Michael Lüders, Die neue Weltunordnung: Ein Ausblick

Gibt es Lehren, die sich ziehen ließen, Konstanten der Geschichte, vom Sturz                Mossadeghs 1953 bis zum Gaza-Krieg 2014?

Zunächst einmal sticht die große Kluft hervor zwischen dem Freiheitsversprechen und der breiten Blutspur, die sich durch den Orient zieht, als Ergebnis westlicher Militärinterventionen, wirtschaftlicher Strangulierung, der engen Zusammenarbeit noch mit den übelsten Diktaturen, solange sie nur pro-westlich sind. Staaten sind zerfallen, neue Bewegungen entstanden, teilweise terroristischer Natur. Parallel durchlebt die arabisch-islamische Welt ihre Häutung, bricht sie auf zu neuen Ufern, die sich bislang noch und auf absehbare Zeit im Nebel von Gewalt und Zerstörung verlieren, Hat westliche Politik in dieser Phase des Übergangs eine konstruktive Rolle gespielt, sich gestern oder heute mit den den demokratischen Kräften in der Region verbündet? Die Antwort fällt negativ aus. Die USA und mit ihnen die Europäer verfolgen zwei grundlegende Interessen: Ihr Versorgung mit Energie und Erdgas, einschließlich der Sicherung der Transportrouten, und die Sicherheit Israels, wobei Sicherheit fortgesetzte Herrschaft über die Palästinenser meint:
«Wenn die USA wollten, könnten sie den Konflikt zwischen Israelis den Palästinensern in drei Tagen-Iösen, indem sie Druck auf die israelische Regierung ausüben >>, glaubt Daniel Bahrenboim, und wer wollte ihm darin widersprechen.

Auffallend ist, dass sich derzeit die Konflikte in der Region, inklusive ihrer globalen Auswirkungen, zeitlich immer mehr verdichten. 26 Jahre lagen zwischen dem Sturz
Mossadeghs und der iranischen Revolution. Eine Ewigkeit, aus heutiger Sicht. Vor zwei, drei Jahren kannte kaum jemand den «Islamischen Staat». Jetzt ist er ein ernstzunehmender Machtfaktor. Wie die Region in fünf Jahren aussehen wird, weiß niemand. Syrien und den Irak gibt es als Nationen nur noch auf der Landkarte. Zerfällt die staatliche Ordnung im Nahen und Mittleren Osten insgesamt, so wie Jugoslawien zerfallen ist? Die bewährten Methoden westlicher Einflussnahme, Militär und Sanktionen, werden daran im Zweifel nichts ändern. Hilfreich waren sie nie. Neue Konzepte wären gefragt, aber westliche Denkfabriken produzieren wenig mehr als larmoyante Betrachtungen über den Niedergang der liberalen Weltordnung oder die zögerliche Rolle der USA als Weltpolizist. Liberal war diese Weltordnung immer nur für ihre Nutznießer. Die Bewohner Gazas oder Bagdads, Afghanistans oder Libyens haben wenig Anlass, der amerikanischen Götterdämmerung mit Tränen in den Augen beizuwohnen. Und der Weltpolizist hat wesentlich dazu beigetragen, daran sei ausdrücklich erinnert, unsere Feinde überhaupt erst zu erschaffen, AL-Qaida wie auch der «Islamische Staat» verdienen beide das Label «Made in USA». Im Rückblick war der Fall der Berliner Mauer eine historische Zäsur, die von den Siegern nicht genutzt wurde. Das Diktum vom «Ende der Geschichte»,das der amerikanische Polit-Philosoph Francis Fukuyama damals prägte, ist seinerseits längst Geschichte, steht aber sinnbildlich für die Verblendung des Westens. Die Annahme, dessen Siegeszug und die segensreiche Allmacht des Marktes seien unumkehrbar, war nie etwas anderes als narzisstisch. Die Welt besteht nicht allein aus den anglophonen Ländern, Europa lind Japan, die ihrerseits genügend Unheil angerichtet haben, auf allen Kontinenten, über Jahrhunderte. Anstatt auf den großen Verlierer Russland zuzugehen, anstatt eine neue Politik auf Augenhöhe mit anderen Akteuren zu begründen, anstatt einen Moment innezuhalten und der vielen Opfer der eigenen imperialen Politik zu gedenken, haben sich die USA und mit ihr die Europäische Union für den entgegengesetzten Weg entschieden. Auf internationalem Parkett waren sie seit der Wende vor allem bemüht, neue Machtansprüchen Geltung zu verschaffen, inklusive Osterweiterung der Nato, und die eigene, die westliche Hegemonie mit allen Mitteln zu verteidigen, obwohl deren Ende abzusehen ist. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas ist nicht auch die übrigen BRICS-Staaten Brasilien:

Russland, Indien, Südafrika sind auf dem Weltmarkt zunehmend präsent. Ihre Neigung, den Spielregeln Washingtons zu folgen, wird dementsprechend schwinden. Gleichzeitig erscheint die Welt in einem Zustand permanenter’Unruhe, im Krisenmodus. Noch zur Jahrtausendwende wähnte sich der Westen in einem Paradies namens New Economy: Wachstum und Wohlstand durch technologische Innovation, gleichzeitig die Befriedung der Welt durch ihre fortschreitende Verbürgerlichung. Auf den Crash 2008 folgten Rezession und Stagnation mit hohen Arbeitslosenzahlen in Europa. Überzeugungen gerieten ins Wanken, Gewissheiten und Sicherheiten schwanden. Nichts ist beständig außer dem Wandel. aber selbst der verheißt keine Morgenröte.

Eine Zeit neuer Unübersichtlichkeit erwächst, die nicht länger von einem Machtzentrum allein bestimmt wird. Die Ära globaler Hegemonie, die nach 1945 zunächst von den USA und der Sowjetunion geprägt wurde, seit 1989 von Washington und seinen Verbündeten, hat sich überlebt. Mit China betritt nicht einfach eine neue Großmacht die Weltbühne, die alte Ordnung unter neuem Vorzeichen fortsetzt. Selbst wenn Peking das wollte, würde es nicht gelingen. Die neue Unübersichtlichkeit hat ihre Wurzeln in der Multipolarität.der Vielzahl an gegebenen oder entstehenden Machtzentren. Darunter finden sich Nationen, Staatenbündnisse, globale Großunternehmen wie Google oder Amazon, Geheimdienste, politische Bewegungen, nichtstaatliche Akteure, weltweit aufgestellte Kriminalitäts- oder Terrornetzwerke, Nichtregierungsorganisationen. Unter- und gegeneinander ringen sie um Macht und Einfluss, sind heute Verbündete und morgen Gegner oder Feinde.

Diese neue Unübersichtlichkeit braucht Diplomatie, Interkulturalität und Pragmatismus. Nichts deutet darauf hin, dass die Regierenden und Meinungsmacher in westlichen Staaten die Zeichen der Zeit verstanden hätten.
Sie verlieren sich im Kleinklein der Tagespolitik und halten fest an der Unterteilung der Welt in «gut» und «böse». Sie übersehen dass ein Großteil der Menschheit ein Leben in Ohnmacht führt, vielfach entrechtet und ohne Chance auf unser privilegiertes Dasein. Diese Menschen sind Verlierer, und sie wissen das auch. Oft genug reagieren sie mit Gewalt auf die Zumutungen der westlich geprägten Weltordnung, weswegen sie zu den «Bösen» gerechnet werden.

Das Wort von der «westlichen Wertegemeinschaft» oder dem «christlichen Abendland» beinhaltet feste Überzeugungen. Dazu gehört, dass nicht etwa die Ausübung von Macht und Gewalt im Verlaufe von Jahrhunderten unsere Vorherrschaft begründet hätte, sondern die von evolutionären Entwicklungen gesteuerte, auf Einsicht und Vernunft fußende, westliche Zivilisation. Umso ratloser erscheinen die Auguren: Warum konnte sich liberale Demokratie unseres Zuschnittes nicht durchsetzen? Warum lieben die Russen ihren Putin, die Türken ihren Erdogan, obwohl beide für ein autoritäres Regierungssystem stehen?

Die Antwort ist so schwer nicht zu finden. In Schwellenländern wollen untere und mittlere soziale Schichten dort ankommen, wo wir uns bereits befinden: in der Konsumgesellschaft, im Sozialstaat. Meinungsfreiheit interessiert sie weniger als der eigene Aufstieg. Ihr Ideal ist der Macher, der starke Mann, der es selbst von ganz unten nach oben geschafft hat. In solchen Milieus gelten Regeln und Weltbilder, die meist noch stark patriarchalisch geprägt sind und einem autoritären Verständnis von Religion oder Nation anhängen. Davon abgesehen haben die Menschen gerade im Orient den großen Widerspruch dem Freiheitsversprechen des Westens und den Niederungen seiner Realpolitik zu Hunderttausenden mit dem Leben bezahlt. Diese Menschen wissen auch, dass ein Großteil der Europäer und Amerikaner dem Islam mit Ablehnung und Verachtung begegnet und Israel gegenüber grundsätzlich andere Maßstäbe anlegt als gegenüber dem Rest der Welt.
Der indische Essayist Pankaj Mishra sieht es so: «Nur die hoffnungslos Selbstzufriedenen werden wohl heute noch behaupten, dass der westliche way of life der beste ist und dass der Rest der Welt ihn getreulich kopieren sollte, mit Hilfe von nation- building und Kapitalismus westlicher Ausprägung. Dogmen, mit denen alle über einen Kamm geschoren werden, sind in einer beunruhigend vielfältig und schnelllebigen Welt nicht mehr gefragt.»

Welchen Weg andere Kulturen oder Staaten gehen wollen, müssen sie selbst entscheiden. Wir aber müssen uns fragen, wo und wie wir unseren Platz finden wollen innerhalb der neuen Unübersichtlichkeit. Das betrifft nicht nur die Politik, sondern berührt auch Fragen von Kultur und Identität. Ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Dieses Schlusswort plädiert für Windmühlen. Angefangen damit, die Welt nicht länger in ein «wir» und «die» zu unterteilen. Die großen Bruchlinien verlaufen nicht zwischen Staaten, Religionen oder Ideologien. Sondern dort, wo es um die Verteilung von Macht und Ressourcen geht. Einen «Kampf der Kulturen» gibt es nicht, wohl aber einen Kampf um die Fleischtöpfe:… Die meisten Opfer radikaler Islamisten sind Muslime, nicht Europäer oder Amerikaner. Wir interessieren uns allerdings meist erst dann für die Opfer, wenn sie aussehen wie wir oder der Terror an unsere Türen klopft.

Die Deutschen sind Weltmeister der Erinnerungskultur, aber wie die meisten Europäer können sie sich nicht vorstellen, dass der Westen Unrecht begeht. Unrecht begehen die anderen: Russen, Chinesen, Muslime. Sie unterdrücken die Freiheit oder begehen Massenmorde. Wir dagegen tun das nicht. Der Krieg in Vietnam oder der Putsch gegen Allende, der Putsch gegen Mossadegh oder der Krieg im Irak – welchen «Transatlantiker» würden sie ernsthaft betrüben?

Werte gehören zur festen DNA westlicher Gesellschaften, dienen der Sinnstiftung, der Eigenlegitimation, auch der Selbstvergewisserung: Ja, wir sind die Guten. Und gerade weil diese Werte ein hohes Gut darstellen, dürfen sie in der politischen Praxis nicht zum Schlagwort verkommen.
Als Deckmantel eigener Interessen, im Dienst einer vermeintlich höheren Moral. Wenn Menschenrechte vor allem dazu herhalten müssen, eigene Machtpolitik zu tarnen oder Unliebsame Politiker anzugehen, etwa Putin oder Erdogan, während sie ansonsten, etwa im Umgang mit Israel oder den USA, Stichwort Gaza oder Guantanamo, so gut wie keine Rolle spielen, werden sie zur Worthülsen, gerinnen sie zur Gesinnungsethik. Fangen wir an mit kleinen Schritten. Verlassen wir uns nicht auf Politiker oder Publizisten, die in ihrem Provinzialismus längst erstarrt sind. Übernehmen wir selbst Verantwortung, im Bewusstsein unserer vielen Privilegien.

Lernen wir Demut und Bescheidenheit, bei allem Stolz auf unsere eigene Kultur. Je eher wir begreifen, dass Millionen Menschen allein im Nahen und Mittleren Osten einfach nur zu überleben versuchen, umso leichter fällt es auch, ihnen beizustehen. Vor allem jenen, die zu uns kommen, als Flüchtlinge. Helfen wir ihnen, hier Wurzeln zu schlagen, denn sie werden bleiben. Ächten wir Antisemitismus und Islamhass.
Zeigen wir Härte denen gegenüber, die unsere Freiheit missbrauchen. Dazu gehören auch diejenigen, die Wind säen und Sturm ernten, nicht allein im Orient. Der richtige Ort für sie ist der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag.

An dem Tag, an dem dort Anklage gegen die großen Verderber und Schreibtischtäter erhoben wird, oder wenigstens doch gegen einige von ihnen, allen voran George W. Bush, Dick Cheney, Tony Blair, Donald Rumsfeld, hat sich das Wort von der «westlichen Wertegemeinschaft» tatsächlich mit Leben erfüllt.

 

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Warum wir Verantwortung übernehmen müssen

Schuld – eine Frage der Perspektive, (S. 32 f)

Aus dem Seminar von Hannah Arendt sind mir zwei Aussagen besonders in Erinnerung geblieben, die mir spontan einen Ausweg aus meiner Erstarrung und Isolation wiesen:

Die persönliche Schuld, die uns als Mitglied einer Gesellschaft an deren Vergehen trifft, ist im allgemeinen viel kleiner als die Schuld, die uns Außenstehende hinterher zumessen. Unsere persönliche Schuld ist andererseits viel größer als die Schuld, die wir uns selbst eingestehen.

Es war diese Doppel-Aussage, die mir auf einmal die Türe öffnete. Eine Frau, die als Jüdin Schlimmes in Deutschland, das sie einst liebte, erlebt hatte, erzählt von dem, was auch meine eigene Leidensgeschichte in Deutschland war. Ich fühlte mich bestätigt: Ja, so dachte ich, so war es, ich erinnere mich!
Warum musste ich acht Jahre warten, bevor ein Außenstehender mich je nach meinem früheren Lebensweg befragte?

Die erste Aussage Hannah Arendts befreite mich davor, mich selbst ständig als Kriminellen betrachten zu müssen, nur weil ich einem Land, einem Volk angehört habe, das a11 diese Scheußlichkeiten und Verbrechen begangen hatte, von denen ich gar nichts wusste. Ja, wie viel konnte ich denn damals als 15-Jähriger wirklich wissen? Was war meiner Aufmerksamkeit entgangen? Die direkt erlebten und durchlittenen persönlichen Erfahrungen an Leid, Tod und Zerstörung sind doch so viel stärker und schmerzhafter als alles andere Schreckliche, das nur über Hörensagen zu uns dringt!
Und mehr noch: Selbst schreckliche persönliche Erfahrungen verdichten sich doch nur dann genügend zu einem fassbaren Bild, zu etwas tatsächlich Geschehenen und laufen nicht Gefahr, sich in Traumgebilde zu verflüchtigen und verdrängt zu werden, wenn wir die Möglichkeit haben, uns mit anderen darüber intensiv zu verständigen (statt bloß im Geschwätz unsere Erfahrungen auszutauschen). Nur in einem echten Dialog können wir als Gefühl und mit Verstand bei unserem Gegenüber so etwas wie eine  Innere Betroffenheit erzeugen und von ihr selbst erfasst werden, nur in einem gemeinsamen, liebenden Dialog finden sich Antworten auf unsere Sinnfragen. An diesem Dialog hatte es mir in all den Jahren gefehlt. In den Kriegsjahren hieß die Parole »Konzentriere voll auf die dir übertragenen dringenden Aufgaben. Rede nicht so viel: Feind hört mit! << und in
der Atmosphäre von allgemeinem Misstrauen und Angst wurde wahre Kommunikation behindert, verwandelte sich brennender Schmerz in Taubhcit und Verschwiegenheit.

3 »Du musst dich einmischen,   Hannah Ahrend
du musst ein Grenzgänger werden.«
Hannah Arendt (1906-1975),
Deutsch–jüdische Philosophin und
Politikwissenschaftlerin, die nach
ihrer Emigration in den USA über die
Ursprünge des Totalitarismus lehrte,
darunter auch in Berkeley.

So befreiend für mich die erste Aussage war, weil sie mir wieder freies Atmen ermöglichte, so viel wichtiger und folgenschwerer empfand ich jedoch die zweite Aussage: dass uns alle größere Schuld trifft, als wir selbst glauben, Warum? Von unserem längeren Gespräch ist mir – in meiner eigenen Sprache- folgende Begründung in Erinnerung geblieben: Uns trifft größere Schuld, weil wir uns meist nicht frühzeitig und nicht energisch genug gegen dir Anfänge einer sich abzeichnenden Katastrophe zur Wehr setzten! Wir machen uns nicht schuldig, wenn wir uns einer zu Tal donnernden Lawine
nicht entgegenwerfen. denn sie würde ungehindert einfach über uns hinwegrollen. Wir machen uns jedoch dann schuldig, wenn wir jemanden am Betreten eines Lawinenfeldes nicht hindern, obwohl wir dessen Instabilitäten kennen oder davon gehört haben. Aus Bequemlichkeit oder Opportunismus
gehen wir oft achtlos an Vorkommnissen vorbei, die uns Sorge bereiten sollten und müssten. Mit der leichtfertigen Redensart » Wo gehobelt wird, da fallen Späne« versuchen wir, möglichst schlimme und katastrophale Konsequenzen heruntcrzuspielen, lassen wir die Dinge einfach weiterlaufen.

Selbstverständlich ist es meist nicht leicht, zu wissen oder auch nur zu ahnen, ob wir wirklich ein Lawinenfeld vor und haben oder nicht nur eines

der normalen Geröllfelder, die wir schon einige Male vorher – vielleicht mit Mühe, aber ohne große Gefahr und Gefährdung anderer – überquert haben.
Es verlangt von uns erhöhte Aufmerksamkeit und vor allem gesteigerte Umsicht und Vorsorge. Denn im Allgemeinen werden wir nicht zu einer angemessenen Beurteilung der Lage kommen, wenn wir nur das betrachten, was jeweils in unserem Blickfeld auftaucht oder direkt vor unseren Füßen liegt; wir müssen vielmehr bewusst den Blick auf das ganze Umfeld richten und uns ein Verständnis der Gesamtsituation verschaffen, wenn wir die Lage richtig einschätzen wollen. Wir benötigen dazu eine »Rundumorientierung«, und die verschaffen wir uns am besten, wenn wir das Gespräch, die Kommunikation mit anderen suchen, die unser Bild »abrunden«.

Meine Unterhaltungen mit Hannah Arendt haben damals wesentlich dazu beigetragen, mir die Augen für die größeren Zusammenhänge und für gesellschaftspolitische Fragen in ihrer Vielfalt und unterschiedlichen Bewertung zu öffnen. Eine Art Wende in meinem Leben: »Du musst dich einmischen, du musst ein Grenzgänger werden,« forderte Hannah Arendt mich
auf. »Die Leute werden dich dafür nicht mögen, weil sie sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten, aber egal, was macht es: Es ist für dich wichtig – und für die anderen auch.«

Rückblickend frage ich mich noch immer, wie dies geschehen konnte:

Innerhalb von 14 Tagen war aus mir ein anderer geworden, voller Optimismus, unternehmungslustig und tatkräftig in einer erweiterten Form. Ich bin einem Menschen begegnet, einer Jüdin, die vertrieben worden war und Schlimmes erlitten hatte, die aber dennoch fähig war, das Leben und Leiden eines »Gegners« nachzuempfinden und schildern zu können, ihn in zwei Wochen aus seinem Gefängnis zu befreien und ihm zugleich Mut zu machen für einen lebenswerten Neuanfang!

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

für kurze Information zwei Seiten

Stichworte aus dem Vortrag von Prof. Mausfeld:

Der im Juni 15 gehaltene Vortrag als Video, nachfolgend die  Diskussion  und hier  der Text  von 12 Seitenund mit Hervorhebungen durch mich.

– Es geht darum, normalerweise empörende Zustände moralisch und „kognitiv“ unsichtbar zu machen. Beispielsweise die „gezielten Tötungen“

– Es geht um Techniken, mit denen in der tatsächlichen Verwaltung unserer Demokratie und mit den Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements das Volk in Apathie und der Illusion des Informiertseins gehalten wird.

Orwellsches Neusprech-Wörterbuch: Hierzu gehören Begriffe wie Strukturreformen, Reformwille, Bürokratieabbau, Deregulierung, Stabilitätspakt, Austerität, Euro-Rettungsschirm, freier Markt, schlanker Staat, Liberalisierung, Harmonisierung, marktkonforme Demokratie, alternativlos, Humankapital, Leiharbeit, Lohnnebenkosten, Sozialneid, Leistungsträger, etc. etc., allesamt schwer ideologiebeladen.

Techniken der Fragmentierung von Bedeutungen…

– Dabei werden ernsthafte demokratische Errungenschaften als „excess of democracy“ deklariert und demokratische Strukturen in einer Weise zu erodieren versucht, die für die Bevölkerung möglichst nicht sichtbar sind – ein Prozess, der sich in der Gegenwart in beängstigender Weise beschleunigt hat. Für Beispiele mögen als Stichworte die Gesetzgebungsverfahren der EU, Weltbank, IWF, TTIP sowie „Troika“ genügen.

– Erreicht werden soll eine Zuschauerdemokratie

– geeignete Techniken sind verfügbar, insbesondere Techniken der Apathie-Induktion. (durch Sorgen um den finanziellen Lebensunterhalt, Angsterzeugung, Konsumismus, etc.)

– Erreicht wird dies durch Propaganda, die seit 100 Jahren immer weiter verfeinert wird.

– die „unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist“, besteht aus nahezu unsichtbaren Geweben von Netzwerken verschiedener Eliten.

– Man muss die Bürger mit einer Flut von Informationen überziehen, so dass sie die Illusion der Informiertheit haben.

– Techniken der Angsterzeugung spielen eine besondere Rolle. In der Legitimationsrhetorik für militärische ‚Interventionen‘ bedient man sich gerne einer Doppelstrategie: Die gebildeteren Teile der Bevölkerung lassen sich recht leicht unter dem Banner von ‚humanitären Interventionen‘ für Angriffskriege gewinnen, der übrige Teil lässt sich am leichtesten durch Angsterzeugung vor bösartigen und gewalttätigen Kräften gewinnen.

Je häufiger eine Meinung hört wird, umso stärker steigt der gefühlte Wahrheitsgehalt. Beispiele aus der Tagespresse gibt es auch hier in Hülle und Fülle, seien es ‚die reformunwilligen Griechen‘ oder, im Zusammenhang mit der Krim, die Bezeichnung ‚Annexion‘.

– Die öffentliche Meinungsbildung lässt sich also sehr wirkungsvoll bereits dadurch steuern, dass man zunächst die ‚Ränder‘ dessen festlegt, was noch als ‚vernünftig‘ anzusehen ist.

– Jean Ziegler, der ehem. UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, bemerkte 2012 in der Zeitung junge Welt: „Der deutsche Faschismus brauchte sechs Kriegsjahre, um 56 Millionen Menschen umzubringen – die neoliberale Wirtschaftsordnung schafft das locker in gut einem Jahr.“

– Die Zeit, unter dem Titel „Weltbank verletzt Menschenrechte weltweit“: Allein im vergangenen Jahrzehnt hätten „3,4 Millionen Menschen in mehr als 900 Weltbank-Projekten ihr Land oder einen Teil ihrer Lebensgrundlage verloren.“

– Beispiel Usbekistan: Usbekistan gilt als eine der schlimmsten Diktaturen der Welt, und das dortige Regime begeht systematisch schwerste Menschenrechtsverletzungen, wie Massenmorde, Folter oder Kinderarbeit. Da Deutschland dort jedoch einen Luftwaffenstützpunkt betreibt und somit strategische Interessen verfolgt, gehört die Duldung von Folter in Usbekistan zur deutschen Staatsraison.

– Da die USA als „engster Verbündeter Deutschlands“ gelten und da nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes diese „transatlantischen Beziehungen auf gemeinsamen Werten beruhen“ fallen die entsprechenden Fakten in einen politischen Bereich, für den ‚wir‘ mitverantwortlich sind.

– nach offiziellen Angaben oder Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sind die USA seit dem 2. Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20 bis 30 Millionen Menschen verantwortlich.

– Allein in den letzten 15 Jahren wurden vier Millionen Muslime durch ‚uns‘, also durch die ‚westliche Wertegemeinschaft‘, getötet, um so den „Terrorismus in der Welt“ auszurotten.

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Naomi Klein und zentrale, große Kundgebungen…

Vor letzten Weihnachten las ich die Einleitung von Naomi Kleins Buch»Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima« und möchte jetzt, dass die Menschen den Kampf um die menschliche Zukunft mit zentralen Veranstaltungen zu führen. Sie sagt, die großen Probleme, die ausufernde Klimaerwärmung, Frieden und Wirtschaft, hätten eine gemeinsame Hauptursache, den „deregulierten Kapitalismus“, den „erdrückenden Marktfundamentalismus“. Sie sagt, in diesen Jahren falle die Entscheidung, wie hoch voraussichtlich die Temperaturen dieses Planeten werden. Und dass dies dramatische Konsequenzen hätte: Die Einleitung. 

Zwei Zitate:

  • „… Die Voraussagen zeigen schlicht und ergreifend, dass der Klimawandel zur Existenzkrise für die menschliche Spezies geworden ist.
  • Eine Krise dieser Größenordnung gab es bisher nur einmal in der Geschichte, nämlich als die Menschen im Kalten Krieg befürchteten, die Welt würde auf einen nuklearen Holocaust zusteuern, der den Großteil der Erde unbewohnbar gemacht hätte. …

Können wir es schaffen? Ich weiß nur, dass nichts unabwendbar ist. Bis auf die Tatsache, dass der Klimawandel alles ändern wird. Und für eine sehr kurze Zeit haben wir die Art dieser Veränderung immer noch selbst in der Hand.“

  Hier noch einmal die Einleitung  des Buches

Die Rezension ist als Video in  englisch oder deutsch übersetzt und Naomi sagt darüber Folgendes  als PDF .

Eine großartige Erklärung der Mutter eines  kleinen Kindes, die für die Zukunft dieses Kindes wie auch für unser aller Zukunft kämpft.

Die Weltlage ist ziemlich schlecht. Der völkerrechtswidrige Krieg in Syrien, die von den USA angezettelte Kriegsgefahr in der Ukraine, die laut Naomi Klein und Schellnhuber (Leseprobe) sich zuspitzende Lage bei der Klimaerwärmung.

Wegen dieser miteinander zusammenhängenden Themen werbe ich im Moment für die Idee, nächstes Jahr eine Dachorganisation für eine 1x jährliche Demo in Braunschweig, Deutschland und international zu starten. Diese Idee hatte ich schon, aber sie kam mir erneut beim Studium der Einleitung zu Naomi Kleins Buch. Was sollten wir als Termin ausgucken?  Wer würde es da unterstützen, dass wir möglichst bald eine große Massenbewegung hinbekommen?

Veröffentlicht unter Blog | 4 Kommentare

Einleitung von Naomi Kleins Buch

Zwischen den Jahren las ich die Einleitung von Naomi Klein und ich bin schon wieder hochmotiviert, den Kampf um unsere Zukunft mit zentralen Veranstaltungen zu führen. Sie sagt, in diesen Jahren falle die Entscheidung, wie hoch voraussichtlich die Temperaturen dieses Planeten werden.

Hier die komplette Einleitung.

Und dass dies dramatische Konsequenzen hätte: Ich lege den Text der Einleitung bei.

Zwei Zitate:

„… Die Voraussagen zeigen schlicht und ergreifend, dass der Klimawandel zur Existenzkrise für die menschliche Spezies geworden ist.

Eine Krise dieser Größenordnung gab es bisher nur einmal in der Geschichte, nämlich als die Menschen im Kalten Krieg befürchteten, die Welt würde auf einen nuklearen Holocaust zusteuern, der den Großteil der Erde unbewohnbar gemacht hätte. …

Können wir es schaffen? Ich weiß nur, dass nichts unabwendbar ist. Bis auf die Tatsache, dass der Klimawandel alles ändern wird. Und für eine sehr kurze Zeit haben wir die Art dieser Veränderung immer noch selbst in der Hand.“

Wie kann ich vorgehen, damit ich die Bewegung gegen diese Katatrophe verstärke?
Veröffentlicht unter Blog | 4 Kommentare

Kampagne Stopp Ramstein 2016

Mittwoch, 23. Dezember 2015 um 15:04 Uhr
Von: „Ramstein Kampagne“ <info@ramstein-kampagne.eu>
An: info@ramstein-kampagne.eu
Betreff: Kampagne Stopp Ramstein 2016, Hervorhebungen von mir…

 

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

über 6700 UnterzeichnerInnen unter dem Aufruf „Stopp Ramstein“ – eine durchaus beachtliche Zahl.

Dieser Aufruf, Anfang August 2015 mit 60 ErstunterzeichnerInnen veröffentlicht, führte dann Ende September zu den größten Friedensaktionen um Ramstein in den letzten 20 Jahren – mit dem eindrucksvollen Höhepunkt der Demonstration am 26.09.2015 mit ca. 1500 TeilnehmerInnen, aber auch dem damit verbundenen Camp und der großen öffentlichen Friedensveranstaltung in Kaiserslautern. Genauere Informationen, Bilder und Videos finden Sie/Ihr auf der Webseite www.ramstein-kampagne.eu.

Aus dem Aufruf und den ersten Aktionen ist spätestens mit dem Planungstreffen am 13. Dezember 2015 in Offenbach eine Kampagne geworden.

Mehr als 120 Aktive aus der ganzen Republik, davon eine beachtliche Anzahl aus der Region, berieten einen Tag intensiv und solidarisch über die weiteren Aktionen. Schon vorher hat es bei Telefonkonferenzen, über E-Mails und Friedenstreffen, u.a. auch in der Region, eine intensive Diskussion über das „Wie weiter?“ gegeben. Wobei es immer um das „Wie (besser) weitermachen?“ und nicht um das „Ob weitermachen“ ging.

So konnten die Ergebnisse, basierend auch auf den vielen vorhergehenden Diskussionen, auch einmütig vereinbart werden. Besonders in den Arbeitsgruppen des Planungstreffens wurde schon intensiv über die konkrete Umsetzung und Realisierung des großen Projektes „Ramstein 2016“ diskutiert. Eugen Drewermann hatte in seinem bewegenden Eröffnungsbeitrag noch einmal auf die friedenspolitischen Rahmenbedingungen und die Notwendigkeit weiterer Aktionen gegen die Basis Ramstein verwiesen.

Die einzelnen Beiträge des Planungstreffens gibt es auch auf Video:

 

Ein beeindruckendes Ergebnis des Treffens war die Bereitschaft vieler der Anwesenden, eine aktive Rolle in der Vorbereitung und Durchführung der Aktionen zu übernehmen – sei es vor Ort, aber auch in der Unterstützung der zentralen organisatorischen und logistischen Vorbereitungen. Ein ermutigender Beginn, aber auch ein notwendiger. Weitere Unterstützung von mehr Menschen ist aber sicher notwendig. Wir möchten uns besonders an Sie/Dich wenden: Können Sie sich/kannst Du Dir eine aktive Unterstützung, ein „Mitmachen“ in der Vorbereitung und Durchführung vorstellen? Dann wenden Sie sich/Du Dich bitte direkt an info@ramstein-kampagne.eu.

Ohne weitere aktive Unterstützung, sind die folgenden vereinbarten Aktivitäten sicher auch nicht zu realisieren.

Vereinbart wurde am Wochenende für die Aktionen vom 10. bis 12. Juni 2016 folgende Aktionshöhepunkte vorzubereiten:

  1. Durchführung eines großen Friedenscamps, welches möglichst einwöchig sein soll.
  2. Eine große öffentliche Veranstaltung in Kaiserslautern am 10.06.2016 verbunden mit weiteren Diskussionsforen auch zu kontroversen friedenspolitischen Fragestellungen.
  3. Wenn irgend möglich, eine zentrale Kulturveranstaltung – mit Künstlerinnen und Künstlern, die schon letztes Mal dabei waren, aber hoffentlich auch mit Neuen, vielleicht sogar sehr prominenten.
  4. Und als Höhepunkt: Eine Menschenkette von Kaiserslautern bis zur Air Base Ramstein. Eine vielleicht einzigartige Herausforderung, verlangt diese doch, dass mindestens 10mal so viele TeilnehmerInnen wie im September 2015 mitmachen, um eindrucksvoll zu sein. Zur vollständigen Menschenkette müssen noch einige tausend mehr mobilisiert werden.

Wir wollen alles tun, dies zu erreichen. Wir, das sind auch der weiterarbeitende Organisationsausschuss und sicher auch das Büro „Stopp Ramstein“, aber besonders die vielen Aktiven, die sich jetzt schon zusammengefunden haben und sicher noch mehr werden.  Noch einmal: Alle sind herzlich eingeladen, mitzumachen.

Es zu versuchen, scheint friedenspolitisch auch absolut notwendig, angesichts der zentralen Rolle, die Ramstein in den Kriegsplanungen der USA und der NATO spielt – Drohnen, Atomwaffeneinsatzzentrale, Einsatzzentrum auch für die Militärflüge des Syrienkrieges. Die Liste kriegerischer Aktivitäten, die mit der Air Base Ramstein verbunden sind, ist umfassend und bedrohlich. Die Bundesregierung toleriert dieses, anstatt das Stationierungsabkommen für die Basis Ramstein zu kündigen und ist mit eigenen Interventionstruppen sowie Logistik ein aktiver Bestandteil der Kriegspolitik. Die Gefahren einer Dynamik von Krieg in Europa und darüber hinaus ist immer untrennbar mit der Basis verbunden, deshalb auch unser Protest.

Wir werden mit der Detailplanung zu Beginn des nächsten Jahres beginnen. Auf der Webseite finden Sie/Du genauere Informationen zum Planungsreffen und ab Anfang Januar auch zu den Arbeitsgruppen und der Route der Menschenkette. Wir werden uns bemühen, alle aktuellen Informationen auf der Webseite zu platzieren, sie über Facebook zu verbreiten sowie in dem neuen „Newsletter Ramstein 2016“ darzustellen.

In größeren Abständen werden wir auch Sie/Dich über alles Neue informieren.

Wir hoffen, dass  auch Sie/Du weiterhin den Protest gegen Ramstein aktiv unterstützt, würden uns über jedes Engagement ihrerseits freuen. Jederzeit stehen wir Ihnen/Dir für weitere Informationen zur Verfügung.

Wir möchten uns am Ende noch mit einer speziellen Bitte an Sie/Dich wenden. Die Vorbereitung und Durchführung der vielfältigen Aktivitäten verursacht Kosten – selbst bei sparsamsten Ausgaben und vielem ehrenamtlichen Engagement. Jede auch noch so kleine Spende auf unser Konto ist deshalb mehr als willkommen und hilft, den Protest gegen den Krieg besser und effektiver vorzubereiten.

IALANA e.V.
Stichwort: Ramstein 2016

Konto-Nr.: 1 000 668 083
BLZ: 533 500 00 |Sparkasse Marburg-Biedenkopf

IBAN: DE64533500001000668083
BIC: HELADEF1MAR

Haben Sie/Du herzlichen Dank und bitte scheuen Sie/Du sich/Dich nicht, uns mit allen Fragen anzusprechen.

Mit friedlichen Grüßen,

Reiner Braun
Pascal Luig
Pedram Shahyar

 

Aktionsbüro Ramstein-Kampagne

Marienstraße 19/20, 10117 Berlin,  Tel.: 030 20 65 48 57

Fax: 030 31 99 66 89

info@ramstein-kampagne.eu,  www.ramstein-kampagne.eu

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

wichtigste Erkenntnisse im letzten Jahr

Zum Jahreswechsel möchte darauf hinweisen, dass drei Dinge mich in diesem Jahr besonders beeindruckten:Rainer Mausfeld, Daniele Ganser und Free21Näheres dazu in dieser Seite .

In diesem Jahr kommen folgende Ideen hinzu:

 

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar

Ostermarsch 2014

19.4. unser  Ostermarsch 2014  mit Übersichtsflyer, mit der Eingangs-Rede von Gudula Wegmann, mit der Rede von Udo Dittmann am Fritz Bauer Platz, mit der Rede von Angela Vorwerk vor dem Kaufschloss und Fotos von dem Ereignis, das bei schönem Wetter, aber bei deutlichen Krisen und deshalb mit guter Resonanz ablief.

Dann noch eine Gesamteinschätzung:

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Braunschweiger Bündnis für den Frieden,
nach jüngst in diesem Verteiler versendeten eher heftigen internen Kritiken zu unserer Ostemarschaktion, möchte ich eure Aufmerksamkeit richten auf die politische Wirkung die wir mit unserer Aktion nach außen erzielt haben:

1. Unserem Aufruf zur Demonstration schlossen sich 70 Menschen mit dem Fahrrad an (letztes Jahr waren knapp 50) und 100 bei der Auftaktkundgebung. Das ist dennoch nicht viel, aber unser Bündnis hat diesen Menschen mit dieser Ostermarschaktion, eine Möglichkeit geboten, ihren friedenspolitischen Willen öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Das ist wichtig, darüber werden sie mit ihren Nachbarn und Kollegen/innen reden. Und es ist Ausdruck eines gewissen friedenspolitischen Vertrauens dieser Menschen auf unser Bündnis.
2. Hat unser Bündnis damit beigetragen zu bundesweiten Wirkung der Friedensbewegung an diesem Osterwochende. Ohne auch unsere realtiv kleine Ostermarschaktion, hätte die bundesweite Friedensbewegung nicht vermelden können „In über 80 Orten demonstriert die Friedensbewegung an diesem Osterwochende“. Und ohne dies wären die Aktionen der Friedensbewegung niemals bis in die „Tagesschau“ vorgedrungen!
3. Hatten wir nach meiner Erinnerung in Braunschweig noch niemals eine so breite Berichterstattung über unsere Ostermarschaktion in der lokalen Presse (BZ und NB).

Insofern sage ich, wir haben hier als Bündnis gut und erfolgreich gehandelt, da dürfen wir uns schon mal auf die Schulter klopfen!
Dies gesagt, nicht zuletzt im Wissen um unsere Schwächen.
Im Detail hat unsere Ostermarschaktion auch viele Mängel gezeigt, über die wir sprechen müssen, um besser zu werden.
Darüber sollten wir uns aber nicht die Sicht und die Freude versperren über den in der Hauptsache politischen Erfolg unserer Ostermarschaktion.
Solidarischer Gruß  Hans-Georg Hartwig, als organisatorisch Mitverantwortlicher unser Ostermarschaktion wie als Sprecher der Kreispartei DIE LINKE. Braunschweig in unserem Bündnis

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Ukrainemahnwache

Liebe Freunde:
Als Friedensbewegung in Braunschweig, genauer als Vertreter des Friedensbündnis, des Friedenszentrums und der IPPNW BS,nahmen wir den Aufruf der bundesweiten Friedensbewegung auf, am Samstag, den 31.5.,
um „fünf vor zwölf“ eine Mahnwache zu dem Ukrainekonflikt zu veranstalten.
Im Nachfolgenden der Bericht:
Große Sorge um den Frieden bei der Ukrainemahnwache um „5 vor 12“
am Samstag, den31.5., am Ringerbrunnen
Fotos der Aktion auf Picasa   Meine Fotos sind kostenlos freigegeben.
Wir führten bei schönem Wetter einen lebhaften Stand zur Ukrainekrise durch.
Die Krise macht uns und nicht nur der Friedensbewegung Angst. Es gab ein Zelt, Tische, und eine Luftballonaktion mit über 200 Luftballons. Sie wurden mit den Kärtchen, „Nie wieder Krieg“ und „Verhandeln statt Schießen“ versehen und sorgten für lebhaften Betrieb besonders bei den jungen Besuchern. Brigitte Constein, Elke Almut Dieter und mehrere andere sorgten für Nachschub. Die gelben Flyer mit dem persönlichen Text der Organisatoren wurden verteilt und gewürdigt. Wir sprachen die Besucher auf die Krise an, die diese meisten als furchtbar empfanden. Kurz vor 12 stellte Hans-Georg Hartwig den Ablauf vor. Fünf vor 12 wurden die dann Trauben von fertigen Luftballons gestartet. Dann lasen die Lehrer Angela Vorwerk und Frieder Schöbel einen Text der Kooperation für den Frieden vor. Danach sprachen Dr. Helmut Käss und Brigitte Constein noch ein paar kurze Worte.
Der aktuelle Text der Kooperation für den Frieden steht hier   und hier unser Flyer.
Danach wurden noch viele Luftballons und viele Flyer verteilt und viele Gespräche geführt.
Sehr gut ist auch die Rede zum gleichen Anlass von Matthias Jochheim in Frankfurt.
Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Sonstige Gefahren und ihre Überwindung

Wir brauchen eine wirkliche Abwehr von Gefahren für die Menschheit. Zum Beispiel Auf UN- Ebene ein „Ministerium“ für Sicherheit („Sicherheit“ nicht in dem heutigen Sinn der „militärischen Sicherheit“, sondern im ursprünglichen Sinn), das Risiken erkennt, dagegen Strategien entwickelt, und das in selbstkonkurrierenden Systemen:

Zum Beispiel zu dem Risiko des Einschlags eines Himmelskörpers, was angeblich alle 20 Millionen Jahre mit grauenhaften Verwüstungen droht und vor 66 Millionen Jahren das letzte Mal geschehen sei. Dafür brauchen wir Himmelsbeobachtungsstationen, die Kometen und Asteroiden und von außen eindringende Körper beobachten und berechnen, ob eine Gefahr der Kollision besteht. Falls diese besteht, müssen Taktiken zur Abwehr geplant und vorbereitet werden. Ein solcher Körper sollte umgesteuert werden und auf Kollisionskurs mit anderen Planeten oder Monden gebracht werden. Dies sollte kurzfristig möglich sein, perfekt binnen 100 Jahren. Eine aktuelle Meldung

Eine andere Gefahr ist eine Seuche, die uns gefährden könnte. Auch da brauchen wir ein vermutlich vorhandenes Beobachtungssystem, aber auch Pläne und Strategien für den Fall, dass eine menschheitsgefährdende Seuche auftritt, einschließlich Plänen und Ausrüstungen für jeden Menschen. Dieser muss wissen, was er im Ernstfall tun kann, um sich zu schützen. So brauchen wir für jedes Risiko, auch das Klimarisiko, Institutionen, die sich damit beschäftigen und jeweils mehrere Strategien, um dagegen vorzugehen. All das ist möglich und finanzierbar. Aber der völlig unsinnige gigantische private Reichtum muss gebremst (zum Beispiel durch entsprechende Steuern) und in öffentlichen Reichtum umgewandelt werden.

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

wichtige Aspekte der Menschheit

Menschheit

  1. Entwicklung,
  2. Zustand und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten, CFR
  3. Drei Hauptkategorien
  4. Gefahren und ihre Überwindungsmöglichkeiten

1. Entwicklung

Wie wir seit der Entwicklung der Wissenschaften von der Naturgeschichte und der Evolution  wissen, hat sich der Mensch nach einer Entstehung des Lebens auf der Erde vor etwa 500 Millionen Jahren über Wirbeltiere, Säugetiere und Affen entwickelt. Dies ist eine offensichtliche, vielfach überpüfte Tatsache. Dazu hatte ich kürzlich einen Besuch des Paläon in Schöningen, wo Menschen vor 300.000 Jahren erfolgreich lebten.

Der Mensch ist laut Konrad Lorenz ein „Kulturwesen“ , der nach Entwicklung der Sprache und besonders  seit der Schrift explosiv sein Wissen von der Welt erweitert hat. Seit etwa 3000 Jahren gibt es eine schriftliche Geschichte von seinen Abenteuern. Leider ist die Evolution des Menschen auch von der Konkurrenz mit den Mitmenschen geprägt. Von daher ist die Geschichte auch eine Geschichte von Kriegen.

2. Zustand und Entwicklungsmöglichkeiten

Die Menschheit ist bunt und chaotisch. Die Entwicklungen überstürzen sich. Im Moment sind ihre Chancen, aber auch ihre Risiken sehr groß. Seit der Entwicklung der Wissenschaften geht es sprunghaft voran. Dies begann laut Karl Popper mit den Vorsokratikern , stagnierte dann und lebte dann in der Renaissance wiede rauf. Gefahren drohen von allen Seiten: Rassismus, Ideologien wie die vielen unterschiedlichen Religionen besonders  mit ihren „fundamentalen“ Strömungen. Wissenschaft kann sich laut Popper der Wahrheit nur nähern, aber sie nie erreichen. Aber das Nähern an objektives Wissen hat dem Menschen schon eine ungeheurere Macht gegeben- Aber auch sein Überleben gefährdet.

Ein wichtiger Aspekt ist Eigennutz und Allgemeininteresse. Wenn der Eigenutz von Gruppen dominiert, ist das sehr gefährlich. Zum Beispiel die Interessen der Reichen gegen die der Allgemeinheit. Dazu sind die Vorträge  von Rainer Mausfeld sehr informativ, oder auch der jüngst (September 2017) formulierte Beitrag über das CFR, Council on Foreign Relations.

3. Drei Hauptkategorien

Der Gründer der IPPNW („International Physicians for the Prevention of Nuclear War/ Ärzte in sozialer Verantwortung“, www.ippnw.de  und www.ippnw.org ), Bernard Lown, der Erfinder des Defibrillators, hat die vom Menschen beeinflussbaren nötigen Dinge für das Überleben der Menschheit in einem gleichschenkligen Dreieck gekennzeichnet. Die Basis ist der Frieden als Voraussetzung für alles andere, die eine Seite das Leben in einer vernünftigen Umwelt und die andere Seite sind vernünftige soziale Bedingungen.

IPPNW Triangle

diese drei Haupt-kategorien sind detaillierter dargestellt ganz oben in der Zeile unter dem Bild unter Ziele der Menschheit, Menschheit, 6a-c, und unter Visionen, wie es besser gehen könnte:

4. Gefahren und ihre Überwindungsmöglichkeiten

Kriege: Viele Menschen glauben, dass es immer Kriege geben wird. Aber damit sagen sie nach meiner Meinung gleichzeitig, siehe das Manifest (im Original und in Deutsch) von Russell und Einstein, dass die Menschheit aussterben wird. Ich denke, wir haben eine gute Chance, dass die Menschheit zu klug dafür ist. Krieg ist, wenn man es aus Menschheitssicht sieht, und das müssen wir heute, nicht nur grauenhaft unmoralisch, aber auch grauenhaft schlecht in der Bilanz. 1% gewinnt, 99% verlieren. Schon kleine Kinder können das nachvollziehen. „kinder-sehen-krieg“.  (Menschen haben zum Beispiel das Fahrrad erfunden, was intelligenzmäßig schwieriger ist, als einzusehen, dass Krieg nicht mehr zeitgemäß ist und um eine Friedensordnung für die Menschheit zu entwerfen.)

Leider gibt es viele Konflikte und es ist entscheidend, wie wir damit umgehen. Der „Krieg“ Reich/Arm ist ein wichtiges Beispiel und die Imperien, zur Zeit die USA. Bei diesen „Kriegen“ wird Konfrontation über Kooperation gestellt. Dazu gibt es einen hervorragenden Vortrag des Schweizer Historikers und Friedenswissenschaftlers Ganser vom Dezember 2014 in Tübingen.

Überwindungsmöglichkeiten:

Wir haben schon Beispiele, ein wichtiges davon ist die Europäische Union im Innenverhältnis (nach außen verhält sie sich leider noch wie ein großer Staat), so dass wir sehen, dass es funktionieren kann. Ein weiteres Beispiel ist die UN Charta. Wir müssen nur konsequent auf dieses Ziel zuarbeiten.

  1. Ich stelle die These auf, dass die  „Gewaltfreie Kommunikation“von Marshall B. Rosenberg ein guter Weg für alle menschliche Kommunikation ist.  (Es gibt seine Aussagen auch in einer guten Kurzform, oder auch bei mir nachfragen)  Er zeigt den Weg, wie man das Leben anderer „bereichern“ kann und wie man die Wahrscheinlichkeit ohne Tricks deutlich erhöht, dass andere  gern das eigene Leben bereichern.
  2. Ich stelle die weitere These auf, dass es entscheidend ist,  ob ich im Nächsten den potentiellen Feind oder den potentiellen Freund mit der Bereitschaft zur Kooperation sehe, ob meine Grundeinstellung die  Abwehrbereitschaft oder die Werbung zur Kooperation  ist.
  3. Weiterhin ist die Ökonomie zur Kriegsprophylaxe als Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen sehr wichtig.
  4. Das Weihnachten 2011 verstorbene IPPNW Ehrenmitglied  Horst Eberhardt Richter (HER) sagt, unsere psychische Krankheit Unfriedlichkeit („weiter mit Totrüsten“) ließ uns dem nuklearen Holocaust nur durch himmlische Fügung („Kampf der Ärzte für den Frieden, jetzt erst Recht!“) entkommen. Der Achtundachtzigjährige war zwar körperlich schon sehr gebrechlich, geistig aber noch auf der Höhe. Weiteres von ihm.
Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Und ein Kürzerer im Folgenden

Angefangen beim Sparwahn über die Ablehnung konjunktureller Steuerungsaufgaben des Staates in der Wirtschaft bis hin zu Lohndumping und Deregulierung der Finanzmärkte ist fast jedes wirtschaftspolitische Handeln der letzten 25 Jahre, das in die Sackgassen der Gegenwart geführt hat, vom ökonomischen Mainstream “wissenschaftlich” untermauert worden. Gibt es einen ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Gegenentwurf, der auf die Marktwirtschaft setzt, oder muss die „Systemfrage“ gestellt werden?

Ja, diesen gibt es. Es gibt mehrere Ansätze, von Sarah Wagenknecht

http://www.sahra-wagenknecht.de/

bis zu verschiedenen Memoranden

http://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/veroeffentlichungen_der_arbeitsgruppe/memorandum_2014/index.html.

Der interessante Entwurf in diesem Vortrag ist von einer kleinen Arbeitsgruppe um Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker entworfen worden. Zuerst einmal die Fehler der heutigen gängigen „Volkswirtschaftslehre“ in Deutschland, die sich als Wissenschaft bezeichnet, aber in Wirklichkeit eine Ideologie darstellt.

Im Vordergrund stehen Glaubenssätze:

  1. die Groß- entspreche im Prinzip der Mikroökonomie
  2. ideal sei ein Wettbewerb: „jeder gegen jeden“
  3. der Markt irre nicht
  4. die Grenzproduktivitätstheorie bedeute, Mindestlohn sei Unsinn
  5. der Markt habe ein stabiles Gleichgewicht
  6. der Staat habe kaum Steuerungsaufgaben, er schade eher
  7. die Zentralbank steuere die Geldmenge und sei daher direkt zuständig für die Inflation
  8. man müsse erst sparen, dann investieren 

All das habe sich empirisch als falsch erwiesen. Da es aber Glaubenssätze sind, sei der „Mainstream“ unbelehrbar. Z. B. würden wichtige Rückkoppelungseffekte nicht berücksichtigt:  Lohn bedeute nicht nur Kosten, sondern gesamtwirtschaftlich auch einen Einkommensfaktor, der für den Umsatz entscheidend sei.  (Es sei wie im Theater, wenn einer aufsteht, sieht er besser, aber wenn alle aufstehen, kriegen alle lahme Beine und sie sehen schlechter als wenn alle sitzen. So ist es auch, wenn einer spekuliert und absahnt, aber die Mehrheit hat einen Schaden. Deutschland habe mit dem Lohndumping angefangen, die anderen in Europa würden nur noch die Nachteile davon haben, da die Nachfrage einbreche und eine extreme Arbeitslosigkeit resultiere. Daher sei das, was der Einzelwirtschaft gut tun mag, gesamtwirtschaftlich von Nachteil.)

Dies gelte für Europa, aber auch weltweit. Für die Wirtschaft entscheidend seien strenge Rahmenbedingungen, die die Politik, z. B. die Europäische Kommission oder eine Institution des Europäischen Parlaments setzen müsse, z.B. Steuern auf Rohstoffe und fossile und nukleare „Brennstoffe“, um das Klima nicht zu warm werden zu lassen.

Und dafür seien internationale Absprachen unverzichtbar und ein übersteigertes Wettbewerbsdenken kontraproduktiv.

Die Zahlen der europäischen Wirtschaft, auch in Deutschland, seien erschreckend, die Investitionen viel zu gering. Dadurch würden die „Brigs“staaten an „uns“, das heißt die EU, auf die Dauer vorbeimarschieren.

Deutschland habe seine Arbeitslosigkeit „exportiert“ durch seinen hohen „Nettoexport“ gegenüber den anderen EU-Staaten, wobei es unverzichtbar sei, den Nettoexport auf +/- Null einzupendeln. Dafür könne man die „Warenkörbe“ verbindlich machen oder eine Regelung wie den Länderfinanzausgleich in Deutschland wählen, wo der Nettoexport der Bundesländer untereinander mit „Straf“-Zahlungen verbunden ist, z.B. Zahlungen von Bayern an Sachsen. Oder man könne schlicht den überschießenden Nettoexport an die EU-Kasse auszahlen.

Außerdem sei das „Finanzcasino“ dringend zu schließen.

Insgesamt sei eine wirkliche Wirtschaftswissenschaft unabdingbar, wo die Thesen an der Realität ständig überprüft werden.

Dann sei der Kapitalismus zu retten und er sei anderen Wirtschaftssystemen überlegen.

Zum Schluss noch ein Flyerentwurf

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

erste Veranstaltung in Braunschweig zum Flaggentag 2015 und zur 60 jährigen Veröffentlichung des Manifests von Russell und Einstein

erste Veranstaltung in Braunschweig zum Flaggentag 2015 und zur 60 jährigen Veröffentlichung des Manifests von Russell und Einstein  https://wp.me/paI27O-BE

Am 8. Juli 2015 fand eine Veranstaltung zum Flaggentag und zur 60 jährigen Veröffentlichung des Manifests von Russell und Einstein (am 9.7.1955) feierlich in der Dornse statt. An diesem Datum fand 1996 die Verkündung des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofes zur Völkerrechtswidrigkeit der Atomwaffen statt.

Dort sprachen Frieder Schöbel und Frau Ihbe. Den Hauptvortrag hielt Dr. Angelika Claussen.

https://helmutkaess.de/wp-content/uploads/2016/01/Rede-zum-Flaggentag-Braunschweig_claussen.pdf

Zwei Berichte darüber erschienen im Braunschweiger Spiegel: 1 und 2.

(Vorsichtshalber beide Artikel, da zum Teil die Beiträge wieder gelöscht werden, auch hier)

und ein Hinweis in der Braunschweiger Zeitung

Frau Ihbe sagte, wie auch im Bericht es Braunschweiger Spiegels angegeben, dass sie es für wichtig hält, jährlich den Flaggentag in der Dornse zu begehen.

Veröffentlicht unter Blog | 7 Kommentare

Vortrag von dem Schweizer Historiker Daniele Ganser in Tübingen über das „Imperium USA“

Im Dezember 2014 gab es einen Vortrag mit dem zugehörigen Video von dem Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser in Tübingen (hier die Übersetzung Deutsch/Englisch schriftlich)Hier auch schriftlich von Free 21. Er beleuchtet die imperialen Interessen der USA , die den Frieden der Welt sehr gefährden.

Die Nato ist zweifellos für den Westen und die USA ein Instrument der westlichen Macht.
Sie ist in einer Welt, die aus Friedens- und Selbsterhaltungsgründen auf Gleichberechtigung der Staaten
und auf zentrale Strukturen zielt, völlig überflüssig.
Statt dessen sollten regionale Strukturen wie die OSZE und UNO Strukturen
wie die Blauhelme die Sicherheit in unserer Welt zu gewährleisten versuchen

 Dazu gibt es die Erklärungen des Statfor-Chefs George Friedman,

in denen er im Februar Europa einschließlich der Ukraine aus Sicht der USA erklärt.

Im Englischen Original eine gute Stunde, https://www.youtube.com/watch?v=QeLu_yyz3tc

in der Deutschen Übersetzung mit den als zentral gesehenen Aussagen etwa 16 Minuten…

https://www.youtube.com/watch?v=BfWDb8YRl6w&feature=youtu.be

2015 hielt Daniele Ganser einen entsprechenden grundlegenden Vortrag über die Ukraine

Dieses Jahr, 2017 gab er ein Interview für das Thema Aufmerksamkeit und Friedenspolitik mit sehr persönlichen Erklärungen: Hochinteressant!  Daniele Ganser Aufmerksam in die neue Welt –

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

Friedenskonferenz in Frankfurt 2.-4.10.15

Am 4.10.15 ging ein wichtiges Wochenende in Frankfurt zuende.

Einerseits die Feiern zur Deutschen Einheit, andererseits eine wichtige Konferenz zu den Zusammenhängen dieser Einheit mit dem seinerzeitigen Frieden.
Vor 25 Jahren war die Welt in Ordnung. Die Sowjetunion schenkte  uns die Einheit und die Welt war zufrieden damit.
Leider ging dieser Einheitsgedanke und das Denken in Gemeinsamkeiten danach wieder verloren. Wir brauchen ihn aber dringend. Auch deshalb die Friedenskonferenz, die von der IPPNW in der Tradition der „Kultur des Friedens“ auch von dem verstorbenen Psychiater Prof. Horst Eberhard Richter steht und die viele Zusammenhänge und dringenden Wünsche und Möglichkeiten der Menschheit formulierte.
Hinweis auf die Konferenz Homepage, wo die Reden und die Workshops der Konferenz zu sehen sind.
Ein paar meiner Fotos:
Unten lege ich Ihnen die Rede von Prof. Ulrich Gottstein bei, dem Ehrenpräsidenten der IPPNW.

Herzliche Grüße

Dr. Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0176 381 376 31,

Gesendet: Montag, 05. Oktober 2015 um 09:50 Uhr
Von: „ulrich gottstein“ <gottstein@ippnw.de>
An: ippnw-deutschland@ippnw-lists.de
Betreff: [Ippnw-deutschland] Friedenskongress Frankfurt.
Eröffnungsrede zum Friedenskongress der IPPNW-Deutschland
Frankfurt, 2. Oktober 2015.
         „Unser Rezept für Frieden  : Prävention“
Ulrich Gottstein
           Der Erinnerung an Horst-Eberhard Richter gewidmet.
Liebe Freunde und Freundinnen der IPPNW, sehr geehrte Damen und Herren,
als Gründungs-und Ehrenvorstandsmitglied der deutschen IPPNW und im Namen  unserer Frankfurter Regionalgruppe  darf ich Sie zu unserem wichtigen Kongress herzlich willkommen heißen. Draußen ist die Stadt mit Menschen gefüllt, Diesmal wird hier in Frankfurt der „Tag der Deutschen Einheit“, der Tag der friedlichen deutschen Wiedervereinigung vor 25 Jahren, besonders festlich begangen. Es ist ein Gedenktag des Friedens zwischen Ost und West, den wir besonders dem  russischen Präsidenten Michail Gorbatschow, sowie der Friedenspolitik von Willy Brandt und Egon Bahr, zum Schluss auch Helmut Kohl  zu verdanken haben. Die Grenzzäune und Mauern fielen, und die Menschen aus der DDR und der Bundesrepublik konnten nach eigenem Wunsch wieder frei zusammen leben.
Nun feiert Deutschland diesen „Friedenstag“ und erlebt gleichzeitig die schrecklichen Folgen des Gegenteils von Friedenspolitik, nämlich die Folgen des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und ihrer Willigen im Jahr 2003 gegen den Irak. Ohne diese Invasion und folgende Zerschlagung aller Ordnung im Irak, das zuvor als „Preußen im vorderen Orient“ bezeichnet worden war, zwar unter brutaler Diktatur von Saddam Hussein, hätte der IS nicht den massiven Zulauf von sunnitischen Offizieren und Soldaten gehabt.  Auch der unberechtigte von Amerika  geführte NATO-Krieg  gegen das Volk  Afghanistan, der nach wie vor wütet,   – eigentlich sollte ja nur Bin Laden gefangen werden  –   hatte Margot Käßmann nicht mit ihrer zwar überspitzten und traurigen Warnung „ nichts ist gut in Afghanistan“  Recht ? –  dieser Krieg stürzte das Land in Unglück und förderte Taliban und IS. Auch das Eingreifen Frankreichs und der NATO mit Bombenflugzeugen in die Rebellion gegen Gaddafi in Libyen, führten nicht zur naiv erhofften Demokratie, sondern zur Zerstörung des Landes. Das gleiche geschah mit der finanziellen und zunächst verborgen ausgeführten militärischen Intervention aus Ost und West in Syrien, um das Regime Assad zu stürzen, das von Russland unterstützt wurde. Jetzt wird das bemitleidenswerte Land nicht nur vom Bürgerkrieg zerstört, sondern auch durch massives Bombardement , aus Kampfflugzeugen der USA, Frankreichs und nun auch Russlands. . Millionen von Toten, Verwundeten und Flüchtlingen sind die Folgen. Wir können dem nicht schweigend zusehen, wir müssen eine fachlich kompetente Diplomatie und Friedenspolitik der Regierungen, auch unseres Landes, fordern, um diese Tragödien zu beenden und um einen 3. Weltkrieg zu verhüten! Glücklicherweise ist jetzt Außenminister Frank Walter Steinmeier auch dieser Auffassung! Der Krieg ist dicht vor unserer Haustür.
Dabei hatten wir damals junge Menschen, die Krieg und Nazizeit 1945 überlebt hatten, eine Zeit lang geglaubt und gehofft,  dass die Zeit der ständigen Kriege zu Ende sei, ja dass sogar ein Weltfriede kommen werde. Denn nach Hiroshima und Nagasaki werde die Welt sich nicht selbst zerstören wollen. Aber die Menschheit hatte sich getäuscht, Kriege brachen wieder aus, das nukleare Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjet Union erschütterten die Erde, und es toben weiterhin jedes Jahr 20- 50 Kriege, die beständig ihren Nachschub an Waffen erhalten, darunter auch aus Deutschland.
Wie reagieren die Regierungen und die Machthaber auf die von Krieg erfüllte Erde? : Sie vergrößern ihre Heeere, modernisieren ihreWaffen, sie kultivieren ihre Feindbilder, verstärken ihre „Verteidigungsbündnisse“, errichten Stacheldrahtzäune und vieles mehr.Und alle Atomwaffenmächte, mit Ausnahme Israels,  zeigen ihre Atomraketen in der Öffentlichkeit auf Militärparaden. Die USA und Russland modernisieren ihre Atombomben, wie jetzt die B61-12 in Büchel.  Der Bevölkerung wird verkündet „wir tun alles für Eure Sicherheit und sorgen für Frieden“. Aber sie verschweigen, dass es wirklichen Frieden gar nicht geben kann, solange Feindschaft und Hass zwischen den Nachbarn bestehen. Das zeigt uns seit vielen Jahren das Beispiel der Atomwaffenstaaten Israel, Indien und Pakistan und nun der Krieg in der Ukraine, oder immer wieder in Afrikanischen Nationen, zuletzt besonders schlimm der genocidale Krieg zwischen Hutu und Tutsi. Statt einer „Politik der militärischen Macht“ fehlt eine Politik der gewaltfreien Hilfe, der Vermittlung und Mitmenschlichkeit, des Dialogs, auch und gerade unter den Gegnern, und des Verständnisses für den Nachbarn. Es fehlen frühzeitige kausale Hilfen, die Beseitigung oder Minderung der Ursachen der Kriege. Überall bekämpfen die reichen Nationen nicht Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger und Hoffnungslosigkeit in Zweidritteln unserer Erde, sondern vergrößern ihre Macht und ihren politisch-wirtschaftlichen Einfluss. Sie sorgen nicht dafür,  dass die Bevölkerung in armen Ländern durch eigene Landwirtschaft, Handwerk und Industrie ein Leben in Wohlstand und Frieden führen kann, sondern mit  kapitalistischem Egoismus nutzen die Industrienationen die Wirtschaft und die Bevölkerung der schwachen Länder aus.  Starke Länder intervenieren finanziell und militärisch je nach eigenem nationalem Vorteil und fördern unterschiedliche Kriegsparteien. Sie schmeißen unser Geld buchstäblich für die Aufrechterhaltung von Feindbildern und Kriegen heraus, anstatt es für die Unterstützung eines friedlichen Aufbaus und für gewaltfreie  Lösung von Krisen und zur Kriegsverhütung zu verwenden.
Ich habe einige Ursachen für die Kriege genannt, die uns auch jetzt alle bedrücken.  Kriege kommen nicht von allein, sie werden von Menschen gemacht, die das Leben und Leiden der von den Kriegen betroffenen Bevölkerung für zweitrangig erachten. Warum gibt es so viele rücksichtslose und machtgierige Menschen, insbesondere bei Führungspersonen, und so wenige, die sich in die Lage der anderen versetzen können, die den Wunsch zur echten Humanitas, zur Friedfertigkeit und Mitmenschlichkeit in Herz und Seele haben!
Mit diesen Fragen haben sich schon seit über 30 Jahren der bekannte Atomphysiker und Philosoph Carl-Friedrich von Weizsäcker(9) und unser IPPNW-Mitgründer und Ehrenvorstandsmitglied Horst-Eberhard Richter, Arzt und Philosoph, bedeutender Psychoanalytiker und Sozialpsychologe(5,6) befasst.
Warum herrscht  Friedlosigkeit in den Menschen ? Ihre Antwort lautete: „Friedlosigkeit ist eine Krankheit, eine seelische Krankheit“, hingegen „Friedfertigkeit ist eine Kraft, eine der größten Kräfte des Menschen“ (9). Horst-Eberhard Richter als Seelenarzt und Psychotherapeut war zusätzlich davon überzeugt: „Die seelische Krankheit Friedlosigkeit ist heilbar“(5) . Diese Aussage in seinen Vorträgen war für uns immer tröstlich, sie war aber nicht zur Beruhigung gemeint, sondern als Aufruf zum mitmenschlichen Engagement und zur Stärkung von Friedfertigkeit.
Mich bewegt und bedrängt seit vielen Jahren die Sorge, dass die Aussage, die seelische Krankheit Friedlosigkeit sei heilbar, wohl für Einzelpersonen, nicht aber so allgemein stimmen könne, denn Kriege, Mord und Totschlag gibt es in der Menschheitsgeschichte seit dem Altertum. Mit der Frage, wie können Kriege vermieden werden, haben sich von damals bis heute die besten Köpfe befasst, wie z.B. Plato, Aristoteles, Dante, Rousseau, Kant,Hegel, Marx, Freud, Albert Einstein, Albert Schweitzer und viele andere. Archäologische Funde aus der Steinzeit weisen darauf hin, dass die Menschen auch früher nicht  in Frieden gelebt haben, wie ja auch z.B. die Indianer Nord-und Südamerikas vor Ankunft der Europäer offenbar blutige Kriege gegeneinander geführt haben. ( 2). Liegt also die Friedlosigkeit doch in der menschlichen Natur, und ich füge hinzu, überhaupt in der lebenden Natur ? Ich las in einer philosophisch-theologischen Betrachtung von Beispielen aus der Pflanzenwelt, wo die
gegenseitige Verdrängung bis zum Absterben der unterlegenen Pflanze im Kampf um Licht und Platz „natürlich“ ist. Und ich sah  mit Grauen in Tierfilmen, wie die männlichen Löwen und andere Wildtiere die neugeborenen Jungtiere der begehrten Mutter töten, nachdem deren Vater verdrängt worden ist.
Doch wir dürfen uns durch diese Erkenntnisse nicht entmutigen lassen, denn wenn es gelingt, den Ausbruch der Krankheit Friedlosigkeit zu verhüten – und das ist ja unsere Aufgabe –  überwiegt das Friedensbedürfnis. Dazu hilft, neben praktischer Vernunft, eine Ethik des Friedens, wie sie in der „Bergpredigt“ von Jesus und mit der „Ehrfurcht vor dem Leben“ von Albert Schweitzer gefordert wird (7,8).
Eine besondere Tragödie besteht darin, dass wir Menschen, im Gegensatz zu den Tieren, durch die Entwicklung der modernen Waffen, angefangen von den Gewehren, der Artillerie, den Bomben und schließlich den Atomwaffen, unsere Mitgeschöpfe massenhaft töten können, ohne ihnen ins Auge blicken zu müssen, und sogar ganze Erdteile vernichten können. Ist dieses Morden,  meist von rücksichtslosen  Führungspersonen initiiert, diese „ seelische Krankheit“, ist sie noch heilbar ?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, mit diesen Fragen wird sich unser Kongress beschäftigen. Wir vermissen heute ganz besonders Horst-Eberhard Richter, den wir zu einem großen Vortrag eingeladen hätten. Am 19. Dezember ist er schon vier Jahre tot. Ich widme diese Rede seinem Gedenken.
Wir würden ihn gefragt haben, wie kann heute, wo wir umgeben sind von Krisen und Kriegen, eine Therapie der verblendeten Politiker, Religionsführer, Aufrührer, aber auch deren Gefolgschaften aussehen? Eine heilende Therapie bedarf  zuvor der exakten  Krankheitsdiagnose, dann der speziellen Behandlung, auch des Mitleids und der Vergebungs- und  Versöhnungsbereitschaft.. Das ist besonders schwer, wenn die Krankheit Friedlosigkeit massiv, nahezu epidemisch, ausgebrochen ist, wie z.B.jetzt im  fanatischen religiösen  Krieg der IS,  oder in der brutalen Feindschaft zwischen Schiiten und Sunniten im Irak, die vor dem westlichen Interventionskrieg 2003 in Frieden zusammen gelebt hatten. Und wir denken an das jetzt zerstörte, einst schöne und an kostbaren Altertümern reiche friedliche Land Syrien, in dem viele Religionen in Harmonie zusammen gelebt hatten, und das jetzt zerbombt wird.
Damit komme ich zu dem wichtigen Anliegen und den Fragen unseres jetzt beginnenden Kongresses: Wo bleibt die helfende gewaltlose Diplomatie? Wo bleibt eine engagierte Friedenspolitik ?
Eine wachsame und aktive Friedenspolitik müssen wir von den Regierungen und den Vereinten Nationen fordern, nicht nur Reaktionen auf bereits ausgebrochene Kriege. Wir brauchen Fachleute, die sich um Krisen und Kriegsverhütung  rechtzeitig und aktiv  bemühen. Es reicht nicht, wenn, wie in Deutschland,  wenige Personen im Auswärtigen Amt in einer Abteilung mit dem Namen „Krisenprävention, Stabilisierung und Konfliktnachsorge“ tätig sind, sondern wir brauchen ein selbständiges Ministerium, das z.B. „Friedensministerium“ heißen könnte.
In ihm sollten erfahrene Friedensforscher, auslandserfahrene Diplomaten,   Psychologen, Politikwissenschaftler, Historiker, Ökonomen, ja auch  erfahrene pazifistische Offiziere arbeiten, um beginnende Krisen zu bemerken und sofort die eigene Regierung und den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu informieren und zu beraten.  Rasche gewaltfreie Hilfen müssen gewährt werden, bevor aus einem Flämmchen ein Großbrand wird.
Meine Damen und Herren, wir sehen  täglich in den Abendnachrichten, wie unser Außenminister jeden Tag an einem anderen Krisenherd ist und an einer anderen  Konferenz teilnehmen muss. Es ist doch klar, dass er mit der Fülle der Krisenursachen und brennender Probleme überfordert ist ! Warum haben wir ein mächtiges Militärministerium mit hohem Budget, das sofort militärische Einsätze durchführen kann,  aber haben, auch wegen angeblichen Finanzmangels, kein Friedensministerium mit genügend Fachleuten zur frühzeitigen Beratung?  Der schreckliche Krieg in Syrien und jetzt die Massenflucht hätten mit frühzeitiger kompetenter Diplomatie verhindert werden können!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin der festen Überzeugung, dass wir Ärzte unserer internationalen IPPNW, die wir uns seit 35 Jahren  „für Frieden und die Verhütung von Atomkrieg“, engagieren – wofür wir vor 30 Jahren den Friedensnobelpreis erhielten – dass wir die Forderung erheben müssen, statt Milliarden Euro und Dollar für die Rüstung auszugeben, gewaltlose Friedensdiplomatie an die erste Stelle der internationalen Politik zu stellen!  Damit würden wir auch die dringenden Wünsche unterstützen, wie sie von unseren Vorbildern  Albert Einstein, Albert Schweitzer und Bernard Lown und den großen Humanisten und Denkern Carl-Friedrich von Weizsäcker und Horst-Eberhard Richter immer wieder geäußert wurden. Verhüten und „heilen“ kann nur gelingen, wenn eine wirkliche Friedenspolitik sich  aktiv und frühzeitig für die Schlichtung  gefährlicher Krisen und der Ursachen von Kriegen engagiert. Diese Meinung haben auch Papst Franziskus und erfreulicherweise nun auch Bundeskanzlerin Merkel in der Vollversammlung der Vereinten Nationen in  New York vorgetragen.. Darin müssen wir unsere Regierung und die Vereinten Nationen unterstützen, sie zu Taten und nicht nur zu Worten auffordern.  Es muss verhindert werden, dass die tödliche Krankheit Friedlosigkeit immer wieder zum Tod und Leiden von unzähligen unschuldigen Menschen führt. Verhütung muss oberstes Gebot sein. Dazu brauchen wir mitmenschliches und fachliches Engagement, Liebe zu unseren „Nächsten“, Versöhnungsbereitschaft,  „Ehrfurcht vor dem Leben“, sowie Friedfertigkeit  in unseren eigenen Herzen. Dafür steht unsere IPPNW, dafür stand Horst-Eberhard Richter. Wir müssen und wollen alles tun, um „Friedfertigkeit“ und „Ehrfurcht vor dem Leben“ bei uns und den Mitmenschen auf unserer kleinen Erde zu stärken und die Infektion und den Ausbruch der „Krankheit  Friedlosigkeit“ zu verhüten und heilen zu helfen.
„Unser Rezept für Frieden  lautet :Prävention“. 
1)      Einstein, Albert: „Über den Frieden“  (Hg. O.Nathan und H.Norden.  Lang Verlag, Bern 1975)
2)      Gottstein,Klaus:„Die Rolle der Wissenschaft im politischen Entscheidunhgsprozess“ ( in“Fragen zu Wissenschaft und der interdisziplinären Kommunikation“. Univ.München, 1986)
3)      Lown, Bernard:“The urgency of moral outrage“, in „Maintain Life on Earth”, bzw. :”Gemeinsam leben- nicht gemeinsam sterben!” Jungjohann Verlagsgesellschaft Neckarsulm-München, 1987)
4)      Lown, Bernard:“Ein Leben für das Leben” (Academia Verlag, Sankt Augustin,2009)
5)      Richter, Horst-Eberhard: „Die seelische Krankheit Friedlosigkeit ist heilbar“ (Psychosozialverlag, 2008)
6)      Richter, Horst-Eberhard:„Moral in Zeiten der Krise“. Suhrkamp, 2010)
7)      Schweitzer, Albert: „Das Problem des Friedens in der heutigen Welt“, „Friedensnobelpreis Rede“ ( Verlag C.H.Beck, München, 1955)
8)      Schweitzer, Albert:“ Die Ehrfurcht vor dem Leben“, in „Grundtexte aus fünf Jahrzehnten“, Verlag C.H.Beck, 1997)
9) Weizsäcker von, Carl-Friedrich, „Die seelische Krankheit Friedlosigkeit“,
          in:“Der ungesicherte Friede“ Verlag Vandenhoeck & Ruprecht,1969)

_______________________________________________ Ippnw-deutschland Mailingliste JPBerlin – Politischer Provider Ippnw-deutschland@ippnw-lists.de https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ippnw-deutschland Fragen zur Mailingliste, zum Eintragen und Austragen bitte nur an feige@ippnw.de

 

Veröffentlicht unter Blog | 3 Kommentare

Hier im Überblick die Gliederung mit Kurzinformation

A.   Einführendes

/below English Translation

darunter als Unterpunkte:

a) Willkommen

b)  die Einführung

c) Hier im Überblick die Gliederung mit Kurzinformation

d) Ich stelle mich vor  Ich bin jetzt frei, den Rest meines Lebens für meine wahre Leidenschaft, nämlich zum Überleben der Menschheit  beizutragen, aber ihn auch für Familie und Freunde zu nutzen.

e)  Das Weltganze, soweit wir das wissen, das Universum

Wir wissen schon einiges über unser Universum, das heißt, das Weltganze, was wir bisher mit unseren Teleskopen und „Weltall-Horchgeräten“ herausgefunden haben und wozu wir unsere Theorien weiter entwickeln.

f) Die Erde, dieses winzige „Staubkorn“ im Universum mit den bekannten 300 Milliarden Sonnen in der Milchstraße und den 100 Milliarden Milchstraßen im Universum.

g) Leben und Tod    Das Leben ist ein Geheimnis. Was ist  unsere Seele? Es gibt viele Versuche und viele Religionen im Versuch, dem Geheimnis des Lebens und Sterbens näherzukommen.

h) Für KINDER    „Liebe Kinder. Ich möchte die Welt beschreiben, so wie ich sie sehe.“

Impressum

B. Aspekte einer Kultur des Friedens

a)     Unsere Menschheit
Zuerst einige grundsätzliche Aspekte, die Ihr unter diesem Link findet.

Dann kommt ein Überblick: der Gründer der IPPNW („International Physicians for the Prevention of Nuclear War/ Ärzte in sozialer Verantwortung“, www.ippnw.de  und www.ippnw.org ), Bernard Lown (http://bernardlown.org/ ), der Erfinder des Defibrillators, hat die vom Menschen beeinflussbaren nötigen Dinge für das Überleben der Menschheit in einem gleichschenkligen Dreieck gekennzeichnet.

Die Basis ist Frieden als Voraussetzung für alles andere, die eine Seite das Leben in einer vernünftigen Umwelt und die andere Seite sind vernünftige soziale Bedingungen. Man kann die Aufgabe auch von der Emotion und vom Verstand her betrachten.

Diese drei Kategorien jetzt im Detail:

  1.     Frieden allgemein

Der Mensch hat sich in der Evolution entwickelt und ist historisch so geworden, wie er ist, auch im Kampf mit anderen Menschen. Jetzt hat er laut dem „Russell-Einstein Manifesto“    die Wahl zwischen Glück durch das Erreichen von dauerhaften Frieden und Verderben bei einem zu befürchtenden großen Krieg…

auf Deutsch: http://www.pugwash.de/rem.pdf und mit Nachüberlegungen: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/002938.html#axzz2nwjn3ziW

Die hochgefährliche „Abschreckungsdoktrin“ bedeutet auf längere Sicht den nahezu sicheren Menschheitsuntergang. Näheres auf Englisch bei dem seinerzeit obersten Nukleargeneral US-General a. D. George Lee Butler und ein allgemeinerer Text auf Deutsch.

2.  Sozialer Frieden Da geht es um die vielen Verhungernden, aber auch um soziale Spannungen und das Aufgehen der Schere des extremen Ungleichgewichts zwischen arm und reich. Der Reichtum der Menschheit ist ungeheuer und es ist genug da für alle: „die Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“. (Mahatma Gandhi)  „Wir“ müssen für eine Mindestversorgung aller Menschen sorgen, an Nahrung, Bildung und Wohnen.

3.   Umweltaspekte

Wir müssen als Wichtigstes die Umweltverschlechterung bekämpfen und dafür nach meiner Ansicht zügig eine 100% erneuerbare Energieversorgung  schaffen, aber auch die Rohstoffversorgung regeln.

C. Schließlich geht es um Lösungsmöglichkeiten,

wo wir alle gefordert sind.

a) Allgemeines, Jeder kann nach meiner Meinung etwas zu einer besseren Welt beitragen, jeder nur ein Bisschen, aber in der Vielzahl der Beiträge Entscheidendes. Jeder sollte Bauch und Kopf fragen, was er versuchen kann, beizutragen und es immer wieder versuchen.Dafür spreche ich einige Möglichkeiten an.

b) http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=2194  gegen die Steuerung durch unsere „Eliten“

c)  mögliche einfache Prinzipien

d) aktuelle Emotionen   Diese Seite ist für Wutausbrüche oder freudige Ereignisse gedacht. Jeder kann die Kommentarfunktion nutzen…

e) Schluss

—————————————————————————————————-

Here an overview of the outline with brief information:
A. Beginnings
a) Wellcome
b) The introduction
c) Here for an overview the structure with short informations
d) To my person: I introduce myself. I am now free, the rest of my life for my true passion: to contribute to the survival of mankind, but to also use it for family and friends.
e)  The whole world, as far as we know, the universe. We know a lot about our universe, that is, the whole world, what we have found out so far with our telescopes and „space-Hearing“ devices“ and how we develop our theories on it.
f) The earth, this tiny „speck of dust“ in the universe with the known 300 billion suns in the Milky Way and the 100 billion galaxies in the universe.
g)  Life and death, Life is a mystery. What is our soul? There are many trials and many religions in an attempt to get closer to the mystery of life and death.
h) for children  Dear Children, I want to describe the world in the way, I see it.

Aspects to reach a nessesary Culture of Peace

a) Our Humanity
First, some basic aspects that you find at this link.

Then comes a general survey: the founder of IPPNW („International Physicians for the Prevention of Nuclear War / Physicians for Social Responsibility“, www.ippnw.de and www.ippnw.org), Bernard Lown (http://bernardlown.org/ ), the inventor of the defibrillator has characterized the human-influenced things necessary for the survival of mankind in an equilateral triangle.
The base is peace as a precondition for everything else, one side is life in a reasonable environment and the other side are sensible social conditions. You can consider this  task also by emotions and consider it intellectually.

These three categories now, in detail:

1. Peace in general
Man has evolved in evolution and has become as it is historiccally described often in battle with other people. Now he has, according to the „Russell-Einstein Manifesto,“ the choice between happiness through the attainment of lasting peace and ruin with major war …
in German: http://www.pugwash.de/rem.pdf and Nachüberlegungen: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/002938.html # axzz2nwjn3ziW . The highly dangerous „doctrine of deterrence“ means the almost certain doom for mankind in the long run. For more information in English you can hear it by the retired top nuclear US-General George Lee Butler and an here excellent general text in German.

2. Social Peace

It’s about the many starving people, but also about social tensions and the rising of the extreme imbalance between rich and poor. The wealth of mankind is tremendous and there’s enough room here for all: „The Earth provides enough for everyone’s need, but not for everyone’s greed“. (Mahatma Gandhi) „We“ need to ensure a minimum supply of all people, to food, education and housing.

3. Environmental Aspects
We must fight the degradation of the environment as most important, and to provide, in my view quickly a 100% renewable energy supply, but also regulate the supply of raw materials.

C. Seeking for solutions,

were we are all needed.

a) General,  each one can participate something to reducing the risk for humanity. Each one only a little bit, but in the sum it is essential. Each one should ask his brain and then trust his gut what he or she can bring in and try and try again. For this I propose some ideas.

b) against the control through our „elites“

b)  some simple things

c) aktual emontional things   this part is meant for eruptions or for joyful happenings.  Each one can use the function of commentar.

d) The end

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

gegen die Steuerung durch unsere „Eliten“

Prof. Rainer Mausfeld hielt im Sommer 2015 einen Vortrag über die Steuerung durch die reichen Oberschichten z.B. mit „Empörungsmanagement und Apathieinduktion“. Dazu eine  kurze Information auf zwei  Seiten mit  Hinweisen auf den Vortrag.

Dann der Originaltext von 12 Seiten:  der Text  und mit Hervorhebungen durch mich

Und der an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015 gehaltene Vortrag als Video, nachfolgend die  Diskussion

Bemerkung von einer langjährigen Friedensaktivistin: wozu, das weiß doch jeder!

Ich wusste von der Systematik der Steuerung nicht, obwohl ich über 30 Jahre im „Friedensgeschäft“ tätig bin. Sie funktioniert durch mehrere teure Institutionen, zum Beispiel dem „Initiative für Neue soziale Marktwirtschaft“ einer Propagandainstitution der Metallindustrie.

Und ich weise auf meine Familie hin, von denen dies keinem bewusst ist.

Wie können wir unser  durch gelenkte Information gestörtes natürliches Urteilsvermögen wiedergewinnen? Dieses Wissen muss erst mal publik gemacht werden, bevor der Druck entstehen kann, dies zu ändern.


Im Juni 2016 gibt es ein neues Interview zu diesem Thema:

Fragen zur Frage „Warum schweigen die Lämmer?“  , der einleitende Teil:


Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (1)
Prof. Rainer Mausfeld im Interview mit Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Die Hauptverantwortung einer Regierung in einer „Demokratie“ ist, die Minorität der besitzenden Klasse gegen die Majorität der Nicht-Besitzenden zu schützen. Eine repräsentative Demokratie repräsentiert NICHT den Willen des Volkes. Die bewusste und intelligente Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil so genannter „demokratischer“ Gesellschaften. Solche seltenen Sätze waren bei den Aachener Friedenstagen 2016 zu hören – bei einem Vortrag zur Frage „Warum schweigen die Lämmer?“, gehalten von Prof. Rainer Mausfeld, einem Psychologen und Kognitionsforscher an der Universität Kiel. Mit ihm hat die NRhZ nun ein vertiefendes Interview geführt, das wir in zwei Teilen wiedergeben. Und wieder begegnen uns Aussagen, die sich der herrschenden Ideologie in den Weg stellen: „Es ist nicht Aufgabe einer Regierung, die Wahrheit zu sagen.“ Oder: „Regierungen der westlichen Demokratien sehen die eigene Bevölkerung als ihren Hauptgegner an.“

 

 

Veröffentlicht unter Blog | 20 Kommentare

Growing Up and Waking Up

Gesendet: Freitag, 23. Oktober 2015 um 16:09 Uhr
Von: „Ken Wilber“ <noreply@IntegralLife.com>
An: helmut_kaess@web.de
Betreff: Are you ready to awaken every level of your being?

It is often said in the great wisdom Traditions that typical, conventional life is like a dream, an illusion, a mistaken reality. And what it’s mistaken for is the real Reality, an ultimate unity, oneness, infinite harmony and interconnectedness with the entire universe—the discovery of our real Self, Big Mind, the groundless Ground of all Being, the Supreme Identity, the Great Liberation in infinite Spirit. Mindfulness meditation, for example, was created as a practice that will help us experience this Enlightenment, Awakening, ultimate Transformation. This is the profound path of Waking Up, and it is found in the great Traditions around the world.

On the other hand, according to these Traditions, the typical, conventional, orthodox Western psychologies only deal with the illusory self—the finite, conventional, skin-encapsulated ego. Its typical developmental processes are altogether called the path of Growing Up.

So we have the path of Waking Up—which deals with ultimate Reality, with the Ground of all Being, with the divine Self and infinite Spirit—and we have the path of Growing Up—which deals with the finite self, the ordinary, conventional, typical small self and its changes, the path of Growing Up.

But even the great Traditions acknowledge that both of these realities, both of these paths, are important—one being relatively real (Growing Up), and one being ultimately real (Waking Up)—or relative and ultimate truth. But as profound as the Great Traditions are, their major limitation is that they don’t deal with the path of Growing Up in any detailed fashion; they point to the absolute Self, but don’t know how to help the relative self function and thrive. Western psychologies, on the other hand, have mapped out upwards of a dozen major stages that the relative self goes through on its way to maturity, and even somebody who is Enlightened will go through these stages (even if they aren’t exclusively identified with them, as the typical person is). The relative self is, in fact, the vehicle or vessel through which the absolute Self will express itself, manifest itself, communicate itself. The more mature the relative self of an Enlightened person is, then the more impressive, coherent, and inspiring the Enlightened person’s absolute Self and its message will be.

My new web course, Full Spectrum Mindfulness, brings together the best of Western ways to Grow Up and the Eastern ways of Waking Up. That is, it combines the best of developmental psychologies with the best of the mindfulness traditions, to produce a whole, integrated, harmonious practice of Waking Up to the highest reality and then expressing that through the highest and most mature self of Growing Up. This is actually the first time that these two paths have been comprehensively brought together, and its results can be applied across almost any activity desired—helping to increase success, presence, and authenticity from work to relationships to family to heightened self-realization.

The result of such practice is to experience the fundamental wellbeing of Waking Up through and from the highest stages of Growing Up. This combines a genuine Awakening to nondual unity consciousness (or Waking Up) with a fully grown, bright, and integrated individual self. We will go through many experiential exercises designed to do exactly that. This gives us an awakening to our deepest Ground and Being, expressed through our highest self and development—and this, again, gives us a direct and extremely positive relationship to our work, our relationships, our thoughts and actions, our total being in the world. Please come and join us in this extraordinary awareness. I’m very much looking forward to being with you in this amazing adventure of Growing Up and Waking Up!

To your deepest awakening,
Ken Wilber

PS: Näheres

Veröffentlicht unter Blog | Ein Kommentar

kurze Antwort hier

Auf dem Betttuch, hinter dem sich die Demonstranten versteckten, die nicht fotografiert werden wollten, steht: „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“ Gegen Antisemitismus, Antizionismus und Rassismus. Wie kamen sie zu diesem Text, der sich gegen die Nakbaausstellung richtet? Die Nakbaausstellung thematisiert ja gerade die scheussliche Behandlung der Palästinenser durch die durch den Holocaust vertriebenen und überlebenden Juden Europas. Das heißt das Unrecht, das die verfolgten Juden einer nach unserer Meinung unschuldigen Bevölkerung antaten. Wir unterstützen diese Klage, denn bisher sind die Palästinenser zu wenig gehört worden. Wir sind gegen dieses Vorgehen des Staates Israel, wie wir auch gegen das grauenhafte Vorgehen des Staates Deutschland gegen die Juden und andere Minderheiten sind. Wir sind auch gegen den gegenwärtigen Rassismus in Israel gegenüber der palästinensischen Minderheit, wie natürlich auch gegen den Rassismus in Deutschland.

Wie es zu diesem Plakattext kam, verstehen wir nicht. Aber die Autoren sind nicht bereit, darüber zu sprechen. Nur durch das Gespräch kann man aber Irrtümer aufklären und weiterkommen.

Deshalb ist die Darstellung dieses Plakates als Angebot zum Gespräch gemeint.

Veröffentlicht unter Blog | 2 Kommentare

ist Gott „anorganisch“

Was ist Gott? Der christliche Gott, der von seinen Gläubigen am Sonntag gegessen wird? Und der die Menschen ein Millionen Jahre vernachlässigt hat. Es gibt den  Menschen seit etwa einer Millionen Jahre. (die Speere, mit denen in der Braunschweiger Region ua Pferde gejagt wurden, sind 300.000  Jahr alt)  oder ein archaischer Gott wie Wotan und ähnliche?

Wie verwaltet ein solcher Gott das Universum mit seinen abervielen Sternen?

Welche Stellung hat der Mensch in ihm?

Man muss bedenken, dass das Weltall ganz überwiegend aus anorganischer Materie besteht und dass sogar auf der Erde ein winziger Bruchteil aus organischer Materien, und von dieser ein winziger Teil  aus „denkener“ organischer Materie und dass diese denkende organische Materie nach ihrer Laufzeit wieder  anorganisch wird. Da vermute ich, dass das Anorganische, in das wir eh wieder zurückfallen, seine eigenen Resonanzen hat und dass dies Resonanzen im viel größeren Stil sind als die in einem Gehirn. Dazu ein paar Gedanken von Hans Peter Dürr.

Leider werde ich das wohl erst nach meinem Tod rausbekommen…

Veröffentlicht unter Blog | Schreib einen Kommentar