Aspekte einer Kultur des Friedens

„Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne Frieden nichts“.

Diese Aussage von Willy Brandt halte ich für richtig.

Denn Frieden ist heute dramatisch nötig, da seit dem Manifest von Russell und Einstein bekannt ist, dass die Menschheit zum atomaren „Selbstmord“ fähig ist. (auf Deutsch)

In seiner Kanadischen Rede am 11.03.1999 formulierte der frühere leitende Nuklearwaffen-US-General a.D. George Lee Butler eine vernichtende Bilanz der Nuklearstrategie der USA und Russland und der Abschreckungsdoktrin. Dies war  eine herausragende knappe Rede (http://bahros-alternative.de/B/Butler-Lee-General/index.htm) des Mannes , der von Nuklearwaffen mehr verstand als jeder andere. Dabei sagte er: „Wir sind im Kalten Krieg dem atomaren Holocaust nur durch eine Mischung von Sach­verstand, Glück und göttlicher Fügung entgangen — und ich befürchte, das letztere hatte den größten Anteil daran.“ Sie ist aus dem Internet verschwunden. Aber es gibt noch das wichtige Schreiben von Sternstein „Hitlers Sieg“ und in seiner Verteidigungsrede zitiert er die wichtigsten Aussagen von Butler. Es gibt natürlich noch andere wichtige Reden, leider auf Englisch, von Butler.

Entweder die Menschheit wird im Großen und Ganzen Frieden halten oder sie droht unterzugehen (… und es bleibt zukünftigen Intelligenzen vorbehalten, zum Beispiel Mäusen, nach einigen Millionen Jahren einen Neubeginn zu versuchen). Für diesen dauerhaften Frieden brauchen wir eine Kultur des Friedens.

Eine Kultur, bei der die Notwendigkeit eines Friedens schon den kleinen Kindern „eingeimpft“ und vorgelebt wird und die Erziehung zum Frieden immer gelebt wird.

Auch Wirtschaft hat etwas mit Frieden zu tun:  In der wirtschaftliche Notwendigkeiten dund die sozialen Mindestbedürfnisse für alle Menschen erfüllt werden. Die Menschheit hat die Ressourcen und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten genug für jedermann, wie ich im Weiterer ausführen werde, und sie wird sie durch die menschliche Erfindungskraft immer haben, wenn sie diese Ressourcen vernünftig verwaltet. Aber sie muss dafür zentrale Instanzen haben, für Sicherheit, für Umweltschutz, für Bevölkerungspolitik, für das Klima, für die Ressourcenverwaltung und vieles mehr. Ich halte dafür ein föderales System für am besten geeignet, mit Kommunen, Ländern, Staaten und Staatengruppen wie der EU und Regionen und der UN. Eine Sicherheitseinrichtung in Europa ist zum Beispiel die OSZE. Wobei der Sicherheitsrat m.E. immer eine Notfallfunktion haben wird. Hoffentlich nicht mehr für die Entscheidung über Kriege, aber für Eingriffe und gemeinsame Maßnahmen, wenn Gruppierungen aus dem Ruder zu laufen drohen.

Zum Manifest noch  etwas Eingehenderes 

Bei Hans-Peter Dürr „warum es ums Ganze geht“ finde ich einen Satz, der mich berührt: Die persönliche Schuld, die uns als Mitglied einer Gesellschaft an deren Vergehen trifft, ist im allgemeinen viel kleiner als die Schuld, die uns Außenstehende hinterher zumessen. Unsere persönliche Schuld ist andererseits viel größer als die Schuld, die wir uns selbst eingestehen. Dazu Näheres in dem ausführlicheren Zitat.

Im Weiteren versuche ich, zuerst auf wichtige Aspekte der Menschheit hinzuweisen, so wie ich sie sehe und auf Gefahren und Überwindungsmöglichkeiten und dann auf allgemeine Friedensaspekte und auf Veranstaltungen auf globaler, europäischer und Braunschweiger Ebene, die sich um Frieden bemühen. Aber Näheres zur Gliederung im Folgenden…

Über admin

Hausarzt, i.R., seit 1976 im der Umweltorganisation BUND, seit 1983 in der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW, seit 2000 im Friedensbündnis Braunschweig
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5 Kommentare zu Aspekte einer Kultur des Friedens

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