„Alle gegen China!“

Die NATO-“Sicherheitskonferenz”:

Alle gegen China!

Zeit: Donnerstag, 13. Februar 2020 – 19:00

Diskussionsveranstaltung mit Jörg Kronauer

Im November erklärte die NATO China als neuen Gegner neben dem bisherigen Gegner Russland. Und gleichzeitig unterhalten die NATO-Staaten intensive Wirtschaftsbeziehungen mit China.

Wie geht das zusammen? Welche Widersprüche entwickeln sich hier insbesondere auch zwischen der EU unter Führung des deutschen Imperialismus und dem US-Imperialismus?

Referent: Jörg Kronauer, Journalist für „junge Welt“ u.v.a. und Mitbetreiber von german-foreign-policy.com

Veranstalter: DKP München, Ort: Komm-Treff, Holzapfelstr. 3 (Nähe Hackerbrücke)

Bücher: „Der Rivale“, über China, und „Meinst Du, die Russen wollen Krieg“

Noch 1800 hatte China 1/3 der Weltbevölkerung und 1/3 der globalen Wirtschaftskraft. Durch die hohen Steuern auf Porzellan und Tee und andere Chinesische Erzeugnisse nahm England viel Geld ein, aber China kaufte zu wenig in Europa ein. Eine Delegation Europas 1793 erreichte nichts. Dann entdeckten Britische Händler den Verkauf von Opium in China als Geschäft. Wegen Maßnahmen der chinesischen Regierung dagegen kam es erst zum Opiumschmuggel und dann zu Opiumkriegen und ab 1842 dadurch zu ungleichen Verträgen, zum Beispiel zu der Pacht von Hongkong, zum Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft und großen Flüchtlingsströmen aus China mit Chinatowns weltweit, z.B. auch in Hamburg (was durch die Nazis platt gemacht wurde).

Russland und Japan hatten sich dann auch Ländereien von China geraubt, Ferdinand von Richthofen hat China erkundet, z.B. große Kohlevorkommen bei „Tsingtau“ gefunden (Jörg K. Sprach die chinesischen Bezeichnungen sehr überzeugend aus), diese vorgeschlagen, durch eine Eisenbahn zu erschließen, auch die historische Basis der sogenannten Seidenstraße erkundet, was in Wirklichkeit eine pragmatische Basis der Erschließung Chinas überwiegend durch Landwege zum Rest der Welt ist. Tsingtau wurde okkupiert, die „Preußen“ malten einen Strich in die Landkarte, wo die Eisenbahn lang verlaufen sollte, und bauten sie ohne Rücksicht auf Dörfer oder Ahnengräber, was zu Aufständen führte, bis hin zum „Boxeraufstand“, der mit einer Expeditionsarmee durch ein großes Blutbad „ohne Pardon“ niedergeworfen wurde. Konrad Seitz, ein ehemaliger Botschafter, sagte, dass diese Ereignisse in Deutschland vergessen worden seien, sich aber diese Schande in das Denken jedes Chinesen eingebrannt hätte.

China fiel von 1/3 auf 5% der globalen Wirtschaftsleistung, hat dies aber jetzt in einer beispiellosen Erfolgsgeschichte wieder aufgeholt und ist dabei, die USA in der Wirtschaftsleistung zu überflügeln. Von 1980 bis heute haben die Schwellenländer in der Kaufkraftleistung ganz grob von knapp 40 zu über 60% gegenüber dem „Westen“ zugenommen und China allein von vielleicht 3% zu 12%? (Oder deutlich mehr??) …

Diskussion:

Ich: sehr schöner Vortrag!!! Aber es geht ja um den Kampf zwischen einer unipolaren Welt und eine multipolaren Welt und für mich um die Konsequenz der unipolaren Welt mit dem „doppelten Suizid“, dem Atomtod oder der Klimakatastrophe. Oder mit den Begriffen „Frieden, Umwelt und Soziales“, den wirklichen Interessen der Menschheit angedeutet. Johan Galtung sagte ja den Sturz der USA vom Sockel der unipolaren Welt 2020 voraus… Mal sehen…

Ein vorhergesagter militärischer Konflikt ist Wahnsinn, aus Gründen des Manifests von Russell und Einstein, also des Selbstmords der Menschheit und aus finanziellen Gründen, wir können uns aus den drei Gründen „Frieden, Umwelt und Soziales“ diesen Wahnsinn nicht mehr leisten, wir brauchen ein Jahrhundert mit einem dominierenden Schwerpunkt auf der Umwelt nach dem Jahrhundert der Ökonomie. Auch die ständige Betonung der Bedeutung von Gas und Öl ist anachronistisch, weil das zur Zeit in der Erde bleiben muss.

Andere:

Die Neue Seidenstraße bedeutet, die Verkehrswege vielfältig auszubauen.

Das Projekt China 2025 bedeutet, dass China Spitzenpositionen in allen Spitzentechnologien wie z.B. künstlicher Intelligenz erreichen will. Altmaier versucht mit Konzentration auf Europa entgegenzuhalten, z.B. bei der Telekommunikation „G6“. China droht, die „gläserne Decke“ von den USA und Europas zu durchstoßen… Aber das bedeutet für mich im Idealfall Multipolarität, natürlich im schlechten Fall, den wir auch verhindern müssen, eine neue Unipolarität…

Die deutsche Wirtschaft hat laut einer aktuellen Umfrage im Konfliktfall im Moment 50% eher für die USA gegenüber 33% eher für China gestimmt, zum Beispiel der Verband der Maschinenbauer sehen die Konkurrenz von China als gefährlich, VW dagegen ist von China abhängig…

Trump versucht, China fertig zu machen, schafft es aber im Fall von Huawei nicht. Deutschland versucht, sich zwischen den USA und China in der Mitte zu halten.

Stichwort Indopazifische Meere: die USA versuchen, China vom Süden her einzukreisen. China antwortet mit dem Projekt der Neuen Seidenstraße…

Der Vorwurf von dem „Westen“, China sei autoritär, ist mit dem Hinweis auf das autoritäre Gehabe der großen Konzerne zu beantworten… Jörg K. meint, wie auch das Publikum: „Hände weg von China“

Noch ich:

– „meine“ Definition des Systemkonflikts mit China: Bei China handelt es sich die erfolgreiche Kombination zwischen Staatskapitalismus mit Fünf-Jahresplänen

– Johan Galtung sagte bei seinem 80. Geburtstag vor etwa drei Jahren, die USA Dominanz würde 2020 zusammenbrechen… Mal sehen, was der Rest unseres Jahres bringt…

Herzliche Grüße, Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881 https://helmutkaess.de/Wordpress

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„Siko“, „Sicherheitskonferenz“

2021: BR24Live2021: Münchner Sicherheitskonferenz – „Special Edition“ | BR24 https://www.youtube.com/watch?v=UyfER58LlZ8 Lifestream, 3 Stunden…

etwa Minute 40, Generalsekretär wirbt für Impfungen für alle: die halte ich für übertrieben. Für alle, die das wollen, ja, aber nicht für alle, wenn sie es nicht wollen…

Hier einige Berichte von „Sicherheitskonferenzen“

2020: Dieses mal fiel die berühmte Friedenskonferenz auf dem Marienplatz im Althausrathaus aus. Näheres dazu hier.

Es gab einen Ersatz im Radio

Aber die Demonstration gab es noch, und dazu gab es eine Vorveranstaltung am Donnerstag, den 13.2., “Alle gegen China!

2019

2o19

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Optimismus

Optimismus ist Pflicht: Nur Optimismus gibt uns die Kraft, das Ruder herumzureißen für eine gute menschliche Zukunft. Zur Zeit sieht es schlecht aus, es droht uns der „doppelte Suizid“ durch der menschlichen Habgier und Trennung durch Bereicherung auf Kosten von anderen hervorgerufene Kriege bedrohen uns, die Klimaerwärmung steht mit immensen Schäden kurz bevor, die neun planetaren Grenzen der menschlichen Zivilisation drohen übersschritten zu werden.

Aber wie schon das Manifest von Russell und Einstein 1955 sagte, auch das Glück der Menschheit ist sehr gut möglich, wenn wir, wie von Willy Brandt und Egon Bahr und dem New Deal von den USA gezeigt, Kooperation statt Konfrontation wieder zu unseren höchsten Prinzipien erheben und dafür eine friedliche Weltrevolution machen. Wie Caitlin Johnson sagt, wir sind Abkommen von Gruppenwesen, von Affen, und nicht von Eisbären oder Tigern. Unsere Hauptbeweggründe sind gruppenbezogen. Dazu gibt es viele Ideen. Eine vom Palästinenser Mazin Qumsiyeh: „Optimism“ , eine von den „Elders“ , eine mit der Rede von Ernst Ulrich von Weizsäcker...

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Ban Ki Moon

Hier von ihm und anderen

die Darstellung der „Elders“, der würdigen Repräsentanten für eine bessere Welt…

Von: Die Ältesten connect@theElders.org
Datum: Montag, 3. Februar 2020
Betreff: Ein globaler Weckruf
An: Horst Schiermeyer horstschiermeyer@aol.com

Wer wir sind
Eine Botschaft von Ban Ki-Moon

Wie wir arbeiten, was wir tun Nachrichten & Einblicke Eine Botschaft von Ban Ki-moon Liebe

Freunde, unsere Welt steht vor komplexen und miteinander verknüpften Herausforderungen, von der Klimakrise und der Verbreitung von Atomwaffen bis hin zu langwierigen Konflikten und Angriffen auf die Grundsätze des Völkerrechts. Diese Bedrohungen können nur überwunden werden, wenn die führenden Politiker den Mut und die Überzeugung haben, im Interesse aller Weltbürger zu handeln, anstatt engstirnige und parteiische Agenden für kurzfristige politische Gewinne zu verfolgen. Die jüngste Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump über seinen „Friedensplan“ für den israelisch-palästinensischen Konflikt ist ein klares Beispiel für diesen kurzfristigen, fehlgeleiteten Ansatz. Der israelisch-palästinensische Konflikt wütet seit fast so langer Zeit wie die Geschichte der Vereinten Nationen selbst. Die beste, logischste und gerechteste Lösung ist die Schaffung von zwei Staaten für die beiden Völker auf der Grundlage der international anerkannten Grenzen von 1967. Einseitige Erklärungen, die eine Konfliktpartei ausschließen und erniedrigen, sind kontraproduktiv. Ein starkes multilaterales System, das auf der Achtung der Menschenrechte und des Völkerrechts beruht, ist eine wesentliche Voraussetzung für Fortschritte bei der Bewältigung unserer gemeinsamen globalen Herausforderungen. Dies war die Botschaft, die Mary Robinson und ich letzten Monat nach Washington DC brachten, als wir gemeinsam mit dem Bulletin of Atomic Scientists die „Doomsday Clock“ enthüllten. Es ist jetzt nur noch 100 Sekunden vor Mitternacht – wir sind der globalen Katastrophe näher als je zuvor. Wir sind mit zwei existenziellen Bedrohungen für die Menschheit konfrontiert: nukleare Proliferation und die Klimakrise. Doch unsere Mechanismen der Zusammenarbeit werden untergraben, wenn wir sie am meisten brauchen. In Washington waren wir zutiefst beunruhigt über das Ausbleiben sinnvoller Verhandlungen zwischen den USA und Russland über die Verlängerung von New START (Strategic Arms Reduction Treaty), der ansonsten 2021 ausläuft. Was das Klima anbelangt, so haben die meisten führenden Politiker trotz des weltweiten Ärgers und der Forderungen nach einem radikalen Wandel noch nicht gezeigt, dass sie in der Lage sind, mutige Schritte zur Senkung der Emissionen und für eine nachhaltige Zukunft zu unternehmen. Dies muss ein Weckruf für die Welt sein. In einem solchen Augenblick sollte sich die Welt an die inspirierenden Worte des verstorbenen Kofi Annan erinnern, meines Vorgängers als UN-Generalsekretär, dessen Leben der Sache des Friedens gewidmet war: „Wenn die Führer nicht führen können, wird das Volk führen und dafür sorgen, dass sie folgen.“ Wir haben dies in den letzten zwölf Monaten mit der bemerkenswerten und inspirierenden Jugendklima-Bewegung erlebt. Wir brauchen jetzt eine ähnliche globale Mobilisierung gegen die nukleare Bedrohung und zur Verteidigung des Multilateralismus und der Weltbürgerschaft, damit wir unseren Kindern und Enkeln eine friedliche, lebenswerte Welt hinterlassen können.

Ban Ki-moon Doomsday Clock 2020: es ist 100 Sekunden vor Mitternacht Mary Robinson und Ban Ki-moon mit dem Bulletin der Atomwissenschaftler Die Ältesten rufen die Welt auf, angesichts der Bedrohungen durch Atomkrieg und Klimakatastrophen aufzuwachen, wenn sie die Doomsday Clock 2020 enthüllen. Kernwaffen sind Issue Zero Guest Blog von Cecili Thompson Williams Exekutivdirektorin von Beyond the Bomb, Cecili Thompson Williams unterstreicht die Bedeutung von Jugendaktivismus und Führungsqualitäten, um eine atomwaffenfreie Zukunft zu gewährleisten. Aus The Elders News & Insight Wir brauchen neue Stimmen in der Debatte über nukleare Abrüstung, ein Gastblog der Medizinstudentin und Aktivistin Britt Vegting Die Weltuntergangsuhr ist ein wichtiges Mittel, um die globale Aufmerksamkeit auf existenzielle Bedrohungen für die Menschheit zu lenken Beschleunigen Sie die universelle Gesundheitsversorgung, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen: Ban Ki-moons PMAC-Keynote The Elders warnen, dass die neuen US-Vorschläge keine praktikable Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt bieten können Beteiligen Sie sich an dem Gespräch, das das Konfliktlösungsprogramm der Georgetown-Universität Georgetown mit Ban Ki-moon, Mary Robinson und Gouverneur Jerry Brown zu einer Diskussion mit Universitätsstudenten über die Weltuntergangsuhr 2020 führte. Wir brauchen eine Unterbrechung. Wir müssen dringend etwas gegen das Klima unternehmen. Wir brauchen ein neues Gefühl der globalen Bürgerschaft. – Ban Ki-moon und Mary Robinson schließen ihre #ClimateLeadership at @BrookingsInst ab. Schauen Sie sich unser Video zur Enthüllung der #DoomsdayClock an, einer Metapher und einem Warnmechanismus, der geschaffen wurde, um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, wie nahe die Menschheit der Zerstörung unserer Welt ist.
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Von: The Elders <connect@theElders.org>
Datum: Montag, 3 Februar, 2020
Betreff: A global wake-up call
An: Horst Schiermeyer <horstschiermeyer@aol.com>

Who We Are   

A message from Ban Ki-Moon No images? Click here Who We Are   

   How We Work       What We Do       News & Insight   A message from Ban Ki-moon     Dear Friends,      Our world faces complex and interlinked challenges, from the climate crisis and nuclear proliferation to protracted conflicts and assaults on the principles of international law. These threats can only be overcome when leaders have the courage and convictions to act in the interests of all global citizens, rather than pursuing narrow and partisan agendas for short-term political gain. The recent announcement by US President Donald Trump of his “peace plan” for the Israeli-Palestinian conflict is a clear example of this short-term, misguided approach. The Israeli-Palestinian conflict has raged for almost as long as the history of the United Nations itself. The best, most logical and just solution is to provide two states for the two peoples, based on the internationally-recognised 1967 borders. Unilateral declarations that exclude and humiliate one party to the conflict are counter-productive. A strong multilateral system based on respect for human rights and international law is an essential prerequisite for progress in tackling our shared global challenges. This was the message that Mary Robinson and I took to Washington DC last month, when we joined the Bulletin of Atomic Scientists for the unveiling of the “Doomsday Clock”.It is now just 100 seconds to midnight – we are closer to global catastrophe than we have ever been before. We are faced with two existential threats to humanity; nuclear proliferation and the climate crisis. Yet our mechanisms for collaboration are being undermined when we need them most. In Washington, we were deeply alarmed by the absence of any meaningful negotiations between the US and Russia to extend New START (Strategic Arms Reduction Treaty), which will otherwise expire in 2021. On climate, despite the outpouring of global anger and demands for radical change, most leaders have yet to show they are capable of taking the bold steps to cut emissions and deliver a sustainable future. This must be a wake-up call for the world. At such a moment, the world should recall the inspiring words of the late Kofi Annan, my predecessor as UN Secretary-General whose life was devoted to the cause of peace: “When leaders fail to lead, the people will lead and make them follow.” We have seen this over the last twelve months with the remarkable and inspirational youth climate movement. We now need a similar global mobilisation against the nuclear threat and in defence of multilateralism and global citizenship, so we can bequeath a peaceful, liveable world to our children and grandchildren.   Ban Ki-moon   Doomsday Clock 2020: it is 100 seconds to midnight  Mary Robinson and Ban Ki-moon with the Bulletin of the Atomic Scientists  The Elders call on the world to wake up to the threats of nuclear war and climate disaster as they unveil the 2020 Doomsday Clock.  Nuclear weapons are Issue Zero   Guest blog by Cecili Thompson Williams Executive director of Beyond the Bomb, Cecili Thompson Williams highlights the importance of youth activism and leadership to ensure a nuclear weapons-free future.        From The Elders News & Insight We need new voices in the nuclear disarmament debate, a guest blog by medical student and activist Britt Vegting   The Doomsday Clock is an important means of bringing global attention to existential threats to humanity Accelerate Universal Health Coverage to deliver the Sustainable Development Goals: Ban Ki-moon’s PMAC keynote   The Elders warn that the new US proposals cannot provide a workable solution for the Israeli-Palestinian conflict          Get Involved Join the conversation Georgetown University’s Conflict Resolution Program hosted Ban Ki-moon, Mary Robinson and Governor Jerry Brown for a discussion with university students about the 2020 Doomsday Clock.  We need disruption. We need to get urgent on climate. We need a new sense of global citizenship. – – Ban Ki-moon and Mary Robinson conclude their #ClimateLeadership at @BrookingsInst   Watch our video on the unveiling of the #DoomsdayClock, a metaphor and warning mechanism, created to alert the public about how close humanity is to destroying our world.
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doppelter Suizid und Noam Chomsky

Uns droht laut Noam Chomsky und Ban Ki Moon der doppelte Suizid, ein von Reiner Braun in Kassel beim Friedensratschlag 2019 verwendeter Begriff, durch einen Atomkrieg und durch die Klimakatastrophe. Die Doomsdayclock ist seit diesem Jahr auf 100 Sekunden vor Mitternacht gestellt, so nah wie noch nie seit 70 Jahren. Siehe auch , „Twin Dangers“ with Martin Sheen

In der gefährlichen Weltlage brauchen wir Kooperation und nicht Konfrontation. Wir brauchen die Ostpolitik Willy Brandts zurück und anhaltende weltweite Verhandlungen, keine Diktate!

Wir brauchen ein Programm für menschliches Glück, zur Verhinderung des „Doppelten Selbstmords“ Der intellektuelle „Titan“ und Sohn jüdischer Eltern Noam Chomsky (1.) sagt, die USA und Israel seien Schurkenstaaten, da sie die Menschheit und die Umwelt zerstören.  (Er spricht von einem Abgrund, auf den wir zurasen, wegen der Gefahr eines Atomkriegs und der Klimakatastrophe)

  1. Und er sagt, zwei Hauptgründe für Pessimismus gäbe es, die Atomkriegsgefahr und die kommende Umweltkatastrophe. Deshalb sei die Weltuntergangsuhr, die „Doomsdayclock“ so nah am Weltuntergang wie noch nie seit über siebzig Jahren. Damit hat er schon vor über vier Jahren die Idee des „doppelten Selbstmords“ begründet. Da müssen wir als Menschheit zügig handeln, um diese Gefahr in eine gute Entwicklung umzuwandeln, die auf Kooperation statt auf Konfrontation aufbaut. Zum Beispiel durch jährliche weltweite Großdemonstrationen und durch den hallenden Ruf zu geeigneten, durch die Zivilgesellschaft überwachten Politikern.

Er ist ein laut gängiger „antideutscher“ Rede ein klassischer „selbst hassender Jude“, der aber, sowie auch die vielen anderen den jüdischen Staat kritisierenden jüdischen Intellektuellen, wie Uri Avnery, Rolf Verleger, Felicia Langer, Moshe Zuckermann nicht sich selbst oder die Juden hasst, sondern die bestehende, noch große Dummheit sehr vieler Menschen der menschlichen Familie, darunter auch die aktuelle Politik von Israel. Sehr überzeugend legt er seine Auffassungen zum Beispiel bei dem 15 Minuten langen Interview mit Isabelle Kumar dar, länger bei Dailymotion (oder bei YouTube, 3.) und einige weitere Bücher über den Schurkenstaat USA bei Amazon (4.)…

1. https://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky  

2. https://www.youtube.com/watch?v=VZjAunu-1_g

3. https://www.youtube.com/watch?v=vRbnPA3fd5U  

4. https://www.amazon.de/s?k=schurkenstaat+usa&hvadid=80745417447144&hvbmt=bp&hvdev=c&hvqmt=p&tag=hyddemsn-21&ref=pd_sl_1x2831gl17_p ,

Hier ein Text an unsere Mitbürger: 

Hallo Politiker und Mitbürger.
Ihr regt  Euch über die AfD auf, die auch nach unserer Meinung schlimme Dinge vertritt.

Aber wer hat das Völkerrecht mit dem Jugoslawienkrieg und dem Syrienkrieg gebrochen, war da nicht Deutschland dabei?
Wer exportiert Waffen an die Völkerrechtsverletzer Saudiarabien und Türkei, wer ermöglichte es den USA, Souleimani vermutlich über Ramstein mit anderen Politikern und Unschuldigen mit einer Drohne zu ermorden. Wer duldet überhaupt dieses völkerrechtswidrige Treiben der USA?  Wer rüstet mit mehr als dem 15-fachen der Militärausgaben gegenüber Russland auf (die Nato!) und leistet es sich, im 75. Jahr der Befreiung Deutschlands vom Faschismus ein Kriegsmanöver hin an die russische Westgrenze zu veranstalten, als hätte es nicht schon im ersten und zweiten Weltkrieg grauenhafte Überfälle von Deutschland gegen die Russen gegeben. All das geschah noch ohne AfD!

Uns droht laut Noam Chomsky und Ban Ki Moon der doppelte Suizid, durch einen Atomkrieg und durch die Klimakatastrophe. Die Doomsdayclock ist 100 Sekunden vor Mitternacht, so nah wie noch nie seit 70 Jahren.

In der gefährlichen Weltlage brauchen wir Kooperation und nicht Konfrontation. Wir brauchen die Ostpolitik Willy Brandts zurück und anhaltende weltweite Verhandlungen, keine Diktate!

Aber wer hat das Völkerrecht mit dem Jugoslawienkrieg und dem Syrienkrieg gebrochen, war da nicht Deutschland dabei?
Wer exportiert Waffen an die Völkerrechtsverletzer Saudiarabien und Türkei, wer ermöglichte es den USA, Souleimani vermutlich über Ramstein mit anderen Politikern und Unschuldigen mit einer Drohne zu ermorden. Wer duldet überhaupt dieses völkerrechtswidrige Treiben der USA?  Wer rüstet mit mehr als dem 15-fachen der Militärausgaben gegenüber Russland auf (die Nato!) und leistet es sich, im 75. Jahr der Befreiung Deutschlands vom Faschismus ein Kriegsmanöver hin an die russische Westgrenze zu veranstalten, als hätte es nicht schon im ersten und zweiten Weltkrieg grauenhafte Überfälle von Deutschland gegen die Russen gegeben. All das geschah noch ohne AfD!

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Bernie Sanders


Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: +49 531 350513 Mobile: +49 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/willkommen/, www.ippnw.de, https://www.sicherheitneudenken.de, ttps://leuchtturmard.de, Dr. med. Helmut Käss, Arzt für Allgemeinmedizin i.R.,  http://www.friedenszentrum.info/,   https://www.besserewelt.info/frieden, http://BUND.net/, Helmut_Kaess@web.de. Ich benutze www.ecosia.org als Suchmaschine. Funktioniert mit Ökostrom
 
Gesendet: Sonntag, 20. April 2025 um 20:32
Von: „Oligarchy Tour Alert via Our Revolution“ <info@ourrevolution.com>
An: „Helmut Käss“ <Helmut_Kaess@web.de>
Betreff: Bernie & AOC’s Latest Rallies
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März 2024: 

Sanders zerreißt „Fiktion“, dass die USA nichts tun können, um das Blutbad im Gazastreifen zu beenden
„Natürlich haben wir ein Druckmittel“, sagte Senator Bernie Sanders. „Wir finanzieren den Krieg.“
JAKE JOHNSON
Mar 07, 2024
62
Flankiert von Fotos hungriger Kinder und zerstörter Gebäude sagte US-Senator Bernie Sanders in einer Rede am Mittwoch, dass die Regierung Biden aufhören müsse, die israelische Regierung lediglich zu bitten, ihre wahllosen Bombardierungen des Gazastreifens einzustellen, und anfangen müsse, ein echtes Druckmittel einzusetzen, um ein Ende des Krieges herbeizuführen und den freien Fluss von Hilfsgütern für die hungernde Bevölkerung des Gebiets sicherzustellen.

„Die US-Regierung sollte deutlich machen, dass die Netanjahu-Regierung keinen weiteren Penny der Militärhilfe der US-Steuerzahler erhält, wenn sie den Zugang nicht sofort öffnet und die hungernde Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgt“, sagte Sanders (I-Vt.), der feststellte, dass „wir derzeit die unglaubliche Situation haben, dass ein US-Verbündeter US-Waffen und -Ausrüstung einsetzt, um die Lieferung von humanitärer US-Hilfe zu blockieren“.

„Und wenn das nicht verrückt ist,“ fügte der Senator hinzu, „dann weiß ich nicht, was es ist.“

Berichten zufolge sind in den letzten Wochen mehr als ein Dutzend Kinder im Gazastreifen an Unterernährung und Dehydrierung gestorben, da die von den USA unterstützten israelischen Streitkräfte weiterhin die Lieferung humanitärer Hilfe behindern – unter anderem durch Beschuss von Hilfskonvois und Menschenmengen, die sich verzweifelt versammeln, in der Hoffnung, ihren Familien Mehlsäcke zu bringen.

In Ermangelung ausreichender Nahrungsmittel und sauberen Wassers sind viele Menschen in Gaza gezwungen, Blätter, Gras und Tierfutter zu essen und verunreinigtes Wasser zu trinken. Die Infrastruktur für die Nahrungsmittelproduktion im Gazastreifen ist durch die israelischen Bombardierungen dezimiert worden.

„Wenn die humanitären Organisationen nicht sofort eingreifen“, sagte ein Arzt in Gaza letzte Woche, „werden die Menschen und Kinder auf den Straßen sterben“.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums räumte Anfang dieser Woche ein, dass israelische Beamte wichtige humanitäre Hilfsgüter, darunter Mehl, an der Einreise nach Gaza gehindert haben. Die US-Regierung hat sich jedoch geweigert, die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu zu einem Kurswechsel zu zwingen, und sich stattdessen auf private Treffen mit israelischen Beamten und milde öffentliche Kritik verlassen.

Am Mittwoch berichtete die Washington Post, dass das Weiße Haus unter Biden in den letzten fünf Monaten mehr als 100 separate Waffenverkäufe an Israel genehmigt hat, obwohl es öffentlich seine Besorgnis über die hohe Zahl der zivilen Todesopfer im Gazastreifen zum Ausdruck gebracht hat. Unter Berufung auf ungenannte US-Beamte berichtete Axios am Donnerstag, dass „die Biden-Administration derzeit keine Pläne hat, die Militärhilfe für Israel einzuschränken“.

Sanders sagte in seiner Rede am Mittwoch, es sei „absurd, in einem Atemzug Netanjahus Krieg zu kritisieren und ihm im nächsten 10 Milliarden Dollar für die Fortsetzung dieses Krieges zu geben“.

„Aber das vielleicht Bemerkenswerteste an dieser Katastrophe ist die Fiktion, die wir uns hier im Kongress einreden, dass es nichts, aber auch gar nichts gibt, was wir tun können“, so der Senator weiter. „Ist das nicht furchtbar, meine Güte. Sehen Sie sich an, wie all diese Gebäude zerstört wurden – 70 % der Wohneinheiten, schrecklich. Kinder, die hungern, schrecklich. Kinder, die an Krankheiten erkranken, schrecklich. Schrecklich. Wir können nichts tun.“

„Wirklich? Jeder weiß, was hier passiert“, sagte Sanders. „Wir sehen es jeden Tag in den Nachrichten und wir sehen die Bilder, die abgemagerten Kinder, die Menschen, die im Schlaf bombardiert werden. Und doch tut der Kongress so, als ob wir machtlos wären, das zu verhindern. Wenn wir den Mut hätten, uns gegen einige sehr mächtige Sonderinteressen durchzusetzen, dann könnten wir es stoppen. Wir könnten die Zerstörung stoppen und dafür sorgen, dass diese Kinder nicht verhungern.“

Sanders argumentierte, die Beendigung des Krieges und die Bewältigung der humanitären Notlage würden voraussetzen, dass die Regierung Biden und der Kongress „den unglaublichen Einfluss, den wir auf die israelische Regierung haben, nutzen, um eine grundlegende Änderung ihrer katastrophalen Politik zu erreichen.“

„Natürlich haben wir dieses Druckmittel“, sagte Sanders. „Wir finanzieren den Krieg.“

Andere Mitglieder der demokratischen Senatsfraktion schlossen sich Sanders in den letzten Tagen an und kritisierten die Einschränkung dringend benötigter humanitärer Hilfe durch die israelische Regierung und forderten die Regierung Biden auf, Waffenlieferungen an Israel zu stoppen, falls es sich weigere, seine erdrückende Blockade zu beenden.

Senator Chris Van Hollen (D-Md.) sagte in einer Rede Anfang der Woche, er habe das Außenministerium gefragt, warum es ein US-Gesetz nicht anwendet, das Militärexporte in ein Land verbietet, das die Lieferung humanitärer Hilfe blockiert.

„Ich habe noch keine Antwort auf die Frage erhalten, die ich vor etwa drei Wochen gestellt habe“, sagte Van Hollen. „Es gibt keine gute Antwort.“

Senator Peter Welch (D-Vt.) sagte am Mittwoch, dass „wir uns dem Widerspruch dessen, was wir tun, stellen müssen“.

„Wir werfen heute Nahrungsmittel in den vom Hunger geplagten Gazastreifen ab und liefern Israel Bomben, die es morgen auf den verwüsteten Gazastreifen abwirft“, sagte Welch. „Wir rufen zu humanitärer Hilfe auf, aber wie kann dieser Aufruf sinnvoll sein, wenn Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in ihrem Bemühen, die Hilfe zu liefern, getötet werden und Palästinenser in ihrem Bemühen, sie zurückzuholen?“

In einem Social-Media-Posting am späten Mittwoch schrieb die Abgeordnete Ilhan Omar (D-Minn.), sie hoffe, dass Präsident Joe Biden „auf seine engen Freunde im Senat hören wird, auch wenn er nicht auf seine Wähler hören wird“.

„Das ist eine Katastrophe, und er kann diesen Weg nicht weitergehen“, fügte Omar hinzu. „Ich bin dankbar für diese Senatoren, die ihn drängen, wie ein Präsident zu handeln, der ernsthafte Einflussmöglichkeiten hat.“

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JAKE JOHNSONJake Johnson ist ein leitender Redakteur und Mitarbeiter von Common Dreams.Full Bio >
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Jon Queally
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KATIE BRITT

 
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Hier eine Rede in Iowa, in dem ersten Staat, in dem die demokratischen Kandidaten in Vorwahlen gewählt wurden, und in dem er mit 28% gegenüber Biden mit 21% in den Umfragen die Nase vorn hatte. Die entscheidenen Aussagen in der 3 Minutenrede kommen nach 2 Minuten und 20 Sekunden: Er kämpft gegen alle, das Establishment der Republikaner, aber auch der Demokraten, gegen Wallstreet und die Versicherungen, und die Pharmafirmen, und die fossile Industrie, und gegen den militärisch-industriellen Komplex, und den Gefängnis-industriellen Komplex, und das ganze verdammte 1%

Gesendet: Dienstag, 04. Februar 2020 um 00:03 Uhr
Von: „Common Dreams“ <commondreams@commondreams.org>
An: „Helmut Käss“ <helmut_kaess@web.de>
Betreff: ‚Let Iowa Be the Beginning of a New America‘ | News & Views

A daily roundup of progressive headlines, opinion, and analysisClick here to view this message in a browser window. 
 
News & Views | 2/3/20Feature…‚Let Iowa Be the Beginning of a New America‘: Last Poll Before Caucus Shows Sanders With 7-Point Lead



by Jake Johnson, staff writer
„The whole world is looking at Iowa. The whole world is asking whether or not the people in Iowa are prepared to stand up and fight for justice,“ said Sen. Bernie Sanders.News…Catholic Social Justice Group Calls McConnell-Run Senate’s 2019 Record a ‚Shocking‘ and ‚Immoral‘ Failure

by Jake Johnson, staff writer
„The Senate is broken, and only a change in leadership can fix it.“

‚Not an Exoneration—A Cover-Up‘: Nationwide Protests Planned to Denounce GOP Acquittal of Trump

by Jon Queally, staff writer
„We the people do not accept this disgraceful attempt to cover up Donald Trump’s abuse of the powers of the presidency and we will make our voices heard in protests Wednesday and on Election Day.“

Bloc of Muslim Nations Warns Trump Israel-Palestine Plan ‚Destroys the Foundations of Peace‘

by Jessica Corbett, staff writer
Joining global critics of a plan that President Donald Trump unveiled last week to address the decades-long Israel-Palestine conflict, the Organization of Islamic Cooperation on Monday rejected the „biased“ proposal and urged members states not to cooperate with U.S. efforts to enforce it.

Divestment Fever Spreads as ‚Eco Radicals at Goldman Sachs‘ Downgrade Exxon Stock to ‚Sell‘ Status

by Julia Conley, staff writer
Three days after CNBC host Jim Cramer pronounced fossil fuel investments as being „in the death knell phase,“ Wall Street firm Goldman Sachs downgraded oil giant Exxon’s stock, advising investors to sell their shares.

„It’s Okay, Chris“: MSNBC’s Matthews Mocked for Fearing Sanders Nomination

by Eoin Higgins, staff writer
„The Bernie surge has Chris Matthews on the verge of tears.“

‚An Appalling Act of Industrial Vandalism‘: Japanese Officials Do PR for Plan to Dump Fukushima Water Into Ocean

by Andrea Germanos, staff writer
The Japanese government told embassy officials from nearly two dozen countries that releasing the water into the ocean was a „feasible“ approach that could be done „with certainty.“

‚Saudi Arabia Must Be Held Accountable‘: Jamal Khashoggi’s Fiancée to Attend State of the Union as Congressman’s Guest

by Jessica Corbett, staff writer
In an effort to pressure President Donald Trump to hold Saudi Arabia accountable for the brutal 2018 murder of journalist Jamal Khashoggi, a Democratic congressman announced Monday that his guest for Tuesday night’s State of the Union speech will be Khashoggi’s fiancée, Hatice Cengiz.

Despite Impeachment and Family Being Targeted, Joe Biden Still Believes He Can Work With Republicans

by Eoin Higgins, staff writer
The former vice president made the comments Monday morning in an interview with NBC News .

‚Bridge to Climate Chaos‘: New Report Details Urgent Need for Total US Fracking Ban

by Andrea Germanos, staff writer
„Unless we ban fracking, these terrifying climate trends will intensify.“

„Don’t Look Away“: Cages Across Des Moines Remind Iowa Caucus-Goers of Trump’s Mass Detention of Migrant Kids

by Jake Johnson, staff writer
„The horrors at our border and throughout our immigration system are too often ignored by the public and politicians.“

More NewsViews…The Candidate Who Best Represents Me Is Only One Saying It’s About Us

by Cari Hernandez
When Bernie says it’s not about him, I see my values and fears and hopes represented in a way I never have before.

The Afghanistan Papers and a Mother’s Question

by Mary Hladky
We must stop the killing, take the trillions of dollars devoted to endless war and instead invest in our people, invest in our environment, and invest in our future.

In the Name of Medicare for All, This Family Doctor Will Vote for Bernie Sanders

by Robert Dodge
It is at long last time for the United States to move from providing the world’s most expensive sick care to providing the world’s greatest healthcare.

At a Church and on Capitol Hill, The Battle for Democracy

by Michael Winship
In Washington, two events on the same day show the promise of American democracy – and the mortal danger to it.

The Creation Myth of the Buttigieg Campaign

by Norman Solomon
The deft spin from the Buttigieg apparatus and the huge media hype about him have obscured the significance of his deep-pocketed backers.

Impeachment Has Always Been More Than Impeachment. And It Still Is.
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Meine Notizen der Nahostkonferenz am 1.2.2020 in Berlin

Hier meine Notizen, allerdings nur unzureichend verbessert

Am Freitagabend:

Nirit 31.1.2020/

und am Samstag Kongress mit Norman Paech u.a. , 1.2.:

DIE DEUTSCHE ISRAELPOLITIK AUF DEM PRÜFSTAND

BEHINDERT DIE DEUTSCHE„STAATSRÄSON“ DEN FRIEDEN IN ISRAEL/PALÄSTINA?

Refugio, Berlin, Lenaustr. 431. Januar/1. Februar 2020, 9.30 – 18.00 Uhr

KoPI-Konferenz 2020 Der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel – Für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden (KoPI)ist der Zusammenschluss von gegenwärtig 28 bundesweiten und regionalen Organisationen und Gruppen, die für ein gleich berechtigtes und friedliches Zusammenleben der Menschen in Israel und Palästina eintreten.

Die Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson Rudolf Dressler (Botschafter a.D.) Moderation: Rüdeger Baron (AK Palästina im NEFF)

Die deutsche Israelpolitik als verfehlte Vergangenheitsbewältigung Prof. Norman Paech (Völkerrechtler, Hamburg) Moderation: Sabine Farrouh (IPPNW)

Siehe auch die KoPI-Plattform unter www.kopi-online.de • kontakt@kopi-online.de

Wie erleben Palästinenser die deutsche Israelpolitik?

Dr. Khouloud Daibes (Botschafterin, Berlin) Moderation: George Rashmawi (PGD)

Die deutsche Staatsräson-Doktrin aus israelischer Sicht. Prof. Moshe Zuckermann (Historiker, Tel Aviv)Moderation: Matthias Jochheim (IPPNW)

Das Ende der Staatsräson – ein Paradigmenwechsel.

Dr. Gerhard Fulda (Botschafter a.D.) Moderation: Claus Walischewski (ICAHD Deutschland)

Abschlusspanel Wie könnte eine andere, verantwortungsvollere deutsche Israelpolitik aussehen? Alle Referenten Moderation: Marius Stark (Pax Cristi) Rüdeger Baron (AK Palästina im NEFF)

Der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel – Für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden (KoPI) lädt ein: DIE DEUTSCHE ISRAELPOLITIK AUF DEM PRÜFSTAND –BEHINDERT DIE DEUTSCHE „STAATSRÄSON“ DEN FRIEDEN IN ISRAEL/PALÄSTINA?„Die Sicherheit Israels ist Teil der deutschen Staatsräson“,verkündete Bundeskanzlerin Merkel 2008 vor der Knesset in Jerusalem. Dieses Bekenntnis wird in letzter Zeit immer wieder zitiert; es ist parteiübergreifend zum Schlüsselbegriff der deutschen Israel-Politik geworden.Wenn man im Lexikon den Begriff „Staatsräson“ nach-schlägt, wird man auf Machiavelli verwiesen, der ethische Prinzipien oder Rechtsvorschriften dem Eigennutz von Herrschaftsinteressen explizit unterordnete.Das Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zum Staat Israel muss ein besonderes sein, denn Israel wurde Zufluchtsort vieler europäischer Juden nach dem Völkermord des deutschen Nazi-Regimes. Die Verbundenheit Deutschlands mit dem Staat Israel und die Sorge um Israels Sicherheit ist die notwendige Konsequenz aus der Geschichte. Aber inwiefern ist es im deutschen Interesse, alles, was Israel für seine Sicherheit für notwendig hält, kritiklos hinzunehmen? Stehen dahinter auch eigennützige Elemente, etwa das Interesse an einem florierenden Waffenhandel in beiden Richtungen, an wirtschaftlicher und militärischer Zusammenarbeit etc.? Und wo bleiben Fragen des Völkerrechts und der Menschenrechte im Vorgehen Israels gegenüber den Palästinenserinnen und Palästinensern? Unsere Tagung will den Status Quo der „deutschen Staatsräson“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und Möglichkeiten produktiverer politischer Ansätze im Sinne einer Förderung friedlicher Lösungen der Nahost-Problematik ins Auge fassen.

Auftaktveranstaltung Daheim entfremdet Erzählung und Musik Erkenntnisse aus meinem Mutterland, der „einzigen Demokratie in Nahost“ Nirit Sommerfeld und ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH Duo (Andi Arnold, Lili Sommerfeld) www.nirit.de Freitag, den 31. Januar, 19.00 Uhr Eintritt 10,- €

Matthias Jochheim stellt Rüdiger Baron vor.

Rüdiger Baron spricht über die “deutsche Staatsräson“, die vertrat einmal die Interessen der Fürsten gegenüber ihrem Volk. Er zitierte aus einem Text von Dressler, siehe oben, eine Text von 2005, der war parlamentarischer Staatssekretär und Botschafter in Israel.

Die „Sicherheit Israels“, sei Teil der deutschen Staatsräson, Intifadabilanz, es gab über 1000 tote Israelis, jeder 10 Tag gab es ein Selbstmordattentat.

Nach der Auslieferung von drei Toten aus dem Libanon ehrten alle Israelis die toten Soldaten,

Sharon sagte: Sie werden es nicht verstehen, aber wir sind Deutschland zu großem Dank verpflichtet.

Der Holocaust Gedenktag ist Teil der israelischen Staatsräson

Dressler wurde eingeladen zum Holocaustgedenktag 2003 , er dachte an einen Irrtum, denn normal können die deutsch israelischen Beziehungen nicht sein, aber durch den Konflikt im Nahen Osten, gab es ein Spannungsfeld, und dies führte zu einer vertrauensvollen militärpolitischen Zusammenarbeit und wir werden zur Zeit als zweitwichtigster Partner nach den USA angesehen.

Ein Ende des Israelisch/Palästinensischen Konflikts sei erst abzusehen, wenn eine der beiden Seiten erschöpft sei.

Laut einer Tageszeitung gibt es Dinge, für die es es kein Geld gebe, keines für Sonderschulen, dagegen für orthodoxe religiöse Angelegenheiten, man muss die Realitäten zur Kenntnis nehmen, die gesicherte Existenz Israels sei im nationalen Interesse Deuschlands, soweit Dressler.

Diskussion:

Atomkriegsgefahr, deutsche Lieferung von Atom- U-booten

Fischer, , wie aus dem Schlamassel heraus…

Palästina, terrorismus, ohnmacht und widerstand,

ursachen des Terrors, Staatsterrorismus,

Es gibt ein Recht auf Widerstand gegen Besatzung, das darf sich gegen Soldaten und Polizisten richten, das sei kein Terror, darf sich aber niemals gegen Zivilisten richten.

Norman Paech,

Zitate von Dressler, von 2005, wurden von ihm ausgesucht,

Monstrosität Ausschwitz, Wortfloskeln, „nie wieder Krieg nie wieder Ausschwitz“,materielle und finanzielle Entschädigung, Wiedergutmachungszahlungen, Druck der USA, 1952, schwerste Gefahren, Macht der Juden in den USA, deshalb Versöhnung, Finanzierung der zionistischen, Schuld, bis 1964 ließ Strauss an Israel gelieferte Waffen als gestohlen melden,

Israel als Störfaktor, Friedensiniative, Brandt sei nicht bereit gewesen, Israel bedingungslos zu unterstützen, die ganze Welt der Nato stand seit dem Oktoberkrieg nicht mehr hinter Israel,

Meir, Isolationierungskomplex, Palästinenser wieder eine Heimat,

Dialog mit Israel, Liebesentzug, Rechte der Palästinenser, l

mappai, später Arbeitspartei, förderten die Siedlungspolitik, Schmidt war dagegen, aber die Israelis arbeiteten daran, Deutschland nicht von der Hypothek seiner Verbrechen zu befreien, lehren nicht gezogen, eigenen Verantwortung negiert, farce, des Trump natanyahu, bis zum erbrechen, nie wieder, nicht Ausrottung, aber Apartheid, nicht Ausschwitz, aber Gaza, hohle festagslyrik, zum Preis, unglaubwürdig zu werden, nie wieder krieg nie wieder Auschwitz, Palästina reichte,

Diskussion:

in der Linkspartei gibt es interne Kämpfe,

gegen internationales Recht? weiter Druck für Menschenrechte, wir brauchen den Druck von unten, muss alles viel schlimmer werden, bevor es besser wird,

nicht nur die Gesichtspunkte Holocaust, aus der moralischen Sicht, es gibt auch die wirklichen Interessen, zum Beispiel der Rüstungsindustrie, und die gemeinsame Politik, als Speerspitze, nach Osten zu gehen. Es gab eine Jusokonferenz, auch mit dem DIG, die sagte, man dürfe nicht der Büttel der israelischen Politik sein, und Gabriel sprach nach Besuch in Hebron von Sympathien für die Palästinenser. Elke Zwing wies auf das Völkerrecht und den Schwur von Buchenwald hin: nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg, und zwar beides!

Man müsse immer mit der Verlogenheit der Politik und ebenfalls der Kirchen rechnen, die Wahrheit wüssten sie alle, aber dominieren würde das Spiel der Politik, „nutzt das unserer Politik?“ Das sei ein Problem aller Parteien…

Frau Nagel, Schweiz, internationale Palästinasolidarität, es sollten möglichst viele nach Bethlehem…

Botschafterin Palästinas, Frau Dr. Khouloud Daibes

Wie erleben Palästinenser die deutsche Israelpolitik?

noch schwierigere Zeiten, komplexes Thema, wir respektieren die deutsche Politik, wir suchen alle nach einer friedlichen Lösung, auswärtiges Amt, Kenntnisnahme des Planes, Status von Jerusalem, Verhandlungen, schwere Menschenrechtsverletzungen werden noch belohnt,

Kontext der Realität: Status hat sich nicht geändert, einerseits stehen ihr alle Türen offen, aber dennoch hat sie keinen Status, Wir glauben an das Signal, dass gewaltfreier Widerstand erfolgreich ist, aber die doch häufige Botschaft: „friß oder stirb“ ist sehr gefährlich, wir möchten gleiche Rechte für alle und lehnen Verhaftungen Tötungen, Häuserabrisse ab, 139 Staaten haben Palästina anerkannt, in den Staatsgrenzen von 1967, mit der Hauptstadt Ostjerusalem, es gibt drei Lösungen: Zwei Staaten, ein Staat, oder Apartheid…

Diskussion:

Es gibt auch eine palästinensische Spaltung, wir brauchen einen multilateralen Rahmen, der israelisch amerikanische Plan ist zutiefst unseriös, wir brauchen einen seriösen Prozess, Ein Zweistaatenlösung, auf einem lebensfähigen Teil unseres Landes, …

Moshe Zuckermann: (nachher konnte man sein Buch: der allgegenwärtige Antisemit kaufen. Ich habe schon den ersten Teil gelesen, umwerfend!)

„ich bin gekommen, um zu unterminieren“, Moral ist Unsinn, es gibt extrem viel moralische Farce, moralische Verantwortung , es handelt sich um zutiefst unmoralische Forderungen,

die Shoa ist ein Wahlkampfakt geworden, ich bin ein Sohn von Auschwitzüberlebenden, aber das wird so instrumentalisiert, zionisiert. Es gibt drei Begriffen, Judentum, Zionismus und Israel, alle Faschisten dieser Welt werden im Moment eingeladen nach Yad Vashem, zu einer staatsmonopolistischen Kranzabwurfgedenkstelle , die Haupthistorikerin von , yash shalem, polen hat nicht kooperiert, Völkermord bürokratisch geleitet.

yad vashem, Netanyahu, ist ein Großmeister in Tricks, wo alles schon entglitten ist, Israel wollte den frieden nie, es gibt keine partner beim Friedensvertrag,

Trump ist ein Sympton für die Welt, wo er hin hören muss, auf das Stammtischgedröhn,

meine Generation dachte, der Faschismus hat viel verbrochen, aber Orban ist ein Hortyanhänger, Horty war ein Faschist, auch Orhan ist ein Antisemit und autoritärer Faschist,die AfD geht in die gleiche Richtung

Wir müssten gegen jede Art von Rassismus und Menschenrechtsverstößen vorgehen,

institutioellen stärkung in seiner sicherheit,

deutsche politik und medienwelt, die antideutschen, wenn nicht eingebettet, israel nicht an israel

arbeit ansetzen, was bedeutet aufarbeitung der vergangenheit, verrät man die namen der opfer,, deutsche staatsräson nicht mit sicherheit israels zu tun, welt wo faschismus, frieden oder nuklear zu bombardieren, nahostkonflikt neu einordnen, zweistaatenlösung liquidiert, möglicherwiese binationaler staat,

binationaler staat,

Diskussion, reiner bernstein,

Gefahr irans zur Atomwaffenanschaffung,

Gefahr dass Israel

Gerhard Fulda : sein Vortrag ist auf den Nachdenkseiten zu lesen,

verzichtet auf , ausschließlich völkerrecht, dabei Irrtümer schlecht vermeidbar, vier schritte:

1. der Sachverhalt

2.darlegung des themas,

der blick aus israelischer Sicht

israelische Vorgaben

3 bisherige Veränderungen der deutschen Politik,

4. ziel erreicht,

a) Schlussfolgerungen,

b) imehr Transparenz,

e. Auf allen wichtigsten baustellen, komplexe befehlsorganisation, auss Israel,

Projektmanager,

sicherung der existenz israels

zu sicherung der wirtschaftlichen existenz,

III. Zusammenfassende Thesen

Keiner kann sich auf Israel, provoziert andere staaten,

gewinn für israels sicherheit nicht sicher, vielleicht Verschimmerung,

unsere moralische verpflichtung m

holoCAUST gemeinsam mit israel auf den weg konfliktvorbeugenden nicht ohne Transparenz,

jetzt die weichen neu gestellt, moralische Last freikaufen, Staatsräson schwach und lustlos,

nukleare Erstschlagsfunktion ist fragwürdig,

von der nulearen Abschreckung zu diplomatischen entspeannung,

nuklearwaffenfähige abschussbasen

Zusammenhang mit der Weltsituation,

nahostkonflikt, Iran, Israel ,

friedliche Weltevolution,

wegen Frieden, umwelt und soziales

anzeige gegen die chefs der Werften, staatsraison,

journalisten, wer war der redenschreiber für frau merkel,

dressler und frau merkel, shimon stein?? Die haben so oft bei Rotwein zussammengesessen,

kann ja träumen,

Diskussion:

Kooperation statt Konfrontation,

Am 10. Mai fand vor 10 Jahren der Überfall auf die Gazaflotte statt…

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Nahostkonferenz Berlin, 1.2.2020

Hier die Einladung , und hier meine Notizen,

zu der KoPI-Konferenz Die deutsche Israelpolitik auf dem Prüfstand –
Behindert die deutsche „Staatsräson“ den Frieden in Israel/Palästina?
hier eine Videoaufzeichnung, Manusskripte, Interviews, Medienartikel und eine Erklärung.

Viele Grüße Gabi

KoPI-Konferenz am 31.01./01.02.2020 in Berlin

Veranstalter: Deutschen Koordinationskreis Palästina/ Israel

Ankündigungsflyer
https://www.kopi-online.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/11/200201kopi.pdf
Videoaufzeichung der Konferenz: bie mir etas dunkel, aber sehr gute Akustik!
https://vimeo.com/390197616
Interviews von Referent*innen während der Konferenz https://www.youtube.com/watch?v=MbOzz_LTNog
schriftlicher Vortrag von Norman Paech:
www.norman-paech.de/app/download/5813686871/KOPI+Berlin+Deutsche+Israelpolitik+01-02++-2020.pdf
schriftlicher Vortrag von Gerhard Fulda . https://www.nachdenkseiten.de/?p=58180

Presse zur Konferenz, https://www.jungewelt.de/artikel/371508.nahost-der-siedlungsbau-ist-v%C3%B6lkerrechtswidrig.html, https://www.jungewelt.de/artikel/371507.kopi-gegen-das-v%C3%B6lkerrecht.html
https://www.jungewelt.de/artikel/371804.nahostkonflikt-demontiertes-v%C3%B6lkerrecht.html

Eine ausführlichere Zusammenfassung der Konferenz ist hier nachzulesen:
https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=4464

Abschlusserklärung  Berlin, 2. Februar 2020

Am Wochenende 31.1./1.2.2020 fand in Berlin die KoPI-Konferenz statt unter dem Titel: „Die deutsche Israelpolitik auf dem Prüfstand – behindert die deutsche ‚Staatsraison’ den Frieden in Israel/Palästina?“

Auf dieser Konferenz wurde eine Erklärung diskutiert, die vom Sprecher*innenkreis verabschiedet wurde:

  • Der „Trump/Netanjahu-Deal“ ist eine „Kriegserklärung“ an das Völkerrecht und die allgemeinen Menschenrechte.
  • Die Bundesrepublik Deutschland ist ein gewichtiger internationaler Akteur. Wir erwarten, dass die Bundesrepublik aufhört, die militärische Konfrontation durch Waffenlieferung in die Nahost-Region zu perpetuieren.
  • Die PalästinenserInnen müssen endlich die vollen Menschenrechte erhalten, sei es in einem eigenen Staat oder sei es in einem demokratischen Staat Israel. Die Besatzung muss beendet werden.
  • Die Bundesregierung sollte, um die politische Gleichberechtigung der zwei Völker international voranzubringen, Palästina als Staat anerkennen, wie dies bereits Schweden und 138 weitere UN-Mitglieder getan haben.
  • Mit dem Ziel einer stabilen, international abgesicherten Friedensordnung sollte sich die Bundesregierung für die Errichtung einer atomwaffenfreien Zone, bzw. einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen in der gesamten Region einsetzen.
  • In Deutschland fordert KoPI, dass die durch Parlamentsbeschlüsse herbeigeführten Einschränkungen der freien Meinungsäußerung und die Behinderung der Versammlungsfreiheit aufgehoben werden.
  • KoPI fordert zivilgesellschaftlichen Widerstand und konsequentes rechtstaatliches Vorgehen gegen jede Form von Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, wieAntisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antiziganismus sowie Anfeindungen asylsuchender Menschen. Volksverhetzung und Nötigung und erst recht direkte Gewaltanwendung sind gravierende Straftatbestände und müssen konsequent verfolgt und unterbunden werden.
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Nirit S.

Nirit.de

Am Freitagabend, den 31.01.2020, lief dieses Programm in Berlin/Neukölln:

Sie hielt einen sehr persönlichen Vortrag, ihr Großvater brachte ihren Vater und andere Juden nach Israel, da er sie schützen wollte. Er selber dachte, dass ihm als dekoriertem Soldaten im ersten Weltkrieg nichts passieren würde. Er wurde später im KZ gehängt. Ihr Vater heiratete dann in Israel eine Jüdin. Sie selbst wurde in Eilat/Israel geboren, einem heißen und trockenen Landstrich, und verbracht dort die ersten Jahre frei und glücklich. Dann starb ihre Großmutter und mehrere Verwandte durch eine syrische ? Granate, und ihre Eltern kehrten mit ihr nach Deutschland zurück, einem kalten und nicht sehr sympathischen Land. Sie hatte ein große Sehnsucht nach Israel. Dann, als ihre jüngere Tochter 13 Jahre war und die ältere zu studieren begann, sagte ihr Mann, gehen wir doch nach Israel. Dort hatten sie eine tolle Zeit, ihre Tochter war glücklich, aber Nirit störte sich am Umgang der Mehrheit mit den Palästinensern. Sie bekam Kontakt zu den Palästinensern insbesondere über einen illegalen Bauarbeiter, dem sie entscheidend helfen konnte, bekam von dessen Familie ein tolles Kleid, hatte aber nach einiger Zeit das Gefühl, dass ihr Umfeld sie sowenig verstand, dass die ihre Kleinfamilie wieder nach Deutschland zurückkehrte. Hier wurde sie Mitglied der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahen Osten“ und anderer Organisationen, die sich für den Frieden der Menschheitsfamilie im Nahen Osten und in der ganzen Welt einsetzen.

Der Vortrag und die begleitende Musik und Lieder durch Nirit, ihre Tochter Lili und ihren Klarinettisten gefiel mir ausgezeichnet. Soviel Kraft und Wärme in der Stimme

Eintritt 10,-€ Refugio, Berlin Neukölln, Lenaustr. 4 U-Bahn Hermannsplatz Freitag, den 31. Januar 2020 19.00 Uhr

Erkenntnisse aus meinem Mutterland,

der „einzigen Demokratie in Nahost“

Daheim entfremdet

– Erzählung und Musik

(Andi Arnold, Lili Sommerfeld) www.nirit.de

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„Defender“ 2020

Der Aufruf!

Die Stellungnahme der Bundeswehr

Und ein Plakathinweis

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Atomenergie und globales Energiesystem

Neue Studie: Globales Energiesystem mit 100% Erneuerbaren Energien

Warum Atomenergie das Klimaproblem nicht lösen kann

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Umgang mit Trauer auf Englisch

Hier ist eine Frau, die sagt, wie man mit Trauer sinnvoll umgeht.

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doppelter Selbstmord

Martin Sheen spricht über den doppelten Suzid, Klima und Atomkrieg, leider nur auf Englisch

https://worldbeyondwar.org/video-twin-dangers-with-martin-sheen/?link_id=6&can_id=a0d273640c2cf55fa1d84e9664566676&source=email-wbw-news-action-new-martin-sheen-video-for-world-beyond-war&email_referrer=email_698614&email_subject=wbw-news-action-new-martin-sheen-video-for-world-beyond-war
Martin Sheen spricht über den doppelten Suzid, Klima und Atomkrieg, leider auf Englisch
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„Narrativ“

Neuer (Juli 2022) Versuch:

Die Krisen, Krieg, Hitze, Hunger, drohen über uns zusammenzuschlagen. Wir müssen uns als menschliche Familie zusammenschließen, Kooperation statt Konfrontation ist dasentscheidende Prinzip. In allen Ländern müssen wir gebieterisch diese Forderung erheben.Wir brauchen Organisationen  für Sicherheit und Zusammenarbeit wie in  Europa, der ganzen Menschheit. Die  Sonne sorgt im Überschuss für unsere Energieversorgung, das Wissen und die Weisheit und die technischen Errungenschaften der Menschheit nimmt ständig zu. Wir müssen nur gemeinsam eine gute Zukunft einfordern und zum Beispiel in einer jährlichen festlichen Erinnerung an das Manifest  von Russell und Einstein immer wieder bekräftigen. Auf zur Sonne, zum gemeinsamen guten Leben!

 

_________________________________________——–

Aus unseren vielen und gefährlichen Krisen gibt es einen Ausweg: den Weg von Bertha von Suttner, von Mahatma Ghandi, von Martin Luther King, von Nelson Mandela, von Willy Brandt, von Michail Gorbatschow, von Bernard Lown und von vielen anderen: Wir brauchen Organisationen  für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, im Nahen Osten und der ganzen Menschheit. Die  Sonne sorgt im Überschuss für unsere Energieversorgung, das Wissen und die Weisheit und die technischen Errungenschaften der Menschheit nimmt ständig zu. Wir müssen nur gemeinsam diese gute Zukunft einfordern und in einer jährlichen festlichen Erinnerung an das Manifest  von Russell und Einstein immer wieder bekräftigen. Auf, zur Sonne, zum gemeinsamen guten Leben!

________________________-

folgender Vorschlag für ein aktuelles und rettendes Narrativ:

Die Menschheit ist in großer Gefahr. Das Gewinnstreben einer kleinen Minderheit bedeutet Kriege weltweit und hemmungslose Ausbeutung der Natur mit dramatischen Überschreitungen der planetaren Grenzen. Helden wie Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King, und jetzt Julian Assange, Edward Snowden, Rainer Mausfeld und Greta Thunberg kämpfen dagegen an und tragen dazu bei, dass wir die glückliche Zukunft bekommen, die uns Albert Einstein in dem Manfest Russell/Einstein 1955 vorhergesagt hat, „wenn wir richtig wählen“. Das heißt, wir schaffen unsere glückliche Zukunft mit Kooperation statt Konfrontation in Absprache mit allen wichtigen Kräften, auch im Rahmen der Charta der Vereinten Nationen, so wie das Willy Brandt und Michail Gorbatschow mit ihre Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa schon einmal erreicht hatten.

—-

Eine wegweisende „Story“, ein „Narrativ“? Die Idee kommt von George Monbiot. Mein Vorschlag:

Optimismus

Publiziert am 5. Februar 2020 von admin

Optimismus ist Pflicht: Nur Optimismus gibt uns die Kraft, das Ruder herumzureißen für eine gute menschliche Zukunft. Zur Zeit sieht es schlecht aus, es droht uns der “doppelte Suizid” von der durch menschlichen Habgier durch Bereicherung auf Kosten von anderen. Viele Kriege bedrohen uns, immer mit der Gefahr der Vernichtung der Menschheit, die Klimaerwärmung steht mit immensen Schäden kurz bevor, die neun planetaren Grenzen der menschlichen Zivilisation drohen überschritten zu werden.

Aber wie schon das Manifest von Russell und Einstein 1955 sagte, das Glück der Menschheit ist noch sehr gut möglich, wenn wir, wie von dem New Deal von den USA und Willy Brandt und Egon Bahr gezeigt, Kooperation statt Konfrontation wieder zu unseren höchsten Prinzipien erheben und dafür eine friedliche Weltrevolution machen mit einer Umwandlung des ökonomischen in ein ökologisches Jahrhundert. Wenn wir den Umstieg von fossil zu erneuerbar zügig gestalten, fallen wichtige Kriegsgründe weg. Die Erde ist vom Äquator bis Schweden und sogar bis Island gut mit erneuerbaren Energien zu versorgen, die ja als Produkt der Sonne auch das Leben erst ermöglicht haben. Wir können für eine Welt mit optimaler Bildung für jeden sorgen, damit die menschliche Erfindungskraft sich unbehindert entwickelt. Der Großteil des Geldes für Umwelt und Soziales und die Umstellung der Energieversorgung kann aus dem Militär durch starke Kürzung auf reine Verteidigungsfähigkeit und hohe Steuern für Superreiche kommen. Wie Caitlin Johnson sagt, wir sind Abkommen von Gruppenwesen, von Affen, und nicht von Eisbären oder Tigern. Unsere Hauptbeweggründe sind gruppenbezogen. Wir brauchen eine Fortentwicklung unseres politischen Systems mit weltweiten Sicherungssystemen a la OSZE und UN, mit weltweiten dauernden Abstimmungen, um alle gut zusammenzuleben und unsere Probleme in den Griff zu bekommen. Wir schaffen es entweder gemeinsam oder gar nicht. Dazu gibt es viele Ideen. Zum Beispiel eine mit Kofi Anan von den “Elders” , eine mit der Rede von Ernst Ulrich von Weizsäcker und eine vom Palästinenser Mazin Qumsiyeh: “Optimism” .

Herzliche Grüße, Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881

dazu noch weiterer Stoff, der vielleicht noch verwendbar ist:

Die aktuellen Regierungen dieser Welt, zur Zeit überwiegend gesteuert durch die Interessen der extrem Reichen, drohen jetzt die Menschheit in ein Chaos zu stürzen: Durch den extrem ungleich verteilten Reichtum, durch einen Suicidalen Atomkrieg und seine Vorbereitung, durch die Klimakatastrophe und die Sprengung der planetaren Grenzen.

Wir müssen jetzt lernen, als menschliche Familie denken, wir gehören alle zur Spezies des Homo „sapiens“, und haben bisher, noch kein anderes vernunftbegabtes Wesen im Universum gefunden. Wir sind mehr soziale als Konkurrenzwesen.

Alle besorgten Menschen weltweit erheben sich deshalb, wählen ihre Regierungen ab oder stürzen sie wie seinerzeit in Bolivien, denken an das Versprechen des Manifests von Bertrand Russell und Albert Einstein, “Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen, eine beständige Ausweitung von Glück, Wissen und Weisheit.” lösen die Probleme trotz schwerster Widerstände, und entwickeln vor allem in vielen kommunalen, aber auch in nationalen, regionalen wie Europa und UN-Beratungs- und Beschlussgremien vielfältige zielführende Beschlüsse, schaffen Kriege ab, sorgen für eine Welt mit optimaler Bildung für jeden, damit die menschliche Erfindungskraft sich unbehindert entwickelt, und führen die Menschheit zu einer immer weitergehenden Entwicklung und zu dem versprochenen dauerhaften Glück und zur Zufriedenheit…

Nächtliche Ideen bei Hanni:

  • die wirklichen Tyrannen: der Militärisch-industrielle Komplex, die Superreichen, die fossile Industrie und die verbliebenen wirklichen Diktatoren.
  • Schutz der Gesellschaft vor entgleister Gewalt von eigener oder fremder Seite
  • Ein Gutteil des Geldes für Umwelt und Soziales und die erneuerbaren Energien kann aus dem Militär und den hohen Steuern für Superreiche kommen
  • begleitend sollte der Fußabdruck und Bilanzen für alle etwas größeren Einheiten bestimmt werden… ein guter Baustein gegen die Klimaerwärmung sind Plushäuser und Plusgrundstücke…

Dazu mein Text:

Schaffung einer gesunden, weltweiten friedlichen Gesellschaft

Eine absolut notwendige Utopie, angeregt durch Caitlin Johnstone, mehr dazu unten.

Wenn wir den Umstieg von fossil zu erneuerbar zügig gestalten, fallen wichtige Kriegsgründe weg. Die Erde ist vom Äquator bis Schweden und sogar bis Island gut mit erneuerbaren Energien zu versorgen, die ja auch das Leben erst ermöglicht haben.

Wenn wir daneben die grob vernachlässigten planetare Grenzen endlich berücksichtigen und ein weltweites ökologisches Jahrhundert mit einer friedlichen Revolution einläuten, ist, hat der Mensch den Sprung von der Steinzeit in die Moderne geschafft. Wir brauchen eine Fortentwicklung unseres politischen Systems mit weltweiten Sicherungssystemen a la OSZE und UN, mit weltweiten dauernden Abstimmungen, um alle gut zusammenzuleben und unsere Probleme in den Griff zu bekommen.

Der Artikel von Caitlin Johnstone „Nur aufgeklärter Kollektivismus kann uns noch retten“ , ist in Free21 kostenlos herunterzuladen. Von der Homepage www.free21.org rechts oben auf das Bild mit Kohl und Merkel klicken, dann entsteht das PDF des Dezemberheftes daneben. Der letzte Artikel ist es, von Seite 48-50.

Homepage

dazugehörige Stücke

 

 

 

 

 

 

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eine Friedenskämpferin in Israel

Gesendet: Freitag, 03. Januar 2020 um 23:40 Uhr
Von: „Adam Keller“ <1453ak@gmail.com>
An: intl@mailman.gush-shalom.org
Betreff: Remembering Hava Keller, a pioneer in the anti-occupation struggle

A memorial meeting for the late  Hava Keller, 

who died last Tuesday, will take place Monday Jan. 6 at 7.00 PM  In Beit Ha’Sofer, 6 Kaplan St. Tel Aviv 

Contact: +972-54-2340749===================================================================

Remembering Hava Keller, a pioneer in the anti-occupation struggle

Hava Keller, who died at the age of 90 this week, was one of the few Israelis whos spoke publicly about her role in the Nakba, and was at the heart of several groundbreaking anti-occupation and feminist movements.

Oren Ziv

ByOren Ziv, +972 Magazine, January 2, 2020
https://www.972mag.com/remembering-hava-keller-a-pioneer-in-the-anti-occupation-struggle/

Hava Geller, right, takes part in a vigil marking the 20th anniversary of the Women In Black movement, Jerusalem, December 28, 2007. (Oren Ziv/Activestills.org)

Hava Geller, right, takes part in a vigil marking the 20th anniversary of the Women In Black movement, Jerusalem, December 28, 2007. (Oren Ziv/Activestills.org)

Hava Keller, a veteran anti-occupation activist, passed away in Tel Aviv on Tuesday at the age of 90. Keller was one of the founders of the feminist anti-occupation group Women in Black, as well as Gush Shalom and Women for Political Prisoners. She was also an activist with Ta’ayush and other left-wing groups.

Over the past three decades, Keller had been a consistent presence at left-wing protests, always standing curbside with a sign and driven, according to friends’ recollections following her death, by an unshakeable belief in human rights.

Keller was born in 1929 in Łódź, Poland. Her family fled the country in December 1939, assisted by German friends in the city, and made their way to Lithuania. In January 1941, a few months before the Nazis occupied the country, Keller’s family left for Tel Aviv along with other Jews who had received a permit to go to Palestine.Get Our Weekly NewsletterSign up

Keller joined the Haganah Zionist paramilitary group when she was in ninth grade and was arrested by the British on numerous occasions for hanging political posters. She took part in the 1948 conquest of Acre; in 2006, she provided testimony about the occupation to the Israeli NGO Zochrot, which works to document the Nakba:

People fled in cars. My job was to sit in an observation tower and count the number of vehicles leaving Acre. There were almost no residents there when I entered Acre. We walked around the city. One apartment gave me a shock. We arrived… and the door was open. On the table were pitas and coffee, as if they had been in the middle of breakfast. There was a pair of baby’s shoes on the floor. [I thought to myself] that his feet must be cold, that we had to find the child. I started shouting and crying.

Keller cited it as one of the moments in which she understood that something was not right.

Toward the end of the 1948 War that followed Israel’s establishment, Keller took part in a Haganah operation that expelled Palestinians from Bir es-Seba, would would become Be’er Sheva after the war. In 1949, she was among the Israeli guards overseeing Palestinian laborers who were dismantling the railroad to Rosh Hanikra, near the Lebanese border, on the grounds that train transport to Lebanon was no longer needed. When one of the workers tried to escape, Keller and the other guards shot him to death.

Her son, Adam Keller, remarked this week that his mother “rarely mentioned horrifying incidents. Once, for example, she recalled shooting someone who ran toward her.”

‘That was the day my Zionism died’

Following the 1948 war, Keller got married and had two children. She and her husband, Ya’akov, were among the founders of Kibbutz Saar, near the Palestinian village of al-Sumayriyyah whose residents had been expelled in 1948. For months, Keller asked fellow kibbutz residents when the Palestinians would return, and was always told “soon.” One day, she saw that the village’s houses had been torn to the ground, with just an aqueduct left intact. Kibbutz Lochamei Hagettaot (Fighters of the Ghetto) now stands on the ruins of the village.

“That was the day my Zionism died,” Keller told a Zochrot tour group 10 years ago. “I understood that Israel had no intention of living in peace with the Palestinians, and that they wanted to expel them from the country.”

Keller’s political activism began in the 1950s, when she became involved with Mapam, a socialist-Zionist party. She took part in solidarity demonstrations with striking laborers who were fighting for better conditions.

“The word ‘feminism’ didn’t exist in Israel at the time, but she resented that women in the kibbutz were ordered to work in the kitchen or doing laundry,” her son, Adam, recalled.

Hava Geller at a solidarity protest in front of Hasharon Prison on Palestinian Prisoners’ Day, April 17th, 2007. (Oren Ziv/Activestills.org)

Hava Geller at a solidarity protest in front of Hasharon Prison on Palestinian Prisoners’ Day, April 17th, 2007. (Oren Ziv/Activestills.org)

The Kellers moved to Tel Aviv in 1953. Hava was part of the first history course taught at Tel Aviv University, and taught history and civics to ninth-graders for several years. One parent, according to her family, complained to the school where she taught that she was “turning my son into a leftist.” The principal rejected the complaint.

In the early 1980s, Keller’s political activism intensified with her opposition to Israel’s invasion of Lebanon and occupation of the West Bank, Gaza and East Jerusalem. She also became active on behalf of Palestinian prisoners.

When the First Intifada broke out in 1988, Keller became involved with “Hala Hakibush” (“Down with the Occupation”) and, along with other women, founded “Women for Political Prisoners.” For years, Keller took part in weekly protests outside Hasharon Prison in central Israel, which coincided with prisoners’ family visits. Keller also brought warm clothes, blankets, and other items for the women in the prison.

Following the Oslo Accords in the mid-1990s, Keller participated in the struggle for the release of female Palestinian prisoners, who were supposed to be freed as part of the agreement. Israel initially refused to release inmates who had received life sentences, but relinquished as a result of the campaign.

“Her dedication to the cause of Palestinian prisoners was, in part, connected to her sense of guilt over her past,” explained Adam, her son.

Hava Geller at a solidarity protest with draft refuser Natan Blank, Tel Aviv, May 21, 2013. (Oren Ziv/Activestills.org)

Hava Geller at a solidarity protest with draft refuser Natan Blank, Tel Aviv, May 21, 2013. (Oren Ziv/Activestills.org)

“Everyone loved her,” recalls Malka Geyer, a friend of Keller’s. “We got in touch with Suha Arafat [Yasser Arafat’s now-widow] in order to establish ‘Women for Children’ (specifically minors in detention), and went to meet her in Gaza. She took us to sit with Arafat. As soon as Hava appeared, he got up to hug her.

“Her activism was known throughout the [occupied] territories,” Geyer continues. Even Arafat, who was in exile in Tunisia before being allowed back into the country in the early ’90s, had heard of her.

In 1992, after Yitzhak Rabin’s government expelled hundreds of Palestinians to Lebanon, Keller helped establish a joint Jewish-Arab committee to oppose the deportation. In addition, she and others launched Gush Shalom in response to what they saw as the insufficient action of Peace Now, then Israel’s most prominent pro-peace organization.

From 1988 to 2018, when her health began to decline, Keller attended several protests every week — especially those of Women in Black in central Tel Aviv. She also regularly took part in demonstrations in the West Bank, including in Bil’in, as well as inside the Green Line, including al-Araqib in the Negev, Givat Amal in Tel Aviv, and the social justice protests of 2011.

Friends and family who attended Keller’s shiva (the week-long mourning period in Judaism) in Tel Aviv this week recalled a woman who insisted on helping others, whether people or animals. Rina Moss, a friend, noted “her deep understanding of rights as universal” and her need “to do what was necessary, no matter what people said.”

“She had an inner need to protest,” said Ursula, another friend. Keller’s son, Adam, added that at one point she was attending three-to-four protests a week.

Keller requested that she be cremated and her ashes scattered in the sea along the Tel Aviv coast, where she lived most of her life.

Oren Ziv

Oren Ziv is a photojournalist, a founding member of the Activestills photography collective, and a staff writer for Local Call. Since 2003, he has been documenting a range of social and political issues in Israel and the occupied Palestinian territories with an emphasis on activist communities and their struggles. His reportage has focused on the popular protests against the wall and settlements, affordable housing and other socio-economic issues, anti-racism and discrimination struggles, and the struggle to free animals.

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Klimawende leider jetzt…

Laut Frau Kemper handelt es sich bei den meisten Argumenten gegen die Energiewende um Mythen und dies begründet sie im November 2019 kurz, aber gründlich.

Und hier noch etwas Grundsätzliches: Die wissenschaftlichen Daten sind erschütternd eindeutig.

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der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther zur menschlichen Entwicklung

Hier ist die acTVism Videoserie mit Prof. Dr. Gerald Hüther, und hier das Video mit ihm über Wissenschaft, Grundeinkommen, Demokratie und die Würde des Menschen, das ich begeisternd finde

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Folter

Niemand darf der Folter unterworfen werden!“ Ein Video über die US-amerikanischen Foltertechiken.

Dazu gibt es ja ein Buch, das sich ausführlich damit befasst: Naomi Kleins „Die Schock-Strategie

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Querfront 2017

Rainer Mausfeld sagt, dass der „Querfront“ Begriff zutiefst ideologisch geprägt sei. www.nachdenkseiten.de/?p=34504  Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld. Ein Zitat:

Es ist daher besonders erhellend zu untersuchen, von wem diese Attacken ausgehen und gegen wen sie sich richten. Die Systematik hierbei scheint recht offenkundig zu sein: Die „Querfront“- und „Rechtsoffen“-Vorwürfe gehen fast stets von Vertretern der reformistischen „system-offenen“ Linken aus und richten sich überwiegend gegen Personen, die in ernsthafter Weise gegenwärtige Machtverhältnisse hinterfragen und sich für eine gerechtere und wirklich demokratische Gesellschaft einsetzen. Denn diese Personen gefährden nicht nur die Erfüllung der systemstabilisierenden Funktion der reformistisch-symbiotischen Linken, sondern erinnern diese auf psychologischer Ebene auch immer wieder an deren Verrat ihrer eigenen Leitideale. Das erklärt vielleicht die Verbindung von Aggressivität, intellektueller Dürftigkeit und Verworrenheit und moralischer Heuchelei, die ein charakteristisches Merkmal solcher Kampagnen ist.“

Ein anderer Aspekt ist der von Michael Schmidt-Salomon, „warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen“. Das Vorwort steht bei Amazon und hier: http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=4431

Es sagt, wir müssen mit allen reden, und wir müssen das Richtige und Unrichtige in den Aussagen genau erkennen. Es gehe nicht darum, dass die Einen immer richtig liegen und die Anderen immer falsch. So würden die Demagogen entmachtet.

5. August 2016 um 9:55 Uhr | Verantwortlich: Albrecht Müller

Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld.

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Ideologiekritik, Interviews, Medienkonzentration Vermachtung der Medien, Neoliberalismus und Monetarismus, Strategien der Meinungsmache

Die NachDenkSeiten beschäftigen sich von Beginn an mit dem Thema Manipulation und mit der Frage, wie man sich davor schützen kann. Ein großer Experte dafür ist auch Professor Mausfeld. Ihn hatten wir im vergangenen Sommer mit den NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern bekannt gemacht. Jens Wernicke hat ihn jetzt aus aktuellem Anlass ein zweites Mal für die NachDenkSeiten interviewt.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld. – Jens Wernicke im Gespräch mit Prof. Rainer Mausfeld [ 41:04 ] Player verbergen | Play in Popup | Download

Sind viele Linke nicht eigentlich verkappte Faschisten? Und viele Rechte nicht furchtbar progressiv? Ja, ist die Unterscheidung von links und rechts daher nicht schon lange überholt? Das könnte man glauben, wenn man die Nazi-Demagogie betrachtet, die zurzeit durch das Internet schwappt. Oder die Leitartikel des Mainstreams verfolgt. Sahra Wagenknecht etwa sei eigentlich rechts, ja, nahe bei AfD und NPD. Und die CDU in den letzten Jahren so weit nach links gerutscht, dass sie längst sozialdemokratisiert sei und ihre „konservativen Werte“ verloren habe. Worum geht es bei dieser Demagogie? Welche Ziele verfolgt und Interessen bedient sie? Hierüber sowie über die Mechanismen der diesbezüglichen Gegenaufklärung und Manipulation sprach Jens Wernicke mit dem Kognitionsforscher Rainer Mausfeld, der klar analysiert und benennt, worum es bei all den Nebelkerzen und der damit intendierten Verwirrung tatsächlich geht: unseren Geist zu vernebeln und Kritik am immer grausamer betriebenen „Klassenkrieg“ von Reich gegen Arm, den inzwischen selbst der Milliardär und Starinvestor Warren Buffet als solchen benennt, unmöglich zu machen.

Herr Mausfeld, soeben wurde ein wirklich sehenswertes Video-Interview mit Ihnen veröffentlicht, in dem Sie zu den Methoden und Auswirkungen der alltäglichen Indoktrination sowie zur Frage, wie man sich selbst aus der alltäglichen Ohnmacht zu befreien vermag, Rede und Antwort stehen. Aber sagen Sie mir: Wenn Medien dazu dienen sollen, die Bevölkerung über gesellschaftliche Dinge zu unterrichten, was bedeutet es dann, die Funktionsweise von Medien zu durchschauen und Indoktrination zu erkennen? Warum ist dies für den „normalen Menschen“ von Belang und wie kann er dies überhaupt leisten?

Medien stiften Gesellschaft und schaffen und formen erst unser Bild von der gesellschaftlichen und politischen Realität. Sie schaffen gemeinsame Denkräume, helfen Erfahrungen in Sinnzusammenhänge zu integrieren und stiften durch eine Synchronisation der Aufmerksamkeit gemeinsame Erfahrungen. Daher sind sie ganz zentrale Instrumente zur Organisation und zur Ausübung von politischer Macht.

Folglich gehen politische Kämpfe zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessengruppen stets mit Bemühungen einher, Zugriff auf die Medien zu gewinnen. Da jedoch die Einstiegs- und Betreiberkosten im Bereich der Massenmedien sehr hoch sind, ist es nicht überraschend, dass sie sich überwiegend im Besitz von Konzernen oder Multimillionären befinden und somit deren politische Weltsicht und Interessen zu vermitteln suchen.

Dieser Tatsache muß man sich täglich beim Lesen von „Nachrichten“ bewusst sein, um nicht der naiven Vorstellung zu verfallen, dass Medien uns über die gesellschaftliche Realität unterrichten würden. Die Leitmedien ebenso wie die Massenmedien sind Geschäftsmodelle und dienen so wenig der Vermittlung von „Wahrheit“, wie die Pharmaindustrie der Förderung der Volksgesundheit dient. Indoktrination gehört zum Wesenskern von Medien.

Wir werden also täglich manipuliert?

Alle Tagesnachrichten sind zwangsläufig hochgradig selektierte Realitätsfetzen, die ohne eine ausführliche Kontextualisierung gar nicht verständlich sein können. Eine solche Kontextualisierung erfolgt in den Medien meist unausgesprochen, das heißt durch die verwendete Sprache, durch affektive Bewertungen, durch Bilder etc.

Die Merkmale von Propaganda sind dann eindeutig erfüllt, wenn Meinung und Information in systematischer und für den Leser kaum aufzulösender Weise vermischt sind. Dies ist bei der Mehrzahl der Tagesnachrichten der privaten und öffentlich-rechtlichen Leitmedien der Fall. Bereits ihre Darbietung ist also ideologisch durchtränkt von den politischen und ökonomischen Interessen derjenigen, die eine Auswahl der Realitätsfetzen treffen, die sie über die Medien bereitstellen.

In diesem Sinne kann man durchaus sagen, dass wir bereits durch die strukturellen und ökonomischen Verhältnisse, auf deren Grundlage und in deren Rahmen Medien operieren, manipuliert werden.

Zu einer solchen Manipulation nutzen Medien ein breites Spektrum unserer psychischen Bedürfnisse aus. Sie versprechen Unterrichtung über die Welt vor allem hinsichtlich unserer Sorgen und Ängste, die unsere eigene kleine Lebenswelt betreffen. Das sind insbesondere politische Ereignisse und Entwicklungen, die unseren Status quo verschlechtern könnten. Sie befriedigen unsere Neugierde auf das Fremde und unser natürliches soziales Bedürfnis nach Klatsch, sie liefern Identifikationsfiguren zur Lebensbewältigung und zur Ablenkung vom eigenen Alltag. Auf dieser Klaviatur des Menschlichen verstehen Medien virtuos zu spielen und damit Kapital zu erwirtschaften.

All dies hat mit der Heranbildung mündiger Bürger nicht das Geringste zu tun. Im Gegenteil: Leitmedien dienen wesentlich dazu, ihren Konsumenten „geeignete“ Interpretationsrahmen für politische Ereignisse, also ganze politische Weltbilder zu verkaufen; Massenmedien haben durch eine Überflutung mit Nichtigkeiten im Wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem, insbesondere von einer gesellschaftlichen Artikulation ihrer eigenen Interessen, fernzuhalten.

Nur wenn man sich dieser Dinge täglich bewusst ist und sich insbesondere bewusst ist, dass man sich beim Konsum der von Medien dargebotenen Informationen stets in einem Manipulationskontext befindet, hat man eine Chance, das von Medien bereitgestellte Material in angemessener Weise ‚lesen‘, bewerten und auch nutzen zu können.

Haben Sie vielleicht ein konkretes Beispiel für solche Manipulationen parat?

Die Berichterstattungen zur Ukraine oder zu Syrien sind für jeden, dessen Urteilsfähigkeit nicht vollständig blockiert ist, besonders augenfällige jüngere Beispiele für die intellektuelle Korrumpiertheit und für die Schamlosigkeit, mit der sich die Leitmedien in den Dienst transatlantischer Eliten gestellt haben. Das Ausmaß der ideologischen Besessenheit, mit der die Leitmedien gegenwärtig gegen Russland hetzen und mit maßlosen Faktenverdrehungen die aggressive Globalisierungstrategie der NATO ideologisch zu rechtfertigen suchen, muss wohl selbst im historischen Maßstab Vergleichbares suchen.

Besonders gut lässt sich die Indoktrinationsfunktion von Medien im historischen Rückblick aufzeigen, weil sich im zeitlichen Abstand Realität und Propaganda leichter trennen lassen. Hier gibt es ein reiches empirisches Material, an dem sich die Angemessenheit der von den Medien in ihrer Selbstbeschreibung zugrunde gelegten Kernthese einer weitgehend objektiven und neutralen Berichterstattung – also ihres Anspruchs, die Bürger umfassend zu informieren und nicht lediglich politische Indoktrination zu betreiben – nach etablierten wissenschaftlichen Standards evaluieren lässt.

Für eine solche Evaluation eignen sich besonders Vorgänge und Situationen, über deren rechtliche und moralische Bewertung im historischen Rückblick ein gewisser Konsens erreicht werden konnte, seien es der Vietnam-Krieg, der Putsch in Chile – von den Leitmedien einhellig bejubelt -, der Sturz demokratischer Regierungen in Guatemala oder Iran, der Einmarsch in den Irak, völkerrechtswidrige Angriffskriege wie im Kosovokrieg, die Anwendung von Folter, etc., etc.

Zu derartigen Fällen haben Medienwissenschaftler eine Fülle von Analysen zu der Berichterstattung in den Leitmedien durchgeführt. Im Lichte dieser Analysen wird die Kernthese des Selbstverständnisses der Leitmedien als „Informationsmedien“ in einer so überwältigenden Weise widerlegt, dass man sich die Frage stellen muß, warum sie überhaupt noch als diskutierbare These behandelt wird. Nur durch aufwendige Indoktrination läßt sich eine solche These nicht nur als diskutierbare These, sondern als geradezu selbstverständliche Ausgangsprämisse im öffentlichen Diskussionsraum halten.

Wie kann man sich vor solchen Manipulationen und vor Indoktrination schützen?

Das war gerade eine der zentralen Fragen der Aufklärung. Diese hat hierzu einen reichen Werkzeugkasten zur Denkmethodologie und zu Instrumenten der Ideologiekritik bereitgestellt.

Hierzu gehört, politische und gesellschaftliche Fragen, mit denen man konfrontiert ist, zunächst daraufhin zu untersuchen, woher die Frage eigentlich kommt, welche Interessengruppen sie formuliert haben und welche ideologischen Prämissen bereits in der Formulierung der Frage enthalten sind. Denn schon die Begriffe, in denen Fragen formuliert sind, enthalten ein ganzes Bündel von unausgesprochenen Vorannahmen, Prämissen und Konsequenzen, die es sorgfältig aufzuschnüren gilt, bevor man prüft, wie eine Antwort aussehen könnte. Die Förderung dieser Anleitung zum „Selberdenken“ und „Richtigdenken“ lag im Zentrum der Bemühungen der Aufklärung, aus „vernunftbegabten vernünftige Menschen“, also mündige Bürger zu machen.

Dieser mühsam gewonnene Werkzeugkasten des kritischen Denkens wird jedoch in den wesentlichen politischen Sozialisationsinstanzen unserer Gesellschaft, also in Schulen und Universitäten, nicht tradiert. Das ist wenig überraschend. Denn ein solches Denken läuft stets auf eine Machtkritik hinaus und könnte damit den Status der jeweiligen Machteliten gefährden. Folglich sind nicht nur Medien, sondern zunehmend auch das gesamte Erziehungs- und Ausbildungswesen zu zentralen Indoktrinationsinstanzen geworden, in denen vor allem Konformität gefördert und belohnt wird.

Können Sie an einem konkreten Beispiel aufzeigen, wo und wie in wichtigen gesellschaftlichen Fragen kritische ideologische Prämissen versteckt sind, die es bei der Mediennutzung aufzudecken gilt?

Der gesamte Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik ist im Gefolge des Neoliberalismus dermaßen verseucht durch eine Orwellsche Umdeutung nahezu aller relevanten Begriffe, dass man ein ganzes „Falschwörterbuch“ benötigte, um die sich darin verbergenden ideologischen Vorannahmen aufzuschlüsseln. Im Neoliberalismus haben sich die Falschwörter zu einem so dichtgesponnenen Gewebe eines ganzen Weltbildes verwoben, dass es nicht leicht ist, die Realität hinter dieser Ideologie zu erkennen.

Ein aktuelles Beispiel anderer Art ist der Umgang mit den Problemen, die gegenwärtig durch Migranten aus Syrien und Afghanistan sowie aus Westafrika entstehen. Auch hier ist bei der Formulierung dessen, was eigentlich das Problem ist, sorgfältig darauf zu achten, welche ideologischen Prämissen und stillschweigenden Vorannahmen sich bereits in der Problemformulierung verbergen. Denn wer festlegen kann, was als Problem zu gelten hat, kann damit auch den Raum dessen einschränken, was als mögliche Lösung angesehen werden kann.

Das Flüchtlingsproblem ist – weil es innen- wie außenpolitisch selbst nur ein Symptom für sehr viel tieferliegende Probleme ist – so komplex, dass es hierfür keine einfachen Lösungen geben kann. Folglich ist der Spielraum sehr groß, durch unterschiedliche Fokussierungen auf verschiedene Teilaspekte zu unterschiedlichen Haltungen und Wertungen zu kommen. Die daraus resultierenden Konflikte müssen aber in einer Demokratie nicht nur ausgehalten werden, sondern gehören geradezu zum Wesensmerkmal einer Demokratie; sie müssen im öffentlichen Diskurs gelöst werden.

Bei der Formulierung dessen, was eigentlich das Problem darstellt, müssen wir uns jedoch vor historischen und ideologischen Verkürzungen hüten. Wir sollten uns also derjenigen Aspekte des Problems bewußt sein, für die „wir“ – also europäische Staaten und ihre Bürger – politische Verantwortung für die gegenwärtige Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten tragen. Das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 steht stellvertretend hierfür. Wir haben seitdem große Teile des Nahen und Mittleren Ostens in seinen gewachsenen kulturellen Strukturen und in seinen funktionierenden Nationalstaaten zerstört, wir haben ganze Staaten zusammengebombt, den Islam radikalisiert und in dem Vakuum Organisationen wie die Taliban und den IS entstehen lassen und sogar gefördert.

Die Probleme, mit denen die Opfer unserer Verwüstungen zu kämpfen haben, schreiben wir nun ihnen selber zu, da wir unsere Verbrechen – einschließlich des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges auf den Irak – längst dem gezielten Erinnerungsverlust unserer kollektiven Gedächtnisse überantwortet haben oder sie gar zu Akten unserer altruistischen „Zivilisationsförderung“ umdeklariert haben.

Mehr als 100 Jahre haben wir Gewalt exportiert – zum ökonomischen Nutzen der daran beteiligten Täter-Nationen und zur Steigerung des Lebensstandards ihrer Bevölkerungen. Nun erreichen erstmals einige Konsequenzen unserer Untaten europäischen Boden, und nun beschweren wir uns darüber, dass die Opfer uns mit den Folgen unserer Untaten in unserem eigenen Lebensbereich behelligen.

Doch man kann nicht zum eigenen Nutzen Tretminen und Giftgas exportieren und sich dann darüber beklagen, dass man durch Explosionslärm und Giftgestank gestört wird. Ein Blick auf die Geschichte sollte also klarmachen, dass man nicht in internationalem Maßstab Untaten begehen kann und sich dann in nationalem Rahmen gegen ihre Folgen abschotten kann. Wer dennoch entsprechende Lösungen vorschlägt, macht sich genau jener Heuchelei und Doppelmoral schuldig, die man im Falle anderer globaler Akteure zu Recht anprangert.

Wenn, wie Sie sagen, viele der Probleme, mit denen wir gegenwärtig konfrontiert sind, so komplex sind, dass es keine klaren oder einfachen Lösungen gibt und geben kann, hat dann nicht auch die historische Unterscheidung von linken und rechten Haltungen ihre Bedeutung verloren? Geht es dann nicht in erster Linie darum, pragmatisch konkrete Lösungen für konkrete Probleme zu finden? Einige Akteure im politischen Spektrum deuten derlei aktuell ja gern einmal an…

Das ist genau die Ideologie, mit der – ziemlich erfolgreich – versucht wird, demokratische Strukturen durch eine Herrschaft technokratischer Eliten zu ersetzen. Daniel Bell hatte ja schon 1960 das „Ende der Ideologie“ verkündet und Francis Fukuyama 1992 gar das „Ende der Geschichte“ durch den Siegeszug des Kapitalismus. Beide Thesen sind rasch in sich zusammengefallen und haben sich als das erwiesen, was sie sind: als Versuche, eine Ideologie zu schaffen, mit der sich der Status der herrschenden Eliten stabilisieren und ihre Macht vergrößern läßt.

Links und rechts sind ja nicht lediglich – in ihrem Bezug auf die Sitzordnung in der verfassunggebenden französischen Nationalversammlung von 1789 – historische Einteilungen entlang einer eindimensionalen Eigenschaft. Als solche wären sie in der Tat nicht nur historisch überholt, sondern auch hoffnungslos unterkomplex. Links steht vielmehr für die normativen moralischen und politischen Leitvorstellungen, die über den Menschen und über die Möglichkeiten seiner gesellschaftlichen Organisation in einem langen und mühsamen historischen Prozeß gewonnen wurden und die in der Aufklärung besonders prägnant formuliert wurden. Den Kern dieser Leitvorstellungen bildet ein universeller Humanismus, also die Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen.

Bereits aus dieser Leitvorstellung ergeben sich schwerwiegende und weitreichende Folgerungen. Beispielsweise schließt ein universeller Humanismus Positionen aus, die auf der Überzeugung einer prinzipiellen Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe beruhen; er schließt also Rassismus, Chauvinismus, Nationalismus oder Exzeptionalismus aus. Zudem beinhaltet er, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen.

Aus dem universellen Humanismus ergibt sich also das spezifische Leitideal einer radikal-demokratischen Form einer Gesellschaft, in der ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die die eigene ökonomische und gesellschaftliche Situation betreffen; er schließt also Gesellschaftsformen aus, die auf einer Elitenherrschaft oder auf einem Führerprinzip beruhen. Diese in der Aufklärung erstmals klar formulierten Leitideale sind seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert worden und stellen den Identitätskern des linken Projektes dar.

Da diese Leitideale gewaltige politische Konsequenzen haben, wurden sie seit je auf das schärfste bekämpft; historisch war das der Kern der sogenannten Gegenaufklärung, der es wesentlich um die Wahrung des jeweiligen Status quo ging. Die Behauptung, eine Links-Rechts-Unterscheidung hätte sich historisch überlebt, würde also letztlich beinhalten, dass sich die Leitideen einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen und einer ernsthaften demokratischen Gesellschaftsorganisation überholt hätten – eine These, die natürlich gerne von denen vertreten wird, deren Macht gerade auf rassistischen, chauvinistischen, nationalistischen oder exzeptionalistischen Ideologien basiert.

Wenn, wie Sie sagen, links und rechts gesellschaftliche und politische Gegenpole bilden, wie kann es dann eine Querfront geben und wie können Linke tatsächlich oder vermeintlich „rechts-offen“ sein? Oder stellen diese Begriffe auch nur Propaganda dar, um Linke zu diskreditieren? Wenn ja, was sind dann die Gründe hierfür?

In der Sache sind links und rechts in der Tat Gegenpole und können daher in der Substanz so wenig Berührungspunkte miteinander haben wie Aufklärung und Gegenaufklärung oder wie Demokratie und Elitenherrschaft. Blickt man jedoch statt auf die Sache auf die Ebene einzelner Personen oder auf die Ebene konkreter politischer Gruppierungen, die sich als links bezeichnen, so lassen sich aus naheliegenden Gründen alle möglichen Konstellationen von Haltungen finden, die in der Sache völlig unvereinbar miteinander sind.

Das war auch zur Zeit der Aufklärung nicht anders. Beispielsweise gilt der große schottische Philosoph David Hume als zur Aufklärung gehörig; gleichwohl sah er Schwarze „von Natur aus den Weißen unterlegen“ an, vertrat also rassistische Auffassungen. Auf der Ebene einzelner Personen können also Überzeugungen gleichzeitig nebeneinander bestehen, die in der Sache völlig unverträglich miteinander sind. Das ist eine Konsequenz unserer beschränkten Rationalität und anderer Eigenschaften unseres Geistes. Wir sind oft nicht in der Lage zu erkennen, dass einige unserer Überzeugungen in der Sache miteinander unverträglich sind. Beispielsweise können uns bestimmte Affekte daran hindern, derartige Unverträglichkeiten zu bemerken.

So war Hume einerseits von den Leitidealen der Aufklärung fasziniert; zugleich vertrat er – weil er eine mögliche Gefährdung seiner eigenen privilegierten Lebensform fürchtete – ein gesellschaftliches Weltbild, das die damalige gesellschaftliche und kolonialistische Praxis rechtfertigte. Doch auch unter denjenigen, die sich aufrichtig und konsequent der radikalen Aufklärung und den genannten Leitidealen verpflichtet fühlten, fanden sich zahlreiche, die Bedenken hatten, das Volk über diese Leitdeale aufzuklären, weil sie fürchteten, durch den dadurch möglicherweise ausgelösten gesellschaftlichen Transformationsprozess Nachteile hinsichtlich ihres privilegierten Status quo zu erleiden. Erst kommt bei den Privilegierten eben die Sicherung des eigenen gesellschaftlichen Status quo, dann kommt die Moral.

Wir müssen also die sachliche Ebene moralischer und politischer Leitideale klar von einer personellen Ebene trennen. Man wird dann auch innerhalb von Organisationsformen, die sich als links verstehen, Personen finden, die Überzeugungen vertreten, die den genannten Leitidealen widersprechen. Es gibt also Personen, die sich als links bezeichnen und gleichwohl chauvinistische, nationalistische oder kulturell-rassistische Positionen vertreten und ideologische Prämissen von Kapitalismus, Neoliberalismus, Neo-Imperialismus und ähnliches teilen. Das wird umso stärker der Fall sein, je stärker Personen in ihrem gesellschaftlichen Status und in ihren Privilegien von der jeweiligen gesellschaftlichen Ordnung profitieren. In solchen Fällen neigen dann auch sich als links verstehende Personen dazu, die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse grundsätzlich zu akzeptieren und eine linke Perspektive auf moderate Reformen an den jeweiligen Verhältnissen zu beschränken.

Noch einmal: In der Sache kann es im Kern keine Berührungspunkte zwischen links und rechts geben; auf der Ebene individueller Personen und Gruppierungen ist jedoch so ziemlich alles an Kombinationen politischer Einstellungen möglich. Auch hier bedarf es einer kontinuierlichen Aufklärungsarbeit, um die Unverträglichkeiten bestimmter politischer Überzeugungen mit den Leitidealen der Aufklärung und somit mit dem Kern des linken Projektes aufzuzeigen.

Warum aber wird gerade jetzt die Linke so durch Vorwürfe wie Querfront oder rechts-offen unter Beschuss genommen? Ich habe alles andere als den Eindruck, dass alle hier Angefeindeten wirklich rechts, geschweige denn eine Bedrohung für gesellschaftliche Werte oder Demokratie darstellen. Ganz im Gegenteil scheint es hier oft eine unglaublich aufgeladene Debatte zu geben, die, wie mir scheinen will, radikale Kritik, ja, wenn ich so sagen darf, zunehmend totzuschlagen versucht…

Auch an der Linken ging die tiefgreifende neoliberale Indoktrination mit ihrer ideologischen Kernthese der Alternativlosigkeit der gegenwärtigen Verhältnisse, gelinde gesagt, nicht spurlos vorüber. Diese Ideologie wurde gleichsam zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung, da offensichtlich auch in der Linken der Denkraum möglicher Alternativen radikal schrumpfte und ihre Anliegen zunehmend zu einer reformistischen Perspektive verkümmerten.



Je stärker sie sich im Rahmen des gegenwärtigen neoliberalen Konsenses weniger als Opposition, sondern eher als mitgestaltende politische Kraft versteht oder verstehen möchte, umso mehr ist sie in Gefahr, dem Irrglauben zu erliegen, soziale Reformen könnten gleichsam symbiotisch im Konsens mit den herrschenden Eliten durchgesetzt werden.

Wir sollten stets in Erinnerung behalten, dass es gerade reformistisch-sozialistische und sozialdemokratische Parteien waren und sind, die in Europa das neoliberale Projekt am konsequentesten vorangetrieben und rechtlich verankert haben. Die notwendigen Konsequenzen daraus lassen sich nur ziehen, wenn die Ursachen für das Scheitern der – oft zunächst sehr vielversprechenden – linken Bewegungen der vergangenen Jahrzehnte unter diesem Aspekt sehr viel genauer analysiert würden.

Zu Ihrer Frage, warum die Linke gegenwärtig einen so heftigen Selbstzersetzungsprozeß betreibt, kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Lange historische Erfahrungen lehren uns ja, dass die Linke naturgemäß – da sie ja gerade auf eine Delegitimierung von Machteliten zielt – seit je im Zentrum von Zersetzungsbemühungen durch die jeweils herrschenden Eliten steht, die stets großen Aufwand betrieben haben, linke Bewegungen und überhaupt alle politischen Organisationen der Verlierer der jeweils herrschenden Ordnung zu spalten, auszuzehren und zu neutralisieren.

Insofern sind die neueren „Querfront-Attacken“ nicht sonderlich überraschend. Interessant ist jedoch, dass diese Attacken zu einem Zeitpunkt an Intensität zugenommen haben, an dem weite Teile der politisch organisierten Linken sich in einer reformistisch-symbiotischen Beziehung zu den herrschenden Machtverhältnissen eingerichtet haben.

Dadurch ist die Linke mehr als zu früheren Zeiten mit einem tiefgehenden Identitätsproblem konfrontiert. Gerade Gruppierungen, die ihre Ziele auf das beschränken, was auf reformistisch-symbiotischem Wege als erreichbar angesehen wird, haben ihre Leitideale und damit ihre eigenen Wurzeln verloren. Nur zur Erinnerung: Ein universeller Humanismus und das sich daraus ergebende Leitideal einer gerechten und menschwürdigen demokratischen Gesellschaft sind mit einer kapitalistischen Wirtschaftsform nicht verträglich. Demokratie in einem ernsthaften Sinne und Kapitalismus schließen sich aus.

Parteien im linken Teil des politischen Spektrums erfüllen jedoch für die herrschenden Eliten eine wichtige Stabilisierungsfunktion. Nur sie können die Verlierer der herrschenden Wirtschaftsordnung, deren Interessen sie ja zu vertreten vorgeben, in einen politischen Konsens einbinden, wodurch der Status der herrschenden Eliten stabilisiert wird. Dafür werden ihre Vertreter dann mit geeigneten Privilegien und mit einem Platz an den Katzentischen im Palais der Machteliten belohnt. Damit die Parteien diese Pazifizierungsfunktion für die Klasse, deren Interessen zu vertreten sie vorgibt, erfüllen können, muß natürlich sichergestellt werden, dass in ihnen nicht Kräfte Einfluß gewinnen, die sich tatsächlich für die Interessen der Bevölkerung einsetzen – also für eine gerechtere und wirklich demokratische Gesellschaft.

Für die Neutralisierung der Vertreter ernsthaft linker Positionen sind Ausgrenzungskriterien wichtig, die für die Öffentlichkeit zumindest vordergründig eine gewisse Plausibilität haben. In der Sache ist der Spielraum für solche Ausgrenzungskriterien sehr beschränkt und reicht kaum darüber hinaus, die genannten Leitideale als utopisch, unrealistisch oder weltfremd zu diffamieren. Eine solche Diffamierung ist bereits eine recht wirksame Methode, den öffentlichen Denkbereich auf „vernünftige“, also systemstabilisierende Ziele zu begrenzen. Sehr viel wirksamer läßt sich jedoch eine Ausgrenzung und Ächtung radikalerer Positionen aus diesem Spektrum dadurch erreichen, dass man auf die persönliche Ebene wechselt und Vertreter solcher Positionen, die Spielraum für solche Angriffe bieten könnten, durch Diffamierungen, Anspielungen, üble Nachrede, Gerüchte, Verleumdungen oder Rufmord zu diskreditieren sucht.

Es ist daher besonders erhellend zu untersuchen, von wem diese Attacken ausgehen und gegen wen sie sich richten. Die Systematik hierbei scheint recht offenkundig zu sein: Die „Querfront“- und „Rechtsoffen“-Vorwürfe gehen fast stets von Vertretern der reformistischen „system-offenen“ Linken aus und richten sich überwiegend gegen Personen, die in ernsthafter Weise gegenwärtige Machtverhältnisse hinterfragen und sich für eine gerechtere und wirklich demokratische Gesellschaft einsetzen. Denn diese Personen gefährden nicht nur die Erfüllung der systemstabilisierenden Funktion der reformistisch-symbiotischen Linken, sondern erinnern diese auf psychologischer Ebene auch immer wieder an deren Verrat ihrer eigenen Leitideale. Das erklärt vielleicht die Verbindung von Aggressivität, intellektueller Dürftigkeit und Verworrenheit und moralischer Heuchelei, die ein charakteristisches Merkmal solcher Kampagnen ist.

Es gibt Themen, bei denen sich Kritik von links und Kritik von rechts auf vordergründig gleiche Ziele richtet: etwa Medien, die Rolle der EU oder die Rolle der USA. Was bedeutet das? Kann es dafür Gründe etwa strategischer Art geben? Wie geht man damit um? Wird durch vordergründig gleiche Ziele linke Kritik plötzlich rechts?

Auch hier muß man wieder, bevor man eine Antwort zu geben versucht, untersuchen, was eigentlich die Frage ist und welche stillschweigenden Prämissen in ihr verborgen sind. Wir neigen nämlich von Natur aus dazu, in unserem Denken dem Banne des Wortes zu erliegen. Das gilt im politischen Bereich noch viel mehr und stellt geradezu die Grundlage von Propaganda dar.

Wenn wir Wörter oder Wortverbindungen wie „Kampf um Demokratie und Menschenrechte“ oder „humanitäre Intervention“ hören, fällt es uns manchmal schwer, das tatsächlich damit Gemeinte hinter der Oberfläche der Wörter zu identifizieren. Wir sind also im politischen Bereich stets darauf angewiesen, bei allen Begriffen die ideologischen Vorannahmen und Prämissen zu identifizieren, die mit ihnen einhergehen. Ohne eine solche gedankliche Arbeit laufen wir Gefahr, dem bloßen Wortgeklingel zum Opfer zu fallen. Das gilt auch für die Frage, ob es ernsthafte, gemeinsame Ziele zwischen linken und rechten Perspektiven geben kann.

Wenn wir von rechter Seite Wörter wie „Medienkritik“ oder „Kritik der EU“ oder „anti-imperialistische Kritik der USA“ vernehmen, sind wir versucht zu meinen, dass die Art der Kritik und die Art des Zieles, auf das sie sich richtet, möglicherweise mit linken Anliegen übereinstimmen könnte. Es lässt sich jedoch leicht aufzeigen, dass aus linker Perspektive darunter jeweils etwas grundlegend Anderes zu verstehen ist als aus rechter Perspektive.

Es ist nämlich konstitutiv für die rechte Perspektive, dass sie das normative Ideal einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen mit all seinen Implikationen rigoros zurückweist und eine radikal nationalistische, chauvinistische und rassistische Haltung – ihr Rassismus tarnt sich nur dürftig durch ihr Konzept des „Ethnopluralismus“ – vertritt. Ihr Gesellschaftsideal ist das einer kulturell homogenen und hierarchisch-elitär organisierten Volksgemeinschaft, in die sich der Einzelne einzufügen und der er sich unterzuordnen habe. Ihr Hauptgegner ist folglich gerade die „Humanitätsideologie“ der Aufklärung und damit alles linke Gedankengut, das zu einer „weltanschaulichen Entwurzelung“ und zu einer Schwächung der „gewachsenen Ordnung der ethnischen Volksgemeinschaft“ und somit der „nationalen Identität“ geführt habe. Es kann also weder in den Zielen noch in den Mitteln Gemeinsamkeiten zwischen dem linken und dem rechten Projekt geben.

Auch auf einer rein strategischen Ebene der Erreichung gänzlich unstreitiger Ziele läßt sich angesichts der vollständigen Unverträglichkeit der Leitideale und Vorstellungen über gesellschaftliche Ziele keine Art der Kooperation rechtfertigen. Das ist eine Einsicht, die in der Linken in anderen Fällen einer grundlegenden Unverträglichkeit von Zielen völlig unstreitig wäre. Eine strategische Kooperation linker Bewegungen etwa mit Monsanto oder Nestlé, um gemeinsam gegen „den Hunger“ in der Welt zu kämpfen, oder etwa mit der Bill-Gates-Stiftung, um gemeinsam gegen „Gesundheitsprobleme“ in der Dritten Welt zu kämpfen, oder mit dem National Endowment for Democracy, um gemeinsam für „Demokratie“ zu kämpfen, ist kaum sinnvoller, als mit Bomben für „die Menschenrechte“ zu kämpfen.

Bereits die Idee solcher Kooperationen resultiert aus gedanklichen Verwirrungen und Konfusionen darüber, worum es wirklich geht. Es bleibt also Aufgabe des linken Projektes, im Einklang mit dessen Leitidealen seine eigenen Ziele zu verfolgen und sich dabei nicht durch scheinbare Gemeinsamkeit auf der Oberfläche der Wörter irreführen zu lassen.

Derartige Konfusionen werden jedoch auch innerhalb der Linken gezielt vonseiten einer reformistischen „system-offenen“ Linken gefördert, um Kritikbereiche, in denen eine grundlegende Kritik die Stabilität der herrschenden Eliten gefährden könnte, aus dem Bereich “vernünftiger“ und “verantwortlicher“ Positionen auszugrenzen.


Neusprech Bedeutung Kommentar
Arbeitgeber = Arbeitnehmer und umgekehrt
betriebsneutrale Kündigungen = Vorruhestand mit entsprechenden Renteneinbußen
Bildungskommunikation = Markenwerbung an Bildungseinrichtungen durch Sponsoring
Eingriffskräfte/Einsatzkräfte = Angriffsarmee
Einsatzlage = Krieg (in Afghanistan)
Eliteförderung = Bildungsabbau
Entsorgungspark = Mülldeponie
Flexibilität, Deregulierung = Aufgabe sicherer Arbeitsverhältnisse der suggerierte „Befreiungsschlag“ nützt nur den Unternehmern bzw. den Renditenehmern
freie Marktwirtschaft = Großkonzerndiktatur bzw. Börsendiktatur
Fortbildung = Werbe- veranstaltung z.B. von Pharmaunternehmen, bei Friseurprodukten etc.
Friedensoperation, Friedensmission = Krieg
Frontex =Militär (kein Reinigungsmittel)
global Governance = antidemokratische zentrale Weltregierung
Grenzschutzagentur =Militär zur Flüchtlingsabwehr z.B. Frontext
harmonisieren = gleichschalten z.B. im Zuge der europäischen Harmonisierung…
humanitäre Intervention = Krieg bzw. Ressourcensicherung
Liquidierung Hinrichtung ohne Prüfung von Schuld
Militärschlag = Angriffskrieg
Mission = Militäreinsatz
mutiger Sozialplan = Stellenabbau
Politikberater = Lobbyist
Rebellenhochburg = legales Kriegsziel z.B. die dicht
bevölkerte Stadt Falluja
Reform Bildungsreform Gesundheitsreform EU-Reformvertrag Sozialabbau
= Bildungsabbau
= Versicherungs- schutzabbau, Privatisierung
= Abbau demokratischer Grundrechte
z.B. Aufhebung der Gewaltenteilung und Aufrüstungsverpflichtung
robuster Stabilisierungseinsatz mit Kampfhandlungen = Krieg
systemrelevant = mehr wert sog. „Rettungsschirme“ wofür? (Banken vs. Menschen)
Verfassungsschutz = (Inlands-) Geheimdienst
umstrittene Verhörmethoden = Folter
technische Überprüfung = Zugausfall wegen Schaden bzw. Mangel,
Verantwortung in der Welt = Krieg und Kontrolle
Verschlankung, Abwicklung, mutiger Sozialplan = Stellenabbau
Wirtschaftsflüchtlinge = Globalisierungsopfer eigentlich also ein Politikum

Institut für Medienverantwortung: „Manipulation durch Sprache


Was täte politisch Ihrer Meinung nach am meisten Not? Was stünde, im Kampf gegen den Neoliberalismus und das durch diesen forcierte Ende der Demokratie, Ihrer Meinung nach gerade als Wichtigstes auf der politischen Agenda?

Der Neoliberalismus zielt ja darauf, uns im Denken und Fühlen zu entmündigen und uns so – möglichst ohne sichtbare Gewalt – für die Interessen herrschender Eliten zu verzwecken, also verwertbar zu machen. Folglich muß unsere vorrangige Aufgabe darin bestehen, Autonomie zurückzugewinnen – Autonomie im Denken und Autonomie im Fühlen. Nur so können wir auch wieder Spielräume für eine Autonomie im Handeln und damit für eine Verfolgung unserer eigenen gesellschaftlichen Interessen gewinnen. Das wird nicht ohne kontinuierliche Denkarbeit möglich sein und auch nicht ohne ein größeres Zutrauen in unsere natürliche Befähigung zur Moralität, also zu Urteilen über Verletzungen elementarer moralischer Prinzipien, etwa über Verteilungsgerechtigkeit.

Die lange Geschichte des linken Projektes stellt uns klar formulierte gesellschaftliche Leitideale bereit, und es gibt keine stichhaltigen Gründe, dass eine Annäherung an diese Leitideale außerhalb dessen läge, was dem Menschen aufgrund der Beschaffenheit seines Geistes möglich ist. Wenn wir uns diese Leitideale und Zielvorstellungen wieder stärker in Erinnerung rufen, können sie uns wieder Hoffnung geben, dass die Dinge änderbar sind und auch wieder stärker die Begeisterung und Leidenschaft auslösen, die nötig ist, um beständig für ihr Erreichen zu kämpfen. Die vorrangige Aufgabe sehe ich dabei darin, die mittlerweile verheerende gesellschaftliche Fragmentierung und die mit ihr einhergehende politische Lethargie zu überwinden und aufzuzeigen, dass es gangbare Wege gibt, die vom jetzigen Zustand zu einem wünschenswerteren gesellschaftlichen Zustand führen können.

Ich bedanke mich für das Gespräch.


Rainer Mausfeld, geboren 1949, studierte Psychologie, Mathematik und Philosophie in Bonn. Er ist Professor für Allgemeine Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und arbeitet im Bereich der Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung.


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Klimadividende

Erst mal die Information der Parents for Future

Dann „mein“ Plakat

http://helmutkaess.de/Wordpress/wp-content/uploads/2019/12/Klimadividende-jetzt-1.pdf

und dann bei allen Macken die Wikipedia bei einseitiger Politikbeurteilung hat, hier stimme ich der Aussage von Wikipedia weitgehend zu…

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