Streit und welche Lösung?

Streit: welche Lösung

um der Zukunft willen?

Einerseits ist die Sicherung der Zukunft bitterernst, weil viele Menschen verhungern und alle in ihrer Existenz zum Beispiel durch einen alles vernichtenden Krieg (Atomwaffen!!) oder durch Umweltverschmutzung oder durch den Klimawandel gefährdet sind.

Andererseits ist die Sicherung der Zukunft lächerlich einfach, da die menschlichen Fähigkeiten schon so sehr gewachsen sind, dass alle komfortabel leben könnten. Es müsste nur mehr Absprachen geben und nicht so viel verbissene Konkurrenz. Etwas Konkurrenz ist ja gut. Aber zu viel Druck schadet und schaltet die Vernunft aus.

Zur Lage: Die menschliche Produktivität, das heißt, das, was ein Arbeiter in einer Stunde produzieren kann, ist immens gewachsen und wächst z.B. durch Automatisierung immer weiter. Die Rohstoffe können recycelt werden und sind durch Erfindungen oft durch andere, häufigere Stoffe ersetzbar.

Wir brauchen Regierungen der Staaten, die die Interessen der Mehrheit und nicht die der Super-Reichen vertreten und im friedlichen Wettstreit nach den besten Lösungen suchen. Daneben brauchen wir eine starke UNO, durch die die Ärmsten gestützt werden können. Dafür sollte es ein Recht auf Arbeit zu einem ausreichenden Mindestlohn geben und die Pflicht, ihre Kinder gut ausbilden zu lassen. Wir schlagen das vor, was wir noch einmal weiter vereinfacht in folgenden vier Thesen und dann etwas hübscher in folgendem Plakat ausdrücken können:

Dr. med. Helmut Käss,

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0176 381 376 31, http://www.helmutkaess.de/Wordpress/,

.

vier zentrale Sätze für die Politik der Menschheit :

Die Menschheit darf im Atomzeitalter keine Kriege mehr führen, wir müssen zurück zum Völkerrecht.

 Die Menschheit wird immer reicher, da die Produktivität enorm angestiegen ist und sie immer weiter ansteigt. (Daher sind alle materiellen Probleme lösbar. Es ist die Konzentration auf die Organisation und faire Verteilung von Arbeit und Ressourcen, was nottut.)

Es ist absurd, dass für die Rüstung viel mehr ausgegeben wird, als für die soziale Grundversorgung der Menschheit und die Schulbildung für alle gebraucht wird

Und es ist absurd, dass  Personen Milliarden Euro oder auch Dollar besitzen und andernorts auch deshalb viele Leute verhungern

.

und nun das Ganze vielleicht etwas demonstrationsgeeigneter:

.

Die Welt ist in Unordnung

Sie ist schlecht verwaltet

.

Es ist absurd, dass eine Person viele Milliarden € oder auch Dollar besitzt und andernorts viele Leute verhungern und es ist absurd, dass für die Rüstung viel mehr ausgegeben wird, als für die soziale Grundversorgung der Menschheit gebraucht wird, wobei  die Menschheit immer reicher wird, da die Produktivität enorm angestiegen ist

.

wir wollen Frieden,

eine gute Verwaltung

.

Wir wollen

deutlich mehr Geld für Leben und Glück für alle,

von dort, wo es ist,

.

vom Militär

und den Super-Reichen

.

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Rede Gudula Wegmann

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Braunschweig, liebe Friedensfreunde und -freundinnen.

Zu unserer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum sog. „Flaggentag“ begrüße ich Sie alle als Vertreterin der Braunschweiger Friedensbewegung. Ich begrüße besonders Dr. Helmut Blöcker, der gleich das Grußwort der Stadt sprechen wird, und Herrn Bachmann, den Vizepräsidenten des nds. Landtages.

Das Braunschweiger Friedensbündnis bedankt sich bei der Stadt Braunschweig, dass wir dieses Jahr wieder – zum 3. Mal – die Dornse nutzen dürfen. Es ist hier also schon eine Tradition entstanden.
Und es ist ja auch der richtige Ort zum Begehen des „Flaggentags“.
Denn auch Braunschweig gehört zu den 470 deutschen Städten, deren Bürgermeister sich als MfP für atomare Abrüstung weltweit einsetzen.
Wir freuen uns, dass Braunschweig „Flagge zeigt für eine atomwaffenfreie Welt“! Von heute bis Dienstag hisst unsere Stadt an zwei Rathäusern die Flagge gegen Atomwaffen!

12 weltweit führende Atomwissenschaftler warnen jetzt:
Die Doomsday Clock (Endzeit-Uhr) in NY steht auf weniger als 3 Min vor 12!
Sie wollen das nicht als Panikmache verstanden wissen, sondern als eine ernsthafte Mahnung, wie wir mit der Welt umgehen.
Mehr als 15000 Atomwaffen, davon mehr als 4000 in höchster Alarmbereitschaft, bedrohen die Menschheit –
eine Gefahr, die immer schwieriger zu kontrollieren ist.

  • Wir erinnern heute an das Russell-Einstein-Manifest von 1955. Diese beiden berühmten Denker und 10 weitere internationale Wissenschaftler warnten schon damals im „Kalten Krieg“ vor der Auslöschung der Menschheit in Folge eines Kernwaffen-Einsatzes in einem großen kriegerischen Konflikt.
  • Wir erinnern an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996, das die Androhung und den Einsatz von Atomwaffen als Verstoß gegen das Völkerrecht wertet und die Weltgemeinschaft auffordert, ernsthafte Verhandlungen zur Beseitigung von Kernwaffen aufzunehmen. Dieses Datum nahmen die „Mayors for Peace“ zum Anlass des jährlichen Flaggentags.
  • Wir stellen heute die Verhandlungen vor den VN in den Brennpunkt unserer Aufmerksamkeit, die zu einem globalen Atomwaffenverbot, Ächtung und Abschaffung nuklearer Massenvernichtungswaffen führen sollen.
    Heute wird das Ergebnis erwartet, das ca. 130 Länder auf Grund eines Beschlusses der UN-Vollversammlung gerade in den letzten Wochen in New York erarbeitet haben.

Und wer sind WIR?
Zusammengefunden haben sich in der Vorbereitung dieses Tages wieder einmal das Friedensbündnis mit den gemeinnützigen Organisationen IPPNW (den Ärzten gegen den Atomtod), mit Pax Christi (der katholischen Friedensinitiative) und dem Friedenszentrum (mit vielen ev. Pastoren …).

Für den Vortrag haben wir Roland Blach gewinnen können:
Er ist seit mehr als 20 Jahren in der Friedensbewegung aktiv und seit 2002 Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft / Vereinigte KriesdienstgegenerInnen e.V. (DfG-VK) Ba Wü. Sein Schwerpunkt ist der Einsatz für die atomare Abrüstung. Er ist Koordinator der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ und des jährlichen eintägigen Radmarathons „Pacemakers“ für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen.

Wir sind gespannt auf seinen Vortrag.

 

Schlusswort:
„Damit das Mögliche entsteht, muss das unmöglich Scheinende versucht werden.“ Wir machen also – natürlich – weiter:

  • Wir setzen uns ein für die Abschaffung der deutschen Atomwaffen: in Büchel – Abschaffen statt Modernisieren… Entspr. dem einstimmigen Bundestagsbeschluss von 2010 nach FDP-Koalitionsbed. Regierung hält sich nicht daran! (nur falls nicht R.B. Darauf ausführlich eingegangen ist)
    Gegen Rüstungsexporte, insbesondere die sog. „Klein“-Waffen.
  • Das Friedens-Zentrums und -Bündnis vor Ort organisiert den
    Ostermarsch, Aktionen zu Gedenktagen wie zum A-Bombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki, den Antikriegstag.
    Auch in Zusammenarbeit mit Schulen bearbeiten wir das Thema gewaltfreie Konfliktbearbeitung anstelle von Militäreinsätzen.
    Und jeden 3. Do im Monat unsere VHS-Reihe
    „Wege zu einer Kultur des Friedens“.
  • Mit unseren verschiedenen Aktivitäten zu den Gedenktagen, zu Gedenkstätten und -orten wollen wir neue Partner in Braunschweig gewinnen. Aktive Gruppen aus – im weitesten Sinne – friedenspolitischen Bereichen und gerne auch Einzelpersonen.
  • Enden möchte ich mit dem Hinweis auf unsere nächsten Veranstaltungen:
    Am 4. August begehen wir am Hiroshima-Ufer mit 100 Kerzen auf der Oker den Gedenktag zu Hiroshima und Nagasaki.
    In unserer VHS-Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“ haben wir am 17.8. das Thema „Ramstein – Drohnen aus Deutschland“.

Bleibt mir jetzt noch, Ihnen zu danken: für’s Zuhören, für’s Mitdenken und Mitreden.

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Die Veranstaltung „Flagge zeigen“ am 7.7.17 in der Dornse

Veranstaltung am 7.7.17

Kurze Hinweise zur Auswertung:

– Gudula Wegmann schickte schöne Bilder und Interviews der Veranstaltung von der regionalheute-Redaktion   http://regionalheute.de/roland-blach-referierte-zum-flaggentag-der-mayors-for-peace/
– die Nachricht:  ICAN:  Geschafft! Atomwaffen werden endlich verboten!   http://mailchi.mp/aed1126c9ae4/geschafft-atomwaffen-endlich-verboten?e=f2b8b7e6ed
dies war der Artikel in der BZ 
 .

Flagge zeigen für eine atomwaffenfreie Welt“

Flyer https://friedenszentrum.info/images/pdf/flyer/flaggentag_v7_A5final_lowdata.pdf

Link zum Friedenszentrum

Die Lehre des Manifests von Einstein und anderen lässt sich in diesem Kernsatz zusammenfassen: Die Menschheit darf keine Kriege mehr führen, weil jeder Krieg sich zu einem Atomkrieg entwickeln kann und das die Existenz der Menschheit gefährdet.

Liste der bisher an der Organisation Beteiligten

Letzte Jahre „Rückgrat der Organisation“: Gudula, Frieder, Andreas Matthies, Joachim Kleppe, Flyer Corinna Senftleben , Werbung und Moderation Almut, Technik Hans-Georg, 

Diesmal: Gudula, Ulli, Frieder ich Rückgrat der Vorbereitung, Brigitte, Ideen, Technik Matthias und Hans-Georg, Michael und Marcel freundliches Mitdenken,  Corinna Flyer, Almut knapper und exacter Medienbrief, 

wen habe ich alles vergessen?

Ablauf der Veranstaltung: Begrüßung, Grußwort der Stadt Braunschweig, Video, Vortrag, Diskussion, Schlusswort, Nachtreffen in einem Restaurant:

Moderation Brigitte Constein/Gülde

Begrüßung und Einleitung durch Gudula Wegmann Redekonzept 

Grußwort durch Dr. Helmut Blöcker:

Mein 87. Termin in dieser Legislaturperiode, dieser ist mir aber besonders wichtig. – Dornse, geheizter Raum- 500 Bürgermeister, 500. in Thüringen, Ziel, die hiesige Friedensbewegung ist für diese Veranstaltung zu loben. Blach und Kaufmann machten in der Braunschweiger Zeitung von gestern ein gutes Interview, die Existenz von Atomwaffen ist bedrohlich…

Video durch Matthias Jakisch und Hans-Georg Hartwig scheiterte leider an technischen Problemen. Nächstes Mal machen wir es besser…

Vortrag durch Roland Blach, sein ganzer Text ist hier, mit und ohne Hervorhebungen… 

Er ist überwältigt, um 16 Uhr 53 wurde die Atomwaffenächtung beschlossen, das ist sensationell, Blick auf New York, es wird alles in den Schatten gestellt, großer Tag für die Menschheit, „standing ovations“ in der UNO, 260, Zäsur der Weltordnung, noch viel zu tun, noch nicht alle Wünsche erfüllt. Zur Vergangenheit: Beginn der Atomwaffenforschung, Auftakt kalter Krieg, unvorstellbares atomares Vernichtungspotential,

Lateinamerika atomwaffenfrei, NPT fünfzig jahre alt, Atomwaffen zu den Hochzeiten fast 70.000, aber immer noch 15000, (1000 auf Städte abgeworfen führen zu einem nuclearen Winter über mindestens 10 Jahre) 1996 zum Datum des heutigen Flaggentags Urteil des intenationalen Gerichtshofes, dass Androhung und Anwendung von nuklearen Waffen illegal ist, Südamerika, Asien nuklearwaffenfrei.

Laut Regional Heute waren 100 Personen anwesend. (http://regionalheute.de/roland-blach-referierte-zum-flaggentag-der-mayors-for-peace/)

Diskussion :

Ich: Nie wieder Krieg! Das wird im Manifest gefordert, das muss leider jährlich der Menschheit wieder und wieder gesagt werden. Die hohen Rüstungsausgaben würden alleine mehrfach reichen, um die Menschheit zu ernähren und jedem eine Schulbildung zu ermöglichen,

Antwort: Welt ohne Waffen…

Rüstung ist ein Parasit der Menschheit, die Rüstung wird auf Kosten der normalen Wirtschaft erzeugt…

Friedenskultur, Hilfsbereitschaft,

Frau Ihbe: Ausbreitung der Bewegung!!,

Schlusswort durch Gudula

Nachtreffen im Restaurant, im Italiener auf dem Kohlmarkt, dort Feier und ein paar Worte zur Veranstaltung nächstes Jahr. Elf Personen mit dem Referenten, wegen familiärer Probleme besprach ich den Vorschlag der Ausweitung nur mit Roland Blach.

Als Kleingruppe haben wir vor, eine Veranstaltungsorganisation wie in München zur „Siko“ , der „Sicherheitskonferenz“ zu machen. Dort ist das Hauptereignis der Friedensbewegung am Freitag Abend einige Reden im Altstadtrathaus Marienstift mit Grußwort eines Bürgermeisters, mit einem Sonderthema am Donnerstag Abend und einer Auswertung am Samstag Morgen, nach der Auswertung geht man zu einer Demonstration von etwa 1000-2000 Personen mit Musik und Reden zu Beginn und am Ende. Danach gehen einige, auch ich, in den Rathauskeller zum Nachgespräch. So etwas stelle ich mir nächstes Jahr vor: Am Freitag der Flaggentag mit dem Kernsatz: Nie wieder Krieg! Und am Samstag eine Demonstration unter in etwa unter dem Motto, „Soziales statt Panzer“. Genaueres unter http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=4237

Veröffentlicht unter Blog | 2 Kommentare

Einladungsbrief

Die Menschheit muss seit über 60 Jahren an die Lehren des kurzen, aber dramatischen Manifests von Russell und Einstein erinnert werden, die immer noch nicht ausreichend berücksichtigt werden:  http://www.pugwash.de/rem.pdf

Bitte überlegt, ob Ihr kommen könnt und wen Ihr zu einem Besuch dieser wichtigen Veranstaltung „für eine Welt frei von Atomwaffen“ bewegen könnt.

Anschließend der ausführlichere Einladungsbrief:

Weitere Informationen: helmutkaess.de/Wordpress/?p=4265

und unser Flyer:  http://friedenszentrum.info/images/pdf/flyer/flaggentag_v7_A5final_lowdata.pdf

Herzliche Grüße

Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0176 381 376 31, http://www.helmutkaess.de/Wordpress/, www.ippnw.de , http://www.friedenszentrum.info/,

Gesendet: Freitag, 23. Juni 2017 um 22:08 Uhr
Von: „Friedenszentrum Braunschweig“ <infopost@friedenszentrum.info>
An: Kein Empfänger
Betreff: Freitag, 7.Juli 2017, 17 Uhr, Dornse im Altstadtrathaus: „Ächtung aller Atomwaffen“

Hallo liebe Mitglieder und Interessierte,

Gemeinsam mit IPPNW, den Bürgermeistern für den Frieden, dem Friedensbündnis Braunschweig und Pax Christi Braunschweig laden  wir Sie ein zu einer Veranstaltung der Friedensbewegung am Freitag, 7. Juli 2017 – 17.00 Uhr in die Dornse im Altstadtrathaus (Altstadtmarkt), Braunschweig

 .

Die Atomwaffe ist in der Lage, alles Leben unwiderruflich zu vernichten. Trotzdem sind Atombomben die einzigen Massenvernichtungswaffen, die nicht verboten sind. Ende letzten Jahres verlangte nun eine überwältigende Mehrheit der UNO-Vollversammlung, Verhandlungen zur Ächtung der Atomwaffen aufzunehmen. Die Bundesregierung verweigert sich diesen Verhandlungen, obwohl sie offiziell für eine atomwaffenfreie Welt eintritt!

Warum ist die Ächtung der Atomwaffen so wichtig?
Was können die Verhandlungen bewirken?
Was können wir tun?

Dazu referiert und diskutiert am Tage des voraussichtlichen Endes der Verhandlungen:   Roland Blach

Geschäftsführer der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner Baden-Württemberg)
Koordinator der Kampagne »Büchel ist überall! Atomwaffenfrei. Jetzt.«
Koordinator der Kampagne »Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden«

Ablauf der Veranstaltung:
Begrüßung, Grußwort der Stadt Braunschweig, Video, Vortrag, Diskussion, Schlusswort,

Grüße


Friedenszentrum Braunschweig e.V.
Goslarsche Straße 93
38118 Braunschweig

Telefon: (0531) 89 30 33
www.friedenszentrum.info

 

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

disput

Ihr begeistert mich mit Euren Überlegungen und ich halte diese differenzierte Diskussion für sehr angemessen für die IPPNW.

Ich will einen Gesichtspunkt hinzufügen: Die Welt ist sehr bunt und äußerst kompliziert. Aber es gibt sicher wichtigere und unwichtigere Dinge in der „großen Politik“.

Für wichtig halte ich die Waffenentwicklung mit dominierend im Moment den Atomwaffen, was mit dem Manifest von Russell und Einstein sehr angemessen beantwortet wurde mit der Aussage, es dürfe keine Kriege mehr geben, da jeder Krieg zu einem Atomkrieg eskalieren könne und damit die Existenz der Menschheit gefährdet sei. (zum Beispiel durch den nuklearen Winter)

Und für wichtig halte ich, dass dennoch ungeheure Summen für die Rüstung ausgegeben werden, die allein schon ausreichen würden, diese Welt vom Hunger und Analphabetentum zu befreien. Dazu kommt noch das ungeheure Anwachsen von Milliardären mit der auseinandergehenden Schere des Einkommens auch in den „entwickelten“ Ländern. Diese sorgen dafür, wie wir von Rainer Mausfeld lernen, mit Absprachen und gezielter Medienmacht, dass sie immer reicher werden, obwohl laut Wilkinson bekannt ist, dass das ungesund ist und schlimme Folgen haben kann.

Daher machen wir in Braunschweig jetzt zum dritten Mal einen Mahn-Gedenktag zum Manifest. Dies machen wir zum „Flaggentag“ der Mayors for Peace, das ja auch der Atomkriegsgefahr gewidmet ist. Der Flaggentag ist am 8.7., die Verkündung des Manifests war am 9.7. (1955). Die Menschheit muss seit über 60 Jahren an die Lehren des kurzen, aber dramatischen Manifests von Russell und Einstein erinnert werden, die immer noch nicht ausreichend berücksichtigt werden:  http://www.pugwash.de/remd.pdf

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

Disput um Zwei-Staaten-Lösung im Ausschuss für Menschenrechte

http://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7118787#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk=&mod=mediathek

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw25-pa-menschenrechte/509862

 

 

 

 

Disput um Zwei-Staaten-Lösung im Ausschuss für Menschenrechte

Die Lage der Menschenrechte in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten wird von Experten kontrovers beurteilt. In einer Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe am Mittwoch, 21. Juni 2017, unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU/CSU) entzündete sich die Diskussion der Experten vor allem an der Frage der Zwei-Staaten-Lösung sowie an der Blockade des Gazastreifens und der Lage in den israelisch besetzten Gebieten im Westjordanland.

Gründe für Menschenrechtsverletzungen

„Das Gros der Menschenrechtsverletzungen gibt es in den palästinensischen Gebieten und resultiert in der auf Dauer angelegten militärischen Besatzung“, sagte Dr. Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Israel verletzte hier etwa durch Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Anwendung der Militärjustiz für Palästinenser, der häufigen Verhängung von Administrativhaft und der Zerstörung von Häusern bürgerliche, wirtschaftliche und soziale Rechte.

Ein weiterer Grund für Menschenrechtsverletzungen sei die innerpalästinensische Spaltung von Fatah und Hamas. Weder im Westjordanland, noch im Gaza-Streifen hätten die Regierungen politische Legitimation, in beiden Gebieten gebe es keine Gewaltenteilung, sagte Asseburg.

Experte: Israel weiter unterstützen

Dr. Michael Borchard, Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel, erinnerte daran, dass Israel als einziger Demokratie in der Region bei Pluralität, Meinungs- und Redefreiheit, Wahlrecht regelmäßig ein „gutes bis sehr gutes Zeugnis“ ausgestellt werde. Allerdings lasse sich dieser „hohe Grundrechtsstandard“ nur halten, wenn Israel auf die Zwei-Staaten-Lösung als „einzig gangbare Lösung“ setze.

Borchard warb dafür, dass die internationale Gemeinschaft Israel bei diesem Ziel weiter unterstützen solle: „Jedes Zaudern und Zögern“ werde im äußerst rechten politischen Spektrum in Israel instrumentalisiert. Borchard bekräftigte, dass es nach wie vor in Umfragen eine Mehrheit für die Zwei-Staaten-Lösung gebe, dass Misstrauen auf beiden Seiten aber groß sei.

Abschied von der Zwei-Staaten-Lösung

Jeff Halper, Israeli Commitee Against House Demolitions (ICAHD), hingegen sagte, dass die Zwei-Staaten-Lösung längst „vom Tisch“ sei. Es gebe heute de facto ein Land zwischen Mittelmeer und Jordan mit einer Armee, einer Währung und einer Regierung. 800.000 Israelis lebten heute in „besetzten Gebieten“. Offiziell nenne Israel diese Siedlungen im Westjordanland „umstrittene“ oder „verwaltete Territorien“ und leugne damit, „dass es eine Besatzungsmacht“ sei.

Halper kritisierte, dass Israel mit der faktischen Verabschiedung der Zwei-Staaten-Lösung auf dem Weg in die „Apartheid“ sei. Er forderte, dass die internationale Gemeinschaft Israel auf einem Weg zu einem „multikulturellen Staat“ unterstützen solle: „Einen jüdischen Staat kann man nicht haben, wenn man keine Zwei-Staaten-Lösung will.“

„Geschichte der verpassten Möglichkeiten“

In genau diesem Punkt widersprach Kerstin Müller, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv, vehement: Wer einen „multikulturellen Staat“ Israel fordere, verabschiede sich von Gründungsidee und Anspruch eines jüdischen, demokratischen Staates. Das Land sei eine stabile Demokratie mit einer „sehr, sehr lebendigen Zivilgesellschaft“, einer bunten Medienlandschaft, einer funktionierenden Justiz mit einem „Supreme Court“ als „Leuchtturm“. Als „Stachel im Fleisch“ und „harte Bewährungsprobe für den Kernstaat“ Israel bezeichnete Müller die „Besatzung der Westbank“, die unter anderem zur Folge habe, dass für jüdische Siedler ziviles Recht, für die dort lebenden knapp drei Millionen Palästinenser hingegen Militärrecht gelte.

Müller wandte sich allerdings gegen die Vorstellung, dass ein Ende der Besatzung von heute auf morgen möglich sei, wenn Israel das nur wolle. „Der israelisch-palästinensische Konflikt ist eine Geschichte der verpassten Möglichkeiten“ auf beiden Seiten.

Umgang mit Nichtregierungsorganisationen

Auch Jonathan Heuberger, Rechtsanwalt und Experte für Völkerrecht und Völkerstrafrecht, warb dafür, an der Zwei-Staaten-Lösung festzuhalten und betonte, dass auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, sich in den vergangenen Jahren mehrfach zu dieser bekannt habe. Alternativen zu dieser Lösung würden den „Charakter Israels als demokratischer, jüdischer Staat“ unterminieren.

Heuberger ging unter anderem auf ein umstrittenes Gesetz ein, das Arbeit und Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Israel regelt und über das unter dem Gesichtspunkt einer Einschränkung der Zivilgesellschaft auch im Ausland diskutiert wurde. Bei aller Kritik daran stelle sich in der Tat die Frage, inwieweit es sich noch um Nichtregierungsorganisationen handle, wenn diese mehr als 50 Prozent ihrer Finanzierung von ausländischen staatlichen Stellen erhielten. Heuberger hob dabei hervor, dass es in Israel – „Insel der Stabilität, der Sicherheit und der Demokratie“- mehr NGOs gebe als im gesamten Nahen Osten. (hle/22.06.2017)

Liste der geladenen Sachverständigen

  • Dr. Muriel Asseburg, Senior Fellow, Stiftung für Wissenschaft und Politik
  • Dr. Michael Borchard, Leiter Auslandsbüro Israel, Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Jeff Halper, Israeli Commitee Against House Demolitions (ICAHD)
  • Jonathan Heuberger, Rechtsanwalt, Experte für Völkerrecht und Völkerstrafrecht
  • Kerstin Müller, Leiterin des Tel-Aviv-Büros, Heinrich-Böll-Stiftung
Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Originalbeiträge der Iraelkonferenz

https://www.kopi-online .de/wordpress/?p=3383

Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel

Für ein Ende der Besatzung und für einen gerechten Frieden

Dokumentation der Konferenz,
9. & 10. Juni 2017, Frankfurt/Main:
50 Jahre israelische Besatzung

 

 

Freitag, 09.06.2017, 19-21 Uhr
Samstag, 10.06.2017, 10-19 Uhr
Ökohaus „Ka eins“, Kasseler Str. 1a, Frankfurt/Main

  • Moshe Zuckermann (Historiker, Universität Tel Aviv)
  • George Rashmawi (Palästinensiche Gemeinde Deutschland)
  • Majida Al Massri (ehem. Ministerin PA, Nablus)
  • Prof. Norman Paech (Völkerrechtler, Hamburg)
  • Iris Hefets (Psychoanalytikerin, Vorsitzende Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden, Berlin)
  • Jamal Juma’a (Soziologe, Sprecher Stop the Wall, Ramallah)
  • Prof. Ilan Pappe (Historiker, Universität Exeter)

Veranstalter: Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel (KoPI)

Dokumentation:

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

wichtige Ereignisse in Jahrgängen: 2017

Atomwaffenächtungsverhandlungen der UN, vorausichtliches Ende 7.7.17,

G20 Wochen in Hamburg in der ersten Juliwoche,

Dazu erst mal etwas zu den G20 allgemein

https://de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_der_zwanzig_wichtigsten_Industrie-_und_Schwellenl%C3%A4nderhttp://solidarity-summit.org/

 

Dann zu G20 in Hamburg, erst mal Offizielles:

http://www.hamburg.de/g20-gipfel/

Dann zwei Tage in der Vorbereitung die Kritiker: http://solidarity-summit.org/

 

 

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

Geld, Vermögen

Inhalt:

1. Helmut  Creutz

2. Schuldenuhr

 

Zu 1. : Ein Senior der Geldwissenschaft

 2017 verstorben, aber mit toller homepage: https://helmut-creutz.de/   Auszug:

  Helmut Creutz
8. Juli 1923 – 10. Oktober 2017
Helmut Creutz

Willkommen
auf meiner Homepage!

Ich freue mich, dass Sie sich für mich und meine Arbeiten interessieren!

Schwerpunkt meiner Untersuchungen und Analysen, die Sie im Menü in vielfältiger Form aufrufen können, sind die Auswirkungen unseres heutigen Geldsystems auf die langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, vor allem im Hinblick auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen.

Welches Ausmaß diese Auswirkungen haben, zeigt sich vor allem an den zunehmenden Umweltzerstörungen wie an der sich weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich. Und die wirtschaftlichen Folgen dürften durch die sich häufenden Konjunktureinbrüche in den letzten Jahrzehnten deutlich geworden sein.

Dass diese Krisen dem Bereich der Banken und Börsen entstammen, ist kein Zufall. Denn hier haben sich – ausgelöst durch die zinsbedingte „Selbstalimentation der Geldvermögen“ (Bundesbank!) – über die Jahrzehnte hinweg jene Geldvermögensberge angesammelt, die im gleichen Umfang alle Volkswirtschaften zu immer höheren Verschuldungen zwangen. So nahm z. B. die Wirtschaftsleistung in Deutschland von 1950 bis 2005 in realen Größen auf das Achtfache zu, während die Geldvermögen und Schulden auf das 46-fache anstiegen! Aus der Zinsperspektive betrachtet: Im Jahr 1950 steckten in jeder ausgegebenen Mark erst sechs Prozent Zinsen, heute 35 bis 40 Prozent!

Um einer noch schnelleren Verarmung der von Arbeit lebenden Haushalte zu entgehen, sind wir also seit Jahrzehnten zu einem ständigen Wachstum der Wirtschaft gezwungen, das jedoch gegenüber dem Wachstum der monetären Größen immer mehr zurückfiel. Wie bei Pyramidenspielen muss eine solche Entwicklung – aus einfachen mathematischen Gründen – schließlich zum Kollaps führen. Die Größenordnungen der jetzt geplatzten Blasen an Banken und Börsen und der sich darauf aufbauenden Spekulationsexzesse, lassen ermessen, welche Folgen wir daraus in den nächsten Jahren in der Realwirtschaft zu erwarten haben!

Hintergründe:

Die aktuellen Vorgänge und ihre vorausgegangenen Entwicklungen bestätigen die Erkenntnisse von Proudhon, Gesell und anderer Kritiker unseres Geldsystems, dass die wesentlichen Probleme in Wirtschaft und Gesellschaft nicht von der Produktions-, sondern von der Zirkulationssphäre und damit vom Geld ausgehen. Denn die heute mit dem Geld verbundenen ständig positiven Zinsen führen automatisch zu einem Überwachstum der Geldvermögen und Schulden. Ebenso wie die damit verbundenen sozial problematischen Einkommens-Umverteilungen, lassen sich diese Überentwicklungen schlüssig mit der künstlichen Verknappungsmöglichkeit des Geldes und seiner daraus resultierenden Überlegenheit gegenüber Arbeit und Waren erklären.

Wie schon von Irving Fisher Anfang der 30er Jahre herausgestellt und von John Maynard Keynes in seinem Hauptwerk 1936 beschrieben, würden Durchhaltekosten auf die Geldhaltung (carrying costs) diese Überlegenheit des Geldes neutralisieren, „zum sanften Tod des Rentiers“ führen und „der vernünftigste Weg“ sein, „um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden. Denn“ – wie Keynes weiter schreibt – „ein wenig Überlegung wird zeigen, was für gewaltige gesellschaftliche Veränderungen sich aus einem allmählichen Verschwinden eines Verdienstsatzes auf angehäuftem Reichtum ergeben. Es würde einem Menschen immer noch freistehen, sein verdientes Einkommen anzuhäufen, mit der Absicht, es an einem späteren Zeitpunkt auszugeben. Aber seine Anhäufung würde nicht wachsen.“ („Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“, S. 185).

Ausführlicheres zu dem hier nur kurz angesprochenen Themenkomplex finden Sie lieber Leser in Wort und Bild in den Menüs dieser Homepage!

Aachen, im März 2009

Helmut Creutz


Viele meiner Aufsätze und Texte sowie meiner Grafiken stelle ich unter einfachen Bedingungen zur Weiterverwendung zur Verfügung. Näheres unter Aktuelles und im Impressum.


Vereinigtes Königreich  Please visit my website The Money Syndrome and read my book of the same title.
Frankreich  Mon livre en français intitulé Le syndrome de la monnaie.
       Site Web pour mon livre (archivé)

 

2.  Vermögens- und Schuldenuhr

https://www.vermoegensteuerjetzt.de/topic/21.vermoegensuhr.html www.reichtum-umverteilen.de

Eine englische Übersicht über den richtigen Umgang mit Geld ist hier…

Volker Pispers erklärt Geld und Schulden – ich, wie Du diese Schulden schnellstens los wirst.

Die Vermögens- und Schuldenuhr ist hier.

https://web.de/magazine/wirtschaft/studie-vermoegen-deutbechen-waechst-unterdurchschnittlich-32376636,

Bei den folgenden Daten fällt mir erstens auf, dass bestimmte Länder den Löwenanteil des Vermögens haben. Zweitens, dass in den Ländern nicht differenziert wird. Ich glaube zu wissen, dass die Menschen mit höherem Vermögen deutlich zugelegt haben, während die unteren Anteile eher verloren haben…

Trotz Sparsamkeit der Deutschen wächst ihr Vermögen nur unterdurchschnittlich. tDas Finanzwachstum liegt nicht nur unter dem Vorjahresdurchschnitt, sondern auch unter dem globalen Vergleichswert.

Die Deutschen sparen wie die Weltmeister – aber ihr Vermögen wächst einer Studie zufolge im weltweiten Vergleich nur unterdurchschnittlich.

Mit 3,7 Prozent lag der Zugewinn der privaten Finanzvermögen in Deutschland 2016 sowohl unter dem Vorjahresniveau (plus 4,2 Prozent) als auch unter der globalen Zuwachsrate des vergangenen Jahres (plus 5,3 Prozent).

Nach der am Dienstag in New York vorgestellten Studie („Global Wealth 2017“) des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG) liegen die Deutschen mit 6,3 Billionen US-Dollar (5,6 Billionen Euro) privatem Gesamtvermögen global auf Platz fünf. Berücksichtigt werden dabei Bargeld, Aktien, Wertpapiere und Fonds – nicht jedoch Immobilien.

 
Siemens streicht Tausende Jobs

Der Elektrokonzern plant in Deutschland einen weiteren Stellenabbau.

USA liegt vor anderen Ländern

Unangefochtener Spitzenreiter beim privaten Finanzvermögen sind dieser Auflistung zufolge nach wie vor die USA (50,7 Billionen Dollar), vor China (18,9 Billionen Dollar), Japan (14,5 Billionen Dollar) und Großbritannien (8,8 Billionen Dollar).

Weltweit lagerten demnach im vergangenen Jahr insgesamt 166,5 Billionen Dollar in Depots und auf Konten. Pro-Kopf-Zahlen nennt die Studie nicht.

„Die Deutschen sind nach wie vor starke Sparer. Die Studie zeigt, dass mehr als 40 Prozent ihres Finanzvermögens Spareinlagen und Bargeld sind. Nur eine Minderheit legt ihr Geld etwa in Aktien an“, erläuterte BCG-Partner Daniel Kessler.

„Das sorgt zwar für größere Stabilität, führt aber auch dazu, dass sich Privatvermögen in Deutschland langsamer entwickeln.“

Dollar-Millionäre gibt es in Deutschland nach BCG-Angaben dennoch inzwischen 473.185 – auf sie entfällt gut ein Viertel des gesamten Privatvermögens hierzulande.

Die meisten Privathaushalte mit einem siebenstelligen Vermögen finden sich in den USA: fast 7,1 Millionen.

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

was mir wichtig war

 

 Konferenz

50 Jahre israelische Besatzung

Unsere Verantwortung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts–

(www.kopi-online.de )


Ökohaus „Ka eins“, Kasseler Str. 1a, Frankfurt/Main

Die Vortragenden:
  • Moshe Zuckermann (Historiker, Universität Tel Aviv)
  • George Rashmawi (Palästinensiche Gemeinde Deutschland)
  • Majida Al Massri (ehem. Ministerin PA, Nablus)
  • Prof. Norman Paech (Völkerrechtler, Hamburg)
  • Iris Hefets (Psychoanalytikerin, Vorsitzende Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden, Berlin)
  • Jamal Juma’a (Soziologe, Sprecher Stop the Wall, Ramallah)
  • Prof. Ilan Pappe (Historiker, Universität Exeter)

Veranstalter: Deutscher Koordinationskreis Palästina Israetl (KoPI)

Kurzdarstellung der für mich wesentlichsten Inhalte, so wie ich sie verstanden habe:

  • BDS= Bewegung für Boykott, Desinvestition und Sanktionen –

George Rashmawi (Palästinensiche Gemeinde Deutschland) : Die Israelis haben viele palästinensische Flüchtlinge produziert: 1948 800.000, 1967 350.000, davon 175.000, die zum zweiten Mal vertrieben wurden. Im Juni 1967, in diesen Tagen vor 50 Jahren, wurde das ganze Palästina besetzt. Die Herrschaft über diese 20% des einstigen Palästina wird immer enger. Die „Appartheitsmauer“, geplant 750 km lang und 9 Meter hoch, lässt die Mauer zu Ostdeutschland klein erscheinen. Die Wirtschaft wurde durch Einschränkung der Bewegungsfreiheit und z.B. durch Rodungen der Olivenbäume stranguliert. 40% der Palästinenser der „Westbank“ und 65% des Gazastreifens leben unter der Armutsgrenze. Die Palästinenser sehen dieser ständigen Verschlechterung nicht tatenlos zu. Ständig sind Demonstrationen, wobei ständig auch Demonstranten getötet werden. Wir wollen aber mit den Israelis friedlich zusammenleben. „Freiheit für Palästina“!

Moshe Zuckermann (Historiker, Universität Tel Aviv) : Die geschichtliche Begründung des laufenden Kolonisierungsprojekts ist so, als ob (was auch versucht wurde) der Staat Deutschland auf die Varusschlacht von Herrmann dem Cherusker zurückgeführt würde. Die Umstände der Kolonisierung führen automatisch zu einer Barbarisierung der „Kolonisten“. Arafat sei übrigens ermordet worden. Wenn das Rest-Palästina in Israel einverleibt würde, würde es automatisch ein „offizieller“ Appartheitsstaat. Israel habe nie den Frieden gewollt. Der Zionismus ist als Reaktion auf den europäischen Antisemitismus entstanden. Er braucht ihn lebensnotwendig, er braucht ein Feindbild, um überleben zu können. (Sodass sogar Juden, die Kinder von Holocaustüberlebenden sind, wenn sie wie er Kritisches sagen, zu Antisemiten erklärt werden.)

Man müsse drei Dinge auseinander halten, die bei weitem nicht identisch sind: Israelis, Juden und Zionisten. BDS sei völlig legal. Die Einstaatenlösung ist zur Zeit völlig illusorisch, dies müsse über die Zweitstaatenlösung vorbereitet werden. Ideal erschiene ihm eine „Kein-Staatenlösung“.

In der Diskussion wies er darauf hin, dass er Atheist sei (Wie auch ich…) Israel habe nichts wirklich gegen die Islamisten, Ben Gurion sagte, „Wir brauchen die Islamisten“.

Am Samstag morgen wurde ein Grußwort der palästinensischen Botschafterin Khouloud Daibes gesprochen: Friede sei im Interesse von allen. (Das ist aus Menschheitssicht richtig, aus einer gruppenbezogenen Sicht aber möglicherweise nicht) Sie beklagte die Proklamation eines „wiedervereinigten (jüdischen) Jerusalem“. Sie hat die Vision eines Friedens mit Ostjerusalem als Hauptstadt der Palästinenser.

Dann sprach Majida Al Massri (ehem. Ministerin PA, Nablus) : Trump sei auf der Seite Netanyahus, er erkenne ganz Palästina als Israel an und sei daher für ein Politik der kolonialen Expansion. Sie verlangte ein Ende der Besatzung.

Jamal Juma’a (Soziologe, Sprecher Stop the Wall, Ramallah): Israels Regierung habe das weitere Vorgehen geplant. Es gebe einen Masterplan „Israel 2020“ und eine „Vision“ 2025 zum Beispiel mit dem „greater Jewish Jerusalem“. Dabei wird durch Zerstückelung und Zufügung und Abtrennung von Gebieten eine Judaisierung von Jerusalem vorangetrieben. Und Jerusalem wird sich danach quer durch die gesamte Westbank erstrecken und den Norden von dem Süden trennen. Dazu kommt die Zerstückelung durch die Mauer und die Appartheitsstraßen, auf denen in der Westbank, also dem Reststaatsgebiet der Palästinenser, nur die Israelis und nicht die Palästinenser fahren dürfen. Dagegen gibt es die Demonstrationen, die „popular restistance“, wobei zum Beispiel bei der Intifada 2000 300 Palästinenser getötet wurden. Von außen kommt Unterstützung vor allem durch den BDS und zumindest moralisch durch die UN. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass der Vergleich mit der Kolonisation der Indigenen in den USA, Afrika usw geeignet ist, nicht der Vergleich mit den Nazis, die durch die „Rassenschande“ und das fabrikmäßige Töten sich außerhalb jedes Vergleiches gestellt haben.

Iris Hefets (Psychoanalytikerin, Vorsitzende Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden, Berlin) : Es gibt das Phänomen des „tiefen Staates“ nicht nur in Israel (und nicht nur in der Türkei), sondern auch in Deutschland, wie man zum Beispiel beim NSU Skandal sehen konnte. Sie war beim Militär, und ist vor 15 Jahren nach Deutschland, Berlin, gekommen. Sie beschäftigte sich mit den schwierigen Beziehungen von Opfern und Tätern auch am Beispiel von Deutschland, Israel, Palästina. Die Deutschen sollten ihre megalomane Idee aufgeben, die Juden zu beschützen, um etwas wieder gut zu machen, was nicht wieder gut zu machen ist. Sie möchte unsere Aufmerksamkeit auf die tiefe Zerissenheit der Israelis lenken. Etwa 40% der Juden sind aus Europa und 40% Orientalen. Die „Ashkinawis“ (?) halten sich für besser und behandeln die „Miscrachi“ als zweitklassig, siedelten sie an gefährlicheren Plätzen an, gaben ihnen schlechtere Schulbildung und spritzen ihnen sogar ungewünschte subkutane Verhütungsmittel, um ihre Vermehrung zu hemmen. Aber sie brauchten sie, um ihren Staat gegen die Palästinenser durchzusetzen. Nach 1967 wurde die Position der Misrachi einerseits besser, allerdings auf Kosten der Palästinenser. Die Ashkinawi hatten sozusagen eine Bank ausgeraubt und machten die Misrachi zu ihren Komplizen, auf die Beute aufzupassen. Sie dienten als Siedler in den besetzten Gebieten und sie übernahmen die Arbeiten der Palästinenser für Israel. Aber der Hass ist groß, und wenn das Palästinenserproblem gelöst ist, kann es zu Explosion kommen.

Prof. Norman Paech (Völkerrechtler, Hamburg)

Bei den Versuchen, diese Veranstaltung zu verhindern, geht es, wie bei den vielen anderen zum guten Teil erfolgreichen Verhinderungsversuchen darum, dass überhaupt nicht diskutiert werden darf. Um je kriminellere Themen es geht, umso brutaler sind die Verhinderungsversuche.

Zu Palästina: In den besetzten Gebieten herrscht Krieg. Zwar „low intensity warfare“, aber aktiver Krieg (zum Beispiel mit gezielten Tötungen). In Deutschland gibt es die Doktrin der „gesicherten Existenz“ Israels. (Dafür werden auch atomwaffenfähige U-Boote geliefert) Israel will aber keinen Frieden, sondern will ganz Palästina. (Viele wollen auch mehr, ein „Groß-Israel) Ben Gurion sagte schon 1937, Ziel sei die vollständige Kolonisierung Palästinas. Reuven Richter, der Staatspräsident, sprach 2015 in einem Interview, „unser Recht auf unser Land“. Daher eignen sie sich kontinuierlich Land an, das Völkerrecht spielt keine Rolle. Ein Minister (Namen habe ich mir nicht gemerkt) sagte, in gewissen Fällen könnte Israel Maßnahmen ergreifen wie in Hiroshima und Nagasaki, das heisst, Atomwaffen anwenden… Palästina ist ziemlich alleine, nur das Völkerrecht ist auf seiner Seite. Die UN ist die einzige Kampfplattform. Schon die Genfer Konventionen verbieten die Besiedlung besetzter Gebiete mit eigener Bevölkerung und verbieten Deportationen aus dem besetzten Gebiet.

Laut einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes (?) von 2004 ist die Mauer, da auf palästinensischem Gebiet errichtet wird, komplett rechtswidrig. Im Gazakrieg 2014 wird von „Selbstverteidigung“ gesprochen, dabei wird der Täter zum Opfer erklärt. Die UN-Charta enthält ein Verteidigungsrecht, das dem Besetzten gegenüber dem Besatzer zusteht. Dabei darf er Soldaten töten, nur Zivilisten nicht. (Die Raketenangriffe waren ohne wirklichen militärischen Nutzen, fast nur psychologisch zu werten.)

Ein israelischer Politiker sagte, ein Palästinenser hätte drei Möglichkeiten: 1. sich den beliebigen Auflagen zu unterwerfen 2. auswandern 3. Widerstand. Und mit Widerstand wüssten sie umzugehen…

Jetzt, wo Palästina dem internationalen Gerichtshof angehört, kann es Klage erheben. Es hat dies bisher nicht getan, offensichtlich, da Israel der Palästinensischen Regierung sofort ihre Gehälter sperren würde. (Man müsste überlegen, wie man damit umgehen kann)

Im Russell Tribual von 2012 wurde alles aufgeführt, was zu dazu gesagt werden kann, da kann man sich informieren. 200 Juristen hätten auch ein entsprechendes Papier verfasst.

Seit 2005 gibt es den BDS (Boykott, Desinvestition, Sanctions), eine friedliche Möglichkeit zu protestieren.

Diskussion: die „grüne Linie“ sei nicht die Grenze, die in dem Vorschlag der UN genannt worden sei. Aber sie sei eine Linie, die die PLO anerkannt habe. Klagen gegen seine Bezeichnung als „Antisemiten“ seien nutzlos, da die Gerichte dies als „Meinungsäußerung“ ansehen würden. Bei Juden sei das was anderes, Herr Melzer hat als Jude dagegen geklagt und erst mal gewonnen…

Er hat übrigens vor, im Oktober ein gemeinsames Buch mit Abi Melzer herauszubringen. (Es wird dann sicher auf seiner Homepage http://www.norman-paech.de/ stehen).

Prof. Ilan Pappe (Historiker, Universität Exeter) : Der Zionismus sei ein Siedler-Kolonisationsprojekt (Zionismus is a settler colonisation-project) Als 1948 England erklärte, es werde Palästina verlassen, wurde „the logic of annihilation“ angewandt. Zuerst wurden drei palästinensische Dörfer zerstört und die Einwohner vertrieben und die internationale Reaktion geprüft. Als wenig passierte, wurden gößere Teile und im folgenden Krieg 80% der palästinensischen Bevölkerung vertrieben. Die Westbank wurde den Jordaniern zugespielt, sie bekamen die Region ohne einen Schuss, und das kleine Gaza wurde auch übrig gelassen, da sie Räume brauchten, in die die Bevölkerung fliehen konnte. Ben Gurion war aus diesem Grunde gegen die Besetzung des Restes von Palästina. 1963 verließ er die politische Bühne und 1967 wurde dann der Rest besetzt. Die „strategischen“ Denker verloren gegen die „messianische“ Fraktion. Moshe Dayan wurde gefragt, wie lange das gut gehen würde und er sagte lachend, „fünfzig Jahre“…

(Und damit ist der Frieden unmöglich.) Es ist eine Kolonisation und nicht nur eine Besatzung. Wie können wir das rückgängig machen?

Diskussion: Wie sieht er Uri Avnery? Er sei ein Idealist, aber er sieht die Dinge anders…

—————————————————————————————–

Beim Abschlusspanel fassten die sieben Referenten die ihnen wichtigsten Dinge in je drei Minuten zusammen:

Moshe Zuckermann: Was ist zu tun? Es geht um die Befreiung des Menschen, dies muss in Palästina als Zwischenstadium über eine Zweistaatenlösung geschehen.

George Rashmawi: die Kräfteverhältnisse sind änderbar. Die Änderung zu demokratischen Verhältnissen sind insbesondere durch die BDS Bewegung und über eine Zweistaatenlösung erreichbar.

Majida Al Massri : Alle zusammen können wir eine Lösung erreichen. Insbesondere die Palästinenser müssen lernen, mit einer Stimme zu sprechen. Treten Sie bitte dem BDS bei!

Iris Hefets Änderungen erfolgen insbesondere durch Leiden. Der jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden wurde von der GBS Bank nach einer Klage eines anderen Juden das Konto gekündigt. Freundliche Gespräche halfen nicht. Daraufhin wurden Medien und Organisationen eingeschaltet. Schließlich bot ihnen die Bank an, bei Verzicht auf Teilnahmen an der BDS ihr Konto wieder zu eröffnen. Das lehnten sie ab. Daraufhin wurde die Forderung verzichtet.

Norman Paech: Er war in seiner Jugend zur Arbeit in einem Kibbuz, er spendete für die Armee Israels. Er hat er seine Meinung sehr geändert. Die BDS Kampagne ist legal, legitim und erfolgreich.

Jamal Juma’a : es geht um Dekolonisierung, zuerst der Mentalität der Palästinensischen Autonomiebehörde, dann der Einstellung der Israelis, und es geht darum, die Belange der Jugend in den Mittelpunkt zu stellen.

Ilan Pappe: Was ist der Grund, dass den Palästinensern Häuser zerstört werden, dass sie kein Land kaufen dürfen, dass sie ohne Verbrechen eingesperrt werden? Dies ist auf Grund einer Ideologie, auf Grund einer Überhöhung des Judentums, wie es auch Überhöhungen des Christentums und des Islams und anderer Religionen gibt. Wir müssen nicht nur die Dekolonisierung Palästinas verlangen, sondern auch eine „Dezionisierung“!

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Bericht: 50 Jahre israelische Besatzung

Mein Bericht der Konferenz „50 Jahre israelische Besatzung-Unsere Verantwortung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts“ vom 9.-10. Juni 2017 in Frankfurt/Main

Hier sind die Originalvorträge als Videos

Drei Teile:  meine Notizen von dem Abschlusspaneel und in einem weiteren Link das, was mir von den einzelnen Vorträgen besonders wichtig war und drittens Berichte von den Veranstaltern, soweit ich sie gesehen habe. Zuerst  ein knapper Bericht der IPPNW

Dann ein ausführlicherer von Kopi.  Diese können Sie ja selbst auch „googeln“. Und hier ist die Presseerklärung von Kopi

(Hier im gewissen Gegensatz dazu eine Diskussion vom 21.6.17 im Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages. Die Stellungnahmen der politischen Vertreter sind viel weniger klar als die der Vertreter der Zivilgesellschaft)

Hier erst mal eine kurze Zusammenfassung der Vortragenden, was Ihnen am Wichtigsten schien:

Konferenz

50 Jahre israelische Besatzung

Unsere Verantwortung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts–

(www.kopi-online.de )


Ökohaus „Ka eins“, Kasseler Str. 1a, Frankfurt/Main

Die Vortragenden:

  • Moshe Zuckermann (Historiker, Universität Tel Aviv)
  • George Rashmawi (Palästinensiche Gemeinde Deutschland)
  • Majida Al Massri (ehem. Ministerin PA, Nablus)
  • Prof. Norman Paech (Völkerrechtler, Hamburg)
  • Iris Hefets (Psychoanalytikerin, Vorsitzende Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden, Berlin)
  • Jamal Juma’a (Soziologe, Sprecher Stop the Wall, Ramallah)
  • Prof. Ilan Pappe (Historiker, Universität Exeter)

Hier sind noch einmal die Originalvorträge als Videos

Veranstalter: Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel (KoPI)

Beim Abschlusspanel fassten die sieben Referenten die ihnen wichtigsten Dinge in je bis zu drei Minuten zusammen:

Moshe Zuckermann: Was ist zu tun? Es geht um die Befreiung des Menschen, dies muss in Palästina als Zwischenstadium über eine Zweistaatenlösung geschehen.

George Rashmawi: die Kräfteverhältnisse sind änderbar. Die Änderung zu demokratischen Verhältnissen sind insbesondere durch die BDS Bewegung und über eine Zweistaatenlösung erreichbar.

Majida Al Massri : Alle zusammen können wir eine Lösung erreichen. Insbesondere die Palästinenser müssen lernen, mit einer Stimme zu sprechen. Treten Sie bitte dem BDS bei!

Iris Hefets Änderungen erfolgen insbesondere durch Leiden. Der jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden wurde von der GBS Bank nach einer Klage eines anderen Juden das Konto gekündigt. Freundliche Gespräche halfen nicht. Daraufhin wurden Medien und Organisationen eingeschaltet. Schließlich bot ihnen die Bank an, bei Verzicht auf Teilnahmen an der BDS ihr Konto wieder zu eröffnen. Das lehnten sie ab. Daraufhin wurde die Forderung verzichtet.

Norman Paech: Er war in seiner Jugend zur Arbeit in einem Kibbuz, er spendete für die Armee Israels. Er hat er seine Meinung sehr geändert. Die BDS Kampagne ist legal, legitim und erfolgreich.

Jamal Juma’a : es geht um Dekolonisierung, zuerst der Mentalität der Palästinensischen Autonomiebehörde, dann der Einstellung der Israelis, und es geht darum, die Belange der Jugend in den Mittelpunkt zu stellen.

Ilan Pappe: Was ist der Grund, dass den Palästinensern Häuser zerstört werden, dass sie kein Land kaufen dürfen, dass sie ohne Verbrechen eingesperrt werden? Dies ist auf Grund einer Ideologie, auf Grund einer Überhöhung des Judentums, wie es auch Überhöhungen des Christentums und des Islams und anderer Religionen gibt. Wir müssen nicht nur die Dekolonisierung Palästinas verlangen, sondern auch eine „Dezionisierung“!

Veröffentlicht unter Blog | 3 Kommentare

Hier ist der Flyerentwurf

Flaggentag/Gedenktag für das Manifest von Russell und Einstein am 7. Juli17

Publiziert am 23. Februar 2017 von admin

Hier ist der Flyerentwurf: http://friedenszentrum.info/images/pdf/flyer/flaggentag_v7_A5final_lowdata.pdf

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Verteiler Handzettel für BS

Verteiler Handzettel (+ evtl. Plakate, Größe + Zahl je nach Platz) HK=V

 

je 10 Handzettel (Ausnahme : 15 = (*), verantw.: Frieder, Stand 140325,

seinerzeit: G = Gudula, F = Frieder, H = Helmut W

Altstadtrathaus + Plakat                                                                    V
Buch und Kunst Kasernenstr. 12          5 Stück                       G

AstA TU                                                                                              D

AStA HBK Broitzemer Str.

AWO Peterskamp 21

B 58  nur 1 Plakat                                                                             F

Bassgeige                                                       5 Stück

BBK Humboldtstr. 33  (Briefkasten)               5 Stück

BIBS, Rosental 10  + großes Plakat

Brotladen Hagenmarkt                                   5 Stück

Brunsviga Karlstr. 35 + großes Plakat                                              H

Bücherwurm Schlossstr. 8                            5 Stück                       D

Cafe Haertle, Theaterwall 1                                                              V

Cafe Okerterrassen Parkstr. 11 (von ___ bis ___ offen) + Plakat    Vr
Cafe Klio Parkstr. + Plakat                                                                 V

Campus Nord, Institut für Sozialwiss.+Engl. Sem. Bienroder Weg + 3 Plakate  D

CVJM, Wollmarkt                                           5 Stück

DGB Wilhelmstr. 5 (Briefkasten)+ Plakat                                         G

DOM                                                                                                  D

esg, Pockelsstr. 21  Plakat                             5 Stück                       V

Fachbereichsleiter Schulen  Bohlweg 52 (Schulfächer): 41 Stück mit Anschrift 14 Tage vorher

Friedenskapelle Helmstedter Str. 54 A Plakat + Brief an Schade

Gedenkstätte Schillstr.                                  5 Stück

Gemeinschaftshäuser:
Weststadt
Hugo-Luther- 60Mehrgenerationenhaus 5 Stück

Georg-Eckert-Institut, Celler Str. 3                5 Stück                      K

GEW Bohlweg 55 (Briefkasten, Büro mo/do ab 16 h) + Plakat       S

Graff Buchhandlung Sack                             15 (an Hauptkasse abgeben) + Plakat + Cafe Lit  V

Grünes Lädchen Giersbergstr. 1                   5 Stück                       G

Guten Morgen Buchladen Bültenweg 87 + Plakat                           D

Guten Morgen Laden Hagenbrücke 1          5 Stück

Havanna Gaststätte Holwedestr.                  5 Stück

HBK: s.o. ASTA

Holwede Krankenhaus                                  5 Stück                       K

Infostand BIBS vor Graff                               20 Stück                     K

Kirchen Schützenstr. 23: 40 Einladungen 2 Wochen vorher           D

Kloster Brucknerstr. 6 (Briefkasten) + Plakat 3 Stück                      D

Krankenhaus Holwedestr.                             5 Stück                       K

Kulturinstitut Schlossplatz 1 + Plakat            5 Stück                       S

Landesmuseum Seiteneingang                     10 Stück                     Vr

LINKE, Wendenstr. 52                                  10 Stück

Magni-Gemeinde, H. d. Magnikirche 7          5 Stück                       H

Mehrgenerationenhaus H.-Luther-Str. 60     siehe Gemeinschaftshäuser

Neustadtmühle, An der Neustadtmühle 3      2 Plakate

Nexus Frankfurter Str. + Plakat                     5 Stück

Oxfam Neue Str. 14                                       5 Stück

Raabehaus, Leonhardstr. 29 a (Briefkasten) 5 Stück

RONDO Restaurant Kleines Haus                                                   ???

Schulverwaltungsamt, Bohlweg 52 (Schulfächer 2 Wochen vorher) oder Lehrerzimmer

Seniorenbüro, Kleine Burg 14                                                          V

SPD Schlossstr. 8 + Plakat                          10 Stück                      D

SPD Schunteraue: 2 Einladungen Plakat                                        F

Städt. Museum, Steintorwall 14                   10 Stück                       V

Stadtarchiv Schlossplatz 1 + Plakat                                                 S

Stadtbibliothek, Schlossplatz 2                     5 Stück                       V

Staju, Goslarsche Str. 31 + Plakat                5 Stück

Theater, Seiteneingang Plakat                                                         G

TU Haus der Wissenschaft, Plakat

TU Bibliothek Pockelsstr. 13 + Plakat          10 Stück                      V

Turistbüro Vor der Burg                               10 Stück                       V

Umweltzentrum Ferdinandstr. 7 + Plakat                                        S

ver.di Wilhelmstr. 5 + Plakat                                                             S

VHS Alte Waage + Plakat                             10 Stück                     V
Vhs Hedenstr. 2 + Plakat                                5 Stück                     V

 

Briefe an alle Gymnasien + Berufsschulen in Wolfsburg und Wolfenbüttel

Mitglieder + InteressentInnen                                                           F

Vereine und Verbände                                                                      F

Einzel-Gewerkschaften s. DGB

Umweltzentrum-Verteiler                                                                   S

CDU, Gieseler Wall 2 + Plakat

FDP

Grüne, Kohlmarkt 7 + Plakat                      5 Stück                       G

Bündnis für Frieden (2. Mittwoch/Mt.)        20 Stück                        H

Mail an Fraktionen im Rathaus: 7 Stück                                          F

 

 

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

Fabian Scheidler

Ein aktuelles Interview mit Fabian Scheidler gibt es bei Free21 (Dort gibt es unter „PDF“ aktuelle Artikel zu von den „Leitmedien“ unerwünschten Themen oder Inhalten. Und hier das gesamte Aprilheft 18).

Fabian Scheidler, der Autor von „Das Ende der Megamaschine“, sagt, angesichts des vielfältigen Chaos auf der Welt sei ein Zusammenschluss insbesondere der Friedensbewegung, der sozialen Bewegungen und der Umweltbewegungen nötig, um politischen Druck zu erzeugen.

Das gemeinsame Interesse dieser Bewegungen muss sein, in den Kampf Reich gegen Arm auf Seiten der „99%“, in Wirklichkeit der über 99,9%  einzugreifen und das Geld wieder mehr zu den Überlebensinteressen der Menschheit und auch zu der armen Seite zu verschieben, denen es auch im „Westen“ von den Superreichen in den letzten Jahrzehnten abgenommen wurde.

Im Dezember 17: „Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen“: Interview auf Kontext TV, 02.11.2017

 

 

Veröffentlicht unter Blog | 2 Kommentare

Toleranz im Zeitalter des Empörialismus

VORWORTvon Michael Schmidt Salomons Buch: Die Grenzen der Toleranz

Demagogen feiern mit halben Wahrheiten ganze Erfolge. Um sie
zu stoppen, muss man ihnen recht geben, wo sie recht haben,
und sie dort kritisieren, wo sie die Wirklichkeit verzerren. So
löscht man das Feuer, auf dem sie ihr ideologisches Süppchen
kochen.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn wir leben in
einem Zeitalter des» Empörialismus«: Auf der» richtigen Seite«
zu stehen und» aufrichtig ermpört« zu sein zählt oft mehr als die
Fähigkeit, unterschiedliche Sichtweisen unvoreingenommen
gegeneinander abzuwägen. Empörialisten haben den öffentli-
chen Raum so sehr mit moralischen Killerphrasen besetzt, dass
eine rationale Debatte kaum mehr möglich erscheint. »Stim-
mung statt Argumente!« heißt die Devise, deren Folgen man in
den sozialen Netzwerken beobachten kann. Wer auf die Gefah-
ren des politischen Islam hinweist, wird im Handumdrehen als
»Rassist« abgestempelt; wer aufzeigt, dass nicht alle Muslime
vom Dschihad träumen, als »unverbesserlicher Gutmensch «
vorgeführt.

Polarisierung ist »in«, Und so sehen wir uns zunehmend mit
»Alternativen« konfrontiert, die allenfalls die Wahl zwischen
Pest und Cholera erlauben: »Rettung des christlichen Abend-
landes« oder »Islamisierung Europas«, »Respekt für jeden«
oder »Abdriften in einen neuen Faschismus«, »Militärische
Absicherung der Grenzen« oder »Ertrinken in der Flüchtlings-
schwemme«, »Gläserner Mensch« oder »Steigende Terror-
gefahr«! Der Philosoph Hans Albert hat das Anbieten solcher scheinbar auswegloser Szenarien schon vor 50 Jahren als »Alternativ-Radikalismus« kritisiert. Seine Analyse ist erschreckend aktuell geblieben. I

Zugegeben: Nicht jeder folgt dem Trend zur Polarisierung. Viele versuchen, dem Radikalismus zu entgehen, indem sie
»die Wahrheit in der Mitte suchen«. Das klingt einigerma-
ßen abgeklärt, ist aber nicht unbedingt aufgeklärt. Denn die
Wahrheit folgt keinen geometrischen Vorgaben.
Hier irrt sich
der »Extremismus der Mitte«. Er übersieht, dass die Wahrheit
sehr wohl auch an den Rändern der Gesellschaft angesiedelt
sein kann und es – historisch betrachtet – in vielen Fällen auch
war.

Schon ein kurzer Blick in die Geschichte verrät, dass sich
Mehrheiten ebenso irren können wie Minderheiten. So wähn-
ten sich die Menschen vor 500 Jahren mehrheitlich noch im
Mittelpunkt des Universums (viele tun dies heute noch!) und
ächteten jeden, der – wie Giordano Bruno- – das Gegenteil be-
hauptete. Noch vor 100 Jahren glaubten sie, ihre Kinder aus-
gerechnet dadurch fördern zu können, dass sie sie ordentlich
züchtigten. Die Tatsache, dass eine Überzeugung von 90 Pro-
zent der Gesellschaftsmitglieder geteilt wird, sagt nichts da-
rüber aus, ob sie in irgendeiner Weise vernünftig ist.

An dieser Stelle zeigt sich, worin die besondere Stärke der
modernen, offenen Gesellschaft besteht. Denn sie schützt Min-
derheitenpositionen nicht nur, weil die Meinungsfreiheit ein
hohes rechtsstaatliches Gut darstellt, sondern auch, weil der
freundlich-feindliche Widerstreit der Positionen wesentlicher
Motor des gesellschaftlichen Fortschritts ist. Der Slogan» Viel-
falt statt Einfalt« findet hier seine Berechtigung, denn es ist
wahr: Nur weil wir unterschiedlich sind, können wir voneinan-
der lernen.
Wären wir stets einer Meinung, hätten wir uns nicht
viel zu sagen. Wir hätten kein Gegenüber, das uns korrigieren
könnte, sondern würden uns wechselseitig in unseren Vorur-
teilen bestärken, was die gesellschaftliche Entwicklung zum
Erliegen brächte.

Die geschichtliche Erfahrung zeigt, dass Gesellschaften, die
jede Abweichung von der Norm bestrafen, zu kulturellem Stillstand verdammt sind. Zumindest ein Teil der Menschheit hat
daraus eine Lehre gezogen. Und so begreifen moderne Gesell-
schaften den Widerstreit der Meinungen nicht mehr vorrangig
als unerwünschten Störfaktor, sondern als Nährboden für zivi-
lisatorischen Fortschritt. Dies drückt sich auch in dem schö-
nen Begriff »Streitkultur« aus, der anzeigt, worum es in der
Moderne wesentlich geht, nämlich um eine Kultur des Strei
tens. Tatsächlich zeichnen sich moderne Gesellschaften da-
durch aus, dass sie die Auseinandersetzung um das »Wahre,
Schöne, Gute« nicht nur erlauben, sondern aktiv fördern. Aller-
dings sollten sie dies nicht ungeregelt tun, sondern unter klar
definierten kulturellen Vorgaben, die man als Spielregeln des
zivilisierten Widerstreits
bezeichnen könnte.

Wir werden diese Spielregeln im Verlauf des Textes noch
unter die Lupe nehmen.t doch es sollte schon hier – ohne wei-
tere Erörterungen – einsichtig sein, dass den Beteiligten am
gesellschaftlichen Debattenspiel vor allem eines abverlangt
wird: ein erhebliches Maß an Toleranz. Der Grund dafür liegt
auf der Hand: Wer es partout nicht ertragen kann, dass andere
Menschen Auffassungen vertreten, die von den eigenen Über-
zeugungen empfindlich abweichen, wird sich in einer offenen
Gesellschaft nicht zurechtfinden können.

Dennoch ist Toleranz kein Wert an sich. Zwar mag eine tole-
rante Haltung in vielen Fällen gerechtfertigt sein, aber sie ist es
keineswegs immer und überall. So wäre jede Form von Tole-
ranz unangebracht, wenn wir mit systematischen Verletzungen
der Menschenrechte konfrontiert sind. Wer Derartiges prob-
lemlos erdulden kann, beweist keine aufgeklärte, tolerante Hal-
tung, sondern begeht Verrat an den Idealen der Aufklärung, die
die Prinzipien der Toleranz hervorgebracht haben.

Von allgemeinen Aufrufen zu mehr Toleranz und Respekt,
wie sie von Politikern in unschöner Regelmäßigkeit vorge-
bracht werden, sollte man daher Abstand nehmen. Schließlich
hat vieles, was in der Welt geschieht, was Menschen denken
oder wie sie handeln, keinerlei Respekt verdient! Manches
davon bedroht die offene Gesellschaft sogar in solch fundamentaler Weise, dass sich jede Form der Nachgiebigkeit von selbst verbietet.

Wir dürfen den Feinden der offenen Gesellschaft ganz gewiss
nicht die Freiheit geben, die Fundamente der Freiheit zu unter-
graben. Deshalb müssen wir aufhören, Toleranz und Respekt
nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. Es ist nämlich alles
andere als gleichgültig, wem wir Toleranz oder Respekt erwei-
sen. Gleichgültig wäre es nur, wenn alle Traditionen, Ideologien,
Lebensformen gleichermaßen gültig wären. Doch dies ist, wie
ich zeigen werde, keineswegs der Fall.

Es ist eines der Grundübel unserer Zeit, dass ein Großteil der
Menschen entweder nicht willens oder nicht fähig ist, zwischen
Humanem und Inhumanem, Recht und Unrecht, Wahrheit
und Propaganda, Vernünftigem und Widersinnigem zu unter-
scheiden. Insofern besteht das zentrale Problem, mit dem wir
zu kämpfen haben, nicht in einem Mangel an Toleranz, sondern
in einem Übermaß an Ignoranz.

Ignoranz begegnet uns heute in unterschiedlichsten Erschei-
nungsformen: Mal als egozentrischer Tunnelblick, der alle Prob-
leme jenseits der eigenen kurzfristigen Interessen ausblendet.
Mal als postmoderner Gleich-Gültigkeits- Wahn, der schon den
schüchternsten Versuch einer rationalen Unterscheidung als
unerträgliche Anmaßung zurückweist. Mal als opportunistische
Rückgratlosigkeit
, die die Konsequenzen des eigenen Handels
falsch einschätzt, weil sie davon ausgeht, dass sich alle Prob-
leme von selbst auflösen werden, wenn man nur nett und artig
genug auftritt. Und nicht zuletzt auch als empörialistischer Her-
dentrieb
, der jedes noch so vernünftige Argument attackiert,
sofern es von der »falschen Seite« geäußert wird.

All diese Formen der Ignoranz verhindern, dass wir zur rich-
tigen Zeit am richtigen Ort klare Kante zeigen. Sie unterlau-
fen jede sinnvolle Strategie, die offene Gesellschaft gegen ihre
Feinde zu verteidigen. Und sie stärken all jene Kräfte, die sich
zum Ziel gesetzt haben, das Rad der Geschichte um Jahrzehnte,
wenn nicht sogar um Jahrhunderte zurückzudrehen.

Wir werden in den nachfolgenden Kapiteln untersuchen, wie es                   zu diesen Formen der Ignoranz gekommen ist und welche
Maßstäbe wir anlegen sollten, um wohlbegründet zwischen
wahrer und falscher Toleranz bzw. zwischen wahrem und fal-
schem Respekt zu unterscheiden. Dabei wird sich zeigen, dass
wir die Grenzen der Toleranz nur dann vernünftig ziehen kön-
nen, wenn wir uns der Werte bewusst sind, die der offenen Gesellschaft zugrunde liegen.

Eine effektive Verteidigung der Freiheit kann, wie ich darle-
gen werde, nur gelingen, wenn wir uns dazu durchringen, das
Profil des säkularen Rechtsstaats zu stärken. Töricht wäre es hin-
gegen, würden wir die kulturellen Schotten dicht machen und
aus Angst vor Terror und fundamentalistischer Unterwan-
derung all die zivilisatorischen Errungenschaften aufgeben,
die es eigentlich zu verteidigen gilt. Deshalb werde ich in die-
sem Buch dafür plädieren, die offene Gesellschaft zu schützen,
Indem wir ihre Kernelemente sehr viel deutlicher betonen, als
eS bislang geschehen ist. Herauskommen wird dabei unter
anderem ein Konzept, das sich am treffendsten wohl auf die
paradox anmutende Formel »Abschreckung durch Freiheit«
bringen lässt.

Leserinnen und Leser meiner vorangegangenen Bücher werden feststellen, dass in dieser Streitschrift hin und wieder Argumente auftauchen, die ich schon früher vorgetragen habe. Das unvermeidlich, da in meinen Veröffentlichungen zum evolu
tlonären Humanismus mitunter Themen angerissen wurden,
die mit der Frage nach den Grenzen der Toleranz eng verknüpft
sind. Ich bin jedoch überzeugt, dass der Fokus dieses Buches
vieles in neue m Licht erscheinen lässt. Darüber hinaus ist es
sicher auch nicht verkehrt, Argumente in Erinnerung zu rufen,
dle zwar alt, aber nicht veraltet sind. Seit über 20 Jahren warne ich nun schon davor, dass das 21. Jahrhundert zu einem» Jahr-
hundert der globalen Religionskriege« werden könnte, wenn
wir nicht sehr viel entschiedener für die Prinzipien der offenen
Gesellschaft eintreten. Doch wie heißt es so schön? Manches
sollte man so lange wiederholen, bis es verstanden wird.

Veröffentlicht unter Blog | 2 Kommentare

offene Gesellschaft

Michael Schmidt Salomon schrieb viele gute Bücher. Das letzte ist „Die Grenzen der Toleranz. Warum wir die offene Gesellschaft  verteidigen müssen.

Einen Blick in das Buch kann man bei Amazon werfen. Oder hier ist das Vorwort mit Hervorhebungen….

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

Michael Schmidt-Salomon

Dies ist ein politisch sehr aktiver Mensch. Ich kenne ihn von seiner Tätigkeit in der Giordano Bruno Stiftung, den „modernen Heiden“, auch in Braunschweig.

Wir sollten laut Michael Schmidt-Salomon die Thematik „ Die Grenzen der Toleranz. Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen mit allen Menschen diskutieren, gerade mit denen, die total andere Meinungen vertreten. Da sollte man dem zustimmen, was uns gut scheint, man muss das tolerieren, was noch nicht zu Gewalt aufruft, sollte es aber mit zivilisierter Verachtung strafen, und strengstens das verurteilen und verfolgen, was gefährlich ist. Sonst wird zum Beispiel auch in Deutschland ein fanatisierter Mensch zum Mörder z.B. von über 40 Schwulen wie kürzlich in den USA. Mit diesem Menschen sei viel zu nachsichtig bei seinen Meinungsäußerungen umgegangen worden.

Genial finde ich seine Forderung der  »Abschreckung durch Freiheit«, was bedeutet, dass man gegenüber potentiellen Einwanderern sagen sollte, dass man ihre Kinder „verderben“ und für ihre Religion unverträglich machen würde, z.B. dadurch, dass man diese die Evolution lehren würde.

Hier sein Vorwort, das ich toll finde…

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

der Ostermarsch 2017

Meine Fotos

der Morgen war kalt und grau und es regnete leicht. Dennoch startete ich um 9:45, um ein von mir soeben produziertes  Ostermarschplakat drucken zu lassen, das meine Meinung zu den Thesen einer einer durchzuführenden jährlichen Demonstration ausdrückt. Nach dem Ausdrucken und der Laminierung von zwei Plakaten kam ich noch rechtzeitig zum Kohlmarkt, wo mich noch eine klein wirkende Schar von Fahradfahrern und Fußgängern erwartete. einige Pavillions und Stände waren errichtet. Der Ostermarschflyer zeigt ja den Ablauf und unsere wesentlichen Aussagen. Dann hielt Hans-Georg Hartwig seine Ansprache zur momentanen kritischen Weltlage, mit dem verbrecherischen Anschlag von Donald Trump gegen das Völkerrecht, zu sehen im Video von Dr. Hans  Kottke mit der Auftakt und Endrede auf dem Ostermarsch.

Inzwischen hörte es auf, zu regnen. Es hatten sich inzwischen etwa dreißig Fahrradfahrer und 60 Fußgänger eingefunden. Wir starteten zu unserer Rundfahrt zu den Zwischenstationen. Inzwischen hatte ich es auch geschafft, mich um Fotos zu kümmern. Einige Bilder werden nach meinen Schwierigkeiten mit Hochladen hier zu sehen sein: Dem Refugium auf dem Steinweg mit Nicole mit einem schwer zu merkenden Nachnahmen mit einem Hinweis auf die wichtigen Eingewöhnungshilfen des Refugiums für Menschen mit großem Stress, wobei sie deswegen von Deutschen angefeindet werden, dann das Besenmännchen an dem Theaterwall mit einer Erklärung durch Brigitte Constein-Gülde, welches die brutale Ideologie war, mit der dieses harmlos aussehende Männchen aufgestellt wurde , dann die Mahnstätte an der Schillstraße mit einer Rede von Dr. Elke Schrage zu den Gefahren falscher Einstellung für die Welt und dem Treffen mit Pastor Böger an der Magnikirche, der uns wieder zu einem Gesang „Sag mir, wo die Blumen sind“ anregte. Dann kehrten wir wieder zum Kohlmarkt zurück, wo wir mit guten Liedern von Corinna Senftleben und Matthias ? begrüßt wurden, die auch nach der Rede von Jürgen Reuter, die ihr im obigen Video sehen könnt, den Ostermarsch mit schönem Gesang gut abschlossen. Nach einer kurzen Regenperiode während der Rede, passend zu dem traurigen Inhalt, wurden wir danach mit Sonne für unsere gute Aktion wieder belohnt.

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

Vorbereitungstreffen für einen „Großdemo“ Tag

Planung einer  jährlichen Großdemo : Immer loser Kontakt zur Russell und Einstein Gruppe?
Eine Planungsgruppe, zu der jeder dazu stoßen kann.
Im Bewusstsein, dass alle wichtigen Veränderungen in dieser Welt von einer kleinen Gruppe ausgegangen sind. die Aktionen sind überparteilich geplant, in allgemeiner Sorge für die Menschheit wegen der großen Not und Gefahr.
Die Großdemo soll in Braunschweig gestartet werden, mit dem Vorhaben, die ganze Welt damit anzustecken.
Treffen am 11.04.17:
Die zentrale Aussage, die jeder Mensch und jede Gruppe teilen kann und die viele Menschen erfordert, um den nötigen Druck zu erzeugen:
 .
Die Welt ist in Unordnung, sie ist schlecht verwaltet, wir wollen Frieden, eine gute Verwaltung.
Wir wollen mehr Ressourcen vom Militär und den Reichen.
Es ist absurd, dass eine Person über 50Milliarden € oder auch Dollar besitzt und andernorts viele Leute verhungern.
Es ist absurd, dass für die Rüstung viel mehr ausgegeben wird, als für die soziale Grundversorgung der Menschheit gebraucht wird.
 .
Das sind die zentralen Aussagen. Ansonsten machen die einzelnen Gruppen für das Reklame, für das sie stehen.
Verboten sind für mich Rassismus, die Parteifahne sollte nicht nicht zu hoch gehängt werden, Gewaltanwendung- und androhung.
  • Erst mal brauchen wir eine größere Organisationsgruppe,
  • dann viele, viele Organisationen in Braunschweig ansprechen,
  • dann erste Aktion wahrscheinlich erst im nächsten Jahr, dieses Jahr werben wir auch für die Flaggentags/Manifestaktion Anfang Juli: Titel z.B.: „Internationale Bürgermeister für weltweite atomare Abrüstung.“ Die Feier findet Im Altstadtrathaus am Altstadtmarkt in der Dornse statt, in der Tradition des Flaggentags der Bürgermeister für den Frieden und des Manifestes von Russell und Einstein, die schon 1955 zur Bannung aller Atomwaffen aufforderten, da jeder Krieg zu einem Atomkrieg werden könne und daher das Überleben der Menschheit gefährdet.
  • Sollen wir die Großdemo am Ostermarschtag machen? Vielleicht als Schlussveranstaltung? Wobei man an dem Marsch teilnehmen kann oder auch nicht…? Dann Ausbreiten in Deutschland und der Welt…

 Entwurf eines gemeinsamen Aufrufs zur Demo

Maßnahmen:
  • Flyer für die Veranstaltungen, erst mal einer für den Flaggentag/Manifesttag, aber dann auch einen für nächstes Jahr für den Großdemotag, erste Entwürfe sind erwünscht.
  • Buttons für eins oder beides? Entwürfe?
  • Internetauftritte bei Facebook und anderstwo…
  • Auslegen in Praxen,
  • Moderne Begriffe verbreiten, z.B.:
  •  „Frames“ von Danielle Ganser, zum Beispiel der  Irakkrieg unter dem Frame von Terror oder der Irakkrieg unter dem Frame der UN?
  • „Verklammerung“ von Rainer Mausfeld durch das Verklammern von unerwünschten Begriffen, die die Macht der Eliten gefährden mit Begriffen, die gefürchtet oder verachtet werden: Populismus, den alle Parteien praktizieren,  wird mit/zu „Rechtspopulismus“ verklammert.
  • „zivilisierte Verachtung“ von Michael Schmidt-Salomon, der drei Begriffe für den Umgang mit Ideen nennt, Akzeptieren für das, was man gut findet, Tolerieren für das, was man nicht gut findet, was aber keine offensichtliche Gewalt bedeutet, für diese Ideen sollte man sich in zivilisierter Verachtung üben, und scharf verurteilen, für das, was zur Gewalt aufruft.
Nächstes Treffen am Dienstag, den 9.5. 19:00  wieder im Xtrend? am Bohlweg?
 Nächste Woche bis zum 1.5.  bin ich in Urlaub.
 .
Veröffentlicht unter Blog | 3 Kommentare

Rede zur Bewerbung für den Vorstand der IPPNW

 Hier die Endversion meiner Rede:

Ich bin Helmut Käss, berenteter Hausarzt aus Braunschweig und seit 1983 beim IPPNW aktiv.

Meine mir wichtigsten Themen sind:

  1. das Machtstreben hegemonialer Staaten mit völkerrechtswidrigen Kriegen, wie zum Beispiel dem Syrienkrieg, an dem Deutschland zurzeit mitbeteiligt ist.
  1. die durch dieses Machtstreben bedingten ungeheurenRüstungsausgaben, die 2016 wieder deutlich angestiegen sind. Die Nato bestreitet den bei weitem größten Teil.  Besonders absurd sind die milliardenschweren Ausgaben für Atomwaffen, für deren Ächtung wir uns ja sehr einsetzen und deren Anwendung laut Internationalem Gerichtshof verboten ist.
  1. der Missbrauch demokratischer Regeln und das damit zusammenhängende zunehmende Missverhältnis zwischen Reichtum und Armut in dieser Welt. Ich halte es für wichtig, die Hintergründe und Manipulationen zum Beispiel durch die Medien aufzudecken und mit den Werkzeugen einer Kultur des Friedens dagegen vorzugehen.

Zum Beispiel sollten wir uns dafür mit den aufklärenden Beiträgen von Rainer Mausfeld auseinandersetzen.

Ich würde gerne dazu beitragen, dass sich ein würdiger, angemessener Umgang mit den mir wichtigsten Themen weiter verbreitet.

Zum Beispiel erinnern wir in Braunschweig auf meine Anregung hin seit Anfang Juli 2015 jährlich an die Veröffentlichung des Manifests von Russell und Einstein. Darin wird gefordert, dass alle Kriege verboten werden müssen, weil jeder Krieg sich zu einem Atomkrieg ausweiten kann.

Diese Probleme sollen für meine Arbeit im Vorstand die Hauptthemen sein, neben allen sonstigen Themen der IPPNW, für die wir uns einsetzen, um Kriege zu verhindern und Leid zu mindern.

   Zum Schluss noch einmal:  Mir geht es um die Verringerung

  • des Hegemoniestrebens
  • der ungeheuren Rüstungsausgaben,
  • der Reich-Armdifferenz
  • und des Missbrauchs der Demokratie          

Vielen Dank                     Helmut Käss

 

 

 

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar