Thesen zur friedlichen Weltrevolution

Thesen zur friedlichen Weltrevolution

Die Menschheit wird durch ihren Erfindungsreichtum immer reicher.    Die andere Seite der Medaille:  

Gleichzeitig besteht die Gefahr der Selbstvernichtung insbesondere durch einen Atomkrieg und inzwischen auch durch andere Waffenentwicklungen, wenn wir nicht auf das Prinzip der gemeinsamen Sicherheit von Willy Brandt zurückkommen.

Das heißt, wir dürfen nicht nur an die eigene Sicherheit denken, sondern müssen auch daran denken, den Sicherheitsbedürfnissen der anderen Völker entgegenzukommen. Dies wurde bei uns in Europa durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilweise erreicht. Leider hat unsere Regierung in der letzten Zeit die NATO einseitig gefördert, die uns mit ungeheuren Rüstungsausgaben und mit zunehmenden Kriegen belastet.

Ein anderes Problem ist der Krieg zwischen Arm und Reich. Der Milliardär Warren Buffet hat bekanntlich gesagt, dies sei zurzeit der wichtigste Krieg. Und seine Klasse, die Reichen, würde ihn gewinnen.

Die Herrschenden drohen diesen Krieg zu gewinnen: durch ihren übergroßen Einfluss auf die sogenannten Leit-Medien, die uns viele Tatsachen vorenthalten und andere verzerren, sodass wir die Lage nicht objektiv sehen können.

  • Durch die gezielte Propaganda ihrer Thinktanks. Besonders wichtig die sicherheitspolitischen Planungsgruppen.

  • Durch massive Lobbyarbeit in unseren Parlamenten und die stetige Beeinflussung unserer Abgeordneten.

  • Durch den zunehmenden Anteil der Wenig-Verdienenden.

Wir müssen uns dagegen auflehnen und jede Möglichkeit dazu nutzen: Natürlich sollten wir uns an allen Einflussmöglichkeiten wie auch an den Wahlen beteiligen und versuchen,

  • gute Leute an die Spitze zu bekommen, die bei Abstimmungen für gute Gesetze stimmen,

  • aber auch auf die Straße zu gehen, gegen schlechte Gesetze wie die dramatische Ausweitungen der Polizeibefugnisse und gegen die Massenaushorchung zu protestieren und gegen den sogenannten Verfassungsschutz vorgehen, der ständig gegen unsere Verfassung verstößt, der die Ermittlungen gegen die NSU-Mörder offensichtlich sabotiert hat.

Wir müssen gegen die Schwächung unserer Gewerkschaften durch Hartz 4 und die Agenda 2010 vorgehen, die zu stagnierenden Löhnen führen, was den Euro auf Grund des daraus resultierenden Exportüberschusses kaputtmacht.

  • Wir müssen für bessere Löhne kämpfen, um die zunehmende Armut in unserem Land zu mindern, aber auch, um den Euro zu retten.

Insgesamt müssen wir, damit es uns gut geht und wir überleben, eine große Protestwelle auslösen, die auf die ganze Welt übergreift.

Dr. med. Helmut Käss, Helmut_Kaess@web.de T: 0531 350513

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Ideen für Themen

Ich habe ein paar Ideen unten aufgeschrieben, wie wir die Kundgebung weiterentwickeln könnten. Wenn wir uns dazu entschließen würden, könnten wir je einen Einführungsvortrag halten lassen, der dann diskutiert wird…

Ideen für Themen, die wir öffentlich diskutieren könnten:

Sollten wir den einzelnen Samstagen vorrangige Diskussionthemen geben?

Daneben natürlich die aktuellen Themen…

Grundthesen, die wir auch diskutieren können:

  1. die Menschheit wird durch ihren Erfindungsreichtum immer reicher.
  2. Die Menschheit rüstet sich tot, mit den Rüstungskosten, über 1500 Milliarden Dollar, lassen sich zurzeit problemlos die Hauptmenschheitsprobleme lösen: Ernährung, Wohnen, Bildung.
  3. der ewige Krieg Reich gegen Arm darf nicht von einer Seite gewonnen werden, sondern muss zu einem vernünftigen Kompromiss führen. Da gibt es schon Berechnungen für…

Themen:

  • raus aus der Nato, dafür, dagegen…
  • Wie können sich die Interessen der Mehrheit weltweit durchsetzen?
  • Wie können wir das Völkerrecht wieder zum weltweiten Maßstab machen?
  • Wie können wir die nationalen Armeen durch ein Uno Streitmacht ersetzen?

Ich habe ein paar Ideen unten aufgeschrieben, wie wir die Sache weiterentwickeln könnten. Wenn wir uns dazu entschließen würden, könnten wir je einen Einführungsvortrag halten lassen, der dann diskutiert wird…

Wir könnten ja nachher bei der Pizzeria oder dem Vietnamesen sitzen und darüber diskutieren. Außerdem lege ich meinen „Aufruf zur friedlichen Weltrevolution“ in der Anlage bei…

Ideen für Themen, die wir öffentlich diskutieren könnten:

Sollten wir den einzelnen Samstagen vorrangige Diskussionthemen geben?

Daneben natürlich die aktuellen Themen…

Grundthesen, die wir auch diskutieren können:

  1. die Menschheit wird durch ihren Erfindungsreichtum immer reicher.
  2. Die Menschheit rüstet sich tot, mit den Rüstungskosten, über 1500 Milliarden Dollar, lassen sich zurzeit problemlos die Hauptmenschheitsprobleme lösen: Ernährung, Wohnen, Bildung.
  3. der ewige Krieg Reich gegen Arm darf nicht von einer Seite gewonnen werden, sondern muss zu einem vernünftigen Kompromiss führen. Da gibt es schon Berechnungen für…

Themen:

  • raus aus der Nato, dafür, dagegen…
  • Wie können sich die Interessen der Mehrheit weltweit durchsetzen?
  • Wie können wir das Völkerrecht wieder zum weltweiten Maßstab machen?
  • Wie können wir die nationalen Armeen durch ein Uno Streitmacht ersetzen?
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Prof. Dr. Bernard Lown

Gestern, am 16.2.21 ist Bernard Lown gestorben. Hier eine Würdigung von Helmut Lohrer, mit zwei Anlagen, 1. und 2.

Drei Erinnerungen von mir:

Er schrieb im Vorwort in „Prescription for Survival“: „How close we came to exstinction, and it es forgotten now!“ Das ist eine dramatische Aussage, die ich bei einem Treffen der IPPNW BS verlas…

Und er malte das IPPNW Dreieck das auch Helmut Lohrer zitierte. 

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2021/02/IPPNW_triangle-1-scaled.gif

Und er schrieb über das Wesen des Arztes… Die verlorene Kunst des Heilens

Prof. Dr. Bernard Lown, Der Gründer der IPPNW („International Physicians for the Prevention of Nuclear War/ Ärzte in sozialer Verantwortung“,  schrieb das Buch „seiner“ Geschichte des IPPNW (www.ippnw.de, oder www.ippnw.org):

Ein Leben für das Leben: Ein Arzt kämpft gegen den atomaren Wahnsinn

oder schöner noch im Englischen Titel:

Prescription for Survival : A Doctor’s Journey to End Nuclear Madness

By (author) Bernard Lown ] published on (July, 2008) (Englisch) Gebundene Ausgabe – 1. Juli 2008

Vorher, in Stockholm beim Weltkongress  hatte  Bernard Lown, der Erfinder des Defibrillators, die vom Menschen beeinflussbaren nötigen Dinge für das Überleben der Menschheit in einem gleichschenkligen Dreieck gekennzeichnet. (Auch Lown-Dreieck oder IPPNW-Dreieck genannt, siehe oben) Die Basis ist der Frieden als Voraussetzung für alles andere, die eine Seite das Leben in einer vernünftigen Umwelt und die andere Seite sind vernünftige soziale Bedingungen.

Also drei entscheidende Prinzipien für die Menschheit:                                                          Frieden, Umwelt und Soziales. 

diese drei Haupt-kategorien sind detaillierter dargestellt ganz oben in der Zeile unter dem Bild unter Ziele der Menschheit, Menschheit, 6a-c, und unter Visionen, wie es besser gehen könnte.

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Veranstaltung der Friedensbewegung anlässlich des Flaggentages der Mayors for Peace und des Gedenktages für das Manifest von Russell und Einstein

Juli 2018

Davon ein Video von Dr. Hans Kottke und  das Video von Jan Henrik Siemers.

Jan-Henrik Siemers hat auch die Diskussion und das Schlusswort dabei. Auf der Friedenszentrumshomepage wird bald auch zunehmend mehr über die Ereignisse berichtet werden.

einige private Fotos durch mich, leider deutlich unschärfer als im Video

18.00 Uhr     Begrüßung durch die Moderatorin Brigitte Constein Guelde

18.05 Uhr     kurze Einführung , Gudula Wegmann, FZ

Im Folgenden zusätzlich zum Video die meisten Texte:

18.10 Uhr    Grußwort der Stadt Braunschweig  von Bürgermeisterin  Frau Annegret Ihbe  Sie sprach über die Bemühungen der Stadt für den Frieden und über die Leistungen von ICAN (www.ican.de) für den beschlossenen UN-Verbotsvertrag.

18.20 Uhr    Wortbeitrag von Frau Dr. Elke Schrage, IPPNW,  Frau Dr. Elke Schrage, IPPNW  „Ärzte für die Verhütung von Atomkriegen, Ärzte in sozialer Verantwortung (Hervorhebungen durch mich)  Sie betonte, dass die massive Verdrängung atomarer Bedrohung sowohl die zivilen als auch die militärischen Schrecken betreffe.

18.40 Uhr     Wortbeitrag von Frau Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.  Als Vertreterin des japanischen Kulturkreises setzte sie sich mit der aktuellen Situation in Japan auseinander. Sie machte auf Gefahren aufmerksam, dass selbst die friedliche Nutzung von Kernenergie die militärische Nutzung befördert.

19.00 Uhr   Nach einem medialen  Input von Prof. Lesch über Atomwaffen    über den Ernst der Lage kamen  kurze Statements von geladenen Gästen:

Daran,  siehe Video, nahmen verschiedene Organisationen, dabei eine ausdrücklich                                        nicht-konfessionelle und drei Kirchenvertreter unterschiedlicher Konfessionen und zwei Gewerkschaftsvertreter teil. Jeder hatte seinen eigenen Blick, aber das Bestreben zur                        Verhinderung von Kriegen einte alle.

Hier noch aus dem www zum Erkennen die Bilder der Kurz-Redner*innen. 

 Alle Redner und  Diskutanten waren sich einig, dass immer noch die Gefahr eines vernichtenden Weltkrieges besteht. Ein wesentlicher Grund wäre auch eine direkte Konfrontation zwischen den USA/EU und Russland.

Pater Hans-Albert Gunk, Dominikanerkloster, http://www.dominikaner-braunschweig.de/unser-kloster

dann sprach Paul Koch, ehem. Sozial-Diakon der ev. Landeskirche,  https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2015/10/28/weltuntergangsstimmung/

dann sprach Peter Koch  Mitglied der Giordano Bruno-Stiftung, http://www.gbs-braunschweig.de/

dann sprach Eva Stassek,  1. BV IGMetall,  https://www.igm-bs.de/kontakt/ansprechpartner/bevollmaechtigte/

dann sprach Jürgen Reuter, GEW, Lehrer i.R., Mitglied des GEW-Vorstands, http://www.gew-bvbs.de/index.php/fachgruppen/fachgruppe-gymnasien

dann sprach Pastor Klaus Kuhlmann, ev. Ref. Gemeinde, http://reformierte.de/eine-seite/unsere-mitarbeiterinnen/

Und dann das Schlusswort, wieder von Brigitte Constein-Guelde.

Am Samstag fand eine Kundgebung  auf dem Kohlmarkt zu den gleichen Themen statt.

 

 

 

 

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Beitrag von Paul Koch

Flaggentag 2018 / BS

Anrede…

Sie gestatten mir, dass ich zunächst (als Projektleiter der Europäischen Aktionswochen f. e. Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima/Region BS und als ehemaliger und langjähriger Vorsitzender der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V.) meinen Focus beim Thema „Frieden“ auf die beiden Super-Gau`s Tschernobyl und Fukushima lege.

In vielen Gesprächen mit Tschernobyl-Opfern betonen diese, dass die Tschernobyl-Katastrophe für sie gleichbedeutend ist wie ein Krieg. Denn, die Tschernobyl-Katastrophe hat die selben Folgen wie ein Krieg: Tod, Krankheit, Verlust der Heimat, durch Flucht, Evaku-ierung oder Umsiedlung. Auch die psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind vergleichbar mit den Folgen einer militärischen Auseinandersetzung. Ähnlich ist auch die Informationspolitik. In der Ukraine ist die Energiewirtschaft dem Militär unterstellt und damit gehen alle Informationen durch den Flaschenhals der Militärkontrolle (Stichwort Militärgeheimnis). Ärzte durften keinen Totenschein ausstellen, aus dem ein Zusammen-hang mit Radioaktivität zu erkennen war. Das ignorieren und verhöhnen der Opfer ist nach dem Super-Gau von Tschernobyl allerdings in einer nie dagewesenen zynischen Form zu beobachten. Die Weltgesundheitsorganisation ist in diesem Punkt -demokratisch legitimiert-

zum Schweigen und Versagen verurteilt, weil sie 1959 einen entsprechenden Vertrag mit der Internationalen Atomenergie-Organisation einging.

Die Tschernobyl-Opfer teilen Ihr Leben ein in die Zeit vor Tschernobyl und in die Zeit nach Tschernobyl. Nichts, aber auch gar nichts ist mehr so, wie es früher einmal war. Was für die Tschernobyl-Opfer gilt natürlich auch für die Fukushima-Opfer.

Der Ursprung dieses Nuklear-Desasters ist damit zu erklären, dass die Versuche, Experimente und die grandiose Unterstützung der Politik mit allem was mit der Kernspaltung zu tun hatte, ein globaler Wettlauf zum Bau einer Atombombe war. Die verheerenden Folgen der ersten Atombomben – Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki führten nur teilweise zum Umdenken und zur halbherzigen Ächtung der Atombombe. Geschickt wurde die offizielle Absicht, weiterhin mit der Kernspaltung Atomwaffen herzustellen, verschleiert. Hinter der proklamierten „friedlichen Nutzung“ der Kernspaltung zur Produktion von Atomstrom, ist die Hintertür zum Bau von Atomwaffen eingebaut.

Atomkraftwerke und Atomwaffen sind „Zwillingsbrüder“, das wissen alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen. An der Atom-Strom-Produktion halten viele Politiker (in der EU und Weltweit) fest, weil hierdurch unbemerkt von der Allgemeinheit, das Material für Atomwaffen anfällt.

Gegen die gegenwärtige Art durch Kernspaltung Energie zu erzeugen und gegen die Produktion von Atomwaffen zu sein, heißt für mich: Einstehen für den Frieden; Einstehen für die Abwehr von physischen und psychischem Schaden der Menschen; Einstehen für die Bewahrung der Schöpfung. Für uns heute und für nachfolgende Generationen.

Paul Koch, Sozialdiakon i.R. 06.07.2018

paul.koch47@gmx.de * 0152/31768442

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5 Gründe, warum wir uns besonders in diesem Jahr gegen jeden Krieg engagieren

 Krieg ist seit 1955 von Russell und Einstein „verboten“. (Die Formulierungen sind weitgehend von Ernst Ludwig Iskenius übernommen, die ich völlig teile, https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/gruppen/ernst-ludwig-iskenius/)

  1. Wir stehen vor einer neuen unkontrollierten Aufrüstungsspirale, als Modernisierung verniedlicht.
  2. Es stehen immer noch über 1000 atomare Sprengköpfe zum Abschuss innerhalb von 30 Minuten bereit, um unseren Planeten mehrmals zu zerstören.
  3. Wir sind  laut der Atomic Scientists seit fast 70 Jahren noch nie so nah an einem atomaren Weltuntergang (näher als im Kalten Krieg) – ihre berühmte Doomsday-Uhr wurde erst im Januar 2018 auf 2 Minuten vorgestellt https://cdn.thebulletin.org/sites/default/files/2018%20Doomsday%20Clock%20Statement.pdf
  4. Interessierte Militär-, Politiker und Wissenschaftskreise diskutieren als Reflex auf die neue amerikanischen Außenpolitik eine eigene deutsche Atombombe.
  5. Die deutsche Bundesregierung weigert sich beharrlich, an den mit großer Mehrheit in der UNO beschlossenen Verhandlungen zum generellen Atomverbot in diesem Jahr teilzunehmen.


Dagegen:

  • haben wir die größte Chance, dass Atomwaffen wie chemische und biologische Waffen für immer delegitimiert werden.
  • endlich den seit 2010 bestehenden Bundestagsbeschluss umzusetzen, Deutschland atomwaffenfrei zu machen und uns aus der atomaren Teilhabe zurückzuziehen.
  • International besteht zum ersten Mal die Chance, die „atomare Apartheid“ und damit die Machtverhältnisse zwischen Atomwaffenländer und Nicht-Atomwaffenländer aufzuweichen.

Zum Erfolg wird es nur dann kommen

  • wenn wir unsere Ohnmacht überwinden,
  • wenn wir unseren Protest hörbar werden zu lassen,
  • wenn wir unsere eigene Umgebung zum Mitmachen  mitreißen können
  • wenn wir dem atomaren Wahnsinn mit kreativen Aktionen zu widerstehen versuchen.

Wir laden jeden einzelnen von Euch ein, wöchentlich auf einen zentralen Platz in Eurer Stadt zu gehen, bei uns in Braunschweig samstags 11:00 auf den Kohlmarkt, Freunde, Familie, Verwandte und Bekannte mitzubringen und mit uns für eine atomwaffenfreie Welt zu kämpfen. http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=5870

Natürlich laden wir auch dazu ein, nach Büchel/Eifel zu kommen, siehe https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/gruppen/ernst-ludwig-iskenius/

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Peter Koch (Giordano-Bruno-Stiftung, Regionalgruppe Braunschweig)

Rede zum Flaggentag am 6. Juli 2018 in der Dornse

Peter Koch (Giordano-Bruno-Stiftung, Regionalgruppe Braunschweig)

Gesegnet wurde die Atombombe, Feldgeistliche aller Kriegsparteien segneten jeweils deren Waffen, auf den Gürtelschnallen der Wehrmachtssoldaten stand „Gott mit uns“ und der Katholik Adolf Hitler schwadronierte von „Vorsehung“ und „Gottes Willen“.

Nicht nur die deutsche Geschichte ist voll von religiös befeuerten Kriegen mit Millionen Toten. Aber nicht Religionen haben Kriege geführt. Es waren Menschen, die sich der Religion und ihrer Gläubigen bedienten, um eigene Interessen durchzusetzen.

Und heute? In aktuellen Kriegen berufen sich beide Gegner jeweils auf denselben Gott und schalten so ihr Gewissen aus, – selbst, wenn sie Krankenhäuser bombardieren oder Schulbusse voller Kinder in die Luft sprengen. Wehe, sie hätten Zugriff auf Atomwaffen!

Aufgrund ihrer beliebigen Auslegbarkeit können weder Bibel noch Koran einen Beitrag für den Frieden leisten. Sie sind wie Messer, mit denen man Brot mit Hungernden teilen oder – in falschen Händen – einen Menschen töten kann.

Ein zweites Problem: Klimawandel und die anhaltende Bevölkerungsexplosion gehen einher mit Umweltzerstörung, Verlust von Ackerland und dem schwierigen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Liegen hier künftige Kriegsgründe?

In dieser Situation veranstalten die beiden großen Weltreligionen einen egoistischen Wettlauf um die höchste Zahl von Gläubigen. Die katholische Kirche verbietet generell Empfängnisverhütung, jahrzehntelang riefen Päpste den Christen in Afrika zu: „Seid fruchtbar und mehret Euch!“ und neuerdings erwarten Staatsführer von muslimischen Ehepaaren mindestens 5 Kinder.

Es wird höchste Zeit, weltweit die meist religiös begründeten patriarchischen Strukturen aufzubrechen und allen den Zugang zu Bildung und Empfängnisverhütung zu ermöglichen. Dazu aber sind mittelalterliche Religionen zu überwinden, zumindest aber konsequent zu trennen vom Staat mit seiner Gesetzgebung, Rechtsprechung und Bildung. Das erhöht die Chance, Kriege endlich abzuschaffen. (2:35 min)

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Eröffnungsrede von Gudula Wegmann

Liebe Friedensfreunde und -freundinnen.

Zum „Flaggentag“ der MfP haben wir gestern – zum 4. Mal – die Dornse nutzen dürfen. Es ist hier also schon eine Tradition entstanden.
Und es ist ja auch der richtige Ort zum Begehen des „Flaggentags“.
Denn auch Braunschweig gehört zu den vielen Städten in der ganzen Welt, deren Bürgermeister sich als MfP für atomare Abrüstung einsetzen.
Wir freuen uns, dass Braunschweig „Flagge zeigt für eine atomwaffenfreie Welt“! So hisst unsere Stadt die Flagge gegen Atomwaffen am Rathaus auf dem Platz der Dt. Einheit.In diesem Sinne findet hier auch heute die Kundgebung der friedensbewegten Braunschweiger statt – übrigens seit ein paar Wochen schon jeden Samstag ab 11 Uhr.Weltweit führende Atomwissenschaftler warnen jetzt:
Die Doomsday Clock (Endzeit-Uhr) in NY steht auf weniger 2 Min vor 12!
Sie wollen das nicht als Panikmache verstanden wissen, sondern als eine ernsthafte Mahnung, wie wir mit unserer Welt umgehen:Frieden schaffen ist das Gebot der Stunde !Fast 15000 Atomwaffen, davon mehr als 4000 in höchster Alarmbereitschaft, bedrohen die Menschheit – eine Gefahr, die immer schwieriger zu kontrollieren ist.Das Friedensinstitut SIPRI hat neue Zahlen zu Atomwaffen vorgelegt. Die Zahl der Sprengköpfe ist zwar gesunken, trotzdem ist der Trend klar: Die Massenvernichtungswaffen werden modernisiert, es wird also massiv aufgerüstet! Wir wollen diesen Trend umkehren. Denn ein Atomkrieg wird immer wahrscheinlicher, wenn die Modernisierung dieser Waffen Atom-Kriege als führbar erscheinen läßt.Aber: friedlich denken allein genügt nicht !

  • Friedensaktivistinnen und -aktivisten haben in den letzten Tagen zwei Zufahrtsstraßen zum Atomwaffenstützpunkt Büchel blockiert. Am Tag zuvor gab es eine international besetzte Podiumsdiskussion mit Leuten von IPPNW und ICAN. Damit sind die Büchel-Proteste in die heiße Phase gestartet. Und wir setzen uns hier mit unseren Kräften dafür ein, dass D seine – unsere – „Nukleare Teilhabe aufkündigt“.
  • Staaten müssen Anstöße geben, damit es mit der atomaren Abrüstung vorangeht. Denn nur durch die Initiative Österreichs ist schließlich Fahrt in die UN gekommen, einen Verbotsvertrag auszuarbeiten. Jetzt kommt es darauf an, dass weitere Staaten als die bisherigen 122 unterzeichnen, besonders auch die durch einen “begrenzten Atomkrieg” gefährdeten europäischen. Und da könnte Deutschland die Initialzündung geben.
  • Auch die Stopp Air Base Ramstein Protestwoche 2018 liegt hinter uns. 300 BlockiererInnen gelang es, die Air Base Ramstein am Haupttor für 45 Minuten symbolisch zu schließen – diese erstmals durchgeführte Blockadeaktion im Rahmen der Protestaktionen gegen die Air Base Ramstein war ein Meilenstein in den gewaltfreien Aktionen des zivilen Ungehorsams. Auch dort heißt es: „Wir kommen wieder!“.

Dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 zufolge soll der Verteidigungsetat nächstes Jahr auf 42,9 Milliarden Euro steigen. Das wäre ein Plus von ca. 10% gegenüber 2018 – übrigens 675 Millionen Euro mehr als bisher für 2019 vorgesehen. Dem Protest dagegen haben wir es wohl auch zu verdanken, dass wir vom Friedenszentrum uns freuen können über die breiter werdende Unterstützung in unserer Stadt. Nicht zuletzt auch wg. dieser Etatausweitung für Rüstung und Kriegsforschung (Cybervalley zw. Stuttgart und Tübingen) haben sich dem Aufruf zum Flaggentag die Gewerkschaften IGM und GEW und die gewerkschaftsnahe Bildungseinrichtung A&L angeschlossen.

Brigitte C-G hat gestern gesagt:
„Damit das Mögliche entsteht, muss das unmöglich Scheinende versucht werden.“ Wir, das Friedenszentrum und Friedensbündnis, machen also – natürlich – weiter:

  • Wir setzen uns ein für die Abschaffung der deutschen Atomwaffen: in Büchel: Übrigens sogar entspr. dem Bundestagsbeschluss von 2010 nach FDP-Koalitionsbed. Nur die damalige Regierung und die bis jetzt folgenden halten sich nicht daran!
  • Wir setzen uns ein gegen Rüstungsexporte, insbesondere die sog. „Klein“-Waffen.
  • Wir machen weiter mit unseren verschiedenen Aktivitäten zu den Gedenktagen, zu Gedenkstätten und -orten.
  • Wir wollen auch viele neue Partner in Braunschweig gewinnen. Aktive Gruppen aus – im weitesten Sinne – friedens- und sozialpolitischen Bereichen und gerne auch Einzelpersonen.
  • Enden möchte ich mit dem Hinweis auf unsere nächsten Veranstaltungen:
    Am 10. August begehen wir am Hiroshima-Ufer mit 100 Kerzen auf der Oker den Gedenktag zu Hiroshima und Nagasaki.
    In unserer VHS-Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“ haben wir am 16.8. das Thema „Herausforderung China“.

 

 

 

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Kundgebung 2018

Ablauf:

Unterschiede der Redeentwürfe und der gehaltenen Reden sind normal ( die gehaltenen Reden sind in den Videos von Hans Kottke und Jan Henrik Siemers zu sehen und hören) . Dabei ist das Video von Dr. Hans Kottke knapper mit einem kurzen, schönen Vorspann, das Video von Jan-Henrik Siemers umfasst die gesamte Kundgebung. Jetzt unten einige schriftliche Redeentwürfe für den, der lieber liest als hört.

Einige private Fotos

Matthias Wesche sang sehr schöne Friedenslieder zu Beginn, zwischen den Beiträgen und am Ende.

Eröffnung durch mich

Rede von Gudula Wegmann

Rede von Carmen Kinzel und M0htashim Burkhari

Rede von mir:  „zurück zur Friedenspolitik von Willy Brandt“

Kurzbeiträge von Ulli Schmitz, Heide Janicki, Bernd Krauß, Peter Kunick, Michael Köllisch, Paul Deutsch, Brigitte Constein-Gülde und Heide Janicki mit einem guten Lied

 

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Rede Gedenktag Elke Schrage

Rede Flaggentag 6.7.2018

Sehr geehrte Bürgermeisterin Frau Ihbe, sehr geehrte Damen und Herren,                    liebe Friedensfreunde und -freundinnen,

ich möchte zunächst allen den Menschen danken, die durch ihre ehrenamtliche und unermüdliche Arbeit diesen „Flaggentag“ möglich gemacht haben.  Sie geben damit dem verdrängten Thema atomarer Bedrohung ein Forum.

Diese massive Verdrängung atomarer Bedrohung betrifft sowohl die zivilen als auch die militärischen Schrecken.  Seit dem sogenannten Atomausstieg herrscht in Deutschland der verbreitete Glaube vor, zumindest bald automatisch frei von Atomanlagen zu sein. Dem ist mit Nichten so.

Die vergessene militärische Bedrohung stand durch den Korea-Konflikt sehr drastisch wieder im Raum. 1800 Atomwaffen sind weltweit noch immer in Alarmbereitschaft und können innerhalb von Minuten gestartet werden. Auch Deutschland ist weiterhin ein solcher Atomwaffenstandort.

Wenn wir uns heute hier als Stadtmenschen treffen, um einen weltweiten Tag zur Abrüstung von Atomwaffen zu etablieren, tun wir das in dem Wissen, dass diese Massenvernichtungs-Waffen auf Städte gerichtet sind. In den Zeiten der nuklearen Hochrüstung des letzten Jahrhunderts war Menschen in Deutschland sehr präsent, dass eigene und gegnerische nuklear-bestückte Mittelstreckenraketen auf Städte gerichtet waren.

Diese Städte hatten Namen: London, Paris, Berlin, Moskau, Petersburg und ihre Bewohner*innen Gesichter.

Mit der Abrüstung der Mittelstreckenraketen 1988 sind jedoch die Arsenale der alten Atomwaffen selbst nicht ganz verschwunden. Durch die nukleare Teilhabe im Rahmen der Nato liefert auch Deutschland weiterhin Infrastruktur für solche Massenvernichtungswaffen. Deutsche Soldaten üben den Einsatz von Atomwaffen.

Die Atombomben in Büchel sollen von reinen Fallbomben in lenkbare sogenannte „Präzisionswaffen“ umgerüstet werden. Ramstein, die Frankfurt US-Air-Base, die Kommando-Zentralen Stuttgart und bald auch Ulm sind fester Bestandteil der US- und Nato-Kriegsführung.

Sie machen Deutschland sowohl zu einem potentiellen Akteur als auch zu einem potentiellen Kriegsziel.

Jede Art von nuklearer Kriegsführung verbannen zu wollen, weil diese Waffen in einem Großmachtkonflikt auf Europa gerichtet werden, verharrt in einer eurozentrischen Argumentation. Denn heute werden ganze Weltregionen mit konventionellen Waffen ihrer Menschen, ihrer Zivilisation und ihrer Würde beraubt.

Deskriptiv betrachtet, zeigt sich, dass heutigen Kriegen massiv und vorrangig zivile und staatliche Infrastruktur und Ressourcen zerstört werden, aber Rohstoff- und Energiewege offen und Weltmarktpreise stabil bleiben.

Unser IPPNW-Kollege und Friedensforscher Henrik Paulitz weist darauf hin, dass zu Beginn des letzten Jahrhunderts 5% aller Kriegstoten Zivilisten waren. Das Verhältnis von toten Zivilisten zu toten Soldaten hat sich zum Ende des letzten Jahrhunderts umgekehrt. In den Kriegen unserer Gegenwart sind 95% der Kriegstoten Zivilisten.

Die Kriege der Gegenwart – in Syrien, im Jemen, im Irak – zeichnen sich nicht mehr durch militärische Entscheidungsschlachten aus, sondern durch vorrangige Zerstörung ziviler und staatlicher Strukturen.

Die Belagerungen von Aleppo, von Mossul – oder jetzt von Al-Huhayda im Jemen – sind ein beredtes, schreiendes Zeugnis davon, dass in den modernen Kriegen 95% aller Toten Zivilisten sind.

Wenn es die Regel gibt, dass Atommächte keinen Krieg gegen einander führen, verstärkt das die Bedeutung von Stellvertreterkriegen, in denen Einflusszonen mit konventionellen Waffen verschoben werden. Vorrangig und massiv zivile Infrastruktur zu zerstören, schont militärische Infrastruktur, Waffen und Soldaten – ist die billigste Art Krieg zu führen.

Demnach bieten Atomwaffen den Rahmen, in dem vor unseren Augen die größten Verbrechen – nämlich gegen die Zivilbevölkerung – mit konventionellen Waffen begangen werden. Allerdings ist die Grenze zwischen nuklearer und konventioneller Kriegsführung aufgeweicht.

Im Nuclear Posture Review von 2002, gezeichnet von Donald Rumsfeld, vollzieht die US-Regierung den Paradigmenwechsel, sogenannte Mini-Atomwaffen in regionalen Konflikten „präzise“ einsetzen zu wollen. 2002 gelistet sind Lybien, Syrien, Irak, Iran, Nord-Korea, Russland und China. Der aktuelle US-Nuklear-Report 2018 empfiehlt den Ausbau einsatztauglicher Nuklearwaffen, um Russland auf niedriger Konfliktstufe abzuschrecken.

Durch sogenannte „Mini-Nukes“ sinkt nicht nur die Hemmschwelle für den taktischen Einsatz von Atomwaffen. Auch fragt sich, welches Abschreckungspotential „kleine“Atomwaffen haben sollen, wenn Teile der alten „großen“ Arsenale noch bestehen? Die beiden ehemals führenden Weltmächte kommen sich jetzt auf niedriger Konfliktstufe gefährlich nahe.

Eine Nuklearstrategie für regionale Konflikte erweitert den Rahmen für Kriege und Stellvertreterkriege auf unverantwortliche Weise. Die Grenzen zwischen nationalen, regionalen und imperialen Konflikten verschwimmen. Die Möglichkeiten von Verhandlungen und zivilen Konfliktlösungen schwinden.

Wie kann die heutige Kriegslogik durchbrochen werden, deren nuklearer Anteil nur noch ein dünner Rahmen der Abschreckung und Deeskalation ist? Wir stehen vor der Situation, dass Abschreckung ihren Schrecken verloren hat. Die Generation, die den Schrecken des Zweiten Weltkrieges hautnah erlebte, stirbt endgültig aus .

Aber seit Hiroshima und Nagasaki kann jeder Krieg zum Einsatz von Atomwaffen führen. Unsere heutige Kriegslogik ist eine Unlogik.

Macht- und Ressourcenansprüchen muss aus ärztlicher Sicht die Warnung entgegengehalten: „Wir werden euch nicht helfen können!“ Das ist es, wovor Russel und Einstein warnen.

Für das Sterben in und nach einem Einsatz von Atomwaffen gäbe es keine medizinische Hilfe. „Die Lebenden werden die Toten beneiden“ war eine Parole HH Gesundheitstag 1983. ( Demonstration Heft mit selbigem Titel, über IPPNW Berlin zu beziehen.)

Diese Parole hat auch heute ihre Bedeutung nicht verloren. In der Instabilität der Großmächte und der Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher und militärischer Stärke sitzt die Welt heute auf einem Pulverfass. Egal wer die Lunte legt, die Sintflut -(die dem großköpfigen Dinosaurier Mensch ein Ende bereiten könnte) – wäre eine anhaltende Verdunkelung der Erdatmosphäre durch eskalierte Atomwaffen-Einsätze. Dieses Szenario zu antizipieren, sollte ein präventiver Schrecken sein.

Auch dass in den 80ziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Zivilbevölkerung diesem Schrecken so bewusst ins Auge gesehen hat, führte zu Verhandlungen und Abrüstung. Doch gerade die mental heilsame Wirkung, das regionale und globale Vernichtungspotential der heutigen konventinell-nuklearen Gemengelage zu realisieren, konfrontiert mit der Schwäche von Zivilgesellschaft.

Zivilbevölkerung ist ein „weiches“ Ziel.

Dass heutige Kriege massiv und vorrangig zivile Ziele vernichten, macht sie für uns besonders schützenswert.

Massenvernichtungs-Waffen vernichten nicht Massen sondern Menschen. Mitgefühl mit den Menschen in den heutigen Kriegszonen kann ein Schlüssel sein, Kriegslogik zu durchbrechen. Mitgefühl und praktische Solidarität stärken zivile Strukturen und Gerechtigkeit. Sie stärken auch die zivilen staatlichen Strukturen.

Wir können ihre Unlogik durchbrechen, wenn wir der Dämonisierung von Menschen zu Massen und Kriegsgegner*innen entgegenwirken. Wenn wir nach solidarischen Lösungen suchen für die Menschen in den heutigen Kriegszonen genauso wie in den sozialen Konflikten unserer Konsumzonen.

Was heißt das für Deutschland?

Deutschland hat keine strategische Tiefe, keine Knautschzone.

Deutschland hat gute – auch historische – Gründe, nicht in der Liga der Großmächte „spielen“ zu wollen. (Auch wenn es „Verantwortung übernehmen“ genannt wird.)  Nach 50 Jahren des Atomwaffensperrvertrages arbeitet die ICAN-Initiative an einem Atomwaffenverbotsvertrag und einer deutschen Zustimmung.

Denn bisher haben sich nie Atomstaaten zum Verzicht auf „die Bombe“ verpflichtet, sondern nur zum Verzicht auf deren Weitergabe.

Eine Verzichtserklärung haben nur Nicht-Atomwaffenstaaten unterschrieben.

Der neue Anlauf der ICAN-Initiative ermöglicht es, sich einer neuen Hoffnung auf die Verbannung von Atomwaffen anzuschließen. 122 Staaten der Erde haben das im letzten Jahr bereits getan.

Gegenüber den Großmächten zeichnen sich Nicht-Atomwaffen-Staaten zwar durch Schwäche aus. In der Vielzahl ihrer zivilen Strukturen, ihrer Denk- und Lebensweisen sind sie nach dem evolutionären Prinzip der Vielfalt und Anpassungsfähigkeit aber vielleicht besser gerüstet, sich den wirklichen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen, anstatt blind in Raubwachstum und Selektion durch den Stärkeren zu verharren.

Zu den erfolgreichen politischen Bewegungen in Deutschland gehört eine Tradition reiche Anti-Atom-Bewegung. Anfangs als Schmuddelkinder verunglimpft, haben Phantasie und Militanz dieser Bewegung dazu beigetragen, dass ein Paradigmenwechsel zum Atomausstieg stattfand.

Nicht nur Atombomben, auch Atomanlagen sind potentielle Kriegsziele. Wir können diesen Kampf fortführen, die „vergessenen“ Atomanlagen Lingen und Gronau aufzulösen. Lingen liefert nukleare Brennelemente für die Welt, Gronau liefert mit seiner Urananreicherung den Schlüssel für Atomwaffen. Genau das, wofür Iran heute am Pranger steht. (Gronau und Lingen gehören nicht in ein Zukunft gewandtes Land der Menschenrechte.)

Zu guter Letzt müssen für die Abrüstung nuklearer und konventioneller Waffen sowie jeder Kriegslogik sich Menschen der Militarisierung ihrer Gesellschaft entgegenstellen. Das heißt, diese Militarisierung überhaupt als solche zu erkennen. Egal, ob die Bundeswehr an Schulen und Universitäten Werbung betreibt oder im letzten Jahr der Bevölkerung plötzlich die Details eines neuen „Zivilschutzkonzepts“ für den Kriegsfall präsentiert werden.

Es darf nicht übersehen werden, dass diese Armee keine Verteidigungsarmee mehr ist. Die Bundeswehr rüstet um zur Angriffsarmee. Ist eine Armee im Einsatz.

Es dürfen nicht 2% des deutschen Bruttosozialproduktes zu Militärausgaben werden.

Egal ob in einer Koalition der Willigen oder in eigener Großmachtambition: Milliarden in Rüstung schwächen die Zivilgesellschaft. 2 % ist Biedermann und die Brandstifter, ist ein Verbrechen!

Das gute Leben, „Buen vivir“, basiert auf der Erkenntnis, dass es allen gut gehen muss. Wollen wir, dass es uns materiell immer besser geht, wird es zwangsläufig anderen schlechter gehen. Das „gute Leben“ ist schon angelegt in der menschlichen Fähigkeit und Sehnsucht nach Solidarität und Humanität.

Zur Verhinderung des Atomtodes brauchen wir Zivilgesellschaften, die sich zu solidarischem und humanitärem Handeln verpflichten. Städte sind Lichtpunkte und Magneten der Menschheitsgeschichte. Sie haben Zivilisationssprünge und Freiheit für das Individuum Mensch und für Gemeinschaften möglich gemacht.

Wir können mit der Kampagne „Majors for peace“, diesen „Flaggentag“ und einer aktiven Zivilgesellschaft dazu beitragen, dass auch Braunschweig ein solcher Lichtpunkt ist und hoffentlich zu einem Magneten wird. Jede/jeder in ihrer Stadt, an seinem Ort kann sich an aktiven Zivilgesellschaften beteiligen, wenn diese Lichtpunkte erhalten bleiben sollen.

Braunschweig bietet eine Vielzahl von zivilen Möglichkeiten. Egal ob Umweltzentrum oder Flüchtlingshilfe Refugium e.V.  – für letztere hätte ich Anmeldeformulare dabei –  oder Friedensvereinigungen:  Initiative stärkt Wachsamkeit und Resilienz.

Besonders bedanken möchte ich mich bei einem unermüdlichen „Anstoßer“ dieser Veranstaltung, einem lebenslangen Friedenaktivist. Helmut Käss, der uns schon Flugblätter von ICAN brachte, als sie noch niemand kannte. Helmut, Du hast uns oft genug genervt. Mit diesem „Flaggentag“ hast Du hoffentlich eine wieder gute Nase voraus.

Ich danke Ihnen/Euch für das Zuhören und die Aufmerksamkeit.

I

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Gedenktag 2018

Veranstaltung der Friedensbewegung anlässlich des Flaggentages der Mayors for Peace und des Gedenktages für das Manifest von Russell und Einstein im Juli 2018

Davon ein Video von Dr. Hans Kottke und  das Video von Jan Henrik Siemers.  Auf der Friedenszentrumshomepage steht viel über die Veranstaltung  hier.

Jan-Henrik Siemers hat auch die Diskussion und das Schlusswort dabei.

einige private Fotos durch mich, leider deutlich unschärfer als im Video

18.00 Uhr     Begrüßung durch die Moderatorin Brigitte Constein Guelde

18.05 Uhr     kurze Einführung , Gudula Wegmann, FZ

Im Folgenden zusätzlich zum Video die meisten Texte:

18.10 Uhr    Grußwort der Stadt Braunschweig  von Bürgermeisterin  Frau Annegret Ihbe  Sie sprach über die Bemühungen der Stadt für den Frieden und über die Leistungen von ICAN (www.ican.de) für den beschlossenen UN-Verbotsvertrag.

18.20 Uhr    Wortbeitrag von Frau Dr. Elke Schrage, IPPNW,  Frau Dr. Elke Schrage, IPPNW  „Ärzte für die Verhütung von Atomkriegen, Ärzte in sozialer Verantwortung (Hervorhebungen durch mich)  Sie betonte, dass die massive Verdrängung atomarer Bedrohung sowohl die zivilen als auch die militärischen Schrecken betreffe.

18.40 Uhr     Wortbeitrag von Frau Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.  Als Vertreterin des japanischen Kulturkreises setzte sie sich mit der aktuellen Situation in Japan auseinander. Sie machte auf Gefahren aufmerksam, dass selbst die friedliche Nutzung von Kernenergie die militärische Nutzung befördert.

19.00 Uhr   Nach einem medialen  Input von Prof. Lesch über Atomwaffen    über den Ernst der Lage kamen  kurze Statements von geladenen Gästen:

Daran,  siehe Video, nahmen verschiedene Organisationen, dabei eine ausdrücklich                                        nicht-konfessionelle und drei Kirchenvertreter unterschiedlicher Konfessionen und zwei Gewerkschaftsvertreter teil. Jeder hatte seinen eigenen Blick, aber das Bestreben zur                        Verhinderung von Kriegen einte alle.

Hier noch aus dem www zum Erkennen die Bilder der Kurz-Redner*innen. 

 Alle Redner und  Diskutanten waren sich einig, dass immer noch die Gefahr eines vernichtenden Weltkrieges besteht. Ein wesentlicher Grund wäre auch eine direkte Konfrontation zwischen den USA/EU und Russland.

Pater Hans-Albert Gunk, Dominikanerkloster, http://www.dominikaner-braunschweig.de/unser-kloster

dann sprach Paul Koch, ehem. Sozial-Diakon der ev. Landeskirche,  https://tschernobylerinnerungen.wordpress.com/2015/10/28/weltuntergangsstimmung/

dann sprach Peter Koch  Mitglied der Giordano Bruno-Stiftung, http://www.gbs-braunschweig.de/

dann sprach Eva Stassek,  1. BV IGMetall,  https://www.igm-bs.de/kontakt/ansprechpartner/bevollmaechtigte/

dann sprach Jürgen Reuter, GEW, Lehrer i.R., Mitglied des GEW-Vorstands, http://www.gew-bvbs.de/index.php/fachgruppen/fachgruppe-gymnasien

dann sprach Pastor Klaus Kuhlmann, ev. Ref. Gemeinde, http://reformierte.de/eine-seite/unsere-mitarbeiterinnen/

Und dann das Schlusswort, wieder von Brigitte Constein-Guelde.

Am Samstag fand eine Kundgebung  auf dem Kohlmarkt zu den gleichen Themen statt.

 

 

 

 

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Drei Thesen zu Israel und Antisemitismus:

Am 10. 12. 2020 eine aktuelle Nachricht: heute, im Deutschlandfunk, in der Sendung KULTUR HEUTE ab 17:35 ein Bericht über die Konstituierung einer breiten intellektuellen Initiative zur Freiheit der Debatte:
https://www.deutschlandfunk.de/kultur-heute.690.de.html Hauptthema, die unsägliche „Anti-Antisemitismus-Erklärung“des Deutschen Bundestags und ihre Folgen für die Geistesfreiheit.

Eine aktuelle Erklärung zum Antisemitismus ist hier.

Die engagierte Rede eines Juden, Abraham Melzer, ist hier.

Und eine aktuelle persönliche Erklärung

Israel/Palästina ist nur ein Krisenherd, aber ein wichtiger in der Welt.

Uns bekümmern in der Friedensbewegung natürlich alle Krisenherde, die zu Kriegen auswachsen können.

Wir wollen das nach unserer festen Überzeugung falsche und friedensfeindliche Verhalten der israelischen Regierung beeinflussen. Wir als Friedensbewegung sind die wirklichen Freunde der Juden sowie aller Menschen, denn wir brauchen alle, wir brauchen Freundschaft und nicht Feindschaft unter den Völkern, damit alle in Frieden zusammenleben können.

Die Menschheit hat durch ihre Erfindungsfähigkeit einen wachsenden großen Reichtum erworben und sie kann trotz erheblicher Gefahren mit guter Politik alle Probleme lösen. Aber nur, wenn sie es schafft, den Weltfrieden zu erhalten. Das Manifest von Russell und Einstein ist eine grobe Warnung.

(Im Moment machen wir in Braunschweig wöchentliche Samstagskundgebungen wegen der Weltsituation  und am 6.Juli wird wieder aus Anlass des oben genannten Manifests und des „Flaggentags“ der Mayors for Peace ein jährliches Gedenken )

Erstens: Vor kurzem schrieb mir Evelyn Hecht-Galinski, die bekannte Tochter eines verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden. (Denn ich bin ihrem Verteiler und habe schon mehrere Emails mit ihr gewechselt). In diesem Link können Sie ihre dramatische Kritik an der Politik von Israels Regierung lesen. Sie sagt, durch das von ihrem Vater, einem Auschwitz-Überlebenden, übernommene Lebensmotto „Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen“ und die Erlebnisse ihrer Mutter, die das Warschauer Ghetto überlebte, dass es ihr geradezu unmöglich sei, zu schweigen. Und so spricht sie auf ihrer Homepage, siehe oben, ihre Sicht der Situation in Israel klar und hart aus.

Zweitens:  Hierzu kommt als paralleler Fall der Artikel von Nirit Sommerfeld, ebenfalls Jüdin und Tochter von Holocaustüberlebenden, die sich bitter darüber beschwert, dass sie als Antisemitin gebrandtmarkt und mit Redeverbot belegt wird! (Dies ist auch im Sinne von dem Juden Stephane Hessel, dem „Mitautor“ der Menschenrechte der Vereinten Nationen, der mit 92 Jahren das kurze Buch unter anderem auch zum Nahostproblem schrieb: Empört Euch !) Von Ihr stammt auch die Petition gegen die Tötungen unbewaffneter Demonstranten . Wobei am 1 Juni  eine junge Sanitäterin weit vom Gazazaun getötet worden ist. 

Drittens: Am 3.6.2018 hörte ich im Dominikanerkloster Herrn Dr. Reinhard Voß, Ex-Generalsekretär von Pax Christi, der von einem Besuch über drei Monaten im Jahr 2017 in Bethlehem berichtete. Er berichtete über ein deutliches Apartheitssystem und eine zunehmende Besatzung mit zunehmender Besiedelung der Westbank. Meine Notizen

Fazit:  Ich verstehe unsere Regierung nicht und die vieler Kommunalregierungen und „Antideutschen“, die eine Diskussion über die Probleme verhindern wollen. Sie sind von einer ausgeprägten Doppelmoral gekennzeichnet und führen zu einer kriegsbereiten Stimmung, die die Lösung der Nahost-Konflikte nicht voranbringt, sondern erschwert. Sie kann zu einem großen Krieg führen und damit laut dem Manifest von Russell und Einstein das Ende unserer Zivilisation bedeuten.

Herzliche Grüße

Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881 http://www.helmutkaess.de/Wordpress/,

Gesendet: Donnerstag, 24. Mai 2018 um 20:13 Uhr
Von: „Evelyn Hecht-Galinski“ <evelyn.hecht-galinski@sicht-vom-hochblauen.de>
An: kopi-liste@listen.jpberlin.de
Betreff: [liste@kopi-online.de] Kommentar vom Hochblauen

http://sicht-vom-hochblauen.de/im-wuergegriff-der-zionistischen-medien-mafia-von-evelyn-hecht-galinski/

Herzliche Grüße     Evelyn Hecht-Galinski

-- 
Evelyn Hecht-Galinski
Hürrnenweg 28
D-79429 Malsburg-Marzell

Bitte beachten Sie meine neue Mailadresse!

Mail:     evelyn.hecht-galinski@sicht-vom-hochblauen.de
Internet: http://www.sicht-vom-hochblauen.de
facebook: https://www.facebook.com/pages/Evelyn-Hecht-Galinski/240929706099538
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Kundgebung am Samstag, diesmal jährlich geplant am 7.7.18, aber jetzt auch wöchentlich…

Aus Sorge vor der großen Katastrophe, hier beschrieben vom Whistleblower Daniel Ellsberg,  machten wir eine Kundgebung am Samstag, den 7.7.18, 11.00 auf dem Kohlmarkt, in Zukunft voraussichtlich auch mit Demonstrationszug. Dies nach dem Gedenktag am Freitag um den 8. Juli herum, in der Dornse/Altstadtrathaus/Altstadtmarkt nach dem Muster von München. Dort findet im Februar die alte Wehrkundetagung statt, heute im Schönsprech Sicherheitstagung genannt. Gegen diese gerichtet gibt es seit über 10 Jahren eine Friedenskonferenz im Altstadtrathaus/Marienplatz jeweils am Freitagabend, und eine von anderen Organisationen organisierte Samstagsdemonstration. An Ersterer nehmen etwa 200-300 Personen teil, an letzterer 1000-2000. (Darunter oft ich, jeweils am gesamten Programm) Offensichtlich gibt es ein Bedürfnis der Menschen, ihren Zorn und ihren Protest auszudrücken. Dazu wollen wir ihnen auch in Braunschweig und später auch in anderen Städten Gelegenheit geben. Dieses  Jahr machen wir eine noch eine kleinere Kundgebung, wir hoffen auf andere Organisatoren für diese zukünftige Demonstration und rufen die Menschen und Organisationen der Stadt zur Beteiligung auf.

Zur Zeit, seit März 18, machen die Friedensbewegung und andere Bürger in Braunschweig wöchentliche Kundgebungen am Samstagmittag 11:00 auf dem Kohlmarkt. Sie sind durch unseren zunehmenden Zorn und unsere Wut über das völkerrechtswidrige und friedensgefährdende Verhalten der Bundesregierung verursacht.  Insbesondere sind wir entsetzt über die Teilnahme an dem Syrienkrieg und die Duldung der Drohnenmorde von deutschem Boden aus. Aber auch die Waffenexporte in Krisenregionen, zum Beispiel nach Saudi-Arabien und in die Türkei,  die beide auch grausame, völkerrechtswidrige Kriege führen, halten wir für schwere Verbrechen. Wir wollen versuchen, ein Startsignal für eine „friedliche Weltrevolution“ zu setzen, denn die Krisen werden mehr und die Regierungen beschließen insbesondere ihre Kriege und ihre Waffenexporte gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung. Daneben „tötet“, wie Franziskus sagt, auch die Wirtschaft, insbesondere bei millionenfachem Verhungern bei gleichzeitig extremer Verschwendung für die Rüstung (insbesondere des Westens). Dafür wird ein Vielfaches der Kosten ausgegeben, die für die  Sanierung der Welt nötig wäre. Und die Klimaerwärmung und die Vermüllung der Erde und das Tierleid sind andere Krisenherde. Insgesamt halten wir eine friedliche Revolution für dringend notwendig, was auch Fabian Scheidler aussagt.

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Veranstaltung 2018 anlässlich des Flaggentages der Mayors for Peace und des Gedenktages für das Manifest von Russell und Einstein

am Freitag, 6. Juli 2018   um 18.00 Uhr in der Dornse des Altstadtrathauses: (Manifest von Russell und Einstein)

18.00 Uhr     Begrüßung durch die Moderatorin Brigitte Constein Guelde
18.05 Uhr     kurze Einführung , Gudula Wegmann, FZ
18.10 Uhr    Grußwort der Stadt Braunschweig, von Bürgermeisterin  Frau Annegret Ihbe
18.20 Uhr    Wortbeitrag von Frau Dr. Elke Schrage, IPPNW , „Ärzte für die Verhütung von Atomkriegen, Ärzte in sozialer Verantwortung“. Sie  wird sich in ihrem Beitrag mit dem Atomwaffenverbot beschäftigen.
18.40 Uhr     Wortbeitrag von Frau Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.

Frau Yoko Schlütermann als Vertreterin des japanischen Kulturkreises wird sich mit der aktuellen Situation in Japan auseinandersetzen, u.a. mit der geplanten Militarisierung von Japan.

19.00 Uhr   Nach einem medialen  Input                 Diskussion  mit kurzen Statements von geladenen Gästen
                     Freie Diskussion
Nach 19.40 Uhr   Schlusswort

         

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Einladungsbrief für den Gedenktag am 6. Juli, „Manifest von Russell und Einstein/ Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden“

Braunschweig, den

Liebe …

anlässlich des Flaggentages der Mayors for Peace (MfP) und des Gedenktages für das Manifest von Russell und Einstein laden das Friedenszentrum, das Friedensbündnis, die IPPNW Braunschweig und Pax Christi -zum vierten Mal – zu einer Veranstaltung am Freitag, den 6. Juli 2018 – 18:00 Uhr in die Dornse im Altstadtrathaus auf dem Altstadtmarkt ein. Der Flyer ist hier und das vorläufige Programm ist in der Anlage.

Braunschweig gehört zu den über 500 deutschen (weltweit über 7.500) Städten, deren Repräsentanten sich als Bürgermeister für den Frieden für atomare Abrüstung weltweit einsetzen.

Mehr als 15.000 Atomwaffen, davon mehr als 4000 in höchster Alarmbereitschaft, bedrohen die Menschheit. Die USA haben gerade ein milliardenschweres Programm zur „Modernisierung“ dieser Waffen aufgelegt, 20 davon lagern einsatzbereit in Büchel. Russland zieht nach und auch Nordkorea verspricht sich von Atomwaffen mehr Sicherheit.

Die Doomsday Clock, die Endzeit-Uhr in New York, steht auf 2 Min vor 12!

• Wir erinnern auch an das Russell-Einstein-Manifest vom 9.7.1955, in dem Wissenschaftler schon im „Kalten Krieg“ vor der Auslöschung der Menschheit in Folge eines Kernwaffen-Einsatzes gewarnt haben.

• Wir erinnern an den Beschluss des Internationalen Gerichthofs zur Ächtung vom 8.7.1996 und den der UN-Vollversammlung vom 7.7.2017 zum Verbot von Atomwaffen durch die Vereinten Nationen und den Friedensnobelpreis dafür an ICAN. Wir fordern, dass Deutschland diesem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt.

• Wir wenden uns gegen die Waffenexporte Deutschlands, zumal in Kriegs- und Krisengebiete.

• Wir verurteilen die Zustimmung der Bundesregierung zur NATO-Forderung auf Steigerung des Rüstungshaushaltes auf 2% des BIP. Das entspricht nahezu einer Verdoppelung des bisherigen Rüstungsetats. DasEinladungsbriefes für den Gedenktag Geld wird dringend für zivile Zwecke gebraucht! „Abrüsten statt Aufrüsten“!

Mit diesen Themen wollen wir uns in Beiträgen auf unserer Veranstaltung auseinandersetzen.

Fest stehen bisher die Beiträge der IPPNW-Vertreterin Dr. Elke Schrage zum Thema des Atomwaffenverbotes und von Yoko Schlütermann aus dem japanischen Kulturkreis, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.

Am Samstag wird eine Kundgebung im Rahmen unserer Samstagskundgebungen auf dem Kohlmarkt um 11.00 speziell zu diesem jährlichen Gedenken stattfinden.

Herzliche Grüße

 ….

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Diese Woche aktuell zwei Themen:

1. Hinweis, dass in der nächsten Woche der Haushaltsausschuss über bewaffnungsfähige Drohnen aus Israel entscheidet. Bewaffnete Drohnen werden für „extralegale“ Hinrichtungen verwendet. Von daher ist die Anschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen, die in Israel für eben diesen Zweck verwendet werden, schon eine Vorentscheidung. Hier könnt Ihr die Addressen der Abgeordneten des Haushaltsausschusses direkt in die „An“ Zeile eures Emailprogramms herunterladen. 

Bitte schickt Euren Brief spätestens übermorgen ab.

2. Oskar Lafontaine: Angela Merkel hat gestern im Bundestag eine Rückkehr Russlands in die G8 ausgeschlossen, weil das G8-Format auf die Achtung des Völkerrechts ausgerichtet sei. „Die Annexion der Krim ist ein flagranter Bruch des Völkerrechts gewesen.“ Deshalb sei der Ausschluss Russlands aus der Gruppe richtig.

Da hat Frau Merkel in der väterlichen Bibelstunde wohl nicht aufgepasst: „Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Hat sie immer noch nicht verstanden, dass sie selbst mit der Unterstützung des Syrienkrieges, durch den viele Menschen ums Leben kommen, das Völkerrecht bricht? Und dass sie täglich einen weiteren Bruch des Völkerrechts von deutschen Boden aus zulässt, durch den US-Drohnenkrieg, der von Ramstein aus geführt wird, mit tausenden Opfern? Wann löst sich die deutsche Politik endlich von der US-Propaganda mit ihrer verlogenen Moral?

 

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PV- Gewächshäuser 

Verschiedene Links zu Gewächshäusern, überwiegend mit Solardächern für gemischte Energiegewinnung auch für Wassergewinnung. In Spanien zum Beispiel gibt es  große Gewächshauskolonien.

Dies ist meines Erachtens eine wichtige Zukunft zum Beispiel für Nordafrika: Gewächshäuser zum Einsparen von Wasser und zur Energiegewinnung. Daneben ein paar Solarthermiekraftwerke für die preiswerte Meerwasserentsalzung.

Gewächshausdächer 

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Briefentwurf NDR-Studio

ndr.braunschweig@ndr.de

Sehr geehrter Herr Achilles

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Mit Hannover haben auch wir Kontakt, besonders seit dem Deutschlandtreffen der Mayors for Peace in Braunschweig.

Aber erstens gibt es doch auch ein Hannover NDR-Studio, dass sich sicher um Hannover kümmert.

Und wir möchten darauf hinweisen, dass unsere Aktion dem Wunsch zur Atomwaffenabrüstung der „Mayors for Peace“ Nachdruck gibt, indem sie auf das schon genannte Manifest von Russell und Einstein hinweist, das unter dem Eindruck der Wasserstoffbomben auf dem Bikiniatoll erfolgt ist und indem sie zu der Demonstration mit dem Hissen der Flagge am Flaggentag eine jährliches Gedenken hinzufügt. Dieses findet ja durch die freundliche Genehmigung durch Oberbürgermeister Markurth in der Dornse statt.

Dies müsste unseres  Erachtens ein weltweiter Feiertag werden, da von der Erinnerung an die Gefahren der Atomwaffen, aber auch der Gefahren der „Sicherheitslogik“ im Gegensatz zur Friedenslogik es abhängt, ob diese Menschheit erfolgreich den Schritt in die Zukunft schafft oder ob sie sich vernichtet. Dazu kennen Sie ja sicherlich Leschs knapp zwei Minuten Video: https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/uebrigens-zu-atomwaffen-102.html

Herzliche Grüße

Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881 http://www.helmutkaess.de/Wordpress/, www.ippnw.de ,

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Bücher Heinrich Haucke

Felix I , erste Charge: i = Probe felix i, 2  felix I,2, und 3 felix I,3,  und 4  felix I,4, ,

zweite Charge: Felix 5 : I, 5    und Felix 6:   I 6 und Felix Fehler: I, fehler

und Felix II,  Felix II 1 : Felix II, 1  und 2, II, 2 und 3: II 3 und vier: II 4   …

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Checkpoint-Beobachtung, Präsenz bei Hauszerstörung

Sonntag, den 03. Juni 2018

in der kath. Kirchengemeinde Albertus Magnus,

Braunschweig, Brucknerstraße 6

»Checkpoint-Beobachtung, Präsenz bei Schikane und Hauszerstörung.

Aktuelle Erfahrungen eines ökumenischen Begleiters in Palästina und Israel«

Ref.: Dr. Reinhard Voß (Generalsekretär (2001-2008) von pax christi Deutschland)

Es gibt seit 70 Jahren den Staat Israel und die Organisation Pax Christi, dies ist sein 20. Vortrag über diesen Besuch. Er war mit zwei deutlich jüngeren Frauen in Israel, sie betrachteten sich aber als Kollegen.

2001 kam ein Hilferuf der christlichen Kirchen, besonders in Palästina, seitdem gibt es ein Beobachtungsprogramm. Er war bei seinem Besuch im Team 66, ein Team war in Jerusalem, alle anderen in Palästina (Westbank?). Er wurde eingeladen am jüdischen Sabbat teilzunehmen, in der „weight voyer“?? Synagoge, ein Rabbiner Jesa Beri ? Empfing sie. Sie fuhren mit einem palästinensischen Taxifahrer, denn am Samstag, dem Feiertag, fahren keine Busse, es gibt auch keinen Handygebrauch und vieles mehr. Dieser zeigte die ganzen Horrorbilder seiner Familie. Die Feier war schön, es gab eine traditionelle Trennwand zwischen Männern und Frauen, einige Kinder sangen schön vor, es gab in der Familie (des Rabbiners?) zwei Söhne, die Wehrdienst leisteten. Die orthodoxen Juden denken darüber nach, wie sie zu einem Ausgleich mit den Palästinensern kommen können, wenn nur die Angst nicht wäre… Sie könnten sich weitreichende Konzessionen vorstellen. Er war ja in Bethlehem, hat dort drei Monate gelebt und mitgelitten, danach sind sie eine Woche durch Israel gefahren, bis an die Grenze von Gaza, an einer Stadt, die öfters von Raketen von Gaza aus angegriffen wird. Aber dort ist auch viel Bereitschaft zum Frieden, auch, da es zu früheren Zeiten, als sie noch Kontakt zu den Palästinensern hatten, anders war. Seit der Trennmauer besteht eine absolute Isolation von israelischer Seite. Es muss anders werden! Abus Os?, ein Schriftsteller, schrieb in der FAZ einen großer Artikel, dass er inständig bittet, nicht mit 200 Millionen Arabern in Feindschaft leben zu müssen. Sein zionistischer Ansatz: „wir sind nicht allein“, unser kleines Haus muss in noch zwei kleinere Wohnungen aufgeteilt werden. David Großmann schrieb im April 18 Folgendes. Die Lösung sei eine kurze Formel, solange die Palästinenser kein zu Hause haben, kann auch Israel keines haben. Die Besatzung, das Apartheidregime, das ist kein „zu Hause“. Zur Zeit sind Schmerzen der „Verzerrung“ der Verhältnisse. Ein Zitat von der anderen Seite, der Befreiungstheologie, die eine Welle des Gebets sendet, aus der Unterdrücktenperspektive. Die Christen trauern über den provozierenden Umzug der amerikanischen Botschaft, prophetische Stimmen und Proteste fordern ein sicheres „zu Hause“ für alle. Letztes Zitat, Jean Sarrough?, Quäkerin: Ostern ist eine Zeit in Erwartungshaltung, dies erfordert mutiges Handeln, Solidarität, Gerechtigkeit und Mitleidensfähigkeit. Hoffen erfordert, auch dafür zu arbeiten, alles ist möglich. Hoffen ist eine Pflicht und kein Luxus, Hoffnung zwingt uns, Träume in die Wirklichkeit umzusetzen.

Bei den illegalen Siedlungen gab es noch vor Jahren Räumungen , in letzter Zeit hat er aber nichts mehr davon gehört.

Ref.: Dr. Reinhard Voß (Generalsekretär (2001-2008) von pax chris: Deutschland)

Der Referent war im Hochsommer 2017 für drei Monate in Palästina und Israel tätig, um dort die Menschenrechtssituation unter der israelischen Besatzung in Jerusalem,

Bethlehem und Umgebung zu beobachten. Er wird in Wort und Bild von seinen teils

krassen Eindrücken und Erfahrungen berichten.

Dr. Reinhard Voß war im Rahmen des Programms EAPPI des Weltkirchenrates in Genf eingesetzt. Der Weltkirchenrat entsendet auf Bitte der einheimischen Kirchen im „Heiligen Land“ jedes Vierteljahr zur Stärkung der verbliebenen Christen vor Ort und zur Beobachtung der Menschenrechtssituation unter israelischer Besatzung jeweils 15 bis 25 solche Begleiter*innen. Sie kommen aus mehreren Dutzend Ländern in aller Welt, aus Europa, aber auch aus Südamerika, USA, Südafrika, Asien und Australien. Sie beobachten und berichten über die Lebensbedingungen und -Beschränkungen der dortigen Bevölkerung.

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