichte?

So wie kein Blatt eines Baumes exakt dem anderen gleicht, wird man auf der Welt auch keine völlig deckungsgleichen historischen Kulturen oder Gesellschaftssysteme finden. Die Geschichte der KP Chinas ist eine Geschichte der fortschreitenden Sinisierung des Marxismus. Unseren eigenen nationalen Gegebenheiten entsprechend haben wir letztlich den Weg des Sozialismus chinesischer Prägung eröffnet und verbessern und entwickeln ihn kontinuierlich weiter. Gleichzeitig treten wir für die friedliche Koexistenz aller Länder ein, und zwar auf Grundlage des gegenseitigen Respekts und der Suche nach Gemeinsamkeiten unter Berücksichtigung von Unterschieden. Sinn und Zweck ist es, den Austausch und die gegenseitige Wertschätzung der Zivilisationen zu fördern.

In den prosperierenden Regionen Chinas wird enormer Wohlstand erwirtschaftet. Das Land ist aber immer noch agrarisch geprägt. Verfolgt Ihre Partei einen gesamtgesellschaftlichen Plan, nach dem der geschaffene Mehrwert umverteilt wird?

Chinas Wirtschaftsleistung ist auf über einhundert Billionen Yuan (mehr als zirka 13,01 Billionen Euro, jW) angewachsen. Wir sind damit die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Allerdings beträgt unser Pro-Kopf-BIP weniger als ein Viertel des deutschen. China ist also weiterhin das größte Entwicklungsland. Zudem ist die Entwicklung nach wie vor sehr unausgewogen und unzureichend. Der Bericht des 19. Parteitages ruft in aller Deutlichkeit dazu auf, dieses Problem auf der Grundlage der weiteren Entwicklungsförderung intensiv anzugehen. Den Kern bildet dabei die Verteilung nach Arbeitsleistung, wobei mehrere Verteilungsarten nebeneinander bestehen. Instrumente wie Besteuerung, Sozialversicherung und Transferzahlungen verfeinern die Umverteilung zwischen Stadt und Land, verschiedenen Regionen und Gruppen. Wir wollen den wachsenden Bedürfnissen der Menschen nach einem besseren Leben maximal gerecht werden.

Der aktuelle Fünfjahresplan umfasst den Zeitraum 2021 bis 2025. Was ist sein wichtigster Inhalt?

Wir bemühen uns, mit dem aktuellen 14. Fünfjahresplan ein neues Entwicklungssystem, den offenen dualen Kreislauf, aufzubauen. Das Konzept zielt, kurz gesagt, darauf ab, in- und ausländische Märkte wechselseitig zu dynamisieren, wobei der Inlandsmarkt als Hauptstütze fungiert. Angebot und Nachfrage, Produktion, Verteilung, Zirkulation und Konsum sollen umfassend verbessert werden. Zudem wollen wir die technische Innovation, besonders die digitale Entwicklung, fördern. Hinsichtlich der Klimaschutzziele soll der CO2-Höchstwert 2030 und CO2-Neutralität 2060 erreicht sein, das Konzept der grünen Entwicklung konkretisiert werden.

Unser Staatspräsident Xi Jinping hat bei vielen Gelegenheiten bekräftigt, dass China entschlossen ist, den Weg der Öffnung unbeirrt fortzusetzen. Die Entwicklungskonzepte Chinas und Deutschlands weisen eine große Schnittmenge auf, Perspektiven der Zusammenarbeit sind entsprechend breit gefächert. Kürzlich haben unser Ministerpräsident Li Keqiang und Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam die 6. Regierungskonsultationen abgehalten. Beide Seiten sind sich einig, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, Investitionen, Autobau, Hightech, neue Energie, digitale Wirtschaft, Gesundheits- und Bildungswesen zu vertiefen.

Vielen Menschen erscheint es als Widerspruch, dass eine Arbeiterpartei Milliardäre in ihre Reihen aufnimmt. Welche Rolle spielt diese Personengruppe in der KP, und besteht nicht die Gefahr, dass sie entscheidenden Einfluss auf deren politischen Kurs nimmt? Anders gefragt: Wird so nicht der Klassenkampf in die Partei hineingetragen?

Seit Beginn der Reform und Öffnung hat China bemerkenswerte Entwicklungserfolge erzielt. Nicht nur, indem wir fast 800 Millionen Chinesen aus der extremen Armut geholt haben, sondern auch, indem wir es einem Teil der Bevölkerung ermöglichten, zuerst reich zu werden und zum gemeinsamen Wohlstand beizutragen. Im heutigen China wird politische Fortschrittlich- oder Rückschrittlichkeit keineswegs danach beurteilt, ob und wieviel man besitzt. Für uns ist entscheidend, ob man die Theorien, Linien und Programme der Partei in Denken und Handeln ausführt, wie man sein Eigentum erworben hat, wie man es verwendet und welchen Beitrag man zur sozialistischen Sache leistet. Fortschrittliche Chinesen aus allen sozialen Schichten in die Partei aufzunehmen, stärkt unsere eigenen Reihen und wird zum Wohlergehen der Bürger und zum nationalen Wiederaufleben beitragen. Arbeiter, Bauern, Soldaten und Intellektuelle waren und bleiben jedoch stets Fundament und Rückgrat unserer Partei.

Bei der Bekämpfung der Coronapandemie erwies sich in China die Überlegenheit staatlicher Planung und gesellschaftlicher Kontrolle über die Ökonomie. Welche Rolle spielte die KP bei den Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung – an zentraler Stelle in Beijing und an der Basis, in den Städten und Provinzen?

Hinsichtlich Geschwindigkeit, Umfang und Schwere ist die Coronapandemie der größte Notfall der öffentlichen Gesundheitsfürsorge seit der Gründung der Volksrepublik. Die KP Chinas hat von Anfang an die Lebenssicherheit und Gesundheit der Bürger an erste Stelle gesetzt. Mit großem politischen Engagement und Mut haben wir unverzüglich denkbar strengste Eindämmungs- und Präventionsmaßnahmen ergriffen, und zwar unter zentralisierter und einheitlicher Leitung. Die Parteikomitees und Regierungen aller Ebenen handeln in Übereinstimmung mit dem Zentralkomitee und dem Staatsrat.

Unsere Parteimitglieder spielen in der Pandemiebekämpfung eine Schlüsselrolle. Sie müssen wissen: 80 Prozent des Medizin- und Pflegepersonals, das Wuhan landesweit unterstützte, kamen aus den Reihen der Partei. Ich würde sagen: Dass China als erstes Land die Pandemie wirksam bekämpfen und eine wirtschaftliche Erholung erreichen konnte, verdanken wir der Führung der Partei und deren Unterstützung durch die gesamte Nation.

Wie muss man sich die Arbeit vor Ort vorstellen?

Unsere Partei wird von ihren Mitgliedern getragen. In jedem Wohnviertel existieren Basisgruppen, entsprechende Organisationen gibt es auch in Fabriken und anderen Betrieben. Jedes Mitglied gehört einer Basisgruppe an, sie spielen landesweit eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Parteiarbeit. Man kommt regelmäßig zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu diskutieren. Jedes Mitglied kann in seinem Bereich eine konstruktive Rolle spielen.

Neben den Einsätzen in Krankenhäusern war die tägliche Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs eine wichtige Aufgabe der Genossen, ebenso die Kontrolle der Hygiene- und Quarantäneauflagen.

Binnen kürzester Zeit wurde in Wuhan ein Krankenhauskomplex buchstäblich aus dem Boden gestampft. Wie konnte das gelingen?

Das kann man sich hier in Europa überhaupt nicht vorstellen. Unsere Zentralregierung hat kurzfristig 40.000 Bauarbeiter mobilisiert und Tausende Baumaschinen heranschaffen lassen. Man hat in Wuhan innerhalb von jeweils zehn bzw. zwölf Tagen zwei große Krankenhäuser – Huoshenshan und Leishenshan – mit insgesamt 2.600 Betten gebaut. Zudem wurden in Wuhan 16 Fangcang-Kliniken (provisorische Mobilkrankenhäuser, jW) mit mehr als 14.000 Betten errichtet und in Betrieb genommen. In kürzester Zeit wurden gleichzeitig also fast 17.000 Behandlungsplätze für die Erkrankten geschaffen, das hat die Situation natürlich ungemein verbessert.

Der Bau der Krankenhäuser wurde nicht nur von der Zentralregierung in Beijing finanziert, sondern auch von der Provinzregierung bzw. von der Stadtregierung in Wuhan. Spenden haben auch eine große Rolle gespielt, landesweit haben die Menschen sehr viel Geld zur Unterstützung dieser Maßnahmen gegeben.

Wenn Sie auf die hundertjährige Geschichte zurückblicken, worin würden Sie den größten Erfolg der chinesischen KP sehen?

Rückblickend hat die KP Chinas in den vergangenen einhundert Jahren das chinesische Volk zur nationalen Befreiung und Unabhängigkeit sowie zur Errichtung des Neuen Chinas geführt. Sie hat die Reform und Öffnung um- und fortgesetzt und einen zu Chinas Gegebenheiten passenden sozialistischen Entwicklungsweg eingeschlagen. Unter Führung der KP ist es unserem Land zudem erstmals in seiner 5.000jährigen Geschichte gelungen, die absolute Armut abzuschütteln. Das UN-Ziel zur Armutsüberwindung wurde zehn Jahre vor Ablauf der Frist erreicht. China hat einen historischen Entwicklungssprung verwirklicht. Wir haben uns erhoben, erlangen Wohlstand und befinden uns nun auf dem Weg zur Stärke.

In diesem Prozess haben wir verschiedene historische Entwicklungsstadien durchlaufen. Doch unsere Partei hat dabei stets am Marxismus als Leitfaden festgehalten und die Praxis als einzige Messlatte der Wahrheit angelegt. Weitere Konstanten waren die Befreiung des Denkens und die Suche nach der Wahrheit in den Tatsachen. Das Volk stand stets im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es nach wie vor, das Leben der Menschen zu verbessern. Wir wollen die Kraft aller 1,4 Milliarden Chinesen bündeln, um die chinesische Nation wiederaufleben zu lassen. Auch der Vorschlag von Präsident Xi Jinping zum Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit rückt die Interessen aller Menschen weltweit in den Vordergrund.

Der Sozialismus in China wird in großen Zeiträumen gedacht. Die gegenwärtige Entwicklungsphase wird offiziell als »Beginn des Aufbaus der Grundlagen des Sozialismus« definiert. Wie gelingt es der Partei, die Menschen für ein gesellschaftliches Ziel zu begeistern, dessen Erreichung die meisten nicht erleben werden?

Genau betrachtet ist das eigentlich der Vorteil unseres politischen Systems: Eine Generation arbeitet aus eigenem Antrieb für die sozialistische Sache, ungeachtet der Frage, ob sie das Endergebnis ihrer Anstrengungen noch erleben wird. Die Arbeit unserer Partei ist ganz auf diese Zielsetzung ausgerichtet. Das entspricht auch der kulturellen Tradition, man denkt bei uns sehr langfristig. Das ist ein großer Unterschied zwischen dem chinesischen und dem europäischen System. In Europa lebt man vor allem im Hier und Jetzt, das gilt für einzelne Politiker wie für Parteien. Wie es in fünf Jahren, in einer anderen Wahlperiode aussehen wird, ist von nur geringem Interesse.

Auf eine kurze Formel gebracht: Wie sieht Chinas Weg zum Sozialismus aus, und was sind die nächsten Schritte dorthin?

China folgt dem sozialistischen Weg chinesischer Prägung, ein Weg, den das chinesische Volk unter Führung der KP nach langen und mühsamen Erkundungen geebnet hat. Er ist das Ergebnis der Verbindung der universellen Wahrheit des Marxismus mit den spezifischen Realitäten Chinas. Und es ist der einzig richtige Weg für Chinas Entwicklung. Er ist praxiserprobt, und wir werden ihm unbeirrt folgen.

Geführt vom Zentralkomitee der Partei mit Xi Jinping an der Spitze ist der Sozialismus chinesischer Prägung in eine neue Ära eingetreten. Hauptaufgaben sind nun die Verwirklichung der sozialistischen Modernisierung und des chinesischen Traums vom Wiederaufleben der Nation. Hierfür haben wir uns zwei Jahrhundertziele gesteckt: zum einen bis zum 100. Geburtstag der KP den Aufbau einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand umfassend zu vollenden, zum anderen bis zum hundertsten Jubiläum der Volksrepublik den Aufbau eines großen, modernen, sozialistischen Landes umfassend zu vollenden. Gegenwärtig stehen wir diese beiden Ziele betreffend an einer historischen Wegmarke und treten mutig einen neuen Marsch an.

In der Zeit von 2020 bis 2035 soll China die sozialistische Modernisierung im wesentlichen verwirklichen und sein Pro-Kopf-BIP auf das Niveau einer mittleren Industrienation steigern. Von 2035 bis zur Jahrhundertmitte dann soll China zu einem modernen und mächtigen sozialistischen Land heranreifen, das reich, stark, demokratisch, kulturell fortschrittlich, harmonisch und schön ist. Lassen wir uns gemeinsam Zeugen der Verwirklichung des chinesischen Traums werden!

Worin sieht die KP die größte Bedrohung für den Weltfrieden, und worin besteht ihre Strategie, diesen zu bewahren und China vor Angriffen zu schützen?

Die Frage, was für eine Welt wir aufbauen und wie wir sie aufbauen wollen, ist ein ewiges Thema für die menschliche Gesellschaft. Gegenwärtig greifen ein Jahrhundertwandel und eine globale Pandemie ineinander. Das internationale Umfeld gestaltet sich komplex und wirklich sehr schwierig. Es kommt häufig zu Machtpolitik und Unilateralismus. Instabilität und Unsicherheit nehmen zu. Frieden und Entwicklung bleiben jedoch das Thema der Zeit und der gemeinsame Wunsch der Menschheit.

Um das internationale System mit den Vereinten Nationen als Herzstück und die völkerrechtsbasierte internationale Ordnung besser zu schützen, setzt sich China für den Aufbau einer Welt des dauerhaften Friedens durch Dialog und Konsultation ein. Durch gemeinsames Gestalten und Profitieren wollen wir eine grundsätzlich sichere Welt schaffen. Wir plädieren für gemeinsame Entwicklung, eine offene globale Wirtschaft durch Win-Win-Kooperation und wünschen uns eine offene und inklusive Welt, die geprägt ist von Austausch und gegenseitiger Wertschätzung. Über die Jahre hat China aktiv und mit praktischen Maßnahmen den Aufbau neuartiger internationaler Beziehungen und einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit vorangetrieben. Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation und haben über einhundert Länderpartnerschaften in aller Welt geschlossen sowie auch die Seidenstraßeninitiative intensiv vorangebracht. Wir beteiligen uns an der Lösung wichtiger internationaler und regionaler Fragen und stellen die größte Anzahl von Blauhelmen unter den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats. Mit großem Engagement fördern wir kulturellen Austausch und Dialog und setzen konsequent auf ein »grünes« Entwicklungskonzept. Mit alledem leistet unser Land fortlaufend neue Beiträge für Frieden und Entwicklung der Welt.nach oben

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881,

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100% Erneuerbare Energien bis 2030: Was die EWG-Studie aussagt und was nicht

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Betreff: 100% Erneuerbare Energien bis 2030 in Deutschland: Was die EWG-Studie aussagt und was nicht
Datum: Wed, 2 Jun 2021 14:30:39 +0000
Von: Hans-Josef Fell <info@hans-josef-fell.de>
Antwort an: Hans-Josef Fell <info@hans-josef-fell.de>
An: Helmut_Kaess@web.de

100% Erneuerbare Energien bis 2030 in Deutschland: Was die EWG-Studie aussagt und was nicht

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Veröffentlichung der neuesten EWG-Studie zu einem Deutschlandszenario mit 100% Erneuerbare Energien in allen Energiesektoren bis 2030 fand in zahlreichen Medien Resonanz und es gab große Wahrnehmung in Politik und Gesellschaft. Rückmeldungen und Fragen sind in der EWG eingegangen. Um sich dieser Fragen anzunehmen, hat die Energy Watch Group die wichtigsten Fragen zur Studie noch einmal kurz und klar beantwortet.

Der nun folgende Text wurde am 2. Juni auf der Website der Energy Watch Group veröffentlicht und ist hier einsehbar.

100% Erneuerbare Energien für Deutschland bis 2030
Die 5 wichtigsten Fragen & Antworten zur neuen Studie der Energy Watch Group

  1. Führt das vorgeschlagene 100% erneuerbare Energiesystem für Deutschland zur Klimaneutralität?

Eine Versorgung mit 100% Erneuerbaren Energien ist zwar der wichtigste Baustein und damit unverzichtbar für ein klimaneutrales Deutschland; aber noch nicht ausreichend, um letzteres zu erreichen. Klimaneutralität bedeutet, dass alle Treibhausgasemissionen beendet werden oder Restemissionen durch Kohlenstoffsenken (wie z.B. Aufforstung) ausgeglichen werden müssen. Ein 100% erneuerbares Energiesystem bringt alle Energieemissionen auf null, womit zwar der mit Abstand größte Emissionssektor klimaneutral wird. Aber allgemeine Klimaneutralität ist das noch nicht, da es noch weitere nichtenergetische Emissionssektoren gibt (z.B. die Landwirtschaft).

  1. Sind alle Emissionen der Industrie mit 100% EE erfasst?

Der Energiebedarf der Industrie (Strom, Erdöl, Kohle, Erdgas) ist in der Studie vollständig erfasst und wird ab 2030 zu 100% mit Erneuerbaren Energien gedeckt. Nicht erfasst ist der Einsatz fossiler Rohstoffe für die stoffliche Produktion (z.B. Erdgas und Erdöl für die Produktion von Plastik) oder Emissionen, die bei der Umwandlung von Stoffen entstehen (z.B. das Austreiben von CO2 aus dem Kalkgestein bei der Zementherstellung).

  1. Sind in der Studie alle Erneuerbaren Energien erfasst?

Nein. In der Studie ist nur die Ökostromerzeugung und Nutzung erfasst. Diese wird aber 85% bis 95% der gesamten Energienachfrage in einem 100%-Erneuerbare-Energien-Szenario abdecken. Der nicht unbedeutende Rest der erneuerbaren Energiebereitstellung durch andere Technologien wird durch Solarthermie, Geothermie, Biokraftstoffe und weitere Nicht-Strom-Energie gedeckt.

  1. Ist die Versorgung auch in Dunkelflauten gesichert?

Ja, die Speicher und insbesondere die thermischen Kraftwerke mit Bioenergie oder grünem Wasserstoff sind so dimensioniert, dass selbst unter extrem ungünstigen Bedingungen für Wind- und Solarstrom (wie z.B. im Januar 2017) immer genügend Strom geliefert werden kann, um die entsprechende Nachfrage zu decken. Im Zusammenspiel mit dem europäischen Verbundsystem und bei der Nutzung von industriellen Flexibilisierungsmöglichkeiten ergibt sich eine weitere, in den Szenarien nicht berücksichtigte, zusätzliche Absicherung. Bei Nutzung all dieser Flexibilitätsoptionen könnte man de facto sogar mit weniger Speichern, Wasserstoff und Bioenergie auskommen ohne, dass die Lichter ausgehen müssen.

  1. Werden die Klimaziele von Paris durch die Umsetzung des vorgestellten Energiesystems eingehalten?

Das Szenario zeigt lediglich auf, wie das Energiesystem gestaltet werden kann, um das Klima im Jahr 2030 nicht weiter zu belasten und keine weiteren energiebedingten Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Um das Klimaziel von 1,5 °C einzuhalten, müssten darüber hinaus die Emissionen aus der stofflichen Nutzung sowie aus der Land- und Forstwirtschaft im ungefähr gleichen Zeitraum insgesamt eine ausgeglichene Bilanz erreichen. Wie das vollständig gelingen kann, muss weiter erforscht werden.

Hammelburg, 2. Juni 2021

Ihr Hans-Josef Fell

fell@hans-josef-fell.de

www.hans-josef-fell.de

Twitter: @HJFell

Den Beitrag auf der Homepage finden Sie hier: https://hans-josef-fell.de/100-erneuerbare-energien-bis-2030-fuer-deutschland-was-die-ewg-studie-bedeutet-und-was-nicht/Bei mir werden Erneuerbare Energien groß geschrieben!

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Kampfdrohnen

Die Ampel-Regierung will die Bundeswehr zügig mit Kampfdrohnen ausrüsten. Aber diese Waffentechnik gehört geächtet. Der Leitartikel von Karin Dalka.

https://bap.navigator.web.de/mail?sid=b3c65b36135acedcc7ed6ad4ee99b0dc766db16744903282ab69907b1cf5c392ae050a47e1a433975c9f0b79cd829f0a

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am 10. März 2022 veranstaltete der  Arbeitskreis gegen bewaffnete Drohnen, in dem die IPPNW mitarbeitet, ein Online-Hearing „Krieg mit Künstlicher Intelligenz“.

Expert*innen berichteten über weltweite Anstrengungen, um autonome Waffen und KI-gestützte militärische Planungs- und Entscheidungssysteme zum Einsatz bringen zu können. Es sei zu befürchten, dass die KI-Rüstung die Gefahr von Kriegen noch einmal erheblich vergrößern werde. Denn durch neuartige KI-basierte Waffen- und Kriegführungssysteme werd die Rüstungsspirale weitergedreht, die Rüstungskontrolle erschwert und die Einsatzschwelle auf Grund vermeintlicher Überlegenheit gesenkt.

Wenn Sie die Veranstaltung verpasst haben. Sie finden die Aufzeichung des Online-Hearings auf unserem Youtube-Kanal unter https://www.youtube.com/watch?v=DxtyE_m3DQs

Die Türkei als Drohnenproduzent:

Die Gefahren der Missachtung des Manifests von Russell und Einstein!

a https://youtu.be/E5X3nC21REc

a https://youtu.be/ML0o2pDKSPs

a https://youtu.be/UEec_EbJgfU

 

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