Der diesjährige Preisträger ist die jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost. Da haben plötzlich Deutsche und Juden gemerkt, dass Juden, die nicht mit der Politik der israelischen Regierung übereinstimmen, diesen Preis bekommen sollen und haben eine Propagandaflut dagegen angestimmt. Die Keule des „Antisemitismus“ wurde herausgeholt und der die Raumzusage wurde zurückgezogen und die Uni-Präsidentin, die Stadt Göttingen und die Sparkasse haben sich distanziert. Es ist der Kampf um die Meinungshoheit in Deutschland: Ob sich die Verfechter der Meidung der Diskussion oder die Verfechter gründlicher politischer Diskussionen durchsetzen.
Die Verleihfeier in festlichem Rahmen fand auf seine Initiative wie geplant am Samstag, 9. März in Göttingen statt, ab 12 Uhr in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4.
Soeben erhalte ich von Isris Hefetz die Nachricht, dass die „Jüdische Stimme“ die BDS-Bewegung unterstützt. Das freut mich, das werde ich den „Göttinger“ mitteilen, an Ziel und Inhalt meines Briefes ändert das aber garnichts. Mit Dank für die Klarstellung, Norman Paech
Verena und Attia Rajab, Palästinakomitee StuttgartAm 15.02.2019 um 16:49 schrieb Paech:
Liebe Freundinnen,
diese mail habe ich soeben abgesandt.
Möge sie helfen.
Genervte Grüße
Norman
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Köhler,
sehr geehrte Frau Präsidentin Beisiegel,
sehr geehrter Herr Hald,
von Herrn Zumach habe ich erfahren, dass Sie auf Grund der Intervention von verschiedener Seite die Verschiebung der Verleihung des Göttinger Friedenspreises an die „Jüdische Stimme für Frieden im Nahen Osten“, bzw. sogar den Verzicht gefordert haben.
Seit einiger Zeit mehren sich die Angriffe von immer der gleichen Seite mit immer den gleichen Argumenten gegen Veranstaltungen, die den Palästina-Konflikt thematisieren und in denen die israelische Besatzungspolitik – wohlgemerkt nicht Israel und nicht die jüdische Gesellschaft – zu Recht wegen ihres offensichtlichen und jahrzehntelangen Verstoßes gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte kritisiert wird. Vor diesen beliebigen Vorwürfen des Antisemitismus, des Bestreitens des Existenzrechts und der Dämonisierung Israels sind selbst jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht sicher. Das Ziel ist allein, die Kritik an der israelischen Politik und die Forderung nach einem palästinensischen Staat bzw. die volle Garantie der Menschenrechte für die palästinensische Bevölkerung aus der öffentlichen Diskussion zu drängen.
Die Angriffe gegen die „Jüdische Stimme“ verfolgen das gleiche Ziel. Herr Zumach hat vollkommen überzeugend nachgewiesen, dass an diesen Angriffen nichts stimmt, dass sie falsch und von weit hergeholt sind. Es bedarf auch keiner zeitraubenden Überprüfung, ob die Vorwürfe zutreffen. So allgemein und vage ohne konkrete Anhaltspunkte disqualifizieren sich die Vorwürfe in den Schreiben von selbst.
Es mag sein, dass einzelne Mitglieder der „Jüdischen Stimme“ die BDS-Bewegung unterstützen, die Organisation selbst tut das nicht. Ich habe Verständnis dafür, wenn man aus politischen Gründen die Bewegung ablehnt. Als Jurist darf ich Ihnen aber versichern, dass eine Unterstützung der Bewegung rechtlich vollständig durch unsere Verfassung und europäisches Recht gedeckt ist. Ich verweise dazu auf eine Stellungnahme von über 200 europäischen Juristen, die ich als Anlage hinzufüge.
Ich bitte Sie zu bedenken, dass diese Intervention nicht nur der Verleihung eines Friedenspreises gilt, sie ist ein genereller Angriff auf die Meinungsfreiheit und die politische Kultur kritischer Auseinandersetzung. Setzen Sie Sich dafür ein, dass sie nicht gefährdet wird.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Norman Paech
Mitglied des „Auschwitz-Komitees“ und des „Bündnisses für die Beendigung der israelischen Besatzung“
Internationale Liga für Menschenrechte (ILMR) e. V.
Mit der Bitte um Kenntnisnahme und gefl. Verbreitung. Beste Grüße und Dank fm
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiter-, Unterstützer- und FreundInnen,
hierdurch verbreiten wir einen Brief unseres Mitglieds Fanny-Michaela Reisin (FMR) an Frau Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen.
In dem Brief kritisiert die emeritierte Professorin und ehemalige Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte – Deutsche FIDH-Sektion e. V. die Entscheidung des Präsidiums der Göttinger Universität, dem Festakt der Verleihung des von der Dr. Roland gestifteten Göttinger Friedenspreises, der seit 1998 jährlich in der Universitätsaula ausgerichtet wird, in diesem 21. Jahr wegen der Auszeichnung unserer Vereinigung für ihre menschenrechts- und friedenspolitische Arbeit ohne Angabe von triftigen Gründen eine Absage zu erteilen. Zu erwarten wäre von der Universität nicht zuletzt aufgrund ihres weltweit anerkanntem Rufs, seit den Göttinger Sieben 1837 sowie den Göttinger Achtzehn 1957 für Zivilcourage, zumindest de Mut, eine Mittlerrolle zwischen den Konfliktparteien um die Auszeichnung wahrzunehmen und wie von Iris Hefets für den Vorstand der JS und Andreas Zumach für die Jury der Dr. Roland Röhl Stiftung gefordert, ein Rundtischgespräch zu ermöglichen, in dem die an die Präsidentin von außen herangetragenen gesellschaftspolitischen Anliegen ausgesprochen und mit der gebotenen Umsicht geprüft und abgewogen hätten werden können.
Zugleich wird im Brief die ungute Rolle des Zentralrats der Juden in Deutschland dargelegt und dessen Anwürfe gegen die Jüdische Stimme argumentativ zurückgewiesen.
Der Brief war zunächst persönlich an die Universitätspräsidentin gerichtet und wird vom Vorstand der JS als offener Brief verbreitet.
Wir bitten um Unterstützung bei der möglichst breiten Bekanntmachung des Brief und unserer Positionen sowie um Spenden.
Andreas ZumachVorsitzender der Jury des Göttinger Friedenspreises
Jury des Göttinger Friedenspreises weist Forderungen des
Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein
nach Absage der Preisverleihung an die „Jüdische Stimme für
gerechten Frieden in Nahost“ zurück/ Klein und der Vorsitzende
des Zentralrates der Juden, Josef Schuster sind herzlich zur
Preisverleihung eingeladen und sollten sich endlich einer
öffentlichen Diskussion mit der Jüdischen Stimme stellen
„Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein
hat die Jury des Göttinger Friedenspreises in einem Beitrag für
die Berliner „tageszeitung“ (taz)aufgefordert, ihre Entscheidung
zur Vergabe des diesjährigen Preises an die „Jüdische Stimme für
gerechten Frieden in Nahost e.V.“ zurückzunehmen. Die Jury weist
diese Forderung von Herrn Klein entschieden zurück. Es gibt
keinerlei Anlass, von der Verleihung des Göttinger
Friedenspreises an die „Jüdische Stimme“ Abstand zu nehmen. Die
Verleihfeier in festlichem Rahmen findet wie
geplant am Samstag, 9. März in Göttingen statt, ab 12 Uhr in der Galerie Alte Feuerwache.
Die Jury lädt Herrn Klein herzlich zur Teilnahme ein, ebenso den
Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef
Schuster und die Fraktionsvorsitzende der FDP-Ratsfraktion in
Göttingen, Felicitas Oldenburg.
Die Jury des Göttinger Friedenspreises ersucht Herrn Klein,Herrn
Schuster und Frau Oldenburg dringend, sich nicht länger einer
ihnen bereits seit dem 16. Februar vorgeschlagenen öffentlichen
Podiumsdiskussion mit der Vorsitzenden der Jüdischen Stimme ,
Iris Hefets und der Laudatorin der Preisverleihung, Nirit
Sommerfeld zu verweigern. Einer Diskussion zu den Bedingungen
und Voraussetzungen für einen gerechten Frieden in Nahost sowie
zu der Frage, wie sich die reale existierende und in jüngster
Zeit immer lautstärker und aggressiver artikulierte
Judenfeindlichkeit in Deutschland am wirksamsten bekämpfen
ließe. Die Bereitschaft von Frau Hefets und Frau Sommerfeld zu
einer solchen Podiumsdiskussion liegt bereits seit über zehn
Tagen vor. Sollten Herr Klein, Herr Schuster und Frau Oldenburg
sich hierzu auch bereit finden, könnte diese Podiumsdiskussion
in Göttingen in den Tagen vor oder nach der Preisverleihung vom
9. März stattfinden -auf gemeinsame Einladung und unter
gemeinsamer Trägerschaft der Stadt, der Universität, des
Deutschen Theaters und des Göttinger Tageblatts.
16:34:22
D/Niedersachsen/Israel/Auszeichnungen
Antisemitismus-Beauftragter schließt sich Kritik an Göttinger
Friedenspreis an
Klein wirft designierten Preisträgern Blockade der Verständigung
in Nahost vor
Berlin (AFP) – Der Antisemitismus-Beauftragte der
Bundesregierung, Felix Klein, hat die geplante Vergabe des
Göttinger Friedenspreises an den Verein Jüdische Stimme für
gerechten Frieden in Nahost kritisiert. Die Organisation
behindere „die Suche nach einer Lösung im
israelisch-palästinensischen Streit“, schrieb er in einem
Gastbeitrag für die „tageszeitung“ (Freitagsausgabe).
Die Preisverleihung ist für den 9. März angesetzt. Klein
forderte die Jury in der „taz“ dazu auf, die Kritik an ihrer
Entscheidung anzunehmen und von einer Preisvergabe abzusehen.
Diese stelle ein „falsches und fatales politisches Signal“ dar.
Zuvor hatte bereits Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg
Köhler (SPD) seine Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt. Die
Stadt werde außerdem keine Räume für einen Empfang
bereitstellen, erklärte er. Auch die Göttinger Universität will
ihre Aula wegen der laufenden Diskussion in diesem Jahr nicht
für die Preisverleihung zur Verfügung stellen, die örtliche
Sparkasse die Zeremonie nicht wie gewohnt mit rund 2000 Euro
unterstützen. Der Zentralrat der Juden forderte, die
Preisvergabe zu revidieren.
Die als Preisträger vorgesehene Vereinigung steht wegen des
Vorwurfs in der Kritik, die gegen Israel gerichtete
Boykottbewegung BDS zu unterstützen. Der Zentralrat der Juden in
Deutschland bezeichnete diese jüngst als antisemitisch und
forderte daher, die Vergabe zu revidieren.
Der Verein Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
selbst gibt an, in der Organisation seien Israelis und Juden
aktiv, darunter Nachkommen von Holocaust-Überlebenden, die sich
für eine „gerechte“ Zweistaatenlösung zwischen Israelis und
Palästinensern einsetzten. Auch der Vorsitzende der
Friedenspreis-Jury, Andreas Zumach, wies die
Antisemitismus-Vorwürfe in einer Stellungnahme in der „Jüdischen
Stimme“ als „Diffamierungskampagne“ zurück. Er will die
Preisverleihung nun durch Spenden ermöglichen.
—
Andreas Zumach
Salle de Presse 1
Palais des Nations
CH-1211 Genf 10
Mail: zumach@taz.de
Tel. CH 0041/78/6316589
Tel. D 0049/172-6172375
Zumach ist inzwischen Jury-Vorsitzender des Preises
Andreas Zumach hat eine trockene, kurze, aber ordentliche Lebenswegbeschreibung bei Wikipedia. Er ist Empfänger des Göttinger Friedenspreises und ist inzwischen Jury-Vorsitzender des Preises. In dieser Funktion beschäftigt er sich mit dem gegenwärtigen Skandal in Göttingen:
Eigentlich ist die Menschheit reich und wird immer reicher. Was wir brauchen, ist eine intelligente Steuerung gemäß den drei Prinzipien: Frieden, Umwelt und Soziales. Eine gesunde Umwelt und gute soziale Verhältnisse braucht jeder.
Wir leben in einer grotesken Gefahr! Wir befinden uns heute in einer in der Menschheitsgeschichte noch nicht dagewesenen Gefahr der Selbstvernichtung. Bisher gab es immer die Gefahr der Vernichtung, aber nicht die Gefahr des Aussterbens der Menschheit. Wir brauchen die Angst, die wir meist verdrängt haben!
Es wird höchste Zeit, zu unserem Schutz eine Protestoffensive zu machen. Weltweit, aber auch besonders in Deutschland. Wir müssen unsere Fehler und Schwächen und Ängste anerkennen und nicht unterdrücken, um Erfolge zu erringen. Diese Furcht freizusetzen liefert große Kraft! Die Angst vor der Angst ist weit verbreitet, aber sie schadet sehr.
Wir müssen und die Angst als Kraft erkennen. Die wieder gefühlte und nicht mehr verdrängte Angst und Furcht kann als Kraft die Widerstände wegfegen.
Aus dem Dunklen wächst die Kraft, ans Licht zu kommen! Wir brauchen unsere verdrängte Hälfte, um mit dem Leben wirklich zurecht zu kommen.
Diese Widersprüche zeigen sich auch im Kniefall von Warschau: Als Willy Brandt in Warschau vor dem Mahnmal des Warschauer Ghettos auf die Knie fiel, identifizierte er sich damit als Kanzler von Deutschland mit der deutschen Schuld. Dies ist ein Schlüssel zu Willy Brandts Erfolg als Friedensstifter trotz persönlicher Unschuld. (Genaueres hier)
Für die Details des Weges zur menschlichen Souveränität und für eine friedliche zukünftige Gesellschaft gibt es reich gefüllte Werkzeugkästen (Mausfeld „warum schweigen die Lämmer“ S.20), aus denen wir uns je nach unseren Situationen informieren und bedienen müssen.
Dies ist ein Briefentwurf an Spitzen der deutschen
Friedensbewegung.
Was haltet Ihr davon?
HG Helmut
Die Friedensbewegung sollte sich u.E. an die Spitze der Bewegung zur „friedlichen Weltrevolution“ (Fabian Scheidler) stellen
Bernard Lown stellte in Stockholm das IPPNW-Dreieck als Grundlage unserer weltweiten Politikanstrengungen vor.
Als IPPNW haben wir dies noch nicht zur hohen Priorität
erklärt, aber m.E. wird es dringend Zeit, angesichts der bedrohlichen Weltlage,
angesichts der Kündigung des INF-Vertrags und angesichts von Nato-Truppen an
der russischen Grenze und der Konfrontation in Syrien diese Idee wieder aufzugreifen.
Dieses Dreieck, – aktuell im Zusammenhang mit der Aufstehbewegung zum Beispiel so gezeichnet und so formuliert: – besagt, dass für jeden Menschen auf der Welt diese drei Prinzipien für sein eigenes und für das Glück der Menschheit entscheidend sind:
Frieden als notwendige Basis (Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts, Willy Brandt) und die gesunde Umwelt und gute soziale Verhältnisse als Voraussetzung für menschliches Wohlbefinden.
Entscheidend dafür sind die Mobilisierung der Ressourcen aus den ungeheuren friedensgefährdenden Militärbudgets und aus den ungeheuren leistungslosen Einkommen, (durch adäquate Besteuerung insbesondere der
Superreichen)
Diese Ressourcen müssen schnell mobilisiert werden und in politisches Handeln für alle drei Prinzipien umgesetzt werden. Für die Kriegsgefahren insbesondere mit der wenig kostenden Friedenslogik und dem Verbot von weiteren Waffensystemen, nach den biologischen und chemischen Waffen und z.B. Landminen, jetzt zum Beispiel Roboterwaffen wie die bewaffneten Drohnen und so schnell wie möglich allen Angriffswaffensystemen.
Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land in der EU und wichtig auch in der Nato. Angesichts der Erstarkung von China und Russland ist Deutschland möglicherweise entscheidend: Ob es in Nibelungentreue zur Nato mit ihren völkerrechtswidrigen Einsätzen (startend mit Jugoslawien) hält (bis zum drohenden Menschheitsuntergang), ober ob es sich von dieser distanziert und den Weg zurück zu den Prinzipien von Willy Brandt findet und vorwärts zu der Friedenslogik von Hanne-Margret Birckenbach.
Die Friedensbewegung sollte sich u.E. an die Spitze
dieser drei Prinzipien stellen, denn Frieden ist die unverzichtbare Basis, die Umwelt-
und die Soziale Bewegung sind aber Voraussetzung für das menschliche Wohlbefinden.
Wir brauchen eine Aktivierung und Neuerfindung eines
weltweiten Sozialforums.
Ihr Lieben Diese Nacht habe ich einen Einfall gehabt. Ich denke, es ist ein Schlüssel zum Trauma der Deutschen. Wie könnte man diese Idee verbreiten, zum Beispiel an die Schulen, an die Friedensbewegungen, an die Parteien, und an andere? Grüße, Helmut
Der Kniefall von Warschau,
ein Schlüssel zu Willy
Brandts Erfolg als Friedensstifter
Als Willy Brandt in Warschau vor dem Mahnmal des Warschauer Ghettos auf die Knie fiel, identifizierte er sich damit als Kanzler von Deutschland mit der deutschen Schuld. Persönlich war er unschuldig, er hatte sein ganzes Leben im Widerstand zugebracht, aber die Mehrheit des Deutschen Volkes hatte sich schuldig gemacht. Er war deshalb auch heftig angefeindet worden. Zwar gab es immer etwas Widerstand in Deutschland, aber die Mehrheit des Volkes hatte sich von den braunen Argumenten einlullen lassen, sie hatten Hitler gewählt und mit wachsender Mehrheit ihn begeistert zu seinen heiseren und wütenden Reden beklatscht. (Er hatte den deutschen Protestbedarf repräsentiert?) „Treu“ hatten sie ihrem Führer gedient, und bis zum Schluss mehrheitlich zu ihm gestanden. Sobald seine Mehrheit in Gefahr war, hatte er mit richtigem Gespür reagiert, zum Beispiel bei den Frauen von Juden in Berlin , die die Befreiung ihrer Männer durchsetzten.
In dem Moment, wo Willy Brandt Kanzler des ganzen
deutschen Volkes wurde, hat auch er sich mit diesem psychologisch richtig
identifiziert, aber anders herum als dessen Repräsentant die Schuld des
deutschen Volkes auf sich genommen. Und damit hat er die Sympathie der Welt
gewonnen. Da konnten Die Russen auf ihn eingehen, weil er sich nicht groß und
mächtig zeigte, sondern reuevoll. Damit hatte er die Grundlage für seine
außenpolitischen Erfolge geschaffen, die in den Verträgen von Helsinki und der
OSZE gipfelten.
Deshalb darf die Linke, solange sie die unterdrückten
Armen repräsentiert, offensiv auftreten, muss aber, sobald sie die Mehrheit
repräsentiert, sich psychologisch richtig einordnen und muss auch die deutsche
Schuld repräsentieren. Wir werden, solange die Menschheit besteht, als Meister
des Mordens bekannt sein: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.“ Mit
unserem fabrikmäßigem Morden an Minderheiten haben wir die Spitze an
moralischer Verwerflichkeit erklommen. Andererseits haben wir mit der
Aufarbeitung des Holocaust internationale Achtung erreicht. Jetzt müssen wir es
schaffen, auch aus dieser Haltung heraus auch anderen bei ihrer
Selbsterkenntnis zu helfen.
Zum Beispiel der israelischen Regierung, die sich als Folge des riesengroßen jüdischen Traumas der Vernichtung von sechs Millionen Juden gegenüber den Palästinensern grauenhaft verhalten hat und jetzt den BDS mit Unterstützung der Mehrheit der deutschen Regierung angreift, obwohl diese gewaltfrei nur die Anerkennung der Völkerrechtsverbrechen der israelischen Regierung fordert. Helmut Kässr
Gesagt wurde von George W. Bush: Entweder
Ihr seid für oder gegen uns,
Condolezza Rice sprach von : Geburtswehen
des neuen mittleren Ostens, es
gibt ein Photo mit roten Händen von code pink, den rosa Damen,
„konstruktives
Chaos“ , in Wirklichkeit die Gewalt des Krieges, Usa, Gb und Israel
Die war ungefähr so: der usa Militärgeheimdienst sagte; Al Qaida, Salafisten, seien alle zu unterstützen, ISIS entstand von Rakka
in Syrien bis Mossul im Irak entstand, 2013 Krieg russische Kriegsschiffe und
usa,
unklarer Giftgasangriff, USA und
Frankreich wollten angreifen, GB zögerte, Russland überredete Syrien
Chemiewaffen abzugeben, Russland beteiligte sich auf Bitte der syrischen
Regierung, das war die Wende im Krieg.
Die Menschen haben viel verloren,
versuchen Wiederaufbau und Absprachen,
Krieg gegen den Terror ist Krieg, wir müssen statt Krieg lernen, wie man teilen kann, Sanktionen
sind eine andere Art von Krieg,
menschen werden gespalten, 8 jahre lang waffen getragen, 1 jahr krieg
mindestens 7 Jahre für wiederaufbau, Wir brauchen Frieden!!
2. Dr.
Erhard Crome (Geschäftsführender Direktor, WeltTrends-Institut für
Internationale Politik, Potsdam/ Berlin):
EU- USA- Russland. Konfrontation oder Kooperation
als die mauern fielen, wurden die bestehenden Hoffnungen getäuscht,
wir sind wieder die Zentralmacht Europas mit erhöhter Kriegsbereitschaft, deshalb sind wir hier
1. ja, die russen haben recht, dass
versprochen
wurde dass die Nato keine inch nach Osten gehen würde, Baker versprach das Gobatschow. Dieser hat das
nicht auf einem völkerrechtsverbindlichen Vertrag bestanden. Der Abstieg
Russlands passte in das geopolitische Konzept, Russland wurde nur noch als
Regionalmacht betrachtet. Der „Westen“ wollte seinen Sieg zelebrieren. Jeffrey
Sachs sagte, als Polen in wirtschaftliche Not geriet, zahlungsunfähig,war eine
Milliarde Dollar in acht stunden verfügbar, als die russische Regierung in die
gleiche Not geriet, waren nur Kontrolleure da, aber kein geld. Keynes sagte,
der Versailler gegen Deutschland war wesentlich schuld am zweiten Weltkrieg.
Aber Polen gehörte zum Westen, Russland wurde als besiegter Feind betrachtet.
Die aktuellen Zahlen der weltweiten
Rüstungsausgaben sind mit 1700 $ weltweit und über 1 Billionen Doller der Nato bei dieser 13 mal soviel wie Russland,
fünf mal so hoch wie China. Das sei erheblich mehr als im kalten Krieg (zumindest in Zahlen). Der
Trend geht gegen Russland noch weiter.
Beim INF Vertrag wird das halbe Jahr nach der Kündigung wird
eingehalten, aber Überprüfungen werden nicht gemacht, (nur Behauptungen) Die Russen beschweren sich über
Raketen, die
zur Abwehr von Raketen gedacht sind, aber mit denen Atomangriffe möglich seien
und über, Drohnen, die auch Atomsprengköpfe tragen könnten. Eine sinngemäße Anwendung des INF Vertrages ist
nötig. Die Grundaussage ist dort, der Russe ist schuld.
Beim Verhältnis zwischen EU und Russland gibt
keine Alternative für Frieden.
Wir müssen laut General Kujat wie
seinerzeit Willy Brandt Fragen, die nicht lösbar sind, erst mal aus den
Verhandlungen rauslassen und uns auf Rüstungsbegrenzung und neue neue politische Initiativen für eine neue
Entspannung und
friedliche Koexistenz konzentrieren.
3. zu der
Nahostproblematik: Es wir ein
enormer Druck produziert, jetzt gegen die jüdische Stimme für einen
gerechten Frieden, Göttingen,
Andreas Zumach,
Vorsitzender der Unterstützungsgruppe der jüdischen Stimme . Wir sollten ihn nach Informationen für Briefe und Argumente fragen.
4. Beobachtung eines Doppelcharakters der „Sicherheitskonferenz“ Erst ganz wirr, sie wollen anscheinend den Dialog
erweitern, Russland, Iran und China sind vertreten.
Andererseits sind 1000de von von
Journalisten da die andere Thesen aufnehmen: die Verteidigungsminister von
England und Deutschland entschuldigen sich, dass sie noch nicht 2% des BIP beim Rüstungshaushalt erreicht haben, aber Deutschland hat ihn um 36% gesteigert. Es wird behauptet, Russland habe gegen
den INF Vertrag verstoßen, nato, verteidigungsminister,
Dann spricht eine Trainerin für
gewaltfreie Kommunikation, China wird als Feindbild aufgebaut, es braucht
Antworten, wir müsse etwas entgegenstellen, müssen die Geschwindigkeiten der
Entwicklungen
bedenken, es gibt ein Peace Meeting,
5.Angefragt: Grußwort der Internat.
Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen, ICAN,
Beatrice Finh kommt vielleicht heute…
6. das Dritte Hauptreferat, Peter Schaar
Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz
(EAID) (ehem. Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit) : Trügerische
Sicherheit. Terrorangst und Demokratie
George w. Bush, führte seinen
Kampf gegen die „Achse des Bösen“, angeblich
gegen den Terror (m.E. für den Terror) auch im eigenen Land!,
Das Gleiche passiert in abgemilderter Form auch hier.
Dort sprach der Oberbürgermeister Michael Ebling zu uns. Wir überlegten die nächsten Schritte, zum Beispiel das nächste Treffen in Frankfurt, das Animieren unserer Bürgermeister für den Frieden für den Städtetag anscheinend: Termin 14.03.2019Veranstaltungsort:Berlin , und zur Zeit notwendige große und kleine Demonstrationen angesichts der Gefahr für den INF Vertrag.
Andreas Zumach sagte, die BRD habe seinerzeit nie ganz den Zugang zu den Atomwaffen aufgegeben, nachdem sie ihn unter Strauß nicht geschafft hat.
„Das Haus brennt“, sagte Greta Thunberg zur Klimaerwärmung http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=7008, dies aber ist noch gefährlicher, denn die Klimaerwärmung mag zu einer großen Katastrophe führen, aber die gesamte Menschheit droht durch einen großen Krieg ausgelöscht zu werden. Wir müssen mit vielen, vielen Menschen antreten, damit die Politiker endlich wirklich handeln.
Beatrice Finh von ICAN sagte beim Empfang des Friedensnobelpreises: Es geht um das Ende der Atomwaffen oder das Ende von uns!
Was können wir in welchem Zeitraum tun, um die nachfolgenden Forderungen durchzusetzen?
Wir müssen kooperieren, Weg von der Konfrontationspolitik,
Die BRD muss dem Atomwaffenverbot beitreten
BRD muss die Atomwaffen aus Büchel den USA zurück geben…
Atomwaffenverbot in die Verfassung
Der INF Vertrag muss gerettet und ausgeweitet werden…
Friedenslogik statt der sogenannten „Sicherheitslogik“
Zum Beispiel: Appell zum Städtetag unterschreiben und mitnehmen
an Gorbatschows „gemeinsames Haus“ erinnern
am 5.7. nach Büchel fahren, mit der IPPNW am 6.7. als Braunschweiger sollen Flaggentag und Manifest vertreten. Am 7.7. ist übrigens großes Kirchenereignis dort mit Margot Käßmann… https://friedensdienst.de/
Die Aktionen in Büchel dauern traditionell 20 wochen, mit Langzeitnadelstichen über die ganze Zeit, wobei möglichst viele Gruppen sich dazu bereiterklären sollten, mit einer Konzentration am Wochenende 5.-7.Juli, in der die deutsche IPPNW und eine Kirchenveranstaltung Samstag und Sonntag aufeinandertreffen.
Ich finde Greta Thunberg (von ihr gesprochen „Grieta Tinbai“) toll und habe schon einige ihrer kurzen Videos verschlungen.
Ich finde sie eine Schicksalsgefährtin, wobei sie noch ein Kind ist und ich ein Großvater bin.
Denn sie kämpft auch für die Zukunft der Menschheit, sie für das Klima als realer großer Gefahr, ich für die zusammenhängenden drei Prinzipien, Frieden, Umwelt und Soziales, wobei Frieden die Basis ist, denn „ohne Frieden ist alles nichts“.
die Rede wegen den Forderungen von FFF: Standing ovations der Verantwortlichen, obwohl sie ihnen ihre Forderungen um die Ohren haut… Video auf einer change.org Petition, da auf youtube bzw. ORF die Originalversion laut Dieter Lehmkuhl die deutsche Simultanübersetzung überlagert und daher schwer verständlich ist.
David Attenborough’s BBC TV Dokumentation – Climate facts, die ebenfalls sehr sehenswert ist und sinnlich vor Augen führt wie sich die Welt bereits verändert
Wir als Friedensbündnis treten ja für den Frieden, aber mehrere auch schon auch für die weitergehenden „Drei Prinzipien“ Frieden, Umwelt und Soziales ein http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=6706 und sie für das Klima, was ein besonders wichtiger Teil der menschengemäßen Umwelt ist.
Und gemeinsam ist, dass wir aus dramatisch wichtigen offensichtlichen Tatsachen Konsequenzen ziehen wollen, die von der Mehrheit verdrängt werden. „Das Haus brennt !!!“
Eure Verleumdung der BDS-Kampagne betreffend erklären wir:
Erklärung von verschiedenen Linken einschließlich Norman Paech mit Unterstützung der antikapitalistischen Linken gegen das folgendeStatement der Deutschen Linkenim Europarlament zu der Erklärung der Europäischen Linken.
1. Die
BDS-Kampagne, die gegenwärtig in Großbritannien und den USA zunehmende
Unterstützung von unten, gleichzeitig zunehmende Kriminalisierung von oben
erfährt, ist eine auf Gewaltlosigkeit setzende Menschenrechtskampagne, deren
Argumente ausschließlich auf dem GELTENDEN internationalen Recht, den Bürger-
und Menschenrechten sowie den auch von Israel anerkannten UN-Resolutionen
basieren. Die Behauptung, dass diese Argumente antisemitisch seien, ist
absurd.
2. Ebenso
absurd ist eure Behauptung, dass die Methoden oder die mit den Aktivitäten der
BDS-Kampagne verbundenen Organisationen antisemitisch seien. Wenn das ein
ernstzunehmendes Problem wäre – würden sich sicher keine jüdischen Personen und
Organisationen an der BDS-Kampagne beteiligen, wie das bekanntlich
international der Fall ist. Tatsache ist, dass mehr als 40 jüdische
Organisationen weltweit für BDS eintreten und sich gegen die Gleichsetzung
wehren, Kritik an der Politik Israels sei Antisemitismus. Auch die
Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano, die Mitglied im Auschwitz-Orchester war,
unterstützt BDS: https://electronicintifada.net/content/why-auschwitz-survivor-esther-bejarano-supports-bds/26191
Die mehr als 170 palästinensischen Organisationen aus den
besetzten Gebieten, Israel und dem Ausland, die den Aufruf zu BDS unterstützen,
darunter große Gewerkschaften, Kirchen https://uscpr.org/campaign/bds/bdswins/#1499799109159-8f9e0458-b327, Gefangenenorganisationen,
künstlerische und kulturelle Zentren, vereinigen sich um 3 klare Forderungen
des antikolonialen Kampfes von Palästinenser*innen und linken Juden in
Israel: erstens Freiheit für die Bewohner der besetzten
Gebiete, zweitens Gleichheit für die palästinensischen
Bürger*innen Israels und drittensGerechtigkeit für die
palästinensischen Flüchtlinge außerhalb des Landes- einschließlich des Rechts
auf Rückkehr in ihre Heimat.
Die BDS-Kampagne lehnt es ab, sich auf eine Zwei- oder
Ein-Staat-Lösung festzulegen, denn sie wird von Anhängerinnen beider Optionen
gestützt und das grundlegende Problem besteht ihrer Ansicht nach nicht darin,
bereits heute zu entscheiden, welche Art von Regelung einst die gegenwärtige
Ein-Staat-Realität ersetzen soll, sondern jetzt Druck auf Israel zu entfalten,
um ein Umsteuern im Sinne der drei Forderungen in Gang zu setzen.
3. Eure
Behauptung, dass die BDS-Kampagne das „Existenzrecht Israels“ infrage stelle,
ist falsch und verleumderisch. Widerstand und Kritik an der
völkerrechtswidrigen Besatzung zielt nicht auf die Delegitimierung oder
Beseitigung des Staates Israel, sondern auf seine rechtsextreme Regierung und
deren Politik, wie Norman Paech im „Palästina Journal 1/2019 schreibt.
Unsere
Haltung als linke InternationalistInnen ist demzufolge:
Für uns hat das Völkerrecht Gültigkeit, nicht nur als „allgemeines
Bekenntnis“ und „unverbindliches Gerede“ (Norman Paech, 5.8.2018,
Erklärung des Bundesarbeitskreises Gerechter Frieden Nahost zu den Aktionen der
Linksfraktion anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israel)
sondern eben auch in der explizit und einzig vorgesehenen Form seiner
Durchsetzung: nämlich als legitime völkerrechtlich verbindliche Sanktionen. Ein
anderes Druckmittel sieht das Völkerrecht gar nicht
vor. Insofern verlangen wir zwar nicht aktive Unterstützung von BDS,
aber wir betonen das Recht auf BDS. Wir verweisen darauf, dass 2016 mehr als 30
Mitglieder des EU-Parlaments Federica Mogherini, EU High Representative for
Foreign Affairs, in einem Brief aufriefen, die Meinungsfreiheit in Bezug auf
die palästinensische geführte BDS-Bewegung zu gewährleisten http://www.eccpalestine.org/dozens-of-members-of-the-european-parliament-call-on-the-eu-to-support-the-right-to-boycott/
.http://www.eccpalestine.org/wp-content/uploads/2016/07/Right2BDS_Letter_to_HRVP_Mogherini.pdf
Palästinenser*innen haben moralisch, politisch und
juristisch das Recht auf BDS. Sie haben das Recht, von der Welt,
vom Westen, von der EU und der Bundesregierung eindeutige Schritte der
Distanzierung, für ein Ende der großzügigen Subventionierung und
Investitionen in die Apartheid und die Besatzung zu fordern. Der
Kampf gegen die BDS-Kampagne und die zunehmende Kriminalisierung der
Unterstützer*innen und Befürworter*innen, hier konkret von eurer Seite des
BDS-Mitbegründers Omar Barghouti, ist unvereinbar mit dem Antifaschismus und
dem Kampf gegen Rassismus in allen seinen Formen, inklusive dem in Deutschland
unbedingt nötigen Kampf gegen Neo-Faschismus und Antisemitismus. Diese Abwehr
gegen BDS dient nicht der Förderung von Demokratie und Menschenrechten, sondern
nutzt direkt der Stabilisierung und Aufrechterhaltung des barbarischen Status
Quo unter fortlaufender Besatzung, Blockade, Annexion und ethnischer Säuberung.
Es bedarf wohl keines Hinweises darauf, dass diese Verleumdung und Kriminalisierung
einer Besatzungskritik die Einschränkung eines demokratischen Grundrechts in
Deutschland bedeutet, welches wir LINKEN, als Lehre aus dem Faschismus doch
eigentlich hochhalten sollten, anstatt seine Demolierung ausgerechnet mit
Hinweis auf den Holocaust zu tolerieren, oder, wie im Falle eurer Erklärung,
sogar aktiv voranzutreiben.
Von
der Fraktion der Partei DIE LINKE. im EU-Parlament
– erwarten wir,
dass sich eure Entscheidungen auf Fakten und Vernunft stützen, nicht auf Fake
News und Verleumdung
– erwarten wir,
dass ihr euch mit den Marginalisierten, Unterdrückten und Entrechteten
solidarisiert, gleich ob in Deutschland oder in Palästina
– erwarten wir,
dass sich die Partei Die LINKE in Israel/Palästina mit den Palästinenser*innen
und linken Jüd*innen solidarisiert, die – gleich ob in Palästina, Israel oder
hier in Deutschland – gemeinsam kämpfen gegen die seit mehr als einem
halben Jahrhundert andauernde Vertreibung und Entrechtung der
Palästinenser*innen durch den israelischen Staat, sowie gegen eine
Militärbesatzung, die systematisch Menschenrechtsverletzungen begeht
und sich flagranter Verstöße gegen das Völkerrecht schuldig
macht, wie Resolution 2334 des UN-Sicherheitsrats vom 23. Dezember 2016
feststellte. http://www.un.org/webcast/pdfs/SRES2334-2016.pdf
Die
Untersuchungen der UNO-Sonderberichterstatter, die wöchentlichen Berichte des
„United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs“ (OCHA)
präsentieren eine Fülle deprimierender Zeugnisse, die das tägliche Verbrechen
der Apartheid in den besetzten Gebieten, ob in Ost-Jerusalem, im Westjordanland
oder in Gaza dokumentieren. Die Annexion ist in vollem Gange. Das alles
ist euch bekannt!
Wir
erwarten von euch:
– dass
Ihr in der EU gemeinsam mit den anderen linken Parteien für die Anerkennung und
Verwirklichung des Rechtes auf Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes
eintretet, sowie für all die Bürger- und Menschen-Rechte, die den
Palästinenser*innen gemäß dem Völkerrecht zustehen,
– dass
Ihr euch von allen Kampagnen fernhaltet, die darauf abzielen, die
Verwirklichung dieser Grundrechte außer Kraft zu setzen,
– dass
ihr erkennt, dass der Antisemitismusvorwurf als
„Herrschaftsinstrument“ benutzt wird, um jegliche Auseinandersetzung mit
israelischen Menschenrechtsverletzungen und Völkerrechtsverstößen zu
delegitimieren und zu diskreditieren,
– dass
Ihr euch nicht an Kampagnen beteiligt, die darauf abzielen, Mitglieder und
Wähler der LINKEN, die sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen, zu
stigmatisieren und zu kriminalisieren,
– dass
Ihr uns erklärt, für welche Sanktionen Ihr euch im Rahmen eurer
Abgeordnetentätigkeit in der EU einsetzen werdet, um die von euch – laut
eurer Erklärung – präferierte Zwei-Staaten-Lösung in Palästina zu realisieren,
die von Israel bekanntlich mit allen Mitteln bekämpft, unterminiert und
verunmöglicht wird.
Nur
durch eindeutige praktische Schritte können die vielen Besatzungsgegner*innen
in Israel und den besetzten Gebieten wirkungsvoll unterstützt und kann
internationalem Recht Geltung verschafft werden. Als mit Abstand größtem
Handelspartner Israels kommt der EU eine besondere Verantwortung zu. Die Aussetzung
des Assoziierungsabkommens zwischen Israel und der EU wäre ein klares
Signal an die israelische Regierung, dass die EU weitere
Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen das Völkerrecht nicht länger
hinnimmt.
Dafür
setzen wir uns nachdrücklich ein, denn wir sind überzeugt: Nur eine
kämpferische und solidarische Partei DIE LINKE. kann ihrer
internationalistischen Verantwortung gerecht werden.
Nachtrag
Bitte
erinnert euch an den 5. Kongress der Europäischen Linken im Dezember 2016. Dort
hat die Europäische Linke unter aktiver
Beteiligung der deutschen LINKEN. ein eindeutiges Zeichen gesetzt, als sie auf „die
Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel, einschließlich des
bevorzugten Handelsabkommens“ drang. DIE LINKE. hat diese Forderung
2017 auf Landesparteitagen in NRW und Niedersachsen beschlossen und bestätigt.
Die weltweiten Militärausgaben erreichten 2017 mit schätzungsweise 1.739 Mrd. US-Dollar den höchsten Stand seit Ende des Kalten Krieges. Das entspricht 2,2 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP)
Und hier die Ausgaben 2018 laut web,de. Die weltweiten Militärausgaben stiegen im vergangenen Jahr auf schätzungsweise rund 1,82 Billionen Dollar (1,64 Billionen Euro) und damit zum zweiten Mal in Folge, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri mitteilte.
Dieser Brief ist
in erster Linie für den Völkerrechtler Norman Paech gedacht,
aber in zweiter Linie für „den großen Verteiler“.
Der
Solarförderverein ruft das Verfassungsgericht wegen dramatischer
Versäumnisse in der Verhinderung der Klimakatastrophe an.
http://sfv.de/solarbr/3_2018.htm
S.3.
Diese
dramatischen Fehler gibt es auch in der Strategie zur
Kriegsverhinderung, und weltweit in der Sozialpolitik.
„Wir“, die Bürger, sollten deshalb auch Klagen vor dem
Verfassungsgericht vorbereiten, mit kluger Berücksichtigung der
Persönlichkeiten der Richter des Verfassungsgerichts. Denn wir haben
ja eine Gewaltenteilung, und dieser Weg zur Rettung des Weltfriedens
und des menschlichen Glücks sollte neben vielen Anderen Wegen
(IPPNW, Democracy-App, Abgeordnetenwatch, Lobbycontrol, BUND,
Gewerkschaften, um nur einige zu nennen …) versucht werden.
Kurz die meines
Erachtens wichtigsten Argumente:
Die Menschheit ist
in Wirtschaftskraft und Menschenzahlen bekanntlich „explodiert“.
Dies wurde ermöglicht durch den großen Erfindungsreichtum der
Menschheit und durch die zügige Umsetzung der Erfindungen besonders
in den letzten 200 Jahren. Es geht der Menschheit zur Zeit trotz
vieler schlechter Meldungen so gut wie nie.
(http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=5146 ) Andererseits ist sie auch
erstmals in drei Bereichen fundamental gefährdet, denn bisher
überlebten zumindest die Gewinner von Kriegen:
Friedensbewahrung:
1955 wurde in einem Manifest von Russell und Einstein gesagt
(http://www.pugwash.de/rem.pdf ), es darf keine Kriege mehr geben, da
die Atomwaffen die gesamte Menschheit vernichten könnten. Es gibt
noch Kriege, andererseits ist durch die Erforschung des nuklearen
Winters die Vernichtungsgefahr weitgehend gesichert
(http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=1904 ) Kriege müssten durch
Einhaltung des Völkerrechts verhindert werden, das insbesondere von
den USA, aber auch von Nato-Staaten unbekümmert gebrochen wird (mit
moralischen Argumenten, die einer Überprüfung nicht standhalten).
Eine Friedenslogik muss in aller Zukunft verhindern, dass
schwerwiegende Rückfälle auftreten. Deutschland hat eindeutig mit
seiner Teilnahme am Jugoslawienkrieg und durch seine Teilnahme mit
seinen Aufklärungsflugzeugen am Syrienkrieg das Völkerrecht
gebrochen. (Neben vielen anderen auch grenzwertigen Verstößen wie
den Duldungen der Drohnenmorde von Ramstein aus…) Durch den Trick,
dass für Klagen gegen die Bundesregierung der Bundesanwalt zuständig
ist, wurden Klagen abgewürgt. Sonst müssten zumindest zwei
Bundeskanzler (Schröder und Merkel) und einige Minister und Militärs
10 Jahre oder mehr ins Gefängnis.
Diese Problematik
müsste vor dem Verfassungsgericht verhandelt werden.
Erhalt
einer
menschengemäßen Umwelt: Es werden riesige Mengen an
fossilen Energiearten verbrannt und riesige Mengen an Kunststoffen
und Chemikalien belasten die Erde. Siehe für das besonders
gefährliche Klimaproblem das Editorial von Wolf von Fabeck des
aktuellen Solarbriefs, s.o., S.3 . http://sfv.de/solarbr/3_2018.htm
Schaffung
einer Welt mit sozialen Mindeststandards: Die Menschheit
hat zur Zeit einen immensen, in der Geschichte unvergleichlichen
Reichtum. Es gibt aber extreme, zunehmende Ungleichheiten in der
Verteilung. Millionen verhungern jedes Jahr, während andere im
Reichtum schwimmen. Und ungeheure Summen werden für das Militär
verschwendet, vielfach für die Nöte der Armen reichend ( ), obwohl
das Manifest von Einstein Kriege (zum Menschheitserhalt ) verboten
hat. Und es ist inzwischen schon längst bekannt, dass sogar die
Wirtschaft durch den zunehmend ungezügelten neoliberalen
Kapitalismus geschädigt wird.
(http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=6629 )
Angemessene Steuern
zur Verhinderung extremen Reichtums wurden nach dem Krieg zunehmend
abgeschafft, auch durch den Einfluss der ständigen Propaganda, die
in den überwiegend von reichen Menschen, und damit den
„Machteliten“, besessenen Massenmedien verbreitet wird. Weltweite
soziale Mindeststandards und bessere Standards auch bei uns sind mit
vergleichsweise geringem Aufwand finanzierbar und nötig, um eine
Bildung aller Menschen zur ermöglichen. Dies würde eine gute und
gesunde Entwicklung der Menschheit kraftvoll vorantreiben.
Wir müssen alles
versuchen, um diese günstige Entwicklung zu ermöglichen und die
Gefahren der jetzigen Weltlage zu mildern.
Das „Friedensbündnis
Braunschweig“ ist ein kooperativer Zusammenschluss von Menschen und
Vereinigungen, welche für friedliche Konfliktlösungen eintreten; denn Krieg ist
die höchste Form der Menschenrechtsverletzung, eben der Massentötung von
Menschen.
Aus der Erfahrung zweier
Weltkriege hat die Charta der Vereinigten Nation sowie das Grundgesetz der
Bundesrepublik Deutschland die Vorbereitung und Führung von Angriffskriegen
verboten. Diesen Völkerrechtsgrundsatz des Gewaltverbotes und die Souveränität
der Staaten verteidigen wir.
Zur effektiven Verhütung von Angriffskriegen fordern wir:
– Weltweite Abrüstung, insbesondere keine Interventionsstreitkräfte,
– Weltweites Verbot von Massenvernichtungswaffen, insbesondere der
ABC-Waffen,
– UN-Waffeninspektionen überall,
– Verbot der Waffenexporte.
Positiv stehen wir für:
– Für Völkerverständigung, soziale Gerechtigkeit und Achtung der
Menschenwürde weltweit,
– Ersetzung von Militärbündnissen durch Organisationen ziviler
Friedenssicherung und in diesem Sinne Stärkung von UN und OSZE,
– Demokratisierung der UN,
– Entwicklung einer Kultur des Friedens.
Unsere Forderungen richten sich
zunächst an die Bundesregierung, in dem Sinne: „Von Deutschland soll
Frieden ausgehen“.
Das Friedensbündnis Braunschweig
versteht sich als Teil der deutschen und weltweiten Friedensbewegung und sucht
die Zusammenarbeit mit dieser.
Das Bündnis wirkt auf die öffentliche Meinungsbildung ein. Es gestaltet
dazu Medienarbeit, Diskussions- und Bildungsveranstaltungen, Broschüren- und
Literaturvertrieb, Kundgebungen und andere Formen des Protestes.
Wie wir zusammenarbeiten
Zur Mitarbeit im Bündnis ist
eingeladen, wer seine Grundsätze teilt. Eine formelle Mitgliedschaft existiert
nicht. Die Mitwirkung von Organisationen muss angezeigt werden. Gegen die
Mitwirkung von Organisationen kann Einspruch erhoben werden, wenn deren
erklärte politische Orientierung den Grundsätzen des Bündnisses widersprechen.
Das Bündnis kann seinen Zweck nur als überparteiliche, überkonfessionelle
Einrichtung erfüllen. Es wird von allen Beteiligten erwartet, dass dies
respektiert wird.
Die Zusammenarbeit im Bündnis
beruht auf dem Prinzip der Kooperation und Vernetzung. Entscheidungen werden im
Konsens gefunden. Das Bündnis berät in öffentlicher Versammlung.
Das Bündnis sieht sich der
Vernetzung aller Friedensaktivitäten in Braunschweig verpflichtet.
Mitgliedsbeiträge werden nicht
erhoben. Gemeinsame Aufwendungen werden durch Umlagen und Spenden getragen. Zur
Verwaltung von Spenden können Verantwortliche benannt werden.
Frohe Weihnachten und ein paar Worte zu den Jahren 2018 und 2019:
Wir haben nette Gäste, zur Zeit „unsere Kinder“ Jen und Felix, und zwei Gäste, die wir bei deren Hochzeit schon mal in den USA getroffen hatten, die seit 6 Monaten in den Niederlanden wohnen.
Privat habe ich engeren Kontakt zu ein paar Leuten, die mit an Bemühungen um den Frieden der Welt beteiligtsind, und habe meine Friedensgruppen, mit denen ich mich ab und zu treffe.
Laut Fabian Scheidler, den ich für sehr lesenswert halte, und Rainer Mausfeld und Daniele Ganser und KenFM ist eine Zeit der Umbrüche zu erwarten, worauf wir uns alle einstellen sollten. Wir sollten uns in unserem eigenen Interesse um das Wohlergehen der Welt kümmern. Jeder kann dazu beitragen. Die Aussichten sind schwierig, aber es ist der Menschheit gut möglich, eine erfreuliche Zukunft zu erlangen, wie sie in verschiedenen Science Fictionstories, zum Beispiel Star Trec, beschrieben wurde. Denn die menschliche Erfindungsfähigkeit ist ungeheuer. Aber wir müssen dafür „die Kurve kriegen“, um uns nicht zu vernichten, was im Manifest von Russell und Einsteinangesprochen wurde: Wir müssen die Zeit der Kriege endgültig beenden.
Es gab wieder ein paar riskante Aktionen, wie der völkerrechtswidrige Krieg gegen Syrien, an dem wir beteiligt sind, mit dem Angriff von Trump dieses Jahr, die Kriege gegen den Yemen, und der schleichende Krieg in der Ukraine. Das Völkerrecht verbietet aus gutem Grund alle Angriffe auf andere Nationen und auch das Drohen mit Krieg, wie es insbesondere von der Nato an der russischen Westgrenze praktiziert wird.
Deshalb mache ich mir seit Jahrzehnten darüber Gedanken, wie man den Menschen klar machen kann, dass Frieden, gute Umwelt und ausreichende Versorgung für alle gut erreichbar ist, wenn Mehrheiten dafür die Verantwortung spüren und sie diese auch über ihre Politiker umsetzen würden. Dafür habe ich im Sommer nächsten Jahres auch einen Onlinekongress vor.
Wenn jemand mit mir über diese Themen sprechen oder schreiben wollte, würde ich mich freuen.
Einige Sätze als Werbung für meinen Onlinekongress:
Ich will eine vernünftige und glückliche Welt.
Weltfrieden, gesunde Umwelt, gute Basisversorgung aller Menschen.
Wir wollen eine echte Demokratie mit funktionierenden, ungesteuerten Medien und großer Diskussionsbreite.
Hier der link zur sehr beeindruckenden kurzen Rede der 15 jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg (gesprochen „Grieta Tinbay“) auf der Klimakonferenz in Kattowitz Dezember 18, in der sie die „Wahrheit gegenüber den Mächtigen ausspricht“ und deren Untätigkeit angesichts der Klimakrise geisselt. Greta ist bekannt geworden durch ihren Schulstreik, den inzwischen zahlreiche SchülerInnen folgen.
Besser und bewegender kann man m.E. kaum auf den Punkt bringen, was auf dem Spiel steht und woran es liegt, dass wir nicht tun, was wir tun müssen.
Bitte an dafür offene weiterleiten.