rushworth: 9.Mai: Update zu Ivermectin für Covid-19

9.Mai: Update zu Ivermectin für Covid-19
Ivermectin, ein wirksames Medikament gegen Covid, https://helmutkaess.de/Wordpress/rushworth-9-mai-update-zu-ivermectin-fuer-covid-19/ , Englischer TExt: https://sebastianrushworth.com/2021/05/09/update-on-ivermectin-for-covid-19/

Im Januar habe ich einen Artikel über vier randomisierte kontrollierte Studien mit Ivermectin zur Behandlung von Covid-19 geschrieben, die zu diesem Zeitpunkt ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatten. Jede dieser vier Studien hatte vielversprechende Ergebnisse, aber jede einzelne war auch zu klein, um irgendeinen bedeutenden Einfluss auf die harten Ergebnisse zu zeigen, die uns wirklich interessieren, wie z. B. der Tod. Als ich sie jedoch zusammen meta-analysierte, erschienen die Ergebnisse plötzlich sehr beeindruckend. So sah diese Meta-Analyse aus:

Sie zeigte eine massive 78%ige Reduktion der Sterblichkeit bei Patienten, die mit Covid-19 behandelt wurden. Die Sterblichkeit ist der härteste der harten Endpunkte, was bedeutet, dass er für die Forscher am schwersten zu manipulieren ist und daher am wenigsten anfällig für Verzerrungen ist. Entweder ist jemand tot, oder er lebt. Ende der Geschichte.

Man sollte meinen, dass dieses starke Gesamtsignal des Nutzens inmitten einer Pandemie die Verantwortlichen dazu veranlasst hätte, so schnell wie möglich mehrere große randomisierte Studien zu veranlassen, um diese Ergebnisse zu bestätigen, und dass die großen medizinischen Fachzeitschriften sich darum reißen würden, diese Studien als erste zu veröffentlichen.

Das ist nicht geschehen.

Eher das Gegenteil ist der Fall. Südafrika ist sogar so weit gegangen, den Ärzten zu verbieten, Ivermectin bei Covid-19-Patienten einzusetzen. Und soweit ich das beurteilen kann, drehte sich die meiste Diskussion über Ivermectin in den Mainstream-Medien (und in der medizinischen Presse) nicht um seine relativen Vorzüge, sondern eher darum, dass seine Befürworter offensichtlich verblendete Verrückte mit Zinnfolienhut sind, die soziale Medien nutzen, um die Massen zu manipulieren.

Trotzdem sind weiterhin Studienergebnisse erschienen. Das bedeutet, dass wir jetzt in der Lage sein sollten, mit noch größerer Sicherheit zu entscheiden, ob Ivermectin gegen Covid-19 wirksam ist oder nicht. Da inzwischen so viele dieser Studien aufgetaucht sind, habe ich mich entschlossen, die Diskussion hier nur auf diejenigen zu beschränken, die ich finden konnte, die mindestens 150 Teilnehmer hatten und die Ivermectin mit Placebo verglichen (obwohl ich auch die kleineren Studien, die ich gefunden habe, in die aktualisierte Meta-Analyse am Ende einbeziehen werde).

Nach wie vor scheint es, dass reiche westliche Länder sehr wenig Interesse an der Erforschung von Ivermectin zur Behandlung von Covid haben. Die drei neuen Studien, die mindestens 150 Teilnehmer hatten und Ivermectin mit Placebo verglichen, wurden in Kolumbien, Iran und Argentinien durchgeführt. Wir werden sie der Reihe nach durchgehen.

Die kolumbianische Studie (Lopez-Medina et al.) wurde im März im JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentlicht. Es gibt eine Sache, die bei dieser Studie ziemlich merkwürdig ist, und das ist, dass die Studienautoren während der Durchführung der Studie Zahlungen von Sanofi-Pasteur, Glaxo-Smith-Kline, Janssen, Merck und Gilead erhielten. Gilead stellt Remdesivir her. Merck entwickelt zwei teure neue Medikamente zur Behandlung von Covid-19. Janssen, Glaxo-Smith-Kline und Sanofi-Pasteur sind alle Entwickler von Covid-Impfstoffen. Mit anderen Worten: Die Autoren der Studie erhielten Gelder von Firmen, die Medikamente besitzen, die direkte Konkurrenten von Ivermectin sind. Man könnte dies als Interessenkonflikt bezeichnen und sich fragen, ob es das Ziel der Studie war, einen fehlenden Nutzen zu zeigen. Es ist definitiv ein wenig verdächtig.

Wie auch immer, kommen wir zu dem, was die Forscher tatsächlich gemacht haben. Es handelte sich um eine doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studie, die Patienten mit leichter symptomatischer Covid-19 rekrutierte, bei denen die Symptome weniger als 7 Tage zuvor aufgetreten waren. Potenzielle Teilnehmer wurden durch eine landesweite Datenbank von Personen mit positiven PCR-Tests identifiziert. Mit „leicht symptomatisch“ meinten die Forscher Menschen, die mindestens ein Symptom hatten, aber zum Zeitpunkt der Rekrutierung in die Studie keinen High-Flow-Sauerstoff benötigten.

Die Teilnehmer der Behandlungsgruppe erhielten fünf Tage lang täglich 300 ug/kg Körpergewicht Ivermectin, während die Teilnehmer der Placebogruppe ein identisches Placebo erhielten. 300 ug/kg entsprechen 21 mg für einen durchschnittlichen 70 kg schweren Erwachsenen, was ziemlich hoch ist, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Dosis fünf Tage lang täglich verabreicht wurde. Für eine durchschnittliche Person würde dies einer Gesamtdosis von 105 mg entsprechen. In anderen Ivermectin-Studien wurden meist etwa 12 mg pro Tag für einen oder zwei Tage verabreicht, was einer Gesamtdosis von 12 bis 24 mg entspricht (was als ausreichend angesehen wurde, da Ivermectin eine lange Halbwertszeit im Körper hat). Warum in dieser Studie eine so hohe Dosis verabreicht wurde, ist unklar. Es sollte jedoch kein Problem sein. Ivermectin ist ein sehr sicheres Medikament, und es wurden Studien durchgeführt, in denen Menschen das Zehnfache der empfohlenen Dosis verabreicht wurde, ohne dass es zu einem merklichen Anstieg der unerwünschten Ereignisse kam.

Das erklärte Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob Ivermectin zu einem schnelleren Abklingen der Symptome führt als ein Placebo. Daher wurden die Teilnehmer alle drei Tage nach Aufnahme in die Studie bis zum 21. Tag telefonisch kontaktiert und nach ihren Symptomen befragt.

398 Patienten wurden in die Studie aufgenommen. Das mediane Alter der Teilnehmer lag bei 37 Jahren, und sie waren insgesamt sehr gesund. 79% hatten keine bekannten Co-Morbiditäten. Das ist sehr schade. Es bedeutet, dass diese Studie eine weitere der vielen Studien ist, die nicht in der Lage sein wird, einen aussagekräftigen Effekt auf harte Endpunkte wie Krankenhausaufenthalt und Tod zu zeigen. Es ist ein wenig seltsam, dass Studien immer wieder an jungen, gesunden Menschen durchgeführt werden, die praktisch kein Risiko durch Covid-19 haben, anstatt an multimorbiden älteren Menschen, für die wir eigentlich eine wirksame Behandlung brauchen.

Wie auch immer, lassen Sie uns zu den Ergebnissen kommen.

In der mit Ivermectin behandelten Gruppe betrug die durchschnittliche Zeit vom Eintritt in die Studie bis zur vollständigen Symptomfreiheit 10 Tage. In der Placebogruppe betrug diese Zahl 12 Tage. Die mit Ivermectin behandelten Patienten erholten sich also im Durchschnitt zwei Tage schneller. Allerdings war der Unterschied statistisch nicht signifikant, so dass das Ergebnis leicht auf Zufall beruhen könnte. 21 Tage nach Aufnahme in die Studie hatten sich 82 % der Patienten in der Ivermectin-Gruppe vollständig erholt, im Vergleich zu 79 % in der Placebo-Gruppe. Auch hier war der kleine Unterschied statistisch nicht signifikant.

Was die wichtigeren harten Endpunkte betrifft, so gab es in der Ivermectin-Gruppe null Todesfälle und in der Placebo-Gruppe einen Todesfall. 2 % der Teilnehmer in der Ivermectin-Gruppe benötigten eine „Eskalation der Versorgung“ (Krankenhausaufenthalt, wenn sie zu Beginn der Studie außerhalb des Krankenhauses waren, oder Sauerstofftherapie, wenn sie zu Beginn der Studie im Krankenhaus waren), verglichen mit 5 % in der Placebo-Gruppe. Keiner dieser Unterschiede war statistisch signifikant. Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht real waren. Wie ich bereits schrieb, bedeutete die Tatsache, dass es sich um eine Studie mit gesunden jungen Menschen handelte, dass, selbst wenn ein signifikanter Unterschied in Bezug auf das Risiko, an Hirnhautentzündung zu sterben oder im Krankenhaus zu landen, existiert, diese Studie ihn niemals finden würde.

Was können wir also schlussfolgern?

Ivermectin verkürzt die Dauer der Symptome bei gesunden jungen Menschen nicht signifikant. Das ist so ziemlich alles, was wir aus dieser Studie sagen können. In Anbetracht der Interessenkonflikte der Autoren ist meine Vermutung, dass dies von Anfang an das Ziel der Studie war: Versammeln Sie eine Anzahl junger gesunder Menschen, die zu klein ist, als dass es eine Chance auf einen statistisch signifikanten Nutzen gäbe, und erhalten Sie dann das Ergebnis, das Sie wollen. Die Medien werden das Ergebnis als „Studie zeigt, dass Ivermectin nicht wirkt“ verkaufen (was sie pflichtbewusst taten).

Interessant ist, dass es für alle von den Forschern untersuchten Parameter (Abklingen der Symptome, Eskalation der Behandlung, Tod) Signale für einen Nutzen gab, dass aber die relativ kleine Anzahl und der gute Gesundheitszustand der Teilnehmer bedeutete, dass es kaum eine Chance gab, dass irgendeines der Ergebnisse statistische Signifikanz erreichte.

Kommen wir zur nächsten Studie, die derzeit als Preprint auf Research Square verfügbar ist (Niaee et al.). Sie war randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert und wurde an fünf verschiedenen Krankenhäusern im Iran durchgeführt. Sie wurde von einer iranischen Universität finanziert.

Um in die Studie aufgenommen zu werden, mussten die Teilnehmer über 18 Jahre alt sein und wegen einer Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden (definiert als Symptome, die auf eine Covid-Infektion hindeuten, plus entweder ein CT-Scan, der typisch für eine Covid-Infektion ist, oder ein positiver PCR-Test).

150 Teilnehmer wurden randomisiert und erhielten entweder Placebo (30 Personen) oder unterschiedliche Dosen von Ivermectin (120 Personen). Die Tatsache, dass die Placebogruppe so klein gewählt wurde, ist ein Problem, denn dadurch wird es sehr schwer, Unterschiede zu entdecken, selbst wenn sie existieren, da die statistische Sicherheit der Ergebnisse in der Placebogruppe sehr gering ist.

Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 56 Jahre alt und die durchschnittliche Sauerstoffsättigung vor Beginn der Behandlung lag bei 89% (normal sind mehr als 95%), es handelte sich also um eine ziemlich kranke Gruppe. Leider gibt es keine Informationen darüber, wie weit die Menschen im Krankheitsverlauf fortgeschritten waren, als sie mit der Behandlung mit Ivermectin begannen. Es ist naheliegend, dass das Medikament eher wirkt, wenn es zehn Tage nach dem Auftreten der Symptome gegeben wird, als wenn es zwanzig Tage nach dem Auftreten der Symptome gegeben wird, da der Tod normalerweise um den 21. Wenn man zum Beispiel eine Studie so anlegen wollte, dass sie scheitert, könnte man mit der Behandlung der Menschen zu einem Zeitpunkt beginnen, zu dem das getestete Medikament keine Chance hat zu wirken.

Was waren also die Ergebnisse?

20% der Teilnehmer in der Placebogruppe starben (6 von 30 Personen). 3% der Teilnehmer in den verschiedenen Ivermectin-Gruppen starben (4 von 120 Personen). Das ist eine 85%ige Reduzierung des relativen Sterberisikos, was enorm ist.

Also, trotz der Tatsache, dass die Placebo-Gruppe so klein war, war es immer noch möglich, einen großen Unterschied in der Sterblichkeit zu sehen. Zugegeben, dies ist eine Vorabveröffentlichung (d.h. sie wurde noch nicht von Experten begutachtet), und die absolute Zahl der Todesfälle ist gering, so dass es einen gewissen Spielraum für den Zufall gibt, der zu diesen Ergebnissen geführt hat (vielleicht hatten die Menschen in der Placebogruppe einfach nur sehr viel Pech!). Die Studie scheint jedoch alle Schritte befolgt zu haben, die man von einer qualitativ hochwertigen Studie erwartet. Sie wurde an mehreren verschiedenen Krankenhäusern durchgeführt, sie verwendete Randomisierung und eine Kontrollgruppe, die ein Placebo erhielt, und sie war doppelt verblindet. Und der Tod ist ein sehr harter Endpunkt, der nicht besonders anfällig für Verzerrungen ist. Wenn also die Forscher ihre Daten nicht gefälscht haben, dann stellt diese Studie einen ziemlich guten Beweis dafür dar, dass Ivermectin hochwirksam ist, wenn es Patienten gegeben wird, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das ist großartig, denn es würde bedeuten, dass das Medikament auch noch recht spät im Krankheitsverlauf verabreicht werden kann und trotzdem einen Nutzen zeigt.

Kommen wir nun zur dritten Studie (Chahla et al.), die derzeit als Pre-Print auf MedRxiv verfügbar ist. Sie wurde in Argentinien durchgeführt und von der argentinischen Regierung finanziert. Wie bei der ersten Studie, die wir besprochen haben, handelte es sich um eine Studie an Menschen mit einer leichten Erkrankung. Es verblüfft mich, dass so viele Forscher sich dafür entscheiden, Menschen mit einer leichten Erkrankung zu untersuchen, anstatt diejenigen mit einer schwereren Erkrankung zu untersuchen. Besonders wenn man bedenkt, dass diese Studien alle so klein sind. Eine Studie mit Menschen mit leichter Erkrankung muss sehr groß sein, um einen statistisch signifikanten Effekt zu finden, da es den meisten Menschen mit Covid trotzdem gut geht. Das Risiko von falsch negativen Ergebnissen ist also enorm. Wenn man eine kleine Studie durchführen will und eine vernünftige Chance haben will, Ergebnisse zu erzielen, die statistische Signifikanz erreichen, wäre es viel sinnvoller, sie an kranken Patienten im Krankenhaus durchzuführen.

Die Studie war randomisiert, aber sie war nicht verblindet, und es gab kein Placebo. Mit anderen Worten: Die Interventionsgruppe erhielt Ivermectin (24 mg pro Tag), während die Kontrollgruppe gar nichts erhielt. Dies ist eine schlechte Sache. Es bedeutet, dass alle nicht-harten Ergebnisse der Studie wirklich ziemlich wertlos sind, da es so viel Spielraum für den Placebo-Effekt und andere Störfaktoren gibt, die die Ergebnisse verfälschen können. Für harte Ergebnisse, insbesondere den Tod, sollte dies weniger ein Problem sein (obwohl wir in einer so kleinen Studie mit überwiegend gesunden Menschen mit leichter Krankheit ohnehin keine Todesfälle erwarten würden).

Die Studie schloss Menschen über 18 Jahre mit Symptomen, die auf Covid-19 hindeuten, und einem positiven PCR-Test ein. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 40 Jahren, und die meisten hatten keine zugrunde liegenden gesundheitlichen Probleme. Insgesamt wurden 172 Personen für die Studie rekrutiert.

Als primären Endpunkt der Studie wählten die Forscher die Frage, wie schnell die Teilnehmer frei von Symptomen wurden. Dies ist enorm problematisch, da die Studie, wie bereits erwähnt, nicht verblindet war und es kein Placebo gab. Jeder Unterschied zwischen den Gruppen könnte leicht durch den Placebo-Effekt und durch Voreingenommenheit gegenüber dem Nutzen der Behandlung bei den Forschern erklärt werden.

Wie auch immer, die Studie ergab, dass 49 % in der Behandlungsgruppe fünf bis neun Tage nach Beginn der Behandlung frei von Symptomen waren, verglichen mit 81 % in der Kontrollgruppe. Aufgrund der fehlenden Verblindung ist dieses Ergebnis jedoch wertlos. Die Methodik ist einfach zu mangelhaft.

Es werden keine Angaben über die Anzahl der Personen gemacht, die in jeder Gruppe gestorben sind. Da sie nicht berichtet wird, kann man wohl davon ausgehen, dass es in beiden Gruppen keine Todesfälle gab. Es werden auch keine Daten über die Anzahl der Krankenhausaufenthalte in jeder Gruppe angegeben.

Also, was sagt uns diese Studie?

Absolut gar nichts. Was für eine Verschwendung von Zeit und Geld.

Lassen Sie uns weitermachen und unsere Meta-Analyse aktualisieren. Der Grund, warum wir hier eine Meta-Analyse durchführen müssen, ist, dass keine der Studien mit Ivermectin für sich allein genommen groß genug ist, um eine definitive Antwort darauf zu geben, ob es eine nützliche Behandlung für Covid-19 ist oder nicht. Für diejenigen, die noch nie etwas von Meta-Analysen gehört haben: Im Grunde genommen nimmt man einfach die Ergebnisse aller existierenden Studien, die die vorher ausgewählten Kriterien erfüllen, und fügt sie dann zusammen, um eine einzige große „Meta“-Studie zu erstellen. Dies erlaubt Ihnen, Ergebnisse zu produzieren, die ein viel höheres Niveau an statistischer Signifikanz haben. Es ist besonders nützlich in einer Situation, in der alle einzelnen Studien, mit denen Sie arbeiten müssen, statistisch unterbewertet sind (zu wenige Teilnehmer haben), wie es hier der Fall ist.

In dieser neuen Meta-Analyse habe ich jede doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie, die ich zu Ivermectin als Behandlung von Covid finden konnte, einbezogen. Die ausschließliche Verwendung von doppelblinden, placebokontrollierten Studien bedeutet, dass nur die qualitativ hochwertigsten Studien in diese Meta-Analyse aufgenommen werden, wodurch das Risiko von Verzerrungen, die die Ergebnisse verfälschen, so weit wie möglich minimiert wird. Um eingeschlossen zu werden, musste eine Studie auch Daten zur Sterblichkeit liefern, da das Ziel der Meta-Analyse ist, zu sehen, ob es einen Unterschied in der Sterblichkeit gibt.

Ich konnte sieben Studien identifizieren, die diese Kriterien erfüllten, mit insgesamt 1.327 Teilnehmern. Das zeigt die Meta-Analyse:

Wir sehen eine 62-prozentige Reduktion des relativen Sterberisikos bei den mit Ivermectin behandelten Covid-Patienten. Das würde bedeuten, dass Ivermectin etwa drei von fünf  Covid-Todesfällen verhindert. Die Reduktion ist statistisch signifikant (p-Wert 0,004). Mit anderen Worten: Die Beweise, die für Ivermectin sprechen, häufen sich weiter an. Sie ist jetzt viel stärker als die Beweise, die zu einem weit verbreiteten Einsatz von Remdesivir zu Beginn der Pandemie führten, und der Effekt ist viel größer und wichtiger (Remdesivir konnte nur eine geringfügige Verringerung der Dauer des Krankenhausaufenthalts nachweisen, es wurde nie gezeigt, dass es irgendeinen Effekt auf das Sterberisiko hat).

Ich verstehe, warum Pharmaunternehmen Ivermectin nicht mögen. Es ist ein billiges generisches Medikament. Sogar Merck, die Firma, die Ivermectin erfunden hat, tut im Moment ihr Bestes, um den Ruf des Medikaments zu zerstören. Das kann nur damit erklärt werden, dass Merck derzeit zwei teure neue Covid-Präparate entwickelt und nicht will, dass ein patentfreies Medikament, mit dem es keinen Gewinn mehr machen kann, mit diesen konkurriert.

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, um zu verstehen, warum das breitere medizinische Establishment immer noch so anti-ivermectin ist, ist, dass diese Studien alle außerhalb des reichen Westens durchgeführt wurden. Offenbar kann man Ärzten und Wissenschaftlern außerhalb Nordamerikas und Westeuropas nicht trauen, es sei denn, sie sagen Dinge, die mit unseren vorgefassten Meinungen übereinstimmen.

Forscher der McMaster Universität organisieren derzeit eine große Studie mit Ivermectin zur Behandlung von Covid-19, die von der Bill und Melinda Gates Stiftung finanziert wird. Es wird erwartet, dass an dieser Studie mehr als 3.000 Menschen teilnehmen werden, sie sollte also definitiv sein. Es wird sehr interessant sein zu sehen, was sie zeigt, wenn die Ergebnisse endlich veröffentlicht werden.

Ich werde in den kommenden Monaten eine Menge neuer Inhalte veröffentlichen. Bitte geben Sie unten Ihre E-Mail-Adresse an und Sie bekommen alle zukünftigen Artikel direkt in Ihren Posteingang geliefert, sobald sie veröffentlicht werden.

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100% Erneuerbare bis 2030!!!…, Neue Studie vom 28.5.21

Gesendet: Freitag, 28. Mai 2021

Von: „Hans-Josef Fell“ <info@hans-josef-fell.de>
An: Helmut_Kaess@web.de
Betreff: Neue Studie: 100% Erneuerbare Energien bis 2030 in Deutschland möglich

auch hier https://www.sonnenseite.com/de/energie/neue-studie-100-erneuerbare-energien-bis-2030-in-deutschland-moeglich/

 

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Neue Studie: 100% Erneuerbare Energien bis 2030 in Deutschland möglich

Liebe Leserinnen und Leser,

Dieser Text wurde am 28.05.2021 als Pressemitteilung der Energy Watch Group veröffentlicht.

Neue Studie: 100 % Erneuerbare Energien bis 2030 in Deutschland möglich 

28.05.2021 – Berlin | Innerhalb von nur zehn Jahren kann Deutschland flächendeckend auf eine Energieversorgung umgestellt werden, die vollständig auf Erneuerbaren Energien beruht. Die aktuelle Studie der Energy Watch Group (EWG) zeigt, dass Deutschland bereits bis 2030 vollständig, zuverlässig und wirtschaftlich mit Energie versorgt werden kann und dabei sogar über ein ökonomisch vorteilhafteres Energiesystem verfügt.

Die Studie stellt das erste umfassende Energie-Szenario vor, das Deutschlands Weg zu 100 % Erneuerbaren Energien bis 2030 sektorenübergreifend, technologisch und ökonomisch umsetzbar und mit vollständiger Bedarfsdeckung auch in winterlichen Dunkelflauten stundengenau gewährleistet. Damit wäre Deutschland im Innovationswettbewerb um die Klimaneutralität als erstes Industrieland weltweit führend, noch vor den USA und China.

Wir können uns angesichts des Klimanotstandes nicht aussuchen, ob wir handeln wollen oder nicht“, sagt Thure Traber, Leitautor der Studie. „Es sind insbesondere regulatorische, politische und infrastrukturelle Hindernisse, die den zügigen Aufbau eines emissionsfreien Energiesystems in Deutschland verhindern. Eine schnelle strukturpolitische Beseitigung dieser Hemmnisse würde den sofortigen Beginn der energetischen Umstrukturierung ermöglichen.“

Nord-Süd- Szenarien

Die Studie untersucht die Nutzung aller Formen Erneuerbarer Energien. Für Deutschland bieten Windkraft und Photovoltaik (PV) die quantitativ wichtigsten Potentiale der Erneuerbaren. Nach aktuellem Stand ist der Ausbau der Windkraft im Süden Deutschlands, strukturell bedingt, fast vollständig zum Erliegen gekommen. Daher muss Strom aus Windkraft von der Nordsee und aus dem Norden Deutschlands mittels teurer und energetisch intensiver langer Überlandleitungen nach Süddeutschland transportiert werden.

Als Lösung weist die EWG-Studie quantifiziert nach: Die Investitionen in den Jahren bis 2030 in PV, Windkraft, Bioenergien, Geothermie und Wasserkraft sowie in Speicher, Wärmepumpen im Wärmesektor und Elektrische Antriebe im Verkehr, sowie vieler weiterer Technologien müssen und können massiv ausgebaut werden. Wesentlich ist ein dezentraler Ausbau aller Technologien, insbesondere auch der Windkraft in den südlichen Bundesländern. Damit kann ein weiterer sehr teurer, langwieriger Ausbau von hohen Leitungskapazitäten von Nord nach Süd vermieden werden.

Die heutigen jährlichen Ausbauraten müssen dafür zum Teil um das bis zu 20-fache erhöht werden. Das erscheint als immens, ist aber durchaus machbar. Hans-Josef Fell, Präsident der EWG, weist auf den Man-to-the-Moon-Charakter der unausweichlich notwendigen Transformation hin: „Solche exponentiellen Wachstumsgeschwindigkeiten ähneln denen, wie sie in bisherigen Technik-Revolutionen der Weltgeschichte oftmals in nur einer Dekade realisiert wurden: Mondlandung, PC, Internet und Mobilfunk.“

Investitionen und Innovationen

Mit rund einem Prozent der Weltbevölkerung stellt Deutschland die global viertstärkste Wirtschaftsnation dar. Es sind Investitionen und der direkte Wissenstransfer aus der Forschung in Gesellschaft und Wirtschaft, auf denen unser Wohlstand beruht. Durch die politische Vernachlässigung der Erneuerbaren Energie im letzten Jahrzehnt verschwanden nach der im vorletzten Jahrzehnt errungenen globalen Technologieführerschaft in der Windkraft rund 40.000 Arbeitsplätze, die Photovoltaikproduktion zog nach China um und baute in Deutschland 100.000 Stellen ab. Die aktuelle Eröffnung der europaweit größten Produktionsstätte für Solartechnologie in Bitterfeld zeigt aber, dass auch die Unternehmen die Unausweichlichkeit und das wirtschaftliche Potential eines neuen Energiesystems verstanden haben.

Deutschland als Industrienation hat mit einem gestalteten Zusammenspiel von Machbarkeit, technologischer Weiterentwicklung, verbesserter Effizienz und wachsender Bereitschaft in Wirtschaft und Gesellschaft das Potential, zum führenden Industrieland mit UN-SDG-Standards zu werden, das ist die Aussage der EWG-Studie.

Download der Zusammenfassung und der Studie:

Energy Watch Group (2021):
„100% Erneuerbare Energien für Deutschland bis 2030. Klimaschutz – Versorgungssicherheit – Wirtschaftlichkeit”,

Zusammenfassung:

https://www.energywatchgroup.org/wp-content/uploads/EWG_Studie_2021_100EE-fuer-Deutschland-bis-2030_ES.pdf

„100% Erneuerbare Energien für Deutschland bis 2030. Klimaschutz – Versorgungssicherheit – Wirtschaftlichkeit”,

vollständige Studie:

https://www.energywatchgroup.org/wp-content/uploads/EWG_Studie_2021_100EE-fuer-Deutschland-bis-2030.pdf

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Über die Energy Watch Group

Die Energy Watch Group (EWG) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Think-and-Do-Tank mit Sitz in Berlin. Wir setzen uns dafür ein, politisches Handeln für Erneuerbare Energien und Klimaschutz weltweit zu beschleunigen – durch wissenschaftliche Analysen, Politikberatung und Dialog. www.energywatchgroup.org

Ende der Pressemitteilung

Hammelburg, 28. Mai 2021
Ihr Hans-Josef Fell

fell@hans-josef-fell.de

www.hans-josef-fell.de
Twitter: @HJFell

Den Beitrag auf der Homepage finden Sie hier: https://hans-josef-fell.de/neue-studie-100-erneuerbare-energien-bis-2030-in-deutschland-moeglich/Bei mir werden Erneuerbare Energien groß geschrieben!

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Covid-Impfkampagne für Kinder??

Auf die Verbreitung eines leider nicht abgedruckten Leserbriefs (andere sagten aber ähnliches) wurde mir ein Video zugeschickt, auf dem ein Kinderarzt  in 20 Minuten erklärt, wieso er eine generelle Impfkampagne für Kinder ablehnt. Aus Gründen, die zum Teil auch in meinem Leserbrief stehen. Aber natürlich fachlich viel genauer begründet.

28.5.21: Leserbrief an die BZ von heute, Fr, 28.5. Titelseite: Impfkampagne für Kinder…

Impfkampagne für Kinder…

Stephan Weil: „Kinder und Jugendliche können sich infizieren und das Virus weitergeben, … daher Impfangebot…“

Das halte ich für falsch, teuer und gefährlich. Ein Restrisiko besteht immer. Kinder sind oft krank, da sie die üblichen Infekte bekommen und dies auch sinnvoll ist. Es muss immer der mögliche Schaden gegen den möglichen Nutzen abgewogen werden.

Laut der Literatur ist die Sterblichkeit bei Kindern bei Covid sehr, sehr gering und etwa in der Höhe der bei Grippe. Grippeschutzimpfungen bei Kindern gelten als wenig effektiv. https://de.wikipedia.org/wiki/Grippeimpfung  Dagegen müssen die möglichen Schäden der Impfung gegen Covid gerechnet werden, die bei Kindern noch nicht genau zu erfassen sind, aber durchaus höher sein können.

Bis Herbst werden alle älteren Erwachsenen ein Impfangebot bekommen haben. Ich fordere, dass wir danach die Risikovorsorge mit z.B. den AHA Regeln wieder der persönlichen Verantwortung überlassen. Maske ja oder nein ist dann Eigenschutz und nicht Fremdschutz. Entwicklungsschäden durch den Lockdown von Schulen und durch das „homeschooling“ waren für mich schon vorher unangemessen, da Kinder durch Covid wenig gefährdet sind, sind aber nach einem Impfangebot für alle älteren Erwachsenen m.E. überhaupt nicht mehr vertretbar.

Helmut Käss, Arzt für Allgemeinmedizin i.R.

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881,
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Die Adressen der benachbarten Bürgermeister, BM,

Einladung und Erläuterungen

Käss: Es geht um die Veranstaltung der Bürgermeister für den Frieden, für die ich werbe, am 8.juli, Es geht um Frieden und die Verhinderung eines großen Krieges,

dafür haben wir eine Einladung verschickt und werben für eine Unterstützung durch Flaggenhissen oder eine formale Beteiligung, die keine wesentliche Arbeit macht… wobei wir hoffen, dass auch Ihr BM einer davon wird

Altenau Alexander Ehrenberg Breslauer Straße 8, 38707 Altenau, 05323 931-109stadtverwaltung@clausthal-zellerfeld.de    a dagmar.lieberwirth@clausthal-zellerfeld.de   a Sie verteilt die Brief noch mal an die drei Teilbürgermeister einschließlich Schweigel, Frau Petzold, gremienverwaltung, kein Interesse??? …

Bad Harzburg Ralf Abrahms Forstwiese 5, 38667 Bad Harzburg, 05322 74-0- , 108,  info@stadt-bad-harzburg.de   a    die Email noch mal an sie verschickt…   Montag?? sekretärin antje.strathmeyer@stadt-bad-harzburg.de, kein Interesse,

Bad Gandersheim Franziska Schwarz Markt 10, 37581 Bad Gandersheim, 05382 73100, schwarz@bad-gandersheim.de:  Soll am Montag noch mal anrufen, ab 8:30…, 480 Mails, sie ruft zurück, wenn sie es geschafft hat… sie war in Urlaub…

Derneburg Clausthal-Zellerfeld Frau Britta Schweigel Am Rathaus 1, 38678 Clausthal Zellerfeld, 05323 931 100, britta.schweigel@clausthal-zellerfeld.de   bespricht es und ich bekomme Rückmeldung

Elze Wolfgang Schurmann Hauptstr. 61 31008 Elze, 05068 464 10, r.pfeiffer@elze.de    a  05068 464 11 ,  Heute zwischen 12:00-13:00, oder Montag 8:00-9:30: Kein Interesse…

 

Köllisch:

Gifhorn Matthias Nerlich Marktplatz 1, 38518 Gifhorn. 05371 880, info@stadt-gifhorn.de

Goslar Dr. Oliver Junk Charley-Jacob-Straße 3, 38640 Goslar. 05321 7040, oberbuergermeister@goslar.de

(Helmstedt Wittich Schobert Markt 1 38350 Helmsted.t 05351 171000, rathaus@stadt-helmstedt.de

Holle Holle, gemeinde@holle.de

Königslutter Alexander Hoppe Am Markt 1 38154 Königslutter. 05353 912101, buergermeister@koenigslutter.de

Langelsheim Ingo Henze Harzstraße 8, 38685 Langelsheim. 05326 504-0, stadt@langelsheim.de

 

Schöbel:

Lautenthal Hartmut Arndt Hahnenkleer Straße 47, 38685 Langelsheim / OT Bergstadt Lautenthal 05325/6866, arndtlautenthal@t-online.de

Northeim Simon Hartmann Scharnhorstpl. 1, 37154 Northeim 05551 966-162, ritter@Northeim.de 24.6. Ritter ordA, nochmal senden

Peine Klaus Saemann Kantstr. 5; 31224 Peine 05171/49-2, buergermeister@stadt-peine.de

Seesen Erik Homann, Marktstraße 1, 38723 Seesen 05381 75 0, stadt@seesen.de

(Wendeburg Gerd Albrecht Am Anger 5, 38176 Wendeburg 05303 91110, gemeinde@wendeburg.de

Wittingen Andreas Ritter Bahnhofstraße 35, 29378 Wittingen 05831 / 26-0, a.ritter@wittingen.eu

Mitglieder der MAYORS

Hildesheim

Salzgitter Bad Frank Klingebiel Joachim-Campe-Straße 6 – 8 38226 Salzgitter 05341 8390

Wolfsburg Klaus Dieter Mohrs Porschestraße 49, 38440 Wolfsburg 05361/282855 sekretariat.oberbuergermeister@stadt.wolfsburg.de

WF Thomas Pink Stadtmarkt 3-6, 38300 Wolfenbüttel 05331/86301 annette.grube@wolfenbuettel.de

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E i n l a d u n g an benachbarte Bürgermeister zum Flaggen-/Manifesttag

http://www.mayorsforpeace.org/english/index.html

Betreff:
Einladung zum Flaggentag in Braunschweig, am 8.7.21
Datum:
Wed, 26 May 2021 15:18:17 +0200
Von:
Helmut Käß <helmut_kaess@web.de>
An:
stadtverwaltung@clausthal-zellerfeld.de, schwarz@bad-gandersheim.de, info@stadt-bad-harzburg.de, britta.schweigel@clausthal-zellerfeld.de, r.pfeiffer@elze.de
Kopie (CC):
Frieder Schöbel <frieder@rutschmann-schoebel.de>, Elke Almut Dieter <e_a_dieter@yahoo.de>, Michael Köllisch <Michael.Koellisch@web.de>

Sehr geehrte Bürgermeisterin Franziska Schwarz,

sehr geehrte Bürgermeisterin Frau Britta Schweigel,

sehr geehrter Bürgermeister Alexander Ehrenberg,

sehr geehrter Bürgermeister Ralf Abrahms,

sehr geehrter Bürgermeister Rolf Pfeiffer

In der Anlage (Einladung an BM) finden Sie unsere Einladung zum diesjährigen 7. Braunschweiger Flaggen/Manifesttag  der Mayors for Peace. Eine ausführliche Darlegung des im Vortrag angesprochenen Projekts und Unterlagen über die Mayors senden wir Ihnen in einer zweiten Mail zu.

Herzliche Grüße, Dr. med. Helmut Käss,

Friedensbündnis Braunschweig und Friedenszentrum Braunschweig e.V. 0531-893033 und IPPNW BS Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/Wordpress/, www.ippnw.de , http://www.friedenszentrum.info/,

_____________________________________________-

Und die Erläuterungen:

Gesendet: Mittwoch, 26. Mai 2021 um 14:42 Uhr
Von: „Helmut Käß“ <helmut_kaess@web.de>
An: stadtverwaltung@clausthal-zellerfeld.de, schwarz@bad-gandersheim.de, info@stadt-bad-harzburg.de, britta.schweigel@clausthal-zellerfeld.de, r.pfeiffer@elze.de
Betreff: Erläuterungen zur Einladung zum Flaggentag in Braunschweig, am 8.7.21
Sehr geehrte Bürgermeisterin Franziska Schwarz,
sehr geehrte Bürgermeisterin Frau Britta Schweigel,
sehr geehrter Bürgermeister Alexander Ehrenberg,
sehr geehrter Bürgermeister Ralf Abrahms,
sehr geehrter Bürgermeister Rolf Pfeiffer,

in den Anlagen  finden Sie unsere Erläuterungen zum diesjährigen 7. Braunschweiger Flaggen/Manifesttag  der Mayors for Peace. Es handelt sich um eine Broschüre „Sicherheit Neu Denken“. Sie können sich in der Seite www.sicherheitneudenken.dehervorragend informieren. Dort finden sie auch kürzere und längere Versionen. Bei unserer Veranstaltung werden auch diese (36 Seiten) Broschüren https://www.sicherheitneudenken.de/media/download/variant/186329 (auch in der Anlage) ausliegen. Die könnte ich Ihnen bei Interesse auch zuschicken.

Falls Sie sich entschließen sollten, es ist nicht mit wesentlichen Mühen verbunden, aber es ist äußerst wichtig, auch ein(e) Bürgermeister*in für den Frieden zu werden, könnten Sie die Seite zwei der „Mayors…“ Anlage ausdrucken und verwenden. Ich werde in den nächsten Wochen Sie oder Ihre Mitarbeiter auch anrufen, um dieses Thema zu besprechen.

Herzliche Grüße, Dr. med. Helmut Käss,

Friedensbündnis Braunschweig und Friedenszentrum Braunschweig e.V. 0531-893033 und IPPNW BS

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de/Wordpress/, www.ippnw.de , http://www.friedenszentrum.info/,

________________________________

Wir bitten Sie um Anmeldung bis spätestens den 5. Juli, 12 Uhr, unter Angabe der Adresse und Telefonnummer an: E-Mail: kontakt@friedenszentrum.info oder
Tel. 0531-893033 (AB und Weiterleitung)

/ Wegen der Platzbeschränkung ist Anmeldung nötig. Mundnasenschutz ist anzu-legen. Wir werden auch eine Videoverbindung und einen Livestream anbieten.

 

/ Bitte prüfen Sie, ob Ihre Gemeinde den MAYORS beitreten möchte (Formular in einer zweiten Email), ob Sie am 8.7. die Mayors-Flagge hissen und/oder ob Sie einen Beitrag zum Flaggentag leisten können.

 

Deutschland muss dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!

 

Mit Friedensgrüßen,

Dr. Helmut Käss, Dr. Michael Köllisch, Frieder Schöbel

 

Link zu früheren Flaggentagen: https://helmutkaess.de/Wordpress/gedenktag-an-das-manifest-von-russell-und-einsteinflaggentag-der-mayors-for-peace/

 

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Kooperation zwischen Moslems und Juden in Braunschweig??

Kooperation zwischen Moslems und Juden in Braunschweig??

Klicke, um auf Hand-in-Hand-durch-Deutschland-gehen.pdf zuzugreifen

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Nato im Angriffsmodus: Eiskaltes Vorrücken

Was sind das wieder für kranke Ideen: Wie passt das zum Manifest von Russell und Einstein? Wie zu unseren vielen Krisen? Covid19, Klimakrise, wie zum den Friedenskrisen, wie zum der Reich/Armschere? Wo soll das Geld herkommen, um all das zu bezahlen, wenn nicht aus dem Militär?

Junge Welt am 26.5.21

Jörg Kronauer  Manöver

Eiskaltes Vorrücken

Aufmarsch an Russlands Grenze: NATO-Staaten drängen verstärkt in die Arktis, eine Schlüsselrolle spielt Norwegen

Die Zeit der Manöverrekorde ist angebrochen. Im vergangenen Jahr war »Defender Europe 20« als größte Kriegsübung in Europa seit dem Ende des Kalten Kriegs angekündigt worden: An dem US-geführten Großmanöver wären insgesamt rund 38.000 Soldaten beteiligt gewesen, hätte nicht die Covid- 19-Pandemie den vorzeitigen Abbruch erzwungen. Aktuell nehmen rund 28.000 Militärs an »Defender-Europe 21« teil, dem ersten US-Großmanöver, in das alle Staaten Südosteuropas außer Serbien involviert sind. Für nächstes Jahr wiederum kündigt Norwegen das größte Manöver in der Arktis seit Beginn der 1990er Jahre an: »Cold Response 2022« soll bis zu 40.000 Soldaten im polaren Eis zusammenführen. Dabei haben die Rekordmanöver der westlichen Staaten vor allem eines gemeinsam: Sie richten sich unverhohlen gegen Russland – auch im Polarmeer.

Kollateralschaden

Dass die Großmächterivalität in zunehmendem Maß die Arktis erfasst, ist – wenn man so will – ein Kollateralschaden des Klimawandels. Der fällt in der nördlichen Polarregion erheblich krasser aus als anderswo: Eine kürzlich vorgelegte Untersuchung des Arctic Monitoring and Assessment Programme (AMAP) belegt, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Arktis von 1971 bis 2019 um 3,1 Grad Celsius gestiegen ist, dreimal soviel wie im globalen Mittelwert. Dass der Rückgang des polaren Eises neue Seewege öffnet und den Zugriff auf neue Rohstofflager möglich macht, verschärft die Konkurrenz. Damit gewinnen alte, bis heute nicht gelöste Differenzen, wie weit die Hoheitsgewässer der einzelnen Anrainer in das Polarmeer hineinreichen, neue Bedeutung. Nicht zuletzt verschafft die Eisschmelze auch Streitkräften neue Spielräume und erweitert ihre Handlungsoptionen. So kommt es, dass nicht nur immer mehr Staaten eigene Arktisstrategien entwickeln und publizieren – Deutschland und Frankreich im Jahr 2019, Norwegen und Schweden 2020 –, sondern dass inzwischen auch Militärs einschlägige Strategiepapiere vorlegen.

Vorreiter sind dabei die Vereinigten Staaten. Zwar beschuldigt Washington regelmäßig Moskau, die Arktis offensiv zu militarisieren; doch handelt es sich bei den US-Vorwürfen, die mit der Realität nicht wirklich korrespondieren, wohl vor allem um den Versuch, das eigene, durchaus aggressive Vorgehen in der Polarregion zu legitimieren. Jeweils eigene Arktisstrategien haben inzwischen nicht nur das Pentagon, sondern auch einzelne US-Teilstreitkräfte – Marine, Luftwaffe, Marine Corps, Heer – vorgelegt. Das am 19. Januar verabschiedete Strategiepapier der US-Army trägt den programmatischen Titel: »Die Dominanz in der Arktis zurückgewinnen«. Dazu passt, dass die US-Streitkräfte ihre Kriegsübungen sowie ihre sonstigen Aktivitäten im und am Nordmeer deutlich ausgeweitet haben. Bereits im Oktober 2018 erregte es die Aufmerksamkeit von Experten weltweit, dass erstmals seit dem Ende des Kalten Kriegs ein US-Flugzeugträger mit den üblichen Begleitschiffen in arktischen Gewässern manövrierte – und das nicht etwa vor Alaska, sondern im Europäischen Nordmeer, von wo aus Angriffe auf Russland gestartet werden könnten. Zudem haben die USA am 16. April 2021 ein Abkommen mit Norwegen geschlossen, das ihnen die Errichtung eigener Anlagen auf vier norwegischen Militärstützpunkten erlaubt – darunter eine Marine- und eine Luftwaffenbasis in der norwegischen Arktis.

Offensive Operationen

Nicht nur Washington, auch die Bundesrepublik kooperiert militärisch immer enger mit Norwegen. Man müsse sich künftig »intensiver mit der Region befassen«, hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im Sommer 2020 in einer online durchgeführten Konferenz am Joint Warfare Centre der NATO im norwegischen Stavanger erklärt. In der Einrichtung, die von Jan Christian Kaack geführt wird, einem Konteradmiral der deutschen Marine, sind ungefähr 40 deutsche Soldaten stationiert. Die Bundeswehr weitet längst ihre gemeinsamen Manöver mit den norwegischen Streitkräften aus. Anfang 2019 etwa probten deutsche Gebirgsjäger im norwegischen Norden den »Winterkampf«. Im März 2020 nahmen deutsche Soldaten an »Cold Response 2020« teil, einem Manöver mit rund 15.000 Soldaten aus neun Staaten, bei dem – auch dies im Norden Norwegens – nicht nur defensive, sondern auch offensive Operationen trainiert wurden.

Im kommenden Jahr dann »Cold Response 2022«, es soll in der Region ­Ofoten ganz im Norden des Landes stattfinden, dort, wo norwegische Truppen immer häufiger mit Einheiten anderer NATO-Staaten trainieren. Die Region ist, so berichten regionale Medien unter Berufung auf hochrangige Militärs, für die Vorbereitung des Westens auf einen etwaigen Krieg gegen Russland »von zentraler strategischer Bedeutung«: Sie ist kaum 600 Kilometer Luftlinie von der Halbinsel Kola entfernt, wo die russische Marine ihre Nordflotte mit ihren Atom-U-Booten unterhält.

Die nächsten Schritte werden voraussichtlich am 14. Juni diskutiert: Dann wird sich der NATO-Gipfel in Brüssel ausführlich mit dem künftigen Vorgehen des Kriegsbündnisses in der Arktis befassen.

Herzliche Grüße, Helmut

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Bhutans „Bruttonationalglück“

Bhutans „Bruttonationalglück“,  oder auch hier

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Nicht Abschreckung, sondern gemeinsame Sicherheit!

Nicht Abschreckung, sondern gemeinsame Sicherheit!

Wir erreichen dieses Ziel zum Beispiel durch die Initiative „Sicherheit neu denken“.

Abschreckung“ ist ein Stichwort, das ich als psychologische Kriegsführung verstehe.

Willy Brandt hatte es schon viel besser gesagt, „gemeinsame Sicherheit“ ist viel besser ist für die menschliche Psyche geeignet:

„Abschreckung“ erinnert an „MAD“: Mutual Assured Destruction, das Prinzip, das die Abschreckung begründen soll und in seiner Abkürzung schon die Verrücktheit darstellt.

Bei Abschreckung denkt der Mensch an gegenseitige Vernichtung, und damit auch an die Vernichtung eines „schrecklichen“ Gegners. Dabei sind die Gegner auch Menschen, die vermutlich liebenswerte Kinder waren.

Gemeinsame Sicherheit ist viel besser: das erinnert daran, dass wir alle Menschen sind und dass wir unsere Stärken und Schwächen haben und dass wir alle auch Angst haben und daher Sicherheit anstreben, die wir nicht durch Abschreckung erreichen, sondern durch gemeinsame Planung ausführliche Verhandlungen und Berücksichtigung der gegenseitigen Befürchtungen …

Menschliches Glück und menschliche Sicherheit sind mit Beharrlichkeit, menschlichem Geist und Erfindungsfähigkeit in der Kleingruppe schon immer erreichbare Ziele, ist aber für die gesamte Menschheit nun ein neues und auf Grund der „vollen Welt“ nun ein notwendiges Ziel: das Glück der menschlichen Familie ist nahe, so wie auch die drohende Gefahr der Vernichtung. Wir entgehen ihr und erreichen unser Glück durch die Kraft der positiven Vision:

Frieden, eine gesunde Umwelt und gute soziale Verhältnisse. Das ist es, was die Menschheit braucht und was sie noch in dieser Generation erreichen kann!

Wir erreichen diese Ziele durch weltweite Kooperation und ständige, weitreichende Absprachen auf der Ebene der UN und der Regionen und der Nachbarschaft.

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„Niall Ferguson ist überzeugt: Der Westen steht vor dem Untergang.“ 

(Kleinstaaterei)

Niall Ferguson ist überzeugt: Der Westen steht vor dem Untergang.“

Davon bin ich nach  Ansehen des  Videos nicht  überzeugt. Aber er ist von der Überlegenheit der westlichen Kultur überzeugt und davon, sie erhalten zu müssen…

https://www.youtube.com/watch?v=Vhs589R7GDY

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Sicherheit neu denken, was ist das?

Jetzt, im November 2023, gibt es ein neues, ausführliches Impulspapier: https://www.sicherheitneudenken.de/media/download/variant/353462/snd-impulspapier-nr.-4-sicherheits-strategien-neu-denken-20.11.2023.pdf

Sicherheit neu denken, da könnt Ihr Euch natürlich in erster Linie hier bei der Organisation selbst erkundigen. Sie haben Informationen unterschiedlicher Länge, als Einstieg erscheint mir die etwa 30 Seiten lange Kurzversion geeignet.

Und hier sind die Newsletter: https://www.sicherheitneudenken.de/newsletter/newsletter-archiv-ab-juli-2020/

https://www.sicherheitneudenken.de/newsletter/newsletter-archiv-ab-juli-2020/

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Sevim Dagdelen: Waffenruhe nutzen für gerechte Friedenslösung im Nahen Osten

Sevim Dagdelen: Waffenruhe nutzen für gerechte Friedenslösung im Nahen Osten

Publiziert am 21. Mai 2021 von admin

Gesendet: Freitag, 21. Mai 2021 um 12:10 Uhr
Von: “DIE LINKE. im Bundestag” <pressemitteilungen@linksfraktion.de>
An: pressemitteilungen@list.linksfraktion.de
Betreff: Waffenruhe nutzen für gerechte Friedenslösung im Nahen Osten 

 

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen

Waffenruhe nutzen für gerechte Friedenslösung im Nahen Osten

  „DIE LINKE begrüßt die zwischen der israelischen Regierung und der Führung von Hamas und Islamischem Dschihad vereinbarte Waffenruhe als notwendige Voraussetzung für einen gerechten Frieden im Nahen Osten“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:

„Die Beendigung der völkerrechtswidrigen israelischen Annexions-, Siedlungs- und Besatzungspolitik im Westjordanland, in Ostjerusalem und auf den Golanhöhen ist unabdingbare Voraussetzung für eine Lösung des Jahrzehnte währenden Konflikts und das friedliche Zusammenleben von Israelis und Palästinensern.

 Die Bundesregierung muss sich jetzt zusammen mit den Partnern in der EU und den USA für die umgehende Umsetzung der entsprechenden UN-Resolutionen einsetzen.

Der Stopp deutscher Waffenexporte in die Krisenregion ist überfällig, das gilt für Israel wie für das NATO-Mitglied Türkei und die Golfdiktatur Katar, die als Unterstützer der islamistischen Hamas als bewaffnetem Arm der antidemokratischen Muslimbruderschaft in Palästina auftreten, um ihre eigene autoritäre Herrschaft zu sichern.

 Die Bundesregierung sollte dagegen endlich die Initiative ergreifen für eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten. Regionale Kooperation zur Herstellung von Sicherheit und Stabilität ist nicht zuletzt auch im Interesse Israels.

DIE LINKE steht weiter solidarisch an der Seite insbesondere all jener in der Region, die sich für eine Friedenslösung und gegen Gewalt in Israel und in den palästinensischen Gebieten einsetzen.“

 

Weitere Informationen:
Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, D-11011 Berlin
Pressestelle
Michael Schlick, Pressesprecher
Fax: +49.30.227.56801
Tel. +49.30.227.52800
pressesprecher@linksfraktion.de
www.linksfraktion.deArchiv der Pressemitteilungen www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen
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Corona: Der unendliche Ausnahmezustand…

Diese Diskussion zwischen zwei Ärzten im IPPNW Verteiler über Corona könnte für Euch interessant sein, weil es um die Größenordnung der Schäden im Vergleich zur Erkrankung geht…

Es ist die Frage, ab wann eine Impfung sinnvoll ist, aber vor allem die Frage , ob die Einschränkungen der Freiheit in vernünftiger Relation zu dem Nutzen dieser Einschränkung stehen…

Herzliche Grüße, Helmut

Klicke, um auf Telepolis-Der-unendliche-Ausnahmezustand-14-03-21-2.pdf zuzugreifen

Gesendet: Donnerstag, 20. Mai 2021 um 09:41 Uhr
Von: „Helmut Käß“ <helmut_kaess@web.de>
An: „Ek  Cc:
Betreff: Aw: Re:Nachträge zur IPPNW-Geschichte

Übrigens wies gerade M auf einen Artikel von Norman Paech vom Anfang des Jahres hin, den ich im Original prägnanter finde, siehe Anlage…

Herzliche Grüße, Helmut

Gesendet: Mittwoch, 19. Mai 2021 um 23:25 Uhr
Von: „Dr. A
An: „Ek
Cc: „ippnw-deutschland@ippnw-lists.de“ <ippnw-deutschland@ippnw-lists.de>
Betreff: Re: [Ippnw-deutschland]…

Sehr geehrter Herr

Danke für Ihre meist sachliche Mail.

Die mir bekannte Stellungnahme der DGPI ist, anders als Ihre Aussage, „Kinder erkranken nicht an Corona“, sehr differenziert. Da habe ich nichts dran auszusetzen. Vielen Dank für’s Rumschicken, dies wird sicherlich für einige eine interessante Lektüre sein.

Sie sprachen in Ihrer Mail von einer „notfallmäßigen Zulassung“ des Impfstoffs. Dabei ist Comirnaty in der EU wie ich bereits erwähnte regulär zugelassen. Ich würde sagen, das ist Semantik, aber mit diesem Begriff „Notfallzulassung“ soll ja bewusst Stimmung und vor allem Angst erzeugt werden, daher finde ich schon wichtig, da bei den Fakten zu bleiben und das sehr genau zu nehmen:

„Bei der bedingten EU-Zulassung handelt es sich um die erste reguläre Zulassung des Impfstoffs weltweit. Gegenüber einer Notfallzulassung bestehen einige Unterschiede. Ein wichtiger ist die Haftungsfrage: Bei einem zugelassenen Impfstoff haftet der Hersteller für etwaige Schäden, auch wenn es sich um eine bedingte Zulassung handelt. Bei einer Notfallzulassung ist der Hersteller dagegen von der Haftung ausgenommen. Eine bedingte Zulassung ist zeitlich auf ein Jahr begrenzt und kann verlängert oder aufgehoben werden oder in eine Vollzulassung übergehen. Es liegen noch nicht alle Daten vor, die für die Erteilung einer Vollzulassung erforderlich wären, und der Hersteller ist dazu verpflichtet, diese nachzuliefern, sobald sie verfügbar sind. Man kann vermutlich sagen, dass noch nie zuvor über einen Impfstoff bereits bei der Zulassung so viel bekannt war wie über diesen. Denn die Zulassungsstudie war eine der größten Impfstoffstudien, die die EMA jemals beurteilt hat. Das betonte Dr. Harald Enzmann, Vorsitzender des Ausschusses für Humanarzneimittel der EMA.“ (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/biontechpfizer-impfstoff-in-der-eu-zugelassen-122677)

Die von Ihnen zitierten Nebenwirkungen sind erstmal nicht besonders beeindruckend und in etwa vergleichbar mit denen von Grippeimpfungen (vgl. z.B.:

https://www.who.int/vaccine_safety/initiative/tools/Influenza_Vaccine_rates_information_sheet.pdf),je nachdem, wie genau man hinschaut und genau hingeschaut wird bei den neuen Impfstoffen sehr stark.

Über Sinn und Unsinn von Impfungen von Kindern gegen SARS-CoV-2 kann man trefflich diskutieren und Argumente für und wieder abwägen. Diese Diskussion wird aktuell auf vielen Ebenen geführt (EMA, WHO, DGKJ, DGPI, KBV, etc.) und wird sich auch öffentlich abspielen, so dass wir alle mitdiskutieren können.

Gerne können wir diese Diskussion auch konstruktiv zwischen und weiterführen, da sie vermutlich die Mehrheit der Mailingliste nicht sonderlich interessieren. Damit könnten wir diese Mailingliste wieder für andere Themen frei machen. Wir können ja dann die Quintessenz unserer Diskussion mitteilen.

Mit kollegialen Grüßen

A

Ek

Sehr geehrter Herr ,

Sie sollten Ihre Erfahrungen in der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Kindern der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie vorstellen, denn diese kommt ohne Ihre Erfahrungen zu dieser Stellungsnahme:

„Jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ist ein Fall zu viel und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie. Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. In der Saison 2018/19 wurden nach Angaben des RKI insgesamt 7461 Kinder unter 14 Jahren mit Influenza als hospitalisiert gemeldet, 9 Kinder verstarben. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25. Diese Zahlen sollen und dürfen keinesfalls gegeneinander aufgerechnet werden, mögen aber bei der Einordnung helfen“.

https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/

Mir ist nicht bekannt, dass die bisherige bedingte Zulassung der Coronaimpfstoffe in eine reguläre Zulassung umgewandelt worden wäre.

Zu Impfnebenwirkungen und Häufigkeit diese Zusammenfassung:

Die in einer „Patienteninformation“ beschriebenen zu erwartenden kurzfristigen – und bisher bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung nur geringen Anzahl von Menschen beobachteten – „Impfreaktionen nach der Impfung“ übersteigen in ihrer Häufigkeit die zu erwartenden Nebenwirkungen anderer bisher bekannter und genutzter Standard-Impfstoffe erheblich.  

Folgende Zahlen nennt das „Aufklärungsmerkblatt“ der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit allen Impfwilligen vor ihrer zustimmenden Unterschrift zur Impfung:

Mehr als 80% Schmerzen an der Einstichstelle

Mehr als 60% Abgeschlagenheit

Mehr als 30% Kopfschmerzen und Schüttelfrost

Mehr als 20% Gelenkschmerzen

Mehr als 10% Fieber und Schwellung der Einstichstelle

1 bis 10% Übelkeit und Rötung an der Einstichstelle

0,1 bis 1% Lymphknotenschwellung, Schlaflosigkeit, Schmerzen in Arm oder Bein, Unwohlsein und Juckreiz an der Einstichstelle

Zwischen 0,1 und 0,01 % akute Gesichtslähmung, die sich in allen Fällen nach einigen Wochen zurückbildete

Grundsätzlich möglich seien: Sehr selten Überempfindlichkeitsreaktionen, bzw. allergische Sofortreaktionen bis hin zum Schock. Und: Andere auch bisher unbekannte (!!) Komplikationen können nicht ausgeschlossen werden.

Die Corona-Impfungen begannen in Deutschland am 27.12.2020. Dem Paul-Ehrlich-Institut, dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (PEI), einer Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG),

werden seitdem in regelmäßigen Abständen Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach einer Corona-19-Impfung gemeldet. 

Am 4. März 2021 veröffentlichte das PEI für den Zeitraum 27.12.2020 bis 26.02.2021, also über einen Beobachtungszeitraum von 2 Monaten, hohe Zahlen von Verdachtsmeldungen. Demgegenüber die Zahlen aller Meldungen von Verdachtsfällen von Impf-Nebenwirkungen bei Erwachsenen über einen Zeitraum von 21 Jahren – also die Zahlen von 252 Monaten gegenüber denen von 2 Monaten:  

Verdachtsfälle von 01.01.2000 bis 31.12.2020: 27.721

Verdachtsfälle nach Corona-Impfung vom 27.12.2020 – 26.02.2021: 11.915

davon schwere 01.01.2000 bis 31.12.2020: 11.310

davon schwere nach Corona-Impfung vom 27.12.2020 – 26.02.2021: 2003

davon Todesfälle 01.01.2000 bis 31.12.2020: 206

davon Todesfälle nach Corona-Impfung vom 27.12.2020 – 26.02.2021: 330 

Am 23. März 2021 veröffentlichte das PEI neue Daten. Vom 27.12.2020 bis zum 12.03.2021, also 2,5 Monate nach Beginn der Covid-19-Impfungen, lagen alleine aus Deutschland 19.194 Verdachtsmeldungen vor, davon 2.287 über schwerwiegende unerwünschte Reaktionen und 351 Todesfälle. 

Am 29. Januar 2021 wurde von der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) auch der Vektor-Impfstoff der Firma AstraZeneca bedingt (!) zugelassen. 

Das pharma-kritische arznei-telegramm empfahl diesen Impfstoff in seiner Februar-Ausgabe am 19. Februar 2021 als „geeignet für den individuellen Impfschutz vor allem von 18- bis 55-Jährigen“ und bewertete ihn „als relevanten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.“

Am Ende schreibt das arznei-telegramm allerdings: „Neben den offenen Fragen bei allen drei derzeit zugelassenen Covid-19 Impfstoffen beispielsweise zur Dauer des Schutzes und zu potentiellen bislang unbekannten schwerwiegenden Risiken müssen auch Sicherheit und Effektivität von sequenziellen Kombinationen verschiedener Impfstofftypen geklärt werden.“

Ab 11. März – zunächst in Dänemark und dann auch in anderen europäischen Ländern u. a. am 15. März in Deutschland – wurde der AstraZeneca-Impfstoff wegen Berichten über Thrombosen ausgesetzt. Nach einer erneuten Prüfung bestätigte die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) dem Impfstoff eine positive Nutzen-Schaden-Bilanz.

Ab 19. März wurde er in Deutschland wieder zur Impfung freigegeben.

Am 19. März stellte das arznei-telegramm in einer an seine Abonnenten verteilten „blitz-a-t“ -Nachricht seine Sicherheit in Frage – „COVID-19-VAKZINE VON ASTRAZENECA – VORLÄUFIG SICHER?“ – und empfahl „bis zur Klärung der Zusammenhänge (Anm: des Auftretens von Thrombosen) – im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes – zumindest Frauen unter 55 Jahren einen anderen Covid-19-Impfstoff anzubieten.“

Ein Verbrechen habe ich nicht „eine Impfkampagne“ bezeichnet, sondern die Impfung von Kindern, die noch nicht zustimmen können, die minimal von Corona bedroht sind, die auch nicht als Superspredder bekannt sind und die unabsehbare Nebenwirkungen auf sich nehmen müssen. Bei der Schweinegrippenimpfung entwickelte sich die Nebenwirkung Narkolepsie auch erst nach längerer Zeit.

57 Wissenschaftler aus Frankreich warnen vor der Impfung: https://www.extremnews.com/berichte/gesundheit/374d1826b207c7c

In der Tat halte ich die Corona-Impfung von Kindern unter diesen Umständen für gewissenlos.

Und ich dachte unter Ärzten, denen Frieden wichtig ist und die sich in sozialer Verantwortung sehen, die vielleicht Kinder haben, Mitstreiter zu finden gegen diese gnadenlose Inhumanität.

Nil nocere habe ich mal gelernt.

E

N.S. Und wenn Sie schon persönlich werden, beleidigt und so, kann ich das auch: ich brauche kein „Bissiges Mäuschen“, um Argumente zu finden gegen 22 Wissenschaftler, die die Validität des PCR Tests bestreiten, um diese zu widerlegen, ich brauche keinen Kabarettisten von der Anstalt, um Argumente zu widerlegen. Sie erinnern sich, Sie haben Wodarg ausgegrenzt mit Kabarettsprüchen.

Wenn einem die Argumente ausgehen, greift man zur Diffamierung ad personam: schon pensioniert und alt, nicht mehr im Geschäft, oder Coronaleugner, oder Verschwörungstheoretiker, oder Reichsbürger, oder ……….sogenannte „cancelculture“

Es findet eben kein wissenschaftlicher Diskurs statt, sondern Ausgrenzung aller Fragezeichen. Und die doch versuchen, Fragezeichen zu stellen, sind in ihrer Karriere und von Jobverlust bedroht. Ei, stellen Sie sich doch mal vor, Gedankenexperiment, der wissenschaftliche Diskurs beeindruckte Sie und Sie äußerten Fragezeichen z.B. am Chariteregiment der Einlasskontrolle, ei was sagt denn dann Professor Drosten zu Ihnen?

Die rührseligen Tränen um meinen Austritt brechen mir das Herz, Schließt  mich doch aus, dann braucht ihr mich nicht mehr wegzuklicken.

Am 19.05.2021 um 19:01 schrieb Dr. A>:

Sehr geehrter Herr ,

Ich verstehe nicht ganz, weshalb ein privater E-Mail Wechsel zwischen Ihnen und unserer Büroleiterin hier vor Hunderten von Menschen öffentlich gemacht wird und ich hoffe sehr, dass Sie Frau Wilmen vorher, wie es sich gehört, um Erlaubnis gebeten haben.

Ihrer Aussage, dass Kinder nicht an Corona erkranken muss ich entschieden widersprechen. Natürlich erkranken Kinder sehr häufig an Coronaviren, meist nur leicht, ab und zu aber auch schwer. Natürlich erkranken Kinder auch an dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2, meist nur leicht, ab und zu aber auch schwer. Insbesondere Säuglinge stellen oft die Nahrungsaufnahme ein und sind zu schwach um zu trinken und müssen künstlich ernährt werden. Kleinkinder entwickeln oft grippalen Symptome und Durchfälle, ältere und vorbelastete Kinder (insbesondere adipöse Jugendliche, Diabetiker*innen und Kinder mit Down Syndrom) zum Teil schwere Pneumonien. Auch das Vollbild einer COVID-19 Erkrankung werden bei Jugendlichen schon gesehen und wie wir mittlerweile wissen gibt es eine relativ hohe Quote an pneumologischen, kardiologischen und immonologischen Langzeitfolgen einer SARS-CoV-Infektion, insbesondere das PIMS mit seinen teilweise sehr schwer verlaufenden Myokarditiden, Vaskulitiden, Koronargefäßschäden und dem erhöhten Risiko von Thrombosen und Embolien. Wir haben im letzten Jahr viel über diese neuen Krankheitsbilder gelernt und ich betreue in meiner Kinderarztpraxis mehrere Kinder, die schwere Verläufe hatten und Schäden davon getragen haben. Auch wenn Kinder meist nicht so schwer erkranken wie Erwachsene ist es recht undifferenziert, zu behaupten, Sie würden gar nicht erkranken.

Auch Ihre Aussage zum „nur notfallmäßig zugelassenen Impfstoff“ ist so nicht korrekt, da der Impfstoff ganz regulär und offiziell zugelassen ist. Von „erheblichen sofortigen Nebenwirkungen, die die normalen Impfnebenwirkungen um ein Vielfaches übersteigen“ ist mir aus der aktuellsten Fachliteratur bei Comirnaty nichts bekannt und ein „Verbrechen“ ist eine Impfkamapgne natürlich auch nicht.

Ich halte den Deutschlandverteiler einer Ärzteorganisation, die stets auf der Basis der besten Wissenschaft argumentiert, nicht für den geeigneten Ort, um solch undifferenzierte Aussagen zu verbreiten.

Ob Sie in der IPPNW bleiben oder nicht, ist Ihre persönliche Entscheidung. Über den Verteiler erst publikumswirksam Ihren Austritt zu verkünden und diesen dann beleidigt zurück zu ziehen wirkt nicht gerade souverän und nervt auch ein wenig. Als Leser dieses Forums würde ich mich statt dessen über respektvolle, konstruktive Beiträge zum vereinsinternen Diskurs und zu unserer Arbeit freuen – gerne auch scharf, kontrovers und gegen den Mainstream, aber gut begründet, belegt und sachlich.

In diesem Sinne kollegiale Grüße,

A

P.S.: Dass Ironie und Sarkasmus im Zusammenhang mit antisemitischen und rassistischen Stereotypen sich per Mail nicht gut transportiert werden, müsste spätestens seit Boris Palmer eigentlich allen klar sein, daher gehe ich hier nicht näher auf diesen Quatsch ein.

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Energie: Kurzzeitspeicher

Wie kann man Energie kostengünstig speichern: Hier Kurzzeitspreicher:

Schnelle und langlebige Energiespeicherung

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Adam Keller, macht aus „Kollateralschäden“ ein Kriegsverbrechen!!!

Gesendet: Dienstag, 18. Mai 2021 um 06:43 Uhr
Von: „Adam Keller“ <1453ak@gmail.com>
An: intl@mailman.gush-shalom.org
Betreff: Turning „collateral damage“ into war crime | Stop the killing and destruction | John Oliver Accuses Israel of War Crimes | | أوقفوا القتل والدمار | לעצור את ההרג וההרס | „הרג לא בכוונה“ נהפך לפשע מלחמה |

Aus „Kollateralschäden“ werden Kriegsverbrechen

„Unsere Bombardierung des Gazastreifens ist moralisch“
Schrie der Premierminister
Als ob es ihn interessiert.

„Wir tun alles
Um Schaden an Zivilisten zu vermeiden“.
So sagte er.
Nun, vielleicht versuchen wir es.

Aber wenn man
450 Bomben in einer halben Stunde abwirft
Die jeweils eine ganze Tonne wiegen
In einem dicht besiedelten Stadtgebiet
Gibt es keinen Weg zu vermeiden
Frauen und Kinder zu töten,
In weit größerer Zahl
als die Israelis
die von Hamas-Raketen getötet werden.

Mit solchen Bombardierungen geht es weiter
Tag für Tag
Macht aus „Kollateralschäden“
ein Kriegsverbrechen.

Genug ist genug
Und mehr als genug.
Es ist höchste Zeit
Diesen Wahnsinn zu beenden.

übersetzt mit deepl.com
 

הרג לא בכוונה“ נהפך לפשע מלחמה“

 ההפצצות על עזה“
!“הן מוסריות
.קרא ראש הממשלה נתניהו
.כאילו שזה באמת אכפת לו
אנחנו עושים הכל“
.“למנוע פגיעה באזרחים
.כך הוא אמר
,אולי אנחנו באמת מנסים
אבל כאשר תוך חצי שעה
אתה זורק 450 פצצות
במשקל טונה כל אחת
על שטח עירוני צפוף
אי אפשר למנוע
.הרג נשים וילדים
הרבה יותר ממספר
האזרחים הישראלים
.שנהרגו מירי חמאסכאשר ממשיכים הפצצות כאלה
,יום אחרי יום
„הרג לא בכוונה“
.נהפך לפשע מלחמה!מספיק ודי
הגיע הזמן לעצור
.את הטירוף הזה
Turning „collateral damage“ into war crime„Our bombing of Gaza is moral“
Cried the Prime Minister
As if he cares.
„We are doing all
To avoid harm to civilians“.
So he said.
Well, perhaps we try.But when you drop
450 bombs in half an hour
Weighing a whole tonne each
In a densely populated urban area
There is no way to avoid
Killing women and children,
In far greater numbers
Than the Israelis
Killed by Hamas rockets.Going on with such bombings
Day after day
Turns „collateral damage“
Into war crime.

Enough is enough
And more than enough.
It is high time
To stop this madness.

17/05/21

https://www.facebook.com/GushShalom.Heb/photos/a.5551473481560638/5551473058227347/

———- Forwarded message ———
From: Gisha – Legal Center for Freedom of Movement <info@gisha.org>

 

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Photo by: Mohammed Zaanoun/Activerstills.org

Gisha calls on Israel to stop the killing and destruction in Gaza

Israel must immediately refrain from indiscriminate and disproportionate use of force in Gaza. It must also find a safe way to open the crossings. Hamas and other armed groups‘ grave violations of international humanitarian law do not release Israel from its obligations toward Gaza residents living under its occupation. Civilians must be protected.

Last updated: Monday, May 17, 2021, 12:00

For the past week, the Gaza Strip has been under heavy bombardment by Israel, leading to hundreds of casualties and injuries, displacing thousands from their homes, and damaging vital civilian infrastructure. Alongside all this, Israel has keep its crossings with Gaza completely sealed, preventing exit of patients in need of life-saving treatment in Israel and the West Bank and blocking entrance of humanitarian aid, including fuel, which is hampering electricity production needed to supply water and run sanitation infrastructure, and power hospitals and homes.

As of this morning, five of twelve high voltage power lines that bring electricity purchased from Israel to the Strip have been damaged. Total available supply stands at less than a quarter of consumption on the eve of the fighting (108 megawatts out of a demand for 400). In addition, the shortage of fuel due to the closure of the Kerem Shalom crossing on Tuesday (11.5) risks halting operations of the local power plant. The Gaza Ministry of Health warned that power outages at medical facilities could cause damage to essential medical equipment. Shortage of fuel and electricity, as well as direct hits to civilian infrastructure, are also impairing delivery of water to home and impairing the sewage system.

As of yesterday evening, some 38,000 internally displaced persons were seeking shelter in 48 UNRWA schools, according to UNRWA. The fact that just 1% of the population is vaccinated and virus rates remain high in the Strip, compounds the public health concerns soaring already at the moment. Even before the hostilities began, hospitals were struggling to provide care to coronavirus patients and others. The Gaza Ministry of Health called on Israel to allow patients to exit and also allow medical teams to enter from outside the Strip. The complete closure of Erez Crossing between Israel and Gaza threatens the lives of patients and injured seeking access to life-saving treatment unavailable in the Strip.

Last Thursday (13.5), Gisha together with 10 other human rights and civil society organizations sent another urgent appeal to the Minister of Defense, the Attorney General and the Coordinator of Government Operations in the Occupied Territories demanding they reverse the decision to close Gaza’s crossings, allow movement of people and passage of aid.

Gisha calls on Israel to stop the killing and destruction in Gaza, open the crossings, and meet the basic humanitarian needs of residents, which it is obligated to do by law. Violation of the laws of war by the opposing party in a conflict do not justify the violation of Israel’s obligations toward Gaza residents living under its occupation. Israel must adhere to the provisions of international law at all times and protect the rights of Gaza residents.

Donate
As required by law, Gisha is proud to share that as a result of our partnerships with countries and international organizations that support our work to promote human rights, the majority of our funding comes from „foreign governmental entities.“

גישה קורא לישראל להפסיק את ההרס בעזה 

על ישראל לחדול מירי בלתי-מידתי ובלתי חוקי על האוכלוסייה בעזה ועל תשתיות ומבנים אזרחיים ולהימנע מפגיעה נוספת בשני מיליון התושבים והתושבות, מחציתם ילדים, שחיים תחת שליטתה ברצועה.

יום ב‘ 17 במאי 2021: רצועת עזה נמצאת תחת מתקפה אווירית מצד מדינת ישראל, הגורמת לאבדות רבות בנפש, עוקרת אלפי תושבים מבתיהם, ופוגעת בתשתיות אזרחיות חיוניות. לצד כל זאת, סגרה ישראל את המעברים היבשתיים למעבר אנשים וסחורות בין ישראל לרצועת עזה, ובכך היא מונעת את יציאתם של חולים הזקוקים לטיפולים מצילי חיים בישראל ובגדה המערבית ואת כניסתן של סחורות הומניטריות, ביניהן דלקים, החיוניות לתפקוד הבסיסי ביותר, בין היתר, של בתי החולים, מערכות הביוב והמים ומשקי הבית.

בהפצצות נפגעו, בין היתר, חמישה מקווי החשמל הישירים מישראל וכעת אספקת החשמל עומדת על פחות מרבע הצריכה ערב הלחימה. משרד הבריאות בעזה מתריע כי ניתוקים באספקת החשמל במתקנים רפואיים עלולים לגרום לנזק לציוד רפואי חיוני. אנו כבר עדים לפגיעה קשה באספקת החשמל לתושבים ולשרשרת של פגיעות בתשתיות חיוניות וביניהן מערכות המים והביוב.

נכון לאתמול, כ-22,000 עקורים מצאו מקלט בבתי הספר של אונר“א ולאור אחוז המחוסנים הנמוך באוכלוסייה (כ-1%) הצפיפות מעלה חשש נוסף לבריאות הציבור, בעיקר בהקשר של התפשטות נגיף הקורונה. ראוי לציין כי כבר ערב הלחימה היו בתי החולים ברצועה תחת עומס אדיר בשל התפשטות הנגיף, וכי בתי החולים, הפועלים כולם במצב חירום, בתפוסה מלאה. ההחלטה של ישראל לסגור את מעבר ארז לכניסה ויציאה של אנשים לצרכים הומניטריים דחופים מסכנת את חייהם של חולים ופצועים רבים הזקוקים לטיפולים מצילי חיים.

בפנייה בהולה ששיגרו גישה, עדאלה ורופאים לזכויות אדם ברביעי האחרון, לשר הביטחון, היועץ המשפטי לממשלה והפרקליט הצבאי הראשי, התרענו כי הירי המכוון והבלתי מידתי לעבר אזרחים, מבנים ותשתיות אזרחיים אסור מכל, ומעלה חשד להפרה בוטה של דיני הלחימה המגיעה לכדי פשעי מלחמה. בחמישי האחרון (13.5) שלח גישה עם עוד 10 ארגוני זכויות אדם וחברה אזרחית, פנייה בהולה נוספת לשר הביטחון, היועץ המשפטי לממשלה ומתאם פעולות הממשלה בשטחים בדרישה להפוך את ההחלטות על סגירת המעברים, ולאפשר למצער תנועת אנשים לצרכים הומניטריים, ותנועת סחורות חיוניות.

גישה קורא לישראל לחדול מההרג וההרס ברצועת עזה, לפתוח לאלתר את המעברים ולדאוג לצרכים ההומניטריים הבסיסיים שישראל מחויבת לספק על פי דין. הפרת דיני הלחימה על ידי הצד שמנגד אינה מצדיקה או מכשירה את הפרת חובותיה כלפי האוכלוסייה בעזה, שתחת כיבושה. ישראל מחויבת לפעול במסגרת הדין הבינלאומי ולהגן על זכויות תושבי הרצועה גם במצב מלחמה.

תרמו לגישה
לפי דרישת החוק, גישה גאה לציין כי כתוצאה משיתוף פעולה עם מדינות וארגונים בינלאומיים, שתומכים בעשייה שלנו לקידום זכויות אדם, רוב המימון לפעילותנו מגיע מ“ישויות מדיניות זרות“.
چيشاه-مسلك” تطالب إسرائيل بالكف عن القتال المكثف وإيذاء المدنيين والبنى التحتية والسكنية في قطاع غزة
على إسرائيل الكف عن إطلاق النار العشوائي الشرس والغير قانوني على سكان القطاع وعلى البنى التحتية والمباني المدنية وأن تمتنع عن  أي إيذاء إضافي لمليوني مواطن ومواطنة، نصفهن من الأطفال، الذين يعيشون تحت السيطرة الإسرائيلية.

الأثنين 17 أيار 2021: يتعرض قطاع غزة لقصفٍ جوي إسرائيلي أودى بحياة العشرات وشرد ألاف السكان من بيوتهم كما والحق الضرر ببنى تحتية مدنية أساسية وضرورية. بالإضافة الى كل ذلك، أغلقت إسرائيل المعابر أمام مرور الأشخاص وحركة البضائع بين إسرائيل وقطاع غزة، تمنع بذلك إسرائيل خروج المرضى الذين بحاجة ماسة لعلاجات منقذة للحياة  في الضفة الغربية وإسرائيل. كما تمنع دخول إمدادات ولوازم إنسانية، بما في ذلك الوقود وهو أمر ضروري لأداء الأمور الأساسية مثل عمل المستشفيات، شبكات الصرف الصحي والمياه والاحتياجات البيتية.

ألحق القصف أضرارا، من بين أمور أخرى، بخمسة من خطوط الكهرباء المباشرة من إسرائيل والآن أصبح تزويد الكهرباء أقل من ربع الاستهلاك عشية القتال. تحذر وزارة الصحة في غزة من أن انقطاع التيار الكهربائي في المرافق الطبية قد يتسبب في تلف المعدات الطبية الأساسية. نشهد بالفعل أضرارًا جسيمة لإمدادات الكهرباء للسكان وسلسلة من الأضرار التي لحقت بالبنية التحتية الحيوية، بما في ذلك شبكات المياه والصرف الصحي.

حتى البارحة، لجأ حوالي 22 ألف من سكان غزة إلى مدارس الأونروا وفي ظل انخفاض نسبة التطعيم بين السكان (حوالي 1٪) ، فإن الاكتظاظ  يزيد من المخاوف على الصحة العامة، خاصة انتشار وباء كورونا. من الجدير بالذكر انه عشية شن الهجمات كانت مستشفيات القطاع تحت عبئ هائل بسبب انتشار الفيروس. وأن المستشفيات التي تعمل جميعها في حالات الطوارئ ، ممتلئة بالكامل. إن قرار إسرائيل إغلاق معبر إيرز أمام دخول وخروج الأشخاص لتلبية الاحتياجات الإنسانية الملحة يهدد حياة العديد من المرضى والجرحى الذين يحتاجون إلى العلاج المنقذ للحياة.

في رسالة عاجلة وجهتها منظمات حقوق الانسان: „چيشاه-مسلك“، „عدالة“ و „أطباء لحقوق الإنسان“ يوم الأربعاء الماضي إلى وزير الامن الإسرائيلي، المستشار القانوني للحكومة الإسرائيلية والمدعي العام العسكري، حذرت المنظمات من ان إطلاق النار المتعمد وغير المتناسب على المدنيين والمباني والبنى التحتية المدنية ممنوعاً منعاً باتاً ويثير شكوكا لخرق فظ للقانون الدولي الإنساني التي قد تصل إلى حد جرائم حرب. الخميس الماضي (13.5)، وجهت مؤسسة „چيشاه-مسلك“  مع 10 منظمات حقوقية أخرى ومنظمات المجتمع المدني، نداء عاجل آخر إلى وزير الدفاع والنائب العام ومنسق اعمال الحكومة الاسرائيلية مطالبة بإلغاء قرارات إغلاق المعابر، وعلى الأقل السماح بحركة الأشخاص لأغراض إنسانية.

„چيشاه-مسلك“ تطالب إسرائيل بالكف عن القتل والدمار في قطاع غزة، وبفتح فوري للمعابر وبتأمين الاحتياجات الإنسانية الأساسية والتي ملزمة إسرائيل بتوفيرها بحسب القانون. خرق قوانين القتال الدولية من الطرف الآخر ليس تبريراً ولا يعطي إسرائيل الحق بخرق القوانين أو التزاماتها تجاه سكان قطاع غزة المتواجدين تحت احتلال إسرائيلي. إسرائيل ملزمة بالعمل تحت إطار القانون الدولي وحماية سكان قطاع غزة وحقوقهم حتى في حالة حرب.

تبرعوا لجمعية مسلك
بموجب تعليمات القانون، يسر „ﭼيشاه – مسلك“ أن تعلن أنه نتيجة للتعاون مع دول ومؤسسات دولية، التي تدعم عملنا لتعزيز حقوق الإنسان، غالبية التمويل لنشاطاتنا يأتي من „كيانات سياسيًة أجنبيًة“.
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The ‘Last Week Tonight’ host didn’t mince words when it came to the ongoing crisis in Israel and the occupied Palestinian territories.

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 „The storm which Netanyahu enleashed“ – by Adam Keller

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: „The storm which Netanyahu enleashed“ – by Adam Keller
Datum: Thu, 13 May 2021 00:55:36 +0300
Von: Adam Keller <1453ak@gmail.com>
An: intl@mailman.gush-shalom.org

Der Sturm, den Netanjahu entfachte

Von Adam Keller

12. Mai 2021 – 10.00 Uhr

Gestern Morgen (Dienstag) wachten wir mit der Nachricht von einundzwanzig getöteten Palästinensern in Gaza auf, neun von ihnen minderjährig, und zwei getöteten israelischen Frauen in Ashkelon (eine von ihnen; wie sich später herausstellte, war eine Wanderarbeiterin aus Indien, und seitdem hat sich die Zahl der Toten auf beiden Seiten mehr als verdoppelt). Dann kam die E-Mail, die ich erwartet hatte. Noa Levy von Hadash schickte einen dringenden Aufruf für Notfallproteste in Tel Aviv und Jerusalem. Eine zweite Nachricht, vom Forum israelischer und palästinensischer Hinterbliebener und Kämpfer für den Frieden, unterstützte den Hadash-Aufruf und fügte einen Protestort in Haifa hinzu, der vom Haifa Women for Women Center initiiert wurde. „Die Regierung spielt mit dem Feuer – wir alle werden verbrannt! In einem verzweifelten Versuch, sich an die Macht zu klammern, zieht Netanjahu uns in den Krieg, in das Töten und Leiden und den Schmerz für beide Völker. Stoppt die Eskalation! Stoppt das Feuer! Stoppt die Vertreibung von Familien aus Sheikh Jarrah, stoppt das Amoklaufen der Polizei in Ost-Jerusalem. Es kann keinen Frieden und keine Ruhe geben, solange das Westjordanland unter Besatzung lebt und Gaza unter einer erstickenden Belagerung leidet. Die Lösung: ein Ende der Besatzung, ein Ende der Belagerung des Gazastreifens und die Errichtung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Wir alle verdienen es, in Freiheit und Sicherheit zu leben. Die Zeit zum Handeln ist jetzt!“

Und so gab es mehrere Stunden verzweifelter Arbeit am Computer und am Telefon, um die Botschaft per Facebook und Whatsapp an alle zu verbreiten, die auf einen solchen Aufruf an einem solchen Tag warteten. Und dann mit dem Bus nach Tel Aviv. Auf dem Kugel-Boulevard, der Hauptdurchgangsstraße von Holon, auf der alle Busse nach Tel Aviv fahren, herrschte das ganz normale tägliche Treiben. In der King George Street in Tel Aviv hatten sich bereits mehrere hundert Menschen vor dem Hauptquartier der Likud-Partei versammelt. Darunter bekannte Gesichter, die entschlossene Minderheit der Israelis, die immer an solchen Tagen auftaucht, wie 2014 und 2009. „Stoppt das Feuer, stoppt das Blutvergießen!“, skandierten mehrere hundert Kehlen. Und „Auf beiden Seiten der Grenze / Kinder wollen leben!“ und „Sheikh Jarrah, verzweifle nicht / Wir werden die Besatzung noch beenden!“ und auch „Gaza, Gaza, verzweifle nicht / Wir werden die Belagerung noch beenden!“ und „Netanjahu, Netanjahu / Das Dock in Den Haag wartet auf dich!“.

Verzweiflung und ein vages Gefühl der Frustration. Aber was hätten wir noch tun können? Vielleicht hätten wir uns zufriedener gefühlt, gewaltsam zerstreut zu werden und die Nacht in Haft zu verbringen – aber hier, im Gegensatz zu anderen Orten, hat die Polizei nicht in die Demonstration eingegriffen. Es gab nur zwei gelangweilte Polizisten, die von der Seite zusahen. Unser veganes Lieblingsrestaurant war in der Nähe, also gingen wir hinein. Alles war wie an jedem anderen Abend in der Innenstadt von Tel Aviv, es fühlte sich ein bisschen seltsam an, dass das Leben wie immer ist, während anderswo schreckliche Dinge passieren.

Der Luftangriffsalarm heulte, gerade als wir unsere Rechnung bezahlten und losgingen. Wir gingen in eine nahe gelegene große Apotheke. Das Apothekenpersonal war ruhig und effizient – „Hier drüben, links abbiegen, dort ist die Kellertreppe“. Etwa hundert Leute – Mitarbeiter und Kunden und alle, die zufällig auf der Straße waren – drängten sich hinein. Selbst im Keller konnten wir die Explosionen am Himmel deutlich hören. „Sind das die Raketen selbst, oder die Abfangjäger?“, fragte sich eine alte Frau. Eine andere alte Frau sagte: „Mach dir keine Sorgen, Liebes, wenn das so weitergeht, werden wir alle lernen zu wissen, was was ist“.

Nach einer Viertelstunde dachten wir, es sei vorbei, und alle kamen heraus und gingen wieder die Straße hinunter – und dann ertönte wieder die Luftschutzsirene.  Diesmal gingen wir in den Keller eines Privathauses mit sehr freundlichen jungen Leuten, die uns anboten, die Nacht zu bleiben. „Ihr könnt hier bleiben, ihr braucht nicht zu riskieren, wieder rauszugehen, wir haben freie Betten“.

Ich muss sagen, dass es sich bis zu diesem Zeitpunkt noch ein bisschen wie ein Spiel anfühlte. Mir ist jetzt klar, dass wir die arrogante Illusion der meisten Israelis teilten, dass die Iron-Dome-Raketen uns praktisch vollkommenen Schutz bieten. Aber als wir uns im zweiten Keller des Abends zusammenkauerten, klingelte das Telefon: „Bist du okay? Schön, deine Stimme zu hören, ich habe von dem verbrannten Bus in Holon gehört, ich war so besorgt!“ „Ich bin in Tel Aviv, welcher Bus ist das?“ Ein kurzer Blick auf die Nachrichtenseiten zeigte den Kugel-Boulevard, an dem wir nur drei Stunden zuvor vorbeigefahren waren. Es war ein Kriegsgebiet, überall Flammen und verstreute Trümmer, und in der Mitte das Skelett eines völlig verbrannten Busses.  Es wurde berichtet, dass der Fahrer den Alarm hörte, den Bus anhielt und allen sagte, sie sollten rennen, gerade eine Minute bevor der Bus getroffen wurde.

Vielleicht hätten wir das Angebot der jungen Leute annehmen und bei ihnen übernachten sollen. Der Weg nach Hause war lang und mühsam. Die Hauptstraßen waren von der Polizei blockiert, und wir sahen Krankenwagen und Feuerwehrautos vorpreschen. Der Bus aus Tel Aviv ließ uns weit weg von zu Hause aussteigen, und in ganz Holon gab es keine Taxis, so dass wir sehr lange und müde durch dunkle, leere Straßen stapfen mussten.  Zu Hause hatte ich einen Whatsapp-Austausch mit einem alten Freund. „Bleibt wachsam, diese Nacht ist noch nicht vorbei“, schrieb sie. „Die Regierung wird sicher eine starke Vergeltung für diesen Angriff auf Tel Aviv anordnen, und die Palästinenser werden Vergeltung für die Vergeltung üben wollen“. Sie hatte völlig Recht. Nach 15.00 Uhr gab es eine sehr lange Serie von Alarmen, einer nach dem anderen. Die Explosionen waren eher vage und schienen weit entfernt zu sein. Diesmal zielten sie auf den Ben-Gurion-Flughafen.

Eine der Raketen war auf eine Hütte in Lod (Lydda) gefallen und hatte einen fünfzigjährigen Mann und seine jugendliche Tochter getötet.  Später stellte sich heraus, dass sie Araber waren, dass sie in einer „nicht anerkannten“ Nachbarschaft lebten, wo keine Baugenehmigungen erteilt werden, und dass dies sie daran hinderte, eine solidere Struktur zu bauen, die ihr Leben hätte retten können.

Und so sind wir hier, der Konflikt eskaliert und die Zahl der Todesopfer steigt immer weiter an. Und ich sollte zumindest kurz rekapitulieren, wie es dazu kam.

Letzten Freitag – vor nur fünf Tagen, obwohl es wie eine Ewigkeit erscheint – war die öffentliche Aufmerksamkeit in Israel völlig auf den komplizierten Tanz der Parteipolitik gerichtet. Premierminister Netanjahu, der sich vor dem Jerusalemer Bezirksgericht mit drei schweren Korruptionsanklagen konfrontiert sah, war gerade mit seinen Bemühungen gescheitert, ein neues Kabinett zu bilden. Das Mandat ging an den oppositionellen „Block des Wandels“ über, dessen Führer heikle Verhandlungen zur Bildung einer sehr heterogenen Regierungskoalition aus Rechts-, Links- und Zentrumsparteien aufnahmen, die praktisch nichts gemeinsam haben, außer dem Wunsch, Netanjahu nicht mehr zu sehen. Wir hatten sehr gemischte Gefühle dabei, zumal der vorgesehene neue Premierminister Naftali Bennet, wenn überhaupt, rechter ist als Netanjahu. Dennoch würde die neue Regierung über sehr starke Mechanismen des „gegenseitigen Vetos“ verfügen, die Bennet davon abhalten würden, zu viel Schaden anzurichten – obwohl das gleiche auch die neue Regierung davon abhalten würde, viel Gutes zu tun. Und diese Regierung wäre die allererste in der israelischen Geschichte, die sich auf eine arabische Partei für ihre parlamentarische Mehrheit verlassen würde (abgesehen von der Rabin-Regierung 1995, deren Amtszeit durch die Ermordung des Premierministers abgebrochen wurde).

Wie auch immer, es gab sehr konkrete Pläne, das neue Kabinett bis Dienstag, den 11. Mai (gestern), zur parlamentarischen Genehmigung fertig zu haben. Die Anti-Korruptions-Demonstranten, die jede Woche vor der Residenz des Premierministers demonstrieren, machten Witze darüber, wann die Möbelpacker ankommen werden, um die Möbel der Familie Netanyahu wegzubringen. Aber Netanjahu hatte noch andere Eisen im Feuer.

Erstens war da die geplante Vertreibung von Hunderten von Palästinensern aus ihren Häusern im Scheich Jarach-Viertel in Ost-Jerusalem. Dutzende von ihnen sollten innerhalb weniger Tage vertrieben werden, und rechtsextreme Siedler sollten in ihre geräumten Häuser einziehen. Proteste in Sheikh Jarach und anderswo in Ostjerusalem wurden von der Polizei brutal unterdrückt. Dann weiteten sich die Proteste auf das Gelände des Haram A Sharif (Tempelberg) aus, und die polizeiliche Unterdrückung nahm ebenfalls zu. Die Polizei begann, „Gummigeschosse“ direkt in die Gesichter der Demonstranten zu schießen, wodurch diese ihre Augen verloren – mindestens zwei von ihnen verloren beide Augen und wurden für den Rest ihres Lebens blind. Filmmaterial, das zeigt, wie die Polizei in die Al-Aqsa-Moschee einbricht, die drittheiligste Stätte des Islams und ein Ort, der selbst von säkularen Palästinensern als wichtiger Teil ihres nationalen Erbes angesehen wird, verbreitete sich in den sozialen Netzwerken und ließ die Proteste eskalieren. Und dann war da noch der Plan, dass Tausende von radikalen jungen Siedlern den provokativen Tanz der Fahnen“ quer durch das Damaskustor und das muslimische Viertel der Altstadt von Jerusalem abhalten und dabei ihre üblichen rassistischen Parolen skandieren sollten. Die Polizei und die Regierung bekräftigten Stunde um Stunde, dass der Tanz der Fahnen“ wie geplant stattfinden würde. Und dann drohte die Hamas in Gaza mit Vergeltung für den Angriff auf die Palästinenser in Jerusalem, und die Regierung erklärte, dass sie sich nicht den Ultimaten der Terroristen“ beugen werde. Und im allerletzten Moment wurde der „Tanz“ abgesagt – aber es war zu spät.  Um 18.00 Uhr schlug die Salve von sieben Hamas-Raketen am Stadtrand von Jerusalem ein – die zwar keine Opfer oder Schäden verursachte, aber den tödlichen israelischen Vergeltungsschlag auf Gaza auslöste.

Und jetzt, etwas mehr als 48 Stunden später, sind wir hier, inmitten eines eskalierenden Krieges, die israelische Luftwaffe zerstört Hochhäuser in Gaza und verkündet stolz die „Eliminierung“ hochrangiger Hamas-Aktivisten – aber unfähig, die Palästinenser daran zu hindern, weiterhin Raketen abzuschießen. Und die Beziehungen zwischen Juden und Arabern, den Mitbürgern Israels, sind auf ein noch nie dagewesenes Ausmaß an interkommunaler Gewalt gesunken. In Lod hat die Polizei eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, „um die randalierenden Araber zu stoppen“, aber die arabischen Einwohner weigern sich, sich daran zu halten und sind in gewalttätige Konfrontationen mit der Polizei rund um eine lokale Moschee verwickelt. Und in Bat Yam und Tiberias greift ein Mob von rechtsextremen Juden wahllos Araber an und zerschlägt Geschäfte, die Arabern gehören. Und immer wieder wird in den Medien die totale Weigerung der Regierung erwähnt, einen Waffenstillstand zu schließen. „Nein, nein, kein Waffenstillstand – wir müssen der Hamas eine Lektion erteilen!“

Natürlich kein Waffenstillstand. Warum sollte Netanyahu einen Waffenstillstand wollen? Jeder Tag, an dem die Schießerei weitergeht, ist ein weiterer Tag, an dem er den gefürchteten Umzugswagen von der Residenz des Premierministers fernhält, ein weiterer Tag, an dem er die Macht in seinen eigenen Händen behält. Wenn es konkrete Beweise dafür gäbe, dass Netanjahu das alles bewusst und absichtlich getan hat, würde das eine weitaus schwerwiegendere Anklage darstellen als die, mit der er vor dem Bezirksgericht in Jerusalem konfrontiert ist. Aber jeder solche Beweis ist wahrscheinlich als streng geheim eingestuft und würde erst in fünfzig Jahren veröffentlicht werden. Wir können also nicht beweisen, dass er es absichtlich getan hat, obwohl es kaum Zweifel daran geben kann. Wir können nur den Krieg beenden und ihn unmittelbar danach loswerden.

Vielleicht wird das, was jetzt passiert, Präsident Biden aus der Haltung herausrütteln, sich in Bezug auf |Israel und die Palästinenser bedeckt zu halten? Immerhin war dieser ganze Schlamassel mit einem ziemlich lauten Klappern auf seinen Schreibtisch gefallen…

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

The storm which Netanyahu enleashed

By Adam Keller

May 12, 2021 – 10.00 PM

 

 

Yesterday morning (Tuesday) we woke up with the news of twenty one Palestinians killed in Gaza, nine of them minors, and two Israeli women killed in Ashkelon (one of them; it later turned out, was a migrant worker from India, and since then, the death toll on both sides more than doubled). Then came the email which I was expecting. Noa Levy of Hadash sent out an urgent call for emergency protests in Tel Aviv and Jerusalem, A second message, from the Forum of Israeli and Palestinian Bereaved Families and Combatants for Peace, endorsed the Hadash call and added a Haifa protest venue initiated by the Haifa Women for Women Center. “The government is playing with fire – all of us get burned! In a desperate attempt to cling to  power, Netanyahu is dragging us into war, into killing and suffering and pain for both peoples. Stop the escalation! Cease the fire! Stop the expulsion of families from Sheikh Jarrah, stop the police rampage in East Jerusalem. There can be no peace and no quiet as long as the West Bank lives under occupation and Gaza suffers a suffocating siege. The solution: an end to the occupation, an end to the siege of Gaza, and the establishment of a Palestinian state alongside Israel, with East Jerusalem as its capital. We all deserve to live in freedom and security. The time to act is now!”

 

And so, there were several  hours of frantic work at the computer and phone, spreading  the message by Facebook and Whatsapp to all who waited for such a call on such a day. And then taking the bus to Tel Aviv. The Kugel Boulevard, main Holon thoroughfare on which all buses to Tel Aviv travel, had its completely normal daily bustle. On King George Street in Tel Aviv there were already several hundred people gathered outside the Likud Party headquarters. Among them familiar faces, the determined minority of Israelis who always show up on such days, as in  2014 and 2009.. “Stop the fire, stop the bloodshed!” chanted several hundred throats. And “On both sides of the border / Children want to live!” and “Sheikh Jarrah, don’t despair / We will end the occupation yet!” and also “Gaza, Gaza, don’t despair / We will end the siege yet!” and “Netanyahu, Netanyahu / The Dock at the Hague waits for you!”.

 

Dispersal, and a vague feeling of frustration. But what more could we have done? Perhaps we would have felt more satisfied to be violently dispersed and spend the night in detention – but here, unlike other locations, the police did not interfere with the demonstration. There were only two bored police officers watching from the side. Our favorite vegan eatery was nearby, so we went in. Everything was just like any other evening out in downtown Tel Aviv, it felt a bit strange to have life as usual while terrible things happen elsewhere.

 

The air raid alarms wailed just after we paid our bill and started walking. We went into a nearby big pharmacy. The pharmacy staff were quietly efficient – “Over here, turn left, the basement stairs are there”. About a hundred people – staff and clients and everyone who happened to be on the street – crowded in. Even in the basement, we could clearly hear the explosions in the sky. “Are these the missiles themselves, or the interceptors?” wondered an old woman. Another old woman said “Don’t worry, dear, if this goes on we will all learn to know which is which”.

 

After a quarter of an hour we thought it was over and everybody emerged and started again down the street – and then the air raid siren sounded again.  This time we went into the basement of a private house with very friendly young  people who offered to let us stay the night. “You can stay here, no need to risk going out again, we have spare beds”.

 

I must say that up to that point it still felt like a bit of a game. I realize now that we shared the arrogant illusion of most Israelis that the Iron Dome missiles were giving us virtually complete protection. But as we were huddling in the second basement of the evening, the phone rang: “Are you OK? Good to hear your voice, I heard of the burned bus in Holon, I was so worried!” “I am in Tel Aviv, what bus is that?” A quick look at the news websites showed the Kugel Boulevard where we had passed just three hours before. It was a war zone, flames and scattered debris everywhere, and the skeleton of a completely burned bus in the middle.  It was reported that the driver heard the alarm, stopped the bus and told everybody to run just a minute before the bus was hit.

 

Perhaps we should have taken the young people’s offer and stayed the night with them. Getting back home was a long and weary experience. The main roads were blocked by the police, and we saw ambulances and fire trucks rushing forward. The bus from Tel Aviv let us off a long way from home and there were no taxis to be had in the whole of Holon, so there was a very long and weary trudging through dark empty streets.  At home I had a whatsapp exchange with an old friend. “Stay alert, this night is not yet over” she wrote. “The government is sure to order a strong retaliation for this attack on Tel Aviv, and the Palestinians will want to retaliate for the retaliation”. She was completely right. After 3.00 PM  there was a very long series of alarms, one after the other. The explosions were more vague and seemed a long distance off. This time they were aiming at the Ben Gurion Airport.

 

One of the missiles had fallen on a hut in Lod (Lydda), and killed a fifty year old man and his teen daughter.  It later turned out that they were Arabs, that they had lived in an “unrecognized” neighborhood where no building permits are issued, and that this prevented them from building a more solid structure which could have saved their lives.

 

And so here we are, with the conflict escalating and the death toll rising ever more steeply. And I should recapitulate, at least briefly, how we got to this.

 

Last Friday – just five days ago, though it seems like an eternity – public attention in Israel was totally riveted to the complicated dance of party politics. Prime Minister Netanyahu, facing three serious corruption charges at the Jerusalem District Court, had just failed in his efforts to form a new cabinet. The mandate passed to the oppositional “Block of Change”, whose leaders embarked on delicate negotiations aimed at forming a very heterogeneous government coalition comprising right-wing. left-wing and center parties, which have virtually nothing in common except the wish to see the last of Netanyahu. We had very mixed feelings about it, especially since the intended new Prime Minister Naftali Bennet is, if anything, more right-wing than Netanyahu. Still, the new government would have very strong mechanisms of “mutual veto” in place that would prevent Bennet from doing too much harm – though the same would also prevent the new government from doing much good, either. And this government  would be the very first in Israeli history to rely on an Arab party for its parliamentary majority (other than the Rabin Government in 1995, whose tenure was cut short by the PM being assassinated).

 

Anyway, there were very concrete plans to have the new cabinet ready for parliamentary approval by Tuesday, May 11 (yesterday). The anti-corruption demonstrators who have been demonstrating every week outside the Prime Minister’s residence were joking about when the movers will arrive to take away the Netanyahu family furniture. But Netanyahu had other irons in the fire.

 

First, there was the planned expulsion of hundreds of Palestinians from their homes in the Sheikh Jarach neighborhood of East Jerusalem. Dozens of them were due to be expelled within days and extreme right settlers were going to enter into their vacated homes. Protests in Sheikh Jarach and elsewhere in East Jerusalem met brutal police repression. Then, protests spread to the Haram A Sharif (Temple Mount) compound, and so did the police repression. Police started to shoot “rubber” bullets directly into demonstrators’ faces, causing them to lose eyes – at least two of them losing both eyes and becoming blind for the rest of their lives. Footage of the police breaking into the Al-Aqsa Mosque, Islam’s third holiest site and a place considered even by secular Palestinians as a major part of their national heritage, spread widely through the social networks, escalating the protests. And then there was the plan to have thousands of radical young settlers hold the provocative  “Dance of the Flags” right through the Damascus Gate and the Muslim Quarter of the Old City of Jerusalem, chanting their habitual racist slogans. The police and government reiterated hour after hour that the “Dance of the Flags”  would take place as scheduled. And it was then that Hamas in Gaza threatened to retaliate for the attack on the Palestinians of Jerusalem, and the government declared that it would not bend to “the ultimatums of terrorists”. And at the very last moment the “Dance” was cancelled – but it was too late.  At 6.00 PM the salvo of seven Hamas rockets at the outskirts of Jerusalem – which in fact caused no casualties or damage, but which precipitated the Israeli deadly retaliation on Gaza.     .

 

And now, a bit more than 48 hours later, here we are, in the midst of an escalating war, the Israeli Air Force destroying high rise buildings in Gaza and proudly announcing the “elimination” of senior Hamas activists – but unable to hinder the Palestinians’ ability to go on shooting rockets. And relations between Jews and Arabs, fellow citizens of Israel, have descended to unprecedented depths of inter-communal violence. In Lod, the police declared a night curfew “to stop the rampaging Arabs” but Arab inhabitants refuse to abide and are involved in violent confrontations with police around a local mosque. And in Bat Yam and Tiberias, mobs of extreme right Jews are assaulting random Arabs and smashing up Arab-owned shops. And repeated again and again in the media is the government’s total refusal to make a ceasefire. “No, no, no ceasefire – we must teach Hamas a lesson!”

 

Of course no ceasefire. Why should Netanyahu want a ceasefire? Every day in which the shooting continues is one more day of keeping that dreaded movers’ truck away from the Prime Minister’s Residence, one more day of keeping power in his own hands. If there was concrete proof that Netanyahu did it all consciously and deliberately, it would make up criminal charges far more serious than those he is facing at the District Court of Jerusalem. But any such evidence is probably classified Top Secret and would only be published fifty years from now. So, we can’t prove that he did it deliberately, though there can be little doubt about it. We can only end the war and immediately afterwards get rid of him.

 

Perhaps what is happening now will shake President Biden out of the attitude of keeping a low profile on |Israel and the Palestinians? After all, all this mess had fallen on his desk with quite a loud clatter…

 

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Zumach, Nahostkrieg: mein Kommentar

Von: Zumach <zumach@taz.de>
Betreff: Nahostkrieg: mein Kommentar für die taz vom Dienstag, 18. Mai
Datum: 17. Mai 2021 um 18:36:41 MESZ


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde

nachfolgend schicke ich Ihnen meinen Kommentar zum aktuellen Nahostkrieg für die Print- und Onlineausgabe der „tageszeitung“ (taz) vom morgigen 18. Mai.

Da der Kommentar mutmasslich sehr viele negative Reaktionen auslösen wird, sind zustimmende Leserbriefe sehr erwünscht. Zu richten an

briefe@taz.de

sowie direkt  unter meinem Kommentar auf der online-Seite: www.taz.de

Mit besten Grüßen

Andreas Zumach

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Andreas Zumach
Kommentar für taz vom 18.5.2021, Seite 1 im Print sowie Online

Wer erklärt Angela Merkel, Gregor Gysi,Heiko Maas und  jetzt auch Annalena Baerbok, daß die von ihnen mit Blick auf Israel beschworene „Staatsräson“ Deutschlands ein  deplazierter, ja kontraproduktiver Begriff ist? Tatsächlich geht es um die aus historischen Gründen besondere Verantwortung Deutschlands   und aller seiner BürgerInnen , entschieden gegen jede Form von Judenfeindlichkeit  einzutreten sowie für eine sichere und auf Dauer unbedrohte Existenz Israels. Diese kann  und wird es erst allerdings erst geben, wenn auch das seit 1947 völkerrechtlich verbriefte Anrecht der PalästinenserInnen auf staatliche Selbstbestimmung umgesetzt ist und die universellen Menschenrechte auch für sie Realität geworden sind. Beides ist nicht möglich, solange eine israelische Regierung die Westbank weiterhin völkerrechtswidrig besetzt und besiedelt, den Gazastreifen abschnürt und am Alleinanspruch auf ganz Jerusalem festhält. Das ist der Kern des Konflikts. Die Verzweiflung und Radikalisierung der PalästinenserInnen, ihre Unterstützung für die Hamas sowie die Häufigkeit und Heftigkeit von Krieg und Gewalttaten – all das wird weiter zunehmen, solange dieser Kernkonflikt nicht endlich angegangen und überwunden wird. Doch dafür haben Deutschland und seine EU-Partner in den letzten knapp 30 Jahren seit dem in erster Linie an mangelnder Umsetzung durch die israelische Regierung gescheiterten Oslo-Abkommen nichts getan. Und daher ihre oben beschriebene Verantwortung nicht wahrgenommen. Statt eigene politische Initiativen zu ergreifen, versteckten sich Berlin und Brüssel immer nur bequem und feige hinter den USA , die angeblich als einzige in der Lage seien, eine Konfliktlösung herbeiführen. Die ritualisierten Bekenntnisse westlicher PolitikerInnen zu einer Zweistaaten-Lösung werden zunehmend unehrlicher, je mehr die israelische Regierung in der Westbank und Ostjerusalem  Fakten schafft, die eine solche Lösung immer unvollstellbarer macht. Und dies ohne jeden relevanten Widerspruch aus Europa und in den letzten vier Jahren sogar mit Unterstützung der US-Regierung. Die ebenso ritualisierte Aufforderung an „beide Seiten miteinander zu verhandeln“, ist völlig unredlich und daher unrealistisch. Denn sie unterschlägt die riesige militärische, logistische, politische und wirtschaftliche Asymetrie zwischen  Israel und den PalästinenserInnen, über die auch noch so viele Raketenangriffe der Hamas und ihre Unterstützung aus Teheran nicht hinwegtäuschen können.
Jetzt bietet sich erstmals China als Vermittler in dem Konflikt an. Bleibt abzuwarten, welche Interessen hinter dem Angebot stecken, wie substantiell es ist, und ob Peking möglicherweise auch eigene Vorschläge für eine gerechte Friedenslösung hat.

Andreas Zumach Mail: zumach@taz.de Telefon: 0049/172 6172375

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Palästina-Kundgebung in Frankfurt am „Nakba-Tag“

Gesendet: Sonntag, 16. Mai 2021 um 20:40 Uhr
Von: „Matthias.
An: „kopi, liste“ <liste@kopi-online.de>
Betreff:  Palästina-Kundgebung in Frankfurt am „Nakba-Tag“ 15.5. ; Hintergrund

Liebe Mitstreiter*innen,auch in Frankfurt/M fand am 73.Jahrestag der Nakba (Katastrophe) – (der gewaltsamen Vertreibung von über 700.000 Palästinenser*innen aus dem zukünftigen israelischen Staatsgebiet 1948) – auf der zentral gelegenen Hauptwache eine vor allem von (jungen) Menschen aus palästinensischen Familien getragene Kundgebung statt, laut Hessischem Rundfunk mit etwa 2500 Teilnehmer*innen – eine nach meinem Eindruck realistische Angabe. https://www.youtube.com/watch?v=AsP00WCwKqs Als „israelfeindlich“ habe ich die Kundgebung nicht erlebt, weder von den gerufenen Parolen noch von den mitgetragenen Transparenten und Schildern her. Ich würde die Stimmung als kämpferisch, aber nicht hasserfüllt beschreiben. – Nach 2 Stunden wurde die Kundgebung  nach mehreren Ansagen der Polizei wegen des Abstandsgebots  für aufgelöst erklärt, weil diese Auflage auf dem beengten Raum nicht umgesetzt wurde, auch schwer umzusetzen war. Gleiches geschah offenbar am gleichen Tag bei weiteren Pro-Palästina-Demos in Deutschland. Größere Zwischenfälle waren im übrigen nicht zu beobachten, und wurden auch im Nachhinein nicht berichtet.

Dominierendes Thema war natürlich die aktuelle gewaltsame Konfrontation insbeondere zwischen der israelischen Regierung und Hamas + islamischem Dschihad. Raketenbeschuss  aus der Enklave einerseits, Bombardierung des Küstenstreifens andererseits haben (Stand 15.5.) bisher auf israelischem Gebiet neun, im Küstenstreifen von Gaza 140 Menschenleben von Zivilisten gekostet  – in jedem einzelnen Fall ein trauriges und zu verurteilendes Ergebnis. Ausgelöst wurde der erneute Gewaltausbruch durch aus meiner Sicht unverantwortliche Handlungsweisen der Netanjahu-Regierung – der begonnenen Vertreibung der palästinensischen Bewohner aus einem Stadtteil von Ost-Jerusalem, Sheikh Jarrah, als Fortsetzung der illegitimen Annektion palästinensischer Gebiete; und der provokativen Erstürmung des Tempelbergs und sogar der für  muslimische Gläubige heiligen Al-Aksa Moschee. Mein Eindruck: Netanjahu, der wegen Korruption unter Anklage vor einem israelischen Gericht steht und seit langem über  keine Parlamentsmehrheit mehr verfügt, versucht durch verstärkte Konfrontation seine Machtposition zu festigen. Amnesty international unterstützt auch an diesem aktuellen Beispiel die in Vorbereitung befindliche Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag – und zwar nicht nur gegen die israelische Regierung, sondern auch gegen die Hamas-Führung.Zwei Texte von AI zum Thema:  https://amnesty-israel-palaestina.de/wp-content/uploads/278/PR20210510-Sheikh-Jarrah-Jerusalem-1.pdf

und

https://amnesty-israel-palaestina.de/wp-content/uploads/278/NEWS20210512-Zivilisten-tragen-wieder-die-Hauptlast-der-Gewalt-2.pdf

Das zugrundliegende Problem ist die seit 1967 fortdauernde Besetzung und zunehmende Annektion der palästinensischen Gebiete. Solange es kein gleichberechtigtes Zusammenleben der zahlenmäig etwa gleich großen Bevölkerungsgruppen geben wird, sei es in zwei souveränen Staaten, sei es in einem gemeinsamen binationelen Staat, wird es keinen Frieden in dieser so wichtigen Region geben. Israelische Organisationen wie beispielweise Gush Shalom oder auch die Physicians for Human Rights sprechen diese Realität bereits seit vielen Jahren aus. Es wird Zeit, dass auch die europäischen Regierung und die US-Regierung sich für diese so einleuchtende Erkenntnis in ihrem Handeln öffnen.

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Wie können wir im Internet Vielfalt…

Wie können wir im Internet Vielfalt und dennoch Zukunftsgewandtheit erreichen, Pro und Kontra, Pro: Vielfalt, Debattenraum, journalistische Sorgfalt, Kontra: Gewalt, klarer Rassismus im Sinne der Jerusalemformel.

Wie können wir die Vielfalt zu einer ernährenden Formel machen. Mit crowdfunding, mit einer Ethikkommission, mit weitgehende Toleranz intern.

Konkurrenzorganisationen zu YouTube und Facebook schaffen, Wie kann man das machen? Frage an Snowden, KenFM, Free21, im Sinne von Snowden für den Diskussionsraum, für einen „Übungsraum“ ein schützendes Programm zum Quellenschutz, das „falsches Denken“ erlaubt, das man sowieso nach Lernschritten ablegt…? Im Gegensatz zu der „Identitätspolitik“ und Gendersternchen…

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zwei Forderungen

Zwei Forderungen an die deutsche Politik:

1. Von Israel zu fordern, zumindest mit der Besatzung seit 1967, wenn schon nicht mit der Besatzung seit 1948 aufzuhören und in ernstgemeinte Verhandlungen im Sinne von Uri Avnery einzutreten.

2, auf die EU und die USA einzuwirken, dass wirksame Sanktionen wie notfalls hohe Zollschranken angedroht werden, solange Israel bei seiner Besatzungspolitik bleibt. Das ist für den Frieden der Welt unbedingt erforderlich.

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