mögliche einfache Prinzipien

Naomi Klein sagt in ihrem Buch, Kapitalismus versus Klima, der deregulierte Kapitalismus oder auch „Marktfundamentalismus“ sei eine Hauptursache für die Klimaerwärmung, für Kriege und für die extremen Einkommensunterschiede auf unserem Planeten. Zur näheren Erklärung ein Brief, den ich im Januar an einen Freund schrieb.

Ein Beispiel stellt dieser Versuch eines Flyers dar. Dann hoffe ich auf Demonstrationen unter den entsprechenden Parolen, denn die dargestellten Probleme sind mE die Probleme der Mehrheit.

Vorschlag, eine jährliche Demonstration, sowohl zentral, wie auch dezentral, unter einem Titel wie dem angegebenen zu machen.  Dafür Werbung bei Attac und /oder Ippnw?? Oder als kleine Gruppe bei einer anderen Demonstration anfangen, wie bei der Bankendemonstration Blockupy im Mai in Frankfurt?

Vorschlag einer zentralen Botschaft mit vielen Unterbotschaften.

                                                                              .

Zum Beispiel folgende  Thesen:

Wir haben nur die eine Erde,

die wir menschengemäß erhalten wollen..

Wir können für alle Probleme Lösungen finden

Miteinander, nicht gegen einander.

Bildung und Essen statt Rüstung

Gutes Leben statt Krieg.

Nachhaltiges Wirtschaften und Erneuerbare Energien statt Klimaerwärmung.

“gesunde” Konkurrenz kompensiert durch

effektive Sozialprogramme

.

ViSdPG: Dr. med. Helmut Käss, Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0531 50513                                                    http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=822
Fürs Kopieren:   zentraler-Plakat-und-Flyervorschlag1-3

 

Die Formulierungen im Einzelnen

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Fahrt mit Pastor Binder nach Israel/Palästina

Jetzt, im April 2013, nahm ich an einer Fahrt mit Pastor Binder nach Israel/Palästina teil.

Näheres unter „Abschlußbericht über die 12. Solidaritätsreise der Reisegruppe um Pastor Binder nach Palästina und Israel“

und meinem Protokoll „Solidaritätsreise nach Palästina + Israel“ mit fast allen Gesprächen vor Ort

und einem kleinen Bericht „Wir haben doch niemandem etwas getan!“ von Pastor Binder.

Einige Links:

Die Israelin Connie Hackbarth vom AIC (Alternative Information Center http://alternativenews.org/)

die Palästinenserin Frau Rania Salsaa vom Internationalen Begegnungszentrum Diyar in Bethlehem (http://www.diyar.ps/) und dem www.foerderverein-bethlehem.de

Daoud Nassar von dem Friedensprojekt „Tent-of-Nations“ (http://www.tentofnations.org/)

der katholische  Pater Raed vom lateinischen Patriarchat Jerusalem in Taybeh (http://www.taybeh.de/)

Fotos meiner Auslese unter:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/AusleseIsraelPalastina?authkey=Gv1sRgCICV6srGsa-eOA#

Nahost-Konflikt: Ist die Zwei-Staatenlösung gescheitert?  http://www.versoehnungsbund.de/2012-cr-zwei-staaten

der katholische Pater Raed vom lateinischen Patriarchat Jerusalem in Taybeh (http://www.taybeh.de/)

 

 

 

 

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Protokoll IPPNW Weltkongress China September 2004

Fahrt mit Christoph und Barbara nach Hannover.

Flug Sa, .09 ?  nach München.

Dabei Entdecken des Buches von dem Amerikaner Joseph Stiglitz, Professor der Wirtschaft, Berater unter Clinton, Nobelpreis für Wirtschaft, Chefvolkswirt der Weltbank. Beginn des Lesens.

Ich war in München. Dort Treffen der anderen 24 Teilnehmer.

Flug 21.05 bis 08.00 bzw 14:00 Ortszeit nach Shanghai.

Kennenlernen von Frau Mao sowie in S. Frau Lu.

Abendessen in feinem Schuppen  am Huangho an drei Tischen.

Frau Mao erzählt, dass sie seinerzeit begeisterte Kulturrevolutionärin war, zwei Jahre auf dem Dorf war, inzwischen aber ihre Meinung ziemlich geändert hat…

 

Stadt mit Blick vom viertgrößten Hochhaus der Welt,

Uferpromenade  Huangho und Gang zum Teehaus mit sechs Bettlerinnen mit kleinen Kindern..

 

Montag:

6:15 Joggen, danach morgens Frühstück  im Hotel.  Mit Deutschen am Tisch, die mir bei der Beleuchtung und anderen kleinen Problemen halfen.

Danach Start 9:00 zum Museum für Kunst, Bronze, Porzellan, ;Holz, Minderheiten.

Danach Essen, gleiche 8Schätze wie gestern. Schmeckte etwas weniger gut.

Danach Bootsfahrt an Innenstadt vorbei. (Dabei versagten meine Akkus)

Danach Rückkehr und Schlaf, danach Fahrt zur Akrobatenaktion in der Oper.

Sehr gut. Mit Tellern, Einhandhandstände + tolle Schlangenübungen akrobatischer junger Damen sowie tollkühne Motorradfahrer.

Danach Diskoüberblick und kommunistische Gründerzelle und danach Geburtstag 27 Stock

Von Viktoria Ackermann.

Kennenlernen der Allgemeinärztin Rosemarie Schröder aus Mecklenburg-Vorpommern und ihrer Tochter Mandy sowie einer Dame aus ..

 

China Dienstag:

 

Morgens Gruppe nach Wasserdorf, mit Angelika + Alper ins Zentrum. Kauf eines Photoapp. für Angelika. Angelika machte etwas schlapp. Danach Essen und danach nach Hause laufen.

Photos vom Osten von Shanghai. Warten im Hotel bis Abfahrt nach Guilin 14:30

Abflug 16:00 ab Shanghai Süd.

Weiterlesen von Stiglitz, Frau Schong übernahm, Essen in Guilin.

Abends Gespräch mit 18 Personen über die Einzelnen Personen. Christoph erzählt über seine Süd-Nord Ag… Mandy über ihre Arbeit, ihre Mutter Rosemarie über DDR und ihre Reisen als Schiffsärztin.

 

 

 

 

 

 

 

 

China Mittwoch:

 

Morgens 8:00 Start zum Fluss Li . Auf der Fahrt Strafgeld für den Fahrer für zu schnelles Fahren. Fahrt mit einem Schiff Li abwärts über vier Stunden. Wasserbüffel, Enten, Reiher, viele steile Berge wie Zuckerhüte, die in der Region bis Guilin vorkommen.

Danach anlegen, Kormorane, Rückfahrt, Nickerchen, Tropfsteinhöhle.

Eine Stunde Hotel, danach Fußreflexzonenmassage..

 

China Donnerstag

 

Morgens 8:00 Start zu den Reisterassen. Nach 2 ½ h Ankunft, Besuch bei den Yaos und Dongs, siehe Bilder. Danach Rückfahrt und Fahrt zum Flughafen. Gespräch über die Todesstrafe und die Gewohnheit,  Neugeborene Kinder zu töten und der Mutter zu sagen, es sei totgeboren. Frau Sung sagt, sie könne dazu nichts sagen, den Mitteilungen aber auch nicht widersprechen.

Übergabe des Trinkgeldes an Fahrer und Frau Sung.

 

Ansprache zur Übergabe des Trinkgeldes:

 

Liebe Frau Schong,

Sie haben uns sehr umsichtig und ordentlich geführt und geleitet.

Wir konnte ihre große Erfahrung spüren.

Ich selbst habe mich über unser Gespräch über die Energieversorgung von China und der Welt gefreut.

Ich übergebe Ihnen gerne Geld, um Ihnen unsere Dankbarkeit zu zeigen.

Lieber Fahrer,

Auch Sie erhalten ein Trinkgeld, um Ihnen unsere Freude über  die unfallfreie Fahrt Ausdruck zu geben.

Helmut Käss in Vertretung der Gruppe…

 

 

Nach Flug nach Chungun Empfang durch einen jugendlichen Herrn Yang.

Nach kurzer Zeit hitzige Diskussion über Chinas marktwirtschaftlichen Weg.

Er bot uns spaßhafterweise Joint-Venture Unternehmungen an.

Abend übliches Essen und danach Besuch der Mao Statue und Barbesuch..

 

China Freitag:

 

9:00 Start zum Krankenhaus. Gespräch mit den Ärzten über traditionelle Medizin.

Sie sind formal staatlich, müssen aber für ihre Finanzen selbst sorgen, selbst für die Renovierungen. Akupunktur, Massagen, Heilkräuter sind ihre Schwerpunkte, sie haben aber auch etwas Schulmedizin. Ludger probiert Akupunktur und kollabiert..

 

Nach Mittagspause ohne Essen 15:00 Spaziergang durch die Altstadt, Betrachten von Zoohandlungen und einem Markt mit lebenden Tieren.

 

17:30 Start zur westlichen Altstadt sowie zum Essen. Sehr gut. malerische Straße mit Löwen.

Rückfahrt zum Hotel mit Fahrad-Rikscha.

 

China Samstag:

 

Fahrt 8:00 ab Chengdu in den Süden. Fahrt nach .., dort Bootsfahrt  auf dem Fluss .. mit Besichtigung der größten Buddhastatue der Welt, Baubeginn 713!.

Danach Fahrt nach …

Hotel

Danach Fahrt zum heiligen Berg.

 

China Sonntag, 12. September 2004

 

Morgens 8:30 Start zu Fuß zum ersten Kloster, danach das zweite..

Hotelbedienung war nicht gut. Erst Tausch 10%  zu wenig, danach nur noch zwei Prozent..

Danach Rückfahrt nach Chengdu und 16.15 Abflug nach Xian.

 

China Di 14.9.

 

Morgens Start 9:00, nach gutem Frühstück, zuerst zur Wildganspagode,

danach zum Teppich und Jadeladen, danach ?

abends Essen (nicht so gut)

danach Gespräch zur Vorbereitung des Kongresses..

 

China Mittwoch 15.9.

 

Start um 8.30 zum Flughafen, Tang spricht über die Erlebnisse seines Vaters während der Kulturrevolution, er wurde sehr kritisiert, und zeigt emotionale Reaktion.

10.35 Abflug, wieder ziemlich pünktlich, Ankunft etwa 12:15, Frau Zhang holt uns ab.

Wir fahren zuerst zum Essen. Traurige Bedienung, aber gutes Essen..

Wir fahren in die Filmakademie zur Professorin Yang, einer Bekannten von Mao. Sehr schönes Gespräch dort.

Danach Fahrt zum Hotel.

Treffen von Angelika Wilmen und verschiedenen deutschen und internationalen Kollegen..

 

China Do 16.9.

 

Morgens Frühstück im Hotel mit versch. IPPNW Mitgliedern.

8:30 Shuttle zur MedizinUni. Anmeldung, Hineinsehen zu den Studenten, danach Internat.Councillers. Hochinteressante Ausführungen, Christoph setzt sich für seine Süd-Nord Arbeit ein mit gutem Erfolg. Mittags kurze Pause ohne Essen. Nachmittags Wahl der Co-Präsidenten.

 

Freitag 17.9.

 

Samstag, 18. September 2004

 

 

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Bericht über den Weltkongress der IPPNW Helsinki im September 2006

Liebe Freunde

Zuerst möchte ich auf die Berichte in http://www.ippnw.de/Helsinki_Blog/ hinweisen.

Ich möchte besonders auf die Reden von Ron McCoy und Mayor Tadatoshi Akiba am Freitag aufmerksam machen, weiterhin auf den Workshop über den „Health Alert“ und die Plenarys über Globalisierung und Energie, die uns beschäftigen sollten.

 

Außerdem möchte ich auf die grundsätzliche Bedeutung von Lowns „Dreieck“ mit den Seiten Frieden, Umwelt und Entwicklung hinweisen, das er in Stockholm einführte.

Auch der „Global Marshall Plan“ insbesondere der Kirchen ist ein hoffnungsvolles Zeichen.

http://www.globalmarshallplan.org/what/index_eng.html

Herzliche Grüße  Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel. 0531 35 05 13,

 Bericht über den Weltkongress der IPPNW in Helsinki

im September 06

 

Ich flog am Donnerstag mit Christoph und Barbara nach Helsinki, dort zu Hotel Arthur und gleich darauf zum Kongresszentrum. Abends City Einladung in der City Hall am Meer.

 

Viele alte Bekannte: Robert Mtonga, Ime John, Walter aus Kenia, Ehepaar aus Indien, Bekannte aus Japan, Türkei, US Amerikaner, Engländer, Franzosen.

Dann eine Einladung durch die Stadt Helsinki mit Essen und Trinken im Rathaus.Danach Gang zum Hotel, Treffen mit Angelika, Christoph, Helmut, Gisela, Barbara, Gina aus Bonn. Besprechen des Verhältnisses bei dem internationalen Vorstand. Helmut legte seine Erfahrungen dar. Außerdem Angelikas Ansprechen des morgigen Besuches der israelischen Botschaft. Vier Punkte mitgegeben:  Atomwaffenfreie Zone, Konferenz für Sicherheit…, Gaza..,

 

Freitag 8.9.06 Helsinki

 

Morgens 9:00-11.00 fand die Opening ceremony  mit  etwa 300 Personen statt.

Dabei blieben mir folgende Reden in Erinnerung:

Ron Mc Coy, IPPNW Ex-Präsident

Einige wichtige Sätze von ihm waren:

Hiroshima war ein ungestraftes Kriegsverbrechen.

Man muss die Nuklearwaffen abschaffen, bevor sie uns abschaffen.

Jeder Nuklearstaat ist ein terroristischer Staat.

Einer von ihnen hat einen Krieg gegen den Terrorismus begonnen…

Wir haben es geschafft, Sklaverei und Apartheid abzuschaffen, wir werden auch die Abschaffung der Nuklearwaffen schaffen.

Nur wenn wir Atomwaffen abschaffen, können wir eine Proliferation der Waffen verhindern.

Trotz extremer Militärausgaben ist Sicherheit dadurch nicht zu erreichen.

Im Gegenteil: Die Wurzeln des Militarismus sind Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Um zu überleben, muss die Menschheit diese groben Verletzungen der Menschenrechte aufgeben.

Kgosi Letlape, der Chef der Medizinischen Weltorganisation

Krieg ist die ältesten Epidemie. Die hängt mit dem Konzept der Vorherrschaft zusammen.

Man muss eine sorgende Gesellschaft aufbauen. Das Eigeninteresse stimulieren. Die Helsinki Erklärung ist wegweisend.

Die Moral der Ärzte lässt nach. Sie müssen sich wieder um die Gesellschaft kümmern.

Wer sonst? Sie müssen sich um die Verhinderung von Kriegen kümmern.

Mächtige Politiker sind in Wirklichkeit schwache Politiker, wenn sie nicht mehr den Menschen dienen, die sie wählten.

Er ist der erste schwarze Augenarzt in Südafrika.

Dann sprachen Medizinstudenten, die mit über 100 Personen sehr stark auf dem Kongress vertreten waren. Deren gewählte Topvertreter waren Alex Rosen und

Khagendra Dahal, Nepal: Medizin sei eine soziale Wissenschaft, wie wir seit Virchow wissen und Politik ist nichts anderes als Medizin im Großen.

Er fanden auch entzückende Zirkusaufführungen unter anderem von jungen Damen statt.

Danach fand eine Öffentlichkeitsaktion zu Target X statt und Suppenausgabe auf der Strasse.

Nuclear abolition 1. inhaltliche Plenarveranstaltung 13:30-15:00

 

Bürgermeister Tadatoshi Akiba, Hiroshima

Starke Kräfte suchen nach der Anwendung von Atomwaffen.

Wir begehen damit Selbstmord.

Das Tabu der Anwendung müssen wir mit größter Anstrengung aufrecht erhalten.

Sie herrschen mit der Teilung der Menschen und mit der einfachen Formel Gewalt gegen Gewalt.

Wir sind unterschiedlich, wir haben viel mehr Menschen auf unserer Seite. Das internationale Gericht vertritt die Ächtung von Atomwaffen. Es ist eine winzige Minderheit der Nationen, die, in brutaler Ächtung des Gerichtsurteils, dagegen verstößt.

Die Bürgermeister für Frieden halten an 2020 als Datum für das Ende der Atomwaffen fest.

Im „No Targets“ Projekt geht es darum, unsere Städte aus den Zielplanungen von Atomwaffen herauszunehmen. (Bekanntlich waren allein 40 Atombomben auf Moskau gerichtet) Diese Zusicherung ist von allen Atomwaffenstaaten zu verlangen.

Nationale Verteidigung ist zu wichtig, um sie den Nationen zu überlassen.

Ein Netzwerk von Menschen ist erforderlich, die nicht dulden wollen, dass ihre Städte als Kollateralschaden untergehen dürfen.

Der Kampf gegen Atomwaffen ist weit einfacher als der gegen andere menschheitsbedrohende Probleme.

Der Botschafter von Schweden wies darauf hin, dass viele Staaten Atomwaffen haben wollen, solange ein anderer welche besitzt. Man muss alle Atomwaffenstaaten als Outlaws erklären.

Xanthe Hall

Atomare Abrüstung war in 13 Schritten geplant Man sollte wieder vor das internationale Gericht gehen.

Williams Australia, vice president of  ICAN, (international campaign abolish nuclear weapons)

Die meisten Atomwaffen gab es 1996, seinerzeit 4100 Sprengköpfe, jetzt gibt es noch 2700, davon 5000 in hoher Alarmbereitschaft, wie der Blix Report belegt.

Wir müssen als „Grassrootcampaign“ Wellen erzeugen, die auf Amerika zubranden und eine Änderung der Politik bewirken. „I can, You can“ Nuklearwaffen bis 2020 abschaffen.

Die Studenten beteiligten sich auch an der Debatte.

15:30 das einzige Symposion der Tagung: Globalization and War etwa 75 Personen…

Martin  Khor, Third World network,

Krieg ist durch Gier erzeugt. Öl, Mineralien, Wasser, Land, Nahrung von Gott gegebene Rechte, wer hat den Nutzen?  Da dies nicht so gut klingt, wird es im Auftrag von Gutem für die ganze Welt getan, man tötet im Namen der Demokratie.

In Malaysia hat es nicht funktioniert. Ursprünglich waren 80% der Bankwesens englisch, nun sind 80% einheimisch.

Sonst aber zerstören sie die Politik der dritten Welt. Stark subventionierte Bauern in Europa und den USA zerstören die einheimische Bauern in der ganzen Welt mit zum Beispiel ihren Hühnerprodukten oder ihrem Mais und machen sie zu verzweifelten Desperados.

„Daher müssen wir sie mit Bomben töten, um sie zu retten…“

In der Mongolei brach 80% der Industrie zusammen durch die Öffnung der Grenzen.

Das Weltbanksystem hat vorher gute Gesundheitssysteme in der dritten Welt ruiniert.

Christoph  Krämer: Forschungsprogramme der dritten Welt und die Zivilgesellschaft gibt Hoffnung auf Besserung.

Indischer Student:

Es gibt unterschiedliche, positive und negative Definitionen der Globalisierung.

Bisher überwiegen die Negativen. Wir müssen freundliche Dinge globalisieren: Frieden und Solidarität…

Antonio Jarquin:

Nuklearwaffen haben mit Globalisierung zu tun.

Wir haben eine Gruppe von 15 Personen, die sich zur Zeit um Globalisierung in der IPPNW kümmern. Ähnlich wie Gottsteins Atomwaffen-Experte Rotblat brauchen wir Experten wie zB Galtung.

Wir träumen zusammen von einer besseren Welt.

Er bot folgendes Schema an:

Eine Linie führt von ökonomischer Unterdrückung über Bürgerkrieg bin hin zum Atomkrieg.

Eine zweite Linie führt zu dadurch verursachten Schäden wie Flüchtlingen, Armut und anderen

und eine dritte zu entsprechenden Antworten und Vorschlägen, die Dinge zu bessern.

Man müsse zum Beispiel essentielle landwirtschaftliche und wichtige Industrien schützen, zum Beispiel preiswerte Medikamente für die Armen.

Die gleichen Grundsätze gelten zwischen Ländern des Nordens und des Südens wie in den Länder, wo ebenfalls die sozialen Gegensätze nicht auf die Spitze getrieben werden dürfen.

18:30  war eine Einladung der Regierung durch den Finnischen Außenminister Mr. Erkki Tuomioja an der Meeresküste mit Essen und Trinken.

Samstag, 9.9.06:

9:00-10:30   Zweites “Plenary” Aiming for Prevention (Small arms)

Frau Dr. Kurway, Inderin:

Bei Landminen gab es zwei Millionen Tote. 15% der Landminen sind unkontrolliert verlegt, dort gibt es die meisten Opfer. Die öffentliche Meinung ist gegen die Minen zu mobilisieren.

Robert Mtongo, Zambia:

Wir gehen in Kampagnen vor. Zum Beispiel: “Aiming the prevention”,

Das Gesundheitswesen hat viel mit der Lösung der Probleme zu tun.

Die Opfer von Kleinwaffen, das UNO Programm dagegen, Zugang zu Entscheidungsträgern…

Dr. Diego Savalla aus Puerto Rico stellte ein mehrstaatliches Beobachtungsprojekt vor, das in Südamerika gestartet wurde und in Afrika zur Zeit beginnt.

Dr. Emperatriz Crespin aus El Salvador: Sie sprach über die vielen Toten und 12 Jahre Bürgerkrieg in ihrem Land und ihre Mobilisierung dagegen. Zum Beispiel das Treffen der Bürgerbewegung mit dem Präsidenten des Landes.

David Meddings:

Die restriktive Waffengesetzgebung in Kanada führe zu einem guten Erfolg..

Man sollte die Gewaltverhinderung auch „Evidence based“ durchführen.

Die Armut ist ein großes Problem. Sie müssen Kinder im Krankenhaus abweisen aus Mangel an Geld und sie sterben lassen.

Man sollte die Waffenausgaben mit den Gesundheitsausgaben vergleichen…

Working group session um 11.00 bis 12:30

W6 Communications Strategies for IPPNW I: Global Health Alerts-War is bad for your Health

Man muss die Stimme der Zivilgesellschaft stärken:  www.impacs.org

Am 19th. April 2007, an einem Donnerstag, geht es um einen aufklärenden Einsatz in Städten am 22th April, an einem Sonntag, geht es um den Jahrestag einer Erklärung von Albert Schweitzer Dieser soll durch Konzerte zur Feier des Lebens begangen werden.

Wichtige Kommunkationsregel: Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen

Dann folgende Regeln:

Die richtige Botschaft

Die richtigen Botschafter: Junge Leute!

Die richtige Zuhörerschaft, wo Du die Möglichkeit hast, die Einstellung zu ändern

Die richtige Zeit , die Du bestimmen musst,

Die richtigen Zeiten, Du darfst nicht bei der einen Gelegenheit bleiben!

Die „Leiter“ des Engagements:

Keine Wahrnehmung

Wissen um die Probleme

Urteil über sie

Aktion!

 

Mentoren:

–          erfahrene IPPNW Ärzte,

Aufgaben:

–        Wahrnehmung der Probleme

–        Handeln „I CAN“

–        Ein Gesicht bekommen

Fortschritte in den letzten dreißig Jahren:

–          60 Diktatoren abgeschafft

–          die bewaffneten Konflikte gingen zurück

–          zwischenstaatliche Kriege gingen zurück

–          internationale Krisen ließen nach, wie in http://www.humansecurityreport.info/  belegt

 

 

Mentoren:

 

–          erfahrene IPPNW Ärzte, Sie sind immer glücklich, wenn Sie Ärzte zur Verfügung haben….

–           Aufgaben:

–          Aufmerksamkeit und Gefühl für die Wichtigkeit erzeugen

–          Zur Aktion „ICAN“ finden

–          Ein Profil bekommen

 

Fortschritt in den letzten dreißig Jahren:

–          60 Dictatoren abgeschafft

–          bewaffneten Konflikte gingen zurück

–          Kriege gingen zurück

–          Internationale Krisen gingen zurück

–          www.humansecurityreport.

Lars P. Man braucht Werkzeuge um aktiv zu werden, zum Beispiel Briefe gegen Atomwaffen… zum Beispiel Jugendliche animieren, eine Drei Minuten Audiovisuelle Aktion zu einem beliebigen Problem zu machen…

Mary-Whynne:   Die Briefe müssen vollständig entworfen sein, wir müssen vielen Einzelnen etwas Nützliches zu tun geben und sie mit Informationen versorgen. Mit Blättern zu den Problemen, Zusammenfassungen, Internetverknüpfungen von ippnw.org zu ca für Kanada..,

wie viel „Alerts“ pro Jahr sind zu schaffen, wir beschlossen erst mal zwei pro Jahr,

Wie bekommt man die Medien interessiert, wie viel Vorlauf brauchen die Informationen,

wie kann man das Atomwaffenthema mit anderen Themen verknüpfen, zum Beispiel Klimaveränderungen..,

man kann Informationen an Nachrichtendienste verschicken einschließlich kostenloser Photos, an kostenlose Medizinische Zeitschriften, an wöchentliche Zeitschriften,

Listen wichtiger Ereignisse.., Junge Leute sollten die Dinge präsentieren..

Was die Leute dafür brauchen: Einfach zugängliche Infomationen, die verlässlich sind, Power Point Repräsentationen,

Was die Mentoren brauchen:

Zusammengefasste Informationen, relevante Themen definieren,

Was die Medien brauchen:

Gezielte Botschaften, persönlicher Kontakt, versuche, Personen anzurufen,

es ist besonders gut, wenn Dinge weltweit passieren, schriftliche Information den Medien vorgelegt wird mit Referenzen, immer mit den speziellen Nachrichten beginnen, Verlässlichkeit ist von absoluter Wichtigkeit.

 

Die Medien und Du brauchen regelmäßigen Kontakt.

Zur Atomfrage gibt es eine wichtige Quelle von hochrespektierten Photographen.

Wenn Ihr es in Eure Projekte integrieren könnt, gehört es Euch. Es ist “secondary school level“, über die Zukunft der Atomenergie.

Wenn Ihr in den Verteiler wollt, teilt es bitte Mary-Whynne Ashford mit.

mashford@uvic.ca

Als zweitem Workshop am Samstag nahm ich an dem Energiethema teil.

 

W21 Presception for a sustainable Energy Future von 13.30-15:00

Andi Niebauer

Atomenergie ist nur zu einem geringen Teil an der weltweiten Energiebereitstellung beteiligt.

Einige Länder haben von vornherein verzichtet, andere, wie Deutschland, haben beschlossen, auszusteigen.

Erneuerbare Energien sind weniger schädlich und bedeuten mehr Arbeitsplätze.

„Negawatt“ ist ein Prinzip. Wind, Photovoltaic, solare Wärmekraftwerke, Geothermie, Wellenenergie, Biomasse, sind verschiedene Quellen.

In Zürich haben sie ein Biomassekraftwerk mit Technik aus Indien gebaut.

Der Inder Arun Mitra berichtete danach, in Indien sei eine Energieversorgung durch erneuerbare Energien möglich und wirtschaftlich. Es gebe eine Kapazität an Biomasse von 15000 MW. Sonnenenergie sei auch genug da.

Nuklearenergie sei teurer und gefährlich.

Bei der Diskussion wies ein US-Amerikaner darauf hin, dass in Städten eine gute Energieerzeugung durch Photovoltaic an den Glasfassaden von Hochhäusern möglich sei.

Danach fand noch von 15:30-17:00 das Europäische Treffen statt, wo organisatorische Entscheidungen getroffen wurden.

Um 19:00 startete die Farewell Party, wo fette Finnen einen unglaublichen Sound produzierten.

Sunday:

Anfangs sprach der Parlamentarier Pentti Tiusanen von Finnland  darüber, dass auch Finnland glaube, es habe die sichersten Nuklearanlagen…

Danach hielt Hans-Joachin Fell,  Vicepresident Euro-Solar.. MdB, seinen eindrucksvollen Vortrag, den ich hier mitgeschrieben habe, der aber auf dem http://www.ippnw.de/Helsinki_Blog/   am Ende im Wortlaut gelesen werden kann und auch der eMail in Kurzform als Anlage beiliegt.

Die erneuerbaren Energien lösen das Klimaproblem und das Problem der atomaren Bedrohungen. Die Nuklearanlagen addieren nur 2,5% zu den Energieressourcen der Erde zur Zeit. Die fossilen Energien zerstören unser Klima.

Windenergie allein reicht von der Energiekapazität bei weitem für alle Energieprobleme dieser Welt. Es gibt aber viele erneuerbare Energiequellen.

Die Ölpreisschätzungen waren immer zu niedrig. Die Ökonomien überschätzen systematisch die Menge der Ressourcen. Die Analysen der Spezialisten zeigen, wie die Mengen zurückgehen.

Ebenso die Vorräte an Gas.

Dagegen sind Kriege wegen der erneuerbaren Energien lächerlich.

Daher sind Solarenergien Friedensenergien.

Kohle ist die dreckigste Energieform.

Der Hurricane Kathrina kostete ein Drittel der Weltweiten Klimaprotektionskosten.

Wir brauchen einen kompletten Stopp der C02 Emissionen, um die Klimaveränderungen zu stoppen. Um einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung zu leisten, bräuchten wir 4000 Nuklearkraftwerke statt der momentanen 450. Das ist lächerlich. Die Uranvorräte gingen dann noch viel schneller zur Neige. Trotzdem wird Nuklearenergie viel viel höher subventioniert wie erneuerbare. Eine skandalöse Prioritätenliste bedeutet das.

Wind ist schon preiswerter als Kohle. Alle Energieinvestitionen sollten in erneuerbare Energien fließen. Die Verschmutzungen würden zurückgehen und keine neuen atomaren Probleme produziert.

Dafür braucht es eine angemessene Gesetzgebung. Wir haben in Deutschland bisher 12% Energiedeckung durch erneuerbare geschafft, was niemand geglaubt habe.

Richtige Gesetze und private Unternehmen seien die Formel.

Kleine Wasserkraftwerke, Geothermie, Solarkraftwerke in Spanien, Wellenenergie, Holzpelletsheizungen, Biodiesel.

Er zeigte sein eigenes elektrisches Solarauto.

Die Subventionen für Erneurbare Energien  kosten nur wenig in Deutschland, etwa einen halben Cent pro KW, und es wird immer weniger, bis die neuen Energie billiger als die alten werden.

Lasst uns kommunale Energie AG´s gründen!

Lasst uns für das Klima und die Gesundheit kämpfen!

Danach sprach Lars X. of Sweden.., ein Kernkraftexperte

Der Gau war nur sieben Minuten entfernt.

Der GAU wäre schlimmer als Tschernobyl gewesen und nur, da zwei von vier Dieselgeneratoren ansprangen, konnte er abgewendet werden.

Die Nuklearindustrie hatte seinerzeit einen enormen Glauben an ihre Zukunft.

Da die Investitionen in Menschen und Technik zurückgingen, ist Schwedens Nuklearindustrie nicht länger sicher. Die Moral ist korrumpiert.

Es wären Investitionen nötig, die praktisch neue Anlagen bedeuten würden. Sie können ja auch kein altes Auto durch neue Airbags in ein neues verwandeln.

Harrisburg, Tschernobyl und Forchmark passierten, das heißt, die Atomenergie ist nicht sicher…

Arun Mitra of India..

Er zeigte viele Photos über Indiens Energieprobleme…

Alex of Germany

 

Der Gesundheitsaspekt bedeutet es das Publikum mehr über Energiesicherheit zu lehren. Denn wir müssen die Konsequenzen tragen.

Schlussrunde: Final Conclusion:

Tschasow:

25 Kg angereichertes Uran ist genug für eine schmutzige Atombombe.

Es wird in über 100 Atomreaktoren in aller Welt verwendet.

Das Gesicht des Genozid

Helena Ranta

Millionen Morde, dabei ist immer Zeit zu reagieren.

Mit diplomatischen Briefen, mit Widerspruch.

Könnte der Mord an den Juden heute verhindert werden?

Wollen wir das?

Die Mittel der Verhinderung existieren.

Ruanda wurde nicht in der UN verhandelt,

das schlimmste Massaker in Bosnien wollten und konnten UN Soldaten nicht verhindern.

Der Sicherheitsrat hat die Möglichkeit einzugreifen, aber immer wieder gibt es das Veto.

Wir sind das Problem des Genozids.

Es passiert nicht durch Zufall, dieser Schrecken hat keinen Namen.

Die einen entscheiden, Krieg zu machen, die anderen, „nichts zu machen.“

Wir müssen an die Überlebenden denken, sie unterstützen, denn sie sind unsere Lehrer, denke daran für die Zukunft!

Ramesh Takar UN University

Krieg oder Gesundheit

Es gab keine El Quaida in Irak, jetzt gibt es dort Fundamentalismus.

Repression zu Hause, Aggression anderstwo.

Die Leute sind frei, aber frei sind auch die Todesschwadrone, das Gesetz der Dschungels, Krieg ist ein Instrument der Politik, einige tausend tote US Soldaten, 100.000- 200.000 tote Zivilisten im Irak, doppelt so viele tägliche Tote im Irak jetzt als im Januar.

Es ist das neue Europa, das Widerstand leistet. Das alte führte viele Kriege.

Das amerikanische Militär hat schweren Schaden genommen.

Die USA werden heute als die größte Gefahr für den Weltfrieden gesehen.

Das NPT wird zerstört..

Wie gut wäre es gewesen, wenn der Westen dem Iran gegen den Irak beigestanden hätte!

Was wäre, wenn Ahmedjanidschad einen Spruch des internationalen Gerichtshofes akzeptieren würde?

Die, die das internationale Gesetz respektieren, dürften anderen etwas über Moral erzählen…

Der Krieg gegen den Irak und gegen den Iran muss international verurteilt werden.

Gunnar Westberg, Copräsident

Wir haben ein Kongressstatement: Wenn Du Frieden willst, arbeite für die Gesundheit. Atomwaffen verursachen Kriege, Es gibt eine Präventive Medizin für das Süd-Nord Problem.

Es gibt ein fünf Punkte Programm für die zur Zeit als wichtig angesehenen und zu schaffenden Probleme:

Internationale Kampagne gegen Atomare Probleme

Proliferation und neue Waffen

Kleinwaffen

Medizinische Konsequenzen

Medizinstudenten

Hunderte von Details: Lies sie.

Welche Erinnerungen hat dieser Kongress geschaffen:

Genozid, Ruf zur Aktion, Es gibt immer die Gelegenheit einzugreifen.

Kriege sind schlecht für die Gesundheit..

Rons Ansprache

Studenten

Soziale Verpflichtungen…

 

Es gibt Grund für Optimismus:

Das Empire könnte fallen, viele Diktaturen sind schon gestürzt,

Fall der Philippinischen Diktatur, Fall des Apartheidsystems in Südafrika, Wir kooperieren nicht mit Diktatoren, Wir gehören zu der einen Welt, Wir sind der Grund, dass sie sich ändert.

Es gibt zur Zeit zwei Superpower, die USA und die Zivilgesellschaft,

Wir glauben, die Welt wird sich nicht noch einmal betrügen lassen.

Roy sagt, eine bessere Welt ist möglich. Sie ist schon auf dem Wege.

Zum Abschluss sang eine chinesische Studentin…

Damit war der Weltkongress offiziell beendet.

Danach gab es noch Treffen der Leitungsgremien der IPPNW am Sonntag und Montag.

Dann flog ich wieder nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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My closing report from the world congress of the IPPNW in Delhi, March 08.

There are some atachments first from my „diary abrigements“, from my letter to my host-family and from my speech in front of the rotary club in the south of Delhi.

Der Abschlussberericht aus der IPNW org:  https://ippnw.org/~ippnwor1/statements/2008-dehli-declaration.pdf

Then a link to the diary in German from the German Press-Relation Officer from the World-Congress as I didn´t see things like this in English.

http://www.ippnw.de/Weltkongress_Tagebuch/article/11032008.html

Then a short report about the worldcongress:

The subjects were of cause diverse because of the difficult situation.

Important Indian politicians have participated as to my memory Vicepresident Shri M. Hamid Ansari, the healthminister  Shri Yoganand, the  Minister Sheila Dikshit, several parlamentarians, several high ranking officers as  Admial Ramdass, Major-General Vinod Saighai, Admiral Vishnu Bagwar, then the Senator Douglas Roche from Canada and a finnish politician.

Three copresidents of the worldwide IPPNW were choosen,  representing the West, the East and the south:

Ime John, Nigeria,  Sergej Kolesnikov, Russia and Frau Vappu Taipale, Finnland.

As well as two interntional student representatives: Wenjing Tao from Sweden and Agyeno Ehase Sunday from Nigeria.

The themes of the congress were the nuclear weapons with the extremly necessary complete nuclear disarmament according to the nuclear Non-Proliferation Treaty. There is to mention especially the

Effective Anti-Atomic weapon campaign  „ICAN“ (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons – I can, You Can, We can…) and the especially  from our students conducted Aktion „Target X“ . ( in Target X they place a big cross in cities on the market place and explain the terrible damage done by an atomic explosion, as in atomic war there are atomic weapons targeted on every city of this world)

Then the analysis of „Root Causes of Conflict“ , who study especially the unjust distribution of worlds goods and the coverage with the huge military of this world, which in its existence is responsible for the starving in this world. Then the massiv killings done just by „little weapons“ , the energy security endangered by atomic energy and fossile energy according to the clima-catastrophe and the theme females, children and war.

When I told a patient of mine out of India, that I would go to New-Delhi, he invited me to stay with his influential family there. He was as well in India at this time. This gave me the chance to discuss with the family, with politicians and people interested in politics. I had the big chance to see the „screaming extremes“ and the booming economies close by.

At the end  Andi Nidecker was announcing the next  IPPNW-world conferene in autumn  2010 in Basel/Switzerland.

Now a link with 31  commented  Photos from India.

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_P

Codeword:  IPPNW

Then I can offer you some links from my other photos in a chronological order after it is accepted by my host family. Ask me, if you want them.

Have a good time

Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel. 0531 35 05 13,

 

 

 

 

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Mein Abschlussbericht vom Weltkongress der IPPNW in Delhi

Einige Anlagen von meinen zwei Tagebuchauszügen und von meinem Brief an meine Gastfamilie und meinem Vortrag vor dem Rotary Club im Süden Neu-Delhis zum Weltfrieden.

Dann ein Link zu dem Tagebuch des Pressereferenten der deutschen IPPNW vom Weltkongress

http://www.ippnw.de/Weltkongress_Tagebuch/article/11032008.html

 

Dann eine kurzer Bericht von dem Ereignis:

Die Themen waren bei der schwierigen Weltlage natürlich vielfältig.

Dabei haben auch wichtige Poltiker aus Indien,darunter mir  erinnerlich der Vicepräsident Shri M. Hamid Ansari, der Gesundheitsminister Shri Yoganand, die Ministerin Sheila Dikshit, mehrere Parlamentarier, mehrere hohe indische Offiziere, Admial Ramdass, Major-General Vinod Saighai, Admiral Vishnu Bagwar, der Senator Douglas Roche von Kanada und ein finnischer Politiker teilgenommen.

Drei Kopräsidenten der IPPNW, sozusagen die drei Weltregionen West, Ost und Süd repräsentierend wurden gewählt: Ime John, Nigeria,  Sergej Kolesnikov, Russland und Frau Vappu Taipale, Finnland. Sowie zwei internationale Studentenvertreter: Wenjing Tao Schweden und Agyeno Ehase Sunday Nigeria.

Kongressthemen waren die nukleare Proliferation und die nötige komplette atomare Abrüstung gemäß dem Atomwaffensperrvertrag. Dabei sind besonders  die erfolgreiche Anti-Atomwaffenkampagne „ICAN“ (I can, You Can, We can…) und die überwiegend von Studenten geführte Aktion „Target X“ zu erwähnen  (Wobei ein großes X auf einen zentralen Platz in einer Stadt gemalt wird und den Leuten erläutert wird, was eine Atomwaffenexplosion dort  im Falle eines Krieges bedeutet).

Dann die Untersuchung der „Root Causes of Conflikt“ insbesondere durch die ungerechte Verteilung der Güter und deren Absicherung durch das Militär, weiter der Massenmord durch Kleinwaffen, dann die Energiesicherheit mit den Schäden durch die atomare Kette und durch die Klimakatastrophe und Frauen, Kinder und Kriege.

Als ich einem Patient aus Indien sagte, dass ich nach Neu-Delhi wollte, lud er mich sogleich ein, bei seiner einflußreichen Familie zu wohnen. Auch war er selbst zu dieser Zeit in Indien. Dies gab mir die willkommene Gelegenheit, mit der Familie und Politikern sowie politsch interessierten Menschen zu diskutieren und mir die schreienden Gegensätze und die boomende Ökonomie in Indien aus der Nähe zu betrachten.

Am Ende kündigte Andi Nidecker die nächste IPPNW-Weltkonferenz im Herbst 2010 in Basel an.

Nun meine Photos:

Zuerst ein Link mit 31 kommentierten Photos aus Indien.

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_P   Kennwort: IPPNW

Dann einige  Links mit meinen sonstigen Photos.

Vorsicht: Bitte jeweils das Kennwort: IPPNW

Ihr könnt das Kennwort mit strg + C speichern und jeweils eingeben…

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_erster_Tag_vor_K

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_2_Tag_nr_1

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_2_Tag_nr_2

fotos.web.de/helmut_kaess/Ankush_Auslese

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_3_Tag

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_4_Tag

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_Sonntag_Kongressbeginn

 fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_Montag_zweiter_KT

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_Di_dritter_u__letzter_KT

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_nach_Kongr_mi_u_do

fotos.web.de/helmut_kaess/Delhi_nach_Kongr_do_u_freitag

Herzliche Grüße

Helmut

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel. 0531 35 05 13,

Anbei eine Mail der deutschen IPPNW

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde,

mehr als 600 ÄrztInnen und Medizinstudierende aus 44 Ländern trugen beim 18. IPPNW-Weltkongress vom 9.-11. März in Delhi die Forderung nach einer Welt ohne Atomwaffen sowie nach Prävention von Krieg und Waffengewalt nach Indien.

VertreterInnen der IPPNW und der Indian Doctors for Peace and Development (IDPD) trafen sich mit Präsident Pratibha Devisingh Patil, dem Premierminister Manmohan Singh sowie Ministern und Abgeordneten, um für eine Nuklearwaffenkonvention zu werben. Höhepunkte des Kongresses waren der dreitägige Friedensmarsch der Medizinstudierenden von Amritsar nach Delhi sowie die Reden des indischen Vizepräsidenten Shri M. Hamrid Ansari und der auf Einladung der deutschen Sektion der IPPNW geladenen Globalisierungskritikerin Susan George vom Transnational Institute.

Lesen Sie die Delhi Declaration unter http://www.ippnw.de/stepone/data/downloads/f8/00/00/DelhiDeclaration.pdf

Ein Internettagebuch, das unser Pressereferent Sven Hessmann geführt hat, finden Sie unter http://www.ippnw.de/Weltkongress_Tagebuch/

Den Bericht vom Studierendenkongress von Christina Mußler und Jonas Özbay lesen Sie hier http://www.ippnw.de/Weltkongress_Tagebuch/article/Tag_und_Nacht_fuer_Frieden_und_Abruestung.html

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen

**********************
Angelika Wilmen
Redaktion IPPNW-Forum und Internet
IPPNW – Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/
Ärzte in sozialer Verantwortung
Körtestr. 10
10967 Berlin
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Fax 030/ 6938166
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http://www.ippnw.eu

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die Reden von Vosseler und Lown in Basel auf Englisch

speeches of Vosseler and Lown in Basel  https://wp.me/paI27O-c5

19th IPPNW Congress 2010 Basel, Switzerland, Sunday 29th of August 2010     Plenary VII The Voice of the Non Nuclear Weapon States and Civil Society

Becoming Earth Compatible – Dawn of a Global Consciousness

Martin Vosseler

Wild Geese

„You do not have to be good. You do not have to walk on your knees for a hundred miles through the desert repenting. You only have to let the soft animal of your body love what it loves. Tell me about despair, yours, and I will tell you mine. Meanwhile the world goes on. Meanwhile the sun and the clear pebbles of the rain are moving across the landscapes, over the prairies and the deep trees, the mountains and the rivers. Meanwhile the wild geese, high in the clean blue air, are heading home again. Whoever you are, no matter how lonely, the world offers itself to your imagination, calls to you like the wild geese, harsh and exciting over and over announcing your place in the family of things.“

Poem of Mary Oliver

We are today at a crossroad – one path leads to the collapse, the other one to the breakthrough. We need a new global consciousness, new planetary ethics for the breakthrough.

When I heard Mary Oliver’s poem for the first time I felt some irritation – “you do not have to be good.” Why not? But then I found in this beauitful collection of words most of the ingredients for a global consciousness, for planetary ethics.

We are today at a crossroad – one path leads to the collapse, the other one to the breakthrough. We need a new global consciousness, new planetary ethics for the breakthrough.

 

Awe

“Meanwhile the sun and the clear pebbles of the rain are moving across the landscapes, over the prairies and the deep trees, the mountains and the rivers.”

Here is the sun, this stunning fusion reactor in safe distance to Earth. It sends all the energy within three quarters of an hour that the world population needs during one year. The sunlight that warms our skin today in the university garden was produced 10 million years ago. It found its way to the sun’s surface, inch by inch, and arrived here after a traveling time of 8 minutes.

Earth – the perfect ball. It has exactly the right size so that the water doesn’t disperse into the universe thanks to the gravity. And it has developed this thin skin of life, the atmosphere, only about 5 miles, the distance we can walk in 1 ½ to 2 hours. Water, animals, plants, that we can eat and digest, that we can sleep and speak and love, the healing mechanisms start as soon as I cut my finger – what an abundance of miracles. The more I feel the deep awe for life, for Earth, for all its miracles and for the sun’s abundance, the more I ask myself: How can I take better care of life? What are my next concrete steps to become Earth compatible?

 

Empathy and Solidarity

Tell me about despair, yours, and I will tell you mine.”

On my walk from L. A. to Boston I experienced so much hospitality. There was Don, with his big white Cowboy hat in Oklahoma. He stopped his big car, opened the window: “What are you doing here?” “I walk from L. A. to Boston.” “What for?” “For clean energy – to keep this wonderful planet inhabitable.” “You are the first I meet who walks the talk.” He opens his wallet and gives me a 100 $-bill.” And off he is. Or I want to pay my salad in a small restaurant in Fort Sumner, NM. The lady takes the bill and puts it onto a needle where all the paid bills are. “Somebody who walks from L. A. to Fort Sumner doesn’t have to pay here.” Or Corry stops – it’s 40 °C, over 100 °F in Virginia. She brings a big cup of cool spring water. “I thought you must be very thirsty. Take that!” And in addition she gave me a plastic bag with ice cubes and a towel; so I could cool my face once in a while.

We have a completely distorted view of the world and of humankind. We read the daily newspapers that are full of crimes and all kind of awful stories. And when I walk through the USA for 7 ½ months I meet almost only helpful, hospitable, interested people. They don’t make headlines.

With the new ethics there will much empathy and solidarity, not only for those who live today but also with all those who will follow us, all the coming generations. The solar system has only half time; so many more people will come during the next 3 to 5 billion years. There is a marvelous book written by Jeremy Rifkin “The Age of Empathy”. He describes this upcoming period of empathy, solidarity, and cooperation.

 

The Joy of Diversity

“…Over and over announcing your place in the family of things.”

We are happy already today about the diversity of the international cuisine. The same could be true about religions and cultural beliefs. This morning the ceremony shared by members of several world religions touched me and left me very hopeful. The joy about differences and the mutual interest for the other will be an important part of the new consciousness.

 

The respect for animals, for their habitat, for old trees

Yes, the family of things. All the family members will be respected. There will be a completely different attitude towards animals and their habitat, also for beautiful, old trees. We will also realize: Eating animals is not Earth compatible. It needs 10 to 15 times more water and energy to produce meat calories compared to plant calories. What a waste and what a potential at the same time!

 

Enthusiasm and Humor

You do not have to walk on your knees for a hundred miles through the desert repenting. You only have to let the soft animal of your body love what it loves.”

In order to become Earth compatible we don’t have to walk around in dust and ashes. If we find our source of enthusiasm – it comes from ancient Greek and means: to be in God, to be connected with the Divine – and if we enjoy humor we feel alive and we have energy. During my walks I experience again and again the twinkle of the universe – funny encounters, puns, joyful surprises. A man in Austria said when he heard that I walk to Jerusalem: “You must be a big sinner that you make such a long pilgrimage.” And another one asked: “Did they steal you the bike?”

 

Confidence

We can achieve nuclear abolition. We can achieve an 100 % renewable energy system thanks to the sun and to energy efficiency. We can achieve a 100 % organic agriculture. We can achieve 0 $ military budgets. It needs a miracle and I believe in it.

“…the world offers itself to your imagination…”

Hans Peter Dürr, our dear IPPNW ally, nuclear physicist and former director of the Max Planck Insitute of Physics in Munich, published recently a wonderful new book “Warum es ums Ganze geht”. There he not only writes, that he as a nuclear physicist is 100 % opposed to the use of nuclear power: We are not allowed to implement a technology that can cause damage of such a magnitude that we cannot take responsibility anymore for it; independently of the risk probability numbers that have been calculated. If the risk is not 0, forget it. He also encourages us: Quantum physics taught us: What we thought is solid, is in motion, in development. So what’s true today will be different tomorrow according to the laws of chaos theory. We can expect a huge quantum leap of consciousness that will enable us to mitigate all the existential threats we are facing today. And his second point: Everything is connected. If one individual changes, the whole system changes. On our solar boat trip we had sea maps with arrows, arrows for the wind, arrows for the current. They showed the wind direction and the wind force. All of us are such arrows. If we take a flight our arrow points towards collapse, if we take the tram from the market square to the boat restaurant, our arrow points towards the breakthrough. The more we choose earth compatible actions the higher are the chances that the miracle happens. Big parts of industry and politics are still on a suicide path and in the strong grip of financial interests. Now it depends on all of us, on all individuals whether we realize the breakthrough or whether we end in the ultimate catastrophe that dispels our species from this planet.

There is a visionary individual in Japan who has a lot to say about planetary ethics. When we had a solar gathering in the Swiss mountains in 1996 we invited all the ambassadors – 96 diplomats. There was one who replied and came, Mitsuhei Murata, the ambassador of Japan in Switzerland. We picked him up at the train station of Disentis, with a horse carriage. As soon as we sat in the coach the locomotive showed up behind the station. The horses balked and took off. The drunken coachman was not in state to respond adequately. Fortunately Providence helped: The road was quite steep and the horses became tired. Therefore we have the joy to greet here Mitsuhei Murata and to listen to his visionary words about planetary ethics, maternal culture and Providence.

 Bernard Lown,MD Plenary Address 

Basel 19th IPPNW CongressAugust 27, 2010

It is a joy to revisit with colleagues whom I admire for principled steadfastness in the long struggle against the perverse culture of nuclearism. With advancing age I have grown to regard perseverance more worthy than enthusiasm, especially when it extends over decades and when the outlook for progress and change appears distant.

No one has practiced these qualities more masterfully than Eugene Chazov. He played a vital role in launching IPPNW and was key for its startling success. Chazov provided the magic star-dust that propelled the doctor’s movement unto the world stage. I greet many other friends, no one with greater affection than the Gottsteins, Ulli and Monika, who were instrumental in founding the ever vibrant German IPPNW affiliate and provided it with towering moral leadership. A like role was pursued by the Taipales, Vappu and Ilkka in Finland whose wide ranging humanitarian and peace activities made an enduring impact. I have never stopped marveling at the musical impresario genius of the Haubers, Peter and Ingrid, who last year celebrated in Berlin the 25th anniversary of IPPNW Concert. Martin Vosseler makes Switzerland proud not only for a lifelong commitment to antinuclearism but for rousing environmental consciousness and teaching that the life giving sun can also protect us from the impact of our energy gluttony. A salute also to Andre Nidecker and his colleagues who made this splendid Basel Congress possible.

Twenty years ago many of us were certain that genocidal weapons would be rapidly phased out following the collapse of the Soviet Union. After all the only rationale of nuclear arsenals was to deter dangerous nuclear armed adversaries. We were convinced that since the Communist empire had been consigned to the dustbin of history, nuclear abolition was in the cards. We were categorically wrong. Our misjudgment was due to a wrong analysis of the geopolitics of our era. I learned this while writing the recently published memoir of the IPPNW entitled “Prescription for Survival: A Doctor’s Journey to End Nuclear Madness.” Two factors stand out as paramount for the durability of nuclearism: American military hegemony and the North South divide. Let me just touch on these momentous issues. 2

 

American Miltarism

It is a hard to account why the US government has been committed to nuclear weapons? America being the strongest nation on earth by every conceivable metric, whether military, economic, or scientific, a nuclear world diminishes rather than bolsters its homeland security.

Nuclear bombs are potential equalizers, enabling the weak to inflict unacceptable damage on the strong. Few societies are more susceptible to their malevolent consequences than the rich urbanized, highly developed industrialized North, foremost the United States. In August 2003 three tree branches tangled with power lines in Ohio; nine seconds later, 80 gigawats of electric power –equivalent to electricity produced by 80 nuclear power plants- was offline across Northern USA, leaving millions of people in the dark and paralyzing society to an abrupt standstill.

The US today is a military colossus unmatched in world history. An appreciation of the seminal role of the military in American life is reflected by the military budget. In fact the Pentagon budget equals the military expenditures of the entire world combined. It is also the leading merchant of military weapons to the developing world. The US now provides 52% of world’s arms sales more than twice as much as second place Russia.

There have been few attempts to explain why the threat of a relative handful of terrorists should evoke a military buildup exceeding that of the Reagan administration during the height of the Cold War. At the time thousands of Soviet missiles were targeted at the USA threatening its extinction.

The gargantuan military budget has been supported with equal fervor whether republicans or democrats occupied the White House. As matter of fact, President Obama has raised military spending far more than Bush. At present the defense budget is larger in inflation-adjusted dollars than at any point since the end of World War II. For the American people this is a scourge (Plage) of tragic magnitude. The Pentagon absorbs as much money as the US federal government spends on education, public health, housing, employment, pensions, food aid and welfare put together. In 2008, more than 49 million people ( including 16.7 million children) in the United States lived in a house-hold at risk of going hungry. (3) Under conditions of mounting social crisis at home, and with no substantial military antagonist abroad, congressional Democrats, the intellectual classes and the American media all support this vast “military-police” buildup justified by the imperatives of the “war on terrorism.”

Another aspect of the military machine deserves attention, namely the fact that American military power peppers (pfeffern) the globe. In a prior age, the expansion of empire could be counted by the number of lands colonized. America’s version of the colony is the military base. These have grown so numerous that even the military is uncertain of their exact number. The Pentagon currently owns or rents about 700 overseas bases in 130 countries in every continent and has another 6,000 bases in the United States and its territories. To dominate the oceans and seas of the world, the Pentagon has created thirteen naval task forces built around aircraft carriers. A single such task force can challenge any existing sea power.

New generation of weapons now coming of the drawing boards enable America to strike anywhere from its own territory with US-based missiles having global reach, not to mention predator drones, these robotic killing machines that have claimed far more civilian lives than terrorists.

Nearly 40 years ago Martin Luther King bemoaned, “My own country I lament is the greatest purveyor (Lieferant)  of violence in the world.”

It may seem I have digressed from IPPNW dominant motif of nucear abolition. On the contrary I am increasingly persuaded that nuclear zero will be impossible without a greater symmetry of global military power. In fact there is no way China, India, Pakistan or any other developing or present nuclear power would be willing to abandon nuclear deterrent capabilities in the face of the awesome unmatchable American military might. Furthermore the pressure of nuclear proliferation is likely to mount.

The above analysis presents only one aspect of the nuclear conundrum(Rätsel). The other and in my mind far more critical issue relates to the North-South divide.

Developing World

The present world order is a continuing legacy of Christopher Columbus. We are now in the 518th year of the Columbus era. An era marked by shame when great wealth was plundered, when indigenous cultures were uprooted, when native populations were subjected to genocide. The human chattel(Sachbesitz)  and (4) undreamed riches of the new world provided the muscle and sinew for the industrial revolution. Euro-American affluence   (Reichtum) rests in no small measure on the extraction of prodigious resources from the Third World.

Yet it is a grim fact that the transfer of wealth from poor to rich continues. Claims of luxury are pitted against claims of subsistence. (Ansprüche des Luxus fressen die Ansprüche auf Lebensunterhalt an)

The North-South divide is mammoth and growing. According to the UN Human Development Report in 1960 the income gap between the richest and the poorest was 30-1, by 1999 it more than doubled to 74-1. The just released Oxford Multidimemnsional Index of Poverty finds that 1659 million in developing countries live in acute poverty of whom 840 million are continuously hungry. Health care is an unobtainable luxury. Malawi, for example, has 260 doctors to care for a population of 13 million. One doctor per 50,000 people. About 50% of global nonagricultural labor force is either unemployed or under-employed. One in every 6 children in the world of primary school age are not in school.

Multilateral trade laws and international financial agreements keep the poor anchored to their poverty. These arrangements institutionalize inequity far more powerfully than colonizing armies. It is the reason why three million Mexican farmers have been forced off the land where they have been growing corn for 10,000 years. The US is now flooding Mexico with cheap corn sold below the cost of production in Mexico. This free market miracle is due to the American government subsidizing its corn farmers to the tune of $10 billion annually. The result is a northward migration of Mexicans to the US seeking work which has resulted in a dangerous reactionary political backlash against migrants.

Such displacements of populations is a global phenomenon. Imposition of structural adjustment policies by the IMF, World Bank and other lending institutions on economically weak countries, compels them to open borders to the inflow of cheap agricultural imports forcing peasants of the land into urban slums. Bursting shantytowns, not fit for animals, account for galloping urbanization.

The divide between North-South is maintained, nurtured and made cancerous also by the arms trade. This has become a substantial source of developing world debt which limits ritish(?) poor countries investing in education, in health care, in clean water, in sanitation and in critical infrastructures. Tanzania, for example, spends 4 times more on debt (5) repayment than on education and 9 times more than on health. Debt repaymnt has devastated social services across the board. Adding to the abysmal misery and deprivation is the AIDS epidemic which is bringing devastation comparable to the Black death that depopulated Europe in the middle ages. Today life expectancy for women in Zimbabwe is 42, in Afghanistan 44. By contrast in Japan it is 86. There is no sound biologic reason why there should be a 44 year difference in life expectancy across the world. According to Dr. Michael Marmot President of the British Medical Association this 44 year difference arises because of a social and economic arrangements.

Nineteen years ago, at the 11th IPPNW Congress in Mexico city, I called attention to the inevitability of our entering an age of terrorism. In a transparent world awash with wealth and luxury broadcast 24/7, joblessness and hopelessness promote rage and desperation in the young who become ready fodder for fanaticisms of all ilks( Sorten ). It seemed to me inevitable that mounting inequalities will give birth to terrorism for which the militarization of democratic societies will only enhance blowback and global destabilization.

Exactly ten years later, on September 11, 2001, we Americans lost our innocence. Two mighty oceans no longer afforded secure unbreachable moats(Festungen). The most powerful military ever assembled, armed with a panoply (schmückend) of exotic weapons that can project devastating destruction anywhere proved ineffective against determined suicidal terrorists with paper cutters. Since WWII US spent more than 25 trillion dollars for the military yet without being able to defend its own people.

The bottom line, I believe to achieve nuclear abolition requires the USA to take a lead in general disarmament, and a global shift of the massive resources of more than 1.25 trillion annually to breach the chasm of inequality, Such humanitarian priorities are essential if we are to address the onrushing climate crisis, the urban rot (Fäulnis) emerging in much of the developing world, and the epidemic of CVD (?) now sweeping developing countries. Is this possible?

 

Basis for Optimism

While the analysis is bleak, seldom has there been more reason for optimism. This is not a romantic whistling in the dark. The optimism derives from a number of deep global transformations. Now waiting in (6) the wings are enormous social forces claiming equity, demanding new social priorities and agitating for peace.

One basis for my optimism is the ongoing information revolution, a social transformation of true epic proportions. In public imagination the information age is embodied in the Internet. Indeed nothing in prior human history has made readily available more information, for more people, at lower cost. The Internet showed its potential in 2003, just before the Iraq war, when it mobilized the largest global protest demonstrations against war ever. Twelve million people took to the streets on every continent, in over 700 cities, in 60 countries. The impressive outpouring of anti-war sentiment led the New York Times to editorialize that there were now two superpowers: the USA and global public opinion. The mobilizing power of people against the concentration of corporate and elite power is just in its infancy. (Remind Satellife)

A second factor weighing in the equation for optimism is the rising global level of literacy and education. People living on the edge of subsistence are charged with expectations of a life other than backbreaking toil and premature death. Means of mass communication such as the cell phone, Face book, Twitter, the blogosphere, television constantly project visions of a world able to provide luxurious abundance for some. It compels people to imagine the possible. When the voiceless multitudes begin to whisper, the resulting shout becomes unquenchable (unstillbar) and transforming.

Perhaps the most important and least obvious factor for optimism is the transformative perception of shared interests across national borders. During the entire Columbus era ordinary working people living in the industrialized world were indirect benefactors from imperialism and colonialism. Now with a world market without boundaries manufacturing is outsourced to countries with the lowest wages who are indifferent to environmental mayhem. It matters little how strongly unionized workers are in industrialized countries, their militancy is defeated by moving an entire industry to another hemisphere. The plummeting standard of living of the working and middle classes teaches global solidarity. The economic destinies of working people the world over have now grown inseparable and will lead to increased cooperation.

My greatest source of optimism though derives from experience with IPPNW. During the past few years writing “Prescription for survival: A Doctor’s Journey to End Nuclear Madness,” has envigorated a sense of the possible. (7) ne needs to recall that the 1980’s were the most perilous time in history. Human kind was poised on the edge of a precipice and there seemed no way back. The nuclear arms race was then galloping without moral brakes, like cancer cells multiplying because they have been genetically programmed to do so.

Recall that in January 1981 there was a bare handful of physician activists meeting in my living room. Less than five year later Chazov and I were receiving the ultimate accolade, the Nobel Peace Prize, on behalf of you. In this brief interlude we identified a large medical community of kindred spirits, unstinting in social dedication. We organized 150 thousand physicians in 60 countries to join our cause. We exposed to millions of people the litany of horrors resulting from blast, fire, and radiation. We persuaded a cowed and accepting public that medicine had nothing to offer in case of nuclear war. We helped expose some of the insane illusions being promoted by the military establishments; such as limited nuclear war, clean bombs, the efficacy of underground shelters and civil defense, of surviving a nuclear exchange, on and on.

We urged a strategy of unilateral deeds to begin with cessation of nuclear testing rather than the blather of endless secret negotiations. Single mindedly we pursued a global cease fire campaign that involved all our affiliates. Gorbachev listened to the physician proposals and stopped the malign traverse. He saw wisdom in our campaign and embraced it. Our novel brand of people’s diplomacy contributed to dismantling the cold war.

In this new age, IPPNW continues to have a vital role. In my mind IPPNW has to find health links in addressing three key issues: first and foremost the growing North South divide. It is not possible for affluent nations to purchase security when wretched and hungry multitudes are clamoring outside the gates of the big house. Terrorism is not to be defeated by projecting military mayhem largely against civilians.

Second, American militarism is now a major obstacle to fostering world peace.

Third we need to be uncompromising in our historic mission to achieve a nuclear free world. Each one of these issues undermines health, threatens life, deprives scarce resources from improving human well being and degrading our fragile environment by accelerating global warming. We need to counterpoint the trade offs between death dealing and life saving investments. (8) Conclusion

Brooding over the nuclear threat for over a half century now, I am led inexorably to the conviction that only unprecedented arousal of moral revulsion (Ekel) will provide the necessary social energies to prioritize a global order fit for human beings.

Human history is yet to begin. Required is an abandonment (Preisgabe) of the instruments of violence to adjudicate (zuerkennen) differences between peoples and nations. Doctors in their innermost being know of the fragility, brevity and the miracle of life. We physicians have a vital historical role today. We better not shut our eyes and remain passive, for hope without action is hopeless. Posterity has no lobby with politicians; each of us must speak for generations yet unborn. We shall succeed as we empower millions of people with our vision of the better world that is possible.

Moral arousal, Information, Bildung,

 

Galtung, ganze Geld Afghanistan längst Frieden,

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19. IPPNW-Weltkongress in Basel

http://picasaweb.google.com/helmutkss/20100830#

400 private Photos

 

Liebe Freunde

Ich schicke Euch meine Photos in Basel, ziemlich viele, aber Ihr könnt sie sehr schnell durchsehen und Euch einzelnePhotos herunterladen, wenn sie Euch gefallen….

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein inspirierender und Mut machender 19. IPPNW-Weltkongress ist heute
in Basel mit ca. 800 TeilnehmerInnen aus aller Welt zu Ende gegangen.

Unsere Pressemitteilung finden Sie unter
http://www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/534c0c4aa2/atomare-epidemie-bedroht-die-menschh.html

Die abschließende Pressemitteilung zur Urankonferenz unter
http://www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/acca409036/delegierte-indigener-voelker-forder.html ebenso wie die Erklärung der indigenen Delegierten
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/pre-congress_statement_deutsch.pdf

Die Reden des Weltkongresses können Sie – soweit vorhanden – hier
nachlesen http://www.ippnw2010.org/index.php?id=247,

darunter Rede von Lown: http://www.ippnw2010.org/fileadmin/user_upload/Plenary_presentations/Plen3_Lown_Plenary%20Address.pdf

und Rede von Vosseler: http://www.ippnw2010.org/fileadmin/user_upload/Plenary_presentations/Plen7_Vosseler_becoming_earth_compatible.pdf


die der Workshops unter http://www.ippnw2010.org/index.php?id=248

Eindrücke der Teilnehmer können Sie auf unserem Kongress-Blog
http://ippnw.blogspot.com/ (deutsch) oder dem internationalen
Kongress-Blog http://ippnwbasel.wordpress.com/ nachlesen.

Fotos von den Kongressen in Basel finden Sie auf unserer Flickr-Seite
http://www.flickr.com/photos/ippnw

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen
IPPNW-Presessprecherin

ärzt gegen atomkrieg,

 

Lieber Uwe

 

Wir drei Ärzte aus Braunschweig, Friederike Speitling, Elke Schrage und ich, sind von einem phantastischen Kongress zurück und haben viel Lust und Kraft, der Welt Gutes zu tun.
Dazu einige Pressemitteilungen der IPPNW, die sie den beiliegenden Links entnehmen können.

Anbei eine sehr gute, kurze Pressemitteilung von Angelika zum Weltkongress, an dem ich mit Friederike Speitling und Elke Schrage teilgenommen habe. Wäre das was für „Unser Braunschweig“?

 

Bei den Reden, http://www.ippnw2010.org/index.php?id=247, weise ich bei den vielen phantastischen Reden besonders auf die Reden von Bernard Lown als dem Gründer der IPPNW weltweit und auf die Rede von Martin Vosseler hin, der eine sehr glaubwürdige Rede hielt. Er ist ein Erstüberquerer des Atlantik vor drei Jahren mit einem Solarboot, er lief zu Fuß siebeneinhalb Monate quer durch die USA, er lief zu Fuß von Basel nach Jerusalem und vieles mehr.

 

 

Bericht vom 19. IPPNW-Weltkongress:

Atomare Epidemie bedroht die Menschheit

 

Wir sind an einer Wegkreuzung:

entweder Kollaps, oder Durchbruch!

Die nukleare Gefahr der Selbstauslöschung wird wieder größer, die Klimaerwärmung führt zu immer dramatischeren Wetterextremen, die ungeheure Steigerung des Militärbudgets erwürgt die Wirtschaften, die Gier vieler führt zu völlig unsinnigen Finanzkatastrophen, die biologischen Grundlagen werden bedenkenlos geplündert. Es hat oft den Eindruck, als ob die Mehrheit denken würde: Nach uns die Sintflut!

 

Aber auch das Heilende ist immer da: die gewaltlose Revolution 1989 in der DDR, Mandela, der nach 20 Jahren Gefängnis der Präsident von Südafrika wurde, die starke Bewegung gegen Atomenergie und für erneuerbare Energie, vielfältige soziale Bewegungen. Was not tut, ist die Vereinigung der Bewegungen gegen Krieg, für Solidarität. Dazu ist die Rede von Martin Vosseler, dem Gründer der IPPNW in der Schweiz, sehr gut und die Rede von Bernard Lown, dem Kardiologen aus den USA, der die IPPNW gegründet hat(je siehe unten). Diese sagen beide, worauf es ankommt, damit das Experiment Mensch nicht vorzeitig endet.

 

Wir drei Ärzte aus Braunschweig, Friederike Speitling, Elke Schrage und Helmut Käss, sind von einem phantastischen Kongress zurück und haben viel Lust und Kraft, der Welt Gutes zu tun.

 

Wir werden uns in diesem Sinne weiter einmischen.

 

Anschließend ist die abschließende Pressemitteilung der IPPNW.

 

Helmut Käss

 

Ein inspirierender und Mut machender 19. IPPNW-Weltkongress ist am 29.8.10 in Basel mit ca. 800 TeilnehmerInnen aus aller Welt zu Ende gegangen.

Unsere Pressemitteilung finden Sie unter
http://www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/534c0c4aa2/atomare-epidemie-bedroht-die-menschh.html

Die abschließende Pressemitteilung zur Urankonferenz unter
http://www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/acca409036/delegierte-indigener-voelker-forder.html ebenso wie die Erklärung der indigenen Delegierten
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/pre-congress_statement_deutsch.pdf

Die Reden des Weltkongresses können Sie – soweit vorhanden – hier
nachlesen http://www.ippnw2010.org/index.php?id=247,

 

darunter die Rede von Lown: http://www.ippnw2010.org/fileadmin/user_upload/Plenary_presentations/Plen3_Lown_Plenary%20Address.pdf

und die Rede von Vosseler: http://www.ippnw2010.org/fileadmin/user_upload/Plenary_presentations/Plen7_Vosseler_becoming_earth_compatible.pdf


die der Workshops unter http://www.ippnw2010.org/index.php?id=248

Eindrücke der Teilnehmer können Sie auf unserem Kongress-Blog
http://ippnw.blogspot.com/ (deutsch) oder dem internationalen
Kongress-Blog http://ippnwbasel.wordpress.com/ nachlesen.

Fotos von den Kongressen in Basel finden Sie auf unserer Flickr-Seite
http://www.flickr.com/photos/ippnw

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wilmen
IPPNW-Presessprecherin

19th IPPNW Congress 2010

Basel, Switzerland, Sunday 29th of August 2010 Plenary VII The Voice of the Non Nuclear Weapon States and Civil Society

Becoming Earth Compatible – Dawn of a Global Consciousness

Martin Vosseler

Wild Geese

You do not have to be good. You do not have to walk on your knees for a hundred miles through the desert repenting. You only have to let the soft animal of your body love what it loves. Tell me about despair, yours, and I will tell you mine. Meanwhile the world goes on. Meanwhile the sun and the clear pebbles of the rain are moving across the landscapes, over the prairies and the deep trees, the mountains and the rivers. Meanwhile the wild geese, high in the clean blue air, are heading home again. Whoever you are, no matter how lonely, the world offers itself to your imagination, calls to you like the wild geese, harsh and exciting over and over announcing your place in the family of things.

Mary Oliver

We are today at a crossroad – one path leads to the collapse, the other one to the breakthrough. We need a new global consciousness, new planetary ethics for the breakthrough.

When I heard Mary Oliver’s poem for the first time I felt some irritation – “you do not have to be good.” Why not? But then I found in this beauitful collection of words most of the ingredients for a global consciousness, for planetary ethics.

We are today at a crossroad – one path leads to the collapse, the other one to the breakthrough. We need a new global consciousness, new planetary ethics for the breakthrough.

When I heard Mary Oliver’s poem for the first time I felt some irritation – “you do not have to be good.” Why not? But then I found in this beauitful collection of words most of the ingredients for a global consciousness, for planetary ethics.

Awe

Meanwhile the sun and the clear pebbles of the rain are moving across the landscapes, over the prairies and the deep trees, the mountains and the rivers.”

Here is the sun, this stunning fusion reactor in safe distance to Earth. It sends all the energy within three quarters of an hour that the world population needs during one year. The sunlight that warms our skin today in the university garden was produced 10 million years ago. It found its way to the sun’s surface, inch by inch, and arrived here after a traveling time of 8 minutes.

Earth – the perfect ball. It has exactly the right size so that the water doesn’t disperse into the universe thanks to the gravity. And it has developed this thin skin of life, the atmosphere, only about 5 miles, the distance we can walk in 1 ½ to 2 hours. Water, animals, plants, that we can eat and digest, that we can sleep and speak and love, the healing mechanisms start as soon as I cut my finger – what an abundance of miracles. The more I feel the deep awe for life, for Earth, for all its miracles and for the sun’s abundance, the more I ask myself: How can I take better care of life? What are my next concrete steps to become Earth compatible?

Empathy and Solidarity

Tell me about despair, yours, and I will tell you mine.”

On my walk from L. A. to Boston I experienced so much hospitality. There was Don, with his big white Cowboy hat in Oklahoma. He stopped his big car, opened the window: “What are you doing here?” “I walk from L. A. to Boston.” “What for?” “For clean energy – to keep this wonderful planet inhabitable.” “You are the first I meet who walks the talk.” He opens his wallet and gives me a 100 $-bill.” And off he is. Or I want to pay my salad in a small restaurant in Fort Sumner, NM. The lady takes the bill and puts it onto a needle where all the paid bills are. “Somebody who walks from L. A. to Fort Sumner doesn’t have to pay here.” Or Corry stops – it’s 40 °C, over 100 °F in Virginia. She brings a big cup of cool spring water. “I thought you must be very thirsty. Take that!” And in addition she gave me a plastic bag with ice cubes and a towel; so I could cool my face once in a while.

We have a completely distorted view of the world and of humankind. We read the daily newspapers that are full of crimes and all kind of awful stories. And when I walk through the USA for 7 ½ months I meet almost only helpful, hospitable, interested people. They don’t make headlines.

With the new ethics there will much empathy and solidarity, not only for those who live today but also with all those who will follow us, all the coming generations. The solar system has only half time; so many more people will come during the next 3 to 5 billion years. There is a marvelous book written by Jeremy Rifkin “The Age of Empathy”. He describes this upcoming period of empathy, solidarity, and cooperation.

The Joy of Diversity

“…Over and over announcing your place in the family of things.”

We are happy already today about the diversity of the international cuisine. The same could be true about religions and cultural beliefs. This morning the ceremony shared by members of several world religions touched me and left me very hopeful. The joy about differences and the mutual interest for the other will be an important part of the new consciousness.

The respect for animals, for their habitat, for old trees

Yes, the family of things. All the family members will be respected. There will be a completely different attitude towards animals and their habitat, also for beautiful, old trees. We will also realize: Eating animals is not Earth compatible. It needs 10 to 15 times more water and energy to produce meat calories compared to plant calories. What a waste and what a potential at the same time!

Enthusiasm and Humor

You do not have to walk on your knees for a hundred miles through the desert repenting. You only have to let the soft animal of your body love what it loves.”

In order to become Earth compatible we don’t have to walk around in dust and ashes. If we find our source of enthusiasm – it comes from ancient Greek and means: to be in God, to be connected with the Divine – and if we enjoy humor we feel alive and we have energy. During my walks I experience again and again the twinkle of the universe – funny encounters, puns, joyful surprises. A man in Austria said when he heard that I walk to Jerusalem: “You must be a big sinner that you make such a long pilgrimage.” And another one asked: “Did they steal you the bike?”

Confidence

We can achieve nuclear abolition. We can achieve an 100 % renewable energy system thanks to the sun and to energy efficiency. We can achieve a 100 % organic agriculture. We can achieve 0 $ military budgets. It needs a miracle and I believe in it.

“…the world offers itself to your imagination…”

Hans Peter Dürr, our dear IPPNW ally, nuclear physicist and former director of the Max Planck Insitute of Physics in Munich, published recently a wonderful new book “Warum es ums Ganze geht”. There he not only writes, that he as a nuclear physicist is 100 % opposed to the use of nuclear power: We are not allowed to implement a technology that can cause damage of such a magnitude that we cannot take responsibility anymore for it; independently of the risk probability numbers that have been calculated. If the risk is not 0, forget it. He also encourages us: Quantum physics taught us: What we thought is solid, is in motion, in development. So what’s true today will be different tomorrow according to the laws of chaos theory. We can expect a huge quantum leap of consciousness that will enable us to mitigate all the existential threats we are facing today. And his second point: Everything is connected. If one individual changes, the whole system changes. On our solar boat trip we had sea maps with arrows, arrows for the wind, arrows for the current. They showed the wind direction and the wind force. All of us are such arrows. If we take a flight our arrow points towards collapse, if we take the tram from the market square to the boat restaurant, our arrow points towards the breakthrough. The more we choose earth compatible actions the higher are the chances that the miracle happens. Big parts of industry and politics are still on a suicide path and in the strong grip of financial interests. Now it depends on all of us, on all individuals whether we realize the breakthrough or whether we end in the ultimate catastrophe that dispels our species from this planet.

There is a visionary individual in Japan who has a lot to say about planetary ethics. When we had a solar gathering in the Swiss mountains in 1996 we invited all the ambassadors – 96 diplomats. There was one who replied and came, Mitsuhei Murata, the ambassador of Japan in Switzerland. We picked him up at the train station of Disentis, with a horse carriage. As soon as we sat in the coach the locomotive showed up behind the station. The horses balked and took off. The drunken coachman was not in state to respond adequately. Fortunately Providence helped: The road was quite steep and the horses became tired. Therefore we have the joy to greet here Mitsuhei Murata and to listen to his visionary words about planetary ethics, maternal culture and Providence.

 

 

Basel 19th IPPNW CongressBernard Lown,MD Plenary Address August 27, 2010

It is a joy to revisit with colleagues whom I admire for principled steadfastness in the long struggle against the perverse culture of nuclearism. With advancing age I have grown to regard perseverance more worthy than enthusiasm, especially when it extends over decades and when the outlook for progress and change appears distant.

No one has practiced these qualities more masterfully than Eugene Chazov. He played a vital role in launching IPPNW and was key for its startling success. Chazov provided the magic star-dust that propelled the doctor’s movement unto the world stage. I greet many other friends, no one with greater affection than the Gottsteins, Ulli and Monika, who were instrumental in founding the ever vibrant German IPPNW affiliate and provided it with towering moral leadership. A like role was pursued by the Taipales, Vappu and Ilkka in Finland whose wide ranging humanitarian and peace activities made an enduring impact. I have never stopped marveling at the musical impresario genius of the Haubers, Peter and Ingrid, who last year celebrated in Berlin the 25th anniversary of IPPNW Concert. Matin Vosseler makes Switzerland proud not only for a lifelong commitment to antinuclearism but for rousing environmental consciousness and teaching that the life giving sun can also protect us from the impact of our energy gluttony. A salute also to Andre Nidecker and his colleagues who made this splendid Basel Congress possible.

Twenty years ago many of us were certain that genocidal weapons would be rapidly phased out following the collapse of the Soviet Union. After all the only rationale of nuclear arsenals was to deter dangerous nuclear armed adversaries. We were convinced that since the Communist empire had been consigned to the dustbin of history, nuclear abolition was in the cards. We were categorically wrong. Our misjudgment was due to a wrong analysis of the geopolitics of our era. I learned this while writing the recently published memoir of the IPPNW entitled “Prescription for Survival: A Doctor’s Journey to End Nuclear Madness.” Two factors stand out as paramount for the durability of nuclearism: American military hegemony and the North South divide. Let me just touch on these momentous issues. 2

American Miltarism

It is a hard to account why the US government has been committed to nuclear weapons? America being the strongest nation on earth by every conceivable metric, whether military, economic, or scientific, a nuclear world diminishes rather than bolsters its homeland security.

Nuclear bombs are potential equalizers, enabling the weak to inflict unacceptable damage on the strong. Few societies are more susceptible to their malevolent consequences than the rich urbanized, highly developed industrialized North, foremost the United States. In August 2003 three tree branches tangled with power lines in Ohio; nine seconds later, 80 gigawats of electric power –equivalent to electricity produced by 80 nuclear power plants- was offline across Northern USA, leaving millions of people in the dark and paralyzing society to an abrupt standstill.

The US today is a military colossus unmatched in world history. An appreciation of the seminal role of the military in American life is reflected by the military budget. In fact the Pentagon budget equals the military expenditures of the entire world combined. It is also the leading merchant of military weapons to the developing world. The US now provides 52% of world’s arms sales more than twice as much as second place Russia.

There have been few attempts to explain why the threat of a relative handful of terrorists should evoke a military buildup exceeding that of the Reagan administration during the height of the Cold War. At the time thousands of Soviet missiles were targeted at the USA threatening its extinction.

The gargantuan military budget has been supported with equal fervor whether republicans or democrats occupied the White House. As matter of fact, President Obama has raised military spending far more than Bush. At present the defense budget is larger in inflation-adjusted dollars than at any point since the end of World War II. For the American people this is a scourge of tragic magnitude. The Pentagon absorbs as much money as the US federal government spends on education, public health, housing, employment, pensions, food aid and welfare put together. In 2008, more than 49 million people ( including 16.7 million children) in the United States lived in a house-hold at risk of going hungry. 3

Under conditions of mounting social crisis at home, and with no substantial military antagonist abroad, congressional Democrats, the intellectual classes and the American media all support this vast “military-police” buildup justified by the imperatives of the “war on terrorism.”

Another aspect of the military machine deserves attention, namely the fact that American military power peppers the globe. In a prior age, the expansion of empire could be counted by the number of lands colonized. America’s version of the colony is the military base. These have grown so numerous that even the military is uncertain of their exact number. The Pentagon currently owns or rents about 700 overseas bases in 130 countries in every continent and has another 6,000 bases in the United States and its territories. To dominate the oceans and seas of the world, the Pentagon has created thirteen naval task forces built around aircraft carriers. A single such task force can challenge any existing sea power.

New generation of weapons now coming of the drawing boards enable America to strike anywhere from its own territory with US-based missiles having global reach, not to mention predator drones, these robotic killing machines that have claimed far more civilian lives than terrorists.

Nearly 40 years ago Martin Luther King bemoaned, “My own country I lament is the greatest purveyor of violence in the world.”

It may seem I have digressed from IPPNW dominant motif of nucear abolition. On the contrary I am increasingly persuaded that nuclear zero will be impossible without a greater symmetry of global military power. In fact there is no way China, India, Pakistan or any other developing or present nuclear power would be willing to abandon nuclear deterrent capabilities in the face of the awesome unmatchable American military might. Furthermore the pressure of nuclear proliferation is likely to mount.

The above analysis presents only one aspect of the nuclear conundrum. The other and in my mind far more critical issue relates to the North-South divide.

Developing World

The present world order is a continuing legacy of Christopher Columbus. We are now in the 518th year of the Columbus era. An era marked by shame when great wealth was plundered, when indigenous cultures were uprooted, when native populations were subjected to genocide. The human chattel and 4

undreamed riches of the new world provided the muscle and sinew for the industrial revolution. Euro-American affluence rests in no small measure on the extraction of prodigious resources from the Third World.

Yet it is a grim fact that the transfer of wealth from poor to rich continues. Claims of luxury are pitted against claims of subsistence.

The North-South divide is mammoth and growing. According to the UN Human Development Report in 1960 the income gap between the richest and the poorest was 30-1, by 1999 it more than doubled to 74-1. The just released Oxford Multidimemnsional Index of Poverty finds that 1659 million in developing countries live in acute poverty of whom 840 million are continuously hungry. Health care is an unobtainable luxury. Malawi, for example, has 260 doctors to care for a population of 13 million. One doctor per 50,000 people. About 50% of global nonagricultural labor force is either unemployed or under-employed. One in every 6 children in the world of primary school age are not in school.

Multilateral trade laws and international financial agreements keep the poor anchored to their poverty. These arrangements institutionalize inequity far more powerfully than colonizing armies. It is the reason why three million Mexican farmers have been forced off the land where they have been growing corn for 10,000 years. The US is now flooding Mexico with cheap corn sold below the cost of production in Mexico. This free market miracle is due to the American government subsidizing its corn farmers to the tune of $10 billion annually. The result is a northward migration of Mexicans to the US seeking work which has resulted in a dangerous reactionary political backlash against migrants.

Such displacements of populations is a global phenomenon. Imposition of structural adjustment policies by the IMF, World Bank and other lending institutions on economically weak countries, compels them to open borders to the inflow of cheap agricultural imports forcing peasants of the land into urban slums. Bursting shantytowns, not fit for animals, account for galloping urbanization.

The divide between North-South is maintained, nurtured and made cancerous also by the arms trade. This has become a substantial source of developing world debt which limits ritish poor countries investing in education, in health care, in clean water, in sanitation and in critical infrastructures. Tanzania, for example, spends 4 times more on debt 5

repayment than on education and 9 times more than on health. Debt repayment has devastated social services across the board. Adding to the abysmal misery and deprivation is the AIDS epidemic which is bringing devastation comparable to the Black death that depopulated Europe in the middle ages. Today life expectancy for women in Zimbabwe is 42, in Afghanistan 44. By contrast in Japan it is 86. There is no sound biologic reason why there should be a 44 year difference in life expectancy across the world. According to Dr. Michael Marmot President of the British Medical Association this 44 year difference arises because of a social and economic arrangements.

Nineteen years ago, at the 11th IPPNW Congress in Mexico city, I called attention to the inevitability of our entering an age of terrorism. In a transparent world awash with wealth and luxury broadcast 24/7, joblessness and hopelessness promote rage and desperation in the young who become ready fodder for fanaticisms of all ilks. It seemed to me inevitable that mounting inequalities will give birth to terrorism for which the militarization of democratic societies will only enhance blowback and global destabilization.

Exactly ten years later, on September 11, 2001, we Americans lost our innocence. Two mighty oceans no longer afforded secure unbreachable moats. The most powerful military ever assembled, armed with a panoply of exotic weapons that can project devastating destruction anywhere proved ineffective against determined suicidal terrorists with paper cutters. Since WWII US spent more than 25 trillion dollars for the military yet without being able to defend its own people.

The bottom line, I believe to achieve nuclear abolition requires the USA to take a lead in general disarmament, and a global shift of the massive resources of more than 1.25 trillion annually to breach the chasm of inequality, Such humanitarian priorities are essential if we are to address the onrushing climate crisis, the urban rot emerging in much of the developing world, and the epidemic of CVD now sweeping developing countries. Is this possible?

Basis for Optimism

While the analysis is bleak, seldom has there been more reason for optimism. This is not a romantic whistling in the dark. The optimism derives from a number of deep global transformations. Now waiting in 6

the wings are enormous social forces claiming equity, demanding new social priorities and agitating for peace.

One basis for my optimism is the ongoing information revolution, a social transformation of true epic proportions. In public imagination the information age is embodied in the Internet. Indeed nothing in prior human history has made readily available more information, for more people, at lower cost. The Internet showed its potential in 2003, just before the Iraq war, when it mobilized the largest global protest demonstrations against war ever. Twelve million people took to the streets on every continent, in over 700 cities, in 60 countries. The impressive outpouring of anti-war sentiment led the New York Times to editorialize that there were now two superpowers: the USA and global public opinion. The mobilizing power of people against the concentration of corporate and elite power is just in its infancy. (Remind Satellife)

A second factor weighing in the equation for optimism is the rising global level of literacy and education. People living on the edge of subsistence are charged with expectations of a life other than backbreaking toil and premature death. Means of mass communication such as the cell phone, Face book, Twiter, the blogosphere, television constantly project visions of a world able to provide luxurious abundance for some. It compels people to imagine the possible. When the voiceless multitudes begin to whisper, the resulting shout becomes unquenchable and transforming.

Perhaps the most important and least obvious factor for optimism is the transformative perception of shared interests across national borders. During the entire Columbus era ordinary working people living in the industrialized world were indirect benefactors from imperialism and colonialism. Now with a world market without boundaries manufacturing is outsourced to countries with the lowest wages who are indifferent to environmental mayhem. It matters little how strongly unionized workers are in industrialized countries, their militancy is defeated by moving an entire industry to another hemisphere. The plummeting standard of living of the working and middle classes teaches global solidarity. The economic destinies of working people the world over have now grown inseparable and will lead to increased cooperation.

My greatest source of optimism though derives from experience with IPPNW. During the past few years writing “Prescription for survival: A Doctor’s Journey to End Nuclear Madness,” has envigorated a sense of the possible. 7

One needs to recall that the 1980’s were the most perilous time in history. Human kind was poised on the edge of a precipice and there seemed no way back. The nuclear arms race was then galloping without moral brakes, like cancer cells multiplying because they have been genetically programmed to do so.

Recall that in January 1981 there was a bare handful of physician activists meeting in my living room. Less than five year later Chazov and I were receiving the ultimate accolade, the Nobel Peace Prize, on behalf of you. In this brief interlude we identified a large medical community of kindred spirits, unstinting in social dedication. We organized 150 thousand physicians in 60 countries to join our cause. We exposed to millions of people the litany of horrors resulting from blast, fire, and radiation. We persuaded a cowed and accepting public that medicine had nothing to offer in case of nuclear war. We helped expose some of the insane illusions being promoted by the military establishments; such as limited nuclear war, clean bombs, the efficacy of underground shelters and civil defense, of surviving a nuclear exchange, on and on.

We urged a strategy of unilateral deeds to begin with cessation of nuclear testing rather than the blather of endless secret negotiations. Single mindedly we pursued a global cease fire campaign that involved all our affiliates. Gorbachev listened to the physician proposals and stopped the malign traverse. He saw wisdom in our campaign and embraced it. Our novel brand of people’s diplomacy contributed to dismantling the cold war.

In this new age, IPPNW continues to have a vital role. In my mind IPPNW has to find health links in addressing three key issues: first and foremost the growing North South divide. It is not possible for affluent nations to purchase security when wretched and hungry multitudes are clamoring outside the gates of the big house. Terrorism is not to be defeated by projecting military mayhem largely against civilians.

Second, American militarism is now a major obstacle to fostering world peace.

Third we need to be uncompromising in our historic mission to achieve a nuclear free world. Each one of these issues undermines health, threatens life, deprives scarce resources from improving human well being and degrading our fragile environment by accelerating global warming. We need to counterpoint the trade offs between death dealing and life saving investments. 8

Conclusion

Brooding over the nuclear threat for over a half century now, I am led inexorably to the conviction that only unprecedented arousal of moral revulsion will provide the necessary social energies to prioritize a global order fit for human beings.

Human history is yet to begin. Required is an abandonment of the instruments of violence to adjudicate differences between peoples and nations. Doctors in their innermost being know of the fragility, brevity and the miracle of life. We physicians have a vital historical role today. We better not shut our eyes and remain passive, for hope without action is hopeless. Posterity has no lobby with politicians; each of us must speak for generations yet unborn. We shall succeed as we empower millions of people with our vision of the better world that is possible.

 

Tafelacker 4a…

 

Herzliche Grüße

 

Helmut

 

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel. 0531 35 05 13, Mobile: 0176 3813 7631

eMail: Helmut_Kaess@web.de , http://BUND.net/, www.ippnw.de ,

www.friedensbuendnis-braunschweig.de, http://die-linke-bs.de/, www.friedenszentrum.de.vu,

Ich benutze www.ecosia.org als Suchmaschine. Funktioniert mit Ökostrom, spendet Werbeeinnahmen zum Regenwaldschutz und sammelt keine Nutzerdaten. Sollte jedeR tun….

 

————————————————–

From: <brunsvigia@arcor.de>

Sent: Monday, August 30, 2010 11:08 PM

To: <helmut_kaess@web.de>

Subject: Aw: Fw: [Ippnw-deutschland] 19. IPPNW-Weltkongress: Atomare Epidemie bedroht die Menschheit

 

> Lieber Helmut,

>

> natürlich wäre das was für u-b. Nur ein Bericht auf deutsch wäre notwendig und mindestens ein aussagekräftiges Foto. Gerne können wir uns deshalb treffen. Rufe mich mal an.

376101.Tafelacker 4a

>

> Lieber Gruß

> von Uwe

>

>

> —– Original Nachricht —-

> Von: Helmut Käss <Helmut_Kaess@web.de>

> An: Uwe Meier <brunsvigia@arcor.de>

> Datum: 30.08.2010 22:42

> Betreff: Fw: [Ippnw-deutschland] 19. IPPNW-Weltkongress: Atomare Epidemiebedroht die Menschheit

>

>>

>> Lieber Uwe

>>

>> Wir drei Ärzte aus Braunschweig, Friederike Speitling, Elke Schrage und ich,

>> sind von einem phantastischen Kongress zurück und haben viel Lust und Kraft,

>> der Welt Gutes zu tun.

>>

>> Dazu einige Pressemitteilungen der IPPNW, die sie den beiliegenden Links

>> entnehmen können.

>> Anbei eine sehr gute, kurze Pressemitteilung von Angelika zum Weltkongress,

>> an dem ich mit Friederike Speitling und Elke Schrage teilgenommen habe. Wäre

>> das was für „Unser Braunschweig“?

>>

>> Bei den Reden, http://www.ippnw2010.org/index.php?id=247, weise ich bei den

>> vielen phantastischen Reden besonders auf die Reden von Bernard Lown als dem

>> Gründer der IPPNW weltweit http://www.ippnw2010.org/fileadmin/user_upload/Plenary_presentations/Plen3_Lown_Plenary%20Address.pdf

+und auf die Rede von Martin Vosseler hin, +

der

>> eine sehr glaubwürdige Rede hielt. Er ist ein Erstüberquerer des Atlantik

>> vor drei Jahren mit einem Solarboot, er lief zu Fuß siebeneinhalb Monate

>> quer durch die USA, er lief zu Fuß von Basel nach Jerusalem und vieles

>> mehr.

>>

>> Ich wäre für den Bericht auch zu einem Treffen bereit.

>> Außerdem kann ich Dir morgen auch einen Link für private Bilder schicken…

>>

>> Herzliche Grüße

>>

>> Helmut

>>

>>

>> Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel. 0531 35 05 13, Mobile: 0176 3813

>> 7631

>> eMail: Helmut_Kaess@web.de , http://BUND.net/, www.ippnw.de ,

>> www.friedensbuendnis-braunschweig.de, http://die-linke-bs.de/,

>> www.friedenszentrum.de.vu, Ich benutze www.ecosia.org als Suchmaschine.

>> Funktioniert mit Ökostrom, spendet Werbeeinnahmen zum Regenwaldschutz und

>> sammelt keine Nutzerdaten.

>> Sollte jedeR tun….

>>

>> ————————————————–

>> From: <wilmen@ippnw.de>

>> Sent: Sunday, August 29, 2010 2:34 PM

>> To: <ippnw-deutschland@ippnw.de>

>> Cc: <vorstand-erw@ippnw.de>

>> Subject: [Ippnw-deutschland] 19. IPPNW-Weltkongress: Atomare Epidemiebedroht

>> die Menschheit

>>

>> Sehr geehrte Damen und Herren,

>>

>> ein inspirierender und Mut machender 19. IPPNW-Weltkongress ist heute

>> in Basel mit ca. 800 TeilnehmerInnen aus aller Welt zu Ende gegangen.

>>

>> Unsere Pressemitteilung finden Sie unter

>> http://www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/534c0c4aa2/atomare-epidemie-bedroht-die-menschh.html

>>

>> Die abschließende Pressemitteilung zur Urankonferenz unter

>> http://www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/acca409036/delegierte-indigen

>> er-voelker-forder.html ebenso wie die Erklärung der indigenen Delegierten

>> http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/pre-congress_statement_deut

>> sch.pdf

>>

>> Die Reden des Weltkongresses können Sie – soweit vorhanden – hier

>> nachlesen http://www.ippnw2010.org/index.php?id=247 , die der Workshops

>> unter http://www.ippnw2010.org/index.php?id=248

>>

>> Eindrücke der Teilnehmer können Sie auf unserem Kongress-Blog

>> http://ippnw.blogspot.com/ (deutsch) oder dem internationalen

>> Kongress-Blog http://ippnwbasel.wordpress.com/ nachlesen.

>>

>> Fotos von den Kongressen in Basel finden Sie auf unserer Flickr-Seite

>> http://www.flickr.com/photos/ippnw

>>

>> Mit freundlichen Grüßen

>>

>> Angelika Wilmen

>> IPPNW-Presessprecherin

>>

>> Kontakt:

>> Angelika Wilmen, IPPNW, Tel. 0049 (0)162 205 79 43, Deutsche Sektion

>> der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in

>> sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email:

>> wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

>>

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Mein Abschlussbericht aus Hiroshima

Meine Japanreise bestand aus drei Abschnitten: der Zeit vor dem Kongress, bei dem ich Hiroshima ein wenig kennenlernen und Kontakte knüpfen, sowie am Vorprogramm teilnehmen konnte. Dem eigentlichen Kongress, der aus den drei Tagen Freitag bis Sonntag vom 24.-26.8. bestand. Und den fünf Tagen nach dem Kongress, der aus einem Tokyobesuch mit Symposion zu Fukushima und einer Pressekonferenz mit IPPNW-Mitgliedern und Japanern,  sowie einer Besichtigungsfahrt nach Fukushima  bestand.

In den Anlagen und in den Fotolinks könnt Ihr jeweils ausführlichere Informationen erhalten. Sie sind zweimal überarbeitet, aber dennoch sind zweifellos viele Flüchtigkeitsfehler und falsch verstandene Worte enthalten. Aber sie geben einen Eindruck, was mir von den vielen Eindrücken besonders wichtig war.

In der Zeit vor dem Kongress möchte ich folgende Ereignisse erwähnen: das Treffen mit einem japanischen Journalisten; das Treffen mit Steven Leeper, einem Verantwortlichen der Mayors for Peace, das Treffen mit zwei Japanern, die mich zum Essen einluden und von denen ich mit Seishi Hinada zu einer Anti-AKW-Demo fuhr und das Treffen mit Frau Prof. Masae Yuasa, die mit mir am Samstag eine Gruppe besuchte, die sich mit erneuerbarer Energie als Alternative zur Atomenergie beschäftigt.

Ich nahm nach Japan das aktuelle 100% Erneuerbare Energien-Konzept des ZGB aus der Region Braunschweig in der Form eines Links http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=543  mit. Davon hatte ich mir die wichtigsten Teile auf Japanisch und Englisch übersetzen lassen, als Beispiel dafür, was in Deutschland für den Atomausstieg unternommen wird. Und weil ich der Meinung bin, dass ein solches Konzept in Japan, wo einen die Kraft der Sonne niederschlägt, sobald man das klimatisierte Hotel verlassen hat, noch eher möglich sein müsste als hier. Und ein Foto P1150337 beweist: In der Friedenserklärung von Hiroshima 2012 gibt es ein Zitat: „Einige Stimmen bestehen darauf, dass Atomenergie und Menschheit können nicht koexistieren“

Beeindruckt hat mich besonders ein Besuch des Friedensmuseums in Hiroshima und ein Treffen der Organisation ICAN am 22.8.. Und ich freute mich, mit dem Japaner Seishi Hinada an einer Demonstration gegen Atomenergie teilzunehmen und dort die Gelegenheit zu einer kurzen Ansprache zu bekommen.

Bericht vom 20. IPPNW-Welt-Kongress vom 24. Bis 26.8.2012 (Programm www.ippnw2012.org) :

Etwas ausführlichere Berichte finden Sie in den Kongressteilen 1-3 im Anhang.

Zentral war die Besichtigung des Friedensmuseums, das neben dem International Conference-Center steht, mit ausführlichen Berichten über die schrecklichen Folgen der Atombombe.

Aufgrund des Atombombenabwurfs beschloss die Führung der Stadt, den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Schaffung einer friedlichen Welt zu legen, damit dieses Grauen nie wieder geschehen möge.

Daher begannen die Vorveranstaltungen des Kongresses jeweils mit Hibakusha (Atombombenüberlebende)-Berichten.

Am Freitag  (24.8.,1.Tag) sprachen die ICAN – Vertreter (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) Tilmann Ruff und Akira Kawasaki darüber, wie ihre Organisation aus der Frustration über die vergeblichen Verhandlungen zum Non Proliferation Treaty geboren wurde.

Ira Halfland von der Organisation „Physicians for Social Responsability“ der USA sprach über die Erfolge und Misserfolge dazu innerhalb der IPPNW. Bei den regionalen Meetings innerhalb des Kongresses wurde bei dem europäischen Meeting besonders auf die Homepage: http://www.ippnw.eu/  hingewiesen.

Am Abend nahmen viele an einer eindrucksvollen Bootsfahrt teil.

 

Am Samstag (25.8.) wurde darauf hingewiesen, dass es der ganzen Welt zu Gute käme, wenn sie in ihrem Denken von einer Kriegslogik zu einer Friedenslogik übergehen würde, weil man dann den Frieden an die erste und wichtigere Stelle setzt und sich dies positiv auswirken würde. (Kriegslogik ist leider in den Regierungen dieser Welt noch weit verbreitet)

Dann wurden die Strahlungsfolgen erläutert und, da die die letzten Hibakusha in den nächsten Jahren sterben, die Kinder der Hibakusha als 2.Hibakusha-Generation vorgestellt, um das wichtige Erbe des Berichtens zu übernehmen. Dann kam die Studentenfraktion der IPPNW zu Wort, die schon an den zwei Tagen vor dem Hauptkongress ihren eigenen Kongress abgehalten hatten.

Abgeschlossen wurde der Tag mit unterschiedlichen Berichten dazu, was eine atomwaffenfreie Welt bedeuten würde und wie sich unsere psychische Einstellung ändern muss, um dorthin zu gelangen.

Am Abend wurden wir von dem Bürgermeister von Hiroshima zum Essen und zu einer Drachentheateraufführung eingeladen.

Am Sonntag (26.8., letzter Tag) sprachen Lars Pohlmeier und Andy Nidecker über die „schrecklichen Zwillinge“ Atomwaffen und Atomenergie.

Danach wurde unter der Moderation auch von Frau Katsuko Kataoka auf den Atomunfall in Fukushima eingegangen. Ich  hatte den Eindruck, dass die Bedeutung des Unfalls heruntergespielt wurde. Frau Kataoka ließ keine Zeit zur Diskussion und musste dieser erst zustimmen, nachdem das Publikum laut protestierte.

Die Nachmittagssession verpassten einige Teilnehmer einschließlich mir,  da wir zu weiteren Veranstaltungen nach Tokyo und Fukushima aufbrechen mussten.

Nach dem Kongress gab es ein Symposion über Fukushima und „the nuclear chain“ in Tokyo und nach dem Besuch der verstrahlten Zone in der Nähe der Reaktoren fand eine Pressekonferenz der IPPNW statt, die ausgezeichnet war. Zwei Erklärungen dazu in den Anlagen.

Herzliche Grüße

Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel. 0531 35 05 13, Mobile: 0176 3813 7631
http://www.helmutkaess.de/Wordpress/,

 

Meine Fotos, zeitlich geordnet:

Wenn Ihr meine Links öffnet, seht Ihr die Bilder möglicherweise nicht auf Picasa, sondern auf Google Plus. Dann seht Ihr eine Menge Bilder ohne Beschriftung. Ihr seht nach dem ersten Öffnen oben einen schmalen schwarzen Streifen. In diesem seht Ihr auf Blass/Gelb eine Schrift: Hier gelangen Sie zurück zu Picasa-Webalben”.  Ihr müsst auf das “Hier” klicken. Dann bekommt Ihr die Bilder in Picasa mit Unterschriften. Dann könnt Ihr entweder auf die Bilder klicken und sie dadurch vergrößern oder auf Diashow…

 

2012-08-16 Bilder von der Hiroshimareise zwischen dem 14.-16.8:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20120816BilderVonDerHiroshimareiseZwischenDem14168?authkey=Gv1sRgCMPbq_OsrNXFUA 

Bilder bis 2012-08-18 Fotos aus Japan/Hiroshima

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20120818FotosAusJapanHiroshima?authkey=Gv1sRgCKSE1e2ju5LolQE

Bilder bis 2012-08-19:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20120819?authkey=Gv1sRgCL-T4MjqqfHGJw

Bilder bis 2012-08-22:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20120822?authkey=Gv1sRgCLHHoLOFoquXXg

Bilder vom 23.-26.8./   012-08-24:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/2012082402?authkey=Gv1sRgCNX36pP_j-SYNg

Bil2012-08-30 Termine in Tokyo und Fukushima nach dem Kongress:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20120830TermineInTokyoUndFukushimaNachDemKongress?authkey=Gv1sRgCJ-G4eKaztK8uwE

Karten von Hiroshima und Umgebung:

https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20120928KartenVonHiroshimaUndUmgebung?authkey=Gv1sRgCOqAo8KXterhCg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rania Salsaa

Fr, 19. April 2013

Danach Taxi-Fahrt nach Bethlehem, wo wir uns

mit Frau Rania Salsaa, einer Palästinenserin vom Internationalen Begegnungszentrum Diyar in Bethlehem neben der  Evangelischen Weihnachtskirche trafen.

www.diyar.ps/

Der Link wird verfälscht. Bitte einfach so eingeben…

www.foerderverein-bethlehem.de Der Link wird verfälscht. Bitte einfach so eingeben…

Sie arbeitet als Lehrerin im Zentrum Talitha Kumi und engagiert sich zusätzlich im Begegnungszentrum Diyar. Dort finden unterschiedliche Aktivitäten statt, u. a. wurde ein palästinensischer Reiseführer produziert, für Kinder werden Karate, Ballett, Kunst, Schwimmen und Musik angeboten und zusätzlich Seniorenarbeit und Frauensport.

Die palästinensischen Lehrer und Kursleiter müssen arbeiten bis zum Umfallen und es gibt keine Krankenversicherung für alle. Sie selbst wird ab 60 keine Krankenversicherung mehr haben. Es nehmen auch viele Christen an den angebotenen Veranstaltungen teil. Bethlehem und Ramallah haben christliche Bürgermeisterinnen. Heute Morgen stand in der Jerusalemzeitung: die Mauer soll die Grenze zwischen Palästina und Israel sein, ist aber illegal im palästinensischen Gebiet errichtet. (in Deutschland ist ja die Mauer verschwunden, so wie die Apartheid in Südafrika verschwunden ist. Juden in aller Welt und zunehmend auch in Israel sind gegen die Apartheid, zB Rolf Verleger und Miko Peled, der Film „Töte zuerst“ = „the gatekeepers“ = „Shin Beth“ ist hervorragend. Im Juli 2012 lief Dror Morehs Dokumentarfilm „Shomrei Hasaf“ deutsch: „Töte zuerst!“ in den israelischen Kinos an. )

Wir klammern uns an die Hoffnung.

Als Lehrerin hat sie schlecht geschlafen, sie muss die Gedanken an die Politik wegsperren, um die Arbeit mit Kindern zu schaffen und Positives weiterzugeben, um Hoffnung zu schaffen. So wie die Friedenspolitik in der DDR sich in den Kirchen sammelte. Und wenn morgen die Welt untergeht, wollen wir noch einen Olivenbaum pflanzen…

Sie ist der Meinung, dass es eine politische Lösung geben muss, die nicht immer durch  die Staaten und Organisationen mit Geldern zugestopft werden dürfe. Die Prinzipien der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit seien wichtig. Alle möglichen Europäer sind beteiligt, denn bei den Palästinensern ist bei den momentanen Verhältnissen unter den Bedingungen der Besatzung keine politische Opposition möglich. Es gibt die Fatah und die Hamas, die Linke schläft. Es gibt viele Organisationen in Israel, z.B. „Breaking the silence“(Die Soldaten, die über ihre Erfahrungen in der Westbank sprechen). Nach ihrer Meinung geht es darum, den Teilungsplan einzuhalten, vorübergehend eine Zweistaatenlösung zu schaffen, dann am Beispiel Europas, nach 5-10 Jahren, eine Föderation zu erzeugen (siehe in dem Foto:  folgende Lösungsmöglichkeiten: eine Zwei-Staaten-lösung, eine Ein-Staatenlösung, eine Föderation, eine Konföderation, eine Schweizer Kantonslösung).

Sie hält Spenden an die lutherischen Institutionen für sinnvoll, die gute Projekte anbieten, während es mit den politischen Institutionen immer schlimmer würde und sie davon abrate, diese zu unterstützen.

Die von Christen initiierten und unterhaltenen Projekte Talitha Kumi, Diyar, Newe Shalom, Abrahams Herberge sind positive Beispiele, wo das Zusammenleben von Juden, Muslimen und Christen praktiziert wird. Wichtig sei Solidarität, sodass die Palästinenser das Gefühl haben, „wir haben jemanden, der an mich denkt“; und dass die Touristen kommen und realisieren, hier leben seit der Zeit von Jesus Christen. Religion könne den Menschen Halt geben. Eine politische Lösung sei nur durch Änderung der Haltungen von den USA und Europa möglich. Die fundamentalistischen Christen würden eine wichtigere Rolle für die Unterstützung des Apartheidsystems spielen als die Juden in USA. (Angemerkt wurde aus unserer Reisegruppe, der Kirchentag in Deutschland sei so beschämend gewesen wegen seines isolierten Blicks.) Sie selber sei Schülerin in Talitha Kumi gewesen, voriges Jahr hätte sie 20-jähriges Abitur gehabt. Sie habe in Köln Deutsch und Geschichte studiert und in der Erwachsenenbildung gearbeitet und lebte 9 Jahre in Deutschland. Vor 10 Jahren sei sie zurückgekommen, habe in ihrer Familie gelebt, arbeite als Lehrerin in Talitha Kumi. Sie meine, dass man seit den Nürnberger Prozessen auf das eigene Recht pochen und jedes Unrecht beim Namen nennen müsse.

Sie habe keinen Ehemann und keine Kinder.

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Verwaltungschefin Frau Grünert

Besichtigung und Info über das Zentrum Talitha Kumi durch die Verwaltungschefin Frau Grünert:   sie erzählte, dass die Einnahmen des Gästehauses einen wichtigen Pfeiler für die Finanzierung der Schule darstellen; zusätzlich existiert ein großer Freundeskreis, der das Zentrum mit Spenden und symbolischen Patenschaften unterstützt; 1000 Kinder gehen hier zur Schule, lernen u.a. Deutsch und machen das gleiche Abitur wie in Deutschland;  auch die Schmidt-Schule (Ort des ersten Talitha Kumi-Zentrums) gegenüber vom Damaskustor in Jerusalem ist deutsch; im ersten Gebäude, das 1816 von einem christlichen Kardinal als Schule für höhereTöchter zur Verbesserung derer Chancen gebaut wurde, befindet sich auch heute noch ein Mädcheninternat; ursprünglich waren nur Christen zugelassen, jetzt ist die Hälfte christlich, die Hälfte muslimisch; das Schulgeld beträgt 1200 € pro Jahr, aber es gibt ein ausgiebiges Sozialprogramm; außerdem gibt es eine Hotelfachschule mit z. Zt. 60 Teilnehmern, die mit einem Diplom abschließt; den Kindergarten besuchen 120 Kinder, die danach in der Regel in die Schule gehen, die einen Abiturabschluss anbietet; der Kindergarten wird von Kindern zwischen 3 bis 6 Jahren besucht und hat 2 Vorschulklassen; in diesen lernen Kinder in kleinen Gruppen täglich ½ Stunde Deutsch und Englisch, lateinische Buchstaben  und deutsche Lieder; die palästinensischen Kinder sind stärker in den Sprachen als die israelischen, denn mit deutschem Abitur gibt es bessere Zukunftsperspektiven für sie; die Finanzierung des Zentrums bezeichnet sie sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart als kleines Wunder; besonders gegen die Vertreibung der Palästinenser brauchen sie die Unterstützung von außen.

Ich erzählte, dass  ein guter Bekannter von mir, der aus Gaza stammt und mit seiner Familie in Braunschweig lebt,  wieder zurück will, nachdem er in Braunschweig ein Mietshaus gekauft hat, um in Palästina von den Mieteinnahmen zu leben.

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Daoud Nassar

Mittwoch, 24.4.

Anschließend besuchten wir Dahers Weinberg mit dem Tent of Nations, wo die palästinensischen Besitzer aktuell in Zelten wohnen und in der Vergangenheit in Höhlen.

Dort erzählten uns mehrere Familienmitglieder, dass der Großvater sein dort liegendes von ihm bewirtschaftetes Land registrieren ließ. Dies haben nur wenige gemacht, da mit der Registrierung Steuerzahlungen zusammenhingen. Das rächte sich für „die Nutzer des Landes“, nicht die Besitzer.

Israel hat sich als den gültigen Staat bezeichnet, die Leute von der Nutzung abgehalten und wenn das über 3 Jahre passierte, war nach ottomanischem Recht eine Enteignung möglich  und es wurden dann ganze Hügel enteignet. Wir sind der letzte Hügel in der Nachbarschaft mit palästinensischem Besitzer.

Tent of Nations ist der letzte Hügel mit palästinensischem Besitzer. Sie seien die Einzigen gewesen, die ständig dort  waren: Pflanzzeit, Erntezeit, die Großeltern haben ihr ganzes Leben hier verbracht. Sie hatten auch  israelische Dokumente , die sie als Besitzer auswiesen. Die israelische Verwaltung war darüber schockiert. Sie behaupteten dann, dass sie die alte Karte mit der Hand nachgemacht hätten. Deswegen mussten sie eine neue Landvermessung durchführen lassen, die sie 5000 € kostete. Sie führten 12 Jahre einen juristischen Kampf vor dem Militärgericht mit einer Ablehnung, worauf sie das oberste Gericht anriefen. Sie hätten bisher 150.000 Dollar an Gerichtsgebühren gezahlt. Siedler haben sie angegriffen, weswegen es seit 2002 eine permanente internationale Präsenz durch Volontäre bei ihnen gibt. Die Wasserbehälter und 250 Olivenbäume wurden zerstört. Europäische Juden haben ihnen 200 Bäume gesponsert und gepflanzt. Darauf wurde von der israelischen Verwaltung argumentiert, „wie viel Millionen wollt Ihr haben“. Sie antworteten, das Land ist unsere Mutter, die darf man nicht verkaufen. Jetzt bedroht sie der Mauerbau. Sie werden auf der israelischen Seite der Mauer sein. Das würde bedeuten, dass sie nach Bethlehem 5 Stunden statt 20 Minuten unterwegs seien. Städte werden zu Homelands, es ist eine frustrierende Situation, worauf man mit Gewalt, Resignation oder Emigration reagieren kann. Niemand aber kann sie zum Hass zwingen. Die Gewaltlosigkeit ist der vierte Weg. Sie schrieben auf Hebräisch, „wir weigern uns, Feinde zu sein“ und den Vers eines Psalms:  „Wie schön, wenn die Geschwister zusammenkommen“. Die Frustration versuchen sie positiv zu kanalisieren. Sie planen, Brücken zu bauen, „kommen und sehen“, auch für Israelis. Sie wollen nicht in der Opfermentalität bleiben, sie müssten immer kreativ sein. Wie kann man das entwickeln? Sie haben eine 4,5kw Solaranlage, Windräder, eine Biogas- und eine Kläranlage (sie sind ja total vom Regenwasser abhängig), für die sie Hilfe zur Selbsthilfe bekamen. Die Höhlen sind im Winter warm und im Sommer kühl.

Bisher hatten sie sich von anderen abhängig gemacht, andere entschieden für uns. Jetzt machen sie jedes Jahr eine Baumpflanzaktion, sie brauchen 10€ für  jeden Baum, die ersten Oliven erhalten sie nach 10 Jahren.

  1. Friede soll von unten wachsen, die Basis sind z. B. Camp-Aktionen für Kinder im Sommer, damit Kinder ihre Talente entdecken. Sie tun damit etwas für palästinensische Kinder. Dabei gehe es um Verständnis, nicht um Sympathie.
  2. eine Unterstützung der Demonstrationen gegen die Israelis ist gut, aber die Hauptaufgabe ist  die Arbeit zu Hause.
  3. Sie tun etwas für die Frauen. Die Ehefrau eines Sohnes ist Lehrerin, sie leben in einem sehr konservativen Dorf. Es sei wichtig, dass die Frauen für einige Stunden aus dem Haus herauskommen. Z.B. skypen sie am nächsten Tag mit einer muslimisch/christlichen Gruppe aus England. Sie müssten voneinander lernen. Während der Ernte haben  sie internationale Helfer im Einsatz, z.B. schickt der katholische deutsche Verein vom Heiligen Land Leute dafür. Sie sind weltweit vernetzt. Die Webseite „Woof“ vermittelt ihnen die Volontäre. 2012 hatten sie 6000 Gäste. Es gab Abrissbefehle für ihre Zelte, das Militär war von den Siedlern beauftragt worden und hatte die Straße blockiert, siehe bei  www.tentofnations.org.  Sie haben vor, eine Berufsschule zu gründen. Wie können sie Lehrer dafür bekommen? Ich sprach von Frau Rania Salsaa, die kannte er schon…
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„Wir haben doch niemandem etwas getan!“

„Wir haben doch niemandem etwas getan!“

Eindrücke einer Begegnungsreise nach Palästina und Israel

Mit vielen Eindrücken kehrte eine Reisegruppe aus dem Bereich der Braunschweiger Landeskirche unter Leitung von Pfarrer Eckehard Binder von einer Reise aus dem Heiligen Land zurück. Sie besuchte vor allem evangelische Gemeinden und Einrichtungen.

Den stärksten Eindruck hinterließ eine Begegnung in der katholischen Gemeinde in Taybeh.

Er gehört zu den wenigen noch mehrheitlich christlich bewohnten Orten in der sogenannten Westbank und liegt in der Nähe von Ramallah. Der für die Caritas-Arbeit der einheimischen römisch-katholischen Kirche zuständige Pfarrer Raed berichtete voller Begeisterung von Projekten zur Schaffung von Arbeitsplätzen für die christliche Bevölkerung, die aufgrund der israelischen Besatzung und der damit verbundenen schwierigen wirtschaftlichen Situation immer mehr auswandert. Voller Zuversicht sprach er davon, dass gelingen wird, viele Christen zum Bleiben zu bewegen.

Beim Mittagessen im Anschluss erklangen jedoch ganz andere Töne. Es wurde erzählt, wie jüdisch-israelische Siedler aus der Umgebung einige Tage zuvor israelische Fahnen auf kirchliches Land gesetzt hätten, um damit provokant ihren Besitzanspruch zu manifestieren. In der Nacht darauf wurden im Dorf mehrere Autos christlicher Familien in Brand gesteckt.

„So etwas gab es hier noch nie. Wir sind friedliche Menschen, wir haben doch niemandem etwas getan!“ Noch geschockt berichteten katholische Ordensschwestern von diesen Übergriffen.

Der Eindruck der Reisegruppe, von denen die meisten schon mehrere Male im Land waren:

Die Lage wird immer schwieriger, vor allem für Palästinenser.

Doch das Thema der Besatzung der Besatzung spielt in der israelischen Öffentlichkeit so gut wie keine Rolle. Für sie hört die Welt an der Mauer, die das palästinensische Land durchzieht, praktisch auf.

Deutlich wurde dieses bei einer Fahrt mit einem jüdisch-israelischen Taxi. Als sich herausstellte, dass das Ziel der Kleingruppe, die evangelisch-lutherische Schule „Talitha Kumi“ am Ortsrand von Beit Jala ist, fing der Fahrer an zu zittern und sagte: „Dort wohnen Araber, die erschießen mich!“

In vielerlei Begegnungen sowohl mit Palästinensern als auch mit israelisch-jüdischen Staatsbürgern, die sich für einen gerechten Frieden einsetzen, machte sich die Gruppe ein Bild von der aktuellen Situation, in der sich der israelische Staat laut Aussage vieler immer mehr als „rassistisch-koloniale Besatzungsmacht“ darstellt. Gesprächspartner auf beiden Seiten erinnerten an die besondere deutsche Verantwortung in diesem Konflikt, die sich ihrer Meinung nach nicht durch Zurückhaltung, sondern gerade durch mutige Schritte auszeichnen sollte. Zuallererst wurden dabei Boykottmaßnahmen gegenüber Israel genannt. „Nur so gelangt der Konflikt und das Leiden der palästinensischen Bevölkerung in die israelische Öffentlichkeit und es entsteht Druck auf die Politik, einen wirklichen Friedensprozess einzuleiten.“

Einhellig stand am Ende der Ruf: „Kommt wieder!“

Eckehardt Binder und seine Reisegruppe

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Protokoll der Solidaritätsreise nach Palästina + Israel

Solidaritätsreise nach Palästina + Israel

Reiseablauf:

Fotos Auslese: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/AusleseIsraelPalastina?authkey=Gv1sRgCICV6srGsa-eOA#

 Am Ende des Berichts noch alle meine Fotolinks

Kurzübersicht:

Do, 18. April 2013 Fahrt/Ankunft

Fr, 19. April Frau Grünert/Bethlehem Rania Salsaa/ Mohamed/

Sa, 20. April Jerusalem/Altstadt/Reuven Moskovitz/

So, 21. April Jordan/Totes Meer/ Haus von Majed Nasrallah

Mo, 22. April Beit Sahour/Nasser Ibrahim/ Holzwerkstatt Odeh/ und Abendessen bei Rishmawis

Di, 23. April Jerusalem/Connie Hackbarth/Damaskustor/ Kloster Cremisan/ Ronny Hammermann

Mi, 24. April Hebron/Dahers Weinberg/

Do, 25. April Taybeh/ orthodoxe Kirche bei Nablus/ Ankunft Tabgha

Fr., 26. April – Di., 30. April  See Genezareth/ Brotvermehrungskirche/ Todesfall/ Berg der Seligpreisungen

 

Do, 18. April 2013 Fahrt/Ankunft

Bustransfer nach Berlin (mit „Rühe-Reisen“ aus Liebenburg)

Abfahrt:   3.40 Uhr, Wolfenbüttel, Edeka-Markt Neuer Weg

4.00 Uhr, Gemeindehaus BS-Heidberg

Abflug Berlin-Tegel: 10.25 Uhr mit Air-Berlin (Flugnr. AB 8902)

Ankunft Flughafen Tel Aviv  15.25 Uhr (Ortszeit)

Bus-Transfer nach Beit Jala mit „Aluna – Tours“

Ankunft inTalitha Kumi (von deutschen Christen finanziertes und betriebenes Zentrum für israelische und palästinensische Kinder und Jugendliche)      ~  17.00 Uhr

Abendessen, Relaxen

Fr, 19. April Frau Grünert/Bethlehem Rania Salsaa/ Mohamed/

Besichtigung und Info über das Zentrum Talitha Kumi durch die Verwaltungschefin Frau Grünert:   sie erzählte, dass die Einnahmen des Gästehauses einen wichtigen Pfeiler für die Finanzierung der Schule darstellen; zusätzlich existiert ein großer Freundeskreis, der das Zentrum mit Spenden und symbolischen Patenschaften unterstützt; 1000 Kinder gehen hier zur Schule, lernen u.a. Deutsch und machen das gleiche Abitur wie in Deutschland;  auch die Schmidt-Schule (Ort des ersten Talitha Kumi-Zentrums) gegenüber vom Damaskustor in Jerusalem ist deutsch; im ersten Gebäude, das 1816 von einem christlichen Kardinal als Schule für höhereTöchter zur Verbesserung derer Chancen gebaut wurde, befindet sich auch heute noch ein Mädcheninternat; ursprünglich waren nur Christen zugelassen, jetzt ist die Hälfte christlich, die Hälfte muslimisch; das Schulgeld beträgt 1200 € pro Jahr, aber es gibt ein ausgiebiges Sozialprogramm; außerdem gibt es eine Hotelfachschule mit z. Zt. 60 Teilnehmern, die mit einem Diplom abschließt; den Kindergarten besuchen 120 Kinder, die danach in der Regel in die Schule gehen, die einen Abiturabschluss anbietet; der Kindergarten wird von Kindern zwischen 3 bis 6 Jahren besucht und hat 2 Vorschulklassen; in diesen lernen Kinder in kleinen Gruppen täglich ½ Stunde Deutsch und Englisch, lateinische Buchstaben  und deutsche Lieder; die palästinensischen Kinder sind stärker in den Sprachen als die israelischen, denn mit deutschem Abitur gibt es bessere Zukunftsperspektiven für sie; die Finanzierung des Zentrums bezeichnet sie sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart als kleines Wunder; besonders gegen die Vertreibung der Palästinenser brauchen sie die Unterstützung von außen.

Ich erzählte, dass  ein guter Bekannter von mir, der aus Gaza stammt und mit seiner Familie in Braunschweig lebt,  wieder zurück will, nachdem er in Braunschweig ein Mietshaus gekauft hat, um in Palästina von den Mieteinnahmen zu leben.

Danach Taxi-Fahrt nach Bethlehem, wo wir uns

mit Frau Rania Salsaa, einer Palästinenserin vom Internationalen Begegnungszentrum Diyar in Bethlehem neben der  Evangelischen Weihnachtskirche trafen.

www.diyar.ps/

www.foerderverein-bethlehem.de

Sie arbeitet als Lehrerin im Zentrum Talitha Kumi und engagiert sich zusätzlich im Begegnungszentrum Diyar. Dort finden unterschiedliche Aktivitäten statt, u. a. wurde ein palästinensischer Reiseführer produziert, für Kinder werden Karate, Ballett, Kunst, Schwimmen und Musik angeboten und zusätzlich Seniorenarbeit und Frauensport.

Die palästinensischen Lehrer und Kursleiter müssen arbeiten bis zum Umfallen und es gibt keine Krankenversicherung für alle. Sie selbst wird ab 60 keine Krankenversicherung mehr haben. Es nehmen auch viele Christen an den angebotenen Veranstaltungen teil. Bethlehem und Ramallah haben christliche Bürgermeisterinnen. Heute Morgen stand in der Jerusalemzeitung: die Mauer soll die Grenze zwischen Palästina und Israel sein, ist aber illegal im palästinensischen Gebiet errichtet. (in Deutschland ist ja die Mauer verschwunden, so wie die Apartheid in Südafrika verschwunden ist. Juden in aller Welt und zunehmend auch in Israel sind gegen die Apartheid, zB Rolf Verleger und Miko Peled, der Film „Töte zuerst“ = „the gatekeepers“ = „Shin Beth“ ist hervorragend. Im Juli 2012 lief Dror Morehs Dokumentarfilm „Shomrei Hasaf“ deutsch: „Töte zuerst!“ in den israelischen Kinos an. )

Wir klammern uns an die Hoffnung.

Als Lehrerin hat sie schlecht geschlafen, sie muss die Gedanken an die Politik wegsperren, um die Arbeit mit Kindern zu schaffen und Positives weiterzugeben, um Hoffnung zu schaffen. So wie die Friedenspolitik in der DDR sich in den Kirchen sammelte. Und wenn morgen die Welt untergeht, wollen wir noch einen Olivenbaum pflanzen…

Sie ist der Meinung, dass es eine politische Lösung geben muss, die nicht immer durch  die Staaten und Organisationen mit Geldern zugestopft werden dürfe. Die Prinzipien der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit seien wichtig. Alle möglichen Europäer sind beteiligt, denn bei den Palästinensern ist bei den momentanen Verhältnissen unter den Bedingungen der Besatzung keine politische Opposition möglich. Es gibt die Fatah und die Hamas, die Linke schläft. Es gibt viele Organisationen in Israel, z.B. „Breaking the silence“(Die Soldaten, die über ihre Erfahrungen in der Westbank sprechen). Nach ihrer Meinung geht es darum, den Teilungsplan einzuhalten, vorübergehend eine Zweistaatenlösung zu schaffen, dann am Beispiel Europas, nach 5-10 Jahren, eine Föderation zu erzeugen (siehe in dem Foto:  folgende Lösungsmöglichkeiten: eine Zwei-Staaten-lösung, eine Ein-Staatenlösung, eine Föderation, eine Konföderation, eine Schweizer Kantonslösung).

Sie hält Spenden an die lutherischen Institutionen für sinnvoll, die gute Projekte anbieten, während es mit den politischen Institutionen immer schlimmer würde und sie davon abrate, diese zu unterstützen.

Die von Christen initiierten und unterhaltenen Projekte Talitha Kumi, Diyar, Newe Shalom, Abrahams Herberge sind positive Beispiele, wo das Zusammenleben von Juden, Muslimen und Christen praktiziert wird. Wichtig sei Solidarität, sodass die Palästinenser das Gefühl haben, „wir haben jemanden, der an mich denkt“; und dass die Touristen kommen und realisieren, hier leben seit der Zeit von Jesus Christen. Religion könne den Menschen Halt geben. Eine politische Lösung sei nur durch Änderung der Haltungen von den USA und Europa möglich. Die fundamentalistischen Christen würden eine wichtigere Rolle für die Unterstützung des Apartheidsystems spielen als die Juden in USA. (Angemerkt wurde aus unserer Reisegruppe, der Kirchentag in Deutschland sei so beschämend gewesen wegen seines isolierten Blicks.) Sie selber sei Schülerin in Talitha Kumi gewesen, voriges Jahr hätte sie 20-jähriges Abitur gehabt. Sie habe in Köln Deutsch und Geschichte studiert und in der Erwachsenenbildung gearbeitet und lebte 9 Jahre in Deutschland. Vor 10 Jahren sei sie zurückgekommen, habe in ihrer Familie gelebt, arbeite als Lehrerin in Talitha Kumi. Sie meine, dass man seit den Nürnberger Prozessen auf das eigene Recht pochen und jedes Unrecht beim Namen nennen müsse.

Sie habe keinen Ehemann und keine Kinder.

Danach individueller Gang durch die Stadt: Geburtskirche, Altstadt

Nach einem Mittagsimbiss trafen wir uns im Hotel „Abrahams Herberge“ mit angegliederter Jungenschule mit Mohammed ?, der einen Vortrag hielt.

Er sagte, dass die „Boys Group” von ursprünglich 80 auf 8 Schüler verkleinert worden sei und auch diese aufhören müssten und dann auf der Straße landen würden. Er hoffe nur auf den Abschluss von zwei Abiturienten, die gute

Noten hätten. Im dazugehörenden Abrahams Tent gebe es noch 120 Kinder. Es gibt sechs lutherische Kirchen, eine in

Talitha Kumi. Die Christen stellen einen Anteil von 2% der Bevölkerung, (ein anderer sagte 1,4%). Dieser schrumpfe  sei wegen häufigem Wegzug, denn die Christen haben bessere Möglichkeiten dazu als die Moslems. Er sei Moslem. 1942 war sein Vater 21 und landete in einem “refugee camp“ in der Westbank. 1956 schuf die UN einigen Raum für die Flüchtlinge. Z. Zt. gebe es fünf Millionen Palästinenser in Palästina, außerhalb sechs Millionen. (Bei Anderen wurde von 6 Millionen Palästinensern in Palästina gesprochen)

In dem Gebiet von Bethlehem gibt es 22 (illegale) Siedlungen Israels. Die Soldaten dringen auch in A-Areas ein und haben unbegrenzten Zugriff auf die C-Regionen. Es gebe nur 2x im Monat Wasser für die Palästinenser, während die Juden immer Wasser bekommen, weshalb die Palästinenser alle Wassertanks haben.

Die Juden seien der Meinung, das ganze Land sei nur für Juden da, das Land sei aber für alle. Er befürchtet deshalb eine dritte Intifada z. B. ab dem 15.5., dem Gründungstag für Israel. 200 palästinensische Gefangene seien schon seit der Zeit vor den Oslo-Verhandlungen politische Gefangene.

Abrahams Herberge war gedacht zur Finanzierung von der Boys Schule und dem Boys Tent. Leider reichen die Einkünfte dafür nicht, wenn sich auch das Haus selbst gut trägt. Er war deshalb ziemlich depressiv. Wenn die Projekte blieben, wäre er auch bereit, zu bleiben. Er trägt sich als Alternative mit dem Gedanken, nach Chile auszuwandern, wo schon Verwandte sind.

Zwei wichtige Links: www.diyar.ps

www.foerderverein-bethlehem.de

Sa, 20. April Jerusalem/Altstadt/Reuven Moskovitz/

Am Morgen traf der vielen Mitgliedern von früheren Reisen altbekannte palästinensische Reiseführer Majed Nasrallah auf die Gruppe. Wir fuhren mit einem Kleinbus um 10:00 ab, von Talitha nach Jerusalem und dort auf den Ölberg. Von dem Aussichtpunkt wanderten wir  zur Dominus-flevit-Kirche („Der Herr weinte“-Kirche) hinunter, wo wir eine Gruppe von Tansaniern trafen, dabei war die Frau von Nyerere, dem früheren Präsidenten von Tansania.  Arnold Kiel aus unserer Gruppe, ein berenteter Pastor, begrüßte sie, er war 15 Jahre in Tansania (Kilimandscharo).

Wir besuchten den Garten Gezemane, die Kirche der Nationen, das Stefanustor bzw. Löwentor, dann in der Altstadt die Via dolorosa, und einige die Grabeskirche. Wir bekamen in dem Lokal Fountaine gute Falafel zu essen und besuchten danach die Erlöserkirche. Dort gab es Ausgrabungen von vor einigen tausend Jahren und ein Museum. Ich stieg über eine sehr enge Treppe auf den Turm mit sehr gutem Ausblick (Fotos). Dann verließen wir über das Damaskustor die Altstadt. Bei der Schmidt-Schule trafen wir uns mit Reuven Moskovitz. Zuerst stiegen wir mit ihm auf das Dach der Schule, danach saßen wir mit ihm in einem Raum, wo er uns viel erzählte und ich dann sein Buch kaufte „Der lange Weg zum Frieden“.

Danach Rückkehr nach Talitha mit dortigem Abendessen.

So, 21. April Jordan/Totes Meer/ Haus von Majed Nasrallah

Geplant war eine Fahrt mit Kleinbussen nach Battir zum Wandern (Organisation: Majed Nasrallah), aber wegen Dauerregen in der Nacht war es recht kalt und die Wege zu rutschig, weswegen wir stattdessen zum Toten Meer fuhren. Anfangs scheiterten wir an einem Marathonlauf, der uns etwa eine Stunde Zeit kostete, weil ein Umfahren über Bethlehem notwendig war. Dann vorbei an Jerichow  und wir besuchten am Jordan  einen möglichen Ort der Taufe Jesu?. Dort schoss ich viele Fotos und man sah über den knapp 10m breiten Fluss nach Jordanien hinein. Dort fanden auch Taufen in weißen Gewändern statt.

Dann fuhren wir weiter zum Toten Meer, wo die Gelegenheit zum Baden bestand. Wir hatten einen großartigen Blick auf die andere Seite des Toten Meeres nach Jordanien und einen scheinbar endlosen Blick nach Süden auf das Meer. Ich nahm das übliche Bad auf dem Wasser, das flüssiger als erwartet war bei Wind und aufgewühlten Wellen. Man kann sich auf den Rücken legen und mit ausgestreckten Armen und Beinen relativ stabil liegen. Einige stürzten auch mit dem Gesicht ins Wasser, was mit heftigem Brennen der Schleimhäute und Augen „belohnt“ wurde. Der Schlamm und das Klima gelten als heilend für Hauterkrankungen.

Dann Rückfahrt zum Haus von Majed Nasrallah in Beit Jala, dem Ort, in dem auch wir in Talitha Kumi wohnten. Gutes Essen, Kennenlernen der Frau und von zwei Söhnen. Besuch in der Olivenholzwerkstatt von Majed, wo wir Olivenholz-schnitzereien gezeigt bekamen. Danach gingen wir mit Orientierungsschwierigkeiten nach Talitha Kumi, da wir keine Karte von Beit Jala hatten.

Ich wurde von Herrn Kramer angesprochen, der einen Rückfall einer Erkrankung hatte und unter hohem Fieber litt.

Mo, 22. April Beit Sahour/Nasser Ibrahim/ Holzwerkstatt Odeh/ und Abendessen bei Rishmawis

Herr Kramer hatte morgens 39,6° Fieber und ich begleitete ihn zum Arzt, wo er das notwendige Medikament bekam und in der Folgezeit genas. Ich stieß zum vom AIC ausgerichteten Mittagsimbiss in Beit Sahour wieder zur Reisegruppe dazu.

Danach hielt der Direktor des AIC (Alternative Information Center)  Nasser Ibrahim einen Einführungsvortrag zur Situation (Mauer, etc.). Er ist Master in Internationaler Kooperation und schrieb ein deutsches Buch: „Kleine Träume von Palästina“.

Ideologische Aspekte:

  1. Juden, Israel, Zionismus seien verschiedene Dinge.

Er ist Muslim und Marxist, die Religion würde von den Muslimen respektiert, es gibt auch palästinensische Juden, alle seien Semiten wie die Juden, sie neigen daher nicht zu Antisemitismus.

  1.  Zionismus ist eine politische Bewegung wie die Muslim-Bruderschaft, der plant, die palästinensische Bewegung zu kontrollieren. Unser Gott ist Palästina. Die Palästinenser  waren hier vor jeder gegenwärtigen Religion, ohne dabei auf politische oder religiöse Aspekte zu achten. In all unserer Geschichte kämpften wir dafür, frei zu bleiben. Erst die zionistische Bewegung startete das religiöse Argument. 1907 trafen sich sieben koloniale Mächte, weil das Ottomanische Reich kollabieren würde. Sie beschlossen drei Punkte: 1. die Teilung der arabischen Staaten, 2. die Verhinderung der Vereinigung, 3. die Schaffung eines Pufferstaates. Sie schufen danach die arabischen Staaten Libanon, Syrien und Jordanien. Danach erlaubte Britannien eine Heimstätte für Juden und schuf die Mär von “Land ohne Bevölkerung für ein Volk ohne Land.“

Britannien verweigerte die Verantwortung. Sechs Millionen Palästinenser sind Flüchtlinge. 1967 gab es noch einmal 300.000 Flüchtlinge. Mit den besetzten Gebieten verletzen die Zionisten internationales Recht. Sie nutzen das Argument des jüdischen Leidens, um ihre Taten zu rechtfertigen, sie ergreifen keine wirkliche Friedensinitiative, sie beschäftigen sich nicht mit den politischen Grundlagen.

Nachdem Obama seine berühmte Kairorede gehalten hatte, antwortete Netanyahu sieben Tage später.

Er sagte, sie wollten Frieden. Da seien nur einige kleine Punkte, die vorher geklärt werden müssten. Das Recht auf Rückkehr könne nicht akzeptiert werden, ganz Jerusalem sei natürlich die Hauptstadt von Israel und die Palästinenser müssten auf terroristische Akte verzichten. Mit solchen Erklärungen sei kein Frieden zu erreichen. Es würde gern von Israelis behauptet, dass die Palästinenser von Natur aus Terroristen seien. (Z. B. mit den roten Warnschildern vor den A-Zonen, wo Israelis verboten wird, diese Gebiete zu betreten.) Es sei aber so, dass Menschen unter Besatzung ein Recht auf alle Formen des Widerstands haben, um wieder ihre Freiheit zu erlangen. Davon sind 90% gewaltfrei. Israel nennt das „gewaltfreien Terror“.

Es handele sich um eine Verdrängungsbesatzung, und Generationen haben keinen Tag der Freiheit mehr erlebt. Die israelische Besatzung kontrolliert das Wasser und das Land, wobei sie von kollaborierenden Palästinensern unterstützt würden. (Es gab bei allen Besatzungen Kollaborateure, z.B. in Frankreich unter deutscher Besatzung.) Schon allein die Existenz der Palästinenser bedeutet Widerstand. In 65 Jahre hat eines der stärksten Länder der Welt die Verdrängung der Palästinenser nicht geschafft.

Es wird behauptet, Israel vertrete die europäischen Werte und Palästina tue dies nicht. Die Mauer dient nicht der Sicherheit, sie diene als Grenze der Kulturen. Auf der einen Seite die zivilisierte Welt, („Villa im Dschungel“ z. B.: http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-demokratische-gesetze-in-israel-medien-aktivisten-staatsfeinde-1.1227421 und http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16170 ) auf der anderen die Barbaren. Israel biete uns keinen Frieden, es bietet einen Rambo-Frieden.

Diskussion: Rückkehr in ihre Heimat soll ermöglicht werden, Zwei-Staatenlösung, lasst uns dies mit demokratischen Mitteln erreichen. Vom AIC gibt es seit 25 Jahren ein Büro in Jerusalem, sie haben wöchentliche Treffen. Ich wies darauf hin, dass Israel in seiner Politik im Wesentlichen von den USA und Deutschland gestützt wird. Laut dem norwegischen Friedensforscher Johan Galtung, der schon die Auflösung der Sowjetunion vorausgesagt hatte, wird die USA spätestens 2020 zu einer zweitrangigen Macht werden. Danach würde voraussichtlich die Mehrheit in der UN ausschlaggebend sein. Ohne materielle und poltische Unterstützung ist Israels Besatzungspolitik nicht zu halten.

Nasser Ibrahim antwortete, Europa habe das Problem geschaffen, und es lasse sich in seinen Interessen von den USA dominieren, die auf Katar und Saudi-Arabien setzten. Israel könne nicht den Holocaust an den Juden als Rechtfertigung für einen neuen Holocaust an den Palästinensern verwenden. Er sei ganz im Gegenteil Grund, dies nie wieder geschehen zu lassen.

Dann Besuch in der Holzwerkstatt Odeh und Abendessen bei Rishmawis, von wo wir in einer wilden Taxifahrt zurück nach Talitha Kumi gebracht wurden.

Di, 23. April Jerusalem/Connie Hackbarth/Damaskustor/ Kloster Cremisan/ Ronny Hammermann

Noch einmal fuhren wir nach Jerusalem, wo wir uns mit der israelischen Jüdin Connie Hackbarth von http://www.alternativenews.org/    trafen.

Sie sagte, dass sie das Unmögliche versuchen wolle, nämlich uns die israelische Gesellschaft  in einer Stunde zu erklären.

Es sei eine rassistische Hochkultur. Die Juden brauchen ein Land, wo sie leben können. Wir sind eine koloniale Gesellschaft. Der Zionismus entstand im 19. Jahrhundert. Die Ideologie wurde am Anfang von den meisten Juden abgelehnt.

Was bedeutet es, Jude zu sein? In alten Zeiten bedeutete es, Deine Mutter war Jude und Du praktiziertest das Judentum.

Seit dem Zionismus kam es auf die ethnische Definition und die kulturelle Identität an. Die Religiösen und die Säkularen waren getrennt. Es kam darauf an, die Last zu teilen. Teilnahme am Militärdienst war sehr wichtig, Männer für drei Jahre, Frauen für zwei. Aber nur 60% der Menschen gehen zur Armee, 40% tun es nicht; zum Beispiel die Palästinenser nicht, die 20 % der Population stellen. Bisher wurde der Armeedienst als Privileg angesehen, jetzt kommen Gedanken auf, warum sollte ich die besten Jahre meines Lebens bei der Armee verbringen? Eine kleine Gruppe sagt, wegen der Besatzung. Oder um ein Anrecht auf einen Platz in der Gesellschaft zu haben. Die Säkularen sagen zu den Religiösen, wir sind nicht bereit, Euer Studium mit der Freistellung vom Militärdienst zu gewährleisten, nur die Siedler sind glücklich in der Armee. Die sind noch die alten Zionisten. Die Zahl der Religiösen in der Armee hat zugenommen. Ursprünglich wurden die Offiziere überwiegend von Kibbuz-Führern gestellt.

7% der Bevölkerung lesen Haaretz, eine der kritischsten Zeitungen von Israel. (Dort stand kürzlich, dass laut Umfrage die Mehrheit der Israelis die Araber für minderwertig halten.) Jeder Staat lehrt seine Kinder seine Ideologie, der unsere lehrt Rassismus.

( im Moment gibt es einige kritische Bewegungen mitten in der israelischen Gesellschaft: natürlich Uri Avnery, aber jetzt auch Miko Peled, im Juli 2012 lief Dror Morehs Dokumentarfilm „Shomrei Hasaf“ (deutsch: „Töte zuerst!“) in den israelischen Kinos an. In Englisch„The Gatekeepers“ und dann noch, „Breaking the silence“ )

22% Palästinenser lebten vor Jahrzehnten in Jerusalem. Ihre Zahl nimmt zu trotz der Schikanen. Eine Millionen Juden aus Russland kamen nach 1991 nach Israel.

Die Siedler gehen meist nach Ostjerusalem, schlicht aus Preisgründen, z.B. nach Ma’ale Adumim in der Westbank, das hat nichts mit Ideologie zu tun. 90% der „Siedler“ leben so, die anderen kämpferischen in Hebron denken, wir wären echte Zionisten.

Das bedeutet nicht, dass sie nicht bereit wären, für ihr Haus im palästinensischen Gebiet, z. B. in Ma’ale Adumim zu kämpfen. 70% der Israelis sagen: „Keine Siedlungen mehr“, aber das internationale Recht meint natürlich alle Siedlungen in der Westbank und in Ostjerusalem. Der Konflikt ist ein internationaler, finanziert überwiegend durch die USA.

Wir können die Siedler nicht los werden, die die zionistischen Ideale hochhalten. Wir können nur vorankommen, wenn die Besatzung jetzt endet. Wie kriegen wir eine Balance im Leben der Leute hin, wie lösen wir die Probleme langfristig. Busse werden gesprengt, aber bei den Boykotten ist keiner erfolgreicher als der kulturelle, z.B. indem Künstler und Professoren es ablehnen, nach Israel zu kommen.

Politisch geschieht genau das Gegenteil. Israel ist für die OECD akzeptiert worden und die EU hat ihm schon wieder Steuer-begünstigungen erteilt.

Der Vorteil der BDS Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) ist, dass Du entscheiden kannst, was Du tust. Du kannst es nutzen, um die Leute aufzuklären. „Wir boykottieren nicht Personen, sondern Institutionen“. Der kulturelle und akademische Boykott ist besonders wichtig. Benutzt uns als „Juden gegen die Besatzung“, die Boykottbewegung der Juden, um den Leuten das zu erklären.

Es gab diese Diskussion auch in Südafrika. Und die „Women in Black“ brauchen unsere Solidarität.

Wir sind bereit, für die Änderung der Politik zu leiden.

Zum Teil können die Palästinenser nicht unter palästinensischen Labeln exportieren.

Connie bezeichnete sich selbst als deutsch-amerikanische Mischung.

Danach führte uns Roberto zum Damaskustor, wo wir aßen.

Dann fuhren wir zum Kloster Cremisan, trafen den Verkaufschef und machten eine Weinprobe.

Nachdem wir in Talitha Kumi zu Abend gegessen hatten, trafen wir uns mit Ronny Hammermann. Sie wuchs in Wien auf, kam 1969 nach Israel, wo sie bis zu ihrer Berentung in der hebräischen Bibliothek arbeitete.

Sie war der Meinung, dass Israel ein koloniales Denken habe. Sie gehört einer Gruppe von Frauen an, „woman against Occupation“, machsowatch@gmail.com  .

Sie haben die Rollenspiele auf den Checkpoints untersucht. Seit 2001, die Intifada hatte im Dezember 2000 begonnen, gehen sie in Gruppen von 2-3 Frauen zu Checkpoints. Durch ihre Anwesenheit protestieren sie gegen diese Situation, sie beschäftigen sich viele Jahre mit der Beschränkung der Bewegungsfreiheit, bei der es drei Methoden gibt: die Checkpoints dienen nicht der Sicherheit, sondern als Mittel zur Kontrolle und Demütigung, sie können keine Attentate verhindern, ebenso die Mauer, die verbotenen Straßen, die bürokratischen Kontrollen. Diese sind schlimm, die Palästinenser brauchen Bewilligungen für das Passieren von Checkpoints, sie müssen sich an das Amt der Zivilbehörde wenden, an eine Abteilung der Armee, wie in der DDR. Es gibt  111 verschiedene Bewilligungen, z. B. für das Hospital, für medizinische Untersuchungen, für Arbeit, zum Unterrichten, um zu beten. Die Bewohner der Enklave brauchen spezielle Genehmigungen, auch, um im eigenen Hause schlafen zu können, und diese bekommen sie oder bekommen sie nicht, junge Männer ohne Frau und Kinder bekommen sie grundsätzlich nicht. Es handelt sich um eine Riesengruppe, die keine Bewilligungen bekommen. Der Sohn bekommt keine Bewilligung, der Vater bekommt sie und muss eventuell die Arbeit übernehmen. Eine israelische Palästinenserin, die mit einem Palästinenser verheiratet ist, kann nicht mit ihm zusammen leben; Leute in der Westbank bekommen seit 2006 keine Bewilligung für andere Teile, das Verbot wird jedes Jahr verlängert. Wenn sie ihr Land nicht bearbeiten können,  verlieren sie ihre Rechte daran. Genehmigungen gibt es nur kurzfristig, die Kinder sind bei dem Vater, weil er die Rechte hat. Es geht um die Kontrolle. „Breaking the silence“ spricht darüber, einige sind zwischen alle Stühle gefallen. Es ist entscheidend, in welche Kategorie ein Kind gehören wird. Kinder bis 16 Jahre haben keine Ausweise, sie sollen den Geburtsschein mitführen, bei normalem Kindesverhalten ist dieser nach zwei Tagen unlesbar. Es muss immer das Original sein, in Plastik gepackt, so etwas Verrücktes, eine Schikane. Weitere große Gruppen sind die, die dem Geheimdienst als verdächtig gelten, etwa 150.000. Palästinenser gelten als gute Arbeiter, aber der Bauherr muss eine Quote einhalten, dabei ist der Palästinenser für diesen viel wertvoller  als ein Fremdarbeiter. Wenn ein Palästinenser nach Hause geht, bekommt er nur für 3 Monate die Bewilligung dafür, wie in der DDR. Ähnlich verhält es sich mit der Mauer, der nachgesagt wird, dass es deswegen weniger Anschläge gäbe, was aber ein Mythos sei. Es gibt Filme, wie Frauen über die Mauer klettern, und unter der Mauer durch, um Arbeit zu finden. Die besten Krankenhäuser sind in Ostjerusalem. Dafür gibt es eine Bewilligung für einen Tag bis eine Woche. Man braucht oft einen Begleiter, aber ein junger Mann wird nicht durchgelassen, da er ein Terrorist sein könnte. Von der Westbank kommt man mit Krankenwagen nicht direkt ins Krankenhaus, nur zur Grenze, von dort muss der Transport mit einem anderen Krankenwagen fortgesetzt werden. Dabei kommt es zu lebensbedrohenden Verzögerungen. Es gibt Einspruchsmöglichkeiten (ein Teil der 250 Frauen der Bewegung haben sich darauf spezialisiert), mit drei Durchschlägen, deren Bearbeitung aber etwa ein Jahr dauert. Nur etwa 20% der Fälle werden dadurch nachträglich bewilligt. Sie dürfen nicht mehr neben den Soldaten stehen, sie stehen daher meist auf der palästinensischen Seite und rufen an. Alle sind in irgendeiner Form mit der Armee beschäftigt. Die Armee versucht, mit den Frauen gegen Besatzung zu kooperieren, wobei das vor allem die Militärs mit höherem Dienstgrad tun, während die einfachen Soldaten sie nicht leiden können, denn sie gehen ihnen auf die Nerven. Sie tragen Anstecker mit „Gegen die Besatzung für Menschenrechte“. Viele der Frauen sind auch bei den Frauen in Schwarz, die es seit der ersten Intifada gibt. Sie stellen sich auf einen ganz bestimmten Platz, wortlos mit Schreiben wie „Die Besatzung muss weg“, wobei es nicht eine trauernde Frau sein muss. Dies tun sie seit Gründung einmal in jeder Woche zu den Hauptstoßzeiten zwischen 13.00-14.00, sowas Ausdauerndes. Gibt es mediale Öffentlichkeit? Ja, sogar sehr, sie werden z. B. eingeladen. Auf ihrer Homepage veröffentlichen sie Leser- und Beschwerdebriefe über die aktuellen Ereignisse. Die israelische Öffentlichkeit ist nicht sonderlich daran interessiert. Sie persönlich hielt dutzende Vorträge in Deutschland. Sie haben auch Broschüren, Militärberichte, sie schrieb vor zwei Tagen eine kurze Zusammenfassung für die Justizministerin über Menschenrechtsübertretungen. Es gibt wunderbare Websites in Deutschland, z. B. Ahrend? und viele andere. Israel ist immer noch eine Demokratie, die beste Zeitung ist der Haaretz mit einer Leserschaft von 7%. Sie wird von den Entscheidungsträgern gelesen, hat eine gewählte Sprache, daher keine Breitenwirkung, manchmal kommen ihre Themen auch in anderen Zeitungen vor. Palästina hat eine katastrophale Wirtschaftssituation. Viele  israelische Waren kommen auch nach Palästina. Bei einem Offizier, der sie einlud, stand an der Wand: „man soll die Bevölkerung in einem Zustand ständiger Unsicherheit halten!“

Es gibt viel Bautätigkeit, viele Taxis, eine wilde Fahrweise. Für

die meisten Palästinenser ist es viel billiger, ihre Häuser mit eigenen Händen und mit Hilfe von Familie und Nachbarn zu bauen. Korruption ist sehr häufig. Es wird eine Politik der Angst gemacht, auch mit Urängsten, es gibt eine totale Militarisierung schon an den Schulen und Kindergärten. Nurit Peled, die Schwester von Miko Peled (Buch: The Generals Son http://justworldbooks.com/the-generals-son-journey-of-an-israeli-in-palestine/ ), brachte dazu ein phantastisches Buch heraus. Nurit Peled-Elhanan: Palestine in Israeli School Books: Ideology and Propaganda in Education.  Verlag: I.B.Tauris, 268 Seiten, 24,90 Euro  ISBN: 978-1-78076-505-1   http://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/palaestina-in-israelischen-schuldbuechern  

Es ist eine Lüge, dass Israelis nicht in die Westbank gehen dürfen, dann dürften auch keine Siedler gehen. Bei den A-Gebieten gibt es nur ein militärisches Dekret und keine Strafen und mehrere Israelis halten sich nicht daran. 

Mi, 24. April Hebron/Dahers Weinberg/

Um 9.00 Uhr starten wir eine  Fahrt mit dem AIC nach Hebron (Altstadt, Abrahamsgrab,..) begleitet von zwei Ahmeds:

der 1.Ahmed, „der Schwarze“, war im Bus und erzählte, Hebron sei die größte Stadt in Palästina, mit 160.000 Einwohnern, und 600.000 in der Region.

Der 2.Ahmed, „der Graue“, sagte, dass Hebron seit 1967 besetzt sei. Seit 1996 (nach der Konferenz in Oslo) gibt es Hebron 1 und 2.

In Hebron gab es für uns wieder einen durch den AIC ausgerichteten Mittagsimbiss.

Anschließend besuchten wir Dahers Weinberg mit dem Tent of Nations, wo die palästinensischen Besitzer aktuell in Zelten wohnen und in der Vergangenheit in Höhlen.

Dort erzählten uns mehrere Familienmitglieder, dass der Großvater sein dort liegendes von ihm bewirtschaftetes Land registrieren ließ. Dies haben nur wenige gemacht, da mit der Registrierung Steuerzahlungen zusammenhingen. Das rächte sich für „die Nutzer des Landes“, nicht die Besitzer.

Israel hat sich als den gültigen Staat bezeichnet, die Leute von der Nutzung abgehalten und wenn das über 3 Jahre passierte, war nach ottomanischem Recht eine Enteignung möglich  und es wurden dann ganze Hügel enteignet. Wir sind der letzte Hügel in der Nachbarschaft mit palästinensischem Besitzer.

Tent of Nations ist der letzte Hügel mit palästinensischem Besitzer. Sie seien die Einzigen gewesen, die ständig dort  waren: Pflanzzeit, Erntezeit, die Großeltern haben ihr ganzes Leben hier verbracht. Sie hatten auch  israelische Dokumente , die sie als Besitzer auswiesen. Die israelische Verwaltung war darüber schockiert. Sie behaupteten dann, dass sie die alte Karte mit der Hand nachgemacht hätten. Deswegen mussten sie eine neue Landvermessung durchführen lassen, die sie 5000 € kostete. Sie führten 12 Jahre einen juristischen Kampf vor dem Militärgericht mit einer Ablehnung, worauf sie das oberste Gericht anriefen. Sie hätten bisher 150.000 Dollar an Gerichtsgebühren gezahlt. Siedler haben sie angegriffen, weswegen es seit 2002 eine permanente internationale Präsenz durch Volontäre bei ihnen gibt. Die Wasserbehälter und 250 Olivenbäume wurden zerstört. Europäische Juden haben ihnen 200 Bäume gesponsert und gepflanzt. Darauf wurde von der israelischen Verwaltung argumentiert, „wie viel Millionen wollt Ihr haben“. Sie antworteten, das Land ist unsere Mutter, die darf man nicht verkaufen. Jetzt bedroht sie der Mauerbau. Sie werden auf der israelischen Seite der Mauer sein. Das würde bedeuten, dass sie nach Bethlehem 5 Stunden statt 20 Minuten unterwegs seien. Städte werden zu Homelands, es ist eine frustrierende Situation, worauf man mit Gewalt, Resignation oder Emigration reagieren kann. Niemand aber kann sie zum Hass zwingen. Die Gewaltlosigkeit ist der vierte Weg. Sie schrieben auf Hebräisch, „wir weigern uns, Feinde zu sein“ und den Vers eines Psalms:  „Wie schön, wenn die Geschwister zusammenkommen“. Die Frustration versuchen sie positiv zu kanalisieren. Sie planen, Brücken zu bauen, „kommen und sehen“, auch für Israelis. Sie wollen nicht in der Opfermentalität bleiben, sie müssten immer kreativ sein. Wie kann man das entwickeln? Sie haben eine 4,5kw Solaranlage, Windräder, eine Biogas- und eine Kläranlage (sie sind ja total vom Regenwasser abhängig), für die sie Hilfe zur Selbsthilfe bekamen. Die Höhlen sind im Winter warm und im Sommer kühl.

Bisher hatten sie sich von anderen abhängig gemacht, andere entschieden für uns. Jetzt machen sie jedes Jahr eine Baumpflanzaktion, sie brauchen 10€ für  jeden Baum, die ersten Oliven erhalten sie nach 10 Jahren.

  1. Friede soll von unten wachsen, die Basis sind z. B. Camp-Aktionen für Kinder im Sommer, damit Kinder ihre Talente entdecken. Sie tun damit etwas für palästinensische Kinder. Dabei gehe es um Verständnis, nicht um Sympathie.
  2. eine Unterstützung der Demonstrationen gegen die Israelis ist gut, aber die Hauptaufgabe ist  die Arbeit zu Hause.
  3. Sie tun etwas für die Frauen. Die Ehefrau eines Sohnes ist Lehrerin, sie leben in einem sehr konservativen Dorf. Es sei wichtig, dass die Frauen für einige Stunden aus dem Haus herauskommen. Z.B. skypen sie am nächsten Tag mit einer muslimisch/christlichen Gruppe aus England. Sie müssten voneinander lernen. Während der Ernte haben  sie internationale Helfer im Einsatz, z.B. schickt der katholische deutsche Verein vom Heiligen Land Leute dafür. Sie sind weltweit vernetzt. Die Webseite „Woof“ vermittelt ihnen die Volontäre. 2012 hatten sie 6000 Gäste. Es gab Abrissbefehle für ihre Zelte, das Militär war von den Siedlern beauftragt worden und hatte die Straße blockiert, siehe bei  www.tentofnations.org.  Sie haben vor, eine Berufsschule zu gründen. Wie können sie Lehrer dafür bekommen? Ich sprach von Frau Rania Salsaa, die kannte er schon…

Rückfahrt mit dem Bus nach Talitha, anschließend freie Zeit und Abendessen dort.

Danach kam Frau Grünert und wir unterhielten uns mit ihr u.a. über Ranja Salsaa und Ronny Hammermann, die mit völlig reaktionären Schulbüchern arbeiten müssen. Sie erzählte außerdem, dass die vielen Festtage angenehm seien, das orthodoxe Ostern, Weihnachten und Karneval. Die Patriarchen aus Bethlehem seien anwesend, es gebe ein spirituelles Programm mit Musik und Diskussionen, sowie Gottesdiensten. Das Ende der Feiern wäre für sie erst gegen 4:00 Uhr morgens erreicht.

Do, 25. April Taybeh/ orthodoxe Kirche bei Nablus/ Ankunft Tabgha

Fahrt nach Tabgha mit „Aluna – Tours“ durch die Westbank

über Jerusalem, Besuch in Taybeh (christl. Dorf mit vielen Projekten) .

In Taybeh erzählte der aktuell zuständige Pfarrer etwas zur Kirche und zeigte uns eine tausendjährige Höhle.

Dann stieß sein Vorgänger, Pfarrer Raed, der inzwischen in Jerusalem lebt, dazu und erzählte: Er ist Araber, Christ und Katholik zugleich. Der Ort Taybeh wurde in der Bibel Ephraim genannt. Jesus hielt sich hier auf, um sich auf den Tod vorzubereiten. Er sagte ihn dreimal voraus. In Ephraim lebten die Samariter und die Stadt war als Refugium bekannt. Jesus wurde dort beschützt. Immer noch ist es ein Platz der Ruhe und des Gebetes. Mit Gottes Hilfe werden hier die richtigen Entscheidungen getroffen. Es gibt drei christliche Religionen hier. Zwei orthodoxe und eine katholische. Alle 1300 Bewohner sind Christen. Taybeh ist die einzige vollständig christliche Stadt im Heiligen Land.

Danach Essen im Gästehaus.

Nach dem Essen sprach er weiter zu uns. Von Galilea gelangt man nach Jerusalem entweder über die Berge oder über das Jordantal. Durch die sich am Mond orientierende Berechnungsmethode gibt es verschiedene Ostertage bei den Religionen. Gott ist die Liebe und wird das nicht so genau nehmen…

Christen gibt es 50.000 in Palästina, das sind 1,4% der Bevölkerung. Bei ihnen kommt es wie bei allen Palästinensern auf drei Dinge an:

–      einen Job

–      ein Haus

–      eine Heirat

Ein theologisches Prinzip: die Kirche, die sich um die Bedürfnisse der Menschen nicht kümmert, ist nicht die von Jesus Christus.

Von der südamerikanischen Befreiungsbewegung hält er nichts.

Aber gib „ihnen“ Arbeit und zu essen wie Jesus bei der wunderbaren Brot- und Fischvermehrung…

Sie bekamen in Taybeh Spenden von 3 Millionen € und investierten sie. Nach drei Jahren erreichten sie den „break even point“. Nach fünf Jahren hatten sie 5-10% Gewinn. Damit unterstützen sie die Schule und finanzieren ihr Altersheim. Er studierte in Rom Philosophie, und er bewundert die Kinder, die altruistischer sind als Erwachsene. Ein guter Ratschlag: Seid wie die Kinder…  Es gibt eine InternetseiteTaybeh  Deutschland, siehe www.taybeh.de.

Marketingleute überlegten, was sie mit dem dort produzierten Ölivenöl alles anfangen können. Sie kamen auf das Friedenslicht. 100.000 Friedenslichter gibt es schon. Diese sollten in jeder Kirche auf den fünf Kontinenten stehen und die Leute sollten für den Frieden der Welt beten.

Mit dem Öl ist es sehr schwer. „Alter ECO“ aus Frankreich hat  Ölseife gekauft und Kräutersalz, das sind Kräuter als Salzersatz. Eine Olivenpresse für 150.000 € wurde gekauft und das Öl in Flaschen von je einem halben Liter verkauft.

Sie haben als Handlungsgrundlage zwei Säulen: Kirche und Schule. In der Schule in Taybeh gibt es Koedukation mit Moslems und Mädchen und Jungen. Er ist Direktor der Caritas in Jerusalem, zuständig für Kindergarten bis zur „secondary school“ und unterschiedliche Aktivitäten. Er wirkt wie ein geschickter Geschätsmann, aber er hat eine Berufung:

die Christen wollen in Würde arbeiten. Es gibt nur noch 1300 ,  vor einigen Jahren waren es noch 3000. Papst Johannes Paul der Zweite spendete für sie. Dafür dankt er ihm, aber für die Zukunft sollte dies gestoppt werden.

Jeder „sei in Jerusalem geboren“ und sie werden hier immer wohnen. Sie sind die Nachfolger der Apostel, sie sind stark. „Wanted in the Holy Land“ sind eine Millionen Pilger aus Deutschland. Die Steine sind wichtig, aber wichtiger sind die Christen. Bei Lourdes geht es um die Heilige Maria, 6 Millionen pilgern jährlich dort hin, im Heiligen Jahr waren es im Heiligen Land nur 800.000. Dabei war dort nicht nur Maria, sondern die ganze Familie.

Lachen sei gut, es hilft gegen Depressionen.

Zwei Appelle: Kommt  ins Heilige Land!

Jerusalem ist in uns, Frieden in Jerusalem wird zum Weltfrieden führen. Das wird ein Paradies!

Die christlichen, muslimischen und jüdischen Kinder sollen Eigeninitiative entwickeln.

Und wir sollen weitererzählen, was wir gesehen haben und die Schlüsse, die wir daraus gezogen haben, ohne Angst, denn Gott hält zu uns…

Thomas von Aquin: Gott liebt die Menschen im Himmel nicht mehr als die auf der Erde. Es gibt eine große jüdische Siedlung Eli, Shilo. Seinerzeit raubten die Raubritter die Bevölkerung aus, heute verhalten sich die Siedler entsprechend.

Dann fuhren wir weiter.

Besuch des Jakobsbrunnens mit orthodoxer sehr bunter orthodoxer Kirche bei Nablus. Dort hatte der Priester alle Bilder in der Kirche gemalt.

Der Bus brach am Eingang zum israelischen Teil vor dem See Genezareth zusammen. Es musste ein Mechaniker aus Jerusalem kommen, um ihn zu reparieren. Deshalb kamen wir erst nach 22.00 Uhr in Tabgha an.

Während der Fahrt bekam ich so wie etwa 50% der Reisegeellschaft die Reisediarrhö, sodass die Betroffenen bei einigen Unternehmungen ausfielen.

Fr., 26. April – Di., 30. April  See Genezareth/ Brotvermehrungskirche/ Todesfall/ Berg der Seligpreisungen

Zeit in Tabgha mit:

–      Möglichkeit zum Besuch der Heiligen Stätten am See Genezareth: Berg der Seligpreisungen, Kapernaum

Möglichkeit zu Wanderungen nach Korazim (Ausgrabungen),  mit Abstieg über den Arbel. Möglichkeit zur Mietwagenleihe in Tiberias für Fahrten

z.B. nach Haifa, Nazareth, Banyas, Safed, etc.

Angebot eines Meditationstages

Tabgah ist eine Pilgerstation am See Genezareth 200 Meter unter dem Meeresspiegel. Wir hatten ja einige Tage zuvor im Toten Meer gebadet, was die tiefste Stelle der Erdlandoberfläche 400 Meter unter dem Meeresspiegel darstellt.

Die Pilgerstation wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und war gedacht zum Ausruhen und zur Einkehr. Hier verbrachten wir die letzten Tage ab Donnerstagabend mit viel mehr Erholungszeiten als im ersten Reiseteil.

Am Freitagabend kamen wir von einem Besuch der Brotvermehrungskirche zurück, als ich von Sabine dringend gerufen wurde. Ein 72-jähriger Mann war in den See geschwommen, hatte noch im Wasser mit einer Frau gesprochen und keine Krankheitshinweise gezeigt und war etwa fünf Minuten später mit dem Gesicht im Wasser treibend nahe dem Ufer gefunden worden. Ein Ehepaar fischte ihn heraus und rief um Hilfe. Mit einem Mitfahrer begann ich eine Reanimation. Ich übernahm den Part der Beatmung und machte überwiegend Mund zu Mundbeatmung. Nach gefühlten 30 Minuten, vermutlich auch real, kamen Rettungssanitäter, die schlecht und recht weiterarbeiteten („Wenn der Fachmann kommt, stirbt der Patient“). Nachher kam noch ein älterer Rettungssanitäter, und sie erreichten zumindest, dass das Herz wieder elektrische Aktivitäten zeigte. Aber nach etwa zwei Stunden wurde die Reanimation beendet und der Mann für tot erklärt. Gespräche mit Angehörigen seiner Gruppe und seiner kranken Frau liefen parallel.

Am Morgen des nächsten Tages ging ich an der gleichen Stelle selbst baden. Ich schwamm überwiegend auf den Rücken und sah mir See und Seeufer an und danach lag ich am Ufer.

Nach einem frühen Frühstück starteten wir auf den Berg Arbel mit dem „Jesusweg“. Wenn Jesus Wunder wirkte, konnte er diese schwierige, steile Route tatsächlich bewältigen, die wir nahmen, denn damals gab es wahrscheinlich weniger gute Sicherungen durch Griffe und Stahlseile als heute. Oben hatte man einen dramatischen, lohnenswerten Ausblick. Leider behauptete mein beschädigter Chip, er sei gesperrt. Ab dieser Zeit muss ich auf die Bilder meiner Mitfahrer für den Rest der Fahrt zurückgreifen.

Bei einem Besuch der Brotvermehrungskirche in Tabgah sagte der dortige katholische Pfarrer: „Gott kommt von ganz oben, indem er von ganz unten kommt.“

Die imposant große Kirche wurde an der Stelle errichtet, wo nach der Überlieferung die Brotvermehrung durch Jesus stattfand. In dem Gebiet befinden sich 7 Quellen, wovon 3 angestaut wurden, um darin schwimmen zu können. Der Mann, der dies so anlegte, war Vater eines behinderten Kindes. Die Beduinen hatten hier eine Orakeleiche. 1911 begann man mit Ausgrabungen, die durch die beiden Weltkriege gestoppt wurden. Für Tabgah wurden  von deutsch sprechende, aber nicht deutsche Leute gesucht,  es fanden sich zwei Schweizer Geistliche und ein kroatischer. An dem Ort gab es viel soziales Engagement, u. a. behandelten israelische und arabische Ärzte verletzte Kinder aus der ersten Intifada hier. Alleine der Aufenthalt an dem Ort und erst recht der im Wasser wirkt heilsam. Manche traumatisierten Jugendlichen hätten hier wieder zu ihrer Sprache zurückgefunden.

Auf die Frage, wie es jetzt mit den Christen hier sei, berichtete der Pfarrer von Tiberias, das inzwischen fast rein jüdisch besiedelt ist. Er selbst fühle sich dort nicht mehr wohl, weil die Stadt ausstrahle, dass die Hälfte der alten Einwohner vertrieben wurde. Es gibt  noch Drusen und Muslime, die Christen haben eine Pufferfunktion. Es gab Übergriffe auf christliche Familien, drusische Gruppen brannten 100 Häuser  ab und die schnelle Löschung wurde von den Israelis behindert. Damit zeigt Israel seine Machtstellung:“ Ihr braucht letztendlich unseren Schutz.“

Christliche arabische Familien sind israelisch oder muslimisch orientiert. Das Nationalgericht sowohl der jüdischen Israelis wie auch der Araber ist die Falafel. Sie wollten israelische Mitarbeiter in ihrer Gemeinde einstellen, das hat die arabischen schockiert. Über Sport, Religion und Politik darf bei der Arbeit nicht geredet werden. Mit messianischen Christen als Angestellten ging es mit den Arabern überhaupt nicht. Das waren Kanadier und ein Deutscher, die hatten etwas radikale Tendenzen. Dabei sitzen wir alle in einem Boot und die Kirche bleibt ständig in Bewegung. Er erinnerte sich gern an die Gottesdienste mit Kardinal Koch.

Wir hielten  dann noch eine Andacht mit ihm , wo wir Psalmen lasen, die mich an das Gruppendenken nach dem von Ken Wilber entwickelten integrale Prinzip erinnerten, siehe http://integrallife.com/ .

Am Dienstag, 30.4. Rückreise

 Pfarrer Eckehard Binder
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Thomas im Heidberg
Bautzenstr. 26  38124 Braunschweig  Tel. +49 531 691055
+49 163 31 28 573 E-mail: buero@st-thomas-bs.de
eckehard.binder@gmx.de 

Teilnehmer der Reise:

„Eckehard Binder“ eckehard.binder@gmx.de      

H.R.Bradt@bradt.herne.de ,

„Bradt, Walter“ <walter.bradt@t-online.de>,

„Mechthild Böcher“ <m.boecher@arcor.de>,

„Christa Duesberg“ <christa.duesberg@gmx.de>,

„Sabine Gabrielson“ <Sabine.Gabrielson@gmx.de>,

„Gabrielson, Ulf“ <ulf.gabrielson@arcor.de>,

« Hampel, Ingrid » <ie.hampel@web.de>,

Kiel <arnoldchristel_kiel@t-online.de>,

„Kramer, Heiko“ <hei-kramer@t-online.de>,

„Mascher, Eva Maria“ <e-m.mascher@web.de>,

„Mascher, Berthold + Eva-Maria“ <berthold.mascher@gmx.de>,

„Regine.wolframneue“ <regine.wolframneue@gmx.de>,

„Kirsten Baier“ <kirsten.baier@yahoo.de>,

„Käss, Helmut“ Helmut_kaess@web.de

Fehlten Jens Bradt und noch einer,

Fotos:

Auslese: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/AusleseIsraelPalastina?authkey=Gv1sRgCICV6srGsa-eOA#

18-19.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130419ThalithaKumi1819413?authkey=Gv1sRgCL62gtC6y9fabg

20.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130420ThalithaKumi20413?authkey=Gv1sRgCIeRjMKw6OK4jwE#

214.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130421ThalithaKumi21413?authkey=Gv1sRgCKHCpOPmm5D-Iw

22.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130422ThalithaKumi22413?authkey=Gv1sRgCOvawO-lt_2oIA

23.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130423ThalithaKumi2341302?authkey=Gv1sRgCOGZ4quY8YrtIA

24.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130424ThalithaKumi?authkey=Gv1sRgCMvryemF5vXKsAE

25.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130425TalithaKumiTabgha?authkey=Gv1sRgCJOuudTj4syQ2QE

26.-27.4.: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/20130427Tabgah2627

Danach stürzte meine Speicherkarte ab. Daher muss für weitere Fotos auf andere Reiseteilnehmer zurückgegriffen werden.

 

 

 

 

 

 

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Abschlußbericht über die 12. Solidaritätsreise der Reisegruppe um Pastor Binder nach Palästina und Israel

Abschlussbericht der 12. Solidaritätsreise der Reisegruppe von Pfarrer Eckehard Binder nach Palästina und Israel
Insgesamt fünfzehn Fotos meiner Auslese unter:Fotos Auslese: https://picasaweb.google.com/115109311005248499349/AusleseIsraelPalastina?authkey=Gv1sRgCICV6srGsa-eOA#
Vom 18. Bis 30. April besuchten wir (18 Personen aus Braunschweig und Umgebung) auf Initiative von Herrn Pfarrer Eckehard Binder von der St. Thomas-Gemeinde in Braunschweig-Heidberg vorwiegend christliche Einrichtungen in Palästina und Israel. Es war die 12. Reise von Pfarrer Binder und einige Teilnehmer waren schon öfter mitgefahren. Für mich, der vor allem an den friedenspolitischen Aspekten der Reise interessiert ist, war es das erste Mal.
In der ersten Woche wohnten wir im christlichen, einfach gehaltenen Gästehaus des Evangelischen Bildungszentrums Talitha Kumi am Ortsrand des in den Bergen zwischen Jerusalem und Bethlehem gelegenen Ortes Beit Jala. Weil unsere Unterkunft etwa 950 m hoch gelegen war, war es recht kühl, was man in Israel nicht unbedingt erwartet. In unserer zweiten Unterkunft, dem christlichen (katholischen) Pilgerhaus in Tabgha am See Genezareth, der 200m unter dem Meeresspiegel liegt, erlebten wir Sommer- und Badewetter und einen gehobenen Komfort.
Wir besichtigten viele geschichtlich und biblisch interessante Stätten in Palästina und Israel und trafen uns mit engagierten Christen, Juden und Mohammedanern, die uns Einblick in ihr Leben und die aktuelle politische Situation in Palästina und Israel gaben.
Darunter war der Jude Reuven Moskovitz, der das Buch „Der lange Weg zum Frieden“ schrieb.
Die Israelin Connie Hackbarth vom AIC (Alternative Information Center http://alternativenews.org/) vertrat die Meinung, dass die israelische Regierung mit ihrer zionistischen Einstellung eine rassistische Hochkultur betreibe, die die Bevölkerung zunehmend kritisch betrachte. Z. B. werde der in der Bevölkerung bisher als Privileg angesehene Militärdienst nur noch von 60% angetreten, die Palästinenser werden nicht eingezogen. Viele junge Leute wollen inzwischen die besten Jahre ihres Lebens nicht mehr in der Armee verbringen. Nur die militanten Siedler hielten am Militärdienst fest. 7% der Bevölkerung läsen die kritisch eingestellte Zeitung Haaretz. 70% der israelischen Bevölkerung wären gegen die Errichtung weiterer Siedlungen. Bei der Ortswahl spiele der Kostenfaktor für die Siedler eine wichtigere Rolle als die ideologische Einstellung. Leider toleriere und unterstütze die israelische Regierung die für die Palästinenser belastende Siedlungspolitik. Es gebe eine BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen), in der sich auch Juden gegen die Besetzung engagieren. Vor allem der akademische und kulturelle Boykott würde Israel empfindlich treffen.
Der Direktor des AIC Nasser Ibrahim kritisierte die Behandlung der Palästinenser. Durch den ungebremsten Siedlungsbau und die zu 2/3 fertige, illegal errichtete Mauer (fertig ca. 750 km lang!) würde das palästinensische Gebiet in viele kleine Einheiten zerlegt und durch die Einrichtung von A-, B- und C-Zonen die Bewegungsfreiheit der Palästinenser erheblich eingeschränkt. Nach dem Bestreben des Oslo-Prozesses sollten die palästinensischen Gebiete alle zu A-Zonen mit (theoretischer) palästinensischer Selbstständigkeit erklärt werden, stattdessen bestünde die Westbank zu 60% aus vollständig unter israelischer Kontrolle stehenden C-Zonen (http://www.versoehnungsbund.de/2012-cr-zwei-staaten). So würden z. B. Fahrten ins Krankenhaus, Besuche, Schul- und Arbeitswege erheblich erschwert.
Wie die Palästinenserin Frau Rania Salsaa vom Internationalen Begegnungszentrum Diyar in Bethlehem (http://www.diyar.ps/) sagte, sehe sie folgende Lösungsmöglichkeiten: eine 2-Staatenlösung, eine 1-Staatenlösung, eine Föderation, eine Konföderation oder eine Schweizer Kantonslösung.
Der Palästinenser Daoud Nassar von dem vorwiegend für Jugendliche gedachten Friedensprojekt „Tent-of-Nations“ (http://www.tentofnations.org/) und der katholische  Pater Raed vom lateinischen Patriarchat Jerusalem in Taybeh (http://www.taybeh.de/) vertraten die Meinung, dass die Palästinenser aus ihrer Opferrolle herauskommen müssten und mit Hartnäckigkeit, Phantasie und Kreativität ihre Interessen vertreten sollten. Pater Raed vertrat die Meinung, wenn die Menschheit das Problem in Jerusalem lösen könne, könne sie auch alle anderen Friedensprobleme lösen.
Uns als Reisegruppe hat es betroffen gemacht, dass die Betreiber der Unterkünfte, in denen wir wohnten, Existenzängste äußerten. Die teilweise auf dem Tourismus beruhende Finanzierung der Einrichtungen leidet unter der Unsicherheit der politischen Verhältnisse, die die Gäste aus dem Ausland abschreckt. Außerdem fühlen sich die christlichen Enklaven im Palästinensergebiet von der aggressiven Siedlungspolitik bedroht, die zunehmend auch vor ihnen nicht Halt macht. Viele sind deswegen schon ausgewandert.
Dabei haben wir keinerlei Behinderungen durch Unruhen erlebt und erfahren, dass Reisen nach Palästina genauso sicher ist wie Reisen nach Israel. Die Christen Palästinas in Bethlehem, Beit Jala, Beit Sahour und Taybeh brauchen Unterstützung und Solidarität durch Besuche wie den unseren. Es sind zahlreiche Unterkünfte vorhanden, z. B. in Taybeh, Talitha Kumi, Abrahams Herberge und demnächst Bed-and-Breakfast-Unterkünfte in christlichen Familien.
Neben den vielen informativen Programmpunkten blieb Zeit für den Erholungsaspekt der Reise in Form von Bademöglichkeit im Toten Meer und im See Genezareth, Wanderungen durch die blühende Natur oder Zeit zur Besinnung. Wir waren auch bei dem palästinensischen Krippenschnitzer „Odeh“ in Beit Sahour eingeladen und dem Klosterweingut in Cremisan. Olivenöl, -holz und -seife, sowie Weine sind Produkte, die eine hohe Qualität haben und vor allem für die Palästinenser wichtige Einnahmequellen darstellen.
Israel und Palästina haben uns überrascht mit Wetterextremen und extrem unterschiedlichen Lebensverhältnissen bei den Palästinensern und den Israelis. Auch die Natur zeigte einerseits Wüste, andererseits zu dieser Jahreszeit blühende und grünende Landesteile. In diesem Winter hat es ungewöhnlich viel geregnet. Unsere Sinne hat das angeregt, während unser Intellekt sich mit den vielen interessanten Vorträgen beschäftigen konnte. Ja, die politischen Verhältnisse sind alles andere als gut und ein wichtiger Sinn unserer Reise war es, uns davon einen Eindruck zu verschaffen, aber die Menschen, auf die wir trafen, haben uns mit ihrem Engagement und ihrer Sicht auf die Dinge beeindruckt und Mut gemacht. Wir wünschen uns für sie und uns, dass sich Palästina und Israel in ihrem Sinne weiterentwickeln. Außerdem möchten wir alle Interessierten zu Reisen in diese interessante, vielseitige und faszinierende Region ermuntern. Uns hat es gut gefallen.
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Helmut Käss unter Hilfe von Mechthild Böcher, Regine und Wolfram Neue
Hier ein Link zu näheren Angaben :

 

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Pfarrer Raed

Do, 25. April 2013

Dann stieß sein Vorgänger, Pfarrer Raed, der inzwischen in Jerusalem lebt, dazu und erzählte: Er ist Araber, Christ und Katholik zugleich. Der Ort Taybeh wurde in der Bibel Ephraim genannt. Jesus hielt sich hier auf, um sich auf den Tod vorzubereiten. Er sagte ihn dreimal voraus. In Ephraim lebten die Samariter und die Stadt war als Refugium bekannt. Jesus wurde dort beschützt. Immer noch ist es ein Platz der Ruhe und des Gebetes. Mit Gottes Hilfe werden hier die richtigen Entscheidungen getroffen. Es gibt drei christliche Religionen hier. Zwei orthodoxe und eine katholische. Alle 1300 Bewohner sind Christen. Taybeh ist die einzige vollständig christliche Stadt im Heiligen Land.

Danach Essen im Gästehaus.

Nach dem Essen sprach er weiter zu uns. Von Galilea gelangt man nach Jerusalem entweder über die Berge oder über das Jordantal. Durch die sich am Mond orientierende Berechnungsmethode gibt es verschiedene Ostertage bei den Religionen. Gott ist die Liebe und wird das nicht so genau nehmen…

Christen gibt es 50.000 in Palästina, das sind 1,4% der Bevölkerung. Bei ihnen kommt es wie bei allen Palästinensern auf drei Dinge an:

–      einen Job

–      ein Haus

–      eine Heirat

Ein theologisches Prinzip: die Kirche, die sich um die Bedürfnisse der Menschen nicht kümmert, ist nicht die von Jesus Christus.

Von der südamerikanischen Befreiungsbewegung hält er nichts.

Aber gib „ihnen“ Arbeit und zu essen wie Jesus bei der wunderbaren Brot- und Fischvermehrung…

Sie bekamen in Taybeh Spenden von 3 Millionen € und investierten sie. Nach drei Jahren erreichten sie den „break even point“. Nach fünf Jahren hatten sie 5-10% Gewinn. Damit unterstützen sie die Schule und finanzieren ihr Altersheim. Er studierte in Rom Philosophie, und er bewundert die Kinder, die altruistischer sind als Erwachsene. Ein guter Ratschlag: Seid wie die Kinder…  Es gibt eine InternetseiteTaybeh  Deutschland, siehe www.taybeh.de.

Marketingleute überlegten, was sie mit dem dort produzierten Ölivenöl alles anfangen können. Sie kamen auf das Friedenslicht. 100.000 Friedenslichter gibt es schon. Diese sollten in jeder Kirche auf den fünf Kontinenten stehen und die Leute sollten für den Frieden der Welt beten.

Mit dem Öl ist es sehr schwer. „Alter ECO“ aus Frankreich hat  Ölseife gekauft und Kräutersalz, das sind Kräuter als Salzersatz. Eine Olivenpresse für 150.000 € wurde gekauft und das Öl in Flaschen von je einem halben Liter verkauft.

Sie haben als Handlungsgrundlage zwei Säulen: Kirche und Schule. In der Schule in Taybeh gibt es Koedukation mit Moslems und Mädchen und Jungen. Er ist Direktor der Caritas in Jerusalem, zuständig für Kindergarten bis zur „secondary school“ und unterschiedliche Aktivitäten. Er wirkt wie ein geschickter Geschätsmann, aber er hat eine Berufung:

die Christen wollen in Würde arbeiten. Es gibt nur noch 1300 ,  vor einigen Jahren waren es noch 3000. Papst Johannes Paul der Zweite spendete für sie. Dafür dankt er ihm, aber für die Zukunft sollte dies gestoppt werden.

Jeder „sei in Jerusalem geboren“ und sie werden hier immer wohnen. Sie sind die Nachfolger der Apostel, sie sind stark. „Wanted in the Holy Land“ sind eine Millionen Pilger aus Deutschland. Die Steine sind wichtig, aber wichtiger sind die Christen. Bei Lourdes geht es um die Heilige Maria, 6 Millionen pilgern jährlich dort hin, im Heiligen Jahr waren es im Heiligen Land nur 800.000. Dabei war dort nicht nur Maria, sondern die ganze Familie.

Lachen sei gut, es hilft gegen Depressionen.

Zwei Appelle: Kommt  ins Heilige Land!

Jerusalem ist in uns, Frieden in Jerusalem wird zum Weltfrieden führen. Das wird ein Paradies!

Die christlichen, muslimischen und jüdischen Kinder sollen Eigeninitiative entwickeln.

Und wir sollen weitererzählen, was wir gesehen haben und die Schlüsse, die wir daraus gezogen haben, ohne Angst, denn Gott hält zu uns…

Thomas von Aquin: Gott liebt die Menschen im Himmel nicht mehr als die auf der Erde. Es gibt eine große jüdische Siedlung Eli, Shilo. Seinerzeit raubten die Raubritter die Bevölkerung aus, heute verhalten sich die Siedler entsprechend.

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Ronny Hammermann

Dienstag, 23.4.13

Nachdem wir in Talitha Kumi zu Abend gegessen hatten, trafen wir uns mit Ronny Hammermann. Sie wuchs in Wien auf, kam 1969 nach Israel, wo sie bis zu ihrer Berentung in der hebräischen Bibliothek arbeitete.

Sie war der Meinung, dass Israel ein koloniales Denken habe. Sie gehört einer Gruppe von Frauen an, „woman against Occupation“, machsowatch@gmail.com  .

Sie haben die Rollenspiele auf den Checkpoints untersucht. Seit 2001, die Intifada hatte im Dezember 2000 begonnen, gehen sie in Gruppen von 2-3 Frauen zu Checkpoints. Durch ihre Anwesenheit protestieren sie gegen diese Situation, sie beschäftigen sich viele Jahre mit der Beschränkung der Bewegungsfreiheit, bei der es drei Methoden gibt: die Checkpoints dienen nicht der Sicherheit, sondern als Mittel zur Kontrolle und Demütigung, sie können keine Attentate verhindern, ebenso die Mauer, die verbotenen Straßen, die bürokratischen Kontrollen. Diese sind schlimm, die Palästinenser brauchen Bewilligungen für das Passieren von Checkpoints, sie müssen sich an das Amt der Zivilbehörde wenden, an eine Abteilung der Armee, wie in der DDR. Es gibt  111 verschiedene Bewilligungen, z. B. für das Hospital, für medizinische Untersuchungen, für Arbeit, zum Unterrichten, um zu beten. Die Bewohner der Enklave brauchen spezielle Genehmigungen, auch, um im eigenen Hause schlafen zu können, und diese bekommen sie oder bekommen sie nicht, junge Männer ohne Frau und Kinder bekommen sie grundsätzlich nicht. Es handelt sich um eine Riesengruppe, die keine Bewilligungen bekommen. Der Sohn bekommt keine Bewilligung, der Vater bekommt sie und muss eventuell die Arbeit übernehmen. Eine israelische Palästinenserin, die mit einem Palästinenser verheiratet ist, kann nicht mit ihm zusammen leben; Leute in der Westbank bekommen seit 2006 keine Bewilligung für andere Teile, das Verbot wird jedes Jahr verlängert. Wenn sie ihr Land nicht bearbeiten können,  verlieren sie ihre Rechte daran. Genehmigungen gibt es nur kurzfristig, die Kinder sind bei dem Vater, weil er die Rechte hat. Es geht um die Kontrolle. „Breaking the silence“ spricht darüber, einige sind zwischen alle Stühle gefallen. Es ist entscheidend, in welche Kategorie ein Kind gehören wird. Kinder bis 16 Jahre haben keine Ausweise, sie sollen den Geburtsschein mitführen, bei normalem Kindesverhalten ist dieser nach zwei Tagen unlesbar. Es muss immer das Original sein, in Plastik gepackt, so etwas Verrücktes, eine Schikane. Weitere große Gruppen sind die, die dem Geheimdienst als verdächtig gelten, etwa 150.000. Palästinenser gelten als gute Arbeiter, aber der Bauherr muss eine Quote einhalten, dabei ist der Palästinenser für diesen viel wertvoller  als ein Fremdarbeiter. Wenn ein Palästinenser nach Hause geht, bekommt er nur für 3 Monate die Bewilligung dafür, wie in der DDR. Ähnlich verhält es sich mit der Mauer, der nachgesagt wird, dass es deswegen weniger Anschläge gäbe, was aber ein Mythos sei. Es gibt Filme, wie Frauen über die Mauer klettern, und unter der Mauer durch, um Arbeit zu finden. Die besten Krankenhäuser sind in Ostjerusalem. Dafür gibt es eine Bewilligung für einen Tag bis eine Woche. Man braucht oft einen Begleiter, aber ein junger Mann wird nicht durchgelassen, da er ein Terrorist sein könnte. Von der Westbank kommt man mit Krankenwagen nicht direkt ins Krankenhaus, nur zur Grenze, von dort muss der Transport mit einem anderen Krankenwagen fortgesetzt werden. Dabei kommt es zu lebensbedrohenden Verzögerungen. Es gibt Einspruchsmöglichkeiten (ein Teil der 250 Frauen der Bewegung haben sich darauf spezialisiert), mit drei Durchschlägen, deren Bearbeitung aber etwa ein Jahr dauert. Nur etwa 20% der Fälle werden dadurch nachträglich bewilligt. Sie dürfen nicht mehr neben den Soldaten stehen, sie stehen daher meist auf der palästinensischen Seite und rufen an. Alle sind in irgendeiner Form mit der Armee beschäftigt. Die Armee versucht, mit den Frauen gegen Besatzung zu kooperieren, wobei das vor allem die Militärs mit höherem Dienstgrad tun, während die einfachen Soldaten sie nicht leiden können, denn sie gehen ihnen auf die Nerven. Sie tragen Anstecker mit „Gegen die Besatzung für Menschenrechte“. Viele der Frauen sind auch bei den Frauen in Schwarz, die es seit der ersten Intifada gibt. Sie stellen sich auf einen ganz bestimmten Platz, wortlos mit Schreiben wie „Die Besatzung muss weg“, wobei es nicht eine trauernde Frau sein muss. Dies tun sie seit Gründung einmal in jeder Woche zu den Hauptstoßzeiten zwischen 13.00-14.00, sowas Ausdauerndes. Gibt es mediale Öffentlichkeit? Ja, sogar sehr, sie werden z. B. eingeladen. Auf ihrer Homepage veröffentlichen sie Leser- und Beschwerdebriefe über die aktuellen Ereignisse. Die israelische Öffentlichkeit ist nicht sonderlich daran interessiert. Sie persönlich hielt dutzende Vorträge in Deutschland. Sie haben auch Broschüren, Militärberichte, sie schrieb vor zwei Tagen eine kurze Zusammenfassung für die Justizministerin über Menschenrechtsübertretungen. Es gibt wunderbare Websites in Deutschland, z. B. Ahrend? und viele andere. Israel ist immer noch eine Demokratie, die beste Zeitung ist der Haaretz mit einer Leserschaft von 7%. Sie wird von den Entscheidungsträgern gelesen, hat eine gewählte Sprache, daher keine Breitenwirkung, manchmal kommen ihre Themen auch in anderen Zeitungen vor. Palästina hat eine katastrophale Wirtschaftssituation. Viele  israelische Waren kommen auch nach Palästina. Bei einem Offizier, der sie einlud, stand an der Wand: „man soll die Bevölkerung in einem Zustand ständiger Unsicherheit halten!“

Es gibt viel Bautätigkeit, viele Taxis, eine wilde Fahrweise. Für

die meisten Palästinenser ist es viel billiger, ihre Häuser mit eigenen Händen und mit Hilfe von Familie und Nachbarn zu bauen. Korruption ist sehr häufig. Es wird eine Politik der Angst gemacht, auch mit Urängsten, es gibt eine totale Militarisierung schon an den Schulen und Kindergärten. Nurit Peled, die Schwester von Miko Peled (Buch: The Generals Son http://justworldbooks.com/the-generals-son-journey-of-an-israeli-in-palestine/ ), brachte dazu ein phantastisches Buch heraus. Nurit Peled-Elhanan: Palestine in Israeli School Books: Ideology and Propaganda in Education.  Verlag: I.B.Tauris, 268 Seiten, 24,90 Euro  ISBN: 978-1-78076-505-1

http://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/palaestina-in-israelischen-schuldbuechern

Es ist eine Lüge, dass Israelis nicht in die Westbank gehen dürfen, dann dürften auch keine Siedler gehen. Bei den A-Gebieten gibt es nur ein militärisches Dekret und keine Strafen und mehrere Israelis halten sich nicht daran.

 

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Nasser Ibrahim

Mo, 22. April 2013

Danach hielt der Direktor des AIC (Alternative Information CenterNasser Ibrahim einen Einführungsvortrag zur Situation (Mauer, etc.). Er ist Master in Internationaler Kooperation und schrieb ein deutsches Buch: „Kleine Träume von Palästina“.

Ideologische Aspekte:

  1. Juden, Israel, Zionismus seien verschiedene Dinge.

Er ist Muslim und Marxist, die Religion würde von den Muslimen respektiert, es gibt auch palästinensische Juden, alle seien Semiten wie die Juden, sie neigen daher nicht zu Antisemitismus.

  1.  Zionismus ist eine politische Bewegung wie die Muslim-Bruderschaft, der plant, die palästinensische Bewegung zu kontrollieren. Unser Gott ist Palästina. Die Palästinenser  waren hier vor jeder gegenwärtigen Religion, ohne dabei auf politische oder religiöse Aspekte zu achten. In all unserer Geschichte kämpften wir dafür, frei zu bleiben. Erst die zionistische Bewegung startete das religiöse Argument. 1907 trafen sich sieben koloniale Mächte, weil das Ottomanische Reich kollabieren würde. Sie beschlossen drei Punkte: 1. die Teilung der arabischen Staaten, 2. die Verhinderung der Vereinigung, 3. die Schaffung eines Pufferstaates. Sie schufen danach die arabischen Staaten Libanon, Syrien und Jordanien. Danach erlaubte Britannien eine Heimstätte für Juden und schuf die Mär von “Land ohne Bevölkerung für ein Volk ohne Land.“

Britannien verweigerte die Verantwortung. Sechs Millionen Palästinenser sind Flüchtlinge. 1967 gab es noch einmal 300.000 Flüchtlinge. Mit den besetzten Gebieten verletzen die Zionisten internationales Recht. Sie nutzen das Argument des jüdischen Leidens, um ihre Taten zu rechtfertigen, sie ergreifen keine wirkliche Friedensinitiative, sie beschäftigen sich nicht mit den politischen Grundlagen.

Nachdem Obama seine berühmte Kairorede gehalten hatte, antwortete Netanyahu sieben Tage später.

Er sagte, sie wollten Frieden. Da seien nur einige kleine Punkte, die vorher geklärt werden müssten. Das Recht auf Rückkehr könne nicht akzeptiert werden, ganz Jerusalem sei natürlich die Hauptstadt von Israel und die Palästinenser müssten auf terroristische Akte verzichten. Mit solchen Erklärungen sei kein Frieden zu erreichen. Es würde gern von Israelis behauptet, dass die Palästinenser von Natur aus Terroristen seien. (Z. B. mit den roten Warnschildern vor den A-Zonen, wo Israelis verboten wird, diese Gebiete zu betreten.) Es sei aber so, dass Menschen unter Besatzung ein Recht auf alle Formen des Widerstands haben, um wieder ihre Freiheit zu erlangen. Davon sind 90% gewaltfrei. Israel nennt das „gewaltfreien Terror“.

Es handele sich um eine Verdrängungsbesatzung, und Generationen haben keinen Tag der Freiheit mehr erlebt. Die israelische Besatzung kontrolliert das Wasser und das Land, wobei sie von kollaborierenden Palästinensern unterstützt würden. (Es gab bei allen Besatzungen Kollaborateure, z.B. in Frankreich unter deutscher Besatzung.) Schon allein die Existenz der Palästinenser bedeutet Widerstand. In 65 Jahre hat eines der stärksten Länder der Welt die Verdrängung der Palästinenser nicht geschafft.

Es wird behauptet, Israel vertrete die europäischen Werte und Palästina tue dies nicht. Die Mauer dient nicht der Sicherheit, sie diene als Grenze der Kulturen. Auf der einen Seite die zivilisierte Welt, („Villa im Dschungel“ z. B.: http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-demokratische-gesetze-in-israel-medien-aktivisten-staatsfeinde-1.1227421 und http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16170 ) auf der anderen die Barbaren. Israel biete uns keinen Frieden, es bietet einen Rambo-Frieden.

Diskussion: Rückkehr in ihre Heimat soll ermöglicht werden, Zwei-Staatenlösung, lasst uns dies mit demokratischen Mitteln erreichen. Vom AIC gibt es seit 25 Jahren ein Büro in Jerusalem, sie haben wöchentliche Treffen. Ich wies darauf hin, dass Israel in seiner Politik im Wesentlichen von den USA und Deutschland gestützt wird. Laut dem norwegischen Friedensforscher Johan Galtung, der schon die Auflösung der Sowjetunion vorausgesagt hatte, wird die USA spätestens 2020 zu einer zweitrangigen Macht werden. Danach würde voraussichtlich die Mehrheit in der UN ausschlaggebend sein. Ohne materielle und poltische Unterstützung ist Israels Besatzungspolitik nicht zu halten.

Nasser Ibrahim antwortete, Europa habe das Problem geschaffen, und es lasse sich in seinen Interessen von den USA dominieren, die auf Katar und Saudi-Arabien setzten. Israel könne nicht den Holocaust an den Juden als Rechtfertigung für einen neuen Holocaust an den Palästinensern verwenden. Er sei ganz im Gegenteil Grund, dies nie wieder geschehen zu lassen.

 

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Frau Rania Salsaa

Freitag, 19.4.13

Danach Taxi-Fahrt nach Bethlehem, wo wir uns

mit Frau Rania Salsaa, einer Palästinenserin vom Internationalen Begegnungszentrum Diyar in Bethlehem neben der  Evangelischen Weihnachtskirche trafen.

www.diyar.ps/

www.foerderverein-bethlehem.de

Sie arbeitet als Lehrerin im Zentrum Talitha Kumi und engagiert sich zusätzlich im Begegnungszentrum Diyar. Dort finden unterschiedliche Aktivitäten statt, u. a. wurde ein palästinensischer Reiseführer produziert, für Kinder werden Karate, Ballett, Kunst, Schwimmen und Musik angeboten und zusätzlich Seniorenarbeit und Frauensport.

Die palästinensischen Lehrer und Kursleiter müssen arbeiten bis zum Umfallen und es gibt keine Krankenversicherung für alle. Sie selbst wird ab 60 keine Krankenversicherung mehr haben. Es nehmen auch viele Christen an den angebotenen Veranstaltungen teil. Bethlehem und Ramallah haben christliche Bürgermeisterinnen. Heute Morgen stand in der Jerusalemzeitung: die Mauer soll die Grenze zwischen Palästina und Israel sein, ist aber illegal im palästinensischen Gebiet errichtet. (in Deutschland ist ja die Mauer verschwunden, so wie die Apartheid in Südafrika verschwunden ist. Juden in aller Welt und zunehmend auch in Israel sind gegen die Apartheid, zB Rolf Verleger und Miko Peled, der Film „Töte zuerst“ = „the gatekeepers“ = „Shin Beth“ ist hervorragend. Im Juli 2012 lief Dror Morehs Dokumentarfilm “Shomrei Hasaf” deutsch: „Töte zuerst!“ in den israelischen Kinos an. )

Wir klammern uns an die Hoffnung.

Als Lehrerin hat sie schlecht geschlafen, sie muss die Gedanken an die Politik wegsperren, um die Arbeit mit Kindern zu schaffen und Positives weiterzugeben, um Hoffnung zu schaffen. So wie die Friedenspolitik in der DDR sich in den Kirchen sammelte. Und wenn morgen die Welt untergeht, wollen wir noch einen Olivenbaum pflanzen…

Sie ist der Meinung, dass es eine politische Lösung geben muss, die nicht immer durch  die Staaten und Organisationen mit Geldern zugestopft werden dürfe. Die Prinzipien der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit seien wichtig. Alle möglichen Europäer sind beteiligt, denn bei den Palästinensern ist bei den momentanen Verhältnissen unter den Bedingungen der Besatzung keine politische Opposition möglich. Es gibt die Fatah und die Hamas, die Linke schläft. Es gibt viele Organisationen in Israel, z.B. „Breaking the silence“(Die Soldaten, die über ihre Erfahrungen in der Westbank sprechen). Nach ihrer Meinung geht es darum, den Teilungsplan einzuhalten, vorübergehend eine Zweistaatenlösung zu schaffen, dann am Beispiel Europas, nach 5-10 Jahren, eine Föderation zu erzeugen (siehe in dem Foto:  folgende Lösungsmöglichkeiten: eine Zwei-Staaten-lösung, eine Ein-Staatenlösung, eine Föderation, eine Konföderation, eine Schweizer Kantonslösung).

Sie hält Spenden an die lutherischen Institutionen für sinnvoll, die gute Projekte anbieten, während es mit den politischen Institutionen immer schlimmer würde und sie davon abrate, diese zu unterstützen.

Die von Christen initiierten und unterhaltenen Projekte Talitha Kumi, Diyar, Newe Shalom, Abrahams Herberge sind positive Beispiele, wo das Zusammenleben von Juden, Muslimen und Christen praktiziert wird. Wichtig sei Solidarität, sodass die Palästinenser das Gefühl haben, „wir haben jemanden, der an mich denkt“; und dass die Touristen kommen und realisieren, hier leben seit der Zeit von Jesus Christen. Religion könne den Menschen Halt geben. Eine politische Lösung sei nur durch Änderung der Haltungen von den USA und Europa möglich. Die fundamentalistischen Christen würden eine wichtigere Rolle für die Unterstützung des Apartheidsystems spielen als die Juden in USA. (Angemerkt wurde aus unserer Reisegruppe, der Kirchentag in Deutschland sei so beschämend gewesen wegen seines isolierten Blicks.) Sie selber sei Schülerin in Talitha Kumi gewesen, voriges Jahr hätte sie 20-jähriges Abitur gehabt. Sie habe in Köln Deutsch und Geschichte studiert und in der Erwachsenenbildung gearbeitet und lebte 9 Jahre in Deutschland. Vor 10 Jahren sei sie zurückgekommen, habe in ihrer Familie gelebt, arbeite als Lehrerin in Talitha Kumi. Sie meine, dass man seit den Nürnberger Prozessen auf das eigene Recht pochen und jedes Unrecht beim Namen nennen müsse.

Sie habe keinen Ehemann und keine Kinder.

 

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Connie Hackbarth

Di, 23. April 2013

Noch einmal fuhren wir nach Jerusalem, wo wir uns mit der israelischen Jüdin Connie Hackbarth von http://www.alternativenews.org/    trafen.

Sie sagte, dass sie das Unmögliche versuchen wolle, nämlich uns die israelische Gesellschaft  in einer Stunde zu erklären.

Es sei eine rassistische Hochkultur. Die Juden brauchen ein Land, wo sie leben können. Wir sind eine koloniale Gesellschaft. Der Zionismus entstand im 19. Jahrhundert. Die Ideologie wurde am Anfang von den meisten Juden abgelehnt.

Was bedeutet es, Jude zu sein? In alten Zeiten bedeutete es, Deine Mutter war Jude und Du praktiziertest das Judentum.

Seit dem Zionismus kam es auf die ethnische Definition und die kulturelle Identität an. Die Religiösen und die Säkularen waren getrennt. Es kam darauf an, die Last zu teilen. Teilnahme am Militärdienst war sehr wichtig, Männer für drei Jahre, Frauen für zwei. Aber nur 60% der Menschen gehen zur Armee, 40% tun es nicht; zum Beispiel die Palästinenser nicht, die 20 % der Population stellen. Bisher wurde der Armeedienst als Privileg angesehen, jetzt kommen Gedanken auf, warum sollte ich die besten Jahre meines Lebens bei der Armee verbringen? Eine kleine Gruppe sagt, wegen der Besatzung. Oder um ein Anrecht auf einen Platz in der Gesellschaft zu haben. Die Säkularen sagen zu den Religiösen, wir sind nicht bereit, Euer Studium mit der Freistellung vom Militärdienst zu gewährleisten, nur die Siedler sind glücklich in der Armee. Die sind noch die alten Zionisten. Die Zahl der Religiösen in der Armee hat zugenommen. Ursprünglich wurden die Offiziere überwiegend von Kibbuz-Führern gestellt.

7% der Bevölkerung lesen Haaretz, eine der kritischsten Zeitungen von Israel. (Dort stand kürzlich, dass laut Umfrage die Mehrheit der Israelis die Araber für minderwertig halten.) Jeder Staat lehrt seine Kinder seine Ideologie, der unsere lehrt Rassismus.

( im Moment gibt es einige kritische Bewegungen mitten in der israelischen Gesellschaft: natürlich Uri Avnery, aber jetzt auch Miko Peled, im Juli 2012 lief Dror Morehs Dokumentarfilm “Shomrei Hasaf” (deutsch: „Töte zuerst!“) in den israelischen Kinos an. In Englisch„The Gatekeepers“ und dann noch, „Breaking the silence“ )

22% Palästinenser lebten vor Jahrzehnten in Jerusalem. Ihre Zahl nimmt zu trotz der Schikanen. Eine Millionen Juden aus Russland kamen nach 1991 nach Israel.

Die Siedler gehen meist nach Ostjerusalem, schlicht aus Preisgründen, z.B. nach Ma’ale Adumim in der Westbank, das hat nichts mit Ideologie zu tun. 90% der „Siedler“ leben so, die anderen kämpferischen in Hebron denken, wir wären echte Zionisten.

Das bedeutet nicht, dass sie nicht bereit wären, für ihr Haus im palästinensischen Gebiet, z. B. in Ma’ale Adumim zu kämpfen. 70% der Israelis sagen: „Keine Siedlungen mehr”, aber das internationale Recht meint natürlich alle Siedlungen in der Westbank und in Ostjerusalem. Der Konflikt ist ein internationaler, finanziert überwiegend durch die USA.

Wir können die Siedler nicht los werden, die die zionistischen Ideale hochhalten. Wir können nur vorankommen, wenn die Besatzung jetzt endet. Wie kriegen wir eine Balance im Leben der Leute hin, wie lösen wir die Probleme langfristig. Busse werden gesprengt, aber bei den Boykotten ist keiner erfolgreicher als der kulturelle, z.B. indem Künstler und Professoren es ablehnen, nach Israel zu kommen.

Politisch geschieht genau das Gegenteil. Israel ist für die OECD akzeptiert worden und die EU hat ihm schon wieder Steuer-begünstigungen erteilt.

Der Vorteil der BDS Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) ist, dass Du entscheiden kannst, was Du tust. Du kannst es nutzen, um die Leute aufzuklären. „Wir boykottieren nicht Personen, sondern Institutionen“. Der kulturelle und akademische Boykott ist besonders wichtig. Benutzt uns als „Juden gegen die Besatzung“, die Boykottbewegung der Juden, um den Leuten das zu erklären.

Es gab diese Diskussion auch in Südafrika. Und die „Women in Black“ brauchen unsere Solidarität.

Wir sind bereit, für die Änderung der Politik zu leiden.

Zum Teil können die Palästinenser nicht unter palästinensischen Labeln exportieren.

Connie bezeichnete sich selbst als deutsch-amerikanische Mischung.
 

 

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